Wegen Lehrkräftemangels: Eltern blicken mit Sorge aufs neue Schuljahr

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HANNOVER. Mathematik, Spanisch oder Informatik: An vielen Schulen fällt Unterricht aus, weil Lehrkräfte fehlen. Die neue Vorsitzende des Landeselternrates Niedersachsen fordert Lösungen vom Kultusministerium.

Keine Lehrkraft – kein Unterricht. Foto: Taken / Pixabay (P.L.)

Eltern befürchten, dass auch nach den Sommerferien die Situation an den meisten niedersächsischen Schulen angespannt bleiben wird. An allen Schulformen gebe es Unterrichtsausfall, sagte Miriam Kaschel, die neue Vorsitzende des Landeselternrates, der Deutschen Presse-Agentur. «Am stärksten betroffen sind die Ober- und Grundschulen.» Weil Lehrkräfte fehlten, könnten auch Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf mancherorts nicht mehr unterstützt werden. Betroffen seien alle Schulformen. «Wir reden also davon, wie wir den Mangel an manchen Orten erträglicher gestalten können.»

Anfang dieses Jahres hatte Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) gesagt, dass für eine Unterrichtsversorgung von 100 Prozent etwa 2000 zusätzliche Lehrkräfte notwendig seien. Der Wert lag zum Stichtag 31. August 2023 an den Gymnasien bei 99,6 Prozent und an den Förderschulen nur bei 91,6 Prozent. Neuere Zahlen zur Unterrichtsversorgung liegen nicht vor. Ausfälle durch Krankheiten oder Schwangerschaften sind in den Wert nicht eingerechnet.

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL) befürchtet, dass zahlreiche vom Land ausgeschriebene Stellen für das neue Schuljahr nicht besetzt werden können. Besonders betroffen seien erneut die ländlichen Gebiete, teilte der Verband mit. Dort hätten bisher an manchen Orten nur die Hälfte der ausgeschriebenen Stellen besetzt werden können. Mangel gebe es in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Fremdsprachen und in musischen Fächern. Ob diese Lücken durch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger gefüllt werden können, sei dahingestellt.

Das Kultusministerium in Hannover beschwichtigt: Aktuell seien 1144 von 1457 ausgeschriebenen Stellen bereits besetzt. Diese Quote entspreche den Werten der vergangenen Jahre zu diesem Zeitpunkt unmittelbar vor den Ferien. «Wir bewegen uns also im üblichen Rahmen», sagte ein Ministeriumssprecher. Die Einstellungen gehen ihm zufolge auch weiter, so dass das Ministerium von einer deutlich höheren Besetzungsquote bis zum Beginn des Schuljahres ausgeht.

Dennoch sagte die Elternratsvorsitzende Kaschel: «Wir Eltern blicken mit großer Sorge auf das neue Schuljahr.» Es gebe zunehmend Probleme an den Schulen. «Die gesamte Schülerschaft steht unter einem enormen Druck, denn die Jahre mit Corona haben Spuren hinterlassen.» Ihr machten nicht die Lernrückstände der Schülerinnen und Schüler, sondern vor allem die psychischen Belastungen vieler Kinder und Jugendlicher als Folge der Corona-Jahre große Sorgen.

Das Land müsse größere Anstrengungen unternehmen, um für Lehrkräfte Freiräume zu schaffen, sich auch um die Bindungen und das Miteinander der Schülerinnen und Schüler zu kümmern, sagte Kaschel. Viel zu häufig höre sie von Lehrerinnen und Lehrern den Satz: «Ich kann meiner Schülerschaft nicht mehr gerecht werden.» In den vergangenen Jahren seien sehr viele zusätzliche Aufgaben entstanden, etwa die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf, die Berufsorientierung und die Digitalisierung. Notwendig seien attraktiver gestaltete Arbeitsplätze und verlässliche Arbeitszeitregelungen.

Miriam Kaschel (54) lebt in Lüneburg und hat drei Töchter, von denen zwei noch schulpflichtig sind. Sie wurde Anfang Juni zur Vorsitzenden des 17. Landeselternrats Niedersachsen gewählt. Ihre Amtszeit liegt bei drei Jahren. Das Gremium vertritt die Eltern aller Schulformen. Von Christina Sticht, dpa

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Küstenfuchs
27 Tage zuvor

Die Eltern sind ja auch ein erheblicher Grund für den Lehrermangel.

Anika von Bose
26 Tage zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Was für ein Statement – „die Eltern sin ja auch ein erheblicher Grund für den Lehrermangel.“ Ja, es gibt Erziehungsberechtigte mit denen der Umgang herausfordernd ist – aber es gibt auch Lehrkräfte mit denen Familien den Umgang und das gemeinsame Miteinander und Füreinander als eine Herausforderung empfinden. Aber einer muss ja schuld sein, Hauptsache man ist es nicht selbst!

Philine
26 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Das Wort „Herausforderung“ hört man im pädagogischen Kontext (zu) häufig. In der Regel sind damit Zumutungen gemeint, die man den Betroffenen als persönlichen Ansporn verkaufen möchte, sich diesen willig auszusetzen. Zunehmend scheint es aber von potenziellen Lehramtskandidaten so empfunden zu werden, dass sie auf „herausfordernde“ Kontakte lieber verzichten und sich anderswo engagieren. Ist einfach oft angenehmer.

Anika von Bose
26 Tage zuvor
Antwortet  Philine

Zumutungen müssen wir alle hinnehmen und manchmal ist eben auch der Umgang miteinander eine Zumutung. Ich denke soziale Interaktion ist das Grundwerkzeug eines Lehrers, wenn einem das unangenehm und zu anstrengend ist, sollte man in der Tat den Job wechseln oder ihn gar nicht antreten.

Mika
25 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Wenn Sie lesen könnten, was manche Eltern so in die Emails schreiben…nur mit viel Resilienz lässt sich sowas ertragen. Oder man bringt es halt zur Anzeige. Macht das Verhältnis dann auch nicht besser. Ich wünschte mir tatsächlich, den Umgang mit manchen Eltern ablehnen zu können. Würde meinen Arbeitsalltag enorm erleichtern.

Anika von Bose
25 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Es gibt immer Eltern oder Lehrkräfte, die sich „nicht benehmen“ können. Diese Erfahrungen machen Lehrkräfte mit Eltern, aber auch Eltern mit Lehrkräften. Da jetzt einseitig und pauschal Eltern zu kritisieren finde ich unangemessen. Über negative Erfahrungen von Eltern mit Lehrkräften gibt es auch erschreckende Berichte.

Bla
25 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Ja, die gibt es. Ja, auch die gibt es. Ja, es gibt Lehrkräfte, welche durchaus „fehl am Platz“ sind. Darum geht es doch bei der Aussage gar nicht?
Das ist halt ein Strohmann …
Es geht darum:
„Die Eltern sind ja auch ein erheblicher Grund für den Lehrermangel.“
Für einige Leute ist das eben einer von vielen möglichen gründen, warum der/die ein oder andere den Job ausschließen. Schwierige Elternkontakte und der Umgang dessen.
Was natürlich auch für mich zu kritisieren ist und wo Sie meiner Meinung nach absolut recht haben: Das trifft nicht auf alle Eltern zu. Meiner Erfahrung nach – zum Glück – sogar auf einen eher kleineren Teil der Elternschaft. Dieser ist jedoch laut und „man“ wird auch diesen als Lehrkraft „begegnen“.

Mika
25 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Zweifellos trifft jeder Lehrer während seines Arbeitslebens mehrfach auf diese speziellen Elternexemplare. Und wenn jemand sich nicht von diesen anpampen lassen will (das Wort ist bewusst gewählt), wird er eben nicht unbedingt Lehrer oder wechselt z.B. nach Bedrohungen oder Beleidigungen ggf. den Beruf, weil man sich sowas nicht geben muss.

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Mika

So isses. Sehe ich auch so.

Ich_bin_neu_hier
26 Tage zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

„Die Eltern sind ja auch ein erheblicher Grund für den Lehrermangel.“ – Aber doch bei weitem nicht alle Eltern! – Ich würde da durchaus differenzieren wollen, so wie ich andererseits auch von Eltern erwarte, nicht alle Lehrkräfte über einen Kamm zu scheren, bloß weil es irgendwo in Deutschland einen Kollegen bzw. eine Kollegin gibt, der/die…

Katinka
26 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Ja, nur leider hebt es das Stresslevel schon erheblich, wenn auch nur 5-10 % der Eltern „herausfordernd“ sind. Mir hat mal eine einzige Mutter ein halbes Schuljahr „versaut“…

Marielle
25 Tage zuvor
Antwortet  Katinka

Auch Lehrer haben Potential, einem das Schuljahr zu versauen.
Eltern können ein Grund für den Lehrermangel sein – für die, die aussteigen.
Lehrer oder Kollegen in spe können aber sehr wohl auch ein Grund für den Lehrermangel sein.
Man entscheidet sich ja auch wegen des Umfeldes für einen Beruf. Und 40 Jahre mit einem bestimmten Menschenschlag aushalten ohne Alternative ist nunmal ein Brett.

Mika
25 Tage zuvor
Antwortet  Marielle

Ja, sieht man auch in den Krankenhäusern, Banken, Polizeistationen, Großraumbüros: einfach überall, wo Menschen im Rahmen der Arbeit aufeinandertreffen.

Bla
25 Tage zuvor
Antwortet  Marielle

Das ist richtig. Hat mit dem Ausgangpost allerdings nur noch erweitert/begrenzt zu tun.
Das ist ein weitere Kritikpunkt.

Ich_bin_neu_hier
25 Tage zuvor
Antwortet  Katinka

@Katinka: „Mir hat mal eine einzige Mutter ein halbes Schuljahr „versaut“…“ – Ja, so was kenne und sehe ich genauso.

Allerdings möchte ich mit den verbleibenden ca 95% der Eltern ebenso auskommen, wie diese mit mir auskommen möchten, weil ich ja weiß (und die Eltern wissen es übrigens auch, von anderen Eltern), dass das ohne Weiteres möglich ist.

Da gehe ich dann, ehrlich gesagt, auch gerne in ‚Vorleistung‘ – und verzichte auf pauschalisierende Aussagen und Vorverurteilungen, aus schnödem Eigennutz und, na ja, schlicht aus Gründen der
Höflichkeit.

Bei den anderen 5%: Eisern höflich und in der Sache gehärteter Panzerstahl.

Hysterican
27 Tage zuvor

Wer wundert sich allen Ernstes noch über iregndwelche verstörende Nachrichten aus dem Schulsystem??

Reality-Check—-Fail-recogniced!!

Ach, fickt euch doch!!

konfutse
26 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Sehr treffend ausgedrückt!

Schotti
27 Tage zuvor

Wie viele von diesen 1144 besetzen Stellen sind denn mit ausgebildeten Lehrern besetzt worden? Ohne diese Angabe ist die Aussage des Kultusministeriums doch wertlos.

Lena Hauenstein
26 Tage zuvor
Antwortet  Schotti

Ich verstehe die Zahlen nicht, man versucht 2000, schreibt 1500 aus und kriegt 1150 und das findet man dann gut?

Hans Malz
26 Tage zuvor

„In den vergangenen Jahren seien sehr viele zusätzliche Aufgaben entstanden, etwa die Inklusion von Schülern mit Förderbedarf, die Berufsorientierung und die Digitalisierung.“

… und noch viel mehr! Aber da hat das Land ja schon ausreichend Personal eingestellt und für Stundenentlastung gesorgt. Oder etwa nicht? Ach, alles oben drauf? Na gut, kein Wunder das keiner kommt. Liebe Eltern, zieht euch warm an. Vielleicht einfach noch ein paar Forderungen oben drauf?

Anika von Bose
26 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Lieber Herr Malz,
wenn Sie oder die „Katze“ die Ausführungen der Vorsitzenden des LER richtig gelesen hätten, stellt Frau Kaschel u. a. die Forderung nach besseren Rahmenbedingungen, sie sagte: …“ Notwendig seien attraktiver gestaltete Arbeitsplätze und verlässliche Arbeitszeitregelungen.“ Diese Forderung hätte auch von jeder Lehrergewerkschaft kommen können. Das bedeutet doch, dass die Erziehungsberechtigten die Forderungen der Lehrkräfte im Kern unterstützen. Also Ihren und der „Katze“ offensichtlichen Unmut über Frau Kaschel`s Ausführungen kann ich nicht nachvollziehen. Wenn sich die Rahmenbedingungen an unseren Schulen und Kitas für die Bildungsgemeinschaften nachhaltig verbessern sollen, müssen alle an einem Strang ziehen.

Hans Malz
26 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Ich bin gar nicht generell gegen die Ausführungen von Frau Kaschel, da haben Sie mich missverstanden. Die Probleme, die sie beschreibt sehe ich zum Teil genauso. Aber ich habe berechtigte Zweifel, dass es jemanden im zuständigen Ministerium interessiert. Die hauen jetzt wieder iregendeinen kostengünstigen Mist als Beruhigungspille raus und verkaufen dass den Eltern als Top-Lösung. Ausbaden müssen wir das wieder, kommen ja (zu recht) viel zu wenige nach.

Seit 20 Jahren erlebe ich, dass wir immer mehr Aufgaben (wie die genannten) bekommen, aber kaum Ressourcen zur Bewältigung. Deshalb bin ich ein bisschen desillusioniert.

Der letzte Satz bezog sich auch nicht direkt auf Frau Kaschel, aber ich kenne ja noch einige andere Eltern, die so ihre Vorstellungen haben, was Schule leisten soll. Nein, nicht alle, wahrscheinlich noch nicht mal die meisten, aber sehr viele. Man wundert sich da manchmal.

Anika von Bose
26 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Das Problem ist dass dem Ministerium die Verbindung zur Realität an unseren Schulen fehlt. Zu oft klingen Erlasse und Verordnungen gut, haben aber nicht die notwendigen Rahmenbedingungen vor Ort diese tatsächlich auch umzusetzen. Und ausbaden müssen das nicht nur die Lehrkräfte, sondern die gesamte Schulgemeinschaft, die aus Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, pädagogischem Personal (sofern vorhanden) und auch Erziehungsberechtigte besteht. Und Eltern und Lehrkräfte die komische Vorstellungen und Ansprüche haben gibt es immer – eben auf beiden Seiten. Da haben die Eltern kein Alleinstellungsmerkmal…

Hans Malz
25 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Sehr richtig, aber im Artikel ging es um Eltern. Ich hoffe aber für alle Eltern, dass diese sich nicht von den Scheinmaßnahmen und Nebelkerzen aus der Politik blenden lassen, sondern dranbleiben!

Meine Möglichkeiten als Beamter sind leider begrenzt. Bei richtig ernsthaften Protesten habe ich die Eltern meiner Schüler aber immer inoffiziell unterstüzt und Hilfestellung gegeben.

Anika von Bose
25 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Es ging um Eltern die, wegen des Lehrkräftemangels, mit Sorge auf das nächste Schuljahr blicken (das sollte alle in diesem Forum eigentlich einen) – wo das jetzt Raum und Anlass gibt für die vielen pauschalen Vorverurteilungen von Eltern in vielen Beiträgen auf diesen Bericht ist mir ein Rätsel.

Elternvertreter sind oftmals eine große Stütze für die Schulen, weil sie, ohne Rücksicht auf den Dienstherrn, Mängel öffentlich machen und dafür Sorge tragen, dass Abhilfe geschaffen wird. Ich war jahrelang SER Vorsitzende in der Schule meiner Kinder und habe mich für die Interessen der Schulgemeinschaft mit Schulbehörden auseinandergesetzt – häufig auf Nachfrage der Schulleitung. Deswegen ärgere ich mich maßlos über die pauschalen Aussagen in diesem Forum.

Hans Malz
24 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Kann schon sein, aber die Kritik kam nicht von mir. Also bitte differenzieren und mit den richtigen Leuten diskutieren.

Anika von Bose
24 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ich hatte Ihren ersten Beitrag ja missverstanden, deswegen habe ich Ihnen geantwortet – immer auf sachlicher Ebene. Unser Austausch in diesem Forum hat sich ja entwickelt – insofern kann ich nicht erkennen, dass ich in meinen Ausführungen Ihnen gegenüber undifferenziert geäußert habe. Wir schauen aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Aussagen in diesem Bericht und ein Austausch kann helfen ein Verständnis füreinander zu entwickeln. Ich wollte Ihnen „nicht auf die Füße treten“.

Manfred
23 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Das ist leider typisch für das Forum hier.
Eltern sind die Teufel unter den Akteuren in der Schule.
Sie kümmern sich nicht, vernachlässigen ihren Erziehubgsauftrag, kommen nicht zu Elternabenden oder – noch schlimmer – kommen zu Elterngesprächen und vergeuden der Lehrer Zeit oder sind besorgt.
Wie soll man da in Ruhe arbeiten können als hochqualifizierte Lehrkraft….

Hans Malz
23 Tage zuvor
Antwortet  Manfred

Differenzierung ist ihre Sache ja nicht unbedingt.

Anika von Bose
18 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ich habe auch differenziert, wenn Sie meine Beiträge richtig gelesen hätten….“… wo das jetzt Raum und Anlass gibt für die vielen pauschalen Vorverurteilungen von Eltern in vielen Beiträgen auf diesen Bericht ist mir ein Rätsel.“ Ich habe also nicht Sie speziell angesprochen, sondern mich auf die Tonalität der meisten Beiträge in diesem Forum bezogen..

Katze
26 Tage zuvor

«Wir reden also davon, wie wir den Mangel an manchen Orten erträglicher gestalten können.»
Redet auch mal davon, wie es den noch „aushaltenden“ Bestandslehrkräften an allen Orten (Schularten) mit ihren alltäglichen Herausforderungen erträglich gemacht werden kann.
Vorstellungen und Ansprüche von verhaltensoriginellen Helikoptereltern sind ein wesentlicher Grund für die Flucht von LuL aus dem (Un)Bildungssystem.
Ansonsten bin ich als kotzende Katze ganz bei @Hysterican „Ach, f…. …. doch!!

RainerZufall
26 Tage zuvor

Ist klar! Die nächsten Landtagswahlen werden wieder zeigen, wie sehr sich die Erwachsenen um Kinder scheren -___-

Anika von Bose
25 Tage zuvor
Antwortet  RainerZufall

Bildung ist vor den Wahlen immer wichtig, dass Problem ist dass das nach den Wahlen nicht mehr so ist! Selbst wenn nach der Wahl zwei Parteien koalieren deren Wahlprogramme beim Thema Bildung viele Überschneidungen aufweisen, bewegt sich nach der Wahl zu wenig. Begründet wird das gerne mit den zu knappen Finanzmitteln. Wahnsinn! Und das wo wir doch wissen, dass Bildung ein so wichtiger Einflussfaktor ist. Bildungsmangel verursacht die Entstehung extremistischer Einstellungen, den bestehenden Fachkräftemangel und hohe soziale Transferleistungen…Ich verstehe es nicht!

RainerZufall
24 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Für Bildungsversagen wird zudem auch (selten) abgestraft. Die FDP wurde für deren Bildubgspolitik in NRW während Corona abgestraft (?), in Waschlappen-Württemberg warben die Grünen stark für Bildung, gaben (zunächst) das Ministerium direkt an die CDU und bekleckerten sich später nicht mit Ruhm.

Am Ende werden Sie bei wahlen wegen Gendern, Baerbock oder der Ampel abgestraft – zum Geier mit den Kindern!
Dementsprechend wird sich die Opposition nicht mit einem Bildungsprogramm herumschlagen…

Peace
26 Tage zuvor

Sehe ich ebenfalls wie Hysterican. Man könnte k…… Das ganze kann man nicht mehr als Bildungssystem bezeichnen, sondern eher als Bildungsnotstand. Der Lehrermangel wird in den nächsten Jahren riesige Löcher ins System schlagen. Und es ist nicht nur der Lehrermangel, der das System zum Einsturz bringen wird, sondern 16 Pfeifen, die nichts können, schlechte Arbeitsbedingungen, Leistungen, die nicht mehr gefordert werden und wenig Bereitschaft zum Lernen und sich mal anstrengen müssen. Da hilft nur noch: Bitte einmal gegen die Betonwand und dann auf Neustart drücken.

447
26 Tage zuvor
Antwortet  Peace

Darum sag ich ja immer wieder:
Um die Bildung zu retten (reset) muss das jetztige Unbildungssystem möglichst heiss laufen lassen.

Ist auch besser für die Gesundheit.

Samson
25 Tage zuvor

Wieso lässt man die Lehrkräfte nicht alle unterrichten und für die Schulleitung stellt man Verwaltungsfachkräfte ein. Das ist vermutlich billiger und professioneller.
Warum ein Lehrer eine Schule leiten können soll ist mir eh schleierhaft. Hat in meiner Schulhistorie (als Schüler und Elternteil) noch nie funktioniert: leider alle ungeeignet.

Egvina
25 Tage zuvor
Antwortet  Samson

Ein komplett Schulfremder> Verwaltungsfachkraft kann keine Schule leiten, weil ihm das nötige Wissen in ganz vielen Bereichen fehlt. Aber vielleicht würde es Sinn machen, dass eine Schulleitung immer aus einem Lehrer und einem Verwaltungsfachwirt (gibt’s diese Berufsbezeichnung?) für Schulverwaltung bestehen müsste. Und diese Verwaltungsmenschen müssten eben auch eine entsprechende Aus-/ Weiterbildung speziell auf den Bereich Schule machen.

Annemaus
25 Tage zuvor

Ich finde es schade, dass durch den Lehrermangel viele Dinge, die im Jahr 2024 und in Zukunft wichtig werden könnten, nicht gelehrt werden können.

Es verlassen immer noch viele Schüler die Schule, ohne das 10-Finger-System zu beherrschen, geschweige denn programmieren zu können.

Die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung Asiens wird immer größer. Da wäre es einer ernsthaften Überlegung wert, eine asiatische Sprache als verpflichtende zweite Fremdsprache neben Englisch einzuführen.

Die oben genannten Punkte beziehen sich auf alle Schularten von Hauptschule bis Gymnasium.

Hans Malz
24 Tage zuvor
Antwortet  Annemaus

Die können doch alle das „ein Daumen System“. Muss reichen.
Und bei den Sprachen fangen wir doch erstmal bei Deutsch an. Da müssen die ganzen Lehrer für Japanisch oder Chinesisch, die in Lauerstellung sind, leider noch etwas warten.

Zur Programmierung: Ich habe es gewagt in Klasse 6 Struktogramme aufstellen zu lassen … „Das hat doch gar nichts mit Informatik zu tun“ „Wir arbeiten gar nicht am Computer, wie langweilig ist das denn“ „Ich dachte, wir Programmieren Spiele am Computer“ – Man kann sich das nicht ausdenken.

Das wird nix…

Mitlesende Mutti
24 Tage zuvor

Hallo,

ich beobachte an der Schule (Gymnasium , ländlicher Raum) unserer beiden Kinder einen sich zuspitzenden Unterrichtsausfall. Das, was noch stattfindet ist „Betreuung“.

Mich ärgert es maßlos, dass
– geplant fehlende Lehrkräfte keine Aufgaben verteilen bzw. als Wochenplan einstellen
– die eigenen Lehrer (Bio), nicht unterrichten, wenn sie als Vertretung einspringen oder zumindest Stillarbeit (lest euch mal ins nächste Thema ein, recherchiert xy) unterrichtsnahe Beschäftigung machen (gestaltet ein Plakat zum Inhalt der letzten Stunde) oder zur Not einen passenden Film gucken
– die Kinder sich langweilen

Verlange ich zu viel?
Woran liegt es?

Wenn ich dieses Verhalten zu Recht moniere, wo kann ich konstruktiv Feedback geben, ohne Angst zu haben, dass es auf die Kinder zurück fällt?