Trotz Corona-Risiko: Eltern fordern, schwangere Lehrerinnen in Präsenz unterrichten zu lassen

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Der Landeselternbeirat Baden-Württemberg hat die nach wie vor strengen Corona-Regeln für schwangere Lehrerinnen scharf kritisiert und als ungerechtfertigte Privilegien bezeichnet. «Warum stellt man eigentlich bei Lehrern immer Fragen, die sich eigentlich aus dem Rest der Gesellschaft ableiten lassen sollten?», sagte der Vorsitzende Michael Mittelstaedt in Stuttgart. Eine Warnung des Robert-Koch-Instituts ficht ihn nicht an – genauso wenig wie zuvor die Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne).

Das Infektionsrisiko in ungeschützten Klassenräumen ist groß. Trotzdem sollen schwangere Lehrerinnen in Präsenz unterrichten – meinen der Landeselternbeirat und die Kultusministerin. Foto: Shutterstock

Auch Frauen an der Supermarktkasse, in Arztpraxen und sonstigen Berufen arbeiteten mit wechselndem Publikumsverkehr und dürften nicht nach Hause. «Sollte man diese Privilegien aus längst vergangenen Zeiten nicht zügig überarbeiten?» Die Corona-Pandemie werde nun endemisch, zudem sei eine Schulklasse eine recht homogene Gruppe, sagte er. «Warum gibt es ausgerechnet für Lehrer eine Sonderregel? Das erschließt sich keinem mehr.»

Die Regierungspräsidien im Baden-Württemberg halten weiter an den strengen Regeln aus der Corona-Zeit fest, wonach schwangere Lehrerinnen pandemiebedingt nicht in Präsenz unterrichten dürfen. Die Regierungspräsidien verweisen auf das Robert Koch-Institut, dass das Risiko für Schwangere weiterhin als hoch einstufe. Bildungsverbände wie die GEW sind ebenfalls für eine Beibehaltung der strengeren Regeln.

Mit Blick auf die Warnung des RKI sagt die Kultusministerin: «Da hätte ich gern eine andere Einschätzung»

Kultusministerin Theresa Schopper pocht jedoch auf eine Rückkehr zur alten Mutterschutz-Regelung vor Corona und begründet das mit dem Personalmangel an Schulen. «Das haut bei Grundschulen immens rein», sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag in Stuttgart zum Ausfall der schwangeren Lehrkräfte. Viele Schwangere wollten zudem unterrichten. «Da hätte ich gern eine andere Einschätzung», sagte sie in Richtung des Robert Koch-Instituts. Es dürfe keine Pathologisierung der Schwangerschaften von Lehrkräfte vorgenommen werden. Eine Schwangerschaft sei keine Krankheit. News4teachers / mit Material der dpa

Im Wortlaut

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schreibt zum Thema Schwangerschaft und Corona:

„Generell ist das Risiko für schwere Krankheitsverläufe für Frauen im gebärfähigen Alter zwar gering. Bei einer Schwangerschaft ist das Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 jedoch erhöht. Dies gilt besonders, wenn weitere Risikofaktoren vorliegen, wie zum Beispiel starkes Übergewicht (Adipositas), Bluthochdruck oder Diabetes.

Hinsichtlich möglicher Auswirkungen einer Infektion der Mutter auf das Ungeborene lassen sich bislang keine gesicherten Aussagen machen. In Untersuchungen wurde bei mit SARS-CoV-2 infizierten Schwangeren eine höhere Rate an Frühgeburten beobachtet, wobei unklar ist, ob krankheitsbedingt oder aufgrund anderer Ursachen.“

Quelle: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/fragen-und-antworten/verdacht-auf-infektion-und-krankheitsverlauf/#tab-4142-9

Lehrermangel: Kultusministerin will schwangere Lehrerinnen trotz Corona-Risiko unterrichten lassen

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Emil
13 Tage zuvor

Tja, die egoistischen Eltern. Befürchten, die Kiddies selbst beaufsichtigen zu müssen. Nur zum Vergleich: Mein Finanzamt darf man nach wie vor nur mit Termin betreten. Als Lehrer könnte man chizofren werden in einer Welt, die wegen Corona dicht macht und einer Schule, die zur Infektion täglich einlädt. Nur Weil Eltern ihre eigenen Kids weggeben wollen.

Realist
13 Tage zuvor
Antwortet  Emil

Der Unterschied dürfte der Logik von Frau Schopper folgend sein, dass eine „Schulklasse eine recht homogene Gruppe“ ist, denn sie besteht ja nur aus ca. 30 Kindern aus unterschiedlichen Familien aus unterschiedlichen Teilen einer Stadt mit unterschiedlichen Erziehungsvoraussetzungen in einem recht überschaulichen Raum (ca. 40m^2).

Die Besucher eines Finanzamtes dagegen sind eine völlig inhomogene Gruppe: Da gibt es Reiche und Arme, brave Steuerbürger und notorische Steuerhinterzieher, Arbeitnehmer und Selbstständige. Außerdem ist so ein typischer Arbeitsraum in einem Finanzamt mit ca. 50m^2 für drei bis vier Mitarbeiter viel größer, also viel unübersichtlicher. Bei soviel Inhomogenität ist es selbstverständlich, dass Finanzämter bevorzugt mit Luftfiltern, Plexiglasscheiben und ähnlichem ausgestattet werden und strikte Zugangsregelungen haben.

Erzieherin
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Und obendrauf unterrichten Lehrkräfte zum Glück generell nur in einer einzigen Klasse. Wechselnde Kontakte sind überhaupt nicht vorhanden. Schule ist quasi eine heile Blase der Fast-Einsamkeit.

Dil Uhlenspiegel
12 Tage zuvor
Antwortet  Erzieherin

… die Fruchtblase der Glückseeligkeit

Emil
12 Tage zuvor
Antwortet  Emil

Mein Trost ist, dass die heutigen Kiddies ihre Eltern genauso behandeln werden. Von 7-16 Uhr in die Alten-Betreuung, dann fertig gefüttert, gewaschen und gepämmert ab nach Hause und ins Bett. Da kann dann die derzeitige Elterngeneration jahrelang in Ruhe darüber nachdenken, was sie wohl falsch gemacht hat.

Sammi
12 Tage zuvor
Antwortet  Emil

Sie haben wohl Kinder…?

Marion
12 Tage zuvor
Antwortet  Emil

Nein. Weil
Eltern die Schulpflicht Ernst nehmen.

Tom
12 Tage zuvor
Antwortet  Emil

Schulpflicht.

Realist
13 Tage zuvor

„Eine Schwangerschaft sei keine Krankheit.“

Ach nee, Frau Schopper. Aber eine Infektion mit SARS-CoV-2 ist eine Krankheit:

„das Robert Koch-Institut, dass das Risiko für Schwangere weiterhin als hoch einstufe.“

Will uns diese Frau für dumm verkaufen?

Micky
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Ich würde mir da eine andere Ministerin wünschen.

AndiBandi
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

nee, aber die Kassiererin im Supermarkt soll schwanger arbeiten gehen! Und im Supermarkt taucht schonmal ein kompletter Bautrupp aus Bulgarien auf! Sich dort anzustecken ist viel wahrscheinlicher als in der Schule!

Und was für die Kassiererin gilt, soll für die Frau Lehrerin nicht gelten? Achja, ist ja Beamtin!
Für Altenpfleger im Heim ist das Risiko auch groß, juckt das jemanden?
Mal aufhören zu jammern, anderen Berufsgruppen geht es auch beschissen in diesen Zeiten!

Mary-Ellen
12 Tage zuvor
Antwortet  AndiBandi

Es sollte derzeit auch für andere Berufsgruppen gelten, dass Schwangere geschützt werden .

Katinka
12 Tage zuvor
Antwortet  AndiBandi

Ich habe seit Pandemie-Beginn keine einzige schwangere Kassiererin (hinter ihrer Plexiglasscheibe) oder Arzthelferin gesehen, zumindest keine mit Bauch.
Außerdem ist das ja Sache des Arbeitgebers / Dienstherren. Bei uns DARF die Schwangere dann gar nicht arbeiten, selbst wenn sie wollte, weil der Dienstherr sich so absichern will. Auch in anderen Branchen wurden Schwangere ins Home Office geschickt, was bei Lehrerinnen halt einfach schlecht geht. Dafür können die aber nix…
Wir hatten aber z.B. auch den Fall, dass die schwangere Lehrerin den Unterricht für ihre Klassen daheim geplant hat und eine Aushilfe ihn durchgeführt hat. Klassenarbeiten hat sie auch korrigiert. Dass es oftmals nichtmal Aushilfen gibt, ist aber ein hausgemachtes Problem.

Vorher gab es das insb. an Kitas und Schulen auch schon, dass Erzieherinnen oder Lehrerinnen bei fehlender Immunität gegen best. „Kinderkrankheiten“ heimgeschickt wurden (Beschäftigungsverbot), das ist eben v. a. im Umgang mit Kindern oft der Fall, weniger mit Erwachsenen.

Ale
12 Tage zuvor
Antwortet  AndiBandi

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/corona-lehrerinnen-schwanger-100.html ich zitiere daraus:
„Die Regierungspräsidien in Baden-Württemberg haben die Beschäftigung aller Schwangeren unter strenge Regeln gestellt. Demnach dürfen Schwangere „generell nur mit personenfernen Tätigkeiten und unter Einhaltung der Mindestabstände (mindestens 1,5 m zu allen anderen Beschäftigten / Personen / Patienten) beschäftigt werden.“ An Arbeitsplätzen im Verkauf und im Dienstleistungsbereich mit „vermehrtem Personenkontakt“ dürfen demnach schwangere Mitarbeiterinnen „weiterhin in der Regel nicht beschäftigt werden.“ In Krankenhäusern, Arztpraxen oder sonstigen Bereichen des Gesundheitswesens „können schwangere Frauen generell nur mit patientenfernen Tätigkeiten eingesetzt werden“, heißt es in der offiziellen Information der Regierungspräsidien zum Mutterschutz.“

Soviel zu ihrer Aussage!

Realist
12 Tage zuvor
Antwortet  Ale

Andibandi macht offensichtlich gerne Stimmung zu Themen, von denen er keine Ahnung hat…

Doris Julia
12 Tage zuvor
Antwortet  AndiBandi

Meine Tochter arbeitet im Verkauf,auch da werden Schwangere sofort freigestellt.Zu Recht, Covid kann die Plazenta so schädigen , dass das Ungeborene stirbt. Da zu fordern, dass Schwangere in Schulen arbeiten wo es Null Infektionsschutz gibt ist schlicht fahrlässig.

Jan
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Sie will, dass die Regelungen, die üblicherweise in anderen Jobs gelten, hier auch gelten. Könnte man als legitimen Ansatz betrachten.

TaMu
12 Tage zuvor
Antwortet  Jan

In anderen Jobs galt Maskenpflicht und zwar immer und überall.

Ale
12 Tage zuvor
Antwortet  Jan

Hallo Jan,
lesen Sie bitte meinen Beitrag 2 Beiträge über ihrem.

Klaus.lehmkuhl
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Sie probiert es zumindest . Aber der Erfolg wird ausbleiben .

baaaal1
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

„will uns diese frau (schopper) für dumm verkaufen?“
nein, sie tut dies seit mehr als einem jahr..

Sissi
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Ja,
denn je früher (1tes, 2tes Drittel gravid), sich eine schwangere Frau infiziert, desto gefährlicher für Kind ( Frühgeburt, zu klein, zu leicht, Organschäden….) und für Mutter ist dies.
Frau Schopper versucht wieder mal Löcher zu flicken ohne vom Schneidern ( hier Schwangerschaft und corona ) eine Ahnung zu haben. Es gibt einfache gut verständliche Artikel im Netz, die jeglichen weiteren Vorstoß der Dame ausschließen, hier

https://www.frauenaerzte-im-netz.de/aktuelles/meldung/corona-in-der-schwangerschaft-auch-milde-erkrankung-erhoeht-risiko-fuers-kind/

Kein Amtsarzt würde sich trauen
und wenn doch – ist das Kind 3 Jahre alt ( bewusst überzogen) aber wohl doch auf der Welt, bis das nötige Gutachten fertig ist.

Sissi
12 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Und
Es ist eine Riesensauerei, eine pflichtbewusste schwangere Lehrerin in den Gewissenskonflikt zu drängen > meine armen Kids, Kuks, wenn ich daheim bleibe…. und > ich könnte mein Baby schädigen/ verlieren.
Wenn Sie dann arbeitet und wirklich worsecase eintritt, ist sie ja selbst schuld, hätte ja anders entscheiden können ? !
Kann z.B zur PTBS führen, dann siehts zudem mit der Arbeitsfähigkeit – über lange Zeit/ überhaupt – schlecht aus.
Bei Frau Schopper fehlts an allem, kein logisches Denken, keine Bereitschaft zu fachlicher Information, keine Empathie, wenn überhaupt reines Vorteilsdenken .

Noch 5 Jahre
13 Tage zuvor

An unserer Schule verabschieden sich die Schwangeren ab Monat 5. Krankschreibung. Damit löst man pragmatisch auch diese Frage.

Davon abgesehen: „«Warum stellt man eigentlich bei Lehrern immer Fragen, die sich eigentlich aus dem Rest der Gesellschaft ableiten lassen sollten?»“ Stimmt eigentlich. Denke da an Arbeitszeit, Verfügbarkeit an Abenden, Wochenenden etc., private und unentgeltliche Bereitstellung von Arbeitsgerät und -mitteln, berufsfremde Tätigkeiten, permanente Erreichbarkeit, Dienstpflicht während Krankschreibung (Organisation von Vertretung, Korrektur, Noteneintrag, Online- Unterricht)…

Marianne
12 Tage zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Was hat denn eine unentgeltliche Bereitstellung von Arbeitsmitteln mit einer Schwangerschaft zu tun?
Es ist ein bisschen ermüdend, dass die ganze Litanei an potentiellen Belastungen bei jeder Diskussion abgespult wird.
Ich frage mich eher, warum so viele Lehrerinnen (vor der Impfpflicht) auch bei der zweiten Schwangerschaft noch keine Impfung gegen Röteln hatten. Möglicherweise war das ein perfider Ansatz, das System zum eigenen Vorteil auszunutzen. Aber nun gut. Vielleicht kommt bald wieder eine Pandemiewelle mit Distanzinterricht, dann sind alle zuhause und geschützt und wir alle sehen, wie kompetent dann diese Situation gemeistert wird. Ich bin gespannt.

Angelika
12 Tage zuvor
Antwortet  Marianne

Dass besonders viele Schwangere unter den Lehrerinnen keinen Schutz vor Röteln hatten, kann ich mir kaum vorstellen. Woher stammt Ihr Eindruck oder das Wissen, dass besonders viele Lehrerinnen ungeimpft gegen Röteln sind? Es kommt natürlich vor, dass Menschen auch nach mehrfacher Impfung keinen Impfschutz aufbauen.

Sammi
12 Tage zuvor
Antwortet  Angelika

Kenne ich auch. Bei meinen Kindern gab es 4 zweitgebährende Lehrerinnen ohne Rötelschutz. Plus 3 Lehrerinnen im weiteren Bekanntenkreis. Alle das zweite mal schwanger, alle nicht gegen Röteln geimpft. Nicht alle sind Homöopathiejüngerinnen (manche schon. Macht es aber nicht besser). Sonst sind uns bisher keine schwangeren Lehrerinnen begegnet.
Also: ich habe den gleichen Eindruck.

Angelika
12 Tage zuvor
Antwortet  Sammi

Danke für die schnelle Antwort. Ich kenne es nur von den Ringelröteln, dass schwangere Erzieherinnen krank geschrieben werden, sofern sie keine Immunität gegen diese Krankheit haben. Von einem Tag auf den anderen dürfen sie sich nicht mal mehr von den Kindern verabschieden. Fehl- oder Frühgeburten drohen und die Kinder könnten mit Blutarmit und Herzschwäche geboren werden. Gegen die Ringelröteln gibt es nach wie vor keinen Impfstoff.

Mika
11 Tage zuvor
Antwortet  Sammi

Klar, Sie wissen das, weil die betreffenden Lehrkräfte Sie persönlich über den fehlenden Rötelnschutz informiert haben. 7 Lehrkräfte (Hörensagen gilt nicht) haben Sie als Elternteil oder entfernt Bekannten über die medizinischen Details einer Arbeitsfreistellung informiert … ich würde sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Aussage wahr ist, ziemlich klein ist.

TaMu
12 Tage zuvor
Antwortet  Marianne

Und was hat die Impfung gegen Röteln mit Corona zu tun…

Marianne
12 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

In diesem Fall: die Grundhaltung

Alla
12 Tage zuvor
Antwortet  Marianne

Impfungen gegen Corona bieten keinen sicheren Schutz vor einer Ansteckung.
Röteln sind ein „Whataboutism“, also ein Scheinargument. Es geht hier nicht um Röteln!
Teilweise könnte es auch ein „Strohmann“ (Ablenkungsmanöver) sein…. Auch ein nicht valides Argument!

Die Gleichsetzung von Röteln mit Ringelröteln wird auch immer wieder gerne von „Experten“ genutzt, die mal so eben gar keine Ahnung haben.

Aber auch eine durchgemachte Rötelnerkrankung/Impfung ist keine Garantie. Nach meiner Heirat 1986 habe ich meinen Rötelntiter untersuchen lassen, der erfreulich hoch war (164%). 2 Jahre später, als ich schwanger wurde, wurde das wieder untersucht und war gerade mal eben noch ausreichend (92%). Hätte es in den ersten Monaten einen Ausbruch von Röteln an der GS gegeben, wäre ich wohl krankgeschrieben worden! Damals waren viele Kinder noch nicht gegen Röteln geimpft, was ja auch möglich gewesen wäre, nicht wahr, liebe Eltern? Meine Kinder sind gegen alles geimpft, allein damit sie möglichst keine vulnerable Person anstecken!

Die „Grundhaltung“, also eine Antiimpfhaltung (?), sehe ich gerade bei LuL an Regelschulen nicht, da weit mehr LuL gegen Corona geimpft sind als der Durchschnitt der Bevölkerung, über 90%. Das die Impfung nicht gegen eine Ansteckung schützt, war damals noch nicht so bekannt.

Julia
12 Tage zuvor
Antwortet  Marianne

Dann lesen Sie’s dich nicht. Gute Nacht!

Nein- die schönste Form der Anerkennung
12 Tage zuvor
Antwortet  Marianne

Der Zusammenhang erschließt sich Ihnen bei entsprechender Kompetenz (Texterschließung, Herstellen sprachlicher Bezüge etc.) 😉 Aber, Frau Marianne, Sie taten sich ja schon häufiger schwer mit den Lehrern. Da sind Sie nicht allein doch das stört uns nicht. Sage nur Lebenszeitbeamte, gutes Geld, Privilegien, laaaange Ferien 😉
Übrigens ist das mit den Röteln dummes Zeug. Ohne Immunitätsnachweis besteht man bei uns den Termin beim Amtsarzt nicht. Dann betreten Sie keine Schule.

Gabriele
11 Tage zuvor
Antwortet  Marianne

Liebe Marianne,

die Auflistung dient nur zur Veranschaulichung bzw. dem ins Gedächtnisrufen einiger der zusätzlichen Leistungen, die die LehrerInnen sowieso erbringen um das Thema „Schutz des ungeborenen Lebens“ einzureihen – und gleichzeitig deutlich, scharf dagegen abzugrenzen.

Nicht jeder hier im Forum ist vom Fach und/oder weiß über die enorme Bandbreite der Belastungen einer Lehrkraft.

Ihre Wortwahl „… die ganze Litanei an potentiellen Belastungen bei jeder Diskussion abgespult wird“ empfinde ich als herabwürdigend, beleidigend, im Kontext Ihres Kommentars einfach unverschämt.

Der Inhalt Ihrer Ausführung in diesem Satz ist zudem sachlich unrichtig, also falsch, denn „potentiell“ (= (nur) möglich, denkbar) sind die Belastungen definitiv nicht.

Denn sie sind die tägliche Realität, sie sind der absolute Normalfall im Lehrerdasein!

„.. perfider Ansatz …“: Sie unterstellen Lehrkräften damit gemeine Niedertracht. Das ist schon ganz schön starker Tobak!

Sie enthüllen mit dieser Unterstellung, wessen Geistes Kind S i e sind. Von der eigenen Denk- und Verhaltenweise auf die der Mitmenschen zu schließen.ist wirklich sehr schlicht und verbietet sich für differenziert denkende Menschen.

Überdies, nur am Rande, Ihre Behauptungen zum Thema Rötelimpfung bei Lehrerinnen sind sehr verwegen: sie sind völlig aus der Luft gegriffen, entbehren sie doch jeglicher Grundlage.

Katinka
12 Tage zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Volltreffer!!

Heinzi
12 Tage zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Aber nein, eine Selbstbedienungsmentalität ist nicht zu erkennen… Aber schön, wenn auf die Eltern gekrätzt wird. Blöde Eltern, blöde Kinder. Aber Hauptsache, es finden sich genug Blöde (Dumme, Ungebildete, Ahnungslose), die später mal die üppigen Pensionen tragen.

Nein- die schönste Form der Anerkennung
12 Tage zuvor
Antwortet  Heinzi

Wenn Sie sich so sehen wollen…..

Dil Uhlenspiegel
13 Tage zuvor

Wo sind eigentlich gerade die zukünftigen Lehrerinnen, die in einer der nächsten Pandemien schwanger unterrichten werden müssen? – Ach das sind ja die Töchter von heute, natürlich. Da könnte ich aber auch selber drauf kommen.

Realist
12 Tage zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

„Wo sind eigentlich gerade die zukünftigen Lehrerinnen,“

Die wird es nicht geben. Kein normaler Mensch wird unter den heutigen Umständen noch Lehrer (Verrückte, Unbelehrbare, hoffnungslose Idealisten und Märtyrer mit dem Hang zur Selbstausbeutung ausgenommen)…

Hirschlgruber
13 Tage zuvor

Für Frau Schopper und den Landeselternbeirat scheinen Lehrer Betreuungsvieh zu sein, das man zur Schlachtbank führen kann. Ich frage mich, wie man sich dort die Unterrichtsversorgung im Herbst vorstellt, sollte die befürchtete Welle kommen?! Wird der Klassenteiler auf 40 hochgesetzt und die Kollegen pendeln zwischen 2 bis 3 Klassen? Damit die Kollegen die Situation dann auch beherrschen, gibt es zuvor sicherlich noch eine „Qualitätsoffensive“ und eineinhalb Stoffmasken mit abgelaufenem Haltebarkeitsdatum (von Kultusministeriumsexperten als unbedenklich eingestuft) für schwangere Kolleginnen ab dem 7. Monat.

Aber mal im Ernst: Was wird hier von schwangeren Frauen erwartet? Sollen die ihre Gesundheit und die ihres ungeborenen Kindes riskieren, damit die Bevölkerung ohne Einschränkung in den Sommerferien verreisen kann und ihr Leben möglichst ohne Einschränkungen lebt, während Corona bisher noch nicht einmal als Berufskrankheit (wie etliche andere Krankheiten auch) bei Lehrern anerkannt wird?

Welche Eltern testen aktuell ihre GS-Kinder noch? Bei mir an der Schule sind es maximal 1-2 Prozent, die am Ferienende/Schulbeginn danach getestet wurden. Die Impfquote liegt auch sehr niedrig, obwohl mittlerweile eine Empfehlung von der Stiko vorliegt. Wie kann man es schwangeren Kolleginnen unter solchen Umständen übel nehmen, zum Schutz ihres Kindes zu Hause zu bleiben?

Ungenannt von der Ministerin ist auch die Zahl der Risikoschwangerschaften (z.B. wegen des Alters ab 35 Jahren) unter den fernbleibenden Kolleginnen. Wie groß ist dieser Prozentsatz? Lehrerinnen gehören aufgrund des Studiums meiner Erfahrung nach eher zu den Spätgebärenden, weshalb mich deren Anteil interessieren würde.

Grundschullehrer
13 Tage zuvor

Manche Eltern würden gerne komplett über die Lehrerin ihrer Kinder verfügen. Einfach widerlich, solche Forderungen!

Julia
12 Tage zuvor
Antwortet  Grundschullehrer

Da sag` ich einfach NEIN.

Angelika
12 Tage zuvor

Es geht um den Schutz der Ungeborenen vor Infektionen, die später zu schweren und lebenslangen Behinderungen führen können. Mag sein, dass der Mutterschutz nur deshalb noch ernst genommen wird, weil im Falle zahlreicher Schadensfälle Versicherungen höhere Beiträge fordern würden. Aber der Mutterschutz schützt Schwächere und nachdem bereits Kindergartenkinder verstehen können, dass eine schwangere Erzieherin nicht mehr arbeiten darf, damit ihr Baby nicht krank wird, sollten berufstätige Eltern und Ministerinnen das auch schaffen.

mama51
12 Tage zuvor

Was, um alles in der Welt, haben dabei eigentlich ELTERN zu fordern?

Statt froh und DANKBAR zu sein, dass ihre ,teils völlig verzogenen, Bälger von LuL unterrichtet werden, die , überwiegend, physisch und psychisch auf dem Zahnfleisch gehen, fürchten die wohl um ihre Bequemlichkeit und dass die gewohnte Komfortzone in Gefahr ist … Ich fasse es nicht!

Tom
12 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Schulpflicht.

Dee
12 Tage zuvor

Die Frage ist doch schlicht und ergreifend warum eine Ausnahme für Lehrkräfte? Entweder Corona ist für Schwangere gefährlich, dann für alle oder man muss arbeiten. Mir erschließt sich tatsächlich nicht, warum meine schwangere Kollegin im Großraumbüro hocken muss, auf der Fläche mit knapp 100 Leuten, geimpft wie ungeimpft und eine Lehrerin voll bezahlt Zuhause bleibt.
Das hat doch wenig mit den faulen Eltern zu tun, die sich nicht um ihre Kinder kümmern wollen.

Katinka
12 Tage zuvor
Antwortet  Dee

Das stimmt ja so nicht (siehe m. Post oben).

Uwe
12 Tage zuvor
Antwortet  Dee

ja aber die Antwort auf diese Frage ist doch nicht schwangere Lehrerinnen (und ihre ungeborenen Kinder ) zu gefährden sondern schwangere Mitarbeiterinnen in Großraumbüros (und ähnlich gefährdeten Bereichen) gesetzlich zu schützen.

dauerlüfterin
12 Tage zuvor

Würde mich nicht wundern, wenn die am lautesten schreien, die am einfachsten Homeoffice machen können.

Dee
12 Tage zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Genauso wie bei den Lehrern die am lautesten bruellen, die in der Distanzlernphase ihren Garten gemacht haben, statt Unterricht.
Man verstehe mich nicht falsch, meine Kinder waren nicht einmal in der Notbetreuung oder ähnliches….aber ich habe somit Zuhause miterlebt wie breit die Bandbreite zwischen gutem Homeschooling und so gut wie nichts ist. Und das in einer Klasse, an einer Schule.
Und solange das nicht funktioniert, kontrolliert und bei Nichtleistung geahndet wird muss man sich nicht wundern, wenn Eltern Praesenz fordern.
Das ist doch das grundlegende Problem, es gibt tolle Lehrer_innen, die ihren Job machen in Praesenz, wie von Zuhause. Aber es gibt auch die, die meinen sie haben frei. Und es ist wie in jeder Firma, die Guten leiden an den Schlechten

Dee
12 Tage zuvor

Die Frage ist doch eher, warum eine Sonderbehandlung für Lehrkräfte? Entweder Corona ist gefährlich in der Schwangerschaft, dann doch aber für alle. Nicht jeder arbeitet im ho oder in der Isolierzelle. Mir erschließt sich nicht, warum meine Kollegin im Großraumbüro arbeiten muss, mit ca. 100 Kolleginnen und Kollegen auf einer Ebene, geimpft wie ungeimpft, auch ohne testen oder Maske und eine Lehrerin voll bezahlt Zuhause bleiben darf. Unbezahlt…wie alle anderen kann sie gerne neun Monate daheim hocken.
Das hat doch wenig mit Eltern zu tun, die ihre Kinder nicht selber betreuen wollen.
Ganz abgesehen davon, dass ich bezweifle, dass sich selbige Lehrerinnen dann Zuhause monatelang einschließen.

Panja
12 Tage zuvor
Antwortet  Dee

Das ist im Grundsatz richtig, doch wird auch anders ein Schuh daraus. Man argumentiert sich seit 2 Jahren froh, damit die Regelungen zu Wirtschaft, Arbeitsorganisation, Verbraucherwünschen und politischem Willen passen. Sie selbst sagen den entscheidenden Satz: „Entweder Corona ist gefährlich in der Schwangerschaft, dann doch aber für alle.“ DAS ABER GENAU WIRD NICHT KLAR BENANNT, SONDERN JE NACH GUSTO.
Und deshalb würde ich mich bei Schwangerschaft SOFORT in die Dienstunfähigkeit begeben- egal, wo ich arbeitete. Bescheinigt jeder Arzt, im Zweifel der vom Amt.
Gestern sind über 180 Menschen im Zusammenhang mit Corona verstorben. (Ob mit oder an ist mir dabei sch…egal.) Das ist nicht wirklich hinnehmbar. Aber die Regelungen werden eben passend gemacht, deshalb s.o.

Indra Rupp
12 Tage zuvor

Schreibt bitte nicht „die Eltern“! Es ist der Elternbeirat – für den können wir nichts.

Vielleicht eher mal umgekehrt überlegen, ob andere Schwangere nicht AUCH geschont werden sollten, vor allem in der Pflege ( 100-Kilo- Mann im Bett rumwuchten, Viren überall) und in Schlachtereien ( die schlimmsten Ausbrüche, s. Tönnies), bei den Putzkräften ( Chemie, Chemie, Chemie) sowie Kinderbetreuung (kein Abstand, keine Maske, keine Impfung).

Wäre natürlich eine Katastrophe!

Panja
12 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

…weil nicht sein kann, was nicht sein darf, müssen alle Schwangeren ins Risiko. Und dann soll es natürlich für die faulen und immer privilegierten Lehrkräfte KEINE Ausnahme geben! Die Volksseele kocht.

Ale
12 Tage zuvor
Antwortet  Panja

Auch hier, verweise ich auf meinen obigen Beitrag. Die RP Regelungen gelten für alle Schwangere, auch im Einzelhandel.

Klugscheisser
12 Tage zuvor

Bei einer Corona Infektion steigen die Chancen für eine Fehlgeburt.
Aber egal, je weniger Kinder, desto weniger Lehrer braucht man.

Schopper:
Zynismus in persona.
Empathiebegabung im Minusbereich.
Fürsorgepflicht im Marianengraben versenkt.

Also insgesamt ein glanzvolles Beispiel für alle anderen KMs. Geradezu ein Prachtexemplar.

Andre Hog
12 Tage zuvor

„Da hätte ich gern eine andere Einschätzung», sagte sie in Richtung des Robert Koch-Instituts.

Ein grundsätzlich entlarvende Äußerung… für diese Herrschaften in den leitenden politischen Ämtern, wie z.B. den KuMis gelten andere Regeln als für das blöde Fußvolk, das lediglich dazu da ist, für die Alimentierung der politischen Elite zu schaffen und zu sorgen.

Andere KuMis (z.B. Tonne in Nds) haben verstanden, dass es von Nachteil sein kann, jede absurde oder abartige Idee in die Öffentlichkeit zu verbalflatulenzen…die berechtigte Kritik, die dieses Gebaren nach sich zieht, möchte oder kann nicht jede(r) KuMi ertragen … resp. möchte das anderen Menschen nicht zumuten.
Anders da Frau Schopper:
Sie scheint nach dem Motto zu leben „Ich bin ganz weit oben … da kann ich ohne Ende Scheiße absondern … sie fällt ja den unter mir stehenden auf den Kopf“

Aber wie das in solchen Hierarchien immer so ist.

Die von oben herabschauen bemängeln die Scheiße, die sie selber produzieren und fallen lassen und die von unter hinaufschauen sehen vor allem Arschlöcher!

TaMu
12 Tage zuvor

Ich fände es richtig, Lehrer und Lehrerinnen mit einem Arbeitsplatz im Klassenzimmer hinter Pexiglas zu schützen, genau wie in Finanzämtern, Arztpraxen und Supermarktkassen. Bei näheren Kontakten, zum Beispiel Erklärungen, kommt die Schülerin, der Schüler mit FFP2 Maske nach vorne, ebenso tragen alle Masken, wenn die Lehrerin, der Lehrer, durch die Klasse geht. Die Kabine hat eine kleine Luftfilteranlage, ein Mikrofon und eine Temperaturregelung. So hätte das Lehrpersonal einen ähnlich geschützten Arbeitsplatz wie die anderen erwähnten Berufsgruppen. Für Personen, die in Kitas arbeiten, funktioniert das leider nicht, vermutlich auch nicht in der 1. und 2. Klasse.
Hier müsste frontal in den Eltern/Dr. Fischbach u.ä.- Willen hinein rigoros per Gesetz verboten werden, dass irgend jemand mit egal welchem noch so harmlosen Symptom die Einrichtung betreten darf.
Zu fordern, dass Schulen ohne Gesundheitsschutz in jeglichen Krankheitswellen unter allen Umständen geöffnet bleiben müssen, während selbstverständlich ansteckende Kinder unterhalb der 38 Grad-Grenze in die Einrichtung gehen dürfen und auch müssen und in diesen Pool hinein Schwangere zu verpflichten, dort zu arbeiten, ist eine Aufforderung zur Körperverletzung. Schwangere, die krank werden, können viele Medikamente nicht benutzen, können deshalb nicht rechtzeitig etwas Stärkeres zum Beispiel gegen Husten nehmen, bekommen dann zu einem späten Zeitpunkt doch die starken Mittel verordnet, weil dann in der Nutzen/Risiko-Abwägung Leben und Gesundheit von Mutter und Kind geschützt werden müssen und haben gerade bei Corona oftmals schwerere Verläufe, gerade weil sie zu zweit sind. Bei Atemnot ist das Ungeborene auf Schwerste gefährdet. Die Rechnung, lieber passiert bei einem geringen Prozentsatz unter unseren schwangeren Lehrerinnen und Erzieherinnen durch Ansteckung während der Arbeit etwas wirklich Dramatisches bis hin zu Tod von Kind und/oder Mutter oder einer dadurch schweren Behinderung bei einem Kind, als dass alle Kinder und in der häufigen Zahl viele Mütter in irgendeiner Form eingeschränkt werden, ist einfach menschenverachtend. Hier sollen einzelne Schwangere möglicherweise gefährdet werden , damit die aggressive massenhafte Elternstimme nicht wieder politisch zu brüllen beginnt und es wird darauf vertraut, dass diese Einzelschicksale leise untergehen, während die Massenwut politisch kaum steuerbar wäre und deshalb vermieden werden muss.
RIP, Menschenwürde.

Indra Rupp
12 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

Das ginge nur am Gymnasium/Oberstufe ( Plexiglas und Co).

Max,43
12 Tage zuvor

Hm…man kann schon fragen, warum eine Lehrerin mit voller Bezahlung zu Hause bleiben kann (bei uns aktuell drei Frauen, die wirklich NICHTS machen, keine Aufgaben, nichts- keine Krankschreibung! „Nur“ ins Distanzlernen geschickt wegen Schwangerschaft) und die Kindergärtnerin nicht.
Und warum die Frau im Jugendzentrum nicht zu Hause bleiben darf, wenn sie schwanger ist, warum die Arzthelferin nicht zu Hause bleiben darf, usw.
Das Problem ist doch letztlich, dass es keine Vertretungsreserven gibt. Die schwangeren Kolleginnen fallen von jetzt auf gleich aus, von einem Tag auf den anderen und die übrigen Kollegen/innen müssen vertreten, auch z.T. deutlich über das eigene Deputat hinaus.
In Niedersachsen ist das für 40 Stunden/4 Std die Woche on top legitim.
Wenn das Land hier Klagen wegen Fehlgeburten/Behinderungen vermeiden möchte (finanzieller Aspekt), dann muss es auf der anderen Seite einen Vertretungspool schaffen. Sonst machen nämlich demnächst auch die nicht-schwangeren Kollegen/innen die Grätsche, die seit 2,5 Jahren für alle mitarbeiten, die schwanger/krank/…sind. Und die Mehrarbeit durch Corona stemmen und schön die Zähne zusammenbeißen. Augen zu und durch. Und wenn die auch mal „durch“ sind? Was dann?

Alla
11 Tage zuvor
Antwortet  Max,43

Aber die Lösung kann doch nicht heißen, Schwangere in den Unterricht ohne Masken, Abstände und Tests zu schicken! Selbst die Boosterimpfung schützt nicht vor Ansteckung!

Schwangere im Homeoffice in die Schulen zu schalten geht aus vielen Gründen meist nicht!
1. Kinder dürfen nicht mit einer virtuellen LK in der Klasse alleine gelassen werden. Es braucht immer noch eine Aufsichtsperson vor Ort. Wo soll diese herkommen?
2. Wie soll die LK in Distanz überhaupt für die SuS sichtbar und hörbar sein? Nur wenige Klassen (der GS) verfügen über Smartboards und ausreichendes WLAN. Von vernünftigen Videokonferenztools mal ganz abgesehen.
3. Die zu Hause sitzende LK kann die Kinder nicht sehen und hören, also auf keine Fragen/Störungen usw. eingehen! Digitale Endgeräte sind an den Schulen immer noch Mangelware (bei uns 25 Tablets für 281 SuS).
4. Die zu Hause sitzende LK könnte Aufgaben stellen, da aber die zu betreuenden Klassen entweder aufgeteilt sind oder durch nicht pädagogisch ausgebildetes Personal beaufsichtigt werden, kann sie nicht darauf bauen, dass Unterricht/Einführungen stattfinden können, die für die Bearbeitung der Aufgaben vorausgesetzt werden müssten!
5. Klar könnte die zu Hause sitzende LK Klassenarbeiten vorbereiten und korrigieren, sie weiß aber nicht, was von ihrem Unterricht in der Klasse überhaupt angekommen ist!
Da muss sie sich auf die Aussagen der Schule verlassen:
Videokonferenz 1-3 ausgefallen, da die Klasse aufgeteilt war!
Videokonferenz 4 hat stattgefunden, aber die Aufsicht konnte keine Arbeitsruhe in der Klasse herstellen!
Videokonferenz 5 ging völlig über die Köpfe der Kinder hinweg, da die Videokonferenzen 1-4 schon mal nicht genutzt werden konnten.
Videokonferenz 6-8 konnte nicht empfangen werden, da das WLAN schon wieder ausgefallen war. (Spoiler: in den Klassenräumen 0.4-0.6 sowie 1.4-1.6 kann ein Rest WLAN nur empfangen werden, wenn die Klassenzimmertür weit geöffnet ist und die Nebenklassen gerade keine digitalen Endgeräte einsetzen!)

Wir sind noch Lichtjahre davon entfernt, LK sinnvoll im Homeoffice einsetzen zu können! Aber das kann kein Grund dafür sein, ungeborenes Leben zu gefährden! Auch dann nicht, wenn die werdende Mutter sich leider für den Lehrerberuf entschieden hat!
Für den Lehrermangel kann die werdende Mutter nichts. Für die katastrophale Digitalisierung an Schulen auch nicht!
Vielleicht sollte man diesen Beruf nur für Männer und Frauen jenseits der Wechseljahre zulassen!

Koko_Lores
12 Tage zuvor

Tja, in NRW leider schon normal! Das sollte mal an die Öffentlichkeit!
Wenn da die Schulleitung nicht in der Gefährdungsbeurteilung explizit ankreuzt, dass eine unverantwortbare Gefährdung vorliegt, soll die Schwangere fröhlich weiter unterrichten. Im Falle eines COVID-Falls an der Schule gibt es dann ein Berufsverbot für 14 Tage. So sagt es das BAD, obwohl dieses selbst den unterrichtlichen Einsatz für falsch hält. Möchte eine Schwangere dich dann schützen, bleibt nur die Krankschreibung vom Arzt. Macht aber auch nicht jeder.
Durchlaufe gerade auch diesen Prozess, daher weiß ich es sicher. Ich arbeite an einer Grundschule übrigens. Also kein Abstand möglich, keine Masken und natürlich keine Tests mehr.

Indra Rupp
12 Tage zuvor

Nochmal :
Es ist doch nicht die Lösung, zu sagen :“Ich habe keinen Schutz, also du bitte auch nicht!“
Soll der Elternbeirat doch darauf appellieren, dass diese Regelung auf andere Berufe erweitert wird.
Was den Ausfall betrifft : Der ist doch nur etwas vorgezogen und kommt dann sowieso!

Ale
12 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Genau das ist schon immer der Fall. Die RP Regeln gelten im ganzen RP für alle! Siehe SWR