„Verheerende Bilanz“: Während der Pandemie wurden vor allem Migrantenkinder in der Bildung abgehängt

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KÖLN. Die Schulschließungen während der Corona-Pandemie sowie die übermäßige Nutzung digitaler Medien der Jugendlichen haben entscheidend zu den stark gesunkenen Schülerkompetenzen in Deutschland beigetragen. Dies war vermutet worden – und wird nun durch eine aktuelle Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bestätigt. Betroffen sind vor allem Kinder mit Migrationshintergrund. Die Rede ist von einer „verheerenden Bilanz“.

Kinder, die zu Hause nicht Deutsch sprechen, sind seit Corona außen vor (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Die PISA-Studie hat gezeigt, dass zwischen 2012 und 2022 der Anteil an Schülern, die in Mathematik nicht die geforderten Mindeststandards erreichten, von knapp 18 auf fast 30 Prozent angestiegen ist, während sich der Anteil der Top-Performer von fast 18 auf unter 9 Prozent halbiert hat. Der Rückgang in den Kompetenzen fällt bei den Jugendlichen mit Zuwanderungshintergrund höher aus als bei Jugendlichen ohne Zuwanderungshintergrund, vor allem bei denjenigen aus der ersten Zuwanderergeneration. Diese Entwicklung korreliert damit, dass der Anteil der 15-jährigen mit Zuwanderungshintergrund von knapp 26 Prozent 2012 auf fast 39 Prozent 2022 angestiegen ist.

Die Bildungsforscher des IW haben nun die neusten PISA-Ergebnisse sowie weitere internationale Studien ausgewertet und wichtige Einflussfaktoren auf die PISA-Ergebnisse untersucht.

Ein zentraler Treiber für den Negativtrend waren Schulschließungen während der Corona-Pandemie. Besonders Kinder aus bildungsfernen Schichten hatten weniger Unterstützung durch die Eltern, konnten dem Fernunterricht schlechter folgen und wurden in geringerem Maße von den Schulen unterstützt. Negativ beeinflusst werden die PISA-Ergebnisse außerdem, wenn die Kinder und Jugendlichen sehr viele Stunden am Tag mit digitalen Medien wie Videospielen oder sozialen Netzwerken verbringen. Entsprechend weniger Zeit steht dann für andere Aktivitäten wie Schulaufgaben, Lesen oder Sport zur Verfügung.

Ein weiterer wesentlicher Grund für das sinkende Bildungsniveau sind die fehlenden Deutschkenntnisse bei immer mehr Kindern aus Zuwandererfamilien. Der Anteil der zugewanderten Jugendlichen, bei denen zu Hause Deutsch gesprochen wird, ist laut PISA von 72 Prozent im Jahr 2012 auf unter 52 Prozent im Jahr 2022 gesunken. Bei den Schülerinnen und Schülern der ersten Zuwanderergeneration wird sogar nur noch zu knapp 13 Prozent zu Hause Deutsch gesprochen.

Die Analyse zeigt, dass die fehlenden Sprachkenntnisse auch die Ergebnisse dieser Gruppe im PISA-Test beeinflussen. Solche familiär benachteiligten Jugendlichen wurden von coronabedingten Schulschließungen besonders stark getroffen.

So heißt es in dem Papier: „Insgesamt kann gezeigt werden, dass während der Corona-Pandemie Leistungsdefizite insbesondere bei Kindern aus sozio-ökonomisch benachteiligten Haushalten und bei Kindern mit Migrationshintergrund, die zu Haus nicht die deutsche Sprache sprechen, entstanden sind. Diese gilt es schnellstmöglich auszugleichen, da Bildung ein kumulativer Prozess ist und Lerndefizite sich im Laufe der Zeit verfestigen können.“

Daher sollten den Autor*innen zufolge Maßnahmen ergriffen werden, um die Lernlücken zu reduzieren und den Zusammenhang zwischen sozio-ökonomischer Herkunft und Bildungserfolg zu verringern und damit die Startchancengerechtigkeit zu erhöhen – nämlich: „Förderprogramme, um die Corona-Lernlücken zu verringern, die Qualität in Kindertageseinrichtungen und bei den Ganztagsangeboten zu erhöhen, mehr multiprofessionelle Teams einzusetzen, die Elternpartnerschaften und Familienzentren auszubauen, mehr Mentoring-Programme aufzulegen, die Bildungsangebote stärker nach einem Sozialindex finanziell auszustatten, wie es im Rahmen des Startchancenprogramms geplant ist.“

Thorsten Alsleben, INSM-Geschäftsführer, kommentiert: „Die Bilanz der Corona-Politik für Kinder und Jugendliche ist verheerend: Sie hat den seit Jahren zu beobachtenden Trend des sinkenden Bildungsniveaus verstärkt und dabei Kinder aus bildungsfernen Schichten noch weiter benachteiligt.“ Alsleben fordert eine „Zeitenwende in der Bildungspolitik“.

„Wenn wir nicht vor Beginn der Schullaufbahn die Chancen der Kinder angleichen, werden sie ihr ganzes Leben benachteiligt sein“

Hilfreich wäre „gerade mit Blick auf die frappierend schlechten Zahlen unter Kindern mit Migrationshintergrund deswegen verpflichtende Sprachstandstests für alle Vierjährige und bei denen, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, ein verpflichtendes Vorschuljahr“. Alsleben: „Wenn wir nicht vor Beginn der Schullaufbahn die Chancen der Kinder angleichen, werden sie ihr ganzes Leben benachteiligt sein. Die Kosten werden später um ein Vielfaches höher sein.“

Deutschland, so Alsleben, verliere in vielen Bereichen den Anschluss an die Weltspitze, seit einigen Jahren auch in der Bildungspolitik. Alsleben: „Bildung ist der Schlüssel, um Deutschland aus der Abwärtsspirale zu holen. Bund und Länder müssen jetzt handeln und vor allem in frühkindliche Bildung investieren.“

Axel Plünnecke, Bildungsexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft, betont: „Die Ungleichheit der Bildungschancen ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Auf Basis von flächendeckenden Vergleichsarbeiten sollten die entstandenen Lücken identifiziert und mit gezielten Fördermaßnahmen geschlossen werden. Gleichzeitig sollten die Teilhabechancen für alle Kinder an digitaler Bildung gesichert werden.“ News4teachers 

Hier geht es zu der vollständigen Analyse.

Neuer Pisa-Schock: Deutschlands Schüler schneiden so schlecht ab wie nie

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DerechteNorden
1 Monat zuvor

Es tut mir furchtbar leid, aber die Wahrheit ist doch folgende:
Entweder wir entscheiden uns dafür, viel stärker in das Leben der Menschen hierzulande einzugreifen, um Missstände zu beheben, oder wir tun es nicht und hören auf uns zu beschweren. Mit „wir“ und „uns“ meine ich einmal mehr die Mehrheitsgesellschaft, zu der eben u.a. Leute gehören, die im Kontext der Inhalte des Artikels meinen, Migrant*innen seien selbst verantwortlich, und zum anderen solche, die meinen, der Staat müsse es ohne Zwang irgendwie richten.

Wenn Menschen fest in ihren Blasen/Parallelgesellschaften/Communities/… leben, dann werden sie in der Regel freiwillig nichts machen, was sie aus ihren sog. Komfortzonen herausbringt.
Wir drehen uns echt im Kreis. Immer wieder dieselben Diskussionen. Voran können wir so nicht kommen.

Erinnert mich ein bisschen an meine Schule;-)

Nick
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie beziehen sich auf eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2005. Die ist 20 (!) Jahre alt.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Nick

… und 20 Jahre lang ist nichts passiert!

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Nick

Würde es Sie trösten, dass die „Bubbles“ von dRechteN auch bereits veraltet ist? 😉

Dietmar
1 Monat zuvor
Antwortet  Nick

Nur weil der Artikel ein paar Jahre auf dem Buckel hat, sind seine Aussagen deswegen ja nicht überholt.

Gleiches gilt für mich selbst. Ich habe im letzten Jahrhundert studiert. Muss ich jetzt dieses Wissen über Bord schmeißen, weil es über ein Vierteljahrhundert alt ist?

Ich kippe ja auch nicht einen guten Rotwein nach 19 Jahren einfach weg: https://www.catawiki.com/de/stories/4549-die-top-10-der-teuersten-weine-aus-auktionen

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Dietmar

Ist aber schon ein bisschen amüsant, wenn die Redaktion bei einem Foristen mit einem „sic!“ darauf hinweist, dass der einen Artikel von 2017 zitiert, und selbst Veröffentlichungen von 2005 bemüht…

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Dietmar

Etwas aktuell halten sollte man sich allerdings schon … Wenn Sie bspw. den IT-Bereich vor 20 Jahren noch als aktuelles Wissen sehen würden, dann Mahlzeit.
Gerade bei aktuellen Themen mit Demografie usw. ist der Bezug auf aktuelle Zahlen usw. nicht gerade unwichtig.
Also generell, jetzt nichtmal auf dieses Beispiel nur bezogen.

Nick
1 Monat zuvor
Antwortet  Dietmar

Genießen Sie den 19 Jahre alten Rotwein zusammen mit einem 19 Jahre alten Gänsebraten.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Dietmar

Welch ein Vergleich!!
Nur haben sich die Verhältnisse seit ca. 10 Jahren vehement geändert, so dass man nicht von der Situation von vor 20 Jahren asusgehen kann.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Jepp. Die Schulghettoisierung ist definitiv nichts von Migranten gewolltes. In unserer Kleinstadt im Zentrum gibt es 2 Grundschulen. Die, die alle nehmen muss und die Katholische , die auch einen Anteil an Nicht-katholischen nehmen muss. Bei diesem Anteil darf sie aber aussuchen! Sicher sind dann auch ein paar Alibi-Kinder dabei, damit man in seinem christlichen Glauben keine Gewissensbisse hat und niemand einem was unterstellen kann. Ergebnis ist, dass manche Eltern sogar ihr Kind nur deshalb katholisch taufen, damit es auf die unproblematische Grundschule kommt. Dann kommt der Dominoeffekt, denn je mehr Integrierte zu dieser und nicht Integrierte zu jener Schule gehen, desto extremer werden die Unterschiede der Schulen, desto mehr wollen nicht auf die benachteiligte Schule, desto mehr konzentrieren sich die Nachteile dort. Homogenität im negativem Sinne! Ein paar Idealisten bleiben zurück und bringen ihre Kinder aus Überzeugung zur Multi-kulti-Grundschule, um da gegen an zu gehen, sagen aber, ihr Kind scheint dort nichts zu lernen, weil so viele kein Deutsch können. Andere haben auch als Deutsche keine Wahl und einfach keinen Platz an der Katholischen bekommen. Manche wählen dann Waldorf oder ergattern einen Platz in den Grundschulen im Außenbereich, wo es diese Segregation nicht gibt (ginge auch gar nicht). Und diese Grundschulen auf dem Land sind trotzdem nicht schlechter als die Katholische im Zentrum!
Was also sollen Migranten und benachteiligte Deutsche jetzt genau tun, um nicht an die Brennpunkt GS zu kommen? Es können nicht alle zur katholischen GS oder aufs Land. Man kann darum kämpfen, aber von vorn herein ist klar, dass nicht alle gewinnen können.
Nur die Politik könnte das ändern, indem sie im Zentrum die gleichen Bedingungen schafft, wie es auf dem Land automatisch ist: Keine Segregationsmöglichkeiten!

Schotti
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Normalerweise würde der Markt das von alleine regeln. Das Land braucht den Lehrkräften an der unbeliebten Schule nur das doppelte Gehalt im Vergleich zur Katholischen zu zahlen, dann würden die besseren verfügbaren Lehrkräfte zum größten Teil an die staatliche Schule wechseln. Nach einigen Jahren hätte das Problem sich dann erledigt.

Aber wenn man natürlich weiterhin meint, man könne Lehrkräfte an den unbeliebten Schulen ähnlich bezahlen wie die Kollegen an den High Society Schulen, dann wird sich daran nichts ändern.

Cuibono
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

Dann würde das passieren:
Die Schulleitung gibt Zriggerwarnungen aus: sollten die Noten im nächsten HJ sich noch mal verbessern, verlieren wir unseren Brennpunktstatus und alle LKs werden wieder auf Normalgehalt gesetzt.

Marktwirtschaft halt.

0815
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„Und diese Grundschulen auf dem Land sind trotzdem nicht schlechter als die Katholische im Zentrum!“

Warum sollten öffentliche Schule auch schlechter als konfessionelle Schulen sein? Hier wird irgendwie der Eindruck erweckt, dass konfessionelle Schulen weniger problembehaftet seien. Was mit Sicherheit nicht stimmt.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  0815

Nee, es geht nicht um die Konfession, sondern um die Segregation. Im Zentrum separieren sich die Bevorteilten, weil politische Entscheidungen ihnen das ermöglichen, Mithilfe dieser katholischen Grundschule. Auf dem Land geht das nicht, da sind wir bunt gemischt. Das Zentrum, bzw die Innenstadt bringt aber dadurch nicht mehr Abiturienten hervor. Sehr wohl aber mehr Schulabbrecher, Brennpunkt Probleme. Die Migranten auf dem Land dagegen können deutsch!

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Die von Ihnen benannte katholische Schule ist als Bekenntnisschule eine Privatschule und kann sich als solche die Schüler aussuchen. Will man das nicht, muss das Privatschulsystem abgeschafft werden. Da die Privatschulen die Länder aber billiger kommen als wenn sie selbst Schulen betreiben, wird das nicht passieren.
Alternativ könnten natürlich auch die staatlichen Schulen so attraktiv gemacht werden, dass die Privatschulen weniger Zulauf bekommen. Das jedoch ist, realistisch betrachtet, illusorisch.

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion, aber es gibt doch diese Parallelgesellschaften unter den Migranten. Warum darf man das denn nicht sagen? Viele schotten sich doch wirklich ab. In jeder Stadt gibt es Stadtteile, in der es diese Parallelgesellschaften gibt.
Ist ja auch nicht schlimm.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Und die Stadtteile/ Gemeinde voller Nazis, die aktiv gegen Menschen anderen Aussehens vorgehen.
Und Parallelgemeinschaften mit eigener Sprache, Kleidung und Gerichtsbarkeit, die ihre kriminellen Mitglieder schützt und Missbrauch in ihren Kirchen verschleiert.
Anhänger von Diktatoren, die veruchen, politischen Einfluss auszuüben, um hier die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Ukraine anzugreifen.
Reiche, die sich aus der Solidarität herausmogeln und dafür sogar politischen Einfluss ausüben, um ihre Kinder an Privatschulen zu schicken, während Regelschulen vermodern. Von der Perversion der privaten Krankenversicherung will ich gar nicht erst sprechen -___-
und so weiter…

Nick
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Wer hat – der kann. Das ist kein deutsches Phänomen. Selbst die teuren Privatschulen besitzen eine internationale Schülerschaft.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Aber ja, die Menschen, die gefühlt erst gestern kamen, sind garantiert schon immer die schlimmsten gewesen 😉

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Es ist sehr wohl schlimm
– 1 weil man so nicht richtig deutsch lernt und die Integration deutlich länger dauert als beim Fußballverein oder der Feuerwehr

-2 weil es auch ein Zeichen dafür sein könnte, dass Migranten nicht überall/nicht von jedem nett behandelt werden

Und -3 in Urlaubsländern frage ich mich oft, warum sich Deutsche zusammensetzen und nach Schweinshaxe und Bratwurst gieren 🙂

H. F.
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Vielen Dank für diese Erklärung. Jetzt noch eine Frage: wie erklärt man sich die Diskrepanz zu den häufig sehr guten Leistungen von Schülern mit Migrationshintergrund aus anderen Kulturkreisen, etwa Ostasien?

Lisa
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ganz so ist es nicht. Auch die eingewanderten Vietnamesen waren soziologisch “ Unterschicht“. Aber eben sehr ehrgeizig und aufstiegswillig. Die Kinder studieren alle.
Kulturell ist hier bezeichnend, dass der Wert “ Aufstieg“ überhaupt existiert. Ist das denn gesagt?
Es ist doch eurozentristisch, zu denken, dass jede Kultur die gleichen Werte teilt und dass unsere Lebensweise, da ökonomisch erfolgreich, für alle erstrebenswert ist. Wir müssen nur drei, vier Generationen zurück gehen, da war es hierzulande übrigens auch anders. Ich lese sehr viel über das ländliche Leben in Österreich und Deutschland im 19. Jahrhundert, es ist ein spannendes Thema.
Die Frage ist: Haben wir denn 2,3 Generationen Zeit? Oder machen wir uns alle unglücklich mit einem Zusammenleben, das keiner so recht will, weil es nämlich gar nicht gestaltet wird.

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Also folgern wir daraus: Wir brauchen mehr Immigranten mit hohem sozialen Status und weniger Immigranten mit niedrigem sozialen Status, und zwar bereits zum Zeitpunkt des Grenzübertritts.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Klingt gut.

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Am besten ja.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das wäre natürlich der Bestfall. Vorerst reicht es jedoch, wenn die eingwanderten Milliardäre ihre Steuern korrekt zahlen.

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Was auch für die hiesigen gelten sollte. Apropos: Vermögenssteuer wäre ein sinnvoller Anfang.

Spirale
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Es braucht hier keine Studien, die Zahlen sprechen für sich: https://www.cicero.de/innenpolitik/migration-bildung-schule-vietnam-bildungserfolg

Nun wird hier natürlich nichts zum sozioökonomischem Hintergrund gesagt. Ich denke aber nicht, dass allen Viatnamesen die Flugente in den Mund fliegt.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Spirale

In der Studie von Nauck/Schnoor wurde m.W. auch der sozioökonomische Hintergrund untersucht. Demnach hätten die beobachteten vietnamesischstämmigen SuS eigentlich deutlich schlechter abschneiden müssen, statt deutlich besser als die deutsche Vergleichsgruppe. Ähnliche empirische Ergebnisse zu Migranten aus Fernost gibt es auch in USA, CAN, AUS, NZL , UK etc. Auch hier deutlich besserer Bildungserfolge dieser Gruppen trotz unterdurchschnittlichem sozioökonomischen Status.

Sim Si
1 Monat zuvor
Antwortet  Spirale

Vielen Dank für diesen Artikel! Er drückt genau das aus, was viele Lehrer im Alltag beobachten – dass es nämlich durchaus einen Unterschied gibt, der durch kulturelle und religiöse Prägung erklärt werden kann und nicht durch sozialen Status oder Ausgangsbedingungen!

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  H. F.

Andere Frage :
Anhand meines Beispiels oben mit den Grundschulen unserer Kleinstadt. Die Migranten an den Dorfschulen, wo keine Segregation möglich ist, können gut deutsch, sind integriert, türkischer Eltern Verein organisiert das Kinderfest usw. Die Migranten im Zentrum, wo sich die Deutschen alle zur katholischen GS, Waldorf oder sonstwo hin verdrücken, haben viel größere Probleme.
Sind zufällig alle leistungswilligen Migranten an den Dorfgrundschulen gelandet oder liegen diese derben Unterschiede doch an der politisch bedingten (Politik erlaubt im Zentrum Segregation, Eltern nutzen sie) Umständen?

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  H. F.

Was zum Teufel meinen Sie mit „Ostasien“??
Die Länder, wo Eltern WAHNSINNIG viel Geld in Bildung investieren MÜSSEN? Die DIKTATUREN? Oder die unzähligen Wanderarbeiter:innen und Prostituierte – bestimmt alle mit Dilplom!

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sorry, aber ich definiere den Begriff „Parallelgesellschaft“ nicht so, wie Sie es tun. Parallelgesellschaften entstehen für mich nicht zwangsläufig, weil sich Menschen bewusst dafür entscheiden.
Außerdem finde ich es vermessen, zu unterstellen, dass man Assimilation fordere, wenn man den Begriff verwendet.

Aber schön ist, dass Sie sich hier zur Gruppe der „Wir fordern vom Staat, dass Menschen Migration bessere Chancen kriegen, ohne selbst irgendetwas tun zu müssen“ bekennen.

Lisa
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion, ich kenne Einwanderer aus dem arabischen Kulturkreis in Südamerika. Schon in der zweiten Generation mache ich das nur noch am Nachnamen fest. Die Kinder sprechen Spanisch und tragen spanische Namen. Sie haben gute Berufe.
Was könnte der Grund sein? Ich habe ihn noch nicht herausbekommen.
Das einzige was ich weiß, ist, dass die Leute buchstäblich ins kalte Wasser geworfen werden. Keine staatliche Stelle alimentiert.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sie reden also von Klassengesellschaft ohne Mobilität?

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Unsere angehenden ärztlichen Kollegen und
pflegerischen Mitarbeiter mit einem Migrationshintergrund
und auch jene aus Rest-Jugoslawien, Südamerika
und sonst wo her stammend, die mit dem Wunsch
beseelt sind nach einer Arbeitsaufnahme im
deutschen Gesundheitswesen, um uns in
unserem Fachkräftemangel zu unterstützen,
alle diese müssen erfolgreich Sprachkenntnisse
mit Deutschprüfungen auf einem hohen Level
ablegen, um überhaupt eine Arbeitserlaubnis
zu erhalten.
Die finanziellen Kosten tragen diese Personen
anders als in der öffentlichen Diskussion vielfach
so verstanden und kommuniziert im Übrigen
selbst und nicht der Staat. Die Kosten dafür
liegen für eine dreimonatige Teilnahme in einem
4 stelligen Bereich bei Teilnahme mit mehreren
Teilnehmern in größeren Gruppen.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Genau, und deshalb können Menschen mit Migrationshintergrund, die hier geboren wurden, auch nicht ausreichend Deutsch?

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Hä, können die schon, sofern diese zusätzlich
gefördert werden, und zwar in den Kindergärten
und in der Schule, weil das deutsche
Sprachniveau zu Hause ein anderes ist
als das bei deutschen Familien mit einem
höheren Bildungsniveau .
Es ist aber auch so, dass der soziale Status
der Eltern dazu beiträgt, dass die Kinder
von Eltern mit einem höheren Bildungsniveau
bei einem Migrationshintergrund eine bessere
Förderung von diesen erhalten, da diesen
die Bedeutung von Bildung gegenwärtiger ist.
Die Studienlage und die Lernstandskontrollen
bilden das auch so ab.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ihr Urteil ist mir zu pauschal und allgemeingültig
und nur auf Kinder mit einem Migrationshintergrund
bezogen vorgetragen, und es wird diesen Kindern
somit auch nicht gerecht, und somit ist es auch noch falsch.
Nennen sie eine größere valide Studie, die diese ihre These
zu stützen weiß.
Sie polarisieren bewusst, weil ihre Logik sich aus ihrem Unterbewusstsein entwickelt hat, dass sich gegen
Migranten und andere Menschengruppen richtet..

Sprachliche Einschränkungen und ein
mangelhaftes bis unzureichendes Sprachvermögen
lassen sich auch in deutschen Familien feststellen,
weil sie unter prekären Verhältnissen leben.
Die Schuleingangsuntersuchungen sind sicherlich
eine gute Grundlage um Aussagen zu treffen über
das Sprachvermögen der Kinder..
Allerdings erfährt ein jedes Kind eine andere
Sozialisation.
Sie beurteilen Kinder alleine auf Grund ihrer Herkunft.
Erkennen sie selbst was sie vor Augen haben –
und beobachten sie ihr eigenes Denken und Verhalten
Mitmenschen gegenüber.
Es ist nicht all zu lange her, dass Pfingsten gefeiert wird.
Der verbindende Geist scheint ihr bewusstes Denken
nicht berührt zu haben.
Lassen sie sich nicht zu sehr von ihrem Unterbewusstsein
in ihrem Denken und Handeln leiten .

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Sie schließen das alles aus meinem Kommentar?
Mein Unterbewusstsein ist gestört! OMG!//

Sorry, aber bevor Sie so etwas unterstellen, sollten Sie erst einmal andere Kommentare von mir lesen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„Ursache liegt … in einer mangelhaften oder verfehlten Integrationspolitik.“ – wie oft denn noch? Das wird seit Jahren immer wieder festgestellt. Und wer, wann und wie verbessert/ändert endlich die Integrationspolitik? Gibt es dazu irgendwelche Studien und/oder praktikable Ideen?

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Mein Beispiel oben. Bei uns auf’m Dorf läufts!

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Kosten Geld. Die Schwächsten sind gute Sündenböcke, die sehr wenigen schwarzen Schafe sind der Rechtfertigungsgrund für den unverhohlenen Ra… die objektive Kritik

A.J. Wiedenhammer
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Vielleicht die Zahl der zu Integrierenden an die Kapazitäten (,oder gibt es die einfach nicht?) einer Integrationspolitik anpassen? Oder – wie oben schon einmal angeschnitten – nur die sozio-ökonomisch Bessergestellten reinlassen? Vielleicht offiziell, damit sich keine Kommunalbeschäftigten eine goldene Nase an reichen Chinesen verdienen können?
(Vorauseilend schon mal herzliche Grüße zurück.)

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Frage ist hier: Wer grenzt sich von wem ab?

Meiner Erfahrung nach grenzen sich die Menschen dann ab, wenn sie Sorge haben, dass die jeweils andere Gruppe einen schlechten Einfluss auf z.B. die eigenen Kinder haben könnte.

Und diese Art der Abgrenzung gibt es in der Tat auf verschiedenen Seiten.

Bei manchen muslimischen Famieln ist es ja so, dass die jugendliche Mädchen sich nicht mit anderen verabr den dürfen, wenn Jungs dabei sind. Bei anderen, wenn Alkohol getrunken wird. Bei anderen, wenn wiederum die „deutschen“ zu freizügig herumlaufen.

Was macht eine deutsche Familie in ihrem Sinne falsch, wenn es der zum Beispiel 17 jährigen Tochter erlaubt, in Gewissem Rahmen Alkohol zu trinken, mit Jungs wegzugehen, einen kurzen Rock anzuziehen und evtl sogar gleichgeschlechtliche Beziehungen einzugehen?

All dir vorgenannten Punkte führen bei vielen (nicht allen) Familien mit muslimischen und niedrigem sozio-ökonimischem Hintergrund zum Rückzug bzw. zur Abgrenzung. Grund ist die Sorge der Eltern, dass die eigenen Kinder einen Teil der Dinge übernehme könnten, den die Kinder aus liberalen Elternhäusern machen.

Und jetzt die Frage: Was machen die gutsituierten liberalen Eltern aus ihrer Sicht in den o.g. Punkten falsch?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann müsste es vielleicht Maßnahmen geben, um das Entstehen weiterer „Brennpunktviertel“ zu verhindern und bestehende durch bessere Vermischung „entschärfen“ (vielleicht mal nach Singapur schauen).

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Man muss ja nicht gleich den autoritären Staat übernehmen, aber ein paar gute Ideen kann man sich doch mal anschauen. Z. B. auch, wie man das Klima in der Stadt verbessern kann (begrünte Hochhäuser z. B.) – oder ist das per se schlecht, weil autoritäre Bepflanzung?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Nö, In Singapur werden Mietwohnungen in Hochhäusern entsprechend des Anteils der Ethnien in der Bevölkerung vermietet, um Ghettobildung und Parallelgesellschaften zu vermeiden. D.h. es werden die Wohnsiedlungen bewusst durchmischt.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber der Staat/Senat könnte z. B. dafür sorgen, dass Flüchtlingsunterkünfte gerechter verteilt werden. Ach nee, in den schicken Eigenheimvierteln in Berlin ist da ja kein Platz. also konzentriert man sich auf die Stadtteile, die ohnehin schon Probleme verschiedenster Art haben, denn da ist noch Platz. Ist doch logisch!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Da müsste mannun noch wissen, wer die besseren Anwälte in Ihrem Beispiel bezahlen konnte. Ich erinnere mich da an einen Bericht über eine Flüchtlingsunterkunft in einem kleinen Dorf. Die Dörfler waren nicht gegen das Heim, nur gegen die geplante Größe (zu viele Flüchtlinge im Verhältnis zu den Dorfbewohnern plus mangelnde Infrastruktur). Sie hatten keine Chance mit ihren Protesten, wahrscheinlich hatten sie keinen „guten“ Anwalt. Jetzt müsste man mal auf die Ergebnisse der EU-Wahl in diesem Dorf schauen. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das gesehen habe.

Sim Si
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie verweisen permanent darauf, was in Deutschland geht und was nicht. Genauso sieht man doch aber, dass das, was in Deutschland passiert, eben nicht geht, weil es zu Parallelgesellschaften, mangelnder Integration und damit zu dauerhaftem niedrigem sozialen Status führt. Dann sollte man vielleicht mal drüber nachdenken, ob ein bisschen „Diskriminierung“ (s. Dänemark, Singapur) auf Dauer für die Leute nicht besser ist. Denn das Ziel sollte doch eben sein, dass die nächste Generation erfolgreich in Beruf und Leben ist. Aber bei jeder Maßnahme, die vorgeschlagen wird, egal von wem, kommt von politischer Seite (und auch von Ihnen) immer: Das geht nicht, das ist Rassismus usw. Wenn aber alles so bleibt, wie es ist (zu viele ungebildete Migranten, die sich v.a. in städtischen Ghettos sammeln), wird sich auch nie etwas ändern, weil der Einfluss von Elternhaus und Umfeld weit größer ist als alles, was Schule leisten kann. Ohne irgendwelche Zwangsmaßnahmen wird es nicht gehen!

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Da bin ich absolut dafür!

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Im freien Dänemark passiert mit dem Gesetz gegen Parallelgesellschaften aber genau das: staatlich gelenkte Vermietung bis hin zur zwangsweisen Umsiedlung, damit bestehende Brennpunkte aufgelöst und Parallelgesellschaften erschwert werden. Kann man gut finden, muss man nicht. Ich würde Dänemark deshalb aber nicht als autoritär regiertes Land bezeichnen.
Quelle: https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3RhZ2Vzc2NoYXUuZGUvZjZhYTQ4NzgtNGYyNC00OWUxLTllYmQtNTc3MjAwZGFlNDc2/

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich finde die Art und Weise auch fragwürdig, und genau dafür ist Dänemark ja ein Rechtsstaat, dass derlei Gesetze und ihre Umsetzung rechtlich geprüft und ggf. verändert werden können. Mir geht es darum, dass ein Staat, der so vorgeht, nicht zwangsläufig generell ein autoritativer Staat ist. Ich finde, dass die Vorbeugehaft in D z.B. bei der letzten Generation auch ein autoritatives Vorgehen ist, trotzdem würde ich D nicht als autoritativen Staat bezeichnen.

Nick
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

https://www.aseanbriefing.com/news/deutschlands-handel-mit-singapur/

Das hindert uns nicht daran, Handelsbeziehungen mit Singapur zu unterhalten.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Schrieb sie aber nicht. Sie schrieb über „manche“, wie so viele…

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Na , bei unserem Salafisten war und ist es aber anders.
Der hat und hatte Angst, dass seine Kinder sich zu sehr von seinen Vorstellungen und seinen vorgelebten Lebensweisen sowie im textilen Outfit sich zu weit weg von ihm entwickeln.
Außerdem ekelte er sich öffentlich verlautbarend über klassische Musik wie Mozart, hier die Zauberflöte, diverse Arten von Rockmusik, und überhaupt über gute Laune fördernde Musik sowie vor Mitmenschen, die in Badeanzügen schwimmen gehen. Da reichte schon das Liegenlassen des Intersport-Werbeblattes, um sich provoziert zu fühlen.
Das gleiche gilt für ein angehängte Kreuze im Bereitschaftsdienstzimmer, die mehrfach dem Zorn des Erleuchteten in seiner Zerstörungswut ausgesetzt waren.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Da könnte ich jetzt mal tausende Beispiele gegenhalten, als seit über 20 Jahren tätige Straßenmusikerin. Ich spiele alte Volkslieder, die oft christlich angehaucht sind, obwohl ich selber nicht gläubig bin, um Senioren eine Freude zu machen, deren Lebenswelt in der hippen Fußgängerzone sonst keine Relevanz hat und bekomme regelmäßig von Muslimen dafür was in den Hut. Da bei mir eine Puppe singt, schauen auch deren Kinder zu.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Das sind wohl auch keine auch keine Salafisten.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Absolutes Totschlagargument. Wie wollen sich Kinder an Schulen integrieren, wenn sie keinen Alkohol wollen und ablehnend gegenüber Freizügigkeit sind?

Sind Ihrer Meinung nach alle Religionen „Parallelgesellschaften“? Wenn andere Kukturen, Ansichten und Lebensweisen für Sie „Parallelgesellschaften“ sind, grenzt sich vielleicht jemand anderes immer ab

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Manchmal Frage ich mich schon, wie lange es braucht, um meine Aussage derart falsch zu interpretieren.

Keiner braucht Alkohol trinken. Keiner braucht sich freizügig anziehen. Keiner muss schon als Teenager Beziehungen zum anderen Geschlecht aufbauen.

Aber sich von anderen abzugrenzen, weil es die anderen tun, verhindert Integration.

Ist das nun verständlich?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Und genau deswegen wird sich auch nix ändern … denn dazu müsste man sich diesen Missstand erstmal eingestehen.
Das geht aber nicht.

Unter Ihnen steht ein Beitrag der Redaktion – ich habe ihn (noch) nicht gelesen, weiß aber schon was drinnensteht: Sie haben irgendwie böse Worte benutzt und/oder falsche Gedanken gehabt, weil irgendeine Wörterbuchdefinition Ihrer realen Beobachtung faktengecheckt und/oder bildungswissenschaftsstudienmässig entgegensteht.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

War es denn so?

Joa.

Im übrigen habe ich (schon aus rein egoistischen Gründen) absolut garnix gegen alles, was SuS TATSÄCHLICH fördert.

Was Ihren anderen Punkt betrifft:
Freies Land und so. Ich kann niemanden hindern, über z.B. Lehrer X,Y oder Z zu denken.
Muss ich wohl mit leben.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Was müsste sich konkret ändern?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

In Bezug auf Förderung im schulischen Kontext?

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Es tut mir furchtbar leid, aber …“

Dass es ihnen wirklich furchtbar leid tut, glaube ich Ihnen nicht.

Oder bereuen Sie die Schulschließungen im Nachhinein etwa?

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

??? Ich beziehe mich nicht auf die Schulschließungen, die ich nach wie vor richtig finde.

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die Kernaussage des Artikels ist doch aber, dass Kinder mit niedrigem sozio-ökonimischem Status aufgrund der Corona Maßnahmen und der damit verbundenen Schulschließungen angehängt wurden.

Die Vermeidung der Benachteiliging wäre nur durch die Vermeidung von Schulschließungen möglich gewesen.

Es gibt kein Szenario, in dem Kinder mit niedrigem sozio-ökonimischen bei Schulschließungen keine Nachteile erfahren würden.

Also halte ich fest: Es tut ihnen nicht furchtbar leid. Vielmehr erachten die Benachteiligung der betroffenen Kinder in diesem Fall als eine Preis, den diese nun Mal zu zahlen hatten – richtig?

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Ich beziehe mich trotzdem nicht auf die Schulschließungen.
Ach ja: Denken Sie gern, was Sie wollen!

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Um das ein für alle Mal hier klarzustellen:
Jeder Lehrer hat sich gewünscht, dass die Politik in Maßnahmen zur Luftreinhaltung investiert, um die Schulen geöffnet halten zu können. Das ist jedoch nicht passiert, also mussten die Schulen geschlossen werden.

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

„…mussten…“

Ich hatte mal einen sehr Weißen Lehrer gehabt. Er sagte bei solchen Argumenten immer: „Nur sterben muss man“

Müssen ist ein starkes Wort. Es gab durchaus Alternativen (mit entsprechenden Vor und Nachteilen). Aber nichts davon war Alternativlos.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Was ist ein „sehr Weißer Lehrer“?

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Korrektur: „weißer“

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nochmalige Korrektur: „weiser“. Offenbar ist die automatische Korrekturfunktion meines asiatischen Smartphones rassistisch…

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Welche Rolle spielt die Hautfarbe Ihres Lehrers jetzt? Kapiere ich nicht so ganz.
Aber ja, man halte in einer Pandemie als Alternative die Schulen ohne Schutzmaßnahmen offen (denn die war die Politik nicht geneigt zu bezahlen). Und wenn sich dann herausstellt, dass die Erkrankung als Spätfolge bei über 50% der Fälle Hirnhautentzündungen, Diabetes, … auslöst, sagen Sie was?
Sie kapieren irgendwie nicht, dass im Umgang mit einer neuen Erkrankung, deren Spätfolgen nicht abschätzbar sind (weil NEU), Vorsicht die bessere Variante ist. Lustigerweise kommen Kommentare wie der Ihre meist von Personen, welche der Pandemie aus dem sicheren Homeoffice beigewohnt haben.

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Und wie schützen Sie sich heute als Lehrer vor all diesen Gefahren?

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Zweiter Versuch:
?
Ich war für Schulschließungen und finde sie auch heute noch richtig.

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sehen Sie.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Was soll ich sehen?

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das es ihnen nicht furchtbar leid tut…

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Tach! Wir wollen Ihr Kind abholen!
Wir hatten die Wahl zwischen Ganztagsschule + Brennpunktarbeit und Kinder aus Familien reißen, weil die schlecht Deutsch sprechen, krank, arbeitend oder bildungsfern sind…
Also her mit dem Kind!“ XD

Aber ja, Sie kennen Eltern, die so ticken…
ODER Sie bewegen sich zu viel in Ihrer Bubble. Wieviele Ihrer Freund:innen bekommen Bürgergeld? 😉

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ihre Deutung des Problems ist wahrscheinlich falsch und bedient rassistische Narrative.

Der Grund, weshalb besonders Migrantenkinder während Corona abgehängt wurden, liegt wohl eher an den sozialen Bedingungen. Wer wenige Ressourcen hat, sich um die Bildung der Kinder zu kümmern, weil er in beengten Wohnungen lebt, weil nicht für jedes Kind ein geeignetes digitales Endgerät vorhanden ist, um daran Aufgaben zu erledigen, kam natürlich mit dem Homeschooling nicht zurecht.

Hinzu kommt, dass unter der Einschränkung der Sozialkontakte insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund gelitten haben, weil sie für das Erlernen der deutschen Sprache auf Sozialkontakte mit deutschen Kindern angewiesen sind, die nun einmal vor allem in der Schule stattfinden.

Weder die soziale Situation noch die schlechtere Beherrschung der deutschen Sprache kann man Migranten pauschal als persönliches Versagen und Unwilligkeit zur Integration unterstellen. Wer in ein anderes Land immigriert, hat es überall auf der Welt schwerer als die Einheimischen, weil Netzwerke und das Know- How, wie eine Gesellschaft funktioniert naturgemäß fehlen.

Aber wie man an der Zahl der zustimmenden „Daumen“ sieht ist es immer leichter zur simplen, rassistischen Erklärung zu greifen.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Habe das unterstellt?
Tatsächlich denke ich wie Sie, dass die das nicht absichtlich machen.
„Bio“deutsche mit ähnlicher sozialer Herkunft haben auch Probleme, die sie nicht sehen. Das alles schreibe ich aus langjähriger Erfahrung.
Sie wittern aber natürlich sofort Rassismus.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das habe ich wegen folgender Unterstellung bei Ihnen so gesehen

„Wenn Menschen fest in ihren Blasen/Parallelgesellschaften/Communities/… leben, dann werden sie in der Regel freiwillig nichts machen, was sie aus ihren sog. Komfortzonen herausbringt.“

Die Situation für viele Migrantenkinder ist offensichtlich überhaupt nicht komfortabel.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Aber die empfinden es als normal. DAS ist doch der springende Punkt.

P.S.: Das gilt nicht nur für Kids mit Migrationshintergrund aus solchen Milieus.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nein, die Kinder empfinden das nicht als normal, sondern empfinden es als beschämend, wenn sie am Gymnasium fianziell nicht mithalten können. Das zeigt sich dann auch in der Reduktion von Sozialkontakten, wenn man sich schämt, Schulkameraden in die elterliche Wohnung einzuladen.

Kinder schämen sich im Deutschunterricht auch, wenn sie merken, dass sie nicht so gut formulieren können wie andere und mit Rechtschreibung, Grammatik und Satzbau Probleme haben. Ein Hefttausch mit dem Sitznachbarn zur Partnerkorrektur von Hausaufgaben ist dann konfliktbehaftet.

Ich hatte schon viele Kinder mit Migrationshintergrund in den Klassen, die mit sehr hohen Leistungsansprüchen an sich gestartet sind.

Ihre pauschalen Vorwürfe bedienen die weit verbreiteten alltagsrassistischen Narrative.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Das ist nur ein Problem, wenn es keine anderen in der Lerngruppe gibt, die dieselben Probleme haben.
Ich arbeite in sehr heterogenen Lerngruppen …

Wissen, was Ihr Problem ist? Sie sehen sofort Rassismus in sämtlichen Äußerungen, die nicht in Ihr Narrativ passen.
Mir geht es nicht darum, Menschen schlecht zu machen! Mir geht es hier darum, dass man erkennt, dass man Menschen nicht hilft, indem man sie einfach nur zu Hilfebedürftigen und Opfern des Systems macht.
Es gibt lauter Gründe für Verhalten. Verhalten hat immer Gründe. Aber „gute Gründe“ sind nicht immer gut für die Betroffenen.
Ich verstehe, warum sich Menschen dort ansiedeln, wo bereits viele Mitglieder ihrer Community leben, es eine für sie erstmal praktische Infrastruktur gibt usw. So verhalten sich sämtliche Ethnien.
DAS hilft aber langfristig nicht bei der Integration, den Spracherwerb usw.

Aber tun wir gern so, als wäre das alles gar kein Problem, wenn die deutsche Mehrheitsgesellschaft sich einfach netter gäbe und der Staat nur mehr Sprachkurse bereitstellte.

Johann Friedrich H.
1 Monat zuvor

Ob die INSM vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse („Kinder aus bildungsfernen Schichten noch weiter vernachlässigt“) nun gesellschaftspolitische Forderungen stellt, z. B. die stärkere Besteuerung von Gewinnen aus Kapitalerträgen oder eine bessere staatliche Finanzierung des Gesundheitswesens?

Aber offenbar braucht es das alles nicht, die Schule kann es ja richten.

Ukulele
1 Monat zuvor

Haben Sie den Artikel gelesen? Die Ursache sind der sozio-ökonomische Hintergrund. Dies ist zu unterscheiden vom nur ökonomischen Hintergrund.

Dass die Corona Schließungen die sozio-ökonimisch schlechter gestellten am meisten getroffen hatten, ist ja nicht überraschend und war zu jedem Zeitpunkt klar. War aber so von der Politik gewollt (ist ja keine wirklich relevante Wählergruppen betroffen gewesen)

Johann Friedrich H.
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Sehr geehrte bzw. sehr geehrter Ukulele,

der im Artikel verwendete und von mir zitierte Begriff „bildungsfern“ verweist explizt auf sozio-ökonomische Zusammenhänge, daher erschließt sich mir Ihre Antwort nicht, weder vom Ton noch bezüglich des Inhalts.

Hoffentlich sind Sie keine Lehrerkollegin bzw. kein Lehrerkollege, ihr Formulierung „von der Politik so gewollt“ ist doch etwas unterkomplex. Sie verleugnen damit die Breite des Parteienspektrums und sind damit anschlussfähig an eine unschöne Richtung.

447
1 Monat zuvor

Hat er etwa „Jehova“ gesagt?

Ukulele
1 Monat zuvor

Zum letzten Absatz. Es war von der damaligen Regierung so gewollt. Das war mit „der Politik“ gemeint. Haben Sie weitere Verständnisfragen? (ich hoffe als Lehrer nicht)

Zum ersten Absatz: Ich erkläre es Ihnen gerne in einfacher Sprache: Geld alleine löst die Probleme nicht.

Johann Friedrich H.
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Oben: Eine Koalitionsregierung auf Bundesebene in einem föderal verfassten Staat mit „der Politik“ gleichzusetzen stellt
bereits in einem Oberstufenkurs eine verkürzte Darstellung dar.

Unten: Eben deswegen hat der Bildungsbegriff stets eine sozio-ökonomische Komponente.

Schleierhaft bleibt mir, vorher Sie das Selbstbewusstsein nehmen, sich über „einfache Sprache“ lustig zu machen. Mir geht es offensichtlich nicht alleine so, alleine in dieser Spalte verkämpfen Sie sich an verschieden Stellen.

Ukulele
1 Monat zuvor

Woher nehmen Sie das Selbstbewusstsein, in meine Aussage eine Belustigung über einfache Sprache hinein zu intetrpretieren?

Ich wollte es lediglich für Sie verständliche machen.

Ich wundere mich schon, dass Sie reflexartig mit einer Forderung nach Steuererhöhungen reagieren. Als ob Steuererhöhungen und mehr Umverteilung den sozio-ökonimischen Status der betroffenen Kinder ändern würden. Das ist schlicht und einfach sehr naiv.

Konkretes Beispiel: Ein Schüler, dessen Eltern keine Ausbildung haben, kaum deutsch sprechen und von Transfer-Leistungen leben. Was genau soll sich für diesen Schüler im Hinblick auf seinen sozio-ökonimischen Status ändern, wenn woanders mehr Steuern erhoben werden?

Ukulele
1 Monat zuvor

Zum ersten Absatz rate ich Ihnen mal die offen gelegten Corona Protokolle durchzulesen. Dann können Sie recht genau sehen, welcher Politiker wie gehandelt hat. Und diese „Politiker“ meine ich, ohne jeden einzelnen hier aufzuführen.

Klar kann man versuchen das ganze jetzt wieder zu verschleiern um es so aussehen zu lassen, als wären am Ende keine konkreten Personen verantwortlich gewesen oder als seien die Entscheidungungen Alternativlos gewesen. Das ist das übliche in der Politik – und Sie scheinen ähnlich zu agieren. (Ähnliche wie bei der Love Parade Katastrophe in Duisburg – am Ende will es keiner gewesen sein).

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Okay, Verschwörungstheoretiker am Werk. Das, was veröffentlicht wurde, habe ich gelesen. Und? Ich find da nix Verwerfliches. Raunen Sie hier nicht zusammenhangslos rum, sondern benennen Sie konkret, was Sie meinen, belegen Sie das und reißen Sie es vor allem nicht aus dem Zusammenhang.
Mit freundlichen Grüßen, Mika

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Alles im Detail zu benennen, würde den Rahmen hier sprengen. Nehmen wir aber Grundsätzliches als Beispiel:

Aus den Protokollen geht hervor, dass es zu keinem Zeitpunkt eine wissenschaftliche Evidenz dazu, wie sinnvoll Schulschließungen
,Lockdowns oder Maskenpflichten im Hinblick auf das Infektionsgeschehen auf Dauer sein würden. Ebenso würden die Inzidenzschwellwerte für Lockdowns willkürlich gewählt

Die meisten getroffen Entscheidungen waren somit rein politisch und keineswegs, wie seinerzeit behauptet, wissenschaftlich fundiert. In den RKI Protokollen werden die wissenschaftlcuhen Zweifel an den Maßnahmen zum Teil sehr deutlich. Diese waren somit unter anderem auch dem Gesundheitsminister und anderen Politikern bekannt.

Dem Volk, also dem souverän in einer Demokratie, wurden diese Zweifel jedoch vorenthalten. Und wer Zweifel an der einen oder andern Maßnahme benannte, würde als Wissenschafts ungläubig dargestellt. Haben Die das alles schon vergessen? Von der Benachteiliging ungeimpfer nicht zu sprechen, obwohl es niemals eine Evidenz dazu gab, dass Impfungen die Verbreitung auf Dauer vermeiden würden. Heute ist sogar klar, dass die Impfungen dies nicht getan haben und eigentlich nur dem Selbstschutz vor Corona dienten (zumindest temporär).

Ich habe da ein absolut reines Gewissen, weil ich dir paar Ungeimpften in meinem Umfeld zu keinem Zeitpunkt moralisch verurteilt habe und mich von diesen nicht abgegrenzt habe.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Zum Mitschreiben: um EVIDENZbasierte Maßnahmen treffen zu können, braucht man: Evidenz. Problematisch bei einem neuartigen Virus, weil es keine Evidenz dazu gibt. Ergo macht man das, was sich bei sonstigen Erkrankungen mit Aerosolübertragung bewährt hat: Kontaktreduzierung. Gleiches bei der Impfung. Ja, man hatte sich erhofft, dass die Impfung die Erkrankung vermeiden lässt. Das hat sich nicht vollumfänglich erfüllt, aber die Krankheitsschwere hat sich deutlich reduziert. Damit hat man in den Krankenhäusern Kapazitäten für die sehr schweren Fälle bekommen und viele, viele Leben retten können.
Hören Sie doch einfach auf mit Ihrem Verschwörungsgeraune. Wenn das alles „von den Eliten“ geplant gewesen wäre, einfach um „das Volk“ zu knechten: meinen Sie wirklich, die hätten sich nicht der Leute entledigt, die gefährlich genug gewesen wären, den „geheimen Plan“ aufzudecken? Leute wie Sie?

H. F.
1 Monat zuvor

Ein Vorschuljahr könnte helfen, aber dann bitte nur mit volloffenem Konzept. Einem Kind einen Stift in die Hand zu drücken oder es gar zur Benutzung aufzufordern, das wäre ja psychische Gewalt. Wichtig wäre auch den kulturellen Unterschiedenen gerecht zu werden und ausreichend Material und Personal in der Muttersprache zur Verfügung zu stellen, damit die Kinder frei wählen können. Wir wollen ja niemanden assimilieren.

In Selbstlernzeiten können die Kindergartenkinder dann intrinsisch motiviert Bildungsinhalte erarbeiten.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  H. F.

Ironie hier im Forum bitte immer kennzeichnen! z. B. mit 🙂

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  H. F.

@H. F.
Sehr feine Ironie! Aber vielleicht hätten Sie das sicherheitshalber auch als solche kennzeichnen sollen! Es könnte sonst passieren, dass jemand das ernst nimmt! 🙂

ed840
1 Monat zuvor

Wäre auch interessant zu erfahren wie die Forscher erklären, warum die Punktabstände zwischen SuS mit und ohne Migrationshintergrund in Ländern ohne oder mit deutlich weniger Schulschließungen z.T. deutlich höher ausfallen als in DE.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Entschuldigung, ich dachte es wäre klar, dass es hier um die Ergebnisse von PISA 2022 geht. Beispiel: Punktabstand beim Lesen in DE = 67 Pkt, SWE = 81 Pkt., FIN = 92 Pkt.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Sie wollen Schulsysteme verschiedene Länder (mit funktionierendem Internet) mit Deutschland vergleichen? Oh Backe!

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Außer Punktzahlen habe ich gar nichts verglichen. Was wäre denn Ihre Erklärung, warum der Punktabstand der Schüler mit Migrationshintergrund zur Vergleichsgruppe ohne Migrationshintergrund z.B. beim Lesen in SWE trotz offener Schulen und vermutlich besserer Digitalisierung nicht nur deutlich höher war als in DE, sondern die durchschnittliche Punktzahl der Migranten in SWE auch noch insgesamt niedriger als in DE?

Katze
1 Monat zuvor

Nicht nur Kinder aus bildungsfernen Schichten haben wenig Unterstützung durch die Eltern, und können dem Realunterricht in Präsenz schlechter folgen, egal wie intensiv sie von den LuL unterstützt werden. Die PISA-Ergebnisse zeigten und werden wieder zeigen, dass die Kinder und Jugendlichen sehr viele Stunden am Tag besonders am Abend aber auch in der Nacht mit digitalen Medien wie Videospielen (auch am Handy im Unterricht unter der Bank) oder sozialen Netzwerken (in allen Unterrichtspausen) verbringen. Entsprechend weniger Konzentration sowie kognitive und emotionale Ressourcen stehen dann für die viel zu anstrengende Unterrichtsarbeit und den Wissenserwerb zur Verfügung. Wo bleiben konsequente Verbote der privaten Handynutzung in der Schule?
Mittlerweile erleben wir auch am Gymnasium täglich den Tagesunterrichtsschlaf der wohlstandsverwahrlosten nächtlichen Zocker aus bildungsnahen Schichten. Die Deutschkenntnisse hinsichtlich Sprachkompetenz im mündlichen und schriftlichen Bereich dieser deutschen SuS sinken auch immer mehr. Man kann das „Geschriebsel“ und „Gefasel“ einiger Dauergamer kaum noch entschlüsseln.
Wie unterstützungsfähig – und willig sowie erziehungskompetent sind deren Eltern?
Es bedarf schon lange keiner Schulschließungen mehr, um Schülerkompetenzen nachhaltig weiter zu senken. Das klappt auch im modernen Laissez-faire-Präsenzunterricht zunehmend besser.
Das Thema Pandemie ist Vergangenheit. Wir sollten uns um die verheerenden Bilanzen der Gegenwart sorgen und kümmern (dürfen).

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Stimme Ihnen bezüglich der Gegenwartsbezogenheit zu!
Tiktok müsste begrenzt, wenn nicht für KuJ verboten werden. Das hat nichts mit Eigenverantwortung zu tun! Die Chines:innen muten dies ihren Kindern nicht zu, wir sollten es auch so halten!

Philine
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Solche Zocker habe ich auch im Unterricht und ich hoffe für sie, dass sie später irgendwie in der IT-Branche unterkommen werden. Durch die völlig ungesteuert und didaktisch kaum begleitete Digitalisierung wird der Unterricht ineffizienter und man kann im Klassenraum regelrecht die Luft vor Nervosität vibrieren fühlen, bis von den Jugendlichen endlich wieder gecheckt werden kann, was sich auf dem Smartphone getan hat. Das alles fällt dem ohnehin schon schwankenden Schulsystem ganz brutal auf die Füße.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Wo bleiben konsequente Verbote der privaten Handynutzung in der Schule?“

Gibt’s doch größtenteils. Aber genauso wenig, wie man an jede Straßenecke einen Polizisten stellen kann, kann man nicht in jede Gangecke einen Lehrer stellen. Wenn ein gesellschaftlicher Grundkonsens nicht mehr existiert, was erlaubt ist und was nicht, nützen allen Verbote und Kontrollen nichts. Es sei denn, man reagiert mit drakonischen Strafen („Bestrafe einen, erziehe Hunderte.“)

Das Problem findet zudem hauptsächlich in der Freizeit statt. Wer den ganzen Tag nur mit textlichem oder verbalem Gegrunze via WhatsApp. TicToc und Co kommuniziert, wird das nicht in der Schule für ein paar Stunden ändern.

RainerZufall
1 Monat zuvor

Mag schon sein, aber Deutschland kann sich nicht ao lange auf ein Thema konzentrieren!
Kinder der Coronazeit müssen jetzt genau das gleiche leisten, wie vor der Pandemie – besonders dann, wenn bei ihnen mehrere Risikofaktoren zusammenkommen! Sonst müssten wir am Ende ja anderen Hilfe zukommen lassen, die wir selbst nicht hattten! Unvorstellbar!

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Was gibt es Ihnen eigentlich, permanent irgendwelche bösartige Unterstellungen auszustoßen? Sollten Sie sich, insbesondere wenn Sie Lehrkraft sind, nicht um gewaltfreie und konstruktive Kommunikation bemühen?

SchadeMarmelade
1 Monat zuvor

Ich arbeite seit Jahren an einer Schule die im absoluten Brennpunkt liegt.
Migrantenkinder sind hier die große Mehrheit. Der Umgangston und die grundsätzliche Stimmung sind dementsprechend.
Das Hauptproblem ist einfach die Angst der Regierung Ansprüche zu stellen. An die Eltern vorallem. Mädchen sind zum großen Teil sehr stressig und versuchen zu lernen. Bei den Jungen gibt es einen viel größeren Teil der dies nicht möchte. Der ist bei den Mädchen kaum existent.
Als Mann habe ich immerhin den „Männerbonus“ als Frau ist „Unterricht“ oftmals absolutes Chaos. Konsequenzen bleiben aus da Eltern nicht reagieren. NATÜRLICH werden diese abgehängt wenn die Lehrer nicht mehr anwesend sind.

Philine
1 Monat zuvor

Man kann es als zunächst unterprivilegierte Person im deutschen Bildungssystem durchaus schaffen, was beeindruckende Karrieren von Menschen mit Migrationshintergrund und/oder aus sozial schwachen, sog. „bildungsfernen“ Familien zeigen. Dafür muss man sich aber im vergleichsweise mehr anstrengen, Leistungsbereitschaft und „Biss“ zeigen und die kostenlos gegebenen Möglichkeiten nutzen. Das war schon immer so und kann niemand durch Maßnahmen und Unterstützung komplett abgenommen werden. Es liegt primär am Individuum und nicht am Kollektiv, was aus jemand wird bzw. was dieser aus sich macht.

Philine
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Mein Menschenbild unterscheidet sich offenbar von Ihrem, das ist doch völlig legitim und für mich die Bilanz aus sechzig Lebens- und dreißig Berufsjahren.
Ich verspüre aber trotz meines Erfahrungsschatzes keinen Drang, irgend jemand von meiner Sichtweise zu überzeugen und grüße Sie ebenso herzlich wie Sie mich.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das böse Wort mit I wird ja geflissentlich aus jeder Forschung ausgeklammert. Darf man gerne tun, solange es tatsächlich keine Rolle spielt und bei allen Bevölkerungsgruppen, Geschlechtern usw. in Deutschland gleich oder zumindest gleich verteilt ist. Ich bin mir aber sicher, dass das nie geprüft, sondern nur als gegeben angenommen wurde.

H. F.
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ganz offensichtlich hat man sich festgelegt: es sind immer andere („die Gesellschaft“) schuld, und zwar zu 100%. Denn es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Natürlich spielen äußere Umstände eine sehr große Rolle, aber das kann doch keine Entschuldigung für fehlende eigene Bemühungen sein? Sie pflegen hier eine Art Opfererzählung, die absolut niemanden noch nie etwas gebracht hat. Egal zu welchem Thema: auf der einen Seite stehen die armen unterprivilegierten Opfer, von denen man jaaa nichts fordern darf, auf der anderen Seite die pöhse Mehrheitsgesellschaft, die die anderen unterdrückt. Dazu greifen sie auf ein großes Repertoire passender (gern uralter) Studien zurück, die zum Glück eh keiner liest.

Blau
1 Monat zuvor

Es wird doch immer gesagt, die Eltern sollen in der Muttersprache mit den Kindern sprechen. Was denn nun?

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Blau

Sie sollen in der Muttersprache mit ihren Kindern sprechen, wenn sie nicht einwandfrei Deutsch können. Andernfalls ist es egal, da es beim Erlernen der ersten Sprache um die Verinnerlichung eines grammatikalischen Fundamentes geht.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Blau

2sprachig aufwachsen – was denn sonst – ist die bessere Alternative.