Lehrer fast totgeschlagen – aus Rache? Staatsanwalt klagt Ex-Schüler an

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ULM. Mit einem Gegenstand – einem Baseballschläger ähnlich – soll ein Mann seinen ehemaligen Lehrer verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet Rache als Motiv.

Ein Gericht hat zu entscheiden. Foto: Shutterstock

Nach dem Angriff auf einen Lehrer in Ulm hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen ehemaligen Schüler erhoben. Sie wirft dem 23-Jährigen einer Mitteilung zufolge versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor.

Sie geht demnach davon aus, dass der Mann aus Rache gehandelt haben soll – für ein dem Lehrer zur Last gelegtes übergriffiges Verhalten gegenüber anderen, ehemaligen wie aktuellen, Schülern. Zu diesen Vorwürfen liefen demnach gesonderte Ermittlungen, die noch nicht abgeschlossen sind, hieß es. Genauere Angaben machte die Staatanwaltschaft nicht. Laut Medienberichten geht es um den Vorwurf, sexuell übergriffig geworden zu sein.

Der ehemalige Schüler soll dem Lehrer laut Staatsanwaltschaft Ende Februar vor der Schule aufgelauert und mit einem Baseballschläger-ähnlichen Gegenstand massiv auf den Kopf geschlagen haben. Dabei soll er in Kauf genommen haben, dass der Mann an den Verletzungen sterben könnte.

Der Lehrer ging demnach bewusstlos mit einer lebensgefährlichen Kopfverletzung zu Boden. Er überlebte dank schneller notärztlicher Versorgung, leidet aber laut Staatsanwaltschaft immer noch unter den Folgen der Tat. Der Mitteilung zufolge bestreitet der 23-Jährige die Vorwürfe. Er ist in Untersuchungshaft. News4teachers / mit Material der dpa

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2 Kommentare
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Realist
9 Tage zuvor

Schlimme Sache. Zumindest ist mit 23 Jahren „Jugend“strafrecht nicht mehr möglich. Also wahrscheinlich nichts mit „Sozialstunden“…

Franconian
9 Tage zuvor

Wann kommt denn jetzt die Erschwerniszulage?