Ärztepräsident: Schichtdienst für Lehrer, Lehrerpräsident: Zusatzjahr für Schüler (freiwillig)

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BERLIN. Vertreter von Lehrer- und Ärzteschaft haben die Corona-Vereinbarungen von Bund und Ländern als unzureichend kritisiert. «Was wir dort erleben als Showdown von Eitelkeiten hilft niemandem», beklagte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, im SWR. Für das Gesundheitswesen sei es fünf vor zwölf. Montgomery wie auch Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, forderten mehr Flexibilität im Schulsystem, um den Herausforderungen der Krise begegnen zu können.

Das Schuljahr 2020/2021 ist kein normales – muss das Konsequenzen haben? (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Montgomery forderte mehr Engagement von den Kultusministern ein. «Wo ist die Digitalisierung der Schulen, wo ist aber auch der gesplittete Unterricht und wo sind auch die Lehrer, die dann Schichtdienst machen?», sagte Montgomery am Dienstagabend im «heute journal» des ZDF. «Wir sind es im Krankenhaus zum Beispiel gewohnt, bei einem höheren Arbeitsanfall von Patienten, dass wir dann auch mal zwei Schichten machen, dass wir zusätzliche Arbeit leisten.» Seiner Ansicht nach sei es geboten, in den Schulen hinsichtlich der Arbeitsformen und der Digitalisierung innovativer zu werden. «Damit wir den Kindern nicht ihre Zukunft rauben. Denn momentan betrügen wir Generationen um ihre Zukunft, weil sie keine ausreichende Schulbildung bekommen.»

Meidinger: Freiwilliges Zusatzjahr könnte helfen, dauerhafte Lernrückstände zu vermeiden

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, bedauerte, dass mögliche Beschlüsse über striktere Hygieneregeln für Schulen auf kommende Woche vertagt wurden. «Das könnte sich noch bitter rächen», sagte er dem Nachrichtenportal «Watson». Er warnte, später könnten drastischere Maßnahmen nötig werden. Im Gespräch mit der «Passauer Neuen Presse» brachte er die Idee eines freiwilligen Zusatzjahres ins Spiel, das etwa für Schüler in Abschlussklassen oder mit besonderem Förderbedarf helfen könnte, dauerhafte Lernrückstände zu vermeiden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel räumte ein, dass die mit den Ministerpräsidenten getroffenen Entscheidungen zur Corona-Krise aus ihrer Sicht teils zu langsam fielen. «Ich werde weiter der ungeduldige Teil in dieser Sache sein», versicherte die CDU-Politikerin bei einer Konferenz der «Süddeutschen Zeitung». Merkel hatte sich von dem Treffen mit den Ministerpräsidenten am Montag weitere Verschärfungen erhofft. Übrig blieb indes vor allem ein Appell an die Bürger, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren.

Merkel hatte am Montag mit den Ministerpräsidenten über weitere Corona-Maßnahmen beraten. In der ursprünglichen Fassung einer Beschlussvorlage des Bundes war noch von einer Ausweitung der Maskenpflicht an Schulen und einer Halbierung der Gruppengrößen die Rede gewesen. Am Ende vertagten Merkel und die Ministerpräsidenten jedoch die Entscheidung über derartige Maßnahmen bis kommende Woche.

Die Kanzlerin rechnet mit schwierigen Verhandlungen mit den Ministerpräsidenten der Länder über eine Corona-Strategie bis Weihnachten und Silvester. «Ich hoffe, dass wir nächste Woche zu weiteren Dingen kommen», sagte sie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer virtuellen Sitzung der Unionsfraktion. Von Teilnehmern wurde sie mit den Worten zitiert: «Das werden sehr, sehr schwierige Entscheidungen werden.» Die nächsten Beratungen Merkels mit den Ministerpräsidenten sind für den 25. November geplant.

Die Gesundheitsämter schaffen es nicht mehr, die Kontaktpersonen nachzuverfolgen

Der Bundesverband der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst drang auf verpflichtende Regelungen. «Den Gesundheitsämtern steht das Wasser bis zum Hals, wir schaffen es nicht mehr, die Kontaktpersonen nachzuverfolgen», sagte die Vorsitzende Ute Teichert im Interview mit WDR2. «Von daher wären einheitliche Beschlüsse für uns sehr hilfreich gewesen.»

Die Corona-Neuinfektionen lagen am Dienstag zum zweiten Mal in Folge unter dem Wert der Vorwoche. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 14 419 neue Corona-Infektionen – knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 15 332 gelegen – und damit erstmals seit September unter dem Wert vom Dienstag zuvor (15 352). News4teachers / mit Material der dpa

Nach dem Bund-Länder-Gipfel: Streit um halbierte Klassen kocht hoch – FDP-Minister nennt Merkel „weit weg von unseren Familien“

 

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134 KOMMENTARE

  1. Montgomery. Dein Ernst? Schichtarbeit für Lehrer?! Wie arbeiten Mo-Do von 8 bis 16 Uhr, Fr von 8-14 Uhr und Mo-So von 20 bis 23 Uhr. Sollen wir jetzt auch noch nachts unterrichten?!
    Ganz abgesehen von den eigenen Kindern, die wir von 16 bis 20 Uhr betreuen.
    Dann betreuen wir nur noch ohne Unterrichtsvorbereitung, Testkorrektur, Elterngespräche usw.

    • Das sind die Leute die meinen, ein Pastor arbeite auch nur am Sonntag für zwei Stunden Im Gottesdienst.
      Und wer Homeoffice macht arbeite gar nicht, da er ja nicht im Büro anwesend ist.

    • Schon lustig, dass die Kultusminister jetzt eine weitere Woche haben wollen, um dieses böllig unvorhersehbare Seznario vorzubereiten, dass das Infektionsgeschehen keinen Regelbetrieb zulässt. Die glauben ernsthaft, dass sie in 7 Tagen schaffen, was sie in 8 Monaten nicht auf die Reihe bekommen haben.
      Wieso gibt es nicht endlich Deutschlandweite Stufenpläne für Schulen und für alles andere auch mit Stufen ab 50, 100, 200 usw? Dann könnte man einfach verlässlich planen.

  2. So. Also der Rückgang der Neuinfektionen ist trotz geschlossener Restaurants, Bars, Cafes, Museen, Theater, Schwimmbäder, Fitnessstudios, etc. nicht ausreichend gesenkt worden. Zuvor war es so, dass bei 75% der Fälle nicht aufgeklärt werden konnte, woher die Infektion kam.

    Offensichtlich nicht so sehr aus den geschlossenen Bereichen! Kinder werden fast gar nicht getestet und die Schulen und Kitas sind ohne Abstand offen. Da muss sich doch auch dem dümmsten unter den Kultusminister klar aufdrängen, dass dann wohl viele Infektionen aus den Bereichen kommen, die jetzt noch offen sind.

    Zudem sagt die Vorsitzende der Gesundheitsämter, dass sie strengere Maßnahmen gebraucht hätten. Das Wasser stehe den Gesundheitsämtern bis zum Hals. Die Länder haben vor Monaten selbst festgelegt, dass die Gesundheitsämter nur bis zu einer Inzidenz von 50 noch effektiv arbeiten können.

    Nun sind wir deutlich über 300 (dreihundert!). Wenn die Katastrophe in den Intensivstationen kommt, dann ist es einzig und allein die Schuld der Ministerpräsidenten. Diese werden von den Hinterbliebenen zur Rechenschaft gezogen werden.

    Die Länder warten lieber noch länger anstatt zu handeln! Krass. Die Gesundheitsämter ertrinken und rufen um Hilfe und die Länder überlegen erst und wollen beraten, ob ein Schwimmring notwendig ist.

  3. Und der Welt-Lehrerpräsident fordert: Schluss mit der Doppelmoral.

    Kinderärzte verschanzen sich in ihren Praxen hinter Plexiglas und lassen Patienten nur einzeln und mit Termin eintreten.

    Ihr Kind hat Fieber? Da können Sie morgen mittag zur Infektsprechstunde kommen, wenn Sie jetzt einen Termin dafür machen.

    Ihr Kind hat ne Wunde? Da müssen Sie leider ins Krankenhaus, wir machen hier nur einfache Handgriffe.

    Gleichzeitig trötet die Kinderärzte-Lobby unverschämt in die Welt, dass Kinder doch gar nicht gefährlich sind und die Lehrer sich mal nicht so anstellen sollen.

    GEHT’S NOCH??

    MACHT ERSTMAL EUREN EIGENEN JOB VERNÜNFTIG!

    VIELLEICHT BISSL WENIGER GOLFEN GEHEN, DANN KLAPPT’S AUCH WIEDER MIT DER REALITÄTSWAHRNEHMUNG.

    PS: JA, einige Klinikärzte arbeiten wirklich am Limit, ist mir bekannt. Viele Lehrer aber auch. Für eine Handvoll Dollar und einen Sack voll mit Häme.

    • Lera,
      die meisten Intensivmediziner können über Montgomery nur schmunzeln. Intensivmediziner sind schon aus Eigeninteresse für sichere Schulen. In meiner Familie haben die KH Ärzte inzwischen Bedenken, dass sie über ihre Kinder das Virus in die Klinik schleppen.

  4. Ich finde Meidingers Vorschlag sehr gut!

    Die ganze Diskussion um Bildungschancen etc., die zu normalen Zeiten so wünschenswert wäre wie sie derzeit verfehlt ist und auf gefährliche Weise vom eigentlichen Problem ablenkt, könnte sich damit auf die zentrale Frage verlagern:
    Wie sieht auch und gerade im Hinblick auf Millionen Schüler die bestmögliche Pandemiebekämpfung aus?

    Mit einem zusätzlichen Schuljahr wäre der Druck heraus, soziale Benachteiligungen könnten aufgefangen werden, ohne die gesamte Bevölkerung durch gnadenlosen Schulbetrieb zu gefährden.
    Stattdessen entspannter Digitalunterricht für alle, solange es nötig ist, und eine schulische Grundversorgung für die SuS, die aus welchen Gründen auch immer daran nicht teilnehmen können. Email hat jeder! Schulbücher auch.
    Übrig bliebe das Betreuungsproblem, das bei Licht besehen wahrscheinlich gar nicht die riesige Dimension hat, die ihm immer zugeschrieben wird, und das sich lösen lässt.

      • So wie die Umstellung von G9 auf G8 und zurück. Da gab es auch Doppeljahrgänge und später mal nur halbe Oberstufenjahrgänge.
        Ging auch, und das war ein hausgemachtes Problem, das man sich hätte sparen können.

    • Freiwillig das Schuljahr wiederholen ist ja immer möglich. So innovativ ist die Idee ja nicht. Diese Möglichkeit wird aber nur im Notfall genutzt, da dies für die Kinder demütigend ist und sie aus dem Klassenverband gerissen werden. Wenn man nun einfach allen „schwächeren“ Schülern – also die, die sich nicht alles selbst alleine im Homeschooling beibringen konnten – empfiehlt, einfach das Schuljahr freiwillig zu wiederholen, dann macht man es sich ganz schön leicht. Die freiwilligen „Sitzenbleiber“ baden das aus was an anderer Stelle versäumt wurde.

      • @Kritische Rückfrage: „Die freiwilligen „Sitzenbleiber“ baden das aus was an anderer Stelle versäumt wurde.“ – Das wird sogar noch schlimmer kommen: Viele von denen werden nicht einsehen, warum sie „freiwillig“ sitzenbleiben sollten, und versuchen den nächsthöheren Jahrgang ohne die benötigten Kenntnisse zu absolvieren, mit vorhersehbarem Ausgang.

    • jeder Schüler hat seit eh und je die Möglichkeit ein Schuljahr zurückzugehen und Lücken aufzuholen. Da gibt es absolut keinen Handlungsbedarf.

  5. Wenn ich das alles lese kann ich nur mit dem Kopf schütteln unfassbar wie mit der Gesundheit von Kindern , Jugendlichen und Lehrkräften umgegangen wird ……und dann heißt es die Zahlen der infizierten gehen runter aber warum gehen sie wohl runter ? Weil die Tests knapp bemessen deshalb und ich möchte nicht wissen wie die Zahl der dunkelziffern sind.
    WACHT ENDLICH MAL AUF UND MACHT ALLES DICHT DENN NUR SO HABEN WIR EINE CHANCE DIE INFEKTIONSRATE ZU SINKEN!!!!!!!

  6. Endlich geteilte Klassen bei dem Infektionsgeschehen waere ratsam und schon viel eher notwendig gewesen!!!!

    Zusaetzliches Schuljahr….????
    Waere dies notwendig, wenn eine ausreichende Vorbereitung fuer den Digitalunterricht erarbeitet worden waere?
    Ich denke nicht! Die Schueler muessen es somit wieder ausbaden, das von Seiten der KM nicht fuer die Vorbereitung gesorgt wurde!!!

  7. [«Was wir dort erleben als Showdown von Eitelkeiten hilft niemandem», beklagte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, im SWR. Für das Gesundheitswesen sei es fünf vor zwölf…..]

    5 vor 12 war es schon vor zwei Monaten, Punkt 12:00 vor den Herbstferien und FÜNF NACH zum Zeitpunkt des Pseydo-Lockdowns!
    Und noch immer passiert nichts, um SuS, LuL und Angehörige zu schützen.

    Lediglich die Teststrategie wird verändert, um die Zahlen zu beschönigen und das RKI kann aus „technischen Gründen“ keine Daten zu Schulen nach KW38 mehr anzeigen…

    Hmmm…?!?

  8. Die jüngeren Kinder werden vormittags unterrichtet, die älteren Nachmittags… Super Idee ! 😉
    Bin schon auf die vielen Kommentare von Lehrern gespannt die dagegen wettern…

    Im übrigen weil viele Lehrer panische Angst um ihre Gesundheit haben und an liebsten die Schulen gleich schließen würden… Denkt auch mal an die Verkäufer! Die meckern nicht und sind der ‚Gefahr ‚ deutlich mehr ausgesetzt!! Lehrer können eine FFP Maske aufsetzen und den Mindestens Abstand meist sehr wohl einhalten!

    • Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fr…. halten. Lehrer bashing in einem Lehrer Forum. Ganz toll. Geh woanders trollen!

    • In jedem Supermarkt gibt es Lüftungsanlagen und Plexiglasscheiben. Alle Kunden tragen Masken. Im gesamten Supermarkt.

      In den Schulen gibt es keine Lüftung, keine Plexiglasscheiben. Im Klassenzimmer in vielen BL keine Masken.

      Wer meint, man könne im Klassenzimmer mit 32 SuS den Abstand wahren, der muss schon erklären wo er bitteschön zur Schule gegangen ist -oder ob überhaupt.

      • In der Klasse meiner Zwillinge sind insgesamt 15 Kinder .

        Zu den tollen Plexiglas Scheiben an den Kassen: bringt ja viel wenn die unten offen sind zum bezahlen und die gehen auch nicht rundherum.
        Und alle Kunden tragen Masken?
        Wo gehst du bitteschön einkaufen ?

    • ProSchule,
      ich denke vor allem an die Ärzte, die Pflegekräfte und die wieder gehäuften Corona Fälle in Pflegeheimen. Ich vermute, dass all diesen Berufsgruppen, denen von Spahn schon gesagt wurde, dass sie doch auch infiziert arbeiten könnten, eine sichere Schule lieber wäre!
      Die Verkäuferinnen in meiner Stadt bekommen vom AG eine FFP Maske und sitzen hinter Plexiglas in Märkten mit Lüftungssystem.

    • „Die jüngeren Kinder werden vormittags unterrichtet, die älteren Nachmittags… Super Idee ! Bin schon auf die vielen Kommentare von Lehrern gespannt die dagegen wettern…“

      Ja genau. Sie (genau wie Herr Montgomery) sind auch einer von denen, der denkt, dass Unterrichtsschluss = Feierabend ist. Wann soll der Unterricht (der ja dann keiner mehr ist) vorbereitet werden? Nachts? Viele Lehrer haben auch Kinder, viele arbeiten deshalb in Teilzeit, wie soll das funktionieren? Was würden Sie sagen, wenn man Ihnen vorschlägt, in Ihrem Job einfach mal alles doppelt zu arbeiten?

    • @ProSchule: „Denkt auch mal an die Verkäufer!“ – Dieser Vergleich zwischen Lehrkraft und Verkäufer/ Verkäuferin ist in diesem Forum schon mehrfach zur Sprache gebracht und diskutiert worden. Insofern verzichte ich hier auf umfangreiche Ausführungen.

      „Die meckern nicht und sind der ‚Gefahr ‚ deutlich mehr ausgesetzt!!“ – Kundenkontakte z.B. im Supermarkt sind in aller Regel DEUTLICH kürzer als 15 Minuten und erst recht kürzer als eine Schulstunde von 45 bzw. 90 Minuten. Für die Einordnung, ob man Kontaktperson ersten Grades eines Infizierten ist (sprich: einem besonders hohen Risiko ausgesetzt war, sich angesteckt zu haben), spielt das eine große Rolle.

      „Lehrer können eine FFP Maske aufsetzen und den Mindestens Abstand meist sehr wohl einhalten!“ – die Lehrkräfte bekommen i.d.R. keine FFP2-Masken gestellt (ich lasse hier außer Acht, ob das sinnvoll wäre oder nicht). Die Einhaltung des Mindestabstands gestaltet sich spätestens bei Gundschul-, Kindergarten- und Förderschulkindern als – nun ja: völlig unmöglich. Dies wurde ebenfalls schon mehrfach hier thematisiert.

      • Dafür sind die Verkäufer im zb Supermarkt dauernd Aersolen ausgesetzt..es trägt nämlich leider lange nicht jeder Kunde den MNS richtig oder überhaupt!
        Und da angeblich Aersole bis 3 Std in der Luft schweben können….

    • So? Wie viele panische Lehrer kennen Sie denn, die die Schule ganz schließen möchten? Ich KEINEN und ich bin Lehrer.

    • Leider stimmt das nicht.
      Kurzkontakte im Supermarkt, oft hinter Plexiglas, sind erwiesenermaßen weniger gefährlich als Aufenthalt in aerosolgetränkten Luft.
      Ich stehe 4-5*60min mit 30Jugendlichen im Raum-; täglich natürlich.
      Ich habe also mind.120 Schülerkontakte.
      Der Aufschrei wäre groß, wenn ich mit meiner Ffp2-maske dauerhaft auf Abstand bleiben würde. Niemand würde mich verstehen und niemand würde eine individuelle Rückmeldung bekommen.
      Bei derartigen Fronaltalunterricht würde weniger gelernt als im Distanzlernen.

      • Die Lehrerin meiner Kinder ,4. Klasse steht immer vorne und trägt sobald sie einem Kind näher kommen muss ,die Maske . Zusätzlich hat sie eine Plexiglas Scheibe und seit 2 Wochen sogar ein selbst finanziertes Lüftungsgeräte in den Klassen Raum gestellt. Unser Glück ist ,dass es sehr kleine Klassen sind ,die meiner Kinder total 15 Kinder

        • @M.S.
          Finde ich auch klasse von der Lehrerin! Das ist schon ein beispielloses Engagement, dass sie persönlich eine Plexiglasscheibe und ein Lüftungsgerät für die Klasse organisiert hat. Diesen Einsatz wüsste ich bei meinen Kindern absolut zu schätzen!!!

    • Kennen Sie überhaupt einen „panischen Lehrer“? Ich nicht. Ich selbst in 66, immer noch im Dienst, und auch nicht panisch. Was soll dieses dumme Klischee-Gerede?

    • Sehe ich auch in etwa so ..
      Und wenn man hier nicht auch seine Meinung sagen darf ,wenn man nicht die exakt gleiche Meinung haben:es gibt da Möglichkeiten ,dass nur Lehrer Zugang bekommen..
      Abgesehen davon,was ich die letzten Monate an bashing gegen Eltern ,die zu faul seien sich um ihre eigenen Kinder zu kümmern, gelesen habe,und andere unverschämte pauschalisierungen..und zwar genau hier ,dann denke ich haben auch Eltern mal das Recht euch nicht genehm zu kommentieren

      • @M.S.

        „haben auch Eltern mal das Recht euch nicht genehm zu kommentieren“
        🙂 🙂 🙂
        Das Wort „mal“ macht hier den Lacher … fast hätte es mich zerrissen!

        Endlich kann man die Lehrer (VOR Corona nur halbtags gearbeitet, JETZT noch weniger?!!!) auch „mal“ rund um die Uhr „verwöhnen“ mit Anerkennung, die länger bleibt als Abends klatschend auf dem Balkon oder am offenen Fenster zu stehen – das würde ja bei den aktuellen Temperaturen nach Sonnenuntergang auch gar keinen Spaß machen.

        Und was unverschämte Pauschalisierungen angeht:
        Natürlich werden auf Spielplätzen, bei Eltern-„Stammtischen“, in Eltern-WhatsApp-Gruppen oder auch einfach mal beim zufälligen 😉 Plausch vor Kita oder Schule die Pädagogen nur differenziert gelobt.
        Nicht zu vergessen: Berechtigte Sachkritik wird natürlich immer zuerst in freundlichem Umgangston der Betroffenen Person (=Pädagogen) kommuniziert.
        (Jetzt stellen wir uns mal alle die Stimme aus dem OFF vor bei der Sendung mit der Maus: „Das war Ironie und Sarkasmus.“ – Ja, ich gebe es direkt zu.)

        Und: Ja, man darf noch träumen … 😉

        Nebenbei:
        Das hier ist nicht der digitale Eltern-Stammtisch …
        Bitte überprüfen Sie die Einstellungen an Ihrem Endgerät.
        Im Lehrerforum trifft man eben auf ziemlich viele Lehrer.
        Ansonsten gilt:
        Gleiches Recht für alle. Und möglicherweise hat diese Pandemie bei einigen Lehrkräften jetzt eben dazu geführt, den gesammelten gesellschaftlichen Unrat nicht mehr widerspruchslos kompensieren zu wollen – hoffentlich auch bald auch gar nicht mehr.

        Alle, die hier lesen, dürfen sich eine eigene Meinung bilden. Alle die hier schreiben, dürfen diese Meinung auch kundtun – wünschenswert ist halt nur, dass das nicht ausschließlich zum Stänkern geschieht – ausdrücklich: Damit meine ich Sie persönlich NICHT.
        Und bei der Fülle von Schreibern KANN einem nicht jede Meinung gefallen, MUSS es ja auch gar nicht.
        So ist es außerhalb dieses Forums ja auch.

        Davon abgesehen finde ich persönlich, dass bisher die meisten Ihrer Beiträge, sofern ich sie erinnere, diesen „Regeln“ durchaus entsprochen haben.
        Sollten Sie jetzt mal „aggro“ gewesen sein, dann ist das eben so … Manchmal geht es uns Lehrern aber auch so … Und derzeit – aus guten Gründen, die seit Monaten geschildert werden – ist das 24/7 so.

        Also mein Vorschlag:
        Nix für Ungut.
        Und aus die Maus (bezogen auf dieses Thema).

        • @Pit2020 und auch @M.S.
          Ganz meine Schublade! Ich bin total gegen Ungerechtigkeiten usw. Die Wippe sollte immer im Gleichgewicht bleiben….Wollen wir nicht ein Forum eröffnen mit dem Namen „4parents“? Ein Forum eigens, wo Eltern mal so richtig ihre Meinung sagen können und wo die Lehrer unterlegen sind? Hach, ich liebe innovative Ideen….

          • @Konfutse

            Lieber Konfutse,
            das ist eine schöne Idee.

            Leider bin ich im Hinblick auf die Digitalisierung auf der User-Ebene hängengeblieben, weil ich nicht Informatik studiert habe und das auch gar nicht nachholen möchte.
            Aber da finden sich bestimmt Experten …

            Wo ist Dieter Moralitor, wenn Land und Volk ihn wirklich brauchen?
            😉 🙂

    • @ProSchule

      „Im übrigen weil viele Lehrer panische Angst um ihre Gesundheit haben und an liebsten die Schulen gleich schließen würden…“

      Ich bin Lehrkraft und ABSOLUT ProSchule!!! Haha, ein Wortspiel!
      Deshalb gehe ich nirgends lieber zum Arbeiten hin als zu meinem Arbeitsplatz. Also IN die Schule. Zu meinen Schülern. Ohne Wenn und Aber. Da bin ich Überzeugungstäter!
      Trotzdem bin ich auch absolut ProUnversehrtheit bzw. ProGesundheit. Weil nämlich bei mir allerhand dahinter steckt und man sich auch menschlicherweise (gibtˋs das denn: menschlich+Lehrer?) sorgt um die eigenen Kinder, Eltern, Schwiegereltern und und und. Vermessen, ja, ist aber so. Tut mir leid! Ich habe den Anschluss zum normalen Volk und Leben einfach verloren, bei diesen Beamtenprivilegien. Verziehen Sie mir!

      Übrigens: Meine FFP2 Masken kaufe ich selbst mit meinem privilegierten Beamtengehalt, da kann man das und das Desinfektionsmittel, mit dem ich z.B. die Schutzbrillen meiner Schüler nach jedem Gebrauch reinige, zahle ich auch selbst. Aber das ist doch selbstverständlich!
      Außerdem habe ich schon Wochen vor der Maskenpflicht im Unterricht durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz getragen. Wissen Sie wofür? Um meine Schüler nicht mit irgendeinem Quatsch anzustecken und um selbst einsatzbereit IN DER SCHULE bleiben zu können. Und ich glaube, das machen WAHNSINNIG VIELE Lehrer
      So weit geht die panische Angst vieler Lehrer um ihre Lehrergesundheit…krank, oder?

  9. Klar, ProSchule, immer am Puls der Zeit!!!

    Logisch machen wir Lehrer uns Sorgen um unsere Gesundheit, gerade WEIL wir keinen Abstand zu den Kindern in der Klasse halten können! Wie auch mit 24 Kindern in einem kleinen Klassenraum.

    Stellt ihr Nicht-Lehrer euch eigentlich vor, dass wir um 13.00 Uhr den Stift hin werfen und es uns zu Hause gemütlich machen?

    Mein Arbeitstag geht selten kürzer als bis 18.00 Uhr, ich wüsste nicht, wie ich noch Nachmittagsunterricht stemmen könnte!

    Und, ja, ich bin gerne Lehrer. Sehr gerne sogar.

    • Möchte keine weiteren Vorurteile breittreten, aber

      „Logisch machen wir Lehrer uns Sorgen um unsere Gesundheit“

      So eine egoistische Aussage stört mich als Vater persönlich schon. „Sorge um Gesundheit aller in Schule“ wäre eine elegante Lösung zumindest auf Augenhöhe und einer den
      Grundregeln des Infektionsschutzes einsichtsfähige Person nach Infektionsschutzgesetz würdig.

      @ProSchule: Andere Berufsgruppen außer in Schule/KiTa werden aber nicht so massiv ohne Mindestabstände in einem Raum eingefercht. Selbst Masttiere haben bessere Mindestansprüche.

      • Der Egoismus der Lehrer ist es aber auch, der Schulen unsicher macht. Es gibt inzwischen viele Studien, die belegen, dass Menschen unter 20 fast keine Infektionen weitergeben und das Infektionen von außen heraus, und zwar von Erwachsenen, in die Schulen getragen werden und dann an die Kinder weitergegeben werden.

        Wer sind die Erwachsenen in den Schulen? Eben.

        Wenn Lehrer vielleicht ihre privaten Kontakte mal reduzieren würden, nicht jeden Urlaub und Wochenendtrip mitnehmen (sehe ich z. B. bei meinen Lehrernachbarn) oder einfach mal auf Restaurant, Kino, Theater etc. verzichten würden, dann würden Schulen auch nicht zu Hotspots. Das Problem ist hausgemacht und wenn Lehrer, so wie alle anderen in der Gesellschaft auch, hier ein paar Abstriche machen würden, bestünde es gar nicht.

      • Das mit den anderen Berufsgruppen stimmt nicht ganz..
        Fleisch Industrie, allgemein Fabriken.
        Da gab’s nicht nur einen großen Ausbruch.
        Gerade erst war in der Schweiz ein Fall/Skandal ,die Hausbäckerei Jowa .
        Keine Abstände , Masken Pflicht wurde nicht ordnungsgemäß eingehalten und überprüft.
        Und das ohne Schutz arbeiten ist in einem Lebensmittel Betrieb immer ein No-Go..
        Ich weiß aus erster Hand auch mindestens 2 große Firmen ,eine hat über 6000 Mitarbeiter ,wo es nicht mal eine Masken Pflicht gibt .
        Und ja , Verkäufer können eher Abstand halten ,aber Beispiel Kasse :da wechseln die Kunden im Minuten Takt,oft tragen die den MNS unter der Nase..Lang haben Verkäufer ja keine Maske tragen müssen..wenn man nun bedenkt ,dass Aerosole bis 3 Std in der Luft schweben können 🙁

        Das Problem bezüglich Schulen ist der Meinung nach vieler ,dass obwohl klar war ,der Virus kommt wieder im Herbst ,den ganzen Sommer über keine Lösungen erarbeitet wurden von den zuständigen Behörden und auch den Minister Präsidenten! Der Lehrerin meiner Kinder muss ich hoch anrechnen,dass sie auf eigene Kosten ein Luftfilter Gerät beschafft hat <3. . und zwar ein hochwertiges. Wir als Eltern wären dazu im übrigen auch bereit gewesen, würden alle Eltern und Lehrer zusammen legen , wäre das auch ne Möglichkeit .Und hat vor ihrem Pult eine Plexiglas Scheibe.
        Auch trägt die Lehrerin seit Beginn neues Schuljahr selbst eine Maske..

      • @ Kritischer Dad
        Das spiegelt die typische Erwartungshaltung wider, dass LuL gefälligst altruistisch zu sein haben. Sicher habe ich das Recht mir als Lehrer Sorgen um meine Gesundheit zu machen.

        • @Lanayah

          Altruistisch ist nett untertrieben …

          In der Schule (kenne ich aus meiner Kindheit noch als Ort des Lernens) erfuhren wir als Kinder, dass bei den Römern die klügeren der Gefangenen aus eroberten Regionen gerne zum Unterrichten der eigenen Sprößlinge eingesetzt wurden – also als Lehrer.

          Der Unterschied zu heute:
          Es wird nicht mehr gesehen, dass Lehrer im „System“ quasi gefangen sind, sofern ihnen die Vermittlung von Wissen und Werten tatsächlich Spaß macht und sie das als Berufung sehen, dann WILL man das ja gar nicht „weghaben“, weil man es als sinnvolle Aufgaben – eben als Dienst (!) – an/für die Gesellschaft sieht. (Manche machen das als Job, wechseln dann die Branche und das ist auch besser so.) Aber nicht jede Fachrichtung (= Schulfach ermöglicht das ohne Weiteres, manche Fachrichtung gar nicht).

          Aber wenn Lehrer im „System“ quasi gefangen sind, dann glauben einige eben, man könne tatsächlich alles verlangen und alle Rechte (die außerhalb der Schule selbstverständlich gelten) in Abrede stellen.
          Da ist es wieder in leuchtenden Farben: Das Bild vom Sklaventum. („Haben sich die Idioten doch selber ausgesucht! Hihihihohoho!“)

          Im Lateinunterricht haben sich die Sklaven auch manchmal Sorgen gemacht, z.B. dass das Pferd des „Herren“ auch gut gefüttert und gepflegt wurde.
          Nein, beibringen musste man dem Pferd nichts, das verwechseln wir bitte nicht mit der Geschichte „Eulenspiegel bringt einem Esel das Lesen bei“.
          😉

  10. Was soll man von Krankenhaus Mitarbeiterin en sagen. Die müssen jetzt Schichten schieben. Und die armen Lehrer… Na ja, es wird eben nicht an den Beamten gedreht, die sind doch alle so überfordert.

    • Haben Sie mal darüber nachgedacht, dass die Krankenhausmitarbeiter*innen u.a. infiziert sind, weil ihre Kinder oder Kinder anderer Menschen seit den Sommerferien keinen Abstand in den Räumen einhalten konnten? Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann werden wir wie in Frankreich und Italien sehr hohe Todeszahlen haben und der Job im Krankenhaus wird zur Hölle. Es geht hier nicht um Privilegien von Beamten, sondern um Gesundheitsschutz für alle in Deutschland. SARS-CoV-2 befällt alle Menschen gleichermaßen und die Schulen als ungeschützte Großveranstaltungen sind ein prima Verteilersystem für den gefährlichen Erreger. Denken Sie bitte an den Spruch zu Beginn der Pandemie: „Bleiben Sie zu Hause, damit wir für Sie da sein können“ – damit die Mitarbeiter*innen im Gesundheitswesen möglichst sicher arbeiten können, ist es wichtig, dass die Pandemie zurückgedrängt wird. Und gerade dies ist mit geöffneten Schulen im Regelbetrieb nicht möglich.

    • @Susu: Diese Meinung steht Ihnen im Rahmen der Meinungsfreiheit selbstverständlich zu; ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht den Versuch unternehmen, Ihnen meine Meinung darzulegen; Sie verfügen schließlich selbst schon über eine und durch Ihre Formulierungen ist offenkundig, dass Sie keinen Bedarf an anderen Meinungen haben.

  11. Um dem ganzen aus dem Weg zugehen wird an den Schulen weniger getestet und keine Quarantäne mehr verhängt. Kann nicht gut sein. Ein total verantwortungsloser Haufen die KM. Falsche Daten dann wahrscheinlich ans RKI gemeldet. Und dann nennt auch noch ein FDP Minister, Merkel weit weg von unseren Familien. Da fragt man sich doch was bei denen falsch läuft . Merkel ist nicht weit weg . Sie hat nur die falschen Leute an ihrer Seite.

  12. Von wegen Zahlen gehen runter. Es wird weniger getestet. Und die Medien berichten auch nichts mehr was an den Schulen läuft. Nicht im Netz oder auch sonst wo. Weshalb nur?

    • So ist es. Die Tests sinken wegen der neuen Strategie, zeitgleich steigt die Positivrate, d.h. die Zahl der unentdeckten Fällr steigt. Das war zu erwarten.

  13. Es lohnt sich doch gar nicht auf diesen unqualifizierten Beitrag einzugehen. Oder sollen Lehrer im Gegenzug jetzt Vorschläge machen, wie das ineffiziente KH System neu zu strukturieren ist?
    Welche Hybris haben manche Berufsgruppen? Ich als Maschinenbauingenieur würde mich nicht erdreisten, einem Arzt oder Lehrer zu sagen, wie er sein Berufsleben zu gestalten hat. Das wäre Hybris.

    • Ich stimme voll und ganz zu. Andere würden noch viel mehr aufschreien, wenn man von ihnen verlangen würde, einfach mal ihre Arbeitszeit zu verdoppeln….
      Die Ärzte und Krankenschwestern, die ich kenne, können außerdem in ruhigeren Zeiten ihre Überstunden wieder abbummeln (Freizeitausgleich oder wie das heißt). Sowas gibt es bei Lehrern nicht. Niemanden interessieren die Überstunden, die sie eh schon machen – und weil die nirgends niedergeschrieben sind, kann man ja gleich noch mehr machen!

  14. Dann macht doch die Schulen komplett zu wie im Frühjahr. Die paar Zettel, die man für Grundschüler*innen bekommen hat und ihnen dann selbst neben Arbeit und Neugeborenen erklären und beibringen musste, waren sowieso ein Witz.

    Aber für den Fall, absolute Sicherheit hat immer ihren Preis, bitte alle Lehrkräfte egal ob Beamtenstatus oder nicht, das Geld entsprechend der Kurzarbeiterregeln zusammenstreichen.

    Mal sehen, wie viele dann noch mit dabei sind. Als Beamter und im öffentlichen Dienst kann man immer so schön ätzen und fordern, man muss sich um seine Existenz ja keine Sorgen machen.

    Und genau, das freiwillige Zusatzjahr würde natürlich soziale Ungerechtigkeit ausgleichen. Na sicher…..wer würde das denn in Anspruch nehmen müssen? Wohl eher Kinder aus niedrigeren Einkommensschichten, Kinder Alleinerziehender usw. Also die, die sowieso benachteiligt werden, wird dann die Entscheidung auferlegt ob sie es mit einem Jahr mehr versuchen oder auch nicht…..geschickt

    • „Die paar Zettel, die man für Grundschüler*innen bekommen hat und ihnen dann selbst neben Arbeit und Neugeborenen erklären und beibringen musste, waren sowieso ein Witz.“

      Sie können Ihre negativen Erfahrungen nicht einem gesamten Berufsstand anlasten.
      Ich habe während der Schulschließung alle Schüler einzeln digital betreut und jede individuell eingereichte Aufgabe ausführlich korrigiert und kommentiert zurückgeschickt.
      Das waren bei manchen Deutschaufsätzen (Oberstufe) zweieinhalb Stunden – pro Schüler!
      Für Kurzarbeitergeld mach ich das nicht.

      „Und genau, das freiwillige Zusatzjahr würde natürlich soziale Ungerechtigkeit ausgleichen. Na sicher…..wer würde das denn in Anspruch nehmen müssen? Wohl eher Kinder aus niedrigeren Einkommensschichten, Kinder Alleinerziehender usw.“

      Zum hundertsten Mal: Unterricht ist so zu gestalten und Aufgaben sind so zu stellen, dass die Schüler sie ohne Eltern bewältigen können. Wenn das nicht funktioniert, weil es zuhause drunter und drüber geht oder weil die Kinder so unselbständig (erzogen) sind, dass sie alleine grundsätzlich nichts auf die Reihe kriegen, ist das nicht das Problem der Schule.
      Der Arzt kann auch nichts dafür, wenn sie die verordneten Medikamente nicht nehmen und sich dies nachteilig auswirkt.

      „Also die, die sowieso benachteiligt werden, wird dann die Entscheidung auferlegt ob sie es mit einem Jahr mehr versuchen oder auch nicht…..geschickt“

      Schule ist nicht dafür zuständig, soziale Ungleichheit abzuschaffen, und man gewinnt bisweilen den Eindruck, je mehr Schule und ihre Repräsentanten sich um sozialen Ausgleich bemühen – was genuin nicht mal unsere Aufgabe ist – , umso mehr wird uns Lehrern angelastet, dass es Menschen gibt, die in prekären und schwierigen Verhältnissen leben.

      • „Zum hundertsten Mal: Unterricht ist so zu gestalten und Aufgaben sind so zu stellen, dass die Schüler sie ohne Eltern bewältigen können.“

        Unterricht ist so zu gestalten?
        Meine Kinder haben auch paar kopierte Arbeitsblätter bekommen..
        Das waren maximal bessere /längere Hausaufgaben.(in Lk Verden ist ab Montag Szenario B.. erstmal für 2 Wochen..es hieß ,an den Tagen zuhause müssen 1 Std Mathe und 1 Std Deutsch gemacht werden..das soll dann also den Vor-Ort Unterricht ersetzen..wenn er denn „gut gemacht“ist . Das heißt 16 Std ,statt 25 !)
        Außerdem frage ich mich dann,wenn Kinder ja so easy alleine zu Hause lernen können ,weil es nur eine Frage ist ,wie der „Unterricht“gestaltet wurde..,es also nur einmal “ gut “ vorbereitet werden müsste:wofür gibt’s dann eigentlich die Lehrer?

        • Die Zeit für das häusliche Lernen von zwei Stunden pro Tag entspricht den derzeitigen Vorgaben für die GS. Da die Kinder die Aufgaben alleine bearbeiten sollten, müssen sie, genau wie Hausaufgaben, am Tag davor im Unterricht vorbereitet worden sein. Auch im normalen Unterricht gibt es Einführungsphasen und Phasen, in denen das Gelernte geübt und vertieft wird. Diese Phasen versucht man im Wechselunterricht auf die heimischen Tage zu verlegen und konzentriert sich im Anwesenheits-Unterricht auf die Erarbeitungsphasen. Wenn ihr Kind also „nur“ mit Arbeitsblättern nach Hause kommt, haben die LuL hier schon die Vorarbeit geleistet.

        • Etwas Anderes war gemäß den Vorgaben des MSB hier in NRW auch gar nicht erlaubt.

          – Arbeitsblätter zu aktuellen Unterrichtsthemen,
          – wiederholende Übungen zu älteren Themen des lfd. Schuljahres,
          – keine Bewertung oder Benotung
          – die Erfassung, ob die SuS die zur Verfügung gestellten Aufgaben erledigt haben, durfte allenfalls positiv bei den zeugnisnoten berücksichtigt werden. Wer nix gemacht hatte, durfte deshalb keine schlechtere Note bekommen. Um die Notengebung nicht angreifbar zu machen, sollten die SuS die Zeugnisnoten am Ende des Schuljahres erhalten, die den Noten zum Ende des Halbjahres entsprachen. Bei Beginn der Schulschließungen im März war nämlich die Einspruchsfrist gegen die Halbjahreszeugisse bereits abgelaufen.

          Warum wird sich darüber echauffiert, dass die Lehrkräfte sich an die Vorgaben ihrer jeweiligen Dienstherren/Arbeitgeber gehalten haben? Das, was bis zu den Sommerferien in den Schulen angefangen von den kurzfristigen Schulschließungen, über das Lernen auf Distanz, dem rollierenden System (Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht) bis hin zum corona-bedingten Regelunterricht bei Auflösung der vulnerablen Gruppen in den Kollegien unter Inkaufnahme der Verstöße gegen die RKI-Empfehlungen, war und ist so gewollt.

          Der Grundsatz „gleiche Bildungschancen für alle“ wurde pervertiert in „gleiches Infektionsrisiko für alle Schülergruppen – ohne Ausnahme“.

          Die Mindeststandards beim Infektionsschutz „AHA+L“ sehen in Schule so aus:

          „A“ bstand nur auf Fluren, Toiletten und dem Schulhof halten;
          „H“ ände desinfizieren bzw. waschen, wenn gerade Seife bzw. Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen, das Klassen nur intervallgereinigt werden muss ja nicht geändert werden, Flächendesinfektion also nur, wenn es innerhalb der reinigungsvorgaben ohne Mehraufwand zu erbringen ist;
          „A“ lltagsmasken ==> eine Maske für alle Tage, also wenig Stoff für viel Zeit. Oder glaubt wirklich jemand, dass die SuS, die dadurch auffallen, dass sie wochenlang die gleichen „Klamotten“ anhbaben, ihre Masken täglich wechseln?

          „L“ üften, klappt in den Hofpausen ganz gut, solange die SuS bei halbwegs passablen Temperaturen noch den Drang nach außen verspürten. Mit Zunahme schlechterer Witterungsbedingungen (nass und kalt) erhöht sich die Verweildauer in den Fluren und nimmt die Zeit draußen ab. In Regenpausen dichtes Gedränge im Gebäude außerhalb der Klassenräume.

          Aber woher soll das die Schulaufsicht wissen? Als Bediensteten von Landesbehörden sind den Mitarbeitern der Schulaufsicht Dienstreisen nur in ganz wenigen Fällen gestattet. Der jeweilige Dienstvorgesetzte muss sie im Einzelfall schriftlich anordnen.

        • @M.S.

          Liebe(r) M.S.,

          Sie sind aber derzeit „gut in Fahrt“!

          „… wofür gibt’s dann eigentlich die Lehrer?“

          Na im Zweifelsfall machen wir uns doch ganz gut als fauler „Box-Sack“ 😉 für alles, was in der Nation – seit langem – schiefläuft, oder?

          Stellen Sie sich einmal vor, es würde uns nicht mehr geben?
          Sollen sich dann etwa alle anderen netten, supermoralischen Allround-Helden und Alles-immer-richtig-und-besser-Macher gegenseitig an die Gurgel gehen?
          Dann würde ja das totale Chaos ausbrechen!
          😉

    • Herr Matthiessen,
      wegen Leuten wie Ihnen hat sich meine Frau entschieden in Zukunft lieber von meinem Geld zu leben! Unterrichten Sie in Zukunft Ihre Kinder selbst.

    • @NPM
      „Aber für den Fall, absolute Sicherheit hat immer ihren Preis, bitte alle Lehrkräfte egal ob Beamtenstatus oder nicht, das Geld entsprechend der Kurzarbeiterregeln zusammenstreichen.“

      Danke! Und wissen Sie was, wäre ich sofort dabei als verbeamtete Lehrkraft. Ohne Wenn und Aber!!!! Ich warte sehnlichst auf die Weisung, dass ich ab sofort in Kurzarbeit geschickt werde!!!!!

    • Und um den Lehrerneid perfekt zu machen: Kurzarbeit Null mit 60% kann ich mir für ein paar Monate super vorstellen. Dann bekommen Sie aber nicht mal mehr „die paar Zettel“.

      • Das wäre auch richtig so. Gilt aber nur bei den angestellten Lehrern. Die Beamten haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, das andere Arbeitnehmer einbezahlt haben und jetzt davon profitieren. Die werden dann hoffentlich bei entsprechend ihrer Stundenzahl auch nichts bekommen. Es sollten immer beide Seiten beleuchtet werden, denn meistens gibt es eine Kehrseite der Medaille. Aber ich denke die verbeamteten Lehrer werden dann irgendein Gesetz von 1800irgendwas rausholen und es sich dann mit vollen Bezügen bequem machen.

        • Warum sind Sie nicht Lehrer geworden? Ach ja, ich weiß es: Sie wollten nicht so ein parasitäres Dasein führen und sich lebenslang für’s Nichtstun alimentieren lassen.
          Aber warum suchen Sie sich nicht weitere lohnende Verfolgungsobjekte: z.B. Universitätsprofessoren! Eine C 3 – Professur ist deutlich besser bezahlt als eine A13 – Stelle und die halten nur ein paar Stunden Vorlesung pro Woche!
          Finden Sie nicht, die sollten von Mo. bis Do. jeweils neun Stunden in der Uni sein, am besten mit Stechuhr, und dann nachweisen, an was sie wie lange geforscht und geschrieben haben, wie lange sie an ihrer Vorbereitung gesessen haben und wann sie einfach nur Kaffee getrunken haben?! Denn das muss ja schließlich von der Arbeitszeit abgezogen werden, so wie es doch auch jeder Büroangestellte macht (haha).

          • @ZA
            Genau. Ich denke mir auch immer: Die Intelligenz eines Menschen zeigt sich in seiner Berufswahl….

        • Dieter Molitor,
          ach, daher weht der Wind des Neides 🙂
          Sie haben es nicht zur Staatsnote geschafft und pflegen nun Ihr Beamten Feindbild.

  15. War doch genug Zeit, den ganzen Sommer, ein vernünftiges Konzept zu entwickeln.
    Was hören wir heute… Wir gucken mal nächste Woche, wie sich alles entwickelt. Das ist doch eine super Strategie. Einfach lächerlich.

    Was spricht denn dageben, dass alle das Jahr wiederholen in den Schulen. Nichts freiwillig.

    Unsere Lehrer arbeiten genug. Es gibt keine freien Stunden für Förderkurse bei uns. Und Familien, haben auch Lehrer.

    30 Kinder in einer Klasse. Abstand ist da fehl am Platz. Bei jedem Schnupfen 24h beobachten, wenn nichts dazu kommt, wieder in die Schule. Sollte das Kind Husten dazu bekommen, muss man zum Arzt, aber getestet wird nur mit Fieber. Wie oft wir die Kinder zu Hause haben zum beobachten, könnten sie direkt zu Hause bleiben. Es gibt dadurch auch viel Unterrichtsstoff,der durch erhebliches fehlen, nicht im Kopf hängen bleibt. Für sehr viele, wäre ein Widerholungsjahr besser oder die Digitalisierung sollte endlich mal in den Angriff genommen werden.
    Es wurden doch Förderungen dafür ausgezahlt, nur bekommt man hier so gar nichts davon mit.
    Ein Laptop für jeden Lehrer, Tablet für Sozialschwächere Familien mit Schulkind…Aber wo, frage ich mich?

    Waren 5 Monate Sommer nicht genug???

    Grundschule einer Bekannten geschlossen, weil 6 von 9 Lehrern positiv getestet wurden. Muss das denn wirklich alles so laufen, um mutwillig alles offen zu lassen?

    Die meisten bei uns sind für Wochenweise Unterricht. Oder eben lernen von zu Hause, als Pflicht vor dem PC, mit dem Klassenlehrer. Das geht sogar mit Schnupfen ohne Fehlen im Unterricht! Wir haben 2020 und bekommen sowas nicht hin.

    • „Was spricht denn dageben, dass alle das Jahr wiederholen in den Schulen.“

      Dass die Erstklässler nicht eingeschult werden können. In der Kita können sie aber auch nicht bleiben, wegen Kitaplatz und Personalmangel. Organisatorisch nicht machbar…

  16. wichtig wäre, den Lehrplan zu entrümpeln. Für dieses Jahr Kernfächer unterrichten und die dadurch freigesetzten Lehrer mit ins Boot zu holen, Kinder die gerade keinen Präsenzunterricht haben (wg. Wechselmodell) zu unterstützen. Bzw. Kinder z. B. in Gemeindesäälen oder ähnlichen Räumen zu beaufsichtigen, wenn sich die Eltern es nicht leisten können (drohender Arbeitsplatzverlust oder aus finanziellen Gründen)
    Ich habe drei Kinder in drei verschiedenen Schulen und kann – genauso wie mein Mann – leider nicht im Homeoffice arbeiten. Wenn, wie im Sommer, jedes Kind ein anders Zeitmodell hat können wir nur abwechselnd arbeiten. Zum Glück haben wir verständnisvolle Arbeitgeber.
    Einer fängt um sechs Morgens an, bis Mittags, der andere fängt Mittags an bis 20.00 Uhr. Auch wir mussten die Kinder beaufsichtigen und zum Teil erheblich mit unterrichten, da ein paar Emails zum ausdrucken den Unterricht in der Mittelschule Kl. 6 nicht ersetzen kann.
    Aber die situation ist derzeit so und dann muss man einfach schauen, was jeder schaffen kann.

    • @Mutter, drei Schulkinder: Alle Vorschläge, die Sie im ersten Absatz Ihres Kommentars machen, können und dürfen, wie Sie selbstverständlich wissen oder zumindest ahnen, gar nicht von einzelnen Schulen umgesetzt werden – das sind alles Vorgaben, die die Politik (endlich mal) so oder so ähnlich machen müsste: Uns als Lehrkräften sind da die Hände gebunden.

      „da ein paar Emails zum ausdrucken den Unterricht in der Mittelschule Kl. 6 nicht ersetzen kann“ – Ja, so haben wir auch mal angefangen, damals, vor ach so vielen Monaten… Dann kam das Aufgabenmodul mit digitalen Arbeitsblättern, bald darauf die Rückmeldung zu erledigten Aufgaben per Sprachaufnahme mit dem (vom Schulträger gestellten) Tablet, schließlich die Videokonferenz. Inzwischen versuchen wir Schülerinnen und Schüler per Videokonferenz in den Unterricht zuzuschalten, falls die gerade in Quarantäne hocken. Klappt zunehmend häufiger. Was Besseres als Präsenzunterricht haben wir natürlich trotzdem noch nicht gefunden.

      „Wenn, wie im Sommer, jedes Kind ein anders Zeitmodell hat können wir nur abwechselnd arbeiten.“ – Das ist ein bekanntes Problem, das aber nur gemildert würde, wenn von oben angeordnet würde, dass a) jede Schule im Wechselunterricht dasselbe Zeitmodell zu fahren hat b) dass Geschwisterkinder schulübergreifend bevorzugt in dieselbe Gruppe einsortiert werden sollen, sodass sie alle an denselben Tagen ihre jeweilige Schule besuchen.

    • Liebe Dame,
      das Argument der Lehrpläne, die zu entrümpeln seien, kann ich wirklich nicht mehr hören!
      Schule soll alles abdecken- von der Verkehrserziehung über das Trainieren von Tischmanieren, Drogenprävention, Medienkompetenz, ökonomischer und politischer Bildung, Anleitung zu sozialem Verhalten und was noch alles. Ich bin seit Jahrzehnten in Lehrplankommissionen unterschiedlicher Schularten tätig- Curricula sind keine Reste-Rampen voller Redundanzen- der Ruf nach „Entrümplung“ ist ein recht populistischer- zumindest einer, der auf wenig Kenntnis von Curricula und ihrer Entwicklung beruht. Klingt aber immer gut, nicht wahr?!

      • Naja ,so einiges im Lehrplan scheint ja nicht soo wichtig zu sein.
        An der Schule meiner Zwillinge gab es während des Lockdowns nur 3 Wochen Homescooling,bzw Material zum Zuhause lernen (ebenfalls paar kopierte Arbeitsblätter ). Die ersten 1 1/2 Monate kam noch nicht mal ein Hinweis , welche Seiten die Kinder in ihren Büchern bearbeiten sollen,bzw DÜRFEN.Denn die werden nicht von vorne nach hinten durchgearbeitet..habe mit meinen Kindern im 2. Schuljahr auch schon mehr gemacht als sie Hausaufgaben auf hatten. Da gab es einen netten Hinweis ,dass man das nicht einfach machen dürfe
        In den 5 Deutsch Büchern der 3. habe ich dann auch mal nachgeschaut ,was da so ausgefüllt war und nun ja ,war etwas erstaunt ,dass 2 davon zu etwa 5/6 leer waren ..
        Habe sie dann statt auf den Dachboden , dafür genommen ,mit den Kindern zwischen durch bisschen zu üben ..

  17. Genau, man hatte den ganzen Sommer Zeit gehabt und es kam nichts. Die Lehrer zumindest an unserer Grundschule haben nur die letzten zwei Wochen des Lockdowns im Frühjahr die Wochenpläne „entwickelt“ und herausgegeben. Da habe ich vorher mehr mit meinem Kind gelernt, ohne die Pläne. Die Lehrer haben kaum was gemacht, waren mittags Zuhause, und von Zuhause aus mit Kindern über Iserv geplaudert. Dann könnte man doch jetzt sagen , dass die für die bezahlte Zeit im Frühjahr jetzt eben nacharbeiten muss. Und nicht bis Ende des Lebens , sondern vorübergehend. Man teilt doch nicht die alten und kranken Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen in zwei Gruppen , die dann jeden zweiten Tag im Wechsel versorgt werden. Auch im Gesundheitsamt haben die Leute seit Frühjahr keine Wochenenden und Feiertage, und sind erschöpft. Hier geht es um die Zukunft der Kinder, deren die gerade beraubt werden. Man kann auch die Lehrer per schnelle Gesetzesänderung zwingen mehr zu arbeiten, genauso wie man in die Leben der Restaurants Besitzer und co eingegruffen hat und deren Existenzen gefährdet. Die Lehrer haben ihr festes Einkommen und sicheren Job, Corona hin oder her. Und wenn sie jetzt sich wehren mehr für die Kinder zu tun, dann sind die nur „gerne Lehrer“ wegen des sicheren Jobs und nicht mit Herz und Seele dabei. Tut mir leid.

        • Die machen das, weil sie Helden sind und für sie geklatscht wird.

          Lehrer machen nur Lehrerzimmerpartys und chillen.

          Dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus enthalten.

          PS: Weil es nie Teil meiner Jobbeschreibung war, ein gesundheitliches Risiko einzugehen. Danke.

        • Weil sie sich in Kenntnis des Risikos für diesen Beruf entschieden und einen hippokratischen Eid geleistet haben. Und weil es ein Unterschied ist, ob man seine Gesundheit auf’s Spiel setzt, um Menschen zu retten, oder ob man das muss, damit Kinder untergebracht und Teenager von der Straße bzw. aus dem Haus sind.
          Denn es weigert sich ja kein Lehrer zu unterrichten, flexibel zu sein, ungewohnte Unterrichtskonzepte umzusetzen etc., also seinen Beruf weiterhin „mit Herz und Seele“ zu betreiben.

          Aber Fragen mit Gegenfragen zu beantworten, ist natürlich einfacher, als sie wahrheitsgemäß zu beantworten.

        • Robin,
          die Mitarbeiter im KH tun das nicht ungeschützt. Und es besteht ein eklatanter Unterschied darin, Leben zu retten oder die Betreuung von Kindern zum Wohle der Wirtschaft zu sichern. Sterben für Boni. Wo unterscheiden wir uns in diesem Punkt noch von den Trumpschen USA?

  18. Warum lässt man die Gruppen nicht auf Vor- und Nachmittag aufteilen. Ich rede hier von der Grundschule. Sodass die Gruppe A z.B von 8 bis 11 Uhr in der Schule ist und Gruppe B dann ab 12 bis 15 Uhr (in der Zwischenzeit wird gelüftet und desinfiziert) und in der nächsten Woche werden die Gruppen getauscht, also die die vormittag waren gehen nachmttag und umgekehrt, so wäre doch für alle das Problem gelöst. Dann könnten auch die Eltern der Klassenkameraden einander aushelfen und mal abwechselnd auf die Kinder aufpassen. Die Kinder wären jeden Tag in der Schule, die Unterrichtsversorgung wäre gewehrleistet. NUR!!! Die Lehrer müssten vorübergehend ( bis Normalität einkehrt) eben einen 8 Stunden Arbeitstag haben, wie alle (nicht verbeamteten) Berufstätigen.

    • Ich weiß ja nicht, ob Sie überhaupt im Entferntesten eine Ahnung haben, wie viele Stunden ein Lehrer arbeitet. Wenn ich nur acht Stunden pro Tag arbeitete wie alle anderen Berufsgruppen und dann am Abend und Wochenende frei hätte, könnte ich weder die Unterrichtsstunden vor- noch nacharbeiten, geschweige denn Klassenarbeiten korrigieren, Elterngespräche führen,…
      Ich glaube, dass sich die Meckerer wunderten, beendeten wir Lehrer unsere Arbeit nach genau acht Stunden.

      • Wie viele Klassenarbeiten wurden im lockdown denn geschrieben, die zu korrigieren gewesen wären?
        Drei Kinder an drei Schulen, das waren sehr viele unterschiedliche Erfahrungen. Von sehr engagiert (ich wieder sagen genau eine Lehrerin) über okay, ich schicke Wochenpläne bis zu, ich gebe ein projekt für 3 Wochen auf und meldet mich dann 3 Monate nicht war alles dabei.
        Mein Kind in der Notbetreuung hat nichts gelernt. Sollte ich das abends um 18 Uhr machen? Ich arbeite durch die Pandemie 150%, ich bin am Ende!
        Ausnahmslos alle Lehrer, die ich privat kenne, waren im lockdown in ihren Ferienhäusern. Und das sind keine schlechten Lehrer. Da bin ich mir sicher. Aber jetzt vielleicht die in der Zeit nicht gemachten Überstunden (die ja mit 14 Monaten Ferien abgegolten werden) nachholen, das wäre doch etwas! Nein, die Lehrer die ich kenne bereiten auch nur zum allergeringsten Anteil in den Ferien etwas Unterricht vor.
        Ich finde schon, dass es eine Schippe mehr sein könnte…
        Und zu guter Letzt: Die LuL die sich infiziert haben, haben dies tatsächlich genau wie die Schüler überwiegend außerhalb der Schule. Dass die Zahlen auch in den Schulen steigen ist doch logisch, wenn sie überall steigen. Es gibt in Grundschulen so gut wie keine clusterbildungen wie in Clubs Oder auf privaten Feiern. Auf die auch Lehrer gehen.
        Wenn Klassen in Quarantäne sind kann doch gut der online Unterricht erprobt werden. Sind ja fast alle nicht krank!

        • @Kathi: „Wie viele Klassenarbeiten wurden im lockdown denn geschrieben, die zu korrigieren gewesen wären?“ – Keine. Stattdessen mussten die von den Schülerinnen und Schülern eingereichten Aufgaben korrigiert werden. Das bedeutet, pro Lerngruppe erhält man täglich das Gegenstück einer Klassenarbeit auf den Tisch. Mehrere Klassenarbeiten am Tag zu korrigieren ist schlicht nicht möglich, also bin ich nie damit durchgekommen, alles zu korrigieren, obwohl ich schnellstmöglich auf Audiofeedback umgestiegen bin, einfach um schneller zu werden (und die Stimme des Lehrers wenigstens in einer gelegentlichen 3-5 Minuten langen individuellen MP3-Rückmeldung zu hören ist immerhin ein bisschen persönlicher).

          „Mein Kind in der Notbetreuung hat nichts gelernt. Sollte ich das abends um 18 Uhr machen?“ – Es heißt nicht umsonst „Notbetreuung“ statt „Regelunterricht“. Es wird lediglich sichergestellt, dass Ihr Kind während dieser Zeit betreut wird, damit Sie Ihren Beruf ausüben können. Mehr war weder vorgesehen noch – und das ist das Hauptproblem – personell leistbar.

          „Ich arbeite durch die Pandemie 150%, ich bin am Ende!“ – Same here…

          „Ausnahmslos alle Lehrer, die ich privat kenne, waren im lockdown in ihren Ferienhäusern.“ – Ehrlich jetzt? Da muss ich ja was falsch gemacht haben, dass ich einen Großteil meiner Zeit in meinem häuslichen Arbeitszimmer verbracht habe – warum nur habe ich kein Ferienhaus?

          „Dass die Zahlen auch in den Schulen steigen ist doch logisch, wenn sie überall steigen.“ – Warum ist es dann logisch, wenn nur in den Schulen das Mindestabstandsgebot nicht gilt???

          „Wenn Klassen in Quarantäne sind kann doch gut der online Unterricht erprobt werden. Sind ja fast alle nicht krank!“ – Ja, das hatten wir schon. Online-Unterricht mussten wir zu dem Zeitpunkt allerdings schon nicht mehr „erproben“, das konnten wir da schon. Allerdings sind weiterführende Schulen auch tendenziell technisch besser ausgestattet. War trotzdem Stress pur: Lerngruppe in Präsenz, Lerngruppe im Online-Unterricht, immer schön im Wechsel, genau nach Stundenplan.

    • Super Idee! Und Sie betreuen dann die Kinder der Lehrer? Oder wollen Sie lieber mittags, wenn wir unterrichten, unseren Unterricht vorbereiten? Ach, das können wir ja nachts machen, ist ja nur ein Halbtagsjob… Bitte informieren Sie sich besser über den Beruf eines Grundschullehrers. Gefährliches Halbwissen!

    • Einen 8 Stunden Arbeitstag hätte ich jetzt schon gern, meist ist es nämlich mehr. Nur dass es eben bei Lehrern keine Zeiterfassung gibt und jeder nur sieht, wann ich mein Auto vor der Haustür parke. Die von Ihnen vorgeschlagenen 6 Zeitstunden entsprechen 8 Unterrichtsstunden täglich, macht pro Woche 40 Unterrichtsstunden. Das Maximum bei LK beträgt 28 Unterrichtsstunden, glauben Sie, das Ministerium bezahlt auf einmal jedem Lehrer 12 Mehrarbeitsstunden pro Woche? Und ganz nebenbei: so ein ganz klein wenig muss Unterrichten auch vor- und nachbereitet werden.

    • @Robin:

      1. Grundsätzlich ließe sich ein solches Modell selbstverständlich anordnen – und ich hätte auch gar keine prinzipiellen Einwände dagegen. Möglicherweise werden Ihnen allerdings gewisse Bedenken kommen, sobald Sie meinen Kommentar auch nur zur Hälfte durchgelesen haben, aber nun ja, das ist nicht meine Schuld – es war schließlich Ihr Vorschlag, ich setzte ihn bloß um (freilich nur in Gedanken; manch einer würde wohl sagen: Gottseidank!).

      2. Die Schülerbeförderung müsste für Grundschulen mit ihrem begrenzten Einzugsgebiet wahrscheinlich nicht einmal komplett neu organisiert werden, bei weiterführenden Schulen sähe das schon völlig anders aus.

      3. „in der Zwischenzeit wird gelüftet und desinfiziert“ – Wollen Sie das die Lehrkräfte machen lassen? Ich frage nur deshalb, weil Sie sonst den Einsatz der Reinigungskräfte von Grund auf neu organisieren müssten. In weiterführenden Schulen wird übrigens auch gar nicht immer jeder Raum täglich gereinigt. Also müssten vermutlich die Lehrkräfte ran, wenn Sie – oder der Hygieneplan des jeweiligen Ministeriums für Schule und Bildung – auf die Desinfektion bestehen: Das wäre dann natürlich Arbeitszeit und mit A12 bzw. A13 und aufwärts sind wir dann vermutlich die bestbezahlten Reinigungskräfte auf der ganzen Welt. Ich sage ja nur…

      4. „NUR!!! Die Lehrer müssten vorübergehend ( bis Normalität einkehrt) eben einen 8 Stunden Arbeitstag haben, wie alle (nicht verbeamteten) Berufstätigen.“ – Aber gerne doch! Ab sofort? Bitte, bitte, bitte! Nach allen mir bekannten Arbeitszeiterhebungen, ganz zu schweigen von persönlicher Erfahrung, wäre das dann sogar weniger zu tun als sonst! Danke, danke, DANKE!!!

      5. Ihnen ist selbstverständlich klar, dass bestimmte bisher typischerweise von Lehrkräften geleistete Aufgaben dann leider vorübergehend nicht mehr übernommen werden können, um im Rahmen des von Ihnen ja für alle Berufstätigen – einschließlich der Lehrkräfte – geforderten Achtstundentages zu bleiben?

      Unterrichtsvorbereitung wäre wohl am wichtigsten, das sollten wir in den zwei verbleibenden Stunden (abzüglich der für die Desinfektion der Klassenräume benötigten Zeit – möchten Sie eigentlich nach 15:00 Uhr noch ein weiteres Mal desinfiziert/ gereinigt haben oder ist das egal?) in Ansätzen schaffen, wenn auch in sehr, sehr abgespeckter Form. Schade für die Schüler und deren Unterricht eigentlich, aber was will man machen, bei so wenig zulässiger Arbeitszeit…

      Aber dafür keinerlei schriftliche Tests, keine Klassenarbeiten, Korrekturen, Konferenzen, keine extra erstellten Kopien oder Arbeitsmaterialien, keine Elternanrufe, Elternbriefe, Elternsprechtage (wir führen in dieser besonderen Zeit nie, wirklich niemals Elterngespräche und schon gar nicht lassen wir uns jemals von Eltern anrufen oder antworten auf Emails, das wäre ja Arbeitszeitüberschreitung), keine Notengebung (wir versetzen einfach vorsichtshalber alles und jeden, von dem wir vermuten, dass er/ sie/ divers an unserer Schule vielleicht unterrichtet wird – genau wissen wir das allerdings nicht, weil es auch keine Klassenlisten, kein Festhalten der Fehlzeiten und keine Klassenbuchführung gibt), keine Zeugniserstellung (okay, also können wir sowieso niemanden versetzen, zumal es zusätzlich ja auch keine Versetzungskonferenzen gibt – alle kommen bitte einfach im nächsten Jahr in die Klasse, die sie gerne besuchen möchten, der Elternwille entscheidet), keinerlei Kommunikation mit den übergeordneten Dienststellen (man muss halt Prioritäten setzen…), keine Stunden- oder Einsatzplanung, kein Vertretungsplan: Wir schauen einfach morgens, wer da ist, und gehen jeweils in denselben Klassenraum wie sonst auch, und falls jemand krankheitsbedingt fehlt, bleiben halt ein paar Schüler unbeaufsichtigt, die dann selbstständig ihre Eltern anrufen und sich abholen lassen müssen; sofern ein Coronafall auftritt, werden die Eltern halt vom Gesundheitsamt informiert oder – je nach Region und Gesundheitsamt – auch nicht; und dass in der Klasse Ihres Kindes Läuse aufgetreten sind, merken Sie dann schon am Jucken auf der Kopfhaut.

      Heißa, das wird ein RIESIGER Spaß!!!

    • Robin,
      es sollte tatsächlich eine exakte Arbeitszeiterfassung für Lehrer erfolgen. Mit einer Überstundenregelung wie in einem Konzern üblich. Wenn man eine Schule wie ein Unternehmen sehen möchte, muss man auch die Mitarbeiter dementsprechend behandeln. Überstunden werden bezahlt und es erfolgt Freizeitausgleich.
      Klausuren werden nicht mehr am Wochenende korrigiert, die Klassenfahrt wird wie eine Dienstreise abgerechnet und der Tag der offenen Tür gilt als Arbeitszeit.
      Der Schichtbetrieb ist möglich, wenn die Überstunden bezahlt werden. Noch Fragen?

      • Genau dieser Auffassung bin ich auch. Arbeitszeit von 7:30 bis 16:30 und zwar in der Schule, auch in den Ferien ausser an 30 Urlaubstagen. Wie in jedem Konzern auch. Überstunden können dann in der unterrichtsfreien Zeit abgebaut werden, ansonsten ist Anwesenheitspflicht vor Ort in der Schule. Und klar, am Wochenende ist frei.

        • Dieter Molitor,
          d’accord. Mit Arbeitsplätzen, die Unternehmenstandards genügen, nicht als Huhn in einem Lehrerzimmer. Jede Korrektur wird als Arbeitszeit berechnet.
          Wissen Sie, wie oft meine Frau am Wochenende korrigiert hat, während ich wirklich frei hatte?
          Viele Lehrer würden wahrscheinlich liebend gerne nur von 8 bis 16.30 arbeiten.

          • Von 8 bis 16:30? Wie soll das gehen? 8 Stunden Arbeit + 0,5 Stunden Mittagspause plus 2 mal 0,25 Stunden Pause vormittags und nachmittags. Das ist gesetzlich vorgeschrieben (Quelle: Arbeitszeitgesetz). Unter 9 Stunden werden Sie nicht kommen, auch nicht in der unterrichtsfreien Zeit. Das sind die Mindestpausenzeiten, ausser Sie machen länger Mittagspause, dann wird es abends später. Oder wollen Sie die Pausen auch noch bezahlt bekommen?

          • Leute wie Sie, Herr Molitor, rechnen auch osteuropäischen 24-Stunden-Pflegerinnen vor, dass ihre Arbeitszeit doch maximal sechs Stunden beträgt, denn Mensch-ärgere-dich nicht-Spielen mit dem alten Herrn ist doch wohl keine Arbeit und nachts um drei aufstehen, um ihm beim Toilettengang zu helfen, dauert ja auch maximal zehn Minuten, gemeinsames Frühstücken ist Pause und Spazierengehen mit Rollstuhlschieben auch genau genommen Erholung.

            Kümmern Sie sich doch einfach mal um ihre eigenen Probleme, machen Sie ihren Job anständig und lassen Sie andere Berufsgruppen in Ruhe.

    • Ich habe mehr als einen 8 Stunden Tag, wie alle meine Kollegen. Arbeitsbeginn 7:30 – 12:30 oder 13:00 Uhr ohne Pause (nicht mal Toilettenpause. Dann Korrekturen, Elterngespräche, digitale Fortbildung, Unterrichtsvor- und -nachbereitung von 14:00 Uhr-17:00 oder 20:00 Uhr. Meist eher 20:00 Uhr. Kaum ein Wochenende, da die Arbeit kein Ende nimmt. Die gesamten Herbstferien (hahaha) habe ich am Schreibtisch verbracht, um auf eventuelle Schulschließungen vorbereitet zu sein.
      Unfasslich, dass es immer noch so dämliche Menschen gibt, die glauben, der Lehrer hätte mit Schulschluss Feierabend.
      Nur mal so, wir entscheiden nicht über Klassenteilungen. Wenn es kommt würden wir das wahrscheinlich auch wieder für „unsere Kinder“ durchziehen. Und trotzdem hätten die Trolle in diesem Forum noch etwas zu meckern. Also, was solls!

  19. So habe ich das nicht geneint, sondern dass wir alle auch andere Wege gehen müssen, was tun, was nicht angenehm ist oder genau unserer Bezahlung oder Berufsbezeichnung entspricht. Ich arbeute auch lieber von 8 bis 14.00 Uhr und werf dann noch nen Blick auf die Hausaufgaben.
    Aber wenn es die Situation erfordert, dann halt anders arbeiten. Ich hoffe einfach, dass wir mit gemeinsamen Anstrengungen die Pandemie schaffen.

    • Der Haken an Ihrer Idee besteht leider bereits darin, dass Lehrer in Vollzeit schon 60 Stunden und mehr pro Woche arbeiten. Irgendwann kann man die menschliche Arbeitszeit nicht mehr weiter steigern. Bei einem reinen Bürojob von 8-14 Uhr hat man natürlich ganz andere Kapazitäten übrig, als wenn man von 8-14 Uhr in der Schule lehrt und damit maximal die Hälfte der Arbeitszeit erfasst wird.
      Der Herr Ärztepräsident sollte sich lieber überlegen, wie seine Berufsgruppe zur Entschärfung der Pandemie beitragen kann. Ärzte, die sich weigern mittwochs oder freitagmittags zu arbeiten, selbst in Pandemiezeiten, sind keine große Hilfe für das Land – und das während die Kollegen im Krankenhaus Überstunden ohne Ende machen.

  20. Da kann ich nur sagen, Intelligenz beginnt bei der Berufswahl! Arbeit bis Mittag, ständig Ferien, im Frühjahr noch drei Monate frei gehabt wegen des Lockdowns bei vollem Gehalt – Lehrer sein ist so ein toller Job! Da frage ich mich doch, warum es in ganz Deutschland einen (zum Teil gravierenden) Lehrermangel gibt! Werdet doch alle Lehrer, auch Seiteneinsteiger werden mit Kusshand genommen!
    Ich bin seit 32 Jahren im Schuldienst – ohne Verbeamtung- und habe meine Arbeit immer gerne gemacht, aber was jetzt hier abgeht, ist einfach nur noch lächerlich.

  21. Haben die Damen und Herren nicht Ihre Hausaufgaben gemacht in den Sommerferien. Da war doch alles prima. Anstatt sich Ferien zu gönnen hätten sie sich weiter um Corona gekümmert

  22. Ich wäre ja schon froh, wenn die Ministerpräsidenten darauf kommen würden, dass sich das Infektionsrisiko und -geschehen in Grundschulen deutlich einschränken ließe, wenn Klassenleiterunterricht in den Kernfächern stattfindet und die Klassen voneinander getrennt werden, auch im Hort und Außengelände. Das ist es, was wir im Frühjahr gemacht haben und auf einmal erproben wir Maskenpflicht und extremes Lüften. Nur mit Trennung minimiert sich das Risiko für alle Beteiligten am System Schule effektiv. Gleichzeitig erhöht sich die Lern- und Übungszeit für unsere wichtigen Kulturtechniken und völlig aus dem Blick geratenden Umweltprobleme.
    Maskenpflicht für die wenig ansteckenden Kinder und Kunst, Werken sowie Musik durch Fachlehrer sind während der Pandemie jedoch wichtiger, als der überall gepriesene Gesundheitsschutz.

    Schade, dass Englischunterricht in der Kita jetzt ausfällt. Wie soll mein Kind da nur je die Sprache lernen? Was erst in der Grundschule? Was früher gab es das erst ab Klasse 5?
    Ja genau, als Kinder sich in ihrer Muttersprache noch vernünftig, in ganzen, klar verständlichen Sätzen ausdrücken konnten.
    Aber jetzt wollen wir erstmal sehen, was aus der sprachlichen Kompetenz der heutigen Kinder bei ständiger Maskenpflicht wird.

  23. Besorgte Bürger, nicht so reinsteigern. Aber uns fragt auch keiner in den medizinischen Berufen. Bei uns in der Zahnarztpraxis geht die Behandlung hintereinander weg. Da kann der Patient keine Maske tragen. Und täglich wechselnde Patienten von MO bis Fr 8-18 Uhr. Ich Frage mich echt, wo die Infektionen in Pflegeheimen, Schulen und Co herkommen. Auch wir sind mit Chef 10 Personen. Wir haben den Platz nicht, um den Abstand einzuhalten. Bisher war keiner positiv und Patienten haben sich auch noch nicht gemeldet. Und, wir Arbeiten im Risikogebiet. Die meisten Infektionen in dem Landkreis. Auch wir schauen mit gemischten Gefühlen, aber wir können uns nicht wegsperren. Selbst Virologen sagen, Lockdown immer wieder und dann lockern ist nicht sinnvoll. Dieses auf und ab kann nicht gut sein. PS: Wer hat die Zeit, die Kinder im Lockdown zu betreuen? Es werden viele in systemrelevanten Berufen nicht arbeiten können. Arbeiten Eure Kinder selbständig genug, um im Homescooling ihre Aufgaben zu erledigen? Ich bezweifle dass bei den meisten. Ich kenne kaum einen, wo die Kinder dass selbständig gemeistert haben. Vielleicht die älteren, ab 8. oder 9. Klasse. Ich müsste dann auch wieder kürzer arbeiten. Wir sind ja gesetzlich verpflichtet, den Kindern den Zugang und die Hardware zur Verfügung zu stellen und sie zu unterstützen. Arme Gesellschaft.

    • Auf wie viele Patienkontakte kommen Sie am Tag? Auf so viele wie ich? Zwischen 100 und 120 Menschen am Tag, in einem Raum voller Aerosole? Nein? Gut, also warum dann kommentieren.

  24. Es ist unglaublich. Ich bin aus Leidenschaft Lehrerin seit 27 Jahren. Ich unterrichte zur Zeit 25 Grundschüler, ohne Abstand, ohne Maske, ohne Pause, da aufgrund eines positiven Falles die Pausen separiert werden müssen. Völliger Schwachsinn, da die Kinder dicht auf dicht spielen, Geburtstag feiern und Oma besuchen.

  25. Es erschließt sich mir nicht, warum KH-Personal bzw. auch andere in diesem Forum, die Vergleiche anstellen zwischen dem Beruf LehrerIn und medizinischem Personal, nicht verstehen wollen, dass es auch im höchstpersönlichen Interesse der KH-Mitarbeiter sein sollte, wenn LehrerInnen Schutz bei ihrer Arbeit fordern.

    Es würde doch im günstigsten Fall dazu führen, dass auch die Kliniken ENTLASTET würden!
    Weniger infizierte SchülerInnen, weniger infiziertes Schulpersonal und in Folge auch weniger Infizierte in den zugehörigen Familien, seien es nun die Eltern oder Großeltern, etc….

    Statt dessen wird hier gegenseitig mit dem Finger aufeinander gezeigt.

    WIR ALLE wollen doch, dass es weniger Infektionen gibt, zum Wohle ALLER!

    Was also ist so verkehrt daran, wenn LehrerInnen Arbeitsschutz fordern? Alle anderen profitieren letztendlich auch davon.

    Und zum 100sten Mal:
    Niemand in diesem Forum WILL Schulschließungen!
    Aber wenn wir ungerührt so weitermachen wie bisher, dann wird es leider so stattfinden müssen.

    Die etlichen Lösungsvorschläge der Schulen und der LehrerInnen in diesem Forum, um genau DAS zu vermeiden, werden jedoch von den KM nicht gehört!

    Und von einigen Mitlesern oder diversen Kommentatoren offensichtlich ebenfalls überhaupt nicht begriffen!

    Und wer meint, Schulpersonal sei der einzige Kontakt mit Erwachsenen, den SuS haben…
    ( von wegen Infektionen),
    haben die nicht auch Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel…?

    Ich möchte ein neues Schulfach schon für Grundschulen vorschlagen: Logisches Denken!

    Stöhn!

    • @Mary-Ellen

      „Was also ist so verkehrt daran, wenn LehrerInnen Arbeitsschutz fordern? Alle anderen profitieren letztendlich auch davon.“

      Viele der hier „mitmischenden Gegenredner aus Prinzip“ wollen eben nicht wahrhaben, dass auch alle anderen – die gesamte Bevölkerung – davon profitieren. (Einige sind eventuell wirklich nicht in der Lage, das verstehen zu können.)
      Zu Ihrem ersten Satz: ALLES, was Lehrer wollen, MUSS verkehrt sein, denn die Lehrer sind grundsätzlich faul und böse und jetzt kriegen sie halt ihre Strafe! (Darüber kann man dann den Rest der Gesellschaft und alle guten Sachargumente aus den Augen verlieren, schade.) – Kinderträume von Leuten, die immer dieses frustrierte Kind geblieben sind und jetzt in ausgewachsenen Körpern gefangen sind.
      🙁

  26. Ich bin raus!

    Frau Merkel ich steh voll und ganz zu Ihnen, wir halten dagegen und halten durch!!!!

    DAS lasse/n ich/wir mir/uns nicht gefallen!

    Sie hatten keine andere Wahl, allein schon wegen der Genfer Flüchtlingskonvention!

    Ich würde wieder so handeln.
    Ich habe es gern getan.
    Ich habe viele gute Erfahrungen gemacht und tolle Menschen kennengelernt.

    Herrn Schäuble bewundere ich, für seine ruhige, ausgleichende Art und Weise, das Parlament zu führen.

    Der Aufruf vor 38 Monaten, zu gesellschaftlicher Jagd und Hetze, sollte ENDlich, deutlich und ausdrücklich, gesellschaftswirksam zurück genommen werden.

    Öffentlich!

    Es kommen Menschen, Familien, Existenzen zu SCHADEN!

    Von Menschenhand!!!

    Das ist Unrecht!!!!
    Vorsatz.

    Entwürdigend!
    Demütigend.
    Gemein.!!!!

    ———–

    Ich bin hier raus.
    Es nervt mich die Hetze so.
    Unerträglich!

    Vergesst die Maske nicht, es ist eine Katastrophe, für die niemand etwas kann! Alle tun ihr bestes, an allen Stellen, Tag und Nacht!

    Haltet euch bitte an die Regeln.

    Geht auf Nachbarn zu, die sich nicht mehr trauen, einkaufen zu gehen, weil sie alt und allein sind.
    Sie haben bestimmt die meiste Angst.

    Macht das Beste aus dem Schulalltag.
    Schule kann soooo viel Spass machen…

    Tschüss.

    … Und kritischer DAD: …Aus der hintersten Reihe lauthals krähen, aber selbst, NIcHTS machen, das konntest du schon immer 😉 am Besten! ….!

    • @Alter Schwede! „Ich bin hier raus.“ ….

      Ich denke dies kann endlich mal Ihre vielleicht einzig richtige Entscheidung sein. So wie feige wegzulaufen wenn es mal ernst wird und dies mutig durchzuhalten, bleib gesund!

      Wir werden daher mit freier Platzwahl, Maske, Abstand und unter Achtung unserer Mitmenschen munter weiterkrähen und dabei unser Bestes geben… und eher nichts erreichen.

  27. Warum um alles in der Welt haben die Kultusminister und Ihre Lehrplankommissionen sich in der „Sommerpause“ nicht mal hingesetzt und die Lehrpläne ausgedünnt!!?? Die einfachste Möglichkeit wird absolut ignoriert. Stattdessen muss ein Zusatzjahr her, was eine ganze Generation an Ausbildungsplätzen und irgendwann Steuereinnahmen kosten würde. Das die Unterrichtsinhalte in Wahlpflichtbereichen gekürzt werden können bzw. wir endlich den vertiefenden Lehrstoff in den einzelnen Fächern ( der Gegenstand von Fachstudium oder Ausbildungen ist) rausnehmen, ist mehr als an der Zeit!

  28. Ich weiss ,
    Das ich nichts weiss.
    Ich weiss das eine Persönlich Biographische kriese ,zeigt
    Was lange im Verborgenen war .
    Ich vermute das diese Welt und Landeskriese ,
    Ein Symptom ist für eine Disharmonie
    Des menschlichen Denkens
    Des menschlichen Fühlens
    Des Menschlichen Handelns .
    Und ich weiss nur
    Das sich das genau jetzt ohne
    Verfärbung genau zeigt .
    Eines ist klar
    Das ganze sind wir alle .
    Jetzt könnte es heißen :
    Kurs halten
    Segel einholen
    Und wenn der Capitaen nicht mehr weiss das er der Kapitän ist
    Eigenverantwortung
    Übernehmen .
    Mutig
    Im Denken
    Fühlen und Handeln .
    Alles andere ist gesagt

  29. Das, was SchülerInnen, LehrerInnen, Kinder, ErzieherInnen, ÄrztInen, PatientInnen in diesem Jahr lernen, kann keine Schule vermitteln.
    Viele der in der Regelschule vermittelten Inhalte sind doch schon wieder überholt, wenn die SchülerInnen ihren Abschluss machen,
    Umgang mit Krisen, miteinander Regeln verhandeln, anwenden, ggf anpassen, ist das nicht genauso wichtig?!
    Ich habe meine Erfahrung als Lehrerin an 2 Regelschulen gemacht. Da ist viel Starrheit und Beharren auf dem Lehrplan. Meine Göttin, der kann doch nur der Rahmen sein und ist zu füllen, mit dem, was gerade in der Welt ansteht, global wie lokal.
    Dass alle bis zur Erschöpfung arbeiten, wird doch gerade so klar.
    Wir erfahren endlich das voneinander, worauf wir vielleicht vorher nicht geachtet haben.
    Es geht-wieder-um RückSicht, MitGefühl…Nur damit im Zusammenhang wird Wissen doch sinnvoll. Ich finde die Kinder verpassen garnichts. Der Blick wird weiter und das Verständnis wächst, über das individuelle, familiäre Umfeld hinaus.
    Meint, dass es nun ums Aushandeln geht. Dranbleiben und Herz und Geist weit öffnen. Um zu Verstehen. Und Verständnis zu entwickeln.

  30. Ich arbeite an einer Berufsschule, verlasse das Haus 7.00 Uhr und bin erst gegen 16.00 Uhr oder noch später zuhause. Jeden Abend sitze ich noch ca 4 – 5 Stunden im Büro. Jeden Sonntag bin ich mindestens 7 Stunden, manchmal auch 10 Stunden im Büro. Mein Mann hat sich daran gewöhnt allein Fahrrad zu fahren und sitzt abends allein im Wohnzimmer. Ich arbeite voll, wäre gern bereit in solchen Ausnahmefällen Schichten zu arbeiten. Aber wofür? Für diesen Staat, der alles runterfährt und eine Forderung nach der anderen stellt? Wir Lehrer werden immer verantwortlich gemacht, wenn Schüler ihr Ziel nicht erreichen oder wir den Erwartungen der Eltern nicht entsprechen. Ich bin und werde nicht verbeamtet. Ich muss noch 11 Jahre arbeiten. Meine Rente beträgt 1204 Euro.

    • @M.S.

      ??? „Die mehr als 30 Tage Ferien …“???

      Jetzt bin ich aber echt ein Bisserl enttäuscht von Ihnen – und das ist KEIN Scherz.

      Sie sind oft genug dabei in diesem Forum, dann haben Sie garantiert schon mehrfach gelesen über den Unterschied zwischen
      – Ferien
      – unterrichtsfreier Zeit.

      Wenn Sie so weitermachen, ist Ihr – bisher gutes Ansehen – bald total ruiniert.
      Dann bleibt Ihnen eigentlich nur noch eine Option: Sie MÜSSEN dann einfach Lehrer werden, an jedem anderen Ort würden Sie sonst Ihre hart erarbeiteten Kompetenzen vergeuden.

      Aber dann kämen Sie auch endlich in den Genuß aller Vorteile, die Lehrer so genießen …
      Also dann:
      „Bis bald!“ im Lehrerzimmer Ihrer Wahl.

  31. @M.S.

    ??? „Die mehr als 30 Tage Ferien …“???

    Jetzt bin ich aber echt ein Bisserl enttäuscht von Ihnen – und das ist KEIN Scherz.

    Sie sind oft genug dabei in diesem Forum, dann haben Sie garantiert schon mehrfach gelesen über den Unterschied zwischen
    – Ferien
    – unterrichtsfreier Zeit.

    Wenn Sie so weitermachen, ist Ihr – bisher gutes Ansehen – bald total ruiniert.
    Dann bleibt Ihnen eigentlich nur noch eine Option: Sie MÜSSEN dann einfach Lehrer werden, an jedem anderen Ort würden Sie sonst Ihre hart erarbeiteten Kompetenzen vergeuden.

    Aber dann kämen Sie auch endlich in den Genuß aller Vorteile, die Lehrer so genießen …
    Also dann:
    „Bis bald!“ im Lehrerzimmer Ihrer Wahl.

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