Kinderärzte wollen Schülern kurz vor den Ferien keine Atteste mehr ausstellen

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DÜSSELDORF. Der 21. Juni ist in Nordrhein-Westfalen der letzte Schultag vor den Sommerferien. Schon jetzt sorgt ein Protest von niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten für Aufsehen.

„Wir können und wollen nicht die Kontrolleure für die Schulen spielen“. Foto: Shutterstock

Kinder- und Jugendärzte in NRW wollen die vorgeschriebenen medizinischen Atteste für unmittelbar vor oder nach den Schulferien fehlende Schülerinnen und Schüler nicht mehr ausstellen. «Wir können und wollen nicht die Kontrolleure für die Schulen spielen», betonte die Vorsitzende des Verbandes in Nordrhein, Christiane Thiele, am Montag. Zumal viele Praxen überlastet seien und man die jungen Patientinnen und Patienten nur «unter extremer Ausbeutung» der eigenen Arbeitskraft bedarfsgerecht medizinisch versorgen könne.

Kinder, die kurz vor oder nach den Ferien in der Schule fehlen, müssen mit einem ärztlichen Attest nachweisen, «dass sie tatsächlich krank sind und nicht einfach eigenmächtig den Urlaub verlängert haben», schilderte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Gut zwei Wochen vor Beginn der Schulferien (ab 22. Juni) kündigten die in Nordrhein und Westfalen-Lippe untergliederten BVKJ-Landesverbände für NRW an, solche pauschal verlangten Atteste zu reinen Kontrollzwecken nicht mehr auszustellen.

«Die haben alle Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und/oder Durchfall. Das kann man auch als Arzt nicht überprüfen»

Die «Überwachung» von Patientinnen und Patienten und deren Eltern «zwecks Nachweis unerlaubten Schuleschwänzens» sei keine ärztliche Aufgabe, blockiere hingegen die knappen Ressourcen in den Praxen. Der BVKJ plädierte für andere Wege. «Eltern sollten problemlos die Möglichkeit haben, auch rund um die Ferien selber Atteste für ihre Kinder zu schreiben, so wie es sonst im Schuljahr ja auch erlaubt ist», mahnte Westfalen-Lippe-Landesverbandschef Marcus Heidemann. «Wenn der Staat die Eltern am eigenmächtigen Ausdehnen der Ferien hindern will, muss er dies selber bewerkstelligen.»

Der Staat zerstöre das Vertrauensverhältnis von Ärzten und Patienten, wenn er Mediziner zu «Überwachern» mache, kritisierte Heidemann laut einer Mitteilung. Eltern sollten nicht aus Sorge vor einem Bußgeld gezwungen werden, ihre kranken Kinder in die Praxen zu schleppen, obwohl diese womöglich nur Bettruhe brauchten.

Die niedergelassenen Kinderärzte stellten zugleich klar, dass sie Schüler, die kurz vor oder nach den Ferien krank werden, auch weiterhin in ihren Praxen behandeln. «Allerdings stellen wir keine Atteste dafür aus», sagte Thiele.

Der Sprecher des Landesverbands Nordrhein ergänzte, bei «individueller Begründung wie zum Beispiel Schulabsentismus stehen wir natürlich auch für Atteste zur Verfügung.» Schulabsentismus meint, dass Schüler regelmäßig oder längerfristig dem Unterricht fernbleiben. Ein kurativer, medizinischer Ansatz sei aber bei der aktuellen Regelung rund um die Ferienzeiten nicht erkennbar – es bestehe hier kein ärztlicher Versorgungsauftrag, sagte er der dpa.

Das häufige Argument von Schulen und Schulministerium, nur mit einem Attest lasse sich klären, ob ein Schüler wirklich krank sei oder das nur vorgebe, läuft nach Einschätzung des Sprechers ohnehin an der Realität vorbei. Niemand wäre «so blöd, objektivierbare Krankheitssymptome zu schildern. Die haben alle Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und/oder Durchfall.» Das könne man auch als Arzt nicht überprüfen, geschweige denn widerlegen. «Eine Arztpraxis ist hier also genauso (in)effektiv wie ein Schulsekretariat.»

Der Verbandssprecher meinte, wenn der Gesetzgeber «überwachen» wolle, solle er das anders organisieren – etwa über den öffentlichen Gesundheitsdienst. Oder er solle Kontrollfunktionen an das Ordnungsamt delegieren. Der Berufsverband habe das Düsseldorfer Schulministerium und die Bezirksregierungen in der vergangenen Woche über die BVKJ-Haltung informiert und zur Lösungsfindung aufgefordert. News4teachers / mit Material der dpa

Krankenwelle: Kinderärzte wollen für Kitas und Schulen keine „unnötigen“ Atteste schreiben

 

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Agentur für Meinungsvielfalt
1 Jahr zuvor

Wenn das Honorar stimmt, tut es die Ärzt:innenschaft mit Freuden!
Ansonsten passt es ins Bild. Senioren sollen fürs Wiederholungsrezept ja auch nicht mehr in die Praxis kommen. Bringt kein Geld, kostet nur und bindet Zeit, in der nichts verdient wird. So ist es hier auch.
Von mir aus soll fehlen, wer fehlen will. Mir egal. Im Zweifel geht`s zum Amtsarzt.

Lukas
1 Jahr zuvor

Warum gendern Sie „Ärzt:innenschaft“, aber „Senioren“ und „Amtsarzt“ nicht?

Agentur für Meinungsvielfalt
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lukas

Wenn das Ihr Problem ist, pflegen Sie es gut.

mama51
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lukas

Oh, Heiliger Korinthus…. Schutzpatron aller Pedanten, Erbsenzähler, …

Fakten sind Hate
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lukas

Die Antwort ist einfach:

Ärzte sind was besonderes. Der Amtsarzt… Naja.. Abstellkammer.
Aber Senjoren erst… Die kosten.

Mörder werden auch auch nicht gegendert.

Schlechter ruf und so.

Maggi
1 Jahr zuvor

Nein geht es nicht, denn wenn die dorthin geschickte Person den Termin ein paar mal verpasst, dann gibt es keinen neuen Termin mehr und das läuft ins leere. Zwangsvorführung gibt es hier nicht.

Agentur für Meinungsvielfalt
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Bisher hat das bei uns immer gezogen und funktioniert. Wenn nicht, sehen wir weiter.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Dann hat sich die Person „erfolgreich“ darum gedrückt, zu empfangen wofür früher Menschen ihr Leben riskiert haben und das anderswo bis heute tun – das Recht auf Bildung, für das mancherorts bis heute wortwörtlich gekämpft wird.

Ich sage mittlerweile:
Soziale Evolution marsch!

Wer so dringend NICHT gebildet werden will – gut so, da habe ich endlich Luft, diejenigen wirklich zu beraten, die aus der Chance der Schulbildung etwas machen wollen.

Fern seines mir, als übler alter „weißer“ Mann da herum zu boomern…alle wissen es ja besser als so starrsinnige, spießige „Lehrer“.

Freiheit regelt!

ulschmitz
1 Jahr zuvor

Seien Sie doch froh, dass es an den beiden Schulen noch Lehrkräfte gibt; das bisschen Kompetenzüberschreitung – was genau meinen Sie damit? Alle Noten unter „3“ oder mal deutliche Ansage, wenn andere gestört werden?
Laufen Sie eifrig zu den Anwälten, das steigert Ihren Beliebtheitsgrad.

Karl-Heinz
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

Klar, wer auf sein Recht besteht, macht sich unbeliebt. Passt ins Bild… Ach war das „früher“ (Sie wissen: damals, alles noch „besser“ war) schön, als man noch kommentarlos alles schlucken musste, was Herr Lehrer da vorne sich so überlegt hatte. Ich verrate Ihnen jetzt aber mal etwas, was Ihnen sicher nicht schmecken wird: diese Zeiten sind vorbei!

Egvina
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Aber nicht vergessen, dass derjenige der Rechte hat, auch Pflichten hat. Die eigenen Pflichten werden aber oft von denen, die am lautesten krakeelen, gerne nicht so genau genommen.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Neu wird für Sie sein, dass auch Lehrkräfte Rechte haben.

Sind Sie KuMi?

Kerry
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

…und den Ihrer Kinder.

Karl-Heinz
1 Jahr zuvor
Antwortet  Kerry

Genau das ist das Problem: wehrt man sich als Eltern gegen Lehrerwillkür, bekommen das die Kinder zu spüren.

Karl-Heinz
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Machen Sie das mal einem Grundschüler klar.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Lehrerwillkür in der Grundschule k a n n mit Erziehung zusammenhängen. Wird oft von Schülys und Eltern missgedeutet.

Das wäre dann keine Willkür. Das ist dann Pflicht.

Martin Bols
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Vermutlich ist der eher frech als selbstsicher.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Köstlich.
Lehrerwillkür.

Für die Deppen unter den faulen Säcken – was meinen Sie damit?

Ich habe sehr viel Fantasie, aber man sollte nicht über Konstrukte sprechen, ohne diese mit Inhalt zu füllen.

Lehrerwillkür. Ich bitte Sie!

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Sehe ich auch so –

– wenn die Eltern den Kindern erzählen, wie inkompetent die Lehrkraft ist. Das macht was mit dem Kind und dem i.d.R. vorhandenem Vertrauen zur Lehrkraft.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Güldet das für beide „Seiten“?

Freiya
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Deshaöb sage ich meinen Schüler*innen immer: Schreibt euch eure Noten auf! Dann kann man beweisen, ob es einen Knick gab oder nicht.
…nicht dass sie auf mich hören würden.
Ich habe übrigens die gegenteilige Erfahrung gemacht: Ich gebe transparent Noten und kann diese begründen. Manchmal flutscht mir trotzdem was durch. WennEltern dann kommen – oder besser noch Schüler – passe ich um so mehr auf, dassmir NIX durchflutscht.

Eltern und Lehrer sollten doch eigentlich das gleiche Ziel haben: das jeweilige Kind zu einem gesunden, selbstständigen, leistungsfähigen und leistungswilligen Menschen zu machen, der eigenverantwortlich sein Leben meistern kann.
Das sollte das Ziel sein. Über die Wege sind sich Lehrer und Eltern öfter uneins. …
Lehrer haben u.a. Erziehung studiert, sehen täglich Hunderte Kinder und haben Vergleiche, und gerade die älteren Kollegen haben auch schon vielfach beobachten können, wohin die Reise dann wirklich ging. Wie ist das bei Eltern? Die kennen natürlich IHR Kind (hoffentlich) genau. Aber eben nur ihres. Und was im Familienverband ganz normal scheinen mag ist es aber nicht unbedingt außerhalb. Einfach mal vorurteilsfrei miteinander reden. Wir wollen das Gleiche!

Emil
1 Jahr zuvor
Antwortet  Kerry

Mein Gott, was sind Sie eine frustrierte Besserwisser-Mutter! Mein Mitleid an alle Menschen, die Ihnen nicht aus dem Weg gehen können!
Übrigens: Der Klügere gibt nach…….

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Emil

Nein!

Wenn der Klügere nachgibt,
regieren die Dummen.

Aber man muss sich gut überlegen, wo und bei wem man seine begrenzte Kraft einsetzt.

Viel Aufwand für keinen Erfolg – abbrechen. Hier muss das Leben lehren.

So hart das u.U. auch sein wird.

A.J. Wiedenhammer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Kerry

Also, ich bin bisher ja selten als Elternteil mit nicht einmal etwas Würde bezeichnet worden.
Der eine nennt es Rückgrat, der andere Impertinenz.
(Mein Vater sagte immer: Mank‘ Lüe küennt erre Dummhiet nich schwiegen.)

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Kerry

Nur mal zum Nachdenken….

„Ich ziehe Kinder groß, die sich noch selbst im Spiegel in die Augen sehen und aufrecht stehen können im Bewusstsein sich nicht unterdrücken zu lassen.“

Tja, und das haben die Eltern der betreffenden Lehrkraft auch gemacht.

Ich verstehe Ihre Unzufriedenheit nicht, wenn auch Sie dieses Erziehungskonzept befürworten und umsetzen.

Ob es schlechtere Noten deswegen gibt, ist von außen – auch für Sie – nicht nachzuvollziehen.

Es sei denn…

a) Sie hospitieren jede Stunde und
b) Sie sind selbst Lehrkraft und können Unterrichtsbeiträge bewerten und alles, was zur Notenfindung dazugehört.

Ich lasse meinen Unterricht von Lehrkräften beurteilen. Nicht von Eltern.

Ich lasse auch meine Notengebung nicht von Eltern beurteilen.

Ich sage ja auch keinem Zimmermann, was er zu machen hat.

Übrigens – ich musste noch nie Noten von 1-4 begründen.

Komischerweise nur die anderen.
Komischerweise waren die Klassenarbeiten, die den Trend anzeigten, nie unterschrieben oder zu Hause angekommen.
Komischerweise kamen die Eltern nie zu einem Gespräch.

Und noch mal – nur zum Nachdenken – es soll ja auch Eltern mit „unsägliche(r) Kompetenzüberschreitung“ geben….

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Kerry

Was genau lassen Sie sich denn nicht mehr alles bieten?

Manchmal muss auch eine Lehrkraft diese Haltung einnehmen, die für Sie normal ist….

Wird da nicht gerade mit zweierlei Maß gemessen?

Ich darf, aber der Lehrer nicht?!

Bei uns geht es um Zusammenarbeit.

Und auch hier ziehen Eltern definitiv am falschen Strang. Schade für deren Kids.

Agentur für Meinungsvielfalt
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

Mein Gebiss ist komplett 😉

Freiya
1 Jahr zuvor

Och, daran scheinen SIE ja nun auch keinen Mangel zu haben!
Herrlich.

Lanayah
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

Gilt auch umgekehrt. Mein Beliebtheitsgrad bei den Eltern ist mir auch Wumpe. Ich achte aber sehr auf Rechtssicherheit, damit der Anwalt sich nicht langweilt.
Ich mache aber immer wieder die Erfahrung, dass ablästernde Eltern oft ganz unsicher werden, wenn man ihnen mitteilt, dass nicht nur sie als Eltern sich eine Meinung über Lehrer bilden, sondern auch umgekehrt.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lanayah

Jepp.

Im Zweifelsfall sage ich gerne – „Sie haben das Recht auf einen Anwalt.“ ….. „Ich auch.“

Freiya
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lanayah

„Familienberaterin“.
Aha.
Es sind immer die Kinder, die „Erzieher*in“ werden wollen, denen es selbst an der grundlegendsten Erziehung mangelt.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

Eigentlich wurden Sie nicht danach gefragt, wie wichtig Ihnen Ihr Beliebtheitsgrad ist.

Es wurde vielmehr gefragt, um was für „unsägliche Kompetenzüberschreitungen“ es sich handelt.

Maggi
1 Jahr zuvor

Diese Anordnung geht nicht vom Lehrkörper aus, sondern wird durch die Schulleitung verordnet. Sie können dann gerne sich per Anwalt streiten, dafür gib’s Rechtsanwälte an den Regierungspräsidien. Es ist nicht der Schulabsentismus, der hier kontrolliert wird, sondern die Fürsorgepflicht verlangt, dass man als Erziehungspartner sich darum kümmert, dass das Kind die nötige ärztliche Versorgung bekommt, da leider manche Eltern ihre Überzeugungen über das gesundheitlich Wohl des Kindes stellen. Denn wenn das Kind ständig in ärztlicher Behandlung ist und keine chronische Erkrankungen in der Schule bekannt ist, dann muss man hier zum Wohl der SuS tätig werden.

Egvina
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Die Attestpflicht unmittelbar vor und nach den Ferien ist in NRW, und um NRW geht es im obigen Artikel, seit einigen Jahren per Erlass geregelt. Sie echauffieren sich also diesbezüglich zu Unrecht über „die“ Lehrer. Zu deren Dienstpflichten im Übrigen auch das Einhalten der Schulpflicht gehört. Die Regelung ist so und entsprechend haben sich die Schulen danach zu richten, so einfach ist das.

gehtsnoch
1 Jahr zuvor
Antwortet  Egvina

Die in Kommentaren anzutreffenden Falschbehauptungen – meist als Halbwissen – bei der täglichen Arbeitsbewältigung an Schulen wenn z. B. nur ein Schlagwort wie „Erlass“ fällt, empfinde ich für ein Bildungsmagazin erschreckend.

„Attest“ sollte von LuL/Schulen auch nicht überbewertet werden (so wie es aber den Anschein hat), denn es ist nich mehr als eine ärztliche Bescheinigung über eine zeitlich begrenzte krankheitsbedingte Arbeits- oder Schulunfähigkeit bei Schulpflicht.

Bei „Attest“ ist ein Arztbrief oder Befundbericht mit Diagnose – entgegen dem hier favorisierten Meinungsbild – auch trotz NRW-Erlass nicht gemeint und wäre auch mangels Grundlage gar nicht einfach so einforderbar (Datenschutz).

Last edited 1 Jahr zuvor by gehtsnoch
Egvina
1 Jahr zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Das Attest bescheinigt die krankheitsbedingte Unfähigkeit des Schulbesuchs über einen bestimmten Zeitraum festgestellt durch einen Experten. Ich wüsste nicht, dass hier jemand das Wort Attest in seiner veralteten Bedeutung gebraucht hätte.

Egvina
1 Jahr zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Komma vergessen…

Agentur für Meinungsvielfalt
1 Jahr zuvor
Antwortet  Egvina

Es gibt sooo viele Begründungen. Und ebensooooo viele Ausnahmefälle… ;-))

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Seien Sie einfach ehrlich und bitten Sie Klassenkehrkraft oder Schulleitung um Befreiung oder Beurlaubung vom Unterricht.

Dann kommt es auch in den Arztpraxen nicht zu sinnlosen Überlastungen und alle wissen, dass Ihr Kind Urlaub macht und man aus der Fürsorgepflicht raus ist.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Wir sollten mal dazu kommen, dass Eltern begründen müssen, warum ihr Kind – speziell vor und nach den Ferien – (dauer)krank ist. Dann entfällt bei uns die Fürsorgepflicht, das Recht und die Arbeit liegen bei Ihnen und wir kommen alle prima klar.

Bei uns reicht – Fehlzeiten entschuldigt, unentschuldigt, Absentismusgefährdung, unsere Fürsorgepflicht.

Das müsste Gesetz für Eltern sein!

Und nein – ich schere nicht alle über einen Kamm.

Übrigens haben wir etwas, das sich Schulpflicht nennt. Wird von Eltern und Schülern zunehmend unterwandert.

Wir sind im Sinne des Kindes verpflichtet, dafür zu sorgen, dass das Kind sein Recht auf Bildung auch bekommt.

Wenn das falsch ist – Sie sparen uns viel Arbeit, wenn Sie die KuMis dazu kriegen, uns hier zu entlasten.

dickebank
1 Jahr zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Korrekt, es reicht die Standardformulierung „Ich bitte das Fehlen meiner Tochter/meines Sohnes <Vorname> vom dd.mm. bis zum dd.mm.jjjj zu entschuldigen. Mfg xyz“.
Bei morgendlichen Arztbesuchen reicht auch eine einfache Praxisbescheinigung „… war von … bis … in der Praxis …“.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Das wird gemacht oder versucht – das Gespräch.

Viele Eltern sind nicht erreichbar – im Sinne von „sie arbeiten nicht mit“. Und das heißt keinesfalls, Eltern sollen machen, was ich will. Aber wir sollten willens sein, im Sinne des Kindes wenigstens den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden.

Doch wo gar keine Resonanz….. Da werden halt Atteste oder so gefordert.

Wird immer alles brav dokumentiert und in den noch analogen, datenschutzkonformen Schülerakten oder privaten Dienstunterlagen gesammelt.

Freiya
1 Jahr zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Liebe Sandrina, ja glauben Sie denn, Lehrer sind nicht in Dauerschleife mit Eltern in versuchtem Kontakt? Ich bins jedenfalls und die Kollegen meiner Schule auch. Aber es gibt Eltern, die bekommt man weder ans Telefon, noch in die Schule und Hausbesuche würden sich ja sicher Ihrer Ansicht nach verbieten. (Ich hab sie trotzdem angekündigt- gemacht. Es war recht erhellend, unter welchen Umständen Kinder groß werden müssen! Und daran war ich völlig unschuldig!)

DerMarvin
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Hallo Sandrina,
du hast absolut Recht aber leider bringst du deine Meinung so unfassbar unsymphatisch rüber das mir dir leider kein Recht geben möchte. Ich hoffe du bist nur im Internet so und nicht auch wenn du mit echten Menschen agierst. Ansonsten wundert es niemanden warum andere Lehrer deine Kinder nicht mögen. Außerdem differenzieren gute Lehrer*innen zwischen die Mutter ist unfassbar scheiße aber dafür kann das Kind ja nichts. Ich hoffe du überdenkst deine Art wie du kommuniziert weil so findet dich jeder unsympathisch und scheiße.
Galigrü
der Marvin

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  DerMarvin

Ähm, das war jetzt irgendwie auch nicht nötig – oder?

Freiya
1 Jahr zuvor
Antwortet  DerMarvin

HAT sie Recht? Ich hoffe doch nicht! Und wenn, dann nur in kleinen Teilaspekten.

Klara
1 Jahr zuvor

In Berlin hat die Senatsverwaltung Bildung (= Landesbildungsministerium) für Lehrkräfte die Möglichkeit geschaffen, Schüler*innen, die zu / auffallend häufig im Unterricht fehlen, zur Amtsärztin zu schicken. Das ist nur EIN Moasikstein in einem Ablaufplan, der vorher unzählige Unterstützungsmöglichkeiten für Schüler*innen und Eltern im Angebot hat.
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen… im Kampf gegen Schuldistanz, Schulabsentismus…
Auch Schüler:innen, die nicht zur Schule gehen, kosten den Steuerzahler schließlich Geld und beziehen möglicherweise später staatliche Unterstützung.
Und zeitgleich werden im Iran und Afghanistan Mädchen vergiftet, WEIL sie zur Schule gehen MÖCHTEN…

laromir
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Naja, deutliches Signal an das Kind: „Schule ist ja scheißegal, wir fahren jetzt in Urlaub. Bildung ist wurscht und falls die Schule was sagen sollte, dann zeigen wir es denen mal so richtig.“ Muss man sich über manches nicht mehr wundern. Stelle man sich doch mal die Frage, wenn die ganze Klasse oder am Ende die Lehrkräfte das auch machen würden…dann hätten wir jedes Jahr noch 4 Wochen mehr Ferien juchuuuuu. Warum sollte Lieschen noch bis Freitags bleiben, wenn Hänschen doch Montag schon auf Malle weilt. Fände es dann aber nur fair, wenn auch die LuL wegen der guten Flugpreise schon spätestens Mittwoch in den Urlaub könnten. Den Rest der Klassen kann man ja schnell zusammenlegen, dann klappt es auch mit der Betreuung für alle, die Urlaub machen, wenn Ferien sind oder eben gar nicht wegfahren.

A.J. Wiedenhammer
1 Jahr zuvor
Antwortet  laromir

„dann hätten wir jedes Jahr noch 4 Wochen mehr Ferien juchuuuuu. “

Fände offensichtlich nicht jeder schlimm. Schließlich lernen die Schüler „draußen“ so viel mehr. Nur die Betreuung – bei Bedarf – muss natürlich immer gewährleistet sein. Sonst komm‘ ich mit dem Anwalt….

Last edited 1 Jahr zuvor by A.J. Wiedenhammer
Riesenzwerg
1 Jahr zuvor

Naja, „draußen“ ist u.U. w-lan-frei… Ist das schon Elterngewalt gegen das Suchtverhalten und gegen den Willen der Kids? 😉

Bla
1 Jahr zuvor

Ist halt gesetzlich so verankert.
Gründen Sie mit gleichgesellten eine Partei und stehen Sie für die Abschaffung von Schulpflicht/Präsenzpflicht mit Ihrem Programm.
Sie können auch einen Antrag stellen und Stimmen sammeln.

Ansonsten gilt eben: Das Gesetz.
Das hat nichts mit „der/die böse LuL“ zu tun. Das ist „unser“ Job.

Sie sollten sich hier bei den Äußerungen, welche ich bisher von Ihnen gelesen habe, an die Politik wenden. Die sind dafür nämlich „verantwortlich“ und zuständig.
Ganz einfache Sache und hoffentlich logisch nachvollziehbar?

Danke

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bla

Wahrscheinlich nicht. Aber als Alternative auf Lehrkräfte zu schimpfen macht es besser? Wenn es Ihnen dadurch besser geht … Machen Sie mal.

Zuständig ist/sind trotzdem „die Politik(er)“. Ansonsten halt die Gesetzgebung.

Was soll man dazu halt sonst sagen … Isso. Reicht? Top!
Sie dürfen auch gerne über mich lästern, wenn es Ihnen dann besser geht. Auch okay. Vielleicht würde das helfen?

A.J. Wiedenhammer
1 Jahr zuvor

.“Auch sind sie nicht für jeden erforderlich, um seinen Weg im Leben zu gehen.“

Das mag sogar sein.
Nur, wer entscheidet das? Die Eltern? Grundsätzlich und immer? Nach dem Motto “ ich weiß schon am besten, was gut für mein Kind ist“? Dann könnte man ja auch die Jugendämter abschaffen, bis auf ein paar freiwillige Angebote.
Der Staat hat eine Fürsorgepflicht, besonders gegenüber den Schwächeren in der Gesellschaft. Dabei geht es nicht nur um Essen und körperliche Unversehrtheit, sonderm auch um das Recht auf Bildung.

„ich war noch nie auf Fremdbetreuung angewiesen. “
Das ist aber sehr schön für Sie, dann sind Sie wahrhaftig privilegiert.
Aber das kann schwerlich jeder leisten, schon gar nicht während der „normalen“ Unterrichtszeiten. Und besonders nicht bei GS- Kindern oder jünger.
(Allein das Drama, wenn mal hitzefrei ist.)
Und so manch einer ist tatsächlich nicht in der Lage, einem Kind wirklich umfassende Bildung mitzugeben.

Dann gibt es allerdings noch diejenigen, die sich zumindest dazu in der Lage sehen, ob zu Recht, sei dahingestellt.
(Kommt natürlich immer darauf an, was man darunter versteht. Da besteht bestimmt kein Allgemeinkonsens, gebe ich zu.)

Trotz dass ich selber Mutter bin, denke ich nicht, dass es sinnvoll (und im Interesse der Kinder) ist, Eltern unbeschränkt Rechte bezüglich ihrer Kinder zu gewähren.
Meiner Meinung nach sind die Regelungen in Deutschland diesbezüglich durchaus ausgewogen.

Freiya
1 Jahr zuvor

…und sucht dem Splitter im Auge des Nachbarn, sieht aber den Balken im eigenen Auge nicht.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  laromir

Danke für diesen Beitrag.

Hoffentlich liest Sandrina den.

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Ich bezog mich auf Ihre Behauptung, dass Lehrkräfte einfach nach persönlichem Ermessen SuS zur Amtsärztin schicken…

Realist
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

„Dort geht es um Atteste vor den Ferien und Zweifel der Lehrer daran, dass ein Kind auch wirklich krank ist, sowie die Unterstellung, dass Eltern mit den Kindern verfrüht in den Urlaub fahren.“

Warum jammern dann die Betriebe darüber, dass die Generation Z sich dauernd krank meldet, 4-Tage-Woche mit Home-Office will und keine unbezahlten Überstunden machen will?

Ist das nicht auch eine Unterstellung. dass diese „arbeitsscheu“ ist?

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Realist

Das haben die so gelernt.

Und dafür sind n i c h t wir verantwortlich!

Hollahijaho! 😉

Freiya
1 Jahr zuvor
Antwortet  Realist

Jetzt ist es mal genug mit den Unterstellungen! Als „reife“ Erwachsene, Mutter von Kinder, ehemaliger Familienberaterin sollten Sie bitte ab sofort Beweise für Ihre Unterstellungen auf den Tisch legen.
Wo ist wer wann wie herablassend?
Wer bringt wo wann Schülern keinen Respekt und keine Wertschätzung entgegen.
Ich lese hier nur allgemeine Rundumschläge. Die werden nichts bewirken und auch Sie nicht entlasten. Nicht hier ist das Forum, das Ihre Not lindern kann. Das müssen Sie bitte mit den Lehrkräften Ihrer Kinder vor Ort klären. Als mutige Mutter bekommen Sie das sicherlich hin und als reife Frau können Sie sicher auch zwischen Lehrer A und Lehrerin B differenzieren. Sie schaffen das.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Erfahrungswerte und – wir hören den Kindern zu.

Das lässt sich nämlich nicht verschweigen.

Dank an die sozialen Medien… 😉

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Ja, is man blöd, wenn die eine Woche vor den Ferien schwer an Magen-Darm (übrigens mit ärztlichem Attest) erkrankte Lilly einen Tag später auf Insta Fotos von sich im Pool auf Ibiza postet, rosig und wonnig, kein bisschen kränklich. Aber vermutlich ist das einfach die neue Therapieform, von der wir dämliche Lehrer noch nix mitbekommen haben…

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Ja, wir hängen noch sehr weit hinter dem Mond….

Problematisch finde ich – für unsere Gesellschaft – dass uns die Kids mit Lügen beim Arzt mit oder ohne Attest zu Hauf legal ver..schen dürfen.

Das ist kein guter Weg….

Agentur für Meinungsvielfalt
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Agiert hier gerade die Forumspolizei? Um Eltern, die ihre persönlichen Befindlichkeiten kommunizieren und ihr Mütchen an der Lehrerschaft kühlen müssen, geht es nämlich auch nicht.

Agentur für Meinungsvielfalt
1 Jahr zuvor

Ja, das entscheide ich- bzw. entschied ich (mit meinen SL- Kolleg:innen). Ordnungsamt, Amtsarzt um amtsärztliche Überprüfung bitten, dann gibt`s die entsprechende Einladung.
Da gibt es keinerlei Kompetenzüberschreitung, das ist der mit der vorgesetzten Schulbehörde vereinbarte (Dienst-) Weg, wenn es um die Überprüfung der gesundheitlichen Schulfähigkeit geht. Schließlich sind wir Lehrkräfte und keine Mediziner:innen.

Wir sprechen hier nicht von einem einmaligen vermuteten Verlängern von Ferien. Da bin ich persönlich der Meinung, auf die paar Tage/ Stunden vor den Ferien kommt es wirklich nicht an- wir alle wissen, was im Unterricht da noch läuft neben dem ganzen anderen Orga- Wahnsinn. Aber bei Wiederholungs“tätern“, ständigen Klassenarbeitskranken oder anderen gesundheitlich Schwachen nehmen wir unsere Fürsorgepflicht bzgl. der Gesundheit seeehr ernst!
Der eine Anwalt, der es mal versucht hat, ist übrigens abgeblitzt beim Verwaltungsgericht.

Sie können die Entrüstung also wieder einpacken und sich selbst gern auf der Nase herumtanzen lassen- wir nicht.

Last edited 1 Jahr zuvor by Agentur für Meinungsvielfalt
Agentur für Meinungsvielfalt
1 Jahr zuvor

Mama, mir ist’s langweilig.

Alex
1 Jahr zuvor

Was haben Sie denn immer mit dem Gesundheitsamt? Der 1.Schritt ist ein (kinder)ärztliches Attest.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor

VERMUTLICH

Sie sind vermutlich die Erste, die sich beschwert, wenn wir uns n i c h t drum kümmern….

Und da wird es vermutlich darum gehen, dass die Lehrkraft ihrer Verpflichtung nicht nachkommt.

Wie gesagt – vermutlich…

Bla
1 Jahr zuvor

Kann man halt einfach mit einem (Kinder-)ärztlichen Attest entgegenwirken.
Damit ist man (normalerweise) sehr zufrieden als Schule.

Freiya
1 Jahr zuvor

Schade, dass es NICHT angeordnet werden kann! Es wäre für eine Menge Kinder, deren Eltern noch nicht kapiert haben, wohin ihr Verziehen langfristig führt, vielleicht noch eine Rettung. So bleiben ihre Fälle hoffnungslos.

Against Fremdbetreuung
1 Jahr zuvor

Schule ist inzwischen eine Angebotsveranstaltung. Man schickt die Kinder hin, wenn sie untergebracht werden müssen. Ist`s nicht passend, lässt man sie daheim. Alles und jedes/jeder findet dort ein Forum und eine Plattform, jedwede Aufgabe wird dort abgeladen. Und am Ende kann man noch sein Mütchen kühlen und bashen und haten.

Mika
1 Jahr zuvor

Ich erinnere mich an eine Zeit, in der es hieß, jeder Tag, ach was, jede Stunde Abwesenheit von der Schule fördere Vereinsamung, Fettleibigkeit, psychische Störungen und verringere das zukünftig zu erwartende Einkommen um Zigtausende. Deshalb galt es, Schulen um jeden Preis (okay, durfte nix kosten) offen zu halten. Und jetzt glaubt ein Kultusministerium, dass Eltern ihre Kinder aus selbstsüchtigen Gründen wie Urlaubsverlängerung von der Schule feenhaften wollen? Wissend um die Gefahr, der sie ihre Kinder aussetzen? Irgendwie passt das nicht zusammen….

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Oh Hilfe, diese Texterkennung ist von einer bösartigen KI übernommen worden… Statt „feenhaften“ sollte da „fernhalten“ stehen.

Against Fremdbetreuung
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Ich sag‘ ja- Angebotsveranstaltung.

ulschmitz
1 Jahr zuvor

War da nicht mal was mit „Jede Stunde zählt!“ und Klassenrbeiten in der letzten Stunde vor den Herbst-, Weihnachts- und Osterferien schreiben?

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

Das ist ja noch immer co-abhängig vom System, von Schülern usw.
Habe ich bis vor kurzem auch gemacht, solche Aktionen.
Aber jetzt denke ich, dass das falsch ist.

Das ganze Aufgepluster als Lehrer ist letztlich sinnlos, gegen den Zeitgeist und das freche Selbstbewusstsein von SuS/Eltern kann man keine Solokämpfe führen – jedenfalls nicht ohne Dauerkonflikte und einen Berufsalltag als ständiger Querulant.
Und warum? Für SuS/Eltern, die das zu 90% nicht einmal zu schätzen wissen, die dann solche (wenn wir ehrlich sind unsouveränen und needy) Aktionen mit einer lapidaren Krankmeldung, einem Anruf, einer „formlisen Beschwerde“ usw. eh wieder unterlaufen?

Die Endstufe ist es, ruhig und selbstbestimmt zu handeln, so dass man selbst maximale Ruhe und Gehalt hat und eben NICHT mehr gegen bestimmte Entwicklungen gegenzurudern wie ein Co-Abhängiger.

Mottos:
1. Freiheit regelt.
2. Wer nicht will, der hat schon.
3. Worüber man keine Macht ausübt, dafür hat man auch keine Verantwortung. (Auch keine moralische)

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Richtig – wir werden legal verarscht und ausgetrickst.

Und stehen immer auf der Verliererseite.

Das merken auch die Kinder…..

A.J. Wiedenhammer
1 Jahr zuvor

„Angebotsveranstaltung“

Wohl wahr…
Dazu passt gut, wie eine bildungspolitische Sprecherin einer Partei in Sachsen es kürzlich hier formulierte: Schüler „konsumieren“ Unterricht. (Und ich befürchte, diese Formulierung war nicht kritisch gemeint, seufz.)

Canishine
1 Jahr zuvor

Wenn ich nach Fehlen einer Entschuldigung der Eltern hinterherlaufe, zerstöre ich dann das Vertrauensverhältnis zwischen Schüler und Lehrer und könnte ich meine knappen Ressourcen nicht auch besser zum Wohle der anderen „Patienten“ einsetzen? Ich kann die Ärzte verstehen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Canishine
Against Fremdbetreuung
1 Jahr zuvor
Antwortet  Canishine

Fehlen ist zu entschuldigen. Punkt. Vertrauensverhältnis heißt nicht, dass ich Dienst- und Aufsichtspflicht beliebig auslege. Nicht zuletzt dient es meiner eigenen juristischen Absicherung.
Verständnis für Ärzte ist obsolet. Auch Lehrer können ihre Zeit besser nutzen.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Canishine

So lange mir irgendein Wisch vorliegt, der eine erwachsene Unterschrift enthält gebe ich das so ein.
Durchgreifen nicht gewollt, nicht erwünscht, der Lehrer ist das Ärgernis.

Also: Kommando zurück, Rückwärtsgang rein!

Alles irgendwie akzeptable wird akzeptiert, wer keine Bildung will der hat schon.
Fertig.

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Definitiv. Hat man nach der Corona-Homeschooling-Zeit gesehen. Die Kinder hatten sich selbstständig innerhalb weniger Wochen Schließzeit den Stoff eines ganzen Schuljahres draufgeschafft. Schule schadet nur – Ich bin da ganz bei Ihnen.

laromir
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Da hätten sie ja erst recht total viel Zeit für lesen und schreiben gehabt.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  laromir

Zwei Klassen können mühelos übersprungen werden…

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Und erst die Ferien: der reinste Bildungsurlaub jedes Mal! Was 6 Wochen ohne Schule bei den Kids bewirken, grenzt an ein Wunder! Regelmäßig sitzen sie im August vor mir, in Mathe alle Lücken geschlossen habend, die vor den Ferien zur vier oder fünf auf dem Zeugnis führten. Und was passiert? Durch mein Wirken (böse Schule!) sin 10 Monate später wieder riesige Lücken da, die es ohne Schule nicht gäbe. Sie haben völlig recht: die bessere Bildung findet außerhalb von Schule statt. Weiß man ja auch…

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Grins.

Kein Dauer“repeat“ der Erklärung in live möglich.

Klappt im Netz besser. Da kann jeder hundertmal wann immer ersiees will, wiederholen lassen.

Und das machen natürlich auch alle.

Ob Lücken da sind, wird im Netz nicht überprüft.

Das übernimmt dann …. das Leben.

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Dann schaut man sich mal die Teilhabe bei der Entwicklung und den Aufwand an.
Wenn „wir“ so viel Zeit und Ressourcen „für’n Film“ hätten, dann würde das auch anders aussehen. Ist aber nicht da.
Auch „die auf YouTube“ schaffen keine 28 Stunden/Woche an Videos. Komisch … Vor allem auch nicht als Einzelperson.

Also bisschen die Realität im Auge behalten.
YouTube mit den teils sehr guten Videos ist für eine größere Masse gemacht und deckt dementsprechend auch ab. Das ist sehr gut so. Finde ich toll und sinnvoll. Vor allem als Ergänzung.

Aus der „2“ würde mit professionellen privaten Nachhilfestunden (wahrscheinlich) dann auch eine „1“ werden.
Ja, so läuft das. Sind halt auch andere Bedingungen und Zeit/SuS.

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Die Antwort hat Riesenzwerg Ihnen gegeben. Bei kleineren Klassen wäre mehr persönliche Zuwendung für den Einzelnen möglich. Is aber nich weil will keiner bezahlen. Ich sehe YT durchaus als sinnvolle Ergänzung zum Unterricht für denjenigen, der es im Unterricht nicht verstanden oder (aus welchen Gründen auch immer) nicht aufgepasst hat. Ich sehe YT jedoch nicht als Ersatz für die Schule aka: außerhalb der Schule lernt es sich besser.

Freiya
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Ach, wär doch Sarkasmus für jeden leicht ersichtlich…

Freiya
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Nee, stimmt so nicht und schon mal gar nicht für alle! Vielleicht ab Klasse 7 Gymnasium. Ganz sicher nicht für Grundschule un 5/6.

A.J. Wiedenhammer
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Klar, sicher, besonders am Pool auf Mallorca im Vorsaisontarif…

Virschlag: Schaffen wir doch die Schulpflicht ganz ab. Damit könnten dann 447 UND Sandrina glücklich werden.
(Nein, 447, ich weiß, dass Sie das nicht zu Ihrem Glück brauchen.)

Donauperle
1 Jahr zuvor

Da lernt das Kind dann das Schwimmen. Durch geschlossene Schwimmbäder an den Schulen und Fachkräftemangel gibt es ja kaum noch Schwimmunterricht. Immer positiv denken.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Donauperle

Es soll ja auch Eltern geben, die das ihren Kindern beibringen (könnten)… 😉

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor

Das ist schön, dass Sie sich dafür einsetzen, u.a. Förderschüler abzuhängen, Spätzündern keine Chance geben….

Aber wird das dann … eine Aufbewahrungsanstalt?

Irgendwo müssen die Kinder ja hinorganisiert werden, eenn die Eltern der Wirtschaft und dem Mammon dienen.

Ich bin eher für SchulRECHT.

Wer nicht will, der hat schon.

Natürliche Auslese?

Na denn.

Bla
1 Jahr zuvor

Klar, Bildungspflicht, statt Schulpflicht/Präsenzpflicht.
Verantwortung weg vom Staat und der Schule. Wer will, der will.
Privatschulen freuen sich. Die werden dann noch mehr.
Lehrermangel ist dann halt „okay“ – wie bei der Kita.
Wer ein Kind will/hat, der handhabt es wie bei der Kita … Frühzeitig einschreiben.
Noten weg.
Hausaufgaben weg.
Betriebe mehr auf Assessment-Center und die potentiellen Azubis mal genauer anschauen.

Win-Win-Situation für alle – oder?
Außer die, welche halt einen Platz wollen, aber nicht bekommen.
Pech halt.

Von „Bildungsgerechtigkeit“ usw. sprechen wir dann einfach nicht mehr. Ist sowieso kompliziert und nervt jeden! Deal?

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bla

Oder in den USA.
Kann halt so oder so laufen.
Ich will hier auch gar nicht die Schulpflicht verteidigen. Ich sage lediglich, dass das seeeehr bedacht sein sollte. Mit allen Vor- und Nachteilen.
Tipp: Wenn man es „einfach so mal macht“, dann geht’s nach hinten los. Gewaltig.

A.J. Wiedenhammer
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Aber, aber, Sie können doch nicht die gegen ihren Willen von den Eltern verschleppten Schüler für die Ignoranz der Eltern büßen lassen. Wo bleibt denn da die Bildungsgerechtigkeit?

447
1 Jahr zuvor

Ich lasse niemanden „büßen“.

90% der Zeit weiß man doch eh, wer vor den Ferien blau macht und wer wirklich krank ist.

Wer halt nicht da ist, ist nicht da. Aufschreiben muss ich es halt, sonst bin ich dran. Da komme ich nun wirklich nicht drum herum.

Alle wesentlichen Unterrichtsinhalte können meine Schüler (in der OS sogar mit Lehrplan- und Kompetenzbezug) für das ganze Jahr in einem digitalen System nachlesen – inklusive virtueller Tafelanschrieb. Und zwar tagesscharf spätestens 1-2 Stunden nach der Stunde.

Wer will, der will – wer nicht, der nicht.
Freiheit regelt.

Agentur für Meinungsvielfalt
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Oftmals überlassen wir Kinder gerne ihren Eltern, damit sie es dann besser machen.

laromir
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Aha. Dann mal ran, liebe Eltern. Neulich schrieb hier jemand, dass schon das gemeinsame Lesen eine Zumutung und Belastung für manche berufstätige Eltern sei. Was denn nun? Eltern können das alles viel besser vermute oder Eltern sind total belastet?
Ach sooooo. Eltern schalten den Kindern YouTube an und dort lernen sie alles viel viel besser.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Ja, eben.

Dann viel Vergnügen dabei – *ich* halte Sie nicht auf.

Mir ist nur wichtig, dass mir da was mit Ihrer Unterschrift vorliegt. Bin ich dann aus dem Schneider.

Nur Fördern oder Zeit reinbuttern falls es schief geht gibt’s von mir dann halt auch nicht.

Ihre Freiheit, Ihre Entscheidung.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Ich finde auch, wir schaffen Schule ab.

Ich bewahre gerne die Kinder auf – keine Noten, keine Klassenarbeiten, keine Konferenzen…. Vollständige Verantwortung bei den Erzeugern.

Ob die Bildung bei TicToc nun der Hammer ist, beurteile ich nicht.

Irgendwo wird jeder was seinem Niveau Entsprechendes finden.

Sorge machen mir zwar die wenigen fake news, die Kinder und Eltern nicht von real and true news unterscheiden können, aber – Ihr Ding, Ihre Kinder.

Ich verwahre gerne.

Sie können mir gern ein ausführlich begründetes Erziehungskonzept mit ausgesuchten Social Media Ergänzungen einreichen. Ich werde es von Chatty prüfen lassen.

Keine Noten…. Freuen sich such die Arbeitgeber.

Aber: Freiheit regelt – wirklich.

Wird es dann wohl eine Aufbewahrungspflicht geben?

Wird es auch dann noch die unerträgliche Pflicht für Kinderproduzenten geben, diese bei zuviel Erkrankung zum Arzt zu schicken?

Regelt sich durch die ….heit das Problem mit der Überbevölkerung?

Ich habe keine Glaskugel. Daher bin ich für… Ausprobieren!

😉

Wombat lover
1 Jahr zuvor

Eltern schreiben selber Atteste? In welcher Welt lebt dieser Mann? Außerdem kennt doch sicher jeder Elternteil den örtlichen Doc Holiday. Bei uns sind die Krankschreibungen zum Teil schon in der Schule, bevor der Arzt überhaupt seine Praxis betreten hat.
Helfen würden zumindest bei den älteren Schülern Regelungen, wie viel Unterricht versäumt werden darf, bevor eine Versetzung/Zulassung zur Prüfung nur noch unter besonderen Umständen möglich ist.

tozitna
1 Jahr zuvor
Antwortet  Wombat lover

Gibt es schon, jedenfalls in Brandenburg in der VV Leistungsbewertung (und nutzen wir bei Notwendigkeit auch):

(3) Zur Bildung abschließender Leistungsbewertungen, insbesondere zur Bildung von Zeugnisnoten, sollen in allen Bereichen der von der Schülerin oder dem Schüler erwarteten Leistungen einzelne Noten nachgewiesen werden. Dabei ist nicht die Zahl der Noten entscheidend, sondern die möglichst ausgewogene Erfassung der erbrachten Leistungen in den vorgesehen Bewertungsbereichen und in den für eine Bewertung vorgesehenen Unterrichtsinhalten. Eine abschließende Leistungsbewertung kann insbesondere bei langer Krankheit der Schülerin oder des Schülers nur erfolgen, wenn ein angemessener Umfang der Inhalte des Rahmenlehrplanes und anderer geeigneter curricularer Materialien vermittelt und bewertet wurde.

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  tozitna

Ist ein Gummiparagraph: habt ihr das mal ausdiskutieren müssen vor Gericht, was „angemessener Umfang“ ist? Mir wäre lieber, es würde dastehen, wie viel Prozent der erteilten Unterrichtsstunden die SuS maximal fehlen dürfen, damit der Kurs als belegt gilt.

tozitna
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Stimmt, am Ende müssten das Gerichte ausfechten. Aber die Schulaufsicht steht hinter unserer Regelung von mehr als 1/3 gefehlt… Rettet keine Einzelfälle, beeinflusst aber schon das Schulklima aller Beteiligten.
Und wenn ich als SL vor Gericht erscheinen müsste und würde nicht Recht bekommen, wär es auch gut, dann wüssten wir, dass diese Regel nicht geht. Der einzelne Kollege hat mit dieser Ebene (zu Recht und zum Glück) nichts zu tun.

Fräulein Rottenmeier
1 Jahr zuvor

Den Schulen wird somit die einzige Handhabe genommen zu verhindern, dass Familien ihren Urlaub nach Gutdünken verlängern. Okay, dann ist das so……aber dann sehe ich Schulen auch nicht mehr in Pflicht hinter diesen Familien herzurennen und ggf. Hausbesuche zu machen. Das darf dann wirklich das Ordnungsamt machen….

447
1 Jahr zuvor

Genau das.

Lehrer nerven doch immer – also konsequent MESA anwenden:
„Macht Euren S…. Alleine.“

Immer schön „offen“,“empathisch“,“zugewandt“,“schülerorientiert“ bleiben : Die armen brauchen halt Urlaub! 🙂

Fräulein Rottenmeier
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Jein, so meinte ich das nicht. Fehlt ein Kind vor oder nach den Ferien und kann kein Attest vorlegen, weil ein Arzt sich weigert, eines auszustellen, wäre es wünschenswert, wenn ein Elternteil gerade persönlich vorbeischaut. Dann kann man ja schon davon ausgehen, dass die Familie nicht im Urlaub weilt. Auch wenn Geschwisterkinder anwesend sind, kann man von Krankheit ausgehen. Dann ist ja auch alles okay.

Gänzlich unentschuldigtes Fehlen führt umgehend zum Antrag auf Bußgeld beim Ordnungsamt. Das war in der Vergangenheit auch schon so und war für die ein oder andere Familie sehr heilsam.

ulschmitz
1 Jahr zuvor

Also Sie glauben, dass in GB, Frankreich, Spanien, Italien Eltern beliebig die Ferien ihrer Kinder verlängern dürfen? Und was haben Sie an dem staatlichenBildungsauftrag und dem Begriff Schulpflicht nicht verstanden? GLauben Sie, dass die besten Privatschulen in Deutschland und anderswo – Schweiz z.B. – derart den Hampelmann mit sich machen ließen?
Dann frage ich mich auch, warum Sie noch nicht in diese „Paradiese der Selbstermächtiger:innen“ verzogen sind.

Donauperle
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

Es gibt durchaus Länder bzw. Regionen, in denen die Eltern bis zu 15 Tage ihre Kinder aus der Schule nehmen können, um z.B. einen Familienurlaub machen zu können. Aus eigener Erfahrung weiß ich das aus einem Wintersportort in der Schweiz. Die Beschäftigten in den Hotels haben Urlaubstage außerhalb der Ferienzeit. Um auch diesen Familien wertvolle Familienzeit im Urlaub zu ermöglichen, gibt es die Möglichkeit, die Kinder auch während der Schulzeit ohne Attest, Lügerei o.ä. aus der Schule zu nehmen.

Lisa
1 Jahr zuvor
Antwortet  Donauperle

Ja, ich kenne das auch. Einen Tag darf der Klassenlehrer beurlauben. Drei Tage der Rektor.

Agentur für Meinungsvielfalt
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lisa

In RLP bis 3 Tage die KL, vor/nach Ferien oder länger die SL.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lisa

In SH – wenn ich nicht irre – bis zu acht Schultagen.

Egvina
1 Jahr zuvor
Antwortet  Donauperle

Die Möglichkeit gibt’s in Deutschland auch. Wenn es nachweisbar begründet ist, wird es auch genehmigt. Da kenne ich allerdings die Genehmigungsebene nicht, tippe auf Schulaufsicht.

Lisa
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

Also in Spanien geht es. Wir waren in Deutschland und bei der Rückreise ging unser Auto kaputt. Habe in der Schule angerufen. Kein Ding.

Maggi
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

Genau und die ganze Bildung mit dem Akzeptieren und Tolerieren von fremden Weltbildern lässt sich im Beschulen Zuhause auch wunderbar vermeiden, damit nichts die deutsche Bildung stört.
Genau deshalb gibt es die Schulpflicht, damit die Kinder sich ihre eigene Meinung bilden können und nicht blind den Ansichten ihrer Eltern mangels Alternativen folgen müssen. Ich weiß, Demokratie ist schwer zu ertragen, doch ich glaube an Sie.

A.J. Wiedenhammer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Immerhin gilt die Schulpflicht erst einmal für alle.
Und das mit der Vielfalt ist sowieso immer so ein Problem: im Literarischen Verein treiben sich nun mal andere Leute herum als beim Auto-Tuner-Treffen.
Was ist denn das eine, ominöse „echte Leben“?
Ich habe bisher immer den Eindruck gehabt, dass Schulklassen meist deutlich heterogener sind als der selbstgewählte Bekanntenkreis eines Menschen.

Frank
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Ich kann mir gut vorstellen, wie diese Kontakte aussehen.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Richtig! Das vergessen wir, weil wir in Arbeit – auch Elternarbeit – untergehen!

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Klar. Sie haben den Überblick.

Wann waren Sie bei uns?

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

Wo Sie doch so gegängelt werden?

Versteh ich nicht.

Klara
1 Jahr zuvor

Schon mal was von „Schulpflicht“ in Deutschland gehört?

Egvina
1 Jahr zuvor

An die Schulpflicht hat sich jeder zu halten und nicht eigenmächtig zu entscheiden, ob sie jetzt gerade passt oder nicht.

A.J. Wiedenhammer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Egvina

O ja, es gibt viele und vieles.
Zum Beispiel auch „Bürger“, die sich ihre eigenen Ausweise und Führerscheine drucken…

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor

Genau.

Eltern, die eigenmächtig entscheiden, ihre Kinder zu schlagen – freuen wir uns doch über Verantwortungsübernahme, Kreativität in der Erziehung.

Dann sind wir auch raus aus der Nummer, ein Kinderschutzkonzept zu entwickeln.

TaMu
1 Jahr zuvor

Dafür sind Ärzte tatsächlich nicht zuständig. Volles Verständnis!

Kritischer Dad*NRW
1 Jahr zuvor
Antwortet  TaMu

Eine interessante Theorie.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen gibt dann zukünftig z. B. an der Lotterieannahmestelle?

Uwe
1 Jahr zuvor

Kinder arbeiten nicht. Sie bekommen auch kein Gehalt. Und natürlich ist 8wie auch jeder/e/x Lehrer*in weiß die letzte Woche vor den Sommerferien komplett lächerlich.

Konfutse
1 Jahr zuvor

Die Sicht der Ärzte kann ich verstehen. Die Vorschläge von Seiten des Ärzteverbands sind nachvollziehbar und m.E. richtig. Es gibt eine staatliche Schulpflicht. Also muss sich der Staat kümmern. Kostet halt Geld. Also werden viele Dinge von den Ministerien und Behörden, die das organisieren sollten und von den Kommunen, die das bezahlen müssten, an andere abgedrückt. Das ist viiieeel billiger.
Kennen wir LuL zur Genüge.

Realist
1 Jahr zuvor

Tja, liebe Landeschulbehörde. Mit den Ärzten kann man eben nicht so umspringen wie mit untergebenen Lehrkräften… Und nu? Große Augen mach?

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Realist

Genau das dachte ich auch gerade…absolut neue Erfahrungen dort:“Aber Moment mal, die sind doch Akademiker in einem sozialen Beruf, die müssen doch über jedes Stöckchen springen, so wie Lehrer?!?!? Waaaas? Nein! Doch! Ohhhhhh!“ 🙂

Chris
1 Jahr zuvor

Ich bin dafür, daß wir es in der Schule machen wie später an der Universität. Jeder Schüler darf 2 Wochen pro Halbjahr fehlen (aber bitte nicht immer am gleichen Wochentag), egal ob er dann krank im Bett liegt oder in der Dominikanischen Republik am Strand. Wenn er mehr als diese 2 Wochen fehlt, wird er automatisch um dieses Halbjahr zurückgestuft.

Genau so lief es zumindest bei mir an der Universität vor inzw. 20 Jahren und ja, das Verfahren mag für wirklich Kranke fieß sein, aber es zieht bei den ganzen „Kränklichen“.

Realist
1 Jahr zuvor
Antwortet  Chris

Bevor so etwas an den Schulen kommt, wird es eher einen Erlass geben, der fordert, dass eine Lehrkraft haarklein dokumentiert, was sie alles getan hat, um die Fehlzeiten der „Dauerkranken“ zu reduzieren (pädagogische Gespräche, Hausbesuche, individuelle Förderung, …). Nie vergessen, wer hier die Rolles des „gesellschaftlichen Sündenbocks“ wahrzunehmen hat…

ulschmitz
1 Jahr zuvor
Antwortet  Realist

Wie war das nochmal mit dem Lehrkräftemangel?

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  Realist

Muss doch heute schon gemacht werden. Falls die Eltern gegen ein evtl. verlassenes Bußgeld klagen sollten.

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

…erlassenenes Bußgeld
😎

dickebank
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Nur die Schule verhängt das Ordnungswidrigkeitengeld nicht. Die verfügende Behörde ist hier in NRW die Schulabteilung der Bezirksregierung. Die Schule kann die Verhängung des Ordnungswidrigkeitengeldes nur beantragen. Die Angaben müssen stundengenau dokumentiert werden, dabei sind die tatsächlich versäumten Stunden anzugeben. D.h. Abweichungen vom vorgegebenen Stundenplan müssen nachvollzogen werden.
Btw bei strafmündigen SuS wird das Ordnungswidrigkeitengeld sowohl gegen die Eltern als auch gegen den Jugendlichen verhängt. Gegen den Ordnungswidrigkeitenbescheid kann Widerspruch eingelegt werden. Widerspruchsbehörde ist die Bezirksregierung, die in den meisten Fällen dem widerspruch stattgibt. Also viel Aufwand seitens der schule für nix.

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  dickebank

Das stimmt, wenngleich die Behörden in Berlin anders heißen. Ich hatte Schritte übersprungen im Kommentar. Der Aufwand für Lehrkräfte steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis, muss aber dennoch justiziabel sein und entsprechend dokumentiert werden.
Welch‘ ein Irrsinn!

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Realist

Yogaangebote, …

Bavarianteachy
1 Jahr zuvor
Antwortet  Chris

Bitte nicht auf die Grundschule ausweiten.
Wir sind zwar auch genervt von den Kids, die immer an bestimmten Tagen oder bei bestimmten Fächern oder Veranstaltungen fehlen, aber weit mehr stressen uns die, die fiebernd und mit Bauchschmerzen zur Schule geschickt werden und bei denen unter zehn Notrufnummern auch dann niemand erreichbar ist, wenn sie ins Klassenzimmer oder quer über die Kloschüssel gekotzt haben.

Julia
1 Jahr zuvor
Antwortet  Chris

Anwesenheitspflicht an Universitäten ist längst gekippt!

ulschmitz
1 Jahr zuvor
Antwortet  Julia

Komisch, warum versammeln sich dann z.B. nach der Vorlesung reichllich Studis vorne beim Prof., um sich ihre Anwesenheit testieren zu lassen?

Julia
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

Bin lange genug an der Uni tätig; rechtlich gibt es keine Legitimation mehr dafür. Wir dürfen keine mehr einfordern.
Das ist dann Schleimen beim Prof.

Last edited 1 Jahr zuvor by Julia
NichtErnstZuNehmen
1 Jahr zuvor
Antwortet  Chris

An der Uni sind Erwachsene. In der Schule sind Kinder. Denk einfach nochmal drüber nach. Vielleicht kommst du selbst drauf.

ulschmitz
1 Jahr zuvor

Sie meinen 18jährige in der Oberstufe, die ihre Bitten um Entschuldigung selbst schreiben und dann womöglich plötzlich ins Büro der Oberstufenleitung gebeten werden wg. der massiven Fehlstunden – und aus allen Wolken fallen?

NichtErnstZuNehmen
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

Genau die, weil die ja noch mit ihren Eltern in Urlaub fahren so kurz vor den Ferien. Es gibt ja auch überhaupt keine Minderjährigen Schüler in diesem Land.

TaMu
1 Jahr zuvor
Antwortet  Chris

Zwei Wochen mit Attest krank und dann zurück stufen? Da wiederholt ja mindestens die Hälfte aller Schüler und Schülerinnen unabhängig von den Leistungen. Zwei Wochen hat man schnell beieinander, zumal in einem dauerhustenden Massenbetrieb von Oktober bis März. Und natürlich hat man MagenDarm dann auf jeden Fall dazwischen sitzen, bis die Druckentladung kommt. Die Eltern haben ihr Kind trotz deutlicher Symptome in die Schule geschickt „um zu probieren, ob es nicht doch geht“, damit es nur ja nicht „zurück gestuft“ wird. Dadurch fällt natürlich dann ein Drittel der Klasse ebenfalls aus und gerät in Gefahr, zurück gestuft zu werden.

Fakten sind Hate
1 Jahr zuvor
Antwortet  Chris

Haben Sie Ihren Kommentar mit leichten Änderungen auch ins Lehrerforum gepackt?

Last edited 1 Jahr zuvor by Fakten sind Hate
447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Chris

Entweder Sie haben ein sehr kluges Kind – oder Sie leben in einer Phantasiewelt, wo regelmäßig abwesende Schüler den Lernstoff beherrschen. („Beherrschen“ ist ein großes Wort, btw.)
Was natürlich auch möglich wäre: Die Lehrkräfte haben runtergefahren und machen chiller-Unterricht.

Zu Ihrer vermutlich eher rhetorischen Frage:

Ja, ganz Recht, schon damit solche frechen Beispiele nicht ANDERE, VULNERABLE SuS mit runterziehen wäre das durchaus angebracht.
Da liegt nämlich die wirkliche Gefahr des Blaumachens – dass verwundbare Kinder mit runter gezogen werden, bei denen das zu Hause weder durch Zahnarzteltern/Geld noch durch natürliche Begabung gegenkompensiert werden kann.

Chronische Blaumacher sind zu vielleicht maximal 5% hochintelligente Querulanten (die sich das Blaumachens halt leisten können), zu 95% sind sie ganz einfach schlechte Schüler.

Lisa
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Blaumacher sind Kinder von Eltern, die sich Hauptsaison beim Urlaubmachen nicht leisten können

A.J. Wiedenhammer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lisa

Schön, und die Kinder werden es vermutlich auch nie können.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lisa

Tjoah, hätten die Eltern vielleicht in der Schule aufpassen sollen. Da schließt sich dann der Kreis…

Lisa
1 Jahr zuvor
Antwortet  Chris

Und selbst da gibt es Härtefallregelungen. Kenne eine Studentin, die wegen einer Psychose vier Wochen gefehlt hat. Und das wurde geregelt über eine besondere Hausarbeit, das ihr das Semester anerkannt wurde.

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  Chris

Und wer bezahlt die Mehrkosten durch Rückstufungen???

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  Chris

Die Anzahl der Kinderkrankentage kann nicht das Problem der Lehrkräfte sein!

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Nein!

Anne
1 Jahr zuvor

Ich bin gerade etwas irritiert. Bei uns heißt es immer, wir dürften gar nicht pauschal ein Attest fordern, sondern nur in begründeten Verdachtsfällen (wenn z.B. das Kind so „doof“ war und vorher schon rumerzählt hat, wohin es fährt und wann). Was genau ist denn nun die gesetzliche Vorgabe?

Egvina
1 Jahr zuvor
Antwortet  Anne

In NRW gibt es eine Attestpflicht unmittelbar vor und nach den Ferien. Wie das in anderen BL ist, weiß ich nicht.

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  Anne

Das ist förderalistisch bedingt in jedem Bundesland unterschiedlich geregelt.
Welch‘ ein Irrsinn!

Nadine
1 Jahr zuvor

Im Schulgesetz NRW heißt es: (2) Ist eine Schülerin oder ein Schüler durch Krankheit oder aus anderen nicht vorhersehbaren Gründen verhindert, die Schule zu besuchen, so benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen schriftlich den Grund für das Schulversäumnis mit. Bei begründeten Zweifeln, ob Unterricht aus gesundheitlichen Gründen versäumt wird, kann die Schule von den Eltern ein ärztliches Attest verlangen und in besonderen Fällen ein amtsärztliches Gutachten einholen.

Bestehen denn gleich begründete Zweifel, weil ein Kind unmittelbar vor oder nach den Ferien fehlt? Das kann für die Schule ein Grund sein, muss aber nicht. Wenn das Geschwisterkind da ist und das andere Kind fehlt, dann wird die Familie – zumindest bei Kindern im Grundschulalter – sehr wahrscheinlich noch nicht auf dem Weg in den Urlaub sein, sondern tatsächlich ein krankes Kind zu Hause haben.

Oder gibt es eine Stelle, an der steht, dass man ein Attest haben MUSS?

wildesdenken
1 Jahr zuvor

Ich kann ja verstehen, dass die Praxen überlaufen sind und die Ärzte „wichtigeres“ zu tun haben. Aber diese Sache mit dem Zerstören des Vertrauensverhältnisses, das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich krank bin, dann muss ich auch zum Arzt und mir eine Krankmeldung holen. Ist mein Vertrauensverhältnis zum Arzt jetzt auch zerstört?! Fühle ich mich jetzt auch überwacht? – Oder vielleicht sollte ich das?

TaMu
1 Jahr zuvor
Antwortet  wildesdenken

Wenn Menschen krank sind, müssen sie mit sämtlichen Bagatellerkrankungen in den meisten Fällen nur deshalb zum Arzt, um eine AU zu erhalten, aber nicht wegen ihrer Gesundheit. Es ist sogar häufig sehr kontraproduktiv, mit einer Plastiktüte wegen häufigem Erbrechen vor dem Gesicht und Warten auf der Patiententoilette wegen Durchfall zum Arzt zu gehen, obwohl man zu Hause bleiben und es einfach mit Ruhe, Hausmitteln und der Sicherheit des eigenen Badezimmers auskurieren könnte. Der Gang zum Arzt wegen der Krankmeldung am ersten Tag ist normalerweise unnötig, körperlich belastend und ansteckend für alle anderen. Die AU ist ein Kontrollinstrument für Arbeitgeber und hat nichts mit Gesundheit zu tun. Nur wer sich alleine nicht mehr helfen kann bei Symptomen, braucht einen Arzt.

gehtsnoch
1 Jahr zuvor
Antwortet  wildesdenken

Ferienstretching einiger weniger zu Lasten der Gemeinschaft der gesetzlich Versicherten durch ärztliche Untersuchung und eventuell noch Attestierung für schulische Belange ist natürlich die Billiglösung für Schulministerien.
An den Grenzen wie auf Flughäfen die ausreisenden Kinder und junge Erwachsene hinsichtlich der einzuhaltenden Schulpflicht zu kontrollieren, läuft zumindest behördlich morgens um 3.30 Uhr am Check-in bei Abfragen an der Schule ins Leere.

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  wildesdenken

Naja, durch Ansichten von Eltern wie Ihnen sucht man sich auf lange Sicht dann …freiwillig einen anderen Beruf, in dem man bestenfalls auch tatsächlich angemessen entlohnt wird.

laromir
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Die unbequemen Lehrer wieder, die keine Rücksicht auf die kleinen Prinzen und Prinzessinnen nehmen. Und die Eltern die ihre Meinung sagen und die verhaltensorginellen Sprösslinge verteidigen und denen am A… vorbei geht, wie sich der Rest der Umgebung so fühlt.

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Mit Verlaub, ich empfinde Ihre Beiträge hier weder als kritisch noch als unbequem, aber definitiv als unsinnig und zeitraubend.
Und für derartige Beiträge fehlt Lehrkräften im echten Lehrerleben einfach die Zeit. Konstruktive und sachdienliche Beiträge sind immer willkommen!

Walter
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Im echten Lehrerleben also.

Against Fremdbetreuung
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Und tschüss!

Canishine
1 Jahr zuvor
Antwortet  wildesdenken

Schulkinder kosten den „Arbeitgeber“ auch Geld.

Walter
1 Jahr zuvor
Antwortet  wildesdenken

„Arbeit(en)“, auch freiwillig ist Definitionssache.

Einer
1 Jahr zuvor

Bin Lehrer am BK in NRW und war jahrelang immer zu Beginn der Ferien krank. Durchhalten bis zum letzten Tag und dann K.O..

Ich finde es super, wenn Eltern nun ihre Kinder und unsere volljährigen Schüler sich auch vor den Ferien selbst krankschreiben und damit entschuldigen dürfen. Damit wird sich ein fließender Übergang in die Ferien ergeben. Ab dem Tag der Zeugniskonferenz werden die Klassen immer leerer und damit wird der Unterricht stressfreier. Bestimmt wird es Stunden geben in denen kein Schüler mehr anwesend ist. Dann bleibt mehr Zeit für Verwaltungsaufgaben.
Wenn meine Chefin in Düsseldorf dies so möchte, bin ich Beamter und folge ihr.

Im Grunde wissen die Schüler doch das ab der Zeugniskonferenz das Notenjahr gelaufen ist. Wiso nicht gleich die drei motivierten Schüler in jeder Klasse bildingsgangweise einsammeln und mit ihnen weiterarbeiten? Der unmotivierte Rest kann dann schon mal in die Ferien und damit mir nicht auf den Sack gehen.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Einer

Sehe ich mittlerweile auch so – mehr Freiwilligkeit, gute, bildungsaffine Schüler fördern, der Rest kann sich am nächsten Baggersee oder vor der heimischen Spielekonsole erholen.

Freiheit regelt.

A.J. Wiedenhammer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Einer

Ich gestehe, ich habe die Sinnhaftigkeit der Schulpflicht bisher nie in Frage gestellt.
Doch jetzt zweifele ich.
Nicht wegen eventueller elterlicher Bildungsvermittlungskompetenzen.
Nein, wegen der Sache mit dem Sack und der Freiheit .

chrissie
1 Jahr zuvor
Antwortet  Einer

Wenn ich Ihren letzten Absatz lese, möchte ich gerne wissen, an welcher Schule Sie arbeiten? Vielleicht wechseln wir noch, wenn an Ihrer Schule so hochmotiviertes Lehrerpersonal arbeitet.
Wir kennen es leider nur so aus allen vergangenen Jahren, dass den angeblich so wenig motivierten Schülern weit im Voraus vor Beginn der Ferien, kaum bis kein Unterricht mehr angeboten wird, der diesen Namen auch verdient. Mittlerweile werden die Schulbücher sogar schon 2 bis 3 Wochen vor Ferienbeginn eingesammelt, werden Filme geschaut und anderen Beschäftigungen nachgegangen. Und dies, wo unaufhörlich die Wissenslücken der SuS beklagt werden.
Und trotzdem handhaben wir es immer noch so, dass unsere Kinder natürlich bis zum letzten Tag vor den Ferien in die Schule und dort ihre Anwesenheit präsentieren müssen. Jedoch frage ich, welchen Sinn dieses ganze Spiel hat und empfinde es jedes Mal aufs Neue außerordentlich bedauerlich, wenn diese Zeit nicht sinn- und zweckentsprechend genutzt und viel zu oft nur abgesessen wird. Insofern wirklich fragwürdig, warum man so vehement darauf besteht, dass die SuS bis zur letzten Stunde vor den Ferien auch ja anwesend sind.

laromir
1 Jahr zuvor
Antwortet  chrissie

Ich versuche, bis vor den Ferien noch sinnvolles Programm zu machen. Kommt bei einigen SuS und Eltern nicht gut an. Ich passe mich jetzt nach 15 Jahren einfach an. Ich habs versucht, schwupps ist man ja anspruchsvoll und unbeliebt (also nicht bei den Motivierten, aber beim großen Rest). Irgendwann gibt man auf. Kampf gegen Windmühlen und Verfall von Bildung und Leistungsbereitschaft.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  chrissie

Ich weiß nicht, was anderes Lehrer machen…aber abgesehen von der TASÄCHLICH letzten Stunde vor den Ferien (wo es in guter, jahrzehntelanger Tradition nen Film gibt) gibt es bei mir Unterricht, wenn Unterricht ist.

Natürlich passt man unmittelbar vor den Sommerferien mehr an, macht vielleicht Themen die Schüler interessieren und nicht im Lehrplan stehen…aber nur Rumhängen/“Dauerfrühstück“, das mache *ich* zumindest nicht.

Tim Bullerbü
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Ich auch nicht.

mama51
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Ich auch nicht!

nurmalso
1 Jahr zuvor
Antwortet  chrissie

Das ist ein Problem!
Wenn ich noch im Dienst wäre, hätte ich vielleicht auch irgendwann wie laromir aufgegeben. Bis zum Schluss habe ich das eher wie 447 durchgezogen und mir das „Nur bei Ihnen..“ angehört, wenn die Antwort auf das allfällige „Gucken wir einen Film?“ oder „Gehen wir raus (mit dem Handy natürlich, damit ich mit niemandem analog kommunizieren muss…)“ ein Nein war.
Es war viel Arbeit, Dinge zu finden, die noch motivieren. Habe mich als „Kontrastprogramm“ präsentiert nach dem Motto „8 Stunden chillen und Filme gucken hält niemand aus.“

chrissie
1 Jahr zuvor
Antwortet  nurmalso

Ich glaube, ich wurde missverstanden. Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass SuS sowie LuL am letzten Tag oder auch schon zwei bis drei vor Ferienbeginn, in den Entspannungsmodus übergehen möchten/können und nicht mehr das volle „Unterrichtsprogramm“ läuft. Aber unserer Erfahrung nach, wird viel zu oft auch schon im laufenden Schuljahr und eben lange vor Ferienbeginn „heruntergefahren“ und die Unterrichtszeit nicht sinnvoll und ergiebig genutzt. Und dies ist schade und bedenklich, fördert es doch nicht die Arbeitsmoral bei den SuS und lässt immer größere Kompetenzlücken entstehen.

nurmalso
1 Jahr zuvor
Antwortet  chrissie

Kein Missverständnis. Sie haben meine volle Zustimmung. Eines der vielen Dinge, die mich bewogen haben, frühestmöglich zu gehen…
Vor allen Ferien wird „heruntergefahren“.
Und auch sonst im Schuljahr hatte ich manchmal das Gefühl, dass ich in der Hälfte aller Unterrichtsstunden vehement „begründen“ muss, warum jetzt Unterricht ansteht. Obwohl es doch so warm ist, heute schon eine Mathearbeit geschrieben wurde, XY Geburtstag hat, Klasse a doch auch draußen ist, Kolleg*in Z meinte, man könne mich doch mal nett fragen, ob der dort begonnene Film bei mir weitergeschaut werden könne, es doch „nur“ Vertretung sei, da dürften sie sonst „immer“…
Mag nicht überall so sein, aber wahrscheinlich kein Einzelfall.

mama51
1 Jahr zuvor
Antwortet  chrissie

Und warum ist das so?
Weil in vielen Schulgesetzen steht, dass 3 Wochen vor der Zeugnisausgabe KEINE Klassenarbeiten mehr geschrieben werden dürfen (!!!), die für das Zeugnis relevant sind.
…weil Schulen mit 500 und bis weit über 1000 SuS mit dem Einsammeln der Schulbücher zum Schuljahresende gar nicht fertig werden können, sei die Software noch so gut! (Falls überhaupt vorhanden!??!)

Freiya
1 Jahr zuvor
Antwortet  chrissie

J, die Schulbuchausleihe war auch so ein undurchdachtes Ding! Die ist für dasvorzeitige Einsammeln der Grund.
„Filme gucken“ – kommt drauf an, WELCHE. Es gibt durchaus Filme, die sehr sinnvoll sind und viel Diskussionsstoff bieten, die sich Schüler aber kaum freiwillig allein ansehen würden. „Dances with wolves“ oder „Rabbit proof Fence“ wären z.B. im Englischunterricht solche Filme. Lernen bedeutet auch nicht nur Faktenwissen. Auch soziales Lernen, Empathieförderung , Arbeitstechniken oder einfach Projekte können – und werden vielfach vor den Ferien angeboten. Oder es ist endlich mal Zeit um Schüler*innen zuzuhören. Der Redebedarf ist riesig, vor Allem weil Eltern oft zu Hause – nach ihrer Arbeit – auch einfach kaputt sind – und/oder oft am Handy usw. hängen.
Fragen Sie doch mal unverbindlich nach, was beabsichtigt ist. Nichts ist anstrengender als Schüler im Leerlauf, jedenfalls in der Sek.1. Das versucht man als Lehrer schon aus Selbstschutz zu vermeiden.

Bavarianteachy
1 Jahr zuvor

Au ja!!!
Und ich bekomme dann die Fordermails der Eltern, mich nicht nur um Krankenmappen, sondern auch noch um Urlaubsmappen zu kümmern .
Natürlich sind die Schulaufgabentermine auf die Urlaubszeiten abzustimmen, nicht umgekehrt. Sonst hab ich gleich wieder eine Mobbing- oder Benachteiligungsbeschwerde am Hals, wenn ich eine Arbeit so lege, dass ausgerechnet SchülerIn XY fehlt und nachschreiben muss.
Vermutlich muss ich dann auch noch darauf Rücksicht nehmen, dass der Schulaufgabentermin einen ausreichenden Abstand zu den Urlaubstagen hat, denn sonst hätte ja im Urlaub gelernt werden oder zumindest schon mal das Material beschafft sein müssen.

Im Übrigen:
1.gibt es schon immer die Möglichkeit der Unterrichtsbefreiung für dringende Bedarfsfälle.

2.betrachte auch ich mich als „Arbeitnehmer“ – und ich kann auch nicht einfach Urlaub einsetzen, wenn ich ihn dringend brauche.

Last edited 1 Jahr zuvor by Bavarianteachy
A.J. Wiedenhammer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bavarianteachy

Nein, nein, ich bin sicher, wenn Schüler ihre frei verfügbaren Urlaubstage bekommen, dann gilt gleiches auch für die Lehrer.
Uiii, das wird spaßig….

ulschmitz
1 Jahr zuvor

Ok, aber dann bitte kein Geheule mehr wegen „Bildungskrise“. Ich bin schon lange dafür, dass jede:r SuS die Anwesenheit selbst bestimmen kann – de facto gibt’s das schon lange, vor allem in der Oberstufe. Aber was passiert mit den SuS, die nicht vom Elternhaus bei der Erfüllung der Bildungspflicht passend unterstützt werden können. Die Eigenverntwortung der – hoffentlich! – erwachsenen Eltern (auch solche, wo beide Partner +/- 8-9 Std. tagl. arbeiten müssen?) endet vor den Toren der Universitäten und anderer Ausbildungsstätten – und dort weht dann ganz plötzlich ein anderer Wind.

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  ulschmitz

Sofern SuS 12 bzw. 13 Jahre tatsächlich täglich die Schulbank gedrückt haben, sind sie SPÄTESTENS nach dieser Zeit befähigt worden, selbstbestimmt zu lernen.
Und Eltern sollten SPÄTESTENS nach 12/13 Schuljahren gelernt haben, loszulassen, damit sich ihr Kind frei entfalten kann.
Ihre Schulzeit muss sehr traumatisch gewesen sein bei Ihren Beiträgen. Mein Mitgefühl…

447
1 Jahr zuvor

Mich macht beim Thema „Schulpflicht“ fast nichts mehr sprachlos.

Von mir aus:
Fahren Sie mit ihrem Sprössling von Januar bis Dezember in die Sommerferien – mir egal.

Trag ich halt „NB“ ein und den Rest kann die SL regeln.

447
1 Jahr zuvor

Sehr guter Vorschlag von Ihnen.

So hat keiner Ärger und ich als Lehrkraft kann mich mit den Schülern und Eltern beschäftigen, die die Chancen zur Bildung nutzen wollen.

Mika
1 Jahr zuvor

Ich finde auch: diese SchulPFLICHT ist eine Unverschämtheit! Und was bilden sich Lehrer ein, wenn sie das Ordnungsamt beim Verdacht informieren, dass die Eltern die Kinder derselben entziehen! Diese Lehrer sind nur sauer, dass sie ihr ganzes Leben nicht aus der Schule rausgekommen sind, und jetzt wollen sie das auch anderen missgönnen. Ich sag’s ja: voll die Looser!!!

Bart
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

schon lustig, jeder meint er könne Englisch, aber keiner peilt, dass es „Loser“ und nicht „Looser“ heißt!

Gerade die Akademiker verkacken da so häufig 🙂

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bart

Ich wollte eigentlich „looooser“ schreiben 😉

Lisa
1 Jahr zuvor

Ich gestehe, dass ich es bei manchen Schülern wusste. Gerade die Kleinen sind ja so vertrauenselig. Und die ausländischen Eltern haben mich ganz offen gefragt. Wobei gilt: Bei Familienfeierlichkeiten und Beerdigungen kann das Kind auch vom Rector freigestellt werden bis drei Tage. Da heiratet dann die Cousine. Wie soll ich das überprüfen in der Türkei? Und dann kamen die deutschen Eltern: Wieso dürfen die und wir nicht? Ich bin nicht der Büttel des Staates. Und Reisen bildet. Schöne Ferien!

Klara
1 Jahr zuvor

Sie meinen DIE überteuerten Preise, die Lehrkräfte IMMER zahlen müssen, weil sie nur in den Ferienzeiten reisen können und nicht vorher oder nachher?
Ja, das Problem kenne ich gut!

potschemutschka
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Es gibt auch keine Pflicht Kinder in die Welt zu setzen!

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  potschemutschka

Herrlich pariert!
😎

Walter
1 Jahr zuvor
Antwortet  potschemutschka

Mit wie vielen eigenen Kindern beteiligen Sie sich nochmal an der gesellschaftlichen Pflicht die zukünftigen Renten und Pensionen für auch so denkende Mitmenschen erst einmal zu erwirtschaften?

Klara
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Es besteht eine „gesellschaftliche Pflicht“, Kinder in die Welt zu setzen???

Kinderlose finanzieren im Übrigen durch höhere Steuern und demnächst höhere Pflegebeiträge z. B. das staatliche Kindergeld und die Pflege im Alter.
Kinder sollte man auch nur in die Welt setzen aus der eigenen Freude am Leben und wenn man auch bereit ist, sich um sie zu kümmern, sie zu fördern und zu fordern, schon damit diese Kinder später auch die Rente erwirtschaften KÖNNEN mit Jobs, die das System finanzieren.

Egvina
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Hat potschemutschka irgendwo erwähnt, dass sie keine Kinder hat? Sie hat lediglich darauf hingewiesen, dass es keine Pflicht gibt, Kinder in die Welt zu setzen.
Lesefähigkeit lässt grüßen.

potschemutschka
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Mit 2 eigenen, die studiert haben und zur Steigerung des Bruttosozialprodukts beitragen, sowie bisher 2 Enkelkinder, die ebenfalls bisher gute Schüler und soziale Menschen (keine Egoisten) sind. Ich selbst habe 40 Jahre Vollzeit als Sonderschullehrer gearbeitet.

potschemutschka
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Übrigens, als meine Kinder noch klein waren, gab es noch samstags Unterricht bis 12 Uhr. Kindergarten war aber nur Mo-Fr, mein Mann im Schichtdienst, Großeltern noch berufstätig und weit weg. Das hieß jeden 4. Samstag: Wohin mit den Kindern? Zum Glück hatten wir eine sehr solidarische Hausgemeinschaft, da hat man sich gegenseitig geholfen. In Ausnahmefällen saßen meine Kinder auch mal mit in meinem Unterricht. (Wurde von der Schulleitung toleriert, war ja besser als wenn ich ausfalle) Urlaub konnten wir übrigens 40 Jahre lang auch nur in der Hauptsaison machen. Allerdings waren die Ferien in der DDR einheitlich und es gab 8 Wochen Sommerferien.

potschemutschka
1 Jahr zuvor
Antwortet  potschemutschka

Was also die teuren Ferien betrifft: Augen auf bei der Berufswahl und der Entscheidung für/gegen Kinder!

Against Fremdbetreuung
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Gibt`s dann den Elternverdienstorden? Oder besteht der schon aus Elternzeit, Elterngeld, Teilzeit, kostenloser Fremdbetreuung, steuerlicher Begünstigung, Familienversicherung….?

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  potschemutschka

Mist, habe ich auch eben geschrieben 😉

laromir
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Richtig. Dann machen wir am besten alle Schulen zu und lassen das mit der Bildung. Machen wir mal 10 Jahre lang und gucken weiter. Ach ja, Privatschulen gibt es dann aber bitte. Mal sehen, wie das dann läuft und wie gerecht das System dann sein wird. Wahrscheinlich werden wir nach 10 Jahren ohne Schule nur so in Fachkräften schwimmen. Hätte man ja mal früher drauf kommen können, dass LuL so ein Hindernis für Bildung sind. Und das Geld, was man spart, weil man die maroden Gebäude nicht mehr sanieren muss…müsste man mal an die KM weiterleiten diese glorreiche Idee…

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Klara

Kind gekriegt – von Schulpflicht gewusst und nun Sonderurlaub haben wollen?

Es gibt keine Pflicht, Kinder in die Welt zu setzen.

Tim,Nds.
1 Jahr zuvor

Die Diskussion findet aus meiner Sicht an der falschen Stelle statt.
Wenn ich als Lehrkraft eine Woche vor dem Ferien vor einer ausgedünnten Klasse stehe, dann nehme ich das so zur Kenntnis. Fertig.
Und für Polizei und Ordnungsamt, Landesschulbehördemitarbeiter, whatever freue ich mich, wenn die 3 Tage am Flughafen Hamburg, Berlin, Frankfurt…verbringen, dort Verstöße gegen die Schulpflicht feststellen. Bei der Feststellung verpasst die dreiköpfige bis sechsköpfige Familie den Flug.
Das macht man in Stichproben in mehreren Jahren hintereinander.
Ich wage zu behaupten, dass sich das Problem reduzieren würde.

uesdW
1 Jahr zuvor

Das Problem ist doch ganz einfach zu lösen.
Die Reiseveranstalter haben (gesetzliche Regelung) ihre Tarife so zu gestalten, dass diese nicht zu Ferienbeginn in die Höhe schnellen bzw. zu Ferienbeginn fallen.

Agentur für Meinungsvielfalt
1 Jahr zuvor
Antwortet  uesdW

So ein Unfug- wir sind nicht in der Planwirtschaft. Und viele reisen ohnehin über Holland etc. Es geht auch um Urlaubsslots in den Betrieben.
Nachdenken wäre gut.

uesdW
1 Jahr zuvor

Zum einen war mein Kommentar ironisch, weil mir klar ist, dass das nicht umzusetzen ist.
Allerdings ist es doch so, dass die Preise mit dem Wochende des Ferienbeginns in die Höhe schießen, weswegegen ja viele ein bis zwei Tage vor her loswollen. Da geht es bei Familien um mehrere hundert Euro.
Und nicht alle leben in einem Grenzgebiet, die einen Abflug über das Ausland möglich macht. Ich kenn genügend, die nach Österreich bzw in die Schweiz fahren, weil dann der Urlaub in der gleichen Anlage deutlich billiger wird.
Und das mit den Urlaubsslots in den Betrieben ist auch ein Thema. Die orientieren sich in den Regel an den Ferien, weil die Eltern ja in der Regel mit ihren Kindern Urlaub machen wollen. Also ist es das beste was marktwirtschaftlich passieren kann. Hohe Nachfrage, „geringes“ Angebot damit hohe Preise. Oder warum kosten die Unterküfte am Meer im August teilweise das 2-3fache als noch im Mai.
Das ist nich Planwirtschaft sondern Marktwirtschaft.

Bamse
1 Jahr zuvor
Antwortet  uesdW

Ich nenne es Abzocke auf dem Rücken der Familien mit Kindern

Against Fremdbetreuung
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bamse

Nein, es ist Marktwirtschaft, in der sich die Preise durch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage auf dem Markt bilden.

Alex
1 Jahr zuvor
Antwortet  uesdW

Noch besser: die Reiseveranstalter lehnen Buchungen mit schulpflichtigen Kindern außerhalb der Ferienzeit ab, ebenso die Bahn, die Fluggesellschaften,…

Grottenolm
1 Jahr zuvor
Antwortet  Alex

….ja eine super Idee, es wäre dann auch angemessen, dass Verwandte nur noch in den Ferien sterben und alle runden Geburtstage und Hochzeiten natürlich auch nur dann stattfinden. Und wer denkt, er könnte mit seinem Kind mal einen Citykurztrip für weiter wegliegende Arztbesuche machen, das geht dann natürlich auch nur in den Ferien…..

Egvina
1 Jahr zuvor

Jeder Arbeitnehmer hat das längst nicht. Angefangen bei den grässlichen Lehrern, die ihren kompletten Urlaub in den Ferien nehmen müssen, Arbeitnehmer in Firmen mit Betriebsferien, kleiner Firmen, in denen nicht mehr als einer Urlaub nehmen kann, …
Ich wäre dafür die Ferien ganz abzuschaffen, dann können sich Lehrer und Schüler ihren Urlaub nehmen, wann es ihnen passt. Lehrer dürfen dann natürlich jede einzelne Überstunde abfeiern und Schüler, die ihren Urlaub nicht zeitgleich mit mir nehmen, bzw. deren Eltern sind eigenverantwortlich dafür zuständig, sich durch Urlaub nicht erhaltenes Material zu beschaffen sowie versäumten Stoff zügigste nachzuholen. Rücksicht auf Urlauber kann natürlich nicht genommen werden, da der Stoff eines Schuljahres zwischen dem 1.8. und dem 31.7. des Folgejahres bearbeitet sein muss.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor

Das ist in sehr verstärktem Maß generell bei uns modernen Leibeigenen (von KuMis und Ektern) zu finden …

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor

Das mit der Eigenverantwortung von Eltern – gewagt.

Freiya
1 Jahr zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Es gibt Leute, die kreisen nur um sich und die eigenen Bedürfnisse. . Denen ist es schnurz, dass es da noch 29 andere Kinder in der Klasse gibt -solange das eigene Juwel im Zentrum jeglicher Aufmerksamkeit steht -und Millionen von Lebensentwürfen, die vom eigenen abweichen, oder dass es Kinder gibt, die nicht so können, wie als Eltern das gern wollen. So Leute gibts. Damit meine ich nicht Riesenzwerge .

Freiya
1 Jahr zuvor

Ärzte SOLLEN auch keine (unberechtigten) Atteste ausstellen, weder vor, noch nach den Ferien, und auch nicht zwischendrin, ES SEI DENN das Kind ist wirklich krank!
Aber etliche Ärzte haben offensichtlich Gefälligkeitsatteste ausgestellt (und die sind bekannt und erfreuen sich regen Zulaufs!). Zur Rede gestellt meinte ein Arzt, das müssten doch die Eltern verantworten. Tun sie aber nicht, Herr Doktor, und die Eltern haben auch nicht Medizin studiert. Da muss der Onkel Doktor dann auch mal den Ar… in der Hose haben, Eltern zu sagen, dass ihr Kind an Infaulenzia chronica oder sie selbst am Rechtsbeugungssyndrom leiden. Gibt dann Mecker, aber da muss man durch.