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Statt mehr Schutz für Kitas und Schulen beschließt der Bund-Länder-Gipfel eine kürzere Quarantäne für Kinder

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BERLIN. Der Bund-Länder-Gipfel hat für Schüler und Kindergarten-Kinder Sonderregelungen vereinbart – sie dürfen bereits nach fünf Tagen aus der Quarantäne entlassen werden. Für den Nachweis reicht ein einfacher Schnelltest. Dies ergebe sich daraus, dass sie in Schule oder Kita in »serielle Teststrategien« eingebunden seien, heißt es. Der Deutsche Lehrerverband und die GEW kritisieren die geplante Neuregelung. Der Epidemiologe Markus Scholz wirft der Politik einen Kurs der Durchseuchung der Kinder vor.

“Die Schulen müssen offen bleiben” hatte Olaf Scholz erklärt, als er noch SPD-Kanzlerkandidat war – und so handelt er jetzt auch. Foto: Bundesfinanzministerium

In der Pressekonferenz nach dem Corona-Gipfel streifte Kanzler Olaf Scholz (SPD) das Thema Schulen nur am Rande – eine konkrete Aufweichung der geltenden Regeln haben Bund und Länder für Kinder aber beschlossen: Anders als andere Bevölkerungsgruppen können sich Schüler bereits nach fünf Tagen aus einer Corona-Quarantäne freitesten.

Bund und Länder hatten am Freitag beschlossen, dass Kontaktpersonen von Corona-Infizierten künftig von der Quarantäne befreit werden, wenn sie eine Auffrischungsimpfung haben, also geboostert sind. Dies gilt auch für frisch doppelt Geimpfte und frisch Genesene – für Kontaktpersonen also, deren Erkrankung oder Impfung weniger als drei Monate zurückliegt. Für alle Übrigen sollen Isolation oder Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen enden, wenn sie sich nicht vorher «freitesten» lassen. Das geht allgemein nach sieben Tagen, wenn entweder ein negativer PCR- oder Antigen-Schnelltest vorgezeigt werden kann. Für Schülerinnen und Schüler sowie Kita-Kinder hingegen kann die Quarantäne als Kontaktperson aber bereits nach fünf Tagen durch einen Negativtest beendet werden. Ab wann die neuen Regeln genau gelten sollen, ist noch unklar.

“Dadurch setzten wir alle, die sich an Schulen aufhalten, einer erhöhten Infektionsgefahr aus”

Auf diesem Wege sollen offenbar Fehlzeiten im Präsenzunterricht vermindert werden. Ausnahmen von der Quarantäne seien möglich, wenn sich etwa durch tägliche Testungen, oder Maskenpflicht im Klassenraum ein hohes »Schutzniveau« ergebe, so heißt es.

«Wenn diese Aufweichung der Quarantäne-Regeln dazu führt, dass mehr Infizierte unerkannt in Schulen herumlaufen, wird der Schuss nach hinten losgehen», sagte Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbands, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das «Freitesten» durch relativ unsichere Antigentests erscheine problematisch, vor allem weil diese Tests in den ersten Tagen einer Infektion nicht so aussagekräftig seien.

Auch die Erziehungsgewerkschaft GEW kritisiert den Beschluss. «Dadurch setzten wir alle, die sich an Schulen aufhalten, einer erhöhten Infektionsgefahr aus», sagte der stellvertretende GEW-Vorsitzende Andreas Keller, den Funke-Zeitungen. «Für die Schulen besonders laxe Regeln anzuwenden, ist ein Spiel mit der Sicherheit von Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und Eltern», sagte Keller. «Das ist eine Gefährdung des Gesundheitsschutzes, die problematisch ist.»

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte vor dem Gipfel vor Omikron gewarnt, wie News4teachers berichtete – und sich ausdrücklich gegen eine Durchseuchung der Schulen ausgesprochen. Per Twitter erklärte er: „Viele denken: Omikron verläuft milder, weshalb keine Durchseuchung? Die billige Impfung… Das wäre ein grosser Fehler, viele Menschen würden schwer erkranken mit oft bleibenden Schäden. Für unsere Kinder wäre es ein absolut unverantwortbares Experiment.“

“Und die Lehrer haben die höchste Infektionsrate in allen Berufsgruppen, trotz überdurchschnittlicher Impfquote”

Unmittelbar vor dem Bund-Länder-Gipfel hatte der Leipziger Epidemiologe Prof. Markus Scholz in einem Interview mit t-online.de erklärt, Schulen seien ein wesentlicher Ansteckungsort. “Schüler haben derzeit die höchsten Inzidenzen über alle Altersgruppen hinweg. Und die Lehrer haben die höchste Infektionsrate in allen Berufsgruppen, trotz überdurchschnittlicher Impfquote. Hier findet ein massives Infektionsgeschehen statt.” Auf die Frage: “Die Kinder werden durchseucht?” antwortet er: Das muss man so sagen, auf dieses Konzept scheint man zu setzen. Gleichzeitig sehen wir in Frankreich und den USA sehr hohe Hospitalisierungsraten bei Kindern. Das ist eigentlich unverantwortlich.”

Die derzeitigen Konzepte seien nicht ausreichend, um die Schulen sicher zu machen. “Als Konzept zur Eindämmung wird an den Schulen ja hauptsächlich auf Schnelltests gesetzt, von denen wir jetzt wissen, dass diese unter Omikron weniger verlässlich sind. Wichtig wäre es, die Impfquote unter den Schülern zu erhöhen. In Schleswig-Holstein ist dies zum Beispiel gut gelungen. Hier sind 65 Prozent der Jugendlichen geimpft, in Sachsen sind es gerade mal 30 Prozent. So kann man die Schüler, aber auch deren Familien kaum schützen.”

Weiter erklärt Scholz: “Es war meines Erachtens ein Fehler, die Impfungen im Kinder- und Jugendbereich so spät und dann teilweise nur eingeschränkt zu empfehlen. Und offenbar gehen die Länder mit diesem Thema auch sehr unterschiedlich um. Jetzt wäre eine massive Impfkampagne auch in den Schulen nötig.” News4teachers / mit Material der dpa

Epidemiologe Scholz: „Kitas und Schulen sind ein wesentlicher Faktor in der Pandemie – die Datenlage dafür ist überwältigend“

 

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Nicole Kopp
4 Jahre zuvor

Dieser Artikel ist leider nicht ganz zu Ende gedacht. Gerade im Hinblick auf Kita/ Kindertagespflege. Ich bin mal so frei und füge meine Gedanken hinzu (teilweise sind diese ja auch schon in diesem und anderen Artikeln angerissen worden).
1. Durch die neuen Quarantäne Regelungen wird jetzt auch der letzte Schutz in der Kita/ Kindertagespflege genommen.
Warum? Siehe Erklärung
2. In der Kita/ Kindertagespflege, gibt es in NRW KEINE generelle Testpflicht, deshalb ist die Datenbank bezüglich der Infektionsrate, bei Kindern und dem Personal in diesem Bereich, nicht aussagekräftig und auch nicht eins zu eins, zu vergleichen mit der Bildungseinrichtung Schule. Hinzu kommt, dass “nur” von 50 Prozent der Kita’s, die Daten eingefordert werden, die dann der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden und in der Statistik eingerechnet werden.
3. In der Kita haben die Kinder keine Masken auf (wie soll das auch bei Kleinkindern gehen). Sprich: Das Personal ist dort, zu einem sehr hohen Grad schutzlos gegenüber Omikron ausgeliefert, auch wenn man selbst eine OP Maske aufhat und geboostert ist. Hierzu noch ein kleiner Hinweis der WHO vom 07.01.2022 : Die WHO hat die Warnung vor der Omikron-Variante erneuert und nicht nur Bundesgesundheitsminister Stefan Lauterbach, wie hier erwähnt. WHO: Die Corona-Mutation sei alles andere als „mild“, hieß es in einem Statement. „Genau wie vorangegangene Varianten müssen Menschen wegen Omikron ins Krankenhaus, und es tötet Menschen“, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus, Direktor der Weltgesundheitsorganisation.” Ich erspare mir die Mühe hier aufzuschreiben, wie hoch der Schutz bei geboosterten Menschen, gegenüber Omikron ist, dies kann man selbst schnell herausfinden.
4. Wie die WHO beschrieb: MENSCHEN müssen wegen Omikron ins Krankenhaus (immer daran denken, für Kleinkinder gibt es keine Impfe). Ich mag mir nicht ausmalen, was mit der Psyche eines Kindes oder deren Eltern geschieht, wenn ein Kleinkind/ Kind, wegen der Diagnose Omikron ins Krankenhaus muss und die Eltern es nicht begleiten dürfen oder auch nicht können, da sie selber infiziert sind, oder dürfen sie es begleiten? Ich weiß es nicht!!!!

Ilse Nengelken
4 Jahre zuvor

Mittlerweile ist alles unerträglich. Keiner weiß mehr was überhaupt los ist. Die Geboosterten müssen zum Test; andere laufen herum und sind auch noch stolz darauf, nicht geimpft zu sein.

fabianBLN
4 Jahre zuvor
Antwortet  Ilse Nengelken

Nein, Ilse Nengelken, mit Auffrischungsimpfung braucht man keinen Test mehr und nach den neuen Bestimmungen als Kontaktperson auch nicht mehr in Quarantäne. Bitte erst informieren!

Klugscheisser
4 Jahre zuvor
Antwortet  fabianBLN

Doch, man braucht auch als Geboosterter für bestimmte Dinge einen zusätzlichen Test (z. B. Sportstätten) in NRW.

Bitte erst informieren!

gehtsnoch
4 Jahre zuvor
Antwortet  fabianBLN

Irrtum.
In NRW gilt bis voraussichtlich Mittwoch, 12.01. (neue VO):
Was bedeutet 2G-plus?

Die 2G-plus-Regel bedeutet, dass nur vollständig Geimpfte oder Genesene Zutritt haben und diese zusätzlich ein negatives Testergebnis nachweisen müssen. Dies kann in Form eines Schnelltests (nicht älter als 24 Stunden) oder eines PCR-Tests (nicht älter als 48 Stunden) erfolgen.

Die 2G-plus-Regel (Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene mit aktuellem, negativem Coronatest) gilt unter anderem für:

die gemeinsame Sportausübung in Innenräumen (Sporthallen, Fitnessstudios etc.) – Ausnahmen gelten unter anderem für den Profisport;
die Nutzung von Hallenschwimmbädern und Wellnesseinrichtungen (Saunen, Thermen, Sonnenstudios etc.);
das gemeinsame Singen von Chormitgliedern;
Karnevalsveranstaltungen und vergleichbare Brauchtumsveranstaltungen (Maßstab: Mitsingen/Schunkeln/Tanzen);
Tanzveranstaltungen einschließlich privater Feiern mit Tanz (z.B. Hochzeiten);
sexuelle Dienstleistungen.

Der Test – ein Schnelltest reicht aus – darf nicht älter als 24 Stunden sein.

Die Regelungen gelten auch für Personen, die bereits „geboostert” worden sind, also bereits ihre dritte Impfung erhalten haben. (https://www.land.nrw/corona/faq)

Sunshine1977
4 Jahre zuvor

Das ist Kindeswohlgefährdung!
Sollte sich mein Kind nachweislich in der Schule infizieren, dann brennt die Hütte!
Das gibt richtig Ärger!
Mit einer Klage und Presse!
Dasselbe gilt,wenn ich mich beim Arbeiten in der Kita infiziere.
Schulen und Kitas werden doch auf Biegen und Brechen offen gehalten, damit die Arbeitnehmer weiterhin am Arbeitsplatz erscheinen können!
Ohne Worte!
Ich will Frau Merkel zurück! SOFORT!
Und keinen Kanzler, der mit einer unfähigen, empathielosen Kultusmininsterin verheiratet ist!

Ragnar Danneskjoeld
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sunshine1977

Klage und Presse? Gleich zwei Dinge auf einmal? Sapperlot!
Da bekommt der Olaf Scholz aber gleich so richtig Schiss.

Defence
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sunshine1977

Naja- das ist halt das Problem. Wie wollen Sie nachweisen, dass Ihr Kind sich in der Schule bzw. Sie sich in der Kita infiziert haben? Das wird nicht funktionieren.
Und weder Gerichte noch die Presse werden Sie in Ihrem Vorhaben unterstützen.

Klugscheisser
4 Jahre zuvor
Antwortet  Defence

KuMis sind unangreifbar, denn sie tun wirklich ALLES, um die Schulen sicher zu machen. Jedenfalls sind die Verordnungen darauf hin gerichtssicher. Und darauf kommt es an, nicht auf den Gesundheitsschutz.

Riesenzwerg
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sunshine1977

@Sunshine1977

Ich kann Sie so gut verstehen.

Doch was wird passieren? Die Schulen sind sicher – kann dort nicht passiert sein.

Und – Kindeswohlgefährdung – da wird dann eben die Definition verändert.

Wie beim grünen Atomstrom – alles eine Frage der Definition und der GeldWelt.

AvL
4 Jahre zuvor

Auch hier wieder hat einmal der Vorsitzende des Verbandes der Kinder- und Jugendmediziner, Herr Thomas Fischbach aus Solingen, seinen Einfluss auf die Politik erfolgreich geltend gemacht und uns die Verkürzung der Quarantänezeit für Schulkinder eingebracht.
Nach seiner Lesart gehören auch Kinder wie die Polizei, Feuerwehr und Heilberufe zur kritischen Infrastruktur, weil diese unsere Zukunft sind.
Gleichzeitig rechnet er mit der kommenden Omikron-Infektionswelle, dass sich sehr hohe Infektionsquoten bei Kindern ergeben, so dass beim Bestehen der derzeit geltenden Quarantäneregeln bald die Hälfte der Schüler fehlen werden und es so zu Schulschließungen durch die Hintertür kommen wird.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/130654/Kinderaerzte-wollen-kuerzere-Quarantaene-fuer-Kinder-und-Jugendliche
Man nimmt somit willentlich in Kauf, dass es zu einer Durchseuchung der Schulkinder kommt.
Dass die Geschwisterkinder unter fünf Jahren ein deutlich erhöhtes Risiko in sich tragen ein multisystemisches Organversagen zu entwickeln wird von Seiten die Berufsgruppe einfach ausgeblendet.
Ich schäme mich für derartige Berufskollegen, die die körperliche Unversehrtheit von Kleinkindern nur zweitrangig wahrzunehmen scheinen.

Alla
4 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Ich bin ja mal gespannt, ob Kinder nun als Kontaktpersonen gelten und in Quarantäne müssen!
Bisher galt das weder für Mitschüler noch für Lehrer eines positiv getesteten Kindes.
Der Grund dafür war, dass in Schulen ja Masken getragen werden, eine Kontaktinfektion somit ausgeschlossen ist.
Nur ungeimpfte Familienmitglieder mussten in Quarantäne.
Aber vor den Weihnachtsferien waren die Infektionszahlen in SH ja auch noch niedrig!
Selbst da kam unser Gesundkeitsamt nicht hinterher.
Im Moment wird ein Infizierter beauftragt, seine Kontakte selbst zu informieren und in Quarantäne zu schicken.
Als Kontaktperson gelten:
Menschen, mit denen man mehr als 10 Minuten nähen Kontakt hatte.
Ausnahme:
Diese Menschen waren geimpft ODER der Kontakt fand mit Maske statt.

Dieser Aussage nach wird es aufgrund der Maskenpflicht an Schulen weiterhin keine Quarantäne geben, wegen der Maskenpflicht! Testen und Frühstück dauern keine 10 Minuten, wie das Mittagessen jetzt bewertet wird bleibt abzuwarten.

AvL
4 Jahre zuvor
Antwortet  Alla

Um als geschützte Kontaktperson zu einem mit Covid-19 Patienten infizierten eingestft zu werden, müssen sie eine FFP-2-Maske getragenb haben. Anschließend müssen sie ihre Schutzkleidung wechseln. Trägt man in Schulen FFP-2-Masken und Schutzkleidung mit einer Schutzbrille ?
Eigentlich müssten die angrenzenden Personen vorne und seitlich vom Infizierten bis zur negativen Testung in Qurantäne bleiben.
Da wird es demnächst mit steigender Inzidenz zu deutlichem Ausfall von Schülern kommen, was Herrn Fischbach aber wohl nicht gefallen wird.

Caperusita
4 Jahre zuvor

Die neue Quarantäneregeln sind
meiner Meinung nach absolut unverständlich und unverantwortlich. Vielleicht weil den Politiker nicht klar ist was bedeutet besonders für Erzieher mit dem Kinder ungeschützt arbeiten zu müssen. Ich habe auf bessere Strategien gehofft nicht auf lässige Maßnahmen. Enttäuschung!

Chorleiterin
4 Jahre zuvor

Bei uns in Meckpomm darf man sich privat nur mit 10 Personen treffen, Ungeimpfte nur mit zwei Personen anderer Haushalte.

Aber Schulen sind ja ” sichere Orte”, da habe ich an einem Tag bis über 120 Kontakte, bis auf die Kollegen fast alle ungeimpft……
Man kann das alles nur noch mit Sarkasmus ertragen .
Ich kann auch keinen von ” da oben” mehr ernst nehmen ( bis auf die Wissenschaftler), ist so vieles nicht nachvollziehbar und einfach lächerlich und verlogen bis zum Kotzen….

Pablo
4 Jahre zuvor

Scheinbar schon. Als Kita Leitung stehe ich auch seit Beginn der Pandemie, mit offenem Mund da…Was das pädagogische Personal in den Kitas aushalten soll ist scheinbar noch immer eine Billig Lobby.

Jenny
4 Jahre zuvor

Wieso sind Sie als geimpfte Person denn so panisch? Solange Sie leben, wird es irgendeine Variante von Covid geben. Wenn Sie jetzt Angst haben, dann für immer.

Am Limit und darüber
4 Jahre zuvor
Antwortet  Jenny

Es muss nicht immer die Angst um einen selbst sein. Viele LuL haben kleine noch nicht impfbare Kinder, von denen man einen möglichen großen Schaden abhalten möchte. Andere haben Krebspatienten, Immunsuprimierte etc. in der Familie. Ich würde es mir persönlich nicht so einfach verzeihen, wenn einer meiner Angehörigen (schwer) erkrankt, weil ich COVID von der Arbeit mitgebracht habe.

Ich muss da mal was loswerden
4 Jahre zuvor
Antwortet  Jenny

Jenny, wovor haben Sie Angst? Vor nichts? Vor etwas, vor dem andere keine Angst haben? Z.B. vor Mäusen oder Spinnen? Ihr Leben lang? Furchtbar!

WaszurHölle
4 Jahre zuvor

Wow, die MitschülerInnen werden sich ja RICHTIG freuen, wenn man ihnen davon erzählt, dass jetzt potentiell noch ansteckende früher in die Schule kommen dürfen.

Und von den Lehrkräften mal ganz zu schweigen… Die Durchseuchung von KollegInnen geht der Politik wohl noch nicht schnell genug.

Ich lese hier schon eine Weile mit, aber jetzt musste ich einfach kommentieren. Ich ertrage das langsam nicht mehr, wie mit der Lehrergesundheit umgegangen wird.

Monika, BY
4 Jahre zuvor

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/corona-news-ticker-kw-1,StQjUJx

Ich verstehe das nicht mehr. Ausgerechnet unseres Land.

Monika, BY
4 Jahre zuvor
Antwortet  Monika, BY

Aber hunderttausende Tote und schon jetzt millionen durch Covid Erkrankte werden täglich begrüßt.

Und Scholtz stellt sich dumm.

Frau Merkel kommen Sie zurück, Ihr Land braucht Sie!

Ragnar Danneskjoeld
4 Jahre zuvor
Antwortet  Monika, BY

Nein, Frau Merkel, bleiben Sie bitte in der Uckermark. Oder ziehen Sie doch zu Rosa, die findet Sie so richtig töfte.

Rüdiger Vehrenkamp
4 Jahre zuvor
Antwortet  Monika, BY

Frau Merkel hat mit ihrer Union durch die Lockdownpolitik Millionen Existenzen zerstört und mit den Schließungen von Einrichtungen für Kinder und Jugendliche (Schulen, Sportvereine, Jugendclubs etc.) viel Leid verursacht. Ein Glück, dass die Ampelregierung nicht nur das Virus im Blick hat, sondern die gesamtgesellschaftlichen Schäden durch die Maßnahmen. Keinesfalls möchte ich eine Frau Merkel zurück, der außer Lockdown nichts mehr eingefallen ist. Mal sehen, wie viele Tote die Maßnahmen am Ende zu verantworten haben.

P.S.: In 98% der Fälle sind die Erkankten durch Corona wieder gesund und erfreuen sich ihres Lebens!

Monika, BY
4 Jahre zuvor

Wenn man das Leben allein als Leid betrachtet, dann könnten Ihre Behauptungen schon stimmen.

Aber so lange man am Leben und bei der Gesundheit bleibt, kann man um seine Existenz kämpfen, sonst kann man das nicht. Und Übrigens ihre Boulevard Daten sind leider doch falsch.

Komfortzone und Trägheit heutiger Menschen von Westen sind eine ganz andere Geschichte.

Auf einmal sind wir anpassungsunfähig geworden.

In dem Sinne haben wir die gesunde Logik so gedreht, dass ein Kind mehr leiden wird, wenn es nicht jeden Tag ihre Freunde trifft, als wenn es ihre Eltern verliert.

trotzki
4 Jahre zuvor
Antwortet  Monika, BY

Tja, das Motto lautet am Leben bleiben.
Nur definiert jeder halt etwas anderes unter dem Begriff Leben.
Bestes Beispiel: Im Osten sind die Skigebiete zu, also fahren alle 5 km weiter nach Tschechien, da geht ja alles.

Realität
4 Jahre zuvor
Antwortet  Monika, BY

@ Rüdiger Vehrenkamp
Dann müssten ja die Generationen meiner Großeltern und Eltern alle nur gelitten haben. Zu der Zeit gab es kaum die Möglichkeit Sportvereine usw. zu nutzen. Stattdessen wurden die Kinder losgeschickt, um die vom Wagen heruntergefallenen Rüben und Kohle aufzusammeln.
Frau Merkel hat damals schnell und hart gehandelt. Keine Frage. Sie war aber auch in einer ganz anderen Situation. Erst seit Anfang/Mitte 2021 gab es die Möglichkeit zur Impfung.
Im Gegensatz zu Frau Merkel nehme ich Herrn Scholz überhaupt nicht in den Medien wahr. Und jetzt bitte nicht mit der Neujahrsansprache kommen.
Leider gibt es auch viele Menschen, die eine Infektions eben nicht problemlos überstehen. Eine junge Frau, die an unserer Schule arbeitet, hat seit ihrer Infektion (Sommer 2021) keinerlei Geruchs- oder Geschmackssinn mehr. Ihren Sport kann sie auch nicht mehr ausüben.
Bezüglich ihrer Argumentation des Existenzverlusts. Ja, das ist schlimm. Aber eine berufliche Existenz ist, im Gegensatz zum Tode, wieder aufbaubar. Einen toten Menschen kann man nicht zurückbringen.
Bitte verlinken Sie uns einmal ihre Information zu den 98% Gesundeten. Und unter gesundet verstehe ich Menschen, die nach der Erkrankung keinerlei Einschränkunge zurückbehalten haben. Ansonsten könnte ich auch sagen, dass ein Schlaganfall-Patient nach seinem Schlaganfall wieder gesundet ist. Ist leider auch nicht immer der Fall.

S.
4 Jahre zuvor

Die Ampel hat nur kurzfristige Interessen von Wirtschaftsverbänden im Blick. Hätte die Familien im Blick, würde sie in deren Schutz investieren.

gehtsnoch
4 Jahre zuvor

Und was ist mit den 2 % bei: In 98% der Fälle sind die “Erkankten” durch Corona wieder gesund und erfreuen sich ihres Lebens!
Ach ja, ich hatte es verdrängt, Long Covid existiert nicht und Omikron macht nmicht krank.

“Millionen Existenzen zerstört” bei 83,24 Mio. Deutschen!
Beispielhaft ist die Arbeitslosenquote gesunken:
2020 mit 5,9 % und 2021 mit 5,7 %.

Btw. nur weil bei der Berufsgruppe “Sozialarbeit, -pädagogik” die Arbeitslosenquote um 2,0 % und im Bereich “Erziehung” um 1,7 % seit Corona gestiegen ist?
https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Berufe/AkademikerInnen/Allgemeiner-Teil/1-7-Arbeitslosigkeit.html?submit=Suchen&templateQueryString=sozialarbeit

Immer wieder schöne beleglose R.V.-Sachverhalte und die “wahren Schuldigen” Ihnen bekannt sind.

AvL
4 Jahre zuvor

Herr Vehrenkemper
Anscheinend haben sie es immer noch nicht begriffen, dass sie da Überlegungen anstellen, die zu deutlich gravierenderen Ergebnissen geführt hätten. Sie brauchen sich einmal nur die Zahl der Toten in den USA, GB , Italien und Schweden ansehen, es hätte also auch hier bei uns schlimmer kommen können, wenn unverantwortlich gehandelt worden wäre.
Wenn Frau Merkel anders gehandelt hätte ,als sie es tat, wäre die Zahl der an Covid-19 erkrankten und der an Covid-19 verstorbenen Patienten deutlich höher als die gezählte 100.000 ausgefallen.
Vielleicht schreiben sie uns jetzt auch noch, dass es sich bei Covid-19 um eine Atemwegserkrankung handelt.

heitergehtsweiter!?
4 Jahre zuvor

“Die Massenansteckung erfasst zunehmend auch das Jungvolk der Nation. Allein am Donnerstag wurden 47.000 Schüler infiziert, dazu 5.600 Lehrer. Fast 10.000 Schulklassen mussten bisher geschlossen werden. Und das, obwohl die Klassen nicht mehr schon bei einem einzigen positiven Fall geschlossen werden, sondern erst nach drei Fällen.”
Akrueller Bericht aus Frankreich, vermutlich sieht es in 2-3 Wochen auch bei uns ähnlich aus. Und alles dafür, damit die Wirtschaft läuft und Kinder betreut sind und soziale Kontakte haben, wenn sie nicht gerade in der Quarantäne ” eingesperrt” sind?
Von “bester” Bildung kann da wohl kaum noch die Rede sein, eher von einem Flickenteppich.

gehtsnoch
4 Jahre zuvor

Das Jungvolk bildeten die Jungen zwischen 10 und 14 Jahren, die zur Hitlerjugend gehörten.

Dann ist die Volksgesundheit nicht weit: „Du hast die Pflicht gesund zu sein.“

Aus dem
CharitéCentrum für Human- und Gesundheitswissenschaften (ZHGB) (CC1)
Institut für Geschichte der Medizin
Direktor: Prof. Dr. Volker Hess
Habilitationsschrift: „Du hast die Pflicht gesund zu sein.“ von Dr. phil. Thomas Beddies

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwjj3ZTYqaT1AhVwQ_EDHYL2BHUQFnoECAkQAQ&url=https%3A%2F%2Frefubium.fu-berlin.de%2Fbitstream%2Fhandle%2Ffub188%2F5456%2FBeddies_Habil_zusammengefuehrt.pdf%3Fsequence%3D1&usg=AOvVaw1EoJ21l1eWmCHyFpyHV0TK

Silvia Jüterbock
4 Jahre zuvor

Mein sohn sitzt im überfüllten bus auf dem weg zur schule. Dann sitzt er 6 bis 6 stunden im überfüllten klassenraum ohne Luftfilter. Nach ca. 3 Std. rast sein Puls und er bekommt schwer Luft wegen Tragen der Maske. Er ist nur noch müde . Ich darf ihn nicht zu Hause belassen wg Präsenzpflicht und habe grosse Angst. DANKE Frau Giffey und CoKG. I HATE YOU

Ragnar Danneskjoeld
4 Jahre zuvor

Ja, Frau Jüterbock, Frau Giffey findet Sie sicher auch gaga.
Grüße aus der Staatskanzlei.

Riesenzwerg
4 Jahre zuvor

@Ragnar Danneskjoeld

Hat Frau Giffey Kinder auf einer öffentlichen Durchseuchungsschule?

DöpDöpundGaGa

Hoffnung
4 Jahre zuvor

In meiner eigenen Klasse haben sich im Laufe der zweijährigen Pandemie insgesamt 2 Kinder mit Corona angesteckt. Und das auch nicht in der Schule. Das eine Kind war ungeimpft, das andere geimpft. Beide Kinder haben sich in der eigenen Familie angesteckt.
Auch die Kinder, die in anderen Klassen im Laufe der Pandemie positiv waren, haben sich nachweislich nicht in der Schule angesteckt. Zatsächlich wurde das Virus von den positiven Kindern nicht weiter in der Klasse verteilt. Auch die Kollegen, die positiv waren, haben sich im privaten Umfeld angesteckt. Ich will nichts verharmlosen, dies ist lediglich meine Erfahrung. Vielleicht lag es an Delta.
Wie es mit Omikron laufen wird, werden wir sehen.
Ich spreche von einer Schule im ländlichen Umfeld, jedoch mit sehr vielen Fahrschühlern ( Schulbus).

Tina+2
4 Jahre zuvor
Antwortet  Hoffnung

Das liegt daran, dass Gebauer & Co. das Virus total eingeschüchtert haben und es nun weiß, dass es sich bei Kindern nur nachmittags übertragen darf.

techinginberlin
4 Jahre zuvor
Antwortet  Hoffnung

in meiner 7. Klasse haben sich im November 5 SuS angesteckt. Höchstwahrscheinlich in der Schule. (Montag 1. Positiv, Mittwoch 2 weitere in unmittelbarer Umgebung, Donnerstag 2 weitere, auch in Sitzplatznähe). Am Freitag waren noch 10 Kinder von 27 da. Nannte sich Präsensunterricht, statt alle zu Hause in der Klasse zu unterrichten.
Im Dezember haben wir dann 3 weiter in der Klasse gefischt. Ende Dezember kam eine meiner Schülerin der Klasse trotz doppelter Impfung ins Krankenhaus (schwerer Verlauf, gerade wieder raus nach 3 Wochen), zwei weiter sind zu hause. (ich rede nur von Positivnachweisen).

Meine 10. Klasse: In der ersten Welle 3 Infizierte, in der 2. Welle 4 Infizierte. Dieses Schuljahr im November 6 Nachweise (ähnlich wie in der 7.). Mittlerweile 70 Prozent Impfrate in der Klasse. Jetzt im Januar nach Weihnachten 4 Infektionen (Am Dienstag eine, am Donnerstag die anderen 3), zwei mittlerweile mit Symptomen … ich freue mich auf Montag.

Ich weiß von 4 Kollegen, die gerade zu hause sind, alle doppelt geimpft, alle mit starken Symptomen, aber nicht im Krankenhaus (hoffentlich bleibt das so).

Seit Dezember ist eine Kollegin wieder da. Schwerer Herzfehler, dauerhaft, schafft 2 Stunden am Tag und geht wieder, ein anderer hatte 6 Monate Lungenentzündung und kommt nie wieder.

Schulen sind viel, aber nicht sicher.

Wir sind auf grün und alles läuft sein gewohnten Gang… Ich freue mich für Sie, dass es gut bei Ihnen läuft. Bei uns brennt es!

Monika, BY
4 Jahre zuvor

“Das Maß ist voll. Hände weg von unseren Kindern”

Das ist jetzt schon gruselig geworden.

Ich bette jeden Tag, dass auch Kinder U12 einen Booster bekommen können. Andere wollen nicht eine Impfung.

Rabe aus NRW
4 Jahre zuvor

Das letzte Jahr meines Berufslebens hat begonnen – ob ich meinen Ruhestand genießen kann oder zum Endspurt infiziert werde und Langzeitfolgen entwickle? Ich gehöre zu einer Risikogruppe und habe zum ersten Mal seit Beginn dieser Pandemie richtig Angst!

Lehrer mit Seele
4 Jahre zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Angst hatte ich, um meine Kinder, um meine Schüler und auch darum, dass meine Kinder zu Vollwaisen werden.

Mittlerweile ist es Wut. Ich weigere mich zu glauben, dass in unserem Schulsystem, welches zwar viel Luft nach oben lässt, aber doch auch einiges zu bieten hat, Menschen Abitur und Uni Abschlüsse erreichen und gleichzeitig so dumm sein können. Das kann keine Dummheit sein, es ist die pure Ignoranz und absolute Emphatielosigkeit.

Jeder, der mich im Unterricht ertragen muss, weiß, dass ich eine Engelsgeduld habe, wenn jemand nicht in der Lage ist etwas zu verstehen, aber sehr sehr unangenehm werde, wenn jemand bei mir versucht sich mit “dumm stellen” durch zu mogeln.

Der Unterschied ist nur, dass ich hier nicht das Sagen habe. Eigentlich eine interessante Frage, oder? Warum haben eigentlich die Kinder, Jugendlichen, Eltern, Erzieher und Lehrer nichts zu sagen, wobei es doch genau um uns geht? Ich unterrichte zwar kein Politik, aber vielleicht mag mir einer vom Fach das mal erklären

Selbst schuld
4 Jahre zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Mein Gott, warum lassen Sie sich nicht krankschreiben und überbrücken das Jahr??? Das ist doch nun wirklich kein Problem!

Maren
4 Jahre zuvor
Antwortet  Selbst schuld

Ein Jahr krankschreiben.Jo sehr realistisch.

AvL
4 Jahre zuvor
Antwortet  Selbst schuld

Ihre Antwort auf den Lehrer mit Seele ist verantwortungslos .

Nucatino
4 Jahre zuvor
Antwortet  Selbst schuld

Bei uns fehlt jemand schon ein halbes Jahr. Wir alle wissen, dass das wegen Corona ist. Beamte bekommen ja unbegrenzte Gehaltsfortzahlung. Die können sich sowas leisten.

Seine Arbeit ist auf uns verteilt worden. Danke!

xy
4 Jahre zuvor
Antwortet  Nucatino

Sie können nur hoffen, dass Sie selbst niemals krank werden, nucatino.
Wie unsympathisch. Als ob jemand gerne krank wäre.

AvL
4 Jahre zuvor
Antwortet  Nucatino

Nucantino
In ihrem Geschreibe spiegelt sich eine tiefgreifende Empathielosigkeit, wenn nicht sogar eine menschenverachtendes Denken.
Ich kenne selbst mehrere Kollegen und Mitarbeiter, die auf Grund von Covid-19 längere Zeit krank waren oder jetzt eben auf Grund pulmonaler, kardialer oder wegen Long-Covid-19 mit schneller Erschöpfung und kognitiver Leistungseinschränkungen arbeitsunfähig geworden sind.
Sein sie sie froh kein von Covid-19 betroffener Mitmensch zu sein.

dickebank
4 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Die müssen ja nicht einmal selbst erkrankt sein. Die Pflege von nahen Angehörigen in Familienpflegezeit, führt eben auch zu Abwesenheit am Arbeitsplatz. Mit den pandemiebedingten 20 Tagen (sonst 10 Arbeitstage je Elternteil) bezahlter Pflegezeit kommt man bei schweren Erkrankungen nämlich nicht weit.

AvL
4 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

dto. dickebank

Riesenzwerg
4 Jahre zuvor
Antwortet  Nucatino

@Nucatino

Dann ist der SCHUTZ des Kollegen doch der SCHUTZ für alle!

Sei es wegen Corona, sei es wegen Überlastung.

Ich wünsche Ihrem Kollegen alles Gute – und ein bisschen mehr Herz für Sie – vielleicht aber sind Sie ja auch genervt und verzweifelt. Wie viele von uns.

Nobody
4 Jahre zuvor

Ich teile die Meinung aller Lehrkräfte und Personen in Schulen eingesetzt werden, die nach mehr Schutz für die Kinder und sich verlangen.
Was ich nicht verstehen kann ist die Differenzierung zwischen Schule und Kitas.
Immer werden wir gleichberechtigt genannt, wie hier im Artikel, aber ausschließlich die Schulen werden in den Fokus genommen.

Dabei unterscheiden sich die Probleme doch fast gar nicht.
Na klar wir testen 2 mal die Woche und wir Mitarbeiter tragen alle freiwillig Masken im Alltag, obwohl wir “in der pädagogischen Interaktion, diese falls notwendig nicht tragen müssten”.
Aber die Kinder können entweder noch nicht geimpft werden oder die Eltern sind noch unsicher (bei den 5 Jährigen).
Hier ist meiner Meinung nach wieder mit zuwenig Herzblut an dir Impf-Kampagne herangegangen worden. Und die nötige Empathie um die Eltern zu überzeugen. Leider anscheinend der rote Faden in der deutschen Pandemie-Bekämpfung…

Und auch wenn wir Mitarbeiterinnen alle geboostert sind, finde ich das Signal sehr falsch, das Kinder sich nach 5 Tagen “Frei testen” können.

Seit 2 Jahren schränke ich mich ein, wir treffen die immer gleichen 10 Leute ( ausschließlich Familie) und irgendwie kommt es manchmal so rüber das der Politik langsam “die Puste” ausgeht.
Wie alle sehne ich mich nach Normalität und vor allem für meine Kinder und die Kinder und Jugendlichen in Kitas und Schulen. Dies kann aber nicht zu Lasten genau derer gehen, indem man jetzt wieder vorschnell Maßnahmen aufweicht. Da kann man nur hoffen, dass wenn die Welle die Kinder “erfasst” zahlen wie in anderen Ländern ausbleiben und die Verläufe wirklich so glimpflich sind wie es gesagt wird.

Privat
4 Jahre zuvor

Offenbar gibt es leider noch zu viele Eltern und Lehrer, die sich über offene Schulen freuen und mit den Regeln kein Problem haben. Viele fordern ja sogar die Maßnahmen zu lockern. Insofern wird sich nicht viel ändern. Herr Meidinger allein wird die Politik nicht ändern.

Rüdiger Vehrenkamp
4 Jahre zuvor
Antwortet  Privat

Hier auf der Seite befinden sich so ziemlich die einzigen Menschen, die noch immer einen Lockdown mit Schulschließungen befürworten. Sowohl die Lehrer meiner Kinder, als auch alle anderen Eltern im Freundes- und Bekanntenkreis sowie die Familien unter unserer Betreuung möchten offene Schulen und mehr Normalität für Kinder und Jugendliche. Schön, dass diese nach der Ära Merkel endlich Gehör finden.

Schattenläufer
4 Jahre zuvor

Eigene Argumente ohne Beleg einfach mal als Standpunkt der nachweislichen Mehrheit zu postulieren und die anderen Standpunkte zur Randgruppe zu erklären ist entweder ein Zeichen mangelnder Intelligenz (nur Platz für einen Gedanken im Kopf) oder eine extrem billige Polemik.
Halten wir mal fest, laut Umfragen ist eine Mehrheit der Eltern nicht dafür die Schulen um jeden Preis (also die Gesundheit ihrer Kinder) offen zu halten. Mehrheit klingt irgendwie nicht nach Minderheit! Oder?
Die Lehrer sind mehrheitlich für Präsenz-Unterricht, auch hier auf der Seite. Was nicht geht ist Präsenzunterricht zu den jetzigen Bedingungen.
Das spiegelt sich auch wieder, wenn man in der Schule mit den LuL spricht.
Distanzunterricht ist purer Stress, Präsenzunterricht ist das Tagesgeschäft. Das hat man drauf. Bei uns an der Schule würden sich bei einer Wahlmöglichkeit trotzdem geschätzte 60-70% für Distanzunterricht aussprechen. Die Zustände sind nämlich brandgefährlich.

dickebank
4 Jahre zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ein Standpunkt ist eben ein Erfahrungshorizont mit einem Radius von Null.

Klugscheisser
4 Jahre zuvor

Wir wollen weder Lockdown noch geschlossene Schulen, stetige Wiederholung erhöht nicht den Wahrheitsgehalt Ihrer Aussagen.

xy
4 Jahre zuvor

Herr Vehrenkamp,
Sie täuschen sich. Ich weiß nicht, in welchen Kreisen Sie sich bewegen, aber niemand in unserem größeren, meist akademischen Umfeld heißt diese schutzlose Schulöffnung gut. Darunter einige Mediziner, Naturwissenschaftler und Techniker. Vielleicht bewegen wir uns zu wenig in Sozialpädagogischen Kreisen und haben zu wenig Telegram Accounts.
Sie konnten immer noch nicht erklären, warum sie eine Öffnung ohne Schutzmaßnahmen gut finden, wohlwissend, dass Angehörige Ihrer Schützlinge und diese selbst erkranken werden. Hängt Ihr Job von Schulöffnungen ab? Oder warum wollen Sie diese Durchseuchung?

Kritischer Dad*NRW
4 Jahre zuvor

“Hier auf der Seite befinden sich so ziemlich die einzigen Menschen, die noch immer einen Lockdown mit Schulschließungen befürworten.”

Da haben Sie völlig recht!
Bis auf die winzige Kleinigkeit zu “Schulschließung”. Dazu möchte ich nur sagen, dass eine gewisse Begriffsstutzigkeit zu diesem Schlagwort bei Ihnen scheinbar nicht mehr geleugnet werden kann, da Präsenzpflichtaufhebung und Gesundheitsschutz des Einzelnen statt verordnete Zwangsdurchseuchung ohne Schutzmaßnahmen das eigentliche Thema ist.

AvL
4 Jahre zuvor

Rüdiger Vehrenkemper
Sie irren sich gewaltig. In meinem weitläufigen Bekannten- und Kollegenkreis findet sich kein Elternteil, der Verständnis für die Verkürzung der Qurantänezeit hat noch für die daraus sich ableitende Durchseuchung unserer Kinder.

Riesenzwerg
4 Jahre zuvor

@Rüdiger Vehrenkamp

Ich bin für offene – SICHERE – Schulen.

Wir haben als Lehrkräfte theoretisch ein Recht auf Arbeitsschutz. Unser Dienstherr hat eine FürsorgePFLICHT.

Wir arbeiten in einem Risikogebiet – nicht meine Worte, aber mein Arbeitsplatz.

Ich gehe nicht mehr gerne in die Schule – kein Fallschirmspringer springt ohne zweiten Schirm. Ich aber habe erst gar keinen.

Und so geht es meinen Schüler auch – die haben Angst. Um sich, um ihre Klassenkameraden, um ihre Eltern, um Oma und Opa ….. die sind doch nicht blöd!

Die wissen genau, dass sie sich in einem nichtsicheren Raum befinden – und dieses Vorspielen von “Normalität” (röchel, hust, k_tz) trägt nicht dazu bei, dass sie uns vertrauen.

Sie leben derzeit wirklich in zwei Welten – (UN)sichere Schulen und – laut Politiker:innen – einem viel UNSICHEREN Zuhauses.

Ja, wir bürden den Kindern jede Menge VERMEIDBARES auf.

Aber Bildung – bei ständig wechselnder Belegschaft – LÄCHERLICH.

Ich muss da mal was loswerden
4 Jahre zuvor

Und warum der Rüdiger sich hier noch tummelt wird uns ewig ein Rätsel bleiben…

Josi1975
4 Jahre zuvor

Mit 25 Schülern in einen Raum gesperrt? Arme Lehrer Sorry, mein Mitleid hält sich in Grenzen, denn was sollen Ihrer Meinung nach bitte die Erzieher*innen sagen, die keine Pausen vom “Einsperren” haben und keine Tische und Masken zwischen sich und den Kindern?

Erzieherin aus Leidenschaft und immer mit offenen Armen ohne Maske auch für Kranke Mäuse

Tina+2
4 Jahre zuvor
Antwortet  Josi1975

So einen Kommentar kann man sich auch sparen!
Es sind nicht die Lehrer, die die bekloppten Regeln machen!
(sage ich als Mutter und Nicht-Lehrerin)

Defence
4 Jahre zuvor
Antwortet  Josi1975

Nunja- Beachtet man, dass wir mit immer unterschiedlichen Personen in einem Raum gesperrt sind, kommen Lehrerinnen und Lehrer ne Lehrer mit viel mehr Personen in Kontakt. Manchmal mit bis zu 150-200 Kindern pro Tag.

Aber mal etwas anderes: Ist Ihnen aufgefallen, dass Sie in einem Lehrerforum unterwegs sind?

xy
4 Jahre zuvor
Antwortet  Josi1975

Josi, was sagen denn die Eltern der Mäuse?
Sind Sie selbst geimpft und getestet? Ohne Maske? Wo ist Ihr Verantwortungsbewusstsein?
Oder glauben Sie an die Mär, dass Kinder per se ungefährdet sind?

Sandra
4 Jahre zuvor

Mir fehlen hier tatsächlich die Worte! Ich bin sprachlos. Wir sind achtsam, reduzieren die Kontakte und dann so eine Entscheidung! Unverantwortlich! Wenn Studien aufzeigen würden, dass eine Verkürzung der Karanthenezeit von 5 Tagen ausreicht, würde ich das auch unterstützen. Aber von solchen Studien hat niemand gesprochen. Ich finde die Entscheidung fahrlässig, mit einem Schnelltest kann man sich freitesten, zuhause. Bei solchen Entscheidungen, werden die Coronazahlen weiter steigen und viele Menschen sterben. Das macht mich wütend und hilflos zugleich. Ich habe ein schulpflichtiges Kind und ein Kindergartenkind, dass noch nicht geimpft werden kann.

Anne S
4 Jahre zuvor

Schlimm für die Lehrkräfte, Erzieher und deren Familien. Wer aber sogar Kinder einem solch verantwortungslosen Experiment und Risiko aussetzt, sollte kein Land regieren, sondern gehört ins Gefängnis. Ein kollektives Regierungsversagen. Die gesundheitlichen Langzeitfolgen für Kinder sind noch nichtmal vollständig abzuschätzen. Wie wohl würde sich wohl so mancher Politiker fühlen, mit einem Kind zu spielen oder seine eigenen Kinder mit ihm spielen zu lassen, das Corona hatte und nach 5 Tagen aufgrund eines vermeintlich negativen Schnelltest wieder als gesund gilt.

Alla
4 Jahre zuvor
Antwortet  Anne S

Daniel Günther, MP von SH, hat sich, als Kontaktperson trotz negativem Schnelltest und einer Boosterimpfung in ein Hotel in Quarantäne begeben.
Grund: er möchte seine Frau und seine Kinder nicht in Gefahr bringen.
Die Schulöffnung ab Montag unterstützt er aber trotzdem ausdrücklich.
Auch die neuen Quarantäneregeln, die Booster-geimpfte nicht in Quarantäne schicken, befürwortet er.
Es soll ja jeder so halten, wie er es mag, nur dass sich viele Menschen eine nicht angeordnete Quarantäne nicht leisten können, da dann die Lohnfortzahlung wegfällt!
Wahrscheinlich gilt das für ihn nicht, da er ( im Gegensatz zu EuE, Pflegekräften, LuL, Handwerkern usw.) im Homeoffice arbeiten kann.
Es bleibt halt ein gewisses ” Geschmäckle”.

Riesenzwerg
4 Jahre zuvor
Antwortet  Alla

@Alla

Der muss natürlich in eine ExtraQuarantäne – Hotel unterstützen – oberste Pflicht.
Familie schützen – auch.

Gehen die Kids denn auch brav in eine öffentliche Schule ohne geeignete Maßnahmen? Dann ist er einer von uns!

Und – er ist sicher gleicher als andere – dabei fand ich seine Entscheidungen und seinen Umgang mit dem Virus bisher gut.

Vielleicht kreiert er auch nur einen neuen Begriff – HotelOffice. Denn home ist es ja nun wirklich nicht.

Wie kam das denn raus und rüber? Als guter Geimpfter schützt er nun seine Familie?!

Ach, so sollten es alle machen – das Hotelgewerbe würde aufleben!

Oje, darf aber wohl nicht jede(r).

Zarenthin
4 Jahre zuvor

Gott im Himmel, ich bin so froh und dankbar, dass die Quarantänezeiten verkürzt und für Drittgeimpfte sogar ganz aufgehoben werden. Es ist doch ein Unding, Leute zu Hause festzuhalten, die nachweislich (PCR-Test) nicht mehr infektiös sind. Und die anderen müssen die Arbeit mitmachen bzw. sie fällt einfach aus. Eine Katastrophe wäre das bei den ansteigenden Fallzahlen geworden mit all den Kontaktpersonen usw.

Marie
4 Jahre zuvor
Antwortet  Zarenthin

Drittgeimpfte brauchen aber nach der neuen Regelung eben keinen PCR. Sie gelten einfach als virenresistent.

TaMu
4 Jahre zuvor
Antwortet  Zarenthin

Zarenthin@ auch Drittgeimpfte stecken sich mit Omikron an und verbreiten es weiter, noch bevor der Test positiv wird oder Symptome auftreten. In dieser Zeit arbeiten sie mit ungeimpften Kindern, gerade im Kita- und Grundschulbereich. Das ist unverantwortlich. Wir haben uns so lange zurück gehalten und darauf geachtet, das Virus nicht zu verbreiten. Ausgerechnet durch unsere Entscheidung zur Auffrischungsimpfung, die uns nicht vor Ansteckung schützt, sondern nur vor einem eigenen schweren Verlauf und damit die Krankenhäuser vor Überlastung, dürfen wir gar nicht mehr in Quarantäne gehen und müssen beruflich zwangsläufig zur Gefahr werden. Ich empfinde es als eine Beleidigung für jeden denkfähigen Menschen, so unfassbar dumm handeln zu müssen.

xy
4 Jahre zuvor
Antwortet  Zarenthin

PCR Test! Richtig.
Aber es gilt auch ein Antigentest.
Das ist fahrlässig und kriminell!
Omikron sollte auch im Rachenbereich abgestrichen werden.

Nucatino
4 Jahre zuvor

“Das geht allgemein nach sieben Tagen, wenn entweder ein negativer PCR- oder Antigen-Schnelltest vorgezeigt werden kann.”

Es reicht sogar ein Schnelltest? Wow!!!!!!!!!

Klugscheisser
4 Jahre zuvor
Antwortet  Nucatino

PCR ist einfach für alle zu teuer. Muss man doch verstehen. Und die Schnelltests sind unglaublich zuverlässig, genauso wie PRC Tests.

Aber eben billiger.

Und im Schulbereich darf alles nix kosten. Deswegen sind Lehrer ja auch Testzentrumleiter. Kann jeder Depp, also sogar Lehrer. Und Kinder werden nur ganz wenig schlimm krank wenn überhaupt. Und Lehrer sind mit Maske im eiskalten Lüftungszug sowieso immun. Die gehen gar nicht in Quarantäne und müssen sich deswegen auch nicht frei testen. – egal mit welchem Test.

Rüdiger Vehrenkamp
4 Jahre zuvor

Die kürzere Quarantäne ist längst überfällig. Mehr als einmal saßen Kinder unter unserer Betreuung sowie Freunde meiner Kinder unnötig für 14 Tage zuhause, obwohl sämtliche Tests negativ waren. Was sollte das sein, außer unnötiger Gängelung?

Am Montag sind bundesweit wieder alle Schulen geöffnet und das ist nach knapp 2 Jahren Pandemie mehr als richtig so. Die Politik hat erkannt, dass wir uns alle früher oder später mit dem Virus infizieren werden, uns aber durch Impfstoffe schützen können. Folglich können wir zurück in ein normales Leben. Das Wasser wird nicht wärmer, wenn man später springt.

In großen Schritten nähern wir uns dem Frühjahr und es sieht nicht nach flächendeckenden Schulschließungen aus. Wenn es die jetzt im Winter nicht gibt, wird es sie im Frühjahr ebenfalls nicht geben – und das ist gut so!

Monika, BY
4 Jahre zuvor

Ja, richtig, was sind schon 2000 tote und unzählige kranke und zerstörte Familie allein durch Covid wöchentlich.

Passiert es bereit.

AvL
4 Jahre zuvor

Herr Vehrenkamp
Ich habe meine Quarantänezeit selstständig nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt verlängert, da ich vor einem Jahr im Rahmen der Covid-19-Erkranung 12 Tage lang 39° Fieber hatte. Mir wäre nie in den Sinn gekommen, meinen Mitmenschen dem Infektionsrisiko durch meien Erkrankung auszusetzen. Newbenbei war befand sich die gesamte Familie in Qurantäne, ohne dass diese sich bei mir infizierten, weil wir uns an die Regeln gehalten haben.
Statt dessen wurden hier im Ort bei einer Kontrolle in einem Lenbensmittelgeschäft 5 Personen festgestellt, die trotz Quarantäne einkaufen gingen.
Ein befreudeter Kollege hatte einen Patienten wiedererkannt, von dem er wusste, dass dieser neu mit Covid-19 infiziert war und unter Quarantäne stand. Er meldete dies bei der Information des Geschäftes, die ihrerseits die Polizei verständigte und daraufhin den Eingangsbereich abriegelte, um anschließend über den Lautsprecher eine Person ausriefen ließ, die sich trotz Coronaauflagen dort aufhielt.
Es meldeten sich anschließend 5 Personen bei der Information.

Ulrich Bauer
4 Jahre zuvor

Mich erschüttert, wie viele hier im Forum die Schüler als Gefahr für sich sehen, manche, die als Eltern schreiben, natürlich auch die Lehrer für die Kinder – je nach Perspektive.
Wenn ein Lehrer die Kinder, die ihm anvertraut sind, als Gefahr sieht für sich und seine Familie, dann müsste er den Beruf eigentlich aufgeben.
Und es wird immer die Forderung nach sicheren Schulen erhoben. Genügen Masken, 3maliges Testen und versetzte Pausen denn nicht aus? Manche denken vielleicht an Luftfilter, nun so welche haben wir auch. Die laufen 15 Minuten auf Grün, dann kommt Gelb und wir müssen lüften. Das hätte ich auch ohne Luftfilter geschafft.
Was mich auch wundert ist, dass so viele hier unter Decknamen wie “Zarenthin” oder “Nucatino” schreiben (dürfen). Vielleicht sind die, die Kinder als Gefahr betrachten, doch keine Lehrerinnen (was mich sehr beruhigen würde).

xy
4 Jahre zuvor
Antwortet  Ulrich Bauer

Herr Bauer, um die Kinder selbst machen Sie sich keine Sorgen?
So sehen Kinder aus, die an Covid erkranken.

https://twitter.com/Cleavon_MD/status/1478213119088508930?s=20

Andreas Würth
4 Jahre zuvor
Antwortet  Ulrich Bauer

Einer von wenigen guten Kommentaren hier. Danke dafür.

Nucatino
4 Jahre zuvor
Antwortet  Ulrich Bauer

Wenn Sie die Kommentare zu diesem Artikel genauer durchsehen, erkennen Sie, dass ganz viele Erzieher/innen hier schreiben. Also die sagen das von sich selbst, dass sie Erzieherinnen sind.

Warum soll ich hier nicht kommentieren dürfen? Weil Sie hier nur Ihre Meinung lesen wollen? Woher wissen wir, ob Sie wirklich “Ulrich Bauer” sind?

Nucatino
4 Jahre zuvor
Antwortet  Ulrich Bauer

PS: Wo habe ich denn Kinder als Gefahr bezeichnet? Das ist ein bösartige Unterstellung, die ich hiermit zurückweise.

Klugscheisser
4 Jahre zuvor
Antwortet  Ulrich Bauer

@Ulrich Bauer
“Die laufen 15 Minuten auf Grün, dann kommt Gelb und wir müssen lüften.”

Das sind keine Luftfilter sondern CO2 Messgeräte.
Auch den Rest Ihres Posts halte ich fragwürdig.

W.
4 Jahre zuvor
Antwortet  Klugscheisser

@Klugscheisser
Hauptsache, unser neuer Sonderbeauftragter aus dem Hause “Copy&Paste” fühlt sich bestätigt:

” Andreas Würth 9. Januar 2022 um 09:23

Einer von wenigen guten Kommentaren hier. Danke dafür.”

Eigentlich hätte Andreas Würth doch schreiben müssen “Bitte informieren Sie sich.”
Tja.

Alex
4 Jahre zuvor
Antwortet  Ulrich Bauer

Also, Grundschulen testen nur 2mal, dazwischen sind immer 4 Tage „Blindflug“. Versetzte Pausen gibt es schon ewig nicht mehr und Luftfilter (oder wenigstens CO2-Messgeräte) kennen wir auch nur vom Hörensagen. Masken werden schlampig oder Tage am Stück getragen („Mama sagt, jeden Tag neu ist zu teuer“). Aber Ihrer Meinung nach ist ja alles paletti.

AvL
4 Jahre zuvor
Antwortet  Ulrich Bauer

Herr Bauer
Mich erschüttert mehr ihre Gleichgültigkeit in Bezug auf unsere Sorgen.

ThankYouForWearingYourMask
4 Jahre zuvor

Wenn ich als geboosterte Kontaktperson nicht mehr in Quarantäne muss/soll, darf ich dann positiv-getestete Personen offiziell auch besuchen? Wenn nicht, wäre das inkonsequent.

TaMu
4 Jahre zuvor

Thank you for wearing your mask@ Mit unseren plötzlichen Superkräften, die wir als dreifach Geimpfte haben, wenn wir mit Kindern arbeiten, sollte das tatsächlich so sein! Wir könnten über unsere Arbeit mit den Kindern hinaus so viel Gutes tun und Depressionen, Fettleibigkeit und soziale Ängste bei Erkrankten verhindern, wenn wir sie besuchen, sie umarmen und Ihnen Hühnersuppe kochen würden, wenn wir mit den hustenden Kindern spielen, während die luftknappen Eltern sich in ihren Betten gesund schlafen dürften! Dafür sollten wir in schwierigen Zeiten neben unserer Arbeit mit Kindern täglich ein paar Stunden frei schaufeln, um die Not zu lindern. Ach so ja: Ironie off

Nucatino
4 Jahre zuvor

Seltsame Frage. Es darf (soll) doch niemand Kontakt zu positiv-getesteten Personen haben, außer wenn es sich nicht vermeiden lässt (gemeinsamer Haushalt, Ärzte, Krankenschwestern…).

xy
4 Jahre zuvor

Nelle,
wenn es, was wahrscheinlich ist, zur Durchseuchung kommt, wird die Ampel keine 4 Jahre halten. Das wird die Gesellschaft zerreißen.
Die Ampel liefert Kinder, Lehrer und deren Familien dem Virus aus, eiert aber weiter bei der Impflicht. Die Vernünftigen werden als Dank durchseucht und zu offiziellen Virenverbreitern, wenn sie geboostert sind.
Merkel wird vermisst.
Die Ampel kann weg.

xy
4 Jahre zuvor
Monika, BY
4 Jahre zuvor

https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/kommentar-von-ulrich-reitz-omikron-blindflug-die-experten-beraten-scholz-nicht-sie-verstecken-sich-hinter-ihm_id_35846767.html

“Olaf Scholz Corona-Rat stellt fest, „dass gerade im Bereich der Kinderkliniken ohnehin eine eng limitierte stationäre Versorgungskapazität besteht“. Aber wenn das so ist, welche Schlussfolgerungen sollten daraus gezogen werden?
Für Deutschlands Bildungsminister wäre es schon hilfreich gewesen zu wissen, ob der Expertenrat angesichts der Bettenknappheit in den Kinderkliniken eine Fortsetzung des Präsenzunterrichts empfiehlt oder eben nicht.

Nun haben die Bildungsminister beschlossen, den Schulunterricht in Präsenz fortzusetzen, weil das besser sei für die Kinder. Das kann man nachvollziehen.
Man hätte aber gerne gewusst, ob dies auch noch dann stimmt, wenn vermehrt Kinder schwer erkranken und dann nicht mehr in den Kliniken versorgt werden können. Auch eine Einschätzung, mit welcher Wahrscheinlichkeit es zu einer solchen Notlage kommen kann, wäre hätte man gerne gelesen.”

Diese Regierung ist leider nicht in der Lage das Land durch diese Pandemie zu führen.

Wir bestellen gerade tausende, so weiter gemacht auch hunderttausende kranke Kinder. Das ist jetzt schon ein klares Bild.

Und was dann?

Wer wird verantwortlich dafür sein?

Richtig. Niemand.

Monika, BY
4 Jahre zuvor
Antwortet  Monika, BY

Führung des Landes durch eine Pandemie mit bereits hunderttausend Tote und Millionen Erkrankten bedeutet nicht, weiter so. In dem Sinne ist diese Regierung nicht viel anderes als Corona Leugner.

Ich bin schon jetzt gespannt, was uns in noch zwei Jahren der Pandemie erwartet.

AvL
4 Jahre zuvor

Für Kinder unter 5 Jahren ist bisher kein Impfstoff zugelassen, und diese Personengruppe erkrankt an dem schweren multiorganischen Syndrom PIMS, was sie bewusst ignorieren und herunterspielen.
Und auch für die Kinder unter 12 Jahren ist nicht annähernd ausreichend viel Impfstoff vorhanden, um die Willigen in dieser Altersgruppe zu impfen.
Mit der Pandemie sind wir noch lange nicht durch Wir werden sehen, was kommen wird, und so werden wir entsprechend den S3-Leitlinen reagieren !

Monika, BY
4 Jahre zuvor

https://www.welt.de/regionales/hamburg/plus236097182/Corona-Kinder-sollten-so-gut-wie-moeglich-vor-Infektionen-geschuetzt-werden.html

„Kinder sollten so gut wie möglich vor Corona-Infektionen geschützt werden“

Was bedeutet das genau?

Einfach das Kind in der Kita und in der Schule schicken und tagtäglich die Daumen drücken?

Klugscheisser
4 Jahre zuvor
Antwortet  Monika, BY

Genau. Daumen drücken ist genau das richtige für unsere immer in zwei Metern Abstand sitzende und Maske korrekt tragende Schülerschaft in ihren 100 qm Klassenräumen. Damit ist so gut wie möglich jede Infektionsgefahr gebannt.
Hat Herr Prof. Dr. Müller Schlachmischdod aus Biberammerbau nach eingehender Prüfung der Wildbienennistplätzen auch wissenschaftlich bestätigt. Der muss es wissen.

Monika, BY
4 Jahre zuvor
Antwortet  Monika, BY

Mit Gedanken an Omikron lesen.

Monika, BY
4 Jahre zuvor

https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_91428938/corona-experte-zu-omikron-welle-die-kinder-werden-durchseucht.html

Und so weiter….

Das heißt in der Konsequenz: Die Kinder werden durchseucht?

Das muss man so sagen, auf dieses Konzept scheint man zu setzen. Gleichzeitig sehen wir in Frankreich und den USA sehr hohe Hospitalisierungsraten bei Kindern. Das ist eigentlich unverantwortlich.

Also müsste man die Schulen wieder schließen?

Die derzeitigen Konzepte sind nicht ausreichend, um die Schulen sicher zu machen. Als Konzept zur Eindämmung wird an den Schulen ja hauptsächlich auf Schnelltests gesetzt, von denen wir jetzt wissen, dass diese unter Omikron weniger verlässlich sind. Wichtig wäre es, die Impfquote unter den Schülern zu erhöhen. In Schleswig-Holstein ist dies zum Beispiel gut gelungen. Hier sind 65 Prozent der Jugendlichen geimpft, in Sachsen sind es gerade mal 30 Prozent. So kann man die Schüler, aber auch deren Familien kaum schützen.

Es war meines Erachtens ein Fehler, die Impfungen im Kinder- und Jugendbereich so spät und dann teilweise nur eingeschränkt zu empfehlen. Und offenbar gehen die Länder mit diesem Thema auch sehr unterschiedlich um. Jetzt wäre eine massive Impfkampagne auch in den Schulen nötig.

Genau. Danke Stiko, danke neue Regierung. FÜr nichts.

Sogehts
4 Jahre zuvor

Das ewige Gejammer der hier kommentierenden Lehrer nervt. Dann kündigen Sie doch und verzichten auf den Beamtenstatus. Viele Arbeitnehmer fürchten gerade um ihren Job, Selbstständige gehen Pleite. Viele weitere Berufsgruppen haben viel mehr Kontakte als Sie.

Lasen Sie sich impfen! Es gibt immer noch Schulen mit Impfquoten von nur 70 Prozent.

Die Privilegien Genüssen, aber wenn es mal hart wird, wird gejammert.

Gehen Sie dich in die freie Wirtschaft. Für Nettolöhne von 4000 plus sind unbezahlte Überstunden und Überstundenkonten von 500 inklusive.

Man bekommt da Gefühl, Lehrer sehen Schüler und Eltern als Feinde ihrer Privilegien.

Julia
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sogehts

So kann man es durchaus sehen.
Kündigen ist eine Lösung- mimimi hier nützt nichts, sieht man seit 2 Jahren.

Realität
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sogehts

@ Sogehts
1. Dann wechseln Sie doch das Forum, wenn Ihnen das Gejammer auf den Keks geht.
2. Werden Sie doch Lehrer. Momentan gibt es die Möglichkeit des Seiteneinstiegs. Alternativ hätte Sie ja auch Lehramt studieren können.

Ich kann das einfach nicht mehr hören. Lehrer investieren schon Jahre vorher in ihren Beruf, so wie viele andere Akademikergruppen auch oder z.B. Physiotherapeuten. Das Studium (teilweise mit Auslandssemestern) können nicht immer die Eltern finanzieren.

3. Wenn Sie hier jetzt das Beispiel der Berufsgruppen mit viel Kontakten ansprechen, dann vergessen Sie bitte nicht, dass diese mit den Menschen über längere Zeit in einem schlecht zu lüftenden Raum sind. Längere Zeit heißt hier Minimun von 45 Minuten, aber oftmals deutlich länger.

4. Schön, dass Sie meinen, dass Lehrer keine Überstunden hätten/machen. Wenn ich Vertretungsstunden gebe, weil leider eine Kollegin/ein Kollege erkrankt ist, dann geht das auf mein Stundenkonto. Da verbleibt es und winkt mir ab und zu mal erfrischend zu.
Abbummeln ist aufgrund des Lehrermangels nicht möglich.
Also auch Lehrer schieben unbezahlte Überstunden bzw. arbeiten noch/wieder dann, wenn Eltern erst erreichbar sind. Das heißt, dass ich oftmals an drei Nachmittagen regulär bis 16 Uhr in der Schule stehe und anschließend ab 18 Uhr teilweise noch Gespräche wahrnehmen muss. Die Unterrichtsvorbereitung erfolgt dann entweder spät abends oder am Wochenende.
Also auf, der Job ruft. Lehrer sind rar gesät.

Vielleicht machen Sie einfach mal ein paar Wochen den Job. Und nur als Anmerkung: ich weiß, dass es eine absolute Belastung (physisch, psychisch, finanziell, …) sein kann selbstständig zu sein bzw. in der freien Wirtschaft zu arbeiten. Ich möchte aber mal zu bedenken geben, dass sich jeder, der Arzt oder Pflegekraft usw. wird durchaus dazu entscheidet mit kranken Menschen zu arbeiten. Jemand, der Lehrkraft wird, möchte jungen Menschen Wissen vermitteln.

Pitti
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sogehts

Nur die, die selber mit an der Front stehen, können sich ein Urteil erlauben. Die, die nicht jeden Tag, ohne große Schutzmaßnahmen, mit in den Schulen sind, sollten sich lieber ein wenig mit ihren Äußerungen zurück nehmen. Also,…………..

Sogehts
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sogehts

@an alle zuvor

Lehrer haben ein solches Gehalt’ das in der frei Wirtschaft Personal- und Budgetvetabtwortung bedingt. Die Bezahlung ist leistungs- und zielorientirrt. Da können Sie nicht einfach sagen, ich fühle mich überlastet. Da stehen Kunden, Umsatz und Projekttermine dahinter.

Überstundenkonten von 500 kenne ich auch nicht von Lehrern. Überstunden können, ggfls auch erst Jahre später, abgebummelt werden.

Und ja,! Ich kenne die Interna eines Lehrerberuf aus erster Hand. Familie ersten Grades Grundschuldirektor und Gymnasiallehrer.

Und keiner von diesen jammert so unermüdlich wie es hier getan wird.

Und zur Finanzierung eines Studiums…Genau! Nicht die Eltern oder Bafög sondern neben dem Studium arbeiten gehen …

W.
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sogehts

@Sogehts
Thema verfehlt. ( vgl. Artikel oben )
Sie sind im falschen Forum.
Aber Sie waren nicht ganz umsonst hier:
https://www.telefonseelsorge.de/
Natürlich können Sie auch mit “Familie ersten Grades Grundschuldirektor und Gymnasiallehrer” reden. Die jammern ja nicht, die haben Zeit!

Katinka Katze
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sogehts

Also mein Mann ist ein “einfacher Facharbeiter” bei einem großen Autokonzern. Er verdient aber deutlich besser als ich, die ich als GS-Lehrkraft mit A 12 arbeite. Wenn man die unbezahlte Mehrarbeit hinter den Kulissen mit einrechnet, hat er einen deutlich höheren Stundelohn, dazu kommen Boni, von denen ich nur träumen kann. Das Weihnachtsgeld wurde in meinem Bundesland schon vor langer Zeit gestrichen. Budgetverantwortung trägt er übrigens nicht und hat nur eine 34-Stunden-Woche und jede Überstunde wird pinibel angerechnet und darf abgebummelt werden oder wird ausbezahlt. Lehrermangel gibt’s ja nicht umsonst und der wird auch noch weiter steigen. Nebenbei, auch ich habe während meines Studiums (Ja, auch Lehrer studieren!) gearbeitet. Willkommen in der Realität und auf in den Traumjob Lehrer. Viel frei super Bezahlung und von allen geschätzt und respektiert! Oder doch nicht???!

Sogehts
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sogehts

@Katinka Katze

Wie viele arbeiten denn bei einem ” großen Autokonzern’ ? BMW, VW, Audi? Und sind die 4000 Netto Normalschicht oder im Dreischichtsystem ? Am Band oder mit selbst bestimmen Arbeitstempo?

Sie verdienen mit A12 eher im unteren Bereich als Lehrkraft, vergleichen sich aber mit einem der höchst bezahltesten Arbeiterjobs Deutschlands!

Aber so macht sich jeder seine eigene Statistik…

Nicht mal Ingenieure als Gruppenleiter ( bis 25 Mitarbeiter) verdienen im Mittelstand 4000 Euro.

Aber auch hier sehen Dietwohl eher den Ingenieur bei BMW, der in München wohnt und 2000 Euro Miete für 80 qm zählt als Vergleich.

Na, warum dann noch jammern, wenn’s so einfach ist? Ab ans Band!

Wenn hier andersartige Meinungen mit “Sie sind im falschen Forum!” oder ähnlich kommentiert werden, ist es wohl mit der Akzeptanz der Floristen hier nicht weit her.

Dann ist dies ganze Forum auch nicht weit von der Gruppe,, zu der man hier gern geschoben wird, die wohl etwas mit Telegramm zu tun hat.

Aber man schwurbelt ja gerne im eigenen Saft.

Viel Freude beim Baden.

Klugscheisser
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sogehts

Danke fein für diese Erlaubnis.

Bin spät in den Lehrberuf eingestiegen. Ich habe teils 50 bis 60 AT geschoben. War super bezahlt, aber ich habe umgesattlelt.
Bis Corona nicht bereut trotz des immensen stressigen Jobs.
Aber keiner, der nichts selbst Lehrer ist, kann beurteilen, was der Job bedeutet. Auch wenn noch so viele Verwandtschaften ersten Grade von ihrem Job erzählen.
Selbst erleben ist eine ganz andere Hausnummer.

Und jetzt möchte ich weiterbaden, danke.

Klugscheisser
4 Jahre zuvor
Antwortet  Klugscheisser

…50 bis 60 Stunden…

Monika, BY
4 Jahre zuvor

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_91445504/karl-lauterbach-warnt-deutschland-vor-gefaehrlichen-mutanten-wie-omikron-aber-toedlicher-.html

Herr Scholz redet über heute und jetzt, Herr Lauterbach über das, was an uns kommen könnte.

Ohne regelmäßigen Impfungen auch für die Kinder sind alle anderen Entscheidungen gefährlich, besonderes die zwanghafte.

In so einer Lage Zwang durch Präsenzpflicht auszuüben ist eine kriminelle Tat.

Maren
4 Jahre zuvor
Antwortet  Monika, BY

Seh ich auch so.Habe mir gerade mal die aktuellen Zahlen hier angesehen.Morgen geht die Schule wieder los,und alles in mir sträubt sich,mein einmal geimpftes Kind dem auszusetzen.Aber er vor vor den Ferien schon zwei Wochen krank.Irgendwann glaubt einem das auch keiner mehr.Bin ehrlich am Verzweifeln.

Monika, BY
4 Jahre zuvor
Antwortet  Maren

Liebe Maren, bin ich auch, aber ich lasse meine Kinder nicht mit Corona anstecken. Punkt. Sie sind nicht ausreichend gegen Omikron geschützt, sie brauchen auch den Booster! Wenn nötig wird, nehmen wir Kredit auf und bezahle alles was wir müssen, aber sie werden nciht durchgesucht. Oder wandern wir aus, das ziehen wir auch in Betracht.

Ne, das Leben und die Gesundheit hat man nur einmalig. Dafür lohnt sich kämpfen.

Meine Kinder sind nicht daran schuld, dass diese Regierung unfähig ist, dass Homeschooling in einem quasi modernen Land immer noch illegal ist, dass Schulsystem aus 1938 datiert.
Nein, sie sind daran nicht schuld und sie sollen dafür nicht mit ihrer Gesundheit bezahlen.

Maren
4 Jahre zuvor
Antwortet  Monika, BY

Liebe Monika,ich kann leider weder auswandern noch einen großartigen Kredit aufnehmen.Allein ist das alles nicht so einfach.Und wenn man Bußgelder nicht bezahlen kann,geht man in Haft.Dann kann ich meinem Kind auch nicht helfen und verliere schlimmstenfalls noch das Sorgerecht.

Monika, BY
4 Jahre zuvor
Antwortet  Maren

Nein leibe Maren, es ist überhaput nicht! Und es macht wriklich Angst, ich habe langsam Angst um ide Zukunft. WOhin das alles führt?

Offensichtlich ist von der Regierung und KMs ganz akzeptable Corona-Leugner zu sein, solange solche ihre Kinder in der Schule schicken.

Aber wenn man zu keinem Corona-Leugner gehört und will das Kind nicht durch Präsenzpflicht anstecken lassen, ist seine Tat strafbar.

Wie kam es dazu? Kann ich mir nicht erklären, gar nichts mehr davon was gerade passiert.

Monika, BY
4 Jahre zuvor
Antwortet  Maren

Ich meine, ich kann jetzt da draußen gegen Corona Auflagen protestieren und de facto den Hass gegen Corona-“Angsthasen” verbreiten und das wird akzeptiert. Gar keine Konsequenzen für meine Familie.

Aber wenn ich meine Kinder gegen Virus schützen will, damit sie nicht erkranken, und in der Schule ist die höchste Inzidenz, das kann man nicht mehr sogar leugnen, dann werde ich bestraft.

mm
4 Jahre zuvor
Antwortet  Maren

Das wird auch nichts nützen. Am Ende stecken sie sich noch beim Auswandern während der Flugreise an. Ich würde Schulplolitik auch anders betreiben, hatte meine Kinder lange im Fernunterricht, aber jetzt sehe ich keinen Sinn mehr darin. Ich glaube nicht mehr daran, dass man sich mit Einzelgänger Maßnahmen auf lange Frist schützen kann. Nicht mit Omikron und nicht mit der gegenwärtigen Politik. Wenn das Virus so ansteckend ist und sich jetzt über die Schulen massiv verbreiten wird, dann kann in einigen Wochen vermutlich schon der Gang zur Apotheke ausreichen, um sich sicher mit Omikron zu infizieren. Dafür dann seine Kinder monatelang separiert zu haben wäre auch irgendwie traurig. Mitgefangen mitgegangen, leider. Aber der Gedanke entlastet auch. Nach dem Mott: Wir haben alles getan und mehr geht nicht.

Monika, BY
4 Jahre zuvor
Antwortet  Maren

Nein, wir haben nicht alles getan. Die Kinder brauchen auch Booster + Präsenzpflicht aussetzen währed der Pandemie (nicht Schulpflicht, nur das es deutlich ist).

Was Stiko + Regierung hier treibt führt genau zu solcher Entscheidung – die Menschen denken, sie haben alles gemacht und jetzt müssen sie sich doch anstecken lassen.
Sie geben nach und Politik + Wirtschaft + Ärzte + Lobbys freuen sich.

Ein paar hunderttausend zerstörte Familie zählen natürlich dazu. Ist doch klar. Wir habe doch alles getan, oder.

Das ist alles nur nicht war.

Wir müssen nicht fliegen. Höchst 3-6 Stunden Autofahrt, je nach dem Land. Vier haben wir sogar zum Auswahl ohne Präsenzwang!

trotzki
4 Jahre zuvor
Antwortet  Monika, BY

Ich erwarte von Herrn Lauterbach, dass er mit seiner Behörde solche “Planspiele” durchführt und sich Maßnahmen überlegt.
Es wird aber seiner Rolle nicht gerecht, wenn er nur weiterhin den Teufel an die Wand malt, und mit solchen Szenarien die Leute verunsichert. Er soll jetzt einfach seine Job machen.

Monika, BY
4 Jahre zuvor
Antwortet  trotzki

Die Leute sollen endlich mal verunsichert werden, wenigstens aufgrund ihrer Kinder, es herrsche eine gefährliche Pandemie!

Und nicht wie Sträuße einfach weiterhin ihre Köpfe im Sand stecken. Wir sollen alle zusammenarbieten und sich gegenseitig schützen!

Herr Lauterbach versucht genau das eben anzudeuten. So verstehe ich mindestens seine Äußerungen.

Wir können das schaffen. Aber auf gar keinen Fall mit dem Leugnen der Gefahr für die ganze Gesellschaft.

Michaela Heun
4 Jahre zuvor

Ach so …. Lehrer haben die höchste Ansteckungsgefahr…… wer denkt da schon an die “blöden Erzieher*innen” , denen ihr Klientel täglich auf den Schoß rutscht und wir an genießt und vollgesabbert werden ….. wichtig sind nur Lehrer und Schüler …..da möchte ich kotzen ! DANKE GEW und bitte wo ist eine Stellungnahme von VERDI ….wofür zahle ich eigentlich jeden Monat ! Ich möchte Gift und Galle speien vor Wut !!!

Nachgedacht4
4 Jahre zuvor
Antwortet  Michaela Heun

Informieren Sie sich doch bitte mal. All das geschieht ständig von GEW und auch vom VBE!

S.
4 Jahre zuvor

Trauriger, aber guter Bericht in der BBC anlässlich von mehr als 150.000 Coronatoten in UK – siehe unten. Dies sollte uns eine Warnung sein, auf Schutzmaßnahmen zu verzichten und keine besseren Schutzmaßnahmen einzuführen wie es derzeit unter Kanzler Scholz der Fall ist. UK hat seine liberale Öffnungs-Politik mit vielen Toten bezahlt:

“Jo Goodman, co-founder of the Covid-19 Bereaved Families for Justice campaign, said the ‘country needs answers as to why we have suffered one of the highest global death tolls’.
‘This is ever more urgent as deaths from the Omicron variant continue to surge, with little apparently being done to address this. The public inquiry cannot begin its work soon enough,’ she added.”
Link zum Artikel und zur Film-Reportage:
https://www.bbc.com/news/uk-59923936

Rüdiger Vehrenkamp
4 Jahre zuvor

Erneut vermisse ich eine Berichterstattung bei news4teachers über die Forderung einiger Virologen, für Kinder und Jugendliche die Normalität zurückkehren zu lassen. Passt wohl nicht in das hier gängige Narrativ.

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus236119126/Offener-Brief-Ex-Charite-Chefvirologe-fordert-Rueckkehr-zur-Normalitaet-fuer-die-Juengsten.html

Große Anerkennung gibt es von mir allerdings dafür, dass Sie hier alle sachlichen Kommentare zulassen. Es gibt Medien, da ist das leider nicht mehr so.

Rüdiger Vehrenkamp
4 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Es ist und bleibt selbstverständlich Ihr gutes Recht, welche Quellen Sie wie und wo nutzen und aus welchen Gründen Sie dies tun bzw. nicht tun. Nur ausgewogen ist Ihre Form der Berichterstattung dadurch leider nicht.

Mary-Ellen
4 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

@Die Redaktion:

Danke!!!

Monika, BY
4 Jahre zuvor

Entschuldigung, aber ein Journalist, der über den Zwang und über mit den Füßen getretene Menschenrechte ausgewogen berichtet, ist gar kein Journalist. Im besten Fall ein gekaufter Schreiber.

manda
4 Jahre zuvor

Corona hat mich geschlagen. Hab mich ja trotz doppelter Impfung infiziert und halte das auch alles nicht mehr aus. Die psychische Belastung ist enorm. Ich bin erstmal raus aus der Nummer und werde nächste Woche in die Psychatrie einchecken. Habe vor, dort bis mindestens Ende Februar zu bleiben. Aber die ständigen Panikattacken und Angstzustände in der Schule ertrag ich einfach nicht mehr. Vielleicht ist es ja im Frühling etwas besser und ich schaffe es wieder, meinen Beruf, den ich mal sehr geliebt habe, weiter auszuführen.

Klugscheisser
4 Jahre zuvor
Antwortet  manda

Gute Besserung. Und Sie sind da nicht allein, und es werden noch mehr folgen. Traurige Wahrheit.
Ich liebe diesen Beruf zur Zeit auch nicht mehr, auch wenn ich weiterhin für die Schüler da bin. Aber diese Zerrissenheit der zwei Welten in denen Lehrkräfte und Erzieher leben, nagt an allen, die mit offenen Augen durch die Welt gehen.

Erholen Sie sich!

Monika, BY
4 Jahre zuvor
Antwortet  manda

Liebe Manda, ich wünsche Ihnen gute Besserung! Und setzen Sie sich selbst und Ihrer Gesundheit vor allem anderen jetzt an erste Stelle, wie lange Sie können und brauchen.

hopeless
4 Jahre zuvor

Liebe Redaktion, vielen Dank für die oben stehende Klarstellung!

Da Silva
4 Jahre zuvor

Ich bin nur eine Mutter!!
Ich habe meine KINDER SEHR LIEBE!!!!!
Politik ….economie….wichtig
Peinlich!!!!!, Menschen Menschenverstand
Meine KINDER gehen mit Angst zu Schule !!!!

Wir sind keine Werte

Progamer226
4 Jahre zuvor

Ich dachte es geht darum die Pandemie zu bekämpfen und nicht weiter zu befeuern. Aber da habe ich mich wohl geirrt.
Ich frage mich wirklich langsam was die Regierung dagegen hat Wechselunterricht für Schulen zu beschließen. Die Schulen sind mit Kindern vollgestopft und anstatt Maßnahmen zu ergreifen die wenigstens die Infektionszahlen nicht in die Höhe schießen lassen geht man eher einen anderen Weg. Das zeigt Mal wieder wie sehr es darum geht die Pandemie zu stoppen nämlich gar nicht sonst würde man längst den Schulbetrieb umgestalten. Aber leider ist die Regierung zu stur um vernünftig zu sein. Dazu kann ich nur sagen: den Preis zahlen die Menschen selbst für unüberlegte Vorkehrungen.

AnnenbaumT
4 Jahre zuvor

Ich kann alle Lehrer verstehen. Die Gefahr, dass in einer Klasse Corona ausbricht, ist existent, und da viele Lehrer zu den Risikogruppen gehören, ist die Angst verständlich.
Ich sage jedoch, die Schulschließung, pardon, die gab es ja nicht, de facto war es eine … das Homeschooling wäre für die Eltern auch mit Ängsten behaftet. Ich arbeite im Krankenhaus, mein Mann als Physiotherapeut.
Wir können nicht ins Homeoffice.
Wir können die Kinder nicht betreuen, weil wir nicht da sind.
Wir stehen alleine da.
Und wir müssen beide arbeiten, weil wir sonst zu wenig verdienen.
Klar, wir könnten unbezahlten Urlaub nehmen.
Wer dreht die COVID Patienten dann in Bsuchlage oder macht die Hausbesuche bei den Dementen?
Wer bezahlt unsere Miete?

Was mich an der Diskussion echt stört, ist, dass die Lehrer hier nicht in der Lage sind, sich in Eltern hineinzuversetzen. Ein wenig Empathie hat noch nie geschadet. Ich habe für die Lehrer auch Verständnis und Respekt in dieser Pandemie. Das erwarte ich auch von Lehrern gegenüber den Eltern.

Die Lehrer an unseren Schulen engagieren sich sehr und ich glaube, wir arbeiten gut zusammen. Wäre schön, wenn der Ton hier wieder etwas versöhnlicher würde.

Sternchen
4 Jahre zuvor
Antwortet  AnnenbaumT

@ Annenbaum T
Ich kann Sie wirklich gut verstehen und habe großen Respekt vor Ihrer Arbeit. Was Pflege-und Krankenhauspersonal leisten seit 2 Jahren ist wirklich enorm. Aber ich kann auch die Lehrer verstehen, deren Arbeit noch nie wertgeschätzt worden ist. Die typischen Vorurteile eben.
Es hilft niemandem, sich immer gegenseitig die Schuld zuzuweisen. Alle sollten bestmöglich geschützt durch diese Pandemie kommen und das geht nur mit Ehrlichkeit, Respekt und Vertrauen. Leider passiert das politisch nicht und einige Medien verbessern die Situation auch nicht. Und wenn man hier einige Kommentare liest, vermisst man Solidarität und Mitgefühl. Mich nervt das einfach nur.
Bleiben Sie gesund.

Klugscheisser
4 Jahre zuvor
Antwortet  AnnenbaumT

Es geht um mehr Schutz an den Schulen.

Es geht darum, dass Grundschüler und Berufsschüler alle in einen Topf geworfen werden, ohne die Altersunterschiede zu beachten.

Es gab Notbetreuung.

Stattdessen:
Über 18 jährige Wange an, tells die Masken fast bis zu den Knien hängend, im kalten Winterluftzug bei um die 10 Grad.

Und da kommt der Gedanke nun mal, dass Schule zu reinen Aufbewahrungsorten verkommen sind. Denn wer kann schon in so einer Umgebung lernen?
Auch Lehrer haben Kinder und brauchen auch Notbetreuung.
Das mal einfach als Nebennotiz.

Klugscheisser
4 Jahre zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Korrektur
…Wange an Wange…

…teils…

Sogehts
4 Jahre zuvor

@Liebe AnnenbaumT,

sehr guter Beitrag!

Genau! Die meisten Floristen hier sehen die Eltern als welche, die sich ihrer Kinder entledigen wollen, weil sie keine Erziehungsarbeit leisten wollen.

An Infektionen in der Schule sind die umgeimpften Eltern Schuld.

Die Eltern sollen für die Interessen der Lehrer demonstrieren gegen

Und an psychologischen Folgen der Pandemie, am Übergewicht und Wissenslücken sind die Eltern nun Schuld.

Und überhaupt sind die Kinder ja glücklich mit Distanzunterricht.

Also alles gut, oder?

Elternbashing?

Echt
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sogehts

So bringt diese unverantwortliche Politik die Menschen gegeneinander auf. Die Situationen in den einzelnen Familien sind unterschiedlich. Deswegen gab es vormals auch die Option der Notbetreuung. Ich verstehe die Lehrer hier nicht als generelle Lockdownvertreter und auch nicht als empathielos gegenüber den Eltern, sondern in echter Sorge um die Gesundheit von Kindern, deren Angehörigen und natürlich auch sich selbst und der eigenen Familie. Das Homeschooling oder der Wechselunterricht sind viel aufwändiger und arbeitsintensiver. Hier schreiben Menschen, die angesichts der empathielosen und spaltenden Politik zunehmend erschöpft sind und politisch kein Gehör finden. Der Meinungsaustausch ist wichtig. Wir sitzen alle in einem Boot und sollen aus politischer Sicht vorrangig für wirtschaftliche Interessen funktionieren. Eltern, Schüler, Erzieher und Lehrer. Die Ambivalenz im Umgang mit dem Thema Schule gegenüber dem erwarteten Verhalten im Privatbereich sowie in anderer Witschaftsbereichen (Homeoffice) ist doch augenscheinlich. Wir sollten uns nicht gegeneinander auspielen lassen, denn genau das passiert angesichts des wirtschaftlich/ politischen Drucks, der über das Framing der “sicheren Schulen” aufgebaut wird. Eine möglichst normale Kindheit wollen alle hier für die Kinder, aber auch eine gesunde. Dafür setzen sich hier viele ein und erleben in der Schulsituation das Gegenteil dessen, was politisch dargestellt wird.Der Gesundheitsschutz ist ein Glücksspiel. Damit geht es auch vielen Schülern nicht gut.

W.
4 Jahre zuvor
Antwortet  Sogehts

@Sogehts
“Und an psychologischen Folgen der Pandemie, am Übergewicht und Wissenslücken sind die Eltern nun Schuld.”
Nein, natürlich nicht.
Die Lehrer sind doch an allem schuld. An ALLEM.
Neiden Sie das den Lehrern etwa auch noch?
Die Lehrer sind also auch und besonders am Übergewicht der SuS schuld, denn sie haben ständig Lieferando zu den SuS nach Hause bestellt.
Meine Güte! Was Sie sich wohl als nächstes ausdenken?

xy
4 Jahre zuvor

Annenbaum T,
ich habe großes Verständnis und es ist uns nur möglich unsere Kinder aus der Gefahrenzone zu bringen, weil sie keiner Schulpflicht mehr unterliegen. Sie wollten auch selbst raus, da Schule nur noch aus Klausuren und infizierten Mitschülern bestand. Die Stimmung war unter Null, auch bei den Mitschülern.
Es wäre eine vernünftige Lösung gewesen, die Schulen dadurch zu entzerren, dass die Oberstufen und Berufsschulen in den Distanzunterricht schalten. Keine Firma möchte sich mit Praktikanten Omikron ins Haus holen.
Ältere Schüler benötigen auch keine häusliche Betreuung mehr. Es ist völlig unlogisch und unverständlich, dass nicht einmal dieser Schritt unternommen wurde. Selbst 20jährige werden ab morgen mit 25 anderen in ein Klassenzimmer gepfercht.
Für jüngere Kinder ist das nur schwer umsetzbar, aber warum kein Online Unterricht von Risikolehrern für Risikokinder? Win-win für beide Seiten. Ein befreundetes Paar hat ein schwer lungenkrankes Kind, das noch nicht geboostert ist. Aber nicht einmal Risikokinder wurden bedacht.
Ich glaube, dass die Verzweiflung inzwischen bei allen groß ist und der Ton deshalb rauer wird.
Eltern, die schulpflichtige Kinder haben, sind mindestens ebenso betroffen wie Lehrer. Mehr als boostern und hoffen, dass der Booster hält, bleibt nicht mehr übrig.

Andrea
4 Jahre zuvor

Wie und von wem wurde die nicht-Aussetzung der Präsenzpflicht begründet? Wem würde es schaden, wenn Eltern, die es leisten können, ihre Kinder zu Hause beschulen, um gefährdete Haushaltsangehörige vor Corona zu schützen? In keinem europäischen Land, außer Deutschland, werden Eltern “straffällig”, wenn sie die Schüler in der pandemischen Situation zu Hause beschulen. Wie isoliert man ein Kind in einer kleinen Wohnung, damit es niemanden ansteckt? Morgen muss ich mein Kind losschicken, mit der Angst um das Leben eines Familienmitglieds.

Uti
4 Jahre zuvor

Ich bin leider erst jetzt auf die Seite aufmerksam geworden.
Endlich lese ich mal vernünftige Kommentare zum Thema Corona insbesondere in Bezug auf Kinder und Jugendliche!

Auch wenn ich selbst weder Lehrerin noch Erzieherin bin (obwohl ich Lehramt studiert habe, dann aber mit meinem Mann zusammen in der Selbstständigkeit gelandet), habe ich viel mit Kindern zu tun, auch in Schulen.
Ich bin aktiv im Sportverein als Übungsleiterin vor allem im Bereich Kinder tätig und habe zusätzlich in den letzten Jahren in insgesamt 3 Schulen (Grund- bzw. Gesamtschulbereich) Kooperationsangebote im Sport betreut. In allen 3 Schulen war ich auch zeitweilig (ändert sich in unterschiedlichen Schuljahren auch mal) während der Pandemie tätig.
Alle Schulen hatten prinzipiell tolle Hygienekonzepte: abgeklebte Laufwege auf dem Boden, Pfeile in Laufrichtung, überall Plakate mit AHA-Regeln, Maskenpflicht auf den Gängen, teilweise eigene Bereiche für einzelne Klassen im Schulhof, usw.
Eigentlich durften Klassen nicht gemischt werden,…..
Die Praxis sah aber vor allem am Nachmittag (Ganztagsbetreuung) völlig anders aus:
Zimmertür auf- die Kinder strömen aus den Klassenzimmern, begrüßen andere, an Laufwege hält sich niemand, Masken werden von manchen Kindern getragen, teilweise korrekt, teilweise zumindest im Gesicht, teilweise am Arm,… (wie eben auch beim Rest der Gesellschaft), aber auch nicht alle Betreuungspersonen halten sich immer daran, Abstand-Fehlanzeige.
In der Sporthalle sind Masken sowieso kein Thema (Sport mit Maske funktioniert eben nicht wirklich), auf dem Gang theoretisch schon, praktisch werden sie aber regelmäßig in der Umkleide vergessen oder sie bleiben in der Halle liegen.
Manche Kinder erzählen dann, beim Sportunterricht sollen sie die Masken in der Umkleide lassen….
In einer Schule sind mehrere Gruppen gleichzeitig in der Halle (auch von anderen Schulen), durch Vorhang getrennt, aber auf dem Gang begegnen sich doch alle, obwohl Beginn und Ende zeitversetzt sind. Zusätzlich wird noch eine weitere Gruppe (ebenfalls Ganztagsbetreuung, aber andere Klassenstufe) gleichzeitig im Gang betreut.
Das zu den tatsächlichen Zuständen in den Schulen.
Aus einer der Schulen noch ein Statement einer Schülerin im Dezember 2020, als noch davon ausgegangen wurde, dass der Unterricht bis Weihnachten aufrecht erhalten werden solle (tatsächlich wurden die Kinder dann doch eine Woche früher in die Ferien geschickt, die dann auch mehrere Monate gingen…):
“Ich weiß nicht, wo ich Weihnachten verbringen soll, da meine Mutter mit ihrem Freund ins Ausland reist, mein Vater aber schon über 50 ist und ich Angst habe, ihn anzustecken, weil ich bis Weihnachten in die Schule muss.” Es waren zu der Zeit immer wieder Kinder in Quarantäne, weil sie selbst infiziert oder Kontaktpersonen waren, die Befürchtung war also nicht ganz unbegründet. Das Mädchen war in der 5. Klasse und kein Kind, das generell nicht zur Schule will!
Diese psychischen Belastungen von Kindern, WEIL sie zum Präsenzunterricht gezwungen werden, werden gerne mal außer Acht gelassen, denn die hört man einfach nicht, die leiden still vor sich hin….

Nun zu den Sportgruppen:
Im März 2020 kam der lockdown sehr plötzlich. In der Zeit konnte man sich nur von Woche zu Woche hangeln, wann was wieder geht. Ich bekam in der Zeit einiges an feedback von Eltern und Kindern, dass ihnen der Sport bei mir fehlte. Da dauerte es auch viel zu lange, bis für Kinder wieder Angebote möglich wurden, denn da konnten zuerst die Erwachsenen unter Auflagen wieder was machen.
Um dennoch den Kontakt zu erhalten und den Kindern Motivation und Anleitungen zu geben, habe ich Videos erstellt, was allerdings mit vielen Hürden behaftet war, da das Material in der Halle war, diese aber nicht zugänglich, Geschäfte, die das anboten, waren ebenfalls geschlossen, die Technik musste angepasst werden,…
Als dann bis zu den Sommerferien immer noch kein Training für Kinder möglich war, habe ich das sonst übliche Sommerfest auf dem Vereinsgelände, was ja auch nicht möglich war, abgeändert in eine Sommerfestrallye in einer Parkanlage in der Nähe unseres Sportgeländes. Ich habe dafür verschiedene Stationen erarbeitet mit sportlichen Inhalten (ähnlich denen, die normalerweise in den Trainingseinheiten behandelt worden wären). Ich habe eine Karte auf Maps erstellt, auf denen die Stationen eingezeichnet waren, dazu an allen Stationen laminierte Karten mit den Nummern und den Aufgaben aufgehängt, die Aufgaben und Laufzettel per mail an die Eltern geschickt und mit Kreide Pfeile auf den Boden gemalt für die Laufstrecke. (wie eben bei einer Schnitzeljagd). Dazu habe ich allen Eltern eine Materialliste geschickt, damit sie selbst alles mitnehmen konnten. Zusätzlich habe ich aber auch 2 Helfer an verschiedenen Stellen platziert, die Material zum Ausleihen für die, die selbst keines hatten oder es vergessen hatten, bereit hielten. Beim Start habe ich zusätzlich Stifte, Aufgabenblätter und Laufzettel in Klarsichtfolien bereitgestellt, damit auch die, die das vergessen hatten, mitmachen konnten. So konnten dann die Kinder mit ihren Eltern und teilweise Geschwistern den Parcours individuell durchlaufen. Am Ziel wartete ich dann mit Medaillen und Süßigkeiten, die die Kinder sich dort erklettern konnten – also alles mit Abstand und ohne Kontakte.
Da dies so gut angekommen ist, habe ich dann im November 2020, als nach den Herbstferien die nach den Sommerferien begonnen Sportkurse wieder abgebrochen werden mussten, weitere Karten erstellt (4 verschiedene) mit jeweils mehreren Aufgaben in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. So konnten die Kinder trotz lockdown angeleiteten Sport machen. Keines der Kinder aus meinen Sportgruppen kam mit Adipositas oder Bewegungsmangel aus der Zeit der pandemiebedingten Einschränkungen.
Ich weiß auch von vielen Lehrern, die sehr kreativ waren und mit den Kindern ständig in Kontakt auch ohne ständigem Präsenzunterricht.

Nun wird alles zwangsweise offengehalten. Im Frühjahr 2021 wurde schrittweise alles hochgefahren, jede Woche andere Bedingungen und Regelungen. In der Zeit kamen zunächst sehr viele Kinder zu den Sportangeboten. Als die Schulen dann allerdings wieder ganz hochgefahren waren (inklusive Nachmittagsbetreuung) war es einigen Schulkindern zu viel und sie blieben wieder weg.
Im Herbst ging es dann zunächst recht normal los (mit wenigen Einschränkungen), als wir noch draußen waren. Nach den Herbstferien in der Halle theoretisch auch noch, aber da merkte man schon den Anstieg der Infektionszahlen, besonders bei den jüngsten Kindern, denn da war nie mehr als die Hälfte der Kinder da, teilweise wegen eigener (auch falsch) positiver Tests, teilweise wegen Ausbrüchen in der KiTa, teilweise wegen kranken Familienmitgliedern.

Ich habe bewusst darauf verzichtet, direkt nach den Ferien wieder mit dem Training zu beginnen, damit ich zunächst das weitere Geschehen abwarten kann, bin aber gespannt ob und wie es dann übernächste Woche losgehen wird.

Ich bin übrigens froh, dass meine Kinder beide erwachsen sind und nicht mehr zur Schule gehen. Beide studieren und sind sehr verantwortungsbewusst, waren auch schon mehrmals als Kontaktpersonen in Quarantäne, obwohl sie sich immer nur mit wenigen anderen getroffen haben. Aber beide sind vollständig geimpft und testen sich trotzdem immer, wenn sie uns besuchen oder sich mit anderen treffen, freiwillig.

Zum Schluss hätte ich aber noch eine Idee für die Schulen:
Bildet in den Klassen feste Lerngruppen von 2-4/5 Schülerinnen und Schülern. Am besten sind darunter Freunde, Kinder, die nicht zu weit auseinander wohnen, sowie Kinder aus eher weniger privilegierten Familien bzw. Familien mit dringendem Betreuungsbedarf (beide Eltern in systemrelevanten Berufen) und Familien, bei denen die Betreuung zuhause problemlos möglich ist und auch funktionierende Technik vorhanden ist. Lasst diese zunächst im Präsenzunterricht zusammenfinden und dann auch im Distanzunterricht zusammenarbeiten. Kleine Gruppen können sich eher treffen als größere. Wenn dann jede Gruppe einmal pro Woche (oder falls möglich auch zweimal) in die Schule kommen kann, wäre auch der direkte Kontakt zu den LuL vorhanden. Natürlich wäre das zunächst eine organisatorische Herausforderung, aber eine Lösung, die bestmögliche Bildung (auch sozial) bei größtmöglichem Gesundheitsschutz ermöglicht.
Mit Hybridlösungen verschiedener Art konnte ich in den letzten Monaten einige Erfahrung sammeln und das hat immer gut geklappt. Darunter war auch eine Veranstaltung, ähnlich wie aus meinem Vorschlag, nur mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in jeweils größeren Gruppen, aber auf Bundesebene.

Uti
4 Jahre zuvor

sorry für den langen Text eben, war mir einfach ein Anliegen, mal einen weiteren Aspekt und weitere Erfahrungen ins Spiel zu bringen.