Immer mehr Hilferufe von Lehrern! GEW fordert: Regelunterricht stoppen

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BERLIN. In Berlin steigen die Infektionszahlen. Kann der Unterricht an den Schulen weitergehen wie bisher – oder muss er zum Teil wieder digital stattfinden? Die GEW schlägt Alarm.

Viele Lehrer fühlen sich nicht ausreichend geschützt. Foto: Shutterstock

Angesichts der aktuellen Enwicklungen in der Corona-Pandemie hat die Bildungsgewerkschaft GEW gefordert, den Regelunterricht an Berliner Schulen zu beenden. Der Berliner GEW-Vorsitzende Tom Erdmann sprach sich am Freitag dafür aus, die Lerngruppen zu halbieren und zur Kombination aus Unterricht in der Schule und zu Hause zurückzukehren, wie es ihn in Berlin vor den Sommerferien gegeben hatte.

Aus den Schulen gebe es vermehrt Hilferufe. Die Lehrkräfte fühlten sich an ihrem Arbeitsort nicht ausreichend vor möglichen Ansteckungen mit dem Coronavirus geschützt, sagte Erdmann.

Schulleiter-Verband: Schulen so lange wie möglich im Regelbetrieb laufen lassen

Andere Verbände wiegeln ab: Astrid-Sabine Busse vom Interessenverband Berliner Schulleitungen sagte, sie sei dafür, die Schulen so lange wie möglich im Regelbetrieb laufen zu lassen. Auch für den Vorsitzenden des Landeselternausschusses, Norman Heise, gibt es derzeit keinen Grund, die Schülerinnen und Schüler teilweise wieder zu Hause zu unterrichten. Solche Forderungen von Seiten der Bezirkselternausschüsse seien ihm auch nicht bekannt.

Frank Rudolph, Sprecher des Philologenverbandes Berlin/Brandenburg, sagte, es sei klar, dass die Probleme an den Schulen größer würden. Der Philologenverband sei aber dagegen, den Regelunterricht generell zu beenden, und dafür, dass die Schulleitungen entsprechend entscheiden können sollten.

Ein Sprecher der Bildungsverwaltung sagte, derzeit sei die Situation an den Schulen keineswegs so, dass der Präsenzunterricht ausgesetzt werden sollte. «Schulen sind keine Hotspots, sagen auch die Amtsärzte. Nach der gestern Nachmittag erfolgten Einstufung laut Stufenplan sind viele Schulen sogar eine Stufe runtergestuft worden.» So habe beispielsweise das Gesundheitsamt in Treptow-Köpenick fast 40 Schulen auf Grün gesetzt, was Regelbetrieb bedeute. «Wir wollen vermeiden, dass Kinder und Jugendliche den Anschluss verlieren.»

Werden Infektionen unter Lehrern und Schülern billigend in Kauf genommen?

Der GEW-Vorsitzende Erdmann hält dem entgegen: An keinem anderen Ort begegneten sich aktuell so viele Menschen in geschlossenen Räumen ohne Abstand und in den meisten Fällen ohne Masken wie in der Schule. «Die Beschäftigten in den Schulen haben den Eindruck, dass Infektionen an den Schulen billigend in Kauf genommen werden.» Das Recht auf Bildung sei ein hohes Gut. «Aber wir dürfen die Schulen nicht auf Kosten der Gesundheit der Beschäftigten und der Schülerinnen und Schüler im Regelbetrieb halten.» Das werde zunehmend zu einem unkalkulierbaren Risiko.

Seit dem Ende der Herbstferien gilt für die Berliner Schulen ein Corona-Stufenplan. Er legt fest, welche Einschränkungen und Maßnahmen bei einer weiteren Zunahme der Infektionszahlen vorgesehen sind. Dabei wird zwischen vier farblich differenzierten Stufen unterschieden.

Derzeit bieten in Berlin nach diesem Stufenplan drei Schulen keinen Regelunterricht mehr an. Dabei handelt es sich um zwei berufliche Schulen und eine Grundschule. Sie wurden bei einer Überprüfung aller Schulen durch die Gesundheitsämter in die Stufe Rot eingeordnet. Entsprechend stellen sie auf kleinere Lerngruppen und eine Mischung aus Präsenzunterricht und Lernen zu Hause um.

Dagegen sind 47 Schulen als grün und damit als unproblematisch mit Blick auf die Corona-Lage eingestuft, wie die Bildungsverwaltung am Freitag weiter mitteilte. 586 Schulen wurden in die Stufe Gelb eingeordnet. Dort sollen verstärkte Hygieneschutzmaßnahmen ergriffen werden. 154 Schulen sind auf der orangenen Stufe, wo weitere Maßnahmen wie eine Maskenpflicht im Unterricht greifen sollen.

Wann gilt an Schulen was? GEW: „Viele offene Fragen“ – und die Unsicherheit unter Lehrern wächst

GEW-Landeschef Erdmann dazu: „In Anbetracht des diffusen Infektionsgeschehens fragen wir uns, auf welcher Grundlage die Entscheidungen für die Einordnung der Schulen entsprechend des Corona-Stufenplans gefällt werden. Aus den Schulen hören wir, dass Testungen bei Verdachtsfällen oder Kontaktpersonen von Infizierten nicht durchgeführt werden. Im Zusammenhang mit der Nachverfolgung und Benennung von Kontaktpersonen gibt es viele offene Fragen.“ Wie mit den bezirklichen Allgemeinverfügungen und Quarantänereglungen in den Schulen konkret verfahren werden soll, sei weiterhin nicht  klar. Der Gewerkschafter spricht von einer „fehlenden Nachvollziehbarkeit der schulspezifischen Schutzmaßnahmen“ – und diese verstärke die Sorgen der Kolleginnen und Kollegen in den Schulen. News4teachers / mit Material der dpa

KMK trifft sich erstmals in der Corona-Krise mit Spitzen der Lehrerverbände – Ergebnis: keins. Hubig spricht von „Schulterschluss“

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77 KOMMENTARE

  1. FAKE NEWS!
    Die Schulen sind sicher. Kinder sind nicht Treiber der Pandemie.
    Diese Aussagen sind durch eine umfassende Studie der Hausmeisters der integrativen Gemeinschaftsschule Hintertupfingen unzweifelhaft belegt.
    Nach mehreren Wochen intensiver Beobachtung stellte der Hausmeister fest „Kinder trieben Unsinn. Ein Kind das eine Pandemie treibt habe ich nicht gesehen.“
    Der Hausmeister ist als Experte anerkannt, da er im letzten Jahr durch intensive Beobachtungen zweifelsfrei nachwies, dass der Mond ein Käsekuchen ist.
    Also sind sie ganz gelassen liebe Eltern, SuS und LuL. Das Ministerium arbeitet nur mit Spitzenexperten zusammen.
    Haben sie Vertrauen.
    Alles wird gut.

    • @ Georg
      Genial 😀
      Anders kann man schon fast nicht mehr darauf reagieren.

      Sie haben mich zum schmunzeln gebracht und meinen Tag versüßt ;D

    • Genau solche Kommentare zeugen von der Überheblichkeit mancher Lehrer anderen Berufsgruppen gegenüber. Glauben Sie eigentlich, dass Sie nie auf einen Anderen als ihre Kollegen angewiesen sein könnten? Wir sitzen alle in einem Boot, auch die Lehrer obwohl sie es von ihrem hohen Ross noch nicht gemerkt haben. Was haben Ihnen die Hausmeister denn getan? Ich wünsche ihnen auch mal, dass sich der Hausmeister mit seiner Putztruppe mal 2 Wochen krank meldet. Genauso wie es bei Lehrern oft standart ist. Es wurden schon Schulen geschlossen, weil die Reinigungskräfte nur EINEN Tag streikten. Also bitte ein bisschen mehr Wertschätzung anderen Berufsgruppen gegenüber, das sind auch Menschen. Die wissen später auch noch wie Lehrer über sie denken…

      • „…mal 2 Wochen krank meldet. Genauso wie es bei Lehrern oft standart ist.“

        Sie machen exakt das gleiche, ist Ihnen das aufgefallen? Keinen Deut besser!

      • Immer unschön, wenn man einen Scherz erklären muss.
        Aber was solls.
        Unsere Schule ist sehr groß wir haben sogar drei Hausmeister. Ich kenne sie alle persönlich so gut, dass ich auch schon im privaten Bereich kulturelle Veranstaltungen mit ihnen besucht habe usw.
        Die machen eine prima Arbeit und sind für die Schule extrem wichtig. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie keine Virologen sind. Daher sind sie ungeeignet um Expertisen über die Verbreitung von Corona zu machen.
        Das gilt nicht nur für Hausmeister, leider gilt das auch für den oft bemühten Vorsitzenden des Ärztebundes. Der versichert auch vor jeder Kamera „Corona ist halb so wild. Kein Grund zur Panik…“
        Der Mann ist Orthopäde. Trotz Dr. Titel ist die Qualifikation eine weltweite Pandemie zu beurteilen hier auch nicht viel höher als bei einem Hausmeister.
        Falls es ein Lächeln auf ihr bitterböses Gesicht zaubert, hier ein Witz über Orthopäden.
        Spiel: In der Mitte eines Fußballplatz liegen 10000€. An den 4 Eckfahren stehen ein Allgemeinmediziner, ein Kardiologe, ein guter Orthopäde und ein schlechter Orthopäde.
        Regel: Ein Pfiff ertönt, dann laufen alle los. Wer als Ersten am Geld ist darf es behalten.
        Wer bekommt das Geld? Der schlechte Orthopäde!
        Begründung:
        Der Allgemeinmediziner versteht die Spielregeln nicht.
        Der Kardiologe rennt nicht für lumpige 10000€.
        Gute Orthopäden gibt es nicht.
        Bleibt nur der schlechte Orthopäde übrig.

  2. Regelbetrieb?! Das was ich als Mutter von Regelbetrieb mitbekomme, läuft vielmehr auf Präsenz, denn auf Bildung hinaus.

    Was ich als Mutter mitbekomme:
    – verkürzte Unterrichtszeiten durch Händewaschen/-desinfizieren aller Schüler*innen und lüftungsbedingte Unterrichtsunterbrechungen
    – Vertretungsunterricht, der überwiegend auf beschäftigte Betreuung hinausläuft
    – Unterrichtsausfall
    – vermehrtes Abholen des Kindes, da im Unterricht erkältungstypische Anzeichen auftreten
    – fehlendes Arbeitsmaterial – nicht alle Lehrer*innen machen das Material online verfügbar, viele verweisen auf Mitschüler*innen und erteilen bei fehlenden Abgaben entsprechende
    Epochalnoten

    Was ich leider feststellen muss:
    – die jahrzehntelange Forderung nach kleineren, bildungsgerechteren Klassen wurde nicht ansatzweise umgesetzt
    – die Digitalisierung befindet sich nicht nur im Verzug, sie ist mangels Planung und Organisation nicht einmal wirklich zielgerichtet umzusetzen
    – Schulgebäude, deren Raumklima bei weitem nicht den heutigen Anforderungen entsprechen

    • @h_hex: Richtig! Dritte Welt.., obwohl da sind sie sogar vielfach besser aufgestellt mit HomeSchooling übers schnelle Handynetz…

        • Bravo, dass ist nun wieder ein Ritter Vergleich. Totale Rosinenpickerei. Also, alle unzufriedenen Lehrer ab nach Afrika. Nur funktionieren Eure Handys nur mit einem zuverlässigen Stromnetz, genauso wie die sicher vorhandenen Smartboards. Keine Fenster bei Sturm oder dem seltenen Regen. Bestimmt wird auch niemand positiv getestet, es wird gar nicht getestet. Sollte doch jemand krank werden, es gibt sicher in 100 km Entfernung einen Arzt mit bester Ausrüstung. Auch das gleiche monatliche Entgelt ist gesichert. Und für Krisengebiete gibt es bestimmt schusssichere Westen als Grundausstattung. Aber das relativiert ja sicher die Möglichkeit zum Dauerlüften.

  3. Anstatt sich mit solchen Kommentaren über die unhaltbaren Zustände auszulassen oder wie an anderer Stelle geschehen sich auf den Krankenhausaufenthalt zu freuen, damit man den Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bei der Arbeit zuschauen kann und das natürlich nicht in der unterrichtsfreien Zeit. Solche Kommentare befeuern die feindselige Stimmung gegenüber Lehrern nur weiter und bestätigen das allgemeine Bild von Lehrern und sind ein Schlag ins Gesicht des Krankenhauspersonals. Macht stattdessen Mal die Schulen auf, zeigt den Menschen was Ihr leistet und zwar nicht an einem Tag der offenen Türe an dem alles schön und sauber ist und seit Wochen darauf hingearbeitet würde. Zeigt den Menschen euren Alltag, nicht nur jammern. In Unternehmen gibt es auch öffentliche Führungen aus diesem Grunde. Nur die Schulen sind total abgeschlossen und gerade die sollten offen sein und am Leben teilnehmen. Nicht wie eine Kaserne. So kommt ganz klar der Eindruck die Lehrer leben in ihrer heilen Scheinwelt Schule. Macht Euren Tag transparent. Oder gibt es doch etwas zu verheimlichen?

    • Stefan, wissen Sie, was Ignoranz ist? Nein?
      Ihr Beitrag ist ignorant, da auch Ärzte und Krankenhauspersonal nichts von diesem Regelbetrieb halten, der sie im schlimmsten Fall zu Überträgern des Virus über ihre schulpflichtigen Kinder macht. Ignorant ist es zu behaupten, dass dies nicht passiert. Es passiert und das nicht zu knapp. Woher glauben Sie, dass die inzwischen wieder gehäuft auftretenden Infektionen in den Pflegeheimen kommen? Ignorant ist es internationale Studien zu ignorieren, die belegen, dass offene Schulen das Infektionsrisiko für alle erhöhen.
      Auch und vor allem für die doch zu schützenden Risikogruppen.
      Desweiteren ist es ignorant zu behaupten, dass sich Schüler unter diesen Umständen an den Schulen wohlfühlen.
      In Unternehmen gibt es Arbeitsschutz und so strenge juristische Vorgaben, dass man inzwischen dazu übergeht, auch das mittlere Management wieder ins HO zu schicken. Wäre in Firmen der Arbeitsschutz so nicht existent wie an Schulen, würden die IGM und die Arbeitsgerichte rotieren.
      An Schulen arbeiten qualifizierte Akademiker, die nicht auf Bäumen wachsen. Wer so fahrlässig mit deren Leben spielt, darf sich über Lehrermangel nicht mehr wundern.

    • Du meinst also, dass auch von den Schmuddelecken die Schule Videos für den digitalen Tsg der „offenen“ Tür gedreht werden sollen?

      Ab ins Darknet damit!

    • Lieber Stefan,
      wenn die Schulen weiterhin ohne Infektionsschutz offenbleiben und die RKI-Präventionsmaßnahmen nicht umgesetzt werden, dann ist in den Krankenhäusern spätestens in drei Wochen kein PLatz mehr auf den Intnsivstationen frei. Zudem wird für alle Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, die Arbeit zunehmend gefährlicher, weil es keinen Infektionschutz in Schulen gibt. Das Virus kann sich derzeit ungehindert ausbreiten durch den fehlenden Infektionsschutz an Schulen. Dadurch findet eine ungebremste Durchseuchung der gesamten Gesellschaft statt. Für Mitarbeiter*innen im Gesundheitswesen ist dieser Zustand besonders gefährlich, da sie ja nah an die Patient*innen herantreten müssen und so ihr Infektionsrisiko sehr hoch ist. Schutz in den Schulen bedeutet somit Schutz im Gesundheitswesen. Beides ist miteinander verknüpft – am Anfang der Pandemie hatte man dies verstanden.
      Die Lehrer*innen leben nicht in einer „heilen Scheinwelt“, sondern sind knallhart dem Infektionsgeschehen ausgeliefert – genau wie ihre Schutzbefohlenen, die Schüler*innen, die wiederum ihre Eltern anstecken. Dieses fahrlässige Ausgeliefertsein möchten Lehrer*innen gerne verhindern. Um es klipp und klar zu sagen: Lehrer*innen möchten nicht, dass in absehbarer Zeit auch in Deutschland Massengräber ausgehoben werden müssen, um Covid-19-Opfer zu begraben! Lehrer*innen möchten nicht, dass die im Gesundheitswesen Beschäftigten sowie ihre Patient*innen mit Covid-19 erkranken.
      Leider wird der gefährliche Kurs, den die KMK fährt, kaum noch umkehrbar sein, da das Infektionsgeschehen schon zu weit in den Schulen um sich gegriffen hat.

    • Hier schreiben oft genug KollegInnen, was sie leisten – das wird immer wieder in Abrede gestellt.
      Würden Sie auch dafür plädieren, dass der Tag der offenen Tür im Krankenhaus bedeutet, dass Sie im OP-Saal hospitieren, der Untersuchung eines anderen Patienten beiwohnen, die Dokumenetation begutachten …?

      Das Aufgabenfeld in Schulen ist umfangreich, die Arbeitszeitstudien mehr als aussagekräftig und dort sind zum Teil auch die zahlreichen Aufgaben der Lehrkräfte gelistet.
      Derzeit sind Schulen erheblich geöffneter als etliche Betriebe, bei Behörden ist die Tür zu und man muss Termine vereinbaren.

      Aber ich gebe Ihnen Recht:
      Man sollte vieles erheblich öffentlicher handhaben und der Schulöffentlichkeit durchaus mal unterbreiten, dass die Unterrichtsversorgung vorne und hinten nicht ausreicht und die außerunterrichtlichen Aufgaben nur erledigt werden können, wenn unerfasste und unbezahlte Überstunden geleistet werden.

      Für einen Tag der offenen Tür würde ich derzeit folgende Textaufgabe vorsehen:
      10 Klassen an einer kleinen Schule benötigen 10 Lehrkräfte für den vollumfänglichen Unterricht von 8-13 Uhr, der zu dieser Uhrzeit verlässlich erteilt werden muss.
      Bei Wechselunterricht sollen die Lehrkräfte die 10 Teil-Klassen betreuen, eine Notbetreung unter Wahrung der Abstandsregeln anbieten, Schülerarbeitsplätze beaufsichtigen und das Sekretariat besetzen.
      Erstelle für beide Szenarien je ein Konzept, bei denen die zeitgleiche Umsetzung der Aufgaben berücksichtigt wird, wobei jedoch nur 6 Lehrkräfte zur Verfügung stehen (Langzeiterkrankung, Quarantäne) und die Raumgröße der bestehenden Klassenräume die Umsetzung nach Hygienekonzept nur mit 1/2 Klasse zulässt.

    • Wir haben eine Pandemie. Niemand von außerhalb darf die Schule zurzeit beteten. Filmen bspw. darf man nicht – aufgrund der deutschen Gesetzgebung.
      Mit freundlichem Gruß
      Alocin

    • Das wäre eine Idee, nur so kommen wie den Schliessungen etwas näher. Denn was da tatsächlich an Rahmenbedingungen herrscht, glaubt ja sonst keiner. Lehrer machen oft unmögliches möglich, da sie mit Menschen arbeiten und ihnen gegenüber eine Verantwortung haben. Aber es ist auch an der Zeit mal zu sagen, wenn’s nicht geht.
      Zur Info: bin kein Lehrer.

    • Schule ist ein geschützter Raum, dort kann nicht jeder einfach mal reinlatschen.

      Viele, viele LuL würden nur allzu gerne mal öffentlich machen, mit welchen Zumutungen sie sich täglich herumschlagen.

      An schönen Vorführstunden hat nur das KM Interesse.

      Daher liegt darauf auch der Fokus des zweiten Staatsexamens: Bildung simulieren können.

    • Für eine Zeit in der Zukunft am Tage X nach Corona sicher machbar.

      Gerade die Abschottung mit Betretungsverboten des Schulgeländes für Eltern und alle Personen, welche nicht Beschäftigte der Schule sind macht dies aktuell unmöglich.

      Was hat die interessante Vorschlagsreihe mit aktuell „Stopp des Regelunterrichts“ noch zu tun ?

  4. Wie sieht es in den Kitas aus ?!
    Ich Erzieherin ü .56 ,bin „hautnah“ von der fahrlässigen Strategie ,die Kitas uneingeschränkt offen zu lassen ,betroffen !
    In meiner Gruppe wird trotz Infektion von 2 Kindern in den letzten 2,5 Wochen weitergemacht ,als wäre nichts !
    Die uneingeschränkte Öffnung der U3 und Kita Gruppen sowie der Schulen , ist in Anbetracht der Riesenwelle ,grob fahrlässiges Handeln an Kindern, deren Familien ,sowie den pädagogischen Mitarbeitern !

    • @Marina Malinin: Wir sind gerade in diesem „Wechselbetrieb“ mit geteilten Klassen gelandet – und das nicht, weil irgendwelche Lehrkräfte das wollten, sondern weil die Infektionszahlen (auch an den Schulen) den Verantwortlichen keine andere Wahl mehr ließen.

      Mir ist klar, dass es für Ihr Problem keine Lösung gibt. Die Lösung heißt definitiv nicht, die Schulen auch offenzuhalten, wenn das haufenweise zu Infektionen unter Kindern (und Lehrkräften) führt – dann kann bald sowieso niemand mehr auf Arbeit gehen, weil die wegen der steigenden Infektionszahlen auch dichtgemacht werden muss, vielleicht für immer, und (fast) alle komplett zu Hause bleiben müssen. Das bringt es doch auch nicht!??

  5. Man sieht jetzt erst, wie gefährlich ja lebensgefährlich die Folgen einer Systemhörigkeit- und Abhängigkeit als Lehrkraft sein kann. Einige wenige, die sich auf ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit streikend auf die Straße bewegen und zack: Disziplinarmaßnahmen und Androhung von Versetzung oder weitere existenzbedrohende Folgen ergehen. Welcher Lehrer hat nicht schiss davor? Die Eltern müssen in die Arbeit, sonst geht’s an deren Familien aus. Müssen halt einige dafür ins Gras beißen. Und das ist unser hochgelobter, sozialer Staat. Reiben wir uns mal die Augen.!
    Würden heut auf morgen alle streiken, wär schon was erreicht. Aber: Der Schiss. Das System ist stabil!
    P. S. Würden Klassen entzerrt durch pädagogisch, in Einzelfällen verantwortbaren und genehmigten Homeschoolern oder jeder, die Kommunen und die Eltern legen für eine effektive Luftfilteranlage zusammen, wär auch schon was erreicht. Die Viruslast in den Schulgebäuden war doch zu Stoßzeiten auch vor Covid 19 immer wieder mal ansteckend hoch. Hat doch viele gute andere Gründe sowas einzubauen!

  6. @ Georg
    ☺Besagter Hausmeister ist mir auch bekannt!
    Toller Kommentar!
    Mir fehlen inzwischen auch nur noch die, zumindest sachlichen Worte, was die KMK und MSBs betrifft.
    Wie soll denn Bildung funktionieren, wenn wir von Unlogik und Verantwortungslosigkeit regiert werden?
    „Gut“, dass es Experten wie besagten Aluhuthausmeister gibt..
    Unverantwortlich, dass dieser überhaupt auf Jugendliche losgelassen wird!!!

  7. Solange die Schulen geöffnet sind, kann der Verlauf der Pandemie nicht so schlimm sein. Dafür, dass im März so ein Aufriss gemacht wurde, scheint doch jetzt alles weniger dramatisch zu sein.
    Wir kennen die Verfehlungen doch aus dem Gesundheitssystem: Das, was wirklich Patienten und Kassen (finanziell) helfen würde, wäre Prävention. Dafür wird aber kein/wenig Geld aufgewendet, lieber später reagieren und Schmerzmittel verschreiben bis der Magen auch noch kaputt ist. Das Motto des Bildungsminsteriums in Deutschland ist doch seit Jahrzehnten: „Wer stehenbleibt ist schon da“ oder „Abwarten und Tee trinken“.
    Die Minister mit Kindern haben wahrscheinlich Privatlehrer*innen oder die Sprösslinge sitzen irgendwo im Internat, denn: aus den Augen aus dem Sinn.
    Wie wir es aus dem deutschen Gesundheitssystem kennen: Man muss selber Geld/Verstand in die Hand nehmen, um sich zu helfen und am besten auch noch Medizin studieren, damit wir mutmaßlichen Experten ihren Job erklären können. Wir haben in Deutschland halt nur eine ausreichende Versorgung und keine gute.

  8. Sehr geehrte KultusministerInnen, sehr geehrte SchulsenatorInnen, sehr geehrte SchuldezernentInnen,

    Bildungsgerechtigkeit, Regelschulbetrieb um jeden Preis ohne Einhaltung der AHA+L- Regeln ( vor allem nicht der Abstandsregel und auch nicht der Maskenpflicht), lauten die neuen Prioritäten.

    Ich suche und suche im Grundgesetz (GG). Ich werde nicht fündig.

    Was ich finde ist Art. 2 Abs. 2 GG: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“ Aber wer interessiert sich derzeit schon für das Grundgesetz.

    Es tut mir leid Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich an diesem Schulexperiment leider nicht teilnehmen kann. Der Ausgang ist mir zu ungewiss.

    Ich gehöre nämlich zur Risikogruppe, kann mein Kind aber deswegen nicht vom Präsenzunterricht befreien. Mein Kind hat 26+8+4+5 Schulkontakte in der Schule (insgesamt 43). Ca. die Hälfte der Kinder trägt keine Maske. Mindestabstände (mindestens. 1,5 m) existieren nicht im Unterricht.

    Unter einer „sicheren“ Schule, die ihrer Fürsorgepflicht für alle Beteiligten nachkommt, verstehe ich etwas anderes.

    Ich bitte Sie daher, meinem Wunsch auf Homeschooling nachzukommen bzw. für Bedingungen in der Schule zu sorgen, die das Risiko einer Ansteckung mit Corona minimieren. Das Risiko einer Ansteckung solte in der Schule nicht höher sein, als in der Allgemeinbevölkerung. Komisch nur, dass die übrige Bevölkerung Masken tragen und Abstände halten muss.

    Im Übrigen glaube ich bzgl. der Ansteckungsfähigkeit von Kindern eher erfahrenen Virologen wie Herrn Drosten von der Charité. Dieser kommt zu dem Schluss, dass es keinen Hinweis darauf gebe, dass Kinder im Bezug auf SARS-CoV 2 ( Corona) nicht genauso ansteckend seien, wie Erwachsene. Ist ja auch kein Wunder, sie haben die gleichen Schleimhäute.

    Ihrer Risikoeinschätzung, dass in einer Stadt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 150, 180, 200, 220, 260 und höher, eine Schule ohne Einhaltung aller AHA+L-Regeln sicher ist, kann ich mich nicht anschließen. Was nützt mir das Desinfizieren der Geräte, wenn der wechselnde Nachbar meinem Kind ohne Maske ins Gesicht bläst oder die Hintermänner in den Nacken. Abgesehen von den ganzen Aerosolen die im Raum verteilt werden. So viel kann man gar nicht lüften.

    Sollten Sie meiner Bitte um Beschulung von zu Hause nicht nachkommen können, werde ich eine Ordnungswidrigkeit begehen müssen. Das entsprechende Ordnungsgeld werde ich bezahlen, auch wenn ich es mir als alleinerziehende Mutter eigentlich nicht leisten kann. Ich kann es mir aber erst Recht nicht leisten, dass mein Kind mit einer schwerkranken Mutter oder gar ohne eine Mutter dasteht.

    Bleiben Sie alle gesund!
    Ich kann es ihnen aber nicht garantieren. Erst Recht nicht, wenn ihr Kind derzeit in eine dieser „sicheren“ Schulen geht.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Eine fürsorglich Mutter

  9. Gute Idee.
    Problem: Die Ministerien wollen nicht, dass die Bevölkerung den wahren Zustand der Schulen und die schwierigen Schüler unter unseren Klassen sieht. Das soll alles heile Welt sein. Wie eben am Tag der offenen Tür. Alles geputzt. Problemklassen abbestellt. Schöne Räume aufgepeppt, verwahrloste Säle abgeschlossen. Wie im Paradies.
    Schulleiter stehen daher unter Druck und spielen das Spiel mit. Lehrer haben da wenig Einfluss. Notfalls Maulkörbe „Bitte nicht mit der Presse sprechen. Das macht der Schulleiter oder die Pressestelle des Ministeriums“

  10. Söder sagt auch sinngemäß:

    „Laßt die Schulen offen und erst wenn Lehrer und Schüler durchinfiziert könnt ihr die Schulen schließen. Das ist besser, als dieser Infektionstatistik übermäßig viel Wert beizumessen.“

    Was ist das für ein menschenverachtend er ZYNISMUS!?

  11. Das ist leider auch mein Eindruck der Verhaltensweise einiger Lehrer .
    Wenn man den Arbeitsalltag im Vergleich mit Krankenpfleger/innen darstellt dann muss ich Ihnen nur zustimmen.
    Früh spät nacht und am Wochenende arbeiten um das gesellschaftliche System am laufen halten und das nicht mit einem A13 gehalt und 60 Tage Urlaub im Jahr. Keine exentiellen Ängste, keine Kurzarbeit, Familienzuschlag zum Kindergeld bezahlt vom Steuergeldern der Arbeitnehmer, deutlich höhere Pensionen und nur jammern jammern und jammern.
    Sie haben einen Eid abgelegt um im besonderen Maße der Gesellschaft zu dienen. Aber man möchte wieder alles den Eltern zuschieben und dann im Sommer 2021 möglicherweise wiedermal in die Schule zurückzukehren. Wo Rauch ist da ist auch Feuer…. Vielleicht mal in der freien Wirtschaft bewerben wenn es doch so untragbar ist. Hört man das von Erziehern?

    • Neid ist doch noch immer die schönste Form der Anerkennung! Und nicht zu vergessen seien die freien Nachmittage. Da genießen wir zusammen gar A 28. What a wonderful lief!

    • Yes Törtchen,
      das hört man auch von Erziehern. Die sind völlig ohne Schutz und Eltern liefern ihre Kinder auch schon mal dort ab, um zu relaxen oder zu shoppen. Das ist gelebte Solidarität mit Erziehern, nicht?

  12. Was bedeutet hier „so lange wie möglich“ ? – So lange, bis 20% infiziert sind ? Bis es mindestens 25 Leute auf der Intensivstation gibt ? Bis mindestens 1 Lehrer pro Schule tot ist ?

    Die Politik hat es völlig verpasst klare Vorgaben zu machen. Zuerst hieß es 35 Neuinfizierte sind schlimm und 50 auf 100 000 sind ganz ganz schlimm. Dann kamen einige wenige sehr diskutable Maßnahmen. Ich kann mir nicht helfen, das Ganze ist völlig dilettantisch und zusammen geschustert. Als hätte man überhaupt nicht den ganzen Sommer gehabt um sich auf das jetzige Geschehen vorzubereiten.

    Ok ,dann lasst uns mal Treffen für 3 Haushalte und Privatreisen verbieten, aber in der Schule einfach lüften und weitermachen.
    100 infizierte – weitermachen.
    150 infizierte – die Schule bleibt auf.
    200 infizierte – kein Problem, wir machen einfach weiter.

    Einfach weitermachen ist doch kein Konzept !

  13. Ich bin an einer Schule mit ca. 1000 und LehrerInnen. Seit August hatten wir 4 Corona Fälle. Niemand davon hatte sich in der Schule angesteckt oder andere in der Schule infiziert. Warum sollen wir die Schule schließen? Nichts geht über Präsensunterricht. Die Kinder lernen mehr, er gleicht soziale unterschiede aus, er entlastet die Eltern …

    • @Baldipata: Ihre Schule würde niemand schließen wollen.

      Das kleine Problem: Es gibt andere Schulen, die sich in einer anderen Situation befinden, und bei denen die Wiedereinführung der Abstandsregel dringend geboten erscheint. Und nicht nur den Lehrkräften. Oder den Eltern. Weshalb die Schulen bei uns auch gerade wieder bei geteilten Klassen gelandet sind. Auch diese Schulen will übrigens niemand schließen.

      Eine kurzfristige, vorübergehende Schließung kann aber im Einzelfall die einzige Möglichkeit sein, ein massives, aber im Einzelnen nicht oder nicht rechtzeitig nachverfolgbares Infektionsgeschehen an der entsprechenden Schule einzudämmen. Was bei uns ebenfalls schon vorgekommen ist. Auch diese Schulen WOLLTE niemand vorübergehend schließen – es ging bloß nicht anders.

  14. Mich wundert es immer wieder, woher die feindselige Stimmung den Lehrern gegenüber in diesem Land kommt. Und dass, obwohl diese tagtäglich zusätzlich zu ihrem Unterricht die Erziehungsarbeit der Eltern übernehmen. Sehr schade, ich kann nachvollziehen, dass der Lehrermangel immer größer wird. Scheinbar gleicht das gute Gehalt und die vielen Ferien die täglichen Strapazen doch nicht aus. Und nein, ich bin keine Lehrerin

    • Danke. Es ist frustrierend, wenn man als faul und unfähig bezeichnet wird, weil man für sich Arbeitsschutz einfordert. Dann wird einfach gesagt, bewirb dich doch woanders, ätsch, selbst Schuld, fauler Lehrer. Als hätte irgendjemand seinen Job in Hinblick auf eine mögliche, jahrelang andauernde Pandemie ausgesucht…
      Mein Partner, der in der sog. „freien Wirtschaft“ arbeitet, sagt, solche Zustände wie in den Schulen gibt es dort nicht, das sei unzulässig. Er befasst sich in seinem Job selbst häufig mir Arbeitsschutz.

  15. Die Strategie ist scheinbar Herdenimmunität bei Kindern. Schliesslich werden die ja nicht Corona krank und bisschen Abwehr sollen die ja auch bekommen. Doch dass die es zu den Eltern oder Grosseltern tragen und weiter in die Betriebe egal Das das Frühstück beim Bäcker gekauft wird…man ohne Mundschutz und Abstand den Schulweg antritt…
    Für Klassenzimmer und Schulbusse gibt es ja keine Registrierung und Ansteckung. Sind es eben die Privaten…

    Unsere Nachbarländer sehen das anders im die machen teilweise Online Unterricht.
    Doch ein Land wo Durch Ministerien diktiert wird , Lehrer nicht entscheiden dürfen oder können ist das unmöglich.

  16. Einerseits gab es schon immer Krankheiten, wenn ein Lehrer davor Angst hat soll er sich ein anderen Job suchen.
    Doch mit 28 Mal 45 min. Bei drei Monate Ferien wird es kein Job geben.. jeder andere schafft nachmittags bei teils unter 30 Urlaubstagen. Gäbe also genügend Spielraum die Klassen zu teilen und mittags noch Mal das gleiche zu unterrichten

    Ein Arzt zu Hause etc? Darf das ja auch nicht.

    Andererseits bin auch ich der Meinung das die Schulen teilweise geschlossen werden müssen.
    Es gibt so viele geschlossene Restaurants,, Veranstaltungsräume bei Hotels, Messehallen.. Warum die nicht als Klassenzimmer umfunktionieren, damit nicht 1000 in die gleiche Schule müssen
    Oder warum Präsenz nur wo es erforderlich ist. Musik, Sport, Gruppenarbeiten.
    Doch kann Mathe oder Religion nicht im Internet, TV, Radio stattfinden.!? würde auch Steuergelder sparen.

    • Unterrichte gerne länger um zwei Schichten zu ermögliche. Echt!
      Dann lasse ich aber alle Verwaltung, die Konferenzen und auch die Klassenarbeiten inclusive Korrektur weg.
      Die bringen mich nämlich auf eine Wochenarbeitszeit von 45-50 Arbeitsstunden.
      Da wir momentan die SuS eh nur verwahren wäre das immer noch besser als jetzt.

    • Ja, bitte! Mein Job wird bald frei! Ich will ihn nicht mehr – bei aldi an der Kasse bleibe ich nämlich voraussichtlich gesund.
      Vielleicht brauchen wir auch gar keine Lehrer? Sind die vielleicht eh überflüssig, weil Kinder einfach am TV lernen können? Womöglich hat der Staat Jahrzehnte lang einfach nur viel zu viel Geld für Lehrer ausgegeben? Viel zu viel Geld für Schulen mit Heizungen, Toiletten, Klopapier, Hausmeister, Sekreätrin, Putzleuten?
      Und erst die Gehälter der Lehrer… für das bisschen Arbeit so viel Geld… kann doch eh jeder, war jeder ja auch mal in der Schule (und ne Tüte Rechtschreibung kann man sich sicher bald per App aufs Handy laden…)!
      Das alles kann man demnächst bestimmt einsparen!

      Irgendwann will bzw. kann dann niemand mehr den ganzen Tag auf eure Kids aufpassen, dann müsst ihr sie mit nach aldi an die Kasse nehmen oder in den OP oder ins Pflegeheim oder zum Kunden. Zuhause bleiben können die nämlich dann auch nicht allein, denn die reißen die Bude ab, weil sie Langeweile haben – online-Unterricht gibt es dann nämlich auch nicht mehr.
      Aber denkt nicht, dass die Kids euch dann bei eurer Arbeit helfen können.
      Die können dann nämlich nicht mehr lesen und schreiben und rechnen und all die anderen überflüssigen Dinge, die sie heute noch in den Schulen lernen.

      So langsam neige ich dazu es aufzugeben, für „sichere Schule“ in Pandemiezeiten zu kämpfen.
      Setzt Euch doch einen Aluhut auf und macht es einfach selbst, wenn ihr es besser wisst und Lehrer eh nur zu viel kosten und immer frei haben.

      Kein Problem, dann stelle ich jetzt und hier meine Wochenendarbeit ein und geh morgen unvorbereitet in die Schule, zieh meine paar Stunden runter und hab dann frei!

      DAS war ironisch gemeint! Könnte aber für euch Eltern bitterer Ernst werden, wenn wir Lehrer nicht unter anderen Bedingungen arbeiten gehen können. Euch fällt auf die Füße, wenn die Kinder dann lange Zeit ganz zu Hause bleiben müssen!
      IHR Eltern könnt mit VERNÜNFTIGEN Argumenten Druck machen und mehr Schutz einfordern; wir Lehrer sind offenbar gescheitert am Starrsinn der KM!

      • @kanndochnichtwahrsein : ich empfinde genauso! Diese Besserwisser und Schlauschwätzer sollen den Job mal selbst machen. Ich kann die faule-Lehrer-Leier nicht mehr hören. Spalten und die andere Seite schlecht reden macht’s aber leider auch nicht besser, für niemanden. Leider bin ich unter den Eltern der Klasse meines Sohnes alleine mit meiner Haltung. Alle möchten weiterhin bequem die Kinder in die Schule schicken und mit nichts was zu tun haben.

  17. Richtig! Was soll das? Weil sie zur Arbeit gehen müssen, soll das Leben von LuL, SuS und deren Eltern aufs Spiel gesetzt werden? Ich mache meinen Job wirklich gerne. Aber auch ich habe Anspruch auf Schutz am Arbeitsplatz – und ich spreche nicht von Null-Risiko. Einfach der Schutz, der auch sonst gilt. Sorgt dafür, dann „jammern“ die LuL auch nicht.
    Übrigens habe ich auch selbst Kinder und würde mich freuen, wenn sie ohne Langzeitfolgen aus dieser Zeit gehen. Wenn dazu jetzt kein Regelunterricht möglich ist, dann ist das so. Wozu müssen Kinder jetzt in der Sporthalle Sport mit 30 anderen machen? Musikunterricht ohne singen? Maske für teilweise 8 Std. täglich. Hauptsache die Wirtschaft läuft. Sinnvoll wäre eine Konzentration auf die Hauptfächer und ein Betreuungskonzept für die, die das wirklich nötig haben. Das käme auch der Wirtschaft zu Gute. Aber wer fragt mich schon? Ich bin ja bloß die dumme Lehrerin.

  18. @Michaela: „Einerseits gab es schon immer Krankheiten, wenn ein Lehrer davor Angst hat soll er sich ein anderen Job suchen“ – Äh, ja genau: Pest, Cholera, Typhus, Ebola, Dengue-Fieber – all diese und viele andere gefährliche Krankheiten verursachen ständig Ausbrüche an deutschen Schulen, richtig? Oh, Moment…

    „jeder andere schafft nachmittags bei teils unter 30 Urlaubstagen“ – Ich bin diese Vorurteile so Leid, daher ein Vorschlag: Lassen Sie uns für zwei Wochen tauschen, mal sehen, welches Lied Sie dann singen…

    „Gäbe also genügend Spielraum die Klassen zu teilen und mittags noch Mal das gleiche zu unterrichten“ – Grundsätzlich ja – aber nur, wenn Sie alle, wirklich ALLE übrigen Aufgaben von Lehrkräften streichen, z.B. die Vorbereitung, die Korrekturen, die Konferenzen, die Kontaktaufnahme mit Eltern. Und das führt dann zu ganz anderen Problemen, wie Sie sehr schnell feststellen würden.

    „Ein Arzt zu Hause etc? Darf das ja auch nicht“ – Mir war gar nicht klar, dass die Lehrkräfte zu Hause bleiben sollen? Tut mir Leid, dass ich das nicht mitbekommen habe und meine Kolleginnen und Kollegen offenbar auch nicht – wir waren alle in der Schule und werden auch nächste Woche wieder in die Schule gehen. Und die Woche drauf. Undsoweiter.

    „Doch kann Mathe oder Religion nicht im Internet, TV, Radio stattfinden.!? würde auch Steuergelder sparen“ – Naja, wenn Sie der Meinung sind, dass z.B. die Erklärungen der Mathematiklehrkraft keinerlei Auswirkungen auf den Lernerfolg haben: Warum nicht? Lassen Sie uns das ausprobieren! Aber hinterher bitte nicht jammern… – auch nicht, wenn die Nachhilfe Sie dann wesentlich mehr kostet als die „eingesparten“ Steuergelder!

  19. Hallo zusammen,

    ich habe gerade diese Diskussion gelesen und verfolgt und war von dem Bericht oben drüber ehrlich geschockt. Ich glaube, bisher haben hier nur Eltern, Außenstehende oder Lehrer gesprochen. Ich bin eine Schülerin einer Gesamtschule im Landkreis Marburg Biedenkopf. Am Mittwoch habe ich das erste Mal erfahren, dass unsere Schule gar nicht so Corona frei ist, wie ich eigentlich dachte, denn es hatte sich nie herumgesprochen,obwohl uns noch vor den Herbstferien gesagt wurde, dass wir informiert werden, falls es einen Fall gibt. Es gab in meiner Nachbarklasse einen infizierten, im Normalfall sollen nun alle Sitznachbarn getestet werden oder in Quarantäne. Da ist schon das erste Problem; Wir haben ein Kurssystem, mit Verkursung in ungefähr 10 verschiedenen Kursen, in denen man logischerweise immer andere Sitznachbarn hat, weil immer andere Leute in dem Kurs sind. Aufgrund der Situation, dass ich in die 10 . Klasse gehe, also eine Abschlussklasse, werden diese Kurse nicht verkleinert, das heisst, die Infektionskette diesen Infizierten Schülers, wurde bis auf eins zwei Sitznachbarn nicht weiter verfolgt. Wir haben mittlerweile mehrere erkannte Fälle in der Schule, keiner redet darüber. Wir haben Sportunterricht, in dem wir weiterhin Kontaktsport haben, mit Abstand ist da nichts, auch nicht in den Pausen. Wir haben einige Lehrer über 50, die täglich Angst haben, sie werden infiziert. Meine Omas sind hilfsbedürftige, der Kontakt mit ihnen lässt sich nicht vermeiden, auch naher Körperkontakt nicht, zudem ist meine Mutter auch Lehrerin und somit in der gleichen Situation wie ich. Ich bin geschockt darüber, dass es an den Schulen so verschwiegen wird. Mittlerweile ist es wirklich kalt, da die Fenster den ganzen Unterricht offen sind, wir dürfen nicht trinken usw.. Noch dazu; Denkt denn keiner an Schüler, die sowieso schon einen Nachteil An einer Schule haben, wie zb Hörbehinderte? Ich trage Hörgeräte und durch die MaskenPflicht im Unterricht kann ich das Mundbild nicht erkennen, für solche Schüler, wäre mehr digitales lernen in Stunden, in denen es möglich ist, wie zb Reli/ Ethik, Fremdsprache oder Wahlkurse eine unfassbare Erleichterung . Aber gut, davon gibt es eben wenige Schüler. Trotzdem fühle ich mich jeden Tag unwohl in der Schule, in den Pausen kommt man nicht aufs Klo, weil immer nur 2 Personen rein dürfen und bei 10 min, können eben nur wenige gehen. Ein weiterer Punkt sind die überfüllten Busse, wozu eine geregelte Sitzordnung an Schulen, wenn man in den Bussen so dicht aneinander steht, dass man sich schon umarmt? Eine weitere Sache, die mir sehr unlogisch erschien, war, dass wir in Sport als Vorschlag hatten, Spazieren zu gehen und das ermals nicht durften, da es in der Öffentlichkeit nicht mehr als 2 Personen, bzw Haushalte geben darf. Entschuldigung, aber macht das Sinn? In der Schule 1000 Schüler auf engem Raum, Schüler, die sich umarmen und küssen, aber sobald man das Schulgebäude verlässt, ist es illegal? Es macht für mich keinen Sinn Undich habe Angst um meine Mitmenschen. Ich fände es nicht toll, wenn die Schule geschlossen wird, das verlange ich auch nicht, aber ein Betrieb mit geregelten Gruppen, würde den Unterricht nicht stoppen, es gäbe einen normalen Stundenplan und Video Angebote für Nachhilfe von Schülern, gleichzeitig könnte man in der Präsenzunterrichtswoche fragen stellen, man würde nicht dem Anschluss verlieren. Es gäbe Auswege, Notbetreuung etc., aber irgendwie scheint es mir, als wären Schüler nur Luft, als gäbe es keine Kontaktpersonen, als wäre es egal, dass Enkel ihre Großeltern Monate nicht sehen. Lehrer und Schüler bemühen sich wo sie nur können, Lehrer machen Druck ohne Ende, dabei sind sie selber unter vollsten Stress und arbeiten bis in die Nacht. Man sollte zumindest die Schüler befreien können, die sich wirklich nicht wohl fühlen, wirklich, mir graut es morgen in den Schulbus zu steigen.

    Nun, hier ein kleiner Einblick aus Sicht einer Schülerin….

    • Das tut mir leid für Sie und ich sehe das durchaus, dass es auch manchen SchülerInnen schlecht geht in dieser Zeit. Ganz sicher ist es auch für sie nicht einfach, das bekomme ich jeden Tag mit. Wir versuchen das beste daraus zu machen.
      Aber hier sehen Sie mal, Elisa, wie es – leider – häufig zwischen Eltern und Lehrern hergeht, leider auch im realen Leben, dabei sollte man eigentlich zusammenhalten. Es ist wirklich traurig…

    • Danke für Ihren sehr guten und sachlichen Bericht des Alltagsgeschehens wie es nun an Schulen üblich zu sein scheint. Ich kann Ihre Sorgen zu hundertprozent verstehen. Ich hoffe, dass Ihnen bald geholfen werden kann. Die Zustände sind nicht tragbar!

  20. Ach, und natürlich gibt es dann auch Nachteile, vielleicht hängen die Schulen dann mit Stoff hinterher, aber solange jeder Schüler eine Chance bekommt, sollte das möglich sein, solange es beim Schichtbetrieb bleibt, aber wieso warten, bis Man die Schule ganz schließen muss? Ich bin eine fleißige Schüler, mir ist Schule wichtig und trotzdem denke ich, dass man in den Schulen zumindest eine Lösung finden sollte, mit der die Regeln, die in der Öffentlichkeit gelten, mehr auch in den Schulen wirksam gemacht werden…..Hoffe einfach, dass sich da bald etwas ändert ….

  21. Natürlich kann man die Klassen in zwei, oder gar noch mehr Gruppen teilen. Wenn sich die Lehrer damit besser fühlen, in Ordnung. Aber wer beaufsichtigt die Kinder in der Zeit, wo kein Unterricht stattfindet? Natürlich die Eltern, wer auch sonst. Und wer bezahlt den Eltern dann ihren Verdienstausfall?
    Ich schlage vor, wenn die Lehrer z.B. täglich nur die halbe Klasse unterrichten, gibt es auch nur die halbe Besoldung. Eben genauso, wie es den Eltern ergeht, wenn sie plötzlich nur noch die halbe Zeit arbeiten. Geteiltes Leid ist halbes Leid, so heißt es doch…

    • Es geht doch nicht darum, dass Lehrer „sich besser fühlen“ wollen! Es geht um einigermaßen sicheren Unterricht eben gerade auch im Interesse der Eltern! Niemand hat etwas davon, wenn sich durch die aktuellen Bedingungen an den Schulen ohne MNS im Unterricht (wie in Thüringen), ohne Abstand und mit problematischem Lüften das Virus mehr oder weniger unter dem Radar weiter ausbreitet. Da nützen auch die sonstigen Kontaktbeschränkungen in der Gesellschaft nichts, wenn die, die in der Freizeit nicht zusammenkommen dürfen, in der Schule mit 30 Mann in einen Raum gequetscht sind. Und die geänderte Teststrategie wird das Problem noch verschärfen. Ich fürchte, die Infektionszahlen werden nicht markant sinken und man wird irgendwann zugeben, dass ein Lockdown (light) ohne Kontaktbeschränkung auch für Schüler und damit Schulschließungen nicht funktionieren kann. Es geht ja auch vorrangig darum, wenigstens die oberen Klassen ab 8 oder 9 in den Wechsel- oder Distanzunterricht zu schicken. Die müssen nicht mehr beaufsichtigt werden. Dann wäre auch räumlich in der Schule so viel Platz, dass man die Jüngeren auf mehr Räume verteilen könnte. Hatten wir vor den Sommerferien. Da ist man in einer Doppelstunde je 45 Minuten bei jeder Gruppe präsent gewesen und die andere Hälfte hat dann selbstständig mit Übungen usw. gearbeitet, saß im Nachbarraum und konnte gut mit beaufsichtigt werden. Nebeneffekt waren gute Disziplin, gute Konzentration, bessere Mitarbeit der Schwächeren, die sich sonst nicht immer so gut beteiligen, höhere Effektivität des Unterrichts.
      Und übrigens arbeiten Lehrer, die halbe Klassen unterrichten, nicht halb so viel. Leider hält sich dieses Märchen hartnäckig. Im Gegenteil, die Hälfte zu Hause bekommt anders aufbereitete Aufgaben, was mit viel zusätzlicher Arbeit verbunden ist. Sicher gibt es auch Lehrer, die das nicht so verbissen sehen, ich für meinen Teil habe mich im Wechselunterricht vor den Sommerferien täglich mit etwa 100 Schülermails herumgeschlagen, die ihre erledigten Aufgaben geschickt haben. Dass man da nicht jedem täglich eine Rückmeldung zur Qualität der Lösung schicken kann, dürfte klar sein. Also bitte kein pauschales Lehrerbashing. Übrigens auch nicht gegen andere Berufsgruppen.

    • Genau das wäre ein guter Weg. Von dem gesparten Geld auf beiden Seiten wäre die Anschaffung und Betreiben der benötigten Infrastruktur ein Klacks. Die Eltern und viel anderen Arbeitnehmer haben den Anfang dazu schon im Frühjahr gemacht. Damit wären jetzt die Lehrer dran. Das würde dem Feindbild „Lehrer“ mäßig die Grundlage entziehen. Wenn sich die Lehrer zu so einem Vorgehen weigern, dann befeuern sie dieses Urteil nur noch weiter. Es grüßt jetzt aufeinander Zugehen. Die Eltern haben ihren Anteil schon gegeben und einen Teil der Lehrerarbeit übernommen, mit finanziellen Einbußen. Es wäre an der Zeit dieses Engagement zu würdigen und nicht nur von Lehrerseite darauf rumzuhauen. Das macht nichts besser…

    • Bei gleicher Arbeitszeit weniger Geld? In welchem Job gibt es sowas?
      Ich arbeite doch nicht weniger, wenn ich den gleichen Unterricht, die gleichen Leistungserhebungen für die Hälfte der Klasse vorbereite und durchführe? Was soll das?
      Im Gegenteil: Wenn ich zusätzlich für die Daheimbleibenden den sog. „Fernunterricht“ plane, arbeite ich mehr, müsste also nach Ihrer Rechnung mehr verdienen.
      Es ist wirklich unsäglich, was man hier lesen muss, nur weil man darüber diskutiert, wie Infektionsschutz in den Schulen aussehen könnte.
      Was mich angeht: Ich möchte k e i n e geteilten Klassen und den ganzen Rattenschwanz, der da dranhängt. Ich habe aber auch als Lehrerin ein Recht auf Arbeits- und Infektionsschutz wie andere Arbeitnehmer auch. Daher bin ich für Luftfilter oder Klassenteilungen bzw. Abstandsregel höchstens in dem Rahmen, wie es die Gegebenheiten im Schulhaus zulassen.

      • Bei gleicher Arbeitszeit weniger Geld? Dann machen Sie Mal die Augen auf, schauen über den Tellerrand hinaus und verlassen Sie Mal Ihre Insel der Glücksseligkeit namens Schule. Dann werden Sie sehen wo es das gibt. Bei Firmen die an Rande der Pleite stehen und nicht den vollen Zahltag auszahlen können oder er Mal ganz wegfällt. Es gibt auch Chefs die das nicht so genau sehen. Aber die Steuern werden natürlich pünktlich gezahlt. Was glauben Sie denkt so ein Mitarbeiter, wenn er Ihren Kommentar liest? Er würde das Geld für die Steuern lieber verbrennen als es zu riskieren, das ein Lehrer der sich von der Leistungsgesellschaft abgekoppelt hat, davon etwas erhält. Diese Einstellung mancher Lehrer (nicht alle!) ist genau der Grund für die feindselige Einstellung. Dort geht es um die Existenz und nicht um ein paar Stunden länger arbeiten.

    • Hallo, ich bin kein Lehrer. Aber für ein bisschen Mathe reichts noch. Wenn ein Lehrer nur die halbe Klasse unterrichtet hat er trotzdem 100 Prozent Arbeitszeit. Also Besoldung halbieren läuft hier wohl nicht. Bitte erst nachdenken.

  22. Genau das wäre ein guter Weg. Von dem gesparten Geld auf beiden Seiten wäre die Anschaffung und Betreiben der benötigten Infrastruktur ein Klacks. Die Eltern und viel anderen Arbeitnehmer haben den Anfang dazu schon im Frühjahr gemacht. Damit wären jetzt die Lehrer dran. Das würde dem Feindbild „Lehrer“ mäßig die Grundlage entziehen. Wenn sich die Lehrer zu so einem Vorgehen weigern, dann befeuern sie dieses Urteil nur noch weiter. Es grüßt jetzt aufeinander Zugehen. Die Eltern haben ihren Anteil schon gegeben und einen Teil der Lehrerarbeit übernommen, mit finanziellen Einbußen. Es wäre an der Zeit dieses Engagement zu würdigen und nicht nur von Lehrerseite darauf rumzuhauen. Das macht nichts besser…

    • Stellen Sie sich vor, Lehrer haben auch Kinder, die zu Hause beschult werden mussten. Auch als die Schulen wieder offen waren und die Kinder nur 50% Unterricht hatten, Lehrer aber 2×50%.
      Wahnsinn, diese Einfältigkeit!

  23. Ach ja, die Debatte um die gleichen Chancen und die Angst, dass 3 Wochen Distanzlernen die Bildungs- und Ausbildungschancen ruiniert: Menschen hatten noch nie die gleichen Chancen und werden sie auch nicht haben, denn dabei spielen zunächst die Gene, dann die Sozialisation und die eigene Motivation eine große Rolle. s. https://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article133682442/Es-sind-die-Gene-nicht-Erziehung.html
    Und dann kommt auch noch hinzu, dass erstmal Eltern die Hauptverantwortung für ihr Kind haben und nicht die Schule.
    Um jedoch eine Pseudohomogenität zu schaffen, heißt es, dass alle Kinder die gleichen Bildungschancen haben sollen und deswegen werden alle erzieherischen Verantwortungen nach und nach auf die Schulen übertragen.
    Deswegen ist dann die Schule der Ort, wo Kinder neben Bildung und Wissen, ihre Hauptmahlzeiten (plus Ernährungsberatung) bekommen, sie zur Schulpsychologin/-sozialarbeiterin gehen können (wenn es eine gibt) und Sport machen. Wenn also das System Schule wegen einer Pandemie dann schließt, dann fällt laut Herrn Laschet die Kontrollinstanz weg und die Kinder müssen mit ihren Eltern in der 3-Zimmerwohnung hausen, zu den Nachbarn zum Essen gehen und es ist nicht klar, ob ihre seelische und körperliche Gesundheit sichergestellt ist.
    Aus diesen Gründen müssten die Schulen geöffnet bleiben. Von der Verantwortung der Eltern wird hier nicht gesprochen, man hört immer nur, die Kinder hätten in unserem Schulsystem keine gleichen Bildungschancen.
    Ich verstehe nicht, warum denn nicht im Vorfeld ein wenig mehr auf Prävention gesetzt wird, indem z. B. mehr Sozialarbeiter geschult werden, um in die Familien zu gehen bzw. wenn den Eltern nicht zugetraut wird, dass sie Kinder versorgen und erziehen können oder sie mit 10 Kindern in einer 3-Zimmerwohnung wohnen, muss ein anderes System zum Tragen kommen. Ich denke, es gibt genug skandinavische Länder, die als Vorbilder dienen können. Es wird doch immer gesagt, dass die Kinder unsere Zukunft sind. Aber wenn dafür Geld investiert werden muss, nein, dann ist der Staat raus aus der Nummer.
    Es gibt für jeden Haartyp ein individuelles Shampoo, aber wirkliche individuelle Förderung im Schulsystem gibt es nicht, da in den Klassen immer noch zu viele Schüler*innen sitzen, es zu wenig Lehrer*innen gibt, Leistung das A und O ist …

  24. Sehen wir mal so wir haben einen lockdown Light Max 2 hausstände Gastronomie wird ausser Betrieb gesetzt das kulturelle Leben und im Gegenzug die Schulen mit aller Macht offengehalten wie bei meiner Tochter 19 Schüler entspricht 19 Haushalte nun sind wir im Umland, da kommt hinzu aus verschiedenen Dörfern eine endlosspirale zumal Wissenschaftler nun erkennen grössere Kinder tragen weiter nicht in kleinen Umfang da andere Kontakte ein Irrsinn keine Struktur wünsche schon mal allen frohe Weihnachten,da bis dahin die Zügel so angezogen werden,dass es ein einsames Weihnachten wird,das kiltusministerium nimmt die Studie von Sachsen als Grundlage,sollen die doch mal nun so eine Studie machen die Indiz Werte sagen alles in sachsen

  25. Na vielen Dank auch.
    Als ob Eltern wenn Schule und Lehrer generell ausfallen nicht in der Lage wären ihren Kindern soziale Kontakte zu ermöglichen oder lesen und schreiben beizubringen und was sonst noch wichtig ist und nach Interesse auch noch vieles mehr. Na gut vielleicht ist da nicht für jeden Integralrechnung dabei und ein Gedicht auf 10 Seiten in Latein zu interpretieren. Aber ich fände es nicht schlimm wenn die Kids nicht mit all dem unnützen und eh schnell vergessene wissen zwangsgefüttert werden. Was Kinder in der Schule am besten lernen ist den eigenen Wissensdurst zu unterdrücken und Langeweile auszuhalten. Was gravierende Folgen für deren Leben hat. Danke liebe Lehrer.

    • „Was Kinder in der Schule am besten lernen ist den eigenen Wissensdurst zu unterdrücken und Langeweile auszuhalten.“

      Dito.
      Ich weiß nicht, was Sie von den „lieben Lehrern“ erwarten, wenn Sie so eine Grundeinstellung haben. Wenn Sie ihnen so gegenübertreten, brauchen Sie gar nichts mehr erwarten.

    • „Was Kinder in der Schule am besten lernen ist den eigenen Wissensdurst zu unterdrücken und Langeweile auszuhalten. … Danke liebe Lehrer.“

      Dito.
      Ich weiß nicht, was Sie von den „lieben Lehrern“ erwarten, wenn Sie so eine Grundeinstellung haben. Wenn Sie ihnen so gegenübertreten, brauchen Sie gar nichts mehr erwarten.

    • Ach, liebe Anna… Ich unterrichte an einer Schule mit Schwerpunkt Berufsorientierung und Schuleigenen Wahlpflichtfächern (bspw. Technik und Naturwissenschaften, Hauswirtschaftslehre und Sozialwesen, Darstellenden Spiel usw…). Voll langweilig und irgendwie überhaupt nicht neigungsorientiert.
      Außerdem interessiert uns das persönliche Wohlbefinden unserer Kids in keinster Weise. Im Lehrerzimmer wird so gut wie nie über die Erfolge und Schwierigkeiten unserer Schüler im Lernprozess oder persönlichen Umfeld gesprochen. Wir trinken nur Kaffee und können 13:00 Uhr kaum erwarten. Na gut, an den meisten Tagen geht der Unterricht bis 16:00 Uhr, aber auch dann schalten wir Lehrer praktisch gegen Mittag in den Freizeit-/Golf-/Tennis-/Gartenmodus.

      Wenn ich meine Schüler im Vorfeld zur beruflichen Orientierung frage, welche Interessen, Talente, Hobbys diese in ihrer Freizeit favorisieren oder dort gefördert werden, sprudeln diese geradezu über – ich weiß manchmal garnicht, wie man das alles in der Bewerbung unterbringen soll. Auch wird zuhause viel gelesen, unglaublich viel!
      Wenn Kinder aus Elternhäusern, die nicht die notwendigen finanziellen Mitteln ausgestattet sind, keine Arbeitsmittel dabei haben, machen wir Lehrer die Kleinen erstmal fertig und kaufen den Kram dann aus dem Topf der überquellenden Schulmittel.
      Eigentlich haben wir voll den coolen Job: Langweiliger Unterricht, der niemanden interessiert und der keinen gesellschaftlichen Nutzen hat, mittags frei, selbst bei der (bei jedem Lehrer vorhandenen) unmotivierten Arbeitseinstellung eine fürstliche Vergütung – manchmal weiß ich abends garnicht, was ich den Tag über so gemacht habe…

      Anna, ich DANKE Ihnen! Für die schonungslose Aufdeckung unserer Arbeitsmoral und Tätigkeitsfelder. Ich könnte endlos so weiter erzählen. Allerdings muss ich leider jetzt gleich zu dieser doofen Arbeit. Ärgerlich…

      • @Bauklötzchen

        Danke für diesen tollen Kommentar auf Anne P., die letztendlich nur ein „Platzhalter“ ist für alle anderen „Wissenden“ im Hinblick auf das Tätigkeitsfeld, die Lebensweise und die – eigentlich überflüssige – Existenz von Lehrkräften.

    • Das ganze doofe Wissen tut nicht nötig am sein, haubtsache ich kann „lesen und schreiben“. Integralerächnung braucht ja nun würklich keiner.

  26. Liebe Elisa,
    alle von Ihnen angesprochenen Punkte kann ich nur bestätigen. Als Vater eines Kindes der 7.Klasse und eines weiteren Kindes in der Berufsschule habe ich ebensolche Beobachtungen gemacht und teile die Bedenken zum weiteren Vollzeitschulbetrieb im Kreis MR-BID.
    Völlig unverständlich ist mit das Verhalten der Verantwortlichen im Landkreis, die Schulen um jeden Preis im Regelunterricht weiterlaufen zu lassen. Mittlerweile erkennen immer mehr Nachbarkreise, die ein wesentlich geringeres Infektionsgeschehen haben als unser Landkreis, dass es so nicht weitergehen kann und wechseln wenigstens zum Hybridmodell. Hier lassen sich die Verantwortlichen feiern, weil sie demnächst auf ein paar vereinzelten Buslinien für ein wenig Entlastung im übervollen ÖPNV sorgen. In den völlig überfüllten Bussen treffen ja nicht nur verschiedene Klassen von unterschiedlichen Schulen aufeinander, sondern sie mischen sich auch noch mit Berufspendlern. Infektionen die dort entstehen, werden in keiner Statistik aufgeführt. Für vollkommen unverantwortlich halte ich es, dass bei nachgewiesenen Infektionen nur noch die direkten Sitznachbarn in Quarantäne müssen, weil in Fachunterrichträumen andere Sitzordnungen bestehen und die Schüler sich auch auf dem Schulweg und in den Pausen mischen. Dass Kinder weniger infektiös sein sollen, erscheint mit unrealistisch: Da Kinder weniger Symptome haben, werden sie auch weniger getestet. So tragen Kinder das Virus dann unbewusst in die Schulen, den ÖPNV und nach hause. Ungetestete Kinder mit leichten oder keinen Symptomen tauchen in keiner Statistik auf. Dies wiederum führt zu den falschen Behauptungen in Schulen, oder bei Kindern allgemein, gäbe es nur ein sehr geringes Infektionsgeschehen.
    Das anfangs obligatorische Händewaschen wird von den Lehrkräften meines Sohnes mittlerweile weder angeordnet noch kontrolliert. Meine Tochter hat in der Berufsschule in den letzten beiden Wochen nur noch ca. 30% realen Unterricht. In der übrigen Zeit gibt es entweder spontane Freistunden ganz ohne Lehrer oder sinnlose Vertretungsstunden. Was momentan als „Präsenzunterricht“ bezeichnet wird, kann nur als Betreuung angesehen werden, damit den Eltern die Kinder die „vom Hals gehalten“ werden, um weiter ungestört die Wirtschaft am Laufen zu halten.
    Den psychische Stress, dem meine Kinder tagtäglich ausgesetzt sind, nämlich ihre krebskranke Mutter zu infizieren, scheint den Verantwortlichen vollkommen egal zu sein. Bishlang gibt es ja nicht mal feste Kriterien, die festlegen ab wann der ach so wichtige Präsenzunterricht nicht mehr stattfinden soll. Schüler, Eltern und Lehrer werden per Schulpflicht zu Dingen gezwungen, die sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können!

  27. Wenn das an den Schulen so weitergeht, können viele Familien dieses Jahr kein Weihnachten feiern. Da hilft auch dieser Lockdown light nichts.

  28. Ich verstehe eh nicht warum Schule um jeden Preis offen bleiben müssen. Im Restaurant in einem Plexiglaskasten sitzen ist kritisch und daher mittlerweile wieder verboten. Aber in der Schule reicht es wohl das Fenster ab und an zu öffnen. Die Logik erschließt sich mir nicht.

  29. Hallo Goldy,
    ich bin Lehrer an einer beruflichen Schule und Gymnasium in BW. Gibt es – wie Sie schilern – Fälle, in denen eine „Präsenzteilnahme“ unzumutbar ist (also hier Krebsleiden eines Haushaltsmitglied), dann wird der Schüler (mwd) zugeschaltet. Frei gibt es nicht, sondern es muss eben online ganz regulär am Unterricht teilgenommen werden. Klassenarbeiten werden weiterhin vor Ort geschrieben, es wird aber auf den passenden Abstand (hier eben meist ganz vorne/ganz hinten direkt am Fenster) geachtet.
    Fragt doch mal gezielt danach.

    Gruß

  30. Ältere Jahrgänge ins Homeschooling. Betreuung nicht notwendig. So werden die Busse leer und die Schulen hätten mehr Räume, um die jüngeren Klassen aufzuteilen.
    Kann doch nicht so schwer sein…

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