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Google treibt die digitale Bildung in Deutschland mit Macht voran – und drängt mit virtuellen Expeditionen in die Schulen

MÜNCHEN. Digitale Bildung gilt als Schlüssel für den beruflichen Erfolg, aber auch für den Standort Deutschland. Mit dauerhaften «Zukunftswerkstätten» in München, Hamburg und Berlin will Google seiner bundesweiten Bildungs-Initiative nun ein erstes festes Fundament bauen. Darin enthalten ist auch ein Angebot für Lehrerinnen und Lehrer.

Bietet ab sofort den Service "Expeditions" an: der IT-Gigant Google. Foto: Alexander Klaus / pixelio.de

Bietet ab sofort den Service „Expeditions“ an: der IT-Gigant Google. Foto: Alexander Klaus / pixelio.de

Google will in seinem ersten dauerhaften Schulungszentrum in München die digitale Bildung in Deutschland weiter voranbringen. Gemeinsam mit Partnern bietet das Unternehmen dort ab sofort kostenlose Trainings zu zahlreichen digitalen Themen an. «Digitale Bildung ist der Schlüssel, um alle in Deutschland fit für den Wandel zu machen und unser Land international wettbewerbsfähig zu halten», sagte Wieland Holfelder, Leiter des Zentrums in München. «Auch wir sehen uns hier in der Verantwortung und wollen Teil der Lösung sein.»

In der Zukunftswerkstatt sollen für Profis und Nicht-Profis praxisnah wichtige digitale Fertigkeiten vermittelt werden. Das Programm umfasst sowohl Lerninhalte für den beruflichen Nutzen als auch ein Lehrangebot für Schulen. In Hamburg und Berlin sind ebenfalls entsprechende dauerhafte Zukunftswerkstätten geplant. Zeitlich befristet sollen in allen Bundesländern Trainingswochen stattfinden. Bis 2020 will Google mit seinem Programm insgesamt zwei Millionen Menschen in Deutschland erreichen.

Für die berufliche Weiterbildung arbeitet Google in München und Oberbayern mit der Industrie- und Handelskammer IHK zusammen, die das Programm auch in eine eigene Initiative integriert. Neben Workshops zu Online-Marketing oder Web-Analyse sind etwa spezielle Kurse für gemeinnützige Organisationen sowie für Journalisten geplant. «Die Google Zukunftswerkstatt ist eine optimale Ergänzung, den riesigen Bedarf an Know-how in den Unternehmen zu decken», sagte Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern.

Bis 2022 soll jeder Schüler in Deutschland morgens in einem „digitalen Klassenzimmer“ sitzen

Auch Lehrer werden direkt angesprochen: „Google Expeditions“ soll virtuelle Klassenreisen ermöglichen. „Wir haben gemeinsam mit Lehrern und Inhaltspartnern auf der ganzen Welt über 200 spannende Reisen entwickelt, mit denen Schüler auf fesselnde, interaktive Art und Weise neue Erfahrungen sammeln können“, – ob auf den Meeresboden, in die Hamburger Elbphilharmonie oder auf den Mond -, so heißt es bei Google. Dafür werden die Klassen mit Virtual Reality-Brillen für die Schüler sowie mit einem Steuerungs-Tablet für den Lehrer ausgestattet. Die Stiftung Lesen, die an der Entwicklung des Angebots beteiligt war, erhoffe sich damit eine «übergreifende Lese- und Medienkompetenzförderung», sagte Geschäftsführerin Sabine Uehlein.

Und wie funktioniert das in der Praxis? „Expeditions-Trainer werden Schulen in ganz Deutschland besuchen, jeder Trainer wird ein komplettes Expeditions-Kit mitbringen. Dieses enthält alles, was Lehrer brauchen, um mit ihren Schülern auf virtuelle Reisen zu gehen (Tablets, Smartphones und Cardboards)“, so heißt es bei Google. Das Team werde den Lehrern zeigen, wie „Google Expeditions“ funktioniere und wie sie vor dem Unterricht alles einrichten können.
 Die Teilnahme an diesem Programm sei kostenlos.

Zu den Angeboten für Schüler gehört auch die Arbeit mit dem Kleinstcomputer Calliope mini, der speziell für das Programmieren-Lernen unter Drittklässlern entwickelt wurde. Das handtellergroße Gerät in Form eines sechszackigen Sterns war Resultat einer vom Wirtschaftsministerium geförderten Initiative. Ausgestattet mit einer Reihe von Sensoren lässt sich der Calliope mini etwa am PC oder über eine App programmieren. Google hat das Projekt bereits nach eigenen Angaben mit 1,1 Millionen Euro unterstützt. Auch Roberta, eine Initiative des Fraunhofer IAIS ist mit dabei, die vor allem Mädchen für Informatik, Technik und Naturwissenschaften begeistern soll.

Hier geht es zur „Zukunftswerkstatt“ von Google.

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