Schulen im Lockdown-Chaos: Lernplattformen fallen in mehreren Ländern aus

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MÜNCHEN. Das Chaos um den Schulbetrieb setzt sich fort: Schülerinnen und Schüler sollen während des Corona-Lockdowns von Zu Hause aus lernen. Doch Online-Lernplattformen von Kultusministerien sind überlastet. In gleich mehreren Bundesländern gibt es Probleme.

Kein Anschluss unter dieser Nummer. Illustration: Shutterstock

In mehreren Bundesländern sind zum Start des Lockdowns die digitalen Lernplattformen ausgefallen. Mit dem Wechsel vieler Schülerinnen und Schüler in den Distanzunterricht traten auf mehreren Online-Portalen, über welche die Schülerinnen und Schüler mit Aufgaben und Unterrichtsmaterial versorgt werden sollen, Probleme auf.

Mebis geht zu Stoßzeiten nach wie vor immer wieder in die Knie

In Bayern fiel die ohnehin störanfällige Lernplattform Mebis am Mittwochmorgen aus. Nach dem Einloggen wurden Wartezeiten von bis zu 15 Minuten angezeigt, doch der Nutzer gelangte auch danach nicht auf die gewünschte Webseite. «Aktuell melden sich sehr viele Nutzerinnen und Nutzer gleichzeitig an der Lernplattform an. Dadurch kommt es leider zu langen Wartezeiten. Alle anderen Mebis-Teilangebote stehen voll zur Verfügung», hieß es auf der Webseite. Bei Mebis hatte es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben. Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) steht in der Kritik, weil die Lernplattform zu Stoßzeiten nach wie vor immer wieder in die Knie geht.

«Leider zeigt sich seit letzter Woche unter erhöhter Last: Alle umgesetzten Maßnahmen zeigen bislang nicht die Wirkung, die ich mir wünsche», räumte Piazolo ein. «Das ist für mich nicht akzeptabel.» Piazolo versprach nun eine Lösung für die Zeit nach den Weihnachtsferien. Der Minister und sein Team müssen in den Ferien also nachsitzen, denn auch die Staatskanzlei hat diese Frist gesetzt. «Die erneuten Störungen bei Mebis sind unverständlich und ärgerlich. Wir haben den klaren Auftrag an das Kultusministerium erteilt, die Probleme umgehend zu beheben», sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). «Nach den Ferien muss der Distanzunterricht reibungslos stattfinden können, wenn es notwendig ist.»

Auch im Saarland fiel die Lernplattform für Tausende Schüler und Lehrer zeitweise aus. Sie sei wegen der vielen Zugriffe wahrscheinlich überlastet gewesen, sagte am Mittwoch ein Sprecher des Bildungsministeriums in Saarbrücken. Im Laufe des Vormittags sei die Plattform «Online Schule Saarland» wieder erreichbar gewesen. Es werde daran gearbeitet, dass sich dieses Problem nicht wiederhole. Auf die Plattform mit Unterrichtsstoff und anderen Lernmaterialien können rund 300 Schulen und andere pädagogische Einrichtungen zugreifen, angemeldet sind rund 70 000 Schüler und 8700 Lehrer.

„Die Senatsbildungsverwaltung arbeitet mit Hochdruck an einer Lösung“

Auch in Berlin gab es am Morgen Probleme mit der digitalen Plattform Lernraum. Etliche Schüler wie Lehrer, die das System für das schulische Lernen von zu Hause aus nutzen wollen, konnten sich dort am Mittwoch nicht anmelden, wie Nutzer unter anderem in sozialen Netzwerken berichteten. Bei anderen funktionierte das nur mit Verzögerung. «Die Senatsbildungsverwaltung und die zuständigen externen Dienstleister arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung», sagte ein Sprecher auf Anfrage. Der Lernraum wird vom Berliner Senat als datensicheres System empfohlen und wurde seit Beginn der Pandemie im Frühjahr stetig ausgebaut und weiterentwickelt. Aktuell haben dort laut Bildungsverwaltung 108.000 Nutzer einen aktiven Account.

In Mecklenburg-Vorpommern brach am Mittwoch der Server für die Lernplattform der Schulen unter der Last der Zugriffe zusammen. Der Zugriff der Schulen auf das Lernmanagementsystem sei am Mittwoch sprunghaft angestiegen, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums in Schwerin. Diese «enorme Nutzung» habe dazu geführt, dass die Server, auf denen «itslearning» laufe, an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen seien und die Arbeit mit dem System zeitweise nicht möglich gewesen sei. «Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, um schnellstmöglich zusätzliche Serverkapazitäten zur Verfügung zu stellen und damit das System zu stabilisieren», erklärte der Sprecher. Mehr als 300 Schulen in MV haben demnach bislang einen Zugang zu der Lernplattform.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind deutschlandweit die Schulen geschlossen oder der Präsenzpflicht ausgesetzt worden. Die meisten Schülerinnen und Schüler erhalten Distanzunterricht, das heißt, sie sollen unter Anleitung von Zuhause aus lernen. Dazu werden sie von Schulen unter anderem über digitale Lernplattformen der Länder mit Aufgaben und Unterrichtsmaterial versorgt. dpa

Chaotischer Start in den Lockdown an Schulen – „Was hat das Bildungsministerium eigentlich in den letzten 9 Monaten gemacht?“

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41 KOMMENTARE

  1. Das Schulportal in Hessen läuft. Ab und an dauert es, aber bisher alles gut. Ein Danke an die wenigen Menschen , die das System am Laufen halten. Und: Die Idee des HKM 2019, das Schulportal einzustellen, war schon damals eine Lachnnummer……

    • Lanis war heute nur im Wartungsmodus zu erreichen. Es gab nur die Grundfunktionen. Dazu gehört das Nachrichten Tool aber leider nicht. Man konnte mit den Schülern also den ganzen Tag keine Nachrichten schreiben, also auch nicht den Jitsi Link senden oder abrufen.
      Und hier ist Hessen. Scheint also nicht überall gleich zu sein hier in Hessen.

      • Mit den abgeschalteten Modulen konnten wir leben. Das Nachrichtentool finde ich etwas unhandlich. Ich nutze die klassische Mail. Dafür gab es nur längere Login-Zeiten und keinen Totalsausfall.

        • Ich soll mit meinen Hauptschülern mailen? Die haben nicht mal alle Email. Ich bin froh, wenn die alle ihr Lanis Passwort haben. Das Nachrichten Tool ist essentiell. Und es ist einfach Mist, wenn das plötzlich einfach weg ist. Und extrem peinlich. Bis jetzt ist es nicht wieder aufgetaucht.
          Ein Armutszeugnis für die hessische Landesregierung.

          • Nachrichten lassen sich auch prima über Moodle austauschen und das läuft idR. ohne Probleme!

            Danke für die gute Arbeit!

  2. In Berlin ist im Frühjahr der „Lernraum“ auch zusammengebrochen genau wie jetzt, dann wurde er mit zusätzlichen Servern verstärkt. Aber es wurde zu keiner Zeit ein Stresstest durchgeführt, z. B. dass nach Absprache die Schulen zeitgleich auf die Plattform zugreifen sollen. Jetzt haben wird das Chaos, er funktioniert nicht.
    Es gibt auch kommerzielle Provider, die ihr Geschäft beherrschen….

  3. Was zu erwarten war. Wenn man noch einen Beweis sucht, dass die KMK Distanzunterricht nie ernsthaft in Betracht gezogen hat, dann haben wir ihn hier.

    Im Gegensatz zu kommerziellen IT-Plattformen für eine weitgehend unbekannte Nutzergruppe hat man hier den Vorteil, dass es ziemlich genau klar ist, wie viele Nutzer das System gleichzeitig bedienen können muss. Das weiss man mindestens seit dem Frühjahr, nämlich ALLE Schüler des betreffenden Bundeslandes. Wie viele das sind, sollte dem KM eigentlich bekannt sein.

    Dann muss man die Plattform so auszulegen, dass sie damit umgehen kann. Das ist keine Raketenwissenschaft.

    Von daher sollten die KM der betreffenden Bundesländer zurücktreten, da sie offenbar nicht in der Lage sind, eine naheliegende und seit langem bekannte Aufgabe zu lösen.

    • @Jan aus H

      „Das weiss man mindestens seit dem Frühjahr, nämlich ALLE Schüler des betreffenden Bundeslandes. Wie viele das sind, sollte dem KM eigentlich bekannt sein.“

      In den KMs werden bestimmt noch die Karteikarten – für jeden Schüler 1 – erstmal nach Alphabet sortiert.
      Daraus ergibt sich ein Vorteil beim manuellen Durchzählen. 😉

      Das dauert halt länger, denn das wird nicht in der Chefetage gemacht.
      Also ist das in einem Raum, wo der EINZIGE mit dieser Aufgabe betraute Mitarbeiter sitzt ein bisschen schwierig.
      In diesem Büro hat es nämlich für Luftfilter nicht gereicht … Stattdessen hat man ihm eine Kopie des Lüftungskonzepts zur Verfügung gestellt.

      Wir alle wissen, was mit losen Papieren bei ordnungsgemäßem Lüften mit Durchzug passiert.
      Der arme Tropf muss also alle 20 Minuten von vorne anfangen …

      Hat alles System im System.
      😉

  4. Pah drei Tage vergebs versucht Unterricht über die niedersächsische Bildungscould zu machen.. Drei Tage kläglich gescheitert und auf die im Frühjahr schon genutzte Plattform zurückgegriffen.. Macht so richtig Spaß als Schüler 20 Minuten zu verschwenden wenn nix funktioniert, insbesondere wenn man noch Leistungsnachweise bringen muss wie Präsentation, weil die armen Lehrkräfte irgendwie noch Noten zusammen bekommen müssen. Andere öffentliche Plattformen bekommen es hin. Armselig aber sehr passend zu dem allgemeinen Bildungssystem.. Einfach zum scheitern verurteilt.

  5. Gut so! Endlich wird deutlich, was in den letzten Jahren – Stichwort Digitalisierung – total schiefgelaufen ist. Durch den öffentlichen Druck kommt jetzt endlich Bewegung in die Kultusministerien. Das wird zwar noch eine Weile dauern, aber immerhin …

  6. „Logineo“ war in NRW heute vormittag ebenfalls für Stunden lahm. Viele, viele Millionen darin versenkt, aber häufig man kommt sich so vor, als müsste man eine Nummer ziehen oder einen Slot buchen, um eine Dienstmail zu verschicken. Fehler können passieren, aber das? Vor allem, wenn genau diejenigen Fehler zu verantworten haben, welche sich über alle Wissenschaft erhaben wähnen. Der Ton wird rauer werden, und ich glaube nicht, dass wir Lehrer, die tagtäglich unseren Dienst verrichten (heute!! noch mehrere Großveranstaltungen mit teils über 20 SuS angeleitet), dies zu verantworten haben.

    • „Es ist schon beschämend, dass die digitalen Medien nun nicht funktionieren, wo die Schulen geschlossen worden sind.“

      Wenn man monatelang predigt, dass Präsenzunterricht wichtiger als Gesundheitsschutz ist und dass die Schulen sicher sind und dass Kinder niemanden anstecken usw., dann ist klar, dass man sich dann nicht um die Plattformen für den Fall einer Schulschliessung kümmert. Man hat sich schließlich mit Händen und Füßen gegen die Schulschließung gewehrt…

  7. Ich bin in BaWü und froh, dass Ferien angeordnet wurden. Das haben wir Lehrer uns auch redlich verdient für das was wir die letzten Wochen geleistet haben. Ich werde keine Lernplattform anfassen, solange ich keine gründliche Schulung erhalten habe. Ich habe seit zig Jahren meine Unterlagen und Unterrichtsplanung, das reicht für mich und die Schüler. Wenn ich jetzt umstellen muss, wer bezahlt mir die Zeit um alles umzukrempeln? Das Geld für diese Lernplattform wäre bei den Lehrerentlohnungen sehr viel besser aufgehoben, dann könnten wir uns auch mit den modernen Techniken befassen.

    • Ich bin in Niedersachsen Lehrer und hier sind keine Ferien angeordnet, sondern die Schülerinnen und Schüler (SuS) sind in das Distanzlernen geschickt worden. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Lehrerinnen und Lehrer (LuL) ihre SuS beim Distanzlernen betreuen und sie bei Fragen unterstützen. Ich kann kaum glauben, dass in BaWü die Ferien vorgezogen sein sollen. Der aktualisierte Ferienkalender für BaWü sieht dies nicht vor!

      Insbesondere haben LuL keine Ferien sondern eine unterrichtsfreie Zeit. Der Jahresurlaub der niedersächsichen LuL ist genauso lang ist, wie der im übrigen öffentlichen Dienst (nämlich 6 Wochen, zumindest in NDS). Dass die LuL in den letzten Wochen viel geleistet haben, ist unbestritten. Dies gilt aber für viele andere Menschen in Zeiten der Pandemie genauso. Es ist aber so, dass wir noch arbeiten können und zu jedem 1. eines Monats das volle Gehalt auf dem Konto ist (zumindest in NDS ist das so). Das ist in vielen Berufgruppen aufgrund von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit überhaupt nichzt der Fall. Und die betroffenen Familien müssen mit erheblichen Gehaltseinbußen umgehen.
      Es ist auch unverantwortlich, wenn LuL meinen, dass ihre seit zig Jahren verwendete Unterrichtsplanungen und deren Unterlagen in Zeiten der Pandemie für Sie selbst und Ihre SuS noch genügen und zeitgemäß sein sollen. Das wird den heterogenen Lerngruppen und ihren unterschiedlichen Bedürfnissen heute sicher nicht mehr gerecht.
      Selbstverständlich müssen sich alle LuL auf diese ungewöhnliche Zeit umstellen und es ist auch so, dass vieles vor Ort nicht glatt läuft und auch die Digitalisierung an den Schulen oft verschlafen wurde. Dafür gibt es viele Gründe, allerdings können unsere SuS gar nichts dafür und sie sollten daher auch nicht von fortbildungsunwilligen LuL mit Unterrichtskonzepten der letzten zig Jahre zugemüllt werden. Das gilt für mich in diesen Zeiten allerdings genauso wie in normalen Zeiten.
      Jede Lehrkraft hat die Pflicht sich fort- und weiterzubilden und darf sich nicht auf die einmal im Referendariat gemachten Konzepten berufen und diese als das Nonplusultra preisen. Das wird der Entwicklung der Gesellschaft genauso wenig wie dem Bildungsauftrag der Schule gerecht.
      Das Geld für Lernplattformen in eine bessere Lehrerentlohnung einfließen zu lassen, um damit zu rechtfertigen, man würde sich dann mit modernen Techniken befassen, ist an Ignoranz kaum zu überbieten. Ich verstehe die Korrelation einer besseren Lehrerbesoldung (BaWü hat im Übrigen neben Bayern bundesweit eine der besten Vergütungen für Beamte!) und der Auseinandersetzung mit modernen Techniken nicht. Wie geht das zusammen? Wenn ich mehr Gehalt habe, dann befasse ich mit mit moderner Technik? Dies ist doch ein sehr kurioser kausaler Zusammenhang. Entweder ich möchte (intrinsisch motivert) meinen Unterricht modern aufgestellt wissen oder ich lass es gleich bleiben, denn dann nützt die extrinsische Motivation einer höheren Besoldung auch nichts. Das ist zumindest so, wenn man der Lernpsychologie glauben darf.
      Soweit meine Meinung zu Lydia L 82 Kommentar.
      Es ist 9.00 Uhr. Ich muss mich jetzt um meine SuS im Fernunterricht kümmern!

      • Warum sollte ich das? Bei mir hat letzthin ein Klempner einen Wasserhahn ausgewechselt. Dieser Handwerker hat sich die letzten 20 Jahre sicher auch nicht weitergebildet, denn ein Wasserhahn hat sich auch nicht verändert. Auf seiner Rechnung stand dann noch eine Unsumme. Der verdient mehr als ich in der Stunde und ich habe eine akademische Bildung. Das kann nicht sein. Diese Rechnung werde ich ganz sicher so nicht akzeptieren, dass ein einfacher Handwerker mehr verdient als ein Pädagoge.
        Übrigens in BaWü wurden die Ferien vorgezogen und BaWü ist auch ein reicheres Land und deshalb ist es auch selbstverständlich, dass die Landesbeamten dann auch mehr verdienen als die in armen Ländern.

        • @Frau Lydia L.
          Zu Ihrem Selbstverständnis „armes Land“ versus „reiches Land“ sowie Ihren nicht akzeptierten Handwerkerrechnungen will ich mich gar nicht weiter äußern. Nur soviel: Ich unterstelle meinen Handwerker/innen nicht, dass sie sich in den letzten 20 Jahren nicht fortgebildet hätten.
          Aber sollte es tatsächlich stimmen, dass Sie sich in den letzten ZWANZIG Jahren nicht weitergebildet haben sollten, dann ist das – völlig egal ob mit oder ohne akademischer Bildung – skandalös genug!
          Pädagogen, die nicht bereit sind, sich fort- und weiterbilden (zu lassen) und meinen, dass das, was sie vor 20 Jahren einmal gelernt haben, heute immer noch aktuell und ausreichend sei, verwirken zumindest nach meinem Selbstverständnis das Recht unsere SuS zu beschulen.
          Aber vielleicht stimmt auch etwas mit Ihrem Selbstverständnis als Pädagogin nicht?

          • Ich wüsste nicht was es beim Wechsel von Wasserarmaturen zum Fortbilden geben sollte. Das lernt man einmal und das ändert sich auch nach 80 Jahren nicht mehr. Ich glaube Sie haben bei so etwas noch nie zugeschaut. Das würde nicht schaden und erweitert den Horizont ungemein.
            Wenn Sie Handwerkern einfach so über den Weg trauen, dann ist es Ihre Sache, ich jedenfalls nicht. Die bringen das gesamte Lohngefüge durcheinander, wenn für solche primitiven Arbeiten solch horrende Summen bezahlt werden müssen.
            Wir sind total vom Thema abgeglitten, ich werde nichts tun, für das ich nicht bezahlt werde. Und schon gar nicht meine privaten Materialien benutzen. Die meisten Anderen hier im Forum denken und handeln genauso, wie ich so rausgelesen habe.

          • Desweiteren sehen Sie ja, was man davon hat, wenn man sich auf diese Technik verlässt. Mein bewährtes System funktioniert. Und Ihres? Das Beste ist, Sie können sich nicht mal selbst helfen. Wo haben Sie denn angerufen, als nichts mehr funktionierte, und wurde Ihnen auch prompt geholfen? Da sehen Sie ja wo wir hinkommen, ich würde auch niemals meine selbsterstellten Konzepte auf irgendwelchen Plattformen ablegen, damit sie jeder sieht und kopiert. Diese Arbeit habe ich mir gemacht und ist mein Eigentum.

          • @Fliewatüüt

            Ich bin leider erst durch Ihren Kommentar darauf gekommen (vielen Dank für den Hinweis!) und meine, dass wir bei news4teacher einem Fake-Account (!) aufgesessen sind.

            Behauptung:
            Lydia L82 ist gar keine Lehrerin. Dazu ist das, was sie hier öffentlich macht, wirklich nicht von dieser Welt.

            Nachweis:
            Eine Lehrkraft, die Erziehungsberechtigte als „Prolleltern“ bezeichnet und sogar „Einflussnahme im Amt auf die persönliche Meinung der Eltern ausübt (wie von ihr selbst behauptet, das Verschrotten des Pkws)“, kann von dem Dienstherrn belangt werden.
            Lehrkräfte dürfen nicht beleidigen und unterliegen im Unterricht dem Neutralitätsgebot. Ferner den Unterricht von SuS mit einer Reparatur von Wasserhähnen zu vergleichen, ist auch mehr als daneben und spricht gegen die personale Kompetenz das Amt ausüben zu können.
            Da würde bei Beschwerden von Eltern und Schülern jedes Schulamt (und sicher auch die in BaWü, respektive KM´ Eisenmann) hellhörig werden und einschreiten müssen und dann ist es vorbei mit dem Amtsausübung.

            Also: Fake-Account!
            q.e.d.

            Freundliche Grüße aus NDS und jetzt koche ich mir ein Tee und zünde eine Kerze an

          • @Lydia L 82

            Werte Dame,
            Ihr Post “ Lydia L 82 17. Dezember 2020 um 15:21″ zweigt von meinem ( Fliewatüüt 17. Dezember 2020 um 13:01) ab.
            Aber es gibt NULL Bezug.

            „Wo haben Sie denn angerufen, als nichts mehr funktionierte, und wurde Ihnen auch prompt geholfen?“
            Hä?

            Also ich fürchte, Tee und Kerze reicht nicht.
            Da muss was Stärkeres her.

    • Das stimmt so nicht ganz. In Ba-Wü sind die Abschlussklassen im Distanzunterricht. An meiner ehemaligen Schule (ich bin derzeit im Sabbatjahr – zum Glück) sind das 20 Klassen. BigBlueButton wurde am gestrigen Tag so häufig genutzt wie nie zuvor.
      Völlig unklar ist mir, wie das vom KM gehandhabt wird. Ein Großteil der LuL hat 5 unterrichtsfreie Tage geschenkt? bekommen und ein Teil hält weitere 5 Tage Distanzunterricht mit allem drum und dran.

  8. Ich bin so froh, dass wir auf dem Webspace unserer Schulhomepage (10€/Monat bei nem ganz normalen Anbieter für Webspace) auch unsere Lernplattform haben und nicht auf das halbfertige Zeug angewiesen sind. Video-Unterricht und Dokumente im Team bearbeiten können wir darüber zwar nicht machen, aber Logineo kann das auch noch nicht.

  9. Ich verstehe auch überhaupt nicht, wieso einerseits Bildung und andererseits Digitalisierung zu Bundesthemen erklärt werden, dann aber die Länder alle ihre eigene Suppe bezüglich Plattform und Infrastruktur kochen.
    Ich gehe davon aus, dass die Grundanforderungen von Schulen an solch eine Software und deren Betrieb überall die gleichen sind.

    Warum also keine kooperative Plattformentwicklung?

    Warum müssen die gleichen Probleme überall neu gelöst werden?

    Das ist so, als würde man in jedem Bundesland neu darüber nachdenken, wie wohl eine Wandtafel beschaffen sein muss, oder jedes BL selbst einen Beamer zur Wandprojektion erfindet.

    Wir brauchen deutschlandweit ein einheitliches Lösungs- und Betriebs-Konzept, dass von den Ländern nur adaptiert und konfiguriert werden muss.

    Herausfordernd in der Entwicklung, aber ungemein hilfreich und förderlich nach Umsetzung.
    Hier hat der Bund als Integrator der Länder versagt.

  10. Antwort an IT-ler: es werden nicht nur die selben Fehler gemacht und die gleichen Probleme gelöst. Viel schlimmer ist, dass dies von inkompetenten Leuten gemacht wird die dann auch noch zu wenig Budget haben, um eine vernünftige Lösung hinzubringen. Dazu kommt, dass die Lehrer vollkommen alleine gelassen werden. Keine Schulung und meist mit privaten Endgeräten arbeiten müssen. Grade so als ob der Automechaniker sein Werkzeug mit in die Werkstatt bringen müsste. Und der IT Beauftragte an Schulen ist derjenige Lehrer, der sich am wenigsten Weggeduckt hat. Alles in allem ein geplantes Versagen.
    Schuld ist aber auch die Industrie: sie hätte sich weigern müssen, unter diesen Umständen Platformen aufzubauen – aber da hat man einfach das Geld genommen.
    Die freie Wirtschaft ist auch im Lockdown. Home Office und virtuelle Meetings sind an der Tagesordnung. Das funktioniert über die ganze Welt hinweg sehr gut. Warum geht es in der realen Wirtschaft und die Verwaltung scheitert so kläglich?

  11. Zum Versagen auf ganzer Linie passt, dass es aktuell (Do., 09.00) schon wieder keine Slots gibt, um in NRW auf logineo Dienstmails zu verschicken. Wahrscheinlich habe ich übersehen, erst einen formellen Antrag auf das Versenden einer Dienstmail zu stellen oder eine Nummer zu ziehen. –
    Vielen Dank im Übrigen an news4teachers für die Gelegenheit, solche Informationen hier zu teilen (und damit auch ein wenig Frust abzuladen).

  12. @IT-ler: „Hier hat der Bund als Integrator der Länder versagt.“ – 16 Länderchefs zu mehr als nichtssagenden gemeinsamen Beschlüssen anzuleiten ist eine Aufgabe, die de facto jedes menschenmögliche Maß steil übersteigt. Wie wir ja jetzt mehrfach gesehen haben.

  13. Schon in der Fortbildung unserer Plattform nach Ostern war es mit 20 Teilnehmern so, dass es immer wieder Abstürze gab.
    Gestern war ich sehr früh dran. Trotzdem hab ich durch laaaaaange Wartezeiten und Abbrüche im System etwa 50 Minuten gebraucht um zwei Dokumente hoch zu laden.
    Offensichtlich hatte ich da noch Glück.
    An Dienstag bin ich gar nicht auf die Plattform gekommen.
    Wenn man mal drin ist, beschreibt sich die Mechanik und Systematik der Plattform am besten mit dem Begriff seltsam.
    Wir haben mal gezählt, wenn ein Schüler sich selbst in einen Kurs einschreiben will, ist das schon mit 15 kurzen Klicks und Eingaben erledigt. Toll!
    So was kommt eben raus wenn unsere Kultusminister*innen ihrem Genie freien Lauf lassen.
    Unsere Plattform wurde wahrscheinlich in einem Projekt der Informatik AG der Gesamtschule Hintertupfingen erstellt.

  14. Digitalisierung an Schulen wurde von den Kultusministerien lächerlich gemacht. Im März waren Lehrer hochmotiviert und Fortbildungen wurden absolviert. Denn auch meine Frau ging davon aus, dass die Moderne endlich an Schulen Einzug hält und ihr AG während einer Pandemie ihre Gesundheit schützen will. Als im September die Schulen ohne Schutz öffneten, kamen sich die engagierten Lehrer wie Idioten vor. Es wurde sehr schnell klar, dass es nie um Digitalisierung ging, es ging um Betreuung.
    Ich kann inzwischen jeden Lehrer verstehen, der bei dem Begriff Digitalisierung das kalte Grausen bekommt.
    Schulen hatten Konzepte, Lehrer gute Ideen, aber nichts davon hat interessiert.
    Und den krönenden Abschluss bildet nun das Versagen von Mebis und Co.
    Dieses Jahr war eine Lektion in Demotivation.
    Und wie sollen Lehrer in den nächsten Wochen abschalten können, wenn sie nicht wissen, ob sie nicht im Januar wieder bei Inzidenzen über 200 im Präsenzunterricht verheizt werden? Es gibt keinen Plan, nur ein weiteres Gehangel von Ferien zu Ferien. Für Eltern, Lehrer und Schüler eine belastende Situation.

  15. Soviel zu den faulen Lehrern, die frei machen, wenn keine Präsenzpflicht ist.
    Server brechen zusammen, ich finde, dass das eine tolle Nachricht für Lehrkräfte ist und für sie spricht. Es bedeutet, sie strampeln sich weiterhin ab – allem zum Trotz.

    Logineo läuft bei mir bisher stabil. Aber Serverauslastung kommt immer wieder vor – überall – sollte eigetnöich in den Griff zu bekommen sein. Hätte man aber auch mal nach den Sommerferien testen können. Z.B. in Wechselunterricht Szearien 😀

    • Die faulen Säcke haben durch gezielte DDoS-Attacken die Server mutwillig blockiert, nur um zu verbergen, dass auf den Servern überhaupt keine Aufgaben für das Distanzlernen liegen.

      • Das waren keine Attacken, das war der normale Nutzeransturm… Aber man behauptet schnell, andere wären verantwortlich. Clever.

      • @dickebank

        Mörder-Gag, @dickebank!
        Auch da MUSS ich einfach mal einen LIKE hinterlassen.

        Jetzt bin ich schon ein wenig in Sorge … hoffentlich fühlt Oka sich nicht benachteiligt …
        😉

        • Sorra, das wollte ich in gar keinem Fall, der/die/das arme @Oka in irgendeiner Weise zurücksetzen und den vorweihnachlichen Frieden gefährden:)

          Btw, hätten die üblichen Basher den Lehrkräften gar nicht zugetraut, dass die überhaupt hätten wissen können, was DDos bedeuten könnte.

  16. In Firmen ist eine IT Abteilung zuständig, an Schulen sollen einzelne it-affine Lehrer die Infrastruktur pflegen. Am besten für lau. Das ist ein schlechter Witz. Gute Arbeit kostet Manpower und Geld.
    Wer das nicht in die Hand nimmt, bekommt Chaos.

  17. Also ich bin Lehrerin in BaWü…ich habe zwei zehnte Klassen in Deutsch, Englisch und Sport…muss im Fernunterricht 19 Stunden unterrichten…also nichts mit vorgezogenen Ferien…zumindest nicht für alle Lehrkräfte….zudem liegen hier noch 80 Deutschaufsätze zum Korrigieren…Zehnerarbeiten und Neuner….
    Ich frage mich, was ich als Ausgleich bekomme

    • @Gugu

      Eine hilfreiche Schulmail vom KM?
      Sorry – ich kann mir den ganzen Mist auch nur noch mit müden Witzchen erträglich gestalten …

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