Hat die KMK dem Bundestag Erkenntnisse über Schulschließungen verschwiegen, damit der ein Verbot beschließt?

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BERLIN. Hat die KMK eine von ihr selbst in Auftrag gegebene Studie zu Schulen in der Pandemie (mit nicht genehmen Ergebnissen) im Giftschrank verschwinden lassen, bis der Bundestag – wie von den Kultusministern gewünscht – ein Verbot von generellen Schulschließungen erlässt? Der Verdacht drängt sich auf.

Das Infektionsschutzgesetz – samt Verbot von Schulschließungen – wurde am 18. November verabschiedet. Da lag die Studie im Auftrag der KMK bereits vor. Foto: Shutterstock

Die Veröffentlichung ihrer eigenen Studie erfolgte kommentarlos. Lediglich ein Satz ist auf der Homepage der KMK dazu zu finden: „Die Kultusministerkonferenz hat im November 2020 Studien zum Thema ‚Handlungsfähigkeit während der COVID-19 Pandemie im Schulbereich erhalten – Schaffung einer Entscheidungsgrundlage durch Evidenzsynthese, Beobachtungs- und Interventionsstudien‘ in Auftrag gegeben. Der Abschlussbericht liegt jetzt vor.“

Bevor die KMK das wissenschaftliche Papier veröffentlichte, muss es allerdings schon an die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ gegeben worden sein – offensichtlich gleich mit einer den Kultusministern genehmen Interpretation dazu. Denn ein Artikel mit dem Titel „Studie nimmt Bedenken – Schulen sind keine Treiber der Pandemie“ erschien online bereits am 15. Dezember, also am selben Tag, an dem das Werk auf die KMK-Homepage gesetzt wurde. 236 wissenschaftliche Seiten durcharbeiten, seriös analysieren und dann darüber schreiben – das gelingt selbst der FAZ nicht innerhalb von wenigen Stunden.

Mit Vorlauf offensichtlich auch nicht: Die vertretene These ist ein reines Fantasieprodukt. Mit keiner Zeile „nehmen“ die (unbenannten) Autoren der Universität Köln und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung „Bedenken“ oder behaupten gar, dass Schulen keine Treiber der Pandemie seien. Der Begriff taucht in der gesamten Arbeit gar nicht auf.

„Schulen sind keine Treiber der Pandemie“ – was, bitteschön, sollen denn „Treiber der Pandemie“ sein?

Dafür entspricht der von der FAZ getitelte Slogan dem Narrativ der Kultusminister – zumindest dem bis Mitte des Jahres vertretenen. Seit dem Sommer, genauer: seit systematisch in Schulen getestet wird, ist die zuvor regelmäßig wiederholte Behauptung „Schulen sind keine Treiber der Pandemie“ von ihnen nicht mehr zu hören. Kein Wunder: Das Robert-Koch-Institut berichtet im Wochentakt von immer neuen Rekordzahlen bei  Ausbrüchen in Schulen.

Statt dem – im Übrigen ohne Definition völlig unwissenschaftlichen – Begriff „Treiber der Pandemie“ (was soll das denn sein?) sind in der Studie Passagen zu finden, die den Kultusministern, die bereits vor anderthalb Jahren einen weit offenen Schulbetrieb zum Dogma erklärt haben, in die Parade fahren.

Etwa diese: „Der Beitrag, den Kontakte mit in der Schule infizierten Menschen am Gesamtgeschehen in der allgemeinen Bevölkerung haben, hat sich über die Zeit verändert. Dies galt auch innerhalb der 3. Welle, in der wir den Beitrag in Infektionsmodellierungen zwischen 5 und 12% schätzen. Dieser Beitrag steigt seit KW 33 deutlich an und wird in den nächsten Wochen vermutlich über das Maximum der 3. Welle steigen.“

Dabei ist festzuhalten, dass mit „Gesamtgeschehen“ lediglich die offiziell erfassten Infektionen gemeint sind – bevor in Schulen getestet wurde, waren Kinder (weil Ansteckungen mit dem Coronavirus bei ihnen meist symptomlos bleiben) statistisch unterrepräsentiert. Das hat sich mit den Tests von Schülerinnen und Schülern geändert. Und siehe da: Die Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen übersteigen die der übrigen Altersgruppen um das Dreifache. Fazit: Die Schulen sind sehr wohl nennenswert am Infektionsgeschehen in Deutschland beteiligt.

Deshalb heißt es auch in der Studie: „Insgesamt zeigt sich in den Übersichtsarbeiten, dass Schulschließungen effektive Instrumente zur Eindämmung der Epidemie sind.“ Weiter heißt es: „Die Auswirkung der Schließung oder teilweisen Schließung von Schulen auf die SARS-CoV-2-Gemeinschaftsübertragung lässt sich nicht direkt aus den Infektionen ableiten, die dem schulischen Umfeld zugeschrieben werden, da Schulschließungen weitere indirekte Effekte haben. Dazu gehört eine Verringerung der Infektionen bei Kindern oder Schulpersonal durch seltenere Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und weniger Freizeitkontakte sowie weniger Infektionen im Allgemeinen, da die Eltern zu Hause bleiben.“ News4teachers berichtet ausführlich über die Studie, und zwar hier.

Das Deckblatt der Studie mit dem Erscheinungsdatum „Oktober 2021“. Screenshot

Diese wichtige Erkenntnis lag allerdings den Abgeordneten des Bundestages offenbar nicht vor, als die am 18. November über ein neues Infektionsschutzgesetz abstimmten – das ein ausdrückliches Verbot von generellen Schulschließungen enthält, das seitdem in Deutschland gilt. Jedenfalls war die Studie zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht worden. Warum eigentlich nicht? Der KMK-Forschungsbericht datiert laut Deckblatt vom „Oktober 2021“ (ein genaueres Datum fehlt). Veröffentlicht wurde er also mit mindestens sechs Wochen Verzug. Wurde die Studie bewusst in den „Giftschrank“ der KMK gelegt, bis die Abstimmung gelaufen und etwas Gras über die Sache gewachsen ist, damit der Zusammenhang nicht auffällt?

„Die Kultusmininster waren über die Studienlage informiert, dass Schulschließungen zu den wirksamsten Maßnahmen gehören“

Abwegig ist der Verdacht keineswegs. Bereits im Januar nämlich lagen der KMK erste Zwischenergebnisse zu der Studie vor, die bereits erkennen ließen, dass Schulschließungen von den Wissenschaftlern als wirkungsvoll beschrieben werden. Dieses Papier verschwand allerdings monatelang in einer Schublade. Erst als im August Journalisten, die gerüchteweise von der Existenz einer KMK-Studie gehört hatten, sich auf die Spur der Ergebnisse begaben, wurde der Zwischenbericht veröffentlicht – kommentarlos, wie jetzt wieder. News4teachers berichtete damals über den Skandal.

Die Initiative Zero Covid kommentierte: „Die Kultusministerkonferenz war sich spätestens seit Januar der besonderen Verantwortung ihres Zuständigkeitsbereichs für die Pandemiebekämpfung bewusst: Sie waren über die Studienlage informiert, dass Schulschließungen zu den wirksamsten Maßnahmen gehören, um Infektionen zu stoppen.“ Die Kultusministerinnen und -minister hätten jedoch weiterhin die Gefahr für Deutschland durch den Schulbetrieb verharmlost. Das habe in der Pandemie womöglich etliche Tausend Menschenleben gefordert.

Tatsächlich lassen sich mühelos Statements aus dem Frühjahr und Sommer 2021 finden, die keinerlei Problembewusstsein erkennen lassen:

  • „Wir Kultusministerinnen und Kultusminister sagen alle, dass Schulen keine Treiber des Infektionsgeschehens sind.“ (KMK-Präsidentin Britta Ernst, SPD, am 8. Januar 2021.)
  • „Zwar wurden auch in Schulen Corona-Infektionen hereingetragen, bis heute hat es aber in den Klassen selbst keine großen Ausbrüche gegeben. Das hat erfreulicherweise bisher nicht stattgefunden.“ (Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne, SPD, am 8. März 2021.)
  • „Dass das Infektionsgeschehen in Schulen natürlich auch immer da ist, das ist klar, aber nicht höher, nicht bedrohlich.“ (Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig, SPD, am 6. April 2021)
  • „In keinem anderen Lebensbereich gelten so weitgehende Sicherheitsmaßnahmen wie in den Schulen.“ (Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe, SPD, am 7. Juli 2021.) News4teachers

Hier lässt sich die vollständige Studie herunterladen.

Die Kultusminister schaffen es immer wieder, noch einen draufzusetzen: Jetzt erklären sie Corona in Schulen für beendet!

 

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130 KOMMENTARE

  1. Einen Aufschrei der Verwunderung wird man vergebens suchen. Zumindest könnte Nepotismus das Gerechtigkeitsgefühl einer Gesellschaft gründlich zersetzen.

    Der erste Zwischenbericht wurde bereits am 08.01.2021 veröffentlicht.
    Kostprobe: …“Es wurde keine Evidenzsynthese zu negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und Bildung von Kindern gefunden, obwohl diese in Studien zu Schulschließungen allgemein als hoch beschrieben werden.“
    https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwiO6syO2u30AhXjgf0HHSF2B1QQFnoECAYQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.kmk.org%2Ffileadmin%2FDateien%2Fpdf%2FPresseUndAktuelles%2F2021%2FCorona-Studie_Zwischenbericht01_Jan2021.pdf&usg=AOvVaw2PszMIp_wv0vtvRfGMODtd

  2. Das ist ein Ding! 🙁

    Und warum hat die KMK so agiert? Druck durch die Wirtschaftslobbyisten? Was sollte es sonst anderes sein?

    Nun erzähl das mal Familien, die Menschen durch Covid-19 verloren haben oder Menschen, die unter Long-Covid leiden!
    *Na gut, es sind zumindest nicht die Kinder in Thüringen. * Ironie aus

    • Stimmt und sie war es die sagt e Taschentücher und lüften reicht ,die Schulen sind sicher,und was passierte zahlreiche Schüler infizierten sich aber die haben das Virus ja von daheim in die Schule gebracht. Frau Eisenmann war schon schlimm aber Frau Schopper übertrifft sie bei weitem

      • @Christina Stöhr: “aber die haben das Virus ja von daheim in die Schule gebracht“.
        Nein, das waren doch bisher immer wir Lehrer, die das Virus in die Schulen hineingetragen haben.

        • Ist sowieso eine wertlose Aussage, dass die Kinder es in die Schule bringen. Es trägt immer irgendwo jemand das Virus hinein. Und daraus folgt meist, dass mehrere es wieder heraustragen. Und damit neue Verteiler am Start sind, die ihre eigenen Familien anstecken, da man sich zu Hause eben nicht mit Maske bewegt. Und schon gibt es ein neues (Geschwister)kind, dass wiederum den Virus in seine Schule trägt.

          Nennt man auch Schneeballsystem.

          Und dieser Logik folgend, sind die Schulen natürlich sicher, da sich dort nur wenige (im Vergleich der Menge der Personen dort) anstecken, aber zu Hause meist alle.
          Also sind Schulen sicher….

          Fertig ist die KMK Logik. Dass die Ansteckungsrate dort üble Konsequenzen ausserhalb des Schulbereichs hat, interessiert nicht mehr.

          Ich bleibe bei der hier auch von einem anderen Foristen aufgeworfene Frage: warum kümmert sich das KM nicht um Bildung und das Gesundheitsministerium nicht um Gesundheit an den Einrichtungen?
          Das Gesundheitsministerium beschließt gesundheitliche Zwangmassnahmen, das Bildungsministerium setzt um, kümmert sich aber dabei um Bildungsalternativen.

      • Frau Schopper macht von Anfang an den Eindruck unter der Fuchtel von Kretschmann nur als Marionette zu fungieren. Hausbackener und rückradloser geht gar nicht. Eine Fehlbesetzung auf ganzer Linie, da war mir ihre Vorgängerin lieber, die hatte wenigstens eine eigene Meinung. Diese Frau hat kein Profil und taucht garnicht auf. Selbst der Weihnachtsgruß war von anderen unterschrieben.

        • Inhaltlich stimme ich zu, aber ich finde es einigermaßen jammervoll, wie hier mit der Rechtschreibung umgegangen wird, und dann auch noch von Lehrern ! Neulich schrieb einer „das wiedert mich an“. Da wiehert ja der bürokratische Schulschimmel.

          Das „Rückrad“, ist das vielleicht das Hinterrad beim Fahrrad? Also fährt Frau Schopper auf einem sogenannten „Einrad“, auf dem zu fahren gar nicht so einfach ist?

          • @Carsten60:
            Auf Kritik an Rechtschreibung als „Argument“ zurückzugreifen, ist mehr als armselig und ausgesprochen billig!
            Großartig, Sie haben im Gehirn einen eingebauten Duden. Bewundernswert. Alle schauen mit großen Augen neiderfüllt zum Oberlehrer-Genie empor. Wenigstens ich. Bravo. Applaus. Sie sind mein Held!
            Schreibfehler passieren, auch Lehrern -und es ist nicht gesagt, dass jeder von Beruf Lehrer ist, der sich hier äußert und beispielsweise „an meiner Schule“ schreibt.
            Ich schäme mich fremd und entschuldige mich bei den zitierten Autoren.
            Na, meine Fehler hier schon gefunden?

    • Hat sie sogar recht, behauptet aber auch niemand: Das Hauptproblem sind PolitikerInnen, die sich weigern Gedanken an halbwegs logische Maßnahmen in Schulen und erst recht Kita auch nur zu diskutieren. Sicherlich nicht zufällig setzt die Verbindung von „Kinder“ und „Problem“ KritikerInnen ins Unrecht, denn nur „böse Menschen“ können Kinder als Problem bezeichnen.
      Nur als Ergänzung.

  3. „Diese wichtige Erkenntnis lag allerdings den Abgeordneten des Bundestages offensichtlich nicht vor, als die am 18. November über ein neues Infektionsschutzgesetz abstimmten…“

    Selbst wenn das so war und die KM irgendetwas zurückgehalten haben: es gab genug andere Informationsquellen und genug Menschen, die gewarnt haben.
    Es ist aus meiner Sicht maximal unseriös von Allen, die zu entscheiden haben, wenn sie behaupten, man habe es nicht gewusst.

    JEDER konnte und musste es wissen. Es ist oft genug geschrieben und gesagt worden – von Wissenschaftlern, Klinikern, Lehrern… kein halbwegs gebildeter Mensch eines westlichen Staates kann ernsthaft behaupten, man habe irgendwas nicht voraussehen können!

    Selbstverständlich kann man nicht genaue Anteile voraussehen.
    DASS Schulen aber wesentlich am Infektionsgeschehen beteiligt sein müssen, muss jeder wissen, der je eine Schule von innen sah und Kinder als Teil der Gesamtgesellschaft sieht.
    Selbstverständlich kann niemand genau vorhersagen, wann welche Variante wie schlimm ist. Allein die Tatsache, DASS es Varianten geben wird, müsste Prävention ganz oben auf die Agenda katapultieren!
    Selbstverständlich kann keiner voraussagen, inwieweit Kinder besonders betroffen sein werden von Longcovid oder schweren Verläufen, Spätschäden oder Todesfällen. Schon die Aussicht auf die MÖGLICHKEIT, dass Kinder irgendwelche Spätschäden mitnehmen könnten (auch durch indirekte Traumata wie Todesfälle in der Familie), hätte unabdingbar dazu führen müssen, dass Kinder BESONDERS geschützt werden, mindestens so sehr wie Menschen in höherem Lebensalter oder mit besonderem Risiko.

    NICHTS dergleichen ist durchgedrungen zu den Entscheidern.
    Jeder wünscht sich nur die „Normalität“ zurück, die ich nicht als „Normalität“ im biologischen Sinne verstehen kann: Jedes biologische/ökologische System leidet, wenn es überlastet ist – durch Erreger, die selbstverständlich jederzeit auftreten und sich verändern können, durch zu großen Bevölkerungsdruck, durch Veränderung der Lebensbedingungen in kurzer Zeit, an die eine biologische Anpassung nicht möglich ist…
    Unsere menschliche Weltgesellschaft ist in jeder Hinsicht überlastet und damit hochgradig gefährdet! Obendrein gefährden wir unsere Lebensgrundlagen!

    Für mich steht fest: Ohne Schutzvorkehrungen kann Schule nicht funktionieren – nicht in dieser Pandemie und auch nicht unter noch kommenden Umständen wie Extremwetterereignisse wie z.B. Hitzewellen oder Kältewellen.
    Es gibt keine Luftfilter, keinen Hitzeschutz, in vielen älteren Gebäuden keine effektive Heizmöglichkeit, keinen angemessenen Luftaustausch (s. CO2-Ampel), keinen Lärmschutz, keinen ausreichenden und psychologisch sinnvollen Individualabstand in den Klassenräumen, keine ergonomischen Möbel, keine Aufenthaltsmöglichkeiten mit ausreichendem Wetterschutz, keine hygienisch vertretbaren Waschmöglichkeiten in Klassenräumen, keine sauberen Toilettenanlagen, keine angemessenen Verhältnisse im ÖPNV, nicht genug Lehrer und anderes Personal… mal ganz abgesehen von einer ökologisch vertretbaren Bewirtschaftung der Schulen hinsichtlich Energiegewinn, Lüftung, Verbrauchsmaterial und Hygieneartikel, Wasserverbrauch, Mülltrennung, Essensversorgung…
    Die Kinder verbringen unter diesen Bedingungen heute ganze Tage, die oftmals länger sind als die Arbeitstage ihrer Eltern.

    All das haben wir schon in unserer eigenen Schul- und Studienzeit gewusst, auch damals schon angemahnt … und sind oft genug ausgelacht worden.
    Vielleicht hat die Menschheit sich einfach zu sicher gefühlt, hat sich angesichts des „Machbaren“ eingebildet, mit allem fertig werden zu können oder alle unangenehmen Dinge auf die sprichwörtliche lange Bank schieben (im Klartext: den kommenden Generationen hinterlassen) zu können.
    Die Realität holt uns ein.
    Die Regierenden handeln weiterhin bestenfalls halbherzig!

    Eigentlich erwarte ich von den Regierenden JETZT, spätestens angesichts der jüngst aufgetauchten, noch unkalkulierbaren Variante und vor der nächsten – konkrete Maßnahmen.

    Vermutlich wäre da die am Ende des Tages einzig sinnvolle Möglichkeit in dieser Sackgasse, die Schulen tatsächlich nochmals über den Winter zu schließen (ja, mit Notbetreuung für die, die es nicht anders managen können) und die Zeit zu nutzen, sie für die Zeit danach funktionstüchtig in den jetzt wichtigsten Bereichen (Infektionsschutz) zu machen.

    Die Gesellschaft muss in meinen Augen weiterhin drüber nachdenken, ob sie ihre Kinder auch in Zukunft, auch unter zukünftig schwierigeren Bedingungen unter ständiger Improvisation und Mangelverwaltung in die Schulen schicken will.
    Wenn wir ehrlich sind, haben wir derzeit weder die räumlichen noch die personellen Kapazitäten, alle Kinder ganztägig zu beschulen.
    Wären wir ehrlich, reichen die vorhandenen Ressourcen und Umstände bestenfalls für Unterricht bis Mittag – auch in den weiterführenden Ganztagsschulen ist der Ganztag, wie er jetzt ist, eine Mogelpackung, die voll auf Kosten der Lehrkräfte und der Schüler durchgezogen wird.
    Ohne Aktivierung neuer Ressourcen kann darüber hinaus gehender Betreuungsbedarf nicht verantwortungsvoll sichergestellt werden.

    Bei all dem braucht der Bundestag keine „Experten“ und auch keine „Untersuchungen“ aus Reihen der KM. Das alles kann jeder wissen, der es wissen will!

    Die Frage ist: WILL man es wissen? WILL man handeln? WILL man auf eine bessere und krisenfestere Zukunft des Bildungswesens hinarbeiten?

    • „Diese wichtige Erkenntnis lag allerdings den Abgeordneten des Bundestages offensichtlich nicht vor, als die am 18. November über ein neues Infektionsschutzgesetz abstimmten…“

      Damit ist dieser Beschluss eigentlich hinfällig, wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage.

      EIGENTLICH!!!!

    • @kanndochnichtwahrsein:

      Danke!!! Jeder Punkt entspricht meinen Überlegungen.
      Wie viele andere hier in diesem Forum, habe ich mich schon im Sommer 2020 gefragt, ob unsere verantwortlichen PolitikerInnen zum Thema „Schule in der Pandemie“ in der von ihnen gehandhabten Form situationsangemessen handeln und hatte von Anfang an erhebliche Zweifel an deren Tun.
      Im Laufe der folgenden Monate schwante mir, dass die Bildungspolitiker vorerst von ihrem Standpunkt „die Schulen sind sicher“ keinesfalls abrücken würden.
      Andererseits konnte ich mir das inzwischen erreichte Maß an Skrupellosigkeit nicht wirklich vorstellen.
      Aber nicht umsonst sehe ich mich gefühlt schon seit mindestens 10 Jahren nicht mehr als „erwünschter“ Bürger oder wertvolles Mitglied dieser Gesellschaft, sondern im Großen und Ganzen lediglich als Nummer, Leistungs-und Kostenfaktor.
      Also wundere ich mich inzwischen nicht mehr wirklich, doch es entsetzt mich zutiefst, mit welcher Impertinenz uns ein X für ein U vorgemacht wird! Und das ist in meinen Augen nicht nur hochgradig unverschämt und dreist, sondern auch hochgradig gefährlich.

    • Dieser Text muss überall veröffentlicht werden.Genauso ist es!Einfach zu sagen,ach,Kinder erkranken ja nicht schwer,ist verantwortungslos!Bei uns an der Schule mussten die Kinder sogar fürs Händewaschen eigene Handtücher mitbringen,weil das Papier ja kostet.Ohne Worte!

      • Zu sagen, dass Kinder laut Studien und Erfahrung nicht so schwer erkranken, ist keineswegs verantwortungslos, sondern Tatsache.
        Für mich ist verantwortungslos, wenn immer wieder Angst und Panik geschürt werden, die bekanntlich schlechte Ratgeber sind.

        • Sehr geehrte Lisa,

          „dass Kinder laut Studien und Erfahrung nicht so schwer erkranken“, ist schlicht falsch. Richtig ist: Die allermeisten Kinder erkranken nicht schwer nach einer Corona-Infektion. Schwere Verläufe gibt es aber durchaus unter Kindern.

          Um das Robert-Koch-Institut zu zitieren: Bei zunehmender SARS-CoV-2-Ausbreitung könne es im Winter zu einer hohen Zahl an Infektionen im Kindes- und Jugendalter kommen – mit Folgen: „Wenn auch selten, so treten schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle ebenfalls bei Kindern auf.“ Zudem könnten auch asymptomatisch infizierte Kinder nach einer akuten SARS-CoV-2-Infektion die zwar seltene, aber schwere Folgeerkrankung PIMS (Paediatric Inflammatory Multisystem Syndrome) entwickeln. Dazu komme das Phänomen Long Covid bzw. Post Covid, das auch unter Kindern und Jugendlichen zu beobachten sei.

          Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2021/11/mehr-schutz-das-rki-spricht-sich-gegen-einen-durchseuchungskurs-gegenueber-kita-kindern-und-schuelern-aus/

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

  4. Frau Schopper in BW hat fahrlässig gehandelt und den Gesundheitsschutz nicht gewährleistet,z.B. Unterricht in voller Klassenstärke, kein Abstand im Klassenzimmer, Maskenaufhebung trotz Warnungen von anderen erfahrenen Personen, keine Luftfiltergeräte, kein Rückenwindprogramm usw.https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/coronavirus-das-bringt-die-testpflicht-an-schulen-100.html Schulen sind sicher und Ansteckungen finden im privaten Bereich statt.

  5. Ein großes Dankeschön an das Redaktionsteam.

    Diesen Journalismus würde ich mir von Spiegel, FAZ, etc. wünschen. Großes Versagen von dieser Seite. Was ist aus dem „Sturmgeschütz der Demokratie“ geworden?

  6. Kinderschutz stand für die KM nicht im Vordergrund…..sondern wir sichern Bildung an den Schulen für einen hohen Preis.https://teamkinderschutz.de/ Von Kinderschutz in einem Ausnahmezustan ist für die KM ein Fremdwort und wird leider nur halbherzig vertreten und dies geht in einer Pandemie nicht. Die Münze hat zwei Seiten und ist einfach zu verstehen Leben oder Tod und jedes geopferte Menschenleben ist zuviel.

  7. Frau Schopper hat viel Leichtsinn gelebt in BW und von erfahrenen Personen nicht beitragen lassen. Die Maskenaufhebung am 18.10.2021 in BW war ein fahrlässiger Fehler. https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/pandemie-streit-um-abschaffung-der-maskenpflicht-an-schulen_id_24299058.html Trotz Mahnungen hat man eisern daran festgehalten und die Zahlen sind in kurzer Zeit nach oben gegangen. Der Leichtsinn und Dummheit ist Frau Schoppers bester Berater und Freund. Ein Gegenüber mit einer anderen Haltung verträgt Frau Schopper nicht.

    • Rosa, es ermüdet mich einfach dermaßen, immer wieder Ihre Unmengen an Kommentaren (hier z.Zt. 8 von 11) sehen zu müssen! Lesen kann ich sie schon lang nicht mehr.
      Wir wissen inzwischen, dass Sie ein Problem mit Frau Schopper haben. Damit sind Sie nicht allein. Und dass Sie ein Problem mit dem G8 haben. Das haben viele. Und dass Ihrem Kind nicht genug Förderung zuteil wird.
      Das ist hart, aber es sollte Ihnen nicht wertvolle Zeit in dem Ausmaß rauben wie Sie für die Postings hier brauchen!

      • Mag sein, dass sie das durchaus mal waren.
        Aber in dieser Menge und ständigen Wiederholung einfach wirklich nur mehr ermüdend, nervend, redundant.

  8. Und das kotzt mich am meisten an. Dieses Gelabere „Schulen sind sicher“, Bremsscheiben, Hygienefilter, ….
    Wenn unsere KMs wenigstens so ehrlich waren, zu sagen:
    1. Wir brauchen offene Schulen für die Wirtschaft.

    2. Alle Schutzmaßnahmen, die etwas kosten, ergreifen wir nicht.
    Dabei waren Luftfilter wahrscheinlich billiger und nachhaltiger gewesen, als die ganze Testerei.

    Statt dessen
    1. produzieren sie sich als Gutmenschen, die auf einmal um die Psyche und das Wohl derer besorgt sind, die schon seit Jahren abgehängt sind, ohne dass es irgendjemanden gejuckt hätte. Klar, Abhilfe hätte ja Geld gekostet, mehr LuL, kleinere Klassen. Aber Geld: s.o.
    Bei den halbwegs „erwachsenen SuS i.d.R. die gleiche Gruppe, die DU gar nicht geregelt bekommt.
    Es gibt nämlich SuS, die nicht nur mit DU klargekommen sind, sondern sogar besser zurechtkamen. Weil sie nämlich nicht durch notorische Störenfriede beim Lernen gehindert wurden. Für die macht sich niemand stark. Denn DU ist schlecht für die Wirtschaft.

    2. produzieren sie eine Worthülse nach der anderen „alles tun, um Schulschließungen zu verhindern“, Hygienekonzepte, ….

    Tjoa, wenn man dann noch das zeitweise Aussetzen der Maskenpflicht in Schule als einzige Schutzmaßnahme, das Ausweichen der Abgeordneten selbst ins Home-Office trotz Vorhandensein von Einzelbüros und das selbstverständliche Nutzen von Luftfiltern in Land- und Bundestag hinzunimmt, ist das ein Verhöhnen von SzS, LuL und deren Familien.

    Und wenn dann noch eine Studie, die nicht das gewünschte Ergebnis liefert, zwar zur Kenntnis genommen, aber solange unter Verschluss gehalten wird, bis Entscheidungen dadurch NICHT „beeinflusst“ werden, ist das m.E. vorsätzlicher Be…
    Ach, das darf ja nicht mehr gesagt werden.
    Aber diese Entscheidung müsste eigentlich revidiert werden, wegen Wegfall der Geschäftsgrundlage.

    Ich bin so angewidert, dass ich es nicht mehr in Worte fassen kann.

    • Gut zusammengefasst. Es ist diese zuckersüße Tünche, die Eltern, Schüler und Lehrer doppelt verhöhnt. Man zieht arme, vernachlässigte Kinder aus der Tasche und Distanzunterricht gilt als unbrauchbar obwohl sie selbst in Online Konferenzen tagen und Lehrern im Präsenzunterricht Online Fortbildungen zur Digitalisierung empfehlen. Das ist Hohn.
      Statt ehrlich zu sagen, dass es um die Eltern geht, die lieber malochen gehen sollen als ihre Kinder zu betreuen.
      Ehrlichkeit wäre mir lieber als diese Heuchelei.

    • @Trulla

      „Und wenn dann noch eine Studie, die nicht das gewünschte Ergebnis liefert, zwar zur Kenntnis genommen, aber solange unter Verschluss gehalten wird, bis Entscheidungen dadurch NICHT „beeinflusst“ werden, ist das m.E. vorsätzlicher Be…
      Ach, das darf ja nicht mehr gesagt werden.“

      Doch, das
      1) kann
      2) darf
      3) muss
      gesagt werden!
      Nur weil einige wenige extrem „laut“ sind, darf sich der Rest der Bevölkerung von denen nicht den Mund verbieten lassen.

  9. Die KM und die Politik hat große Schwierigkeiten die Wahrheit und die Realität zu erkennen. Mit der Wahrheit nimmt es bei heranwachsenden Kindern nicht so genau.https://www.tagesschau.de/faktenfinder/inzidenz-corona-schulen-101.html Die letzten in der Reihe sind der letzte Rest und auch mit Delta zieht man keine Bremse. Durchseuchung bleibt man weiterhin treu und dem Gesundheitsschutz gewährt man den schwäschsten in unserer Gesellschaft nicht. Die Wahrheit hat in der Politik und bei den KM keine Position…

  10. G.B.
    frische Luft hilft gegen ermüdung oder Wechseldusche bringt Schwung und Wachheit. Was Ihnen nicht gut tut blenden Sie einfach aus.

  11. Falls das wirklich so ist, wäre das doch eine gute Steilvorlage, um alle 16 KM zum Rücktritt zu bewegen. Den Infektionsschutz der SuS und der LuL sollte man dann bis zum Ende der Pandemie auf Bundesebene sicherstellen, und zwar durch ein Expertenteam, das auch tatsächlich vom Fach ist.

    Es ist ohnehin ein Unding, dass KM über Angelegenheiten des Gesundheitsschutzes befinden! Ebenso, wie nicht jeder einfach irgendwelche Brandschutzregeln aufstellen kann, sollte man gerade dieses Thema den entsprechenden Fachleuten überlassen und als allererstes mal einen Blick in die bestehenden Regeln zum Arbeitsschutz werfen…

    • Upps, möglicher „Ärger naht“ für die KMK bei gemeinsamer Verantwortung und Beteiligung des Bundes bei Beratung nach Vorenthaltung des Abschlussberichts

      Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten …
      – Drucksache 19/27889 –
      Kultusministerkonferenz – Informations- und Kooperationsmöglichkeiten
      V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
      Die Aufgabe der in der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder
      der Bundesrepublik Deutschland (KMK) zusammenarbeitenden Ministerinnen
      und Minister, bzw. Senatorinnen und Senatoren, ist unter anderem die Wahr-
      nehmung von Verantwortung für Bildungsthemen mit länderübergreifender
      Wirkung und Bedeutung. In der Selbstbeschreibung der KMK nehmen die
      Länder dabei entsprechend Artikel 20 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG) „Ver-
      antwortung für das Staatsganze“ wahr (https://www.kmk.org/kmk/aufgabe
      n.html).

      Eine Zusammenarbeit mit den Bundesorganen ist ausdrücklich vorgesehen.

      „V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
      Entsprechend der ganz überwiegenden Zuständigkeit der Länder für das Bil-
      dungswesen in Deutschland (Kultushoheit) und ausweislich ihrer Geschäftsordnung behandelt die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der
      Bundesrepublik Deutschland (KMK) Angelegenheiten der Bildungspolitik, der
      Hochschul- und Forschungspolitik sowie der Kulturpolitik von überregionaler
      Bedeutung mit dem Ziel einer gemeinsamen Meinungs- und Willensbildung
      und der Vertretung gemeinsamer Anliegen.“…

      Die von der KMK im Jahr 2020 beschlossene „Ländervereinbarung über die
      gemeinsame Grundstruktur des Schulwesens und die gesamtstaatliche Verant-
      wortung der Länder in zentralen bildungspolitischen Fragen“ sieht die Einrich-
      tung einer „Ständigen wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkon-
      ferenz“ vor, deren Aufgabe ausweislich der Ländervereinbarung in der Bera-
      tung der Länder in Fragen der Weiterentwicklung des Bildungswesens und des Umgangs mit seinen Herausforderungen, insbesondere bei der Sicherung und
      Entwicklung der Qualität, bei der Verbesserung der Vergleichbarkeit des Bil-
      dungswesens sowie bei der Entwicklung mittel-und längerfristiger Strategien
      zu für die Länder in ihrer Gesamtheit relevanten Bildungsthemen, besteht. Die
      Bundesregierung begrüßt die Entscheidung der Länder, sich künftig durch die
      Ständige wissenschaftliche Kommission im Hinblick auf die Weiterentwick-
      lung des Bildungswesens und den Umgang mit dessen Herausforderungen be-
      raten zu lassen und dabei den Bund zu beteiligen.“
      https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwjsrsP6nO70AhWyhP0HHT6wDiIQFnoECAQQAQ&url=https%3A%2F%2Fdserver.bundestag.de%2Fbtd%2F19%2F291%2F1929118.pdf&usg=AOvVaw1fXG8LtpuNisMeEI2Rllj1

  12. Diffuses Infektionsgeschehen im privaten Bereich hiess schon immer: einer hats in die Familie getragen. Und ganz oft waren es symptomlose Schüler oder KiTa Kinder, die letztes Jahr nie getestet wurde. Dieses Jahr ist es wieder so, da Symptomlose oft unter dem Testradar laufen (40% unerkannte Infektionen). Also gelangen wir wieder zur Aussage: erhöhtes Infektionsgeschehen in privaten Haushalten.

    Aber mit der Erkenntnis aus der Studie, dass Schule durchaus bei dem Vorantreiben der Infektionswelle eine Rolle spielt, die Maskenpflicht auszusetzen, ist m.E. vorsätzliche Körperverletzung.

  13. Die ganze Sache erscheint unsauber gelaufen.
    KMK: „Die Studienergebnisse sollen wie im Wissenschaftsbetrieb üblich nach Abschluss der Studie (September) in Fachzeitschriften veröffentlicht werden.“
    https://www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/abschlussberichte-der-studie-werden-veroeffentlicht-sobald-die-studie-abgeschlossen-ist.html

    „Ansteckungen durch Infektionen von SchülerInnen und LehrerInnen sind sowohl in der Schule als auch im Haushaltskontext relevant und sollten reduziert werden“ (Zwischenbericht August 2021, am 22.09.2021 öffentlich)

    https://twitter.com/sui7_7/status/1440672299913334784
    https://t.co/6JnaTSgaOe

    * Corona-Studie Zwischenbericht vom 02. März 2021
    https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2021/Corona-Studie_Zwischenbericht02_Maerz2021.pdf

    * ausführlicher Bericht (Kommentar)
    https://ostprog.de/der-schmale-pfad-der-kultusministerien-ein-weg-durch-die-soziale-kalte/

  14. Die Ergebnisse der Studie sind nicht so eindeutig, wie hier manche meinen. So ist klar gesagt, dass Schulschließungen nur einen BEITRAG leisten, also nur mit anderen Maßnahmen zusammen wirken. Und das Bundesverfassungsgericht hat gerade festgestellt, dass Schulschließungen nicht einfach so, sondern nur in Härtefällen verfassungsgemäß sind – und dabei auch darauf verwiesen, dass ja gegenwärtig fast drei Viertel der Menschen geimpft sind, also Schüler vermehrt mit geimpften Erwachsenen in Kontakt kommen.
    Bedenklich finde ich, dass in diesem Forum so viele Kolleginnen und Kollegen und auch die Redaktion, wie es mir vorkommt, mehr oder weniger offen für Schulschließungen sind. Auf unserem pädagogischen Tag hat uns eine Schulsozialarbeiterin die Folgen der Schulschließung (sie dauerte bei uns vom 16. 12. 20 bis 7. Juni 21, dabei gab es von März bis Mai bei geschlossenen Schulen eine Coronawelle bis zur Inzidenz 350!!!) vor Augen geführt. Die Schülerinnen und Schüler
    – sind vermehrt mit häuslicher Gewalt konfrontiert
    – haben Depressionen
    – bekommen Panikattacken
    – sind vereinsamt
    – haben Angst davor, dass die Schulen wieder geschlossen werden.
    Und dazu kommt: Die Lernmotivation ist bei guten Schülern gesunken, bei schlechteren völlig verschwunden. Zu Beginn dieses Schuljahres gab es bei uns Leistungstests in D / M / E: Noch nie haben unserer Schüler so schlecht abgeschnitten.
    Deshalb sollten wir als Pädagoginnen niemals Fürsprecher von Schulschließungen sein.
    Und wir haben auch einen Schutz für uns, den uns der Staat gewährt – kostenlos: 3 mal Impfung.

    • Sehr geehrter Herr Bauer,

      wir sind nicht „für“ Schulschließungen, wie absurd. Wir sind allerdings dagegen, dass Politiker – statt wirkungsvolle Schutzmaßnahmen zu ergreifen – auch noch die letzte Notbremse abbauen.

      Pädagoginnen und Pädagogen sind auch für den Schutz ihrer Schülerinnen und Schüler verantwortlich, was sich schon aus der Aufsichtspflicht in der Schule ergibt. Wenn Präsenzunterricht unverantwortlich wird, dann müssen aus unserer Sicht selbstverständlich auch Lehrkräfte dafür eintreten, den abzubrechen. Hier ein Dogma aufzubauen, ist in einer Pandemie völlig verfehlt.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Ist es nicht lediglich zeitlich die „letzte“ Maßnahme?
        Wie würde das hier aussehen, wenn die Schulen nicht die letzten Einrichtungen wären, die aus dem Lockdown kommen, sondern die ersten? Dann hätten die Schüler bereits or Monaten damit begonnen, ohne Masken im Unterricht zu sitzen, während die Eltern noch daheim im Homeoffice oder in Kurzarbeit arbeiteten. Dann würden heute die Kinos geöffnet werden ihr die Diskotheken. Würden dann heute auch so viele darüber klagen, dass im Unterricht keine Masken getragen werden? Oder würde man nicht viel mehr gegen die Öffnung der Diskos und Kinos votieren?
        Ich denke, es ist an der Zeit, dass Eltern (und Lehrer) Maßnahmen außerhalb der Schule fordern, um einen möglichst normalen Unterricht in der Schule möglich zu machen.

    • @Ulrich Bauer
      Die meisten Kollegen, die hier schreiben, sprechen sich für SICHERE Schulen aus. Wie das geht, ist seit über einem Jahr bekannt. Wenn sich die Landesregierungen (mangels Vorgaben) und die Schulträger jedoch weigern, die Schulen so auszustatten, dass mittels Luftfiltern, Abstand, …, der Infektionsschutz weitestgehend gegeben ist: was bleibt dann außer Distanzunterricht?
      Oder finden Sie es vertretbar, das Virus einfach durchlaufen zu lassen, unwissend, wie sich eine Infektion bei Kindern langfristig auswirkt? Mit dem Wissen, dass auch geimpfte Eltern und Großeltern sich anstecken und (wenn auch seltener) schwer erkranken oder sterben können? Nicht wissend, wie Omikron die Spielregeln verändert?
      Sehen Sie nach England: dort fällt gerade massiv das Personal in der lebenswichtigen Infrastruktur aus durch Omikron. Die Kinder erkranken im besten Fall nicht schwer, aber in Kitas und Schulen kann das Virus effektiv weitergegeben und so in die Familien getragen werden.
      Better safe then sorry: das sollten uns jeder Mensch wert sein.

    • Eine Frage. Was ist Ihnen wichtiger, dass das Kind gesund und fit bleibt oder seine schulische Bildung?

      In einer Pandemie würde ich lieber, dass mein Kind ein, zwei, sogar drei schulische Jahre verliert, aber dafür gesund bleibt und keine Eltern verliert. Lernen kann man überall, wenn man das will.

      Bildung kann man nachholen, das verlorene Leben leider nie mehr.

      Präsenzpflicht müsste man schon längst aussetzen. Die Kinder und die Eltern dürfen wenigstens darüber selbst entscheiden, wie wert ist ihnen das Leben und die Gesundheit eigener Familie.

    • – sind vermehrt mit häuslicher Gewalt konfrontiert
      – haben Depressionen
      – bekommen Panikattacken
      – sind vereinsamt
      – haben Angst davor, dass die Schulen wieder geschlossen werden.

      Und diese Punkte hier sind ebenso ohne bestimmte Daten und Fakten.

      Ebenso viele Kinder leiden darunter, dass sie zwingend in einer Pandemie in der Schule müssen, und sie wollen das nicht.

      – sind vermehrt mit häuslicher Gewalt konfrontiert

      Und diese Behauptung ist schon zu oft aus dem Kontekst herausgenommen und als manipulatives Argument genützt, als ob 50% aller Familien mit den Kindern kaputt sind.

      Dabei vergisst man sehr leicht, dass viele Kinder gerade in schulischen Gebäuden auch kaputt gehen.

      In einer Familie gibt es oder gibt es nicht häusliche Gewalt, unabhängig davon, wie lange Kinder in der Schule sitzen oder nicht.

      Das alles sind gar keine Argumente für Präsenzpflicht in einer Pandemie!

      Weil diese Punkte oben treffen nicht alle Kinder und besonderes nicht in Bezug auf Distanzlernen.

      • Mit anderen Wörtern kurz zusammengefasst: lasst den Menschen mit den Kinder wenigstens eine Wahl.

        Wenn meine Kinder Papa oder Mama oder uns beide verlieren, oder ihre eigene Gesundheit oder sogar ihr eigenes Leben, sicherlich wird es sich keine Schule, KM oder Pädagoge darum kümmern.

        So einfach ist es.

        Also bitte, hören sie endlich auf die Schule so hochpreisen, als ob diese Gebäude am wichtigsten im Leben eines Menschen sei.

        • Sehr geehrte Frau Monika,

          ja – ich habe mich auch gewundert, wie wichtig die Schule für unsere Schüler ist, nicht das Gebäude, sondern die Lebensgemeinschaft, das Treffen mit Mitschülerinnen, der geregelte Tagesablauf, ja sogar der Unterricht. Und ja, Sie haben recht: Mir ist es wichtiger, dass meine Schüler schulische Bildung bekommen, als dass sie zu Hause sitzen, denn auch dort können sie Krankheiten bekommen. Und ja, ich halte die seelischen Krankheiten, die Folge der Isolation sind, für schlimmer als eine eher geringe (3x wöchentlicher Test, Maskentragen!) Gefahr, sich zu infizieren.

          • „ Und ja, ich halte die seelischen Krankheiten, die Folge der Isolation sind, für schlimmer als eine eher geringe (3x wöchentlicher Test, Maskentragen!) Gefahr, sich zu infizieren.“
            Die Inzidenz in der Altersklasse der Schüler ist zwischen doppelt bis vierfach so hoch wie im Rest der Bevölkerung (je nach Landkreis). Trotz dreimal wöchentlicher Tests und Maskentragen ist die Gefahr, sich zu infizieren, für Schüler scheinbar doch nicht so gering. Und da sich ungeimpfte Arbeitnehmer sogar täglich testen lassen müssen, während ungeimpfte Schüler das nur dreimal die Woche tun, sind nicht die regelmäßigen Tests für die hohe Inzidenz unter den Schülern verantwortlich.

          • Das können sie gerne für Ihre eigene Kinder behaupten, aber nicht für alle Kinder, nur weil das Ihre persönliche Meinung oder Ihre persönliche Annahme ist.

            Dazu haben sie kein Recht.

          • Es ist ein Wunder, dass wir als menschliche Rase ohne Ganztagschulen überlebt haben, finden Sie nicht?

            Noch erstaunlicher ist, dass gerade Kapitalismus, zum Teil auch Komunismus und year-round school eng verknüpft sind.

            Fragen Sie bitte Ihre Schüler, was ihnen lieber würde, die Schule unbedingt zu besuchen, Mitschüler jeden Tag zu treffen, ohne Eltern bleiben und eigene Gesundheit verlieren, oder doch umgekehrt.

            Eine Ideologie hat in einer Schule nichts zu suchen, vor allem nicht in einer städtischen Schule.

            Sie können gerne für sich selbst Sprechen, aber nicht für andere Familien.

            Ich habe mich aber nicht darüber gewundert, wenn Lehrer, die ich kenne, darüber berichten, wie viele Kinder doch lieber in dieser Pandemie zu Hause bleiben möchten. Und die Zahl wird von Monat zu Monat größer.

            Lasst den Menschen eine Wahl.

            Im Übrigen, hier schreibt keiner von fleckendeckenden Schulschließungen, sondern lediglich von das Aussetzen des Präsenzpflicht.

            Viele westliche Länder haben diese Möglichkeit auch ohne Pandemie oder Krieg.

      • Es wird vor allem vergessen, dass Kinder, die sich infizieren und/oder in Quarantäne müssen, erst recht in Gefahr sind, wenn die Eltern gewalttätig sind. Sichere Schulen hätten vor allem diesen vielbeweinten Kindern geholfen, die so gerne politisch instrumentalisiert werden.

    • Die dreifache Impfung wird von uns (Steuergelder) finanziert. Wenn es damit getan wäre, warum gibt es dann überhaupt weitere Corona-Regeln, die überall, nur in Schulen und KiTas nicht gelten? Aus diesem Grund ist das Ergebnis der Studie auch so logisch, dass man sich wundern muss, dass sie überhaupt nötig war. Schulen spielen nicht die alleinige Rolle im Pandemiegeschehen, aber sie spielen eben eine Rolle. Daraus schlussfolgern zu wollen, dass keine weiteren Schutzmassnahmen nötig sind ist nicht dumm (so dumm kann niemand sein), sondern bestenfalls ignorant.
      Raumluftfilter werden weiterhin nicht flächendeckend angeschafft.

    • Sehr wenige „wollen“ Schulschließungen. Unsere KM, hier Frau Gebauer, hielten allerdings die Abschaffung der Maskenpflicht bei aufkommender dritter Welle für eine gute Idee, da liegt Kritik nicht ganz fern.
      – „bei geschlossenen Schulen…350…“ soll was bedeuten? Unnötig? -> Präventionsparadoxon mal in Erwägung ziehen?
      – „Schutz…3mal Impfung“: Mein Arbeitgeber hat sich weder um die Priorisierung bei der Erstimpfung, noch um eventuelle gemeinsame Termine zur Drittimpfung bemüht, alles intern organisiert. Ja, wir sind toll, aber ist da Kritik vielleicht erlaubt?
      – Unsere Sozialarbeiter tätigen keine allgemeinen Aussagen zum Auftreten von psychischen Erkrankungen, sie kümmern sich so gut es geht um die konkreten Fälle. Die Situation verschärft auch ohne Schulschließungen bestehende häusliche Probleme, daher ist es sehr mutig, hier die (Haupt-) Ursache zu sehen. Was bewirkt denn eine Aussage „Schulen offen, egal welche Lage“ bei den SuS, wenn positive Tests und Quarantänen jeden Tag zunehmen, eine neue Variante sich schnell verbreitet? Wäre das besser als zumindest vor den Feiertagen und evt, je nach Entwicklung, in der ersten neuen Woche über eingeschränkten Betrieb nachzudenken?
      – Die lange Schließung ist sicher mehr als problematisch, aber auch eher ungewöhnlich: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1237878/umfrage/corona-schulschliessungen-geschlossene-und-teilgeschlossene-schulen/ bei 32000 Schulen insgesamt.

      • Lassen Sie mich den 2. Spiegelstrich einmal in ganzer Deutlichkeit erklären:
        Unser Landkreis – immer bei den Hotspots dabei – hatte dieses Frühjahr eine Coronawelle, die ihn bundesweit bis an die erste Stelle hinaufkatapultierte. Und während dieser Coronawelle waren die Schulen geschlossen. Dies ist ein Beweis, dass Schulschließungen allein die Pandemie nicht bremsen können. Denn dann müssten sich ja weniger Leute infizieren, wenn Schulen geschlossen sind.
        Allerdings ist meine Hauptthese: Es ist müßig, zu diskutieren, ob Schulen sicher sind oder nicht: Sie müssen offenbleiben, weil eine Schulschließung und Distanzunterricht für unsere Schüler schlimmer ist als alle möglichen Gefahren des Präsenzunterrichts, die ich bei 3x wöchentlicher Testung und Maskentragen für sehr gering halte.

        • Ihrer Hauptthese möchte ich ausdrücklich zustimmen, Herr Bauer.
          Hier wird viel zu wenig auf die Gefahren von Schulschließungen hingewiesen, die enorm sind und fast alle gern beiseite wischen.

        • Warum widersprechen Ihre Beobachtungen internationalen Studien?
          Schulen mit ungeimpften Schülern sind natürlich Infektionstreiber.
          Es hat doch keinen Sinn, diese Tatsache weiter abzustreiten.
          Hätten alle Schüler FFP2 ohne Trink und Essenspause im Klassenzimmer würde ich Ihnen zustimmen. Aber Sie wollen doch diese dreckigen Fetzen, die manche Mitschüler tragen nicht als schützende Maske bezeichnen?

        • Ihre Kommentare machen mich unglaublich wütend!

          Dann erklären Sie bitte meinem Kind, dem es Zuhause gut geht, das sich im Distanzunterricht hervorragend entwickelt, sogar sein Lernverhalten deutlich besser strukturiert hat, nicht adipös geworden ist und am liebsten weiter so lernen würde, bitte, warum es sich durchseuchen und gefährden lassen muss. Weil andere Kinder eben Zuhause leider nicht so gut aufgehoben sind? Von solchen Kindern wie meinem gibt es übrigens auch eine hohe Dunkelziffer, nur fallen DIE eben nicht so auf, diese Kinder scheinen aber aus Ihrem Blickwinkel nicht wichtig zu sein.

          Erklären Sie meinem Kind bitte, WARUM es selbst und seine alleinerziehende Mutter kein Recht auf eine Kontaktreduzierung oder adäquaten Gesundheitsschutz haben. Erklären Sie ihm bitte, WARUM wir in einer Pandemie an einen Ort gezwungen werden, wo es sich nicht sicher fühlt, da keine wirklichen Schutzmaßnahmen für einen sicheren Schulbesuch getroffen wurden, obwohl es eine gute, sichere und auch noch kostengünstige Möglichkeit (das ist ja offensichtlich ausschlaggebend für unsere Politiker) gäbe, nämlich Distanz- oder wenigstens Wechselunterricht. Da es den lieben Obrigen ganz offensichtlich zu viel ist für WIRKLICH sichere Bedingungen in Schulen zu sorgen. Weil das Leben der anderen Kinder und Familien wichtiger ist als seines? Das kann doch wohl nicht Ihre Antwort sein.

          Sollte es ihn oder mich schlimm treffen, denn die Möglilchkeit besteht durchaus (auch mit Impfung), werde ich mein Kind dann an Sie verweisen, da Sie ja anscheinend wissen, was das Richtige für alle ist. Erklären SIE ihm dann bitte, warum sein Leben ruiniert wurde, denn wenn ich weg bin oder schwer erkrankt, hat mein Kind niemanden, der es auffängt und für es sorgt, damit würde es erst zu einem gefährdeten Kind. Aber vielleicht ist es Ihrer Meinung nach, ja in einem Heim oder einer Pflegefamilie besser aufgehoben als bei seiner liebenden Mutter.

          Die Familien der Lehrkräfte, Erzieher und anderer dort Arbeitenden, die durch die unnötig hohe und vermeidbare Infektionsgefahr in Schulen von solchen Konsequenzen betroffen sein werden, die interessieren Sie anscheinend genauso wenig wie unsere Politiker.

          Haben Sie auch nur einmal darüber nachgedacht, dass auch an uns meistens eine ganze Lebensgemeinschaft hängt, die im Moment durch unseren Beruf mitgefährdet wird? Das gilt übrigens ebenso für alle der oben erwähnten Kinder, die es in ihren Familien gut haben, die den Disantzunterricht vielleicht sogar mochten. Ich hoffe ja stark, dass das immernoch die Mehrheit der Kinder in Deutschland betrifft (also, dass sie es gut haben)! Btw. für nicht wenige Kinder ist übrigens der Schulbesuch selbst (auch ohne Corona) eher eine Belastung oder ein Spießrutenlauf.
          Meine Familie ist zwar klein, aber ist sie deswegen nicht wichtig?

          Wie können Sie begründen, dass Sie offene Schulen für alle fordern, wo es aktuell meistens eben keine nennenswerten Schutzmaßnahmen gibt und jeder in hohem Maße gefährdet wird? Weil Schulen die Sozialarbeiter und das Jugendamt quasi ersetzen müssen? Dass wir unseren Teil zum Schutz gefährdeter Kinder leisten und sicher auch helfen können, Fälle zu entdecken, ist richtig und wichtig. Aber in der aktuellen Situation offene Schulen zu fordern und damit auch die Kinder und Familien, in denen es gut läuft und die (so hoffe ich) in der Mehrzahl sind, in Gefahr zu bringen, Todesfällle oder dauerhaft erkrankte Familienmitlieder zu erleiden, KANN es nicht sein. Dann sage ich, Jugendämter und sie anderen Einrichtungen, die eben insbesondere für solche Fälle zuständig sind, sollten auch ihren Job machen und nicht die Verantwortung den Schulen zuschieben.
          Es wird von „HomeOffice-Pflicht“ und „Kontaktreduzierung“, von „Abstand halten“ und vielem mehr geredet, aber für uns in Schulen und Kitas werden diese Schutzmaßnahmen, die für die meisten Arbeitnehmer gelten, einfach außer Kraft gesetzt, für uns gibt es das nicht! Keine Luftfilter, die ansonsten fast überall zu finden sind, insbesondere da, wo sich Poliziker aufhalten, keine Plexiglaswände, nichts. Was nutzt mir ein sowieso schon unsicherer Test, von dem ich weiß, dass viele ihn sogar gar nicht wirklich machen (bei uns testet jeder Zuhause). Insbesondere, weil unser Gesundheitsamt nicht einmmal mehr FAMILIENMITGLIEDER in Quarantäne steckt, Geschwister von nachweislich Positiven tummeln sich munter im Unterricht. Faktisch gibt es keine Schutzmaßnahmen an Schule, außer der eigenen FFP2-Maske, die wir auch noch selbst bezahlen müssen. DAS ist es, was ich anprangere! DESWEGEN wünsche ich mir Distanzunterricht! Übrigens Impfdurchbrüche, auch mit schwerem Verlauf kann es durchaus geben.

          Alle müssen da durch, weil einige anderweitig in Gefahr sind, ist für mich kein passendes Argument. Oder ist deren Leben wichtiger als das derjenigen, die nicht akut durch die von Ihnen angeführten Probleme gefährdet sind? Sie möchten also alle in schulische Geisel-, beziehungsweise Durchseuchungshaft nehmen, auch die, die sich sich gerne mehr schützen würden.

          Übrigens ich mache in meinem Alltag in der Schule die Erfahrung, dass es viele Schülerinnen und Schüler gibt, die jetzt im laufenden Betrieb Angst haben! Angst, sich selbst anzustecken! Angst, Corona mit nach Hause zu bringen und Familienmitglieder anzustecken! Angst, davor, dass Mama schwer erkranken könnte, dass Papa dann vielleicht aus dem Krankenhaus nicht mehr heim kommen könnte, dass die Oma an der mitgebrachten Krankheit sterben könnte! Was in meinen Klassen übrigens leider schon passiert ist! Was sagen Sie diesen Kindern, die durch Corona ein Familienmitglied verloren haben?
          Die Kinder, die psychische Störungen im Lockdown selbst entwickelt haben oder adipös geworden sind oder, oder, oder, sind bei uns absolut in der Minderzahl! Und dafür, dass einige Familien es eben nicht schaffen, ihre Kinder unbeschadet durch eine solche Zeit zu bringen, müssen ALLE gefährdet werden? Für diese Familien gab es bei uns die Notbetreuung!

          Ich bin Lehrkraft, keine Sozialarbeiterin (hätte ich als solche arbeiten wollen, so hätte ich diesen Beruf ergriffen) und ich möchte meinen Schülerinnen und Schülern etwas beibringen, das habe ich gelernt, das kann ich gut und das kann ich auch im Distanzunterricht, auch wenn der nicht ideal ist! Ich wage zu behaupten, dass ich ein gutes Verhältnis zu meinen Schülerinnen und Schülern habe, habe auch schon Kinder und Eltern mit auf Ämter begleitet, obwohl das nicht meine Aufgabe ist, sondern eher Aufgabe anderer. Einmal konnte ich einem stark gefährdeten Kind sogar helfen der schlimmen familiären Situation zu entkommen. Ich tue gerne viel für die Kinder und versuche, nahe an ihnen dran zu sein und meinen Job gut zu machen.

          ABER ich bin nicht bereit mein Leben oder das meines Kindes für meinen Beruf zu gefährden! Und ich denke auch, dass ist mein gutes Recht, trotzdem werde ich dazu gezwungen! Meine Eid habe ich als LEHRERIN abgelegt, um Kinder zu unterrichten. Ich bin nicht Pflegekraft oder Ärztin geworden, zu deren Berufsbild es von vorneherein gehört, Kranke zu versorgen und zu behandeln.

          Und Sie krakeelen nach offenen Schulen für alle? Ist das Ihr Ernst? SIE halten das Risiko für sehr gering? Schön für SIE, andere wünschen sich einfach ebenso viel Schutz, wie die Politiker sich selbst und vielen anderen gönnen. Solange das nicht der Fall ist, fordere ich Wechsel- oder Distanzunterricht!

          (Da ich ziemlich in Rage geschrieben habe, entschuldige ich mich schon einmal für eventuelle Fehler und den vielleicht fehlenden Roten Faden.)

          • „Sie haben meinen vollsten Respekt. Bleiben Sie weiter so ein gute Lehrerin, bitte!“

            Liebe MeinSenf, ich unterscheiben oben Geschriebenes mit den ganzen Herzen.

            Danke!

          • Dem kann ich mich nur anschließen.
            Mein Kind leidet jetzt(!) erheblich im Präsenzunterricht, da ihm die widersinnigen, vorgegaukelten und damit gefährlichen Maßnahmen, denen es durch ministeriale Entscheidungen immer wieder ausgesetzt ist, durchaus bewusst sind. Distanzunterricht fand es toll, konnte in seinem Tempo ohne Störungen durch verhaltensoriginelle Mitschüler arbeiten.
            Aber solche Kinder fragt niemand, die fallen auch kaum auf. Und die übrigen Befragungen von Kindern zu ihrer Situation in der Pandemie fand ich übrigens mehr als suggestiv. Antwortmöglichkeiten, die Kinder wie meines hätten wählen können, waren meist nicht vorhanden.

            Letztens habe ich einer Klasse, die maulte, weil sie noch in der letzten Stunde Vertretung hatte statt nach Hause zu dürfen, erklärt, das wäre nur zu ihrem Besten, denn zuhause würden sie ja leiden, nur in der Schule könnten sie sich entfalten etc.
            Das schallende Gelächter war groß.

          • Vielen Dank für den Zuspruch! Schön zu wissen, dass es doch noch viele gibt, die einer ähnlichen Meinung sind.

            Zu beurteilen, ob ich eine gute Lehrerin bin, überlasse ich mal lieber meinen Kiddies. Aber es tut gut das zu lesen. 🙂

            Also vielen Dank für das nette Kompliment!

          • Es tut mir echt leid. Ihre Angst ist völlig überzogen. Ich bin auch Alleinerziehend mit 2 Kindern. Noch nie hat sich irgendjemand dafür interessiert, ob ich mich bei der Arbeit anstecke krank werde oder versterbe. Ich arbeite auf einer Intensivstation mit Covid Patienten. In der ersten Welle gab es noch keine Impfung und trotzdem gab es keinerlei Absicherung. Nun gibt es die Impfung und keine Ausrede mehr seine Arbeit nicht zu machen!!!
            Die schweren Verläufe nach Impfung sind sehr selten und diese Menschen sind normalerweise schwer vor erkrankt!!!
            Es kann mir auch ein Ziegelstein auf den Kopf fallen oder ich fahre auf dem Weg zur Arbeit gegen einen Baum. Die Möglichkeit besteht, trotzdem fahre ich täglich zur Arbeit.
            Nicht mehr zur Arbeit gehe ich allerdings, wenn die Schulen schließen, denn dann werde ich meine Kinder unterrichten. Wenn ihnen dann besagter Ziegelstein auf den Kopf fällt, können sie sich daheim bestimmt gut selber versorgen

    • Lieber Ulrich Bauer,
      Gerade mit der Kenntnis über die stattfindenden Infektionen auch in den Schulen muss den KuMis klar gewesen sein, dass ihr Dauermantra von den sicheren Schulen eine Lüge und damit ein flächendeckender, langanhaltende Betrug am Souverän – dem Volk – darstellt…und allein mit diesem bewussten Lügen, Vertuschen Verleugnen ergibt sich als zwingende Konsequenz eine Entlassung aller an diesem Betrug teilhabenden KuMis und deren Staatsekretär*innen.

      Jetzt müssen die übergeordnete Landesfürst*innen nur noch den Arsch in der Hose haben, diese Amtsenthebungen unter Benennung ebendieses Grundes diesen lange notwendigen Schritt vollziehen.
      Ich habe gestern im persönlichen Gespräch mit Hendrik Wüst genau das getan und die Rauswurf von Fr Gebauer gefordert.

      Wie heißt es so schön:
      „Man kann kleine Teile des Volkes für lange Zeit belügen, man kann das ganze Volk für kurze Zeit belügen….
      Aber man kann nicht das ganze Volk für lange Zeit belügen!!“

      • Lieber Andre Hog,
        ich halte die Einschätzungen der Kultusminister für absolut richtig: Schulen sind sehr sichere Orte, wenn getestet und Masken getragen werden. In den meisten Fabriken und auch in Büros ohne Kundenkontakt werden keine Masken getragen, da ist es viel unsicherer.
        Den scharfen Vorwurf der Lüge und die Forderung nach Entlassung aus dem Ministeramt sollten Sie nochmals überdenken, zumal ich sehe, dass Sie Ihrem/r Schulminister/in nicht sehr gewogen sind.

        • Schulen sind nicht sicher, da keine sicheren Masken getragen werden, die Inzidenz bei Kindern in unserem Kreis die 1000er Marke gerissen hat und viele der Elterngenerationen in den 30ern und 40ern auf der ITS ankamen, auch Schwangere, die sich dank Stiko noch nicht impfen wollten. Oft angesteckt von jüngeren Geschwistern, die in die GS gehen.
          Was soll denn diese Realitätsverweigerung?

          • Eine sehr pauschale Aussage, die ich durch konkrete Erfahrung relativieren will: In meiner Schule sind ca. 1000 Personen (Schülerinnen, Lehrer, Personal). Und ja es gibt Coronafälle – seit September ca. 90 (darunter nur eine Kollegin). Alle diese Infizierten haben sich außerhalb der Schule angesteckt. Der Ablauf, den mir die genesenen Schüler erzählen, ist immer gleich: Mama oder Papa haben sich auf der Arbeit angesteckt, und dann habe ich mich bei ihnen angesteckt.
            Ich wage eine Übertragung auf Ihren Kreis: Die Eltern haben sich zuerst an ihrem Arbeitsplatz – ohne Maskenpflicht und bis vor Kurzem noch ohne Testung – angesteckt, sind dann auf die ITS gekommen und haben zuvor noch ihre Kinder angesteckt.

          • @Ulrich Bauer: Nehmen wir mal an, es wäre so, dass sich Kinder wie von Ihnen ermittelt überwiegend bei ihren Eltern anstecken. Nehmen wir weiterhin an, dass im Regelfall jeweils zwei Erwachsene zwei Kinder haben ( es sind weniger als zwei, aber es rechnet sich besser ). Ein Elternteil steckt sich auf Arbeit an und infiziert dann seinen Partner und alle Kinder im Haushalt (worst case). Rein rechnerisch kann die Inzidenz in der Kindergruppe in diesem Fall höchstens genauso hoch wie in der Elterngruppe (ich betrachte die nach Alter klassierten Inzidenzen) sein. Sie ist aber signifikant höher. Es stecken sich also mehr Kinder als Eltern an. Da Erwachsene deutlich symptomatischer reagieren als Kinder und im Krankheitsfall die Infektion relativ zuverlässig erfasst wird, lässt sich das auch nicht mit der häufigeren Testung der Kinder erklären, zumal ungeimpfte Arbeitnehmer derzeit deutlich häufiger getestet werden (5 x wöchentlich) als ungeimpfte Kinder (2 – 3 x wöchentlich). Wie erklären Sie diese Differenz?

        • „Den scharfen Vorwurf der Lüge und die Forderung nach Entlassung aus dem Ministeramt sollten Sie nochmals überdenken, zumal ich sehe, dass Sie Ihrem/r Schulminister/in nicht sehr gewogen sind.“
          Hmmm, wenn Sie nicht einmal den Namen „meiner KuMi“ kennen, dann scheinen Sien nicht besonders sattelfest in der derzeitigen Pandemiesituation und den damit verbundenen Verstrickungen zu sein.

          Ich werde Sie auf jeden Fall als „Mitarbeiter des Monats“ im KuMi des Landes NRW vorschlagen….mit diesen Beiträgen sind Sie z.Z. in diesem Forum gaaaanzzz weit vorne!!!

      • Gerade mit der Kenntnis über die stattfindenden Infektionen auch in den Schulen muss den KuMis klar gewesen sein, dass ihr Dauermantra von den sicheren Schulen eine Lüge und damit ein flächendeckender, langanhaltende Betrug am Souverän – dem Volk – darstellt…und allein mit diesem bewussten Lügen, Vertuschen Verleugnen ergibt sich als zwingende Konsequenz eine Entlassung aller an diesem Betrug teilhabenden KuMis und deren Staatsekretär*innen.

        Es geht um Wählerstimmen. Und dann auch gerne am „Rand“, bei denjenigen, die so „blöd“ sind, das zu glauben.
        Und Corona- Leugner feiern offene Schulen.

      • @Andre Hog

        Andre! Bub!!!
        Den hast du offensichtlich mit deiner Präsenz 😉 und Lehrerpersönlichkeit 🙂 beeindruckt:

        „Wüst: Gemeinsamer Fahrplan von Bund und Ländern noch vor Weihnachten – Lauterbach schließt Lockdown aktuell aus
        Wegen der sich rasant ausbreitenden Virusvariante Omikron in Europa müssen nach Auffassung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) Bund und Länder noch vor Weihnachten einen gemeinsamen Fahrplan vereinbaren. „Wir brauchen eine gemeinsame Strategie gegen Omikron“, sagte Wüst am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. …“
        https://www.gmx.net/magazine/news/coronavirus/corona-news-ticker-verschaerfte-massnahmen-weihnachten-landeschef-fahrplan-36441926

      • @Andre Hog: Super, dass Sie die Gelegenheit genutzt haben, den MP auf die unfähige Schulministerin anzusprechen! Was hat Herr Wüst zu Ihren Rausschmissforderungen gesagt??

        • Er hat mich gefragt, was sie denn sonst machen soll….
          Ich ha e ihm gesagt, dass sie doch als ReNo in das Vorzimmer einer Anwaltskanzlei gehen könne.

          Seine Antwort war:
          „Nun seien Sie mal nicht so arrogant“

          Ich habe darauf geantwortet:
          „ICH BIN NICHT ARROGANT….ICH BIN PRAKTIKER!“
          Der Rest des Gespräches ergab sich dann…

          • Lieber Andre Hog! Da haben Sie im Gespräch mit dem MP für Frau Gebauer eine realistische Berufsperspektive entwickelt!
            Nächste neugierige Frage: Pit Clausen treffen Sie beim Hundausführen, wo treffen Sie Hendrik Wüst? Sie kommen ja rum bei der Politprominenz…

    • Sie sind einer der wenigen, die hier ebenfalls gegen Windmühlen kämpfen und auf die Kollateralschäden aufmerksam machen wollen. Diese möchten die meisten aber einfach nicht sehen. Jeder Tag Schullockdown macht etwas mit den Kindern und dies ist sehr wohl wissenschaftlich belegt – sogar mehrfach. Meinen Zuspruch haben Sie!

      • Rüdiger!!!
        Wie oft müssen wir es noch sagen…?
        Wir wollen keinen Lockdown!!!!…wir wollen sichere Schulen!!!( soweit das möglich ist….und glauben Sie mir….da geht noch ne Menge!!)

  15. „Und siehe da: Die Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen übersteigen die der übrigen Altersgruppen um das Dreifache. Fazit: Die Schulen sind sehr wohl nennenswert am Infektionsgeschehen in Deutschland beteiligt.“

    Diese Schlussfolgerung ist schlicht falsch. Aus den hohen Infektionszahlen der Schüler alleine kann man nicht ableiten, wo die Kinder sich angesteckt haben – lediglich dass sie sich angesteckt haben.

    Nur ein paar Zeilen weiter wird sogar dargelegt, dass ein großer Teil des positiven Einflusses, den Schulschließungen hatten, auf sekundäre Effekte zurückzuführen sind, was im Umkehrschluss übrigens auch bedeutet, dass an den Schulen selber nicht so viele Infektionen stattfanden, wie durch die Schließung verhindert wurden.

    • Sehr geehrte/r Lex,

      das Robert-Koch-Institut berichtet allwöchentlich über neue Rekordzahlen von Schulausbrüchen.

      So heißt es im jüngsten Corona-Wochenbericht: „Bei der Zahl der übermittelten Schulausbrüche konnte von Mitte Oktober 2021 bis Mitte November 2021 ein sehr rascher Anstieg beobachtet werden. Dabei überstieg die Zahl der Schulausbrüche bei Weitem das Niveau der zweiten und dritten Welle. Bisher wurden 1.728 Schulausbrüche für die letzten vier Wochen (MW 46-49/2021) übermittelt mit einem neuen Höhepunkt von bisher 753 Ausbrüchen in MW 46/2021.“ Für die vergangenen beiden Wochen stehen noch Nachmeldungen aus.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2021-12-16.pdf?__blob=publicationFile

    • Wenn das so ist, wie Sie qLex es hier darstellen, warum hat man dann vor einem Jahr so einen Riesenzirkus um den Hotspot in Rheda-Wiedenbrück gemacht? – und da saßen weniger Leute dicht gedrängt im Frühstücksraum zusammen als SuS in einer Schule.

      • Ich behaupte nicht, dass es in Schule nicht zu Infektionen kommt. Allein, die nackte Tatsache, dass viele Schüler infiziert sind, erlaubt keinen Rückschluss darauf, wo diese Infektionen stattfanden.
        Für den Bericht des RKI vor ein paar Wochen habe ich mir mal die Mühe gemacht, etwas Mathematik zu Betreibern. Das RKI meldete die Anzahl der Ausbrüche in Schulen und in runder Excel Tabelle die Anzahl der infizierten nach Alter gruppiert. Aus der Anzahl der Ausbrüche und der durchschnittlichen Anzahl der Infektionen pro Ausbruch errechnete ich die absolute Anzahl der Infektionen an Schulen. Aus der Excel- Tabelle las ich die Anzahl der Infektionen der Altersgruppe 6 bis Jahre ab. Das Resultat war, dass die Anzahl der Infektionen, die an Schulen stattfand gerade einmal 5% aller Infektionen ausmachte.
        Natürlich können die Zahlen heute anders aussehen. Aber zumindest damals konnte man aus den Zahn ablesen, dass die Schulen keine Infektionsherde oder Pandemietreiber waren.

        • Jeder,der Kinder hat,weiß,das zig Infektionen aus Schule und Kita mitgebracht werden und dort kursieren.Warum sollte das bei Corona anders sein.

          • Weil z.B. bei anderen Infektionen nicht ständig getestet wurde. Weil bei anderen Infektionen nicht Maßnahmen wie ständiges Lüften oder AHA umgesetzt wurden. Weil Schüler nicht die die Problematik sensibilisiert wurden.
            Die Grippewelle im Winter 2020/2021 Ist ja auch ausgefallen. Ein anderer positiver Effekt der in der Breite (nicht nur in den Schulen) getroffenen Maßnahmen.

        • „Allein, die nackte Tatsache, dass viele Schüler infiziert sind, erlaubt keinen Rückschluss darauf, wo diese Infektionen stattfanden.“

          Ein wichtiger Baustein, um sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen, ist nach wie vor, auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu achten. An und in Schulen gilt diese Regelung natürlich nicht. Da habe ich aber bereits eine ziemlich logische Folgerung.

          • Sie sagen es: „nach wie vor“. Warum? Z.B. weil die Erwachsenen sich nicht haben ausreichend impfen lassen. Oder weil außerhalb der Schule nicht genügend Kontakte vermieden werden (nicht nur Kontakte der Schüler, sondern insbesondere der Erwachsenen).
            Warum sollten Eltern und Lehrer sich dafür einsetzen, dass in der Schule Einschränkungen erfolgen statt dafür, dass außerhalb der Schule Maßnahmen getroffen werden?

  16. @Redaktion
    Guten Abend,
    Sie schreiben:
    „Mit keiner Zeile „nehmen“ die (unbenannten) Autoren der Universität Köln und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung „Bedenken“ oder…“

    Die KMK hat dazu veröffentlicht:
    Mit den Arbeiten wurden das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, Professor Dr. Gérard Krause, sowie die Kinderklinik der Uniklinik Köln, Professor Dr. Jörg Dötsch, betraut.

    https://www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/abschlussberichte-der-studie-werden-veroeffentlicht-sobald-die-studie-abgeschlossen-ist.html

    Grüße

    • Lieber Walter,

      die Studie selbst ist nicht mit Autorennamen versehen (was durchaus ungewöhnlich ist). Wir halten es auch nicht für wahrscheinlich, dass nur zwei Professoren an einem 236 Seiten langen Papier gearbeitet haben, das den Anspruch hat, den aktuellen internationalen Forschungsstand zusammenzufassen. Wenn der Auftraggeber keine Autoren benennt, hat das einen gewichtigen Vorteil: Er muss für Interpretationen, die vom Inhalt nicht gedeckt sind, keinen profunden Widerspruch fürchten.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Die Professoren haben sicherlich einen Stab an wissenschaftlichen Mitarbeitern, die alles zusammentragen und mit ihm aufarbeiten. Final wird es abgestimmt und der Chef unterschreibt es und veröffentlicht es unter normalerwiese unter seinem Namen, um den ganzen mehr Geicht zu geben.
        Man muß sich aber schon die Frage stellen, warum die Autoren ihre Namen nicht nennen wollen.

      • Natürlich ist ein fehlender Bezug auf die Verfasser auffällig. Wer sagt uns denn, dass die (236?) 226-Seitige Version die Originalausgabe und nicht nur die öffentliche Version darstellt. Bis zu einem Untersuchungsausschuss wird es sowieso nicht kommen.
        Seite 3 letzter Absatz: „Ein weiterer systematischer Review zu Kosten (S.27-29) von Hygienemaßnahmen und Teststrategien“
        Auf den Seite 27 – 29 werden im Abschlussbericht allerdings keine Kosten (wie aufgeführt) behandelt. Wie kann das sein?
        ——
        Zu den Personalien fällt nach Recherche (nur 2021) folgendes auf:
        Im Jahr 2021 wird man von Professor Dr. Gérard Krause aus Braunschweig so gut wie keine öffentliche Stellungnahmen finden.
        14.04.2021: Basis für das neue Infektionsschutzgesetz ist die Sieben-Tage-Inzidenz. Doch das ist ein schwerer Fehler, kritisiert Epidemiologe Krause im tagesschau.de-Interview – und schlägt vor, wie es besser gehen könnte.

        Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) vom 22.04.2021:
        Während Forscher wie der Physiker Michael Meyer-Hermann und die Virologin Melanie Brinkmann mit ihrem „NoCovid“-Papier in der Politik für Aufsehen sorgen, sei dem Helmholtz-Epidemiologen Gerard Krause das Unterzeichnen eines an die Politik gerichteten Appells gegen den Inzidenzwert als „Maß aller Dinge“ vom HZI verboten worden. Wie das HZI auf Anfrage von regionalHeute.de erklärt, beruhe dieser Vorwurf jedoch auf „falschen Recherchen“.

        Von Professor Dr. Jörg Dötsch liest man folgendes:
        19.04.2021 „Wir starren immer noch auf die falschen Indikatoren, setzen deswegen die falschen Prioritäten und wundern uns, dass wir kaum Fortschritt machen“, kritisiert Prof. Dr. Gérard Krause im Interview mit tagesschau.de. Die 7-Tage-Inzidenz sei als Maßstab für eine Lockerung oder Verschärfung der Corona-Maßnahmen ungeeignet. (HNA.de)

        22.07.2021: Prof. Jörg Dötsch | Kinderarzt | Bewertet die Risiken einer Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche (swr1)
        Was hätte die Politik in der Vergangenheit besser machen können?

        13.07.2021: Es sollte niemandem Fehler vorgehalten werden, die passiert sind. Wir sollten nicht in die Vergangenheit schauen und urteilen, wer was falsch gemacht hat, sondern in die Zukunft blicken und das Wissen nutzen, das wir jetzt haben. Wir wissen, dass Gastronomie, Unternehmen oder etwa Lehrerverbände eine eigene, starke Stimme haben und für sich einstehen können. Sie können klar zum Ausdruck bringen, was ihnen an der aktuellen Situation nicht passt. Kinder haben jedoch nicht so eine Stimme. (cicero.de)

        21.11.2021: Angesichts der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der vierten Corona-Welle haben Kinder- und Jugendmediziner vor erneuten Schulschließungen gewarnt. „Ich plädiere dringend dafür, den Schulbetrieb während der gesamten vierten Welle aufrechtzuerhalten“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Jörg Dötsch, der „Rheinischen Post“.

        17.12.2021: Der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Köln, Jörg Dötsch, rät dazu, fünf- bis elfjährige Kinder mit einer Vorerkrankung unbedingt impfen zu lassen. (reuters.de)

  17. „[…]Denkbar sei es, dass die Schulärztin in der großen Pause impfe. „Oder mobile Impfteams, die in die Schulen gehen. Natürlich immer in Absprache mit den Eltern“, betonte Stark-Watzinger. Wichtig sei, dass das Angebot für die Impfungen der Kinder- und Jugendlichen niedrigschwellig sei. „Das sehe ich zusammen mit Hygienemaßnahmen und digitalen Angeboten als Schlüssel, um den Schulbetrieb zuverlässig aufrecht zu erhalten“, erklärte sie.
    Zu flächendeckenden Schulschließungen darf es aus Sicht von Stark-Watzinger nicht noch einmal kommen. Schulschließungen sollten das allerletzte Mittel sein, sagte sie. „Vorher sollten wir auf andere Dinge verzichten. Kurz gesagt: Solange wir noch ins Fußballstadion gehen können, darf keine Schule schließen.“

    https://www.tagesspiegel.de/politik/um-schliessungen-zu-verhindern-bildungsministerin-stark-watzinger-will-verstaerkt-in-der-schule-impfen/27904906.html

    Wo gibt es denn Schulärzte? Bei uns nicht. Wer soll das denn sein? Und wo die Impfgegner und Coronaleugner massenweise am Start sind, will wohl kaum ein Schulleiter Impfteams in der Schule haben. Völlig an der Realität vorbei, zumindest was Thüringen betrifft. Und Hygienemaßnahmen, die bei uns aus einem Spritzer Desinfektionsmittel am Morgen bestehen, dürften Omikron nicht beeindrucken.
    Erstaunlicherweise kommen in ihrer Aussage „digitale Angebote“ zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs vor. Der Schulbetrieb war ja tatsächlich auch nie „weg“, sondern je nach technischer Ausstattung gab es für die SuS Videokonferenzen oder Materialien über die Schulcloud.
    Enge Klassenräume allerdings mit Fußballstadien zu vergleichen, wo doch Aerolsolforscher gerade erst wieder bestätigt haben, dass Stadien nicht das Problem sind, Innenräume mit vielen Ungeimpften aber schon, ist einfach wieder nur dumm und faktenverleugnend.

    https://www.n-tv.de/wissen/Wieder-was-gelernt-zu-Corona-Hotspots-Schulen-sind-gefaehrlich-volle-Stadien-nicht-article22949719.html

    „Weihnachtsmärkte absagen, Stadien leeren – so bereiten sich einige Bundesländer auf die Winterwelle vor. Eine Entscheidung, die Aerosolforscher nicht nachvollziehen können, denn das Coronavirus werde nicht an der frischen Luft übertragen, sondern über „schmutzige“ in vollen Innenräumen.“

    „Wenn jetzt immer noch kommuniziert wird, dass Fußballspiele potenzielle Superspreader-Events sind und es gefährlich ist, hinzugehen, das ist in der Zwischenzeit vorsätzlich falsch“, regte sich DFL-Chef Christian Seifert anschließend auf.“

    • Impfen ist ja gut und schön!
      Die Frage ist nur: „Womit?“
      Eine Erstimpfung schützt so gut wie gar nicht, die Zweitimpfung kaum und der Booster zu knapp 70% – nach 14 Tagen – vor einer Infektion mit Omikron.
      Man kann nur hoffen, dass die Weihnachtsferien, die am Mittwoch beginnen, die Welle aufhält!
      Andererseits wird ja immer gesagt, dass Schulen die einzig sicheren Orte in der Pandemie sind.
      Also vielleicht doch lieber die Ferien streichen? Heiligabend im gut gelüfteten Klassenzimmer?

      • Vor der Welle ist nach der Welle, und Omirkon wird halt es im Januar durchschlagen.
        Es sei denn die Weihnachtsaktivitäten ziehen das Ganze vor (werden wir vermutlich aber erst Mitte Januar wissen, wenn die Zahlen des RKI glatt gezogen wurden) und die Infektionen finden bis Drei-König statt.
        Dannach sind die Schulen erstmal wieder sicher, weil dann die meißten SuS geipmpft und genesen sind.

  18. In London wird der Katastrophenfall ausgerufen, nicht nur, weil mehr Menschen ins Krankenhaus müssen, sondern weil aufgrund vieler Infektionen die Polizei, Feuerwehr, Pflege usw. kollabiert!
    Sollte es zu solchen Problemen auch in deutschen Schulen kommen, nützt auch die Impfung nicht mehr viel.
    Zum Glück gibt es Quarantäne nur für die infizierte Person! Evtl. wird es mit der Betreuung der verbliebenen SuS etwas knapp, aber vielleicht kann man sie mit dem verbliebenen Lehrer in der Turnhalle beaufsichtigen. Dann erledigt sich das Problem schnell von selbst! Ironie off!

    • Omikron wird auch Deutschland zur Handlung zwingen. Wer die Zahlen aus UK sieht, ahnt, dass Schulschließungen, neben anderen Einschränkungen unumgänglich sein werden.
      Sehr viele Schüler haben noch keine Drittimpfung, wir sprechen also von Millionen, die sich infizieren können, neben den Ungeimpften. Es wäre Wahnsinn, Omikron durchbrettern zu lassen.

    • @In Sorge: Nur weil in London Polizei, Feuerwehr usw. ausfallen, können Lehrkräfte dort und bei uns doch trotzdem antreten. Dass die Schulen offen bleiben, ist viel, viel wichtiger als alles andere. Es macht nichts, dass Menschen zu schaden kommen, Häuser abbrennen usw., wenn im Gegenzug die Schulen offen bleiben. Da Schulen wie Hygienefilter wirken, macht es auch nicht, wenn Lehrkräfte infiziert sind. Einfach zusammenreißen, so ein bisschen Corona … Und falls doch jemand nicht so kann, dann kommt Ihre Variante zum Zug, Aufbewahrung in der Turnhalle …/aus

      • „Dass die Schulen offen bleiben, ist viel, viel wichtiger als alles andere. “

        Dieser Satz kann ich nicht verstehen und werde ich nie.

        Warum sind offene Schulen wichtiger als Gesundheit und Leben ihrer Schüller?

        Um Gottes willen, was schreiben Sie da??

        Besuchen Sie bitte umgehend ein Kriegsgebiet oder Hungersnot-Gebiet. Es gibt sie zu viele auf dieser Erde.

    • Sic est.
      Habe es auch mit Sorge gelesen.
      Und im Winter…
      … ca 25 Schüler tragen fast nur OP Masken…
      … manchmal auch korrekt…
      … Lehrkräfte haben bei und jetzt auch nur kostenlose OP-Masken bekommen…
      … Schüler sitzen Wange an Wange…
      … enge Räumlichkeiten….
      …zusammenhocken über Stunden…
      …Zweifel an der richtigen Durchführung der Tests bei Schülern …

      An welchen Ort hat man ähnliche Szenarium?

      Bei Omikron kommt hinzu:
      …ÖPNV Anreise…
      … Schnelltests NACH der ÖPNV Anreise…
      … Fahrgemeinschaften…
      Etc.

      Das wird noch kesseln.

    • Bei Omikron gehen auch geimpfte Kontaktperson für 14 Tage in Quarantäne! Ob sie sich nach 5 Tagen freitesten können, bleibt abzuwarten. Das wird gar nicht lustig im neuen Jahr: Familien zusammen 14 Tage in ihrer Wohnung eingeschlossen? Da wird jedem Familienmitglied Distanzunterricht wie Ferien vorkommen!

  19. Und wenn die Daten über Corona an Schulen dem Bundestag vorgelegen hätten?

    Hätte unsere Volksvertreter nur belastet!

    Um zu beschließen, dass generelle Schulschließungen in Zukunft nicht mehr möglich sein sollen hätten die dann viel mehr Mühe investieren müssen.

    Was da kommt eine Studie, die belegt, dass die Schulen doch nicht sicher sind und eventuell doch zur Verbreitung der Pandemie einen großen Beitrag leisten.
    Mist!
    Also Augen fest zu kneifen.
    Finger in die Ohren und laut La-La-La-La-La singen.
    Gehirn abschalten und als Mantra immer wieder die Kontonummer des Parteispendenkontos wiederholen.

    Geschafft! Sie lästige KMK mit ihrer unbequemen Studie ist weg. jetzt können wir für sichere und offene Schulen stimmen.
    Das hätte nur schlechte Stimmung gemacht.

    Die KMK hat mit ihrem rücksichtsvollen Verhalten dem Bundestag und der neuen Regierung, insbesondere der FDP, viel Stress und Ungemach erspart.

    Es besteht also keinerlei Grund die KMK zu tadeln. Viel mehr haben sich die Herren und Damen durch ihr umsichtiges Verhalten zu höheren Aufgaben qualifiziert.

    Eventuell im Gesundheitsministerium. Mann könnte da alle Studien zu Überlastung und nötigen Triagen einfach in den Aktenvernichter stopfen. Schon wäre die Krise in der Pflege auch behoben.

    Das Verhalten der KMK hat also, aus politischer Sicht, echt Potential.

  20. Diese heuchelnden Ignoranten!
    Sie ignorieren PIMS bei Kindern!
    Sie ignorieren Longcovid bei Kindern!
    Sie ignorieren neben der physischen auch die psychische Belastung einer Ansteckungsgefahr in der Pandemie bei den Kindern!
    Sie ignorieren die Schwächen der Impfstoffe, gerade auch bei vulnerablen Menschen!
    Sie ignorieren die potenzielle Gefährlichkeit von Mutationen!
    Sie heucheln Sicherheit in den Schulen vor und bieten statt einer solchen eine Zwangsdurchseuchung!
    Sie ignorieren das tägliche Sterben wegen Covid-19 in den Krankenhäusern und ignorieren einen Zusammenhang zwischen Infektionsgeschehen in den Schulen und Schülerhaushalten und der Anzahl der gesamtgesellschaftlichen schweren Covid-19-Verläufe!
    Sie wehren sich dagegen, die Schulen der Lage angemessen zu reformieren, einen nachhaltigen Schritt zu tun!

    Die KMK zeigt sich nicht nur überflüssig in dieser Pandemie, weil sie nicht proaktiv im Sinne der Bewältigung der Pandemie mit dem Ziel möglichst weniger Opfer (Kranke/Tote) handelt, sondern schädlich! Denn: Vielleicht wurde durch die Zwangsdurchseuchung zwar der eine/die andere Impfgegner(in) unter den Eltern und dem Umfeld bisher mit zwangsimmunisiert, da man einer Infektion in einem Schülerhaushalt nicht ausweichen kann, aber wieviele der dadurch stattgefundenen Impfdurchbrüche mussten infolge der vorangetriebenen Durchseuchung der Gesellschaft über die Schulen wohl deswegen sterben? Man erinnere sich auch an die Hochrechnungen der Vergangenheit aus früheren Wellen bezüglich der Wirkung von (versäumten) Schulschließungen. Manche Dinge vergisst man nie!

    Und nun erfordert Omikron ein konsequentes Handeln durch Kontaktbeschränkung und man setzt zeitgleich auf die Boosterimpfung, um die Ausbreitung in der Gesellschaft zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem, das sowieso schon am Limit ist wegen Delta, nicht vor ein unlösbares Problem gestellt wird. Genesene infizieren sich, Doppeltgeimpfte infizieren sich und zum Teil sogar auch Dreifachgeimpfte, Ungeimpfte sowieso. Über Krankheitsschwere und was Omikron für die Kinder bedeutet, weiß man noch nichts Genaues. Was passiert aber in den Schulen? Nichts, worauf man deutschlandweit bauen könnte! Weder sind Kontaktbeschränkungen verpflichtend, noch nicht einmal AHA-L, noch ist in Deutschland bei unter 18-Jährigen zum jetztigen Zeitpunkt eine Boosterimpfung zum Schutz gegen Omikron vorgesehen, noch hat man das Recht, sich individuell der Gefahrenlage durch Aufhebung der Präsenzpflicht zu entziehen. Man wird geradezu dazu gezwungen, sich der Schule durch übermäßige Fehlzeiten zu entziehen.

    Verlieren tun dabei wieder nur die Kinder. Mit phasenweisem Distanzunterricht zur rechten Zeit könnte man viel Unheil der Gesellschaft und individuelles Unglück abwenden! Infektionsgeschehen könnte wirksam eingedämmt und Zeiten bis zur Impfung sicher überbrückt werden. Sollen es doch die Schulen in dieser Gefahrenlage selbst entscheiden können, ob sie es bewerkstelligt bekommen oder nicht. In anderen Ländern geht das auch (z.B. Österreich). Wo es geht und wo man es kann, einfach mal machen lassen.

    Hier setzt man dagegen wie besessen auf ein einheitliches und solidarisches gemeinsames Untergehen, damit die Defizite in der Digitalisierung und auch sonstige Versäumnisse nicht als Riesenthemen auf dem offenen Tisch präsentiert werden müssen. Hier hat das Vertuschen des gemütlichen Vor-sich-hin-Dümpelns in der Vergangenheit der KMK selbst bei einer noch nicht einschätzbaren und vermutlich sehr gefährlichen Fluchtmutation mehr Gewicht als Menschenleben und die Gesundheit allgemein zu retten! Hier macht man lieber nichts und lässt sich das gesetzlich absegnen und nennt das dann zur Krönung noch „bildungsgerecht“. Hier wird geheuchtelt, ignoriert, zwangsinfiziert, Fortschritt und Umbruch verweigert, Möglichkeiten bleiben ungenutzt!

    Was für eine destruktive Schulpolitik im 21. Jahrhundert mitten in der Pandemie! Nun machen sich die Schulentscheider(innen) lieber zwei Jahre lang in der Öffentlichkeit konsequent unbeliebt statt ihre Kraft produktiv und positiv dafür einzusetzen, Schule und Pandemie miteinander in Einklang zu bringen. Außer einer Zwangsdurchseuchung ohne (!) Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten per Schulbesuchspflicht ist ihnen nichts dazu eingefallen! Meiner Meinung nach ist das der größte Skandal in der Pandemie in Deutschland!

    Es gibt viele Schwierigkeiten in der Pandemie, aber in den anderen Bereichen ist man wenigstens bemüht, Fehler auszuräumen und sich weiter zu entwickeln, sein Verhalten anzupassen. Nur Schulen sind und bleiben ein gefährlicher, weitgehend ungeschützter und aufgrund aufgerissener Fenster im Winter dazu noch ziemlich kalter Durchseuchungsraum, wo es in der Vergangenheit noch nicht einmal selbstverständlich war, Masken bei hohen Inzidenzen tragen zu müssen. Im Gegenteil: Die Maskenpflicht wurde in manchen Bundesländern sogar noch passgenau gerade zur Zeit der Verschlechterung des Infektionsgeschehens bei massiv ansteigenden Inzidenzen aufgehoben, was doch ein Beweis dafür ist, dass man möglichst noch viele (auch Eltern) infizieren wollte, so lange das Gesundheitssystem es noch irgendwie hergeben könnte.

    Man war, ist und bleibt aus Prinzip voll auf (Durchseuchungs-)Kurs … Fakten, (sogar selbst in Auftrag gegebene) Studien, Entwicklungen, Einwände sind unerwünscht und dürfen keine Beachtung finden! Für was braucht man die Schulentscheider(innen), unflexibel und starrsinnig wie seit zwei Jahren auf die Ereignisse der Pandemie reagieren? Noch nicht einmal als Galionsfiguren taugen die Akteure, denn sie wenden kein Unglück ab! Im Gegenteil: Sie produzieren es!!!

    • Danke liebe Viva!

      Ja, wo liegt das Problem?

      Den Menschen mit den Kindern und Lehrern (mit und ohne Kindern) eine Wahl zumuten?

      Wieso mutet uns man dann eine Wahl beim Wählen zu?

      Obskurer geht es kaum.

  21. Also der Artikel , bzw.die Überschrift liegt dem Gedanken nah, dass den parlamentarischen Vertretern was absichtlich verschwiegen würde, was fast dem Staatsverrat gleich wäre. Das ist doch totaler Quatsch! Ich bin mir ziemlich sicher dass so eine Entdeckung ( „Corona -Schule-Gate“) weitreichende Konsequenzen hätte.

    Auf jeden Fall was ich weiß, ist die Tatsache, dass die Kontaktbeschränkungen in der x oder y Welle gegen den Widerstand der Wirtschaftsverbände/Arbeitgeber Vertreter gestoßen ist und am Ende war es am einfachsten, die Schulschließungen vorzunehmen als „Lösung“, um nicht die Schüler explizit zu schützen, sondern allgemeine Mobilität zu begrenzen.

    Heutzutage mit der Booster Impfung/ Kinderimpfung wird es rechtlich gar nicht möglich sein. Auch Lockdown in Österreich oder wo anders, war richtig Light und nicht länger als 2 oder 3 Wochen. Es ist halt nicht die gleiche Situation wie vor einem Jahr darum darf man nicht immer die gleichen Instrumente benutzen, so ist es einfach wenn man in einem Rechtsstaat lebt( s.auch die genaue Begründung des BVG zum Thema“Schulschließungen“).

  22. Wenn die Gesundheitsversorgung zusammenbricht, haben wir ganz andere Probleme als diesen unnötigen Tanz um offen vs geschlossene Schulen.
    Viele meinen immer noch und immer wieder, dass es uns schon nicht treffen wird.
    Wir haben höchstens ein paar Tage Vorsprung.
    Diesen Vorsprung werfen wir gerade weg.
    Ich will nie wieder von Politikern hören, dass sie das ja nicht ahnen konnten!!

    • Man sieht, was in den Nachbarländern geschieht,
      man stellt fest, dass die Inzidenzen nicht schnell genug fallen…

      … aber wo ist die Konsequenz?

  23. „Im Jahr 2020 machten die Deutschen einen Deal, den Corona-Generationenvertrag: Kinder und Jugendliche schränken sich ein, damit die Älteren geschützt werden – bis die Impfung den Schutz übernimmt. Danach waren die Erwachsenen in der Pflicht, die ungeimpften Kinder zu schützen. Denn mittlerweile war klar, dass Covid bei Kindern meistens harmlos, aber in Ausnahmefällen schwerwiegend verlaufen kann. Und dass die Einschränkungen den Jüngeren enorm schaden. Nur: Die Erwachsenen kamen ihrer Pflicht nicht nach.“

    Quelle: https://krautreporter.de/4183-hoffentlich-erlebe-ich-nochmal-was-bevor-ich-alter-werde

    Ich werde hier häufig angegangen, wie ich so dreist sei könne, für alle Kinder offene Schulen zu fordern. Wie können Sie umgekehrt so dreist sein, für alle Kinder geschlossene Schulen zu fordern? In Folge schließen nämlich sämtliche Jugendeinrichtungen und die Kinder sind wieder auf sich alleine gestellt, insbesondere die in prekären Situationen. Mich freut es sehr, dass Ihre Kinder wohlbehütet aufwachsen. Die anderen sind aber egal? Schauen Sie, dass Ihr Umfeld geimpft ist und trauen Sie sich das Leben wieder zu!

    Wie lange dürfen Schulen denn Ihrer aller Meinung nach geschlossen sein? Zwei Wochen? Drei Monate? Ab sofort jeden Winter, weil eine neue Mutation die Runde macht, ehe diese doch dominiert? Oder gar, bis Corona verschwunden ist? Dann habe ich schlechte Nachrichten für Sie: Letzteres wird nie passieren.

    Weihnachten mit den Großeltern wird es ebenfalls nie wieder geben, wenn Sie selbst in den Impfstoffen keine Lösung sehen. Mit Ihrem Fernbleiben haben Sie Oma und Opa vielleicht geschützt, aber wissen Sie, wie viele Feste die betagten Damen und Herren überhaupt noch erleben werden? Das soll nicht zynisch klingen, die Frage muss man sich jedoch stellen. Meine noch lebende Großmutter sagt mit ihren 89 Jahren, dass wir bitte alle kommen sollen, da jedes Weihnachtsfest ihr letztes sein könnte – auch ohne Corona. Wir kommen dem Wunsch der alten Dame gerne nach.

    • Noch einmal für Sie:

      (Ebenso wie den – jetzt leicht überarbeiteten – obigen Post, den ich Ihnen schon an anderer Stelle geschrieben habe.)

      Sie möchten quasi – für eine (wie Sie selbst zugeben) gefährdete Minderheit – alle nicht gefährdeten Kinder und ihre Familien im Hintergrund in schulische Geisel-, beziehungsweise Durchseuchungshaft nehmen. Mit welchem Recht? Mit welcher echten, tragfähigen Begründung? Dass es vermehrt „intakte“ Familien gibt, in denen die Kinder psychische Störungen gibt? Da stellt sich mir die Frage, ob diese Familien wirklich so intakt sind.
      Außerdem könnte die Zunahme vielleicht auch bei vielen daran liegen, dass wir uns in einer PANDEMIE befinden, die Angst machen kann und die durch das ständige Hin und Her in der medialen Berichterstattung einfach sehr belastend sein kann. Angst, die Infektion mit nach Hause zu bringen und für die Erkrankung von Geschwistern, Eltern oder Großeltern verantwortlich zu sein, die vielleicht dann nicht ganz so glimpflich abläuft wie der viel beschworene leichte Verlauf bei Kindern? Angst, dass sich dadurch das eigene Leben dauerhaft zum Negativen verändert, weil Mama nicht mehr arbeiten kann, weil Papa nie mehr aus dem Krankenhaus nach Hause kommt, weil Oma tot ist?
      Zusätzlich wirken vielleicht auch die vielen sinnlosen Pseudo-Schutzmaßnahmen, die aber als tolle Hygienekonzepte verkauft werden und die kaum verhohlenen Unwahrheiten darüber nicht unbedingt förderlich auf die psychische Gesundheit aller Beteiligten.
      Das ständige Zerren in alle Richtungen durch die oft undurchdachten Entscheidungen durch unsere Politik, die keine verlässlichen Planungen zulassen tut sicher auch ihr Übriges.
      Psychische Belastungen, die durch diese Ängste entstehen und krank machen, scheinen in Ihrer Argumentation keine Rolle zu spielen, dabei sind genau das die, die ich in meinem Alltag am häufigsten sehe. Was ist denn damit? Wo berücksichtigen Sie das in Ihrer Forderung nach offenen Schulen?

      Sie führen an, dass ja nicht nur Schulen geschlossen waren (was sie bei genauem Hinsehen nie richtig waren), fordern aber stellvertretend für alle die von Ihnen angeführten weggefallenen Aktivitäten und Begegnungsmöglichkeiten, schlicht offene Schulen.

      Noch einmal mit welcher Begründung möchten Sie, dass alle sich dem aussetzen müssen? Schulen als Allheilmittel. Warum fordern Sie nicht Distanzunterricht, aber offene Sportvereine mit festen Kleingruppen als Möglichkeit? Diese wären dann auch gut nachvollziehbar.
      Glauben Sie wirklich, die Kinder von „intakten“ Familien (wie Sie es nennen) hätten sich tatsächlich nie mit anderen getroffen? Das glaube ich nicht und kann auch aus den Berichten meiner Schülerinnen und Schüler entnehmen, dass sie sich sehr wohl in ganz kleinen (gut nachverfolgbaren) Gruppen durchaus getroffen haben. Bei den meisten verantwortungsvollen Eltern waren es ziemlich feste Grüppchen, die aber einen Ausgleich zu den ansonsten fehlenden Treffen boten. Warum fordern Sie nicht, Wechselunterricht, der Treffen ermöglichen würde, aber eben auch Abstand und leerere Busse?

      Nein, offene Schulen sind in Ihren Augen anscheinend die Rettung der (jugendlichen) Welt, koste es, was es wolle! Einmal Durchseuchung für alle bitte, auch für die, die gar nicht durchseucht werden müssten und es schon gar nicht wollen!

      Es geht nicht darum, sich selbst oder die Kinder für immer einzusperren, sondern darum einen SICHEREN Schulbesuch zu ermöglichen. Eben damit Familien sich sicher treffen können. Die Möglichkeit von Impfdurchbrüchen oder die neue Omikron-Variante mit ihren im Moment unabwägbaren Folgen ignorieren Sie.

      „Mich freut es sehr, dass Ihre Kinder wohlbehütet aufwachsen. Die anderen sind aber egal?“
      Dazu habe ich oben schon etwas gesagt. Dass mir mein Leben und das meines Kindes näher am Herzen liegen, verurteilen Sie also? Egal ist mir das Leben der anderen ganz bestimmt nicht, aber ich hänge schon doch etwas mehr an meinem. Sie nicht? Ich bewundere Sie!

      „Schauen Sie, dass Ihr Umfeld geimpft ist und trauen Sie sich das Leben wieder zu!“
      Ich traue mir mein Leben absolut zu! Ich möchte aber ebenso geschützt werden, wie es die lieben Politiker für sich selbst tun! Ich möchte ebenso geschützt werden wie andere, die selbst entscheiden dürfen, ob sie im Home-Office oder vor Ort arbeiten wollen. Ich möchte ebenso geschützt werden wie andere, auf deren Arbeitsstätte das Abstandsgebot tatsächlich gilt und umgesetzt wird! Ich möchte auch passendes Equipment zu Schutz gestellt bekommen und nicht selbst zahlen müssen! Ich möchte einigermaßen sicher sein können, dass auch ich meiner Familie keine unabsichtlichen Geschenke unter den Weihnachtsbaum lege, weil der Schnelltest zu unsicher war oder weil die Eltern von Kind XY das Formular einfach unterschrieben haben, ohne den Test zu machen oder die Impfung für unnötig halten. (So könnte ich jetzt ewig weitermachen.) Und das alles möchte ich übrigens auch für meine Schülerinnen und Schüler!

      Solange diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, sehe ich die erzwungenen offenen Schulen als bewusst gewollte Gesundheitsgefährdung und bin für Distanz- oder Wechselunterricht!

      „Wie lange dürfen Schulen denn Ihrer aller Meinung nach geschlossen sein?“ So lange bis wirklich alles getan wurde, um einen SICHEREN Schulbetrieb zu ermöglichen, wohl in dem Bewusstsein, dass es absolute Sicherheit nie geben wird. Das ist auch gar nicht nötig.

      Bildung kann nachgeholt werden, Erfahrungen können auch während geschlossener Schulen gemacht werden, aber eine ruinierte Gesundheit kann einem niemand einfach so wiedergeben und vom Tode auferstehen, schaffen auch nur die Wenigsten!

    • Ach übrigens:
      Gerade WEIL es das Weihnachten mit den Großeltern nicht ewig geben kann und jedes Jahr – auch dieses- das letzte sein könnte, fordere ich adäquten Gesundheitsschutz auch in Schulen, für die Kinder, für die Familien im Hintergrund und -ja- auch für mich. Damit es nicht DURCH Corona das letzte wird!

    • Noch ein „Ach Übrigens“ (mir kocht gerade die Galle über):

      Was nutzt eine an Spätfolgen leidende oden gar an Covid verstorbene Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern noch? Und zwar sowohl den wohl behüteten als auch denen in prekärer Lage?

      Was Sie fordern gleicht im Moment nichts anderem als der Forderung nach der totalen Selbstaufgabe für den Lehrberuf, das würde auch unseren Politikern gut gefallen! Um Gesundheitsschutz in Schulen muss man sich nicht kümmern, gleiche Arbeitsschutzmaßnahmen in Schulen wie für andere Arbeitnehmer? Pah, wo kämen wir denn da hin!

      Genau das bedeuten nämlich offene Schulen im Moment und dagegen verwahre ich mich.

    • Der Begriff SCHULSCHLIEẞUNG ist so schön vorwurfsvoll, nicht wahr.
      Hat es aber NIE gegeben!
      Aber befeuert so schön das Vorurteil der „faulen Säcke“, dessen sich so viele gerne bedienen.

      Ich hab‘ keinen Bock mehr auf Rechtfertigung, der eklatante Mangel an LuL spricht für sich.
      Auch Sie, Herr V. wären als Seiteneinsteiger mit Ihrer sozialpädagogischen Ausbildung willkommen!
      Mein Wunsch:

      Nicht Schule schließen, Schule sicherer machen.

      Nicht von „alles tun“ REDEN, sondern es TUN.
      Nicht anderen Maßnahmen verweigern, die für sich selbst in Anspruch genommen werden.

      Und bitte keinen bullshit mehr, von Bremsscheiben, Hygienefiltern, Frühwarnsystemen, …

    • Ach Rüdiger….
      gerne nochmal für besonders erkenntnisresistente oder auch des sinnentnehmenden Lesens nicht so Mächtige!!

      Wir fordern keine geschlossenen Schulen – was wir fordern sind sichere Schulen – so weit, wie das mit den aktuellen Möglichkeiten zu gewährleisten ist.

      Und jetzt kommen Sie bitte nicht mit der „Placebo-These“ von Hendrik Wüst, dass z.B. Luftfilter gar nichts bringen…

      Selbst die „heute show“ von Freitag hat es geschnallt, dass da Möglichkeiten einfach kategorisch von den KuMis ausgeschlossen wurden, weil sie ihnen zu teuer waren.

      HALLO!!! ……. Rüdiger Vehrenkamp!!!!!! Wir wollen die Schulen nicht schließen!!!!

      So….und jetzt will ich diesen Scheiß auch von Ihnen hier nicht mehr lesen müssen!!

    • Ich tendiere auch in die Richtung. Inzwischen haben wir sogar Kinderimpfungen im Angebot, es wird getestet und es werden Masken getragen, bei uns selbst FFP2 Masken beim Einkaufen. Die Impfangebote sind hier schlagartig besser geworden. Ärzte impfen ohne Unterlass. Lehrer, die an vorderster Front arbeiten, sind meistens schon geboostert. Was soll man denn noch alles tun? Wir können diese Pandemie nicht aussitzen und ungeimpft auf den St. Nimmerleinstag warten. Das Virus wird wie das Grippevirus nicht verschwinden.
      Der Distanzunterricht ist für die meisten nicht gut und tut den Kindern und Jugendlichen nicht gut. Die Eltern, die hier schreiben und den Distanzunterricht gut, besser oder gleichwertig sehen, gehören zu der kleinen Gruppe der Ausnahmen.

    • Sorry, ich schließe kein Abo beim Krautreporter ab, RV, auch wenn Sie darauf verlinken.

      Ich hasse es, wenn Leute mit Pay-Artikeln arbeiten als Quelle, das ist unseriös.

      Und auch nicht zielführend für RVs Argumentation, denn wenn ich mir die obere Grafik anschaue, die noch lesbar ist, ist doch alles super bei den Kindern…

    • Schulen auf oder zu? – Schulen: Offen immer sicherer als geschlossen. – Keine Schulschließung. – Schullockdown

      Dabei möchten so ziemlich ALLE hier nur die Wahlmöglichkeit, selbst für den Gesundheitsschutz ohne erfahrene Sicherheit oder obligatorischem Mindestabstand zu entscheiden, alleine mittels aufgehobener Präsenzpflicht.

      Präsenzaufhebung weder nach Tagen, Wochen oder Monate vorherbestimmt, sondern nur der regionalen Situation vor Ort angemessen, wie es bei bereits einmal praktizierten 7-Tage-Inzidenzwerten <165 ganz gut funktionierte.

      Langsam hat die stringente Argumentation R. V. so etwas für mich wie panische Ängste von jemandem, dessen Arbeitslohn nur nach physischer Anwesenheit IN der Schule abgerechnet werden kann.

  24. Heute hat der neue CDU Vorsitzende Merz gleich „Profil‘ gezeigt und erst Mal Karl Lauterbach kritisiert. Er habe zu krass gewarnt. Auch England, Holland, Dänemark, alle doof!
    Nur die CDU mit ihren NRW Highlights in Verbindung mit den neoliberalen Freiheitsrufern, die sind richtig krass gut.
    Die wissen mehr als alle, auch als das RKI, die Leopoldina, Virologen, ….
    Moment Mal, hatten die nicht bisher Recht mit ihren Prognosen????
    Ich wünsch mir sowas von Mutti zurück, die wissenschaftlich denken kann und zumindest noch versucht hat, ihre „Blagen“ zu erziehen.
    Aber wir in NRW sind einfach toll, wir haben ja das ultimative Frühwarnsystem, das gleichzeitig als Bremsscheibe und Hygienefilter fungiert. Sozusagen die eierlegende Wollmilchsau. Leider wird die gar nicht wertgeschätzt und steht immer noch in virenverseuchten, zugigen Ställen.

    Ach ja, und wenn ich höre, die Kids hatten sich alle bei den Eltern angesteckt, die es von der Arbeit mit nach Hause gebracht haben. Passt irgendwie nicht, weil
    1. die Inzidenz unter der Elterngeneration niedriger ist. Sonst müssten alle Eltern viele Kinder anstecken, bei der durchschnittlichen Kinderzahl in D eher schwierig.
    2. es völlig bescheuert ist, zu behaupten, alle anderen Arbeitsplätze seien, im Gegensatz zu Schulen infektionsträchtiger.

    • @Trulla

      „die Kids hatten sich alle bei den Eltern angesteckt, die es von der Arbeit mit nach Hause gebracht haben“

      Viele Eltern machen es anscheinend so wie in der Tierwelt, z.B. in der Vogelwelt: Am Arbeitsplatz auf Jagd gehen für den Nachwuchs. Dann die Beute – in Falle von Covid19 – wieder hochwürgen und den Nachwuchs damit füttern, äh, anstecken.
      Ja, so muss es wohl gewesen sein, in jedem einzelnen Fall in dem ein Kind oder Jugendlicher infiziert worden ist.
      😉
      So, ich teste mal an, wie blöd erfundener Blödsinn sein kann. (Ich mache da aktuell so eine Studie …)

    • Ja, das ist ein klares politisches Manöver von Merz, ohne weiteren Hintergrund. So wie 95% der Aussagen von Politikern rein machtpolitische Aktionen sind ohne Handlungsabsichten. Lauterbach hat Spahn (CDU) an den Karren gepinkelt, dass nicht genug Impfstoff da ist, jetzt revanchiert sich die CDU durch Merz.

      Mehr ist nicht passiert. Hier wird in erster Linie geschachert.

  25. Egal, ob die Ergebnisse vorlagen oder nicht. Ein bisschen (Un-)Menschenverstand, kann ich von solch wichtigen Entscheidungsträgern erwarten. Der Beitrag der Schulen am Infektionsgeschehen ist seit der 1. Welle bekannt. Dafür brauchte es nicht einmal eine separat, von den Kultusministerien in Auftrag gegebene Studie.

    Es war auch schon vorher bekannt. Punkt!

    • Liebe/r Defence,

      Sie haben zweifellos Recht: Wer wissen wollte, was in Schulen passiert, konnte das selbstverständlich wissen. News4teachers berichtet ja schon seit anderthalb Jahren über die Missstände beim Infektionsschutz in Bildungseinrichtungen. Allerdings geht es hierbei auch um die Öffentlichkeitswirkung einer solchen Studie. Eine Veröffentlichung kurz vor der Abstimmung zum Infektionsschutzgesetz hätte die Abgeordneten womöglich unter einen weit größeren Rechtfertigungsdruck gebracht, als sie ihn jetzt hattten – das sollte offenbar vermieden werden.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

  26. Als ich den Artikel in der FAZ las, war mir sofort klar, was dahinter steckt.

    Und als ich las, dass nur die 3. Welle berücksichtigt wurde, war mir der (Nicht-)Wert dieser Erhebung auch unmittelbar klar, zeigt doch die 4. Welle mit Delta eine komplett neue Dynamik aufgrund der höheren Infektiosität, somit sind die meisten Erkenntnisse der Studie nur lauwarme Suppe darin.

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