
Drei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben Vertreter von Migrantenorganisationen Zukunftssorgen geäußert. Viele Menschen mit Migrationsgeschichte hätten Angst, sagte die Geschäftsführerin des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen, Undra Dreßler, in Magdeburg. «Sie sind verunsichert. Sie fragen sich, ob sie in Sachsen-Anhalt noch eine sichere Zukunft haben.» Bei der Landtagswahl am 6. September sollten die Wähler für Menschenwürde, Demokratie und eine weltoffene Gesellschaft stimmen, sagte Dreßler.
In Umfragen lag die vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD zuletzt deutlich vorn. Die Partei will in der Migrationspolitik vieles verändern. Das Kapital «Einwanderung und Remigration» ist das längste der insgesamt 17 Kapitel des «Regierungsprogramms». Der Kampfbegriff «Remigration» ist Teil völkischer Ideologie und wurde maßgeblich vom österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner geprägt. Sellner hatte bei einem Treffen in Potsdam Ende 2023 sein «Remigrations»-Konzept vorgestellt, wie Correktiv berichtet. Millionen von Menschen in Deutschland demonstrierten anschließend gegen die AfD. Auch der sachsen-anhaltische Spitzenkandidat Siegmund hatte dem Bericht zufolge an dem Treffen teilgenommen.
Die AfD lehnt den Islam als nicht zu Deutschland gehörend ab. Im «Regierungsprogramms» steht, dass eine AfD-Regierung «alle Möglichkeiten» ausschöpfen werde, um den «Einfluss dieser kulturfremden Religion zu beschränken, soweit dies rechtlich zulässig ist». Ukrainer sollen nicht mehr als Kriegsflüchtlinge anerkannt werden.
«Eine AfD-geführte Landesregierung wird die Willkommenspropaganda des Altparteienkartells beenden. Sachsen-Anhalt braucht eine Verabschiedungskultur für illegale Zuwanderer, eine Anerkennungskultur für deutsche Eltern und eine Willkommenskultur für deutsche Kinder», heißt es in dem Papier. Eingewanderte Menschen werden darin als «zumeist unqualifiziert» herabgewürdigt.
Etwa 80 Prozent der Befragten würden darüber nachdenken, Sachsen-Anhalt zu verlassen, betonte Dreßler unter Verweis auf Umfragen im eigenen Netzwerk. Sie kenne viele Menschen, die sagten, «ich beobachte bis 6. September und entscheide am 7. September, wie meine Zukunft aussieht und wo». Die Organisationen warnen vor den Folgen. «Das Problem Sachsen-Anhalts ist nicht die Zuwanderung, das Problem ist Abwanderung», sagte Dreßler. «Wo Menschen wegziehen, schließen Schulen, Kitas, Arztpraxen, Kliniken, Betriebe.»
Unternehmen brauchen ausländische Fachkräfte
Auch Mathias Schönenberger von der Industrie- und Handelskammer Magdeburg (IHK) verwies darauf, dass qualifizierte Zuwanderung eine wirtschaftliche Notwendigkeit sei. Schon jetzt würden 14 Prozent aller geschlossenen Ausbildungsverträge im IHK-Bezirk mit ausländischen Menschen geschlossen, sagte er. Die Mitgliedsunternehmen würden junge Menschen aus 75 Nationen ausbilden. «Diese internationale Vielfalt ist längst Teil des betrieblichen Alltags», sagte Schönenberger.
Der Soziologe Daniel Kubiak von der Humboldt-Universität Berlin betonte, wer gut ausgebildete Fachkräfte halten wolle, müsse auch etwas dafür tun. «Das passiert nicht einfach so.» Es gehe zudem um eine gesellschaftliche Akzeptanz, dass Sachsen-Anhalt schon lange ein Land mit Migrationsgesellschaft sei. 220.000 Menschen in Sachsen-Anhalt (mit seinen rund 2,1 Millionen Einwohnern) hätten Migrationsbiografien, so Kubiak. Laut Statistischem Landesamt hatten knapp 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2023 einen Migrationshintergrund.
Wie viele Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt einen Migrationshintergrund haben, ist nicht bekannt. Das Land bemüht sich allerdings seit Jahren verstärkt um die Anerkennung ausländischer Lehramtsabschlüsse und die Gewinnung von Lehrkräften aus dem Ausland, um dem Lehrkräftemangel entgegenzuwirken.
Mehr Engagement gegen Rassismus an Schulen gefordert
Olga Ebert vom Förderverein der Deutschen aus Russland drängt auf mehr Engagement gegen Rassismus an Schulen. «Was wir an Schulen erleben, beunruhigt uns sehr», sagte die Landesvorsitzende. Sie forderte die Landesregierung auf, die Zusammenarbeit mit migrantischen Organisationen auszubauen, damit diese bei Schwierigkeiten vor Ort helfen könnten.
Derzeit sind den Angaben zufolge rund 120 Organisationen und Einzelpersonen unterschiedlicher Herkunft, kultureller Prägung sowie religiöser Zugehörigkeit im Landesnetzwerk Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt vertreten. News4teachers / mit Material der dpa









„Sachsen-Anhalt braucht eine Verabschiedungskultur für illegale Zuwanderer“
womit die Forderungen nach „Millionenfacher Abschiebung“ nicht eingelöst würde, darum sitzen Menschen mit Migrationshintergrund, Muslems und jüdische Mitbürger*innen auf gepackten Koffern…
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/szenario-gegaengelte-bildung-mehr-rechte-gewalt-mit-afd-regierung/
„eine Anerkennungskultur für deutsche Eltern“
https://www.focus.de/panorama/welt/hannes-loth-erster-afd-buergermeister-trifft-auf-wirklichkeit-und-muss-vorhaben-kassieren_id_229920177.html
https://www.rnd.de/politik/frauen-und-der-rechtsradikalismus-mit-der-afd-zurueck-ins-heim-und-an-den-herd-LFAMMBEMARHTDCRID66PNAQPXI.html
„und eine Willkommenskultur für deutsche Kinder““
https://www.tagesspiegel.de/politik/donald-trump-in-den-epstein-akten-warum-die-afd-plotzlich-das-interesse-verliert-15226527.html
https://deutsches-schulportal.de/kolumnen/afd-programm-bildung-sachsen-anhalt-unsinnig-gefaehrlich-und-verfassungsfeindlich/
https://www.tdh.de/informieren/themen/afd-kinderrechte
Aber wäre schon spannend, was die AfD mit Kindern, die in Deutschland leben vorhat, die ihnen nicht „Deutsch“ genug sind…
Oh, was werden sich diese Leute wohl „einfallen“ lassen, um zu verhindern, dass Deutsche mit Migrationshintergrund und/oder Deutsche PoC vom Gen-Pool der „Deutschen“ ferngehalten werden 🙁
Aber das wird seitens der Medien garantiert im Wahlkampf aufgegriffen und beantwortet. Ich meine, die werden ja nicht bloß die Aussagen für Tiktok-Schnipsel wiedergeben, ohne die erschreckend große Kluft zwischen Versprechen und Realität offenzulegen, stattdessen sich und deren Rezipient*innen mit immer neuen Umfragen gruseln…
Gibt es eigentlich aus früheren Zeiten noch verwendbares Zaun/Mauermaterial.
Dann brauchts viele Freiwillige, die die geschichtlich dokumentierte, von AfDanhängern und -nahen geleugnete menschenverachtende Schxxxe nicht zulassen. IdF: eine neue Mauer für die Demokratie.
Alle, die unverhetzt demokratisch weiterleben wollen, dürfen raus (wird wohl einen Nichtxxxnachweis brauchen, aber gut).
Die Strammen können dann zaungesichert Ertüchtigungsübungen betreiben, Höcke huldigen und der Schweizerin, samt dem in Potsdam bejubelten Österreicher die Füße küssen, worüber Reitschuster dann jubeln berichtet
UND Denkende in Ruhe lassen.
Und wenn sie nicht gestorbenen sind…..wenns denn so einfach wär – es muss wohl erst so richtig schief gehen/knallen.
Erinnert mich an eine Filmsatire, die auch die ehem. DDR thematisierte:
Mauer wird wieder aufgebaut. Ein Einwohner beschwert sich:“ Sie mauern uns ein!“ – „Nein, wir mauern Sie aus.“
Rechtsextremismus ist kein Ostdeutsches Problem.
Die AfD in Niedersachsen ist für diese genau so menschenfeindlich, dumm und gefährlich wie in allen anderen Bundesländern bzw. im Bund
„Rechtsextremismus ist kein Ostdeutsches Problem.“
Kann man nicht widersprechen, wenn man bedenkt welche Partei bei der letzen Landtagswahl im Wahlkreis 42 Pforzheim die meisten Zweitstimmen erhalten hat.
Sie veranschaulichen mal wieder, wie egal Ihnen in diesem Fall Rechtsextremismus in Bayern ist, solange Sie auf andere herunterschauen können.
Es wäre fast traurig, wenn es nicht so dumm wäre.
Sie sind halt anders gestrickt als ich.
Ich unterlasse es z.B. zu schreiben was ich beim Lesen Ihrer Beiträge denke.
Oder Rechtsextremismus in Bayern stört Sie nicht – wie praktisch, dies hinter einer völlig überflüssigen Schranke verstecken zu glauben können.
Sorry, aber wenn Sie meinen, sich nicht gegen demokratie- und menschenfeindliche Haltungen aussprechen zu müssen, sind Sie als Lehrkraft keinen Pfennig wert und ich reibe Ihnen gleichermaßen wie Potschemuschka unter die Nase, was für ein unprofessionelles, unwürdiges Bild Sie angeben, sich damit entschuldigen glauben zu können, sich in einem anonymen Forum um die Menschenrechte und das Völkerrecht herumzuerbärmlichen zu können. Traurig für Ihren Beruf
Es könnte sich dort konzentrieren. Viele Afd Gegner würden wegziehen und Afd Sympathisanten dort hinziehen, vermute ich.
Diese Vermutung teile ich nicht.
Es ist nicht das Ziel der Rechtsextremen, dass es den Menschen besser geht. Warum sollten deren Wähler*innen dorthin ziehen, wenn sie vom Niedergang des eigenen Wohnorts schwärmen können?
Ist der gleiche Irrsinn wie zuletzt bei Trump: Es wird Eigeninteresse und Hoffnung bei einer Wahlgruppe vorausgesetzt – und dementsprechend auf dieser Basis zu diskuitieren versucht – obwohl diese weder die Hoffnung noch die Absicht ernsthaft verfolgen. Die wollen nur noch das Ende eines Systems, mit dem Sie unzufrieden sind, ohne den katastrophalen Schaden für sich selbst auch nur ansatzweise erahnen zu wollen 🙁
Es ist zunächst einmal das Ziel von Rechtsextremen, dass die Menschen annehmen, dass es ihnen besser geht. Deshalb gab es auch im Dritten Reich zu Anfang eine Menge sozial anmutender Aktionen: Kraft durch Freude, Wohnungsbau, im weiteren Sinne auch der Volkswagen etc. Da wurde auch nicht so genau nachgefragt, wem die schöne Wohnung zuvor gehörte.
Ist das dann Teil der vielzitierten „Umvolkung“, von der die „Affen fressen Datteln“ ständig schwafeln?
„Deutsch – deutscher – am deutschesten“ …
Liebe Indra, hoffen wir mal, dass uns das hier bei uns in OWL erspart bleibt.
Grüße aus der Nachbarschaft.
Gehören zu den Lippern nicht auch die „Zigeuner“ in Kaunitz? In OWL ist die „Umvolkung“ schon durch zu Zeiten von Maria Theresia:)
Find ich gut. Bitte die AfD – Anhänger und Nazis aus den anderen Bundesländern dann umgehend nach Sachsen-Anhalt abschieben. Und schon lebt‘s sich wieder angenehmer.
Ja sicher – nur, ob Sachsen-Anhalt noch groß genug ist ?
Alternativen ?
-Island, gar nicht schlecht, sollen sie mit Trump spielen (sorry@Isländer)
– Mond, dann kann/will Musk nicht mehr landen, aber bei Weidels Beziehungen…..may be
– Bin für Sibirien ganz hinten, Putin braucht Söldner, ab ins Übungslager…..
Ich hör jetzt lieber auf; sorry @ Redaktion/ Forum für den Galgenhumor.
Nur, die AfD heißt bei mir bereits Alternative für doof, dumm, brunzdumm und alle (Selbst)Darsteller dieser Republik.
Madagaskar ist eine traditionelle Option der Rechtsradikalen … und wenn es ein „am deutschesten Ghetto“ geben soll, dann weiß man doch ebenfalls von historischen Vorbildern, dass es da schon mal etwas enger zugehen kann … dürfte die Rechts-Deppen aber eigentlich nicht stören … Hauptsache unter sich sein … dann ist alles gut.
Stimmt,
war früher gern in Montenegro, jetzt besiedelt der “ Freundeskreis “ von Boris Reitschuster dieses schöne Land immer mehr und es hat zu lange gedauert, bis die Natives merkten, was los ist.
Das Verblüffende ist ja – führende AfDgrößen leben teils traumhaft im Ausland und dirigieren hier mit Vertretern, zB Hoecke in Thüringen das Geschehen; wohl eine weitere Parallele zum Eswareinmal….
Und anbei ein kleines „Geschenk“ an @Readaktion, auch für @Foristen lesenswert, der Medienrundumschlag von einem früheren Mitglied der Bundespressekonferenz
Zeit-Chef outet sich: Es ist kein Journalismus mehr – reitschuster.de https://share.google/qpRdlmiDqcGum92hE
Madagaskar will nicht!
Eine neue Mauer für Demokratie, soso. Quasi einen Schutzwall meinen Sie? Am besten einen antifaschistischen, was denken Sie?
Können Sie lesen? Na dann
Wohlstandswachstum für alle würde der AfD den Wind aus den Segeln nehmen.
Regulierung, Umverteilung etc. wird die AfD nur stärker machen.
Deutschland hat Jahrzehnte lang Wohlstandswachstum gehabt – „Schaut man auf die makroökonomischen Daten, haben wir in den letzten Jahrzehnten eine relativ gute Entwicklung durchgemacht. Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt ist deutlich gestiegen, ebenso die Lebenserwartung und der Pro-Kopf-Wohnraum.“ Quelle: https://www.zeit.de/feuilleton/2026-06/wohlstand-deutschland-statistik-oekonomie-versaeumnisse-hartmut-berghoff-gxe
Interessiert aber keinen, weil es längst nicht mehr um Fakten geht.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Könnte damit zusammenhängen, dass die Schere zwischen Arm und Reich noch nie so weit geöffnet war wie jetzt. Wer wohlhabend ist, wird es noch mehr, wer arm ist, bleibt es in der Regel auch.
Die Ungleichheit ist nicht gestiegen – sie war groß und sie ist groß in Deutschland. Aber: „Die durchschnittlichen Haushaltsnettovermögen in Deutschland sind laut der Längsschnittstudie ‚Private Haushalte und ihre Finanzen‘ zwischen 2011 und 2021 real um 39 % gestiegen“ – und das betrifft das Gros der Gesellschaft, die Mittelschicht. Darüber kann man aber nicht so schön jammern.
Gerne hier nachlesen: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/11/PD24_416_p001.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Da steht aber auch:
„Oberste 10 % verfügen über 56 % des Gesamtvermögens“
„Trotz deutlich gestiegener Vermögen bleibt deren Verteilung weiterhin ungleich. 2021 verfügten die obersten 10 % der Haushalte über 56 % des Gesamtvermögens Deutschland zählt damit im europäischen Vergleich zu den Spitzenreitern in Sachen Ungleichheit.Die positive Einkommensentwicklung der letzten Jahre hat allerdings keine substanzielle Veränderung beim Armutsrisiko bewirkt“
Lohnsteigerung heißt ja nicht gleich automatisch wachsender Wohlstand; einzukalkulieren sind Warenkorbaspekte wie Mieten LMpreise, Nebenkosten, Spritpreise…..auch Inflation und EZBpolitik, Anlagerenditen etc. sind zu sehen.
D.h., wenn ich mehr vom Vermögen zum Leben brauche, sind zB BSP und weitere wirtschaftliche Größen nur eine Seite, die Zuwachs zeigt.
Realer Vermögenszuwachs – Inflation ist dabei herausgerechnet. Herzliche Grüße Die Redaktion
Sie meinen den Nettovermögenszuwachs;
„Das Haushaltsnettovermögen (das gesamte Vermögen abzüglich Schulden) und die Inflation stehen in einem direkten, oft gegensätzlichen Verhältnis. Während Inflation den realen Wert von Bargeld und Ersparnissen mindert, profitieren Sachwerte, und bestehende Schulden können real entwertet werden.“ Quelle: Commerzbank
Vermögen nach Inflation müsste man für jeden Haushalt separat berechnen.
– 2
Ganz vergessen anzuhängen, woher ich meine Weisheit:) ohje habe.
Wie Haushalte auf die Vermögenseffekte von Inflation reagieren https://share.google/jr4Oa90wpS4eRn2zI
Wenn Reiche mehr Zuwächse haben, dann erhöht das doch den statistischen Durchschnittswert, oder nicht?
Ein Wohlstands-/Vermögenswachstum für alle Individuen der deutschen Gesellschaft oder der Mehrheit bedeutet das aber noch lange nicht.
„Ungleichheit bleibt unverändert“ – heißt: Alle haben profitiert. Quelle: Bundesbank, https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/bundesbank-studie-vermoegen-in-deutschland-steigen-nominal-gehen-aber-real-zurueck-ungleichheit-bleibt-unveraendert-954622
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Donnerwetter, dann geht es also allen besser?
Nun ja, wer’s glaubt.
Zum Thema „Insolvenzen“:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/12/PD25_449_52411.html
Ist das so schwer zu verstehen? Bis Corona hat Deutschland eine fast 20-jährige Boom-Phase erlebt mit Vermögenszuwächsen für praktisch alle – und steckt seitdem in der Krise (vor allem deshalb, weil sich in der Boom-Phase niemand um die Zukunft geschert hat). Das Niveau von heute ist trotzdem deutlich höher als vor 25 Jahren. „Uns ging es noch nie so gut.“ Gerne hier nachlesen: https://www.zeit.de/feuilleton/2026-06/wohlstand-deutschland-statistik-oekonomie-versaeumnisse-hartmut-berghoff-gxe
Zitat daraus: „Solche Niedergangsfantasien sind maßlos übertrieben. Schaut man auf die makroökonomischen Daten, haben wir in den letzten Jahrzehnten eine relativ gute Entwicklung durchgemacht. Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt ist deutlich gestiegen, ebenso die Lebenserwartung und der Pro-Kopf-Wohnraum.“
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Uns ging es noch nie so gut.“
Da würde ich nicht widersprechen, auch wenn hier schon behauptet wurde, dass es es junge Leute heutzutage deutlich schlechtere Möglichkeiten hätten ihre Fähigkeiten und Talente zu entwickeln als noch vor 40 Jahren.
Quellen dazu? 😉
Ist das so, dass es uns noch nie so gut ging? Alle, die ich kenne, verorten das “ Gutgehen“ so Mitte Neunziger Jahre bis etwa 2005. Ich kann mich aus dem Jahr 2000 wirklich noch an Spitzenlöhne erinnern, gerade in der EDV, bis 10000 Mark im Monat. Auch haben die gesetzlichen Krankenkassen noch viel mehr Leistungen übernommen, und die alte Arbeitslosenhilfe lag höher als Hartz IV.
Früher war immer alles besser. Gerne hier nachlesen: https://www.quarks.de/allgemein/nostalgie-war-frueher-wirklich-alles-besser/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Der Reiche oder die Reiche?
Ich frag mal so aus aktuellem Anlass … mit Blick auf’s Wirtschaftsministerium…
Warum also nicht bspw. durch eine Vermögenssteuer umverteilen und die Schere schließen?
Was lässt Sie glauben, DIES würde die AfD stärken?
? Wir haben in letzter Zeit doch aber weniger Regulierung und Umverteilung erlebt.
Wo ist die denn Umverteilung, wenn Menschen, die wirklich arbeiten, stärker belastet werden als Leute, die nicht arbeiten müssen, weil sie ihr Geld für sich arbeiten lassen können (was ja weniger besteuert wird)?
Die Redaktion argumentiert zwar mit den richtigen Quellen, zieht aber den falschen Schluss (dass es Wohlstandswachstum für alle gegeben hätte). So wie Sie zwar das Richtige („Wohlstandswachstum für alle“) fordern, aber den falschen Weg vorschlagen.
Die meisten Menschen, die AfD wählen, sind doch Menschen, die von mehr Regulierung und Umverteilung profitieren würden. Sie checken es aber nicht, weil ihnen erfolgreich eingeredet wird, dass diese Maßnahmen schlecht für sie seien. Dabei ist es totaler Quatsch zu denken, dass sie davon profitieren würden, wenn es z.B. weniger Energie aus Erneuerbaren, sondern mehr Importe von fossilen Brennstoffen, mehr Verbrenner, mehr schlechte Nahrung (überzuckert, schadstoffbelastet etc.) usw. gäbe.
Die Union hat den großen Fehler gemacht, dass sie der AfD in vielen Punkten hinterher gelaufen ist (und es auch noch meint tun zu müssen), anstatt den Menschen zu vermitteln, was gut an mehr Regulierung und Umverteilung ist. Man sollte Menschen immer klar aufzeigen, wie sie profitieren, anstatt alles zu verteufeln, nur weil man meint, so mehr Stimmen zu erhalten.
Frau Reiche ist eine schlechte Wirtschaftsministerin, da sie die aktuellen Entwicklungen irgendwie gar nicht berücksichtigt. Sie erzählt etwas von „Freiheit zurückgeben“, sieht aber gar nicht, dass es blödsinnig ist, weil die Menschen gar nichts von der „Freiheit“ haben. Welchen Nutzen für wen soll es denn bitte haben, eine Ölheizung einbauen lassen dürfen?
Sie sollte sich hinstellen und den Menschen erzählen, wie die Union Deutschland zum Vorreiter erfolgreicher nachhaltiger Industrie und Wirtschaft machen will.
AfD-Wähler*innen wird man nicht zurückgewinnen, indem man Menschen in Deutschland mehr Freiheiten einräumt, Blödsinn zu machen.
„Die Redaktion argumentiert zwar mit den richtigen Quellen, zieht aber den falschen Schluss (dass es Wohlstandswachstum für alle gegeben hätte).“
Die Quelle – Bundesbank – sagt genau das: Vermögen im Schnitt gewachsen, Ungleichheit stabil – ergo: Alle haben profitiert. Gerne hier nachlesen: https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/bundesbank-studie-vermoegen-in-deutschland-steigen-nominal-gehen-aber-real-zurueck-ungleichheit-bleibt-unveraendert-954622
In den anderen Punkten geben wir Ihnen Recht.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Recht informativ-interessant dazu:
[…]“Auf Rückfrage des Autors gab Destatis an, dass sich bei der früheren freiwilligen Erhebung für EU SILC wegen sinkender
Teilnahme ein Mittelstandsbias entwickelt habe. Somit würde die neue Erhebung ein realistischeres Bild der sozialen Lage zeichnen. Sie würde besser die Situation von jungen Haushalten und solchen mit Migrationshintergrund abbilden, wodurch sich die Armutsbefunde verstärken. Diese Defizite ergänzen sich mit schon länger bekannten Mängeln, wobei vermutet wird, dass Haushaltsbefragungen wie EU-SILC die Ungleichheit unterschätzen (Bartels und Metzing, 2019). Folgt man diesen Einschätzungen, so wären die eingangs gestellten Fragen wohl wie folgt zu beantworten: Die neuen Zahlen überschätzen die Veränderungen von Armut und Ungleichheit in Deutschland im Zuge der Pandemie. Tatsächlich dürfte der Anstieg, wenn es ihn überhaupt gab, deutlich niedriger als 30 % ausgefallen sein. Aber dies ist kein Anlass zur Entspannung. Denn es sieht so aus, als hätten die früheren Daten die soziale Spaltung in unserer Gesellschaft – in einem allerdings schwer abzuschätzenden Maße – unterschätzt.“[…]
Quelle
Coronabedingte Ungleichheit und Armut in Deutschland: Überschätzt oder unterschätzt? – Wirtschaftsdienst https://share.google/xo1bLnXXMS5NTWsrx
Und weshalb ist dann die Kinderarmut größer als vor 25 Jahren? Familien haben ergo nicht profitiert?
Weil wir über drei Millionen Flüchtlinge, die meisten aus der Ukraine und aus Syrien, in Deutschland haben, die nunmal die Statistik drücken. Herzliche Grüße Die Redaktion
Ja, wer will schon umverteilen, die Menschen in Deutschland sind doch so glücklich…
https://www.rnd.de/wirtschaft/so-ungleich-ist-der-wohlstand-in-deutschland-verteilt-CSDRA5LB7BHGJPY5NEA7W6LFBE.html
Aber wenn Sie wollen, dass Milliardäre noch weniger mit der Restbevölkerung zu tun haben müssen und das Vermögen noch stärker verschiebt, immer fleißig die gesichert Rechtsextremen wählen.
Die haben ausdrücklich KEINE Lösung für die Probleme, wollen diese aber auch nicht – im Gegenteil.
Wie kommen Sie nur darauf, gegen die wachsende Ungleichheit zu kämpfen würde die AfD stärken?
Haben Sie den Unsinn direkt von den Rechtsextremen oder schauten Sie zu lange eine Fake News-Schleuder von Millionären? 😉
Ich wäre ja für einen Passus, dass eine Mehrheit von AfD und BSW in einem Bundesland den sofortigen Austritt aus der Bundesrepublik bei gleichzeitigem Eintritt in die Russische Föderation zur Folge hat.
Den kleinen Rest ab Anständigen können wir gerne als politische Flüchtlinge aufnehmen und damit unseren Fachkräftemangel bekämpfen.
Win-Win-Situation.
„Ich wäre ja für einen Passus, dass eine Mehrheit von AfD und BSW in einem Bundesland den sofortigen Austritt aus der Bundesrepublik bei gleichzeitigem Eintritt in die Russische Föderation zur Folge hat.“
Sie teilen also die Forderungen der AfD
Hä?
Dem politischen Gegner zu unterstellen, dass er von Moskau bezahlt wird und nach drüben gehen soll, das war schon so vor 50 Jahren….
Mich graust es. Das liest sich ja wie der Pflichtschinken der 1930er Jahre, der ab 1933 in jedem Haushalt zu sein hatte. Diese Partei macht mehr als deutlich, wessen (un-)seeliges Kind sie ist. Komisch nur beim letzten Mal war es ein feiger, von Minderwertigkeitskomplexen getriebener Österreicher, der unser Land in den selbstgewählten Ruin schickte, und nun ist es eine verdrehte Schweizerin mit zu viel Ego.
Diesen Treppenwitz der Geschichte finde ich nicht mehr lustig. Wie heißt es doch so schön: Geschichte wiederholt sich nicht, sie ist ein fürchterlicher Wiedergänger.
Nanana, die Wähler*innen der gesichert rechtsextremen sind um ein vielfaches dümmer, egozentrierter, kurzsichtiger und von Selbsthass zernagter, als die Menschen damals – DIE wussten nicht, wohin es gehen würde.
Trotz Geschichtsunterricht, trotz imperialistischer Diktatur in Russland, trotz immer wieder krachend scheiterndem Populismus/ Faschismus in den USA, wählen viele Menschen AfD, um ihr Leben komplett zu runieren – als würde dies die Mächtigsten (die Reichsten) im Land in irgendeinerweise scheren – die finanzieren ja AfD, Nius und den anderen Scheiß 🙁