
Die Bundesjugendspiele sollen nach dem Willen der KMK-Bildungsministerkonferenz auch an den Grundschulen wieder leistungsorientierter werden – wenn die Schulen dies wollen. Künftig soll es in dritten und vierten Klassen wieder erlaubt sein, die Bundesjugendspiele in der Leichtathletik und im Schwimmen wieder im klassischen Wettbewerbsmodus durchzuführen – also beispielsweise mit genauem Messen und Zeitnehmen.
Seit dem Schuljahr 2023/2024 waren die jährlich stattfindenden Spiele für alle Grundschulkinder bis zur vierten Klasse nur noch als Wettbewerb und nicht mehr als Wettkampf organisiert worden. Davor war das nur in den ersten beiden Klassen der Fall gewesen. Die Reform, die von Kultusministern der Union mitbeschlossen worden war, dann aber von Kultusministern der Union kritisiert wurde, hatte für Diskussionen gesorgt.
Zum nächsten Schuljahr seien nun zwei Austragungsformen zulässig: «Wettbewerb, aber eben auch Wettkampf», sagte die amtierende Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler). «Das unterstütze ich ausdrücklich, weil das am Ende eben auch eine positive Leistungskultur stärkt.» Die Schulen hätten aber Wahlfreiheit, betonte sie: ob in den betreffenden Klassenstufen beispielsweise nun wieder Zeiten und Weiten genau gemessen werden – oder wie zuletzt in Zonen oder ähnlichem. News4teachers / mit Material der dpa
Wie sich die CDU mit Kulturkampf um die Bundesjugendspiele lächerlich macht










Oh, die nächste 180°-Wende in der Bildungspolitik?
„Ozeanien befindet sich im Krieg mit Eurasien und die gängige Meinung ist, dass es sich schon immer im Krieg mit Eurasien befunden hat.“
Diese 180°-Wende wurde ja von vielen … Romantiker*innen vom „besseren Früher“ gefordert ;(
Die Bereitschaft zur Einsicht von begangenen Fehlern und der Mit zur Korrektur sind ein Zeichen, dass unsere Demokratie funktioniert.
Lässt mich auf weitere Verbesserungen dieser Art hoffen. (Wenn auch nur in kleinen Schritten)
Wenn „die Bereitschaft zur Einsicht von begangenen Fehlern“ auf der Grundlage von rationalen Entscheidungen, also einer Evaluation samt Feststellung tatsächlicher Fehler, getroffen würde – würden wir zustimmen. Das ist hier nicht der Fall. Es hat keine Evaluation gegeben. Der Fall ist vielmehr ein eklatantes Beispiel dafür, wie Bildungspolitik für den Kulturkampf missbraucht wird (den die AfD stets gewinnt). Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2026/06/wettkampf-wettbewerb-beides-wie-die-cdu-mit-ihrer-rolle-rueckwaerts-die-bundesjugendspiele-ins-chaos-stuerzt/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Seit wann braucht es für jede mehrheitsfähige Entscheidung eine Evaluation?
Hier geht es nicht um Evaluation oder nicht, Sonden ob der Leistungsgedanke im Vordergrund stehen soll oder nicht.
Ich bin ganz klar für den Leistungsgedanken. Wer außergewöhnlich gute Leistungen bringt soll entsprechende Anerkennung erhalten.
Was bitte sehr möchten sie da evaluieren?
„Seit wann braucht es für jede mehrheitsfähige Entscheidung eine Evaluation?“
Es gab eine Entscheidung mit Mehrheit, sogar einstimmig. Zur Demokratie gehört auch, solche demokratisch getroffenen Entscheidungen zu akzeptieren. Nennt sich Vertrauensschutz. Entscheidungen lassen sich ändern, wenn neue Erkentnisse vorliegen – ansonsten führt Hin und Her ins Chaos. Wie im vorliegenden Fall, bei dem nun niemand mehr weiß, was denn gilt.
Und wer garantiert, dass nächstes Jahr nicht wieder alles ganz anders ist – und die Reform der Reform reformiert wird, weil sie irgendwem nicht passt?
Dann sollten Sie die jetzige Entscheidung doch auch mal akzeptieren und nicht wieder zur Disposition stellen.
Welche Entscheidung? Die Kultusminister wissen ja selbst noch nicht mal, was genau sie da entschieden haben. Gerne hier nachzulesen: https://www.news4teachers.de/2026/06/wettkampf-wettbewerb-beides-wie-die-cdu-mit-ihrer-rolle-rueckwaerts-die-bundesjugendspiele-ins-chaos-stuerzt/
Dass mit einem solch sinnlosen Hin und Her Schulen (die sich darauf ja einstellen müssen) belastet werden, kritisieren wir. Wenn keiner darunter leiden muss, kann die Politik sehr gerne ihre Entscheidungen von gestern heute nochmal ändern – und übermorgen wieder zurückdrehen. Wer braucht schon Lösungen für echte Probleme? (Spaß.)
Herzliche Grüße
Die Redaktion
ALP Dillingen bietet im Raum Bayern (dafür) eine gezielte Fobi an. Leider nur ca. 90 Teilnehmende bisher.
Leute … Gerne anmelden, dann steht man auch ggf. nicht ganz so planlos da.
„Kulturkampf … den die AfD stets gewinnt… “ ?
Wenn die immer gewinnen, dann machen die anderen wohl etwas falsch, oder wollen die nur nicht kämpfen (keinen Wettbewerb, keinen Wettkampf), geben also kampflos das Ressort Bildungspolitik auf?
Ein Kulturkampf wird mit Hass geführt, nicht mit Argumenten – dabei liegen die Verrückten immer vorne.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Aber: „Wer nicht kämpft hat schon verloren.“ Man überlässt der AfD also kampflos das Feld, weil …?
… man ihr immer wieder hinterher rennt und ihre Narrative damit legitimiert. Herzliche Grüße Die Redaktion
Dann sollten die anderen mal mit guten Argumenten und v. a. konkreten, umsetzbaren Ideen vorangehen!
Gab es doch. Chaos ist jetzt. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2026/06/wettkampf-wettbewerb-beides-wie-die-cdu-mit-ihrer-rolle-rueckwaerts-die-bundesjugendspiele-ins-chaos-stuerzt/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Dann war die Idee wohl doch nicht so richtig bis in alle Konsequenzen durchdacht. Schnellschüsse gehen manchmal nach hinten los und zerdeppern dabei oft viel Porzellan. Dann freut sich der Gegner.
Was wurde da Ihrer Meinung nach konkret „eingesehen“? 😀
https://www.deutschlandfunk.de/bundesjugendspiele-reform-kritik-fakten-100.html
Was sich für Schulen durch die Reform 2023 verschlechtert hatte, könnte man u.a. hier nachlesen, wenn man es denn wollte.
https://www.deutschlandfunk.de/bundesjugendspiele-reform-kritik-fakten-100.html
Interessanter , sachlich orientierter link, nur wo lesen Sie Ihre angekündigte Auswertung, die offensichtlich nur Ihre Meinung spiegelt ?
„nur wo lesen Sie Ihre angekündigte Auswertung, „
Ich weiß nicht wovon Sie sprechen.
Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen aber gerne den Absatz nennen, in dem steht was sich für Schulen durch die Reform von 2023 verschlechtert hat.
Dazu müssten Sie Ihren link lesen. Und ja, nennen Sie gern diesen Absatz, falls er in diesem link auffindbar sein sollte.
Das müssten wohl eher Sie tun, denn Sie haben ja behauptet, ich hätte angeblich eine „Auswertung angekündigt“.
Der Absatz in dem die Nachteile für Schulen beschrieben werden befindet sich direkt unterhalb des Bildes mit dem Kind, das in eine Sandgrube springt. Man hatte Schulen das Wahlrecht genommen, ob sie Urkunden für objektiv gemessene Zeiten und Weiten vergeben wollten oder ob es die Ehren- und Siegerurkunden unabhängig von den objektiven Zeiten / Weiten dafür geben sollte, dass andere Kinder langsamer laufen und kürzer springen / werfen.
Sie schrieben von Verschlechterung, das ist eine Auswertung, was denn sonst bitte ?
„was denn sonst bitte ?“
Ich halte mich bei der Definition von Begriffen eher an Standardwerke wie den Duden, Brockhaus, Lexikon etc.
Sie glauben an Objektivität und das ausgerechnet beim Messen ?
Unterstellen den beteiligten Lehrkräften etwa, sie würden gleiche Leistungen je nach Sympathie / Antipathie unterschiedlich messen ?
Das wurde hier bereits bestätigt und ist aus eigener Erfahrung kein Einzelfall. Überrascht Sie das etwa ?
Hatte ich bei den Bundesjugendspielen, an denen ich damals selber teilgenommen habe, nicht so empfunden.
Wie Lehrkräfte das heutzutage handhaben, weiß ich nicht.
Im Bereich der Bundesjugendspiele?
Da sind die Zeiten und Distanzen ja tatsächlich recht objektiv messbar. Besser als in vielen anderen Fächern und Bereichen.
Klar kann man diskutieren, ob sowas sein muss. Aber rein von der Methodik her geht es kaum objektiver, außer jemand „bescheißt“/“mogelt“ als auswertende Instanz.
Eigentlich ist vorgesehen, dass Schulen die Bundesjugendspiele sowieso gemeinsam mit einem Sportverein gestalten.
Dadurch würde es – wenn man dies beherzigen würde – nochmal objektiver gestaltet sein.
Also wer „für (Zwangs-)Noten“ ist, sollte konsequenterweise auch „für (sonstigen) Zwangswettbewerb“ sein. Wäre zumindest eine konsistente Richtung.
Mich überrascht das. Wie misst man denn beim Weitsprung falsch? Da gibt es exakt vorgegebene Regeln, nämlich vom Absprungbrett bis zur ersten Spur im Sand.
„Wie misst man denn beim Weitsprung falsch?“
Siehe den Fall Giovanni Evangelisti 1987 bei der Leichtathletik-WM in Rom
Ja, mich überrascht es. An den GS gab es immer schon einen Mess- Spielraum für die 1. und 2. Klasse, z. B. beim Weitsprung. Ab der 3. Klasse wurde dann ganz genau gemessen. Ausnahmen wurden evtl. bei Schülern mit körperlichen Beeinträchtigungen gemacht. Da wurden dann vom Absprungpunkt die Weite gemessen, auch wenn das „Brett“ verfehlt wurde.
„Was ich selber denk´und tu´…“ ? Ich kenne es jedenfalls so nicht. Ausnahmen waren evtl. stark beeinträchtigte Schüler, denen man wenigstens einen der 3 Versuche (alle Augen zugedrückt) als gültig „anrechnete“ (gemesen wurde beim Weitsprung dann der Absprungpunkt, nicht das „Brett“), was aber eh dann unterhalb der Bemessungsgrenze lag.
Es gibt aber auch handfeste Kategorien wie zum.B. das Aussehen, das Geschlecht, die Fähigkeit wenig Ärger zu machen bzw. sich bei Verstößen gegen die Schulordnung nicht erwischt zu lassen. Zuwendungen der Eltern werden natürlich in keinem Fall erwartet, aber man kann es den Eltern ja schlecht verbieten, anderen eine Freude zu machen. Wobei nur Bahres ist Wahres
Von Doping oder dergleichen ist mir an Schulen aber noch nichts bekannt, ob das Ihrem Anspruch an Objektivität gerechter wird, sei dahingestellt.
Argumente sind nicht dasselbe wie eine Auswertung im Sinne einer Verschlechterung, wie Sie hier behaupten.
Ist natürlich Ansichtssache, ob man es als Verbesserung empfinden will, dass Schulen die Möglichkeit genommen wurde selber zu entscheiden, ob sie lieber Wettkämpfe oder Wettbewerbe durchführen wollten.
Das Verbot der Wettkämpfe fanden vermutlich die Leute klasse, die Kinder nicht für Zeiten und Weiten belohnen wollen, sondern Urkunden nur dafür vergeben möchten , dass genügend andere Kinder schlechter waren.
Es gibt durchaus eine Menge Alternativen zu diesen Wettkämpfen und Wettbewerben.
Bitte informieren Sie sich, steht genügend darüber im Netz.
Oder Korrektur von Fehlern?
Welche Fehler sollen das konkret gewesen sein?
https://www.deutschlandfunk.de/bundesjugendspiele-reform-kritik-fakten-100.html
Ach endlich, das wird alles ändern und niemand wird sich jemals wieder über die Jugend beschweren – wen interessieren da noch Ergebnisse oder Sportlichkeit unter den jungen Menschen (augenroll)