Kultusminister beraten über Schulbetrieb – absehbar ist: Das Chaos geht weiter!

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BERLIN. In vielen Bundesländern gehen am Wochenende die Osterferien zu Ende. Der gerade erst wieder angelaufene Schulbetrieb gerät angesichts der dritten Corona-Welle nun einmal mehr extrem ins Wackeln. Klar ist schon jetzt: Das Chaos geht weiter. Die Länder planen unterschiedlich.

Die dritte Welle wird weiter nahezu ungebremst durch Kitas und Schulen laufen. Illustration: Shutterstock

Die Kultusminister der Länder beraten an diesem Donnerstag (16.00 Uhr) über das weitere Vorgehen an den Schulen. In neun der 16 Bundesländer gehen am Sonntag die Osterferien zu Ende. In Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz ist bereits wieder Unterricht, in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland beginnt er an diesem Donnerstag. Hamburg hatte keine Osterferien, und in Hessen und Schleswig-Holstein dauern die Ferien noch bis Ende kommender Woche.

Das Gespräch der Kultusministerinnen und -minister diene auch der Vorbereitung des nächsten Corona-Krisengipfels der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag, hieß es vorab von der Kultusministerkonferenz.

Überraschende Entscheidungen für ein einheitliches Vorgehen oder bundesweite Schulschließungen zeichnen sich aber nicht ab, denn viele Bundesländer haben für ihre Schulen längst Pläne gemacht. Lehrkräfte und Familien mussten rechtzeitig vor Ferienende informiert werden. Über Schulfragen entscheiden die Länder zudem grundsätzlich selbst.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) forderte, Schulen und Kindergärten so lange wie möglich offen zu halten, News4teachers berichtet aktuell ausführlich über die Hintergründe. Auch die Kultusminister der Länder hatten sich mit Verweis auf das Recht auf Bildung und notwendige soziale Kontakte von Kindern und Jugendlichen immer wieder gemeinsam dafür ausgesprochen, den Unterricht in den Schulen so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Künftig sollen auch die Inzidenzwerte nicht mehr als Grundlage für Entscheidungen dienen, jedenfalls nicht mehr als alleinige.

„Die ausgeweitete Testung von Kindern und Jugendlichen dient dem Ziel, den Schulbesuch für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte sicherer zu machen und Infektionen zu identifizieren. Dadurch kann eine höhere Zahl von festgestellten Infektionen hervorgerufen werden und sich die Inzidenz in den Ländern erhöhen. Bei Entscheidungen über den Schulbetrieb ist daher perspektivisch zu prüfen, das Kriterium der Inzidenz um weitere Kriterien zu ergänzen“, so heißt es im jüngsten KMK-Beschluss vom 19. März. Welche weiteren Kriterien – Kaffeesatz vielleicht? Oder Umfragewerte der Parteien? Das bleibt ungesagt.

DER AKTUELLE STAND

Im Februar waren nach wochenlangen Schließungen zunächst die Grundschüler in Deutschland wieder in die Einrichtungen zurückgekehrt. Auch Abschlussklassen bekommen schon länger wieder Unterricht in der Schule. Die Jahrgänge dazwischen kamen im März Schritt für Schritt zurück – meist in geteilten Gruppen mit sogenanntem Wechselunterricht. Der Rückkehrprozess war aber vor Ostern noch nicht überall abgeschlossen. Einige Schüler waren seit Dezember nicht mehr in ihrer Schule. Dafür steigen die Inzidenzzahlen unter Kita-Kindern und den Schülerjahrgängen, die im Präsenzunterricht sind, nach Daten des Robert-Koch-Instituts drastisch an.

„Die COVID-19-Fallzahlen stiegen in den letzten Wochen in allen Altersgruppen wieder an, besonders stark jedoch bei Kindern und Jugendlichen, von denen auch zunehmend Übertragungen und Ausbruchsgeschehen ausgehen“, so heißt es im aktuellen Lagebericht vom Dienstag, 6. April.

WIE ES JETZT WEITERGEHT

Die Rückkehr kommt vor dem Hintergrund der Corona-Lage nun teilweise weiter ins Stocken. Brandenburg zum Beispiel schickt ältere Schüler oberhalb der Grundschule erst einmal wieder in den «Fernunterricht». In Baden-Württemberg müssen sogar die Grundschüler nach den Ferien zunächst wieder zu Hause bleiben. Anderswo geht es dagegen mit dem bisherigen Wechselbetrieb weiter, aber mit unterschiedlichen Regeln.

In Bayern schalten Schulen in der Regel ab einem Inzidenzwert von 100 in einer Stadt oder einem Landkreis wieder von Präsenz- auf Fernunterricht um. Hamburg tut das erst, wenn der Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen bei über 200 liegt. Sachsen verabschiedet sich nach der Osterpause ganz von der Kopplung an den viel diskutierten Inzidenzwert und hält Schulen und Kitas unabhängig davon offen.

ZWEIMAL TESTEN – PFLICHT ODER NICHT

Millionen einfacher Schnelltests wurden in den vergangenen Wochen für die Schulen beschafft. Ein Mangel besteht, nach allem was zu hören ist, nicht mehr. Schüler und Lehrer sollen sich künftig möglichst zwei Mal pro Woche testen. Auch das setzen die Länder unterschiedlich um: Die meisten schreiben Tests zur Teilnahme am Präsenzunterricht jetzt vor. Andere, wie Hessen oder Rheinland-Pfalz setzen auf Freiwilligkeit. Die Tests gibt es je nach Bundesland entweder mit nach Hause, oder es wird gemeinsam in der Schule getestet.

Die Selbsttests sind zwar nicht so genau wie PCR-Tests, die Hoffnung ist aber, dass damit wenigstens ein Teil derjenigen entdeckt wird, die sich angesteckt haben. «Infektionsketten unterbrechen», heißt das Stichwort.

IMPFUNGEN FÜR LEHRER

Viele Grundschullehrer dürften inzwischen mindestens einmal geimpft sein, nachdem sie in der bundesweit festgelegten Impfreihenfolge nach vorn genommen wurden. Es gibt auch Bundesländer, die Lehrkräften höherer Klassenstufen schon eine Impfung anbieten. Bundesweit stehen sie in der Impfreihenfolge aber noch weiter hinten.

Solange nicht alle Lehrkräfte geimpft sind, darf Unterricht in der Schule ab einer Inzidenz von 50 nur im Wechselbetrieb stattfinden, forderte der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, vor den Beratungen der Kultusminister. Ein inzidenzunabhängiges Offenhalten von Schulen, wie in Sachsen geplant, nannte er «unverantwortlich».

KEINE ABSAGE VON PRÜFUNGEN

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte gefordert, wegen der Pandemie die Abiturprüfungen in diesem Jahr notfalls ausfallen zu lassen. Dazu soll es nach aktuellem Stand aber nicht kommen. Die Kultusminister werden das voraussichtlich noch einmal bekräftigen. Sie hatten schon im Januar vereinbart, dass Abschlussprüfungen an Schulen und Berufsschulen auch in diesem Corona-Schuljahr stattfinden sollen. Die Abschlüsse sollen zudem genauso viel wert sein, wie die anderer Jahre und von allen Bundesländern gegenseitig anerkannt werden. Verwiesen wird darauf, dass das auch im vergangenen Frühjahr trotz geschlossener Schulen geklappt habe.

Rheinland-Pfalz ist außerdem mit seinen Abi-Prüfungen schon durch. In den anderen Ländern laufen Vorbereitungen unter Berücksichtigung der besonderen Bedingungen. So wurden Prüfungstermine zum Teil nach hinten verlegt, um Zeit zu gewinnen. Auch Prüfungsvorgaben wurden angesichts der Lage gelockert, und es gibt mehr Zeit bei schriftlichen Prüfungen.

FORDERUNGEN NACH EINHEITLICHEM VORGEHEN

«Der Ball liegt jetzt bei den Kultusministern», sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. «Sie können jetzt zeigen, ob sie es schaffen, mehr als ein Jahr nach Beginn der Pandemie endlich bundeseinheitliche Vorgaben zum Thema Schule vorzulegen.» Nötig sei etwa eine einheitliche Linie beim Thema Schulöffnungen. «Es kann nicht angehen, dass jedes Bundesland macht, was es will – und einzelne sagen, sie öffnen unabhängig von den Inzidenzen», meinte er. «Die generelle Grenze muss sein: Oberhalb einer Inzidenz von 100 müssen die Schulen geschlossen werden.» Wenn allerdings zusätzlich zu flächendeckenden Corona-Tests die Impfkampagne unter Lehrern weit fortgeschritten sei, sollten Schulträger und Gesundheitsbehörden abwägen dürfen, ob auch bei höherer Inzidenz mehr möglich sei.

Auch der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, forderte: «Die Kultusministerinnen und Kultusminister müssen sich auf eine einheitliche, für alle verbindliche Linie beim Thema Schulöffnungen verständigen.» In Corona-Hotspots mit Inzidenzen von mehr als 100 müsse es verbindlich Distanzunterricht geben – mit Ausnahmen für Abiturjahrgänge und Abschlussklassen. News4teachers / mit Material der dpa

Steigt der Anteil infizierter Kinder nur deshalb, weil unter ihnen mehr getestet wird? Kinderärzte behaupten das – liegen aber falsch

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92 KOMMENTARE

    • …ich bin müde…ob der ganzen Diskussionen.

      Macht die Schulen zu. Keiner kann ernsthaft bestreiten, dass offene Schulen zu Mobilität, Kontakten und letztlich zu Infektionen führen. Auch vor dem Hintergrund der „sparsamen“ Schutzmaßnahmen für alle Betroffenen in den letzten Monaten.

      Das sage ich als Vater von zwei schulpflichtigen Kindern…womit ich nicht zu der Sorte Eltern gehöre, die hier gerne strapaziert wird.

      Ich würde mich aber sehr darüber freuen, wenn die Diskussionen um Datenschutz (Videokonferenzen), IT-Ausstattung (nicht zugelassene Rechner) und die weiteren Nebenkriegsschauplätze mal eine zeitlang ausgeblendet werden und nicht alle Versäumnisse der letzten 50 Jahre jeweils miteinander verknüft und inZusammenhang gebracht werden. Seit Monaten kommen die Berichte und Kommentare einer Generalabrechnung gleich. Und jeder einzelne darf sich gerne Fragen, ob uns das aktuell einen Zentimeter weiterbringt.

      Der Kompass ist hier völlig verloren gegangen. Wofür stehen die Protagonisten hier eigentlich?? Gegen Kultusminister, gegen Eltern, gegen Präsenzunterricht, gegen/für Testen, gegen Videokonferenzen usw…mir fehlt etwas die Aufbruchstimmung…bei allem verständlichen Frust.

      Eine integrative Herangehensweise kann ich also leider bei der Berichterstattung und den Kommentaren nicht erkennen. Bin aber auch erst seit einem Jahr hier Leser…vielleicht kommt das ja (wieder).

      PS. Viele Diskussionen werden hier von sehr wenigen Personen auf vergleichbare Weise eröffnet und geprägt. In anderen Zusammenhängen würde man wahrscheinlich von „Wutbürgern“ sprechen. In einem Bildungsforum würde ich mir (zumindest hin und wieder einmal) einen positiveren „Touch“ und einen differenzierteren Austausch wünschen. Vielleicht auch einmal einen Perspektivwechsel wahrnehmen und zum Ausdruck bringen (z.B. Kultusminister)…

      • @Marcus:
        Ich wäre gerne dabei, aber es gelingt mir nicht mehr etwas zu erkennen, das auch nur halbwegs einen echten Lösungsansatz bieten würde aus meiner Erfahrung heraus und in der aktuellen Lage, die man seit Herbst sehend in den Graben geritten hat. Tatsächlich muss ich sagen, seit ich mich intensiver mit der tagespolitischen Ebene von KITA/Schule in (und auch schon vor) der Pandemie auseinandersetze, desto zielloser erscheint mir die ganze Sache.

        Z.B. „Perspektivwechsel“: Seit Eisenmann in BaWü abgewählt wurde, ist ein wenig Hoffnung eingekehrt. Doch was gilt nun: Nächste Woche Abschlussklassen bei freiwilligen Tests. Übernächste Woche Wechselbetrieb, dann erst mit nur 2x Testpflicht je Woche. – Macht das Sinn, wenn man von Bekannten hört, dass z.B. in Stuttgart mind. eine Klinik bereits die ITS voll belegt hat? Wenn man die Modellierungen sieht?

        „Wofür stehen die Protagonisten hier eigentlich?“ – Zunächst ist die Fragerichtung m.E. falsch: Nicht die Kommentatoren hier noch die Redaktion müssen Lösungen finden und einrichten. Sie müssen auch nicht eine „Richtung“ vertreten oder loben. Das gehört nicht zu ihren Aufgabenfeldern, auch wenn kollektiv in der Gesellschaft nur allzu häufig die Zuständigkeit für jedes Problem den Schulen zugeschoben wird, weil weiter „oben“ kein echtes Interesse vorliegt, aber halt doch Interesse öffentlich gezeigt werden will: Da machen wir eine neue Initiative für die Schulen …

        „Datenschutz, IT-Ausstattung, Privatrechner“ u.a.m.: Man kann davon nichts ausblenden, eben weil es keine Nebenschauplätze sind, wie Sie sagen. Damit Fernunterricht läuft, sind das die Grundvoraussetzungen, die solide und sauber geregelt gehören seit mind. einem Jahrzehnt und jetzt akut seit über einem Jahr. Und eben weil alles mit allem zusammenhängt und schon lange „hinterherhängt“, wie könnte man nun plötzlich in der Notlage behaupten „passt schon, geht schon, kein weiterer Bedarf“? Ich vermute, das erweckt bei Ihnen den Eindruck einer „Generalabrechnung“.

        Aber bitte machen Sie einen Vorschlag, wo man noch ansetzen könnte, wo noch realistisch Handlungsmöglichkeit besteht.

        PS: Wofür ich hier stehe: Solide ausgestattete, sichere, hygienische Schulen mit vernünftigen, zeitgemäßen Bedingungen für alle, die darin arbeiten, lernen und lehren. Schulen, die ehrlich überdacht und berücksichtigt werden. Schulen, die somit professionell arbeiten können und dürfen und die nicht ein billiger Spielball ganz weit am Ende diverser Strategieketten und Machtpoker sind. – Und solange man dies nicht hinkriegt: Fernunterricht in der dritten Welle.

        • @KnechtRuprecht

          Danke sehr.
          Sie haben mir viel Schreiberei erspart.
          🙂

          @Marcus
          Ebenso wie @KnechtRuprecht bin ich gespannt auf Ihre realistischen und sinnvollen Vorschläge.

          Neugierig bin ich zudem auf Ihren Perspektivwechsel, was auch immer Sie eigentlich darunter verstehen:
          „Vielleicht auch einmal einen Perspektivwechsel wahrnehmen und zum Ausdruck bringen (z.B. Kultusminister)…“

      • @Marcus

        „Ich würde mich aber sehr darüber freuen, wenn die Diskussionen um Datenschutz (Videokonferenzen), IT-Ausstattung (nicht zugelassene Rechner) und die weiteren Nebenkriegsschauplätze mal eine zeitlang ausgeblendet werden und nicht alle Versäumnisse der letzten 50 Jahre jeweils miteinander verknüft und inZusammenhang gebracht werden.“
        und
        „Bin aber auch erst seit einem Jahr hier Leser…“

        Dann erkennen Sie immer noch keine Zusammenhänge? – Hoffentlich (!) kommt das noch.

  1. Wie wir uns denken können , wird heute entsprechend Murphy’s Law wieder einmal der größtmögliche Schwachsinn produziert . Davor graut mir jetzt schon . Die Realität spielt ja im Denken der KMK keine Rolle .

  2. Die Vasallen der Landesfürst*innen tagen dann also heute um 16h…..Damit dann noch gerade rechtzeitig zu Freitag 12h die Schulmails rausgehen. Mit genug Vorlauf für den Start am Montag. Wow, das nenne ich mal Zeitmanagement….Aber kennen wir ja. Und ja einheitliche Schnelltestpflicht- einige Schnarchnasen haben ja die die rechtzeitige Beschaffung verschlafen….Ansonsten gibt es wohl nicht mehr viel dazu zu sagen. Harren wir der Dinge, die da kommen…

  3. „Künftig sollen auch die Inzidenzwerte nicht mehr als Grundlage für Entscheidungen dienen, jedenfalls nicht mehr als alleinige.“

    Künftig lege ich die Geschwindigkeit, mit der ich Auto fahre, nicht mehr nur anhand der Anzahl anderer Autos auf der Strasse fest, sondern verwende andere Kriterien. Das könnte z.B. die Geräuschentwicklung durch Zusammenstöße mit anderen Autos sein. Sollten sich zu viele Zusammenstöße ereignen, fahre ich langsamer.

    Ich glaube, da hat jemand den Knall nicht gehört. Die „anderen Kriterien“ sind sicher Dinge wie Sterberaten, Fälle in den Krankenhäusern oder die Belegung der ITS. Man kann den betroffenen Entscheidern nur dringend raten, sich mit Regelungstechnik und dem Konzept der „Totzeit“ beschäftigen. Je mehr ich mein Entscheidungskriterium von der Wirksamkeit der Maßnahmen entkoppele, desto schlechter funktioniert das System.

    Beispiel Auto: Ein Hindernis taucht auf, ich trete auf die Bremse. Hier hängt die Reaktion im Wesentlichen von der Reaktionszeit des Menschen ab. Was die KM hier überlegen, wäre: Wir bremsen erst, wenn wir den Knall des Einschlags hören. Das wird sicher dazu beitragen, das Auto auf den ca. 80 cm des Knautschweges zusätzlich zu verlangsamen, aber mehr auch nicht. Einen Unfall VERHINDERN wird es nicht.

    Ganz nebenbei: Die Idee „flatten the curve“ stammt aus der Anfangszeit, als man noch glaubte, dass „überlebt = alles gut“ gilt. Seit man weiß, dass „Genesene“ gerade nach einem Aufenthalt auf der ITS eine hohe Chance haben, später zu sterben oder lebenslange Folgen zu haben, kann das Ziel nicht darin liegen, die ITS möglichst gut auszulasten (also viele Menschen diesem Schicksal zu überlassen, aber eben nicht zu viele), sondern es muss darin bestehen, dass möglichst wenige auf der ITS landen.

    Analogie Autoverkehr: Das Ziel besteht darin, möglichst viele Unfälle mit Todesfolge zu verhindern und nicht darin, nur so viele Unfälle mit Todesfolge passieren zu lassen, dass die Bestatter nicht überlastet werden.

    • Es ist eine Reihenfolge von Latenz geprägt.
      Erst erhöhte Anzahl Infektionen,
      dann erhöhte Zahl Intensivpatienten,
      dann erhöhte Todeszahlen.

      Dass das eine zwingende Reihung ist, ist für Politiker neu, bzw. Realitätsverweigerung.

      Sehe grade die “Werbekampagne ” auf ntv in RP für die Selbsttests, die ja auch in Österreich für Normalität gesorgt haben, also für einen neuen Lockdown. Die einzige heutige Normalität.
      Ich frage mich, ob die Realschüler vorher schnell getestet wurden, damit alle vor der Kamerawirklich negativ sind und man sich nicht vor der Kamera mit den Folgen einer Positivtestung herumschlagen muss.

      Aber alle Schüler fühlen sich so sicher, weil ja alle negativ waren. So meinten die SuS nach dem Test. Und wenn jetzt einer davon positiv gewesen wäre, wie hätten sich die anderen Schüler dann gefühlt?

      Wie gesagt, die Schul-Testszenarien in Österreich sind voll gegen die Wand gedonnert.

  4. Heute auf hessenschau.de: Nachdem man die Schulen zwei Tage vor Karfreitag mit den Erlassen zu den Selbstests der SuS überfallen hat, die direkt nach den Ferien am 19.4. starten sollen, Zitat eines Ministeriumssprechers „Ob das nun kommt, wissen wir auch nicht.“
    Tja, wer könnte das sonst wohl wissen? Treten Sie zurück, Herr Minister Lorz, das übersteigt an Unprofessionalität alles bisher Dagewesene. Die Stimmung ist so, dass Ihnen bald die Geduldigsten von der Fahne gehen.

    • Das Lorzsche Kuriositätenkabinett geht in die nächste Runde. Freiwillige Selbsttests in der Schule sind an Absurdität kaum zu überbieten. Mal abgesehen davon, dass die Tests ja kaum aussagekräftige Ergebnisse liefern: die Kids halten sich schon jetzt kaum an die Hygienemaßnahmen, das wird mit den Tests bestimmt viel besser.
      Der Rücktritt ist längst überfällig, aber solange die FidK und seine Parteifreundin Schroeder ihm weiter ihre Bedürfnisse ins Ohr flüstern, klebt der Herr Professor an seinem Ministerposten. Und die tollen Grünen beklatschen alles, Hauptsache der Dienstwagen steht vollgetankt vor der Tür.
      Aber keine Angst, er wird sich bestimmt eine schöne Überraschung für uns alle ausdenken bis Ende nächster Woche. Ich geh jetzt Mal ko****

      • @Lorzyfanboy
        Wer ist denn FidK?
        Genauso wie diese undurchdachte Testerei (bei geschlossenem Fenster!) schockiert mich diese unprofessionelle Kommunikation.
        Was wäre denn dabei gewesen stattdessen zu sagen, die Situation hat sich verändert und wir stellen die unter anderen Umständen angeordneten Maßnahmen auf den Prüfstand? Ich habe noch nicht erlebt, dass hessenschau.de falsch zitiert hätte und wenn es so wäre, müsste das Dementi wohl schon raus sein.
        So wirkt das einfach nur total überfordert und wirr und man macht sich Sorgen, dass die nächsten unausgereiften und gesundheitsgefährdenen Maßnahmen zur Umsetzung bis gestern bald versandt werden.
        Immerhin scheinen sie es ja mit dem Impfen ein wenig hinzukriegen.

        Aber wie sagte Lorz zu Beginn das Pandemie: „Ich finde diese Idee (die zwei Wochen vor den Sommerferien als Testphase zu nutzen und die Schulen für alle zu öffnen) sehr spannend und denke aktuell darüber nach. FR vom 11.06.2020

        • Fiel = Familien in der Krise

          Ein Elternverbund, der massiv auf die komplette Öffnung von Schulen Kitas drängt.
          Vorangestellt werden v.a. die Bedürfnisse der Kinder & Jugendlichen, die unter der Pandemiesituation leiden….erstaunlich ist die mediale und finanzielle Reichweite dieses Vereins…und der ungebremste Zugang in die Kultusministerien

          • @ Andre Hog 8. April 2021 um 19:53

            Mensch Andre!
            Wenn dich dieses „T9“ fertig macht, dann nimm halt nicht so viel davon.
            😉
            Kollegiale Grüße!
            🙂

      • @lorzyfanboy: dere Wolf! Dasse Lamm! Auf der grünen Wiesä?! (Und das Lamm schreit…Lorz!!) Sorry, das musste mal raus

  5. Liebe Redaktion, ich habe folgende Bitte, da ich keine Reichweite besitze: Fragen Sie Herrn Lauterbach nach dem Infektionsrisiko bei flüchtigen Begegnungen. Dann fragen Sie, ob denn gleichzeitiges Maske absetzen in der Schule keine flüchtige Begegnung darstellt. Das Ergebnis sollte dann durch beide Seiten entsprechend öffentlichkeitswirksam bereitgestellt werden. Im Moment wird nämlich mit dem geplanten Testen das Infektionsgeschen beschleunigt anstatt abgebremst.

    • @tm2021
      „Im Moment wird nämlich mit dem geplanten Testen das Infektionsgeschen beschleunigt anstatt abgebremst.“

      Infektionsgeschehen beschleunigen,
      DAS bekommen WIR AUCH SO in NIEDERSACHSEN HIN!
      Trotz verpflichtender Selbsttests zu Hause – vor dem Präsenzunterricht -, DIE allerdings NICHT zu KLAUSURTERMINEN vorgeschrieben sind(?) – gemäß Verordnung wohl nicht! -.
      –> Zumindest geht das nicht aus der MK-Verfügung hervor, da Präzenzunterricht KEIN Abschluss-Prüfungs-Termin ist!!!!!

      UND wir sind in Niedersachsen NOCH BESSER, durch die Verfügung vom 17.02.2021 ‚Hinweise zur Hygiene bei Durchführung der Abschluss- und Abiturprüfungen im Schuljahr 2020/2021‘
      * Zitat: „Alle Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer tragen innerhalb des Schulgebäudes eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB). Diese kann am Platz im Prüfungsraum für die Dauer der Prüfung abgenommen werden.“

      SCHAFFEN WIR in Nds.,
      Abshluss-Klausuren über 6 Stunden ohne Schutz und FFP2-Masken bei B117-Mutanten. SUPER!!!!!!!!!!!!

      Ob Herr Tonne da wohl einige Cluster auf dem Gewissen haben wird?
      Ach Quatsch, Gewissen ist ‚old fashioned‘!

  6. n4t schreibt: „Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) forderte, Schulen und Kindergärten so lange wie möglich offen zu halten, News4teachers berichtet aktuell ausführlich über die Hintergründe.“

    Ist damit gemeint, dass die Kinderärzte die Schulen offenhalten wollen, weil sie sonst „Einnahmeausfälle“ haben? Zumindest findet man diesen Artikel von n4t auch unter dem genannten verlinkt.

    Interessant, wie aus ursprünglichen Mutmaßungen und Verallgemeinerungen plötzlich „Hintergründe“ (Fakten) werden. Klingt so ähnlich wie die Aussage von den Lehrern als „faulen Säcken“ = Kinderärzte, die um ihre Einnahmen fürchten, wenn zu viele Kinder gesund bleiben.

    Ich kann nur mit dem Kopf schütteln.

    • Den Zusammenhang zwischen Einnahmeausfällen und Schulschließungen zieht der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) selbst in einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Spahn, über das News4teachers berichtet. Darüber hinaus halten wir es für problematisch, dass ein Lobbyverband, der auch die wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder vertritt, als vermeintlich unabhängiger Akteur in der Corona-Schulpolitik auftritt – und medienwirksame Empfehlungen abgibt, ohne dabei diese wirtschaftlichen Interessen zu offenbaren. Vor Gericht würde man wohl von „Befangenheit“ sprechen.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Aber sind denn die diversen Lehrerverbände objektiv und vertreten nicht die Interessen der Mehrheit ihrer Mitglieder, oft genug, ganz gleich, was das für das Land bedeutet und wie es Beschäftigten in anderen Bereichen ergeht. Sind Lehrerverbände dann nicht auch befangen? Haben Lehrerverbände dann nicht auch wirtschaftliche Interessen, wenn Gehälter steigen, weil dann auch die Mitgliedsbeiträge steigen?

        • Wenn durch das Agieren von Lehrerverbänden Gesundheit und Leben auf gesamtgesellschaftlicher Breite gefährdet würden, würde ich dies nicht weniger kritisch sehen.

        • Das sind für mich die falschen Fragen @yorum Yap. Ich frage mich, welche Forderung dem Gesundheitsschutz und damit der körperlichen Unversehrheit aller Beteiligten dient? Und da kann ich nicht erkennen, dass dies ein Kriterium bzw. ein Gut für den BVKJ ist. But call me old-fashioned!

  7. Ich hasse es, wenn ich in diesen schwerwiegenden Dingen recht behalte:

    – Keinerlei Verbesserungen für Schulen und Kitas, sondern eher im Gegenteil – nachdem das RKI ausdrücklich die Einhaltung der S3-Leitlinien für ausreichend hält, damit der Laden weiter kostengünstig offen bleiben kann. Klappt das dann doch nicht, sind wie immer die EuE bzw. LuL schuld. Oder Zepp wird halt zum Depp.

    – Deshalb gibt es einen konsequenten Flickenteppich in den Ländern nach Gutsherrenart.

    – Verzweifelte Versuche, eine bundeseinheitliche Regelung zu schaffen, scheitern am Machterhaltungswillen der Länder. Im Bundesrat zustimmungspflichtige Bundesgesetze zur Beschränkung der Länder und zum Durchregieren der BK wird es deshalb nie geben. Sogar die Möglichkeiten der Notstandsgesetzgebung (ja, die aus den 68’ern!) helfen nicht, wenn die Länder das nicht wollen. Die Ausarbeitung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags (https://bit.ly/3fTm1Pt) ändert nichts, denn zur Mitwirkung der Länder an den Bundesgesetzen durch den Bundesrat (https://bit.ly/3uCfDR5) sagt sie überhaupt nichts aus.

    – Und ich soll mir als Erzieherin in BW jetzt meine neuerdings aus Sicht der Kommune verpflichtenden Tests auch noch selbst beschaffen und finanzieren…

    Eine Herde dressierter Affen könnte das nicht schlechter hinbekommen.

  8. Ich hoffe und erwarte gar nichts mehr. Zu oft habe ich gespannt die Pressemitteilung nach irgendeiner Beratung verfolgt, nur um dann wieder enttäuscht zu sein. Diese Energie, die dafür immer wieder drauf geht, werde ich mir in Zukunft sparen.
    Bis zu einer Inzidenz von 100 alle Grundschüler in voller Klassenstärke im Präsenzunterricht sitzen zu lassen? Ist in SH kein Problem. Immerhin gibt es ja jetzt eine Testpflicht! So können wenigstens die hochinfektiösen Kinder herausgefiltert werden. Besser spät als nie. Beim nächsten Test sind dann die bisher noch nicht so virenlastigen SuS auch hochansteckend. Passt doch!
    Jetzt sinken doch schon die Inzidenzen, wie praktisch. Hoffen wir mal, dass sich dieser Trend fortsetzt. Auch wenn wir doch eigentlich wissen, dass dies an der verringerten Zahl der Testungen und der über die Feiertage eingeschränkten Meldung positiver Testergebnisse durch die Gesundheitsämter liegt.
    Das Offensichtliche lässt sich nach Belieben leugnen. Damit haben die Kumis ja schon reichlich Erfahrung.

    • Und Weil intoniert heute – 08.04. – in den höchsten Tönen im Moma,
      dass Niedersachsen NICHT daran denkt, sich an bundeseinheitliche Corona-Auflagen zu halten.
      Die Inzidenzen seien doch über die Osterfeiertage deutlich gesunken!

      JA, so gehört sich das!
      UPS, nur die ITS-Belegung hält sich nicht daran – immer diese Abweichler -! * IRONIE *

      • Ausgesetzte Testungen über Ostern interessiert das Virus nicht. Es macht was es kann: infizieren mit allen Konsequenzen.

  9. Vielleicht wird demnächst zur Einschätzung der Lage zum Schulbetrieb bspw. noch die Jahresbilanz der Lufthansa herangezogen?

    Das wäre dann zumindest mal ein ehrliches Bekenntnis der Herrschenden (…)!

  10. Ich lese grade in der Thüringer Allgemeinen, dass die Testkits für die 200000 SuS und 70000 LuL in Thüringen gerade mal für eine Woche reichen. Aber kein Problem: „Das Land geht derzeit davon aus, dass sich ein Teil der Schüler nicht an den freiwilligen Tests beteiligt und einige Schulen geschlossen bleiben – und dass damit die jetzigen Kits bis Ende des Monats reichen. Ab Mai könnte das DRK die Logistik übernehmen…“ (TA von heute, S.2)

    Als Grund für den Testmangel verweist das Ministerium „auf den Stau im Suezkanal, der die globalen Lieferketten gestört habe. […] Die Lieferungen von Testkits eines chinesischen Herstellers seien davon zum Teil betroffen…“

    Ein Glück, dass dem Kapitän dieses Missgeschick passiert ist. Sonst hätte man intensiv nach einer anderen Ausrede suchen müssen.

    Dazu kommt noch, dass in Thüringen die Landkreise und kreisfreien Städte über Schulöffnungen bzw. Schließungen entscheiden dürfen und damit auch eine Inzidenz von >200 nicht mehr automatisch zu Schließungen führt. Und da ja die Inzidenz in allen Kreisen über Ostern so toll gesunken ist, z.B. von 387 am letzten Schultag auf sensationelle 294 heute, würde es mich nicht wundern, wenn es am Montag mit Präsenzunterricht losgeht. LuL der weiterführenden Schulen haben in unserem Kreis immer noch kein Impfangebot trotz Hotspot seit mehreren Wochen.

    • @Leseratte
      „Als Grund für den Testmangel verweist das Ministerium „auf den Stau im Suezkanal, der die globalen Lieferketten gestört habe.“

      Komisch, bei uns hat dm genügend Antigen-Tests an der Kasse, kein Stau im Suezkanal.
      Auf meine Nachfrage, ob während der Abiturwochen noch ausreichend Tests vorrätig seien, war keine Rede von Lieferengpässen.
      Bei uns hat die Schule die SuS bereits eingestimmt und gebeten, dass sie sich eigenverantwortlich im Handel Testkits beschaffen mögen – gegen 4,95 € -. – Man wisse nicht, wie viele Testkits am letzten Ferientag zur Abholung bereitstehen.
      In seiner Verordnung hat KM Tonne vorgebaut und die Verantwortung für verzögerte Auslieferungen den Logistikunternehmen zugeschrieben.
      … aber ohne Foto vom durchgeführten Test – kein Betreten der Schule.
      Eintritt für die Schule ab nächster Woche 4,95 €. 😉

      Überall der gleiche Sch….!

  11. Europa ist zu blöd für Zero covid. Da hätten eir weniger Einschränkungen gehabt und vor allem kürzer. Jetzt 3 Wochen alle Schulen und alle Kitas dichtmachen und Notbetreuung nur im absoluten Notfall. Dazu strenge Kontakt Beschränkungen und weiter viele im Home-Office und wir könnten dem Sommer entspannter entgegen sehen.

    Stattdessen machen unsere Politiker weiter wie bisher …kostet viele Leben… ständig neue Grenze…50, 35,100, 150..so wie es den Damen und Herren gerade passt.

    Mensch es sind schon 70.000 gestorben!!!!

  12. TEST-Bescheinigung einfordern!

    „Für einen sicheren Schulbetrieb und eine sichere Kinderbetreuung stellen die Länder im Rahmen von Testkonzepten sicher, dass das Personal in Schulen und Kinderbetreuung sowie alle Schülerinnen und Schüler pro Präsenzwoche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest erhalten. Soweit möglich +++ soll eine Bescheinigung über das Testergebnis erfolgen. +++ “

    „Soll“ heißt: Eine Soll-Vorschrift ist eine mehr oder minder eindringliche Empfehlung eines Normgebers. Im Verwaltungsrecht wird eine Rechtsnorm bezeichnet, die einer Behörde bei der Vornahme oder dem Unterlassen einer Handlung nur einen eingeschränkten Ermessensspielraum einräumt.
    Das bedeutet, dass sie in der Regel beim Vorliegen der Voraussetzungen eine bestimmte Rechtsfolge setzen muss.

    Zur Erinnerung: https://www.bundesregierung.de/resource/blob/997532/1872054/66dba48b5b63d8817615d11edaaed849/2021-03-03-mpk-data.pdf?download=1

    Wo bleibt ein ErklärBär, der Kindern und Jugendlichen, sowie EuE dieses politische Handeln noch verständlich näher bringen kann?

  13. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass dieses Rumgeeier – neben dem Befriedigen von Machtgelüsten – der Sicherung eines (oder mehrerer) auskömmlicher Pöstchen in der Industrie dient. Anders lässt sich für mich dieser Schwachsinn nicht mehr erklären.

  14. Sperrt alle Teilnehmer mit ihren Durchseuchungsministern in einen Raum und lasst sie Charite Intensiv in Dauerschleife ansehen.
    https://www.ardmediathek.de/sendung/charite-intensiv/staffel-1
    Ein Platz auf der ITS ist kein Urlaub, ECMO ist brutal, die Todesrate hoch und die Intensivstationen laufen gerade voll.
    Was rauchen diese Politiker? Die sehen zu, wie ihre eigene Bevölkerung erstickt und faseln von Teststrategie und Lockerungen.
    Die Mediziner im Umfeld sind nicht mal mehr wütend, sie haben resigniert. Lehrer und Schülereltern haben vermutlich vergleichbare Gefühle.
    https://www.ardmediathek.de/sendung/charite-intensiv/staffel-1

    • Ich habe Intensivmediziner Janssens gestern bei Lanz gesehen. Ich hatte auch den Eindruck, dass er nicht mehr an ein Handeln der Politik glaubt. Ich habe ihn schon sehr kämpferisch und aufrüttelnd gesehen, aber gestern hat er vor allem noch einmal appelliert, fast gefleht, das medizinische Personal, das schon so lange durchhalten muss, nicht über das Höchstmaß hinaus zu belasten und wie extrem eben die Belastung ist, den hohen Prozentsatz an Toten, den es trotz der guten Technik auf den ITS nach wie vor gibt, zu verkraften. Und dass viele Jüngere nun auf den ITS liegen, die eben dann da auch sehr lange liegen, weil sie nicht so schnell versterben wie Menschen über 80. Und all das kommt bei der Politik nicht an. Merkel kann sich nicht durchsetzen, Wahlkampfmanöver erschweren zusätzlich ein einheitliches Handeln, und die Querdenker, denen man mit durch stark sinkende Zahlen möglichen Öffnungsperspektiven und Aufhebung von Grundrechtseinschränkungen etwas den Wind aus den Segeln nehmen könnte, laufen nun zur Höchstform auf und finden sich in all ihrem Geschwurbel bestätigt, wenn Merkel jetzt quasi „autoritär“ anmutend die Länder „entmachten“ und das Heft des Handelns an sich bzw. den Bund ziehen will. Ich mag mir ga nicht ausmalen, was das bedeutet.

      • Leseratte,
        Janssens hatte ich sehr kämpferisch in Erinnerung. Schlimm, wenn auch er resigniert.
        Mein Mitgefühl gilt allen, die sich wieder auf den Stationen kaputt arbeiten und gegen die Ignoranz der Politik und die Dummheit der Querdenker ankämpfen.
        Und gerade in dieser dritten Welle, verstehe ich die Lehrergewerkschaften und Schulleitungen nicht mehr. Genau jetzt wäre die Zeit für Zivilcourage und deutliche Worte. Die Mediziner haben dazu ja auch den Mumm.

  15. Mediziner, RKI und Virologen schlagen Alarm und der Alarm findet kein Gehör. Die Mahnungen die gesendet werden und mit aller Klarheit ausgesprochen werden, finden bei den KM und der Politik keine Ressonanz. Die KM und die Politik aggiert jeden Tag aufs neue planlos. Die Gefahr der dritten Welle und die schnelle Verbreitung wird nicht mit einer Ernsthaftigkeit der Pandemie Herr zu werden verfolgt. Die KM und die Politik lässt es laufen und es wird sehr viel Menschenleben kosten. Es ist erwiessen wenn man die Schulen öffnet ist die Gefahr sehr groß, dass die junge Schulgeneration ein Elternteil verlieren wird. Die meisten Lehrer sind teilweise noch gar nicht geimpft, oder haben eine erste Impfung erhalten und die Eltern der Schulgeneration sind noch gar nicht geimpft. Welchen Wert hat ein Menschenleben noch für die Schulpolitik. Gesundheitschutz ist für alle an der Schule nicht gegeben und für das Elternhaus ebensfalls nicht. Die Eltern sind der letzte Rest und wird von den Km und der Politik geopfert. Die Familien haben in den letzten Wochen sehr viel geleistet und jetzt werden Familien als billig Fleisch verfüttert. Des weiteren haben nicht nur die benachteiligten Kinder und Jugendlichen Förderbedarf. Die Pandemie hat alle sozialen Schichten getroffen und egal welche Schulart. Die Wahrheit anzuerkennen fällt den KM extrem schwer und mit aller Ehrlichkeit mit zu teilen es wird kein normales Schuljahr mehr.
    Die Rückstände sind durch Lernbrücken oder Förderstunden nicht zu schaffen bei G8. Liebe Redaktion Herr Ralf Scholl vom PhV-BW hat einen tragenden Vorschlag gemacht zu einem Corna Aufholjahr G9 in BW-Mannheim und Umgebung. Herr Scholl ist ein fairer Kämpfer und verfolgt in der Pandemie mit aller Ernsthaftigkeit einen wohlwollenden Weg für Lehrer, Schulleitungen, Schüler und deren Eltern. Er hatte es sehr schwer bei den KM Gehör zu finden und Frau Eisenmann hat kein respetvolles Miteinander auf Augenhöhe angestrebt.
    Ich würde mich sehr freuen und viele aus BW wenn Sie Mit Herrn Scholl Kontakt aufnehemen
    um über sein Corona Aufholjahr berichten und die G9 Petition für BW. Er hat sehr viel Arbeit und Einsatz in dieses tragende Vorhaben und Projekt eingebracht. Ihre Seite könnte dazu einen Beitrag leisten um dies mehr an die Öffentlichkeit zu brinden. Sie sind doch offen für neue Themen oder?

  16. Übrigens haben wir die Situation, dass – bei deutlich geringerer Testmenge in Kalenderwoche 13 (Auslastung nur bei 55%) – die Positivrate drastisch steigt (Belege unten). Modellierer zeigen, dass die scheinbar „niedrigen“ Zahlen, die ja auch „nur“ mehr als doppelt so hoch sind wie in einem Risikogebiet, das exponentielle Wachstum kaum bremsen werden (beispielhafter Beleg unten). Aber die KUMIS und MP´s dürfen weiter träumen, faseln, lügen, Hilfen beim Distanzunterricht verweigern, Lehrkräfte denunzieren und Brücken in die Durchseuchung bauen. Ach ja, NRW verschiebt die Bekanntgabe der Corona-Modellregionen. Trotzdem werden wir wohl in den Schulen auch in NRW sehenden Auges in die Katastrophe geschubst. Ich habe jetzt, eigentlich erstmals, auch konkrete Angst um mich und um meine Familie. Gerne würde ich dabei mal einige Jahre vorspulen und in die Geschichtsbücher schauen. Merkt euch bitte alle die Namen der Damen und Herren Durchseucher*innen. Verantwortlich für uns und unser Umfeld sind wir in der Pandemie alle, aber im Feld Schule gibt es hier wirklich klare Täter*innen.
    Es folgen die Belege dafür, wie es wahrscheinlich weitergehen wird.
    ———————————————————————————————————

    #Corona-Testzahlen der KW13 (https://twitter.com/ALMevTeam/status/1379719950823219203)
    1.050.115 durchgeführte PCR-Tests (KW12: 1.280.887)
    davon positiv: 118.945 (KW12: 121.982)
    Positivrate liegt bei 11,33% (KW12: 9,52%)
    Auslastung 55% (KW12: 67%)

    https://twitter.com/dpaessler/status/1379827034587824133

    • @JH
      „Ach ja, NRW verschiebt die Bekanntgabe der Corona-Modellregionen.“

      Niedersachsen zieht die Sache mit den Modellprojekten durch – ohne mit der Wimper zu zucken:
      * 14 Städte starten ab 15.04. und 11 weitere Regionen können sich noch bis 23.04. als Modellregion bewerben.

  17. WER kann noch so was einem Kind wünschen?

    Nur, weil nicht jedes einzelne Kind unter Long-Covid leidet, rechtfertigt das die Entscheidung die Kinder unbedigt ohne Impfung in Kitas und Schulen schicken?

    Bitte was für eine Maßnahmen? Das sind Kinder! Nicht mal Erwachsene schaffen den ganzen Tag sich an Maßnahmen konsekvent halten.

    DIe Kinder müssen auch geimpft werden. Das ist die einzige Maßnahme.

  18. Ja danke für nichts ihr Heuchler. Ich verabschiede mich dann mal aus der Pflege-Assistenz an der Förderschule. Macht euren Kram alleine. Ich bin zu alt für diesen Wahnsinn, ich sehe es nicht ein, von skrupellosen Idioten um die letzten Jahre meines Lebens gebracht zu werden. Es tut mir sehr leid für meinen Schüler, aber ich werde ganz bestimmt nicht im Wechselunterricht zur Vertretung zwischen verschieden Jahrgangsstufen hin und her springen, bis es zu spät ist. So traurig.

  19. Es ist zum Totlachen!
    Wenn es nicht Realität wäre, dann wäre das eine saukomische Tragikkomödie, was in Deutschland abläuft.
    Unfähige, egositische Kultusminister die in ihrer Paraderolle immer und immer wieder den gleichen Gulasch predigen.
    Nach den Osterferien wird beschlossen was mit den Schulen nach den Ferien geschieht. Es ist zum Totlachen!

    Ein SO REICHES Land wie Deutschland….bekommt nichts auf die Reihe……!

    Haben wir hier überhaupt noch jemand der fähig ist?
    Wieso ist Schulsache nicht Chefsache wie in Neuseeland.
    Die wundern sich über unser System, wieso das nicht zur Chefsache gemacht wird.

    Ist BILDUNG hierzulande nicht mehr wichtig?
    Werden wir dann in 15 Jahren noch mehr unfähige Politiker da oben sitzen haben?
    Schämt Euch Politiker, schämt Euch.

  20. @BK-Lehrkraft
    „Es macht was es kann: infizieren mit allen Konsequenzen.“

    … umso fataler, die Ignoranz der Inzidenzen durch Weil & Tonne, bei sich füllenden ITS – denn die ITS kennt keine Feiertage und die Patienten werden stetig eingeliefert, weil die Fallzahlen steigen. Auch wenn sich die Politik die Inzidenz schönrechnen möchte -.
    Nur um den Plebs zu beruhigen und die Lobbyisten zu bedienen – all die Fakten, all die Warnungen der Wissenschaftler in den Wind schlagen und standhaft die Augen verschließen -.

    … Polizei schützt Ministerpräsident Weil vor Coronaleugnern
    https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/niedersachsen-polizei-schuetzt-stephan-weils-wohnhaus-vor-querdenkern-a-04ee3d76-69aa-463a-8249-f43c9748a074
    … Ist das eventuell der Grund für Weils Betonung der ’sinkenden Inzidenzen‘, oder doch eher sein Wunsch nach niedrigen Fallzahlen, damit in Nds. die Modellprojekte in 14 Städten am 15. April starten können?
    https://www.ms.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/land-wahlt-14-kommunen-fur-corona-modellprojekte-aus-199167.html

  21. Wenn die Poltik so weiter agiert in der Pandemie wie bisher, müssen die Leiter der Friedhofsverwaltungen in absehbarer Zeit höher vergütet werden, da sie mehr Leute unter sich haben.

  22. Heute tagen wieder die Dilettanten! Prima.

    Ein buntes Berufsgemisch mit geballter Bildungskompetenz:
    3x Studium der Volkswirtschaft
    6 x Jurastudium
    1 x Sozial-Pädagogik
    2 x Politikwissenschaft Studium
    1 x Sozialwissenschaft Studium
    1 x Lehramt
    1 x Bauingenieurwesen
    Eine mit Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte ohne Studium.

    Die pädagogische Kompetenz lacht doch da aus jeder Pore. Eine ganze Person vom Fach.
    Wie groß die Basiserfahrung an einer wirklichen Schule mit richtigen Schülern war sei dann mal noch dahin gestellt.

    Erwartet wirklich jemand ernsthaft, dass dieser Club der kundigen Laien eine Sinntragende und realitätsnahe Entscheidung trifft.
    Selbst wenn der politische Wille da wäre etwas sinnvolles zu entscheiden würde der Sachverstand fehlen.
    Der letzte Schulbesuch war die eigene Abschlussfeier.

    Hand hoch wer denkt, dass sich die Herren und Damen eingedenk ihrer mangelnden Praxiserfahrung von erfahrenen Schulleitern oder gar Lehrer beraten lassen!

    Richtig! Unnötig, jeder Einzelne hat persönlich morgens das Feuer, mittags das Rad und abends das Pulver erfunden. Tipps von Praktikern und aktiven Lehrkräften würde da nur schaden.
    Außerdem gilt man heute schon als fähiger Politiker, wenn man seine Arbeit nicht komplett verweigert und nicht übermäßig korrupt ist.

    In der Wirtschaft war ich mal dabei, als eine neue Anlage in Betrieb genommen wurde. Auf halben Weg hat der Werkzeugschlitten beim Testlauf blockiert.
    Etwa ein dutzend Ingenieure, Kaufmänner und andere Theoretiker aus der Geschäftsleitung haben dann die Pläne genommen und etwa 2 Stunden debattiert wo denn der Fehler liegen könnte.
    Dann kam ein Praktiker (Monteur), nahm sich ne Leiter, kletterte auf die Maschine und entfernte eine verlorene Mutter. Die hatte den Schlitten blockiert.
    War genau so peinlich wie die Beschlüsse der KMK.
    Immerhin hatten die Herren der Betriebsleitung noch genug Anstand um etwas beschämt zu sein.

    Das wäre von Politikern natürlich zu viel verlangt.

    • Eine besondere Skepsis alleine wegen der fachfremden Vorbildung der KuMi teile ich nicht. Es ist ja völlig normal, dass Politiker zunächst einen völlig anderen Werdegang beschreiten und deshalb auch zunächst wenig zu tun haben mit dem von ihnen vielleicht irgendwann betreuten Ressort.

      Dafür haben die Minister dann aber ihre Ministerialdirigenten, Ministerialräte, Ministerialdirektoren und Staatssekretäre (weitgehend politische Beamte, die jeder Minister nach Belieben und Fachkenntnis einsetzen kann), außerdem einen Riesenstab von internen Fachleuten im Ministerium, externe Berater, staatliche Institute wie PEI, RKI und nicht zuletzt Forschung und Lehre nach fast freier Auswahl.

      Wenn man sich als KuMi dann aber einen Zepp als Berater aussucht, dann ist ja klar, wohin die Reise gehen soll. Hätte auch der Wodarg werden können, gleiches Ergebnis.

      Dass Ressortnähe nicht nötig ist, sieht man an der Bundeskanzlerin, Physikerin. Man muss sie nicht toll finden, aber sie ist eine der wenigen, von denen ich in der Pandemie vernünftige und risikoadäquate Vorschläge auch für Schulen und Kitas gehört habe. Es gibt ja auch umgekehrt etliche Pädagogen und Lehrer, die (mit mehr oder weniger Erfolg) fachfremde Ministerien leiten konnten.

      • Und was ist für die sog. internen Fachleute (Ministerialräte, -dirigenten und wie sie alle heißen) am wichtigsten?
        Natürlich das richtige Parteibuch!
        So wird das Beamtenrecht gerne und häufig ad absurdum geführt und nicht der „Beste“, sondern der mit dem „besten Parteibuch“ bekommt den Posten.
        Die Konsequenzen sehen wir jetzt!

        • Wer sich schlechte Berater und Vertreter ins Haus holt, ist erst einmal selbst schuld. Wer das gezielt macht, um ein gewünschtes Ergebnis vorgeblich fachlich zu untermauern („meine Berater haben mir gesagt, die LuL und SuS wollen endlich wieder in den Präsenzunterricht“), ist ein Betrüger. Das ist aber offensichtlich ein ressortübergreifendes Problem.

          Ich war früher mal Freundin der Technokratie und war der Meinung, jeder soll auch in der Politik nur das tun, was er gelernt hat. Das geht aber ebenso gerne in die Hose, sieht man z.B. in Frankreich, und hat dann gern was augurenhaftes. Emer Cooke, Präsidentin der EMA, wird z.B. aufgrund ihres Werdegangs eine nachhaltige Verflechtung mit den Interessen der Pharmaindustrie vorgeworfen – m.E. nicht zu unrecht.

          Da bevorzuge ich Politiker und Verwaltungsleute, denen wenigstens nicht der Vorwurf gemacht werden kann, schon aufgrund des Werdegangs einseitig bestimmte Interessen zu vertreten.

  23. Das, was die Kumis gerade veranstalten, ist die Perversion von Verantwortung und das Ausnutzen von Beamtenstatus und Schulpflicht.
    Ich frage mich schon lange nicht mehr, OB es um die Sache oder MACHT geht.

    • Natürlich geht es um MACHT, frei nach dem Motto: „mehr Diktatur wagen“. Wir werden seit Monaten in unseren Grundrechten eingeschränkt, alles auf Basis eines Infektionsschutzgesetzes, das Mutti zu lasch ist und das sie deshalb ändern will (War da nicht mal was mit Gewaltenteilung?). Demzufolge haben wir momentan eine „Pandemie nationalen Ausmaßes“. Na gut, das will auch keiner ernsthaft bestreiten.
      Was aber bisher keiner unserer Politiker gesagt hat: Wie definiert sich denn diese? Und, m.E. fast noch wichtiger: Wie definiert man deren Ende? KEIN einziger Politiker hat sich dazu bisher geäußert.
      Und was wird getan, wenn es zumindest in Teilgebieten eine Definition gibt? Sie wird ignoriert. Oder, noch schlimmer: Sie führt zum Wegfall von Einschränkungen. Was wird also getan? Genau – man führt die Einschränkungen wieder ein, denn: Es gilt ja immer noch die Sache mit der nationalen Tragweite. Bestes Beispiel: Wegfall der Reisewarnung für Mallorca. Klar – eine Inzidenz von 30 ist ja gefährlicher als eine von 120 und die Spanier sind sowieso alle Schlamper, die es mit den Regeln nicht so genau nehmen.
      Das klingt nicht erst so langsam wie der Spruch von der „nationalen Sicherheit“ in jedem schlechten Hollywood-Film…

  24. Ich habe mir leider auch das Interview von Weil im MOMA angeschaut. Das hinterlässt kein Kopfschütteln, sondern Wut. Unsere Schulmail ist da- wir starten ab Montag im Wechselunterricht. Dort servieren wir den SuS 2 Testkits. Erster Test findet in der Schule statt. Wer nicht will kann sich dann von der Präsenzpflicht befreien lassen. Ab nach Hause. Die Testpflicht wird in die Landesverordnung übernommen. Was passiert denn aber, wenn es nicht genug Tests gibt??? Wahrscheinlich geht dann es dann auch so weiter? Ich weiß garnicht womit sich die Kumis jetzt gerade aktuell noch beschäftigen. Der Drops ist doch schon geluscht….

  25. Gerade vom WDR Corona Live Ticker veröffentlicht:

    Distanzunterricht ab Montag in NRW

    Nach den Osterferien bleiben die Schulen in NRW für die meisten Schüler geschlossen – nur für Abschlussklassen wird es Präsenzunterricht geben. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) kündigte an, dass alle anderen Klassen erst mal wieder Homeschooling haben werden. Hintergrund sei unter anderem das unklare Infektionsgeschehen zur Osterzeit.

    Sieh da, sieh da…

    • Unfassbar. Ob er da den Söder vorher gefragt hat? Der propagiert doch immer „Vorsicht und Umsicht“…
      Ein gelernter Landwirt muss sich ja auch nur mit Maul- und Klauenseuche, Schweinepest oder Vogelgrippe auskennen…

  26. Föderalismus ist eine gute Sache. Man stelle sich vor, die Fanatiker wie Merkel und Kretschmann hätten überall das Sagen. Es kann auch nicht sein, dass die Gewerkschaften da mitregieren wollen. Die Lehrer sind zum Dienst an der Allgemeinheit verpflichtet, dafür haben sie ein gutes Gehalt und einen sicheren Job. Dass nach 13 Monaten Pandemie immer noch rumgezickt wird, darf man nicht zulassen.

    • Ach neeeeee! Ganz was Neues! Das haben wir ja lange nicht mehr gehört!
      Zitat von Dieter Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat, einfach Mal die Fresse halten! Punkt!

    • Ich hoffe mal ganz stark, dass Sie nur vergessen haben, das Ganze als Ironie zu kennzeichnen. Ansonsten: Beamte haben die Pflicht zur Gesunderhaltung, damit sie dem Staat/Bundesland noch möglichst lange zur Verfügung stehen. Könnte mit long-covid schwierig werden…

  27. Allerwertester Herr Maier,

    um eine Diskussionsgrundlage zu haben, sollten Sie vielleicht erst einmal mitteilen, ob Sie Corona überhaupt für eine gefährliche Erkrankung halten und wie Sie sich – in diesem Fall – Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung vorstellen.

    Weiterhin sollten Sie erklären, ob nach Ihrer Meinung tatsächlich Lehrer (und Erzieher in vergleichbarer Situation) an der Eingangstür von Schule (bzw. Kita) ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit abgeben müssten. Meinen Sie auch, der Staat muss und sollte nichts unternehmen, um andere Schüler und Kinder sowie deren Familien in den Einrichtungen vor Infektion zu schützen, wenn Sie der Meinung sind, für sich und Ihre Kinder anders entscheiden zu können?

    Ansonsten: Ich bin Erzieherin. Bin ich mit meinem ach so tollen Gehalt auch zum widerspruchslosen Dienst an der Allgemeinheit verpflichtet? Wo ist denn die Gehaltsgrenze, ab der die Duldungspflicht losgeht? Wenn ich vielleicht in naher Zukunft wegen Leuten wie Ihnen den Bettel hinwerf (das könnte ich, ich bin finanziell abgesichert und habe mehrere Abschlüsse) oder einfach krank bin, ist meine Kita erstmal zu – ist es das, was sie anstreben?

  28. Noch 25 Schnelltests bis zu den Sommerferien…..
    Es ist ein Trauerspiel, was in Deutschland passiert. Man möchte einfach nur noch hinschmeißen, ob als Mutter oder Lehrerin.
    Chaos und hin und her gezerre hat meine Kinder völlig erschöpft und damit meine ich nicht nur meine zwei, sondern auch die 21 anderen in meinem Klassenzimmer, die wieder Mal nicht in die Schule können….
    Die Motivation liegt am Boden, ich wäre froh, wenn nicht irgendwelche unfähigen Politik entscheiden würden, sondern fähige Fachleute. Von Anfang an wurde nicht auf Virologen gehört sondern politische Ränke geschmiedet.
    Noch 25 Selbsttests…. vielleicht wird das nächste Schuljahr besser…. ja vielleicht aber auch nicht…

  29. Wie nicht anders zu erwarten:

    „+++ 20:03 Kultusministerkonferenz: Abitur findet statt, Tests sollen ausgebaut werden +++
    Die Kultusministerkonferenz kündigt einen Ausbau der Testmöglichkeiten an. Dadurch solle „allen Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften und sonstigen an Schulen Beschäftigten zweimal wöchentlich die Möglichkeit für einen Selbsttest angeboten“ werden können, heißt es in einer Erklärung. Dies solle einen Schutz vor einer Ausbreitung der Pandemie bieten und zugleich das Recht auf Bildung gewährleisten. „Den Abschlussjahrgängen an unseren Schulen können wir mitteilen, dass sie ihre Prüfungen werden ablegen können.“

    Aha. Ziel der KM mit den Tests ist „Schutz vor der Ausbreitung der Pandemie“. Ist das mit Infektionsschutz gleichzusetzen? Wohl kaum. Über echte Infektionsschutzmaßnahmen wieder nichts.

    • „Über Stunden beraten die Kultusminister die Corona-Lage in den Schulen. Doch auf ein einheitliches Vorgehen können sie sich nicht einigen. Somit gelten für Schüler und Lehrer auch nach den Osterferien unterschiedliche Regeln in den Bundesländern. Zur Abiturprüfung sollen aber alle antreten dürfen.
      […] Insgesamt legten sich die Kultusminister grundsätzlich auf einen Öffnungskurs fest. Gleichzeitig verzichteten die Länder auf einheitliche Schritte.“
      „Als Kultusministerinnen und Kultusminister sehen wir es als unsere Aufgabe, Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben und uns dafür einzusetzen, ihnen – soweit es geht – ihre Lebenswelt zurückzugeben.“

      Man kann diese Floskeln echt nicht mehr hören.

  30. Wenn die KMIs nicht vom Fach sind, wer schmiedet denn seit Jahren die Beschlussvorlagen? Ich denke, da stehen schon Bildungswissenschaftler*innen dahinter, die sich auch seit Jahren stabil im Hintergrund halten. Der Erwartungsdruck ist groß, da wollen die Minister*innen von Welt doch dem schnöden Fachpersonal etwas bieten, an dem es sich die Zähne ausbeißen kann (Standards, Qualitätsmanagement, Professionalisierung, Digitalisierung, Inklusion …) … je spektakulärer und kaum zu erreichen, desto geiler – da hängt die Latte richtig hoch – da schlägt es sich fein auf die eigene Schulter. Fachfremde Minister *innen mit Profilierungsbedarf kommen da gerade richtig. Temporär, forch und selbstverliebt preisen sie an, was andere vorher erarbeitet haben. Und das Fußvolk nimmt an und dient – Jahr für Jahr … wie dumm, dass da auf einmal dieses blöde Virus die ganze Show verdirbt: Flexibilität und kreatives Handeln sind auf einmal gefragt. Nicht nach unten durchtreten, sondern nach unten durchkommen. Richtiges Handeln mit richtigen Konsequenzen, spürbar und schmerzhaft. Da helfen keine Modelle, Theorien und Konzepte. Da braucht es Handlungsraum, Ressourcen, Verlässlichkeit, Vertrauen und die Bereitschaft, sich selbst und seine Entscheidungen in Frage zu stellen. Die alten Methoden haben ausgedient – da halten sich auch die ‚Fachleute aus dem KMK-Background’ zurück. Und die Ergebnisse sind ein wirres Gequatsche, unbrauchbar und am Thema vorbei. Quo vadis, KMK?

  31. Gestern Morgen war mir nach dem Interview von Weil schon klar, wie die Marschrichtung ab 16h ist. Viel Lärm um Nichts. Wenigstens musste die Yvonne einsehen, dass sie nicht genug Tests besorgt hatte und ihren Laden deshalb „schließen“ musste. Nun verteile ich am Montag fleißig Tonne’s Tests und muss auch noch mit ansehen, wie sich die SuS fröhlich an diesem Tag testen, da unsere SL die SuS nicht nur für die Testabholung einbestellen will, obwohl Tonne den Montag ausschließlich für die Abholung der Tests vorgesehen hat. Wäre ja übertrieben den Montag nur dafür zu nutzen. Da kann doch noch wertvoller Unterricht nach der Testung erteilt werden. Auf die Frage, wie den nun die geplante Abitur-Prüfung ablaufen solle, gab’s ein lapidares:Wir haben nur bis Mittwoch geplant. Toll, da freut man sich doch….

    • Wir könnten jetzt eine Dienstreise zum Suezkanal beantragen und uns da unsere Tests herausfischen.

      „Als Grund für den Testmangel verweist das Ministerium „auf den Stau im Suezkanal, der die globalen Lieferketten gestört habe.“ habe. […] Die Lieferungen von Testkits eines chinesischen Herstellers seien davon zum Teil betroffen…“
      (Thüringer Allgemeine von gestern, S.2)

  32. Dass nun 2x wöchentlich die SuS getestet werden sollen, finde ich absolut richtig. Da die KM keinen Plan haben, wie das Schuljahr überhaupt bewertet werden kann ist das der einzig richtige Weg um den Kids wenigstens etwas Struktur in den Alltag zurück geben. Was ich aber absolut nicht verstehe, ist die Tatsache, dass auch einfach eine Auskunft über einen Test ausreicht. Wer prüft denn, ob dieser Test auch wirklich daheim vorgenommen wurde? Niemand! Und somit dürfen sich diejenigen, die diese Pandemie als lachhaft bezeichnen ein Stück mehr bestätigt sehen. Das ist eine große Gefahr, die seitens der Politik nicht beachtet wird.

  33. Dass nun 2x wöchentlich die SuS getestet werden sollen, finde ich absolut richtig. Da die KM keinen Plan haben, wie das Schuljahr überhaupt bewertet werden kann ist das der einzig richtige Weg um den Kids wenigstens etwas Struktur in den Alltag zurück zu geben. Was ich aber absolut nicht verstehe, ist die Tatsache, dass auch einfach eine Auskunft über einen Test ausreicht. Wer prüft denn, ob dieser Test auch wirklich daheim vorgenommen wurde? Niemand! Und somit dürfen sich diejenigen, die diese Pandemie als lachhaft bezeichnen ein Stück mehr bestätigt sehen. Das ist eine große Gefahr, die seitens der Politik nicht beachtet wird.

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