
Die im Schuljahr 2024/25 an allen Grundschulen in Mecklenburg-Vorpommern eingeführte zusätzliche Lesezeit von 20 Minuten täglich zeigt nach Worten von Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) erste positive Ergebnisse. Besonders bei der Leseflüssigkeit ließen sich messbare Verbesserungen feststellen, erklärte sie bei einem Besuch der Grundschule in Boltenhagen (Landkreis Nordwestmecklenburg).
Oldenburg kündigte an, das Projekt «Leseband» aufgrund der guten Erfahrungen im Schuljahr 2027/28 auf die Klassenstufe fünf auszudehnen und anschließend auf Jahrgangsstufe sechs. Gutes Lesen gilt als Schlüsselkompetenz für den Wissenserwerb.
Ministerin: Kinder lesen deutlich fließender
«Mit dem Leseband haben wir eine feste tägliche Lesezeit an allen Grundschulen eingeführt», so Oldenburg. «Diese Entscheidung war für die Entwicklung der Kinder wichtig und zielführend, denn sie lesen bereits nach einem Jahr deutlich fließender.»
Das «Leseband», das nach dem Vorbild von Hamburg eingeführt wurde, wird nach Worten der Ministerin wissenschaftlich von der Universität Greifswald begleitet. Bislang seien 3.173 Schülerinnen und Schüler in zwölf Grundschulen getestet worden. Abschließende Ergebnisse werden im Herbst erwartet. News4teachers / mit Material der dpa
Tägliche Lesezeit in Grundschulen wirkt stark (schon nach einem halben Jahr)









Die Grundschule kehrt also zu den altbewährten Methoden zurück, die so viel geschmäht wurden. Allerdings wäre das tägliche Lesen im Deutschunterricht angebracht und nicht einfach in irgendeinem Unterricht. Man muss dann auch den Lehrplan entschlacken, denn täglich 20 Minuten Lesen bedeutet auch, täglich 20 Minuten weniger für all die anderen Themen.
“Die Grundschule kehrt also zu den altbewährten Methoden zurück, die so viel geschmäht wurden.”
Ihren Bedenken nach diesem Satz folgend ist da doch ein kleiner Unterschied 😉
Welcher Ansatz schmähte Ihrer Meinung nach das Lesen? Gemeine Sportlehrer*innen?
Das sächsische Kultusministerium kann sich an der Kollegin gerne mal ein Beispiel nehmen und die Arbeitszeit mit sinnvollen Tätigkeiten verbringen
Schön, dass es auch funktionieren kann. Bei uns sind es täglich die ersten 20 Minuten und beide Kinder empfanden die Zeit nicht nur die unruhigste des Tages – es war dann einfach auch egal, ob man morgens pünktlich ist, man würde ja bloß lesen, man kann auch 10 Minuten nach dem Klingeln kommen. Ruhig lesen könne man eh nicht und spannendes Lesematerial gäbe es auch nur von zuhause.
Es wird also wieder einmal viel in der Öffentlichkeit gelobhudelt und die Wirklichkeit ist eine andere. Bei uns machen es viele Lehrer nicht so, wie es sein soll, bewusst, denn eigentlich soll mehrmals der gleiche Text gelesen werden ohne Leseverständnis! So ist die Realität dann wieder ganz anders.