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GEW zum Holocaust: Pädagogen haben besondere Verantwortung

FRANKFURT AM MAIN /AUSCHWITZ. Anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in einer Pressemitteilung aufgerufen, das Wissen um den Holocaust für nachfolgende Generationen wach zu halten. „Der Holocaust markiert eine historische Zäsur, einen Bruch der Zivilisation. So etwas darf nie wieder geschehen“, sagte Gewerkschaftsvorsitzende Marlis Tepe während einer Gedenkveranstaltung in Auschwitz.

Eingangstor des früheren Konzentrationslagers Auschwitz mit dem berüchtigten Schriftzug „Arbeit macht frei“; Foto: flickr / Walker (CC BY-NC-SA 2.0)

Eingangstor des früheren Konzentrationslagers Auschwitz mit dem berüchtigten Schriftzug „Arbeit macht frei“; Foto: flickr / Walker (CC BY-NC-SA 2.0)

Tepe wies darauf hin, dass Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auch heute wieder eine Bedrohung für das friedliche Zusammenleben der Menschen darstellten. Die jüngste Zunahme antisemitischer Ausfälle und Übergriffe in Deutschland sei besorgniserregend und müsse ohne Wenn und Aber zurückgewiesen werden. Es gelte, Stellung zu beziehen und aufzuklären. Pädagoginnen und Pädagogen hätten eine besondere Verantwortung, an das Unfassbare zu erinnern. Sie müssten Lernprozesse für Kinder und Jugendliche so gestalten, dass diese Humanität, gegenseitigen Respekt und ein friedliches Miteinander lernen können. Hierfür bedürfe es entsprechender Unterrichtsmodelle.

Gemeinsam mit der israelischen Lehrergewerkschaft Histadrut-Hamorim biete die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) seit vielen Jahren regelmäßig Seminare zur Bearbeitung des Holocaust im Unterricht und in der Jugendarbeit an. „Wir dürfen nicht aufhören zu fragen, wie ein solches Verbrechen möglich werden konnte“, so Tepe. „Wir müssen uns immer wieder der Herausforderung stellen, Schülerinnen und Schülern das Thema Holocaust nahe zu bringen.“

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