Lehrermangel: Ministerium will Pensionäre anschreiben, hat aber deren Personalakten nicht mehr

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HANNOVER. Am Donnerstag startet für hunderttausende Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen das neue Schuljahr. Das Problem Lehrkräftemangel bleibt weiterhin akut. Kultusministerin Hamburg legte mehrere Maßnahmen vor, mit denen gegensteuert werden soll. Dabei tritt allerdings eine unerwartete Schwierigkeit auf. Was gibt es sonst Neues? Informatik wird als Pflichtfach eingeführt – aber auch dafür fehlen Lehrkräfte. 

Wo sind bloß die Personalakten hin? Foto: Shutterstock

Auch im neuen Schuljahr in Niedersachsen zeichnet sich ein deutlicher Lehrkräftemangel ab. Von den 1753 ausgeschriebenen Lehrerstellen sind bislang etwas mehr als 1400 besetzt, wie das Kultusministerium in Hannover am Mittwoch mitteilte. Die Einstellungen gehen laut Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) noch weiter. «Wir befinden uns auf einem langen Weg. Das ist kein Sprint, das ist ein Marathon», sagte die Ministerin. Man werde in den kommenden Wochen mit Hochdruck einstellen. Vertretungsverträge sollen laut Hamburg beschleunigt abgeschlossen werden.

Eine Übersicht zum neuen Schuljahr:

Ausgeschriebene Lehrerstellen: Bei der Besetzung der Lehrerstellen zeichnet sich ein unterschiedliches Bild ab. An Förderschulen und Gymnasien sind laut Ministerium bislang jeweils 88 Prozent der ausgeschriebenen Stellen besetzt, an Haupt- und Realschulen sind es mit 74 Prozent deutlich weniger. Haupt- und Realschulen gelten bei Lehrkräften in der Regel als weniger attraktiv als Gymnasien. Trotz des Lehrkräftemangels gehe sie nicht davon aus, dass der Pflichtunterricht gefährdet sei, sagte Hamburg.

Schüler: Zu Beginn des neuen Schuljahres wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler erneut steigen. Das Kultusministerium rechnet mit 841.000 Schülerinnen und Schülern zum neuen Schuljahr. Das sind fast 30.000 mehr als im vorherigen Schuljahr (rund 812.400 Schüler). Rund 82.000 Erstklässler werden zum neuen Schuljahr eingeschult.

Seit 2019 ist die Schülerzahl insgesamt kontinuierlich gestiegen. Die Ministerin rechnet mit weiter steigenden Schülerzahlen in den kommenden Jahren. Hamburg sagte, dass die Zahl für das neue Schuljahr noch etwas schwanken könne, da Eltern ihre Kinder beispielsweise bei mehreren Schulen anmelden würden.

Quereinsteiger: Von den rund 1400 besetzten Lehrerstellen zum neuen Schuljahr sind 83 Quereinsteiger (5,8 Prozent). Ende August vergangenen Jahres lag dieser Anteil noch bei 9,5 Prozent. 2021 waren es mit 5,4 Prozent etwas weniger. Niedersachsen will den Anteil der Quereinsteiger erhöhen.

Welche Fächer besonders mehr Lehrer benötigen: Hamburg sieht zu wenig Lehrkräfte vor allem für Mathe, die Naturwissenschaften, Kunst und Musik und vereinzelt Sport. «Deutsch ist sehr gefragt. Deutsch studieren sehr viele Lehrkräfte in Kombination mit anderen Fächern wie Geschichte oder einer anderen Sprache. Mathe, Physik und Chemie weniger. Informatik ist auch ein Mangelfach.»

Neues Pflichtfach: Informatik wird an fast 1000 allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen im Jahrgang 10 zum Pflichtfach. Ein Jahr später wird Informatik auch in der 9. Klasse ein Pflichtfach. Rund 50 Schulen haben den Schritt bereits im vergangenen Jahr im Rahmen einer Erprobungsphase vollzogen. Auch für dieses Fach fehlen allerdings Lehrkräfte.

Maßnahmen gegen den Lehrkräftemangel: Eine Lösung könnten Pensionierte sein. «Wir werden die Pensionierten anschreiben», sagte Hamburg. Die Ministerin erläuterte, man habe bei Lehrkräften in Ruhestand keine Personalakten mehr. Daher müsse man schauen, wie dies organisatorisch umgesetzt werden könne.

Neben Lehrkräften will das Land vermehrt zusätzliches Personal für die Schulen gewinnen. Im Rahmen eines Sonderprogramms eingestellte Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen konnten dauerhaft entfristet werden. Damit werden knapp 100 Mitarbeiter eingestellt sowie viele Mini-Jobber und pädagogische Mitarbeiter. Hinzukommen sollen 100 zusätzliche pädagogische und therapeutische Fachkräfte. Zum Vergleich: Im Bundesland gibt es mehr als 2500 Schulen.

Einstiegsgehalt: Zu Beginn des Schuljahres 2024/25 soll das Einstiegsgehalt vieler Lehrkräfte angehoben werden. A13 bezeichnet die Besoldungsstufe, die bisher Gymnasiallehrer erhalten, nicht aber deren Kolleginnen und Kollegen an anderen Schulen.

Die Stufe A12 liegt mehrere Hundert Euro im Monat darunter. Nach früheren Angaben der Landesregierung soll dieser Schritt anteilig 69 Millionen Euro im kommenden Jahr kosten und danach bis zu 176 Millionen jährlich. Von dieser Anhebung sollen laut Ministerium knapp 35 000 Lehrkräfte profitieren. Der Haushalt für 2024 muss noch im Landtag verabschiedet werden, was allerdings als Formsache gilt. «Schon jetzt hören wir von Studierenden, die sich nun wieder nach Niedersachsen orientieren», sagte Hamburg.

Weitere Stimmen: Gewerkschaften beklagten zuletzt wiederholt den Lehrkräftemangel und forderten mehr Maßnahmen. Laut Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fehlen in Niedersachsen rund 11.000 Beschäftigte an den Schulen, darunter etwa 8.000 Lehrkräfte.

Der Personalmangel werde in diesem Schuljahr eine noch größere Herausforderung, sagte Louisa Basner vom Landesschülerrat. Zudem kritisiert der Landesschülerrat unter anderem eine zu langsam voranschreitende Digitalisierung in den Schulen.

CDU-Bildungspolitiker Christian Fühner schlug vor, unter anderem die Mehrarbeit von Lehrkräften finanziell stärker zu belohnen und sie aus der Ganztagsbetreuung in den Kernunterricht zu verlegen. News4teachers / mit Material der dpa

Pensionäre sollen den Lehrkräftemangel beheben – ein Tropfen auf dem heißen Stein

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Bayer
11 Monate zuvor

Tja,
aus den Augen aus dem Sinn – außer die LuLversorgung wird dinn [ dünn, – reim dich oder…..]
Der Mohr hatte – bisher – seine Schuldigkeit getan 🙂

„Wir werden die Pensionierten anschreiben», sagte Hamburg. Die Ministerin erläuterte, man habe bei Lehrkräften in Ruhestand keine Personalakten mehr.“ – Irgendwann gabs doch Schreiben zu runden Geburtstagen auch nach Pension ?

Und v.a., wie alltagstauglich ist diese Frau?
„Daher müsse man schauen, wie dies organisatorisch umgesetzt werden könne.“ Kleine Hilfestellung > KuK kennen sich idR untereinander…….Unsere Pensionisten sind zahlreich bei allen Festen dabei….ooooh, die Frau braucht Hilfe.

Pit2020
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

@Bayer

Ja, Hilfe tut Not:

>> …Die Einstellungen gehen laut Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) noch weiter. «Wir befinden uns auf einem langen Weg. Das ist kein Sprint, das ist ein Marathon», sagte die Ministerin. …<<

Ojeh!
Falscher Text! 🙁

SO geht RICHTIG GUTES Glorreichen-Sprech:
„Wir haben uns auf einen guten Weg gemacht und werden das genau beobachten. … Blablubb blablubb …“ 🙂

Rotstiftprofi
11 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Keine Sorge, „xy werden wir uns anschauen“ ist seit Amtsantritt eine der Standardphrasen der Julia Willie.

Pit2020
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

>>Maßnahmen gegen den Lehrkräftemangel: Eine Lösung könnten Pensionierte sein. «Wir werden die Pensionierten anschreiben», sagte Hamburg. Die Ministerin erläuterte, man habe bei Lehrkräften in Ruhestand keine Personalakten mehr. Daher müsse man schauen, wie dies organisatorisch umgesetzt werden könne. …“

Lösungsvorschlag:
Klingelmännchen spielen!
… Jaja, und gleich wieder so von dem Miesepetern: „Bäääh, das ist ja so altbacken …!“ Na meinetwegen, aber digital löst man das Problem (Sollte das nicht besser „Herausforderung“ heißen?) nicht, denn: Keine Kontaktdaten. 😉

Und wenn man dann noch fürs Klingelmännchen die langen – UUUUUPS, SORRY – die guten Wege per Fahrrad zurücklegt, wird die Aktion sogar CO²-neutral, besonders wenn man einfach mal die Luft anhält! 😉

„Ja, aber … aber wie soll man denn dann die Leute an der Haustür befragen?!“
Na, ist doch klar: So wie früher, als die Dinosaurier und die Boomer noch analog mit Zettelchen getindert haben, mit minimalem Text-Update:
„Willst du wieder für mich arbeiten? Kreuze bitte an:

  • Ja.
  • Nein.
  • Weiß nicht.“

Was wird wohl die nächste glorreiche Idee sein???
Werden dann alle Leute, die IRGENDWAS können und Ü18 sind und (vielleicht auch nur versehentlich) im 100m-Radius von Schulen „erwischt“ werden … festgeklebt??? (Das ist zwar auch volle analog, aber zeitgleich total hip … 😉

447
11 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Kleber ist sowas von ne Erfindung alter weisser cis-Männer, das ist schon wieder „vintage“. 😀

Fräulein Rottenmeier
11 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Klingelmännchen spielen geht ja nicht so gut ohne Adresse….

Bayer
11 Monate zuvor

🙂 deswegen spielt man ja Klingelmännchen ….. und sucht ….und sucht an jeder Tür….nach den 80jährigen, die total unglücklich 15 Jahre mit ihrer Pension daheim versauerten….

Pit2020
11 Monate zuvor

@Fräulein Rottenmeier

Natürlich geht das ohne Adresse, man geht einfach völlig wahllos von Tür zu Tür und beglückt ebenso wahllos mit dem analogen „Tinder-Fragebogen“.
Doch, das geht.
Wenn jeder ein potentieller Lehrer sein kann … (Lehrer: Kennt jeder, „kann“ jeder!) IRGENDJEMAND wird doch von diesem Traumjob träumen und dann kommt unverhofft dieses tolle Angebot …

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Lieber Pit2020,
waren wir die zwei einzigen, die völlig undigitale Klingelstreiche trieben, die mir ganz schön Schimpfe 🙂 aber auch – wenn erwischt – Freunde fürs Leben eingebracht haben, nach tollen Angeboten wie: Du könntest eigentlich für mich einkaufen gehen, mir beidemunddem helfen…….
Warum also nicht: Jeder Lehrer zählt – mittlerweile.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

-2 Aber ohne head-hunting-Pauschale geh ich nicht klingeln.
Ein bisschen was hab ich ja schließlich in meiner langen Lehrerzeit dazugelernt…..

Pit2020
10 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

@Bayer

Man wird alt wie ’ne Kuh und lernt immer noch dazu!

Mit dieser – ganz normalen – Kernkompetenz des Dazulernens (= “ lifelong learning“ in „Neumodisch“ 😉 ) mussten wir wohl im Bildungszirkus stranden – äh – sorry: In der Bildungsbranche landen.

Und jetzt ’ne Runde Yoga! 😉

Heide Blume
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Da die Pension überwiesen wird, wird es ja wohl Kontaktdaten und Tätigkeitsnachweise geben! Details können ja dann durch Zeugnisse nachgewiesen werden.

potschemutschka
11 Monate zuvor
Antwortet  Heide Blume

Zu den nachzuweisenden Details gehört in Brandenburg noch ein“ erweitertes polizeiliches Führungszeugnis“, wenn man als Berliner Pesionär ein paar Stunden in Brandenburg aushelfen will Das ist einer Kollegin mit 40 Jahren Berufserfahrung so passiert. Die ganze erforderliche Bürokratie hat sie dann „überzeugt“, es zu lassen. Der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Nutzen (und ihr ging es nicht ums Geld, ihr hat die Schule ihres Enkelkindes leid getan und sie wollte dort helfen).

nurmalso
11 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Für diesen Unfug braucht man nicht mal das Bundesland zu wechseln.
Habe nach der Pensionierung an meiner bisherigen Schule noch auf Vertretungs- und 450€-Stellen DaZ unterrichtet. Auch da war ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis nötig, da ich ja jetzt mit Kindern und Jugendlichen arbeite… Was war das noch, was ich bis einen Monat vorher getan hatte…

Heide Blume
10 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Oh je …

Fräulein Rottenmeier
11 Monate zuvor

Tja, dann hat sich das wohl erledigt 🙂

Lari Fari
11 Monate zuvor

So lange die Besoldungsstelle die Daten hat! Ein solches Schreiben können sie sich ohnehin in die Haare schmieren.

Dirk Meier
11 Monate zuvor

Vor 25 Jahren gab es bereits an bayrischen Realschulen und Gymnasien flächendeckenden Informatikunterricht. Es ist wirklich lächerlich, wenn Niedersachsen damit erst im Jahr 2023 beginnt und trotz Vorlaufzeit nicht genügend Lehrkräfte gewinnen/weiterbilden konnte. Von diesem Programm unter der Leitung von Frau Hamburg wird man in den kommenden Jahren vermutlich noch öfter etwas hören.

Martina Baudoin
11 Monate zuvor

Lehrermangel,Fachkräftemangel..Ich selbst komme aus NRW und dort ist es auch nicht besser. Ich hatte mich an verschiedene Ministerien gewandt, da ich mindestens 5 Grundschullehrer kenne,allerdings haben sie in Syrien studiert und leben auch dort. Man hat mich von einer Adresse zur nächsten verwiesen und es ist nichts dabei rumgekommen. Es kann also so schlimm nicht sein( Ironie off)

Jander Blasius
11 Monate zuvor

Hätte eh nichts gebracht, kein Pensionär kehrt freiwillig an die Schule zurück.

Florian Mrugalla
11 Monate zuvor

Oder wir könnten einfach den Anreiz erhöhen und das Referendariat vereinfachen

Oberkrämer
11 Monate zuvor

Ich weiß nicht, alle paar Monate lese ich von diesen glorreichen Lehrer(rück)gewinnungskampagnen, z.B. Pensionäre anzuschreiben. Haben die Pensionäre nicht mitbekommen, dass es einen Lehrermangel gibt? Bringen die direkten Anschreiben wirklich so viel mehr? Kann das mal jemand beziffern? Ohne Anschreiben arbeiten x% weiter als Pensionär; mit Anschreiben steigerte sich die Zahl auf y%?

Genauso z.B. die große Plakataktion in MV, die urlaubende Lehrer zur Rückkehr bzw. zur Einwanderung nach MV bewegen sollte. Das kostete Millionen sicherlich. War das nicht mehr als eine Werbeaktion für sich selbst nach dem Motto: Seht her, wir tun was? Auch wenn eigentlich nichts dabei herauskommt?

Das nennt man doch Symbolpolitik, richtig? Oder Aktionismus…

447
11 Monate zuvor
Antwortet  Oberkrämer

Sie machen da einen fulminanten Fehler:

Sie gehen davon aus, dass man mit objektiven, mit einfachsten Metriken messbaren Zahlen (X% waren vorher dazu bereit, nachbMaßnahme A sind es nun y%) konkrete Probleme lösen will.
Also dass das geschieht, wozu vorgesetzte Behörden da sind und ihre Macht haben.

Und genau das ist real schlicht nicht der Fall.

LehramtSusanne
11 Monate zuvor

Man sieht doch, dass die Quereinsteigenden schon nicht kommen bzw.schnell abbrechen.
maues Gehalt, Arbeitszeiten, Stress hat einen Einfluss darauf.

Pensionäre können ein paar Std. homeschooling von der Terrasse oder aus Mallorca machen. Wie wäre das?

Lehrerberuf attraktiver maschen, bessere Arbeitszeiten, keine 5-Tage Woche

Lanayah
11 Monate zuvor

Der Ansatz, dass Lehrkräfte sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und die Ganztagsbetreuung extern organisiert wird, wäre schon mal gut.

Mike M.
11 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Da bin ich anderer Meinung. Schule lebt auch davon, dass Lehrkräfte und SuS gemeinsam musizieren, Theaterspielen, rudern, dass ihre Lehrkräfte mit ihnen spielen, ihnen beim Bau von Computern helfen, sie bei Projekten unterstützen.
Das ist der Teil der Schule, der mir am meisten Spaß macht. Warum sollten wir darauf verzichten, weil unsere Kultusminister seit Jahren die Personallage ignoriert haben?

gehtsnoch
11 Monate zuvor

Die Ministerin erläuterte, man habe bei Lehrkräften in Ruhestand keine Personalakten mehr.“
Wie kommt so eine Aussage, wenn
Personalakten sind nach ihrem Abschluß von der personalaktenführenden Behörde fünf Jahre aufzubewahren. “
(Niedersächsisches Beamtengesetz)

Palim
11 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Die liegen im Keller im Aktenschrank,
da müsste ja jemand die Akten holen und in jeder eine Adresse ausfindig machen.

Mike M.
11 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Vielleicht braucht man eher Lehrkräfte über 80. In der Hoffnung, dass die schon wieder vergessen haben, wie ihr Dienstherr mit ihnen umgesprungen ist.

Heide Blume
11 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Na ja, wenn man 80-Jährige gewinnen will … ;-))

Mike M.
11 Monate zuvor

Die Lehrkräfte über 60, die ich kenne, fragen sich nur: Wann kann ich raus? Wie kann ich raus? Wie viel Pension verliere ich, wenn ich früher rausgehe.
Eine Kultusministerin, die ernsthaft glaubt, dass Lehrkräfte, die man jahrzehntelang ausgepresst, belogen und aufs Kreuz gelegt hat, jetzt noch die Restgesundheit opfern wollen, ist entweder unfassbar naiv oder nur schlecht informiert.
Ich weiß nicht, was ich schlimmer fände.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Mike M.

Gibt auch wenige andere, die noch gerne unterrichten, die sich im Lauf der Zeit mit den Avancen der Glorreichen und ihrer Regierungsfollower arrangiert haben. Diese machen oft ziemlich guten Unterricht.
Gibt aber auch ganz andere, die sich für Richtung 15ender extrem verschleißen und dann gar nicht mehr könnten…..
Ach ich vergaß – von Unterrichtsqualität ist ja keine Rede mehr, Hauptsache die Kopfzahl passt 🙂

TaMu
10 Monate zuvor

Glücklicherweise für die Steuerzahler scheinen die Adressen der Pensionäre verschollen zu sein. Sonst würden wieder Hunderttausende Euro zum Fenster hinaus geschmissen, um in Briefen die pensionierten Lehrkräfte zur Rückkehr zu bitten.
Wer von ihnen zurück in die Schule möchte, hat längst mitbekommen, dass das hoch willkommen wäre und hätte oder hat sich entsprechend gemeldet.
Alle anderen werden wohl im Ruhestand bleiben wollen, so wenig man sich das im Ministerium auch vorstellen zu können scheint.