Stark-Watzinger: Deutschland zu langsam bei der Digitalisierung der Schulen

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Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger wünscht sich mehr Tempo bei der Digitalisierung an den Schulen in Deutschland. «Wir müssen dringend und schnell weitere Fortschritte machen, insbesondere beim Ausbau des Internets an den Schulen», sagte Stark-Watzinger am Mittwoch.

Bettina Stark-Watzinger
„Noch lange nicht am Ziel“: Bundesbildungsministerin Bettina Stark Watzinger (FDP). Foto: BMBF / Hans-Joachim Rickel

Hintergrund sind die Erkenntnisse aus dem aktuellen «Bildungsmonitor» – einer Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Erstmals war länderübergreifend auch der Aspekt Digitalisierung in die Bildungsstudie eingeflossen, wie News4teachers berichtet.

Hier schnitten vor allem Bremen, Bayern und Baden-Württemberg gut ab. Schlechter ist es um die Digitalisierung demnach in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg bestellt. Bei der Untersuchung wurde «explizit eine bildungsökonomische Sichtweise eingenommen» und bewertet, inwiefern die Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstum fördern. Insgesamt empfehlen die Autoren, an den Schulen mehr digitale Arbeitsplätze bereitzustellen und entsprechende Technologien weiter zu verankern.

Deutschland sei «noch lange nicht am Ziel und zu langsam», sagte Stark-Watzinger weiter – auch wenn die Schulen in der Corona-Zeit «digitaler und moderner geworden» seien. Insgesamt gehe die Digitalisierung noch «schleppend» voran.

Als positiv lobte die Ministerin, dass inzwischen «viel mehr Lehrkräfte digitale Medien zum Einsatz bringen» würden. Im Vergleich zu 2017 lasse sich hier ein «deutlicher Entwicklungsschub» erkennen. «In der mindestens wöchentlichen Nutzung digitaler Medien sind für alle Bundesländer tendenziell Anstiege festzustellen, auch wenn es bei der täglichen Integration in den Unterrichtsalltag weiterhin noch deutlich Entwicklungsspielraum gibt» ,sagte die FDP-Politikerin.

Stark-Watzinger wies auch darauf hin, dass die Bundesmittel aus dem Digitalpakt Schule – insgesamt 6,5 Milliarden Euro – bereits zur Hälfte gebunden seien. Bis Ende des Jahres erwarte ihr Ministerium eine «deutliche Zunahme der Mittelbindungen», vor allem für länderübergreifende Digitalprojekte, erklärte sie. News4teachers / mit Material der dpa

Schulministerium entwickelt seit 2011 an einer Lernplattform herum – und vernachlässigt dabei die (gesetzlich vorgeschriebene) Barrierefreiheit  

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6 Kommentare
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Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor

„dass inzwischen «viel mehr Lehrkräfte digitale Medien zum Einsatz bringen» würden“

… im Sinne von „zum Einsatz mitbringen“?

Tigrib
1 Monat zuvor

Digitalisierung macht auch nicht schlauer…, meine Erfahrung.
Schlimmer find ich den Samierungsstau. Die z.T. hässliche, siffige Umgebung ist nicht gerade lernförderlich!

Klaus Lehmkuhl
1 Monat zuvor

Diese Frau soll doch einfach mal den Mund halten . Damit wäre wirklich jedem gedient . Und sie würde sich nicht weiter lächerlich machen .

Grundschullehrer
1 Monat zuvor

Haben wir nicht andere Probleme? Was nützen uns Smartboards, wenn Lehrer fehlen, die den Unterricht halten?

447
1 Monat zuvor

Die Dame sagt aus meiner Sicht richtige Dinge.

Wann wird von ihr mit gleicher Radikalität Glasfaser verlegt (egal was in irgendwelchen Gesetzen steht bzw. nachdem diese geändert wurden), mit der tausende Lehrkräfte nicht oder nicht vollwertig eingestellt werden?

Aha, danke, keine weiteren Fragen.