Start Praxis Erstklässler mussten Kothaufen beseitigen – Schulaufsicht rügt Lehrer: Kinderwürde verletzt?

Erstklässler mussten Kothaufen beseitigen – Schulaufsicht rügt Lehrer: Kinderwürde verletzt?

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KARLSRUHE. An einer Karlsruher Grundschule sollen Erstklässler dazu gezwungen worden sein, den Kothaufen eines Mitschülers gemeinsam zu beseitigen, nachdem sich der Verursacher nicht gemeldet hatte. Das Regierungspräsidium Karlsruhe bestätigt den Vorfall im Grundsatz, kritisiert das Vorgehen der Lehrkraft und prüft eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Nun erhebt auch der Landesschülerbeirat schwere Vorwürfe. Er spricht von einer Missachtung der Würde der Kinder und fordert verbindliche pädagogische Fortbildungen für Lehrkräfte.

Holy Shit. (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Nach einem Bericht der Badischen Neuesten Nachrichten ereignete sich der Vorfall während des Besuchs einer ersten Klasse in einem Waldklassenzimmer – einer von der Stadt betriebenen waldpädagogischen Einrichtung mit Unterrichts- und Aufenthaltsräumen für Schulklassen. Als die Gruppe die Einrichtung verlassen wollte, wurde festgestellt, dass eine Toilette mit Kot verschmutzt worden war.

Weil sich der verantwortliche Schüler auf Nachfrage der Lehrkraft nicht meldete, sollen alle Jungen der Klasse den Kot gemeinsam beseitigt haben. Jeder habe mit einem Stück Toilettenpapier einen Teil des Stuhlgangs aufnehmen und in die Toilettenschüssel werfen müssen. Die Zeitung beruft sich dabei auf die Aussagen zweier Väter betroffener Kinder.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe bestätigte den Sachverhalt auf Nachfrage grundsätzlich. Nach Angaben einer Sprecherin hat die begleitende Lehrkraft gemeinsam mit den männlichen Schülern unter Zuhilfenahme von Toilettenpapier die Verschmutzung beseitigt. Die Schulaufsicht machte zugleich deutlich, dass sie dieses Vorgehen kritisiere und dies auch gegenüber der Schule zum Ausdruck gebracht habe.

Darüber hinaus ging beim Regierungspräsidium eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die betroffene Lehrkraft ein. Diese werde nun geprüft. Eine solche Beschwerde kann als unbegründet zurückgewiesen werden, sie kann aber auch – wenn eine dienstliche Pflichtverletzung festgestellt wird – zu einer Abmahnung oder einem Verweis führen.

„Der Vorfall ist lediglich die Spitze eines Eisbergs. Die Pädagogik in unseren Schulen ist quasi nicht existent“

Mit der Reaktion des Landesschülerbeirats erhält der Vorfall nun eine bildungspolitische Dimension. Das Gremium sieht darin eine grundlegende Verletzung der Rechte der Kinder. „Die getroffene ,Maßnahme‘ ist widerwärtig und missachtet die persönliche Würde und das Wohlbefinden der betroffenen Schüler vollständig“, erklärte Lina Sum vom Landesschülerbeirat. Gerade für Erstklässler sei eine solche Situation besonders belastend und beschämend. „In solch einer Situation kann kein Lernen und keine Bildung mehr stattfinden und Schule wird zu einem Ort, an dem Kinder Angst haben.“

Nach Einschätzung des Schülerbeirats reichen die Folgen solcher Erfahrungen weit über das Geschehen hinaus. „Ereignisse wie diese hinterlassen bei Schülerinnen und Schülern schon in jungen Jahren tiefe Spuren“, erklärte Sum. „Sie erschüttern das Vertrauen in die Schule als sicheren Ort und lassen bei Kindern das Gefühl entstehen, mit ihren Bedürfnissen, ihrer Würde und ihren persönlichen Grenzen nicht gesehen und nicht ernst genommen zu werden.“

Der Landesschülerbeirat sieht den Vorfall nach eigenen Angaben nicht als Ausnahme. „Der Vorfall ist lediglich die Spitze eines Eisbergs. Die Pädagogik in unseren Schulen ist quasi nicht existent“, erklärte Sum. Daraus leitet das Gremium konkrete Forderungen ab. Lehrkräfte benötigten deutlich mehr pädagogische Schulungen und Fortbildungen, damit in vergleichbaren Situationen angemessen und respektvoll gehandelt werde. Dafür sei ausdrücklich das Land verantwortlich. News4teachers / mit Material der dpa

Studie zeigt global auseinander strebende Wertvorstellungen – vor allem bei Erziehung

 

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206 Kommentare
Realist
25 Tage zuvor

Eine bewährte pädagogische Maßnahme:

Die Toilette wegen Vandalismus bis auf Weiteres sperren. Müssen die „lieben Kleinen“ eben längere Wege laufen, wenn es nötig sein sollte.

Man kann schließlich den Reinigungskräften nicht andauernd zumuten, solchen Mist wegzumachen.

Oder träumen hier einige Erleuchtete in Schulbehörde und Medien davon, dass diie Beseitigung entsprechender Hinterlassenschaften zu den Dienstpflichten einer Lehrkraft gehört, damit die „lieben Kleinen“ auch täglich eine saubere Toilette in kürzester Entfernung vorfinden können???

Cora
25 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Der Vorfall war doch gar nicht an der eigenen Schule, oder ? Sondern an einem anderen Lernort. Was sollte es die Schüler also jucken, wenn woanders eine Toilette gesperrt wird? Dieses tolle pädagogische ‚Konsequenzen am eigenen Leib erfahren‘ ist immer für die Katz, wenn eine Missetat woanders passiert…. Alternative? Alle Jungs oder ganze Klasse Nachsitzen oder Reinigungsdienst im Hof o.ä.? Kollektivstrafe – ebenso sturmlaufende Eltern… Keinerlei Konsequenzen wäre auch unpädagogisch. Was also machen in so einem Fall?
Finde die Entrüstung allerdings maßlos übertrieben – klar, PTBS von ein bisschen Kacke aufheben… Wenn sie so zart besaitet sind, dürfen diese Kinder auch später niemals selber Kinder haben oder Haustiere oder einen sozialen Job, einen Job mit Tieren oder Gesundheitsberuf – da wird man ziemlich sicher irgendwann menschliche oder tierische Exkremente und Erbrochenes beseitigen müssen…

SchadeMarmelade
25 Tage zuvor
Antwortet  Realist

In dem fall war das anscheinend ein außerschulischer Lernort? Falls ich das richtig verstanden habe. Als Konsequenz würde ich mit der Klasse keine Ausflüge mehr machen. Die SchülerInnen wisssen garantiert wer es war.

Fridolin
25 Tage zuvor
Antwortet  SchadeMarmelade

Und wer macht den Dreck weg? Sie? Die Leute vor Ort? Warum?

Insulant
25 Tage zuvor
Antwortet  SchadeMarmelade

Keine Ausflüge mehr für die ganze Klasse, das wäre dann doch aber eine Kollektivstrafe.

Muxi
25 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Träumen hier einige Erleuchtete in Lehrerzimmern davon, dass die Beseitigung fremder Hinterlassenschaften zu den Pflichten von Schülern gehört?

Insulant
25 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Und wessen Pflicht ist das? Die der Angestellten-Sklaven an diesem außerschulischen Lernort???

Insulant
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Da ist was dran. Das machen ja nicht mal die Lehrer. Die heben auch nichts auf, was Kindern im Raum herunterfiel oder wie so oft neben den Papierkorb geworfen wurde. Kann die Putzfrau machen. Bestimmt haben Sie auch eine bei sich zu Hause.

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Nein.

Biene
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Wer Mist baut muss dafür gerade stehen und diesen beseitigen. Also wo ist das Problem?
Wenn Sie eine Bank überfallen und einen oder mehrere Personen in dem Prozess verletzen, dann müssen Sie auch für diesen Mist gerade stehen. (Das ist zwar ein heftiges Beispiel, aber mir geht es ums Prinzip: Die Kids müssen dringend lernen für ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen.
Mama und Papa sind nicht ewig da, um den Mist der Sprößlinge zu beseitigen!)

Indra Rupp
23 Tage zuvor
Antwortet  Biene

Problem ist aber, dass nicht klar ist, wer es war. Oder waren es Ihrer Meinung nach einfach DIE Jungs?

Lera
25 Tage zuvor

Alter Schwede. Trauma, Drama, Psychose, Schulangst, Beziehungsstörung – weil man Kacke wegwischen soll.

Dieses Land ist so am A…

Fräulein Rottenmeier
25 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Das wollten Sie wohl auch nicht, oder?

Susanne M.
25 Tage zuvor

Ich habe schon alles Mögliche weg geputzt, weil der Hausmeister sich schlicht geweigert hat, das zu tun. Wenigstens bekam.ich Putzzeug und Handschuhe. Und immer auch mit Mitgefühl mit dem betroffenen Kind. Sie schämen sich sehr, wenn etwas daneben geht. Mutwilligkeit war allerdings nicht dabei.

Lera
24 Tage zuvor

Sie werden überrascht sein: Ich habe schon sämtliche Körperausscheidungen (ja, sämtliche!) fremder Menschen weggewischt. Nannte sich Zivildienst. War auch nicht gerade freiwillig.

Küstenfuchs
25 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Mir ist nicht so ganz klar, wieso eine einzelne, etwas zu dick auftragende und sich zu wichtig nehmende Schülervertretung etwas über den Zustand unseres Landes aussagt.

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Wäre es nur eine einzelne SV, gäbe es hier wohl keinen Artikel.

Oldfashion
25 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Bei uns werden nahezu täglich unsere Reinigungskräfte (und auch wir durch Beschimpfungen, Bedrohungen, Beleidigungen …) in unserer MENSCHENWürde verletzt.

Die Toiletten, wie auch die Klassenräume, sehen aus wie Sau.

Die meisten Verursacher sind nicht ausfindig zu machen, die anderen weigern sich schlicht.

Seltsam, dass das NIEMANDEN interessiert.

Und so, wie sich der Artikel liest, hat die Lehrkraft mitgeputzt.

Und so ein gutes Beispiel gegeben.

Canishine
25 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Ja, das ist ein ganzer Haufen an Vorwürfen.

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Nice 🙂

Wolke
25 Tage zuvor
Antwortet  Lera

In dem Fall finde ich Kritik durchaus berechtigt. Natürlich wird daraus kein Trauma entstehen, aber die Beziehung zur Lehrkraft leidet. Die Kinder werden jetzt immer misstrauisch gegenüber dieser Person bleiben, weil sie ihr nicht mehr zutrauen immer gerecht und würdig behandelt zu werden. Es wäre eine andere Situation gewesen, wenn den Kindern Handschuhe, ein Kehrblech und Reinigungsmittel zur Verfügung gestanden wären. Davon ist aber nicht die Rede und dann hätte es sicherlich nicht so große Schlagzeilen gemacht.
Im übrigen glaube ich, dass es kein Einzelfall ist (als Schülerin musste ich mal das Erbrochene einer Klassenkameradin nur mit Toilettenpapier und Taschentüchern aufwischen). Ich verstehe bis heute nicht, warum die Lehrerin uns nicht einfach den Abstellraum für Reinigungsmittel gezeigt hat oder in der Physik, Chemie etc. einen Eimer und Handschuhe ausgeliehen hat. Es war Vormittags, so dass da ziemlich sicher irgendwo Unterricht gewesen wäre, wo man mal kurz klopfen und fragen hätte können. Natürlich habe ich damals gefragt ob es keine Handschuhe oder so gibt und ich da wirklich einfach so reinfassen soll (und danach war das eine der wenigen Lehrerinnen, die ich schon fast gehasst habe).
Wenn die Medienpräsenz dafür sorgt, dass Lehrer in ähnlichen Fällen zukünftig einen Eimer und Handschuhe oder ein Kehrblech und einen Lumpen zur verfügung stellen, dann denke ich, wäre das eine gute Sache. Selbst in einem Waldklassenzimmer gibt es im Erste Hilfe Set Handschuhe und wenn es dort Toilettenpapier gibt, gibt es vermutlich auch ein Kehrblech.

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  Wolke

Toilettenpapier ist sehr zweckmäßig, um Kacke vom Toilettensitz wegzuwischen. Ein Kehrblech … weniger – zumal man das anschließend ja auch noch reinigen muss.

Biene
24 Tage zuvor
Antwortet  Wolke

Der Zugang zu diesen Räumlichkeiten (Reinigungsmittelräumen) ist in der Regel nur dem Hausmeister und den Reinigungskräften vorbehalten. Lehrkräfte können Glück haben, wenn sie den Zugang haben, was in der Regeln nicht der Fall ist.

447
25 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Zutreffend.

Als Einzelner dagegen anzugehen ist aber (wie man wieder einmal sieht) nicht nur nutzlos, sondern sogar schädlich.

„Realist“ beschreibt es oben treffend:
Dann ist die Toilette halt nicht nutzbar.
Ist dann eben so.

Dann gehen eben „Ausflüge“ nicht, wenn Menschen nicht stubenrein sind. Denn offensichtlich gehen davon „schüler-“ und „menschenunwürdige“, „traumatisierende“ Erfahrungen aus.
Ist dann eben so.

Ob nun dieser Vorfall oder viele andere:
– Keinesfalls offenen Wiederstand gegen den Verfall zeigen (wie das endet sieht man oben, von Verbänden bis Vorgesetzte werden sich jetzt alle auf die Lehrkraft einschiessen, der durch Maulkorberlass und Co. die Hände hinter dem Rücken zusammengebunden sind)
– immer ganz freundlich und gelassen bleiben, egal was passiert
– selbst macht man natürlich nicht den kleinsten Handgriff / nimmt keinerlei konkrete Handlung ohne schriftliche Absicherung vor.
– gleich die ***ganze Situation*** zukünftig ausschliessen
– dadurch den Ball zurückspielen: Dann gibt es eben X, Y und Z nicht mehr. Warum? „Weil belastende, gefährliche oder unangebrachte Ereignisse nicht ausgeschlossen werden können, wie der Vorfall XYZ letztes Jahr gezeigt hat“.

Das ist der Weg.

Fräulein Rottenmeier
25 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Ganz ehrlich, da wäre ich als Elternteil auch sowas von steil gegangen. Mein Kind soll den Kot eines anderen Kindes beseitigen? Geht’s noch?

Fridolin
25 Tage zuvor

Wer macht es dann weg? Sie?

Muxi
25 Tage zuvor
Antwortet  Fridolin

Derjenige, der die Verantwortung für den Ort trägt muss sich kümmern.

Verantwortung übernehmen heißt nunmal auch, dass man am Ende der Kette steht und die Sachen, die niemanden zuzumuten sind, bei einem selber landen.
Wem das nicht passt, der möge sich einen Job ohne Verantwortung suchen.

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Facility Manager, wg. Zuständigkeit für den Ort als Vertreter des Sachaufwandzrägers.
Immer schön die Zuständigkeiten einhalten. Der deutsche Beamte prüft erst einmal die sachliche und räumliche Zuständigkeit.
Die räumliche Zuständigkeit: negativ.
Die sachliche Zuständigkeit : negativ.
Lehrkräfte sind nicht für die Verdauungsendprodukte von Schülern und deren räumliche Platzierung zuständig.
Auf gutdeutsch, ich lass mich doch nicht für jeden Scheiss in Verantwortung nehmen.

Insulant
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Aha, also bei uns in der Mensa ist das dann unsere Küchenfrau, die alle nicht hochgestellten Stühle hochstellt, alle Tische abwischt, alles heruntergefallene Essen aufhebt usw. Kommen Sie mal bitte herunter von Ihrem hohen Ross!

Opossum
23 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Einige Menschen lassen Müll und Hundekot auf den Straßen mit der gleichen Begründung: es gibt Arbeitskräfte, die dafür bezahlt werden, Straßen zu reinigen.

Wenn jemand den Schmutz ungewollt verursacht hätte, wie das Erbrechen, würde ich sogar zustimmen. Wenn es aber bewusst oder gar extra gemacht wurde, geht es absolut nicht.

Fräulein Rottenmeier
25 Tage zuvor
Antwortet  Fridolin

Ich als Eltern eines unbeteiligten Kindes? Nein.

dickebank
24 Tage zuvor

„Ich als Eltern“ – ist das nicht ein Widerspruch in sich? Gedanklich setze ich dabei erstmal voraus, dass keine bipolare Störung diagnostiziert worden ist
Wird unter Eltern nicht landläufig zumindest ein Paar – also wenigstens zwei Personen – verstanden, von denen eine Person allenfalls ein Elternteil sein kann?
Sorry, es gibt halt Wortklaubereien, die mir unendlichen Spaß bereiten.:)

Fräulein Rottenmeier
25 Tage zuvor

Ja, geht gar nicht. Nicht verantwortliche Kinder die Scheiße wegmachen zu lassen.
Das passiert bei uns jeden Tag, wir haben alles versucht, die Täterin ausfindig zu machen. Nichts hat geholfen….
Ich bestelle nun immer die Sonderreinigung, kostet richtig Geld von unserem Schuletat….können wir halt wichtige Dinge nicht mehr bezahlen. Die Eltern bekommen einen Elternbrief jedesmal darüber……

Insulant
25 Tage zuvor

Dank Ihnen passiert das immer wieder. Ihre Maßnahmen jucken die Schüler doch gar nicht. Der Zusammenhang ist viel zu „weit weg“.

Und das ist dann wirklich eine Kollektivstrafe! Alle, auch viele Unbeteiligte, müssen die Konsequenzen tragen. Argumentierten Sie nicht gegen Kollektivstrafen?

Lera
24 Tage zuvor

Eventuell würde es helfen, die Kinder mal Kacke wegwischen zu lassen 😉

Biene
24 Tage zuvor

Lassen Sie mich raten, es interessiert die Eltern einen Kothaufen.
Andernfalls hätten sich sicherlich die Erziehenden des betreffenden Kindes mal gemeldet. Allerdings hege ich den Verdacht, dass es den (V)erziehenden des Kindes peinlich ist, dass ihr Kind nicht in der Lage ist, Toilettenetikette zu beherrschen.
So etwas geht gar nicht, dann zahlt es halt die Allgemeinheit (Eltern).

Chris
25 Tage zuvor

Ist die Wiederherstellung des ordnungsgemäßen Zustands etwa nicht angemessen? Ich verweise nur auf §53 Abs. 2 Schulgesetz NRW. Demnach ist eine erzieherische Maßnahme eine Maßnahme „mit dem Ziel der Wiedergutmachung angerichteten Schadens“. Da es sich um eine erzieherische und nicht um eine Ordnungsmaßnahme handelt, obliegt es auch alleinig der Lehrkraft diese anzuordnen. Da es zudem keine Ordnungsmaßnahme ist (siehe Absatz 3), kann auch von Bestrafung oder Kollektivstrafe keine Rese sein.

Leute, sowas nennt man einfach mal klassische autoritäre Erziehung, auch wenn sowas niemand hören will.

Frederik Zensus März
25 Tage zuvor

So kann man nicht agieren als Lehrer!
Es geht hier um Erstklässler, da liegen möglicherweise andere Gründe als Mutwillen ider Zerstörungswut vor.
Davon abgesehen: man beschämt Kinder nicht!

Muxi
25 Tage zuvor

Vor allem lässt man ein Kind nicht die Scheiße eines anderen Kindes wegputzen, nur weil man den „Täter“ nicht findet.
Das geht überhaupt nicht.

Insulant
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Vor allem kann man nicht die Hände in den Schoß legen und mit den Achseln zucken, weil man den Täter nicht findet. Was sind Sie denn für eine Pädagogin? Sind Sie eine?

Frederik März
24 Tage zuvor
Antwortet  Insulant

Doch. Das kann man schon. Meldung an die Schulleitung und aus. Wenn man den Auftrag bekommt zu putzen, kann man sich weigern oder Übelkeit anführen.

447
23 Tage zuvor
Antwortet  Frederik März

Das ist der Weg.

Opossum
23 Tage zuvor
Antwortet  Insulant

Ich muss oft daran denken, wie ein Bürgermeister in NRW im Kampf gegen Hundehaufen DNA-Proben von Hunden zum Abgleichen speichern wollte und gegen Datenschutz verlor… Es bleibt of nichts außer Achseln zucken mit allen Gesetzen und Regeln.

Biene
24 Tage zuvor

Selten so herrlich gelacht!
Erstklässler und kein Mutwillen oder Zerstörungswut?! Netter Witz!
Ich habe schon mehrfach Kinder dieser Altersklasse mit reichlich Mutwillen gesehen und die Konsequenzen daraus. Die Eltern dieser Kinder haben dann einfach mit den Schultern gezuckt und ihnen war es schlicht gleich, was ihr Kind tut.

Frederik März
24 Tage zuvor
Antwortet  Biene

Korrekt zu lesen und dann erst lachen wäre eine Maßnahme!

Biene
24 Tage zuvor
Antwortet  Frederik März

Das Kinder nicht beschämt werden ist klar, mir geht es knallhart um den ersten Teil.
Mal anders gefragt: Ist es richtig, wenn Kinder Erwachsene beschämen??

Frederik März
24 Tage zuvor
Antwortet  Biene

Den ersten Teil von was?
Und: Sechsjährige Kinder und im professionellen Kontext agierende Erwachsene können Sie wohl kaum vergleichen wollen.

Fräulein Rottenmeier
23 Tage zuvor
Antwortet  Biene

Sind Kinder und Erwachsene auf Augenhöhe? Können Kinder Erwachsene beschämen? Was verstehen Sie unter Scham?

Tigrib
25 Tage zuvor

Zitat leicht abgewandelt: „Der Vorfall ist leider die Spitze des Eisbergs. Anstand und gutes Benehmen von unseren Schülern sind bei vielen quasi nicht existent .“

Walter Hasenbrot
25 Tage zuvor

Wird auch die Würde von Reinigungskräften verletzt, wenn sie den Kot beseitigen müssen?

Falls ja: Verzichten wir in Zukunft darauf, dass Toiletten gereinigt werden?

Fridolin
25 Tage zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Dass ich Ihnen mal zustimme!?! 🙂

Walter Hasenbrot
25 Tage zuvor
Antwortet  Fridolin

Ist mir auch peinlich.

Jerunda
25 Tage zuvor

Was wäre denn eine angemessene Konsequenz gewesen? Hätte man alle Eltern zur Tatortbesichtigung einbestellen sollen, damit die herausfinden, wessen Kind der Übeltäter war?

Jerunda
24 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Jetzt mal ernsthaft: Vielleicht sollte man wirklich einmal Eltern den Zustand von beschmierten, verwüsteten Toiletten live zeigen. Möglich, dass die Eltern der Täter bei solch einer Besichtigung nicht dabei sind, aber die anwesenden Eltern könnten vielleicht auf ihre unschuldigen Kinder einwirken, die Täter nicht weiterhin zu decken und mehr aufeinander zu achten, wer sich wie verhält? Ist nur so eine Idee. Das soll jetzt kein Aufruf zum Denunziantentum sein. Aber manchmal können auch Schüler positiv auf andere einwirken, bestimmtes Verhalten zu unterlassen, ohne an die Lehrer zu verpetzen, wenn sie den Tätern klarmachen, dass solch ein Verhalten, im wahrsten Sinne des Wortes, Sch…ße ist für die Mitschüler.

Sepp
24 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Jedes Elternteil muss mal die Nase reinstecken und dann am eigenen Kind schnuppern, um den Vergleich zu haben…

Muxi
25 Tage zuvor

Wenn diese Schule ein Schulkonto hat, von dem Geld mit Insiderwissen entwendet wird und man bekommt den Täter nicht, dann müssten diese Lehrer es doch fair finden, wenn sie einfach alle bestraft würden und gemeinsam den Schaden begleichen müssen.
Wenn nicht, dann sagt das auch was über diese Leute aus.

Fözi
25 Tage zuvor

„Der Vorfall ist lediglich die Spitze eines Eisbergs. Die Pädagogik in unseren Schulen ist quasi nicht existent“
Diese Behauptung ist schon ziemlich verunglimpfend einem gesamten Berufsstand gegenüber. Die Maßnahme mag nicht richtig gewesen sein, aber welche Vorschläge hat denn der Landesschülerbeirat, auf so einen Vorfall zu reagieren? Dieses Problem der verschmutzten Toiletten besteht ja nun seit längerem offenbar landesweit immer massiver. Gibt es da bereits Vorschläge, wie dem begegnet werden sollte? – Toiletten verschließen, Toilettenpapier zuteilen, Namen der SuS notieren, die auf Toilette gegangen sind? Immer her mit den Vorschlägen, lieber Landesschülerbeirat; auch unsere Schulgremien sitzen regelmäßig über diesem Problem.
„Lehrkräfte benötigten deutlich mehr pädagogische Schulungen und Fortbildungen, damit in vergleichbaren Situationen angemessen und respektvoll gehandelt werde.“
Na klar- neben „Umgang mit Ki“, „Arbeit mit webbschule“, „“Umgang mit Unterrichtsstörungen“; „Wie führe ich schwierige Elterngespräche“, „Rechtliche Grundlagen von Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen“ usw. usf. höre ich mir natürlich gern noch Fortbildungen an, wie ich pädagogisch richtig auf Schmierereien mit Kot und Urin von Kindern reagiere. Sagt mal, geht es noch?

synergie
20 Tage zuvor
Antwortet  Fözi

Beim Lesen dieses Beitrags und leider auch bei vielen anderen Kommentaren hier wird mir bewusst, wie weit die Einstellungen zu unserer Verantwortung gegenüber Kindern auseinandergehen.

Natürlich sind Kinder rebellisch, testen Grenzen aus und machen auch mal Dinge kaputt. Und selbstverständlich stehen auch wir Eltern in der Pflicht. Aber die Erziehung ist heute für niemanden mehr einfach. Von Eltern wird im Spagat zwischen Job, Haushalt und Familie enorm viel abverlangt. Das sind bekannte Probleme – und trotzdem stehen die Eltern auch nicht ständig vor den Lehrkräften und jammern über ihr Leben.

Ich bin selbst als Kind durch dieses Schulsystem gerutscht. Damals waren die Bedingungen noch ganz anders, aber heute sind wir uns alle einig, dass sich dringend etwas ändern muss zum Wohl der Kinder und der nächsten Generationen. Umso mehr finde ich es als Mutter von drei Kindern sträflich, wenn die Überlastung im Lehrerberuf dauernd als Ausrede für schlechte Pädagogik genutzt wird. Wir wissen alle, dass der Job nicht einfach ist. Aber man entscheidet sich bewusst dafür. Wenn man an den Punkt kommt, an dem man die Verantwortung für mehrere Kinder pädagogisch nicht mehr händeln kann, gerät das Fundament dieses Berufs ins Wanken. Man kann sich nicht bei jeder Herausforderung in die Opferrolle flüchten und Entlastung fordern, wenn es um das grundlegende Wohl der Kinder geht.

Viele Lehrkräfte, die heute mit den Realitäten des Berufs überfordert sind, wurden vielleicht früher von hohen Erwartungen der Eltern in diese Rolle gedrängt oder jagten einem romantisierten Kindheitstraum nach. Wenn man dann merkt, dass man selbst dem Druck des Systems ausgeliefert ist, sollte man erst recht an sich arbeiten und sich der heutigen Zeit anpassen, statt blockiert zu reagieren. Genau weil Schule herausfordernd ist, scheitert man doch komplett, wenn man pädagogische Weiterbildung ablehnt oder ins Lächerliche zieht. Wer diesen Kern und die empathische Arbeit ablehnt, sollte vielleicht das Arbeiten mit Kindern sein lassen und lieber Lehr-Videos auf YouTube hochladen… da muss man sich zumindest nicht mit den realen, emotionalen Facetten dieses Berufs auseinandersetzen…

Ich bin selbst erst 37 Jahre alt und erschrecke oft darüber, wie viele Menschen immer noch glauben, dass Alter oder eine Position automatisch Respekt erfordern. Aber Respekt ist keine Einbahnstraße. Auch Lehrkräfte und Erwachsene müssen sich Respekt erst verdienen – gerade bei Kindern. Das funktioniert nur über einen empathischen Zugang. Jede Lehrkraft sollte sich einmal in die eigene Schulzeit zurückversetzen und sich an die damaligen Lieblingslehrer erinnern. Was haben diese Personen anders und besser gemacht? Bestimmt lag es nicht an erzwungener Autorität, sondern an menschlicher Nähe.

Am Ende macht es mich einfach fassungslos zu sehen, wie weit die Meinungen und Einstellungen hier auseinandergehen. Dass unter einem so wichtigen Artikel über das Wohl von Kindern gestritten und regelrecht befetzt wird, ist ein absolutes Unding. – Aber auch ein respektvoller Austausch will gelernt sein – und genau dafür braucht es eben vernünftige Lehrkräfte an den Schulen, die sich ernsthaft mit Pädagogik auseinandersetzen und solche Werte vorleben können.
Denn die heutigen Kinder werden irgendwann selbst Eltern sein – und was wir ihnen jetzt vorleben und mitgeben, prägt die nächste Generation.

Rotstiftprofi
25 Tage zuvor

„Die Pädagogik in unseren Schulen ist quasi nicht existent“, so der Pauschal-Vorwurf des Landesschülerbeirats. Ich pauschalisiere jetzt auch mal: Die elterliche Erziehung ist definitiv nicht mehr das, was sie mal war.

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  Rotstiftprofi

Ist mir ehrlich gesagt bei Weitem nicht pauschal genug.

Uhu
25 Tage zuvor

Schulrechtlich kann man lesen, dass man eine Handlung, die aus einer Gruppe heraus begangen wurden, allen Mitgliedern dieser Gruppe zurechnen darf. Das haben Gerichte entschieden!

Warum? Ich vermute, weil sich sonst immer jemand dahinter verstecken kann, dass niemand zugibt, wer es war bzw. die Gruppe den Einzelnen deckt (weil ja auch niemand petzen will) und der Lehrer dann nichts tun kann. Vorwurf: Alle bestrafen sei ungerecht. Keine Kollektivstrafungen.

Ich erlebe die „lieben Kleinen“ tatsächlich bisweilen so gewieft, dass sie tatsächlich zu glauben scheinen, man muss es nur leugnen, dann kann der Lehrer nichts tun, wenn er keinen Beweis hat. Stimmt so aber nicht.

Da Kollektivstrafen aber durchaus nicht zulässig, wäre also die Frage, ob diese „Tat“ aus einer Gruppe heraus begangen wurde, die das dann entfernen musste, oder ob da nun Kinder, die offensichtlich gar nichts damit zu tun haben, „mitbestraft“ wurden.

Chris
25 Tage zuvor
Antwortet  Uhu

Das Wort „Kollektivstrafe“ beinhaltet die Feststellung, dass überhaupt eine Bestrafung stattgefunden hat. Das kann ich in dem konkreten Fall allerdings nicht erkennen, da die Lehrerin mit geputzt hat. Es war viel mehr eine erzieherische Maßnahme. Fertig!

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  Uhu

Am besten lassen wir den Staatsanwalt ermitteln. Soko Klo.

Uhu
25 Tage zuvor

„Das Gremium sieht darin eine grundlegende Verletzung der Rechte der Kinder. „Die getroffene ,Maßnahme‘ ist widerwärtig und missachtet die persönliche Würde und das Wohlbefinden der betroffenen Schüler vollständig“, erklärte Lina Sum vom Landesschülerbeirat.“

Diese Aussage finde ich naiv und lebensfremd, denn sie bedeutet, die Kinder, von denen eines ja sehr sicher das gemacht hat, müssen nicht sauber machen; aber wer bitte soll das Widerwärtige entsorgen und warum missachtet das nicht dessen/deren Würde? Oder soll es einfach so verschmutzt bleiben, weil man nicht herausfindet, wer es war und es niemand wegmachen mag?! (Den Umstand, dass eine Tat aus einer Gruppe herauserfolgte, sehe ich hier gegeben, sodass alle dafür verantwortlich gemacht werden können, wenn der Täter es nicht zugibt.)

Hier würden die Kinder dazu erzogen werden, sie müssten nur zusammenhalten und keiner gibt es zu, dann kann ihnen nichts passieren. Na, da haben sie ja dann was fürs Leben gelernt!

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  Uhu

So isses, Gruß geht raus an die Erziehungspartner.

Uhu
23 Tage zuvor
Antwortet  Uhu

Da die Diskussion ja weiter ging, habe ich gesucht und gefunden, deshalb hier bitte gerne nachgereicht von einem Schulrechtsexperten:

„[…]Welche Mitglieder der Gruppe jeweils gehandelt hatten, ließ sich im Nachhinein nicht mehr feststellen. Alle Beteiligten wurden daher für fünf Tage vom Unterricht ausgeschlossen […]

Es ist nicht erforderlich, jedem einzelnen Gruppenmitglied eine bestimmte Handlung nachzuweisen. Der Nachweis der Zugehörigkeit zur Gruppe reicht aus, um eine Beteiligung, und sei es nur in Form einer psychischen Unterstützung, festzustellen und jedem Schüler die aus der Gruppe heraus begangenen Taten zuzurechnen (VG Stuttgart, Az.: 10 K 4801/08). Dabei handelt es sich nicht um eine Kollektivmaßnahme, da diese Schüler nicht für das Verhalten von Mitschülern verantwortlich gemacht werden, obwohl sie gar nicht anwesend oder offensichtlich unbeteiligt waren.

(Thomas Böhm: Nein, du gehst jetzt nicht aufs Klo! – S. 137: Bedrohungspotenzial bei Gruppen; Hervorhebung von mir)

Canishine
25 Tage zuvor

Um zu einer angemessenen Maßnahme zu kommen, sind die genauen Umstände wichtig. War es eindeutig Absicht mit dem Haufen oder ungeschickt, haben sich Jungs gemeinsam da etwas ausgedacht oder nur ein einzelner? Hat der Lehrer zusammen mit den Schülern sauber gemacht oder nur die Schüler? Hat es andere Hilfsmittel als Klopapier gegeben, wie sind die Umstände im Waldklassenzimmer (gibt es da ansprechbare Verantwortliche)?
All dies scheint ja zumindest der Landesschülerbeirat schon zu wissen.

Fridolin
25 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Ein absichtlich verursachter Schaden sollte genauso wie ein unabsichtlich verursachter Schaden wiedergutgemacht werden? Warum der unabsichtliche nicht?

Canishine
25 Tage zuvor
Antwortet  Fridolin

Es geht um den pädagogischen Umgang, der vom genauen Sachverhalt abhängt, und der Bewertung der daraufhin gewählten Lehrermaßnahme. Das alles kann ich persönlich kaum beurteilen, wenn ich Details nicht kenne. Andere anscheinend schon.
Mal zwei unterschiedlichen Szenarien:
Es ist unbeabsichtigt etwas daneben gegangen und der Lehrer unterstellt wütend Absicht, so dass der „Täter“ Angst bekommt, sich zu melden. Der Lehrer zwingt daraufhin alle Jungen, die Sch.. wegzumachen.
Oder es gab eine Gruppe von Jungen, die fanden die Idee, das Klo zu verdrecken, irgendwie lustig, aber nur einer „musste“ gerade. Der Lehrer sieht den Schaden, versucht, in Gesprächen die Schuldigen zu finden, und beschließt dann etwa: „Ja, lieber Kinder, wir dürfen das jetzt nicht so lassen, deshalb müssen wir es gemeinsam sauber machen.“ Was welche Kinder dann zu Hause wie erzählen, steht auf einem anderen Blatt.

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Hier muss die Soko Klo ran, Zeugen befragen, Fingerabdrücke, das ganze Programm.

Canishine
24 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Nicht nötig, wir haben doch einen Landesschülerbeirat.

Jerunda
23 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Genproben wären theoretisch auch noch möglich .Wurde ja auch schon im Zusammenhang mit Hundehaufen diskutiert. 🙂
DNA-Test für Hundekot: Wie Städte Halter identifizieren, die nicht aufräumen — Furpathy

real_anka
23 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Natürlich würde auch ein Reihen-DNA-Abgleich für Klarheit sorgen.
Ach nee, Moment: Datenschutz!

Silberling
25 Tage zuvor

Ist das nicht grotesk, jetzt steht derjenige unter Beschuss, der den Schaden wiedergutmachte und nicht der, der ihn verursacht hat.

Was werden Landessprecherin und Regierungspräsidium unternehmen, um solchen groben Vandalismus künftig zu verhindern? Dieses Toiletten Problem ist deutschlandweit allgegenwärtig!

Aber da zucken die vermutlich nur mit den Achseln?!

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  Silberling

Dafür gibt es doch prekär Beschäftigte ohne Lobby – und ohne Mami und Papi.

Adam
25 Tage zuvor

Bei allem Erschrecken über das kollegiale Verhalten:

Die Aussagen von Frau Sum als Landesschülervertreterin sind ergreifend schlicht:

„Die Pädagogik in unseren Schulen ist quasi nicht existent“ (…).

Woher stammen ihre Belege für einen solchen unterkomplexen verbalen Rundumschlag, vom sprachlich dürftigen Ausdruck ganz zu schweigen?

Frau Sum zeigt beeindruckend, dass sie die Reifeprüfung noch nicht abgelegt hat.

Maybe
25 Tage zuvor

1 – Ist Frau Sum ausgebildete Psychologin/Psychotherapeutin, da sie quasi ein Gutachten abgibt, genau weiß, wie sich das Reinigen der Toilette auf die SuS traumatisch auswirken wird. Beachte: andere verpassen sich derzeit freiwillig ein Erstickungstrauma.

2 – Die Ausbildung zum Klomann/ zur Klofrau muss dringend ( zusätzlich und vorrangig zum Kinderpfleger, Ernährungsberater, Diplompsychologen, Resilienzberater…..) aufgenommen werden. Weitere Traumatisierung durch Kot darf nicht zugelassen werden. Es droht lebenslange Beeinträchtigung.
( könnte Ironie enthalten)

Maybe
24 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Kleiner Hinweis (an Frau Sum) u.a.
Es gibt vieleviele Pflegekräfte, die tagaustagein schlimmere „Haufen“ beseitigen/müssen.
Ist ja schließlich deren Beruf ?
Ja, stimmt.
Ich frage mich aber wieder einmal nach dem Realitätsbezug des Schülerrates und auch einiger hier – ein soziales Jahr, ein Praktikum, das derlei Exkrementvorfälle nicht ausschließt, könnte helfen……..

Steißtrommler
25 Tage zuvor

Wer scheißt denn auch auf den Boden?!

Fräulein Rottenmeier
25 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Das wüsste ich auch gerne! Aber es gibt Kinder, die das tun….und schlimmeres….

Indra Rupp
23 Tage zuvor

Warum sollten Menschen das mit Absicht tun? Haustiere sind auch nicht gerne unsauber.
Wenn meine Katzen neben ihr Klo k*cken, wollen sie mir damit immer etwas mitteilen :
– mach schneller /öfter sauber
– die andere Mieze hat mich an dem Ort geärgert, jetzt geh ich nicht mehr drauf
– kauf mehr Dose!

Hans Hoffmann
23 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Warum Menschen das mit Absicht tun? Um andere zu ärgern, sie dazu zu zwingen das wegzumachen, und im sich im Nachgang dessen darüber zu freuen, dass man „mächtig“ genug dazu war.
Der Mensch ist ein seltsames Tier und Tiere sind ihm in punkto Abstand oft weit voraus.

Abgrenzung
25 Tage zuvor

Und welche Lösung wird jetzt vorgeschlagen?

Soll die Lehrkraft das alleine sauber machen? Das ist gegen die Würde von Lehrkräften und beschämend!

Also welche Lösung schlägt die Schulbehörde jetzt vor?

Muxi
25 Tage zuvor
Antwortet  Abgrenzung

Man erwartet von jedem Kapitän, dass er im Notfall als letzter das Schiff verlässt. Auch unter Lebensgefahr. Das nennt man Verantwortung übernehmen.

Auch Lehrer übernehmen Verantwortung und diese beinhaltet nunmal, dass man – bei fehlenden Alternativen – Unzumutbares am Ende selber tragen muss. Alles andere ist Verweigerung von Verantwortung und disqualifiziert für den Job.

Adam
25 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Da haben Sie sich mit Ihrem selbstbewussten Vergleich aber ziemlich verhoben:

Im obigen Fall ging es nicht um Leben und Tod, kein Schiff ging unter. Glauben Sie, dass der Kapitan eine Kajute säubert, wenn sich ein Matrose oder ein Passagier wegen Übelkeit übergeben musste?

Thema verfehlt.

Muxi
25 Tage zuvor
Antwortet  Adam

Transfer ist wohl nichts für jeden.
Tipp: Eine Schiffsbesatzung wird auch nicht irgendwelche Passagiere das Klo reinigen lassen.

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Aha, doch nicht der Kapitän persönlich, der das Klo schrubbt, wa?

Rüdiger Vehrenkamp
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Je nachdem, wie teuer und luxuriös die Reise ist, wird es die Schiffsbesatzung eventuell einfach ignorieren und die Passagiere leben entweder damit oder machen es selbst weg.

Adam
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Sie verrennen sich ja immer mehr, ein „Transfer“ sollte bezüglich Inhalt und Form passen, bei dem Ihren trifft dies offensichtlich nicht zu.

Warum schreiben Sie nicht einfach:
„Zugegeben, mein Vergleich hinkt, aber ich bleibe bei meiner Einschätzung.“ Das wäre souveräner als Ihr Nachtreten gewesen.

Sie gehören wohl zu jenen Kolleginnen oder Kollegen, die im Klassen- und im Lehrerzimmer übertrieben selbstbewusst und meinungsstark auftreten, die Maßstäbe, mit denen sie andere bewerten, aber nicht an die eigene Person stellen.

Canishine
25 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Das heißt in der Konsequenz: Ausflüge nur noch mit „stubenreinen“ Kindern.

Muxi
25 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Leider ja.
Ist ja auch jetzt schon so, dass nicht immer alle Schüler auf Ausflüge mitdürfen, weil bei einigen leider ein sehr problematisches Verhalten zu erwarten ist.

HarneEinrichson
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Ist auch richtig so. Es kann keiner Lehrkraft zugemutet werden, mit jedem kreativen Verhalten auf einem Ausflug klarzukommen.

Jerunda
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Aber das excludiert dann doch Schüler mit besonderen Bedarfen? Diese Kinder haben doch auch ein Recht auf Teilhabe? Wie löst man dieses Dilemma? Wer hat da gute Ideen?

Marie
24 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Windeln??

Abgrenzung
23 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Man nimmt vorsorglich eine Reinigungskraft mit auf den Ausflug, die dafür bezahlt wird, hinter diesem Kind herzuputzen.

Indra Rupp
23 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Müssen behinderte Kinder jetzt auch schon für unbeholfene gesunde Kinder herhalten?

Jerunda
23 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Nein! Kinder, die nicht wissen, wie man sich auf einem WC verhält, müssen nicht behindert sein und viele Kinder mit Fö- Bedarf haben keine Probleme mit dem Verhalten in öffentlichen Toiletten. Aber Schüler, die Toiletten mit Kot beschmieren oder auf den Boden k…, haben wohl einen besonderen (psyischen? ) Bedarf. Das müssten wohl Psychologen klären.

Maybe
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Ist die Frage, ob Sie mit „sehr problematischem Verhalten“ auch Einkoten/Einnässen meinen.
Das wird derzeit auch bei schon älteren, bereits lange „sauberen“ Kids wieder mehr (auch nachts).
Es laufen auch Studien dazu und es wird nicht ausgeschlossen, dass auch Medienabusus eine Rolle spielt. ( Nervosität, Reizfehlleitung….)
Kein Mensch weiß, was „der Missetat“ vorausging.
Und nach dem Missetäter zu fragen war einfach nur blöd (es könnte auch sein, dass sich das Kind sehr geschämt hat) Ob die kollektive Haufenbeseitigung erste Wahl war – der Kollege wusste es nicht besser.

Carbonara
23 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Nun, im Normalfall landet der Kot beim Einkoten in der Hose und nicht auf dem Boden. Die Kleidung ist dann verdreckt und der Betreffende kann eindeutig identifiziert werden, schon anhand des Geruchs. Von daher kann das wohl ausgeschlossen werden.

Ich traue es einer Lehrkraft schon zu, am Ende des Schuljahres ihre Pappenheimer zu kennen und anhand der Situation entscheiden zu können, ob es sich um ein Versehen im von Ihnen beschriebenen Verständnis handelt.

Schade, dass die Schulaufsicht keine Handlungsanweisung mitgeliefert hat, wie in einer solchen Situation zu verfahren ist. Kommt vielleicht noch: wie man hier lesen kann, scheint das Absetzen von Kothaufen außerhalb der Toilette an manchen Schulen nicht unüblich zu sein.

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Oder eben gar keine Ausflüge.
Irgendeine Konsequenz müsste man doch dann logischerweise ziehen…
Frau schlägt denn Frau Sum so vor?

447
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Nö.

Ganz einfach: Nô.

Schademarmelade
23 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Nein.

Carbonara
25 Tage zuvor

Welches Vorgehen schlagen denn die Schulaufsicht und der Landesschülerbeirat vor? Die Lehrkraft putzt die Exkremente allein weg? Das Reinigungspersonal kratzt die Scheiße vom Boden? Die werden ja bezahlt, da gibt es sowas wie Würde nicht?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass in den Arbeitsverträgen der beiden Letztgenannten das Entfernen von Kothaufen von SchülerInnen nicht enthalten ist.
Ich finde es die einzig richtige Reaktion der Lehrkraft. Hut ab, dass er selbst sogar sich an der Beseitigung beteiligt hat.

Muxi
25 Tage zuvor
Antwortet  Carbonara

Verstehe ich das richtig, Sie sind sich selber zu fein um Scheiße wegzuputzen, und deshalb müssen es Ihre Schutzbefohlenen machen?
Geht’s noch?

Anne
25 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Sorry, aber wenn meine Schutzbefohlenen meinten, sie müssten die Toilette absichtlich mit Kot verschmieren, dann bin ich aber die Allerletzte, die das weg putzt.

Muxi
25 Tage zuvor
Antwortet  Anne

Nach dem Motto: Weil einer Mist baut, bestrafe ich einfach alle?
Schüler A kackt wo hin und Schüler B muss das dann wegmachen?
Das ist übelste schwarze Pädagogik und lässt an Ihrer Eignung für den Lehrerberuf zweifeln.

Auch wenn es Ihnen offensichtlich egal ist: Auch Ihre Schüler haben Rechte und eines davon ist, dass sie als Individuen nach ihrem individuellem Verhalten behandelt werden. Wenn das jetzt nicht nur ein verbaler Ausrutscher war, kündigen Sie bitte sofort, ihren Schutzbefohlenen zuliebe.

Morgendämmerung
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Sie behaupten hier ständig „das gleiche Falsche“! Wie @Uhu und Fridolin schon schrieben, handelt es sich in diesem Falle um kein „ich bestrafe einfach alle“, es sind die in Haftung gezogen worden, die dabei waren und denjenigen decken, der es getan hat.

Dafür gibt es einen alten Spruch: Mitgefangen, mitgehangen.

Kündigen Sie bitte sofort, falls Sie Lehrer/in sind, denn Sie stellen sich hier außerhalb des (Schul-)Rechts!

Indra Rupp
23 Tage zuvor
Antwortet  Morgendämmerung

Was für eine abenteuerliche Phantasie Sie von Kinder – Kack-Plänen haben.

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Also wären Sie wiederum dafür, dass die Lehrkräfte/Lehrkraft das macht?
Also beispielsweise würden Sie jedes mal die Scheiße und den Urin wegmachen, wenn es an Ihrer Schule „nicht geklärt ist, wer das war“?
Interessant.

Muxi
24 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Bevor unschuldige Schüler ranmüssen, ja. Hab ich auf Klassenfahrten im Schullandheim schon gemacht.

Carbonara
23 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Dann bewerben Sie sich doch schnellstens an der Schule von Fräulein Rottenmeier. Nach deren Aussagen kommt an ihrer Schule das Absetzen von Kot außerhalb der Toilette regelmäßig vor. Fräulein Rottenmeier kann sich aufgrund Ihrer Opferbereitschaft dann die Bestellung der teuren Sonderreinigung aus dem Schuletat und die damit einhergehende Kollektivbestrafung der unschuldigen Kinder (für die das Geld aus dem Schuletat fehlt) sparen. Sie haben was für Ihr Karma getan.
Win-win!

Fräulein Rottenmeier
23 Tage zuvor
Antwortet  Carbonara

^^

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Tatütata, die Moralpolizei ist da.

Soko Klo ist informiert, Task Force Latrine arbeitet fieberhaft, bald werden wir den Täter haben!

Hysterican
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Hmmm, ihrem Sprachgebrauch nach zu urteilen scheinen Sie aber auch nicht vorangig für den Schuldienst und den Umgang mit Schutzbefohlenen geeignet zu sein.
Sie sollten Ihre Posts einfach nochmal gesammelt lesen und dann wahlweise Ihren Sprachgebrauch ändern oder – wenn Ihnen das nicht möglich erscheint – Ihrerseits die Entlassung aus dem Schuldienst – sofern Sie überhaupt dort tätig sind – erbitten. Auch im Sinne der Kinder und Jugendlichen, mit denen Sie es abgeblich zu tun haben.
Mit freundlichen Grüßen

Muxi
24 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Ich bin es nicht der Schülerrechte missachtet oder eine Gruppenstrafe ausspricht.

Und wenn Sie wirklich die Wortwahl in einem Lehrerforum (nicht die Wortwahl gegenüber Schülern) höher bewerten als eine Missachtung von Schülerrechten, dann sagt das auch was aus.

Biene
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Solange Ihre Rechte nicht angegriffen werden, scheinen Sie anderen fröhlich eben selbige abzusprechen!
Mir sind meine Recht und Pflichten bekannt, sind Ihnen die Ihrigen Pflichten auch bekannt?
SuS haben Rechte, das ist richtig und steht in keinster Abrede. Allerdings vergessen Sie wie ein Haufen der SuS auch gerne, dass sich aus den Rechten eben auch Pflichten ergeben. Diese Pflichten hat man auch zu erfüllen, auch wenn es weh tut.
Meine Rechte hören in dem Moment auf in dem ich andere in ihren Rechten einschränke. So ein Kothaufen aber auch, dass das sehr schnell passiert ist. Beleidigungen u. Ä. wie es jemand hier schon mal geschrieben hatte, sind auch eine Einschränkung des Rechtes auf einen menschenwürdigen Umgang mit seinen Mitmenschen.

Muxi
24 Tage zuvor
Antwortet  Biene

Und Schüler haben die Pflicht die Hinterlassenschaften anderer wegzuräumen? Weil das ihren Rechten entgegensteht?

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Kommt auf die Situation an, ob sowas Kollektivstafe ist oder nicht.
Muss man halt den Fall genau betrachten und dann schauen. Also „wie genau kam es dazu“ und „wer war beteiligt“?
Über die Art und Weise sind wir uns zumindest beide einig, dass man schon Reinigungsmittel dazu einsetzen hätte sollen. Klar.

Aber die Zumutbarkeit einer Reinigung? Doch. Sehe ich ggf. anders, wenn hier alle gleichzeitig auf der Toilette waren und keiner was gesehen haben sollte. Wäre zumindest komisch.

Indra Rupp
23 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Wer war am Kacken beteiligt? Man kann sich doch nicht an der Verdauung eines anderen beteiligen…

Bla
23 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Klar, jemand kann sagen: „Du traust dich nicht auf den Boden zu kacken.“
Dann kann jemand anderes auf den Boden kacken.
Und ein Dritter könnte das verstreichen.
Dann wären beispielsweise drei Beteiligte bei einem „Kackebauen“ dabei.

Hypothetisches Beispiel … Natürlich.

Es bleibt dabei:
„Also „wie genau kam es dazu“ und „wer war beteiligt“?“

Sind hier eben meiner Meinung nach (die) richtige(n) und wichtige Fragen.

Biene
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Wer Mist baut, muss dafür gerade stehen.
Rechtliche Erklärung diesbezüglich ist weiter oben getätigt worden.

Indra Rupp
23 Tage zuvor
Antwortet  Anne

Primitiver geht’s nicht!
EIN Schüler macht etwas und es sind dann für Sie einfach DIE Schüler?
Ich habe gehört, SIE haben 17 Jahre krank gefeiert und Schülerinnen missbraucht? 😉

Fräulein Rottenmeier
25 Tage zuvor

Rein rechtlich betrachtet, sind Kollektivstrafen, ein ganz schwieriges Thema und nichts anderes ist es, dass alle Kinder die Hinterlassenschaft eines Kindes beseitigen sollen.

Generell ist das Toilettenthema ein ganzjähriges, immerwährendes Problem. Es begleitet mich seit ich in Schule tätig bin und variiert von Jahr zu Jahr lediglich in der Intensität.
Vergangenes Schuljahr war es wieder ganz schlimm: In der Jungentoilette wurde täglich auf den Fußboden gestrullert, in das Pissoir gekackt, Toilettenrollen in Klos gestopft. Die Mädchen (das Mädchen) kaprizierte sich darauf, den Kot überall zu verteilen und an Wände und Türen zu schmieren.

Seit Monaten sind wir damit beschäftigt, den Tätern auf die Spur zu kommen und gleichzeitig zu verhindern, dass so etwas überhaupt möglich ist. Wir haben Toilettenpapier aus den Toiletten entfernt und geben die Rolle nur Kindern mit, die auf Toilette müssen, wir haben Listen geführt mit Abmelde- und Anmeldezeit, der HM kontrolliert alle viertel Stunde die Toiletten, Kinder dürfen per se nur einzeln auf Toilette gehen, einige Wochen haben wir eine Toilettenpolizei in den Pausen installiert (mussten wir abschaffen, weil Eltern Sturm gelaufen sind), in der OGS-Zeit müssen die Kinder sich ebenfalls abmelden und eine Erzeiherin flitzt im Anschluss hinterher….die Schulsozialarbeiterin hat ein Toilettenprojekt zur Verschönerung der Toiletten durchgeführt (was schön ist, wird nicht zerstört), die Eltern werden ständig informiert mit Fotos und allen schnick und Schnack….so, mehr geht unserer Meinung nicht.
Sobald eine Maßnahme so langsam lascher wird (denn sowas hält man nicht ein Schuljahr durch), geht es wieder los…..es ist zum Verzweifeln…..
Letztlich würde nur eine Kamera helfen, aber die ist natürlich nicht erlaubt…..so geht das Ganze schließlich richtig ins Geld, denn wir bestellen öfter die Sonderreinigung, die einmal richtig durchkärchern und alles hygienisch wieder herstellen….

Wir sind also auch sehr verzweifelt, würden aber niemals die Kinder, von denen wir ja nicht wissen, wer der Verursacher ist, dies wegmachen lassen….

Für kleine Unfälle wie Kötzerchen haben wir übrigens Kleintiereinstreu besorgt, für Strullerchen in der Toilette Katzenklumpstreu….das macht das Beseitigen leichter.

GBS-Mensch
25 Tage zuvor

Vielleicht kann man bei den Klassendiensten eine Toilettenwache, Toilettenbegleitung einführen.
Oder man kassiert neben Mopiergeld noch Toilettengeld.

Aber ja, das Thema ist irgendwie uniquitär. Aber in öffentlichen Toiletten sieht es nicht besser aus.

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Ja, super, das sollten wir groß aufziehen, wir haben doch die Zeit.

GBS-Mensch
24 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Jemand Anderes hier wollte Kameras und Patrouillen.

Klassendienste werden sowieso verteilt und Elternbeiträge sowieso eingesammelt. Der Aufwand hält sich in Grenzen.

447
24 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Funktioniert:
Buchführung, wer wann auf Toilette entlassen wird.

Ist halt ein echt hoher Aufwand.

GBS-Mensch
24 Tage zuvor
Antwortet  447

Da würde ich doch lieber den Ball dorthin zurückspielen, wo er hingehört.

447
23 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Sehe ich auch so.

Muxi
25 Tage zuvor

Das Problem gibt es auf weiterführenden Schulen auch, aber zum Glück nur in Ausnahmefällen.

Was ich hier problematisch finde ist diese Bereitschaft zur Gruppenhaftung, nach dem Motto: Wenn „die Schüler“ Mist baut bestrafte ich einfach „die Schüler“.

Als wäre einigen Kollegen überhaupt nicht klar, das auch Schüler – wie alle Menschen – das Recht haben gemäß ihrem eigenen Verhalten behandelt zu werden.
Wirklich bedenklich, eigentlich sollte die Gesellschaft weiter sein.

Morgendämmerung
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Bitte streuen Sie keine Gerüchte! Bitte informieren Sie sich über das Schulrecht! Bitte stellen Sie nicht Ihre Meinung, die Sie gerne haben dürfen, auch wenn sie falsch ist, über das Recht. Im Zweifelsfalle haben wir dafür Gerichte. Die haben solche Fälle schon entschieden. @Uhu verwies darauf, @Fridolin auch!

Lera
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Genau deshalb gibt es ja die Soko Klo. 200 Beamte kümmern sich intensiv um den Fall.

447
24 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Das (wortwörtlich) „be******ene“ Ergebnis dieser Rechtehuberei sehen wir:
– zuerst auf (Schul-)Toiletten
– dann auf Gängen
– später auf Bahnhöfen, in der U-Bahn, vor Stadien
– irgendwann (so weit ist es noch nicht ganz) gesellschaftsweit

Immer schön Täterversteher bleiben (die SuS wissen normalerweise immer wer es war und sagen es halt nicht, decken also Täter, in dem Fall von Sachbeschädigungen) – mir kann es persönlich-egoistisch egal sein, da wir uns alles (inklusive den Wocheneinkauf und sonstige Dienstleistungen bis hin zur Pflege im Alter) zur Not problemlos (wenn auch mit Aufpreis) liefern lassen können.

Also: Immer schön weiter auf die Leute losgehen, die dem Verfall noch Don-Quichote-artig wenigstens ein bisschen was entgegensetzen wollen.

Und nicht vergessen:
Dabei immer fleissig über das klagen, was Boomer wohl „Sittenverfall“ nannten. Oder heute „Verrohung der Gesellschaft“ genannt wird.

An unserer Schule hat mit einem Schlag jede Toilettenrandale aufgehört – nicht durch Fühlifühli, sondern weil der Gemeinde der Kragen platze und dem letzten (knapp minderjährigen) Täter, wie es das Recht erlaubt, die gesamte Summe aufgebrummt wurde – ein Jahr später, pünktlich zum achzehnten Geburtstag, stand der Gerichtsvollzieher + Polizeieskorte vor der Tür.

DAS wirkt.

Walter Hasenbrot
24 Tage zuvor
Antwortet  447

Das ist doch Quatsch.

Weder sind alle Schüler Täter – von daher ist das Gerde vom „Täterversteher“ Unsinn.

Noch ist davon auszugehen, dass alle Schüler wissen, wer die Toilette verschmutzt hat. Mit der Tat kann man wohl kaum angeben.

447
23 Tage zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Rabulstik.

Sie wissen doch was gemeint ist.

(Medizinische Notfälle sind auch noch mal was anderes, auch das ist völlig klar und erwähne ich nicht nochmal extrabreit, genau wie während des Schultages ausbrechende Magenprobleme usw. usf.)

Walter Hasenbrot
22 Tage zuvor
Antwortet  447

Nö, weiß ich nicht. Ich stimme mit dem, was Sie geschrieben haben nicht überein.

Muxi
24 Tage zuvor
Antwortet  447

Ehrlich, wie Sie ihre Schüler sehen ist bedenklich.

Und wie Sie anscheinend bereit sind mit denen umzugehen erst recht.

447
23 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Sie verwechseln (offensichtlich) wieder mal Wirklichkeit und Schuldienst.

Im Schuldienst würde ich genau so handeln wie ich es oben anderen empfehle. (Immer freundlich bleiben, Bedauern ausdrücken, Meldung an SL, bloß niemandem irgendwas unterstellen, mit solchen Gruppen nicht das Klassenzimmer verlassen)
Da müssen Sie sich also um die entsprechenden „Kinder“ keine Sorgen machen.

447
23 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Nö, wichtig ist was ich sage und tue.

Selbstverständlich wäre ich niemals so dumm, im Dienst irgendetwas (gar noch eigenmächtig) zu verhängen oder auch nur zu sagen, was mir Täterversteher als „Kollektivstrafe“ unterschieben könnten.

Ich würde das melden, mit solchen Gruppen im Klassenraum bleiben in Zukunft (denn vir solcher „Traumatisierung“ muss man Kinder ja schützen) und gut ist.

Und wegputzen tue ich garnichts (ausser ich selbst verschütte etwas) – ich bin Lehrer, nicht Putzkraft, Gefängniswärter oder Psychiater.

dickebank
23 Tage zuvor
Antwortet  447

Der Beamte prüft sachliche und räumliche Zuständigkeit. Und das kann dauern. Alternativ die Verantwortlichkeit auf die Ebene der SL verlagern und um dienstliche Weisung ersuchen. Wie die wohl entschieden hätte?

447
22 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Eben.

Und dieser Diskussionsthread zeigt auch, dass die Wurzel des Problems mittlerweile mit im Lehrerzimmer.

Fridolin
25 Tage zuvor

Rein rechtlich betrachtet handelt es sich aber gar nicht um eine „Kollektivstrafe“, nur weil mehrere betroffen sind. Es ist nicht gleich alles „Kollektivstrafe“, wenn eine Gruppe davon betroffen ist. Wenn ich den spaßigen Unterricht abbreche, weil mehrere stören, und dann etwas Langweiliges machen lasse, weil ich ja nicht nichts machen lassen kann, wird auch immer gleich von Kollektivstrafe gefaselt. Nein, ich mache dann nur anderen Unterricht und nicht den geplanten!

@ Uhu hat sehr gut beschrieben, wie das schulrechtlich einzuordnen ist. Eine Gruppe von Jungen war auf Toilette. Das lässt sich eingrenzen (wer war auf Toilette). Einer von ihnen hat die Verschmutzung verursacht. Es kann nach aller Wahrscheinlichkeit nur so gewesen sein. Keiner gibt es zu. Die Gruppe deckt den Täter. So darf die Tat allen zugerechnet werden, die dabei waren. Das ist gängige Rechtssprechung! Schulrechtssprechung!

Warum wird es als Strafe emfpunden, wenn sich alle beteiligen (mindestens aus dieser Toilettengängertruppe), etwas sauber zu hinterlassen, was man sauber vorgefunden hatte und nun nicht mehr sauber ist? Sollen Kinder hier lernen, Schmutz wegmachen ist „Iiiii“? Daür hat man idealerweise sein „Personal“?

Fräulein Rottenmeier
25 Tage zuvor
Antwortet  Fridolin

Wenn jedes Kind zur „Verschmutzung“ beigetragen hätte, dann wäre gegen eine gemeinsame Strafe sicherlich nichts einzuwenden. Wenn aber nur ein Kind für die Sache verantwortlich ist und die anderen nur zugeschaut haben, wird es mit der Kollektivstrafe schon schwierig. Der Spruch: „Mitgehangen-mitgefangen“ funktioniert so nicht.
Da sollte man den § 53 in NRW doch noch mal genau studieren und ggf. sich rechtlich beraten lassen.

Silberling
23 Tage zuvor

Sie täuschen arglistig die Öffentlichkeit, in dem Sie auf einen Paragraphen eines Gesetzes verweisen und damit den Eindruck erwecken wollen, Sie hätten Recht.

In §53 des Schulgesetzes NRW steht aber gar nichts zu der Streitfrage, ob es sich hier um eine Kollektivstrafe handelt oder nicht. Da sind nur wie in jedem Schulgesetz Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen erklärt und aufgezählt.

Nichts zu unserem Thema. Wie kann man die Öffentlichkeit so belügen?

Fräulein Rottenmeier
23 Tage zuvor
Antwortet  Silberling

Wie sind Sie denn drauf?

Carbonara
23 Tage zuvor

Nach Ihrem Rechtsverständnis dürfte bei einem Einbruchdiebstahl also nur der bestraft werden, der in der betroffenen Wohnung das Diebesgut entwendet hat. Der sich an die StVO haltende Fluchtwagenfahrer ist freizusprechen, da er nichts unrechtmäßiges getan hat (Autofahren ist nicht strafbar).
Wenn nicht eindeutig geklärt werden kann, wer eingebrochen ist und wer den Fluchtwagen gefahren hat, sind also beide freizulassen.

Indra Rupp
23 Tage zuvor
Antwortet  Carbonara

Wo steht im Text, dass andere davon wussten? Es wurden alle Jungs zum sauber machen befohlen, weil es das Jungsklo war und es die Mädchen demnach nicht sein konnten, oder? Daraus wird hier etwas konstruiert, als hätten sich mehrere abgesprochen, wären zusammen aufs Klo gegangen usw.

dickebank
23 Tage zuvor
Antwortet  Carbonara

Sie verwechseln eine Ordnungs- und Erziehungsmaßnahme gem. Schulrecht mit dem Strafrecht. Darüberhinaus sollten Sie sich ebenfalls mit den unterschiedlichen Zielsetzungen von Strafrecht und Jugendstrafrecht befassen.

Mika BB
23 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Sie wissen aber schon, was eine Analogie ist?

Walter Hasenbrot
23 Tage zuvor

Ein Ordnungsdienst in der Klasse, der am Ende des Tages fegt, ist auch keine Kollektivstrafe, auch wenn die Aufgabe kollektiv (Alle sind mal dran.) erledigt wird.

Das gemeinsame Reinigen der Toilette muss also nicht als Strafe, sondern kann eher analog zum Ordnungsdienst betrachtet werden.

Maskottchen
24 Tage zuvor
Antwortet  Fridolin

Die Kinder, die den Dreck wegmachen müssen, obwohl sie es nicht gewesen sind, sollten eher auf denjenigen sauer sein, der ihnen das eingebrockt hat, also der den Dreck verursacht hat. Sie hätten auch die Möglichkeit, ihn zu offenbaren, damit er das alleine sauber machen muss.

(@Muxi und @Rottenmeier hätten es sicherlich aber auch unerhört gefunden, dass das verursachende Kind die „Kacke“ wegmacht, einfach weil’s ein Kind ist und weil’s eklig ist und weil man dafür ja normalerweise (s)eine Putzfrau hat. Was für ein widerliches Menschenbild ist das?!)

Fridolin
25 Tage zuvor

PS: Kameras auf den Toiletten sind natürlich nicht erlaubt. Kameras vor den Toiletten schon! Das gibt es bereits. Dann weiß man, wer zu welcher Zeit dort war. Man braucht dann noch jemanden, der in regelmäßigen Abständen schaut, ob noch alles in Ordnung ist.

Rüdiger Vehrenkamp
24 Tage zuvor
Antwortet  Fridolin

Der Fehler beginnt doch aber bereits viel früher: Bei mangelnder Erziehung im Elternhaus. Und ganz ehrlich, wenn meine Kinder irgendwelche Toiletten so verschmutzen würden, würde ich sogar darauf bestehen, dass sie das wegwischen.

Ob das nun eine ganze Klasse sein muss, gut, kann man kritisch sehen. Vermutlich wird aber keines dieser Kinder jemals wieder irgendeine Toilette verschmutzen.

Susanne M.
24 Tage zuvor

Finde ich schockierend. Ich habe bisher von diesem Hantieren mit Kot nur im Zusammenhang mit Psychosen und anderen Erkrankungen gehört.

447
23 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Das gibt es auch an weiterführenden Schulen, such mit Kot, immer wieder mal – so lange keine Konsequenzen folgen.

Bla
24 Tage zuvor

Kommt drauf an, ob sie „direkt nacheinander gingen“. Dann müsste jemand das ja melden können …
Oder ob sie „gemeinsam gingen“. Kann muss es jemand normalerweise bemerken …
Oder man einen deutlicheren Zeitunterschied hatte. Dann hätte man das aber doch auch sehen und melden können.

Weiß jetzt nicht, wie ich mir das vorstellen soll … Aber wenn man „gemeinsam dort war“ und „keinen verpetzen will“ … Dann ist das halt eine mögliche Konsequenz.

Klar sollte man hier geeignete Reinigungsmaterialien geben.
Das mit „nur Toilettenpapier“ ist natürlich Quatsch pädagogisch gesehen.
Aber mit Handschuhen und Reinigungsmitteln etc. – durchaus eine Möglichkeit meiner Meinung nach.

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich aktuell übrigens für eine Bildungspflicht bin? Das würde ebenfalls hier sehr wahrscheinlich etwas helfen … Verschlimmern zumindest recht sicher nicht.

Man könnte auch mal überlegen, ob „solche Toiletten“ nicht auch irgendwie eine Zumutung sind und „Trauma Schule“ [wenn der Schülerbeirat überspitzt .. mache ich das auch mal …] auslöst.
Ist nicht sooo selten einer der ersten Punkte: „Marode Schulen“, „schimmelige Räume/Toiletten“, „verschmutzte Umgebung“ und „verkackte Toiletten“ [kann man so oder so lesen …].
Hatte das der Landesschülerbeirat auch angesprochen und über „Fortbildungen für ?“ für wen …dann? SuS? Eltern? LuL? Alle? gefordert … Hm.

Lera
24 Tage zuvor

„Wir sind also auch sehr verzweifelt, würden aber niemals die Kinder, von denen wir ja nicht wissen, wer der Verursacher ist, dies wegmachen lassen…“

Dann wünsche ich weiterhin viel … Glück mit diesem teuren, anstrengenden und wirkungslosen Ansatz. Hat sich nicht bewährt, machen wir wieder so – denn wenn wir gar nichts tun, müssen wir unser Scheitern eingestehen.

Fräulein Rottenmeier
24 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Und, was schlagen Sie nun vor? Wenn wir nicht wissen, wer der Verursacher ist, kann ich nicht handeln. Es ist ja nicht so, dass wir nicht alles versucht haben, den / die Täter/n auf die Spur zu kommen….aber es passiert eben genau dann, wenn man einmal unaufmerksam ist….ganz gezielt…..es ist also Vorsatz….
Also, schlagen Sie was vor…..etwas natürlich, was rechtlich auch umsetzbar ist….

Jerunda
24 Tage zuvor

Statt des Textes könnte man auch Piktogramme anbringen.

Bla
24 Tage zuvor

An meiner alten Schule gab es in dem Stockwerk übergreifende Abdeckung an Kameras. Natürlich nicht in den Toiletten, sondern zuvor und im ganzen Bereich/Stockwerk.
Somit hat man mal einen Zeitpunkt.
Dazu könnte man dann noch Zeitprotokolle anführen (und Ausgabe von Toilettenpapier).
Das schreckte dort schonmal gut ab.
Ob das jetzt sonderlich „pädagogisch“ ist … Steht mal offen.
Zumindest kann man dann durch Zeit und Tatzeitabgleiche – falls dies öfter/extrem oft stattfindet … Durchaus so seine Resultate erschließen.

Ansonsten gilt: Wer hier „Vertrauen gibt“ und die Vorfälle trotzdem entstehen/bestehen. Man aber keine Konsequenzen hat … Der begibt sich eben in dem Bereich, der bei Ihnen dann entsteht/herrscht. Das sind absolut logische „Systemvorgänge“.
(Manche) Kinder brauchen Grenzen. Und sie werden ggf. so lange dies machen, bis sie diese bekommen. Oder eben die Grenzwirkung/“Gefahr“ so hoch ist, dass man es unterlässt.
Was man bei Ihnen wieder mal gut sieht an der Schule [danke auch für den ehrlichen und guten Kommentar]: Das Dilemma von Schulgesetz, Forderungen, Soziale Forderungen/Erziehung und Praxisbezug Schule/Handlungsunfähigkeit bzw. Handlungseingrenzung.
Jetzt kann man natürlich den rechtlich absolut sicheren Weg von Ihnen gehen und hoffen, dass man denjenigen erwischt [wird man normalerweise nicht oder „eher zufällig“… Sind ja nicht doof, wenn das systematisch so ist]. Oder man begegnet dem im Rahmen der Ressourcen [kann jemand/eine Lehrkraft die Toiletten im Nachgang prüfen? Und dann über die Toilettenzeiten ggf. jemand „eingegrenzt werden“?] oder im Bereich von „Einschränkung von XY“ [Kameras – Beobachtung und Unwohlsein/Wohlsein – je nachdem, wie man das empfindet und kommuniziert].
Will man eine „100% eindeutige Tat“ … Dann müsste dementsprechend jemand „daneben stehen“ [Kamera ja nicht in dem Bereich erlaubt] … Und das geht eben rechtlich halt auch nicht. Dilemma wiederum da.

Die Konsequenz: Weiter so?
Dann entscheidet man sich eben für „SuS gewinnt hier in der Regel“ – „alle anderen müssen es TROTZDEM ausbaden“ und zeigt die „Machtlosigkeit des Systems“ für den/die SuS auf. Hoffentlich gibt es dann keine „Folgetäter“. Gar nicht so unüblich …
Dann kann man zudem ebenfalls hoffen, dass der „Spielbereich der Provokation und des ‚Kicks'“ nicht ausgeweitet wird und derjenige/diejenige nicht noch anderen Vandalismus verursacht.
Tjo … Geliefert – wie – bestellt.

Und ich verstehe Sie als Schulleitung. Absolut nachvollziehbar und logisch. Die Konsequenz ist dann eben auch die Konsequenz daraus halt. Braucht sich keiner wundern. Kann man natürlich auch so hinnehmen und „Schmierpapier“ für den Mülleimer der KuMis schicken mit Kostenauflistung durch den Sondereinsatz mit Bedarfsanalyse an „Geldförderung“ diesbezüglich.
Sollte man meiner Meinung nach auch vermehrt so machen.
Auf einen Tipp, was man noch so in den Brief als Geschenk dann irgendwie beilegen kann … Wäre beispielsweise eine „Beweisbeilegung“ … Spare ich mir mal. 😉

Fräulein Rottenmeier
23 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Danke für die ausführliche Analyse unserer Situation….das Problem liegt darin, dass wir uns in einem engen rechtlichen Rahmen bewegen müssen. Wir können engmaschig die Toiletten kontrollieren (der HM macht das ja sowieso schon), wir können Listen führen, wer wann und wie lange auf Toilette geht, wir können verschmutzte Toiletten sperren (zumindest bis sie gereinigt wurden), wir können das Toilettenpapier gezielt für den Toilettengang herausgeben…..das alles geht im Unterrichtsbereich…..das sieht im OGS-Bereich schon anders aus…..vieles von dem von mir beschriebenen passiert eben auch dort. Es ist dort eher möglich, sich in unbeobachteten Momenten auf die Toilette zu verdrücken und dort Unwesen zu treiben.
Was wir eben nicht können, eine LuL oder Erzieherin für den Toilettendienst abzustellen und das würde ich auch nicht gestatten…..
Es ist echt schwierig…..
Den Tipp, mal Urinale zu erklären, werden wir umsetzen und hoffen, dass zumindest keinJunge mehr ortsfremd kackt….

Carbonara
23 Tage zuvor

Was sagt denn die Schulaufsicht? Haben die Vorschläge?

Fräulein Rottenmeier
23 Tage zuvor
Antwortet  Carbonara

Wir diskutieren solche Dinge in Rektornekonferenzen und sind da leider auch Ende aller guten Weisheiten….
Die Schulaufsicht? Ich sehe da ein Zuständigkeitsproblem….wüsste auch nicht, was die da sinnvolles beitragen könnte….

dickebank
25 Tage zuvor

Was mich stark verwundert, ist, dass noch keiner geschrieben hat, dass die Verunreinigung der Toilettenanlage gar nicht hätte geschehen können, wenn die Lehrkraft ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen wäre. Damit wäre nämlich klar, wer für die Schadensbeseitigung zuständig zu machen ist.

mama51
24 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Aufsichtspflicht…

Das ist ein neuer Aspekt:
Ich gehe mit dem Jungen aufs Klo und stelle mich zum Gucken, ob alles richtig gemacht wird, daneben?
Ich lach mich schlapp!
Oder wie stellen Sie sich das vor? Und wer beaufsichtigt derweil den Rest der Truppe?

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Wie, Sie begleiten Ausflüge alleine?

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Können Sie das mal konkretisieren, wie Sie das so in der Praxis machen?
Würde mich echt interessieren …
Hatte ja auch so einige Ausflüge an unterschiedlichen Schulen gemacht/begleitet.
Die Aufsichtspflicht ist erfüllt, auch wenn ich nicht „daneben stehe“.
Es ist ebenfalls zumutbar, dass meherere SuS auf eine Toilette gehen, wenn ich im Bereich Ausflüge keine 2 Stunden neben den Toiletten verbringen möchte mit einer Klasse …
Verstehe anscheinend nicht Ihre Praxis … Mal gerne erläutern.

dickebank
23 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Ihr Problem, dass Sie den Beitrag für bare Münze genommen haben. Ich habe die Aufsichtspflicht angesprochen, da sie der Universalhebel ist, um Dienstaufsichtsbeschwerden anzustrengen.
Wie Sie vermutlich selbst wissen, gibt es bei Klassenfahrten und Wandertagen die Zeitfenster, in denen die SuS eigenständig in kleinen Gruppen von mindestens 3 Personen sich ohne direkte Aufsicht frei bewegen dürfen, sofern die Erziehungsberechtigten dem vorab zugestimmt haben. Nach Ansicht meiner damaligen Dienststelle reicht es aus, diesbezüglich klare Absprachen mit den SuS zu treffen und für etwaige „Notfälle“ für diese erreichbar zu sein.
PS: Meine Erfahrungen beziehen sich auf SekI-SuS.

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

„Ihr Problem, dass Sie den Beitrag für bare Münze genommen haben.“

Hab ich dann bei nochmaligen Lesen auch gecheckt … Auch ich bin „reingefallen“.

mama51
23 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Es „passiert“ ja nicht nur bei Ausflügen, dass iwo ein WC versaut wird, sondern durchaus auch im alltäglichen Schulbetrieb…
Also, ja, da bin ich im Klassensaal mit den SuS idR alleine! Sie früher nicht?
Und ,auch ja, ich bin bei kurzen Unterrichtsgängen bspw ins benachbarte Naturschutzgebiet, 15 Minuten Fußweg, 2 Schulstunden Aufenthalt, durchaus ohne Begleitung mit meinen SuS unterwegs!
Und unsere Sport- KuK müssen oft ebenfalls mit den Kindern alleine in die Großsporthalle latschen (15 Minuten), wenn der Stundenplan oder die Hallenbelegung keine andere Wahl zulässt…
Unn nu?

dickebank
23 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Reingefallen

mama51
23 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Okay! Alles klar + gut gemacht!
Dann lache ich über meinen jetzigen (eben gerade! S.o.) Beitrag gleich nochmal herzlich mit Ihnen zusammen!

Indra Rupp
25 Tage zuvor

Warum macht ein Erstklässler neben die Kloschüssel? Ist er krank?Magen – Darm? War das Missgeschick schon vorher in der Unterhose gelandet? Zu spät auf Toilette, keine Gelegenheit, nicht getraut zu fragen? War die Toilette ekelig und er wollte sich nicht richtig darauf setzen?
Warum zum Henker sollte ein kleines Kind das mit Absicht machen oder sogar Komplizen bei dem Plan haben, die ihm den Rücken decken?
Es wird sich aus Beschämung nicht gemeldet haben, schon gar nicht bei einer Befragung vor allen. Und die anderen Kinder, wenn sie wissen, wer auf Toilette war, wird das nicht verpetzt haben, ebenfalls um das Kind nicht zu beschämen und nicht aus „frechheit“.
Diese Kinder kommen gerade erst aus dem Kindergarten, Leute!
Ich will ja niemanden ärgern, aber damit sich das Kind der Lehrkraft, natürlich unter vierAugen, anvertraut, braucht es ganz viel Vertrauen und darf überhaupt keine Angst vor Beschämung haben. Dann wäre es vielleicht sogar schon im Vorfeld zu der Lehrkraft gegangen und hätte erzählt, dass es es nicht zur Toilette geschafft hat.
Ist aber viel verlangt, weil der Mensch ein natürliches Schamgefühl hat, welches mehr oder weniger stark ausgeprägt sein kann, auch abhängig von der elterlichen Erziehung kann man mehr oder weniger „verklemmt“ sein.
Als kleiner Erstklässler überblickt man das Ganze auch noch nicht und denkt, man verlässt jetzt einfach die Toilette und tut so, als wäre nichts gewesen und wäre auch noch nicht selbständig genug, von selber ordnungsgemäß sauber zu machen.
Und dann gibt es auf einmal einen Aufruf vor der ganzen Klasse.
Hmm…
Nee, die anderen Kinder sind nicht traumatisiert,sondern der Verursacher, hier genannt „Täter“…

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Süß [sorry]
An einer GS, an der ich während meines Studiums einen Nebenjob hatte hatte ein Kind in die Hecke geschissen. Dann meinte jemand: „Wetten, du traust dich nicht, das an die Wand zu schmieren.“
Doch, hat er sich getraut.
Hochbegabtes Kind. Kein „unbewusstes Kacken“. Toilette kannte er.
Tjo, manchmal ist es doch (nicht immer sooo) komplex.
Manche wollen provozieren, manchen ist langweilig, manche haben tatsächlich Erkrankungen, manchen ist es egal, manche haben Scham … Manche … Manche …

Bei einem Ausflug im Wald hies es: Immer zu zweit bleiben. Nicht vom „Partner“ trennen. Dann fehlten kurz zwei Kinder. Waren „um die Ecke“ und einer musste halt „aufs Klo“ und der andere blieb beim Partner.
Klar … Anweisungen befolgt. Kann man nicht übel nehmen. Musste halt auf das Klo. Hätte natürlich auch Bescheid geben können.

Zwei Fälle. Zwei verschiedene Rückschlüsse und logische Erklärungsbereiche. Kann man dementsprechend auch unterschiedlich halt agieren.

Wie immer ist hier das „warum?“ der Punkt …

Bei „ich kacke in die Spüle“ ist das recht eindeutig … Finden Sie nicht?
Man will halt meistens dann provozieren (und einen „Kick haben“). Nötig? Ist das ja wohl nicht … Außer die Toiletten wären wirklich alle besetzt und es ist tatsächlich dringlich und danach hätte das Kind Scham.
Ist das meistens der Fall? Hm.

Jerunda
24 Tage zuvor

Mich beschäftigt noch ein ganz anderer Gedanke:
Wenn Schüler Toiletten mit Stiften beschmieren, die Becken mit Papier verstopfen, die Einrichtung zerstören … steckt Zerstörungswut, Kraftprotzerei, Provokation (evtl. auch Gruppendynamiken) dahinter. Aber seine eigenen Exkremente zum Beschmieren von Wänden usw. zu benutzen, auf den Boden k…? Das ist schon irgendwie anders, Was sagen Psychologen und Soziologen dazu?

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Warum ist das was anderes? Können Sie das etwas konkretisieren?

Jerunda
23 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Weil, nach meinem Verständnis, das Schmieren mit Exkrementen noch eine andere Dimension hat. die meisten Menschen ekeln sich, diese anzufassen. Fehlt dieses natürliche (?) Ekelgefühl bei manchen Menschen?
Emotionen: Ekel – Psychologie – Gesellschaft – Planet Wissen
Warum wir Ekel empfinden: Die Psychologie hinter dem Gefühl
Ich habe solches fehlendes Ekelgefühl nur bei Kleinstkindern (da ist es normal), sehr selten bei kognitiv beeinträchtigten Schülern und bei Kindern mit psychischen Problemen (z. B. durch Hospitalismus, Vernachlässigung) erlebt.

Hysterican
24 Tage zuvor

Hmmm, was wäre die „verantwortbare ubd pädagogusch wertvolle Alternative“ gewesen?
Die betreuenden Lehrkräfte beseitigen das Stoffwechselendprodukt … am besten noch vor den Augen der SuS?
…oder lässt man das liegen und wartet darauf, dass die Reinigungskräfte, die ja schließlich dafür bezahlt werden, die Hinterlassenschaft wegmachen und dann den Toilettenraum gründlich reinigen
… oder sperrt man die Toilette für die Jungen und verweist bei deren Notdrang darauf, dass „sie selber schuld sind“, dass das Klo gesperrt ist.

Variante 1 & 2 würde den Eltern sicherlich gefallen und hätte keine Beschwerde ausgelöst, Variante 3 hätte ebenfalls Theater und Beschwerden ausgelöst.

Erläutert mir bitte mal jemand, worin jeweils der pädagogische Nutzen der drei angebotenen Varianten liegt…. ich bin gespannt auf die verschiedenen / gleichgestalten Ideen dazu.

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Naja, das würde ja bedeuten, dass es nur diese drei Möglichkeiten gäbe … Ist ja nicht ganz so richtig.

1. Hätte die Vorbildfunktion des Sozialen Miteinanders und des „ich packe auch an – ihr nicht?“ als Effekt. Man fängt also das Problem direkt auf. Wäre dann eine „Schadensbegrenzung“. Reinigungsmaterial wegen Gesundheitsschutz usw.
Dagegen steht natürlich ein Rollenkonflikt: Wir baden alles aus, was ihr an scheiße fabriziert… Ob das so pädagogisch ist? Ohne weiteres mit Sicherheit nicht. Das müsste man dann ganz klar Besprechen. Dazu eben Konsequenzen ziehen: Anscheinend können wir nicht mehr Ausflüge machen. Schreiben von demjenigen SuS wird (anonym) mit Erklärung erwartet. Sonst halt Pech.

2. Müsste ja die „besuchte Schule“ dann ausgleichen. Die wird sich ebenfalls freuen … Akut, unhygienisch dann – Hygieneproblem, „Betrieb blockend“, Umlegung auf Reinigungspersonal.

3. Da Ausflug … Kann die Schule ja nicht ihre eigenen Toiletten sperren. An eigener Schule dann die zu sperren für alle wegen einem/einer Gruppe … Geht auch nicht. Keine Chance.

Also bliebe halt nur:

4.
– Meldung an die Schulleitung, Hausmeister, Waldheimleitung
– Diese entschließt: Beseitigung mit Reinigungsmaterialien oder Sperrung der Toiletten und Anfrage an Reinigungspersonal.
– Besprechung der Situation: Themenschwerpunkte – Sauberkeit, Hygiene, Rücksichtnahme, Soziales Miteinander, „wir als Klasse – wie präsentieren wir uns und wollen wir wahrgenommen werden“, Konsequenzen bei Wiederholung (keine Ausflüge mehr, da Vertrauensmissbruch, nur noch Einzelgang auf Toiletten mit direkter Kontrolle danach, Einschränkung der „Freiheit“ und „Vertrauen“ somit).

Gute Ideen?

TaMu
24 Tage zuvor

Von verschiedenen anderen wichtigen Gesichtspunkten, die dagegen sprechen, einmal abgesehen:
Allein schon der Aspekt der Hygiene ist außerhalb von Gut und Böse.

Jerunda
23 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

Aber ebenso für den Lehrer!
Müssen Lehrer immer und überall Gummihandschuhe und Desinfektionsmittel dabei haben? Wer stellt ihnen diese zur Verfügung?

Fräulein Rottenmeier
23 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Mindestens Gummihandschuhe sollten in jeder Erst-Hilfe-Tasche, die zwingend zu Ausflügen mitgenommen werden muss, vorhanden sein….also Ja….

GBS-Mensch
23 Tage zuvor

Ich sehe sehr selten, dass auf Ausflüge Erste-Hilfe-Taschen mitgenommen werden.

Fräulein Rottenmeier
22 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Mutmaßlich deshalb, weil diese Täschchen im Rucksack eines LuL verstaut sind….die sind ja nicht riesig….wir brauchen auf Ausflügen keinen Defi…..^^

Sepp
24 Tage zuvor

Ich finde es schwierig:

Die Hälfte der Klasse sind Jungs, davon waren vielleicht fünf auf Toilette, einer kackt bewusst (?) neben die Toilette. Wenn es ein Unfall gewesen eäre, hätte er es js einfach wegmachen können…

Wenn sich keiner der Jungs meldet und ggf. das Mißgeschick eingesteht, niemand zur Aufklärung beiträgt, dann müssten eben alle mithelfen, den Mist zu beseitigen. Das ist für die anderen Jungs auch unschön, trifft aber definitiv auch den Verursacher.

Der Verursacher lernt, dass man sich so nicht verhält. Die anderen Jungs lernen, dass man niemanden „decken“ kann, weil man sonst im Zweifelsfall mit einstehen muss. Wenn die Kinder wissen, wer es war, wird der Verursacher merken, dass das keine gute Aktion war und er keine Unterstützung mehr von den Mitschülern erwarten sollte.

So war es eine begrenzte Erziehungsmaßnahme für einen Teil der Gruppe. Letztlich muss man überlegen, was die Alternative wäre:
Wenn jemand aus meiner Klasse sich so verhalten hätte, hätte ich nämlich daraus mitgenommen, dass die Kinder offenbar nicht stubenrein sind und müsste leider auf sämtliche Aktionen außerhalb der Schule verzichtet. Das würde dann wirklich alle Kinder betreffen und wäre sicher schlimmer als 1 min putzen…

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

Das ist das tolle an „Dilemmageschichten“ … Es weißt immer ein Dilemma auf.
Der ethische/moralische, juristische Bezug und Argumentation (ggf. Handeln) ist dabei dann das Interessante.

Und das sollte man in solchen Fällen dann auch einbringen:
– Was ist ein Dilemma?
– Wie gehen wir damit um?
– Mir ist da eine tolle Dilemmageschichte eingefallen …
– Jemand kackt auf den Boden neben eine Toilette – 5 Kinder waren in der Toilette
– Keiner war es angeblich. Die Kacke ist aber da. Die Kinder wissen irgendwie nicht mehr, wer auf welcher Toilette war …
– Wie kann das sein? Welche möglichen Motive gibt es dafür? Wie löst man die Situation? Wie kann man dies Entgegnen?
– Los, auf gehts Kids … Jetzt seid ihr dran mit den Ideen und Gedanken.

Manchmal sind doch Praxisbeispiel eine sehr gute Wahl des Umgangs.

Ich/Wir hatten das Beispiel mal anhand von „Stifte geklaut“ thematisiert. Die SuS waren da sehr offen und „sauer“. Die Gefühle und Gedanken teilte man. Seitdem habe ich nicht mehr gehört, dass „Stifte geklaut wurden“.
Halt wieder eine Frage der Zeit … Half aber anscheinend oder „Zufall“.

Vielleicht hilft das etwas im Umgang?
Dass das „falsch ist“ wissen die Kids meist. Klar. Zumindest ab einem gewissen Alter. Kleinkinder natürlich nicht [die wollen ja immer/oft „von anderen nehmen“]. Aber an einer weiterführenden Schule? Ist man da entwicklungstechnisch normalerweise raus. Aber viele „checken“ die Konsequenzen nicht so wirklich und wie es anderen dabei geht. Das kann man dann schon aufzeigen – und wenn es dann auch mehr „emotionaler Druck“ auf „Schamgefühl“ beruhend ist. Jeder geht damit anders um.

mama51
24 Tage zuvor

Mal eine Beobachtung „am Rande“, unabhängig von der Berichterstattung:

Wir haben vor 2- 3 Jahren festgestellt, dass viele Jungs, speziell die Erstklässer, mit den Urinalen gar nicht umgehen können. Sowas gibt es ja in den wenigsten Haushalten…
Viele Buben bekommen inzwischen (GsD) zuhause beigebracht, dass auch Männer im Sitzen pinkeln (sollen).
Daher setzten sich bei uns etliche Jungs quasi „verkehrt herum“ auf das niedrige Kinderurinal… Folge: Pippi auf dem Boden und Kacki in der Schüssel…Darüber haben sie natürlich nichts gesagt,… sich geschämt! Verständlich!
Tatsächlich haben ältere Buben ihren KL davon berichtet und wir haben daher wirklich den Jungs erklärt, dass ein Urinal nur für das kleine Geschäft und „-im – Stehen – nahegenug – davor-“ zu tätigen sei, und das „Große“ in den Kabinen. Und dass, wer sich fürs „Kleine“ setzen möchte, dazu auch in die Kabine gehen muss.
Es klingt bescheuert, aber es hat geholfen bzw. es hilft, deshalb wir haben das beibehalten! Neues U.- Fach: Wie benutze ich ein Urinal, und überhaupt …

Fräulein Rottenmeier
24 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Okay, wir werden nach den Sommerferien ein Urinal erklären und zusätzlich das Schild „Tritt näher ran, denn er ist kürzer als du denkst“ für die bereits lesenden Kinder aufhängen….ein Versuch ist es wert! ^^

dickebank
24 Tage zuvor

Für die älteren Jungen ab Klasse 9 hilft es noch einmal das Thema Hyperpel im Mathe-Unterricht zu wiederholen.

Bla
23 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Manchen Kindern muss man auch noch erklären, dass ein Mülleimer halt kein Hut ist. Sogar noch in der weiterführenden Schule.
Stelle ich auch immer wieder fest …

dickebank
23 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Och, beim „Resteeimer“ in der Mensa ist das doch ein echtes Highlight.

mama51
23 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Haha… Der war gut!

Hysterican
23 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

So, liebes Fräulein Rottenmeier, lieber dickebank …. jetzt endlich nähern wir uns dem notwendigen Humor bei dieser Angelegenheit … euch eine gute Zeit!!! 🙂

dickebank
23 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Humor ist bekanntlich, wenn man trotzdem lacht.

Bei Thematiken wie der vorliegenden bin ich immer wieder überrascht über das Ausmaß der Abgehobenheit einiger Foristen.
Weder die SL noch die Dienststelle hätten die Lehrkraft anweisen können, die Scheiße zu beseitigen. Also hätte ich die in der Situation gezwungen, eine Entscheidung zu treffen.
Es wäre dann darauf hinausgelaufen, in Absprache mit der Leitung der waldpädagogischen Erlebnisstätze aka außerschulischer Lernort eine Sonderreinigung zu veranlassen und wegen der Kostenübernahme die Suche nach den Verantwortlichen auf andere zu verlagern. So geht nämlich pädagogisches Handeln, bei dem man sich selbst aus der Schusslinie nimmt.

Denn Scheiße durch ein Sieb geschossen, gibt im Umkreis feine Sommersprossen

dickebank
23 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Sorry @ Fräulein Rottenmeier, aber ich weiß, warum ich Sie nicht um Ihren Job beneide. Aber als Angestellter des Landes mit zwei erfolgreich absolvierten Vorbereitungsdiensten und einem Vierteljahrhundert im ÖD weiß ich so ziemlich genau, wie das schwarze-Peter-Spiel um Zuständigkeiten gespielt wird.

Fräulein Rottenmeier
23 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Sie haben ja so Recht :)…..Lassen wir Schule Schule sein und genießen die Sommerferien…..
Habe übrigens gestern ein weiteres Toilettenproblem bei mir zuhause entdeckt….ein Siebenschläfer im Rolladenkasten, der sich auch dort verewigt hat…..Ganz nach Leras Soko Klo, habe ich erstmal die Köddel analysiert und bin dann auf diese Weise dem Töter auf die Spur gekommen ^^…..

TaMu
24 Tage zuvor

Ich hätte als erwachsene Begleitung die Verschmutzung der Toilette durch meine Gruppe sofort den Verantwortlichen des Waldklassenzimmers gemeldet. Diese haben die notwendigen Putzutensilien, Handschuhe und Desinfektionsmittel. Nur sie können deshalb für eine hygienisch gereinigte Toilette für nachfolgende Personen sorgen.
Ich hätte mich für meine Gruppe entschuldigt und mich nach eventuellen Kosten für die Reinigung erkundigt. Um diese hätte ich mich später alleine über meine Schule gekümmert. Ich bin überzeugt, dass Verantwortliche für ein Waldklassenzimmer Erfahrung haben mit Verschmutzungen durch Kinder und damit gut umgehen können.
Mit meinen Erstklässlern hätte ich eine Stunde extra dafür eingeplant, um mit ihnen ganz allgemein und ohne Schuldzuweisungen über die saubere Benutzung von Toiletten zu reden und auch Themen anzusprechen, die für Kinder auf fremden Toiletten schwierig sein können. Ich hätte auch eine Runde mit den Kindern gemacht zu der Frage, was sie eklig finden. Vielleicht sind Toiletten bereits unsauber, wenn ein Erstklässler ein Bedürfnis verspürt, für das er sich hinsetzen muss. Wo soll er da sitzen? Da kann es einfach sein, dass die Toilette danach noch schmutziger ist, als zuvor.
Ich würde ihnen mitteilen, dass es passieren kann, dass man etwas schmutzig macht und dass man dann den Erwachsenen Bescheid sagt, ebenso, wenn es schon vorher so schmutzig ist, dass man es gar nicht ordentlich benutzen kann.
Ich würde ihnen sagen, dass sie Toilettenpapier auf den Rand legen sollen, um sich zu schützen. Ich würde auch erwähnen, dass es viele Menschen gibt, die sich dazu nicht hinsetzen, sondern hocken und dass unsere Toiletten dann sehr gewöhnungsbedürftig sind, aber dennoch sauber benutzt werden müssen.
Ich würde auch sagen, dass es ja ein Kind in der Klasse gibt, das auf der Toilette des Waldklassenzimmers ein Problem hatte und dass es gerne ohne das Wissen der anderen auf mich zukommen darf, damit wir darüber sprechen können, falls es in irgendeiner Form Hilfe braucht.
Es gibt so viele Gründe, weshalb ein Erstklässler eine Toilette unsauber verlässt und es sollte ein Anlass sein, freundlich und anleitend damit umzugehen.
Ich empfinde die Reaktion des Klassenlehrers sehr problematisch, auch hinsichtlich der verpassten Chance, mit den Kindern dieses heikle Thema aufklärend zu besprechen und die Scham herauszunehmen, aber auch hinsichtlich der offensichtlich vollkommen unhygienischen Reinigung, die für die Schüler als auch für die ahnungslosen späteren Besucher der Toilette eine große Zumutung bedeutet.
Das ist für mich tatsächlich jenseits von einer pädagogischer Haltung. Schade.

Indra Rupp
23 Tage zuvor

Mir macht das hier langsam Spaß!
Also angenommen, da ist ein Kollegium, die streiten sich über diesen Fall. Ein Lehrer findet die Idee mit der Kollektivstrafe gar nicht gut und rächt sich an seinen Kollegen, indem er auf der Lehrer Toilette neben die Schüssel kackt. Natürlich sagt er nicht das er das war.
Was passiert jetzt? Das ganze Kollegium macht es weg, oder? Oder?
ODER???

Bla
23 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wenn das ganze Kollegium in dem Moment anwesend in der Lehrertoilette war, dann wäre das durchaus eine nachvollziehbare Methode (der Schulleitung)?
Oder? Oder?
Wie sehen Sie das so?

Sie haben Recht: Das macht Spaß.

Indra Rupp
23 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Sie gehen immer noch davon aus, dass die anderen Jungen in dem Fall anwesend waren, das steht da aber nicht. Sie kamen nur infrage, weil es ein Jungsklo war, meine ich.

Vielleicht wäre im Falle der Lehrer ja auch der Vormund äh Vorgesetzte zuständig? Also der Dienstherr? 🙂

Realistisch:Toilette wird als unbenutzbar verschlossen. Gibt es bei einer kleinen Schule nicht genügend Ausweichmöglichkeiten, endet der Unterricht vorzeitig und evtl fällt die Schule aufgrund nicht näher benanntem Vandalismus und eingeschränkter Benutzung der sanitären Anlagen evtl bis zu ein paar Tage aus. Die Reinigung wird professionell in Auftrag gegeben und finanziert – ist aber auch nur eine andere Beschreibung für : Die Putzfee macht es!

dickebank
23 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

That’s the way. Sonderreinigung veranlassen und die Kosten dem Schulträger anlasten. Der kann sich dann gemäß des Verursacherprinzips die Kosten einzutreiben.

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Es steht ja auch nicht konkret da, wie und wann und was genau geschehen ist. Oder habe ich das überlesen/übersehen?
Daher spekulieren wir halt alle „in’s Ungewisse“.
Es bleibt dabei:
– Wer?
– Wann?
– Was?
Das sind die Fragen, welche wir beantwortet bräuchten.

Jerunda
22 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„Schule fällt für ein paar Tage aus….“ – na wenn sich da mal nicht ein paar Trittbrettfahrer finden, die das dann in regelmäßigen Abständen provozieren. Auch wenn die Gründe für den U-Ausfall nicht näher genannt werden … der Buschfunk funktioniert meist besser als gedacht.

Maike
23 Tage zuvor

Ganz generell ist es so das den lieben Kleinen (nicht allen, ich will es nicht verallgemeinern), alles hinterhergetragen wird. Also, Kind macht zuhause was schmutzig und Mama rennt mit dem Lappen hin. Statt das Kind einzubinden in die Hausarbeit und ihm so arbeiten (also etwas praktisches zu lernen) an sich beizubringen.
Übertragen auf die Schule: warum werden die Kinder nicht systematisch eingebunden, wenn es um die Hausarbeit die in der Schule geht? Da könnten sie etwas praktisches lernen und sicher täte das auch dem Verhältnis zwischen Kindern und Erwachsenen gut, denn Kinder (nicht alle) erleben Eltern und Erwachsene heute oft als eine Art von Dienerschaft.

Hans Hoffmann
23 Tage zuvor
Antwortet  Maike

Meine Rede seit 1890.

Jerunda
18 Tage zuvor

Tübingen: Schüler pimpen kurz vor den Sommerferien ihre Schultoiletten | tagesschau.de
Das ist doch mal eine positive Nachricht. Bitte mehr davon (gern auch bei n4t).