Schule nach Corona: Weniger Prüfungen, mehr Selbstbestimmung! – ein Elternkommentar

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DORTMUND. Deutschland braucht „einen radikalen Umbruch“ der Grundschulbildung – davon zeigt sich Anke Staar, Vorsitzende der Landeselternkonferenz Nordrhein-Westfalen (LEK NRW), in ihrem Gastbeitrag zur Schule nach der Corona-Pandemie überzeugt. Mit einem Blick „auf die viel beneideten Länder im Pisa-Vergleich“, wie Finnland, fordert sie im zweiten Teil mehr klassen- und stufenübergreifende Angebote, mehr Bewegung im Schulalltag und weniger gleichgeschaltete Prüfungen. Teil zwei des Kommentars.

Hier geht es zum ersten Teil des Beitrags.

Eine schulische Bildung, die auf ständiges Prüfen verzichtet und individuelle Lernräume ermöglicht, führe zu mehr Lernfreude und Lernerfolg, so die nordrhein-westfälische LEK-Vorsitzende Anke Staar. Illustration: Shutterstock/Brazhyk

Es stellt sich die Frage, ob Bildung im Klassenverband tatsächlich noch zeitgemäß ist oder ob Schule nicht der Ort vieler lebhafter Bildungsangebote werden muss, die von Lehrkräften und anderen Bildungspartnern begleitet werden. Klassen- und stufenübergreifende Angebote könnten ein Schlüssel dazu sein. Sie würden Kindern, auch leistungsstarken Kindern, ermöglichen, sich Lernaufgaben zu widmen, für die sie sich interessieren, die ihnen Freude bereiten. Der Fokus würde somit stärker auf der Talentförderung der Schülerinnen und Schüler liegen. Als Folge könnte es aber keine gleichgeschalteten Lernstandsprüfungen mehr geben, sondern lediglich Hilfen zur eigenen Lernkontrolle, die frei von Wertung bleibt. Solche Lernräume vergrößern nicht nur die Lernfreude, sondern auch signifikant den Lernerfolg. Das zeigen Länder wie Finnland, in denen die Kinder ihre Lernthemen, mit denen sie ihre Lernziele erreichen wollen, selbst wählen können. Mit einem solch individuellen Ansatz haben aber nicht nur viele Lehrkräfte Schwierigkeiten, die meinen, das Lernen nur über Druck erfolgreich sei, und das Machtinstrument Beurteilung nicht aufgegeben möchten, sondern ehrlicherweise auch viele Eltern. Selbst diejenigen, deren Kinder benachteiligt sind, stellen das System nicht infrage und zweifeln stattdessen viel zu häufig die Lernfähigkeit ihrer Kinder an. Dabei spricht der Erfolg des finnischen Systems für sich, in dem nach der Abschaffung der vielen einzelnen Prüfungen lediglich noch ein zentraler Test durchgeführt wird.

Frustrationsspirale ohne Ausweg

Verhindert wird der Lernerfolg in Deutschland also absurderweise durch das Festhalten an gleichgeschalteten Prüfungen, die allenfalls zum Selektieren dienlich sind. Heute bescheinigen jede Klassenarbeit und jeder Test den Schülerinnen und Schülern lediglich Pflichterfüllung oder Misserfolg im Wettkampf. Die Chance, aus Fehlern gestärkt hervorzugehen, bleibt aus. Wer zum Zeitpunkt der Abfrage etwa das große Einmaleins nicht beherrscht, bekommt keine Pluspunkte, wenn er oder sie vier Wochen später so weit ist. Die schlechte Zensur bleibt stehen, kann nicht wieder gestrichen werden. Langfristig haben Schülerinnen und Schüler mit anfänglichen Lernschwierigkeiten kaum noch Chancen, diese auszugleichen, und erleben fortlaufende Frustrationen.

Wertschätzung von Beginn an

Misserfolge bedeuten häufig die Abnahme von Wertschätzung. Ziel von Bildung und Erziehung sollte aber die Zunahme von Wertschätzung sein, die dem einzelnen Selbstvertrauen ermöglicht, damit er seine Stärken und Schwächen ohne Frustrationen erkennen und annehmen kann. Das braucht eine Kultur des Verstehens und Förderns statt des Selektierens. Das gilt für alle Schülerinnen und Schüler, nicht nur für besonders Benachteiligte, sondern tatsächlich auch für diejenigen mit besonderen Hochbegabungen. Denn auch hier mangelt es an schulischen Angeboten.

Letztlich dienen die Beurteilungen gerade in Grundschulen nur dazu, dass am Ende der gemeinsamen Zeit Chancen durch Schulempfehlungen eingeschränkt werden. Die Heterogenität innerhalb einer Schulform ist aber ohnehin so groß, dass alle Schulen mehr Angebotsvielfalt brauchen und mehr binnendifferenzieren müssen, wenn Schülerinnen und Schüler einen erfolgreichen Abschluss erzielen sollen. Gelingt das nicht, verlassen Kinder nach zehn und mehr Schuljahren die Schule immer noch ohne Abschluss und Anschluss. Frustration muss daher schon in der Grundschule verhindert werden. Die Wertschätzung aller Leistungen, auch der Fehler, muss das Selbstwertgefühl der Kinder stets im Blick haben. Dass das machbar ist, zeigen Schulversuche wie die Primusschule in Münster Berg Fidel, aber vor allem Länder wie Neuseeland oder die skandinavischen Länder Dänemark, Norwegen, Finnland und Schweden, wo deutlich mehr Kinder die Schullaufbahn mit dem höchsten Bildungsabschluss, dem Abitur verlassen. Weil wir es uns nicht leisten können, nur ein Kind abzuschreiben, muss der Fokus auf angepasste Förderung und Angebote während der Schulzeit liegen statt auf Testung und Beurteilung oder Nachhilfe.

Fehlende Ressourcenbündelung und das Festhalten oder fatalerweise sogar Ausweiten von zentralen Prüfungen und Tests führen also zu mehr Benachteiligung, statt diese zu minimieren. Erst dort, wo es gelingt, den Fokus auf Begabungen und Lernfreude zu legen, gelingt die Förderung. Doch durch das selektierende System wird dieser Weg vielen Kindern erschwert, oftmals auch versperrt, weil sie vielleicht in Teilbereichen mehr Zeit benötigen als andere. Ironischerweise toleriert unsere Gesellschaft das beim Sprechen- und Laufenlernen. Hier wird die Vielfalt noch akzeptiert, die kurz danach zur negativen Beurteilung führt. Somit fehlt die ganzheitliche Betrachtung während der Schulzeit und damit auch die ganzheitliche Förderung.

Bewegung, das Dopamin für Erfolg

Die starke Beschränkung auf kognitive Förderung und das mangelnde körperliche und händisches Begreifen rauben den Kindern weitere Selbsterfahrung und mögliche Erfolge. Für eine gesunde ganzheitliche Entwicklung müsste die Hälfte der Schulzeit in Bewegung stattfinden. Fallen aber motorische Defizite auf, fehlen schulische Förderprogramme gänzlich. Schulkinder, denen die Rolle vorwärts nicht gelingt, erhalten nicht etwa weitere Sportstunden, sondern allenfalls die Bescheinigung für außerschulische Therapiestunden – wenn sie Glück haben. Meist wird das aber nur negativ beurteilt. Hat die Wissenschaft schon vor Jahren festgestellt, dass durch Sport der motorische Cortex beansprucht wird und infolge die körpereigene Dopaminproduktion einen besseren direkten Austausch mit dem Sprachzentrum oder dem Arbeitsgedächtnis ermöglicht und die Motivation steigert, wird das bei der Entwicklung der Stundentafel oder der Curricula in Deutschland immer noch ignoriert. International lässt sich währenddessen beobachten, dass dort, wo sich Schülerinnen und Schüler mehr bewegen können und das Verhältnis zwischen kognitiver Lernzeit und Bewegung ausgeglichener scheint, der Lernerfolg größer ist. Sehr eindrucksvoll hat erst jüngst die Diplom-Psychologin und Autorin Verena Friederike Hasel in ihrem Buch „Der tanzende Direktor“ dargestellt, wie schnell Erfolge sich einstellen, wenn Mut zur Veränderung vorhanden ist. Sie berichtet von der Schulbildung in Neuseeland, wo nahezu jegliches Lernen mit Selbsterfahrungen und Bewegung verknüpft wird. Dabei wird klar: Es muss nicht immer Sport sein, sondern es reicht schon der bloße Lernortwechsel in die Natur.

Selbstwirksamkeitserfahrung ermöglichen

Ein Grund für den schulischen Erfolg der Kinder in Ländern wie Neuseeland und Finnland: Das System Schule ist ein anderes! Dort hat Empathie denselben Stellenwert wie Mathematik. Die Art des Unterrichtens unterscheidet sich signifikant, bei der Lehrkräfte zum Lernbegleiter werden und Teil der Familie. Die Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern spielt eine viel stärkere Rolle, Sozialkompetenzen werden durch mehr Bewegung und gemeinsame Aktivitäten gestärkt.

Ehrlicherweise muss festgehalten werden, dass diese Länder Deutschland auch in der digitalen Ausstattung Meilen voraus sind. Damit hat die Pandemie die Bildung in diesen Ländern auch nicht so stark eingeschränkt, weil digitales Arbeiten und digitale Vernetzung schon seit Jahren Teil der Schulbildung sind. Das zeigt: Im unmittelbaren Vergleich fehlt es den Schulen hier an Grundvoraussetzungen wie Raum und Zeit. Die Schülerinnen und Schüler starten in Finnland deutlich später und haben in der Oberstufe erheblich mehr Zeit mit weniger Kursen in einem Halbjahr. Sie können ihr Tempo ohne Sitzenbleiben durchweg selbst bestimmen. Von dieser Selbstwirksamkeitserfahrung sind die Kinder in Deutschland leider weit entfernt. Es wird ihnen nicht nur deutlich weniger zugetraut, sondern sie leiden unter Schulängsten und Schulversagen. Das sollte, gerade jetzt durch die Pandemie, allen Beteiligten zu denken geben.

Viele veränderbare Stellschrauben

Würde man Jahrzehnte alte wissenschaftliche Erkenntnisse ernst nehmen, wären mehr Lehrkräfte nicht der einzige Weg, Schulen zu verbessern, stattdessen würde auch versucht werden, mehr Selbsterfahrung, mehr Freude und mehr Zeit beim Lernen zu ermöglichen. Dafür bräuchte es ein Curriculum, das nicht mehr allein von Lehrkräften entwickelt wird, sondern von allen an Bildung und Entwicklung beteiligten Akteuren, auch Wissenschaftlerinnen, Ärzten und Therapeutinnen, die die Gesamtentwicklung der Kinder in den Blick nehmen. Dann wäre die psychische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler in der Pandemie wichtiger als zentrale Prüfungen und zehn Wandertage würden zehn Präsenztagen im Klassenraum vorgezogen.

Eine Lösung könnte also die Auflösung der starren Stundentafel und der starren Lernräume sein sowie die Förderung der Selbstbestimmung, indem Schülerinnen und Schülern ermöglicht wird, ihren Interessen zu folgen und in ihrem Tempo „Laufen zu lernen“. Tests sollten entsprechend nur noch der Selbstkontrolle und nicht mehr der Beurteilung dienen, die Anzahl an Klassenarbeiten grundsätzlich reduziert oder diese Überprüfungen vollkommen abgeschafft werden. Die Erhöhung der Bewegungszeiten in Schule wäre ebenfalls ein unerlässlicher Teil der Lösung. Denn zweimal Sport pro Woche reichen nicht aus. Es braucht tägliche Bewegung, die nicht nur in Hallen, sondern auch draußen stattfinden sollte und gut mit Literatur und Naturwissenschaften verbunden werden kann, auch wenn hierzu vielleicht Wechselkleidung in Schule notwendig wäre.

Erreicht werden könnte dies durch eine Multiprofessionalität auf allen Ebenen von Schule. Diese gelingt aber nur, wenn sich alle Akteure auf Augenhöhe als gleichberechtigte Bildungspartner ernsthaft zusammenfinden, auch die Eltern, und die vorhandenen Ressourcen gebündelt werden. Es geht mehr, mit der Bereitschaft der Veränderung auf allen Seiten.

Hier geht es zum ersten Teil des Beitrags.

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11 KOMMENTARE

  1. Die Konsequenz aus einem Abitur für alle sind harte Aufnahmeprüfungen an den Hochschulen und Eignungstests bei den Berufskollegs. Das wird hart nach hinten losgehen, weil die Schüler erst mit 18 wissen, wie viel sie tatsächlich gelernt haben. Außerdem brauchen Schüler mit zunehmender Bildungsferne eine immer straffere Führung, also das Gegenteil der im Beitrag vorgeschlagenen Methoden.

  2. Multiproffessionalität _ das neue Allheilmittel.
    Derzeit werden in NRW zahlreiche Sozialarbeiter eingestellt, als multiprofessionales Team. Da kommen Leute, die weder Lehrer werden wollten noch Schule als Profi kennen. Sie haben kein Wissen über das System, kein Wissen von den Fächern, kein didaktische Wissen, kein Wissen von Lernschwierigkeiten. Was bitte ist daran professionell??? Ergo laufen Sie so mit, helfen allenfalls dabei Kinder ruhig zu halten oder sitzen neben einzelnen Kindern, während der Lehrer Unterricht alleine für alle macht. Letztendlich ist das ein reines Sparmodell, denn Lehrer sind Mangelware und andere Leute eh billiger.
    Nun, wer billig möchte, bekommt auch billig. Und wer keine Profis einstellt, bekommt eben auch keine Professionalität.

    • Diese multiprofessionellen Teams bedeuten vor allem Auslagerung („outsorcing“) von pädagogischen Tätigkeiten an „Billigarbeiter“, sprich an Leute, denen man keine Lehrergehälter zahlen muss!

  3. Es ist immer schön, wenn man sich grundsätzlich nur die Dinge herauspickt, die einem gefallen und die anderen unter einen Teppich kehrt. In Finnland gibt es komplett andere Rahmenbedingungen:
    In Finnland wird mehr als 7% des Bruttoinlandproduktes in das Schulsystem investiert. In Deutschland sind es gerade einmal 4,3%. Weiterhin gibt es in Finnland kleinere Klassen und die Lehrer müssen weniger Pflichtstunden erfüllen als in Deutschland.

    Grundsätzlich wie immer alles Dinge die Geld kosten und Zeit brauchen. Ohne Zeit und ohne Geld wird es keinen Umschwung geben, egal wie hartnäckig man dies auch von den Lehrern fordert, da es einfach nicht möglich ist.
    Die Eltern wünschen sich individuelle Gespräche auf Augenhöhe in regelmäßigen Abständen? Ich unterrichte um die 150 Schüler. Wenn ich mit allen Eltern und Schülern alle zwei Wochen eine Stunde Lernplanung vornehme, dann landet man bereits bei 75 Stunden pro Woche. Hier wäre noch kein Unterricht und gar nichts enthalten. Es klingt alles immer toll, was gefordert wird und was man sich vorstellt, es macht aber niemals jemand den Vorschlag, wie dies zeitlich überhaupt umsetzbar wäre, denn die Masse an Schülern macht die Forderungen schlichtweg unmöglich.
    Hieran wird sich vermutlich auch auf lange Zeit nichts ändern in einem Land, in dem man lieber Milliarden in die Rettung von Fluggesellschaften pumpt, die dann als Dankeschön ihre Tochterfirmen in Insolvenz schicken, nur um neue Tochterfirmen mit Mitarbeitern ohne Tarifbindungen zu gründen, anstatt Schüler adäquat mit einfachsten Maßnahmen vor Corona zu schützen.

    • Zustimmung. Wenn man schon Vergleiche zw. Ländern und ihren Schulsystemen anstellt, dann darf es keine verborgenen Aspekte geben, die einem eben gerade nicht passen bei seiner wie auch immer ausgerichteten Idealvorstellung.
      Geld, Anforderungen an die LuL, Klassengrößen, Leistungsabstufungen u.a.m. sind DIE zentralen Faktoren, die aber gerne in romantisch-pädagogischer Verklärung – auch aus Sparsamkeitsgründen – allzu gerne übersehen werden.

  4. Vielleicht sollte man Kriterien wie Kultur, Familienstruktur, Lebensverhältnisse etc. auch nicht ganz außer acht lassen. Meines Wissens erbrachten bei Schulvergleichsstudien z.B. Migrantenkinder in Sachsen bessere Leistungen als der Durchschnitt. Ob das nun eher am dortigen Schulsystem oder doch mehr an der soziokulturellen Prägung der dortigen Migranten lag, können Experten sicher besser beurteilen.
    Ich denke schon, dass die schulischen Ausgangs- und Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern durchaus unterschiedlich sind. Was in Hongkong oder Singapur funktioniert, muss nicht unbedingt die beste Lösung für Bremen sein.
    Dass nach den diversen Schulvergleichsstudien der Bundesländer scharenweise Lehrerteams aus Nord- und Westdeutschland nach z.B. Bayern oder Sachsen aufgebrochen sind, um sich dort inspirieren zu lassen, hab ich auch nicht mitbekommen. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern waren m.W. aber ähnlich groß, wie z.B. bei PISA zwischen Deutschland und Finnland.
    Man muss wohl mehrgleisig fahren. Nach Ursachen forschen, schauen was bei erfolgreichen Ländern anders gemacht wird und was davon auch in DE evtl. erfolgversprechend umgesetzt werden könnte.
    Dinge einfach zu kopieren wird wohl nicht klappen.

    • Man könnte zum Beispiel mal akzeptieren oder wenigstens tolerieren, dass es gewisse soziokulturelle Unterschiede zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen oder Ethnien schlicht und ergreifend gibt. Den Mitgliedern jeder dieser Gruppen obliegt es dann selbst zu entscheiden, ob sie mit den Unterschieden leben können oder ob sie es im Rahmen der individuellen Möglichkeiten nach allen Kräften versuchen, diese zu verringern. Wenn Mitglieder anderer Gruppen diesen Menschen dabei helfen, ist es umso besser.

  5. Zitat:
    „Weniger Prüfungen, mehr Selbstbestimmung!“

    Ich freu mich jetzt schon auf das Gejammere von Ausbildungsbetrieben und Unis.

  6. Da im Artikel über Kinder geschrieben wird, vermute ich mal, dass es nicht um die Jahrgangsstufen 7 aufwärts geht. Hier soll wohl in der GS das Fundament für die spätere Schullaufbahn gelegt werden. In den höheren Jahrgangsstufen wird man ohne Test und Prüfungen kaum auskommen, denn bei Bewerbungen für Ausbildung oder Studium muss eine gewisse Vergleichbarkeit der Abschlüsse für die Vorauswahl m.E. schon gewährleistet sein.
    Als Ausbildungsbetrieb erwartet man hauptsächlich junge Menschen, die gewisse Grundtugenden wie Interesse, Fleiß, Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft usw. und einigermaßen Manieren mitbringen, vernüftig lesen, schreiben und rechnen können und auch in der Lage sind, zu verstehen warum sie manche Dinge so machen sollen. Wie viele Tests sie pro Schuljahr geschrieben haben, ist weniger wichtig. Wer nur unter Druck bereit ist sich anzustrengen und Leistung zu erbringen, wäre für mich kein erstrebenswerter Mitarbeiter.

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