Viertklässler zurück in der Schule – „unglaublicher Redebedarf“

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DÜSSELDORF. Nach knapp acht Wochen coronabedingter Zwangspause wird in den Grundschulen Nordrhein-Westfalens wieder teilweise unterrichtet. Die landesweit rund 160.000 Schüler der vierten Klasse kehrten am Donnerstag unter besonderen Hygienevorgaben wie Abstandsregeln in ihre Schulen zurück. Die höchste Klassenstufe machte den Anfang, weil die Kinder vor einem Schulwechsel stehen. Viele Schüler sahen zum ersten Mal seit langem ihre Freunde wieder.

Beim ersten Schultag seit Langem mussten viele Kinder offenbar die Corona-Krise für sich aufarbeiten. Foto: Shutterstock

Grundschulleiterinnen äußerten sich am Mittag erleichtert über den ersten Schultag nach langer Zeit. «Es hat besser geklappt, als wir gedacht haben», sagte die Vorsitzende des Grundschulverbandes NRW, Christiane Mika. Sie ist Rektorin an der Libellen-Grundschule in Dortmund. Die Kinder hätten einen «unglaublichen Redebedarf» gehabt. «Sie haben erzählt, womit sie die vergangene Zeit verbracht haben und was sie am meisten vermisst haben.» Die Kinder hätten gesagt, es sei schön gewesen, «wieder hier zu sein und die anderen zu sehen». Trotzdem sei es eine Ausnahmesituation, «wo es keine wirklich guten Lösungen gibt», sagte Mika weiter.

Um die rasche Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, war der Schulbetrieb in NRW ab dem 16. März unterbrochen worden. Nach dem Start der Viertklässler sollen die Klassen eins bis drei nächste Woche folgen. Pro Tag soll bis zu den Sommerferien jeweils nur eine Jahrgangsstufe in die Schule kommen. dpa

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