Eisenmann will Kitas und Grundschulen am 18. Januar wieder vollständig öffnen

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STUTTGART. Zusätzlich zur Öffnung der Grundschulen und Kitas soll nach Angaben des Kultusministeriums vom 18. Januar an auch flächendeckend Präsenzunterricht für Abschlussklassen in Baden-Württemberg angeboten werden. «Dazu wird es kommende Woche auf der Basis dann vorliegender Daten erneut Gespräche geben», sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Mittwoch in Stuttgart. Neben dem Fernunterricht sei Präsenzunterricht in Ausnahmefällen auch bereits vom kommenden Montag (11. Januar) an möglich. Dieser müsse dann aber «zwingend zur Prüfungsvorbereitung erforderlich» sein.

Hatte sich für Schulöffnungen unabhängig vom Infektionsgeschehen eingesetzt: Baden-Wüttembergs Kultusmnisterin Susanne Eisenmann. Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg

Ziel bleibe es zudem, Kindertageseinrichtungen, Einrichtungen der Kindertagespflege sowie Grundschulen und Schulkindergärten ab dem 18. Januar wieder flächendeckend zu öffnen. Das hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bereits am Dienstagabend nach den Beratungen von Bund und Ländern erklärt. Schülerinnen und Schüler in anderen Jahrgängen der weiterführenden Schulen sollen Fernunterricht erhalten.

«Es ist unerlässlich, dass wir den Schulen und Kitas weitere Perspektiven für die kommende Zeit aufzeigen», sagte Eisenmann. Geschlossene Kitas und Schulen über einen längeren Zeitraum hätten negative Folgen für den Lernerfolg und die soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen. «Sie sind zudem eine enorme Belastung für die Familien in unserem Land.» Schulen und Kitas müssten die ersten Bereiche sein, in denen es Lockerungen gebe. Im Südwesten enden am Sonntag die Weihnachtsferien für etwa 1,5 Millionen Schüler und rund 130.000 Lehrkräfte. dpa

Kommentar: Wir werden viel verzeihen müssen? Die Liste wird immer länger…

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59 KOMMENTARE

  1. SBBZ GENT und KMENT sind bereits ab 11.01.20 im „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“, heißt: keine Maskenpflicht, kein Abstand, nur Lüften und Händewaschen.
    Es macht einfach nur noch sprachlos…

  2. Wie kann es sein, dass wir eine Diktatur von Frau Eisenmann haben.
    Kann denn niemand dieser Frau einen Riegel vorschieben?
    Das was sie durchzieht ist grob fahrlässig.
    Es ist mir unbegreiflich warum nicht auch endlich die Grundschüler mit Maske und Abstand unterrichtet werden.
    Am Allerschlimmsten ist jedoch dass in der Nachmittagsbetreuung es keinerlei „Pandemiebedinungen“ gibt und alle Klassenstufen bunt gemischt werden.
    Sagt man dazu was wird es einfach ignoriert.

  3. Eine Kontaktperson, 15 Kilometer Bewegungseinschränkung, alles ist zu und wir Abschlussschüler sollen wieder in die Schule gehen? Einfach nur unglaublich rücksichtslos… In einem benutzt man fast diktatorische Mittel und im anderen lässt man alles laufen, wer soll euch die verarsche denn noch glauben? Wenn Corona wirklich so schlimm sein sollte, warum trifft man dann nicht auch beim Thema Schulen vernünftige und richtige Entscheidungen? Seit dieser Rabe, die Konferenz im November maßgeblich manipuliert hat(, obwohl er über die Studie wusste, die besagt, dass Schulen nicht sicher sind und Treiber der Pandemie), nur damit die Schulen offen bleiben, würde ich keinem Politiker mehr trauen. Wir werden nur verarscht! Hier nachlesbar:

    https://www.news4teachers.de/2021/01/affaere-um-mutmasslich-vertuschte-studie-rabe-raeumt-ein-fruehzeitig-informiert-gewesen-zu-sein-und-er-verstrickt-sich-in-unwahrheiten/

    Präsenzpflicht für Klassenarbeiten? Unterricht für Abschlussklassen? Grundschulen wieder auf? Was ist das eigentlich für ein rücksichtloses Verhalten? Die Schulen waren nicht mal richtig zu und schon sollen sie wieder aufgemacht werden, trotz hohen Corona Zahlen. Schule sind nicht sicher und sie sind Treiber der Pandemie. Wacht mal auf! Brauchen Abschlussklassen etwa ihre Mami und Papi zu Hause und können deswegen keinen Distanzunterricht oder was? Wir sind immernoch in einer Pandemie und nicht bei wünsch dir was… Ich kann vieles vollständig verstehen, z.B. das manche Kinder Probleme mit Distanzunterricht haben, aber in einer Pandemie kann man eben nicht alles so machen wie man will. Dann muss man eben vernünftige und richtige Entscheidungen treffen , auch wenn es nicht so geht, wie man sich das vorstellt. Und auch wenn man in Deutschland unglaublich „bildungsgierig“ ist, muss dann eben mal etwas gekürzt werden im Abitur, eine Arbeit weniger, freiwillige Abiturprüfungen mit Durchschnittsabitur, dann kann jeder entscheiden wie er es will. Das Märchen vom zweiteklasse Abi stimmt auch nicht und existiert nur auf dem Papier, nicht aber in der Realität. Einfach mal normal verhalten, sowie in anderen Ländern auch (siehe Durschnittsabi Niederlande, Schulschließungen usw.). Schulen bis 31 Januar zu. Danach eventuell Wechselunterricht, wenn es die Zahlen zu lassen, NICHT UNABHÄNGIG VON DEN INZIDENZZAHLEN. Freiwillige Abiturprüfungen mit Durschnittsabitur und Notbetreung für Kinder einrichten. Das wären realitätsnahe Maßnahmen und dann sehe alles schon ganz anderes aus. Distanzunterricht ist übrigens auch Bildung und keine komplette Schulschließung, nochmal zum mitschreiben. Für mich waren die letzten zwei Schuljahre die schönsten meiner Schulzeit, Distanzunterricht, weniger Stress, lockeres und freies Lernen, einfach gut. Nicht alle Kinder werden pssychisch krank oder können kein Distanzlernen. Studien zeigen doch, dass selbst Grundschüler relativ gut mit Distabzunterricht ausgekommen sind, aber davon wird natürlich nicht erzählt. Man kann anderer Meinung sein, aber lasst euch doch bitte nicht verarschen. Das ist realitätsfremd und rücksichtslos, was hier abgeht.

  4. „Verdammt nochmal“, dachte ich, als ich las, was Frau Ich-wäre-gerne-promoviert-Giffey von der Entlastung der Eltern faselte, die durch offene Kitas und Schulen gewährleistet sein solle. Btw, gestern hieß es bei ihr noch, keine Präsenz, weil zu gefährlich. (Aber der Wind hatte sich inzwischen gedreht, damit dann auch das Fähnlein von Frau Fast-Dr-G.)
    Doch später ging mir nochmal 1 Licht auf. Eine junge Mutter sprach im WDR davon, dass sie ihren Kindern nicht das bieten könne, was in der Kita möglich sei. Sie war in Elternzeit! Und sah es als Problem, ihre beiden Kinder, 1 und 3, selbst zu betreuen. Und die Kita- Tante erzählte, dass die Einrichtung online- Angebote mache, damit die Kinder bei der Schließung gefördert, unterhalten, beschäftigt würden. (Übrigens müssen Kinder nicht permanent „Angebote“ bekommen!)
    Also sehen sich Eltern heute gar nicht mehr in der Lage, ihre Kinder selbst zu betreuen? Ihnen auch genug zu „bieten“? Was ist denn das für eine neue, verquere Wahrnehmung? Erziehung und Betreuung der Kinder sind primäre Aufgaben von Eltern, nicht von Institutionen. Heute ist es scheinbar umgekehrt?!
    Aber dann gleichzeitig den Profis sagen, wie sie’s machen sollen.

    Für solche Leute setze ich nicht mein Leben aufs Spiel!
    Ich bin Lehrer, keine Betreuungskraft!

    • Genau so! Es ist NIE um Bildung gegangen, es geht nur noch um BETREUUNG! Wenn Schulöffnung soooo wichtig ist dann mit vollem Schutz FÜR ALLE

  5. Das einzige positive, das mir zur eiskalten Eisenmann noch einfällt ist, dass sie wenigstens die Teilnahme am Präsenzunterricht ausgesetzt hat. Ansonsten frage ich mich, wie man ohne ein Mindestmaß an Empathie und mit einer eklatanten Wissenschaftsfeindlichkeit an so einen Job kommen kann.

  6. Es ist kein Wunder, dass keiner mehr Lust hat sich an Regeln zu halten. Auf der einen Seite wird den Bürgern jeden Tag ins Gehirn getrümmert wie gefährlich doch alles ist mit diesem Killervirus und man solle doch keine sozialen Kontakte mehr haben und und und… aber auf der anderen Seite macht wieder jedes Bundesland was es will. Die Kinder sollen in ausgekühlten, vollgestopften Klassenzimmern unterrichtet werden… was für eine Idiotie… Ich musste schon mehrmals in Quarantäne, da in der Schule Corona positiv getestet wurde und um ehrlich zu sein hat man als Mutter von 3 Kindern irgendwann keine Lust mehr… ständig die Angst wann muss ich wieder mit meinem Kindern Tagelang die Wände anstarren…vor allem man selbst achtet auf alles, dass sich ja keiner ansteckt in der Familie und der Staat überrennt einfach alles…auf gut Deutsch gesagt muss ich jeden Tag damit rechnen dass meine Kinder sich anstecken und das Virus von der Schule nach Hause mitbringen. Natürlich kann ich mich auch beim Einkaufen anstecken, aber muss man es mit Schule noch herausfordern??? Auch Kinder haben ein Recht auf Gesundheit…Ich gehe nur noch einmal die Woche einkaufen eben um das Risiko zu minimieren und die Kinder bleiben zu Hause…und jetzt kommt der Staat… Hauptsache die Kinder werden unterrichtet… in einer Pandemie besteht keine Präsenzpflicht für Unterricht!!! auch wenn das immer wieder von Schulen ignoriert wird… lieber Kinder daheim unterrichten als wochenlange Quarantänen. Ich verstehe die Politik nicht mehr…Vielleicht ist es ja doch nicht so schlimm… der Virus… kein Wunder dass viele das nicht mehr ernst nehmen… die Politik macht sich absolut unglaubwürdig der Bevölkerung gegenüber… Mal daran gedacht?

  7. Ich habe keine Lust mehr, mich mit dieser inkompetenten Ministerin auseinanderzusetzen. Ihr müsste man wohl erstmal erklären was exponentielles Wachstum ist und was Wissenschaft bedeutet, aber das würde sie sowieso ignorieren mit ihrer Einseitigkeit. Ich kann mich nur auf ein Art gegen so jemand wehren. Ich werde sie bzw. die CDU bei der nächsten Wahl sicher nicht wählen!

    • In unserem Ortsverband der CDU haben schon einige Mitglieder gesagt, dass sie diese Person nicht wählen werden.

      Wenn sogar die CDU-Mitglieder sie nicht wählen, was ist dann erst mit den Wählern, die sich nicht durch Parteimitgliedschaft gebunden fühlen?

      Das wird für die CDU katastrophal enden.

  8. Entscheidungsträger, in deren Zuständigkeitsbereich auch die Bildung fällt, sollten vielleicht noch einmal die Schulbank drücken, damit sie so ein epidemiologisches Geschehen auch begreifen.
    Hier geht es um Gesundheit und Leben, hinter denen alle anderen Güter erst einmal zurückstehen müssen. Das ist im Grundgesetz so verankert. Eine Öffnung von Kitas und Schulen befeuert die Pandemie und ist schon im Hinblick auf den mutierten Virusstamm unverantwortlich. Hier muss Opportunität der Verantwortung und Vernunft weichen.

  9. Die haben doch nen Knall und den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen .Gott sei Dank halt sich hier Frau Gebauer erstmal an die Vorgaben des RKI’s

    • @Denise: Betonung auf erstmal …dat Yvonnsche hat nun bereits angekündigt, dass der Lockdown für Schulen allerspätestens am 31.1. endet….keine Anbindung an Inzidenzzahlen oder ähnliches…bereits das aktuelle Zugeständnis scheint ihr massive körperliche Schmerzen bereitet zu haben…wenn man ihr Gesicht bei der Bekanntgabe des Beschlusses zum Distanzunterricht bis Ende Januar betrachtet…und was ist ihr wichtiger als das eigene (berufliche) Wohlbefinden? Die Gesundheit anderer offenbar nicht.

      • Und wenn nach dem 31.01. die Schule wieder los geht, dann kommen im februar auch die Schull- un Veedelszöch als teil des rheinischen Brauchtums wieder. – Und wenn „Wenn et Trömmelche jeht …“

        Jedes Johr em Winter, wenn et widder schneit
        kütt dr Fastelovend un mir sin all bereit
        All de kölsche Jecke süht mr op dr Stroß
        selvs dr kleenste Panz de weeß
        jetzt jeht es widder loss

        Denn wenn et Trömmelche jeht,
        dann stonn mer all parat
        un mer trecke durch die Stadt
        un jeder hätt jesaat
        Kölle Alaaf, Alaaf; Kölle Alaaf

        Jo am 11.11. jeht dat Spillche loss
        denn dann weed dr Aap jemaht
        ejal wat et och koss
        De Oma jeht nom Pfandhaus
        versetzt et letzte Stöck
        denn dr Fastelovend es für sie et jrößte Jlöck

        Denn wenn et Trömmelche jeht,
        dann stonn mer all parat
        un mer trecke durch die Stadt
        un jeder hätt jesaat
        Kölle Alaaf, Alaaf; Kölle Alaaf

  10. Sehr geehrte Damen und Herren.

    Warum konnte man das Schuljahr 20/21 nicht auf zwei Jahre laufen lassen?
    Somit hätte man den Unterricht entzehren können und wechselunterricht anbieten können.
    Alles wäre langsamer unterwegs und entehrt.
    Es ist doch ein Jahrhundert Ereignis und so
    Schlimm?!

    Mit freundlichen grüssen
    Matthias

    • Fände ich ne schöne Lösung. Aber wenn man das macht, hat man für 12 bis 13 Jahre eine Klassenstufe mehr an den Schulen. Bei Lehrermangel und Raummangel. Denn die Kita Kinder rücken ja nach. Alternativ kann man auch die Kitas mit einem Jahrgang extra belegen. Aber ist die Situation da besser? Ich glaube nicht.

      Oder sehe ich das falsch?

    • Lieber Matthias,

      100% Recht. ABER wir sind nicht TUI oder die Lufthansa. In uns steckt man kein Geld – wir haben mit Bildung zu tun. Da gibt es zwar auch Zahlen (1-6 in der Regel), doch denen fehlt die Einheit EURO/DOLLAR usw.

      Wir sind es nicht wert und das, was als Bildung bezeichnet wird, auch nicht. Einzig die EINbildung unserer KuMis ist unbezahlbar.

      Die Schüler sind keine armen Coronaschüler, Verlierer – Ziel ist immer die Zahl im Zeugnis, nicht das tatsächlich vorhandene Wissen. Und die wird – wie schon seit Jahren – hübsch sein und gut aussehen.

      @Ralf Gabriel

      Logistisch gesehen sehen Sie das genau richtig. Ich habe jedoch davon gehört, dass Hotels und Restaurants leer stehen. Da wäre Platz – sogar mit Frühstück und Mittag.

      Nun der Lehrkräftemangel – nun, es gibt sooooo viele Quereinsteiger, die wirklich gut sind. Könnte doch möglich sein, dass die für umsonst – wir sind nicht Lufthansa – arbeiten.

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass in die Bildung investiert wird – trotz der großen Reden, die ständig geschwungen werden. Wenn es ernst wäre, würde man ernst machen. Tut man nicht, Absicht klar.

  11. Frau Eisenmann und ihre Kolleginnen aus NRW und Rheinland-Pfalz sollten SOFORT ihren Hut nehmen. Sie sind eiskalt, machtbessen gehen über Leichen. Das Präsenzunterricht wichtig ist bedarf keiner Frage. Aber in einer Pandemie steht die Gesundheit an erster Stelle. Für ALLE, auch Kinder und Lehrer.
    Das Virus macht NICHT vor der Schule halt. Ich höre nur die Eltern sind überlastet. Warum haben DIESE armen überlasteten Eltern denn Kinder in die Welt gesetzt. Es wird nur nach dem Staat gerufen. Haus bauen, arbeiten usw. Kinder in Kitas und Schulen abliefern. Erzieherinnen und Lehrer sollen sich kümmern. Das sind Methoden wie in der ehemaligen DDR. Hier läuft etwas total aus dem Ruder.
    Einige müssen wieder lernen zu verzichten, der Kinder zu Liebe.
    Zum Glück gibt es noch viele Eltern für die die Gesundheit der Kinder das wichtigste Gut ist, ich gehöre auch dazu. Nach der Pandemie kann das Recht auf Bildung wieder weitergeführt werden.

  12. Ich kann diese Entscheidung vollends begrüßen. Schule ist nicht nur ein Ort des Lernenes. Es ist ebenso ein Ort der Begegnung und für viele Schüler ein Ort der körperlichen und psychischen Sicherheit. Die Gewalt an Kindern durch ihre Eltern, hat während der Pandemie zugenommen. Besonders betroffen sind die Kleinsten. Es bestürzt mich, wenn Lehrer:innen und Erzieher:innen sich ihrer tragenden Rolle während der Pandemie so wenig bewusst sind.

    In einer Metaanalyse zum Infektionsgeschehen wurde festgestellt, dass Jugendliche bis 20 Jahren eine 40 Prozent geringeres Eigenansteckungsrisiko aufweisen. Zwischen 14 und 10 Jahren, ist ein exponentiell abnehmendes Infektionsgeschehen beobachtet worden.

    Ja, unsere Regierung hat streckenweise versagt. Aber jeder der Angst um sein Leben hat, darf nunmal auch selbst Lösungen finden. Eine FFP2 Maske könnte helfen sich zu schützen. Ich kann das Gejammere der Erwachsenen kaum mehr ertragen. Wer sich nichteinmal im Stande sieht für sich selbst eine gute Lösung zu finden, sollte tunlichst nicht über Politiker schimpfen, die Lösungen in größerem Rahmen finden müssen.

    • Ist denn die Angst vor Ansteckung eine geringere Angst als die Sorge um die Psyche der Kinder? Wer darf sich anmaßen Lehrer und Erzieher abzustempeln als wären sie sich ihrer Verantwortung nicht bewusst.
      Was ist mit unserer Verantwortung denen gegenüber? .
      Das Hü und Hott und ständige hin und her verunsichert und macht mürbe. Klare Ansagen helfen bei Kindern und ebenfalls bei Erwachsenen. Der Bund beschließt Januar Schule zu und plötzlich muss Baden Württemberg eine Extralösung erzwingen die nur Unsicherheit schürt.
      KEIN Wissenschaftler kann bestätigen dass Kinder nicht zum Infektionsgeschehen beitragen. Die Realität sieht so aus dass in Grundschulen im Falle einer positiven Lehrkraft oder Schülers zwar die Klasse in Quarantäne muss ..deren Eltern aber schon wieder nicht. Außerdem wird in vielen Fällen kein Kind getestet trotz Corona in der Klasse sondern nur erwartet dass sie Zuhause bleiben. WIE sollen da vernünftige Infektionsaussagen getroffen werden und zuverlässig Fakten belegt??
      Und wenn ein Land um die Kinder Sorge hat weil diese jetzt ein paar Wochen mehr im Elternhaus sind!!!! Dann muss ich sagen liegt doch unser Problem wo ganz anders.
      Wie traurig ist es wenn Kinder in der Schule besser aufgehoben sind als Zuhause und welch Armutszeugnis für unsere Gesellschaft?
      Kein Wunder. Uns wird ja seit Jahrzehnten suggeriert dass nur ein Kind das möglichst früh in eine Einrichtung kommt optimal gefördert und erzogen wird.
      Sind dann alle Kinder der Nachkriegszeit und der 70 er und 80er kognitiv unterentwickelt weil sie größten Teils ohne extra Betreuung im Kleinkindalter groß wurden und noch viel Zeit in der Familie verbrachten?
      Mütter müssen sich rechtfertigen wenn sie Zuhause bleiben und ihr Kind betreuen und plötzlich bleiben Kinder ganz Zuhause und klar…das was gesät wurde wird jetzt geerntet. Die Unsicherheit und vielleicht sogar Unfähigkeit sich adäquat um das Kind zu kümmern wurde in den letzten Jahren gefördert. Jetzt sind wahrscheinlich auch einige wirklich überfordert. Das Wissen um das Wie…wurde den Eltern ja lange genug abgesprochen. Viele glauben ja nicht mal mehr dass sie es ertragen oder stemmen können ihr Kind täglich bei sich zu haben..!
      .
      Dies ist allerdings kein Vergleich dazu dass das Leben von Familien Mitglieder oder Lehrern oder Erziehern gefährdet wird.

      Mir tun Kinder unfassbar leid die misshandelt werden und es ist kaum auszuhalten sie in der Obhut gewalttätiger Eltern zu wissen. Die Ohnmacht darüber ist sehr schmerzhaft….aber diese Misshandlungen waren die erst jetzt da? Nicht schon vorher und evtl von Behörden oder Wissenden geduldet? Lock down verstärkt Missstände. Klar. Wie gesagt. Doch dieses Problem ist ein Verrohungs-Problem der Gesellschaft und nicht erst jetzt ein Pandemie Problem.

      Familien die Sorge tragen um sich und die Kinder…das ist es was ich wahrnehme. Ich wäre schockiert wenn plötzlich alle Eltern „Hurra“schreien weil Frau Eisenmann den Extrakurs fährt und sich freuen würden ihre Kinder so schnell wie möglich wieder“los zu haben“.

      • Ich bin als Schlüsselkind (ab ca. 5 Jahre) aufgewachsen. Und ich habe trotzdem Abitur gemacht und studiert. Die erlernte Selbsständigkeit in frühen Jahren hat mir nicht geschadet. Und auch wenn meine Mutter arbeiten war, fühlte ich mich nie allein gelassen. Ich fühlte mich trotzdem betreut.
        So etwas geht rechtlich heute kaum noch, aber Kinder früh zum Mitdenken und Selbstständigkeit erzogen, können sie auch ganz gut ohne ständige Betreuung klar kommen. Eine Mutter (ein Vater) muss nicht den ganzen Tag für Entertainment sorgen.
        Häusliche Gewalt ist schlimm. Wo sind die Verantwortlichen für diese Situation? Wir Lehrer sind dafür nicht ausgebildet und verantwortlich. trotzdem sollen wir sie (die Verantwortung) übernehmen, in dem wir vollen Präsenzunterricht geben und sie damit aus den Familien damit halten?
        Und sterbende Familiemitglieder (durch ihre Kinder angesteckt) sind psychologisch auch nicht gut für Kinder, behaupte ich mal so als Unwissender.

        Ich kann hier nur dem einem Kommentator rechtgeben:
        Die Pandemie deckt schonungslos die Systemfehler auf – mit aller Härte und Deutlichkeit.

        Und trotzdem sterben Eltern, weil sie ihre Kinder in voller Klassenstärke, im Winter, in Bussen, in geschlossene Räumen zur Schule schicken (müssen). Dann kommen sie nach Hause und es wird mit Mama und Papa geknuddelt, diesmal mit Virus, da die Kinder keine Symptome zeigen. Mama und Papa gehen zu den Großeltern, um nach dem rechtn zu sehen….

        Oder die Eltern sind vielleicht im Pflegeberuf tätig und bringen so über ihre Kinder die Pandemie ins Altersheim.

        Es gibt so viele bittere Szenarien.

        In Düsseldorf wurden im Juli letzten Jahres (toller Zeitpunkt für die Testung auf ein Grippe Virus) alle KiTa Kinder (auf freiwilliger Basis) getestet (Spucktest). Da kamen zwei Treffer bei rum. Beide Kinder waren enge Spielkameraden. In beiden Familien gab es auch positive Fälle, durch die Kinder hineingetragen. (Das Ergebis ist nicht leicht im Netz zu finden, da dort meistens nur von einem Kind die Rede ist, doch dieses hat eben auch den Spielkameraden angesteckt.)

        Und jezt das ganze hochgerechnet und den Winter dazugenommen…

        Und jetzt noch de Mutationen mit reingenommen,…

    • Verstehe ich das richtig? Ihre Idee besteht also darin, dass die Kinder ihre schlagenden Eltern mit dem Virus anstecken. Kranke und tote Elternteile können ihren Kindern ja nichts mehr antun! Könnte funktionieren…

    • „Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens. Es ist ebenso ein Ort der Begegnung“
      Hm, die Begegnung gilt es gerade zu vermeiden- scheinen Sie nicht verstanden zu haben.
      Ach, jetzt jammern wir und können nicht mal eine ordentliche Lösung für unsere Situation finden, wir Versager! Und stattdessen schimpfen wir über die Politiker, die auch keine Lösung finden? Hä? Sie scheinen von der ganzen Situation vor Ort noch weniger Ahnung zu haben als unsere KM, falls das überhaupt möglich ist.

    • @Psychologin:

      ,,Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens. Es ist ebenso ein Ort der Begegnung.“

      Jaja,…. ein Ort der BEGEGNUNG….man könnte tatsächlich nochmal darüber nachdenken….

    • Liebe Psychologin,

      ich bestreite keinesfalls, dass die Gewalt in den Familien während der Pandemie und der Schul- und KiTa-Schließungen NOCH mehr steigt. Das zeigt aber auch, dass es vorher schon schlecht gelaufen ist und KiTa und Schule das Problem nur verschieben, nicht aber lösen. Wir tragen nicht zur Lösung bei. Tun wir nicht. Können wir nicht.

      Wir schalten unsere Schulsozialarbeiter ein, falls wir welche haben. Die melden das dem Jugendamt und wenn die Kapazitäten (ja, das zeigt, wieviele Familien auch ohne Corona, Pandemie und Betreuungsstationsschließungen Probleme haben) es zulassen, wird sich gekümmert. Bei Ihnen kommen die Probleme nur dann an, wenn die Erziehungsberechtigten (was für ein Witz, dieses Wort) die Verantwortung übernehmen und mit ihrem Kind/ihren Kindern zu Ihnen kommen.

      Ja, ich jammere – ich habe Angst um meine Gesundheit, um mein Leben und das MEINER Familie, weil meine Dienstherrin mich ohne ausreichenden Schutz auch jetzt in den Präsenzunterricht schickt. Coronafutter, Betreuuer und Retter der Wirtschaft – das sind meine momentanen Rollen, abgesehen vom Jammerer, Meckerer, Wimmerer, faulem Sack usw.

      Vielleicht sollte man sich auch mal die Frage stellen, weshalb es zu diesen (verstärkten) Gewaltausbrüchen in den Familien kommt. Frage beantworten, Lösung suchen und loslegen.
      Aber nein, hier wird entzerrt, Probleme bleiben erhalten, Lösungen auf keinen Fall gesucht und schon gar nicht gelöst. Ich bin sicher, es gibt reihenweise Untersuchungen dazu. Wollen die Familienminister nicht wahrhaben und die Finanzis auch nicht, was? Bleibt nur Schule.

      Allmählich frage ich mich, was ich als Lehrkraft noch alles machen muss – eine Person, 1000 Berufe.

      UND – wie Mary-Ellen schon aufgreift:
      ,,Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens. Es ist ebenso ein Ort der Begegnung.“

      DAS, werte Psychologin, ist zur Zeit das PROBLEM, nicht die Lösung.

  13. Und ich verstehe nicht, wie eine angebliche „Psychologin“ hier Studien zitieren kann, die sie in keinster Weise mit einem Link oder genauem Herkunftsnachweisen belegt. Und dann auch noch verharmlost, wenn KuK um die Gesundheit und das Leben ihrer Kinder und Angehörigen und um die eigene Gesundheit und das eigene Leben (!) besorgt sind. Sind solchen „Psychologen“ die 14 Kinder gleichgültig, die bereits gestorben sind? Und auch die vielen toten Erzieherinnen und Erzieher und Lehrerinnen uns Lehrer? Gerade von einer Psychologin hätte ich anderes erwartet. Ich Stimme Sammy jedenfalls uneingeschränkt zu!

  14. Das ist kein gejammere der Erwachsenen sondern die dramatische Darstellung der Situation von Medien und Politik über das Killervirus…. Ich denke die meisten finden das ewige hin und her unerträglich… auch Kinder tragen den Virus weiter… aus diesem Grund sollten ja alle Schulen zu machen… Häusliche Gewalt kann auch während offenen Schulen nicht verhindert werden. Ich finde auch, dass Eltern, die nicht in der Lage sind ihre EIGENEN Kinder mal in solch einer Situation zu versorgen, keine Kinder hätten in die Welt setzen sollen. Ich habe 3 Mädels und ich geniesse jede Minute mit Ihnen… denn die Zeit ist so schnell vorbei… dann sind die Kinder gross und gehen ihren Weg. Viele von uns sollten die Zeit nutzen…und meine Kinder bekommen auch keinen psychischen Schaden von geschlossenen Schulen… das ist der grösste Blödsinn… Sie sind gern zu Hause… und auch Kinder haben Angst vor dem Virus… kommt ja Tag und Nacht in den Medien das Thema… aber keiner fragt die Kinder mal…

    • Liebe Krissi,

      danke für Ihren Beitrag. Ich freue mich immer, wenn jemand wirklich Zeit mit seinen Kindern verbringen möchte – und das auch noch gern. Fehlt in der heutigen Zeit viel zu oft. Auch ohne Corona – alle gestresst und die Kids werden wegorganisiert.

      Gerade Ihre letzten Sätze „… und auch Kinder haben Angst vor dem Virus… kommt ja Tag und Nacht in den Medien das Thema… aber keiner fragt die Kinder mal… “ lassen mich in Bezug auf „Psychologin“ (oder oka?!) aufhören – BITTE Hausbesuche machen! Das könnten Psychologen anbieten. Statt vier Kindern pro Tag 10. Oder Gruppentherapie oder – das finde ich ohne Witz am sinnvollsten – Familientherapie.

  15. In BW sind die Vorgaben für die Notbetreuung so ausgelegt, dass am Montag wahrscheinlich alle Kinder wieder in der Klasse sitzen. Denn in nahezu allen Haushalten sind beide Elternteile berufstätig.

  16. @olle Schachtel: Sie haben Recht!!! Habe gerade die Verlautbarungen des Kultusministeriums nach Ihrem Post noch einmal gelesen. Es kommt nicht mehr auf Systemrelevanz des Berufs der Eltern an! Alle Eltern, die beide irgendwo arbeiten, können ihr Kind telefonisch zur Notbetreuung anmelden. Und zwar von Klasse 1 bis 7! Das ist wieder die ausgesetzte Präsenzpflicht, die sich nur diesmal anders nennt! Die Schulen werden ab 18. Januar wieder voll sein in BW und zwar an allen Schularten, die Schüler von Klasse 1 bis 7 besuchen. Ich bin entsetzt!

    • Mir fehlen die Worte! Es gibt klare Aussagen von Virologen und Beratern des RKI und der Bundesregierung. Sie werden von nahezu allen Kultusministern missachtet. Ich bin bestimmt nicht gegen Schulöffnung! Ich plädiere die ganze Zeit für den auch im RKI vorgesehenen Wechselunterricht. Selbst die Maskenpflicht für Grundschüler gibt es nicht. Trotz hoher Zahlen, auch Kinder bekommen und übertragen Corona, wird hier fahrlässig Schule auf alle Arten vorbei an den Vorgaben geöffnet. „Notbetreuung“ als Tarnmantel für Schulöffnung. Weshalb versuchen wir seit Monaten Kontakte zu vermeiden? Wieso verzichten wir auf alle Urlaub und treffen unsere Freunde und Verwandten nicht? Ab sofort brauche ich mich dann ja auch nicht mehr an die Regeln zu halten. Wie soll ich meinen Schülern erklären, dass Politiker sich nicht an Regeln und Vorgaben halten? Wie sollen wir erklären, dass einigen Politikern die Wahlen wichtiger sind als Menschenleben? Die Mitarbeiter der Krankenhäuser tun mir Leid! Die Welle wird nochmal Anlauf nehmen und bis den Sommer eine dritte Welle bringen.

  17. Leute, geht’s noch? Wir arbeiten alle soweit es möglich ist! Auch mit 30 Personen im Büro oder am Fließband und keiner beschwert sich, weil wir froh sind überhaupt arbeiten gehen zu können, bzw. zu dürfen, um uns den Lebensunterhalt zu verdienen!!! Wenn ich an die ganzen Gastronomen, Einzelhändler, Kosmetik Studios, Friseursalons, Selbständige denke, die am allermeisten seit der Pandemie leiden müssen und um ihre Existenz kämpfen müssen, sehe ich den Aufstand der Lehrer, wo an den Schulen die größten Hygienemaßnahmen umgesetzt werden mussten, den Kindern Masken auferzwungen wurden, was ich überhaupt nicht rechtfertigen kann. Sorry, Lehrer sind genauso da, um ihre Arbeit zu verrichten, wie alle anderen auch. Warum sollen Lehrer eine Ausnahme bilden?
    Wir Eltern sind diejenigen, die einen Vollzeitjob im Home-Office hinkriegen sollen, ein/zwei oder noch mehr Kinder Zuhause versorgen und unterstützen, sogar fast schon selbst unterrichten müssen.
    Ich finde die Aussage ganz schlimm, dass man hätte keine Kinder in die Welt setzen dürfen, wenn man sie nicht versorgen kann. Ich kann meine Kinder versorgen, wenn ich arbeiten gehe. Und ich genieße ebenfalls jede einzelne Minute mit ihnen. Allerdings bin ich kein Lehrer, der sie zuhause unterrichten muss. Und, ich muss auch meine Rechnungen zahlen, ich kann nicht ständig unbezahlt zuhause bleiben, weil die Kita oder die Schule zumacht. Nicht jeder bekommt insgesamt 3Monate (bisher gerechnete Zeit, die meine Kinder wegen Pandemie und Ferien zuhause betreut werden mussten)… Also, Masken aufziehen, Backen zusamnenkneifen und durch, wie die meisten von uns auch… Ich finde die Forderung von Frau Eisenmann nur gerechtfertigt, weil Kinder in den Präsenzunterricht müssen und die sozialen Kontakte für ihre gesunde Entwicklung brauchen. Und, weil wir als Eltern auch um ihre Bildung besorgt sein müssen, das gehört ebenfalls zum Versorgen der Kinder. Wir unterstützen die Kinder wo es nur geht, aber Unterricht gehört in die Schule und an die Lehrer!

    • Vielen Dank für diesen Kommentar. Meine 100% Zustimmung!

      Kinder ganztags zu Hause zu betreuen muss man sich leisten können – auch ich bzw. meine Frau und ich können das nicht. Bzw. nur wenn einer seine Arbeit ganz aufgibt…

      Durch Aussetzung der Präsenzpflicht ist niemand gezwungen, seine Kinder in die Schule zu schicken. Und wenn es nicht alle machen, haben wir ja automatisch halbierte Klassen.

      Von meiner Seite gibt es außerdem ein dickes Lob an Frau Eisenmann – ich bin sehr froh, dass wir sie in BW haben! (und ich bin/war nie CDU Wähler)

    • „ an den Schulen die größten Hygienemaßnahmen umgesetzt werden mussten“. Ich lach mich schlapp. Händewaschen und Lüften nennen Sie größte Hygienemaßnahmen?? In GS gibt es im Klassenraum keine Maskenpflicht, an Abstand ist bei voller Klassenstärke erst recht nicht zu denken.
      Ja, Kinder brauchen soziale Kontakte. Allerdings sind genau die Kontakte derzeit das große Problem der Virusverteilung. Ganz nebenbei sind Schulen Bildungseinrichtungen, keine Kontaktbörse.

    • Auch Lehrer haben jetzt ihre Kinder parallel Zuhause. Hatten sie übrigens immer. Mittags während man Unterricht vorbereitet. Das gehört auch zur Arbeit und macht sich nicht von alleine und ist der deutlich größere Arbeitsaufwand als der Unterricht an sich..
      Die Präsenzpflicht aufgehoben. Hört sich so toll an. Nur wer unterrichtet die Kinder Zuhause? Der Lehrer kann nicht Präsenz und Onlineunterricht parallel machen. Dafür sind Schulen nicht ausgestattet..und das ist oh Wunder…. Die Schuld der Politik.

    • Hmh,
      Sie müssen sich wohl erst ein wenig einarbeiten in die Thematik.

      „sehe ich den Aufstand der Lehrer, wo an den Schulen die größten Hygienemaßnahmen umgesetzt werden mussten, den Kindern Masken auferzwungen wurden, was ich überhaupt nicht rechtfertigen kann.“

      Die größten Hygienemaßnahmen wären Luftfilter, FFP2-Masken, Maskenpflicht, Abstand und kleine Klassen. Alles NICHT da. Da wurde nichts umgesetzt. Wir lüften, waschen uns mit kaltem Wasser und frieren uns zusammen mit den 120 bis 150 Schülern pro Tag den Arsch ab. (Entschuldigung, aber so ist es – so sollte es aber nicht sein).

      „den Kindern Masken auferzwungen wurden, was ich überhaupt nicht rechtfertigen kann.“
      Nun, das brauchen Sie auch nicht zu rechtferigen. Rechtfertigen müssten Sie die aktiv betriebene Rücksichtslosigkeit, die gleichzeitig die Kinder lernen. Rücksicht ist nicht gut. Ich mach was ich will. Minitrumps, weil zu Egoisten erzogen statt zu Rücksicht und Gemeinschaft.

      Ich lasse es inzwischen zu, dass die armen Kinder keine Masken tragen, setze sie aber auf den Flur oder in die letzte Reihe – weit weg von den anderen, für deren Sicherheit und Gesundheit ich verantwortlich bin – unsere KuMis sind es ja offensichtlich nicht, die Eltern der Maskenlosen auch nicht und die Maskenlosen können es, je nach Alter, noch gar nicht entscheiden.

      Wieso dürfen zwei/drei „arme“ Schüler den Rest gefährden? Wieso zählen die Freiheiten (ich kotze gleich) dieser Kinder mehr als die Gesundheit der anderen? Bei mir haben sie die Freiheit, nur keinen Unterricht oder etwas mehr Zeit am Fenster oder auf dem Flur. Die Kombi geht halt nicht. Der Schutz der anderen geht vor. Die meisten können Maske und lernen, viele wollen es sogar, da dies wenigstens ein bisschen Sicherheit verspricht.

      Es gibt kaum eine Lehrkraft, die gegen Regelunterricht ist – doch maskenlose Kinder sorgen für Änderung. Hohe Fallzahlen sorgen für Änderung, die hohen Sterberaten ebenso. Alles „Dinge“, die passieren. Hier, jetzt, in der Realität, jeden Tag.

      Ich habe die Freiheit, mein Leben zu schützen und meine Gesundheit auch. Das fordere ich aus rein egoistischen Gründen – ich lebe gern und bin gern gesund – ich schätze die höchsten Werte, die es gibt. Das führt dazu, dass ich weiter unterrichten kann, meine Schüler gesund bleiben (überwiegend zumindest) und ich meinen Teil auch in der Schule verantwortungsvoll dazu beitrage, die Fallzahlen zu senken. Wenn das ein Verbrechen ist – zeigen Sie mich an. Vielleicht ist gerade Ihr Kind in meiner Klasse. Sollte es ein Maske tragen, bekommt es Schutz und Bildung. Wenn das ein Verbrechen ist – zeigen Sie mich an.

      Der Arbeitsschutz an Schulen und in KiTas ist das, worum es geht. Auch wir haben Angst. Es gibt keine Abstände, es gibt Enge, 120 bis 150 Kontakte pro Tag, am nächsten Tag kommen neue hinzu.

      Vielleicht, lieber Gesunder Menschenverstand, sollten wir 24/7 öffnen. Party feiern mit Eltern, allen Schülern, allen Erziehungsberechtigten, den Patchworks, den Großeltern …. LUST dazu hätte ich – fühle ich mich in meiner Freiheit eingeschränkt – nein, aber in meiner Hoffnung auf Besserung bestärkt, wenn ich auf diese wahnsinnige LUST verzichte und abwarte.

      „Sorry, Lehrer sind genauso da, um ihre Arbeit zu verrichten, wie alle anderen auch. Warum sollen Lehrer eine Ausnahme bilden?“
      Ja, und das machen sie schon viel zu lange ohne dass es wahrgenommen wird. Es wird als selbstverständlich hingenommen, dass wir auch am Wochenende Ansprechpartner sind, um 23.00 Uhr noch einen Anruf vertragen, morgens um 6.00 Uhr ebenso, dass wir Eltern ständig informieren – ohne jede Wirkung, usw. usf.

      Ich spreche bestimmt für ganz viele KuKs: Wir arbeiten gerne – unter anderen Bedingungen.

      Soziale Kontakte sind das PROBLEM, nicht die Lösung.

  18. Ich arbeite in einer OGS, und sehe täglich
    wie das Sozialverhalten der Kinder im Zuge der Coronamassnahmen schwindet.

    Viele sind Einzelkind, und haben ausser der Schule und OGS keinen Kontakt zu Gleichaltrigen.
    Eltern die darauf angewiesen sind, dass beide Arbeiten gehen stehen wirklich mit dem Rücken zur Wand.
    Urlaubstage aufgebraucht.
    Kinderkrankenschein =Verdienstverlust.
    Ach übrigens die Kreditraten für Haus, Auto, und die laufenden Kosten die existieren.

    Nach fast einem Jahr Kurzarbeit kann es da schon mal eng werden.

    Wir selber, unterrichten immer mal wieder, wenn die Lehrer es doch auf die Reihe bekommen, vier Teenager an einem Tablett zu Hause.
    Ja ich weiss, Jammer Jammer. Und wir haben es ja so gewollt.

    Keiner hat uns zu 4 Kindern gezwungen, zum Hausbau, Autokauf usw.

    Aber ich glaube das nennt sich LEBEN.

    Ich brauche keine Kanzlerin, keine Minister usw. Die mich wie ein unmündiges Kind behandeln.

    Ja der Schutz des Lebens ist wichtig.

    Aber wenn das so weitergeht, von welchem Leben sprechen wir da.

    • Anscheinend für ein nicht lebenswertes, wenn man sich selber um die Kinder kümmern muss. Vielmehr wir Eltern werden für unmündig erklärt, wenn Kultusministerien um das Wohlergehen und die Verblödung unserer Kinder bangen, sobald die Kinder ausschließlich ihrer Familie ausgesetzt sind. Meine Oma hat auch ihre vier Kinder ohne rundum Betreuung und ohne Kita aufgezogen, hatte kein Auto, keine Waschmaschine, kein Geschirr- und kein Wäschetrockner und keine digitalen Kommunikationsmittel und hat trotzdem ganz gerne gelebt. Und ich als Einzelkind bin auch nicht verkümmert, wenn es mal keine Schule gab (6 Wochen frei gab es schon früher und zwar ohne Ferien- Freizeitbetreuung. Ich hatte nämlich Freunde, und wir haben uns unsere Spiele früher selber ausgedacht. Und von diesen Freunden haben viele einen kreativen Beruf ergriffen.

      • Ganz genau!

        Wir hatten nichts – außer uns. Und das war schön. Draußen bis die Kirchenglocke sieben Mal schlug (gleich Achtsamkeit und zählen gelernt, Zuverlässigkeit, … ), dann ab nach Hause. Oder wenn die Straßenlampen angingen….. Keine Überwachung durch digitale Medien.

        Boah, wie oft in den Fluss gefallen? Gegenseitig rausgeholfen und Ausreden erfunden – wussten auch die Eltern, obwohl wir echt kreativ waren

        Urlaub konnten wir uns nicht leisten. Auto auch nicht.

        Ach so, wir haben noch lesen gelernt – es gab Bücher aus der Bücherei. Kopfkino entwickelt, Interessen entwickelt …

        Kinder heute …. irgendwie anders, irgendwie traurig. Alles da, aber niemand zu Hause.

        • @Riesenzwerg
          Danke für die Schilderung!
          Ich hatte gerade eine kleine Zeitreise in meine Kindheit in den 70ern…
          Wir waren auch immer unterwegs, im Wald, beim Bauern, auf der Straße vorm Haus.
          Gelesen habe ich zentnerweise, Bücher aus der Stadtbücherei nach Hause geschleppt. Oft drei Bücher parallel gelesen, weil ich mich nicht entscheiden konnte 🙂
          Diese Verhältnisse und Erlebnisse kann ich heute meinen Kindern schwer vermitteln, denn alles ist überall verfügbar.
          Aber kleine Auszeiten kann jeder schaffen. Ist oft unbequemer, lohnt sich aber!
          Gemeinsame Erlebnisse verbinden und machen glücklich. Eine Runde Karten spielen, gemeinsam kochen, … Ist für Teenies nicht cool, aber sie genießen das ab und zu trotzdem.
          Mir tun oft die Eltern leid, die dafür keinen Blick haben. Viele müssten nicht so viel arbeiten, könnten sich mehr Zeit für ihre Kinder nehmen.
          Aber alles was Kinder betrifft wird fremden Menschen übertragen.

          Genauso machen es viele bezüglich der Alten. Wenn’s schwer wird, ab ins Heim.

          Wer es sich finanziell leisten kann, sollte in beiden Fällen mal darüber nachdenken, sich selbst an Betreuung und Pflege der eigenen Angehörigen zu beteiligen.
          Das ist nicht sehr populär (ich spreche aus Erfahrung), aber ich denke, dass das rückblickend die richtige Entscheidung gewesen sein wird.

  19. Meine Nerven. Ist das eine eiskalter und verlorener Haufen. Ausgerechnet der
    Herr Kretschmann rudert jetzt mit Eisenbahn zurück. Er, der vorher noch so große Reden geschwungen hat was Schulöffnungen betrifft. Es gibt ganz klare Aussagen von Virologen und vom RKI was Schulen betrifft. Und schon wider hält sich keiner daran. Aber in manch anderen Bundesländern ist es auch so. Saarland mit Ministerpräsident Hans ,der vorher auch fest und glaubwürdig versichert hat dass es keine Schulöffnungen gibt bis 31.01.21 rudert auch zurück mit Bildungsministerin Streichert-Clivot.

  20. Und das neue mutierte Virus, dass noch viel ansteckenden ist, hält sich von Schulen fern? Oder gibt es nicht? War das nicht auch mit ein Grund warum die Schulen noch geschlossen bleiben sollten? Frau Merkel lässt sich belügen von ihren Präsidenten dass es schon weh tut.

  21. Also diese eiskalte Frau sollte endlich zurück treten. FREIWILLIG. Oder ihr Chef sollte sie entlassen. Die tanzt ihm auf der Nase herum. Und sie will Ministerpräsidenten werden? Armes BW. Armes Deutschland

  22. Auf der einen Seite muss die Allgemeinheit nicht zahlen, die Zahlen sind auch schon auf 160 runter.
    Und den Alten zu Helfen würde auch Sinn machen. Doch an die denkt sie in ihrer Wahlkampfveranstaltung nicht und will nur 40 Prozent der Wâhler hinter sich haben. Dennoch hoffe ich Mal das der nâchste lockddown nicht in zwei Wochen wieder da ist
    Die Schulen Gehören definitiv bei 200 zur Gesundheit aller zu. Und zwar vor Restaurants und kleinen Geschâften und vor Kontaktbeschrânkung auf eine Person.

  23. @Psychologin:wenn man, wie Sie wahrscheinlich (falls Sie Psychologin „sein sollten“), sich den lieben langen Tag im Buero verkriecht und/oder gerade auf Videokonferenzen in der Behandlung zurück greifen kann, ist es ganz logisch, das man in Bezug auf Ansteckung alles lapidar und laessig sehen kann. OHNE WORTE!!! Einfach nur fassungslos!

    Die Eisenmann soll mal in die aktuellen Zahlen gucken(heute wieder ueber 30000 Neuinfektionen)!!!! Entweder kann die das nicht lesen oder nicht interpretieren oder Beides!!!!

    Die Kultusminister *innen nehmen sich das Recht auf Videokonferenzen zur Beratung, ansonsten schicke Einzelbueros.
    Hmh… Mehr verlangen/fordern wir auch nicht fuer unsere Kinder!!!
    Gleiches Recht fuer Alle!!!!

    Frau Eisenmann, wissen Sie denn bereits, wie viele unter den gemeldeten Neuinfektionen schon vom mutierten Virusstamm dabei sind???? Der wesentlich ansteckender ist????

    Boa, ich glaub, das koennen Sie gar nicht wissen, das diese Analyse erst detailliert gestartet werden soll.

    Schulen/Kitas MUESSEN GESCHLOSSEN BLEIBEN!!!!

  24. @Andrea Piche:das sich das Sozialverhalten waehrend der Pandemie aendert, steht ausser Frage.

    ABER!!!! Kinder/Jugendliche in der OGS sind keine Babys mehr, die POLITIK(gerade die Kultusminister *innen) LEBT DIESES EGOISTISCHE/STURE VERHALTEN UNSEREN KINDERN VOR!!!

    Die Kinder orientieren sich nur an „ihren“ obersten Vorgesetzen.

  25. Willkommen im Entwicklungsland für den Bildungsbereich Schulen. Was Deutschland hier abliefert ist nur noch peinlich. Es gingen viele Länder in überflüssige Lockdowns. Aber Kinder gehen weiterhin zur Schule. Es starten auch Frankreich, Italien, Schweiz normal nach den Winterferien. Wir sprechen gar nicht von Nordeuropa….Naja man sieht, wie hoch die Wetschätzung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist. Kennen Sie einen Lockdown, der einen nachhaltigen Erfolg hatte? Sie wissen aber schon, dass der Inzidenzwert von 50 irgendwann mal von der Politik festgesetzt wurde? Ja es hat wohl einen Ausbruch in einer Schule gegeben. So wie bei der Fleischverarbeitung, Krankenhäuser, Paketzentren, Pflegeheimen…da hat es viele Cluster gegeben. Und das schließen wir alles bis zu einer Inzidenz von 50.

  26. Ich verstehe beide Situationen.
    Bin allei Erziehende Krankenschwester von 2 Mädels 5 und 3 Jahre. Der Vater ist leider verstorben nicht an corona.
    Fakt ist ich arbeite in einem Systemrelevanten Beruf und ja och brauche auch Geld! schenken tut mir keiner was. Es ist ein Spagat zwischen kinder und Berufsleben der ohne corona schon nicht leicht ist. finde es fresch allgemein zu sagen “ wer nicht klar kommt sollte keine kinder in die welt setzen! “
    nicht alles läuft immer nach Plan. Das ich alleine in einer Pandemie mit 2 Kindern stehe habe ich vor 4 Jahren nicht geglaubt tut mir leid.
    Sollten jetzt denn alle Krankenschwestern zu Hause bleiben? kinder zu den Großeltern? Ist wohl auch nicht richtig!
    Was denn wenn hier alle so schlau sind?

    • @ich: 1. In Ihrem Fall wird Ihnen doch wohl kaum jemand die Inanspruchnahme der Notbetreuung missgönnen? Für Fälle wie ihren ist sie schließlich da.
      2. Ein Teil der Frustration unter den Lehrkräften ist natürlich der Angst um die eigene Gesundheit geschuldet.
      3. Ein anderer Teil ist allerdings, dass wir uns mit dieser neuen Virusvariante B117 am Scheideweg befinden: Sie wird sich voraussichtlich durchsetzen und sie ist wahrscheinlich erheblich ansteckender.
      3. Heißt: Wir müssen ganz schnell effektiv die Fallzahlen senken, bevor das passiert, damit Kontaktnachverfolgung wieder stattfinden kann.
      4. Denn: Mit der neuen Variante lässt sich R viel schwer unter 1 drücken. Möglicherweise nur mit Schulschließungen (auch wenn Schulen nicht „Treiber der Pandemie“ sind – ihnen eine Rolle im Infektionsgeschehen anzusprechen, wäre, naja, vermutlich nicht so schlau). Hoffentlich funktioniert Wechselunterricht + Kontaktverfolgung, ohne R über 1 zu drücken.
      5. Also: Den – harten – Lockdown jetzt durch zu großzügige Regelungen für die Schulen (und in anderen Bereichen) zu unterlaufen ist ziemlich sicher ein Fehler, der sich bitter rächen wird.
      6. Es GIBT keine „schlauen“ Lösungen, keinen „Zauberstab“, um die Pandemie zu beenden, und auch die Impfungen schaffen das erst mal (und recht lange, auf Monate hinaus) noch nicht. Es gibt nur die Wahl zwischen „ganz viel Leid“ (durch harten Lockdown) und „noch viel mehr Leid“ (durch einen zu weichen Lockdown und explodierende Fallzahlen durch B117).

  27. Hallo zusammen, also Sammy ich bin voll und ganz auf deiner Seite und vielleicht sollte man unsere Bildungsminister die so sehr für Öffnungen der Schulen sind doch mal eine Woche in ein Klassenzimmer stecken mit weit geöffnetem Fenster. Mal sehen ob Dan das Hirn endlich mitarbeiter. Und noch etwas zu dieser super Psychologin : die Kinder, Lehrer und Erzieher sollten gesund bleiben, das ist das allerwichtigste, da kann und sollte man auch mal auf Kontakte verzichten.

  28. wer diese frau (eisenmann) im märz wählt, ist selber schuld. sie zeigt täglich, dass sie für ihren (wahl-)erfolg bereit ist, über leichen zu gehen.
    was interessiert sie die gesundheit von kindern, eltern und lehrern.. hauptsache, die wählerstimmen erreichen einen ihr genehmen wert.
    sie denkt (incl. ihrer berater), dass die eltern bei der geplanten schulöffnung ihre „verdienste“ diesbezüglich würdigen werden.
    aber.. falls die zahlen nach der verfrühten öffnung wieder ansteigen werden, könnte ihre maßnahme sehr wohl zum rohrkrepierer werden.
    ich habe selten eine person wie eisenmann gesehen, die sich so vehement gegen alle wissenschaftlichen erkenntnisse verschließt, diese ignoranz ist fast einmalig und zeigt offen ihre sturheit auf.
    wenn ich dann weiter verfolge, wie sie das „maskenproblem“ angeht ( brief an ihren kabinettskollegen lucha über die medien), ihre verquickung in diverse skandale ( expo-pavillon, ehemann in digital-bildungs-programme eingebunden, stiefsohn als beteiligter einer umstrittenen maskenproduktion, gescheiterte bildungsplattform ELLA… usw.), ist diese frau unwählbar. man lese sich nur die unter der hand gehandelten vorwürfe bezüglich ihres umgangs mit untergebenen durch.. menschlich für mich eine eiskalte frau, die ethik und moral ganz weit hinten anstellt. ihr persönlicher erfolg geht ihr über alles…
    ich hoffe nur, dass sich der MP kretschmann rechtzeitig von solch einer person distanzieren kann und ihrem weiteren unqualifiziertem treiben ein ende setzt.

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