Immer mehr Hilferufe: Auch Kinder und Jugendliche von Long-Covid-Erkrankung betroffen

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HEILIGENDAMM. Zu Beginn der Corona-Krise ging man davon aus, dass Kinder und Jugendliche weitgehend unbeschadet eine Infektion mit Sars-CoV-2 überstehen. Mit der Corona-Variante B.1.1.7 stimmt das nicht mehr.

Nur wenige Kinder entwickeln bei einer Corona-Infektion Symptome, aber… Foto: Shutterstock

In der auf die Behandlung von sogenannten Long-Covid-Erkrankungen spezialisierten Median-Klinik in Heiligendamm werden die Patienten immer jünger. Wie Chefärztin Jördis Frommhold im Gespräch berichtete, werden zunehmend 20- bis 30-Jährige stationär aufgenommen und im letzten Monat auch zwei 18-Jährige. Die Anfragen nach Reha-Angeboten für pädiatrische Patienten häuften sich. Die Klinik stünde auch bereit, Jugendliche ab 14 Jahren in Begleitung eines Erziehungsberechtigten aufzunehmen.

Kinder und Jugendliche haben in der Regel nicht so schwere Krankheitssymptome nach einer Corona-Infektion wie Erwachsene, sie können aber an unterschiedlichen Folgeerkrankungen leiden. Dazu gehören beispielsweise Leistungsminderungen, Atembeschwerden und kognitive Einschränkungen, sagte Frommhold. Die Expertin berichtete von einer zunehmenden Zahl von Hilferufen besorgter Eltern.

Auch schwache Symptome können höchst problematisch werden – etwa zu Konzentrationsproblemen bei Schülern führen

Man müsse insgesamt von der Vorstellung Abschied nehmen, dass junge Menschen nicht erkranken können, sagte Frommhold. Dies habe sich mit der Virusvariante B.1.1.7 geändert. Aber auch schwache Symptome könnten höchst problematisch werden. So könnten beispielsweise auf Konzentrationsprobleme bei Schülern schlechte Schulleistungen folgen, die wiederum die Wahl des Studiums oder des Berufs beeinflussen.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnte vor dem Glauben, dass Kinder und Jugendliche bei einer Corona-Infektion nur mit grippeähnlichen Symptomen zu kämpfen haben. «Auch bei ihnen kann es eine Multi-Organ-Erkrankung werden.» Die gefürchtete Entzündung der kleinen Gefäße könnte auftreten. Lauterbach kritisiert schon seit längerem, dass die Bedeutung von Long-Covid auch bei Erwachsenen dramatisch unterschätzt wird.

Er berichtete von einer britischen Studie, nach der 7 Prozent der Jugendlichen Long-Covid entwickeln, bei Erwachsenen liege das Risiko bei 14 Prozent. Dies sei insbesondere unter dem Gesichtspunkt gefährlich, dass versucht werde, die Schulen weitestmöglich zu öffnen. Er forderte Wechselunterricht für die Schüler und deren Testung zwei Mal die Woche. «Wenn Eltern das nicht erlauben, dürfen die Schüler nicht in die Schule.» Gleichzeitig appellierte er an Jugendliche, vor allem sich selbst zu schützen. Die Folgen könnten fatal sein.

Selbst wenn alle Erwachsenen durchgeimpft sind, können sich Kinder und Jugendliche immer noch anstecken

Für die Gesellschaft sei es problematisch, dass es bisher keinen Impfstoff für Kinder und Jugendliche gebe, sagte Frommhold. Denn selbst wenn alle Erwachsenen durchgeimpft seien, könnten sich die jungen Menschen immer noch anstecken, erkranken und dann möglicherweise auch an Long-Covid leiden. «Wir können deshalb nicht zur Alltagsordnung übergehen.»

Die Firmen Biontech und Pfizer hatten Ende März berichtet, dass sie mit Studien zu Wirkung und Sicherheit ihres Corona-Impfstoffs bei Kindern bis einschließlich elf Jahren begonnen haben. Das aktuelle Vakzin der beiden Firmen ist für Jugendliche ab 16 Jahren bedingt zugelassen. Studien für die Altersgruppe 12 bis 16 laufen bereits. Nun werden auch Kinder ab sechs Monaten in die Studien einbezogen. Von Joachim Mangler, dpa

Geht das Corona-Chaos im nächsten Schuljahr weiter? Wirksamer Infektionsschutz in Schulen ist nach wie vor nicht in Sicht  

 

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36 KOMMENTARE

  1. Und trotzdem wird die Notbremse in Schulen erst ab 200 gezogen. Nach Rki-Zählen natürlich, die ja fast immer niedriger sind als eigentlich. In meinem Landkreis gibt es heute eine Differenz von fast 70 (!!!) Punkten.

  2. Ich rufe herab: die Wahrheit – Herab! Herab von den Himmeln!
    Ich rufe herauf: die Wahrheit – Herauf! Herauf aus den Abgründen!
    Ich rufe herbei: die Wahrheit – Herbei! Aus allen vier Himmelsrichtungen des Windes, herbei!
    Aus den Schatten ans Licht – Hervor!
    Ich rufe sie herbei, so die Lüge entbunden sei.

  3. „Erst kürzlich berichtete „BBC Brazil“, dass 1300 Babies bereits an Covid-19 gestorben seien.“

    Meldung des Corona-Livetickers NTV-Online 17.04.2021
    +++ 18:40 Brasilianische Gouverneure suchen Hilfe bei UN +++

  4. Bei uns in Mannheim ist ein Inzidenzwert von 191,2 am Samstag den 17.4.2021 gemeldet.
    Trotz Mahnungen und Appelle an den Bürgermeister und das Gesundheitsamt in Mannheim keine Reaktion. Man bleibt dabei die Schulen zu öffnen und handelt nicht um Leben zu schützen. Mediziner, Virologen, RKI senden einen Hilferuf nach den anderen und finden kein Gehör. Karl Lauterbach hat mit aller Klarheit ausgesprochen der Schwellenwert von 200 ist zu hoch und mit viel Nachdruck ermahnt. Lauterbachs klare Warnung:“ viele Kinder und Jugendliche werden ein Elternteil verlieren“ wenn die Schulen öffnen oder schwer erkranken mit langen Lanzeitfolgen. Kinder und Jugendliche können auch von einem schweren Verlauf betroffen sein und dies rechtfertigt keine Öffnung der Schulen. Die Politik und KM haben die Ernsthaftigkeit von Mediziner,Virologen und RKI nicht erkannt. Man übergeht schamlos ohne jegliches Gewissendie Appelle. Steinmeier hat zum Gedenken der Verstorbenen aufgerufen und es werden durch die Handlungsunfähigkeit leider noch mehr. Alle sozialen Schichten und jedes Alter sind von dem Virus betroffen. Was ist ein Menschenleben noch Wert für unsere Politik, KM und Regierung noch Wert. Kretschmann der Kittel brennt! Nein die Bude brennt! Verzeihen kann man die Handlungsunfähigkeit der Pandemie Herr zu werden nicht..

    • @Rosa
      „Karl Lauterbach hat mit aller Klarheit ausgesprochen der Schwellenwert von 200 ist zu hoch und mit viel Nachdruck ermahnt.“

      … vielleicht, ja vielleicht geschehen noch WUNDER!

      NTV-ONLINE 17.04.2021
      „+++ 21:05 CDU/CSU und SPD wollen Infektionsschutzgesetz wohl verschärfen +++
      Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD wollen den Entwurf der Bundesregierung zum Infektionsschutzgesetz verschärfen. Der „Welt am Sonntag“ zufolge haben die Fraktionen heute verhandelt und ihre Positionen dabei angenähert. Die Union bestand laut Koalitionskreisen darauf, dass die Schulen nicht erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 schließen sollen. Dies ist in dem Entwurf der Regierung vorgesehen, wird aber von Gesundheitsexperten als nicht ausreichend angesehen. Die Länderchefs wehren sich allerdings dagegen, dass der Bund Vorgaben für die Schulen schon ab einer Inzidenz von 100 machen will.“

  5. Wenn man der Belastung nicht stand hält einfach Mal zu Hause bleiben.

    Offene dagegen vorgehen fällt den meisten Lehrerinnen und Lehrern schwer.
    Beamte, soziale Menschen (ich kann doch nicht die Kinder und Kollegen im Stich lassen), Rechtsgläubigkeit, …

    Zwei Wochen Dienst nach Vorschrift, was wird wohl passieren?

  6. Man hat mal die Inzidenz von Kindern von denen der Erwachsenen getrennt betrachtet.
    Diese ist doppelt bis viermal so hoch, wie die der Erwachsenen…

    Hmmm…. Überraschung!?

  7. Dieses Jahr ist Menschenleben und Gesundheit und das medizinische Personal gar nicht wichtig. Manchmal denke ich, dass nur gehandelt wird, wenn die Politiker und ihre Familien selbst betroffen sind. Im Frühjahr 2020 fühlte ich mich stolz, eingebürgert Deutsch zu sein. Jetzt fühle ich nur Wut und Traurigkeit.

  8. Liebe Redaktion, ich finde hierfür die Quelle nicht. Wann und in welchem Medium hat die Ärztin diese Aussage gemacht?
    Vielen Dank

  9. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/122928/SARS-CoV-2-Variante-B-1-1-7-laut-Studie-ansteckender-aber-nicht-toedlicher

    Hier kann man lesen, dass der Verlauf nicht schwerer ist und die Mortalität nicht wie angenommen höher.

    Jedoch scheint die Mutation tatsächlich ansteckender zu sein, was die Ausbreitung beschleunigt und die Eindämmung schwerer macht.
    Sinnvoller wäre es schön, wenn man jetzt nochmal konsequent die Schulen und Kitas schließt und die Inzidenz aber nicht mehr als den alleinigen Richtwert nimmt, denn die Inzidenz ist ein manipulierbarer Wert.
    Prinzipiell sollten sich die deutschen Gesundheitsämter so langsam in der Lage sein, eine Inzidenz von 100 halten zu können.
    Das heißt, dass einer von 1000 positiv getestet ist. Und das sollte doch zu schaffen sein.
    Und als nächstes sich mehr nach der Bettenauslastung richten. Man muss das ja nicht knapp bemessen. Sondern einen größeren Spielraum kalkulieren.
    Woran ich persönlich nicht glaube, dass wir in unserem globalisierten Deutschland die Inzidenz auch nur in die Nähe von Null kriegen.
    Man muss langsam Wege finden, damit man das Leben wieder hochfahren kann.
    Es sorgt aber sicher nicht für Zustimmung, wenn man Schulen und Kitas öffnet, aber Geschäfte und Gastronomie geschlossen hält

    • „Und als nächstes sich mehr nach der Bettenauslastung richten. Man muss das ja nicht knapp bemessen.“

      Nein! Von den „Nutzern“ der ITS-Betten stirbt bei älteren Menschen in etwa jeder zweite, bei jüngeren Menschen jeder fünfte. Die älteren belegen die ITS im Mittel kürzer (weil sehr viele sterben), die jüngeren im Mittel wesentlich länger (weil viele überleben, aber eben auch sehr lange dort bleiben müssen).

      Wenn man sich also das Ziel setzt, die Auslastung nicht zu hoch ansteigen zu lassen, dann nimmt man wissentlich eine bestimmte Sterberate in Kauf.

      Was noch gar nicht weiter analysiert ist, ist die Frage, wie viele derer, die die ITS „überleben“, im Anschluss wirklich in ihr normales Leben zurückkehren können. Vermutlich werden sehr viele lebenslange Folgeschäden haben.

      Natürlich dürfen die ITS nicht überlaufen, aber das Ziel kann auch nicht sein, eine bestimmte Auslastung durch Corona-Patienten zu akzeptieren oder gar anzustreben (!) mit all den Folgen für die Betroffenen.

      Das ist ungefähr so intelligent, als wenn man die Straßenverkehrsregeln an der Auslastung der Krankenhäuser und Autowerkstätten festmachen würde. Krankenhäuser und Werkstätten nur wenig ausgelastet? Also können wir in der Innenstadt 70 km/h erlauben. Sobald die Auslastung der Krankenhäuser und Werkstätten einen Schwellwert überschreitet, senken wir das auf 50 km/h ab.

      Ebenso könnte man vor Schulen sämtliche Geschwindigkeitsbeschränkungen entfernen, weil es ja noch genug Betten in den umliegenden Kinderkliniken gibt. Das ist genau die gleiche fatale Denkweise!

      Noch mal: Es geht hier um MENSCHEN! Jeder ITS-Fall ist ein ITS-Fall zuviel und „genesen“ ist nicht „gesund“.

      Es wird nicht mehr lange dauern, bis die momentan noch sehr leisen Warnungen vor unzureichender Reha-Kapazität immer lauter werden und dann schließlich der bestimmende Faktor werden. Viele der „Genesenen“ brauchen so eine Reha zwingend, um wieder in ein normales Leben zurückzukehren. Je mehr Menschen sich infizieren und je mehr auf der ITS landen, desto mehr brauchen so eine Reha, die sehr lange dauern kann.

      Alle Versuche, auch höhere Inzidenzen zu akzeptieren, sind nur Ausreden, weil man die seit langem bekannten und in anderen Ländern auch wirksamen Strategien zum Gesundheitsschutz und zur Eindämmung nicht verwenden will, weil sie angeblich zu teuer sind (dabei ist der aktuelle Schlingerkurs wesentlich teurer und fordert viel mehr Opfer als eine Strategie, die auf eine Minimierung der Fallzahlen zielt).

      • Ich persönlich glaube nicht, dass wir den Virus soweit eindämmen können, dass niemand mehr erkrankt oder stirbt. Das gelingt bei der Grippe auch nicht. Trotz Impfung. Wir werden damit in gewisser Weise leben müssen.
        Wir leben mit vielen Viren, auch mit solchen die immer mal wieder Menschen töten. Norovirus, Grippevirus, Ebstein Barr Virus etc.
        Ich will nicht damit sagen, wir müssen den Virus jetzt so akzeptieren, aber wir werden ihn akzeptieren müssen irgendwann.
        Bisher wurde noch kein Virus soweit ausgerottet, dass er weg ist. Die Pocken vielleicht, aber einen Virus, der so oft mutiert und seine Oberfläche verändert, werden wir nicht auslöschen. So sehr uns die Vorstellung gefällt.

        • Viele, nich nur Sie, verstehen noch nicht richtig, um was es sich genau bei Covid handelt.

          Wir reden in zwei Jahre wieder.

          Wenn wir noch genug fit dafür werden, natürlich.

          • Aber das ist nich Ihre Schuld.

            Alle Politiker und einige Fachleute sogar haben die Menschen ein ganzes Jahr in Irrtum geführt.

            Zu viele haben mit der eigenen Gesundheit und eigenem Leben dafür bezahlt, und viele mehr werde sie noch das tun.

    • @Minna: Das Argument der Bettenauslastung zieht nicht mehr. Schauen Sie sich mal entsprechende Karten an, die Betten SIND ausgelastet. Thüringen muss schon Patienten in andere Bundesländer verlegen, in Städten wie Bonn oder Köln muss man bei Verkehrsunfall, Herzinfarkt o.ä. hoffen, dass man das letzte freie Bett erwischt und nicht stundenlang durch die Gegend gefahren wird. Wie schlimm muss es denn noch werden???

      • Liebe Marie, und genau deshalb ist das auch die einzige Zahl, um die es gehen sollte. Und natürlich wäre Handeln jetzt wichtig!
        Aber ich denke, die MPs machen jetzt nichts mehr bis zum neuen Infektionsschutzgesetz.

    • @Minna

      Mal über Folgendes nachdenken:

      „Impfen bremst die Pandemie: Die Gruppe derjenigen, die sich anstecken können, wird kleiner. Gleichbleibende Inzidenzen bedeuten dann aber, dass sich das Virus unter den Ungeimpften stärker ausbreitet als zuvor.“

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-warum-es-nicht-reicht-die-inzidenz-stabil-zu-halten-a-1900c764-5c90-4b20-84d4-dcd9514bda54

      Und wo kommen viele Ungeimpfte, noch dazu in geschlossenen Räumen, täglich zusammen? Na? Ich denke, Sie kommen drauf.

      @Minna „Und als nächstes sich mehr nach der Bettenauslastung richten. Man muss das ja nicht knapp bemessen. Sondern einen größeren Spielraum kalkulieren.“

      Welchen Spielraum? Betten kann man noch und nöcher aufstellen, was aber nichts nützt, wenn das qualifizierte Personal nicht da ist, um alle Schwerkranken zu versorgen. Haben Sie mal einen Film gesehen darüber, wie es auf den Intensivstationen zugeht und welche physisch und psychisch aufreibende Arbeit dort geleistet werden muss, wenn z.B. ECMO- Patienten im Bett umgelagert werden müssen? Oder täglich Tote zu beklagen sind, die vorher über Wochen versorgt wurden und es trotz aller Bemühungen nicht geschafft haben? Und keinesfalls alles alte Menschen. Etwa 9000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens haben den Job hingeschmissen.

      https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-pandemie-deutschland-verliert-in-der-krise-rund-9000-pflegekraefte_aid-56683531

      • Die haben den Job nicht wegen der Pandemie hingeschmissen, die war nur das i-tüpfelchen.
        Pflegenotstand gibt es schon lange. Und durch Klatschen und Lavendel vor Krankenhäuser pflanzen wird der pflegenotstand auch nicht besser. Daran ändert die Politik auch nichts. NICHTS.
        Gesundheitfürsorge ist denen da oben überhaupt kein geläufiger Begriff. Auch dem Herrn Lauterbach nicht.
        Warum macht man Schulen auf und verbietet den Kindern Vereinssport? Warum müssen wir brav alle Arbeiten gehen, aber alles was glücklich macht, wie z.b.vereinssport ist verboten?
        Wieso darf ich mit negativem Test in die Arbeit oder Schule, aber nicht in die Schwimmhalle, um für meinen maroden Rücken was zu tun?

    • Also ich zähle mich weder zum einen noch zum anderen Lager. Aber die von Ihnen angesprochenen treiben sich lieber auf deren Seiten rum so wie Sie sich eben auf Seiten vom SWR herumtreiben.
      Für die ist der SWR nur wenig glaubwürdig da vom Bund finanziert und vom Mainstream gelenkt, zumindest ist das deren Argumentation. Also wenn Sie bei denen was bewirken wollen dann müssen Sie andere Quellen nennen.
      Und ganz ehrlich, ich glaube einem öffentlich rechtlich finanziertem Mediensender auch nix mehr und das haben die sich selbst zuzuschreiben. Wer einmal lügt….

  10. Ich habe heute mal so nachgedacht.
    Auf welche meiner (ungeimpften) Freunde und Geschwister (alle so zwischen 55 und 68) könnte ich verzichten?

    Hmmmm, kann mich nicht entscheiden! Am liebsten würde ich sie alle gesund und munter irgendwann einmal wieder bei einem Grillfest sehen.

    Ich weiß, es gibt Herzinfarkte, Schlaganfälle, Krebs, aber auch dann kommt es darauf an, dass die medizinische Versorgung schnellstens anläuft und nicht zu viele Notaufnahmen abgemeldet sind. Und in den Rehas ausreichend Platz ist.

  11. @Minna: Prof. Drosten erklärte auch, warum es richtig sei an der Inzidenz als Kriterium festzuhalten: Bis ein positives Testergebnis da ist, vergehen ein paar Tage, bis ein Mensch im Krankenhaus landet, ein paar Wochen und dann nochmal ein paar Tage, bis er auf die Intensivstation muss. Die Inzidenz ist und bleibt also das Instrument, mit dem sich staatliches Handeln, aber auch das jedes Einzelnen planen lässt. Alles andere ist zu spät. Dann ist die Katastrophe nicht mehr weit. Wir kommen aktuell mit dem Impfen voran, die Versorgung mit Impfstoff wird besser. Es ist also absehbar. Warum können wir die paar Monate nicht noch aushalten?

    • Nennt man auch Latenz. Erst die Infektionen, dann die ITS, dann die Beerdigungen.
      Zwischen diesen Stationen können u.U. Monate liegen. Will aber vielen nicht in den Kopf.

  12. Ich kann dazu nur sagen, dass meine Tochter in eine weiterführende Schule geht. Die Angst die sie dabei hat sich anzustecken und dann zur Familie bringt ist riesengroß. Wir alle sind mit den Nerven am Ende. Hat da schon mal ein KM daran gedacht? Nee natürlich nicht. Geht ja nicht um die eigene Familie. Es wird überall gewarnt .Und diese Politiker streiten sich über Ausgangssperre oder nicht. Hilferufe von Intensivmedizinern werden auch nicht gehört. Stattdessen fliegen die Fetzen wegen Kanzlerkandidaten. Unfassbar. Da stellen sich die Herrschaften hin und zünden Kerzen an. Mit Bedauern an die vielen Coronatoten. Welch eine schamlose Lüge. Sie lassen es darauf ankommen dass noch mehr Menschen, Kinder, Jugendliche und Eltern event . sterben werden. Solange es nicht die eigene Familie ist. Keiner von ihnen würde die eigenen Kinder oder Ehepartner geschweige denn sich selbst einer solchen Gefahr aussetzen indem sie die Kinder/Jugendliche
    zur Schule schicken. Diese Politiker die das mit ihrem Handeln zu verantworten haben, gehören wie andere Verbrecher weggesperrt.

  13. In unserer schönen Huntestadt sind seit heute wg der Notbremse die Schulen zu (Inzidenz über 100).Durch das geplante Gesetz könnte fröhlich weiter durchseucht werden!

    • Ich muss mich korrigieren.Grundschüler,Förderschüler und Abschlussklassen stecken sich offenbar nicht an und müssen weiter hin.Bei ausgesetzter Präsenzpflicht zwar,aber in unserer Klasse bin ich die einzige,die ihr Kind zuhause hat.

  14. Die 3 Hauptsymptome des Langzeit-Covids sind Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen. Wie findet man eigentlich heraus, ob jemand öfter oder mehr müde ist als vor Corona, öfter oder stärkere Kopfschmerzen hat und sich weniger konzentrieren kann? Gibt es da irgendwelche Messverfahren oder sind das nicht oft einfach nur subjektive Einschätzungen, die uns hier als „harte Fakten“ verkauft werden???

    • Natürlich gibt es da entsprechende Messverfahren – EEG z. B. und ja die sogenannte „Long Covid“, – Erkrankung gibt es auch wirklich UND NEIN – die erzählen uns keinen Unsinn…. ABER probier es doch einfach mal aus….

    • Vielleicht sollten Sie es wirklich mal ausprobieren.
      Wenn Menschen nicht mehr leistungs- und arbeitsfähig sind, dann ist das sehr hart. Das bildet man sich nicht ein, wenn man bisher aktiv sein Leben gestalten konnte und plötzlich geht nichts mehr. Dauerhafte Müdigkeit und Konzentrationsstörungen erschweren die Lebensführung, die Arbeitsfähigkeit, die Fähigkeit für sich selbst und die Familie zu sorgen, das Sozialleben und führen zu weiteren psychischen und psychosomatischen Erkrankungen.
      Seinen Sie dankbar für Ihre Gesundheit. Den Wert dieser bemerken scheinbar viele erst dann, wenn Sie nicht mehr vorhanden ist.

    • Da fällt mir nur zu ein „Bleiben Sie gesund“, auch subjektiv!
      An einer weiterführenden Schule hat eine SL auch über Monate alles linientreu heruntergespielt. Dann gab es in Unter- und Oberstufe in nur einer Woche mehrere Infizierte. Etwa 60 SuS und etwa 17 Lehrer in Quarantäne.
      Nun ist diese SL neben weiteren LuL seit über sechs Wochen wegen „Positiv“ ausgefallen. Viele warten darauf, ob es einen möglichen subjektiven Umdenkprozess angeregen konnte.

  15. @Dlmaa

    „Zwei Wochen Dienst nach Vorschrift, was wird wohl passieren?“

    Ganz einfach: Die Vorschriften werden geändert.

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