Immer mehr Corona-infizierte Schüler: Erstes Bundesland erwägt, landesweit wieder in den Schicht-Unterricht zu wechseln

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HANNOVER. Wie geht es weiter an den Schulen? Eine erneute flächendeckende Schließung wollen die Kultusminister um fast jeden Preis vermeiden. Ein Unterricht im Wechselbetrieb mit geteilten Klassen ist dagegen wieder eine Option – in Niedersachsen jedenfalls, das als erstes Bundesland den Schulen einen Weg hin zu kleineren Lerngruppen und damit zur Abstandsregel im Klassenraum eröffnet hat. Hintergrund sind die rasant steigenden Infektionszahlen auch unter Schülern.

Gibt’s bald flächendeckend Unterricht im Schichtbetrieb? Foto: Shutterstock

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne will die Schulen in der zweiten Corona-Welle «mit einem verantwortungsvollen Blick auf den Infektionsschutz» geöffnet halten. Nicht ausschließen will der SPD-Politiker dabei eine landesweite Rückkehr zu einem Wechselbetrieb zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling mit geteilten Klassen, wie er der «Neuen Osnabrücker Zeitung» sagte. Die Zahl der Schulen mit coronabedingten Einschränkungen ist in Niedersachsen seit Wochenbeginn deutlich gestiegen. Schon jetzt befinden sich mehr als 100 Schulen im Wechselbetrieb – dem sogenannten Szenario B. Am Montag waren es erst zwölf gewesen.

Immer mehr Schulen in Niedersachsen müssen ihren Unterricht beschränken

In Niedersachsen gibt es den Angaben zufolge rund 35.000 Klassen an 3000 Schulen. Am Montag galten erst in 137 Schulen Einschränkungen des Schulbetriebs. Am Mittwochmorgen waren dann bereits 188 Schulen einzelne Klassen, Lerngruppen oder Jahrgänge coronabedingt vom Präsenzunterricht ausgeschlossen. Wie die «NOZ» unter Berufung auf das Kultusministerium berichtete, gab es am Donnerstag dann bereits an rund 340 Schulen Einschränkungen des Schulbetriebs. Am Freitag waren es einem Ministeriumssprecher zufolge schließlich 396 Schulen: Darunter fielen sechs Schulschließungen, 263 Schulen ohne Präsenzunterricht und 127 Schulen mit geteilten Klassen.

Die CDU im Landtag nahm die Überlegungen des Kultusministers zum Wechselmodell wohlwollend auf. «Das würden wir, wenn sich die Infektionszahlen weiter so entwickeln, begrüßen», sagte Fraktionschef Dirk Toepffer. Generell müsse das Land wegen der vielen Corona-Neuinfektionen eine Ausweitung des Teil-Lockdowns erwägen. Vorgesehen ist das Szenario B für die Schulen derzeit in Regionen mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wenn an der jeweiligen Schule eine Infektionsschutzmaßnahme angeordnet wurde, etwa eine Quarantäne für eine Lerngruppe.

Die Zahl der infizierten Schüler steigt immer schneller – 366 binnen 24 Stunden

Vorgesehen ist das Szenario B in Regionen ab 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, wenn an der jeweiligen Schule eine Infektionsschutzmaßnahme wie Quarantäne für eine Lerngruppe angeordnet wurde. Das sieht die neueste Corona-Verordnung des Landes vor. In Nordrhein-Westfalen oder Hessen zum Beispiel gibt es dagegen eine solche landesweite Regelung nicht, dort bleiben Schulen auch bei hoher Sieben-Tages-Inzidenz komplett offen. Der Wert lag am Mittwoch in 14 niedersächsischen Kommunen über 100. Die örtlichen Gesundheitsämter können auch noch striktere Vorgaben verfügen.

In Niedersachsen wurden laut einem tagesschau-Bericht in der Woche ab dem 12. Oktober 485 infizierte Schülerinnen und Schüler registrierte, eine Woche später 686 – und in der Woche ab dem 26. Oktober sogar 1255 Fälle. In der laufenden Woche waren es allein von Montag bis Dienstagmorgen bereits 366 Fälle. dpa

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56 KOMMENTARE

  1. Bei dieser Politik braucht sich wirklich niemand zu wundern, dass damit niemand zufrieden ist und leider auch die Bereitschaft der Menschen sinkt, sich an die Regeln zu halten.

    Niedersachsen liegt bei einer Inzidenz von etwa 85. Die CDU „begrüßt“ die Idee, ins Wechselmodell zu gehen. In NRW ist die Inzidenz doppelt so hoch (!) und das Land wird federführend von der CDU regiert. Dort „begrüßt“ anscheinend niemand diese Idee, eher im Gegenteil: Die FDP-Schulministerin verbietet der Stadt Solingen, genau das zu tun (bei einer Inzidenz von weit über 200!). Der CDU-Ministerpräsident unternimmt nichts dagegen.

    Wie viele Tote muss es noch geben, bis dem letzten klar wird, dass dieses klein-klein richtig großen Schaden anrichtet?

    Man kann und soll lokal reagieren, aber nach einheitlichen Regeln, z.B. anhand der Inzidenz. Beispiel:

    <25: Normalbetrieb mit festen Gruppen und Abstand außerhalb
    <35: Masken im Unterricht aller Klassen
    50: Distanzunterricht

    Das kann man in jedem Kreis problemlos umsetzen. Dazu noch eine Hysterese, damit es nicht zu oft hin und her geht, und gut ist. Das Ziel muss sein, möglichst VIEL sicheren (!) Unterricht zu machen, nicht, die Zeit bis zur Katastrophe maximal auszudehnen.

  2. In Szenario B gibt es dann kleinere Klassen, dann mit Abstand– aber wie bisher vorgesehen dann wieder OHNE MNS – – weil dann wird ja wieder Abstand gehalten wird!!!! Und die Arrosole weggelüftet werden. Also was soll der Sch….???

    • MNS ist absolut zweitrangig im Vergleich zu Abstand, Abstand, Abstand und Lüften. Das sollte inzwischen klar geworden sein. MNS ist die kleine, billige Maßnahme, wenn man KURZ den Abstand nicht einhalten kann. MNS hilft nur sehr, sehr wenig, wenn man den Abstand lange (zB eine Schulstunde lang) nicht einhält.

  3. AvL meinte doch: Kinder spielen keine Rolle bei der Pandemie und an einen Lockdown sei nicht zu denken. Meine Einschätzung war konträr. Fast ganz Europa befindet sich lin Lockdown – Phasen.
    Wie kann man nur so daneben liegen und sich hier dauernd äußern….?

  4. Bitte zeichnen Sie alle die unten stehende Petition bundesweiter Elternverbände mit – sie gilt für alle Bundesländer, für Lernende, Eltern, Lehrende! Die Elternverbände haben das Problem, dass sie nicht die Email-Adressen aller Eltern haben – sie können allenfalls die Schulelternsprecher und teils die Klassenelternsprecher erreichen. Daher bitte die Petition selbst im Freundeskreis und in den Klassen weiterverbreiten:
    https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

  5. Panik schädigt das Immunsystem.
    Guter Schlaf ist wichtig! Vitamin D Spiegel kontrollieren, Zink vorbeugend, dazu ASS 100, Vitamin C und Corona kann kommen. Ist meist wenn überhaupt spürbar nur eine leichte Erkältung.

  6. Der Schulbetrieb kann unter den derzeitigen Voraussetzungen nicht mehr lange funktionieren. Dass zwischenzeitlich vielerorts nur noch infizierte Schülerinnen und Schüler in Quarantäne geschickt werden, um die Zahlen „zu schönen“, verschärft die Lage zusätzlich.
    Im unten angegebenen Artikel wird die Ansteckungsdynamik im Klassenzimmer sehr anschaulich erklärt.
    Für mich als Grundschullehrerin, wo nicht einmal Maskenpflicht im Unterricht herrscht, nicht gerade beruhigend.
    https://www.focus.de/gesundheit/news/infektion-ueber-aerosole-bar-schule-zuhause-diese-massnahmen-wirken-am_id_12612636.html

  7. Bitte zeichnen Sie alle die unten stehende Petition bundesweiter Elternverbände mit – sie gilt für alle Bundesländer, für Lernende, Eltern, Lehrende! Die Elternverbände haben das Problem, dass sie nicht die Email-Adressen aller Eltern haben – sie können allenfalls die Schulelternsprecher und teils die Klassenelternsprecher erreichen. Daher bitte die Petition selbst im Freundeskreis und in den Klassen weiterverbreiten – es muss jetzt schnell gehen:
    https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

  8. Von AvL hört man doch gar nichts mehr. Das Problem hat sich ganz von selbst in Luft aufgelöst.

    Aber mal ganz ehrlich. Ab diesem Zeitpunkt braucht man wirklich von niemandem mehr etwas zu erwarten.

    Weder von den Gewerkschaften, Verbänden, Ministerien, noch von den Eltern.

    Man muss jetzt nur noch abwägen: Entweder ich gehe in die Schule und mache meinen Job OHNE irgendetwas zu fordern (es wird nicht geschehen) oder das persönliche Risiko ist mir zu hoch und ich muss mich selbst schützen.
    (Manche Klassen haben bei uns nur noch zwei Stunden am Tag und es ist okay!)

    Das ist das Einzige, was LehrerInnen bei solchen Zahlen bedenken müssen.

    Bitte nicht mehr diskutieren, sondern einfach machen!

    • FB Schulstreik wir bleiben Zuhaus. Twitter #schulstreik leider sind zuviel Eltern verängstigt oder echt unfähig aber eher verängstigt. Ich lobe jeden Lehrer der sich jetzt krankschreiben lässt. Bleibt daheim streikt, dass ist unzumutbar und ihr habt an der Schule auch Verantwortung für die Kinder wenn Politiker und Eltern schon versagen.

      • „Defence“, da muss ich leider zustimmen…
        Ernstgemeinte Frage als Elternteil an Frau Göttler: was heißt unfähig, was heißt versagen? Ich habe zig Petitionen unterschrieben, ans Ministerium (NRW), das Schulamt, die Schulleitung, die Schulpflegschaftsvorsitzenden und unsere Elternsprecher geschrieben, eine Umfrage in der Klasse gestartet (zum freiwilligen Selbstschutz)… Alles ohne Erfolg oder irgendein Entgegenkommen. Mein Kind sitzt als einziges mit zwei anderen mit MNS in der Grundschulklasse, auch die Lehrer tragen keine. Seit Herbstferienende findet Sport wieder in der Turnhalle statt, auch bei milden 18 Grad – WEIL der Schulträger die Halle freigegeben hat. „Es gebe keinen Erlass, der eine Befreiung vom Sport ermöglicht“… Was bitte soll ich da noch tun?

        • Bei uns herrscht in der Grundschule Maskenpflicht und inzwischen beklagen sich immer mehr Eltern darüber, dass ihr Kind den Lehrer nicht mehr gut versteht.
          In der Nachbarschule gibt es sogar schon eine Anzeige gegen LuL, die die vorgegebenen Regeln umsetzen, also Maske tragen, weil die Verständlichkeit soooo darunter leidet.

  9. Mittlerweile regt mich dieser Satz am meisten auf: „Ich kann jetzt nicht jedes Klassenzimmer mit einem HEPA-Filter ausstatten.“ Angela Merkel, 2. November 2020
    DOCH!!!

    • Zumindest in den total unterbesetzten Grundschulen mit einem einzigen Raum pro Klasse sollte man Luftfilter anschaffen, wenn man Präsenzunterricht befürwortet.
      Weder Lehrer noch Eltern wollen, dass Kinder zu Hause bleiben müssen, aber das wird nur klappen, wenn GELD FÜR PRÄVENTION in die Hand genommen wird. Alles andere ist unehrlich!

  10. Es ist lobenswert, dass man sich in Niedersachsen Gedanken macht, wie in Corona-Zeiten eine sinnvolle Lösung umgesetzt werden kann.

    Szenario B ohne Masken wird mehr Infektionen bewirken als Szenario A mit Maske. Einzig der Schulweg wird dadurch etwas sicherer.

    Auch in den Grundschulen sind Masken im Untericht erforderlich.

    Die Politiker die das ablehnen werden sich später warm anziehen müssen.

    Leider ist es dann für die Opfer zu spät.

    • @Koogle: Ohne Infektiologe/ Virologe zu sein, vermute ich ebenfalls, dass Szenario B ohne Masken keine gute Idee ist. ABER: Eine Maskenpflicht für Szenario B müssten doch auch die Landkreise ihrerseits per Allgemeinverfügung anordnen können, oder?

      Meine Vermutung wäre, dass Landkreise mit hohen Zahlen das ohnehin tun werden, auch in Szenario B, und dass das Kultusministerium darüber froh sein wird, dies nicht selbst anordnen bzw. den Hygieneplan entsprechend ändern zu müssen.

  11. Verstehe ich nicht. Schulen sind doch sicher!

    Oder war das einfach wieder eine dumme Lüge, von der hinterher wieder niemand estwas willen will?

  12. Könnte NRW dann bitte auf Niedersachsen schauen? Danke!
    Bei unseren Inzidenzwerten in NRW kann nur ein Wechselmodell eingeführt werden, wenn man den Unterricht über den Winter sicherstellen möchte. Weniger ist mehr, wenn wir im schulischen Lockdown landen, ist keinem geholfen. Ein Wechselmodell ab einem Indidenzwert von 100 ist begrüßenswert.

    • Bin kein Lehrer, heiße diesen Vorschlag aber gut. Scheinbar die einzige Lösung, um den unverantwortlichen Vollzeitschulbetrieb doch irgendwie zu reduzieren. In unserem Kreis in Hessen liegt die Inzidenz seit Wochen über 200. Zeitweilig waren wir sogar Spitzenreiter in D, aber es passiert einfach nichts.

  13. Und in verschiedenen Städten werden die Schulen gar nicht mehr benannt oder erwähnt wenn es dort infizierte Schüler oder Lehrer gibt. Auch nicht, wenn mal wieder viele Klassen in Quarantäne sind. Es soll wohl verheimlicht werden, damit die Bürger die Füße still halten und nicht wissen sollen was in ihrer Stadt oder Landkreis los ist. Anstatt dass man den Schulen, Schülern, Lehrern und Eltern beisteht und auch mal diese unendliche viele Ideen die da gemacht werden anerkennt, will man nur noch Sitznachbarn eines infizierten Schülers in Quarantäne schicken. ..Ist fast nicht zu glauben was hier veranstaltet wird. Armes Deutschland, arme Schüler und Lehrer.

  14. Und drei Vaterunser vor dem Schlafengehen! Und wenn eine schwarze Katze den Weg kreuzt: Auf Holz klopfen und über die rechte Schulter spucken.
    Mir ist schon wieder übel vom Kopf schütteln

  15. Für weitere Maßnahmen ist es bereits zu spät. Die Politik hat versagt. Wir sind Kanonenfutter. S u S und L u L müssen gegen die Entscheidung der KMK aufstehen. Es ist unsere Gesundheit. Die KM und Ministerpräsidenten haben alle züruck zu treten.

    • Genauso ist DAS!!!!
      Und deshalb, liebe Lehrerkollegen, macht es wie die Arbeiter damals im Mainzer Stellwerk: Feiert ALLE krank!
      Nur dann wird reagiert werden MÜSSEN…
      Ansonsten passiert gar nichts und das „Kanonenfutter“ wird gerne genommen.

    • Bei uns ist es die SPD! Und die Grünen haben in RLP auch nichts dagegen, dass die RKI-Präventions-Empfehlungen für Schulen nicht umgesetzt werden.

  16. Ich bin Verkäuferin in einem Supermarkt.Sollen wir uns auch krank schreiben LASSEN? Wir haben in jeder Schicht etwa mit 300 Kunden zu tun. Und das jeden Tag 300 verschiedene Kunden. Ihr Lehrer habt jeden Tag 15 Kinder, und dann noch die Gleichen.
    WAS SOLL DAS BITTE,LIEBE LEHRER?

    • Ich biete Ihnen gerne die Möglichkeit an, mich eine Woche zu begleiten, damit Sie hoffentlich mal ein realistisches Bild des Berufs „Lehrer“ bekommen. Diese Nachricht können Sie gerne in Ihrer verschlossenen Plexiglaskabine beantworten.

    • Wenn man keine Ahnung hat, sollte man besser leise sein!

      Tipp: Die vorherigen Posts durchgehen und lesen, bevor man hier so rumschreit.

    • Das wären ja absolut traumhafte Verhältnisse, wenn man jeden Tag nur 15 SchülerInnen hätte!
      In welcher Schule gibt es das? Da will ich sofort hin!

      Zum Mitrechnen:
      – 8 Stunden x sagen wir mal 30 SchülerInnen = 240
      – rechnet man die Begegnungen in den Pausen dazu = nicht nachzuvollziehen
      – addiert man die Kontakte mit dem Kollegium = man kommt locker auf Ihre 300

      Und hier der entscheidende Unterschied:

      Ihre Kunden „huschen“ an Ihnen vorbei, vermutlich sitzen Sie hinter Plexiglas.
      LehrerInnen befinden sich auf engstem Raum mit den SchülerInnen, jeweils 45 Minuten lang in einem meist viel zu kleinen Raum, ohne Wahrung der sonst überall geltenden AHA-Regeln.

      Ach ja: ganz zu schweigen von den Kindern, die Schulter an Schulter sitzen!

    • 15 Kinder am Tag? In welcher Schule gibt es das denn? Ich habe täglich etwa 180 Schüler an einer weiterführenden Schule, also fast nur 16–18jährige. Und am nächsten Tag hat man keinesfalls genau dieselben Schüler. Hängt von der Anzahl der Klassen ab. Das ist außerdem die Altersgruppe mit sehr vielen sozialen Kontakten auch außerhalb der Schule. Maskenpflicht im Unterricht gibt es nicht. Plexiglas auch nicht. Lüften geht auch nicht so wie eigentlich vorgeschrieben.

    • @Manja Hamann: Erlauben Sie mir bitte eine zweigeteilte Antwort:

      1. Persönlich werde ich mich nicht krankschreiben lassen, außer ich bin – erraten – krank.

      2. Wie inzwischen aus anderen Antworten offensíchtlich sein dürfte, führt eine Vollzeitstelle als Lehrkraft z.B. an einer weiterführenden Schule zu Kontakt mit ca. 200 Schülerinnen und Schülern in Klassenräumen (oder mehr), d.h. „jeden Tag 15 Kinder, und dann noch die Gleichen“ kommt von der Zahl nicht hin: bei drei Doppelstunden = drei Klassen sind es pro Tag so in etwa 80 Kinder.

      Und dass es immer die gleichen Kinder sind, ist durchaus kein Vorteil, weil Lehrkräfte dann zwangsläufig auch längeren Kontakt mit jedem einzelnen Kind haben, was bei infizierten Kindern das Ansteckungsrisiko für die Lehrkraft deutlich erhöht.

      In Grundschulen und Kitas gelten zudem keine Abstandsregeln, meist auch keine Maskenpflicht, selbst an weiterführenden Schulen, ja sogar an den berufssbildenden Schulen, wo sie praktisch junge Erwachsene vor sich haben, herrscht nicht zwangsläúfig Maskenpflicht.

      Noch Fragen?

  17. Ein Schüler in meiner Klasse befindet sich in 2 Wochen Quarentäne, weil beide Elternteile positiv getestet wurden (beide wissen nicht, wo sie infiziert waren). Mein Schüler und seine 2 Schwestern wurden nicht getestet, weil sie keine Symptome haben. Auf diese Weise hält die GA die Zahlen niedrig und die Schulen bleiben „sichere Orte“!

  18. @Frau Hamann: Ich wusste gar nicht, dass Sie 6 Stunden mit Ihren Kunden auf wenig Quadratmeter eingepfercht in ihrem Supermarkt sitzen, ohne Spuckschutz und ohne Abstand und ohne Maske, wie ich es in der Grundschule tun muss. Auch wusste ich nicht, dass Sie Ihren Kunden dabei immer wieder sehr nahe kommen müssen, um Ihnen was zu erklären.

    Auch wusste ich nicht, dass Altenpfleger und Krankenpfleger ohne Schutzausrüstung über mehrere Stunden mit 30 Patienten in engen, schlecht belüfteten Räumen sind.

    Hört auf, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

  19. Mal aus der sicht eines schülers.
    Ich finds ja absolut geil wie schulen offen bleiben wo man ja auf dem schulweg 100te Personen trifft. NUR AUF DEM WEG! Und dann diese dummrn Regeln. Erst mussten wit keinr Masken tragen innerhalb der Klassr weil wir eine KOHORTE waren und jetzt schon… SINN?
    Lehrer machrn stress wegen Noten bis zum 20. NOV aber der Kultusminister schreibt ne wochr vorher dass man auch ersatzlristungen schteibrn kann wenn es home schooling gibt.
    Ich kapiers nicht.
    Manchmal hab ich das gefühl die schulen wollen einen stressen. Einfach nur so. Aus bosheit sadismus oder anderen sinnlosen Gründen. WARUM?!
    Schließt die verfickten Schulen ab der 8. Klasse. Ab da kann man als Kind auf sich selbst aufpassen (wenn man keine schwere behinderung hat natürlich) und alles darunter geht weiter in dir Schule um Aufsicht zu haben
    Grundschule is wichtig!
    FOS geht auch von zuhause.
    Wir sind doch keine kleinen Babys mehr.
    Also
    Ab 8. Klasse schließen
    Home schooling
    (an die regierung) internetausbau????????
    Abwarten und kaffe tee oder kakao trinken
    Und dann hat man Covid schneller hinter sivh als man denkt. Aber hey hamsterkäufe und urlaub machen ist natürlich wichtiger als die gesundheit aller Menschen.
    Und wenn sie jrmand aus einrm haushalt sind in dem in quarantäne gewalt herrscht. VIELLEICHT sollten sie sich hilfe holen?
    So kann es jedenfalls nicht weitergehen!
    Ich möchte doch nur das alles Gesund weiterleben könnrn wie früher.
    Ihr habt meine Meinung gelesen. Ich hoffe dass etwas unternommrn wird wegen schulen und Maßnahmen und dass wir bald wieder alle ein normales Weihnachten feiern können und nicht so wie es dieses jahr sein wird.
    UND BITTR GEHT NICHT AUF SO NEN VERFICKTEN WEIHNACHTSMARKT WIR HABEN EINE PANDEMIE!

    -Marius FOS 12. Klasse

    • Lieber Marius,
      Sie haben recht – es ist verstandesmäßig nicht zu fassen, wie dumm und leichtfertig mit Schülerinnen und Schülern, ihren Lehrkräften und Familien umgegangen wird. Die Vorsichts- und Präventionsmaßnahmen der obersten Infektionsschutzbehörde, des RKIs, werden in DEutschland missachtet. Dies ist aus meiner Sicht eine Missachtung der Wissenschaft und eine Missachtung des gesunden Menschenverstandes, der seinesgleichen sucht.
      Gut, dass Sie Ihren Verstand bewahrt haben, obgleich viele Erwachsene, aber nicht alle, diesen offenbar großflächig verloren haben.
      Ich hoffe, dass die Verantwortlichen, allen voran Dr. Hubig als KMK_Präsindentin, spätestens bei der Aufarbeitung der Pandemie für diesen Irrsinn zur Rechenschaft gezogen werden.

      Bitte helfen Sie den bundesweiten Elternverbänden, ihre Petition voranzubringen, um den politisch Verantwortlichen zu zeigen, dass wir nicht mehr bereit sind, dies alles mit uns machen zu lassen:
      https://www.openpetition.de/petition/kommentare/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

  20. Mir ist völlig unklar, warum man mit unseren Kindern so leichtfertig umgeht. An der Schule von meiner Tochter gibt es einen bestätigten Coronafall und der Unterricht wird ganz normal weitergeführt und das bei einer Inzidenz von über 100 und das in Niedersachsen. Und ob das nicht schon schlimm genug ist, werden im Sportunterricht solche Dinge wie Fangen gespielt. In geschlossenen Turnhalle, wo drei Klassen gleichzeitig Sport machen. Die Antwort der Schulleitung, wir tun alles mögliche, um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Mir fehlen da nur noch die Worte.

  21. In unserem Kreis werden ab und zu die Zahlen zu Ausbruchsherden veröffentlicht. Stand beim letzten Mal: Inzidenz knapp 150, 88 Ausbrüche, davon 43 in KiTas und Schulen. Ändert sich was an den KiTas oder Schulen? Natürlich nicht! Die Kollegen arbeiten doppelt und dreifach, weil es in fast jeder Klasse ein Quarantänekind gibt, das natürlich mit den Aufgaben und dem Material versorgt werden muss. Aber Hauptsache, Frau G. kann Regelbetrieb verkünden…

  22. Wo sind eigentlich die Verfechter der These, dass Kinder sich kaum infizieren und kaum die Infektion verbreiten? War wohl ein Trugschluss.

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