Gasmangel im Winter: Lehrerverband fordert Kultusminister auf, Notfallplan vorzulegen

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HANNOVER. Angesichts von Warnungen über mögliche Engpässe oder sogar Ausfälle bei Strom und Gas im kommenden Winter hat Torsten Neumann, Vorsitzender des Verbandes Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL), den Kultusminister des Landes, Grant Hendrik Tonne (SPD), gemahnt, Notfallpläne zu entwickeln.

Thermometer bei ca. 0 Grad
Wenn die Heizung im Schulgebäude ausfällt, ist Präsenzunterricht kaum möglich. Foto: Shutterstock

„Nach Ansicht des Verbandes Niedersächsischer Lehrkräfte – VNL sollten in Niedersachsen von Seiten der Politik, auch des Kultusministeriums und der Schulträger, grundsätzliche zentrale Vorgaben erarbeitet werden, wie in Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel in den Schulen bei einem Worst Case im Falle eines Strom- oder Gas-Blackouts verfahren werden soll“, erklärte Neumann.

Der deutsche Städte- und Gemeindebund hatte vor flächendeckenden Stromausfällen in den kommenden Monaten gewarnt. Auch der Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller konnte einen Gasmangel in diesem Winter nicht ausschließen. Neumann: „Es reicht nicht, die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts als gering einzustufen und damit weitere Überlegungen ad acta zu legen. Es muss präventiv gehandelt und vorgesorgt werden, auch im Schulbereich.“ News4teachers

Ministerin „glaubt“ nicht, dass Lehrer und Schüler Heizdecken brauchen – aber: (noch) kälter wird’s im Klassenraum schon

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13 Kommentare
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Dil Uhlenspiegel
10 Tage zuvor

Oha, da ist eine winzig kleine Korrektur bei der Bildunterschrift angebracht:
„Wenn die Heizung im Schulgebäude ausfällt, ist Präsenzunterricht kaum möglich.“
Immer vom worst case scenario* ausgehen, gelle!

[für Englisch-Hater: *Fleischwarenverpackungspanorama)

Last edited 10 Tage zuvor by Dil Uhlenspiegel
kanndochnichtwahrsein
10 Tage zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Oder nach bewährter Manier zum „best case scenario“ umdeklarieren:
Wenn nicht geheizt wird, wird auch kein Gas etc. zum Fenster hinaus geheizt, wenn fleißig gelüftet wird, weil immer noch keine Luftfilter vorhanden sind und wenn doch, diese dann wegen Strommangel oder möglichem Strommangel oder eventuellem, aber unwahrscheinlichem Strommangel vorübergehend per Order von oben über den Winter außer Betrieb gesetzt.
Also: Präsenzunterricht unter allen Umständen und Ausfällen verordnet, möglich, erwünscht und außerdem noch gesund, weil gut gelüftet…

dickebank
10 Tage zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Dann bitte auch Rundschau oder Rundblick statt Panorama – so viel einfache Sprache muss sein:)

Dil Uhlenspiegel
9 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ups!

Palim
10 Tage zuvor

Aus der Elternschaft kam der Vorschlag, man könne die ständig veränderten Corona-Vorgaben und Elternbriefe der letzten 2 Jahre verbrennen, das würde für alle zum Heizen im Winter ausreichen.

Frusti
10 Tage zuvor

Präventiv?? Kultusminister??? Ich lach mich tot.
Man stelle sich vor, die KM würden nun zwei Wochen an einem Vorgabenentwurf arbeiten und dann tritt dieser Fall gar nicht ein. Dann hätten die ja umsonst gearbeitet.
Ne ne, da ist es viel einfacher, hinterher erschrocken zu gucken und zu sagen, man hätte das nicht ahnen können.
Man kann dann ja auch immer noch plötzlich feststellen, dass Schüler ja „Wärmepumpen“ sind!

Dil Uhlenspiegel
9 Tage zuvor
Antwortet  Frusti

„Wärmepumpen“ – echt gut! Wir brauchen da noch ein paar Ideen in der Richtung.
Bleibt doch auch Vieles länger frisch, wenn man es gut kühlt.

Schattenläufer
9 Tage zuvor

Warum ein Notfallplan?

Die Büros der KMK sind doch geheizt und haben Luftfilter!

Ist doch alles in Butter.

Bildung in der Energiekrise läuft.

Emil
9 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Die Klimaanlage bitte nicht vergessen!

Realist
9 Tage zuvor
Antwortet  Emil

Der schlaue Kumi-Mitarbeiter heizt im Winter einfach mit der Klimaanlage weiter, wenn die Temperaturen auf frostige 19 Grad fallen:

https://www.heise.de/ratgeber/Heizen-mit-Split-Klimaanlagen-statt-Gas-und-Oel-eine-Detailbetrachtung-7257086.html

Lessi
9 Tage zuvor

Ministerin „glaubt“ nicht, dass Lehrer und Schüler Heizdecken brauchen
und ,,Schüler*innen sind Bremsscheiben und Hygienefilter.“ Kreativ waren sie schon immer, um nichts regeln zu müssen! Es bleibt spannend, was DIE wieder mit eingekauften Statistiken erfinden.

Streamer01
8 Tage zuvor

„Nach Ansicht des Verbandes Niedersächsischer Lehrkräfte – VNL sollten in Niedersachsen von Seiten der Politik, auch des Kultusministeriums und der Schulträger, grundsätzliche zentrale Vorgaben erarbeitet werden, wie in Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel in den Schulen bei einem Worst Case im Falle eines Strom- oder Gas-Blackouts verfahren werden soll“

Haben die überhaupt eine Ahnung wovon die reden? Ein Blackout ist kein einfacher Stromausfall von ein paar Stunden.
Ein Blackout bedeutet, dass sämtliche Infrastruktur, von Steckdosen bis Notrufen über Lebensmittelverkauf und Tankstellen, zusammenbricht. Wer glaubt, dass bei einem Blackout, der bis zu mehreren Wochen dauern kann, noch Unterricht stattfindet, der ist bestenfalls naiv.

Ron
8 Tage zuvor

Zur Abwendung eines Blackouts gibt es bei einer Mangellage einen sogenannten Lastabwurf. Zuerst schreddern wir die Industrie, dann geht das Licht in Verwaltungen und Schulen aus. Aber keine Sorge. Wir sind laut Habeck ja ein Energiewendeland. Alles so gewollt und vom Max Plank Institut durchgerechnet und für gut befunden. Besten Dank an die Wähler vom Herbst 21.