KMK-Präsidentin: Länder planen verschiedene Szenarien – bis zu Schulschließungen

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BERLIN. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), hat zum Beginn des Schuljahrs in mehreren Bundesländern die Rückkehr in die Klassenräume verteidigt. Das Recht auf Bildung lasse sich am besten in der Schule verwirklichen, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin am Mittwoch. Ziel sei, so weit wie möglich in den «Regelbetrieb» zurückzukehren. Dies müsse allerdings mit dem Gesundheitsschutz in Einklang gebracht werden.

Hält Präsenzunterricht für unabdingbar: die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig. Foto: Bildungsministerium Rheinland-Pfalz/Georg Banek.

Zuvor hatte die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina Empfehlungen zum neuen Schuljahr vorgelegt. Demnach soll von der fünften Klasse an auch im Unterricht Maske getragen werden, wenn nicht ausreichend Abstand möglich ist. Auch sollten kleine Lerngruppen statt der geplanten „Kohorten“, die schon mal einen gesamten Jahrgang umfassen sollen, eingerichtet werden (News4teachers berichtet ausführlich über die Stellungnahme der Leopoldina – hier).

Hubig sagte, die Länder bereiteten sich auf verschiedene Szenarien vor: auf einen Normalbetrieb mit begleitenden Hygienemaßnahmen, auf einen erneuten Wechsel von Fern- und Präsenzunterricht, aber notfalls auch auf Schließungen.

Die KMK möchte auf die Abstandsregel verzichten

Im Konzept der KMK für das anbrechende Schuljahr ist davon allerdings keine Rede. Im nach wie vor gültigen KMK-Beschluss vom 18. Juni heißt es lediglich: „Zur Gewährleistung des Rechts auf Bildung von Kindern und Jugendlichen streben die Länder an, dass alle Schülerinnen und Schüler spätestens nach den Sommerferien wieder in einem regulären Schulbetrieb nach geltender Stundentafel in den Schulen vor Ort und in ihrem Klassenverband oder in einer festen Lerngruppe unterrichtet werden.“ Die Abstandsregel soll nicht mehr gelten, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt. News4teachers / mit Material der dpa

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