Start Leben Bildungsverlierer, sozial verunsichert, empfänglich für Radikalisierung: Junge Männer werden zur Problemgruppe

Bildungsverlierer, sozial verunsichert, empfänglich für Radikalisierung: Junge Männer werden zur Problemgruppe

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BERLIN. Die aktuelle Debatte über sexualisierte Gewalt gegen Frauen (ausgehend vom Fall der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes) rückt zugleich eine unbequeme Frage in den Fokus: Warum geraten so viele junge Männer in eine Schieflage? Die zeigt sich in schulischen Problemen, in sozialer Verunsicherung und politischer Radikalisierung – in einem Ausmaß, das mittlerweile über Einzelfälle weit hinausgeht und eng mit Schule und Erziehung verbunden zu sein scheint. Drei Stimmen aus Forschung, Psychiatrie und Politik versuchen eine Einordnung.

Lost in Digitalization. (Symbolbild.) Illustration: News4teachers

Jungen und junge Männer geraten in zentralen Bildungs- und Lebensbereichen zunehmend ins Hintertreffen. Besonders sichtbar wird das im sogenannten Gender Education Gap: Jungen haben im Durchschnitt schlechtere Noten, erreichen seltener höhere Abschlüsse und brechen häufiger die Schule ab. Auch darüber hinaus verdichten sich die Hinweise auf strukturelle Probleme. Bei Jungen wird häufiger ADHS diagnostiziert, junge Männer haben größere Schwierigkeiten beim Übergang in den Beruf und begehen deutlich häufiger Suizid als junge Frauen.

Diese Entwicklungen werden in der öffentlichen Debatte unterschiedlich interpretiert und zunehmend politisch aufgeladen. Vor allem rechtspopulistische Akteure deuten die Befunde zu einer ideologischen Erzählung um, in der von „Entmännlichung“ oder „woker Indoktrination“ die Rede ist. So beklagte die AfD in einem Antrag im Bundestag eine angebliche „Feminisierung“ des Bildungssystems und machte diese für schulische Probleme von Jungen verantwortlich.

Ähnliche Deutungen kursieren in sozialen Netzwerken und rechtspopulistischen Medien – und treffen damit offenbar den Nerv einer verunsicherten Generation junger Männer. Die orientiert sich dann auch in wachsendem Maße politisch nach Rechtsaußen (was zuletzt auch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu beobachten war), während junge Frauen zunehmend nach links tendieren.

Was ist da los? Drei Perspektiven zum Thema.

„Sie scheitern häufiger im Bildungssystem, sie fühlen sich sozial und emotional unterlegen. Und dann beginnen sie, alternative Erklärungen zu suchen“

„Ich habe in meinem Umfeld gesehen, wie junge Männer beginnen, sich in sehr merkwürdige Richtungen zu entwickeln. Da tauchen plötzlich Begriffe, Denkweisen, ganze Weltbilder auf, die man aus der sogenannten Manosphere kennt (einem frauenfeindlichen Netzwerk, d. Red.). Und ich hatte das Gefühl: Wenn wir da nichts machen, wird es schwierig“, sagt der Zukunftsforscher Tristan Horx in einem Interview mit der Zeit. Horx arbeitet gerade an einem Buch zum Thema.

Wo ist aus seiner Sicht das Problem? „Ich glaube, die zentrale Formel ist: Ihnen wird permanent gesagt, sie seien privilegiert – aber die Gen Z und die Generation Alpha, also alle, die seit 1995 geboren wurden, erleben dieses Privileg nicht. Im Gegenteil: Sie scheitern häufiger im Bildungssystem, sie fühlen sich sozial und emotional unterlegen. Und dann beginnen sie, alternative Erklärungen zu suchen. Das ist der Moment, in dem Verschwörungserzählungen oder rechte Ideologien andocken.“

Diese Diskrepanz verstärke sich durch schulische Entwicklungen und gesellschaftliche Verschiebungen. „Schon bei den Abiturientenquoten gibt es mehr Mädchen als Jungen. Und ich habe mir bei der Arbeit an meinem Buch auch die heutige Generation der Berufseinsteiger in westlichen Industrienationen genau angeschaut: Da hat sich die Lage finanziell inzwischen zugunsten der Frauen verändert. Was natürlich mit dem höheren Schulabschluss zusammenhängt.“ Für viele Jungen entstehe daraus ein Gefühl von Verlust, das sie selbst nicht historisch einordnen könnten.

Horx sieht darin auch ein pädagogisches Versäumnis. „Das folgt einer einfachen Logik: Wenn mir erzählt wird, ich hätte früher mehr Macht gehabt und jetzt gehe es mir schlechter, dann erscheint es rational, zu diesem Zustand zurückzukehren. Dass dieser Zustand für alle – auch für Männer – schädlich war, wissen sie nicht. Es wurde ihnen nie vermittelt.“ Schule und Erziehung hätten diese Zusammenhänge nicht ausreichend erklärt.

Gleichzeitig fehle es an konkreten Bezugspersonen im Alltag der Jungen. „Die Jungen brauchen Trainer, Lehrer, ältere Jungs, zu denen sie aufschauen können. Die aber keine performative Männlichkeit vor sich hertragen.“ Die aktuelle Debatte erschwere diese Suche zusätzlich. „Es ginge eher darum, Männer nicht immer direkt oder indirekt zum Problem zu erklären oder sie zu ignorieren. Sie brauchen schon eine Ansprache. Und die Botschaft, dass typische Männlichkeit nicht sofort stigmatisiert, ja pathologisiert wird.“

„Viele Jugendliche wissen nicht, wie ein angemessenes Verhalten und damit auch eine angemessene Sexualität in ihrem Alter aussehen könnte. Woher auch? Pornografie hat längst in die Kinderzimmer Einzug gehalten“

Der Kinder- und Jugendpsychiater Oliver Dierssen beschreibt in einem Interview mit dem Spiegel die Folgen dieser Entwicklungen aus der Perspektive seiner Praxis – und rückt dabei insbesondere das Thema Gewalt in den Mittelpunkt. „Wir sehen in unserer Praxis regelmäßig Mädchen, die bei guter psychischer Gesundheit waren und plötzlich Symptome wie Ängste, Schlafstörungen, Depressionen entwickeln. Dahinter steckt häufig ein Vorfall aus dem Bereich der sexualisierten Gewalt – und manchmal ist die Täterperson kein Onkel, kein Lehrer und erst recht nicht der Fremde hinter dem Busch. Sondern es sind andere Jugendliche, die übergriffig geworden sind. Die Bereitschaft, Täter zu werden, entsteht sehr früh.“

Und er benennt auch das Geschlechterverhältnis klar: „Bei sexuell konnotierten Übergriffigkeiten unter Jugendlichen sind in aller Regel die Mädchen die Leidtragenden und Jungen die Handelnden, das muss man leider so sagen.“

Die Ursachen sieht Dierssen unter anderem in fehlender Orientierung und unzureichender Bildung im sozialen Bereich. „Viele Jugendliche wissen nicht, wie ein angemessenes Verhalten und damit auch eine angemessene Sexualität in ihrem Alter aussehen könnte. Woher auch? Pornografie hat längst in die Kinderzimmer Einzug gehalten, und ich sehe die Folgen in meiner Praxis. Ich bin seit 2010 als Kinder- und Jugendpsychiater tätig und würde sagen: In diesem Zeitraum beobachten wir mehr Übergriffe durch Gleichaltrige.“

Die Rolle digitaler Medien beschreibt er als strukturell prägend. „Keine Mutter und kein Vater würde einer wildfremden Person erlauben, sich vier, fünf Stunden zum eigenen Kind zu setzen und ihm die Welt zu erklären. Doch genau das passiert über Social Media. In dieser Zange werden Eltern zerrieben und Kinder geschädigt.“ Gleichzeitig fehlten Gegenbilder. „Leider oft diese: Du bist ein richtiger Mann, wenn du dominierst. Eltern müssen hier gegensteuern.“

Doch das passiere allzu häufig nicht. Neben diesem Einfluss digitaler Inhalte beschreibt Dierssen ein zweites, davon unabhängiges Problem: Unsicherheiten und Fehlentwicklungen in der Erziehung selbst. Diese beträfen nicht nur Wertevermittlung, sondern auch den Umgang mit Regeln und Grenzen im Alltag.

Auch im schulischen Alltag zeigen sich laut Dierssen Konsequenzen dieser veränderten Erziehungsmuster. „Ich höre von Kindern und Jugendlichen, die auch in der Schule ihre eigenen Bedürfnisse an erste Stelle setzen. Wenn die Lehrkraft sagt, wir gehen jetzt in die Turnhalle und machen Sport, sagen sie: Ich habe keine Lust, es ist mein Körper und Nein heißt Nein. So funktioniert das nicht. Das ist falsch verstandene Bedürfnisorientierung.“ Schule gerate dadurch in ein Spannungsfeld zwischen individuellen Ansprüchen und kollektiven Regeln.

Im Ergebnis steht eine tiefgehende Verunsicherung vieler Jungen – und ein lockender vermeintlicher Ausweg: digitale Games. „Die Jüngeren, so bis etwa 14 Jahre alt, sind oft völlig absorbiert von elektronischen Medien. Die verbinden sich darüber, wer gerade was spielt, auf eine Art, dass mir schon fast das Wort ‚gleichgeschaltet‘ in den Kopf schießt. Sie spüren kaum noch, was sie selbst wollen, brauchen, fühlen. Sie stehen unter enormem Druck, suchen händeringend nach einer Identität und sind dabei überfordert.“

Später setze sich diese Entwicklung fort. „Wenn sie dann 16, 17 Jahre alt sind, sagen sie: Mädchen sind ganz hübsch, aber was soll ich mit einer Freundin? Soll ich mich stundenlang mit deren Bedürfnissen beschäftigen? Da gehen sie lieber ins Gym und arbeiten an ihrem Körper oder scrollen durch ihre Timelines.“

„Ich glaube, es ist an der Zeit, mal zu fragen, wie geht es eigentlich den Männern, welche Vorbilder haben die Jungen“

Auch Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU), die der Zeit ein Interview zum Thema gegeben hat, sieht das Problem – beginnend im Bildungssystem. „Wir haben uns auf Mädchen fokussiert, das sollten wir auch weiter tun, aber wir müssen eben zugleich auf die Jungs gucken. Der beklagte Leistungsrückgang ist auch auf schlechtere Leistungen von Jungs zurückzuführen. Mädchen sind oft anpassungsfähiger. Mädchen sind in nahezu allen Bereichen des Bildungssystems erfolgreicher.“ Darin steckt für sie mehr als ein statistischer Befund. Es geht um eine Generation von Jungen, die die Erfahrung macht, im Schulalltag häufiger zu scheitern und zugleich in den großen gesellschaftlichen Debatten kaum als eigene Gruppe vorzukommen.

Prien verbindet das mit einer grundsätzlichen Kritik an der politischen Wahrnehmung. Dass politische Entscheider in den letzten Jahrzehnten Jungs und Männer zu sehr aus dem Blick verloren haben, nennt sie als Teil des Problems. Sie weist ausdrücklich zurück, daraus einen Angriff auf den Feminismus zu machen. „Die teile ich ausdrücklich nicht. Ich glaube aber, der Feminismus hat Nebenwirkungen. Es entsteht der Eindruck, Männer würden nur noch wie defizitäre Frauen behandelt, die ohne Widerrede das volle feministische Programm vertreten sollen. Ich glaube, es ist an der Zeit, mal zu fragen, wie geht es eigentlich den Männern, welche Vorbilder haben die Jungen, und wie können wir dafür Sorge tragen, dass sie sich in der Gleichstellungsdebatte gesehen und auch gerecht behandelt fühlen.“

Die Gegenmaßnahmen, die Prien daraus ableitet, zielen vor allem auf Schule, Kita und Berufsbilder. „Aber wie können auch Jungs ihre Talente in der Kita, in der Schule besser entfalten? Sie brauchen mehr männliche Vorbilder. Wir werben zwar sehr stark für Mädchen und Frauen in klassischen Männerberufen, in den MINT-Fächern, doch wir werben relativ wenig für Jungs in den sozialen Berufen, Erziehungsberufen und Pflegeberufen.“ Gefordert seien auch die Väter. „Wo sind die männlichen Vorbilder, die zeigen, dass sie partnerschaftlich leben, und das auch selbst als Mehrwert empfinden?“

Zugleich beschreibt Prien, was auf dem Spiel steht, wenn es nicht gelingt, junge Männer zu erreichen. „Wir steuern inzwischen auf einen Political Gender-Gap zu: Männer entwickeln sich eher konservativ oder reaktionär, Frauen eher liberal oder progressiv. Das führt auch dazu, dass Männer und Frauen immer schwerer zusammenfinden.“ Wenn Jungen sich im Bildungssystem als Verlierer erleben und in gesellschaftlichen Debatten nur noch als Problem vorkommen, dann, so legt Prien nahe, wächst die Gefahr, dass sie sich aus gemeinsamen Räumen zurückziehen und sich politischen oder kulturellen Gegenwelten zuwenden.

Vereinfachungen, das betont die Bundesbildungsministerin allerdings auch, führen in die falsche Richtung: „Ich möchte wirklich davor warnen zu sagen: Alle Männer sind so. Denn es ist erstens falsch, und zweitens halte ich das für extrem kontraproduktiv. Man muss benennen, welche Strukturen zu solchen Missständen führen. Trotzdem muss man sich dringend davor hüten, alle Männer in einen Topf zu werfen. Das führt nämlich dazu, dass viele junge Männer sich von der Debatte abgehängt fühlen – und sich nur noch in ihrer eigenen Welt bewegen.“ News4teachers 

Bildungsfern, frauenfeindlich, rechtsextrem: Wie die AfD es schafft, junge Männer für sich zu mobilisieren

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Susanne M.
19 Tage zuvor

Dazu passt als Ergänzung vielleicht dieser Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt ” Bei Jungs ist alles auffälliger” – auch darüber, wie eine gute männliche Kindheit gelingen kann:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/kinder-und-jugendliche-bei-jungen-ist-alles-auffaelliger-56517efc-4c25-45d5-89e0-ab7a05eac796

Schademarmelade
19 Tage zuvor

Wer hätte es gedacht.
Nachdem Männer seit Jahrzehnten von Frauen erzogen, sozialisiert und geformt werden haben einige die Nase davon voll permanent zu hören sie seien das Problem.
Dumme Sprüche wie: “Es sind immer die Männer”,
“Smash the patriarchy” etc. sorgen für vollkommene fatigue. Populismus in welche Richtung auch immer sorgt nur für Spaltung. Und diese Spaltung ist offensichtlich gewollt.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Schademarmelade

Wow, paradigmatische Täter – Opfer Umkehrung: Frauen sind also die Ursache für sexualisierte Gewalt von Männern, weil die wurden ja schließlich von ihnen sozialisiert.

Schademarmelade
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Vielen Dank für ihren Beitrag. Nichts verstanden aber dafür laut gebrüllt. Nicht gut. Aber laut. Es ging zu keinem Zeitpunkt um sexualisierte Gewalt. Aber ich verstehe das vielen Menschen das lesen und VERSTEHEN von Texten sehr schwer fällt. Erläutern sie mir kurz wo ich mich auf sexualisierte Gewalt berief? Menschen wie ihnen ist leider nicht zu helfen. Sie haben ihre eigene ideologisch verblendeten Sicht der Dinge und projizieren ihre eigenen Probleme auf ALLE Menschen um sie herum und auf alle Belange des Lebens.
Ich bemittleide sie wirklich für ihr traurige Sicht der Dinge.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Schademarmelade

“Die aktuelle Debatte über sexualisierte Gewalt gegen Frauen (ausgehend vom Fall der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes) rückt zugleich eine unbequeme Frage in den Fokus: Warum geraten so viele junge Männer in eine Schieflage?”

Steht direkt in der Einleitung. Sie dürfen gern Ihren letzten Beitrag korrigieren oder zumindest ergänzen, vielen Dank.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

ausgehend vom Fall der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes

Gibt denn schon Beweise, welches Geschlecht die Person hat, die diese Strafaten begangnen hat?

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ihnen scheint entgangen zu sein, dass dies leider k e i n Einzelfall ist.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Sie müssen die Farge nicht beantworten, wenn Sie nicht möchten.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

In der Tat muss ich nur atmen, danke für den Hinweis. Da der Fall Collien kein Einzelfall ist, ist für mich unerheblich, welches Geschlecht der oder die Täter*in haben.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

” unerheblich, welches Geschlecht der oder die Täter*in haben.

Aber was hat das dann Ihrer Meinung mit dem Thema des obigen Artikels zu tun?

Junge Männer werden zur Problemgruppe”

Schade Marmelade
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Ich wiederhole meine Frage. Wo habe ICH davon geredet, das die Frauen an sexualisierter Gewalt Schuld sind oder überhaupt von sexualisierter Gewalt geredet. 

Der Artikel behandelt unter ANDEREM dieses Thema. Sind sie so eingefahren in ihren Denkmustern, dass andere Themen und Sichtweisen für sie nonexistent sind? Und mir sowas zu unterstellen. Typisch für bestimmte “Menschen” und genau das worauf ich ansprach. “Menschen” denen es um Spaltung, Vorwürfe, absolut unbegründeter Natur und Unterstellungen geht um selbst Gewalt und Macht auszuüben. Traurig.

Schotti
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Im Fall dieses Promipaares wurde ja bisher nicht ein einziger Beweis hervorgebracht. Da wäre ich sehr vorsichtig mit voreiligen Schlüssen. Es kann auch alles gelogen sein, wäre ja nicht das erste Mal.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Schotti

Welche “voreiligen Schlüsse” bitte ?

Schotti
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Naja, der Fall sei kein Einzelfall. Es ist aber bisher unklar, ob überhaupt ein Fall sexueller Gewalt vorliegt. Aktuell wird auch gar nicht mehr ermittelt. Ich warte da erstmal ein paar Tage ab.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Schademarmelade

Abgesehen davon, dass Sie offensichtlich die Einleitung überlesen haben, wäre es doch weiterführender, wenn Sie schreiben, dass Sie die sexulisierte Gewalt in Ihrem Beitrag ausgeklammern und sich auf anderes beziehen.
Stattdessen rutschen Sie total beleidigt auf eine persönliche Schiene und lassen sich zu für Sie absolut unbelegbaren Schmähungen hinreißen. Wer Sie kennt, mag Sie dafür bemitleiden – ich staune lediglich.

Schademarmelade
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Nein. Ich habe den ganzen Artikel gelesen. Sie haben die Einleitung gelesen, das war ihnen dann offensichtlich genug um ihren Mitmenschen Dinge zu unterstellen. Selbstverständlich werde ich dann persönlich, da sie sich anmaßen hier Dinge einfach hinaus zu posaunen. Aber das sind sie wahrscheinlich nicht gewohnt Gegenwind zu bekommen. Das tut mir sehr leid.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Schademarmelade

Mit Ihrer selbstverständlichen Wahl der persönlichen Ebene endet unser kleiner Disput hier dann auch, alles Gute für Sie .

Schademarmelade
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Ich liebe es. In die Offensive gehen, Menschen ekelhafte Dinge unterstellen und dann wenn man Kontra bekommt das beleidigte und verletzte Opfer spielen. Ich wünsche ihnen ebenfalls alles Gute und vielleicht sind sie irgendwann in der Lage sich selbst und das eigene Handeln zu reflektieren. Ich würde es ihnen wünschen.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Schademarmelade

Vielen Dank, kann Ihnen versichern, dass ich mich keinesfalls aufgrund Ihrer Projektionen als “beleidigtes und verletztes Opfer” wähne.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Warum geraten so viele junge Männer in eine Schieflage?”

In der Einleitung steht dazu:

und eng mit Schule und Erziehung verbunden zu sein scheint.” 

Und im ersten Absatz: “Besonders sichtbar wird das im sogenannten Gender Education Gap”

447
17 Tage zuvor
Antwortet  Schademarmelade

Na ja…Feminismus wurde in seiner Auswirkung und Radikalität halt unterschätzt, nicht ernst genommen.
Zeit, dass (friedlich und rechtskonform) zu ändern.

Anfangen kann man damit, Feminsten einfach zuzuhören und das zu GLAUBEN, was sie sagen. Das also als das zu interpretieren, was es ist: Tatsächlich ernst gemeinte Forderungen.

Daraus dann eben seine Schlussfolgerungen ziehen und umsetzen.

Ist nicht schwer.
Und macht das Leben leichter.

Maybe
19 Tage zuvor

“Ich habe keine Lust, es ist mein Körper und Nein heißt Nein. So funktioniert das nicht. Das ist falsch verstandene Bedürfnisorientierung.“ Schule gerate dadurch in ein Spannungsfeld zwischen individuellen Ansprüchen und kollektiven Regeln.”

Bitte, bitte! oh Olympianer,
ladet den Jugendpsychologen ein, hört ihm zu!
Seine Analyse zeigt, dass alleiniges Tätscheln, Zulassen, Nichtfordern keine Probleme löst, kein Wissen schaffen kann und zum Nichtfördernkönnen führt.

Danke @ Redaktion für diesen Artikel.

Corinna
19 Tage zuvor

Ob sogenannte “Bildungsverlierer” empfänglich sind für Radikalisierung, kann ich nicht beurteilen. Aus eigener Erfahrung weiß nur, dass zwei junge Männer aus meinem Umfeld planen, ins Ausland zu gehen, weil sie dort bessere Chancen für ihr weiteres Leben sehen.

Auf mich wirken sie nicht verunsichert, sondern kritisch. Der eine sagte mir wörtlich: “In Deutschland habe ich drei Ars..karten gezogen. Erstens bin ich Mann, zweitens habe ich eine weiße Hautfarbe, und drittens bin ich hier ewig der Nachfahre von Nazis, also rechtsradikal.“

Bla
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber hier ist doch schon ein Teilproblem des Umgang, finden Sie nicht?

Jemand schildert “seinen/ihren Eindruck” und Sie gehen sofort in die “Offensive”.

Das sind Teilfaktoren, welche die Menschen als Gedanken und Vorstellungen haben. Die müssen weder rational sein, noch stimmen. Viele Denkprozesse und Handlungen sind völlig Irrational.
Gibt es “diese Gruppe”, welche so empfinden? Ja.
Und jetzt kann man auch hier wieder mit dem Finger auf sie zeigen und sagen: “Hey du bist der weiße, privilegierte hetero cis Mann, welcher in Deutschland geboren wurde und in einem privilegierten Umfeld aufgewachsen ist. Du musst dich schlecht fühlen. Erkenne das Leid von über 7 Milliarden Menschen an, denen es faktisch gesehen (wohl) schlechter geht als Ausgangsbedingung.”
Also genau das … Was sie dann sowieso als “Gedanken haben”. Sich schlecht fühlen zu müssen. Weil sie so geboren wurden. Gut.

Oder man kann dem etwas … Entgegnen und sagen: “Wo ist genau dein Problem?” “Vergleichen wir es mal rational mit anderen Gegenden.” “Wie kannst du dir selbst vielleicht helfen, dass du deine Position verbesserst”?
Und schon nimmt man diese mit.

Man wundert sich oft … Warum die Rechtsradikalen “gewinnen”?
Die machen das nämlich so. Die nehmen hier Leute mit. Zumindest eine bestimmte unzufriedene Gruppe, welche “vom linken. Spektrum” grundverurteilt werden und wurden, nur weil sie geboren sind wo und wie sie sind.

Ich weiß ja echt nicht, ob das der Weg in eine “bessere Gesellschaft” und Miteinander ist. Was meinen Sie als Redaktion?

Schreiben Sie das, weil sie ebenfalls “privilegiert und Weiß” sind – also Demut haben MÜSSEN? [Spaß] Oder weil sie sich selbst “in der Opferrolle sehen”? [Spaß]

Bla
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“Wir sind keine Seelsorger.”

Das ist richtig. Aber Sie sind ein Mensch und Sie sind Menschen [je nachdem wieviele der Redaktion schreiben]. Auch als Redaktion. Und daher ist das durchaus eine Ebene auf menschlicher Art.

Wenn Sie hier sagen “uns jucken Gefühle nicht”. Finde ich persönlich das in Ordnung. Jedoch geht es evtl. anderen bei anderen Themen und Bedürfnissen ebenso. Das sollte man zumindest im Kopf und Bewusstsein haben. Kann man dann bewusst ignorieren oder “priorisieren”. Ist in Ordnung. So Piorisieren andere auch …

“Uns interessieren diejenigen, die hier mit solchen Posts provozieren, nicht.”

Können Sie Gedanken lesen oder “hinter den Bildschirm schauen”? Ich nehme mal nicht an. Ansonsten hätten Sie ein wahnsinniges “Talent”. Dann Glückwunsch.

Faktisch ist es so, dass es hier zwei Möglichkeiten gibt:
1. Der Post soll bewusst provozieren
2. Der Post soll gar nicht provozieren

Bei 1. würde Ihre Antwort “nachvollziehbar” sein.
Bei 2. ist Ihre Antwort absolut nicht nachvollziehbar und ein Unding finde ich. Rein auf menschlicher Ebene und der Ebene der “Moderation”.

1. Ist Ihre Vermutung. Sie bleibt dabei. Einen (eindeutigen) Beweis haben Sie dazu nicht? Ansonsten gerne anführen.
Also “bad Faith”. Also Vorverurteilung.
2. Können Sie ebenfalls nicht wissen. Hier könnten Sie aber sicherheitshalber mal nachfragen, wie das gemeint ist. Dann wäre es der Austausch.
Also “good Faith”. Im Zweifel für den Angeklagten. [Witzigerweise gendert man diese Redewendung eher selten …]

Und genau hier haben Sie ein “klassisches Beispiel” selbst angeführt, warum die Problematik Ihres Artikels mitunter besteht.
Super. Als Beispiel.
Und das erkennen Sie selbst nicht? Okay. Schade. Ändert aber nichts daran, dass dies eines der mittragenden Faktoren ist.
Also im Prinzip: q.e.d.

“Sind wahrscheinlich ohnehin russische Bots.”

Also auch hier mal eine “wahrscheinlich” Vorverurteilung? Ja, das holt [potentiell(e)] Menschen für gewöhnlich ab. Sie mal als Bots zu bezeichnen. Top.

Wie kommen Sie darauf? Wieviele Bots schreiben denn in genau dieser Art und Weise?
Die “gängigen Bots” haben einen anderen Stil. Ich denke das wissen Sie auch? Das ist jetzt kein “klassischer Botpost” – sorry.
Sie können aber gerne Botkommentare anführen, welche genau diesen Stilismis haben.

“Wir möchten vielmehr den vielen Mitlesenden kenntlich machen, woher solche Parolen stammen – und wohin sie laufen.”

Was sinnvoll ist. Nur auch hier wieder … Die Art und Weise Kommunikation. Ich denke Sie sind eigentlich geschult diesbezüglich? Nehme ich zumindest an.
Und ja … Kann man trotzdem machen. Ich kommuniziere hier ja auch oft “hart”. Gebe ich zu. Obwohl oder gerade weil ich geschult diesbezüglich bin. Nur wo sind hier Ihre “Ziele”?
Aufklärung? Verstehe ich.
Zugleich “vergraulen”? Ja. Das ist nämlich das Resultat. Und genau das ist ein Teilproblem des Artikels tatsächlich. Ironie, dass Sie das hier genau so machen. Genau bei diesem Artikel.
Jedoch auch wertvoll, da es eben “beide Seiten” und “beide Probleme” hier aufzeigt. Danke.
Je nach Perspektive sollten auch beide Seiten nachvollziehbar und logisch sein. Ändert nichts daran, dass Sie dies hier tun.

“Und das ist dann auch der Grund, warum wir solche Posts dann mal nicht löschen (aber kommentieren). ”

Ja, finde ich auch gut. Ansonsten machen Sie sich selbst und anderen auch einen Bias/eine Bubble. Dann wäre das zwar noch “ein Ort” des Austausches. Aber eben kein Ort des Erkenntnisgewinns bzw. verschwendeten Potentials.

Warum? Man kann den Post tatsächlich auf zwei (oder mehr) Ebenen lesen und verstehen. Sie haben sich für 1. Bad Faith entschieden.
Und genau so geht es auch bei dem Thema des Artikels. Viele werden “nicht ernst genommen” mit ihren individuellen “Problemen” [so irrational sie auch sind – objektiv gesehen].
Denken und insb. “Gefühle” sind häufig irrational und “auf Ich” basiert. Wer dazu noch unreflektiert ist, schafft es hier meist selbst gar nicht raus.
Die radikal Rechten nutzen das. Die Linken oftmals genau das Gegenteil.

“Die “Rechtradikalen gewinnen” – weil das unseres Erachtens viel zu selten geschieht: Klare Kante zeigen! Man muss nicht für jeden Bullshit Verständnis haben. ”

Das verstehe ich. Das ist das Argument nahezu aller Radikalen [ich will Sie hier nicht gleichsetzen – nur die Art und Weise hier als Vergleich anführen]. Egal in welcher Richtung. Egal in welcher Thematik.
Geht mir ja auch nicht anders. Bin auch in einigen Themen nicht kompromissbereit und radikal.

Die Frage ist … Wen will man mit der Art der Kommunikation mitnehmen? Will man jemanden überhaupt mitnehmen?
Diejenigen, welche das selbst so sehen, nimmt man nicht mit. Die denken genauso.
Diejenigen, die das tatsächlich ohne bösen Gedanken so denken/schreiben/sagen – die stößt man weg und schlimmstenfalls “zur anderen radikalen Seite”. Falls diese “dort eh schon sind” – dann bestätigt man sie noch zusätzlich. Gut. Kann man machen. Funktioniert bei radikalen Aktivismus schonmal (nachweislich) nicht auf die Masse gesehen. Nur auf die eigene Bubble, auf Bias. Und auf “einzelne Leute”, während man andere wieder “verliert”, welche das ebenfalls als “oh warte mal, den Post kann man ja tatsächlich auf zwei Ebenen und Perspektiven sehen” sehen oder verstehen. Und dann kommen diese ins Grübeln … “Vielleicht gibt es ja hier doch nicht nur die radikale Ansicht nach dem Toleranzparadoxon!?”.
Und vielleicht begründen “beide Seiten” einige Sachen mit der Art des Toleranzparadoxon?

Wie gesagt … Hier geht es mir mehr um die Art der Kommunikation und das Ziel.
Und Ihr Beispiel des Agierens zeigt dies perfekt auf, daher nehme ich es mal in den Diskurs.
Echt nicht böse gemeint Ihnen gegenüber.

Bla
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“Wir bekommen tagtäglich Dutzende Posts von Rechtsaußen. Glauben Sie uns, wir kennen das Muster. ”

Das glaube ich Ihnen. Das verstehe ich auch. Aber auch hier haben Sie eben eine Gewisse Art von Bias und “Bubble”/”Clientel”.
Absolut nachvollziehbar.
Ich verstehe auch, warum Sie so agieren, wie Sie es tun.
Ich will Ihnen (und anderen) eben nur einen Impuls anbieten, dass Sie aus dem Bias zumindest eventuell etwas – wenn auch nur für den Moment und als Gedankengang/-spiel – raus kommen.

Das Muster ist da. Da gebe ich Ihnen recht.
Das Muster ist aber leider hier “zweischneidig”. Und das ist es, worum es mir geht.
Es gilt weiterhin mein oben erwähntes.
1. Good Faith
2. Bad Faith

Genau so argumentieren halt auch viele Rechtsextreme. Sorry. Aber rein die Art und Weise. “Glaub mir mal, die Ausländer – die klauen uns die Jobs. Schau doch nur da und da…”.
Und ja, das ist deren Empfinden eben. Zumindest von vielen “Ver(w)irrten”.
Wir sprechen hier nicht von “professionell geschulten” AfD-Politikern. Die wissen ganz genau was sie mit solchen Mustern bewirken.
Wir spechen hier von einem Beispiel [ob echt oder fiktiv – zumindest als hypothetisches Stellvertreterbeispiel valide].
Und dort geht es um verwirrte Männer, welche oft aus Verweiflung, mangel an Selbstreflektion und “abgestoßen werden” [wie von Ihnen] hier der potentiellen rechtsextemen Seite zumindest positioniert werden. Und sich dort schlimmstenfalls irgendwann wiederfinden.
Das kann und sollte doch nicht das Ziel sein. So gut ich Ihre Ansicht nachvollziehen kann. Aber es gibt einfach mehrere Perspektiven – sorry. Und hier hoffe ich – zumindest kurz – Ihren Bias/Bubbledenken etwas als Impulse zu hinterfragen. Ob Sie das “annehmen” oder “abstoßen” – Ihre Sache.

Mir selbst geht es meistens weniger um “Meinung”/”Gefühl” per se. Daher schreibe ich häufig auch so, dass Rainer wenig versteht/nachvollziehen kann, warum ich mich nicht “eindeutiger positioniere”.
Mir geht es um den Diskurs an und für sich. Um den Meinungsaustausch. Und klar will man [ich] irgendwie “herausfordern”.
Ich bin Aphantast. Das “triggert” und “reizt” mich. Sorry, das scheint ein Teil meiner Persönlichkeit und evtl. “Biologie/Neurologie” zu sein.
Und dazu ist ein Bildungsforum eben gut.
Ich will und muss “niemanden tatsächlich überzeugen”. Darum geht’s mir ehrlicherweise gar nicht. Ich bin kein Aktivist. Ich will Logik und “gedanklichen Austausch”.
Jeder und jede soll selbst mit meinen Kommentaren anfangen, was er/sie will.
Ich diskutiere nur sehr gerne.
Manche sehen dann evtl. schon hier: “Aber der verargumentiert ja für die drei Privilegierten”.
Und ja, indirekt ist das so. Einfach weil das konsistent ist finde ich.
Ich muss weder “der gleichen Meinung sein” [bin ich nicht], noch muss ich “dagegen argumentieren um jeden Preis” [auch wenn es inkonsistent ist – wie mMn Ihre Posting halt].
Man kann durchaus “von außen” rangehen und sowas “sezieren”. Ohne eine Seite direkt einzunehmen.
Daher: Verstehen Sie das nicht als Angriff gegen Sie persönlich. Das will ich nicht. Ich sehe nur eben, dass “beides Realität” ist und sein kann.

Sowohl “Ihre Ansicht/Realität” – da das Muster da ist. [Sehe ich auch]
Als auch, dass das Muster nicht böse gemeint ist und man “ver(w)irrt” ist. [Und auch das sehe ich hier potentiell gegeben]

Und man kann doch ernsthaft nicht leugnen, dass es beide Seiten gibt?
Dazu braucht man sich nur mit aktivistische Streamer als Beispiel auseinandersetzen.
Sowohl sowas wie “Wei…e” als Rechtspopulist. Als auch “Markant” als “Aktivist”. Ebenfalls “ehemalige “ver(w)irrte” wie bspw. Christian Weißgerber und Philip Schlaffer.
Und wenn man “viele Seiten” und “viele Menschen” als Perspektiven hat … Kann man das einfach nicht absprechen.
Und hier ist es extremst wichtig zu unterscheiden:
– AfD-Politiker [hier bei Muster … Sofort Ihre Variante der Kommunikation durchaus sinnvoll und wichtig]
– Ver(w)irrte Menschen

Wenn “wir” dies “gleichstellen und gleichsetzen”, dann haben “wir” im linken Spektrum schon verloren.
Dann können “wir” tatsächlich nur noch auf steigende AfD Quoten schauen und fragen “uns” “warum?”.
Und die “Problemlösung” haben wir sehenden Auges im Prinzip ignoriert.

Keine Ahnung, ob das so sinnvoll ist. Wo funktioniert und funktionierte das denn tatsächlich?
Alle Bereiche diesbezüglich scheitern und werden potentiell aktuell “rückwärtsgewandt”.

Und das Muster ist wie gesagt da. Da haben Sie recht. Ist es bei einem “Plus” zum “Hakenkreuz” auch. Trotzdem würde ich nicht jeden und jeder, welche zwei Striche als Plus macht gleich unterstellen ein Hakenkreuz zeichnen zu wollen.
Da muss es schon zuvor ganz andere Anzeichen als Transfer geben.

“Und wir gehören nicht zu denen, die sich verständnisvoll zeigen, wenn die Grenzen des Sagbaren – mal wieder – verschoben werden sollen. Wir haben zwei Möglichkeiten: löschen (was wir häufig auch tun) – oder dokumentieren (was wir gelegentlich für sinnvoll erachten). Letzteres setzt allerdings eine Einordnung für Unbeteiligte voraus. ”

Wie gesagt, das verstehe ich.
Trotzdem kann und werde ich sowas kritisieren. Einfach, weil ich das auch anders sehe als Perspektive. Da muss man auch nicht meiner Meinung sein. Vielleicht liege ich hier auch daneben und bin “zu naiv”. Alles in Ordnung. Auch der Kritik muss ich mich (selbst) stellen. Klar.

Aber wenn einige diesen Kommentar als “Naja, ist ja eine Sorge und subjektiv. Muss ja nicht stimmen” einordnen und Sie kommen mit der moralischen N…keule bspw., dann verlieren Sie Verständnis. Weil das für manche “nachvollziehbar” ist, dass man auch als weißer cis Mann sich benachteiligt fühlen kann. Und das wird (nahezu) jeder schon mal als Einzelgefühl gehabt haben. Egal wie privilegiert. Man muss sich dann wieder erden. Und das geht auch in Dialog und Diskurs oft.
Mit der N…keule. Eher nicht. Außer der Applaus der eigenen Bubble. Okay. Kann man machen. Das Gefühl ist dann auch (erstmal) gut. Bewirken? Tut es oft das Gegenteil vom Gewünschten. Außer man wünscht sich tatsächlich Isolation.

Dann haben “wir” aber tatsächlich schon verloren, wenn kein Diskurs mehr offen und möglich. Und zugleich gehen die Zahlen der AfD massiv hoch.
Alles Nazis die Wähler?
Okay … Dann müssen wir wohl in einer “Realität” und “Welt”/”Deutschland” leben, wo man sich denkt. “Och, das war Nummer 7 – wohl ein Nazi”.
Und dann?

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Aber auch hier haben Sie eben eine Gewisse Art von Bias und “Bubble”/”Clientel”.”
Das Grundgesetz? 😀
Ist aber bestimmt schon, sich jedes Mal an bspw. der Religionsfreiheit oder dem Recht auf Inklusion in Deutschland die Zähne auszubeißen…

“Mir selbst geht es meistens weniger um “Meinung”/”Gefühl” per se.”
“Und ja, das ist deren Empfinden eben.”
“Man kann durchaus “von außen” rangehen und sowas “sezieren”. Ohne eine Seite direkt einzunehmen.”
Und so lange Sie beides gleichsetzen – und meiner Meinung nach einen umfangreichen Fokus auf die gefühlten Unwahrheiten legen, anstatt diese bspw. mit IHRER EIGENEN Perpektive zu entkräften, kritisiere ich Sie dafür und frage nicht selten nach Quellen.

“Und wenn man “viele Seiten” und “viele Menschen” als Perspektiven hat … Kann man das einfach nicht absprechen.”
Oh, das tuen doch viele:

https://abcnews.com/Politics/trump-defends-2017-fine-people-comments-calls-robert/story?id=62653478

https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/debatte/alle-maenner-kastrieren-hyperventilierende-netzfeministinnen-nutzen-der-sache-nichts-li.10026642

https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/afd-russland-spionage-anfragen-bundestag-debatte-100.html

https://www.tag24.de/nachrichten/politik/deutschland/parteien/afd/kein-rauswurf-wegen-hitlerjugend-zitat-aber-afd-mann-dorow-verliert-alle-aemter-3483783

Wie viele Menschen Verständnis für andere Meinungen haben, sobald diese Weiß und männlich sind. Das müssen auch alles Aphantasten sein 🙂

Bla
17 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Ist aber bestimmt schon, sich jedes Mal an bspw. der Religionsfreiheit oder dem Recht auf Inklusion in Deutschland die Zähne auszubeißen…”

Glauben Sie jetzt die gedeckte Meinungsfreiheit?
Auch ohne gleich als “Rechtsradikal” zu diffamiert zu werden?
Weil der Kommentar oben mit
“Der eine sagte mir wörtlich: “In Deutschland habe ich drei Ars..karten gezogen. Erstens bin ich Mann, zweitens habe ich eine weiße Hautfarbe, und drittens bin ich hier ewig der Nachfahre von Nazis, also rechtsradikal.“”
Ist ziemlich sicher durch die Meinungsfreiheit gedeckt – oder sehen Sie das anders?

Sie sind doch so ein Verfechter des GG. Wie würden Sie denn das einordnen?

Klar kritisiere ich die Religionsfreiheit so, wie sie einige deuten und ebenfalls, wie sie “verstaatlicht” ist.
Religionsfreiheit ist auch noch Religionsfreiheit, wenn man es nicht “auch teilverstaatlicht”.
Also Säkularisierung UND Religionsfreiheit schließen sich nicht aus.
Aktive Religion(sausübung) und Glauben gehört “ins Private” [und damit sind auch öffentliche Straßen gemeint…].
Wohin gehört sie meiner Meinung nach [und die ist nunmal subjektiv] nicht? Genau. In die Schule.
Ich bin für Bildung im Bereich Schule. Und nicht “Glauben”. Daher sollte man in der Schule über Religionen und Glauben (möglichst neutral) aufklären und thematisieren. Das nennt sich Ethikunterricht/Werteerziehung.
Das ist und wäre die Aufgabe eines Bildungsinsituts. Die Aufgabe der Kirche ist bspw. eine andere …
Also doch … Glaubensfreiheit und Schule als Ort der Bildung und Aufklärung schließen sich nicht aus. Das ergänzt sich sogar genau genommen.
Ihren Gebetsraum für alle … Können Sie gerne versuchen. Dann kennen Sie sich eben nicht mit Religionen/Theologie aus. Ansonsten würden Sie sehr schnell die Problematik dahinter verstehen.
Wie gesagt … Meine Ansicht und Meinung. Muss man auch nicht genau so sehen. Alles okay. Kann man auch anders sehen.

Bei Inklusion bin ich für Inklusion. Aber eben sinnvoller Inklusion. Sie sind für Inklusion mit Rahmenbedingungen – so wie ich auch. Allerdings unterscheiden wir uns hier, dass ich gegen Inklusion ohne Rahmenbedingungen bin und dies soweit ablehne, wenn es “kaum tragbar ist”. Und Sie akzeptieren und dulden auch “schlecht gemachte Inklusion”. Auch hier kann man “beide Seiten” einnehmen. Ist auch okay. Ich sehe halt eben keinen Sinn hinter schlecht gemachter Inklusion, wobei andere Bereiche ebenfalls “mit untergehen”.
Verstehe aber Ihr Argument, dass “diese Kinder auch an Förderschulen (oft) untergehen”. Das nennt sich dann (moralisches) Dilemma.
Nur wäre es Ihr Job, dass zu “beheben”. Dazu stellt allerdings der Staat zu schlechte Rahmenbedingungen.
Den Stuhl dazu … Okay- den gibt es. Rest sollten Sie doch dann bitte machen und nicht anderen “auferlegen”.
Sie sind hier nämlich in einer äußerst privilegierten Situation. Ob das Ihnen bewusst ist oder nicht …

“Und so lange Sie beides gleichsetzen – und meiner Meinung nach einen umfangreichen Fokus auf die gefühlten Unwahrheiten legen, anstatt diese bspw. mit IHRER EIGENEN Perpektive zu entkräften, kritisiere ich Sie dafür und frage nicht selten nach Quellen.”

Was setze ich gleich? Das müssten Sie ausführen. Hier gibt es keinen Zusammenhang und Bezug.
Welche gefühlten Unwahrheiten? Benennen Sie das konkret. Dann kann ich darauf eingehen. Eventuell haben Sie ja recht. Sieht man dann. Aber ohne Quellen und Zitate sind das Floskeln und “im Nichts rumgestochere”. Wie Sie eben oft machen …

Nach Quellen dürfen Sie bei mir immer fragen. Sehr gerne. Dann schreibe ich Ihnen auch gerne Quellen oder eben, ob das meine Meinung ist [schreibe ich sowieso meist dann dazu] oder ob das einfach ein Diskussionspunkt ist. Auch das mache ich manchmal. Also einfach eine “Rolle/Seite” einnehmen und das zu diskutieren.
Ich bin mitunter hier um zu Diskutieren. Das Forum bietet sich für sowas an.
Aber kann ich Ihnen dann natürlich “einordnen”.

“Wie viele Menschen Verständnis für andere Meinungen haben, sobald diese Weiß und männlich sind. Das müssen auch alles Aphantasten sein ”

Sie holen hier wieder mal Scheinargumente raus.
Ihre Verlinkungen haben absolut nichts direkt mit den Kommentaren zu tun.
Das ist von Strohmann bis “whataboutism” als “Gangart” von Ihnen mal wieder.
Soll ich Quellen heranziehen, wo man sich mit “Ausländern” und “Schwarzen” und “Juden” und “Muslime” solidarisiert?
Dazu gibt es auch viele …
Und was “beweist” das dann?
Dnan stellen wir “gut” und “böse” gegeneinander und zeigen mit dem Finger drauf:
“Aber hier war ein Weißer hetero cis Mann für Frauenrechte.”
“Hier aber dagegen.”
“Aber schau … Hier war ein anderer reicher Weißer hetero CIS Mann gegen Rassismus.”
“Aber hier waren Nazis auf der Demo”
“Und die Gegendemo war linksgeprägt durch ebenfalls weißen CIS Männern.”

Mal im Ernst … Was wollen Sie denn mit Einzelbeispielen hier erreichen?
Gibt es Ars…cher? Ja.
Sind alles Ars…cher? Ne.

Also? Wollen Sie hier “Gegenquellen”, wo sich “deutsche weißere hetero cis Männer” distanzieren von Diskriminierung und Rassismus? Hilft das? Wollen Sie Petitionen dazu [Durch Namen kann man ja “den CIS Status” einiger Promis usw. nachvollziehen]?
Was wollen Sie denn jetzt erreichen mit Ihren “Quellen, wo Unleid geschieht”?
Klar gibt es die. Leider zu viele.
Trotzdem sollte man vielleicht nicht “jeden Gleichstellen”. Ansonsten bleibt es bei …
Sagen Sie hier: “Jeder 7. Wahlberechtigte in Deutschland [auch mit Migrationshintergrund, auch Frauen] ist ein (Neo)Nazi?”
Das wäre dann wohl Ihre Meinung?
Naja gut. Wenn Sie in einer solchen Gedankenwelt leben wollen …
Ich würde mitgehen bei “viele der AfD Wähler dulden das bewusst”. Ja. Das ist so. Definitiv.
Aber alle gleich mit Nazi “gleichstellen”? Das bringt absolut nichts, außer dessen Meinungen zu festigen und zu bestärken.
Sieht und sah man die Jahre. Einige werden “immun” bei solchen Vorwürfen und sagen “naja, wenn ich angeblich ein Nazi bin – dann können die gar nicht so schlimm sein”. Und schon haben “wir” verloren. Stimmen an AfD. Weg zum rechten Weg. Radikalisierung ggf. Glückwunsch.
Aber schauen Sie einfach zu, wie die Prozente steigen und wundern sich, warum radikale Linksaktivisten “die Masse” verliert. Immer mehr.
Bin da einfach irgendwie fassungslos inzwischen, wie man das in allen “links/grünen Topics” nur so vermurkst, obwohl man die besseren Punkt hat.
Muss man auch erstmal schaffen.

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Glauben Sie jetzt die gedeckte Meinungsfreiheit?”
Kolleg*innen träumen regelmäßig von einer Verbannung der Religion aus dem öffentlichen Leben und der Schule.
Die gehören wohl nicht zur kleinen “Buble” die das Grundgesetz hochhält 😉

“Ist ziemlich sicher durch die Meinungsfreiheit gedeckt – oder sehen Sie das anders?”
Klar! Jeder darf runheulen, wenn der eigene Rassismus und die gegebenen Privilegien diese Person nicht sehen lassen, TROTZDEM bessergestellt zu sein, als bspw. eine Frau, PoC oder andere.
Oft müssen die sich dann die Nachfrage gefallen lassen, WO ihnen ihre Herkunft (von Nazis) konkret zum Nachteil gereicht wird, worauf sie entweder nur durch die eigene Unkenntniss/ Ignoranz reagieren (s.o.) oder Reaktionen auf ihre (rassistischen/ rechtspopulistischen und/ oder -exteremen) Ansichten mit Kritik an ihrer Herkunft verwechseln.

Aber Sie haben den Unsinn wahrscheinlich für bare Münze genommen und hochinteressiert nachgefragt, WO diese Person konkret benachteiligt wurde?
Nicht, dass er sich nur darüber ärgerte, nichg previlegierter behandelt worden zu sein 🙂

Bla
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Kolleg*innen träumen regelmäßig von einer Verbannung der Religion aus dem öffentlichen Leben und der Schule.”

Warum “setzen Sie mich dann gleich” mit diesen Kolleg*innen?

Ich fordere nicht die Verbannung der Religion aus dem öffentlichen Leben.
Aus der Schule? Als Ort der Religionsausübung. Defintiv.
Als Wissen durch Schule? Nein, auch hier nicht. Ethik und/oder Werteerziehung. Kein Religionsunterricht/direkter Glaubensunterricht.
Bei konfessionelle Schulen müsste man überlegen.

“Die gehören wohl nicht zur kleinen “Buble” die das Grundgesetz hochhält ”

Das Grundgesetz ist vereinbar mit dem “Schule als Ort ohne direkt Religionsausübung”.
Das Schulrecht [Bayern] nur bedingt.
Würde aber durch das GG ausgehebelt werden bei Bedarf.

“Klar! Jeder darf runheulen, wenn der eigene Rassismus und die gegebenen Privilegien diese Person nicht sehen lassen, TROTZDEM bessergestellt zu sein, als bspw. eine Frau, PoC oder andere.”

Wie gesagt, objektiv sind sie systemisch besser gestellt. Zumindest im Bereich des durchschnittlichen Machtgefüges.
Im Bereich der “Förderungen und Quoten” können sie “per Definition” aktuell nie besser gestellt sein. Das ist der Aufbau der “Entgegenwirkung”.

Menschen sind trotzdem mal Menschen und Individuen. Daher können sie individuell natürlich “schlechter gestellt sein” oder sich zumindest so fühlen.
Ein reicher Mensch hat grundlegend “bessere Ausgangsrahmenbedingungen” als arme Menschen.
Beide Gruppen können depressiv werden.

Es kommt drauf an, in welcher Ebene/Perspektive wir uns “befinden”.

Eine reiche Frau ist meistens viel besser gestellt, als ein armer Mann.

“Oft müssen die sich dann die Nachfrage gefallen lassen, WO ihnen ihre Herkunft (von Nazis) konkret zum Nachteil gereicht wird, worauf sie entweder nur durch die eigene Unkenntniss/ Ignoranz reagieren (s.o.) oder Reaktionen auf ihre (rassistischen/ rechtspopulistischen und/ oder -exteremen) Ansichten mit Kritik an ihrer Herkunft verwechseln.”

Das ist richtig. Natürlich sollte man heir nachfragen. Das wurde allerdings nicht gemacht. Es wurde pauschal verurteilt und sofort diffamiert.
Finde ich schon einen Unterschied – Sie nicht?

“Aber Sie haben den Unsinn wahrscheinlich für bare Münze genommen und hochinteressiert nachgefragt, WO diese Person konkret benachteiligt wurde?”

Öhm, ich kenne die Personen nicht. Habe daher kaum die Möglichkeit direkt nachzufragen.
Ehrlicherweise kann mir das auch egal sein. Ich bin in dem Fall hier zum Diskurs der Art und Weise. Also der Kommunikativen Ebene. Dazu der logischen Anwendbarkeit.
Ich bin kein Aktivist. Ich bin kein Anwalt.

Mir ist klar, dass das ein reines Empfinden ist. Eventuell auf Ebene des Individuums – bspw. psychische Probleme. Also eine sehr subjektive Aussage. Objektiv hält sie natürlich im Vergleich nicht Stand.
Ist mir bewusst.

“Nicht, dass er sich nur darüber ärgerte, nichg previlegierter behandelt worden zu sein ”

Ja, das mag sein. Ist auch nicht unwahrscheinlich. Aber auch das ist doch erstmal ein subjektives Empfinden? Und das kann man mit Fakten begegnen.
Wurde das hier gemacht? Ne. Und das kritisiere ich halt.

Sie verwechseln oft die den Bezug meiner Posts. Ich beziehe mich hier nicht drauf, dass die “weniger privilegiert sind”. Sondern über die Art der Kommunikation und des Zugangs.
Warum glauben Sie immer, dass da “mehr” dahinter sein muss? Ne, muss es nicht.
Ich spreche den “Männern” im Urkommentar kein “wenig privilegiert” zu. Habe ich nie gemacht. Lesen Sie nach.

Rainer Zufall
13 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Das Grundgesetz ist vereinbar mit dem “Schule als Ort ohne direkt Religionsausübung”.”
Und es ermöglicht ebenso den Religionsunterricht, schade dass hier viele über andere bestimmen wollen – im Ethikunterricht lernt man da anderes 😉

Wenn Sie verbieten wollen, dass ein Kind ne Kreuzkette trägt, ein Gebet vor dem Frühstück spricht oder ein Kind selbst nur koscher isst, handelt es sich durchaus um einen Eingriff in das öffentliche Leben der Kinder. Nicht umsonst faseln ja nicht wenige davon, dies als “Privatsache” abzutun (wofür Radikale aufrichtig dankbar wären).

“Im Bereich der “Förderungen und Quoten” können sie “per Definition” aktuell nie besser gestellt sein.”
Die Quote begründet sich durch NACHGEWIESENE Ungleichbehandlung, egal wie sehr da jemand sich nun “ungerecht” – also nicht (mehr so sehr) previlegiert fühlt ^^

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Ich schreibe Ihnen hier nochmal, weil ich hier tatsächlich hoffe, hier konstruktiv seien zu können.

“Bei Inklusion bin ich für Inklusion. Aber eben sinnvoller Inklusion. Sie sind für Inklusion mit Rahmenbedingungen – so wie ich auch. Allerdings unterscheiden wir uns hier, dass ich gegen Inklusion ohne Rahmenbedingungen bin und dies soweit ablehne, wenn es “kaum tragbar ist”. ”

1. Die Inklusion IST gegeben und kann weder pausiert noch abgeschafft werden. Es ist unmöglich.
2. In Hintergrund eine funktionierende Inklusion aufzubauen, auf die dann umgeschaltet werden soll, wäre noch erheblich teurer und ist wahnsinnig unwahrscheinlich. Wenn wir alles dafür fertig hätten, müssten wir nicht mehr auf “richtige” Inklusion umstellen.

Wenn ich Sie hier missverstand, würde es mich aufrichtig interessieren, wie Sie sich den Weg zur “vernünftigen” Inklusion vorstellen, ohne die bestehende personell zu verbessern versuchen.

3. Bin ich fest überzeugt, dass Sie aus Ihrer Schule gute Beispiel für zumindest bessere Inklusion vorstellen, als mögliches Vorbild aufzeigen könnten, stattdessen Kolleg*innen nach den Mund reden, die KEINE Unterstützung haben.

Bla
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Ich schreibe Ihnen hier nochmal, weil ich hier tatsächlich hoffe, hier konstruktiv seien zu können.”

Das ist doch schön.

“1. Die Inklusion IST gegeben und kann weder pausiert noch abgeschafft werden. Es ist unmöglich.”

Jein:
Die Unterschrift und der Zuspruch von Inklusion ist politisch gemacht worden.
Die Inklusionskinder gab und gibt es. Auch das ist Fakt.

Die Inklusionsdurchführung ist hier das Problem. Diese basiert und basierte auf Ressourceneinsparung und Mangel. Dazu auf “Ausbeute” der Inklusionsbeteiligten [allerseits].
Bei “Abgeschafft” kommt es drauf an, wie Sie das jetzt definieren und Anwenden als Bezug. Wenn es drum geht, dass man vermehrt (wieder) auf Förderschulen setzt? Doch das ginge. Klar.
Wenn man die Behindertenrechtskonvention meint? Sogar das geht. Natürlich kann man die Unterschrift und damit den Zuspruch “zurückziehen”. Man hält sich ja sowieso nicht dran. Das wäre sogar zumindest ehrlich.
Wenn Sie keinen, dass die Kinder dann auf einmal weg wären? Ne, natürlich nicht. Die bleiben. Nur die Frage ist dann in welchem Rahmen und Raum.

Ich würde Ihnen hier zustimmen, dass es vielen – nicht allen – an Förderschulen nicht besser geht und ginge.
Und auch, dass hier ebenfalls oft die Rahmenbedingungen fehlen.

Also diese müssten sowieso gemacht werden. Nur sehe ich persönlich kein “Abschieben an Regelschulen” und Forderung nach “macht mal” als sinnvolle Lösung.
Es ist und bleibt somit ein Dilemma der Abwägung.
Die Frage ist dann: Wo sind die “Grundlagen” zumindest besser und machbarer? Und in welchem Berufsprofilen “puhlen” wir mit welchen Mängeln.

“2. In Hintergrund eine funktionierende Inklusion aufzubauen, auf die dann umgeschaltet werden soll, wäre noch erheblich teurer und ist wahnsinnig unwahrscheinlich. Wenn wir alles dafür fertig hätten, müssten wir nicht mehr auf “richtige” Inklusion umstellen.”

Bei Ersteren würde ich wohl (erstmal) mitgehen als Gedanken. Das wäre teuerer und unwahrscheinlich.
Eventuell trotzdem sinnvoll. Rein der Theorie mal.

Bei dem “wenn wir … umstellen” verstehe ich Sie wahrscheinlich nicht. Warum müssten wir dann nicht auf “richtige” Inklusion umstellen? Das Ziel sind doch die Rahmenbedingungen.
– Wenn diese da wären, dann wäre eine sinnvolle Inklusion tatsächlich weitgehend möglich, machbar und sinnvoll.
– Da diese nicht da sind – halt nicht. Daher müss(t)en sie gemacht werden.
So oder so … Erst dann wäre es “richtige” Inklusion. Also haben Sie hier Recht, aber ich weiß nicht, ob das Ihre Aussage so wirklich war …
Wäre doch super, wenn man “nicht umstellen” müsste, da es verhanden wäre … Wäre. Das ist das aktuelle Problem dabei. Ist eben nicht.

“Wenn ich Sie hier missverstand, würde es mich aufrichtig interessieren, wie Sie sich den Weg zur “vernünftigen” Inklusion vorstellen, ohne die bestehende personell zu verbessern versuchen.”

Geht nur mit Personal. Klar.
Hier wären wir wiederum bei den Grundbedingungen:
– Personal
– Multiprofessionelle Teams
– Deputat / Zeit
– Raum und Material
– Kleinere Klassen(teiler) [also SuS-Zahlen/Klasse]
– Wissen und Fortbildungen

Und dass das alles nicht “von heute auf morgen” kommen kann und wird – da sind wir uns einig.
Anfangen sollte man halt mal.

Aktuell ist es “Rückschrittlich” (Bayern):
– Weniger Testungen wieder [Zahl der Diagnosen wird die Jahre runter gehen … Und man wundert sich … Ne, das ist rein logisch nachvollziehbar]
– Schulpsychologen sind an Belasungsgrenzen [Abzug von staatlichen Schulpsychologen als ANSPRECHPARTNER für Privatschulen – nur bei dringlichsten Fällen]
– Schulbegleitungen werden reduziert. Zudem der Einsatz als “(gemeinsames) Pooling”.
– Fördergelder werden sehr genau “gefestigt” – ohne “Kindeswohlgefährung und erhebliche Beeinträchtigung im schulischen Alltag” braucht man im Prinzip gar keinen Förderantrag mehr auszufüllen. Also “Hardliner” werden bedient [muss ja … Keiner will hier direkt eine Kindeswohlgefährung im Nacken haben als Staat/Politik]. Andere, welche ebenfalls Förderungen benötigen? Sorry. Ist nicht.
– Usw. …

Dazu kommen, dass die Grundrahmenbedingungen kaum bis gar nicht verbessert werden, sondern auch hier Richtung “Mehrbelastungen” geht. Erwartungen/Forderungen ohne Förderungen/Rahmenbedingungen.
Mehr Deputatsanstrebungen, Ganztagseinsatz und Vollzeit”pflicht”, Abordnungen, usw.

Also die Tendenz geht leider in eine andere Richtung als “Inklusion” und “Entlastung”.

Wie sollte es sein?
– Man nimmt massiv (!!!!) Geld in die Hand
– Man bewirbt und macht die Arbeitsprofile mal attraktiver [Entlastung]
– Man stellt auch ein [keine “leeren Stellen” und “Blockerstatus”]
– Man stellt tragende Konzepte auf [Problematik siehe Artikel zu Sonderpädagogen]
– Man investiert in Ort, Raum und Materialien
– Man muss massiv … Einstellen … Massiv
– Damit auch die Zeit da ist und die Deputate mal tatsächlich angeglichen werden – und zwar “nach unten”
– Usw.

Wie gesagt … Trend ist leider gegenteilig.
Es geht mir auch gar nicht drum “stellt erst ALLE Rahmenbedingungen” – bis dahin schickt die Kinder in die Ecke.

Ich fände es schon schön und es wertvoll, wenn man “in die richtige Richtung” zumindest ginge.
D. H. Inklusionskinder sind von miraus bereits an Regelschulen. Ist sowieso der (Teil)Stand. Und bildet nach und nach mehr und mehr Rahmen. Dann wäre der Kompromiss: Den jetzigen Kindern werden wir nicht “gerecht”. Aber es wird besser und besser. Und das Ziel wäre dann, dass sich das über Jahre aufbaut und man die Rahmenbedingungen “mitwachsend” hätte und hat.
Ich will gar nicht “alle an Förderschulen bis dahin”.
Ich will nur ein Zeichen der Richtung UND Handlung diesbezüglich.
Sehe ich nur leider nicht.
Und dann “zermürbt” das.

“3. Bin ich fest überzeugt, dass Sie aus Ihrer Schule gute Beispiel für zumindest bessere Inklusion vorstellen, als mögliches Vorbild aufzeigen könnten, stattdessen Kolleg*innen nach den Mund reden, die KEINE Unterstützung haben.”

Klar. Was man machen sollte (und könnte):
– Keine Noten [jaja … Werden bei I-Kindern auch nicht gemacht/berücksichtigt … Stigmata bleibt. Kinder sind nicht dumm.]
-> Zumindest als Option
– Klassenzimmer + Nebenzimmer
– “Freiarbeit”/Freie Wahl der Arbeit [als Teil der Stunden]
– “Freiarbeit” als Doppelbesetzung [bestenfalls doppelte Klassenleitung]
– Schulbegleitungen

Was noch sinnvoll ist/wäre:
– Schulbegleitungen – den Rahmen ändern [als Klassenbegleitung]
– Sonderpädagogen mit Zeit [und Profil]
– Medizinische Fachkraft
– Sozialpädagogen [mit Profil]

Dazu:
– Siehe Grundrahmenbedingungen oben

Das würde schon mal sehr viel bringen.
Allen

Mit “direkten Sonderpädagogen für Inklusion” können wir jedoch auch nicht dienen … Da sind Sie/ist Ihre Schule besser aufgestellt.
Wir haben aber zumindest eine/n Inklusionsbeauftragte/n [Psychologe/Psychologin], welche sein/ihr Möglichstes versucht. Auch wenn diese/r deutlich weniger Stunden als Sie hat und viel mehr I-Kinder.
Aber bei einer Sache gebe ich ihr/ihm Recht:
Alleine durch die Grundbedingungen haben es viele I-Kinder bei uns besser.

Liegt aber weder “am Geld”, noch “an mehr staatlicher Förderhilfe” … Sondern am schlechten Rahmen und Systematik der Regelschulen.

Rainer Zufall
13 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Wenn es drum geht, dass man vermehrt (wieder) auf Förderschulen setzt? Doch das ginge. Klar.”
Durchaus, siehe die Planung neuer Förderschulen in NRW. Dass diese Ressourcen nicht in der Inklusion landen, ist politisch und gesellschaftlich gewollt, entfernt sich aber von der “richtigen Inklusion” und ist ein zukünftiges Hindernis, immerhin hat man ja jetzt (mal wieder) gut ausgestattete Förderschulen im Vergleich zur schlecht ausgestatteten Inklusionsschule – das wird dann als “Auswahl” verkauft.
Ich sehe zumindest nicht, wie dies der von Ihnen geforderten Art der Inklusion annähren soll – zudem es haargenau die Politik ist, der wir die heutige Inklusion verdanken, über der Sie und nicht wenige sich beschweren :/

“Nur sehe ich persönlich kein “Abschieben an Regelschulen” und Forderung nach “macht mal” als sinnvolle Lösung.”
Naja, wenn die Regelschulen sich nicht für Kinder zuständig sehen (wollen), die schlechte Lernvoraussetzungen mitbringen (was kein sonderpädagogischer Bildungsanspruch seien muss) und die Kinder am unveränderten System durchscheitern lassen, bis sie an die (nun besser finanzierte) Förderschule müssen, ist diese voll und die übrigen werden an die Regelschulen geschickt, deren Ressourcen an den Förderzentren investiert wurden – siehe heute…

“Bei dem “wenn wir … umstellen” verstehe ich Sie wahrscheinlich nicht. Warum müssten wir dann nicht auf “richtige” Inklusion umstellen? Das Ziel sind doch die Rahmenbedingungen.”
Aber dann habe ich Sie, glaube ich, nicht richtig verstanden, wie Sie sich den Weg zur besseren Inklusion konkret vorstellen.
Ich nahm an, Sie wünschten sich erstmal genug Kapazitäten an der Förderschule, um dann später die Inklusion versorgen zu können.

Der Leser
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hähh und ist rechtsaußen verboten?

Petra
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“Bisher berücksichtigt kein Messinstrument zur Bestimmung von Geschlechtergerechtigkeit Widrigkeiten, die vor allem Männer treffen”, sagt Stoet von der Universität Essex. Der GGGI ist so ausgelegt, dass er per Definition gar keine Bereiche identifizieren kann, in denen Frauen Männer überflügelt haben. Für jeden Unterindex – zum Beispiel Bildungsabschlüsse oder wirtschaftliche Partizipation – werden Werte von null bis eins gebildet. Eins bedeutet, dass Frauen Parität zu Männern erreicht haben. Der Wert eins wird jedoch auch vergeben, wenn Frauen Männer in einem Bereich weit hinter sich gelassen haben. Der GGGI kann also trotz aller erzielten Fortschritte niemals ein anderes Ergebnis liefern, als dass Frauen es insgesamt noch immer schwerer haben als Männer.“

https://www.sueddeutsche.de/wissen/index-gleichberechtigung-geschlechter-1.4279237

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  Petra

Der Wert eins wird jedoch auch vergeben, wenn Frauen Männer in einem Bereich weit hinter sich gelassen haben.”

So wie bei manchen Parteien eine Kandidat*innenliste aus Gründen der Geschlechtergerechtigkeit auch zu 100% mit Frauen besetzt werden dürfte.

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Da hat jemand wohl nicht verstanden, was die Frauenquote ist ^^

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie das glauben wollen.

Art 3 Abs 3 GG gilt m.W. allerdings nicht für politische Parteien.

Susanne M.
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Da interessiert mich doch gleich: Wo steht Deutschland im europäischen Vergleich? Ist hier das Problem mit den Jungen ausgeprägter wegen Naziopa etc?

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Was das Gender Education Gap angeht, das gibt es in anderen Ländern auch:

FIN “Drop in boys’ learning outcomes and violence-related risks call for joint national solutions
SWE “Swedish Students Falling Behind in School, Report Warns
NOR “When Men Fall Behind: A Hidden Gender Bias”

DerechteNorden
18 Tage zuvor
Antwortet  Corinna

Dass die sich so als Opfer sehen, zeigt, wo ein Teil des Problems liegt. Vielleicht sollten sie sich selbst einfach mehr hinterfragen. Es liegt nämlich nicht nur an irgendwelchen anderen (Frauen, PoC oder Grün-Linken), dass sie so wahrgenommen werden.
Die meisten Männer in Deutschland sind ja eher selbstkritisch. Das habe ich von vielen Frauen aus anderen Ländern immer wieder gehört. Und Migranten sind auch oft froh darüber, dass sie sich nicht so patriarchalisch verhalten müssen, sondern lauter vermeintlich “weiblich konnotierte” Dinge tun können.
Erst in letzter Zeit schürt die AfD merkwürdige Sichtweisen, die Männern versuchen einzureden, dass das alles schlecht ist. Kommt wahrscheinlich auch aus Russland, vermute ich.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Es ist aber eigentlich schon seit gut 20 Jahren bekannt, dass Jungs bei gleichem Kompetenzlevel tendenziell schlechtere Schulnoten erhalten als Mädchen, weniger oft fürs Gymnasium empfohlen werden, dafür deutlich häufiger an Förderschulen geschickt werden, die Mehrzahl der SuS ohne Schulabschluss stellen usw. usw.

DerechteNorden
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Lesen Sie doch den Beitrag von @Corinna, auf den ich mich beziehe, noch einmal, bitte.
Das, was Sie beschreiben, trifft auf diese besagten jungen Männer doch nicht zu.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Den Beitrag habe ich schon gelesen. Da steht:

In Deutschland habe ich drei Ars..karten gezogen. Erstens bin ich Mann, “

Das lässt m.M. schon darauf schließen, das sie sich wegen ihres Geschlechts in DE nicht unbedingt Vorteile erhoffen. Sehen Sie das anders?

Und was macht Sie so sicher, dass was ich beschreibe auf diese jungen Männer speziell nicht zutrifft?

Kennen Sie sie persönlich?

DerechteNorden
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ob sogenannte “Bildungsverlierer” empfänglich sind für Radikalisierung, kann ich nicht beurteilen. [Hervorhebung durch mich] Aus eigener Erfahrung weiß nur, dass zwei junge Männer aus meinem Umfeld planen, ins Ausland zu gehen, …”
Klingt nicht danach, sonst hätte @Corinna wohl geschrieben, dass sie auch denkt, dass diese jungen Männer in der Schule (worüber Sie in Ihrem Post zu meinen Ausführungen ausschließlich geschrieben haben) benachteiligt wurden, meinen Sie nicht?

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

“meinen Sie nicht?

Nein. Ich weiß nicht mal ob die Autorin mit der gesamten Bildungsbiografie der beiden jungen Männer vertraut ist.

Also was macht Sie so sicher, dass das was ich beschrieben habe auf diese beiden jungen Männer nicht zutreffen kann?

DerechteNorden
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ja, ja, wie immer haben Sie natürlich recht.

DerechteNorden
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Nachtrag: Hier passt wahrscheinlich der Begriff “mansplaining”.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sie brauchen die Frage nicht zu beantworten und dürfen stattdessen auch mit persönlichen Provokationversuchen reagieren, erwarten Sie aber nicht, dass ich auf ähnlichem Niveau gegenhalten.

DerechteNorden
16 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich finde schon, dass der Begriff irgenwie passt.
Sie wissen hier nicht mehr als ich, stellen aber lauter Fragen, die ich natürlich nicht zu 100% beantworten kann, so dass Sie meine Aussagen als falsch dastehen lassen.
Umgekehrt stellt sich die Frage, warum ausgerechnet echte Bildungsverlierer (um DIE geht es hier doch) meinen, sie hätten im Ausland bessere Chancen.
Für mich sind die beschriebenen Bildungsverlierer solche, die nirgends eine echte Chance haben, nicht solche, die meinen sie hätten nur in Deutschland keine, OBWOHL sie gut ausgebildet usw. sind.

ed840
16 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das, was Sie beschreiben, trifft auf diese besagten jungen Männer doch nicht zu.”

Sie wissen hier nicht mehr als ich,

Stimmt. Deshalb interessiert es mich ja, was Sie so sicher macht, dass es Ihrer Meinung nach keinesfalls zutreffen kann, dass die beiden jungen Männer in der Schule bei der Benotung benachteiligt wurden etc. etc. .

OBWOHL sie gut ausgebildet”

Ob das auf die zwei jungen Männer zutrifft oder nicht, lässt sich meiner Meinung nach ebenfalls nicht aus dem Kommentar herauslesen.

Ich finde schon, dass der Begriff irgenwie passt.”

Wenn Sie das so sehen und meinen solche Begriffe verwenden zu müssen, kann ich das wie gesagt tolerieren.

Ich werde das aber auch weiterhin nicht tun.

447
18 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Dann ist es doch prima, wenn diese “unreflektierten Opfer” das Land verlassen.

Oder? 😉

Indra Rupp
18 Tage zuvor
Antwortet  447

Ich hatte ja unten weiter von meinem Sohn und seinen Kumpels geschrieben. Die sehen Ungerechtigkeiten und sicher auch, dass diese Ungerechtigkeiten Auswirkungen haben. Die wissen aber auch, dass es bei allen anderen Menschen auch Ungerechtigkeiten gibt und kämen nie auf die Idee, sich so zu bemitleiden und gebaren , wie die Bekannten von Corinna. Die wissen zudem sehr wohl auch, was sie für Vorteile und Möglichkeiten in diesem Land haben und blicken positiv in die Zukunft. Zum Beispiel, dass ihnen aufgrund des Fachkräftemangels viele Türen offen stehen.
Wenn Menschen sich so verhalten, wie die Bekannten von Corinna, ist es eher so, dass sie einen Grund haben WOLLEN, etwas zu beklagen. Quasi als Alibi. ZB als Alibi, Afd zu wählen, allgemein rechtsextreme Positionen zu vertreten, weniger Rechte für Frauen oder Minderheiten zu fordern , keine Steuern zu zahlen oder unsere Sozialsysteme auszunutzen.
Mein rechtsextremer Nachbar ist zwar ein Boomer und somit ältere Generation, aber auch er entschuldigt seine Gesinnung damit, dass der Staat und überhaupt alle so böse zu ihm sind.
Zum Beispiel findet er es ganz schlimm, dass er als Langzeitarbeitsloser seiner Frau im Haushalt helfen soll. Das geht ihm gegen seine Würde und hat er auch schon oft auf Grillfeiern öffentlich beklagt, dass er als Mann putzen muss. Und das liegt alles an unserer blöden Regierung! Und er findet, dass jeder Deutsche ein Recht auf ein Haus mit Garten haben sollte. Und normale Jobs bezeichnet er als Sklavenarbeit. Und deshalb findet er es auch in Ordnung, wenn er sich nimmt, was er kriegen kann – quasi als Entschädigung. Als das Auto kaputt war, konnte seine Frau, die fast zwei Jahre wegen ihrem Fuß krank geschrieben war, zB auf einmal wieder arbeiten und hat dafür ein neues Auto vom Jobcenter beantragt und bekommen und war dann nach drei Wochen wieder Zuhause und ist das mittlerweile wieder seit einem Jahr. Und das mit dem Auto wäre das mindeste, weil nach deren Meinung die Migranten ja alles bekommen und den Deutschen solche Möglichkeiten vorenthalten werden.
Naja, und so weiter.
Also kurz, solche Leute WOLLEN etwas zum meckern haben, um ihr Handeln zu rechtfertigen.

Steven Reich
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Also ich finde nicht, dass sich Corinnas bekannte selbstbemitleiden. (Auf mich wirkt Ihre Zuschreibung daher eher wie eine Beschämungstaktik)

Corinnas Bekannte stellten aus ihrer Perspektive eine Zustandsbeschreibung an – der Sie und Andere sicher nicht zustimmen müssen. Ich habe das so verstanden, dass diese Bekannten daraus nun Handlungen für ihre Zukunft ableiten wollen. Ich sehe da nur argumentativ ein actio = reactio.

Wie gesagt, die Argumente von Corinnas Bekannten können Sie selbst ja ablehnen oder anders beurteilen, aber man sollte nicht ignorieren, dass Corinnas Bekannte längst keine Einzelmeinungen mehr vertreten. Wenn ich die Zahlen richtig deute, nimmt die Auswanderung aus Deutschland deutlich zu (und auch ich befinde mich in dieser Situation) und meist sind es die Hochgebildeten, die still und leise gehen.

ed840
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die “Hochgebildeten” wollen nach Deutschland. “

Allen Unkenrufen zum trotz, dass Fachkräfte aus Drittstaaten angeblich einen großen Bogen um DE machen würden?

Indra Rupp
17 Tage zuvor
Antwortet  Steven Reich

Ich würde es schon als mimimi betrachten, wenn Leute meinen, sie hätten es hier zu schlecht, weil sie weiß, männlich und Nachfahren von evtuellen Nazi Wählern sind.
Mein rechtsextremer Nachbar verlässt ja vielleicht auch das Land, weil er nach sieben Jahren Arbeitslosigkeit seiner Frau im Haushalt helfen soll.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Drücke Ihnen die Daumen, dass er tatsächlich das Land verlässt und all seine Nazifreunde mitnimmt.
Weiter sind es schlicht Wahrnehmungsstörungen, wenn ein weißer Mann, der allein aufgrund seiner Hautfarbe und Geschlecht schon privilegiert ist, sich leid tut.

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

“Drücke Ihnen die Daumen, dass er tatsächlich das Land verlässt und all seine Nazifreunde mitnimmt.”
Wäre schon irgendwie ein Armutszeugnis der politischen Bildung wenn die am Ende wortwörtlich so blöde sind, in ne Diktatur wie Russland zu gehen :/

Bla
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

“Ich würde es schon als mimimi betrachten, wenn Leute meinen, sie hätten es hier zu schlecht, weil sie weiß, männlich und Nachfahren von evtuellen Nazi Wählern sind.”

Ist objektiv gesehen auch so.
Das Problem dabei ist, dass viele Menschen nicht objektiv denken oder handeln.
Gefühle sind meistens subjektiv. Und die Wahrnehmung ebenfalls.
Daher kann “beides sein”. Ist sogar logisch wenn man die Faktoren “subjektiv [Empfinden] und “objektiv” [tatsächliche Realität] aus soziologisch-psychologischer Sicht der Gesellschaft betrachtet.

Also das Empfinden ist ja mal da.
Dann kann man sagen: Dann seid ihr aber Nazis. Gut.
Oder man geht eben in den Diskurs: Warum empfindest du dich als benachteiligt? Nenne mir mal bitte paar Punkte.

Hier fehlt es dann eben an “inneren Impulsen” und Reflexion. Das können einige Menschen jedoch auch nicht sonderlich gut, daher kann man zumindest versuchen hier “zu helfen”.
Mitunter darauf beruhen einige Sachen der Seelsorge. Auch hier rufen oft genug Menschen an, welche an einem Punkt gelangt sind, wo sie selbst nicht rauskommen und teilweise sogar “Kleinigkeiten” als “große Last” individuell sehen. Andere würden da sagen “Was? Das ist dein Problem? Ach, komm schon.”.

Die Irrationalität sieht man ebenfalls bei einigen Suiziden. Leider. Weil “wegen Trennung” und “erneuter Trennung” [Verlusterfahrung und -ängste, mangelnde Wertschätzung als Gedanke, Verzweiflung, Ablehnung, usw.]. Hatte leider auch einen Fall im “fernen Bekanntenkreis”, wo sich jemand … entschieden hat, sein “Leid zu beenden”. Von außen war das “wegen Trennung”. Voll integriert. Sozial. In Sport- und Musikbereichen tätig. Studium. Soweit ersichtlich sehr soziale und familiäre Familie. Aber … Man steckt nicht in den Gedanken und im Kopf.

Ich selbst war auch 3-4 Jahre als Jugendlicher suizidal Depressiv. Das war “nur im Kopf” im Prinzip. Aber es war da. Und hatte auch dementsprechend Auswirkungen damals.
Später dann Burnout im Erwachsenenalter. Obwohl ich Privilegien habe und hatte. Könnte man auch sagen: Dann arbeite doch weniger und stress dich nicht so. Wurde mir auch damals oft gesagt.

Ich bin nicht der Fan davon, dass man Menschen “Empfindungen” abspricht. Die müssen nicht stimmen. Die können (und sind oft) Quatsch. Man kann auch sehr direkt sein. Auch das benennen “als mimimi”. Alles okay. Passt.
Aber vielleicht sollte man ab und an auch die “Perspektive verstehen” – zumindest versuchen.

Und dann sehe ich viele Menschen aktuell, welche mit der Gesellschaft und dem schnellen Wandel einfach nicht (mehr) klar kommen. Insbesondere seit “Social Media” und Corona.
Aber die Empfindungen sind offensichtlich da. Und das kann man ignorieren. Sie “stigmatisieren”. Oder eventuell doch in den Diskurs gehen und versuchen die Probleme zu nehmen.
Bei 1. und 2. “sehe” ich die Kreuze jedoch schon oftmals bei der AfD. Schade.

“Mein rechtsextremer Nachbar verlässt ja vielleicht auch das Land, weil er nach sieben Jahren Arbeitslosigkeit seiner Frau im Haushalt helfen soll.”

Kann er ja machen. Verwirrter Mann wahrscheinlich? Oder eben menschenfeindlich eingestellt.
Wenn Zweiteres, dann Fragen Sie ihn vielleicht mal, wie er das so sieht mit seinem “Nationalstolz”, wenn er “vom eigenen Land flüchtet” und sich bei “Ausländern” [Hinweis dazu, dass er dann “der Ausländer” wäre und die “die Inländer”] einquartiert. Wie er sich das so vorstellt.

Scheint mehr – ehrlicherweise – jedoch auch weder vom EQ, noch vom IQ der “stabilste Dude” zu sein.
Die Frage “Wovor hast du Angst?” Ist manchmal … Gar nicht so schlecht.

Indra Rupp
17 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Das hatte ich alles schon versucht und hat keine Zweck. Die WOLLEN Angst vor Migranten haben, um ein Argument gegen diese zu haben.
Bei den Empfindungen, ob Corinna’s Bekannte oder meine Nachbarn geht es ja weniger darum, dass ihnen die abgesprochen, sondern u a von populistischen Medien angedreht werden. Auch das, was @ Corinna da von ihren Bekannten zitierte, klingt wie etwas nachgeplappertes.

Bla
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Dann hat man [haben Sie] es zumindest versucht.
Angebot war da. Und wurde nicht angenommen. Okay.

Gibt es. Dann ist das so. Kann er eben umziehen – was viele einfach so “daherplaudern” und letztendlich sowieso nicht machen. Oder er bleibt. Oder er zieht um und kommt dann nach kurzer Zeit wieder zurück.
Bestenfalls zieht er um und checkt mal, dass “die Migranten” keine komplett homogene Gruppe sind. Und fühlt sich dort wohl und integriert sich dort und legt seinen Rassismus ab. Tolle Sache.
Dazu wäre wohl ein AfD Wähler weniger.

Also wäre hypothetisch Ihre vermeintliche Aufgabe:
Gehen Sie zu ihm hin und bestärken ihn. Sagen Sie … Ja, da hat er schon recht. Wo anders ist es besser und weniger gefährlich. Und dort klauen ihm die Ausländer den Job nicht weg. Ganz im Gegenteil. Dort ist er dann “der Ausländer”, welcher denen die Jobs wegklauen kann. Bei Bedarf sogar mehrere bestimmt. Muss er sich nur in’s Zeug legen.
Und vielleicht fragen Sie ihm, ob Sie daweil in seinem Haus “wache stehen dürfen” … So… Damit keine Ausländer hier einbrechen und so.

Vielleicht ja eine Chance und Win-Win-Win-Situation? Für alle dann sogar.

Mal im Ernst … Das halt nen Paulanergarten-Plauderer. Dörflich. Kaum bis keinen Kontakt mit “Menschen mit Migrationshintergrund”. Und genau so wird er erstmal bleiben. Überfordert mit der Welt. Labert Quatsch. Seine Saufkumpels nicken. Und ob er AfD wählt hängt davon ab, ob er an dem Tag dran denkt und aus dem Bett kommt.

Ja… Die gibt es auch. Könnte man eventuell lösen, wenn man “seine Probleme” etwas politisch entgegnet. Also “Aber der Strom …”, “schonmal die Butterpreise gesehen? Die Milch?”, “du, der Diesel. Unbezahlbar.”, “aber ich kann gar nicht arbeiten. Mein Bein. Mein Arm. Mein Kopf. Dazu der Diesel.”
Was soll man denn sagen … Verwirrter Mann halt.

Und wenn er tatsächlich “absolut hinter Rassenideologie” steht. Dann ist er halt ein Schwachkopf und/oder Menschenfeind. Ja, auch die gibt es.

Ich denke halt … Das Angebot haben Sie dann gemacht. Und gut ist. Aber das Angebot erst gar nicht zu machen finde ich eine verpasste potentielle Chance. Darum geht es mir.
Ist etwas wie mit der Wählerstimme. Die Einzelstimme bringt nichts – sollte man trotzdem wählen gehen? Die Auswahl ist auch nicht so prickelnd für viele – daher wählen lassen [mehrdeutig]? Oder sagt man auch hier … Ja, man hat zumindest ein Wahlrecht. Und wenn es auch “alleinig” nichts bringt. Die Masse vielleicht. Das/Ein Zeichen (und wenn nur für sich selbst) vielleicht.
Aber gar nicht wählen zu gehen und dann zu sagen “die anderen wählen doch sowieso” … Ich weiß ja auch nicht.
Angebot ist da. So “bescheiden” es auch sein mag. So wenig Hoffnung man auch hat.

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Das geht langsam auch den Pokitikern selbst auf den Keks ^^
https://www.merkur.de/lokales/freising/freising-ort28692/gegen-alles-und-fuer-nichts-freisinger-stadtrat-verlaesst-die-afd-und-rechnet-mit-partei-ab-94239399.html

Die haben halt nicht mehr zu bieten als den Hass unserer Großeltern, da brauchen Sie nicht mehr erwarten.

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Die “Nachfahren von Nazis” übersehen hier wahrscheinlich nur die eigenen Privilegien bzw. wünschen sich diese herbei, um den eigenen Rassismus kaschieren zu können (kann ja nicht sein, dass eine Frau genau so gut qualifiziert sei ^^)

447
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Klar, die gibt es sicher auch.

Woher weiß ich nur, dass diese entweder garnicht oder nur sehr kurzzeitig “auswandern” werden? 😉

DerechteNorden
18 Tage zuvor
Antwortet  447

Ja. Ich habe damit kein Problem, da die es eh nie lernen werden.

447
17 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Dann ist doch alles gut.

Indra Rupp
17 Tage zuvor
Antwortet  447

Inwiefern hat man im Ausland denn Vorteile, wenn man weiß, männlich und Nazi-Nachfahre ist?

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

“Es liegt nämlich nicht nur an irgendwelchen anderen (Frauen, PoC oder Grün-Linken), dass sie so wahrgenommen werden.”
Anders als Schulpolitik 😛

“Erst in letzter Zeit schürt die AfD merkwürdige Sichtweisen, die Männern versuchen einzureden, dass das alles schlecht ist. Kommt wahrscheinlich auch aus Russland, vermute ich.”
Ne, nur das Geld. Idiot*innen die das eigene Land kaputtmachen wollen? Putin wäre ein Idiot, Rechtsextreme in Europa, Trump und ähnliche Bestrebungen nicht zu unterstützen.
Aber nur weil die AfD das peinlichste Beispiel unserer jetzigen Geschichte darstellt, ändert das nichts an all den Rollenvorstellungen, Vorurteilen, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Rassismus, Intoleranz und Dummheit, die wir über Jahrzehnte gepflegt haben.
Es ist… sagen wir, noch viel Luft nach Oben

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Corinna

Als wenn wir die hiesig herrschenden patriarchalen Strukturen überwunden hätten.
Dringender Tipp an Ihren Bekannten: Er soll sich einmal schwarz schminken, ob er das auch nur einen Tag aushält, geschweige denn sich wohler fühlt, ist zu bezweifeln.
Und ja, es gibt zum Glück keine linksradikalen Nazis.

dickebank
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Hieß Mahler.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

oh ha, von der raf zum rechtsextremisten…war mir nicht bewusst, danke für die info.

Mika BB
18 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Musste ich auch sofort dran denken.

Bla
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Sie sind also für “Blackfacing” – welches sowieso schon als (gesellschaftlich) rassistisch eingestuft wird?

Guter Tipp… Bin ja vollkommen begeistert über solche Gedankengänge.
Wie kommen Sie denn darauf? Glauben Sie tatsächlich, dass die “Gesellschaft” dann denkt: Huch, der ist ja schwarz auf einmal, wenn der sich so schminkt. Heftig, den diskriminiere ich jetzt.
Oder glauben Sie nicht vielleicht auch, dass die mehrzahl der Leute denkt “Blackfacing – das ist ein Rassist”, “warum schmirrt der Spinner sich schwarz im Gesicht an?”. Oder Schwarze sich denken könnten “will der mich/uns verarschen? Was soll denn das?”
… Und bei dem “Blackfacer” selbst wäre nicht das Gefühl “öhm, warum schminke ich mich rassistisch?” Eventuell als Faktor da.

Schlagen Sie vielleicht eher die Kippa vor. Hat einen ähnlichen Effekt. Allerdings nur auf Ihr “Ziel”. Ist einfacher zu machen. Anfeindungen wird man trotzdem wohl bekommen.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Bis eben kannte ich den Ausdruck “black facing” nicht, noch dass dieser als rassistisch gilt.

Und ja, wenn Sie sich überzeugend verkleiden, dann erkennt “die Gesellschaft” Sie nicht und reagiert entsprechend auf das für sie unbekannte Äußere.

Billie Holyday wurde seinerzeit aufgefordert sich “weiß” zu schminken, weil das Publikum keine Lust auf Ihre tatsächliche Hautfarbe hatte.

Bla
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

“Bis eben kannte ich den Ausdruck “black facing” nicht, noch dass dieser als rassistisch gilt.”

Okay? Wusste ich nicht. Doch gilt er. War und ist massiv unter Kritik.
Ähnlich wie “Indianer und Indianerkleidung”. Also nicht “gleichzusetzen” – sondern als Vergleich.

“Und ja, wenn Sie sich überzeugend verkleiden, dann erkennt “die Gesellschaft” Sie nicht und reagiert entsprechend auf das für sie unbekannte Äußere.”

Ja, wenn das professionellst gemacht wird nehme ich an?
Also tatsächliche Maskierung. Wie beispielsweise bei Anatoly [Grandpa “Prank”]?

So bisschen Schminke stelle ich mir nicht so ganz “überzeugend” vor? Aber kenne mich da auch nicht sonderlich aus, außer etwas vom Theater/Film.

“Billie Holyday wurde seinerzeit aufgefordert sich “weiß” zu schminken, weil das Publikum keine Lust auf Ihre tatsächliche Hautfarbe hatte.”

Ist so meines Wissens nach nur eingeschränkt richtig.
Soweit ich das im Kopf habe, musste sie sich sogar “dunkler schminken”. Warum? Wegen Rassismus. Eindeutig. Aber eben nicht weiß.
Man forderte, dass sie sich bewusst “dunkler schminkt”, damit sie “eindeutiger zugeordnet” werden konnte.
Sie war im Prinzip “nicht schwarz genug” für die Rassisten. Und man forderte ein, dies zu ändern für dei Auftritte.
Damals war es verpöhnt bis “Tabu” als Schwarze mit weißen aufzutreten. Und auch als Weiße mit Schwarzen aufzutreten.

Also das mit der “keine Lust auf die Hautfarbe” ist richtig. So oder so.
Aber die Farbe war gerade nicht “weiß”. Insbesondere aus rassistischer Motivation “schwarz”.

Oder verwechsel ich da was? Bin mir relativ sicher.

Indra Rupp
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Das “black facing” führt auf Schauspielrollen zurück. Schwarze Schauspieler haben es schwerer, eine Rolle zu bekommen, auch , wenn sie sich weiß schminken würden, weil das fragwürdig aussähe.
Beim schwarz schminken sah das ebenfalls fragwürdig aus, war Leuten in dem Fall aber egaler, weil die dargestellte Person auch oft komisch dargestellt werden sollte. Es ist also Unrecht, dass Schwarze schon schwerer an Rollen kommen und ihnen dann auch noch von schwarz geschminkten Weißen die Rollen weg genommen und sie obendrein damit veralbert werden.
Ich finde es nebenbei auch nicht gut, wenn zB Rolli Fahrer von Menschen mit gesunden Beinen gespielt werden, wie zB bei den Vorstadtkrokodilen,denn auch Rolli Fahrer kommen logischerweise schwer an Rollen.

Susanne M.
16 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Das Black Facing führt auf eine bestimmte Art von Volkstheater zurück, ibei dem schwarzengemalte Weiße ” dumme Schwarze”nachgespielt haben. In Europa gab es diese Tradition des ministrel jedoch nicht, weshalb ich es auch eher für ein US- Problem halte. Das Schminken des schwarzen Königs der Heiligen Drei Könige ist heutzutage auch schon Black Facing, obwohl es sehr respektvoll gemeint war.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Als besonders demütigend empfand sie Auftritte, für die ihr Gesicht mit Make-up dunkler geschminkt wurde, da dem weißen Publikum angeblich Billie Holidays Teint zuweilen als zu hell erschien.”

Also mal zu dunkel, mal zu hell. Historisch belegt ist eben auch, dass sie aufgrund rassistsicher Anfeindungen heller schminken musste.

Bla
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

“helleres Dunkel”. Genau. Nicht weiß.
Gerade damit es “passt”. Zumindest für damalige Rassisten.

Die Frage ist nur, wo Sie mit dem Beispiel hin wollen?
Früher wurden auch “Behinderte ausgestellt”. Es gab ebenfalls “Menschenzirkus”.

Zum Glück ist das in Deutschland nicht mehr so.
Gesellschaften können sich etwas wandeln. Und sie tun dies auch. Ob immer in “sozialer Richtung”? Das ist zu hinterfragen und zu klären.

447
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Es gibt alles.
Es gibt sogar (kein Witz) “kommunistische Nazis”. (Nein, nicht nur eine Simpsonsanspielung)

Bla
18 Tage zuvor
Antwortet  447

Es gibt auch die Grauen Wölfe.
Ja … Natürlich gibt es auch unterschiedliche Menschen, welche “(Neo)Nazis” sind oder sich so sehen oder so gesehen werden.
Es gibt … Oh wunder. Auch weibliche “Nazis”. Und sogar Schwule. Und auch Schwarze.
Zudem gibt es “Tokens”. Ob diese davon profitieren und sich dessen bewusst sind oder nicht spielt hier nur eine untergeordnete Rolle bei “gibt es das?”. Ja. Gibt es alles.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  447

Dafür hätte ich gern eine Quelle, da ich derartgen Widerspruch tatsächlich nur für eine Simpsonidee halte.

Bla
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Darf ich auch?
Habe ja zumindest 447 zugestimmt.

Falls ja:
Sagt Ihnen “Oxymoron” etwas? “Kommunistische Nazis” ist so etwas. Es zeigt das (eigentliche) Paradoxon und den Widerspruch auf.

In dem Fall würde der “Nationalbolschewismus” durchaus zutreffen. Ernst Niekisch (Deutscher) wollte diesen “verbinden” wenn ich das noch grob im Kopf habe.
Geprägt durch die Nationalbolschewistische Partei Russlands – Durch Eduard Limonow.

Ansonsten noch Vertreter von “Querfronten”. Gemeinsamer Feind und so …

Kennen Sie den Begriff “Nazbols” ? Auch das beschreibt das Phänomen eigentlich gut denke ich. Oft als Meme.

Vereinzelt (?) “Autonome Nationalisten”? Also als “Nazi-Gruppierungen”, welche aber auch linke Symbole nutzen und die Abschaffung des Kapitalismus fordern. Betiteln sich auch eher als “Nationale Sozialisten”. Keine Ahnung, ob man die hier “dazu zählt”.

Und (historisch) die Strasser Brüder würde ich sagen? NSDAP mit kommunistischer Prägung und Forderungen.

447
18 Tage zuvor
Antwortet  Corinna

Sicherlich etwas polemisch…aber im Kern läuft es halt so.

Wenn man nicht gut qualifiziert (=real gut qualifiziert, nicht auf dem Papier) PLUS eine gute Nische, umfangreiches immobiles Erbe und/oder Staatsdienst hat…macht es nicht unbedingt Sinn, hier zu bleiben.

Natürlich gibt es überall auf der Welt Dinge, die man nachteilig sehen kann und “Milch und Honig” fliesst nirgendwo umsonst…aber Chancen und/oder Lebensqualität ist oft besser.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  447

The grass is always greener on the other side of the fence

Nach meinen Informationen liegt DE z.B. bei Auswandern aus Schweden als Zielland auf Rang 2, hinter Spanien auf 1 und vor NOR auf 3.

447
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Na ja, warum auch nicht?

Vielleicht denken sich z.B. ländlich lebende Schweden: “Boah, Bullerbü langweilt mich zu Tode, ich will Berliner Bahnhof nachts um halb drei! Ich will das tobende Nachtleben und hippe Cafes!” … und umgekehrt will ein Berliner Nachtschichtarbeiter endlose Wälder und endlich mal Stille, Stille, Stille…passt doch dann.

Wenn die einen “hier” besser zurechtkommen, die anderen “dort”… ich sehe da kein Problem.

Nur irgendwie…so ein ganz bisschen “irgendwie” ahne ich, dass das zunehmende Verteufeln und Schlechtreden von AUSwandern (ganz im Gegensatz zum geradezu axiomatisch gewirdenen Bejubeln von EINwanderung) ganz bestimmte Gründe hat… 😉

Steven Reich
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Sie wissen aber schon, dass schwedische Weihnachtsmarktbesucher keine Auswanderer sind?!

Ich habe aber mal die KI gefragt (es sei mir verziehen, weil ich mich wirklich nicht noch durch schwedische Quellen durcharbeiten wollte).

Pro Jahr wandern zwischen 10.000 bis 12.000 Schweden aus.

Die beliebtesten Ziele sind: Norwegen & Dänemark, Spanien, USA & UK…

Für Deutschland bedeutet das (2024 kamen 2280 Schweden (nein, ich habe keine Null vergessen) ) – Insgesamt leben 25.000 bis 30.000 Schweden in Deutschland, meist in den Regionen Hamburg, Berlin und München.

Ich glaube, es gibt in Deutschland Ortschaften, die haben mehr Einwohner als jährlich zu uns kommende Schweden, und die gelten immer noch als Dorf.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Steven Reich

ich habe aber mal die KI gefragt “

2024 kamen 2280 Schweden (nein, ich habe keine Null vergessen

Und warum haben Sie Ihre KI nicht gefragt , wie viele Schweden im Jahr 2024 nach Spanien und Norwegen ausgewandert sind?

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Steven Reich

Mal ganz ohne KI:

Wenn von 10.000 Auswanderern 2280 nach DE ausgewandert sind, dann wären das ja ca. 23 %

Ihre KI aber behauptet aber , dass Norwegen , Dänemark, Spanien , USA und UK die beliebtesten Ziele wären, macht Sie so was nicht stutzig?

Rainer Zufall
18 Tage zuvor
Antwortet  Corinna

Und was haben Sie ihnen geantwortet? 🙂

447
19 Tage zuvor

„Die Jungen brauchen Trainer, Lehrer, ältere Jungs, zu denen sie aufschauen können. Die aber keine performative Männlichkeit vor sich hertragen.“

Nun, dann ist ja aufatmen angesagt:
Die ganze (schul-)mediale Welt (abseits weniger sm-accounts, also: ÖRR, Mainstream-TV, Hollywood, Musikindustrie usw.) ist voll von diesen “Vorbildern” – feministisch eingestellte Frauen & feministisch eingestellte Männer.

Läuft also.

Ansonsten ist es halt das übliche:
“Gen Z & alpha-Jungs wollen zunehmend nicht einsehen, dass sie halt defekte Frauen sind! Dieses Problem sollen gefälligst Männer lösen! Halt nein, nicht soooo!”

Na ja, dann … wird schon werden.
Obwohl ich mich manchmal schon ernsthaft frage, ob Leute, die fordern, dass “Männer” dann “Vorbild” sein sollen, aber halt ohne (performative) “Männlichkeit”….sich eigentlich selber reden hören. 😀

blau
19 Tage zuvor

Hmm nunja dieses überall zelebrierte selbständige Lernen ist halt ggfs. für viele Mädchen einfacher umzusetzen als für viele Jungen. Ggfs. profitieren sie mehr von starker Lenkung und Disziplin im Klassenraum. Bei meinen Schülern jedenfalls ist es so. Freie Phasen werden v.a. genutzt um nichts zu tun von meinen Jungs wohingegen sie im Frontalunterricht und vielen durchgetakteten Übungsphasen glänzen können.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  blau

dieses überall zelebrierte selbständige Lernen ist halt ggfs. für viele Mädchen einfacher umzusetzen als für viele Jungen.

Ist vermutlich nicht von der Hand zu weisen und könnte einer der Gründe sein, dass Jungs z.B in Ländern wie Finnland , Norwegen und Schweden bei PISA noch deutlich weiter hinter Mädchen zurückliegen und signifikant häufiger zur Risikogruppe gehören als in den DE-16.

GBS-Mensch
19 Tage zuvor

“Die Jungen brauchen Trainer, Lehrer, ältere Jungs, zu denen sie aufschauen können. Die aber keine performative Männlichkeit vor sich hertragen.“

Das ist ja schon ein Widerspruch in sich.

“Es entsteht der Eindruck, Männer würden nur noch wie defizitäre Frauen behandelt, die ohne Widerrede das volle feministische Programm vertreten sollen.”

Aha, da wird der Widerspruch sogar verbalisiert.

Dass das Bildungssystem nicht auf Jungen ausgerichtet ist, dürfte inzwischen eine Binse sein. Dass Mädchen, Frauen statistisch häufiger höhere Abschlüsse erreichen ist auch seit längerer Zeit evident.
Aber…welche Abschlüsse sind das und was wird damit angefangen?
Und mit der Beantwortung der Frage landen wir dann wieder in der Realität. Man hat mit vergleichender Literaturwissenschaft eben doch nur auf eine Professur oder die Hausfrauenehen studiert. Sehr viel dazwischen gibt es nicht.

Auf der anderen Seite deuten rezente Befunde darauf hin, dass Mädchen im Beschulungsalter wesentlich häufiger psychische Probleme entwickeln als Jungs…
Vielleicht hängt das Eine mit dem Anderen zusammen.

Achin
19 Tage zuvor

Jede Lehrkraft hat die Pflicht, das Diskriminierungverbot des Grungesetzes und die Gleichheit von Frau und Mann zu vermitteln, gegenüber Schüler*innen, Eltern und bisweilen auch Kolleg*innen.

Wenig hilfreich sibd allerdings, wie sonst auch, gruppenbezogene Vorwürfe, die männliche Jugendliche und junge Erwachsene unter Generalverdacht zu stellen (“Junge Männer werden zur Problemgruppe”).

Mit vollem Recht, soziologisch wie psychologisch, werden gruppenbezogene Bewertungen bei allen anderen gesellschaftlichen Fragestellungen von Demokraten als populistisch abgelehnt. Dabei darf es keine Ausnahmen geben, auch keine gutgemeinte, genausowenig wie “DIE Migranten”, gibt es auch nicht “DIE jungen Männer” nicht.

Bla
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie verhält es sich mit “Ausleben von negativen Glaubenswerten”? Also den Religionen und “Radikalisierung dessen”?
“Darf” man das auch auch erwähnen?
Das ist nämlich ebenfalls ein Problem.
Wenn wir schon bei “ehrlichen Diskurs” und Ehrlichkeit sind.
Religiöses Machtgefüge? “Anpassungen”?
Wie ist Ihre Meinung denn dazu?

Achin
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Inhaltlich liege ich hier auf Ihrer Linie, gleichwohl würde ich mir von Ihrem geschätzten Fachmagazin wünschen, das “im Schnitt” hinsichtlich gruppenbezogener Aussagen mehr hervorzuheben. Dies betonen Sie hier, an anderer Stelle nicht. Des Weiteren verstärkt die Auswahl ihrer Symbolbilder unter den Überschriften Ihrer Artikel bisweilen Stereotypen.

Die gesellschaftlichen Konfliktlinien sind andere und komplexere als in vergangenen Jahrzehnten, zwischen “den Männern und den Frauen” verlaufen sie jedenfalls nicht. Adornos Begriff “Die Wahrheit hat immer einen Zeitkern” bleibt an dieser Stelle aktuell.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  Achin

Männlich + Migrationshintergrund wären dann zwei Merkmale die es inder Summe der betroffenen Person noch schwerer machen würden in der Schule Erfolg zu haben. Wen dann auch noch das Merkmal sozial-benachteiligt dazu käme, würden die Hürden vermutlich noch höher.

https://www.news4teachers.de/2024/07/voreingenommene-lehrer-schulnoten-in-deutschland-offenbar-durch-geschlecht-gewicht-und-herkunft-stark-verzerrt/

Chris
19 Tage zuvor

Das Problem fängt doch schon bei uns in der Schule im Kollegium an. Da heißt es bei der Einstellung: „Bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt.“ Es geht weiter damit, dass die Gleichstellungsbeauftragte per Gesetz immer weiblich sein muss, auch wenn es die Männer sind, die z.B. als Grundschullehrer absolut unterrepräsentiert sind.

Im Strafgesetzbuch sieht es nicht anders aus. §183 StGB gilt z.B. nur für Männer. Entsprechend können Frauen diese Verbrechen gar nicht begehen und tauchen so auch nicht in der Statistik auf.

Auf dieser Basis muss ich Horx zustimmen. In Wirklichkeit werden Frauen heute privilegiert.

Muxi
18 Tage zuvor
Antwortet  Chris

Rechtlich ja, da werden Frauen bevorzugt. Gesellschaftlich ist das aber nicht ganz so einfach.
Fängt schon damit an, dass unsere Gesellschaft nach wie vor keine gute Lösung für das Problem Kinder vs. Karriere gefunden hat, das naturgemäß Frauen eher trifft als Männer.
Auch ist z.B. der Körper der Frau immer wieder politisches Thema (Pornoverbot, ja oder nein dreht sich um Frauen) usw.
Das sind komplexe Probleme die unabhängig von der Rechtslage bestehen.

Heinz
18 Tage zuvor

Ich bleibe dabei:
Wenn man Kinder in ihrer frühen Kindheit vor jedem Misserfolg schützt und sie dann um jeden Preis in eine Schulform packt, für die sie nicht geeignet sind und wo es nur darum geht, um jeden Preis so viel wie Wissen wie möglich ins sie reinzupressen und wer hinten runter fällt fällt halt hinten runter, dann muss man sich nicht wundern. Kinder und vor allem Jugendliche müssen heut zu tage oft jahrelang immer die Versager und Verlierer im Schulsystem sein, bevor man sie einer anderen Schulform oder einem anderen Bildungsgang zuteilt, ist es oft schon zu spät. Wer soll das psychisch aushalten.

Mädchen und Jungen reagieren dann halt häufiger unterschiedlich. Mädchen werden ruhig, in sich gekehrt und Jungs suchen sich ihre Bestätigung, ihre Wertschätzung über andere Wege, wenn sie schon nur schlechte Noten schreiben.

Indra Rupp
18 Tage zuvor

1997 : Unsere Klassenlehrerin, Klasse 10,erzählt mit einem selig glücklichen Blick, dass Mädchen in letzter Zeit die besseren Abschlüsse hätten. Ich und die anderen verstanden das. Sie kam aus einer Zeit, wo das Gegenteil der Fall war. Trotzdem hatte ich mich damals als 16jährige schon gefragt, wie käme das wohl an, wenn ein Mann glücklich wäre, wenn die Jungs besser wären?

1998: Die Freundin meiner Mutter war Studienrätin und erzählte beim Kaffee spöttisch über heulende Mütter von schwierigen Kindern. Mit einem theatralisch seufzenden, selbstgerechten Blick zum Himmel : “Hach jaaa und es sind immer die Jungs..”

2006 : Ich werde Mutter eines Jungen und bekomme, speziell als Alleinerziehende, die nächsten 14 Jahre am laufenden Band katastrophale Hinweise : ” Jungs von alleinerziehenden Müttern landen immer auf der schiefen Bahn”, ” mit dem kriegst du später RICHTIG Probleme, aber RICHTIG Probleme”, “was machst du mit dem, wenn der 14 ist?” Zum Glück war er irgendwann 14 und die Stimmen verstummten.

2013 : Waldorfschule ausprobiert. Hier sind Jungs wirklich die schlechteren Mädchen. Und eher weniger alternative /öko/Antibildschirm-sonstwas – Eltern, sondern eher “schicke” Eltern, die sich vom “Pöbel” absetzen wollten, mit extrem anstrengenden Prinzessinnen Töchtern. Dazu Pflegeeltern von schwierigen Jungs, für die Waldorf die Lösung sein sollte. Ein Pulverfass.

2015 : Grundschule. Glück gehabt, mit Lehrerin, die sich nichts beweisen musste und auch noch eine Ausbildung hatte. Die Mädchen mussten andere Wege finden und konnten nicht als Prinzessinnen Punkten. Auch nicht damit, dass sie die Jungs trietzten um allen Fokus auf deren Fehlverhalten und damit vom eigenen abzulenken. Hatte bei beiden Kindern die gleiche GS-Lehrerin, weil 4 Jahre auseinander. Im zweiten Fall waren schon auch sehr zickige Mädchen dabei, dazu in der Klasse weit in der Überzahl, wie damals bei Waldorf. Trotzdem war das Ergebnis bei dieser Lehrerin immer gleich. Die Mädchen waren keine Prinzessinnen, sondern punkteten damit, dass sie alle in der Klasse wertschätzten und achteten und eben die Jungen, genau wie die Flüchtlingskinder, wie die Inklusionskinder, usw, mit Respekt begegneten. Dies zog dann quasi die Jungs und überhaupt die ganze Klasse mit. Wenn die Mädchen, wie bei Waldorf, gegen die Jungs arbeiteten, verfielen die Jungs in Kriegsstimmung. In diesen beiden Grundschulklassen aber, feuerten die Mädchen zB einen Jungen beim Schwimmen an, der gerade sein Seepferdchen schaffen wollte (ohne, dass ein Lehrer dazu aufforderte, es waren aber die Früchte der pädagogischen Arbeit der Klassenlehrerin) . Die Jungs nahmen diese “sozial-Regeln” der Mädchen an und taten es ihnen gleich. Man könnte also sagen, die Mädchen haben den berühmten Löffel in der Hand. Wenn die Mädchen sozial sind, klappt auch der Rest. Sozial heißt aber eben nicht, sich für das bessere Geschlecht zu halten, von vornherein Opferbonus zu haben und den Jungen Tätergene zuzuschreiben. Kurz, sozial ist nicht nur Frauenrechte im Blick zu haben.

2017: Nach der GS Privatschule ausprobiert. Keine Ahnung, alle privilegiert, aber war zu teuer.

2019 : Oberschule. Schwierige Klasse, aber mein Sohn reif genug, damit umzugehen, war OK. Jungs schwierig, Mädchen schwierig, aber eben keine Prinzessinnen, deshalb nicht ganz so schlimm.

2023: Oberstufe. So, jetzt wird es interessant. Da haben wir wieder privilegierte Töchter. Aber auch Rich-boys. Jedenfalls hier keine Jungs, die rechtsextrem werden, nur Mist bauen oder keinen Plan haben, sondern leistungsbereite, sozialstarke Jungs. Die treffen sich nicht, um Autos zu demolieren, sondern zum Raclettessen, Marvel gucken und über ihre große Lego Sammlung und die neuesten Sammlerhits quatschen. Die überlegen, ob sie den Wehrdienst mit Thw oder Fsj umgehen wollen. Die auch wissen, was sie beruflich wollen. Und die finden die typischen Marvel Filme toll, ja, aber, heulen tatsächlich auch los. Nicht, weil ein Fußballer kein Tor getroffen hat, sondern weil die kleine Tochter von Ironman im Avengers Endgame nun Halbwaise ist. Bei Starwars, wenn ich mich nicht vertue ging es auch um irgendeine Frau, oder war das die Schwangere von Fantastic 4, was sie ergriffen hat? Kriege es nicht mehr auf die Reihe. Der neue Tribute mit dem Down-Syndrom kind in der Arena ging jedenfalls auch zu nah und auch zu weit, guckt man eher nicht nochmal.
Ich will damit sagen : Die SIND sozial und empathisch und haben viel für Frauenrechte übrig ..

AAABBBERRR…

Der gesamte männliche Abiturjahrgang ist sich einig, dass die Mädchen in der Schule bevorzugt und besser bewertet werden. In manchen von weiblichen Lehrkräften geführten Fächern geht es gefühlt jede 2.Stunde um Frauenrechte. Stehen Klausuren an, fragen sich die Jungs, was da jetzt eigentlich drankommt, zB in Politik. Lehrerin war oft krank, hatten nur drei Stunden gehabt, ging nur um Frauenrechte. Wovon handelt jetzt die Arbeit?
Die Mädchen sind bei dem Thema in ihrem Element und bekommen für jede genehme Aussage ein theatralisch betontes Häkchen. Die Jungs, wenn sie schlau sind, passen sich an und sagen genau das, was Lehrerin hören will, um auch mal ein Häkchen zu bekommen, vorausgesetzt, sie werden dran genommen, denn bei dem Thema drängeln sich die Mädels mit Wortmeldungen geradezu vor, ist ja ihr Thema.

Wie wir wird das nun im eventuellen Lehramt Studium meines Sohnes? Ich habe den Verdacht, genauso. Mit ganz vielen Frauen im Hörsaal und man muss sagen, was alle hören wollen, wenn man das Studium schaffen will.

Als Frau fände ich es schön, wenn wir inzwischen so selbstbewusst und emanzipiert wären, dass wir uns nichts mehr beweisen müssen. Zu der letzten Stufe der Emanzipation gehört auch, zu erkennen, dass, wenn wir an der Macht sind, wir die gleichen Fehler machen, wie zuvor die Männer. Im öffentlichem Leben ist das oft alles andere als der Fall, da kann ich als alleinerziehende Geringverdienerin ein Lied von singen. In der Schule aber, hat sich das definitiv ins Gegenteil verkehrt. Und genauso, wie wir wollten, dass die Männer unsere Belange beachten, müssen wir das auch umgekehrt tun und es uns nicht bequem im Modus der Benachteiligten einrichten.

Bla
18 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Erstmal Danke für das Teilen eines Teils Ihrer Lebensgeschichte bzw. Ihres Kindes [als Gemeinsamkeit].

“Im öffentlichem Leben ist das oft alles andere als der Fall, da kann ich als alleinerziehende Geringverdienerin ein Lied von singen.”

– Alleinerziehend(e)
– Geringsverdiener(in)

Und schon haben Sie zwei der Hauptfaktoren. Das ist und wäre bei vielen Männern ebenfalls schwierig natürlich. Der Umgang und die “Sozialisierung/Stigmata” sind anders.

Aber damit gehören Sie schon “zu den Verlierern des Systems”.
Ganz unabhängig vom Geschlecht.

“Und genauso, wie wir wollten, dass die Männer unsere Belange beachten, müssen wir das auch umgekehrt tun und es uns nicht bequem im Modus der Benachteiligten einrichten.”

Feminismus ging und geht “in Wellen”. Die jetzige aktuelle “Welle” hat oftmals leider ein Bild “nur Frauen stärken – deshalb Männer schwächen”. Das ist jedoch nicht der Grundgedanke und sind nicht die Werte anderer “Bewegungen” und “Wellen”.
Frauen werden gestärkt, wenn es Männern auch gut geht.
Und andersrum genauso.
Also muss man die jeweiligen (und auch gemeinsamen) Problemfelder erkennen, benennen und dann tatsächlich anpassen/handeln.
Ich hoffe, dass diese Erkenntnis mal auch umgesetzt wird.

Beispielsweise gibt es zu wenige Frauenhäuser. Das ist ein Fakt. Ein weiterer Fakt ist, dass es ebenfalls zu wenige Männerhäuser gibt.
Das Ziel sollte sein: Beides mehr.
Oft der Diskurs: Frauenhäuser
Und hier müssten wir als Gesellschaft wachsen.

Wie sieht es denn so aus? Systemisch:
– Sozialer Status und finanzielle Lage
-> Starker soziologische Faktor. Der zieht sich stets durch sämtliche (!) “Problemfelder”. [Ich habe das Gefühl, darüber können Sie auch ein Lied spielen.]

– Fokus auf “den Standard/die Masse” als Ausgang, aber Forderung (oft ohne Einhaltung) auf Differenzierung/Individualität/Minderheiten
-> Neurotypisch geprägte Welt
-> Kita/Schule … Die Art zu lernen und zu unterrichten ist schon stark neurotypisch ausgeprägt
–> Ist aber auch logisch … Es betrifft die Mehrheit. Und die Minderheit “muss” sich anpassen. Sonst fällt und fiel man unter das Raster.

– Die Welt wurde “immer schneller”, immer mehr, immer geprägtere “soziale Erwartungen und Normen”. Immer komplexer.
-> Das halten viele nicht aus und ziehen sich zurück in Copings, Abgrenzung, Radikalisierung, Bias/Bubblen, usw.
-> Das ist ein nachvollziehbarer und logischer “Reflex”. Auch eine psychologisch soziale Art der Anpassung “auf Außen”

– Problemfelder sind bekannt – oft benannt. Aber die Handlung fehlt eben. Beispielsweise rechte Politik, welche insb. “die Mitte” hart trifft. Hier fühlt es sich für viele ohne sowas wie “Reichensteuern” und der Erkenntnis “des Herauswindens” einfach “Machtlos” an.

– Das Vertrauen an Medien geht zurück für viele. Die Themen sind oft nicht “eindeutig”. Einige Hinterfragen das. Was gut ist. Aber viele stellen dann falsche “Kausalwirkungen” und unlogische “Transfers” her.
Beispielsweise:
Wenn A böse ist – muss B gut sein.
Nein es kann beides sein.
Beim Nahost-Konflikt ist ein “gut” und “böse” weder ehrlich, noch tragend. Und wenn man dann “ein Unrecht einer Seite sieht” [und das kann man beiderseits so sehen], dann geraten viele auf “Pro-X” oder “Pro-Y”. Sie radikalisieren sich. Dazu ordnen sie Medien als “zu einseitig” dann ein.

– Die Welt wird “schwieriger”. Die ständigen Konflikte und belastenden Themen. Die Anzahl der Meldungen. Die “schwere Last”. Sei es bei “Schule”, “Krieg”, “Klimakrise” oder “Familie” und “soziales Miteinander”.
Das “Ich” ist dann oft ebenfalls leichter. Zum einen wird das sozial geprägt. Also die “Ellenbogenmentalität”. Zum anderen wird es auch so eingefordert [immer mehr fordern, wenig selbst leisten (wollen)]. Dazu kommt der Einfluss durch Sozial Media, dass hier “Männercoaches” durchaus gut ankommen bei vielen Jungen. Und “Schminkvideos” bei den Mädels. Schönheits-OPs beiderseits. Selbstoptimierung. Ob mit “Hämmerchen” gegen die Wange. Operationen. Haartransplantationen. Oder die Pillchen. Der Trend zur Selbstoptimierung ist sozial Media geprägt und sehr hoch.
Zudem die KI und Filter. Welche primär “auf Schönheit” basiert. Menschen, welche “das Ideal” (oder noch mehr …) als generierte Bilder usw. als “Standard der Umwelt” immer mehr sehen und wahrnehmen. Bis sie rausgehen. Aber dann braucht man den Abgleich.
Werbung? War schon immer so. Jetzt gezielter. “Besser”. Alles wird umgesetzt in “wir wollen dich halten – in Süchten”.
Und der Staat? Macht daraus Profit und sieht zu.

Usw. Usf.
Es gibt sooo viele Bereiche, wo wir uns als Gesellschaft ehrlich machen müss(t)en. Sonst verlieren wir eben Generationen. Das ist ja im Prinzip auch irgendwie bekannt … Und irgendwie “akzeptiert”?

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

“Feministische Kämpfe sind noch lange nicht zu Ende gefochten. Gravierende Ungleichheiten im ökonomischen Bereich, die sich in der Corona-Pandemie noch einmal verfestigt haben, ein sinkender Anteil an Frauen in den Parlamenten und weiterhin hohe Zahlen von sexualisierter Gewalt im eigenen Zuhause, im Netz oder im öffentlichen Raum – es gibt noch viel zu tun, bis echte Gleichberechtigung erreicht ist. Dabei unterscheiden sich die Kämpfe heutiger Feminist*innen von denen von vor 100 Jahren: Damals ging es in erster Linie darum, endlich rechtlich gleichgestellt zu sein, zum Beispiel das gleiche Wahlrecht zu haben wie der Ehemann, Vater, Bruder oder Sohn. Heute ist die rechtliche Gleichstellung von Frauen weitestgehend erreicht – und trotzdem leben wir faktisch nicht gleichberechtigt zusammen. Die unterschiedliche Bewertung von Menschen aufgrund des Geschlechts, sei es im Beruf oder im privaten Bereich, prägt noch immer unsere Gesellschaft. Feminist*innen geht es auch nicht „nur“ um das Ende von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, vielmehr wirken verschiedene Diskriminierungsformen zusammen, überschneiden und verstärken sich teilweise auch gegenseitig. Es bleibt also noch einiges zu tun.”

Von Gesine Agena, Koordinatorin desKompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention

Schade Marmelade
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Mich würde interessieren in welchen Bereichen man als Frau benachteiligt wird, weil man eine Frau ist?
Ehrlich. Wo sind die Nachteile? Ich würde gerne von einigen Frauen mal hören wo sie so ihre systemischen Benachteiligungen erfahren haben.
Und ganz ketzerisch sage ich einfach mal das niemand gleichberechtigt ist. Der/die Schöne hat mehr Chancen als der/die Hässliche. Der Große mehr als der Kleine. Der/die Kluge mehr als der/die Dumme. Der/die Selbstbewusste mehr als der/die zurückhaltende. Gleichberechtigung ist eine Illusion. Ähnlichberechtigung wäre das Optimum. Niemals wird alls Gleich sein.

Schotti
18 Tage zuvor
Antwortet  Schade Marmelade

Vor allem dürfen wir auf gar keinen Fall den Fehler machen und private persönliche Lebensentscheidungen mit systematischer juristischer Diskriminierung gleichsetzen.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  Schotti

Falls Sie persönliche Erfahrungen mit Diskriminierungen gemacht haben sollten, klingt eher nicht so: Haben Sie sich privat für diese entschieden ?

Indra Rupp
18 Tage zuvor
Antwortet  Schade Marmelade

– Auf dem aktuell angespannten Wohnungsmarkt haben alle, die nicht männlich und fest im Berufsleben stehen, schlechte Karten. Frau könnte ja schwanger werden und dann auf Unterstützung (Mann, Staat) angewiesen sein. Wenn sie schon Kinder hat, hat sie die meistens bei sich und ist “gebunden”. Sind die Kinder dagegen hauptsächlich beim Vater, wird eher angenommen, mit ihr stimme etwas nicht und sie wird trotzdem als weniger frei und Unabhängig von ihren Kindern betrachtet. Es haben auch Männer ein Problem auf dem Wohnungsmarkt, wenn sie sehr jung, alt, Studenten, krank, behindert, suchtabhängig, oder ähnliches sind. Aber nicht, weil sie einfach Männer sind.

– Ich bin Straßenmusikerin und bei mir trauen sich Leute, die provozieren wollen, eher, als bei meinen meist männlichen Kollegen. Gleiches sagen Bettlerinnen. Das gilt auch und besonders für provozierende Frauen! Ja, Frauen diskriminieren Frauen auch ganz schön.
Auch Behörden sind mitunter mutiger ggü Frauen oder auch Lehrer*innen! Es ist nicht nur ein Unterschied, ob zwei oder ein Elternteil vor einem sitzen, sondern auch, ob es ein Vater oder eine Mutter ist.

-Bei alleinerziehenden Müttern trauen Mann und Frau sich auch mehr. Ist der Vater mit in der Familie, stört man eher weniger. Ist die Mutter alleine, mischen sich Leute mehr ein, bevormunden, wollen deine Kinder abhaben und auch ein bisschen Mama spielen usw.

– Kinder von alleinerziehenden Müttern werden schneller Opfer von Missbrauch durch Nachbarn oder Bekannte, auch hier traut man sich eher

– Eltern können auch ganz schön diskriminieren. Söhne im Hotel Mama bis weit über 30. Ist die Ehefrau im KH, kann Sohn seine Kids von Oma versorgen lassen, darf noch abends zum Sport und wird bekocht. Macht auch nichts, wenn er, wie mein Schwager, als meine Schwester im KH war, nicht weiß, wann sein Sohn das letzte Mal die Unterhose gewechselt hatte. Würde das eine Mutter nicht wissen, würde sie als Assi betrachtet. Und bei der Mutter nimmt die Oma die Kinder, wenn Mutter arbeiten geht, aber doch nicht, damit sie mal Zeit für sich hätte oder gar für ein Hobby, da wäre Missgunst hoch drei.

– Als Pferdewirtin/Reitlehrerin, die ich ja neben der Straßenmusik auch noch bin habe ich auch mal Gummistiefel an und schmutzige Kleidung und Finger. Geht ein Mann so in den E-Center, ist er ein fleißiger Arbeiter, geht eine Frau so in den E-Center ist sie… (keine Schimpfwörter hier)

– Mein früherer Nachbar, Vermieter, von Beruf Berufschullehrer, lief gerne auf dem Hof im ollen Jogginganzug herum, wenn er dort am werkeln war. Seine Frau, Studienrätin, sah immer schick aus, auch wenn sie draußen ebenfalls am werkeln war. Ich hatte so einen alten Pulli mit Malerfarbe, die nicht mehr raus ging an, wenn ich draußen am werkeln war, gab ziemliches Naserümpfen von beiden.

-Betrüger bei Kleinanzeigen verwenden gerne Frauennamen, weil sie dann vertrauensvoller wirken. Nicht ohne Grund. Frauen werden nicht nur als harmloser betrachtet , man meint auch, sie lassen sich mehr gefallen. Deshalb werden sie mehr benutzt, weniger respektvoll behandelt, haben eher einen Grund ihren Vornamen im Telefonbuch nicht anzugeben.

– Ich versuche meinen Kindern eine nach meinem Verständnis gute Kindheit zu bieten, ländlich, Natur, Tiere. Ich möchte gar nicht mit Männern konkurrieren, aber ich muss dann halt Dinge alleine machen, die Ehefrau meist ihrem Partner überlässt.
Männer fühlen sich dadurch angegriffen, als wollte ich beweisen, dass es auch ohne Männer geht und greifen mich an, schikanieren irgendwelche handwerklichen Fertigkeiten von mir, werden mitunter auch aggressiv cholerisch und wollen mich unbedingt scheitern sehen. Deren Frauen wiederum, halten sich mit ihrem Partner, der diese Arbeiten für sie erledigt, dafür die bessere Ausrüstung, mehr Erfahrung, mehr Anleitung durch den Vater, andere Männer und schließlich auch mehr Geld für Werkzeug, Maschinen ect hat, für eine Stufe über mir und reagieren mit spöttischer Arroganz und redet bezüglich allem, was ihr Mann gebaut, repariert, ect hat immer von “Wir” bezüglich dessen, was gemacht wurde, obwohl sie nur zum zugucken daneben stand.

– Ich hatte eine Auseinandersetzung bezüglich eines Shettys mit Tierarzt und Veterinäramt, wegen einer OP, die im fünfstelligem Bereich gelegen hätte und deren Notwendigkeit. Ich berief mich auf frühere Halter und Tierärzte, die das ebenfalls nicht für notwendig erachtet hatten, denn es ging um etwas, dass das Shetty seit Geburt hatte. Die hätten mich schließlich gezwungen und weil ich mir das nicht leisten konnte, gab ich das Shetty der Vorbesitzerin zurück. Die kannte sowohl das Problem des Shettys und hatte eh nach ihm gefragt, weil sie es vermisste und zurück kaufen wollte.
Im Gegensatz zu mir hat diese frühere Halterin einen Mann und das muss eine sehr eindrucksvolle Wirkung gehabt haben…
Die beiden forderten den (gleichen) Tierarzt auf, fürs Vetamt ein Schreiben zu verfassen, dass diese OP nicht nötig sei und das Pony das schon immer hatte und damit klar kommt (was ich auch immer erklärt hatte). Dies tat der Tierarzt und das Vetamt gab sich auf einmal damit zufrieden, während sie mir mit alle möglichem drohten und auch nichts auf Aussagen von Tierärzten gaben. Dagegen gehe ich nebenbei jetzt juristisch vor.

Weiteres:
– beim Kfz wird Frau eher übers Ohr gehauen
– wenn ein Mann untreu wird, ist in Augen vieler älterer, konservativerer Menschen die Frau Schuld. Der Mann könne nichts dafür, wenn er verführt würde.
-Meine Mutter wurde mal von ihrem Vermieter angegrapscht. Sie war so schlau, dass nicht seiner Frau zu erzählen, dann hätte sie nur ausziehen müssen.
-mache Männer haben irgendwo Kinder gezeugt und wissen es selber nicht genau oder sie kennen die Kinder, wollen sich aber nicht drum kümmern. Im Gegensatz zu einer Frau, die sich das erlaubte, behalten die Männer ihren Freundeskreis und werden weiterhin geachtet und geschätzt.
– In Filmen gibt es oft viele verschiedene Männerrollen :kleine, dicke, dünne, alte, junge, markante, schräge, hutzelige,…
Aber oft kaum mehr als einen einzigen Frauentyp : Barbie!

Indra Rupp
18 Tage zuvor
Antwortet  Schade Marmelade

Oh, wie konnte ich das Beste nur vergessen :
Ich habe mehrmals in meinem Leben für jeweils einen begrenzten Zeitraum im Bauwagen gewohnt. In jungem und mittlerem Alter, ohne Kinder, mit kleinen Kindern, mit großen Kindern, freiwillig, unfreiwillig (Wohnungsnot).
Es startete jedes Mal eine Hexenjagd, die meine männlichen Gleichgesinnten in der Ausprägung nicht kennen.
Die Leute können es wirklich nicht haben, wenn Frauen etwas so eigenständiges, eigensinniges, unangepasstes tun!

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  Schade Marmelade

Sie müssen noch sehr jung sein, wenn Ihre Frage tatsächlich ernst gemeint ist.
Goggeln Sie dazu doch selbst einmal, Sie werden mit diesbezüglichen Infos die nächsten Wochen verbringen können.

Bla
17 Tage zuvor
Antwortet  Schade Marmelade

“Der/die Kluge mehr als der/die Dumme.”

Kommt auf die Bereiche drauf an. Manchmal ist es schon praktisch, wenn man einfach “dumm in den Tag hineinlebt”. Zumindest ist es einfacher und oft weniger anstrengend anscheinend.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Der gesamte männliche Abiturjahrgang ist sich einig, dass die Mädchen in der Schule bevorzugt und besser bewertet werden. 

Scheint auch nicht unbedingt aus der Luft gegriffen zu sein, wenn man die Meldungen der Bekleidungswissenschaftler in den letzten 20 Jahre mitbekommen hat.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“Bekleidungswissenschaftler”

Entschuldigung , da hat die automatische Rechtschreibprüfung zugeschlagen.

Den Begriff “Bildungswissenschaftler” scheint sie nicht zu kennen.

Lera
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

KI ist doch schlauer als angenommen 😉

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Lera

You made my day !!!!

447
18 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Großer Beitrag, stabil.

Schotti
18 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Also zumindest im Referendariat wird es leider wahrscheinlich genauso weitergehen. Ich hatte eine Fachleiterin, so eine richtige Feminazi, die hat permanent sexistische Sprüche in ihren Seminaren gekloppt. Alle Frauen schlossen natürlich im 1er Bereich ab und die Männer konnten froh sein, wenn sie irgendwie bestanden hatten. Aber auch fachlich war die Frau inkompetent. Wahrscheinlich eine typische Quotenfrau, anders ist die Besetzung wohl nicht zu erklären.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Schotti

“Ein Feminazi, die sexistische Sprüche gekloppt hat” – was soll das sein ?

Lera
18 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Danke! Ich habe Ihren Beitrag mit Genuss gelesen.
Und ich wollte Ihnen schon lange mal sagen: Ich finde Sie total Klasse. Respekt & Hut ab für Ihre Haltung.

Indra Rupp
17 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Oh, danke!

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Kann ich bestens nachvollziehen. Selbst die politisch gelegentlich fragwürdige Drohne 447 würde an Indra vermieten, wenn das mal keine Ansage ist.

Perfekt
18 Tage zuvor

Schule ist „weiblich“ geworden. Seit 20-30 Jahren gibt es warnende Stimmen aus der Pädagogik/Psychologie/Soziologie, die diese Entwicklung angesprochen haben. Aus ideologischen Gründen wurden diese jedoch ignoriert.
Es heißt ja nicht, wieder in alte Muster zurückzukehren. Ein Extrem durch ein anderes zu ersetzen ist in meinen Augen eine ungünstige Lösung.
Politisch werden die Verlierer auch immer präsenter. Vielleicht gibt es da sogar Zusammenhänge??

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Perfekt

Schule hat einen weiblichen Artikel, das ist richtig. Schauen Sie sich aber mal die Leitungsstellen außerhalb der Grundschule an…reale Machtpositionen besetzen weiterhin mit großer Überzahl Männer.

TheTeacher
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Ich glaube, hier werden zwei Ebenen vermischt:
Der Schulalltag ist in vielen Bereichen tatsächlich eher weiblich geprägt, etwa durch den hohen Anteil an Lehrerinnen sowie bestimmte Erwartungen an Verhalten und Umgangsformen.

Die von Ihnen angesprochenen Leitungsstellen betreffen dagegen die formale Hierarchie. Gleichzeitig sind viele dieser Positionen aktuell schwer zu besetzen oder sogar unbesetzt, was das Argument einer klaren “männlichen Dominanz” zumindest relativiert.

Beides kann gleichzeitig existieren: männlich dominierte Führungsebenen und ein im Alltag eher weiblich geprägtes System. Die ursprüngliche Frage zielte aber auf den Alltag und seine Auswirkungen, nicht auf formale Machtstrukturen.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  TheTeacher

Was meinen Sie denn konkret mit einer sog. “weiblichen Prägung” ? Hat mobbing ein Geschlecht ?
Gibts tatsächlich mehr Lehrerinnen auf demn Gyms und Unis ? Kann ich mir fast nicht vorstellen…dass jahrtausendalte Hierarchien im Schulwesen aufgrund aktueller offener Stellen tatsächlich relativiert werden, halte ich für eine Illusion.
Formale Machtstrukturen und seine Auswirkungen auf den Alltag lassen sich leider nicht auseinander dividieren.

TheTeacher
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Hat Mobbing ein Geschlecht?“ ist ehrlich gesagt ein Strohmann.

Es geht nicht um einzelne Phänomene, sondern um dominante Normen im Schulalltag und die entstehen nun mal aus der Praxis, nicht aus der formalen Hierarchie.

Dass Leitungsstellen historisch männlich geprägt sind, ist unstrittig. Aber daraus abzuleiten, dass der Alltag deshalb nicht anders geprägt sein kann, greift zu kurz. Sonst müsste man ja auch behaupten, dass sich Schulen in den letzten Jahrzehnten überhaupt nicht verändert haben.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  TheTeacher

Oh ha, Sie unterschätzen Hierarchien ganz gewaltig. Keine Idee, wie Sie die von der Praxis abstrahieren können zu glauben.

Freut mich, dass Sie “mobbing” noch nicht als Norm erlebt haben.

TheTeacher
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Natürlich haben Hierarchien Einfluss auf den Alltag. Das bestreitet niemand. Aber sie erklären nicht vollständig, wie dieser Alltag konkret aussieht. Der wird vor allem durch die Menschen geprägt, die täglich darin arbeiten, also Lehrkräfte, Erwartungen, Umgangsformen, die mittlerweile hauptsächlich weiblich sind. Genau darauf zielte mein Punkt: Es geht nicht um “Machtpositionen”, sondern um gelebte Praxis.

Ds Mobbing-Beispiel ist kein Argument, sondern lenkt nur vom eigentlichen Thema ab.

Chris
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Als ich Zivi in einer Kinderklinik war, hatten wir einen Quotenpfleger. Der wurde aber auch nur eingestellt, weil die Oberschwester (= geschlechtsneutral: Reginale Pflegedienstleitung) gerade in Kur war, als er eingestellt wurde. Sie beteuerte anschließend bei jeder Möglichkeit vor großer Runde, dass sie der Einstellung nie zugestimmt hätte, weil jeder Mann, der in einer Kinderklinik arbeitet, bestimmt ein Pädophiler sein müsse, der den Job nur als Sprungbrett nutzen würde, um sich an den Kniprsen zu vergehen.
Also wenn das kein Mobbing ist, was ist es dann?

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  Chris

Es ist unbestritten, dass mobbing auch von Frauen ausgeht, da könnte ich ganze Balladen von singen, obwohl es eher bossing war.

Steven Reich
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Ein Polizist hat sein Geschlecht, dank neuer Gesetzgebung, von männlich auf weiblich geändert.

Nur durch diesen Akt ist er in der Beförderungreihenfolge um ganze 43 Plätze nach oben gestiegen.

Ja, es gibt Geschlechterdiskriminierung in Deutschland, aber die sieht ganz anders aus als Sie behaupten.
Und ehrlich gesagt, ich kann solche Leute, wie Sie, nicht mehr ertragen und bin froh, dass es auch immer mehr Menschen gibt, denen es genauso geht.

Dem Polizisten wird inzwischen versucht seine “Weiblichkeit” gerichtlich aberkennen zu lassen, obwohl es das Gesetz nicht vorsieht.

https://www.focus.de/panorama/wurde-polizist-wegen-befoerderung-zur-polizistin-zeugen-schildern-heikle-aussage_568e2b98-8c90-417a-a53f-8653ea5d53f8.html

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/polizei-geschlecht-duesseldorf-100.html

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Steven Reich

Falls es auch immer mehr Menschen gibt, die ich ebensowenig kenne wie Sie, die mich aber aus rein sachlichen Gründen nicht “mehr” ertragen, gönne ich Ihnen Ihren gemeinsamen Anlass zur Freude.

Schotti
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Alleine die Bevorzugung von Frauen bei der Stellenvergabe zeigt ja bereits ein deutliches Ungleichgewicht der Geschlechter.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Schotti

Warum gibt es diese Quote wohl, was glauben Sie ?

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Weil Frauen im Polizeidienst mit einem Anteil von ca. 1 Drittel in der Minderheit sind?

dickebank
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Der Anteil der Frauen, die kleiner sind als die vorgegebene Mindestgröße, ist größer als der der männlichen Bewerber. Um eine ausgeglichene Quote zwischen den Geschlechtern zu erreichen, müssten also überproportional Frauen eingestellt werden.
Bleibt die Frage, ob das auch für die polizeilichen Gegenüber angewandt werden muss.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“Die Frauenquote soll die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen beenden und echte Gleichberechtigung in Wirtschaft und Politik durchsetzen. Sie dient als Instrument gegen strukturelle Benachteiligung, fördert Diversität, korrigiert traditionelle Rollenbilder und sorgt dafür, dass Frauen bei gleicher Qualifikation eher berücksichtigt werden.”

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Ich dachte Sie wollten wissen, warum es im Polizeidienst NRW zwei nach Geschlecht getrennte Beförderungsrangfolgen gibt?

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Sie denken, dass die ungerechten Beförderungsrangfolgen nur bei der Polizei bestehen ? Erstaunlich.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Wie kommen Sie auf solche Gedanken?

Es ging in dem thread um einen Polizeikommissar aus NRW, der seinen Geschlechtseintrag ändern ließ.

ungerechten Beförderungsrangfolgen

Wenn sie es für ungerecht halten, dass in NRW männliche Polizisten länger auf eine Beförderung warten müssen als Polizistinnen, dann kann ich das aber schon tolerieren.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Sie antworteten entsprechend auf meine Frage nach der Quote.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Natürlich. Sie hatten die Frage ja zu dem Thementhread Beförderungsrangfolge im Polizeidienst NRW geschrieben, deswegen habe ich auch themabezogenen geantwortet.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Nein, die Polizei interessiert mich in diesem Kontext gar nicht.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Warum schreiben Sie es dann ausgerechnet zum dem Fall, bei dem ein Polizist durch Änderung des Geschlechtseintrags auf weiblich seine Beförderungschancen rapide verbessert hat?

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Nee, das ist bekannt. Unbekannt scheint aber einigen, warum es nicht allein bei der Polizei eine Quote geben muss.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Bei der Bundeswehr braucht es z.B. keine Quote, dort ist der Frauenanteil an den Offiziersrängen höher als der Frauenanteil insgesamt.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Wer will schon Karriere beim Bund machen ?

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte
Unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Garantiert nicht.

Schotti
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Weil nur 90% der Grundschullehrkräfte weiblich sind. Das ist natürlich viel zu wenig, da muss weiterhin ordentlich positiv diskriminiert werden.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  Schotti

Falls das lustig gemeint sein soll, finde ich Ihren Humor eher befremdlich.

Chris
17 Tage zuvor
Antwortet  Schotti

Ja, dann geht bitte mal in die Berufsberatung und erklärt den Mädels, dass sie in die Industrie müssen, um ausreichend Geld zu verdienen, so dass sie später für sich alleine sorgen können. Oder, wie es eine Berufsberaterin mal passend formulierte: “Wer Floristin werden will, sollte sich einen wohlhabenden Mann suchen, der ihr ihr Hobby finanziert, weil man von dem Job eh nicht leben kann.”

Also los, beratet die Frauen in die Jobs, in denen man Geld verdienen kann. Als ich Informatik studiert habe, hatten wir einen Frauenanteil von 5%. Geld kann man dort verdienen, aber wenn keine Frau kommt, kann später auch keine Frau eingestellt und viel später befördert werden und so die Karriereleiter empor steigen.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  Chris

Oh man, Chris, aus welchem Jahrtausend kommt Ihr Beitrag ?
Selbst meine Oma hat sich schon allein mit sechs Kindern im Alter von 2 – 17 Jahren selbst versorgen können, weil ihr Mann an seinen Kriegsverletzungen vorzeitig starb…weiter werden Mädchen längst dahingehend beraten. Es braucht leider seine Zeit, tief verkrustete männlich geprägte patriarchale Strukturen aufzubrechen.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Chris

Als ich Informatik studiert habe, hatten wir einen Frauenanteil von 5%. “

Scheint also nicht Indien, Türkei, Algerien, Marokko, Oman oder VAE etc. gewesen zu sein?

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Sie können sich erstaunlich viele Dinge nicht vorstellen, die aber ganz real sind. Wie zum Beispiel dass laut Statistik männliche Lehrkräfte auch Gymnasien mit ca. 40% Mangelware sind , Tendenz weiter abnehmend.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Der Anteil von Professorinnen lag Ende 2024 bei gerade mal 30 %, entspricht somit eher meinen Vorstellungen – soviel zur Realität in höheren Bildungssstätten und männlichen Leitungspositionen.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Ich vermute mal, dass von diesen Professoren kaum welche an Gymnasien zu finden sind.

Lera
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Und beim Papst sind es sogar 100%.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  Lera

…als Gott den Mann schuf, übte sie nur, dafür hundertprozentig 😉

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Ein Mann ohne Frau ist wie ein Fisch ohne Flossen, eine Frau ohne Mann ist wie Fisch ohne Fahrrad.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Bei uns im Bundesland hat mal eine Oppositionspartei vorgerechnet, dass bei beamteten Lehrkräften die Männer bei den Beurteilungsstufen 1 und 2 überrepräsentiert waren.

Wie das Verhältnis bei Lehrkräften in Teilzeit aussah, wurde dezent verschwiegen.

Anna
18 Tage zuvor

“.. Viele Jugendliche wissen nicht, wie ein angemessenes Verhalten und damit auch eine angemessene Sexualität in ihrem Alter aussehen könnte… “

Während die Politik sich nach außen hin immer prüder gibt, zur Kompensation der eigenen Doppelmoral, gucken die Kinder Hardcore-Pornos. Auf der anderen Seite wären Aufklärungsfilme im Stil von Schulmädchen-Report heute undenkbar, da würden sofort die moralisch Überlegenen Sexismus und alle möglichen anderen -ismen anprangern. Tja. Und so schaffen sie es, das Beziehungsfähigkeit und Sexualität sich nicht gesund entwicklen können. Da braucht sich nun aber niemand über psychische Probleme wundern.