Wissenschaftlichkeit, wenn es gerade passt: Die Positionen der neuen KMK-Präsidentin Prien

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BERLIN. Die künftige Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien, ist für Impfungen gegen Corona in Schulen, aber gegen die Anschaffung von mobilen Luftfiltern. Für Schulschließungen gebe es keinen Grund, meint sie. Und keine Rechtsgrundlage. Grundsätzlich möchte sie nach eigenem Bekunden mehr Wissenschaftlichkeit in der Schulpolitik – und weniger Ideologie. So weit, dass sie in Sachen Corona-Schutz den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts folgen möchte, geht die Liebe zur Wissenschaft dann aber doch nicht. Mit diesen Positionen will Prien stellvertretende CDU-Vorsitzende unter Friedrich Merz werden.

Porträt Karin Priens
War Bildungsexpertin in Armin Laschets „Zukunftsteam“, wird jetzt KMK-Präsidentin: Karin Prien. Foto: Foto: Frank Peter / Staatskanzlei Schleswig-Holstein

«Schleswig-Holstein war Anfang August das erste Land mit flächendeckenden Impfungen an weiterführenden Schulen», sagte Prien, die Bildungsministerin in dem Bundesland ist, in einem Interview mit dem «Handelsblatt». «Bei uns sind schon mehr als 70 Prozent der 12- bis 17-Jährigen zumindest einmal geimpft, damit liegen wir ganz weit vorn.» Schleswig-Holstein übernimmt 2022 die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz (KMK). Prien folgt als Präsidentin auf Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD).

Prien, die bereits dem „Kompetenzteam“ von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet angehörte und nun auch Vize-Vorsitzende der CDU werden möchte, ist gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien, wie sie etwa vom Robert Koch-Institut (RKI) gefordert wird. «Für eine solche flächendeckende Schulschließung in allen Bundesländern gibt es aus meiner Sicht weder eine Rechtsgrundlage noch eine sachliche Begründung.» Trotz der Omikron-Variante des Coronavirus dürften Schulen nur im äußersten Notfall geschlossen werden. Für den Unterricht empfiehlt Prien den Einsatz von sogenannten CO2-Ampeln, die anzeigen, wann es Zeit zum Lüften ist. Sie kosteten deutlich weniger als 100 Euro, sagte sie.

Das Stoßlüften alle 20 Minuten für zwei bis drei Minuten ist nach Priens Worten «durchaus zumutbar». Luftfilter hingegen sieht sie kritisch: Ihr Nutzen sei gering. Weshalb hat dann Schleswig-Holsteins Nachbarland Hamburg sämtliche Klassenräume mit Luftfiltern ausstatten lassen? Prien behauptet: «Auch Hamburg hat keine niedrigeren Infektionszahlen an Schulen als etwa Schleswig-Holstein. Ganz wichtig: Die Geräte ersetzen das Lüften nicht. Wenn sie dazu verführen, weniger zu lüften, wäre das katastrophal. Zudem werden sie vor Ort teilweise schon wieder abgeschafft, weil sie so laut sind und sehr viel Strom brauchen.»

«Die Lautstärke von mobilen Luftfiltern – die oft als Argument gegen sie angeführt wird – ist in der Praxis kein Problem»

Auch hier hakt es allerdings mit der Wissenschaftlichkeit: «Die Lautstärke der Geräte – die oft als Argument gegen sie angeführt wird – ist in der Praxis kein Problem. Sie sind nicht laut. Es reicht auch aus, normal zu lüften. Schüler und Lehrer müssen also im Winter nicht bei offenen Fenstern im Unterricht sitzen», sagt jemand, der es wissen muss: Prof. Christian Kähler, Leiter des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik an der Universität der Bundeswehr München, hat den Einsatz der Geräte in Klassenräumen untersucht (und dabei sehr wohl eine infektionsschützende Wirkung festgestellt). Er erklärt: «Die Geräte verbrauchen auch nicht viel Strom: 150 Watt – ein einfacher Fön braucht zehnmal mehr.»

In Sachen Corona-bedingte Lernlücken setzt Prien auf den Bund – und sie gibt Widersprüchliches zu Protokoll. Wörtlich: «Die Kinder mussten nach den Sommerferien erst mal wieder im Schulalltag ankommen. Auch machen mir die psychosozialen Probleme mehr Sorgen als die Wissenslücken. Dann wurden die Lernstände erhoben. Es gibt bei uns bereits vielfältige Zusatzprogramme an Schulen. Die Rückstände sind im Übrigen sehr unterschiedlich: In der Sekundarstufe eins sind sie nicht signifikant, in den Grundschulen dagegen gibt es messbare Verschlechterungen, vor allem beim Lesen. Betroffen sind vor allem schwächere Schüler und eher Jungs als Mädchen. Es bedarf also individuell angepasster Angebote. Hier aufzuholen wird dauern. Dafür brauchen wir auch weiter Hilfe vom Bund.» Ja, was denn nun – sind die Lernlücken gar nicht so gravierend oder dauert es Jahre, um sie aufzuholen?

Zur schulpolitischen Ausrichtung der CDU sagt Prien: «Auch hier müssen wir Positionen überprüfen. Wir brauchen eine Debatte über einen eher kooperativen Bildungsföderalismus – die Länder müssen zum Wohl der Kinder und Jugendlichen besser zusammenarbeiten, und zwar auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, nicht von Ideologie.» Damit könnte man in der Corona-Krise ja schon mal anfangen. News4teachers / mit Material der dpa

Hat die KMK dem Bundestag Erkenntnisse über Schulschließungen verschwiegen, damit der ein Verbot beschließt?

 

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49 KOMMENTARE

  1. Mal ganz unwissenschaftlich was zum Luftfiltereinsatz aus der Praxis:

    Ältere Schüler gehen schon mal unbeobachtet an das Gerät und drosseln die Leistung wegen der Lautstärke und vor allem wegen dem Luftzug. Und ist der Akku vom Handy leer, dann wird schon mal gerne der Stecker gezogen, damit man den Akku laden kann. Die Fenster werden mit dem Verweis auf den Luftfilter nur noch sporadisch und halbherzig geöffnet. Dafür sitzen die Masken bei ca. 25 % der Schüler krumm und schief im Gesicht.

  2. Bitte sofort ALLE in Landtagen vorhandenen
    Luftfilter abbauen.
    Der unzumutbare Krach hat sie bisher in ihrer Arbeit beeinträchtigt, weil sie dabei nicht adäquat denken könnten.

    • @Trulla
      Nicht nur der Krach. Wegen der mobilen Luftreiniger haben sie in den Landtagen das Lüften vergessen, sind durch das sich unbemerkt immer mehr ansammelnde CO2 müde geworden und trafen immer katastrophalere Entscheidungen.
      Allerdings konnten sie vor dem völligen Niedergang gerade noch sehr weise entscheiden, Schulen vor demselben Schicksal zu bewahren, indem dort kein solches in falscher Sicherheit wiegendes Teufelszeug betrieben wird. Dank an unsere Entscheidungsträger.

  3. Komisch: „Wissenschaftlichkeit, wenn es gerade passt: Die Positionen von Redaktion und Leserschaft bei News4teachers“ denke ich auch hin und wieder.

    Die Menschen scheinen im Algemeinen gern anzunehmen, dass nur ihre Meinung die einzig wahre und vernünftige sei und wer anders denke, ein Spinner, Lügner oder Wissenschaftsleugner sein müsse.

    • Sehr geehrte Martina,

      mit einem kleinen, aber doch relevanten Unterschied: Wir (und das gilt auch für die Leserinnen und Leser von News4teachers im Forum) begründen unsere Thesen und belegen sie mit wissenschaftlichen Quellen wie dem Robert-Koch-Institut – während Frau Prien und alle anderen Kultusminister es offenbar nicht nötig haben, ihre Aussagen zu belegen. Es wird einfach drauflosbehauptet. Darum geht es hier.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

  4. „(…) gibt es aus meiner Sicht weder (…) noch eine SACHLICHE Begründung.“ Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Was glauben KM eigentlich wer sie sind, dass sie immer wieder der Meinung sind, wissenschaftliche Expertisen renommierter Institutionen wie die des RKI oder der Leopoldina etc. öffentlich in Frage stellen zu können?
    Es gibt keine sachliche Begründung? Ich würde dringend empfehlen, die Nachrichten zu verfolgen. Da wird die sachliche Begründung stündlich geliefert.
    Man kann durchaus der Meinung sein, dass die Schäden, die einen bei einem Teil der Schülerschaft durch Distanzunterricht entstehen schwerer wiegen als das Recht auf körperlicher Unversehrtheit aller, und dabei ist nicht symptomatische oder asymptomatische Erkrankung Akutinfektion gemeint sondern allgemein die Infektion mit einer Gefäßkrankheit. Aber dann möge man diese Haltung doch auch bitte offen kommunizieren und sich nicht durch o. g. Aussagen komplett disqualifizieren.
    Es gibt durchaus die Möglichkeit die Minderheit der gefährdeten Schüler auch in Distanzunterrichtsphasen aufzufangen. Im Frühjahr gab es z. B. in NRW die Möglichkeit, diese Schüler zum Lernen in der Schule zu verpflichten, eine der wenigen sinnvollen Entscheidungen, die seit Pandemiebeginn in NRW getroffen wurden. Die Lehrer wissen bzw. merken, wenn etwas im Argen liegt und können reagieren. Zu wenig Personal, um die Betreuung in der Schule zu gewährleisten, weil die Lehrer von zu Hause unterrichten müssen, da die Schulen nicht mit genug Bandbreite ausgestattet sind? Sozialarbeiter, Jugendhilfe, Personal von geschlossenen Jugendeinrichtungen zwangsverpflichten. Problem gelöst und Gesundheitsschutz gewährleistet. Eigentlich ganz einfach.

    • Frau Prien symbolisiert das Niveau von Armin Laschets “ Zukunftsteam “ , in dem sie für Bildung zuständig war. Bekanntermaßen erzielte die CDU im September das schlechteste Wahlergebnis aller Zeiten . Laschet ist jetzt Hintermänner im Bundestag , Prien darf weiterhin ihren gequirlten Dünnschiss verbreiten . Jetzt sogar als Chefin der KMK . Sie ist quasi ein lebendes Menetekel .

  5. Ständig unterbieten sich die Kumis : Erst Hubig , dann Ernst , jetzt Prien . Wann kommt endlich Gebauer ? Dann ist die Talsohle erreicht .

  6. Neulich lange wieder mal,
    im Zaubersparadies der beliebten Beliebigkeiten
    dies und das und nochmal was,
    zu allerletzt dann zeitversetzt,
    im Wünsch-mir-was-Fabulierungsspaß.

    Heißt?

  7. Fakt ist, wir liegen mit den Zahlen in M/V deutlich über dem Bundesdurchschnitt und sollten deshalb genauso vorsichtig agieren wie Thüringen. Unvernünftig ist die unkontrollierte Durchseuchung der Schulen. Nach langem Zögern hat die Kultusministerkonferenz endlich eine von ihr in Auftrag gegebene Studie zum Infektionsgeschehen an Schulen veröffentlicht – kommentarlos. Das Schweigen der Kultusminister liegt offenbar darin begründet, dass die Ergebnisse der Untersuchung dem Postulat der angeblich „sicheren Schulen“ in der Pandemie deutlich widersprechen: Lehrkräfte und Schüler haben über weite Zeiträume der Corona-Krise ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko gegenüber der übrigen Bevölkerung getragen. Und: Schulschließungen sind ein effektives Instrument in der Pandemiebekämpfung, so die Ergebnisse der Studie der Universität Köln und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung. Jetzt allerdings ergibt sich ein noch größerer und unverständlicher Widerspruch in M/V. Sollten wir nicht alles dafür tun, möglichst das Infektionsgeschehen einzudämmen? Der Sportunterricht und das Singen im Klassenzimmer waren darum vernünftigerweise die ganze Zeit ausgesetzt. Nicht zu verstehen ist doch, warum ausgerechnet jetzt, mit der großen Sorge um die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante gerade jetzt ab Januar das Singen im Klassenzimmer und der Sportunterricht wieder eingeführt wird. Das entzieht sich jeder Logik. Während die Mitarbeiter des Schulamtes vorsichtig und aus dem Homeoffice agieren, fühlen sich solche Entscheidungen, nach Kanonenfutter an. Dazu passt irgendwie das Statement: ,,Die Corona-Lage ist sehr ernst. Für den Umgang mit der extrem raschen Verbreitung der Omikron-Variante bereiten wir unsere kritische Infrastruktur vor.“, nicht!

    • @Ehrenmann Wieler

      „Das entzieht sich jeder Logik.“ – In diesem Punkt sind unsere „schlauen 16“ vorbildlich konsequent.
      😉

  8. „Und keine Rechtsgrundlage.“

    Ich kann dieses Wort nicht mehr hören. Eine „Rechtsgrundlage“ ist kein Naturgesetz. Es ist etwas, das eine Landes- oder Bundesregierung schaffen kann, weil es eben eine menschgemachte Regel ist. Von daher ist das absolut kein Argument, sondern bestenfalls eine faule Ausrede, nichts ändern zu wollen.

    Wissenschaftliche Erkenntnisse sind etwas anderes. Im Gegensatz zu einer „Rechtsgrundlage“, die man mit viel Reden jederzeit abändern kann (sofern man das zuständige Parlament überzeugen kann), lässt sich aus einer exponentiellen Funktion auch mit ganz viel Gerede keine lineare Funktion machen…

    Wenn diese Politiker eine Durchseuchung der Kinder für eine gute Idee halten, dann sollen sie das doch ganz klar und knallhart so kommunizieren, statt es hinter solchen Worthülsen und Ausreden zu verstecken. Wenn sie parallel noch die Schulpräsenzpflicht aufheben, wird sich vermutlich noch nicht einmal jemand aufregen.

    • Unsere Übergangbegleitung durfte lange Zeit überhaupt nicht mehr den Durchseuchung der Schüler und Lehrer, Erzieher, KiTakinder…

      Dann folgt daraus die Zwangsdurchseuchung der Familien der Schüler, Lehrer, Erzieher, KiTakinder.

      Und damit kommt es zur Durchseuchung der Arbeitswelt aller anderen.

      Enge Innenräume mit vielen Personen sind Infektionsbrutkästen. Von dort aus werden die Infektionen breit in die Bevölkerung eingetragen.

      Immer noch.

      Dagegen helfen auch keine politischen Parolen.

      • Korrektur:
        Unsere Übergangbegleitung durfte lange Zeit überhaupt nicht mehr den Schulbereich betreten..

        Was die Politik jetzt festgelegt hat ist:
        Durchseuchung der Schüler und Lehrer, Erzieher, KiTakinder…

        …..

    • Danke, Jan! Auch hier wieder deutlich zu sehen: Ausreden und Vorwände, um nichts machen zu müssen seitens der Politik. Man erkennt wieder schnell die Opferrolle: Es gibt keine Rechtsgrundlage, ich darf nichts tun.

      Aber wir wollen keine jammernden Opfer sondern Leute, die die Sachen anpacken und lösen. Alles was wir kriegen sind aber nur…….ihr wißt schon….

  9. Zum Thema Wissenschaftlichkeit… Wenn alle Politiker inklusive der KuMis so gut informiert sind, braucht man sich nicht zu wundern …

    „Wusste der Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen fast zwei Jahre lang nicht, wie sich das Coronavirus verbreitet? Eine Interviewpassage mit CDU-Politiker Karl-Josef Laumann sorgte am Donnerstag für Verwirrung.
    „Ich habe heute eine Expertise aus dem Gesundheitsamt in Köln bekommen, die noch ganz klar sagen: Das Neue an dieser Omikron-Variante ist, dass sie sich nicht nur durch Tröpfchen überträgt, sondern dass sie sich auch ähnlich wie Masern durch die Luft überträgt“, sagte Laumann im WDR-Magazin „Aktuelle Stunde“.
    Das Problem ist: „Neu“ ist das keinesfalls. Dass sich das Coronavirus auch durch kleine, sogenannte Aerosole in der Luft übertragen kann, stellten Forscher bereits im Frühjahr 2020 fest. Die Omikron-Variante scheint über die Luft noch ansteckender zu sein als etwa die vorhergehende Delta-Mutation, doch ansteckend über die Luft waren bislang alle Corona-Varianten.
    Kontext von Laumanns Aussagen nicht ganz klar
    War das ausgerechnet dem NRW-Gesundheitsminister wirklich nicht bewusst? Der Kontext seiner Aussagen ist nicht ganz klar. In dem Beitrag der „Aktuellen Stunde“ ging es um die Frage, ob in Fitness-Studios die sogenannte 2G-Plus-Regel nötig ist, dazu wurde Laumann mit dem einen fatalen Satz eingespielt. Was er davor oder danach noch gesagt hat, ist unbekannt. Ebenso unklar ist der Inhalt der „Expertise“ des Kölner Gesundheitsamtes, auf die sich Laumann bezieht.
    Twitter-Nutzer fassungslos über Aussagen des NRW-Ministers
    In den sozialen Medien sorgt die Aussage Laumanns jedenfalls schon für Entsetzen. „Ich kann das nicht mehr. Ohne Scheiß. Es ist zu viel“, kommentiert eine Userin. „Glückwunsch NRW zu diesem Blitzmerker“, spottet eine andere. Und ein weiterer Nutzer schreibt nur: „Ich muss echt auswandern.“

    https://www.focus.de/politik/deutschland/irritierende-aussagen-zu-virus-uebertragung-nrw-gesundheitsminister-laumann-sagt-unglaublichen-satz-nach-zwei-jahren-corona-pandemie_id_31558480.html

    • Unglaublich!
      Aber mal ehrlich, im Gegensatz zu einigen KuMis hat er es jetzt jedenfalls begriffen.
      Frau Prien weiß es noch immer nicht, sonst würde sie Luftfilter nicht so vehement ablehnen, zumindest für Schulen, und verkünden, ein 2-3minütiges Lüften alle 20 Minuten reiche!

      • @Alla

        Na, mal ganz ehrlich: Wenn sich das durch Tröpfchen überträgt, dann genügen auch rutschfeste Sohlen.
        Und im Regelfall gibt es doch in den meisten … naja … in vielen Schulen 1x im Jahr eine Grundreinigung, da wird oft auch mal der Boden nass gereinigt.
        😉

    • Landesrecht folgt diesbezüglich offenbar Bundesrecht – und fachliche Kompetenz ist laut wissenschaftlichen Diensten des Bundestages KEINE NOTWENDIGE EINSTELLUNGSVORAUSSETZUNG für Ministerämter: „Der Gesetzgeber ist daher nicht befugt, durch eine einfachgesetzliche Regelung Vorgaben zur Auswahl der Bundesminister nach deren persönlicher und fachlicher Eignung zu machen. Eine einfachgesetzliche Regelung zu den fachlichen Anforderungen an Ministerkandidaten wäre demnach verfassungswidrig.“ vgl. http://www.bundestag.de/resource/blob/817830/7cbcca44817f6224df68d1263c152524/WD-3-262-20-pdf-data.pdf, S. 4.

      Noch Fragen?

  10. An den wirklich monatelang geschlossenen Sekundarstufe ohne Notbetreuung gab es größere Lernrückstände als in den nur 6 Wochen geschlossenen Grundschulen? Und das bei der Werbung, die sie für die Notbetreuung gemacht hat? Migranten, lernschwache SuS, Kinder deren Eltern zu Hause Probleme hatten, wurden quasi in die Schulen gezwungen, weil die Schulen diese Eltern immer wieder kontaktieren sollten mit der Bitte, die Kinder in die Schule zu schicken.
    Manchen systemrelevanten Eltern wurde das zu viel. Sie suchten kreativ andere, weniger „gefährliche“ Betreuungsmöglichkeiten.
    Andererseits profitierten die anwesenden Kinder natürlich von den kleineren Lerngruppen und wurden sogar besser! Wir Lehrer hatten endlich mal Zeit für sie, Aber woher soll Frau Prien das auch wissen! Jetzt, nach einem Jahr, will sie die psychosozialen Schäden angehen? Bisher ging es ihr nur um das Evaluieren und schließen von Lernlücken!
    Allerdings liegt die Digitalisierung, gerade im GS-Bereich, noch im Dornröschenschlaf…. Hier hat Frau Prien viel Verständnis für die Kommunen und macht keinen Druck.
    SH ist wirklich kein Land der Schwurbler und Querdenker. Aber das liegt bestimmt nicht an ihrem guten Vorbild!
    „Fun“fakt: SH hat die niedrigsten Infektionszahlen in DE, aber eine sehr hohe Letalitärsrate!

  11. Diese Dame bedient sich wissenschaftlicher Grundlagen, wo diese in die eigene Vorstellungswelt passen und das eigene Handeln rechtfertigen, frei nach dem Motto, ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.
    Daran erkennt man eben populistisch agierende Politiker, die mehr eine Interessenvertretung der ihnen zugeordneten gesellschaftlichen Gruppen sind , als dass diese sich ihrem Eid verpflichtet fühlen, möglichst Schaden von ihren Mitbürgern fernzuhalten.
    Warum stehen denn noch in den verschiedenen Parlamenten so viele Luftfilteranlagen herum, wenn diese doch nichts nützen oder gleiches gilt auch für die vielen vorhandenen Trennscheiben zwischen den einzelnen Parlamentsmitgliedern.
    In den Schulen hielt man sich bisher wohl aus Gründen der Kosten bei der Anschaffung derartiger Geräte sehr zurück, und so nimmt man bewusst die Durchseuchung der Kinder in Kauf.

  12. Unsere ministerialen Superstars der klaren Gedankengänge arbeiten unermüdlich zu unser aller Wohl und wir halten deren kognitive Kuselköppe für widersprüchlich?
    PFUI PFUI PFUI!
    Wir sind aber auch kleinlich … und irgendwie auch undankbar … 😉

    Ich finde, die Minister ergänzen sich da auch … divers … und jeder kann und darf seine größten Talente und die besten Ideen einbringen.
    Außerdem werden auch die allerneuesten Erkenntnisse blitzschnell geteilt, sogar mit dem undankbaren Plebs:

    „In einem Interview mit der WDR-Sendung „Aktuelle Stunde“ äußerte sich Laumann am Montag zu seinen Sorgen wegen der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus.

    Laumann sagt in dem Beitrag, er habe an diesem Tag eine Expertise des Gesundheitsamtes in Köln bekommen. „Das Neue an dieser Omikron-Variante ist, dass sie sich nicht nur über Tröpfchen überträgt, sondern dass sie sich auch ähnlich wie Masern durch die Luft überträgt.

    Und was sagt Laumann selbst? Der fühlt sich offenbar missverstanden. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit, dem Minister sei natürlich bewusst, dass das Coronavirus über Aerosole übertragen werde. „Vielmehr ging es Minister Laumann in dem O-Ton jedoch darum, deutlich zu machen, dass sich die Omikron-Variante offenbar viel einfacher über Aerosole überträgt als die vorherigen Varianten und damit noch infektiöser ist“, schreibt das Ministerium.“
    https://www.gmx.net/magazine/news/coronavirus/omikron-aeusserung-nrw-gesundheitsminister-laumann-handelt-hohn-spott-36468542

    Ich habe so langsam 😉 die Befürchtung, dass nicht die Schulen „die Bremsscheiben“ sind.

  13. „Wissenschaftlichkeit“ ist etwas, das jeder gern für seine Meinung in Anspruch nimmt. Also werden andere Meinungen auch gern als „unwissenschaftlich“ bezeichnet.
    Die Methode ist einfach: Man suche sich unter den vielen verschiedenen Stimmen aus dem Bereich der Wissenschaft diejenigen heraus, die einem am besten gefallen, setze sich dann aufs hohe Ross und behaupte „was ich sage, entspricht aber wissenschaftlicher Erkenntnis“.
    Wenn der andere dann dasselbe von seiner Position behauptet und mit „wissenschaftlichen“ Gegenstimmen kommt, beginnt oft eine Schlammschlacht mit persönlichen Diffamierungen.
    Was ich sagen will: Das Argument „wissenschaftlich“ ist in den letzten Jahren zu einer weiteren Dreckschleuder für rechthaberische Hitzköpfe verkommen. Ernst nehmen kann ich es jedenfalls nicht mehr. Im Gegenteil, wer auf einzig wahre „Wissenschaftlichkeit“ pocht, um seiner Meinung Geltung zu verschaffen, verspielt in meinen Augen jegliche Vertrauenswürdigkeit.

    • Super. Die Wissenschaftler, selbst Nobelpreisträger, die nicht dem Mainstream entsprechen,werden diffamiert.
      Es gilt : Wir wollen Lockdown, Impfung, und zwar möglichst viele, Tests, Schulen zu, Unis zu, am besten alles zu.
      Was will news for teachers denn?
      Sagt doch mal, was ihr wollt.
      Gebt doch zu, dass Ihr den Dauerlockdown wollt und den Reset.

      • Sehr geehrte/r „oesparis259@gmail.com“,

        was wir wollen? Wir sind vom Reptiloidenkönig beauftragt, erst Deutschland, dann die Welt mit einer erfundenen Krankheit („Fußpilz“) lahmzulegen und eine neue Weltwirtschaftsordnung zu installieren (das ist doch das, was Verschwörungsmärchenerzähler mit „Reset“ meinen) – mit News4teachers an der Spitze. Wir verdrängen sie alle: ob Apple, Google oder McDonalds, und übernehmen die Weltherrschaft. Dann gibt es N(ews4teachers)phones statt iphones, Noodle statt Google und nur noch vegane McTeachers zu essen (weil: Tierfreunde sind wir auch noch!). Weltherrschaft beginnt in den Kitas und Schulen, das wusste Olaf Scholz schon als SPD-Generalsekretär („Lufthoheit über den Kinderbetten“). Diesem perfiden Plan folgen wir und nichts wird uns aufhalten, harhar.

        Zum Nachlesen: https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/faktenfuchs-die-verschwoerungstheorie-the-great-reset,SY2OK1r

        Herzliche Grüße
        Die Redaktion

  14. Als Nichtlehrer möchte ich sichere Schulen.
    Da die Schulen bei omikron nicht sicher sind und ich eine Durchseuchung ablehne, erwarte ich dass die Schulen sicher gemacht werden und bis zur angepassten Impfung Distanzunterricht erfolgt!
    Meine Kinder werden nicht politischem Dilettantismus und ethischer Kapitulation geopfert!
    Noch Fragen?

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