VBE: Druck der Eltern, die Grundschulen wieder zu öffnen, ist riesig

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BERLIN. Nach der GEW hat sich auch der VBE gegen eine rasche Schulöffnung in Berlin gewandt. Im Vergleich zum Zeitpunkt der Schulschließung vor zwei Monaten habe sich die Situation kaum geändert, sagte die VBE- Landesvorsitzende Heidrun Quandt am Montag. «Weder gibt es regelmäßige Tests für die Schülerschaft und das pädagogische Personal noch Impfungen oder ausreichende Luftfilter an allen Schulen und in allen Klassenräumen.»

Der Druck der Eltern ist riesig – weiß der VBE. Foto: Shutterstock

Lediglich das Tragen von Masken für alle Altersgruppen der Schülerschaft sei vorgesehen. Diese Vorgabe werde jedoch auf Druck von Elternvertretungen an etlichen Schulen mit der Argumentation unterlaufen, es seien ja Kinder, die die Maske tragen müssen, sagt Quandt. „Lehrer*innen unterrichten beim Alternativszenario sechs Stunden am Stück mit Maske und dürfen sie auch nicht im Lehrerzimmer abnehmen. Gerade an Grundschulen sind Hofpausen ohne Maske für die Ansteckung ein besonderes Problem, weil ein Abstand von 1,50 m nicht gewährleistet werden kann.“

VBE: Mit der Notbetreuung wird das Verbot von Präsenzunterricht unterlaufen

Die VBE-Landesvorsitzende kritisiert: „Mittlerweile wollen Elternvertreter bestimmen, wie die Öffnung der Berliner Grundschule zu organisieren ist, ohne dass sich Schulleitungen dazu äußern. Die Senatsverwaltung für Bildung lässt jetzt schon durch Abnicken der Schulaufsicht zu, dass die Notbetreuung ein Unterlaufen des Verbots von Präsenzunterricht ist. Viele der Schüler*innen sitzen jeden Tag in der Notbetreuung und es werden immer mehr. Viele Lehrer*innen sind neben dem Homeschooling für die Notbetreuung eingesetzt. Bis jetzt interessiert es den Arbeitgeber der Lehrerschaft, nämlich die Senatsbildungsverwaltung, in keinster Weise, welchen gesundheitlichen Risiken sich die Lehrer- und Erzieher*innen aussetzen.“

Dabei seien die sich ausbreitenden Mutanten des Corona-Virus wesentlich ansteckender als das ursprüngliche Virus. „Wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass gerade Kinder ohne starke Symptome Überträger sein können. Wollen der Senat und die Senatsbildungsverwaltung die Reduzierung der Inzidenzwerte durch eine Öffnung der Schulen aufs Spiel setzen? Zumal die Schulpflicht bei der Öffnung der Grundschulen weiterhin außer Kraft gesetzt wird. Eine kontinuierliche Beschulung aller Schüler*innen ist mit dieser Anordnung sowieso nicht durchführbar.“ Der Druck der Eltern sei riesig, die Grundschulen wieder zu öffnen. „Es geht aber nicht nur um den Willen der Elternschaft, sondern besonders um die Gesundheit der Schüler-, Lehrer- und Erzieher*innen“, betont Quandt.

Für Schüler der Klassenstufen 1 bis 3 ist Wechselunterricht in halber Klassengröße geplant

Trotz Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie um drei Wochen bis 7. März will der Senat die Schulen ab 22. Februar schrittweise öffnen. Zunächst ist für Schüler der Klassenstufen 1 bis 3 Wechselunterricht in halber Klassengröße geplant. Sie werden also in geteilten Lerngruppen abwechselnd in der Schule und mit Hilfe digitaler Lösungen zu Hause unterrichtet. News4teachers / mit Material der dpa

Studie: Das Risiko, sich über Aerosole mit Corona zu infizieren, ist im Klassenraum extrem hoch – Lauterbach: Luftfilter anschaffen!

 

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41 KOMMENTARE

  1. Liebe Lehrer,

    ich weiß nicht, was man da noch anderes sagen soll außer: seid doch alle mal an den gleichen 1-3 Tagen krank…

    MfG

    • Ich stimme Ihnen zu. Ein solches „Abstimmen mit den Füßen“ würde wahrscheinlich einige Entscheidungsträger und bestimmte Eltern wachrütteln.
      Viele KuK erzählen auch, dass sie Angst um sich, ihre eigene Familie, den vulnerablen Vater haben, den sie jetzt nicht mehr besuchen können usw. Aber wenn man die gemeinsame Kankmeldung vorschlägt, weisen es alle weit von sich:
      „Nein, so bin ich nicht!“
      „Hach nein, das kann ich nicht!“
      „Das geht ja zu Lasten der Schüler, und die können ja nichts dafür!“
      (Liste beliebig fortsetzen)

      Wenn es also darauf ankommt, ist die eigene Gesundheit, die eigene Familie oder der eigene Vater unwichtiger als fremde Kinder und fremde Eltern.
      Oder anders ausgedrückt: Man setze in einem Lehrerzimmer einen Schritt nach vorn. Garantiert setzen 95% der LuL einen Schritt nach hinten.
      Und deshalb ändert sich an deutschen Schulen auch nichts, obwohl gerade die verbeamteten und die fest angestellten Lehrkräfte wenig zu befürchten haben.

  2. Nichts Halbes und nichts Ganzes . Am einfachsten wäre es , den Präsenzunterricht bis Ostern sein zu lassen . Er richtet nur Schaden an .

  3. Ich bin mir nicht sicher welche Eltern das wirklich möchten und darauf pochen.
    Ich gehöre definitiv nicht dazu.
    Natürlich sollten Kinder in die Schule gehen können, aber doch nur, wenn Sicherheit gegeben ist.
    Ich kann es nicht nachvollziehen das nicht noch etwas gewartet wurde.
    Aber es mag daran liegen, das in der Familie Risikopatienten leben.
    Die Gesundheit ist uns wichtiger.
    Bildung ja, aber nicht vor Gesundheit.
    Aber was weiß eine Mama schon…

    • Wir haben auch Risikopatienten in unserer Familie und ich kenne eine weitere Familie wo es so ist. Leider haben Familien mit Risikopatienten keine Lobby, auch Landeselternräte wollen das nicht hören. Es wird nur die schreiende Zahl der Eltern vertreten.

      Es gibt auch Kinder, für die das Distanzlernen besser ist, sie blühen regelrecht auf, aber das will keiner hören.

  4. In der Region Stockholm werden mittlerweile 200 Kinder mit Long Covid behandelt – das schwedische Staatsfernsehen beginnt langsam, darüber zu berichten. Die Aussagen der Kinder brechen einem das Herz: „Was ist mit den Beinen?“ „Tod (sic).“ Das sind die Kinder, die seit März krank sind. Umgerechnet auf Deutschland (Todeszahlen) sind das bereits mindestens 1000 Kinder! Wahrscheinlich viele viele mehr …

  5. Wenn Sie keine Quellenangabe mitliefern für ihre „wissenschaftliche Untersuchung“ zur besonderen Virenverbreitung von Kindern, sollten Sie diese auch nicht als Argument aufführen. Gerade in der heutigen Zeit, in der niemand mehr ein Vertrauen in irgendwelche journalistischen Ergüsse hat. Fragen Sid doch mal im Gesundheitsamt nach, wie hoch die Infektionsquote der Lehrer ist, um einen Eindruck zu geben, ob Lehrer wirklich so viel gefährdeter sind. Seit einem Jahr macht das Gesundheitsamt nichts anderes als Daten zu sammeln und Kontakte zu verfolgen, also wo sind die Berufsspezifischen Auswertungen. Man muss weg von angstgetriebenen Vermutungen, hin zu Analyse und Auswertung.

    • Sind Sie neu hier? n4t berichtet seit Monaten regelmäßig fundiert über Studien und Erkenntnisse zu eben diesen Punkten.

      • Aber leider keine will die Studien lesen,nach dem Motto: lass Kinder doch in die Schulen,dann sehen wir was passiert beim öffnen von Kneipen.
        Die Kinder sind noch mehr als schutzbedürftigen gesehen,sonder als uninteressante Kanonen Fleisch .

    • Unsere Ministerien und Gesundheitsämter wollen nicht wissen ob wir mehr gefährdeter sind als andere Berufe. Die Schulen sind doch sicher.
      Dafür hier eine andere Quelle. Die Barmer hat gestern eine Studie über die gefährdetsten Berufsgruppen veröffentlicht.
      Nr. 1 Altenpflege mit 7,6 infizierten pro 1000 Versicherte.
      Nr. 2 zwei mit 7,2 Infizierten teilen sich die Berufe Gesundheit (Ärzte, Pfleger, Fahrer von Rettungswagen usw.) und Erziehung (Lehrer, Kinderbetreuung, Erzieher).
      Wahrscheinlich liegt das daran, dass Lehrer täglich in ihren Partykellern Orgien feiern. Die Schulen sind ja sicher 🙂

    • Die Gesundheitsämter rücken die Daten aber nicht raus. Ich habe mehrere Anfragen über FragDenStaat gestellt.
      Warum wohl nicht?

  6. Wieso regt man sich so unterschwellig über den Druck seitens (mancher) Eltern auf, die Schulen zu öffnen? Lehrer und Erzieher machen doch auf der anderen Seite auch Druck, die Schulen zu schließen bzw. geschlossen zu lassen. Wieso ist der eine Druck gut und der andere Druck schlecht, wie hier suggeriert wird?

    Jede Seite vertritt halt ihre Interessen. So ist das eben.

    • Es wurde schon im ersten Lockdown ein erheblicher Druck von Eltern und Elternverbänden ausgeübt bezüglich Schulöffnungen. Man meint fast, die Schulschließungen wären eine Idee der Lehrerschaft gewesen, einfach for fun.

    • Weil der Druck sich gegen die Politik richten sollte, die verwaltet und moderieren sollte?!
      Leider leben wir in einer mehrdimensionalen Welt…Ist nicht so einfach…

    • Dem Virus sind diese Interessen egal. Sein einziges Interesse ist es, genügend Wirte zu finden, mit deren Hilfe es sich vermehren und verbreiten kann. Und eigentlich müssten alle das Interesse haben, Unterricht mit wirksamem Infektionsschutz zu machen. Im Interesse aller an Schule Beteiligten.

    • Es ist doch nicht im Interesse von Erziehern und Lehrern, dass die Schulen geschlossen sind! Ist das so schwer zu verstehen? Es ist im Interesse aller Beteiligter, auch von SuS und Eltern, dass die Schulen mit größtmöglichem Schutz geöffnet sind. Der wird uns aber immer wieder verwehrt, siehe Luftfilter. Hier geht es nicht um entgegengesetzte Interessen von Feinden. Warum auch? Schulen und Kitas sind keine Kriegsschauplätze, sondern kooperative Plätze des Lernens und der Bildung.

  7. Schreibt euch krank! Das artet in diktatorische Züge um jeden Preis um, wie es in allen Systemen schon zu finden war…

    Die Wut der Eltern sollte sich gegen diese unverschämte Bildungspolitik und Scheeres richten, die die Gesundheit des Personals riskiert und sich zu nichts durchringt, was einen sicheren Präsenzunterricht gewährleistet!

    Es ist nicht nur der mögliche Corona-Erkrankungsfall selbst, es ist das fremdbestimmte Risiko von etwas, was uns privat sämtliche Freiheiten nimmt. Die Regenerationsqualität und -zeit in der Freizeit ist ebenso reduziert, wie die zusätzliche psychische Belastung.

    Pädagik kann nur unter sicheren Bedingungen außerhalb ernster Gefahren stattfinden!

    Bitte klagt und demonstriert, wer die Möglichkeiten und Kraft dazu hat!

    • Ein Aufruf zum Betrug? Simulierte Krankheit? So können wohl nur Beamte es sich leisten zu reden, weil die 100% Lohnfortzahlung auf unbegrenzte Zeit bekommen. Sie geben gerade all jenen Nahrung, die das Beamtentum abschaffen wollen, Kim!

        • Dann aber bitte die volle Wahrheit! Ich verstehe, wenn Menschen aus Neid gegen das Beamtentum sind. Aber wollen Sie wirklich, dass Lehrer streiken dürfen? Dann können die Unterrichtsstunden nämlich schon mal spontan ausfallen. Der Beruf ist nach wie vor nicht sehr attraktiv und würde durch den Wegfall des Beamtenstatus noch weniger neue Anwärter bekommen. Also noch mehr Lehrermangel UND zusätzliches Streikrecht – von dem in so einer Situation wie gerade sicher viele Gebrauch machen würden. Zudem müsste man dann endlich mal eine Arbeitszeiterhebung durchführen bzw. eine Gefährdungsbeurteilung machen – und könnte sich dann nicht mehr auf den verbrieften Einsatz der Lehrkräfte verlassen. Auch als Arbeitgeber hat man als Land dann nämlich Pflichten, die bisher unter den Tisch fallen, weil ein Dienstherr eben kein Arbeitgeber im rechtlichen Sinne ist. Wahrscheinlich müsste man mehr Lehrer einstellen. Und ihnen mehr Geld bieten, weil wie gesagt: unattraktiver Beruf! Ich kenne keine Zahlen, aber ich schätze, das dürfte ganz schön teuer kommen! Jedenfalls teurer als jetzt. Und als Gegenleistung erhalten Sie Angestellte, die mit nur wenigen Monaten Vorlauf kündigen können und damit eine sichere Personalplanung unmöglich machen…
          Welche dieser Zukunftsperspektiven erscheint Ihnen denn so erstrebenswert? Oder wollten Sie hier nur mal den seit der eigenen Schulzeit aufgestauten Frust los werden?

          • Verdammt, ja! Vielleicht bin ich neidisch. Aber hauptsächlich auf den Verdienst. Ich bin nämlich auch Lehrer! Aber aus gesundheitlichen Gründen nicht verbeamtet. Ich mache den gleichen Job auch ohne Beamtenstatus und halte mich für keinen Deut schlechter als Sie! Mit den gleichen Rechten und Pflichten! Deswegen kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass ein Beamtenstatus niemanden zu einem besseren Lehrer macht. Ich bin aus Fairnessgründen gegen den Beamtenstatus. Ungleiches Behandeln führt zu Missgunst und Problemen. Das muss man keinem Pädagogen erklären.
            Und noch was anderes…. Gerade lese ich hier sehr oft, dass viele Kollegen gerade gerne streiken würden! Das wäre dann ja kein Problem mehr.

  8. Die Pandemie macht deutlich, welchen hohen Stellenwert die Grundschulbildung hat und was die Grundschule für die Gesellschaft leistet. Dass GrundschullehrerInnen bei der höchsten Stundenzahl gleichzeitig das niedrigste Gehalt bekommen, ist vor diesem Hintergrund anzuprangern! Wir sind gesellschaftlich höchstwichtig, finanzielle Anerkennung erhalten wir dafür nicht.

    • Die Arbeit der Erzieherinnen ist noch weniger wichtig, denn sie verdienen noch weniger. Und erst die Reinigungskräfte! Wer braucht schon Reinigungskräfte?! Die sollen doch froh sein, dass sie überhaupt eine Bezahlung bekommen. Eigentlich müssten die doch noch selbst dafür bezahlen, dass sie putzen dürfen! (Ironie aus!)

  9. Ist eine dritte Welle gut oder schlecht für die gesamte Gesellschaft und welche Seite/Forderung verhindert sie mit höherer Wahrscheinlichkeit?

    • Wie erklären wir später unseren Kindern, dass wir so gehandelt haben, dass sich niemand gewehrt hat?
      Woher sollen sie Vertrauen in den Staat und die Gesellschaft haben, wenn sie unsere Unfähigkeit, gemeinsam Probleme zu lösen, sehen?
      Die Kinder werden die sein, die uns richten. (Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie uns im Alter gut behandeln werden, wenn wir jetzt so weitermachen…… Es ist doch egal, wenn tausende alte Menschen sterben!)

  10. @ Leisetreter: Das Vertreten von Interessen hört dort auf, wo (auch nur möglicherweise) die Gesundheit und das Leben anderer gefährdet wird.
    Wägen Sie Ihre Argumente zum „Druck“ entsprechend ab – Sie werden nur zu einem gültigen Ergebnis kommen können und sehen, dass „Jede Seite vertritt halt ihre Interessen. So ist das eben“, hier keinen Sinn ergibt.

  11. Als Mutter von Teenagern kann ich mich nicht wirklich zur Öffnung in GS äußern, die Voraussetzungen sind dort einfach anders als in der Sekundarstufe. Ich würde meine Kinder aber ums verrecken nicht in die Keimhöle schicken, wenn ich nicht dazu gezwungen werde. Gerade den Grundschulstoff (1-3) kriegen wir Eltern doch auch noch hin. In den höheren Klassen wird es schwieriger, aber die Kinder und Jugendlichen lernen jetzt etwas für’s Leben, nämliche Selbstorganisation, Recherche und Hilfe zu erbitten. Für mich hat das einen enormen Mehrwert zum klassischen Unterricht.

    Mich ärgert es, dass man im Privatleben eingeschränkt und an anderer Stelle die Gesundheit meiner Familie auf Spiel gesetzt wird, ohne dass alle Beteiligten ein Mitspracherecht haben.
    Wenn die Möglichkeit besteht sein Kind in die Schule zu schicken, werden viele besorgte Eltern es trozdem tun aus Angst ihr Kind könnte sonst akademisch benachteiligt werden. Und die Pädagogen werden nicht gefragt. Dazu kommt für sie die Doppelbelastung den Präsenzunterricht durchzuführen und nebenbei auch Materialien für den Distanzunterricht zu erstellen, korrigieren und zu kommentieren. Das ist kräftezehrend und nicht lange durchzuhalten. Was haben wir Eltern davon, wenn die Lehrer und Erzieher wegen Burnout auf unbestimmte Zeit ausfallen, vorallem da wir eh schon unter akutem Pädagogen Mangel leiden.

    Auf der anderen Seite brauchen die Kinder Sozialkontakte für eine gesunde Entwicklung. Mir wäre es persönlich lieber mit dem Distanzunterricht fortzufahren und jedem Kind die Teilnahme bei einem außerschulischen (sportlichen) Projekte (Vereine) in festen Kleingruppen zu ermöglichen. Ehrenamtliche können selber entscheiden ob ihnen das Risiko zu hoch ist oder nicht. Wenigstens schlägt man so mehrere Fliegen mit einer Klappe – soziale Kontakte, Bewegung, Ausgleich zur Schule, Freude an dem was man tut, und das alles auf freiwilliger Basis.

    Liebe Pädagogen, lassen sie sich nicht von Eltern unter Druck setzen, die sich ihrer Verantwortung in der Bildungspartnerschaft entziehen wollen. Es ist nicht ihre Schuld, dass das Virus unser aller Leben verändert und die Aufgaben zur Zeit anderes verteilt werden müssen. Und wenn nichts hilft, dann hätten sie meine Sympathie, wenn sich alle im gleichen Zeitraum krank melden.

    Ich wünsche allen Eltern, Pädagogen und Kindern Nerven wie Drahtseile, denn es gilt noch eine Weile durchzuhalten.

  12. Hallo die Nachricht geht an Eine Mama

    Wir sind genau der selben Meinung. Wir haben auch 5 Kinder darunter sind 2 Risikopatienten. Natürlich ist Schule und Bildung wichtig, aber was bringt es wenn man damit das Leben eines Familienmitgliedes aufs Spiel setzt. Die Gesundheit geht definitiv vor. Unsere Kinder z.b. blühen im Homeschooling total auf.

    Wir können die Eltern, die darauf pochen ihre Kinder wieder in die Schule schicken zu können auch überhaupt nicht verstehen.

    Wir als Eltern sind doch für die Gesundheit und die Unversehrtheit unserer Kinder verantwortlich. Dann sollte man doch auch so gescheit sein Sie nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Was für ein Schwachsinn.

    Also wir sind auch definitiv dafür das die Schulen bis Ostern zu bleiben!!!!!

    • Es ist wie immer, die schwächsten Glieder in einer Gesellschaft müssen das auslöffeln, was andere die ihre Fahne nach dem Wind hängen verzapfen…. Augen zu und durch wider jeden Verstand. Die Schulen zu diesem Zeitpunkt zu öffnen, wo die Kurve wieder ansteigt, und somit Kinder als Versuchskaninchen dem „Gesellschaftlichen Druck “ zu opfern ist unverantwortlich!

      Es nützt halt nichts wenn man man dann Schnelltest ( auch in unzureichender Zahl ) und in Zukunft Impfungen in Aussicht ( ups, die Waren ja für Kinder gar nicht zugelassen ) stellt. In dieser Situation ist es das wenigste, das Eltern allein entscheiden können, ob Kinder in dieser Gefährdungslage auch in die Schule gehen bzw. den Distanzunterricht fortführen!

      Und den Präsenzunterricht solange aussetzt, bis man die Sicherheit, durch Tests und Impfungen sicherstellen kann!

      Es werden nicht alle Kinder zu Hause geschlagen und ganz ehrlich, wenn das so ist, wäre das wohl ein Fall für das Jugendamt, eine Schulöffnung bringt da jedenfalls nichts….

      Und man betont das Schüler im Distanzunterricht nichts machen, die machen auch in der Schule nicht all zu viel… Es gibt auch Schüler die zu Hause mehr lernen, weil Sie eben nicht wie in der Schule auf schwächere Schüler warten und ihre Zeit nur absitzen, weil oft Lehrer eben für die leistungsstarken Schüler keine gesonderten Aufgaben haben…

      Hier geht es doch in Wahrheit gar nicht um die Schule, nicht um die Lehrer und auch nicht um die Kinder, hier geht es um rein wirtschaftliche Interessen… deshalb öffnen die Grundschulen testweise trotz wieder ansteigender Tendenz… weil Eltern mit betreuungspflichtiger Kindern ja sonst nicht arbeiten können und der Staat ja aufkommen müßte!

      Weil es wichtiger ist das Daimler Benz und andere eine Dividende ausschütten können,

      Eltern wieder voll arbeiten gehen können… Natürlich ja nur in ihrem Interesse, damit sie eben nicht auf 33 % verzichten und oben drin noch im nächsten Jahr Steuern nachzahlen müssen.

      Ja Eltern bleiben bei dieser Pandemie unberücksichtigt und werden stark benachteiligt und manchen sind da sogar scheinbar ihre Kinder egal, wenn es ums Einkommen geht, mir nicht… mir wird da ganz schlecht….

      @ die Lehrer / Bildungsministerium

      Ganz ehrlich, ich verstehe Lehrer, die für den Beruf des Lehrers leben und gern und mit vollem Einsatz für ihre Kinder da sind. Ich verstehe auch, das man auch, um ein reales Bild zu bekommen ein Feedback des Schülers benötigt.

      Warum ist das aber angeblich nicht im digitalen Distanzunterricht nicht möglich?

      Warum werden Lehrer nicht mit Tablet und Co fit gemacht? Warum wird von den Schulen den Lehrern wenigstens ein Tablet / Laptop für den Unterricht gestellt? (Vielleicht sollte man sich da mal mit den australischen Kollegen orientieren… die dies bereits seit Jahrzehnten, wenn aus anderen Gründen so erfolgreich unterrichten…

      Warum ist es in Deutschland nicht möglich?

      Wenn diese Schulöffnung für leistungsschwache Schüler so wichtig ist, die sonst nicht aufstehen, warum dann nicht nur Präsenzunterricht ausschließlich für diese? Es wäre für alle ein Gewinn. Denn dann könnten die aufgrund nur kleinerer Gruppen intensiver betreut werden und zumindest an das durchschnittliche Klassenniveau herangeführt werden!

    • Es ist wie immer, die schwächsten Glieder in einer Gesellschaft müssen das auslöffeln, was andere die ihre Fahne nach dem Wind hängen verzapfen…. Augen zu und durch wider jeden Verstand. Die Schulen zu diesem Zeitpunkt zu öffnen, wo die Kurve wieder ansteigt, und somit Kinder als Versuchskaninchen dem „Gesellschaftlichen Druck “ zu opfern ist unverantwortlich!

      Es nützt halt nichts wenn man man dann Schnelltest ( auch in unzureichender Zahl ) und in Zukunft Impfungen in Aussicht ( ups, die Waren ja für Kinder gar nicht zugelassen ) stellt. In dieser Situation ist es das wenigste, das Eltern allein entscheiden können, ob Kinder in dieser Gefährdungslage auch in die Schule gehen bzw. den Distanzunterricht fortführen!

      Und den Präsenzunterricht solange aussetzt, bis man die Sicherheit, durch Teste und Impfungen sicherstellen kann!

      Es werden nicht alle Kinder zu Hause geschlagen und ganz ehrlich, wenn das so ist, wäre das wohl ein Fall für das Jugendamt, eine Schulöffnung bringt da jedenfalls nichts….

      Und man betont das Schüler im Distanzunterricht nichts machen, die machen auch in der Schule nicht all zu viel… Es gibt auch Schüler die zu Hause mehr lernen, weil Sie eben nicht wie in der Schule auf schwächere Schüler warten und ihre Zeit nur absitzen, weil oft Lehrer eben für die leistungsstarken Schüler keine gesonderten Aufgaben haben…

      Hier geht es doch in Wahrheit gar nicht um die Schule, nicht um die Lehrer und auch nicht um die Kinder, hier geht es um rein wirtschaftliche Interessen… deshalb öffnen die Grundschulen testweise trotz wieder ansteigender Tendenz… weil Eltern mit betreuungspflichtiger Kindern ja sonst nicht arbeiten können und der Staat ja aufkommen müßte!

      Weil es wichtiger ist das Daimler Benz und andere eine Dividende ausschütten können,

      Eltern wieder voll arbeiten gehen können… Natürlich ja nur in ihrem Interesse, damit sie eben nicht auf 33 % verzichten und oben drin noch im nächsten Jahr Steuern nachzahlen müssen.

      Ja Eltern bleiben bei dieser Pandemie unberücksichtigt und werden stark benachteiligt und manchen sind da sogar scheinbar ihre Kinder egal, wenn es ums Einkommen geht, mir nicht… mir wird da ganz schlecht….

      @ die Lehrer / Bildungsministerium

      Ganz ehrlich, ich verstehe Lehrer, die für den Beruf des Lehrers leben und gern und mit vollem Einsatz für ihre Kinder da sind. Ich verstehe auch, das man auch, um ein reales Bild zu bekommen ein Feedback des Schülers benötigt.

      Warum ist das aber angeblich nicht im digitalen Distanzunterricht nicht möglich?

      Warum werden Lehrer nicht mit Tablet und Co fit gemacht? Warum wird von den Schulen den Lehrern wenigstens ein Tablet / Laptop für den Unterricht gestellt? (Vielleicht sollte man sich da mal mit den australischen Kollegen orientieren… die dies bereits seit Jahrzehnten, wenn aus anderen Gründen so erfolgreich unterrichten…

      Warum ist es in Deutschland nicht möglich?

      Wenn diese Schulöffnung für leistungsschwache Schüler so wichtig ist, die sonst nicht aufstehen, warum dann nicht nur Präsenzunterricht ausschließlich für diese? Es wäre für alle ein Gewinn. Denn dann könnten die aufgrund nur kleinerer Gruppen intensiver betreut werden und zumindest an das durchschnittliche Klassenniveau herangeführt werden!

  13. Vor allem was bringt es den Kindern wenn sie jetzt wieder in die Schule gehen und in 1-2 Monaten müssen die Schulen erneut geschlossen werden. So ein Schwachsinn, das schadet doch viel mehr.

  14. Im übrigen wird man das Gefühl nicht los das genau die Eltern die hier so nach schulöffnungen schreien genau die Eltern sind denen ihre Kinder zu anstrengend sind.
    Schert euch nicht um die Wirtschaft die vor die Hunde geht wenn ihre eure Kinder zu Hause betreuen müsst, die meisten scheinen vor lauter Problemen noch nicht mitbekommen haben das die Wirtschaft schon kaputt ist, sie ist bereits den Bach runter gegangen.
    Werden wir alles wieder aufbauen müssen.
    Arbeit, Schule, Hobby, menschliche Beziehungen Kontakte all das war wichtig und wird es immer bleiben.
    Aber nicht auf Kosten der Kinder..

  15. „Liebe Pädagogen, lassen sie sich nicht von Eltern unter Druck setzen, die sich ihrer Verantwortung in der Bildungspartnerschaft entziehen wollen.“ Leider ist es so, dass es mit gut einem Drittel der Eltern keine „Bildungspartnerschaft“ gibt. Diesem Drittel rennen wir mit allem hinterher. Bei knapp einem Fünftel stellen wir hin und wieder für die Kinder das Frühstück in der Schule bereit. Gäbe es eine vollumfängliche „Bildungspartnerschaft“ zwischen Lehrern und Eltern, hätten wir einige der schulischen Probleme nicht.

  16. Ich möchte nicht dass meine Kinder unter diesen Bedingungen zur Schule gehen und sie selbst möchten auch nicht, obwohl sie gern zur Schule gehen. In Brandenburg gehen alle Grundschüler ab Montag in den Wechselunterricht mit Präsenzpflicht. Ab der 5. Klasse dürfen die Masken erst wieder beim Verlassen des Schulgeländes abgenommen werden. Zu sonstigen Hygienemaßnahmen gab es bisher keine Information. Mir tun Lehrer und Schüler leid, dass sie dazu gezwungen werden und Schulpflicht vor Gesundheit gestellt wird. Schade, dass Kinder denen es nicht gut geht jetzt als Vorwand genutzt werden, um dem Geltungsbedürfnis der Kultusminister nach zu kommen. Es wurde ein Jahr lang so gut wie nichts getan.

  17. Ich finde die ganzen Kommentare hier auf der Seite sehr einseitig. Irgendwie lese ich fast nur von Lehrer, die Angst haben um ihre Gesundheit und um ihre Familien. Die gibt es sicher und diese Sorge sei ihnen auch zugestanden. Aber dennoch gibt es auch viele Lehrer, die froh sind, wenn sie ihre SuS wieder live sehen und nicht nur dem Laptop etwas erzählen müssen. Zu dieser Sorte gehöre ich und gehören auch viele meiner Freunde und Kollegen. Ich finde das Risiko langsam wieder vertretbar für Wechselunterricht. Bei einer Inzidenz von weit über 100 hatten wir im Dezember volle Klassen. Bei uns in der Schule mit 700 SuS gab es da insgesamt nur 3 Coronafälle, die niemanden in der Schule angesteckt haben. Präsenzunterricht ist für mich durch keine Distanzunterrichtsform zu ersetzen, gerade wenn das Einzugsgebiet such bildungsferne und -schwächere Familien umfasst. Ein Hauptschüler mit wenig Ehrgeiz und Eigenantrieb kommt manchmal nur in die Schule, weil er dort seine Freunde trifft, Schulstoff bekommt er dann auch noch mit. Ihn vom Sinn und Nutzen des Online-/Distanzunterricht zu überzeugen, ist mehr als schwierig. Das Bett, Netflix oder Zocken sind oft interessanter/wichtiger für ihn. Das wird leider oft vergessen.
    Und eins noch: Wir Lehrer sind nicht alle in eine Schublade zu stecken, auch unter uns gibt es eine große Bandbreite von Meinungen: vom Coronaleugner bis zum hochbesorgten Menschen, der sich wegen Corona kaum vor die Tür traut. Hier spricht leider oft nur die eine Seite, wobei ich froh bin, wenn Coronaleugner keine größere Plattform bekommen. Ich fände es eine gute Lösung, wenn sich die Kollegen, die sich im Distanzunterricht wohlfühlen, diesen anbieten könnten, für die Kinder, die Zuhause bleiben können/wollen. Und Lehrer, die Präsenzunterricht machen wollen, diesen anbieten könnten für die Kids, die in die Schule kommen müssen/wollen Da müsste das ganze System mehr flexible Möglichkeiten von oben bekommen. Aber so kreativ sind Politiker nicht wirklich.

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