Stifterverband fordert Pflichtfach Informatik – aber: In Deutschland fehlen dafür rund 17.000 Fachlehrer

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BERLIN. Der Informatikunterricht in den Bundesländern ist laut einer Studie des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft und der Heinz Nixdorf Stiftung äußerst ungleich verteilt. Um Abhilfe seien kreative Lösungen gefragt.

Bundesweit gibt es rund 10.000 Informatik-Lehrkräfte – deutlich zu wenig, meint der Stifterverband. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Schülerinnen und Schüler aus den Bundesländern mit Pflichtfach Informatik haben im bundesweiten Vergleich die besten digitalen und informatischen Kompetenzen. Bedeutend weniger Kompetenzen weisen Jungen und Mädchen auf, die nur fächerintegrativen-, Wahl- oder gar keinen Informatikunterricht erfahren. Zu diesem Kernergebnis kommt das gemeinsame Diskussionspapier “Informatik für alle” des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft e. V. und der Heinz Nixdorf Stiftung. Informatikunterricht zahle demnach vor allem auch auf übergeordnete bildungspolitische Ziele ein.

Aktuell sei in Deutschland die Möglichkeit, digitale und informatische Kompetenzen im Schulunterricht zu erlangen, ungerecht verteilt. Um allen Kindern die gleichen Chancen zu bieten, fordert der Stifterverband daher sechs Wochenstunden Informatik als Pflichtfach in allen Bundesländern und Schulformen verteilt über die gesamte Sekundarstufe I einzuführen. Beginnt die Sekundarstufe I in der 5. Klasse, soll mithin bis zur 10. Klasse pro Schuljahr eine Wochenstunde Informatik unterrichtet werden.

„Man mag es kaum glauben: In der gerade veröffentlichten Digitalstrategie Deutschland gibt es nicht einen einzigen Satz zur Informatik-Bildung in der Schule“

Ein Pflichtfach Informatik fördere auch die Geschlechter- und Chancengerechtigkeit. Während es bei digitalen und informatischen Kompetenzen zwischen den Geschlechtern in Bundesländern ohne Pflichtfach Informatik deutliche Unterschiede gebe, seien diese in Bundesländern mit Pflichtfach Informatik nahezu ausgeräumt. Auch die Kompetenzen im Bereich Digitales und Informatik glichen sich mit einem entsprechenden Pflichtfach unabhängig vom sozioökonomischen Status an. Hier seien die Effekte allerdings kleiner und noch weitere Analysen notwendig.

„Man mag es kaum glauben: In der gerade veröffentlichten Digitalstrategie Deutschland gibt es nicht einen einzigen Satz zur Informatik-Bildung in der Schule. Digitale und informatische Kompetenzen sind aber die essenzielle Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft”, fasst Volker Meyer-Guckel, Generalsekretär des Stifterverbandes, die Ergebnisse der Studie zusammen und verweist auf die hohe Bedeutung informatischer Kompetenzen: „Wir müssen diese Kompetenzen endlich als Allgemeinbildung, Zukunftsvorsorge und wirkungsvollen Beitrag zur Chancengerechtigkeit verstehen. Dem muss die Politik so schnell wie möglich nachkommen und Informatik als Pflichtfach in allen Bundesländern für alle Schulformen der Sekundarstufe I einführen. Unterschiedliche Lehrpläne in den Bundesländern dürfen nicht über die Berufschancen entscheiden.“

„Die Länder müssen nun dafür sorgen, über viele kreative Puzzlesteine eine gute Vermittlung von Informatik in den Schulen sicherzustellen“

Denn Deutschland gleiche laut einem zweiten Diskussionspapier von Verband und Stiftung hinsichtlich des Informatikunterrichts in der Sekundarstufe I einem Flickenteppich. Vorreiter im Informatikunterricht seien Mecklenburg-Vorpommern (1 Stunde pro Schuljahr von Klasse 5 bis 10, das heißt 6 Wochenstunden verteilt auf die gesamte Sekundarstufe I) und Sachsen (4 Wochenstunden verteilt auf die gesamte Sekundarstufe I). Bundesländer wie das Saarland, Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein oder auch Bayern planten mehr Verbindlichkeit, Pilotprojekte und/oder eine Ausweitung des Faches. Aus anderen Bundesländern seien dagegen öffentlich keine entsprechenden Pläne bekannt.

Eine große Herausforderung sei indes der massive Lehrkräftemangel. Deutschlandweit gebe es etwa 10.000 ausgebildete Lehrkräfte mit Lehrbefähigungen in Informatik an weiterführenden Schulen. Für die notwendige Einführung eines deutschlandweiten Pflichtfaches Informatik auf Spitzenniveau ab der Sekundarstufe I würden bundesweit mindestens 27.000 Lehrkräfte benötigt. Die große Lücke von 17.000 Lehrkräften könne mit rund 360 Absolventinnen und Absolventen im Jahr in naher Zukunft nicht geschlossen werden.

„Das derzeitige Momentum, Informatikunterricht flächendeckend einzuführen, darf nicht verspielt werden“, stellt dennoch Horst Nasko fest. „Die Länder müssen nun dafür sorgen, über viele kreative Puzzlesteine eine gute Vermittlung von Informatik in den Schulen sicherzustellen“, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzender der Heinz Nixdorf Stiftung. „Das kann beispielsweise über gute Konzepte zur Nachqualifizierung derzeitiger Lehrkräfte aus anderen Fächern geschehen oder durch intensive Werbung für das Lehramt Informatik, aber auch durch Entlastungen derzeitiger Informatiklehrkräfte von anderen Aufgaben. Informatik bestimmt immer mehr unsere Arbeits- und Lebenswelt, darauf müssen wir unsere Kinder so gut wie möglich vorbereiten.“ (zab, pm)

Ein Modell-Unterrichtsfach „Digitale Welt“, gesponsert vom SAP-Gründer – reicht das?

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Klunkerhase
14 Tage zuvor

Ganz einfach: A 14 und Verbeamtung-Plus.

Dann klappt das schon. 😀

Derdiedas
14 Tage zuvor
Antwortet  Klunkerhase

Klingt jetzt sicher seltsam, aber wettbewerbsfähige Gehälter können einen Anreiz darstellen. Das Problem ist ja, dass für die meisten Lehrkräfte mit ihren Fächer das Lehrergehalt durchaus attraktiv ist, welches so in der Wirtschaft nicht gezahlt wird. Als Informatiker steigt man (ohne Referendariat!) nach dem Master abseits von teuren Metropolen wie München im Durchschnitt bereits mit bis zu 60.000 Euro Bruttogehalt ein. Da liegt man noch leicht unter A13, jedoch verdient man auch bis zu 2 Jahre früher richtiges Geld und nach den 2 Jahren sollte mühelos A13 übertroffen sein. Da fragt man sich wirklich bei Home Office, fleixblen Arbeitszeiten, Überstundenvergütung, teilweise bis zu 15 Monatsgehälter, … wieso man lieber als Informatiker in der Wirtschaft tätig ist und nicht den ehrenvollen Beruf des Lehrers einschlägt.

Logi
14 Tage zuvor
Antwortet  Derdiedas

Ich kenne Fachinformatiker (Ausbildungsberuf) die mit 54k einsteigen.
Es werden Absolventen mit den schlechtesten Noten eingestellt. Wer Informatik studiert, gibt sich diesen ganzen Stress in der Schule nicht.

447
14 Tage zuvor
Antwortet  Klunkerhase

In der Tat wäre das für Informatiker mal das Minimum.

Ach ne halt, Leute die Informatik tatsächlich können, die werden sicher…

– in Schrottgebäuden
– mit Schrottcomputern, an denen teils das Bonner Computermuseum schon Interesse zeigt
– zu einem im Vergleich lächerlichen Gehalt
– nervige Großklassen unterrichten, in denen „Mathe doof“ schon so die Norm ist, dass es nicht einmal ausgesprochen wird

… anstatt…

– für LOCKER 1 K netto mehr
– in homeoffice oder Luxusbüro nach Wahl
– mit vergleichsweise high tech Material
– als essentiell wichtige Teammitglieder
– an großen Aufgaben

zu arbeiten.

Ne, ist klar, „leuchtende Kinderaugen“, „Balkonklatschen“… ROFL.

Wer an fortnite programmiert hat ist heute ein Sozialstatus-Superheld… wer im staubigen Inforaum mit „Hello world“ nervt schafft es bestenfalls zum Lacher im digitalen Photoalbum, in das man 20 Jahre später reinschaut: „Hihi, weisste nach damals, der Müller, Informatikunterricht, haha, ja, was waren wir doch anstrengend hihi…“

Last edited 14 Tage zuvor by 447
Andre Hog
14 Tage zuvor

„Schülerinnen und Schüler aus den Bundesländern mit Pflichtfach Informatik haben im bundesweiten Vergleich die besten digitalen und informatischen Kompetenzen. “

Da bin ich aber platt…sollte erteilter Unterricht tatsächlich zur fachlichen Kompetentsteigerung beitragen??

Kann doch gar nicht sein, … meldete doch ein östliches KuMi vor nicht allzu langer Zeit, dass zuviele Nebenfächer den Lernerfolg von SuS beeinträchtigen würden, weil die Konzentration auf Wesentliches durch die Vielzahl fachlichen Inputs geschwächt würde. Oder…neee Moment …? … dabei ging es ja nur darum, vom akuten LuL-Mangel abzulenken.

Also nochmal: Erteilter Unterricht fördert die damit verbundene Fachkompetenz!?

Wie würde Ilse Koschinsky (alias Hans Werner Olm) dazu sagen: „Ja, scheiß die Wand an!“

DerechteNorden
14 Tage zuvor

Mal so ganz allgemein, was sollen z.B. Kids mit einem Förderbedarf „Lernen“ in diesem Fach genau lernen?
Bei Informatik denke ich ja an Programmieren.
Wenn es Pflichtfach sein soll, dann kann ich nur „Prost Mahlzeit“ sagen.

Riesenzwerg
13 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Mal ganz ehrlich – Förderschulen sind da bestimmt nicht im Blick.

Es geht – und das ist selbstverständlich nur eine Vermutung – mal wieder um die Gymnasien bzw. die GemS mit gymnasialer Oberstufe.

Und ganz ganz ehrlich: Kaum die Hälfte unserer Schüler:innen an der GemS sind doch in der Lage, in die Thematik tiefer einzutauchen.

Und ja, das basiert auf nichts anderem als meiner Einschätzung.

Als WPU bestimmt machbar. Obwohl – auch bei Physik ist das mit dem Verständnis schon oft nicht so gegeben.

Aber sei es drum – Lehrkräfteausbildung verändert sich halt auch.

………

DerechteNorden
13 Tage zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Ich arbeite an einer GemS mit Oberstufe. Derzeit bin ich in einer I-Klasse im 5. Jg.. Wir können eigentlich auch nicht gemeint sein. Ein Pflichtfach ist für mich kein WP-Fach, d.h. ALLE müssen darin unterrichtet werden.
Und Informatik ist für mich nicht Buchstaben auf der Tastatur vertauschen oder irgendwas einstellen.
Ich arbeite mit einer Förderschulkollegin zusammen. Ich frage sie mal, wie sie das sieht.

Ron
13 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Förderbereich Lernen kann sich z.B. damit beschäftigen, die Buchstaben der Tastatur lustig zu vertauschen. Da haben unsere Geschultinnen viel Spaß dran. Man kann auch die Farben im Bildschirm verstellen oder eine Weckfunktion für die kommende Lerngruppe einrichten. 😉

Carsten60
14 Tage zuvor

„Ein Pflichtfach Informatik fördere auch die Geschlechter- und Chancengerechtigkeit.“
Und wieso ist genau dies beim Pflichtfach Mathematik (angeblich) nicht der Fall?

Gelbe Tulpe
14 Tage zuvor

Informatiker haben ja ganz gute Chancen, wenn sie noch jung sind. Ansonsten kann man ja auch ins Ausland ausweichen. Warum sollte man dann sich als IT-ler eine 80-Stunden-Woche im Referendariat mit intransparenten Leistungserwartungen und einer hohen Wahrscheinlichkeit zu scheitern antun?

447
13 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Soll man nicht, drum tut es auch (praktisch) keiner.

Zertifikatskurse M und Inf sind btw. die ersten zwei Fortbildungsangebote meines Lebens, die ich aktiv verweigert habe. Bin doch nicht blöd.

Hellus
13 Tage zuvor
Antwortet  447

Wohl getan.
In NRW sieht der Lehrplan Gesamtschule für die 5/6 vor:
• Information und Daten • Algorithmen • Automaten und künstliche Intelligenz • Informatiksysteme • Informatik, Mensch und Gesellschaft 
Das Ganze 1-stündig (!) und überwiegend theoretisch.
Bücher mit denen man arbeiten könnte? Ja, ein Satz im Computerraum.
Also steht man vor der Wahl: Klassenraum ohne Bücher oder Computerraum, um darin dann theoretisch zu arbeiten, d.h. permanent die SuS vom Rechner abhalten.
Wer sich sowas ausdenkt…
Ein (Alp-)Traum.

Realist
13 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

„Warum sollte man dann sich als IT-ler eine 80-Stunden-Woche im Referendariat mit intransparenten Leistungserwartungen und einer hohen Wahrscheinlichkeit zu scheitern antun?“

Wahrscheinlich vertrauen die Glorreichen 16 auf die Lebensweisheit: „Jeden morgen steht ein neuer Dummer auf…“

447
13 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Das Problem ist nur, dass Dumme Inf nicht begreifen – eine Zwickmühle! 🙂

Aber ich habe schon eine Idee: Man verkauft affenartiges Rumgepatsche auf’m Täbläht („Drück das Blinkie-blinkie, ja fein!“) einfach als „Informatik“… und damit niemand schlechte Fühli-fühlis kriegt, weil halt code bei einem einzigen falschen ZEICHEN (geschweige denn item) schon nicht mehr funktioniert, es also ein KLARES RICHTIG UND FALSCH gibt (was quasi schon kolonialistische Herrenmenschenlogik und „logozentristisch“ ist) lassen wir die SuS grafisch aufgepeppte Lemminge steuern mit AND, OR usw. (Nein, kein Witz, gibts wirklich)

Wer behauptet das sei das Spielen eines uralten Computerspiels und dabei lerne man nix (noch nicht einmal Bedienen von Maus und Tastatur), schon garnicht Informatik – den nennen wir einfach „Querdenker“ oder sowas. Da werden die schon brav die Klappe halten.

Last edited 13 Tage zuvor by 447
Riesenzwerg
13 Tage zuvor

„Schülerinnen und Schüler aus den Bundesländern mit Pflichtfach Informatik haben im bundesweiten Vergleich die besten digitalen und informatischen Kompetenzen. Bedeutend weniger Kompetenzen weisen Jungen und Mädchen auf, die nur fächerintegrativen-, Wahl- oder gar keinen Informatikunterricht erfahren.“

Das hätte ich ja nie gedacht – ich Depp, ich!

Vielleicht sollte man diese bislang geheim gehaltene Erkenntnis bestimmten inkompetenenten Menschenansammlungen in den Ministerien zugänglich machen

Übrigens – „Bedeutend weniger Kompetenzen“ (in allen Bereichen) „weisen Jungen und Mädchen auf, die nur fächerintegrativen-, Wahl- oder gar keinen“ Fachunterricht „erfahren.“

So isses, meine Lieben.

(Auch nicht wirklich neu…).

Ron
13 Tage zuvor

Da müsste bei solchen Forderungen erstmal geklärt werden, wer dabei wann und was lernen soll. Geht es um Sek1 oder Sek2, soll tatsächlich ein isoliertes Fach eingeführt und durchgehend beschult werden und was soll dabei rauskommen? Wollen wir Programmierer züchten oder geht es um das Beherrschen gängiger Anwendungen? Daneben weiß jeder Kollege, dass die Schulinfrastruktur Lichtjahre davon entfernt ist, vielleicht 1.000 Schüler jede Woche in Informatik bespaßen zu können. No way. Und was ist eigentlich das Ziel? Braucht die spätere Verkäuferin Programmierkompetenzen?

Last edited 13 Tage zuvor by Ron
Alla
12 Tage zuvor
Antwortet  Ron

Integrativer und binnendifferenzierter Informatikunterricht sollte doch jede LK mal eben so aus dem Ärmel schütteln können, oder?
Vielleicht mit einem Teilzeit- Informatiker zusammen, der an gleich mehreren Schulen beratend tätig ist.
So läuft es doch sonst auch! 😉

Last edited 12 Tage zuvor by Alla
lehrer002
12 Tage zuvor

Bevor Informatik Pflichtfach werden sollte an deutschen Gymnasien, sollte Erziehungswissenschaft (Pädagogik) Pflichtfach ab Klasse 10 werden. Das ist mindestens genauso wertvoll. es ist ein unding, dass wir zukünftige Akademiker aus der Schule entlassen, die die Erziehungsprinzipien der HJ nicht kennen und verstehen, die nicht wissen, wer Kohlberg war oder welche Ziele die Reformpädagogik Korczaks verfolgte.
Die MINT-Bildung wird sicherlich teils zurecht weiter ausgebaut. Sprachliche und gesellschaftswissenschaftliche Bildung bleiben leider dabei aktuell auf der Strecke.

Schattenläufer
12 Tage zuvor

Selbst wenn genug Informatiker da wären und bereit wären für ein Lehrergehalt und zu den Arbeitsbedingungen der Lehrer zu arbeiten, sehe ich noch immer ein riesiges Problem.

Mit der Ausstattung vieler Schulen im IT Bereich ist einfach kein sinnvoller Informatikunterricht durchführbar.

Was die Schulen da gegenteiliges behaupten ist Augenwischerei zum Selbstschutz oder um sich beim Ministerium lieb Kind zu machen.

An unserer Schule sind zum Teil noch Computer in der Bauform „Untertischgerät“ im Einsatz. Die werden seit mehr als 10 Jahren nicht mehr gebaut. Mein Dienstrechner für Funktionsträger tut seit mehr als 10 Jahren seinen Dienst. Wenn der alte Knabe mit WIN10 hochläuft, dauert das schon mal 15-20 Minuten.
Wenn dann dringende Arbeiten anliegen wartet man ja gerne.
Als wir im Lock-Down versuchten den Unterricht von den bis auf den Lehrer leeren Klassenraum im Rahmen einer Konferenz an die SuS zu übertragen, machte unser Netz nach vier Klassensälen schlapp. Leider hat unsere Schule etwa täglich 60 Klassen im Haus. 🙁

Das Gymnasium meines Sohne hat draußen groß das Schild „MINT Perfect Schule“.
Als eine Lehrkraft letztens etwas am PC machen wollte waren von 4 auffindbaren Laptops 3 kaputt. Einer funktionierte. Mein Sohn amüsierte sich köstlich über den Aufkleber, 2011 komplett modernisiert und gewartet.
Computerarbeit an der Schule meines Sohns erkennt man sofort an SuS die in der Eingangshalle im Kreis auf dem kalten Steinboden sitzen. Darüber ist nämlich der WLAN Verteiler. Direkt darunter ist der einzige Platz der Schule der sicheres WLAN bietet.

Willkommen im Hochtechnologie-Land Deutschland