Hunderte Erzieher von Schulen aus Berlin-Neukölln richten einen Hilferuf an GEW und Scheeres

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Wegen Überlastung haben mehrere Hundert Erzieher von 22 Neuköllner Grundschulen und Gemeinschaftsschulen mit Grundstufe laut «Berliner Morgenpost» einen gemeinsamen Hilferuf gestartet.

In Berlin-Neukölln gibt es viele Probleme sozialen Ursprungs.                                   Foto: Sludge G / flickr / CC BY-SA 2.0

Die Herausforderungen seien vor allem durch die Inklusion nicht mehr zu bewerkstelligen, beklagten die Erzieher in einem Brief an die GEW, der auch an Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) und den Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses ging. Der GEW-Vorsitzende Tom Erdmann sagte der Zeitung, seit der Grundschulreform seien die Personalressourcen unverändert geblieben, die Anforderungen im Ganztagsbetrieb aber stark gestiegen.

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Auch Lehrer mehrerer Neuköllner Schulen hatten in den vergangenen Wochen in Brandbriefen auf Probleme hingewiesen. «Seit Februar haben sich sechs Schulen über die Schulaufsicht an uns gewandt», sagte Beate Stoffers, Sprecherin der Bildungssenatorin, der Zeitung. «Wir nehmen die darin geschilderten Probleme sehr ernst.» dpa

Grundschule schreibt Brandbrief (schon wieder!): Fast nur noch lernbehinderte oder verhaltensaufällige Kinder – und immer weniger gesunde Lehrer

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7 KOMMENTARE

  1. “Die Herausforderungen seien vor allem durch die Inklusion nicht mehr zu bewerkstelligen, beklagten die Erzieher in einem Brief an die GEW.”
    So steht es oben. Das war doch nun schon öfter hier in der Diskussion, ein Dauerthema von Brandbriefen. Warum in aller Welt hält man an DIESER ART von Inklusion stur fest, anstatt Fehler zu korrigieren? Offenbar können Partei- und GEW-Genossen in führender Position keine Fehler einräumen, es heißt dann lieber “weiter so, weiter so”. Die GEW wird vermutlich mehr Personal fordern und ansonsten alles beim Alten belassen. Und wer auf Widersprüche aufmerksam macht, wird als Menschenrechtsverletzer und Feind der UN-Konvention beschimpft.

  2. Na ja, aber sich dann an die GEW wenden? Die GEW steht für Inklusion ohne wenn und aber und hat ja auch dafür gesorgt, dass auch ohne zusätzliches Personal in vielen bundesländern Inklusion so läuft, wie sie läuft. Da kommt das Sprichwort mit dem Bock und dem Gärtner genau richtig

    • Na ja, ziemlich lahm hat die GEW schon zusätzliches Personal gefordert. Die Hände hier gänzlich in den Schoß zu legen, hätte ihr schlecht zu Gesicht gestanden.
      Verglichen mit dem Rückenwind, den sie bei der Einführung der Inklusion gemacht hat, ist die Forderung nach mehr Personal bei der Durchführung allerdings ein auffallend laues Lüftchen.

      • Ganz klar. Das bringt den GEW-Funktionären doch selber nichts.

        Die vertreten nur Positionen, von denen sie selber profitieren (Gehaltserhöhung = höhere Mitgliedsbeiträge = schwups, selber auch höhere Gehälter).

  3. Nun, Erzieher sollen ja laut n4t laut Familienministerin wie Grundschullehrer/innen bezahlt werden. Da sind Begehrlichkeiten geweckt worden, die wohl nur noch schwer zu befriedigen sind.

    (Grundschullehrer verdienen ja in Berlin inzwischen wie Gymnasiallehrer.)

    Es bleibt spannend. Aber die Steuereinnahmen sprudeln ja. 🙂

  4. Ein Brandbrief jagt den anderen, aber die Realität sagt, Mehrarbeit ist angesagt. Entlastungen? Pustekuchen!

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