BERLIN. Wieso müssen Restaurants und Friseure schließen, wenn doch angeblich offene Fenster reichen, um einen sicheren Unterricht zu gewährleisten? Weshalb müssen Abschlussklassen um jeden Preis in die Schule kommen? Wieso stellen Kultusminister Schulöffnungen im Februar in Aussicht, während die Bundesregierung über eine Verschärfung des Lockdowns diskutiert? News4teachers-LeserIn „kanndochnichtwahrsein“, selbst LehrerIn, reicht es jetzt mit den Widersprüchen – und fordert von den Bildungspolitikern: Zeigt endlich mal Verantwortungsbewusstsein! Wir möchten den Kommentar, der gestern als Leserpost veröffentlicht wurde, gerne einem breiteren Publikum vorstellen. Deshalb bringen wir ihn jetzt noch mal als Gastkommentar.

Leserbrief von kanndochnichtwahrsein, 16.01.2021 um 16:03 Uhr
Liebe Kultusminister/innen,
auch Lehrer können ausreichend beurteilen, dass die Lage ernst ist.
Glauben Sie nicht, dass wir die Situation einschätzen können?
Oder glauben Sie nicht, dass wir merken, wenn Sie das einfach nicht akzeptieren wollen?
Oder warum sonst wollen Sie uns einreden, wir sollten uns dann einfach mal wieder physisch vor die Klassen stellen?
Sind wir womöglich so entbehrlich, dass man unser Wohlergeben, unser Leben und das der Schüler gleich mit, aufs Spiel setzen kann?
Möchten Sie unseren Job unter den von Ihnen und Ihren Vorgängern vorgegebenen Umständen selbst tun?
Möchten Sie gerne in vollen Klassen unterrichten, mit Kindern, deren Familien sich privat nicht an die Regeln halten, im Winter, im Durchzug, bei Minustemperaturen vor dem Fenster, wohlwissend, dass ohne Wind der Luftaustausch dann aber doch nicht ausreichen kann und mit Wind die Finger und Zehen einfrieren, trotz dreifacher Jacke und Thermohose?
Warum müssen dieselben Kinder, die sich im Bus drängen, auf dem Schulhof Abstand halten?
Möchten Sie den Kindern erklären, warum sie trotz dieser Bedingungen in die Schule kommen müssen, sich im Bus drängen, auf dem Schulhof aber Abstand halten müssen, sich auf dem Schulhof nicht warmlaufen dürfen, weil sich dann die Gruppen vermischen würden, im Fachunterricht aber neben drei verschiedenen Mitschülern sitzen sollen, sich danach aber nicht mit dreien unter einer Decke wärmen dürfen, morgen vielleicht wieder auf Distanz lernen müssen, aber immer noch keine digitalen Endgeräte da sind?
Können Sie ihnen erklären, warum Noten und Klassenarbeiten wichtiger sind als die Gesundheit der Lehrer, der Schüler und ihrer Familien?
ICH kann es nicht und ich möchte auch nicht mehr per Dienstanweisung dazu gezwungen werden!
Ich halte das für unverantwortlich und meinen Schülern gegenüber für unfair.
Als Lehrer müssen wir Vorbilder sein, gradlinig, einschätzbar, offen, ehrlich, klar, reflektiert, wissenschaftsorientiert, zielorientiert, realitätsnah, vertrauenswürdig, verantwortungsvoll, verständnisvoll, rücksichtsvoll, ausgleichend, abwägend, tolerant… All das kann ich für meine Schüler nicht sein, wenn ich dienstlich angewiesen bin, eine Situation herzustellen, die dem zuwider läuft und mein Berufsverständnis grundlegend erschüttert! Wir Lehrer machen uns – auch wenn es nicht auf unserem Mist gewachsen ist – gerade total unglaubwürdig in den Augen unserer Schüler, denen wir ja noch nicht einmal offen sagen dürfen, dass wir das Handeln unserer Vorgesetzten für nicht richtig und für nicht angebracht halten.
Ich möchte meine Schüler weiter unterrichten, sie aber dabei vor Ansteckung schützen so gut es eben möglich ist (und mich selbst auch).
Ich möchte ihnen den Wert vermitteln, den ein Menschenleben hat, ich möchte ihnen zeigen, dass man nicht nur in der Schule lernt, dass Noten manchmal zweitrangig sind, dass es neben dem Satz des Pythagoras noch andere interessante Dinge zu entdecken gibt, dass Lehrer wirklich nur Vermittler des Wissen sind, Helfer, Ansprechpartner, dass sie selbst viele Stärken und Möglichkeiten haben, die es zu entdecken gilt…
Jeder Lehrer weiß am besten, was er selbst und seine Schüler leisten können
Ich würde mir wünschen, man traute uns Lehrern zu, das Beste aus dieser Situation machen zu können. Dazu muss aber endlich Ruhe ins System kommen – es ist nicht mehr tragbar bei 60 und mehr Wochenstunden jeden Tag mit der nächsten unbedachten Änderung rechnen und vor ihrer offiziellen Bekanntgabe schon darauf reagiert haben zu müssen, um die Arbeit auch nur im Ansatz leisten zu können! Dass dabei unsere eigenen Vorstellungen vom Lehrerdasein grundlegend in Frage gestellt werden, darf natürlich keine Auswirkung auf den Unterricht haben.
So darf das nicht weitergehen!
Jeder Lehrer weiß am besten, was er selbst und seine Schüler leisten können, wie sie am besten durch diese Zeit kommen, wie wir zusammen das Beste aus dieser Zeit machen könnten.
Lassen Sie uns doch einfach unseren Job machen, auch wenn die Art und Weise nun durch widrige Umstände ganz anders ist, als SIE Schule kannten und es dann vielleicht nicht IHRER (wie auch immer motivierten und geprägten) Vorstellung von Schule entspricht…
Jetzt wäre ein Zeitpunkt,in der Schule die richtigen Weichen zu stellen!
Ich würde mir auch wünschen, dass die widrigen Umstände zu einem Nachdenken über das Lernen, die Schule, den Wert von Bildung, den Aufwand für Bildung, die Zukunft unserer Kinder führen würde – und das nicht nur als Mantra wie „wir wollen unser altes Leben zurück“ oder „die Kinder müssen soziale Beziehungen haben“. Der Schulalltag ist in den letzten Jahren/Jahrzehnten alles andere als sozial oder bildungsgerecht gewesen – oder wie immer „die Gesellschaft“ sie sich schönredet, um ihr schlechte Gewissen den Kindern gegenüber zu vergessen…
Jetzt wäre ein Zeitpunkt, als Gesellschaft Weichen zu stellen, statt weitere Barrieren aufzubauen!
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Klartext eines Lehrers: „Ich habe Kollegen mit Tränen in den Augen gesehen“









Endlich! Ich wünsche mir viele Briefe und mehr Gegenwehr von mutigen, intelligenten Menschen wie Ihnen, die mit Herz und Verstand an die Politik appellieren, um die wahren Werte des Lebens (Kinder, Gesundheit) zu schützen und um nach sinnvollen Lösungen zu suchen, die uns sofort! bei weiteren Pandemien in der Zukunft weiterhelfen werden.
Ich war mal Lehrer. 14 Jahre lang. Dann habe ich diesem Irrenhaus Schule den Rücken gekehrt und einen Job in der Industrie angenommen. Jetzt habe ich endlich Urlaub, Feierabend und geregelte Aebeitszeiten – und verdiene auch noch mehr. Ich kann Überstunden einreichen und abrechnen, und für Engagement erhalte ich Bonus-Zahlungen. Ein Paradies auf Erden.
Ich stimme der Verfasserin des Artikels uneingeschränkt zu.
Den Kommentatoren, die gegen die Lehrer wettern wünsche ich mal einen Monat Schuldienst. Ihr Honks würdet nicht mal eine Woche überleben. Also, wenn ihr mal wieder von nix eine Ahnung habt: einfach mal Fr**se halten.
Es ist auch interessant zu lesen, wie ihr alle schreibt, im Homeoffice zu sitzen und im Nebensatz Lehrern unterstellt, gerade das Homeoffice bedeute, sich „auf die faule Haut zu legen“. Armselig…
„Mein Mann verdient als Ingenieur mehr als ich. Da kann ich auch zu Hause bleiben. Aber auf die Kita will ich ich dann doch nicht verzichten“. Mannmannmann…
Den Kontext des Artikels verliert ihr Meckerköppe auch noch aus dem Auge: es geht hauptsächlich darum, den Schülern den nicht nachvollziehbaren Zickzackkurs verkaufen zu müssen und das Recht einzufordern, mit der selben Fürsorgepflicht seitens des Arbeitgebers behandelt zu werden, wie jeder andere Arbeitnehmer auch.
Aber anstatt sachlich darüber über diesen absolut nachvollziehbaren Wunsch zu diskutieren, hauen einige Zeitgenossen hier nur Stammtischparolen raus. Wenn ihr schon unzufrieden mit eurem Leben seid, lasst das nicht an den Lehrern aus sondern sucht den Fehler mal bei euch.
„Ihr Honks würdet nicht mal eine Woche überleben. Also, wenn ihr mal wieder von nix eine Ahnung habt: einfach mal Fr**se halten.“
🙂 Ich würde es zwar nie so formulieren, aber exakt das denke ich oft, wenn ich hier lese…
Honk ==> Hirnamputierte ohne nennenswerte Kompetenzen – oder welche Übersetzung schlagen Sie vor?
Ich kenne es als „Hilfskraft ohne nennenswerte Kenntnisse“ – aber Ihre Übersetzung gefällt mir auch
Na bei Ihrem Beitrag ist das Wort „sachlich“ wohl auch deplatziert. Der Beitrag ist eher polemischer Natur. Wie trägt es nun zu einer sachlichen Diskussion bei, andere als „Honks“ zu bezeichnen und zum „Fr**se halten“ aufzufordern? Das erschließt sich mir nicht so ganz. War das der Umgangston mit Ihren ehemaligen Schülern? Wenn ja, dann ist „ex Lehrer“ lobenswert, wenn lediglich ein paar Kommentare Sie derart aus der Fassung bringen…
Geht es hier nicht grundsätzlich um das Wohl der Kinder, um das Wohl aller gesund zu bleiben?
Ex Lehrer,
Sie haben völlig Recht. Lehrer sind die Fußabtreter dieser Nation in den Augen vieler und ich musste mir in 20 Jahren in einer harten Branche (Maschinenbau) noch nie soviel infantilen Blödsinn oder gar wie aktuell die akute Gefährdung meiner Unversehrtheit bieten lassen.
Wenn man die Kommentare der Lehrerhasser so liest, bekommt man ja das kalte Kotzen.
Das meiste was Sie erzählen ist doch einem Ihrer schlechten Träume entsprungen.
Die Aufgaben eines Lehrers in Pandemiezeiten im Szenario C sind um ein Vielfaches höher als zuvor im Szenario A.
Aber das Lehrer in den Augen der Lehrerbasher eh nichts wert sind merkt man ja an den Aussagen, die hier wiederholt geäußert werden:
„Lehrer verdienen viel zu viel“
„Lehrer haben nur frei“
„Wer verbeamtet ist muss dem Staat ohne Wenn und aber dienen!“
Wenn der Beruf des Lehrers doch so einfach ist, dann werden Sie doch einfach Lehrer.
Gehen Sie zur Uni und studieren 5 Jahre Lehramt. Machen Sie danach für 18 bis 24 Monate Ihr Referendariat.
Und kommen Sie dann in der Realität an: Sie werden nicht automatisch verbeamtet. Sie arbeiten auf einmal doch viel mehr als Sie gerade noch denken. Auch in den Ferien wird gearbeitet. Vielleicht nicht mit Schülern. Aber ganz sicher für Schüler.
Aber Sie sind ja sicher, dass Lehrer überbezahlt und faul sind. Dann passt der Job ja bestens zu Ihnen.
Wenn ich es mir recht überlege…Werden Sie bitte keine Lehrer, denn die Kinder tun mir jetzt schon leid.
Wir Lehrer machen unseren Beruf aus Leidenschaft. Sicher es gibt Ausnahmen, aber die finden Sie wohl in jedem Bereich.
Eigentlich bin ich nur ein stiller Mitleser dieses Forums, aber was sich unter diesem Artikel teilweise versammelt hat, ist ja nicht auszuhalten.
Schöne Grüße
Wir bedanken uns für den Leserbrief von kanndochnichtwahrsein ….. wir sind besorgte Eltern eines Schülers einer Abschlussklasse, wir sind Personen der Risikogruppe und unsere Eltern sind beide über 90 Jahre alt. Unser Sohn sorgt sich sehr. Doch was soll er machen, wenn er uns täglich erzählt, dass in der Schule gegen die Hygieneregeln verstoßen wird? Wir haben den Eindruck, dass er schon kapituliert hat. Das ist traurig. Und seinen unterrichtenden Lehrer*innen und der Schulleitung geht es ebenso, denn sie haben sich den Anordnungen des selbstherrlichen hessischen Kultusministers unterzuordnen. Egal, von welcher Partei der Kultusminister/die Kultusministerin gestellt wird, alle haben nur das eine Ziel, in der jetzigen durch die Pandemie bedingten Situation die überkommene Vorstellung von Bildung zu manifestieren. Mit allen Mitteln wird versucht, Schüler*innen mit Wissen zu füttern und wie Mastgänse vollzustopfen, um am Ende eines Schuljahres sagen zu können, die Bildungsziele wurden erreicht. Doch das wird nicht so sein, zumal viele Schüler*innen auf der Strecke bleiben werden. Nicht viele Lehrer*innen haben den Mut, gegen die momentane Situation aufzubegehren, was sicherlich aufgrund der obrigkeitsstaatlichen Vorgaben zu verstehen ist. So manche Lehrer*innen können auch nicht aufbegehren, weil sie allein stehen und an der Situation verzweifeln, weil sie Ende ihrer Kräfte sind. Das ist den meisten Kultusminister*innen jedoch egal. Sie werden Schulen weiterhin an der kurzen Leine führen, anstatt ihnen Freiräume zu geben, ihre eigenen schulischen und pädagogischen Überzeugungen umzusetzen und in so schwierigen wie den jetzigen Zeiten besonnen zu handeln, damit Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern in dieser Situation nicht noch mehr an Kraft verlieren.
Der Leserbrief sollte Lehrer*innen ein Zeichen sein, Mut zum Aufbegehren zu entwickeln und zu sehen, dass die Pandemie von den Schüler*innen auch nicht so leicht zu verkraften ist. Wir müssen alle versuchen, einmal in die Seelen unserer Kinder hineinzuschauen.
Bravo , hier in Niedersachsen brachte ich meine Kinder mit äußerst mulmiges Gefühl zur Schule. Verantwortungsbewusste Eltern machen sich Sorgen, hören Sie auf mit der Gesundheit der Kinder zu spielen .
Sie sprechen mir aus der Seele. Ich würde mir den Mittelweg wünschen mit halben Klassen im Wochenwechsel. Entsprechend mit halben Kursen ab der EF. Arbeiten und Klausuren aussetzen, aber an die Kinder und Jugendlichen für zuhause stellen. Traut Ihnen doch auch Ehrlichkeit zu. Schwarze Schafe gibt es überall, aber dem Rest hilft es weiter. Gerade bekommt mein Sohn nicht mal mehr die Klausuren von vor dem Lockdown zurück. Was das Thema Grippe in den Kommentaren angeht, ich bin vor meinem 30. Geburtstag fast an Influenza gestorben, hatte Glück, dass mein Herz nicht so angegriffen war wie andere meiner Organe. Für mich besteht aber ein Riesenunterschied darin, dass mir jedes Jahr eine Impfung zur Verfügung steht, solange meine Gesundheit es zulässt. Also bitte die Influenza nicht kleinreden.
Ich stimme diesem Kommentar in fast allen Kritikpunkten uneingeschränkt zu.
Eine Sache sehe bzw. empfinde ich aber anders:
„…denen wir ja noch nicht einmal offen sagen dürfen, dass wir das Handeln unserer Vorgesetzten für nicht richtig und für nicht angebracht halten.“
Ich denke, wir Lehrer sind in allererster Linie den Schülerinnen und Schülern verpflichtet, dann haben wir einen Eid auf das Grundgesetz und die Landesverfassung geleistet, der uns zu Loyalität gegenüber dem Bundesland verpflichtet. Wir sind aber nicht zu Loyalität gegenüber einzelnen Personen, auch nicht Vorgesetzten verpflichtet!
Wir sind zwar weisungsgebunden (und dürfen nicht streiken), aber wenn – wie in Baden-Württemberg ganz augenscheinlich zu beobachten – auf Kosten der Schulen und der Gesundheit aller am Schulleben Beteiligten Profilierung im Wahlkampf betrieben wird, dann widersprechen die Weisungen meiner (obersten) Vorgesetzten dem Gesundheitsschutz …und der Loyalität zum Land.
Wie gesagt, ich bin trotz allem weisungsgebunden und habe einen Eid abgelegt, aber ich sage – auch meinen Schülerinnen und Schülern – aufrichtig, was ich denke …und ich weiß, wen ich im März NICHT wählen werde.
@Jochen, zu Ihrem Zitat:
„„…denen wir ja noch nicht einmal offen sagen dürfen, dass wir das Handeln unserer Vorgesetzten für nicht richtig und für nicht angebracht halten.“
Genau, auch das stimmt in dem Leserbrief nicht und deshalb gefällt er mir gar nicht. Beamten (das sind nicht alle, aber die meisten Lehrer) ist die „Flucht in die Öffentlichkeit“ untersagt, ABER selbstverständlich dürfen Beamten ihre Vorgesetzten kritisíeren.
Der Beamte hat sogar eine „RemonstrationsPFLICHT“ (siehe Link). Dafür, dass der Dienstherr seine „Untergebenen“ schützt und für all die anderen Beamtenprivilegien erwartet er eben auch von seinen Beamten eine gewisse Loyalität. Es zeigt sich auch an dieser Stelle, dass die verbeamteten Lehrer gerne alle Vorrechte des Beamtentums annehmen und das andere interessiert sie nicht, bis es plötzlich auch mal darauf ankommt.
Kritisieren Sie doch Ihre Vorgesetzten auf dem Dienstweg. Es gehört sich doch immer, dass man erst mit dem Kritisierten spricht, bevor man mit anderen über ihn spricht.
REMONSTRATIONSPFLICHT hier nachzulesen:
https://www.dbb.de/lexikon/themenartikel/r/remonstrationspflicht.html
Danke für die Belehrung… woraus schließen Sie, dass das nicht längst, mehrfach (im Übrigen ergebnislos) geschehen ist?
ICH kam meiner Pflicht nach.
Die KM kommen IHRER Pflicht nicht nach!
Die wäre gewesen, Schüler und Lehrer so weit zu schützen, dass Schule weiter möglich gewesen wäre!
Die Meinungen sind wohl auch unter Lehrern (?) unterschiedlich. Möglichkeit wäre doch, wenn die Lehrer denen es egal ist Präsenzunterricht machen. Und diejenigen die nicht können (Vorerkrankung, Angst vor Ansteckung) machen onlineunterricht. Denkbar auch eine Umfrage unter Lehrern, Eltern, Schülern. Könnte doch jede Schule machen.
Klärt natürlich nicht die Frage zu den Prüfungen. Ich lese immer nur was über Abitur.
Was ist mit hs und mittlere reife? Ich fänds nicht schlimm, wenn man als Abschluss meinetwegen nur eine einfache Klassenarbeit schreibt die doppelt zählt. So kann sich jeder Schüler drauf vorbereiten. Und auf mündliche kompetenzPrüfung in Englisch verzichten. Gabs zu meiner Zeit noch gar nicht.
Die Meinungen gehen ja überall auseinander, ob Lehrer oder eltern
Ich glaube, das fänden dann aber die Präsenzunterrichtslehrer ungerecht, denn Onlineunterricht ist natürlich sehr viel bequemer als Präsenzunterricht. Du kannst deine Konferenzen so legen, dass du jeden Tag ausschlafen kannst. Du hast gar keinen Stress mit störenden, undisziplinierten, pubertierenden Schülern (und deren Eltern ggf.). Die Schlimmsten sind meist gar nicht dabei. Mein Nervenkostüm erholt sich diesbezüglich gerade enorm. Du hast keine Pausen- oder Hofaufsichten, wo du ständig Streitereien klären musst. Nein, ich fände es gar nicht fair, wenn die einen Onlineunterricht machen und die anderen Präsenzunterricht. Gleiches Recht für alle.
Coronaviren begleiten die Menschheit seit jeher und das wird so bleiben. Frau Anonyma kanndochnichtwahrsein schlägt Schaum:
„Lassen Sie uns doch einfach unseren Job machen“ – genau, Lehrer. Jammert nicht, geht an die Arbeit: alle Schulen auf, alle Schüler da, niemand trägt Maske und es wird gearbeitet … wie 2019, wie 2018, wie 2017.
Erkältungskrankheiten werden behandelt wie in den bekannten vergangenen Jahrzehnten, also gründlich ausgeheilt oder behutsam ignoriert, je nach Selbstbild, Mut und Kraftreserve.
Schluss mit der Pandemie der Panik.
Just to put in my two cents.
Kein Mensch hat in den Kommentaren von faulen Lehrern gesprochen oder das sie überbezahlt sind. Fakt ist jedoch, dass die meisten Lehrer immer in diesem Beruf arbeiten werden und gearbeitet haben und keinen Vergleich zur Wirtschaft oder anderen Berufen herstellen können. Weder was das finanzielle angeht, noch was Inhalt angeht und deren Risiko in der heutigen Situation. Aus eigener Erfahrung und etlichen Lehrern im engeren Freundeskreis, weiß ich, wie der Beruf selbst gesehen wird und wie die Einschätzung dieser Stellung im Bezug zu anderen in der Gesellschaft gesehen wird. Sätze wie „endlich wieder homeschooling“ oder „ich müsste viel mehr verdienen“ oder „Lehrer sind unterbezahlt“ sind dort eher die Regel, als die Ausnahme. Wenn dann doch mal Gehälter auf den Tisch kommen und verglichen wird, dann machen sie plötzlich große Augen und Kommentare wie „davon kann man ja nicht leben“ oder „da würde ich ja mehr verlangen „ fallen dann. Oder zum Home schooling. Dann müssen die beiden berufstätigen Eltern das eben hinbekommen, ihre Kinder zu betreuen. Und dann muss man halt eine ruhige Umgebung schaffen, wenn da noch ein 2 jähriger rumspringt. Das die andere Arbeit aber auch weiterläuft und darauf auch keine Rücksicht nimmt, spielt hier wohl keine Rolle. Und dabei geht es nicht darum, dass man seine eigenen Kinder nicht betreuen will. Es gibt schlicht und ergreifend keine Lösung dafür, da niemand eine zufrieden stellend Lösung erhält. Alle sind gerade nun mal Teil dieser gesamten Katastrophe. Und jeder hat Sein Päckchen zu Tragen. Dabei hilft es leider nicht, einen Berufsgruppe zu entlasten und das auf Kosten der meisten anderen. Entweder gibt es ein ganzheitliches Konzept oder man lässt es. Die meisten anderen fallen auf jeden Fall nicht so weich wie Lehrer. Und das hat nichts mit Neid zu tun. Das ist ein Fakt, den dieser Berufsstand mit sich bringt.
Die Frage ist doch viel eher, warum gibt es keine vernünftigen online Unterricht Konzepte? Warum bekommt die Schule das nicht geregelt? So könnten Lehrer ihren Beruf „ausüben“ und die Kids könnten zusammen lernen
Woher soll denn Ihrer Meinung nach die hohe Zahl der Seiteneinsteiger kommen, wenn nicht aus der Wirtschaft?
Es gab Zeiten, in denen etwa 50% eines Hochschulstudienganges „auf Lehramt“ keine Planstelle erhalten haben und in der „Wirtschaft“ angeheuert haben. Der eine oder die andere ist nach Jahren zurück in die Schule, als sich der Stellenmarkt gedreht hatte.
Der Post zeigt eher, dass Sie die Zusammensetzung der Kollegien nicht ansatzweise kennen. Dass es bei der Zusammensetzung von Kollegien unterschiedlicher Schulformen sogar erhebliche Unterschiede gibt. In den Schulformen der Sekundarstufe I ist der Anteil an Lehrkräften, mit einer Vergangenheit in der „Wirtschaft“ gegenüber Gymnasien und Grundschulen signifikant höher.
DANKE!
Auf die Frage, warum es keine vernünftigen Konzepte für den Online-Unterricht gibt, gibt es wirklich sehr viele Antworten:
– Da gibt es zunächst mal Datenschutzprobleme. Wie Sie sicher wissen, sind engagierte LuL von Datenschützer verfolgt worden. Bis heute gibt es keine Positivliste, was erlaubt ist. Die datenschutzkonformen Möglichkeiten, die viele Länder ihren LuL und SuS bieten, wie z.B. Lernplattformen, sind nicht darauf ausgelegt, dass die SuS eines ganzen Bundeslandes gleichzeitig mit ihnen lernen.
– Ein weiterer Grund ist, dass die meisten LuL nicht für das digitale Lernen ausgebildet wurden – weder als diese LuL selber noch SuS waren, noch im Studium, Praxissemester, Referendariat oder berufsbegleitend.
Nach der Hisbus-Studie von Kleimann, Özkilic und Göcks kannten nur 33,9 Prozent der befragten Lehramtsstudierenden an ihrer Hochschule interaktive Lehrangebote, nur 16,1 Prozent virtuelle Seminare und Tutorien mit Telekooperation, nur 7 Prozent Televorlesungen, nur 1,2 Prozent virtuelle Praktika und Labore (2008, S. 71). Selber wahrgenommen haben die Studierenden solche Angebote noch seltener (ebd., S. 72). Elektronische Audio- oder Videoaufzeichnungen von Veranstaltungen, Blogs, Online-Tests und -Übungen, Web-Based Trainings, E-Portfolios, computergestützte Prüfungen und Wikis wurden ebenfalls sehr selten genutzt (ebd., S. 73 ff.).
Vielleicht lesen Sie sich auch hier mal ein: https://www.vbe.de/fileadmin/user_upload/VBE/Service/Meinungsumfragen/2014_11_06_IT_an_Schulen_Auswertung.pdf
Oder auch hier: http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2016/11/D21_Schule_Digital2016.pdf
– Ein weiterer Grund ist, dass die LuL vom Dienstherrn keine adäquate Hard- und Software gestellt bekommen. Arbeiten die LuL jedoch mit den eigenen Geräten sind wir wieder beim Thema Datenschutz.
– Aber auch SuS verfügen nicht immer über die nötige Hard- und Software. Besonders hart betroffen sind kinderreiche Familien, in denen Eltern und Kinder parallel Home-Office machen müssen. Die Familien haben häufig nicht für jeden Familienangehörigen ein geeignetes technisches Gerät.
Gerne lesen Sie sich ergänzend hier ein: https://www.bitkom.org/sites/default/files/file/import/BITKOM-Studie-Digitale-Schule-2015.pdf
Leistung ist ein Ergebnis von „Wollen“, „Können“ und „Dürfen“. Dass die LuL wollen, ist sicher unstrittig. Problematisch sind die Faktoren „Können“ und „Dürfen“.
Verantwortlich für diese Faktoren sind weder die Schulen noch die LuL. Gerade für den Bildungsweg der LuL trägt das jeweilige Bundesland die Verantwortung, das jeden Bildungsabschnitt unserer heutigen LuL (Primarstufe, Sek I, Sek II, Studium, Praxissemester, Referendariat und berufsbegleitende Fortbildungen) organisiert hat.
Ich stimme den brandbrief zu.
Deshalb ist es jetzt Zeit für Solidarität.
Nur gemeinsam können wir es schaffen.
Bitte unterstützen Sie deshalb die Petition:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2020/_12/_26/Petition_119185.html
Vielen Dank.
Tobias
Sorry, „dem Brandbrief“ muss es natürlich heißen 🙂 die Diktierfunktion taugt anscheinend doch nicht so viel… 🙂
Am Tag der Beerdigung meiner Tochter (14) kamen noch zwei Wochenarbeitspläne per Post.
Ich glaube es gibt derzeit größere Probleme als Emailverteiler.
Und dieser Lapsus ist sicherlich kein alleinstellungsmerkmal von Schule.
@stew
Mein Beileid.
(Das zieht einen runter, auch wenn verstorbene Erwachsene – manchmal noch Monate später – noch Post bekommen. Es zieht einen einfach immer runter.)
🙁
Bezüglich Person „WEIL“…. Einige Kritiker sollten sich vor ihren Kommentaren genauer informieren. Ich bin auch Lehrerin einer Grundschule und liebe meinen Beruf und meine Kids. Gern können einige Draufhacker sich bei dem Lehrermangel als Quereinsteiger bewerben. Bei dem Mangel würden wir gestandenen Lehrer uns sehr freuen. Aber Vorsicht! Nicht jeder Lehrer ist verbeamtet. Die alteingesessenen DDRler sind, auch ohne ehemaligem Parteibuch und vieler Westverwandten, die Deppen der Nation. Nicht nur für einige hier in der Kommunikation. Wir sind BEDIENSTETE DES LANDES und ohne 100%.
Also, wenn der Beruf so lukrativ ist, dann frage ich mich, das ihr keine Lehrer geworden seid.
Für alle Lehrer und Lehrerinnen zum Nachdenken. Keine Mutter setzt in der Regel die Kinder wissentlich einer Gefahr aus. Nein , wenn die Kinder in die Schule oder Kita gebracht werden, dann nur deshalb , weil sie in den systemrelevanten Berufen arbeiten. Wenn sie könnten, würden sie auch die Altenpflege, die Arbeit im Krankenhaus oder Supermarkt niederlegen. Wollt ihr das? Dann bitte schön. Aber beschwert euch nicht, dass der Axxx von Muttern nicht abgewischt wird oder kein Klopapier im Hause ist. Ich finde es einfach nur noch widerlich wie hier Berufsgruppen defamiert werden. Und ja es gibt Menschen, die Gutes tun und die deutsche Sprache nicht perfekt können. Warum wohl?
Nachtrag: Obwohl ich auch zur Risikogruppe gehöre, betreue ich meine vier Enkelkinder am Nachmittag, damit die Eltern in systemrelevanten Berufen ihren Job machen können. Meine Tochter ist ebenfalls Risikopatient und steht ihren „Mann“ . Sie möchte die Kollegen nicht zusätzlich belastet und hat noch nie einen Tag auf Arbeit gefehlt, weil die Kinder krank waren. Oma hat ja Zeit und keine Angst. Bitte nehmt euch alle nicht zu wichtig. Übrigens war ich mehr 40 Jahre berufstätig. Und ein 8 Stunden Tag war nicht selbstverständlich.
Ich bin komplett bei Ihnen mit der Meinung Überfüllung in denn Bussen und so weiter ,es reicht langsam die Politiker machen es sich gerade so wie es dennen past aber wir Schüler Leiden darunter es macht mehr kein Spaß im Klassen Zimmer zu sitzen und ins auf gut deutsch gesagt den Arsch abfeiern wir Abschluss schüller haben dieses und letztes Jahr viel mit gemacht die meisten haben Angst die Abschluss Prüfung zu schreiben. Ich bedanke mich Sehr an unsere Lehrer die immer führ und da sind auch an die Pflege Kräfte und Krankenschwestern und Ärzte.
Ich muss hier wohl mal eine Lanze für die Lehrerschaft brechen.
Freunde von mir sind Lehrer und machen schon immer ihren Beruf zur Berufung und umgekehrt.
Sie schauen, wie sie das beste aus der Situation machen können, sie schauen, wie sie ihre Schüler weiter unterrichten und unterstützen können und suchen die Lösungen, die Politik und Schulwesen seit Jahrzehnten versäumt.
Mir tut es für die Lehrer leid, die ihren Lohn dafür aufwenden müssen, dass sie überhaupt Lehrmaterial haben, dass sie Tafelkreide und Papier selbst zahlen müssen, dass Digitalisierung an vielen Schulen ein Fremdwort ist.
Wann ist ein Schüler unmotiviert? Wenn der Unterricht ihn nicht erreicht. Da ist es egal ob digitalisiert oder Standard. Wenn Lehrer nach Jahrzehnten ausgebrannt sind. Wenn Eltern von ihren Kindern weniger Selbstverantwortung fordern. Ein Abschlussjahrgang sollte in der Lage sein sich sein Wissen selbst zu holen. Wann fangen die Familien in diesem Land wieder an, zu erkennen, dass Bildung hier ein so großes Privileg ist und jedem zur Verfügung steht. Sozial benachteiligte Kids werden es nutzen um aufzusteigen, oder stagnieren da wo sie hineingeboren werden. Das war schon immer so und wird sich nicht ändern.
Alle die darüber meckern, dass Lehrer ja so wenig arbeiten, vergessen all die Zeit, die für Vorbereitungen, Nachbearbeitung, Korrekturen und Beschaffung von Unterrichtsmaterial draufgehen. Sie vergessen die schlaflosen Nächte, wenn Lehrer sich um ihre Schüler sorgen.
Ich bin dankbar, dass meine Kinder Lehrer aus Leidenschaft haben. SIE haben digitalen Wege und Medien gefunden um die Kids zu unterrichten. SIE haben Lernpakete persönlich zu den Kids gebracht. SIE haben genauso wie wir eigene Kinder daheim zum Beschulen und Betreuen. SIE stehen morgens auf und motivieren ihre Klassen. SIE müssen genauso geschützt werden, wie alle anderen.
Ihnen sollten wir den Rücken stärken und unter die Arme greifen, damit sie ihren Job machen können. Und dass sie das nicht bei Minusgraden und offenen Fenstern tun müssen.
Nehmt eure Kinder in die Verantwortung, den das ist die Tugend, die sie nicht früh genug lernen können. Sie sind für ihr Leben genauso verantwortlich, wie Eltern, Lehrer und Gesellschaft. Ein Abiturient will seine Reifeprüfung ablegen und kann das nicht, weil es keinen Präsenzunterricht gibt? Bullshit, Autofahren geht, aber ein Buch in die Hand nehmen nicht? Einige müssen wohl an ihrer Wahrnehmung arbeiten.
Danke! Macht Mut, wenn Bemühungen gesehen und anerkannt werden 🙂
Zum letzten Satz:
So ähnlich geht es vielen Lehrern sicher oft durch den Kopf … was können die Schüler nicht alles – aber das Lehrbuch, das Heft, den Stift, das Passwort für die Lernplattform, die richtige Aufgabe… zu finden, ist dann zu viel verlangt?
Allerdings muss ich auch immer wieder feststellen, dass erschreckend viele Kinder und Jugendliche das WIRKLICH nicht können!
Ich fürchte, das liegt nicht (nur) an ihrer Selbstwahrnehmung, sondern an der Prägung (auch wenn der Begriff hier vielleicht nicht im biologischen Sinne ganz passend ist) durch unser Schulsystem (Stichwort: Lernen für Prüfungen/Noten), die (fehlenden) Anforderungen im Elternhaus (sehr viel wird vorgesetzt, alles ist leicht verfügbar, wenig Eigenverantwortung notwendig), die Überfrachtung mit (digitalen) Reizen schon sehr früh, das Fehlen dessen, was durch „Lernen mit Herz, Hirn und Hand“ eigentlich früh im Gehirn geschehen müsste.
Mir kommen – lange vor Corona und Distanzunterricht schon – immer mehr Zweifel, ob sie in dieser „modernen“ Umgebung über diese Grundprägungen überhaupt noch verfügen können…
Wie weit haben wir eine Umwelt für die Kinder geschaffen, die so früh so unpassende Reize vermittelt, dass diese verhindern, dass sich Denken und Fühlen und viele andere Grundkompetenzen überhaupt entwickeln können?
Elternhaus und Schule sind heute vielfach nicht mehr Lebens- und Erfahrungswelt, in der sich Kinder vielfältig entwickeln können.
Wir sind immerhin noch Menschen mit bestimmten Dispositionen und Anlagen, können nicht ganz aus unserer Natur heraus.
Folgerichtig könnte das Nicht-Nutzen von Gelegenheiten wie Distanzunterricht dann auch Folge eines Fehlens von Lern-Gelegenheiten und/oder Folge eines „Überlebensreflexes“ mit Ausblenden ungewohnter Anstrengung und (vermeintlich) drohender Überforderung sein?
All dies würde für eine neue Ausrichtung unseres Schulsystems sprechen – nicht zwangsläufig mehr digital, sondern unabdingbar mehr Beziehung, Begegnung, Lernen mit allen Sinnen, Entwickeln von individuellen Fähigkeiten… damit dann auch ein Umgang mit modernen/digitalen Möglichkeiten gelernt werden kann.
Ich bin Lehrer und kann nicht im Ansatz den Text teilen. Ich kann dem Lockdown ganz viel Positives abgewinnen. Der Distanzunterricht klappt sehr gut. Mein Aufwand ist sehr gering. Die SuS finden meine Organisation klasse. Von mir aus, Distanzunterricht 4ever.
Ich, Lehrerin in ersten Jahr (Zweitstudium nach Jahren in der Wirtschaft), werde für 75% der Arbeitszeit bezahlt (so sieht es mein Bundesland am Anfang vor), arbeite aktuell 120% in Form von Videokonferenzen, telefonischer und Emailbetreuung meiner eigenen Klasse und Eltern/SuS aus meinem Fachunterricht, Vor- und Nachbereitung meines Unterrichts, Korrekturen, Gesprächen mit KuK über Fußangeln und Optimierungsmöglichkeiten und dem Drücken von F5 weil die Lernplattform mal wieder abgestürzt ist.
Offenbar habe ich das mit dem auf der faulen Haut liegen nicht richtig verstanden.
Ich lese hier viel von Stress und lernen, müssen und druck. Faulen Lehrer*Innen und noch fauleren Eltern.Verpassten Chancen und nie wieder aufholbaren Defiziten……Eine Pandemie war nie einfach und ist nicht einfach. Keiner von uns kann in seiner „vorpandemischen“ Blase bleiben und das führt unweigerlich zu Stress. Doch der Mensch ist anpassungsfähig, wir besitzen die Fähigkeit zu lernen.Wir alle. Die Schulen und KiTas und Tagesmütter/väter sollten nur für tatsächliche NOT-Betreuung offen bleiben.Diese dann als eine(KiTa) bzw.mehrere ( Schule) Kohorten. Wo ist das Problem wenn Kinder/Jugendliche aus verschiedenen Klassenstufen ( max.10) in einer Notbetreuungsklasse sitzen? Mit Abstand und Hygiene. Wir brauchen Pfleger*innen,Ärzt*innen,Kassierer*innen etc.Der Rest incl.Verwaltungen gehen ins Homeoffice. Die Schüler*innen lernen Projektbezogen und Fächerübergreifend. Ich weiß es ist so nicht im Lehrplan aber was soll’s. Keiner braucht kurzfristig ,auswendig gelerntes,drei Wochen nach der Prüfung vergessenes Wissen! Das befähigt niemanden für irgendetwas.Nicht zum Studieren nicht für eine Ausbildung und schon garnicht für das Leben. Kluge Köpfe haben wir nicht erst seit unserem Bildungssystem. Es gab sie schon davor in wesentlich unruhigeren Zeiten.
Liebe Lehrer*innen, nutzt die Zeit für weniger Druck,mehr Spaß,mehr Begeisterung an Wissen.Dann macht der Job auch wieder Spaß.
Liebe Eltern, nutzt die Zeit um eure Kinder kennenzulernen, zu diskutieren, zu philosophieren, zu lachen, zu lesen und lasst euch ihre Welt zeigen.Dann ist Eltern Sein eine Freude und keine Strafe.
Hach, hätte die Regierung nur einen Bruchteil der Milliarden € der Hilfsgelder für die Industrie in den Bereich Bildung gesteckt. Oder wenigstens in die digitale Infrastruktur. Dann wären viele Probleme weniger da. Wie sollen bei einer 16Mb/s Datenleitung mehrere Personen VK sein? Das ist hier auf dem Dorf leider so, dass es nicht mehr gibt.
Oder ein paar Millionen in Lüftungsanlagen / Klimaanlagen. Auch was kurzfristig gemacht. Das wurde zum Leidwesen aller aber ausgesessen. Pulli mehr an und klatschen. Eltern und Kindern sollten sich spätestens da mehr als verar… vorgekommen sein.
Es ist online für alle!! anstrengend. Ich ziehe jeden Morgen den Hut vor meinen Schülern, wie fleißig sie sind. Wie selbstständig sie geworden sind. Was für ein Zusammenhalt zwischen uns entstanden ist. Wie wir gemeinsam blöden können.
Ich habe im Moment pro Woche ca. 20Überstunden. Stress pur ist das für mich. Jetzt gönne ich mir eine Pause, damit ich mich gleich noch einmal an den Schreibtisch kann. Die Kinder wünschen sich einen Wochenplan zu einem Thema. Konzeptarbeit und Fk Konferenz vorbereiten muss am Wochenende auch sein.
Ach ja, Gesundheitsschutz für die Lehrer bedeutet auch Gesundheitsschutz für die Schüler. Ich will in die Schule, mit den Schülern arbeiten. Die Kinder auch. Aber keiner will bei 14°C Raumtemperatur arbeiten (die armen Kinder!). Ich will nicht permanent im Durchzug stehen. Ich will nicht krank werden. Ich will nicht verantwortlich sein, unwissentlich Kinder angesteckt zu haben. Ich will meine alten Eltern nicht anstecken.
Seit bei uns im Ort die ganzen Schulen dicht sind (Dorf = viele Buskinder), und die Kitas wirklich runter gefahren sind, ist der Inzidenz von knapp 200 auf mittlerweile um die 50 gefallen. Es hat schon Sinn das Ganze.
Ach ja, ich komme als Dipl.Ing. aus der Wirtschaft. Bin sogar nur angestellt. E11 bedeutet das.
Warum sendet man diesen ehrlichen, authentischen Brief nicht an alle KM`s mit erbetener Stellungnahme?
Warum können Eltern sich nicht mal um das kümmern was Sie in die Welt gesetzt haben?
Warum gibt es so viele Trittbrettfahrer ohne eigene Meinung?
Warum muss jeder seine Fresse aufreißen und Kommentare abgeben von dem er/sie keine Ahnung haben….weil er sie sie noch nie praktiziert haben.
Richtig. Wer Kinder hat, muss sich darum kümmern . Dank Homeschooling hat unsere Tochter viel gelernt und unser Sohn ist faul wie immer. Die Pandemie bringt alles ans Licht. Gesundheit geht vor Noten. Der Notendruck selbst im Homeschooling ist für mich nicht zu verstehen. Es gibt aktuell Wichtigeres als Noten.
Liebe Lehrer*innen,
ich bin Journalistin und arbeite für das ARD-Politmagazin Kontraste. Wir möchten uns in der kommenden Sendung mit den spontanten Schulöffnungen – auch aus Perspektive der Lehrkräfte – beschäftigen. In Sachsen und anderen Teilen Deutschland sollen die Schulen ab Montag wieder geöffnet werden. Wie geht es Ihnen damit? Ich freue mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen möchten.
Freundliche Grüße,
Pune Djalilehvand