BERLIN. Die Corona-Zahlen sind durch den Teil-Lockdown nicht wie erhofft gesunken, sondern stagnieren auf hohem Niveau. Deswegen drehen Bund und Länder jetzt auch noch einmal an der Maßnahmen-Schraube bei den Schulen. Große Einschränkungen wird es aber nicht geben – keine einzige verpflichtende Schutzmaßnahme wurde vereinbart. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für den Schulbetrieb spielen weiter keine Rolle.

Schulen und Kitas in Deutschland sollen in der Corona-Pandemie auch weiterhin grundsätzlich geöffnet bleiben. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch bei ihrer Videokonferenz verständigt. Gleichzeitig verabredeten sie Maßnahmen, um Ansteckungen an Schulen einzudämmen. In der Summe bleiben diese aber eher zurückhaltend.
Laschet: Es wird keine pauschalen Maßnahmen für Schulen “in ganzen Städten” geben
So ist ein großflächiges Umschwenken auf sogenannten Wechselunterricht in Deutschland trotz anhaltend hoher Corona-Zahlen nicht geplant. Merkel und die Länderchefs vereinbarten, dass über solche Maßnahmen – bei denen etwa Klassen halbiert und abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet werden – weiterhin vor Ort und «schulspezifisch» entschieden werden soll. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte nach den Gesprächen, dies bedeute, dass es nicht um pauschale Maßnahmen für ganze Kreise oder ganze Städte gehe.
Zum Einsatz kommen soll Wechselunterricht zudem nur bei Schülern ab der 8. Klasse und wenn die Corona-Zahlen in einer Region extrem steigen. Als Grenze wird eine Zahl von 200 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern pro Woche genannt. Diese Zahl wird in den meisten Landkreisen Deutschlands laut aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts momentan nicht überschritten. Der sogenannte Hybridunterricht wird auch nicht verpflichtend, sondern nur als Beispiel für etwaige Zusatzmaßnahmen bei starkem Infektionsgeschehen genannt.
Das RKI sieht bereits ab einem Inzidenzwert von 50 für alle Schulen des betroffenen Gebiets eine generelle Maskenpflicht im Unterricht (also auch in Grundschulen) sowie Wechselunterricht vor, damit die Abstandsregel in den Klassenräumen eingehalten werden kann (News4teachers berichtet ausführlich über die Empfehlungen des RKI für den Schulbetrieb). Merkel hatte in der vergangenen Woche darauf gedrängt, dass die Länder die RKI-Empfehlungen einhalten.
Bund und Länder betonen in ihrem gemeinsamen Beschluss: «Das Offenhalten von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat höchste Bedeutung.» Mit Blick auf die Schulen wird betont, das Recht auf Bildung könne am besten durch Lernen und Lehren in Präsenz gewährleistet werden.
Maskenpflicht ab 7. Klasse bei “deutlich mehr” als einem Inzidenzwert von 50 – was immer das auch heißt
Zusätzlich vereinbart wurde außerdem eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 7. Klasse, ebenfalls abhängig von den regionalen Corona-Zahlen. Als unscharfe Grenze werden hier im Papier «deutlich mehr» als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner genannt. Allerdings gilt in den meisten Bundesländern längst eine Maskenpflicht im Unterricht und zwar schon ab der 5. Klasse, in Bayern sogar an Grundschulen. Keine flächendeckende Maskenpflicht im Unterricht gab es zuletzt nur noch in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.
Um die Zahl der Kontakte direkt vor den Feiertagen und damit die Ansteckungsgefahr im Familienkreis zu verringern sollen auch die Weihnachtsferien in fast ganz Deutschland gleichzeitig am 19. Dezember beginnen, dem Samstag vor Heiligabend. In mehreren Ländern, die das in den vergangenen Tagen bereits angekündigt hatten, werden die Ferien damit vorgezogen. Bremen und Thüringen behalten sich als einzige laut dem Beschluss vom Mittwoch vor, «eine länderindividuelle Regelung hinsichtlich des Ferienbeginns» zu treffen.
Bei Corona-Fällen an Schulen soll zudem künftig einheitlich vorgegangen werden. Schüler, die sich mit Corona angesteckt haben, sollen gemeinsam mit ihren Mitschülern – in der Regel die Schulklasse – sofort in eine fünftägige Quarantäne geschickt werden. Die Tage am Wochenende zählen mit. Nach fünf Tagen soll es einen Schnelltest geben. Ist der negativ, dürfen die Schüler wieder in die Schule. Wer positiv ist, soll alle drei Tage erneut getestet werden, bis der Test negativ ausfällt. Lehrer sollen dem Beschluss zufolge wegen «des zeitlich befristeten und anders strukturierten Kontakts» nicht in diese «Clusterisolation» einbezogen werden.
VBE-Chef Beckmann: Zweifelhaft, ob damit ein besserer Schutz für Lehrer und Schüler erreicht wird
Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, begrüßte die Möglichkeit, Wechselunterricht ab einer sogenannten Inzidenz von 200 Corona-Fällen einzuführen. Dies sei unbedingt angebracht, sagte er. Beckmann kritisierte aber die Einschränkung, dass dies erst ab der 8. Klasse möglich sein soll und nicht für Abschlussklassen. Das heiße, dass lediglich die 8., 11. und gegegebenenfalls 12. Klassen dies wahrnehmen könnten. «Ob das also die erhoffte Entlastung verspricht, bleibt fraglich.» Insgesamt zeigte sich der Verbandschef enttäuscht über die vereinbarten Infektionsschutzmaßnahmen für die Schulen. Wenn diese offengehalten werden sollten, brauche es einen besseren Schutz der Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler, sagte Beckmann. News4teachers / mit Material der dpa
Anstelle eines Kommentars zur Schulpolitik: Ein persönlicher Brief an die Ministerpräsidenten









Was bin ich froh, Herr Schultz, dass sie nicht an einer der Schulen meiner Kinder unterrichten. Besoldungsgruppe 12 oder gar 14 oder gar verbeamtet. Wenn ich augenscheinlich nicht weiß, wie der Schulbetrieb läuft, haben Sie keine Ahnung von Familienalltag mit 4 Kindern und einem Job E 5.
Der Punkt geht mir mächtig auf die Nerven, dass Geringverdiener*innen vorgeschoben werden. Gehöre ich auch dazu. Nie würde ich deshalb zulassen, dass mein Kind oder irgendwer sonst schwer krank wird. Und ich habe großes Mitleid mit denen, bei denen es nicht mehr klappt irgendwie das alles hinzubiegen, damit es noch reicht und die mit ihren Kindern leiden und nicht wissen was sie noch tun sollen. Aber unter den Geringverdiener*innen gibt es genauso auch solche,, die für ihren Wohlstand lieber die Gefahr und das Leid kleinreden. Was wird aus solchen Kindern, die mit der Gewissheit aufwachsen, dass sie noch nicht einmal von Eltern beschützt werden. Ein Teil wird sich hoffentlich emanzipieren – denen drücke ich echt die Daumen. Ein Teil wird kaputtgehen, denen drücke ich noch mehr die Daumen. Und ein großer Teil wird genauso narzisstisch später andere opfern- gute Voraussetzung für eine Ministeriumstätigkeit.
Die Politikverdrossenheit ist kein under und politisch gewollt. Nur mit einer apathischen bevölkerung kann man wmachen, was man will und bleibt an der Macht.
@bittedieTrumpsraus…
Sehr guter Beitrag. Es hat nichts mit dem Verdienst zu tun, ob man seine Familie schützen möchte. Es geht um die ethisch-moralische Werkseinstellung. Ist die defekt, wird man 400 Tote pro Tag und Infektionen an Schulen hinnehmen. Das Konstrukt der Verharmlosung gerät erst ins Wanken, wenn Covid einen selbst oder die eigene Familie betrifft. Noch läuft es sehr zynisch unter Rentensanierung (“sind doch alle schon Ü80, hatten Vorerkrankungen”…), bei weiterer Belegung der ITS wird das nicht mehr so sein.
@ “Das Konstrukt der Verharmlosung gerät erst ins Wanken, wenn Covid einen selbst oder die eigene Familie betrifft. … bei weiterer Belegung der ITS wird das nicht mehr so sein.”
… das wird noch nicht reichen, erst wenn die Triage kommt und Bilder wie im Frühjahr aus Bergamo bei uns über den Bildschirm flimmern, oder per Push-Nachricht auf dem Smartphone aufpoppen.
Dann könnte es soweit sein, dass manch einer ins Grübeln kommt, aber dann sind die Felle weggeschwommen und der volle Lockdown steht vor der Tür.
… denn so schnell werden nicht alle geimpft sein.
Wenn Sie die Bezüge von Wirtschaftsgrößen sehen, dann sind die Geringverdiener die MPs der Länder. Sie sollten nicht alles auf sich beziehen:)
Danke für Ihren sehr guten Kommentar.
Politiker sitzen eben nicht in Aufsichtsräten von Schulen, sondern in denen der Wirtschaft. Und die Wirtschaft will weiter funktionieren.
Dafür wird die Schule eben zur kostenlosen “Kinderverwahranstalt” umfunktioniert.
Dabei noch permanent zu betonen, dass es ihnen um das Wohl der Kinder ginge, ist mehr als verlogen.
Wie sehr unseren Politikern das Wohl der Kinder am Herzen liegt, haben wir über Jahrzehnte gesehen, als Turnhallen fast zusammen brachen, weil kein Geld dafür ausgegeben werden wollte, Schulen weiter geöffnet blieben, obwohl man wusste, dass es dort Asbestbelastungen gab etc etc.
Menschen, egal welchen Alters, in einer Stärke von 30 Personen in einem geschlossenen Raum zu stecken, verpflichtend! ( denn wir haben in Deutschland Schulpflicht und keine Beschulungspflicht, wo Eltern die Wahl hätten, ihre Kinder zu Hause zu beschulen ), und dann aber ausserhalb dessen festzulegen, dass man sich nur mit einer begrenzten minimalen Anzahl an Freunden treffen darf…. Wer soll das denn noch nachvollziehen können ???
Muss ein wirklich wirklich intelligentes Virus sein, dass sofort erkennt …” Oh, Schule, da steck ich Keinen an… Ich gehe lieber zum Supermarkt, da hab ich größere Herausforderungen, denn ich muss noch Masken und 1,50m Abstand überwinden, um die Leute dahin zu raffen ”
Wer aus der Politik wundert sich eigentlich wirklich noch, dass es den Menschen immer schwerer fällt, noch irgendwas zu glauben, wenn sie selbst doch offenkundig nicht an Erkenntnisse der Wissenschaftler glauben, und völlig unabhängig davon, Entscheidungen treffen, die hoch gefährlich sind.
Aber wenn eine alte Omi auf der Straße, an der frischen Luft, allein unterwegs, keine Maske trägt, dann Straßen aufrufen, als wäre diese an der Pandemie schuld.
Ihr Politiker solltet euch schämen, in Grund und Boden schämen für eure Bigotterie und eure unfassbare Ignoranz !
Hey komme aus Sachsen-Anhalt Also ich finde es halt scheiße ich bin 11 jahr alt und 6 Klasse ich kann das wort corona nicht mehr hören es nervt halt ich völlig überfordert ich sogar jetzt versetzungsgefärded?
@Vanessa
Liebe Vanessa,
nö, bist du nicht.
Unabhängig vom Bundesland: Niemand wird am Ende des 1. Halbjahres versetzt, das ist normal.
Versetzungen finden im Sommer statt, bis dahin ist es noch eine lange Zeit.
Willst du mal einen Tipp von Lehrerseite haben?
Echt? – OK:
Lass’ dich nicht kirre machen – versuche die Dinge, die von allen Seiten auf dich einprasseln möglichst gering zu halten.
Achtung, jetzt wird es blöd (Thema “Handy”):
1)
Mach zu festen Zeiten am Tag eine Handy-Pause.
Geh bei Tageslicht mal an die frische Luft und beweg dich (Radfahren, Spazieren gehen … wenn möglich dort, wo du auch mal ein Stückchen Wiese siehst, im Park oder so.). Das baut Stress ab. (Auch bei Erwachsenen, also ist das Erfahrung. Probier’s halt aus.)
Natürlich bleibt das Handy dann Zuhause.
2)
Schau dir auf deinem Handy nicht allen Katastrophen-Mist an.
Da kannst du vielleicht an den Einstellungen etwas ändern.
Vielleicht können deine Eltern dir dabei helfen.
3)
Sage das deinen Freunden.
Wenn die Freunde in einer ähnlichen Situation sind wie du, dann machen sie womöglich mit. Ihr könnt dann zu festen Zeiten am Handy sein, so verpasst keiner was.
4)
Macht feste Zeiten aus, wo ihr euch beim Lernen unterstützen könnt.
Z.B. kann man sich am Telefon auch Vokabeln abfragen.
Macht das zuerst. (Jeden Tag für die Schule 10 Minuten tun nicht weh, bringen aber nach ein paar Wochen eine Menge! Und es pusht das “gute Gewissen” und den Stolz, sich mal etwas Gutes angetan zu haben. DAS könnt ihr selber in den Griff kriegen.)
Danach (!) ist dann Freizeit.
Und zwar ohne schlechtes Gewissen oder Versetzungsstress.
Alles andere kannst du als Kind mit 11 Jahren nicht beeinflussen.
Aber in deinem nahen Umfeld mit deinen besten Freunden könnt ihr – auch gegenseitig – dafür sorgen, dass es euch selbst und den jeweiligen Freunden gut geht.
Unterstützt euch gegenseitig, dafür sind Freunde da.
Alles Gute für dich!
Lasch. Mehr gibt es nicht zu sagen. Viel zu lasch.
Ganz ehrlich?! Ich bin “gerade mal” 19 und ich bin einfach Maßlos enttäuscht von diesen “Politikern ” bis auf Merkel scheint dort keiner den Ernst der Lage zu sehen…
Den meisten scheint es nur UM das Geld VON uns Menschen zu gehen. Nicht um die GESUNDHEIT der Menschen.
Ich meine natürlich ist Bildung wichtig, gar keine Frage aber wir leben in einer Zeit wo es Dutzende anderer Wege gibt sich etwas anzueignen ohne das Leben derartig zu reskieren.
Ihr wollt die Zahlen wirklich senken?
Merkt man null von.
Ihr wollt das die Zahlen schneller und vor allem Stärker sinken?!
MACHT DIE SCHULEN DICHT!
Den alles was den Menschen, dennen was an ihren Liebsten liegt, bleibt ist Angst um Sie zu haben.
Dazu gehöre auch ich . (Es soll hier nicht um mich gehen aber das ganze macht mich kaputt und geht mir massiv auf die Psyche) ich habe Angst im meine Familie und meine Freunde.
Früher wurde uns beigebracht , wenn du krank bist halt dich auf Distanz. Heute wo ein Virus kursiert und wir damit nicht nur unser eigenes Leben riskieren ist das vollkommen egal.
DENKT DOCH MAL NICHT NUR AN EUER VERDAMMTES GELD.
Das Geld rettet euch auch nicht das Leben.
Und dann wird gesagt man soll Respekt vor älteren haben.
NEIN DANKE NICHT WENN UM DAS LEBEN DUZENDER MENSCHEN SO HERZLOS ENTSCHEIDEN WIRD.
Macht euch Mal Gedanken darüber. Denkt Mal an eure liebsten liebe Politiker.
Mit freundlichen Grüßen
L.
https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie
Bitte verbreiten Sie die oben genannte bundesweite Petition von Eltern unter Schüler*innen!!!!
Danke L. Meinem ältesten Sohn geht es genauso wie Ihnen. Die Politik verliert gerade ihre zukünftigen Wähler und die Gesellschaft das Vertrauen der jungen Generation.
Was ist so schwer daran zu beschließen, dass überall da, wo es kein festes Klassensystem (mehr) gibt, so also bei Kurssystemen Sekundarstufe II, unabhängig vom Infektionsgeschehen oder auch ab Inzidenz 50 im Ort die Abstandsregel wieder zu aktivieren?
Genau da sind Schüler, Lehrer sowie deren Familien einem erhöhten Risiko ausgesetzt, haben ganz viele täglich wild durchgemischte Kontakte durch mehrere Kurse am Tag.
Genau da würden die Schüler auch für ihren Werdegang durch diese Unterrichtsform nur profitieren. Sie werden bestens z.B. vorbereitet auf ihren eventuellen akademischen Weg.
Es hätte niemandem weh getan und neben einer Minderung des Infektionsgeschehens sogar persönlichen Nutzen für zeitgemäßes Lernen, Selbstbewusstsein über Respekt und Augenhöhe, Organisationsvermögen, Selbständigkeit, Erwachsenwerden gebracht … im Grunde was Tolles für die Älteren!
Im Kurssystem gibt es zwar feste Gruppen, aber eben ganz viele!
Die reaktivierte Abstandsregel hier hätte niemandem weh, stattdessen ohne Nachteile, sehr gut getan!!!
In der Sekundarstufe II lässt sich die (pädagogische) Bedeutung des Präsenzunterrichtes durchaus relativieren… da punktet der Hybridunterricht meiner Meinung nach ganz klar … nicht nur wegen des Infektionsschutzes!
Außerdem: weniger sinnlose Freistunden vor dem Schultor auf Decken sitzend oder unter dem Regenschirm gekauert aufgrund geschlossener Pausenräume, mehr seelische Gesundheit durch weniger Ängste und mehr Gelassenheit durch weniger sinnlose Kräfteverzehrung für ausfallende, fröstelnde Freistunden und unnötige Wege!
Stattdessen wird nun weiter rumgeeiert… und das so ohne jeglichen Nutzen!
Ganz, ganz schwach!
Ich bin Berufsschüler und Risikopatient im Ruhrgebiet, ich erlebe also aus erster Haut wie katastrophal die Situation ist.
An meiner Schule sind momentan 8 Klassen und fast die Hälfte der Lehrerschaft in Quarantäne. Zudem sind sehr viele Schüler und Lehrer erkältet oder haben die Grippe. Dauer Lüften, Durchzug, Kälte, nicht einhaltbare Abstands- und Hygienemaßnahmen sei Dank. Einzig und allein die Maskenpflicht kann einigermaßen eingehalten werden.
Die Schüler die im Digitalunterricht sind beklagen das ihre Noten darunter enorm leiden, wie ich bestätigen kann. Man bekommt weder alle Information, man weiß nur grundlegendend was im Unterricht besprochen wurde und die Technik streikt natürlich sehr oft (Moodle ist eine scheiß Plattform), bzw. der Schulserver frisst Emails und schmiert dauernd ab. Wenn man also sitzen bleiben will…
Das einzige was uns gerade den Arsch rettet, ist massiver Unterrichtsausfall. Anstatt einer 38h Woche habe ich diese Woche nur 12h, andere Klassen (vor allem Flüchtlingsklassen) haben ganz frei oder noch weniger.
Die große Mehrheit der Schüler an meiner und Schulen in der Umgebung muss den ÖPNV benutzen, denn es mangelt an solchen Kleinigkeiten wie sicheren Fahrradständern.
Der ÖPNV ist entsprechend überfüllt, ganz besonders zu den Stoßzeiten. Da die Taktungen oftmals alles andere als sinnig oder in kurzen Abständen sind, wartet kaum jemand auf die nächste Bahn, den nächsten Bus. Es gibt kaum Busse/Bahnen ausschließlich für die Schüler.
Ich glaube ich brauche keinem erklären wie toll dies für die Verbreitung von Krankheiten ist, oder?
Ich finde es völlig unverhältnismäßig und kriege richtig die Wut darüber, dass die Länder und der Bund hunderte Milliarden Euro für die Wirtschaft und sonstiges haben, aber nicht mal 1,5 um die Schulen mit Raumluftfiltern, Hygienemittel, Masken usw. auszustatten und vielleicht eine weitere Milliarde um eine Plattform für den digitalen Unterricht zu entwickeln.
Das Wohl auch kein Geld für Schulgebäude übrig ist, daran hab ich mich längst gewöhnt. Mein Schulgebäude ist wie über 80% aller in NRW baufällig und wird nur immer wieder geflickt und für benutzbar erklärt. Wenn man bedenkt wieviel Geld an Firmen geht, damit die ihre Gebäude sanieren können…
Ich setzte mich tagtäglich als Risikopatient einem enormen Risiko aus und hoffe inständig, dass ich mich nicht mit Corona infizierte, denn falls das passiert ist wohl zappenduster. Die Sterberate an Menschen die dieselbe Vorerkrankung haben wie ich isr hoch. Nur bleibt mir keine andere Wahl, außer sitzen zu bleiben (Digitalunterricht) oder die Schule zu verlassen. Beides keine Optionen.
Es ist ein Trauerspiel, es regt mich auf wie einfach mit der Gesundheit, gar dem Leben von Schülern, Lehrern und deren Angehörigen gespielt wird als wäre es nichts. Dieses ganze förderale Bildungssystem ist der größte Scheiß überhaupt und ich kann nicht verstehen warum die Bürger weiterhin Parteien wählen, die daran festhalten (CDU, FDP, AfD, teilweise SPD), nebst all dem anderen Scheiß den die abziehen und uns Bürgern damit das Leben erschweren.
Wenn es nicht mehr so gefährlich ist, werde ich versuchen Demonstration zu organisieren um endlich eine Wende einzuführen, für ein einheitliches, modernes Bildungsystem.
@Mario
Lieber Mario,
ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen, dass Sie – nebst Familie – gesund bleiben.
Ihren Frust kann ich nachvollziehen, diesen ganzen Mist (Corona kommt jetzt “on top”) gibt es schon seit Jahrzehnten und den haben Lehrer schon seit Jahrzehnten immer wieder beklagt – aber auch Verbesserungen gefordert.
Haben Sie nicht mitbekommen?
War auch selten mal interessant für die Medien jenseits von news4teachers.
Ich wünsche mir, dass von diesem ganzen Corona-Durcheinander wirklich etwas bleibt, nämlich Menschen wie Sie, die aus eigenen Erfahrungen lautstark berichten, wie es IN den Schulen aussieht.
Wie gesagt, Lehrer haben das schon lange getan – aber sie wurden (gerne hämisch) belacht im Stile von “Was wollen die faulen Säcke eigentlich noch alles?” und Lehrbashing macht halt erstens (recht vielen Leuten) Spaß und zweitens lenkt es vom eigentlichen Problem ab, indem die “veralberten Spaßbremsen und Heulsusen” lächerlich gemacht werden.
Wer lächerlich erscheint, muss ja nicht ernst genommen werden …
Halten Sie durch und sorgen Sie für frischen politischen Wind.
Aber seien Sie darauf gefasst, dass
1) Sie sich wenig bis gar keine Freunde damit machen,
2) Ihnen ein extrem kalter Gegenwind ins Gesicht pustet,
3) Sie – wenn die Maskenpflicht vorbei ist – sich stets dem Gefühl klar sein werden, dass (so sinngemäß sagte es mal Dieter Nuhr) Sie “dieselbe Luft einatmen, die schon einmal in einem anderen … also … ääääh … eigentlich will man das ja gar nicht so …”
(Damit möchte ich sagen, dieselben weltfremden Sesselpupser, die jetzt so toll – Ironie – für uns sorgen, werden ihre Sessel nicht freiwillig räumen.)
Aber hoffentlich nehmen Sie das nur als weiteren Ansporn!
Best wishes! 🙂
20 Quadratmeter pro Person in einem Laden. Und Sprotten-in-Winterjacke-plus-Kaputze-Style in der Klasse. Eine unschuldige Frage : sollten die Politiker nicht regelmäßig auf ihr gesundes Menschenverstand durchgecheckt werden? Eventuell noch ein IQ Test. Und Alufolien Verbrauch in der Pandemiezeit sollte auch überprüft werden. Sehr verdächtigt, muss ich schon sagen.
Warum wird immer vom Erwerb von Bildung gesprochen, wenn dann die jeweiligen “sales-points” nicht gleich behandelt werden.
Genauso wie beim Einzelhandel zwischen kleinen Geschäften und großen Verkaufsflächen unterschieden wird, kann man doch auch zwischen dörflichen Grundschulteilstandorten und großen Berufkollegs mit mehreren Schulzweigen differenzieren.
Warum müssen Auszubildende in den Ausbildungswerkstätten und an den Arbeitsplätzen von Unternehmen Abstand halten, dürfen nicht gemeinsam in einem Fahrzeug zur Berufsschule fahren, um sich dann aber unter Beachtung des Prinzips “Freunde trinkt in vollen Zügen” mit dem ÖPNV zum Gruppenkuscheln in den Viren-Lounges ihres BK zum Virus-Wichteln vor Weihnachten zu versammeln?
Und hier noch ein leichtabgewandelter Evergreen aus dem Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebes Wald und Holz in Nordrhein-Westfalen, frei nach W. Petry:
Am Weihnachtsbaume
Da hängt ‘ne Pflaume
Wie kommt die Pflaume
In den Baum?
Was soll Yvonne
Am Weihnachtsbaume?
Wer hat der Dame
Das erlaubt?
Hypothese: “wir schließen jetzt die Schulen ganz oder teilweise (Wechselunterricht) bis Ende Januar oder besser bis es wieder warm wird.” Und dann?
Die Masse der Eltern bleibt daheim, betreut ihre Kinder. Die Wirtschaft sinkt noch mehr, ergo noch mehr Staatsverschuldung. Wer erklärt bitte dem “normalen Volk”, dass der Lehrer weiterhin volle Bezüge erhält (für keine bzw. nur teilweise erbrachte Leistung), während alle “Daheimgezwungenen” mit Einbußen zu leben haben.
Zum Glück ist dies hier keine repräsentative Aufstellung aller Lehrer.
Eins sei noch denen gesagt, die hier aufrufen zur kollektiven Arbeitsverweigerung durch Krankschreibung: lasst euch bitte auch gleich einen Termin beim Amtsarzt geben und eure Diensttauglichkeit überprüfen.
@Otto,
Sie wollen, dass sich das Kanonenfutter nicht beschwert? Klappe halten, arbeiten, erkranken, im schlimmsten Fall sterben. Und das ohne Beschwerden. So kann man Ihren Beitrag zusammen fassen, nicht?
Danke. Über den Tellerrand schauen können ja viele nicht. Wenn ich so an meine Kollegen denke, ist das jetzt zum Glück nur ein kleiner Teil der Lehrer. Und es entspricht nicht der allgemeinen Meinung. Viele haben noch nicht verstanden, dass sie durch die Rahmenbedingung unseres Berufes an sich schon extrem privilegiert sind. Dementsprechend kann man auch Einsatz erwarten… wie kommt man eigentlich darauf dass Lehrer Kanonenfutter sind? Gibt es denn besonders viele Todesfälle unter den Lehrern? Mehr als in anderen Berufen? Meines Wissens nach ist das absolut nicht so…
Pepe,
die Todeszahlen der US/UK Lehrer und die steigenden Inzidenzen bei Beschäftigten im Bildungsbereich können Sie selbst googeln.
Die Zahlen stehen schlicht im Verhältnis zu denen der Gesamtbevölkerung…
Ach ja? Auch im Verhältnis zur Alterskohorte? Die Gesamtbevölkerung als Vergleichsgruppe macht hier wenig Sinn, denn es gibt keine Lehrer über 65 Jahre, und erst da geht die Sterblichkeit in der Gesamtbevölkerung erst in die Höhe, Sie Schlaumeier. Lassen Sie mich raten? Sport und Geographie, oder? (Mögen mir alle anständigen Sport- und Geographielehrer verzeihen!)
Pepe,
Mathe ist hoffentlich nicht Ihr Unterrichtsfach.
“Otto” :Und wo ist Ihr Problem genau? Die Schulen sind doch geöffnet.
Hey, danke für den Tipp, @Otto. Ich bekomme immerhin 2200€/Monat, wenn ich dienstunfähig werde und gar nicht mehr arbeite. Das reicht für eine kleine Wohnung am Strand. Und Ihre Kinder dürfen Sie dann selbst erziehen und ausbilden. Viel Spaß!
Was hab ich im Frühjahr zu hause nur falsch gemacht? Irgendwie haben meine Arbeitsstunden, die ich normalerweise erteile, gar nicht ausgereicht, um eine eigene Lernplattform zur Kommunikation zu finden und online mit meinen Schüler*innen einzurichten und zu nutzen. Nachdem das dann endlich lief, wurden die Schüler*innen mit Material versorgt und Rücksprache zu den Aufgaben gehalten – leider hatten meine Schüler*innen aber nicht die gleiche Arbeitszeit wie ich sondern eher so 16 – 22 Uhr. Und nebenher wurde mein Kind im Homeschooling unterstützt.
Ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass Beschulung von zu hause aus in der Regel nicht mit “keiner oder teilweise erbrachten Leistung” zu stemmen ist, wenn man seinen Job ernst nimmt.
Viele Arbeiten gerade im Homeoffice und auch dort wird auf erbrachte Arbeitszeit wert gelegt.
Nur weil wir damals von der Situation überfallen worden sind, ohne jemals eine Beschulung von zu Hause vorher angedacht zu haben, heißt das ja nicht, dass sich niemals was ändern wird und Lehrer*innen niemals Ideen entwickeln könnten, wie sowas besser funktionieren könnte.
Die Diskussion dreht sich doch vor allem darum, dass man als Arbeitnehmer durchaus ein Recht auf Gesundheitsschutz hat. Dieser wird in vielen Bereichen gewährt – nur eben komplett nicht in Schule. Und das Verständnis dafür, warum die Gesundheit von Lehrer*innen (Erzieher*innen, OGS-Angestellte…) im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen keinen Wert hat, schwindet langsam gewaltig.
Habe 2 Mädchen in der 4.Klasse. Wenn ich sie von der Schule abholen sagen mir Beide O-Ton. Mama ich bekomme keine Luft – ich habe mich in der Pause hingesetzt, weil mir deshalb schwindelig war usw. Ich entschuldige mich dann bei meinen Kids und schäme mich das ich tatanlos zusehen was mit meinen Kindern gemacht wird. Ich fühle mich hilflos!
Zu schnell abgeschickt: natürlich: abhole (und) tatenlos zusehe
Bei aller Liebe, Frau Sandra, wir Lehrkräfte sind nicht für Ihre Familienplanung oder Betreuungssituation verantwortlich. Und dafür setzen wir auch nicht unsere Leben aufs Spiel! Natürlich sehen wir Ihren Bedarf- wir habe auch Familien- doch sollte die Frage doch eine andere sein: Warum soll alles ohne Mehrkosten und Mehraufwand (außer vor Ort) geleistet werden? Ein paar Laptops oder Buskontingente sind lächerlich. Freistellung für Eltern, Personal für zusätzliche Betreuung von Kindern- das kostet und ist schwieriger als das Anordnen/ Ignorieren. Sie bellen also den falschen Baum an…..
Vor den Schulen machen Viren halt
An alle Eltern die sich so schlimm über die neuen Beschlüsse aufgeregt haben :
Wer hat in allererster Linie das Fuersorgerecht für die eigenen Kinder?
Die Eltern
Wenn ihr also nicht wollt, dass euere Kinder in einen überfüllten Bus oder Bahn steigen, dann fahrt sie selbst in die Kita und Schule und holt sie auch wieder ab.
Wenn ihr nicht wollt, dass sie in einer überfüllten Mensa zu Mittag essen, dann packt genug essen für den Tag ein und kocht abends.
Wenn ihr nicht wollt, dass sie in einer vollen Klasse mit und ohne Mundschutz sitzen, sich das Hinterteilchen abfrieren, wenn gelüftet wird, sie mit Freunden in den Pausen “kuscheln” usw. Dann lasst EUERE Kinder doch zu Hause!
Und findet Möglichkeiten, wie euer Kind an den Lernstoff kommt. Das ist euere Aufgabe! Euere Entscheidung! Ihr seid die Eltern! Es sind euere Kinder, um die ihr euch zu Recht Sorgen macht.
Wenn Alle Eltern, die sich hier hier besorgt geäußert haben, ihre Kinder zu Hause lassen, dann sind die Insassen von Bussen und Bahnen halbiert
Dann sind die Klassen halbiert
Dann sind Lehrkräfte und Erzieher entlastet
Dann ist ein Anfang gemacht!
Also: ihr habt es in der Hand
Und bevor ihr mich alle steinigt: ich bin 3fache Mutter und 4fache Oma und ich weiß, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
…und dann steht das Ordnungsamt vor der Tür und/ oder Polizei und holt die Kinder ab.
Ich fahre meine Tochter jeden Tag hin und zurück zur Schule, das macht 100 Kilometer am Tag, damit sie sich nicht fast eine Stunde lang in den überfüllten Bus quetschen muss, wie gerne würden wir sie zuhause lassen, doch leider geht das nicht mal eben so.
Seit März sind wir im Homeoffice, haben unsere Kontakte gegen Null gefahren und sind fassungslos, dass die Politiker ein inkompetenter, völlig lebens- und realitätsferner Sch…..haufen sind, die so leichtsinnig mit der Gesundheit aller umgehen.
Die Einzige, die mit gesundem Menschenverstand an die Sache herangeht, scheint Frau Merkel zu sein. Liegt mit Sicherheit daran, dass sie Physikerin ist und nicht ein Schwurbeljurist wie hier der Kultusminister in Niedersachsen.
Föderalismus in Pandemiezeiten ist der letzte Strunz……
Fachfremde Minister ebenso!
Es gibt auch Leute, die gehen arbeiten und können nicht jeden Tag Taxi spielen.
Hey warum zieht ihr diese Leute nicht an ?
Mit diesen Gesetzen währe d der Pandemie
wird mit der Gesundheit der Linder gespielt.
Habe selber 2. Oder soll man dem Staat erst den Rücken kehren. Lernt endlich mal wasvernünftiges zu erlassen. Und das man
jetzt das RKI ignoriert ist nicht gut. Oder sitzen da oben nur Professoren?
Diese tollen Kultusminister*innnen und Ministerpraesidenten informieren sich scheinbar nicht ausreichend ueber das taegliche Infektionsgeschehen.
KONSTANT UEBER TAEGLICH 22000 NEUINFEKTIONEN!
DIESE ZAHL SINKT SEIT WOCHEN NICHT!!! (jedenfalls nicht ausreichend)
LOCKDOWN LIGHT REICHT NICHT!!!!
LIEBE POLITIKER:sollen wir sehr bald noch 500 Tote oder mehr am Tag mit auf dieser Liste haben????
Was ist mit den Folgeschaeden fuer Infizierte, falls sie es auf Dauer ueberleben, dies muss auch vom Gesundheitssystem/der Gesellschaft /Wirtschaft getragen werden. Waere zum Wohle aller der Gesundheitsschutz nicht vorrangig zu behandeln.
Boa, ich hoffe, ihr koennt noch ruhig schlafen mit diesen Entscheidungen….
Wenn bei 75% der Fälle nicht nachvollzogen werden kann, wie die Infektionskette verlaufen ist, gleichzeitig festgestellt wird, dass mit abnehmendem Alter der Jugendlichen die Anzahl der symptomfreien Infizierten steigt, wie lässt sich dann sicher sagen, dass Infektionen über die Schule auszuschließen sind.
Wenn wir logisch vorgehen und darauf schließen, dass dieser leichte Lockdown keine Veränderung gebracht hat, müsste man schließen können, dass der Sport nicht schuld war, ggf. Auch dass die Gastronomie nicht schuld war. Wenn nun der Schluss wäre, es hält sich niemand an die Auflagen, deshalb müssen wir stärker sanktioniert… ok. Das nehme ich aber nicht wahr. Wenn ich vor einem Rätsel stehe und ein Lösungsansatz nicht funktioniert, versuche ich einen anderen Lösungsansatz… warum nicht auch die Politik…
Noch ein Nachtrag, wenn ich infwktionsketten nachvollziehen will, muss ich ALLE Kontaktperson 1.Kategorie testen und nicht nur in Quarantäne schicken…
Wenn die Kontaktpersonen überhaupt durch das Gesundheitsamt benachrichtigt werden. Mache nun persönlich die Erfahrung, dass dies nicht der Fall ist. Noch nicht einmal die APP zeigt rot.
Ich bin froh, dass meine Schule die Aussagen der Regierung ignoriert und Wechseluntericht begonnen hat. Heißt: Klassen werden in 2 Gruppen aufgeteilt. Sie wechseln sich wöchentlich mit Homeschooling und Präsenzunterricht ab. Dudurch ist die Wahrscheinlichkeit alle anzustecken viel geringer und die Sorgen sind ebenfalls etwas gelöst. Ich bin froh das meine Schule so handelt, denn 10-11 Stunden die Maske ohne Unterbrechung zu tragen ist nicht gesund. Wie unser Schulleiter sagte: ” Da ist es wahrscheinlicher sich andere Krankheiten durch die permanente Maske zu bekommen. Davon werden wir nur krank.”
super! Hoffentlich blüht Ihrer Schule nicht dasselbe Schicksal wie den Solinger Schulen
November 2020 um 11:41
Toller Schulleiter. Er wirft nicht einfach das Handtuch, wie sehr viele Lehrer hier fordern, sondern sucht nach konstruktiven Lösungen und hat wirklich seine Schüler im Blick, und nicht nur sich selbst
Wischt Euch doch bitte alle ‘mal wieder den Schaum vor dem Mund ab. Es gibt keine Schulschließungen, egal bei welcher Inzidenz. Es gibt in der Weihnachtswoche ab dem 20.12. zwei unterrichtsfreie Tage, in denen die Lehrkräfte Präsenzpflicht in der Schule haben, die ihrem aktuellen stundenplan entspricht. Am 22.12 sind das max. vier Unterrichtsstunden, da ab der fünften Stunde in der Regel eine verpflichtende DB angesetzt wird.
Schulscharfe Schließungen wird es unabhängig von dem 200er Wert nur geben, wenn die Zahl der infizierten oder oder in Quarantäne befindlichen Lehrkräfte so groß wird, dass eine Unterrichtsversorgung nicht mehr gewährleistet werden kann, selbst wenn Klassen zusammen gelegt werden.
200 infizierte SuS bezogen auf 100.000 SuS sind 0,2%. – Und dieser Wert ist laut MSB NRW bereits jetzt erreicht und wird als Erfolg gefeiert. Ist deshalb irgend etwas passiert, dass zu einer Verbesserung der situation beigetragen hat? Wurde die Zahl der Desinfektonsspender erhöht, wurde die Konzentration des Desinfektionsmittels angepasst oder sogar für ausreichenden Abstand innerhalb der Klassenräume gesorgt?
Diese Idioten leben schlichtweg in einer Regenbogenwelt und wissen nicht im geringsten, wie es mitunter an den Schulen aussieht.
Ich bin selbst Schüler und musste mit erschrecken feststellen, dass in unserer Schule nicht mal ansatzweise auf Hygiene geachtet wird (noch weniger, als in der ersten Welle). Weder gesäuberte Toiletten, noch Klopapier oder Desinfektionsmittel. Stattdessen müssen wir ohne Maske und mit über 20 Personen zusammengequetscht in einem vollkommen ausgekühlten Klassenzimmer hocken, obwohl im Landkreis die Zahlen bereits seit längerem durch die Decke gehen und viele Klassen unserer Schule bereits in Quarantäne stecken! Diese Schule ist ein einziger, riesiger Infektionsherd…
Keiner von uns traut sich mehr in dieses Gebäude und es ist traurig zu hören, dass mal wieder von der Politik NICHTS dagegen gemacht wird. Stadessen wird so getan, als ob dieses Virus vor Schulen halt macht! Momentan hat sich meine komplette Klasse krank schreiben lassen, weil es zu viel Risiko darstellt, kurz vor den Prüfungen dort hin zu gehen und viele der Familienmitglieder zur Risikogruppe zählen.
Gesundheitsämter, Lehrer und Ausbilder ignorieren unsere Sorgen komplett! Wann wacht dieses Land endlich mal auf und sieht ein, dass es so nicht mehr weiter gehen kann?!
“Diese Schule ist ein einziger, riesiger Infektionsherd…”
Na, dann muss man sich doch keine Sorgen machen. Wenn es schule ist, dann ist der herd doch kaputt und es kann nichts anbrennen.
Im übrigen haben selbst größere Schulen mit mehr als 1.000 SuS maximal eine Schulküche mit 4 Kojen, so dass lediglich jeder zweite Hauswirtschfaftskurs praktisch arbeiten kann. Das ist der gewollte Hybridunterricht. Ungewollt ist, dass die 50% der SuS, die nicht in der Küche unterrichtet werden können, dies zuhause am heimischen herd erledigen. So geht Schulpolitik!
Ein weiteres Armutszeugnis unserer Politik, liber nichts machen und den Kopf in den Sand stecken.
Man hat schon vor Monaten verschlafen Maßnahmen zu ergreifen, Fernunterricht zu ermöglichen, Lehrer darauf zu schulen etc. Und jetzt, nichts daraus gelernt und es wird so weiter gemacht. Bravo! Dem Politiker passiert ja nix, der sitz zu Hause, auf Kosten des Steuerzahlers top medial ausgestattet und erhält regelmäßig sein Gehalt; was ihm angesichts dieser Arbeitsweise in keinster Weise zusteht.
Bitte alle hier unterzeichnen und kommentieren!!!
https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie
Dass unsere Situation an den Schulen prekär und aktuell absolut nicht einfach ist, bestreitet keiner, dennoch verstehe ich meine Kollegen hier nicht, die Schulschließung fordern, sich krankschreiben lassen wollen oder die nächsten Arbeitsjahre aus Rache mit Minimalaufwand betreiben. Ich bin Lehrer geworden, weil ich etwas Gutes tun und an gelungenen Biografien mitwirken wollte.
Beim Lesen hier entsteht der Eindruck, dass es für viele Kollegen inakzeptabel ist, für diese Zielsetzung eine belastende Phase auszuhalten. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Rahmenbedingungen unser Arbeit vor Corona nicht die Schlechtesten waren. Dienstfreie Woche, Gehalt, kein so enges Zeitkorsett usw. stehen zumindest den zunehmenden Belastungen in den letzten Jahren gegenüber. Dennoch sind es Privilegien und nun heißt es zum Wohle der Kinder den Hinter zusammenkneifen und das Beste daraus machen. Bei der Einstellung mancher hier, würde in der freien Wirtschaft nicht lange gefackelt…
Unter meinen Freunden und Bekannten sind neben vielen Lehrern, Managern und angestelleten in verschiedenen Bereichen auch drei Ärzte, eine Krankenschwester, alle auch im kritischen Bereich, sind ein Kitaerzieher, Sozialpädagogen, sowie Pädagogen und Leiter an privaten Berufsschulen sowie in der Erwachsenenbildung. Viele davon, vor allem die Lehrer im privaten Bildungsbereich, haben weitaus schlechtere Bedingungen am Arbeitsplatz, von den Ärzten und der Leitung (die wiederrum ganz andere Arbeits- und Urlaubszeiten haben wie wir) abgesehen, träumen die von meinem Gehalt, dennoch ist das Jammern in diesen Brachen nicht halb so ausgeprägt.
Wieso wird hier von Kanonenfutter oder Opferlamm gesprochen? Keiner meiner Kollegen an der Schule ist bislang ernsthaft erkrankt. Wir hatten einen Positiven Test bei einem Lehrer (neben vielen Negativen), aber der hatte keine Krankheitssymptome. Jeder Todesfall ist schlimm und eine Katastrophe, vor allem wenn er vermeidbar war, aber hier wird gerade so getan, als würden wird wie die Fliegen erkranken und gar sterben. Dem ist aber absolut nicht so.
Auch bei den vielen hier zitierten gefährdeten Eltern handelt es sich allenfalls um eine subjektive Wahrnehmung oder Ahnung.
Todeszahlen im Zusammenhang mit Corona seit März:
40 Menschen zwischen 30 und 39 Jahren
130 Menschen zwischen 40 und 49
1279 zwischen 60 und 69
Andere Altersgruppen dürften weder Eltern noch Kollegen betreffen. Ohne Frage, jedes Opfer ist eines zu viel, aber bei einer Schulschließung sind die Opfer langfristig erheblicher. Das sollte klar sein…
Wie kann man hier behaupten häusliche Gewalt hat nichts mit dem Lockdown zu tun? Ehrlich, Kollegen? Ich weiß durch viele Gespräche mit Kindern und Eltern, wie angespannt die Situation zu Hause war. 24 Stunden zusammen. Eltern mit finanziellen Ängste oder 8 Stunden straff im Homeoffice, dazu Schulaufgaben die gerade bildungsferne Familien überfordern, Kochen, Haushalt, Sozialstress…
Insgesamt Arbeitslosigkeit, Suchterkrankungen, Suizide, Wohnraumprobleme, Gewalt, sinkende Gehälter. Das wird alles noch nicht einmal mit einbezogen und entspricht damit nicht den 3 Standbeinen einer Pandemiebekämpfung, die eben nicht nur auf Vermeidung abzielt, sondern auch Langzeiteffekte einbezieht…
Ich als Lehrer möchte „meinen“ Kindern das ersparen. Es macht mich traurig, wie diese Aspekte hier ausgeblendet und kleingeredet werden. Vieles was hier steht ist durchaus richtig und es gibt Grund zum Unmut, dennoch sollte man in seine Gedanken und Meinungsbildung auch andere Perspektiven einbeziehen.
Und noch etwas, Schulschließung ist für die Wirtschaft katastrophal, ja es sind banale Gründe, aber ohne Wirtschaft würde es weder unseren Staat, unser Gesundheitssystem (was vergleichsweise gut, aber für Covid 19 nicht gut genug ist) und auch nicht unsere Privilegien als Lehrer geben. Es geht hier nicht um optimale Lösungen, sondern nur um Schadensbegrenzung. Seien Sie alle froh, dass wir in Deutschland leben, und nicht Peru oder sonst wo…
Herr Pe, Sie stellen korrekt fest, dass unser Gesundheitssystem nicht gut genug sei für Covid 19. Die deaktivierte Abstandsregelung in den Schulen ist z.Zt. der größte Störfaktor in der Pandemieeindämmung.
Jeder Schulleiter, jeder Lehrer macht sich zum Täter (weil er die Sicherheitslücken akzeptieren muss) und ist Opfer (da er mit erhöhtem Risiko an Covid 19 erkranken wird) zugleich. Und Sie meinen, man sollte sein Schicksal tapfer ertragen?
Das nicht zu tun, hat mit Veranwortung zu tun…für sich selbst, für die anvertrauten Schüler, deren Familien, aber nicht zuletzt für ALLE, DIE ZURZEIT UND DEMNÄCHST EIN INTENSIVBETT BENÖTIGEN! Gerade um Letzteres geht es immer …nur soviel Infektionen, wie das Gesundheitssystem verkraften kann. Das geht SO, wie es jetzt ist, laut RKI mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gut aus. Die Empfehlungen des RKI sind doch nicht aus der Luft gegriffen.
Lob und Anerkennung für jemand der bereit ist sein Leben für die Bildungsgerechtigkeit hin zu geben.
Es ist durch gesickert, dass die Kultusministerien für solch vorbildliche Pädagogen schon eine Reihe von Auszeichnungen vorbereitet haben.
– Für Personen die sich nicht infizieren: Den Gefriefleischorden mit offenem Fenster
– Für Personen die es trifft: Das Beatmungsgerät am Bande
– Für die die es ganz hart trifft schickt das Ministerium natürlich einen Kranz und eine Karte in der der tiefempfundenen Trauer Ausdruck gegeben wird. Persönlich Ansprachen durch Ministerialbeamte am Grab sind leider nicht möglich. Infektionsgefahr bei so vielen Lehrern.
Zusätzlich kommen sie natürlich in den uneingeschränkten Genuss des dreistufigen Belohnungssystems für vorbildliche Lehrkräfte:
1. Der Dank des Vaterlands.
2. Der Kultusminister schließt sie in sein Nachtgebet ein.
3. Nach dem Ableben erfolgt der sofortig Einzug in den Lehrerhimmel.
Ich verzichte auf all diese Vergünstigungen und begnüge mich mit dem Gedanken, dass ich das hier hoffentlich halbwegs gesund überstehe und noch ein paar Jahre für meine echte Familie da sein kann.
Sie werden immer jemand finden, dem es noch schlechter geht. Deswegen sollen wir jetzt den Mund halten? Gab es nicht mal eine Zeit, da wünschte man sich, dass es allen immer besser ginge? Deswegen bin ich Lehrerin geworden, dass die Zukunft unserer Kinder und Schüler eine bessere sei.
Da freut sich aber der Kapitalismus, wenn sogar die Lehrer nun Denk- und Sprechverbote aussprechen, was den Schutz von Risikogruppen und den gesetzlich verankerten Arbeitsschutz betrifft.
Herr Pe,
relativieren Sie weiter. Ich kann Ihnen versichern, dass bei Zuständen wie an Schulen in der Wirtschaft tatsächlich nicht gefackelt würde. Der Laden würde aus Infektionsschutzgründen dichtgemacht!
Respekt Herr Pe und ich ziehe den Hut vor Ihnen. Sehr sehr gute Worte.
Die Toten zwischen 50 und 60 haben Sie vergessen. Auf den Intensivstationen mehren sich die Fälle mit diesem Alter. Kürzlich gelesen, dass in Essen auf der ITS das Durchschnittsalter der Intensivpatienten bei Anfang 50 liegt.
Mal was zur aktuellen Lage:
„Auf der High-Care-Unit der Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe ist der Anteil der Covid-Patienten in den vergangenen zwei Wochen von 20 auf 60 Prozent gestiegen.
Da jetzt alle ECMO-Geräte im Einsatz seien, gebe es aktuell keine weiteren Kapazitäten mehr für kritisch kranke Patienten, erklärt Stationsleiter Niclas Frie im Interview.[…] Patienten zwischen Mitte 40 und Mitte 70, alle mit kritischen Verläufen. Alle sind an die ECMO angeschlossen …“
https://www.rnd.de/gesundheit/corona-auf-der-intensivstation-haben-keine-kapazitaten-fur-kritisch-kranke-patienten-TVGC6JWABRCUJOLIMRD24244RY.html
In unserem Kollegium ist ein sehr hoher Anteil zwischen 50 und 63. Zu großem Teil mit pflegebedürftigen Familienangehörigen, die noch weit älter sind.
Ebenfalls zur aktuellen Lage.
(@Doktor_FreakOut) hat getwittert: Habe gestern mehrere stationäre Pflegeeinrichtungen besucht und dort Patienten behandelt und auch Todesfeststellungen gemacht. Alles Covid-Patienten. Gespenstisch und heftig. Das kommt nicht ansatzweise an irgendeine Grippewelle ran. Die Alten sterben wie die Fliegen. https://twitter.com/Doktor_FreakOut/status/1331852704214372352?s=20
So kurz dargestellt finde ich es gerade noch erschütternder.
Viele Familien haben auch in Deutschland Risikopatienten als Familienmitglieder. Es geht darum, dass es jenen Familien einfach nicht zugestanden wird, über die Präsenzpflicht ihrer Schulkinder SELBST entscheiden zu können…
Der Plan geht so:
Ab Ende Dezember/Anfang Januar beginnt die Impfkampagne.
Das Hin- und Herdiskutieren, Abwarten und Daumen drücken geht weiter, bis dann alle geimpft sind – neue Maßnahmen? Brauchen wir ja jetzt eigentlich nicht mehr – das Ende ist ja abzusehen.
Danach das große Aufatmen, dass alles doch nicht so schlimm war, und wir gehen zur Tagesordnung über.
Danke, Rabe, du sagst: “bis dann alle geimpft sind”, “das große Aufatmen” – aber sind die Corona-Massenimpfungen wirklich das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels?
Es werden sich nicht alle impfen lassen wollen bzw. können – und, Rabe, hast du die ggf. auftretenden Impfschäden bedacht, die sich vielleicht erst nach Jahren zeigen?
Einige der geplanten oder bereits angelaufenen klinischen Impfstoffe modifizieren die genetischen Abläufe der zellinternen Kommunikation mit dem Ziel, die menschlichen Körperzellen jene Substanzen selbst fabrizieren zu lassen, die bisher, mit der konventionellen Impfung, von außen zugeführt wurden. Einige oder viele – welche, wie viele? – Zellen des geimpften Menschen werden neu programmiert und verwandeln sich in kleine Bioreaktoren. Im lebenden Menschen also arbeitet dann jede dieser Zellen als eine kleine Impfstofffabrik. Nicht das Hühnerei oder der technische Bioreaktor wird die Impfstoffe herstellen, wie die optimistischen Erfinder glauben, sondern unsere genetisch aufgepeppten, unsere geimpften Körper.
Per Impfung, so wollen oder jedenfalls so betreiben es mehrheitlich auch Deutschlands Politiker, werden den Bürgern genetische Programmcodes eingeschleust, die in den Zellen etwas Körperfremdes und Neuartiges herstellen, gegen das sich unser Immunsystem wehren soll. Damit werde, so die kühne These einiger Wissenschaftler, das menschliche Immunsystem gegen die Merkmale des Erregers trainiert und sensibilisiert.
Doch was geschieht dem Geimpften, wenn dessen modifizierte Zellen von seinen Abwehrzellen, wie bei einer Infektion, als etwas Fremdes bewertet, angegriffen und vernichtet werden? Kann eine schwere Autoimmunreaktion die Folge der Corona-Impfung sein?
Corona-Impfstoffe … man sollte vielleicht nicht allzu optimistisch sein.
Ein paar andere gibt’s da ja zum Glück auch noch in der Entwicklung.
Der Vektorvirus-Impfstoff, egal ob nun replikationsfähig oder nicht, überzeugt mich auch nicht, der mRNA ist unkritischer, aber wenn man besonders argwöhnische Immunzellen hat… Für mich dann wohl eher so eine Antigenproteinhülle aus der GMO Dose mit organischen oder konventionellen Adjunvantien. So ein schickes oldschool abgetoetetes Virus aus China wäre auch was- aber ob das die Regierung einkauft ist fraglich.
Allen Impfstoffen wurde bisher ein guter Lungenschutz attestiert, Nasenrachenraum ist eher die Schwachstelle, d.h. auch nach Impfung kann das Virus dort replizieren und man kann dementsprechend weiterinfizieren- also nichts mit “indirekt Ungeimpfte schützen”. Vielleicht ändert da ein Impfstoff mit Sprayapplikation diese Schwachstelle. Regelmäßige Auffrischung/Anpassung wie bei der Grippeimpfung muss auch sein.
Mehr Mutationen sind unter gesteigertem Selektionsdruck auch nicht unwahrscheinlich…deshalb: so schnell wird das nicht gehen Sars Cov2loszuwerden. Man muss sich also um Kindertagesstätten und Schulen nachhaltig kümmern. Und besser macht man das jetzt, wenn man doch noch ein Gewissen besitzt.
Mein liebet Wilwerscheid, hast Du die Ironie in meinem Ton nicht bemerkt? Ich bin Impfbefürworter, aber dieser ‘Plan’ war den Politikern ironisch unterstellt … dennoch hast Du mit dem, was Du zu den Impfstoffen etc. sagst, sicher teilweise recht!
Es ist im Grunde ganz einfach, wie man das Verhalten unserer Politiker bestrafen kann:
Nächstes Jahr ist Bundestagswahl. Einfach merken und diese Idioten/Parteien nicht mehr wählen. Ganz einfach.
Und: die Wähler von morgen sind die Schüler von heute, denen man das Verhalten der entscheidenden Minister, die einfach den Rat des RKI – über Leichen gehend – ignorieren, nicht erklären kann! Sowas kann man nicht vergessen.
Welche Leichen meinen Sie denn? Immer dieser POPULISMUS… Die Nebenwirkungen der Corona massnahmen und letzten Schulschließung werden Sie nicht meinen… Kann Ihnen ja egal sein…
Lieber Peisel,
das ist im Deutschen eine hier sehr passende Redensart und keineswegs populistisch ambitioniert. Sie bedeutet, dass jemand immer weiter zum Angriff schreitet in einer Schlacht, obwohl schon eigene Leute tot vor ihm auf dem Boden liegen, was dem Syononym von Skrupellosigkeit gleichkommt. Und Skrupel lassen sich bei der Missachtung der RKI-Empfehlungen trotz der gegenwärtigen Entwicklung von steigenden Todeszahlen und knapper werdenden Betten auf den Intensivstationen bis auf ganz wenige Minister und unserer Kanzlerin nicht erkennen. Gestern waren es laut RKI 389 arme Menschen, die in Zusammenhang mit Covid-19 allein in Deutschland verstorben sind, vorgestern waren es 410 arme Menschen. Morgen werden es wie viele sein? Und es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch länger so weitergehen. Man könnte diese fürchterliche Entwicklung stoppen, so hat auch das Frühjahr gezeigt, wenn man mindestens auf die Empfehlungen der Virologen und Epidemiologen hören würde, was Sie scheinbar genau wie so manche Minister anders sehen. Stattdessen versucht man erstmal faule Kompromisse durch Zahlenmodifikation und landet dann vermutlich tatsächlich noch bei Komlettschließungen, um Neuinfektionen zu unterbinden. Und damit geht man nochmals über Leichen, aber einer anderen Art der existenziellen Bedrohung, die es auch jetzt schon gibt, die aber NOCH durch Finanzhilfen etc. abgefedert wird. Ich hoffe, ich bin Ihnen keine Antwort schuldig geblieben, WIE ICH WEN gemeint haben könnte, auch wenn Sie es vermutlich gar nicht wirklich so genau wissen wollten.
Juckt doch nicht; eine Legislatur dauert 4 bis 5 Jahre. Bis die SuS im Land oder im Bund wählen dürfen müssen sie erst einmal 18 werden, wobei sie bis zur 10. Klasse bzw. 10 Vollzeitschuljahren vollzeit-schulpflichtig sind sowie weitere 2 Schuljahre bis zum Ende des Schuljahres, in dem sie 18 Jhre alt geworden sind, schulpflichtig.
Bis die heutigen SuS – zumindest der größte Teil der jetzigen Schülerschaft – wahlberechtigt ist, sind die Zeiten zur Anerkennung von Ansprüchen auf Ruhestandsbezüge der derzeitigen Politiker längst erreicht.
Huhu dickebank,
Abi und Ausbildung machen schon einige…
https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie
Mitzeichnen!!!
Söder eben in der PK: „Corona ist eine potenziell tödliche Herausforderung“. Super, dass man die Massenveranstaltung Schule und alle daran Beteiligten so toll vor dieser Gefahr schützt. (Ironie off)
Thüringen behält sich “eine länderindividuelle Regelung hinsichtlich des Ferienbeginns” vor. Heißt wohl sicher für uns, dass wir bis 22.12. ohne Maskenpflicht, Abstand, also weiter ungeschützt in der Schule sind. Meine 82jährige allein lebende Mutter wird dann also Weihnachten auch allein verbringen.
In NRW sind auch die Lehrer bis 22. ungeschützt in der Schule, es wurde nämlich Dienstpflicht angeordnet. Geschützte Weihnachtsfeiern sind offensichtlich nur für Schülerfamilien notwendig.
Also zwei Tage Dienstbesprechung statt zweistündiger, weihnachtlicher Dienstbesprechung am 22.12.2020 in der 5. und 6. Stunde mit besinnlichem Jahresrückblick und Virenaustausch.
Herz, was willst Du mehr.
Die Frage, ob es den Weihnachtsmann gibt, hat schon vor mehreren Jahrzehnten ein Redakteur der (ich meine) Washinton Post in einem offenen Brief an eine jüngere Leserin geklärt.
Wie es mit der Weisheit des MSB bestellt ist bzw. ob es eine Form von Intelligenz in der Völklinger Straße in D’dorf geben könnte, ist zum derzeitigen Zeitpunkt der Untersuchungen noch offen.
Ob sich offene Schulen und geschlossene Abteilungen in Landeskliniken vergleichbar einstufen lassen, ist eine Frage der Betrachtung, letztendlich aber eine Folge von “Wahnsinn”.
Individueller Wahnsinn führt in die Geschlossene,
kollektiver Wahnsinn führt zum Regelbetrieb offener Schulen in Zeiten der Pandemie.
Söder eben in der PK: Alle sollen ein Wohl im Blick haben, das Wohl der Schülerinnen und Schüler…. Wir folgen den Empfehlungen [der Leopoldina, des Helmholtz-Zentrums] überall, ab 200 in den Hotspots…..Neue Regel: Klassen nur für 5 Tage in Quarantäne, dann Schnelltest, was insgesamt zur Entspannung beiträgt….
In Berchtesgaden gingen die Zahlen mit Schulschließung ganz schnell runter wegen der umfangreichen Kontaktreduktion…
Hä??????? Und Konsequenzen???
Da sieht man mal wieder das unsere Kinder in diesem Land nichts wert sind…
Hauptsache unsere Herren und Damen Politiker können ihre Diäten einstreichen…
Wir werden belogen und verarscht. Die Zahlen werden manipuliert. Hier in Nordhessen beträgt die vom Landkreis veröffentlichte Inzidenz 137, in der Hessenschau 121. Jeden Tag sind die veröffentlichten Zahlen geringer als sie wirklich sind. Viele Fälle werden nicht einmal aufgenommen. Zum Beispiel kehrte ein Mädchen in meiner Klasse nach 3 Wochen Quarentäne zurück. Beide Eltern wurden positiv getestet. Sie und ihre drei Geschwister hatten alle Symptome, aber das Gesundheitsamt weigerte sich, sie zu testen. (Kinder bekommen keine Korona!)
Ich bin fassungslos über die Inkompetenz, Täuschung und Rücksichtslosigkeit der KMs.
Ich amüsieren mich echt, dass unsere Minister sich per videokonferenz austauschen und wir sitzen acht Stunden …täglich..mit jeweils 30 Leuten auf engstem Raum…prima..oder
Was sollen denn Kassiererinnen, Postboten, Ärzte und Pfleger sagen? Sich auch krank schreiben lassen, wie hier von manchen vorgeschlagen wird? Was erwarten Sie? Dass die Schulen bis März dicht gemacht werden und die Kinder völlig verkommen?! Bildung ist systemrelevant, daher sollen alle Lehrer bis 60 Jahre auch arbeiten! Und die Krankheit ist für die meisten (über 80%) wie eine normale Grippe – kein Grund jungen Menschen die Zukunft kaputt zu machen.
@Molly Gerald
Hallo Molly,
den Stuss hatten Sie doch in ähnlicher Form schon vor gut einer Woche rausgelassen?
Hausaufgaben immer noch nicht gemacht?
Die von Ihnen genannten Berufsgruppen müssen sich nicht mit ca. 200 Personen pro Woche in 45 Min.-Einheiten in wechselnden Gruppen zu 30 Personen in 60 qm-Räumen aufhalten, ohne Plexiglas, ohne Arbeitsschutzmittel vom Arbeitgeber usw. Das sind entscheidende Unterschiede in der Pandemie.
Darauf könnte man kommen, wenn man darüber nachdenkt. Aber Lehrer abwerten ist ja viel schöner, gell?
Lehrer sind nicht verantwortlich für die Erziehungsschwäche mancher Eltern und auch nicht für häusliche Gewalt. Es sind die Eltern selbst. Und bei denen muss man ansetzen, wenn man diese Missstände wirklich beheben will, statt Schule als Notnagel dafür herzunehmen.
Und ebenso wenig sind Lehrer verantwortlich für schlechtere Zukunftsaussichten aufgrund der Corona-Pandemie, sondern das Virus (und die Unfähigkeit unserer Landesfürsten).
Aber Verantwortlichkeiten zu erkennen und abzugrenzen, Verantwortung für sein eigenes Tun zu übernehmen usw. ist ohnehin schon lange aus der Mode gekommen.
Und ihr Vergleich von Corona mit einer Grippe ist schlichtweg falsch. Aber auch das kann man wissen, wenn man es denn will.
Molly Gerald,
lassen Sie doch bitte in Zukunft bei den üblichen Leerdenker Phrasen den unsäglichen Grippeverweis weg. So offen muss man doch wirklich nicht preisgeben, dass man nicht die hellste Kerze ist.
Wenn Kinder übrigens bei einigen Wochen Fernunterricht “verkommen”, liegt das nicht an der Schule, sondern an der Familie. Diese Probleme lösen besser Psychologen, nicht Lehrer.
Für alle anderen Familien ist es manchmal anstrengend und nervtötend, aber kein Weltuntergang. Mir ist es in einer Pandemie wichtiger, meine Kinder zu schützen und geschützt zu wissen. Das waren sie in den Schulen nicht. Schule lässt sich nachholen. Die Toten kann man aber nicht mehr zurück holen.
Was kann man erwarten? Den größtmöglichen Schutz für jeden , was sonst? AHAL … verpflichtend für jeden Bürger – nur für Schüler derzeit zu gewissen Uhrzeiten leider zwischenzeitlich nicht, nämlich dann, wenn sie in vollbesetzten Klassenzimmern Unterricht haben. Das muss man ändern.
Erwarten kann man auch, dass man die Gefährdeten besonders schützt, auch wenn es, wie Sie sagen ” nur” 20 % sind. Rechnen Sie mal … 20 % von 83 Millionen … und dann halten Sie mal diese ganzen Menschenleben gegen ZWEI nicht optimal gelaufene Schulhalbjahre, denn mehr ist es nicht. Optimal ist in einer Pandemie aber nichts! Die an Covid 19 Verstorbenen haben aber wirklich keine Zukunft mehr, gar keine…im Gegensatz zu den allermeisten Kindern.
Wenn wir jungen Menschen den Gesundheitsschutz vorenthalten, machen wir ihre Zukunft kaputt!
Schulen kann und soll man offenhalten, jedoch mit Schutzmaßnahmen. Und diese Schutzmaßnahmen – kleinere Klassen, Luftfiltergeräte, Plexiglasscheiben, Digitalunterricht – werden uns versagt, weil Politiker*innen kein Geld in Familien investieren wollen. Wir sollen so lange an der Kasse sitzen, Briefe austragen, Kranke versorgen etc., wie wir können. Und wenn wir dabei sterben, kräht kein Hahn danach.
Was glauben Sie, warum die Zahlen der Neuinfektionen nicht heruntergehen – und das, obgleich in den letzten Wochen durch die veränderte Teststratgie des RKIs nur noch Menschen mit deutlichen Symptomen getestet werden? Weil sich Kinder in Schulen anstecken und dann wieder ihre Eltern anstecken. Und die sitzen an der Kasse, tragen Briefe aus, versorgen Patienten etc.
Lehrkräfte und Eltern fordern, dass präventiv, das heißt: vorsorglich, gehandelt wird. Dafür hat das RKI sich Maßnahmen überlegt. Diese Maßnahmen werden aber von den Landesregierungen nicht umgesetzt. Nur Frau Dr. Merkel wollte diese Regeln umsetzen, um die Menschen in Schulen zu schützen.
Und diesen Irrsinn beklagen wir in diesem Forum.
Durchschnittsalter der Covid- Intensivpatienten liegt z.B. in der Uniklinik Essen bei Anfang 50. Den Link hatte ich mehrfach hier im Forum gepostet. In Thüringen sind schon fast 20% der LehrerInnen über 60! Und ein großer Teil dazu zwischen 50 und 60. Bitte mal logisch weiterdenken… und bisher keine Maskenpflicht im Unterricht, kein Abstand bei 30 Mann in der Klasse, randvolle Schulbusse, kein Plexiglas, keine Luftreiniger, keine ffp2 – Masken von Dienstherrn, in Phase Grün alle im Unterricht, auch Risikopersonen unter Schülern und Lehrern.
Ach Molly ist auch wieder dabei. Wie schön.
Die gewohnte Ignoranz … Mir wird schon wieder übel. Ich wiederhole mich dann auch: Nimm doch bitte den Aluhut ab, dann kommt mehr Luft ans Hirn
Geh doch wieder zu Telegramm, da kannst du dein Geschwurbel besser an den Mann bringen.
@Molly. Postboten haben praktisch keinen Kontakt zu anderen, lassen Pakete vor der Tür (das Signieren ist viel zu riskant). Kassierer sitzen hinter Plexiglas und alle Kunden tragen Masken. Ich habe größten Respekt vor Ärzten und Krankenschwestern, die auf den Intensivstationen gegen Corona kämpfen, aber alle anderen Arztpraxen sind äußerst sicher und äußerst hygienisch (man kann nur mit unserem Hausarzt sprechen, wenn man draußen steht und durch ein Fenster spricht!) Es gibt keinen weniger geschützten Beruf als ein Kindergarten-, Grundschul- oder Sekundarschullehrer!
Ich empfehlen für einen Blick über den Tellerrand dieses Blogs hier einen interessanten Link bei Kinderärzte-im-Netz.de, der vielleicht so manches hier Diskutierte relativiert:
https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/im-fokus-ist-die-ansteckungsgefahr-in-schulen-wirklich-hoch/
Schauen Sie sich auch gerne mal den täglichen Lagebericht vom hier so oft zitierten RKI vom 17.11.2020 an: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Nov_2020/2020-11-17-de.pdf?__blob=publicationFile. Da geht es im Abbild 8 um die Ausbrüche. Die kommen in Schulen (dort unter Ausbildungsstätten u.a. zusammen mit den Universitäten aufgeführt) tatsächlich recht wenig vor. Vermutlich dank aller Maßnahmen, von denen keine perfekt ist aber viele zusammen dann eben doch sehr oft zu helfen scheinen.
Wieso macht ein paar Monate Digitalunterricht die Zukunft junger Menschen kaputt??????
Ein an Corona verstorbenes Elternteil oder ein Langzeitschaden evtl. auch des Kindes aber schon!
Ich habe diese Verharmlosungen satt!
Es reicht schon die permanente Sorge aus der Schule eine Infektion an risikobehafte Familienmitglieder weiterzugeben. Was permanente Sorge und Unsicherheit einer jungen Seele antun können, kann man nur erahnen.
“Flatten the curve” heisst immer auch “Widen the curve”. Wenn hier der Lockdown auch in relevanten gesellschaftlichen Bereichen wie Schulen gefordert wird, muss man ja immer dazusagen, für wie lange. Also bis April/Mai21? Und dann schlimmstenfalls wieder im Winter 21/22? Denn voraussichtlich dauert die Pandemie so lange….
Oben wurde die Schule mit Arztpraxen verglichen. Nehmen wir mal Kinder- und Jugendarztpraxen. Auch diese Praxen sind nicht zu 100% sicher, sie können es gar nicht sein. Ich kenne Kinder- und Jugendärzte, die sich auch angesteckt haben, trotz aller Vorkehrungen. Sie müssen kranken und manchmal auch gesund erscheinenden aber ungewußt schon infizierten Kindern den Rachen inspizieren und werden ggf. direkt von ihnen dabei angehustet etc.. Abstand: Noch mehr Fehlanzeige wie in der Schule. Auch das Abstriche nehmen ist bei Kindern kein Vergnügen. Fordern Kinder- und Jugendärzte deswegen jetzt den kollektiven Praxislockdown? Habe ich irgendwie noch nicht gehört!
Denn Ansteckungen sind eben trotz allem selten in Praxen (das war im März/April anders) wie in Schulen und können genauso auch im Leben ausserhalb einer Praxis wie einer Schule geschehen. Die Altersstruktur der Kinder- und Jugendärzte ist nicht anders als die der Lehrer, und auch nicht ihr Idealismus. Wenn die unter sich hier diskutierenden Lehrer mal mit den Kinder- und Jugendärzten sprechen würden, dann würden sie zumeist folgenden Eindruck hören: Infektionen werden im Gros von aussen in die Schulen hereingetragen (z.B. durch vorherige Infektionen in der Familie) und verbreiten sich dort nicht in dem selben Ausmaß wie in anderen Bereichen des Lebens.
In Schottland wurde übrigens untersucht, ob es ein Risikofaktor für Gesundheitsarbeiter ist, Kinder und 10 Jahren im Haushalt zu haben. Und siehe da: Mit jedem Kind unter 10 Jahren im Haushalt sank ihr Risiko, an CoVid zu erkranken. (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.09.21.20196428v1).
Das alles hat wahrscheinlich weniger mit Verharmlosung zu tun sondern sind Erfahrungen, die mit der Zeit gewachsen sind und eben auch ihren Niederschlag in den Statistiken des RKI gefunden haben (die hier ja teilweise für gefälscht gehalten werden). Daher meine Hinweise und Links gestern. Kinder- und Jugendärzte würden sagen: Schulen sind keine Treiber der Pandemie. Das war ihnen im März wohl so noch nicht klar. News4teachers behauptet: Schulen sind Treiber der Pandemie. Diese Aussagen schließen sich gegenseitig aus. Was also tun?
Meine Empfehlung: Man diskutiere hier mit mehr Geduld und weniger Spucke und mehr Sinn für einen Überblick über die Empirie (da ist es eben nur bedingt hilfreich, wenn man einzelne wenige Schulen, in denen große Ausbrüche vorkamen, als vermeintlich typische Fälle nimmt, hochjazzt und sich dann durch die kollektive Empörung hier in den Kommentarspalten bestätigen lässt, dass man anscheinend Recht hat). Dieser Sinn für einen ruhigen Überblick wäre eh eine Haltung von pädagogischem Wert und täte auch den Kindern ganz unabhängig von Corona gut.
Noch ein weiterer Sachverhalt muss allen klar sein: Bestünde die Menschheit nur aus Kindern und Jugendlichen, hätten wir gar keine Pandemie! Nirgendwo hätte es einen Massenanfall einer neuartigen Erkrankung gegeben, niemand wäre auf die Idee gekommen, einen PCR-Test zu entwickeln und wir hätten businness as usual und wären als Menschheit unbemerkt mit diesem neuen Virus alt geworden und hätten uns mit ihm arrangiert wie mit vielen anderen Viren zuvor auch. Alles, was Kinder erdulden müssen jetzt und in Zukunft, erdulden sie wegen ihrer Altvorderen von denen sie abstammen. Das ist oK, aber dieser Gedanke sollte immer mitschwingen in Entscheidungen, die auch Kinder und Jugendliche betreffen. CoVid wird Kindern und Jugendlichen vor allem dann gefährlich, wenn Erwachsene beginnen, kollektiv vor ihnen als angebliche Virenschleudern Angst zu haben und sie dies spüren lassen.
Sehr geehrter Herr Reckert,
News4teachers “behauptet” gar nichts. Wir sind Journalisten und Lehrkräfte, keine Virologen. Wie könnten wir uns anmaßen, Aussagen zu Corona in eigener Hoheit ohne die entsprechende Kompetenz zu machen? Das überlassen wir den Kultusmininistern und Ministerpräsidenten. News4teachers bezieht sich auf seriöse Quellen – wie die Nationalakademie Leopoldina, immerhin die renommierteste wissenschaftliche Institution in Deutschland. Die stellt aktuell fest: „Schülerinnen und Schüler sind ein wesentlicher Teil des Infektionsgeschehens – das zeigen die Zahlen in anderen europäischen Ländern wie auch aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts für Deutschland.“
Wie angesichts dieser Evidenz Politiker immer noch behaupten können, Schulen hätten mit dem Infektionsgeschehen nichts zu tun (mal ganz abgesehen von der Logik: Wie kann ein Virus nachmittags brandgefährlich sein, gegen das vormittags keinerlei Schutzvorkehrungen nötig sind), diese Frage stellen wir allerdings immer wieder. Das ist unser Job als Medium.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Hier können Sie die Stellungnahme der Leopoldina nachlesen: https://www.news4teachers.de/2020/11/kmk-erhebung-3-000-lehrer-und-20-000-schueler-sind-mit-dem-coronavirus-infiziert/