Entrechtete Lehrer: „Allein die Tatsache, dass wir hier nicht mit unseren Klarnamen schreiben (uns trauen zu schreiben), sagt viel aus!“

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BERLIN. Unsere dreiteilige Serie „Entrechtete Lehrer“ – Wie der eingeschränkte Grundrechtschutz von Beamten auf die Arbeitsbedingungen in der Schule wirkt – hat ein breites Echo ausgelöst. Sie wird (durchaus kontrovers) diskutiert. Liegt es wirklich mit am Beamtenrecht, dass der Staat in der Corona-Krise den Gesundheitsschutz für sein pädagogisches Personal so vernachlässigen konnte? News4teachers-Leser „kanndochnichtwahrsein“ hat dazu einen eindrücklichen Kommentar verfasst, den wir gerne einem größeren Publikum vorstellen möchten – und den wir hier deshalb noch einmal präsentieren.

Freie Meinungsäußerung – schwierig für Lehrkräfte. Illustration: Shutterstock

Hier geht es zum ersten Teil des Beitrags „Entrechtete Lehrer“: Wie das Beamtengesetz den Grundrechtsschutz seiner Staatsdiener einschränkt.

kanndochnichtwahrsein, 30. Mai 2021 um 08:14 Uhr

Mit vielen Einschränkungen der Würde haben wir uns abgefunden, haben gelernt damit umzugehen, das Beste draus zu machen – um der Schüler willen und weil wir den Beruf ja nicht aus einer Laune heraus ergriffen haben.

Uns wird vermittelt, es sei eben so und nicht zu ändern, man droht mit Disziplinarverfahren – und das nicht wegen Dingen, die man als „Dienstvergehen“ nachvollziehen könnte, wegen Dingen, die auch in anderen Berufen zum Rauswurf führen wie Sexuelle Belästigung, Diebstahl, Körperverletzung etc., sondern wegen beispielsweise dem Ansinnen, mit einem höheren Dienstvorgesetzten bezüglich eines sachlichen Missstandes Kontakt aufnehmen zu wollen, um Abhilfe zu suchen…

Die Würde wird verletzt, wenn Stellen gestrichen werden, wenn Unterricht nicht mehr geregelt stattfinden, nicht mehr den Bedürfnissen der Schüler angepasst werden kann, wenn man einem Kind vermitteln muss, dass keine Zeit ist, dass wir die Anforderungen nicht machen, wenn wir Eltern und Schülern nicht sagen dürfen, dass wir sehr wohl wissen, dass viele Kinder total überfordert sind, dennoch aber durch das System geschleust werden, um das „Image“ der Schule (vordergründig) nicht zu gefährden.

Das alles hat nichts mit Würde, nichts mit meinem pädagogischen Verständnis und meinem Berufsethos zu tun.

„Wir sind gezwungen, Kinder in gesundheitsgefährdende Situationen zu zwingen“

Aktuell sehe ich die Würde der Lehrer und Schüler jedoch in ganz neuer Dimension gefährdet: Wir sind gezwungen, Kinder in gesundheitsgefährdende Situationen zu zwingen. Wir müssen ihnen die Schulpräsenzpflicht vermitteln, sie im Zweifel durchsetzen, Verstöße verfolgen, wohl wissend, dass weder Schüler noch Lehrer nicht geschützt werden können, dass nicht mal wir selbst uns schützen können, dass es keine Luftfilter gibt, keine Impfungen, dass alle wie die Heringe nebeneinandersitzen müssen mit der Aussicht, im Zweifelsfall in der heißen Jahreszeit Wochen in Quarantäne zu verbringen. Wir Lehrer wissen, dass einige Schüler gerade unter dieser Aussicht besonders leiden, wissen sie doch, dass ihre Wohnverhältnisse nicht „quarantänetauglich“ sind, dass sie es kaum aushalten würden, nicht raus zu dürfen.

Als Lehrer lebe ich in dem Dilemma, zwar meinem Dienstherrn (wenn auch nicht unwidersprochen) gehorcht zu haben, die Kinder in die Schule gezwungen zu haben, sie damit aber Infektionsgefahren auszusetzen, die ich nicht kontrollieren kann, die mein Arbeitgeber/der Träger der Schule aus unerfindlichen Gründen nicht zu verändern gedenkt.
Im Zweifel fühle ich mich mitverantwortlich dafür, wenn in Familien (im besten Fall nur) Ängste, womöglich aufgrund der familiären und Wohnsituation aber unhaltbare Zustände ausgelöst werden, im schlimmsten Fall Todesfälle vorkommen. Gleichzeitig wird berichtet, dass unser Innenminister Firmen nicht erlaubt, von der Vorgabe abzuweichen, Homeoffice wo immer möglich anbieten zu müssen! Die Pandemie sei ja nicht vorbei!

Ja, eben! Die Pandemie ist nicht vorbei! Sie wird noch lange nicht vorbei sein!
Wir Lehrer sind sogar gezwungen, zu ihrer Verlängerung beizutragen.
Die Tatsache, vom Arbeitgeber Staat zum Werkzeug dieses Vorgehens gemacht zu werden, geht m.E. weit über das Ausmaß hinaus, das vor Grundgesetz und Charta der Menschenrechte/Charta der Grundrechte der Europäischen Union als „Dienstpflicht“ verkauft werden dürfte! Aber vielleicht habe ich da als nicht juristisch ausgebildete Person einfach nur Illusionen…

Ich würde als letztes und geringstes Mittel, in der Pandemie ein bisschen Würde der Lehrer und der Schüler und ihrer Familien zu wahren, doch von meinem Dienstherrn erwarten, dass die Präsenzpflicht aufgehoben würde! Damit hätten Eltern und Schulen ein Minimum an Freiheit, angepasste Modelle unter bestmöglicher Wahrung der Würde des Einzelnen zu ersinnen.

„All das wirkt auch auf unsere Arbeit, auf die Schule, auf die Schüler. Das dürfte nicht sein!“

Auf die Weise würde der Dienstherr zwar nicht seiner Fürsorgepflicht nachkommen (denn das ist die Kehrseite, die Pflicht, die aus dem Beamtentum und auch dem Angestelltenverhältnis zwischen Lehrer und Staat erwächst), dieser aber auch nicht aktiv und m.E. grundrechtswidrig im Wege stehen. Allein die Tatsache, dass wir hier nicht mit unseren Klarnamen schreiben (uns trauen zu schreiben), sagt viel aus! Allein die Tatsache, dass wir jederzeit mit Sanktionen rechnen, wenn wir unserem Recht und unserer Pflicht zu remonstrieren nachkommen, sagt viel aus! All das wirkt auch auf unsere Arbeit, auf die Schule, auf die Schüler. Das dürfte nicht sein!! Das ist dem Umgang mit Kindern unwürdig.

Besonders schlimm: Wir verlieren die Festigkeit unserer Person, unserer Position, auch unseres Amtes, den Rückhalt unserer Dienststellen – werden angreifbar auf so vielen Ebenen, für so viele Beteiligte und eigentlich Unbeteiligte, dass Meinugen und Kräfte Einfluss gewinnen können, die in einer zur Neutralität, Gerechtigkeit und Offenheit gegenüber Persönlichkeit und Kulturen, Religionen und Weltanschauungen aufgerufenen Insitution wie der Schule nichts zu suchen haben!

Leserposts

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48 KOMMENTARE

  1. In nahezu jedem Forum schreiben die meisten Leute mit Pseudonymen, sogar bei Facebook und sogar, wenn sie sich dort mit Gesicht zeigen, wie oft lese ich dort „Namen“ wie „Me Lanie“ und „Na Dine“, um Vor- und Nachnamenpflicht zu umgehen.

    In den allermeisten Fällen liegt es nicht daran, dass man Angst vor Repressionen hat, sondern dass man seinen Namen nicht angeben will.

  2. ??? „Entrechtete Lehrer: „Allein die Tatsache, dass wir hier nicht mit unseren Klarnamen schreiben (uns trauen zu schreiben), sagt viel aus!“

    Nee, ne? Die Meisten schreiben hier unter „Decknamen“, nicht, weil sie Angst vor Vorgesetzten haben, sondern weil sie sich wohl eher unter Kollegen nicht unbeliebt machen möchten. Davon bin ich fest überzeugt.

    • Also für mich stimmt es. Ich schreibe aus Angst vor dem Dienstherrn bei Twitter und hier nicht unter echtem Namen. Ich darf einfach vieles als Beamter nicht schreiben. Ich muss mich auch in meiner Freizeit immer vorbildlich verhalten und darf meinen Dienstherrn nicht öffentlich kritisieren.
      Auch bei Facebook bin ich eingeschränkt und passe z.B. auf, was ich in der Probezeit zu meinem Gesundheitszustand schreibe

      • Das lässt sich natürlich aus der eigenen Perspektive leicht so sagen, aber die eigentliche Frage ist ja, ob das etwas mit dem Beamtenrecht zu tun hat, also mit Ihrer Anstellungsart als Beamter (!!!) und wenn Sie das (vorschnell) bejahren, folgt zwangsläufig die Frage, ob es den angestellten Lehrern anders ergeht?!?

        Schreiben die angestellten Lehrer hier alle mit „Klarnamen“? Ist das wirklich so? Wer denn?

        • Nein, auch angestellte Lehrkräfte und andere Menschen im Bildungsbereich bis zu Schulleitungen und in die Schulverwaltung schreiben oft unter Pseudonym. Oder schreiben nur sehr bewusst bzw. mit Zweitaccounts unterschiedliche Dinge zum selben Thema. Dabei ist die Möglichkeit des Kritisierens des Dienstherrn dort ja durchaus deutlich größer, als im Status der Beamten.

          Kritikfähigkeit ist eine Eigenschaft, die im „System“ nicht vorgesehen ist und vielen nicht als notwendig erscheint. Wenn man die ersten Hinweise bekommt, man möge sich zügeln (egal ob aus Kollegium oder Leitung oder Schulverwaltung) oder sogar Maßnahmen angedroht bekommt – oder davon aus erste Hand erfährt, dann ist dieses Ausweichverhalten nur die logische Konsequenz. Bei manchen vorbeugend, bei einigen rechtzeitig.

          Auf anderen Plattformen werden die Accounts teils zusätzlich verrammelt.

  3. „Allein die Tatsache, dass wir hier nicht mit unseren Klarnamen schreiben (uns trauen zu schreiben), sagt viel aus!“
    Ja, das sagt es- in der Tat. Nämlich vor allem, dass Menschen in unkündbarer Lebensstellung und mit sicherem Einkommen keinen Mumm haben, aber meinen Kindern und anderen jungen Menschen dann erzählen wollen, dass sie gefälligst Zivil- und andere Courage habe müssen.

    Und im Zweifel gibt`s viel Mimimi, aber sie machen dann doch brav, was angeordnet wird- die ach so aufrechten Lehrkräfte.

    • Nun, Andi, ganz so einfach ist das nicht. Was hat das nun damit zu tun, dass Lehrer keine Zivilcourage haben? Das Dumme ist, sie haben einen Eid auf absoluten Gehorsam geschworen, da kommt man nicht so leicht raus. Ich gebe Ihnen Recht, es gibt angepasste Lehrer, die alles schlucken, damit sie ihre Aufstiegschancen in Form von Funktionsstellen bewahren. Aber es sind beileibe nicht alle so. Trotzdem, auch wenn man Kritik offen übt und sogar noch die Chuzpe besitzt, einen der oberen Ministerialräte persönlich zu befragen und zu kritisieren, weiß ich aus Erfahrung, dass man immer den Kürzeren zieht, auch wenn man im Recht ist und diese Verantwortlichen in dem Moment in Erklärungsnot sind. Und diese Abgehobenheit gilt es zu ändern, das ist keine gute Basis für eine zufriedenstellende Zusammenarbeit. Aber da müssten alle Lehrer an einem Strang ziehen, geht wohl nicht, denn auch Lehrer sind ein Abbild der Gesellschaft, und hier wird in allen Bereichen nicht an einem Strang gezogen, wenn Einzelne ihre Vorteile sehen.
      Aber die Aussage, dass Lehrer nur „Mimimi“ sind und Schülern Courage vermitteln wollen, wo sie doch selbst keine haben, das ist mir zu pauschal und sicher nicht auf fundierten und umfassenden Erfahrungen aufgebaut. Ich hoffe auch, dass sich allmählich etwas wie ein offenes Protestverhalten seitens der Lehrer entwickelt, denn die vielbeschworene „Fürsorgepflicht“ seitens des Staates (ich habe diese noch nie erfahren) löst sich allmählich in Schall und Rauch auf.
      Und noch eins: Sie schreiben doch auch nicht mit Ihrem Klarnamen, ist doch auch nicht üblich in den sozialen Medien. Da wird zu viel Missbrauch betrieben.

      • Hier wird erschreckenderweise jeder als Troll bezeichnet, der eine Meinung vertritt, die gewissen Kommentatoren nicht passt. Ist das auch bezeichnend und vielleicht ein Grund, warum man lieber unter Pseudonym schreibt?

        • @Weltenbummler:
          Auf Ihre Frage: Nein.

          Auf Ihren Vorwurf „jeder [wird] als Troll bezeichnet, der eine Meinung vertritt, die gewissen Kommentatoren nicht passt“:
          Der Ausgangs-Post zeigt – gänzlich ungeachtet des Inhaltes bzw. der dargelegten Meinung – einen auffälligen Widerspruch, denn er kritisiert in knackigen Worten Pseudonyme, nutzt aber selbst eines. Dies ist oftmals eine typische Provokationsstrategie von Trollen, jedoch – hier haben Sie Unrecht – wurde der Verfasser des Ausgangs-Posts nicht als solcher bezeichnet. Indem der Verfasser auf den Hinweis auf jenen Widerspruch kooperativ reagierte, offenbarte er sich mit höchster Wahrscheinlichkeit als Nicht-Troll und belegt somit den grundsätzlichen inhaltlichen Bedeutungsanspruch seines Ausgangs-Posts.
          Trolle hingegen reagieren auf solche Indikator-Maßnahmen (auch „Firewalls“) abhängig von ihrem jeweiligen Geschick und ihrer Schlagfertigkeit i.d.R. gar nicht oder weiterhin unkooperativ/provokativ bzw. weiter widersprüchlich bis absichtlich unverständlich, was dann wiederum die inhaltliche Belanglosigkeit ihres Beitrages mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anzeigt.

      • Dann sagen Sie einfach „Herr Andi“. Spaß beiseite- ich will mich ja hier nicht als entrechteter Lehrer ängstlich gegenüber meinem Dienstherrn pseudonymisieren, damit er mir nichts Böses, dafür aber administrativ vielleicht das Richtige tut.
        Gruß Andreas Schmitt

          • Bitte, Herr Trollbuster, was auch immer ein „-buster“ sein soll, sage ich mal stellvertretend. Mir ist das ja auch schon unterstellt worden, wenn ich hier gegen den Strom schwimme. Das kommt bekanntlich niemals gut an. 🙂

  4. Die Lehrerakademie HEssen wirbt damit, dass Hessen unangehme Schulleitungspersönlichkeiten braucht. Damit sich das System weiterentwickelt. Der Mut, Fehlentwicklungen anzusprechen, werde benötigt.

    Solche Aussagen lassen sich nur verstehen, wenn man weiß, dass das Ministerium und die Akademie nicht im gleichen Haus untergebracht sind. Was passiert, wenn man unangenehm ist oder wird oder auffällt, kann sich sicher jeder vorstellen.

    Wichtig ist dann: Arsch in der Hose, das Imponiergehabe der Vorgesetzten aushalten – und fachlich weiter auf die bestehenden Blödsinnigkeiten hinweisen.

    Prof. Dr. Olaf-Axel Burow hat ja schon darauf verwiesen, welche Persönlichkeiten derzeit in die Bildungsverwaltung berufen werden.

    • Das interessiert mich. Haben Sie dazu einen Link, wo Prof Burow das gesagt hat? Würde ich gerne lesen.

    • In die Bildungsverwaltung werden Menschen berufen, die sich mit Verwaltung auskennen. Das sind Juristen, Diplom-Verwaltungs-Fachwirte oder Menschen mit einer ähnlichen Ausbildung.
      Ihre Aussage zu Prof. Burow hört sich nach Charaktereigenschaft an. War das so gemeint?

      • Schön wärs. Wenns von der Qualifikation her nicht gerade ein Volljurist/Verwaltungswirt o.ä. sein muss, zählt das Parteibuch, das Parteibuch und nochmal das Parteibuch und der „Stallgeruch“ bzw. die Seilschaften. Den Regelbetrieb hat man so meistern können. In der Pandemie zeigt sich an allen Ecken und Ende wie diese Leute den nachgeordneten Bereich steuern können, nämlich extrem bescheiden.

  5. Gibt es in irgendeinem Forum jemanden, der mit seinem echten Namen schreibt??
    Was ist denn das für eine Aussage
    „Allein die Tatsache, dass wir hier nicht mit unseren Klarnamen schreiben (uns trauen zu schreiben), sagt viel aus!“
    Sorry, aber man kann es auch übertreiben.
    So machen auch die Lehrer ja selbst zum Deppen.

    • Das sind zwei verschiedene paar Schuhe:
      Dass ich von meinem Nachbarn nicht erkannt werden will, halte ich für normal und legitim.
      Keiner muss im Internet für jeden erkennbar seine Meinung sagen.
      (Oder es muss Regeln geben, dass alle erkennbar sein müssen.)

      Etwas andere ist es m.E., dass Lehrer Angst haben müssen, wegen berechtigter Zweifel, die uns aber umtreiben, die die Gesellschaft – Ihrer aller Kinder – in der Pandemie vor größerem Schaden bewahren könnten, belangt zu werden.
      Wir haben versucht mit unserem Arbeitgeber ins Gespräch zu kommen.
      Es besteht nicht nur kein Interesse, sondern nach wie vor – man muss es leider immer wieder konstatieren – eine gewisse Neigung zur Ausblendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und eine gewisse Abneigung, sich mit Untergebenen auf Augenhöhe auszutauschen.

      Da wir auf direktem Wege (im Dialog mit unserem Arbeitgeber) nichts erreichen, versuchen viele in Foren wie diesem, einerseits den eigenen Zweifeln Ausdruck zu verleihen, andererseits Gedanken auszutauschen, vielleicht Lösungen oder womöglich auch Unterstützung (der Elternschaft) zu finden.
      Dass wir dabei Angst vor unserem Arbeitgeber haben müssen, dem (und über ihn dem Volk als Souverän) wir mit unseren Bemühungen ja eigentlich dienen wollen, das bedauere ich.
      Meinen Arbeitgeber hätte ich gerne hinter mir, solange ich nichts Unredliches von ihm erwarte oder gegen ihn vorbringe.
      Für unredlich halte ich das Anliegen, die Kinder aktuell besser GESCHÜTZT zu wissen, eigentlich nicht. Für unredlich halte ich auch nicht, selbst besser geschützt sein zu wollen.
      Für unsachlich halte ich beides ebenso nicht: Keiner unserer Vorgesetzten trifft sich derzeit face-to-face über Stunden mit 30 Kollegen in einem schlecht belüfteten Raum!
      Wir sollen es nicht nur tun, wir sollen auch die Kinder dazu bringen es zu tun und wir sollen über unsere Bedenken schweigen????

      • @ kanndoch …….. (wieso müssen manche so unhandlich lange Pseudonyme wählen) 😉

        Die eigentliche Frage ist, wie ich oben schon schrieb, denn das wird mit diesem Artikel erneut suggeriert, ob das etwas mit dem BEAMTENRECHT zu tun hat, denn es geht ja um die vermeintliche „Entrechtung der (verbeamteten) Lehrer“!

        Und da sage ich zumindest, das hat nichts mit dem Beamtentum zu tun, und stimme Caro Lyn und Weltenbummler zu.

    • Als wäre der Satz zu den Pseudonymen der einzig relevante im ganzen Artikel – das ist doch eher ein Nebenschauplatz! Merkwürdig, dass sich so viele hier an diesem nur illustrierenden Satz festbeißen, statt an den Kernaussagen, die wirklich bedenkenswert sind und die Situation gut beschreiben (IMHO).

      • Und was bedeutet „IMHO“? Warum können Sie sich nicht verständlich ausdrücken?

        Der Artikel titelt mit der Aussage zu den „Klarnamen“ und behauptet, das allein „sage VIEL aus“. Es nimmt daher nicht wunder, dass viele sich daran stören, weil das so maßlos übertrieben ist und erst recht völlig am Thema vorbeigeht.

  6. Wie auch immer…

    Das Corona-Virus verbreitet sich und mutiert weiter..

    Es handelt sich um einen globalen Problem, und wir denken immer noch nur lokal.

    Die Corona Geschichte ist noch von weitem nicht zu Ende. Und Kinder sind gefährdet, soweit ist doch klar. Die Politik will immer noch nicht Panik verbreiten, leider. Und das wird uns kosten.

    Also, aus einer eher konservativen Zeitung.

    https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/coronavirus-mutante-mutation-sequenzierung-b-1-617-1.5306506

      • Diese Frage ist mir auch durch den Kopf gegangen.
        Ich könnte mir vorstellen, dass sich sogar die Mitarbeiter der SZ über die Einordnung als „konservativ“ wundern würden. Vielleicht ginge sie ihnen sogar gegen den Strich.

  7. Da kann ich kanndochnichtwahrsein LEIDER nur zustimmen.

    Ich habe meine Konsequenzen gezogen. Abiturienten, die mich fragen, warum ich meinen Job jetzt an den Nagel hängen werde und die selbst darüber nachdenken, Lehramt zu studieren, kläre ich ganz klar über die ganzen Nachteile auf, die dieser Beruf mit sich bringt. Entscheiden müssen sie dann selbst, ob es ihnen das wert ist. Man kann ja glücklicherweise auch außerhalb der Schule mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

    Ändern wird sich an dem Schul- und Beamtensystem nie etwas, solange es keine vollkommene Transparenz gibt. Das kennt man doch auch von anderen verschwiegenen Institutionen…

    • Fair wäre es, Vor- und Nachteile zu nennen! Vor- UND Nachteile. Aber natürlich informiert sich jeder denkende Mensch selbst und hört sich unterschiedliche Meinungen an. Die meisten Lehrer wollen verbeamtet werden. Auch die haben Gründe dafür.

      • „Die meisten Lehrer wollen verbeamtet werden.“
        Wollen das die meisten Lehrer?

        In meinem Bundesland wird man nicht gefragt, ob man Beamter werden will.
        Angestellter ist man, solange man keine feste Planstelle hat, also kündbare Vertretungskraft etc. ist.
        Ansonsten sind diejenigen Angestellte, die zu Beginn der Lehrerkarriere – aus welchen Gründen auch immer – „zu alt“ für eine Verbeamtung waren, diejenigen, die die Laufbahnvoraussetzungen nicht erfüllten (bestimmte Gruppen der Seiteneinsteiger) oder einzelne, denen die Verbeamtung versagt wurde, weil sie Vorerkrankungen hatten.
        Nicht OB das Beamtentum Ziel aller ist müsste gefragt werden, sondern ob es ein für alle faires Einstellungsverfahren gibt… zu welcher Art von Arbeitsverhältnis das dann auch immer für alle führen würde.

        Ob der Kollege Beamter sein will, steht also nicht wirklich zur Debatte, sondern es steht zur Debatte, ob er einen verlässlichen Job hat bzw. ob er jung und gesund genug war.
        Auch als fest angestellter Landesangestellter hat man einen verlässlichen Job, auch als Angestellter muss man sich an die gleichen Regeln halten wie beschrieben – nur hat man unter bestimmten Bedingungen Streikrecht. Was das Streikrecht gegenüber dem Land als Arbeitgeber wert ist (und welche Wirkung es hat, wenn Beamte gesetzwidrig als Vertretung eingesetzt werden) haben die letzten Jahrzehnte im Kampf um gerechte Besoldung der angestellten Lehrer gezeigt…

        Ich glaube, es ist nicht „das Beamtentum“, das die Problematik einer wenig entwicklungs- und anpassungsfähigen Institution Schule bewirkt, sondern das Verhalten des Landes als Arbeitgeber; hier werden einfach andere Maßstäbe gesetzt als bei „normalen“ Firmen.
        Selbstverständlich muss Beamtentum nicht negativ sein, das Land als Arbeitgeber kann sicher eine gewisse Form der Loyalität über das „normale“ Maß hinaus erwarten, nicht aber absolute Aufgabe aller Rechte, Verzicht auf Gesundheitsschutz, auf Mitspracherecht, auf die Chance, Verbesserungen im Sinne aller anzuregen und anzustreben – und damit im Sinne aller zu handeln, die den Staat bilden, im Sinne des Souverän, des Volkes, letztlich im Sinne der folgenden Generationen…

        Ob und wie weit ein Staat über Beamtentum oder andere Instrumente seine Staatsdiener einstellt und steuert, um eine gewisse Sicherheit und Verlässlichkeit bestimmter Dienstleistungen zu generieren, ist m.E. zweitrangig. Das ist eine Frage des Namens, den das Kind am Ende bekommt.
        Entscheidend ist, was der Staat von seinen Angestellten erwartet: Beteiligung, Überzeugung, Engagement, Kreatitivtät im Dienst der Sache und des Menschen (statt im Dienste des Kommerz), Innovation und Zukunftsorientierung – oder Gehorsam um des Gehorsams willen?

        Was ist das für eine Leitungs-Auffassung, wenn die Schulministerin heute äußert, man blicke in die Augen der Kinder und wisse, alles richtig gemacht zu haben mit den Öffnungen…
        Dem können wir uns nur unterordnen. Dem ist mit Argumenten nicht beizukommen.
        WIE bitte kann der Blick in Kinderaugen uns sagen, dass Unterricht ohne Abstand in vollen Klassen bei steigenden Temperaturen und damit zunehmend stehender Luft in den Klassenzimmern die richtige Entscheidung war???
        Ich erwarte von meinem Arbeitgeber Gesundheitsschutz für alle Beteiligten auf Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse!
        Wenn ich dagegen nun remonstriere, wird es weggewischt, weil die Kinderaugen entschieden haben… und ich habe zu gehorchen?!
        Der vollkommene Verzicht auf vernünftige, wissenschaftlich haltbare Maßstäbe in lebenswichtigen Fragen kann nur durchgesetzt werden, weil der Staat Arbeitgeber und eine Kontrolle nicht vorgesehen ist.
        Jedem Firmenbesitzer würde bei solchem Verhalten vom Staat der Laden dicht gemacht werden!!

        • Also nach meiner Wahrnehmung ganz klar JA !! Schauen Sie nach Berlin, wo das noch diskutiert wird und wo Lehrer der Landesregierung DROHEN, nach Brandenburg abzuwandern, wo wieder verbeamtet wird. Sogar eine Petition hatten die für die Wiederverbeamtung gestartet, glaube ich. Alles kam nur durch Corona ins Stocken.

          Die meisten Lehrer wollen verbeamtet werden. Ja!

          • Die Arbeitsbedingungen sind inzwischen so unterirdisch, dass man wohl für diese Schufterei zumindest die Sicherheit des Arbeitsplatzes
            haben will. Die angestellten Lehrer sind, wenn sie Quereinsteiger sind, in diesen Beruf gerutscht, weil sie sonst nirgends untergekommen sind und froh sind, ein Auskommen zu haben – statt Taxi zu fahren, wie es in meiner Generation viele nicht eingestellte, gut ausgebildete Lehrer taten. Ansonsten macht dieses Ratrace kaum jemand freiwillig, denke ich – und viele flüchten auch bald wieder! (so erlebt in Gym und BK)

          • Ratrace??? Bitte auf Deutsch.

            Die Quereinsteiger sind hier nicht DAS THEMA, wenn von angestellten Lehrern die Rede ist. In Berlin werden Lehrer seit 2005 regulär nicht mehr verbeamtet.

            Bitte keine neuen Gerüchte streuen.

          • @Rabe (aus NRW)

            Das ist aber jetzt auch eine üble Unterstellung:
            „ Die angestellten Lehrer sind, wenn sie Quereinsteiger sind, in diesen Beruf gerutscht, weil sie sonst nirgends untergekommen sind und froh sind, ein Auskommen zu haben – statt Taxi zu fahren, …“

            Ich selbst bin spät zum Lehrerjob gekommen. Ich hätte weder Taxi noch putzen gehen müssen. Ich tat es Überzeugung und werde aufgrund meines Alters nicht verbeamtet. Ich hatte gute Jobs, die mich nach zwei Jahren angeödet haben. In der Schule ist es bisher nicht einen Tag passiert. Durch Corona wurde aber deutlich, dass angestellte Lehrer und Beamte gleichermassen verheizt werden.
            Was wirklich nervt, ist, dass der gleiche Job unterschiedlich entlohnt wird, aber als Angestellter man alle Nachteile eines Beamten ohne dessen Vorteile hat (z.B. würde niemals hier mit Klarnamen schreiben. Aus diversen Gründen, u.a. dass man sich u.U. angreifbar macht… als Arbeitnehmer. Da ist nicht das kleinste bisschen Vertrauen.).

            Ich fülle mehrere Funktionsstellen aus. Teils mehr als die verbeamteten Kollegen. Ohne dass es zusätzlich vergütet wird. Glücklicherweise bekomme ich dafür teils (!) Stunden angerechnet.

            Zwei weitere Kollegen sind auch quer eingestiegen, bzw. Sind es jetzt schon insgesamt vier. Ich schätze alle und einige der Quereinsteiger wurden auch verbeamtet. Alle waren durchweg motiviert und sind nun in MINT Fächern eingesetzt.

            Verallgemeinerungen sind selten richtig, und ich fühlte mich tatsächlich ( auch mit Blick auf wertgeschätzte Kollegen ) durch dieses Vorurteil verletzt.

            Ich nehme meinen Job ernst! Auch als Späteinsteiger.

          • Das ist aber auch nur die halbe Wahrheit. Ich gehe davon aus, dass man als Berliner, der sich dazu äußert, auch das entsprechende Hintergrundwissen besitzt.

            Ja, es gibt die Diskussion in Berlin. Daraus „die meisten wollen“ zu schlussfolgern, ist das erste Wagnis.
            Aber viel spannender ist das „warum“. Die Andeutung mit Brandenburg bestätigt meine These des Wissens der Hintergründe. Denn die Aussage geht gezielt an dieser Frage vorbei.

            Verbeamtung wird doch nicht als Selbstzweck gefordert oder weil man dann neue Titel hinter den Namen in irgend welche Formulare schreiben kann. Die angesprochene Verbeamtung in Berlin wird gefordert, weil niemand der Verantwortlichen erklären kann, warum der verbeamtete Kollege (der in der selben Klasse die selben Schüler unterrichtet) mit deutlich mehr Netto am Ende des Monats/Jahres dasteht und auch nach dem aktiven Berufsleben deutlich mehr Geld bekommt, als der angestellte Kollege. Etwas im Bereich von 70% ist nunmal deutlich mehr, als die <50%. Das letztere sogar vom Durchschnittswert, die Pension vom letzten Lohn. Und die Abwanderung nach Brandenburg hängt auch damit zusammen, dass für das mehr Geld auch noch geringere Arbeitszeiten und deutlich besser sanierte Gebäude (Stichwort Arbeitsbedingungen) locken.

            So viel Zeichen wären schon noch übrig gewesen, aber das hätte dann wohl der These widersprochen. Aber das zu vermischen ist schon sehr fragwürdig und unlauter.

  8. „Die meisten Lehrer wollen verbeamtet werden. – Wollen das die meisten Lehrer?“

    Zu diesem Thema ist am vergangenen Samstag, den 29.05.2021, ein interessanter Artikel, „Wie gelingt Beamten der Ausstieg?“, in der FAZ erschienen.

    Interviewt werden Isabell Probst, Gründerin der Plattform „Beruflicher Kurswechsel für Lehrer“ und Verfasserin des Buchs „Ausgelehrt. Ab morgen läuft die Schule ohne mich“ sowie zwei ihrer Klientinnen, ehemalige Lehrerinnen, die den Beamtenstatus freiwillig verlassen haben:“Ich habe mich nicht aktiv gegen das Beamtentum, sondern gegen den Beruf Lehrerin entschieden“, sagt Marlene Beller in dem Interview.
    Die andere Befragte, Corinna Milinski, erklärt: „`Mir ist bewusst geworden, dass es gar nicht so sehr der Sicherheitsgedanke ist, der mich antreibt.´ … Sie arbeite zwar gern mit Menschen, aber in den vergangenen sieben Jahren im Beruf sei ihr immer stärker klar geworden, dass es eine Diskrepanz gebe zwischen ihren Idealen und dem, wie sie in der Schule arbeiten könne. Mehr oder weniger heimlich hat sie daher in den vergangenen Jahren berufsbegleitendend ein Studium in Lerntherapie gemacht. Damit hat sie sich jetzt als Lerntherapeutin … selbständig gemacht.“
    Insofern ist es ganz offensichtlich die falsche Frage, ob Lehrer nun verbeamtet sein wollen oder nicht:
    Denn wenn ein/e Lehrer/in wirklich glücklich mit ihrem/seinem Beruf ist und zufrieden mit ihren/seinen Arbeitsbedingungen, dann wird sie/er ihren/seinen Beamtenstatus ja überhaupt nicht in Frage stellen.
    Erst wenn eine Lehrerin/ein Lehrer merkt, dass er/sie an ihrem/seinem Beruf und dessen Arbeitsbedingungen gesundheitlich dauerhaften Schaden nimmt, wird sie/er überhaupt damit beginnen, sich die Frage nach dem Beamtenstatus zu stellen.
    Denn, so bestätigt es Coach Probst: „… rund um den Wechsel aus der Verbeamtung in den klassischen Arbeitsmarkt (gibt es) viele Fallstricke. Größte Hürde: Wer aus der Verbeamtung aussteigt, verliert in vielen Bundesländern seine schon gesammelten Pensionsansprüche … Dabei muss man mit langfristigen finanziellen Verlusten von rund 50% der aufgebauten Altersvorsorge rechnen.“
    Ein weiteres Problem besteht darin, dass das System für Beamte keine Umschulungen vorsieht. Für Lehrkräfte, die die 55 überschritten haben, kommt hinzu, dass sie sich nach einem Wechsel in ein Angestelltenverhältnis nicht mehr gesetzlich krankenversichern dürfen.
    All das führt dazu, dass Lehrer/innen ab einem bestimmten Alter einfach keine Chance mehr für sich sehen, noch einmal in einem anderen Beruf neu zu beginnen, besonders dann, wenn sie gesundheitlich schon mehr oder weniger stark beeinträchtigt sind: In einem vorherigen Kommentar habe ich erwähnt, dass die Schwerbehindertenvertretung, die auch dauererkrankte Lehrkräfte berät, das ganze Leid der vielen zutiefst unglücklichen Kolleg/innen kennt, deren einziger Ausweg aus dem Lehrerberuf in Krankheit, Alter oder Tod zu bestehen scheint.
    Diese Situation aber halte ich tatsächlich dem Beamtenstatus geschuldet.

    • Mit Ihrem Artikel suggerieren Sie, dass er eine Antwort auf die Frage gäbe, ob deutsche Lehrer verbeamtet werden wollen. Aber diese Antwort gibt Ihr Artikel gar nicht. Er erzählt von zwei verbeamteten Lehrern, die ihren Job hinschmeißen wollen und auf welche Schwierigkeiten sie dabei stoßen.

      Ist die Logik nun also die: Weil zwei verbeamtete Lehrer Schwierigkeiten darin sehen, den Beamtenstatus aufzugeben, DESHALB wollen nicht die meisten Lehrer verbeamtet werden. So? Da ist doch überhaupt keine Logik drin. Die meisten Lehrer, die verbeamtet werden wollen, denken ja gar nicht an die Situation, den Beamtenstatus wieder aufgeben zu wollen.

      Alles Notwendige ist ansonsten davor schon von mehreren Kommentatoren gesagt worden. Soll ich jetzt einen Artikel über 2 Lehrerinnern posten, die nicht mehr nur angestellt sein wollen?

  9. „Kanndochnichtwahrsein“ lebt in einem anderen Wahrnehmungs-Universum als ich. Ich habe mich nie als entrechtet erlebt, finde das Behördenverhalten eher penibel übervorsichtig als „Gesundheitsgefahren erzwingend“ und sehe mich bei weitem nicht so bedroht wie hier geschildert.
    Dass ich in Foren nur ausnahmsweise Klarnamen verwende, hat seinen einfachen Grund in der Dynamik der asozialen Netzwerke. Es ist so leicht, jemand im Internet fertigzumachen, und ein Geschädigter hat kaum eine Chance, sich zu wehren, selbst wenn er alle seine Beiträge halbstündlich auf böse Reaktionen überprüfen wollte. Angst vor meinem Arbeitgeber habe ich keine.

      • @Kalkspatz

        „Es wird hier immer vor allem so maßlos übertrieben!“

        „… immer …“ & “ … vor allem …“ & „… maßlos …“ & „… übertrieben…“ in NUR 1 Satz.
        MEGA-Joke!!! 🙂

        Das sollte doch ein Witz sein, nicht wahr? 😉

    • Guck ich aus einem Kerker raus, gibt es zwei Betrachtungsweisen:

      a) Das Gitter ist Kunst und beflügelt meine Phantasie!

      b) Das Gitter sperrt mich ein und muss weg!

      In Beziehung auf meine Rechte als Mensch gucke ich als Bedienstete/r des Landes durch ein Gitter, das ich mir auch nach vielen Jahren angestrengen Übens und vielfachem pädagogisch wertvollem, professionellem Wechsel der Perspektive nicht mehr schönreden kann…

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