
Fehlende Lehrkräfte, zusammengelegte Klassen und Hilfskräfte ohne Lehramtsstudium: An vielen Schulen in Baden-Württemberg bleibt die Personallage nach einer Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) angespannt. Besonders groß sind die Lücken ausgerechnet dort, wo Kinder intensive Unterstützung brauchen: an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ). Nur rund zwei Prozent der SBBZ melden eine Unterrichtsversorgung von 100 Prozent.
Der VBE hat vom 5. bis 9. Oktober, also in der vierten Unterrichtswoche, Schulleitungen an Grundschulen, Schulen der Sekundarstufe I und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren zur Unterrichtsversorgung befragt. 749 Schulen haben sich demnach beteiligt – teilgenommen haben 409 Grundschulen, 211 Schulen der Sekundarstufe I und 129 Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren. Teilweise sei ein Vergleich mit einer Untersuchung aus 2024 möglich.
Unterrichtsausfälle und Klassenzusammenlegungen
Während sich an anderen Schulformen Verbesserungen zeigten, blieben die SBBZ abgehängt, so der VBE. Diese seien flächendeckend unterversorgt. «Ausgerechnet dort, wo Kinder und Jugendliche besonders intensive pädagogische Unterstützung benötigen, fehlen in erheblichem Umfang Lehrkräfte», kritisiert VBE-Chef Gerhard Brand.
78 Prozent der befragten Schulleitungen berichten von einer Unterrichtsversorgung von 90 Prozent oder weniger. Die personellen Engpässe gehen nach den Angaben vieler Leitungen mit Unterrichtsausfällen einher: Gut die Hälfte der befragten SBBZ meldet bereits zum Beginn des Schuljahrs ausfallende Stunden.
Viele Beschäftigte ohne Lehramtsausbildung
Brand bemängelt auch den hohen Anteil von Beschäftigten ohne Lehramtsausbildung an den SBBZ. 62 Prozent der SBBZ geben an, dass bei ihnen Vertretungen ohne Lehramtsausbildung unterrichten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. An knapp jeder dritten dieser Schulen machen nicht originär ausgebildete Lehrkräfte rund 30 Prozent oder mehr des Kollegiums aus.
Die SBBZ litten schon immer an zu wenig Personal, erklärt Brand. Das liege daran, dass der Bereich für viele Studierende wohl nicht attraktiv genug sei. Gleichzeitig gebe es mehr Kinder mit Förderbedarf, etwa mit Diagnose Autismus. «Da treffen zwei ungünstige Entwicklungen aufeinander.»
Das Land müsse genügend qualifizierte Fachkräfte ausbilden und einsetzen, fordert der Verbandschef. «Sonderpädagogische Diagnostik und die Förderung von Kindern mit komplexen Unterstützungsbedürfnissen erfordern besondere fachliche Kompetenzen.» Eine fundierte Ausbildung lasse sich nicht beliebig ersetzen. Sonderpädagogik soll demzufolge an allen sechs Pädagogischen Hochschulen angeboten und die Zulassungsbeschränkung abgeschafft werden.
Bessere Versorgung verhindert Ausfälle nicht
Besser ist die Entwicklung an den Schulen der Sekundarstufe I – also im Bereich der weiterführenden Schulen bis zum mittleren Abschluss: die Klassenstufen 5 bis 10. Dort geben inzwischen 34 Prozent der befragten Leitungen an, mindestens den vollen Unterrichtsbedarf abdecken zu können. 2024 waren es 25 Prozent.
Trotzdem fällt an sechs von zehn Schulen in der Sekundarstufe I Unterricht aus. An den Grundschulen sind es 37 Prozent, an den SBBZ 51 Prozent. «Der Unterrichtsausfall bleibt nahezu unverändert hoch. Die teilweise bessere Personalausstattung kommt im Schulalltag zu wenig an», erklärt Brand.
Mehrarbeit, größere Klassen und Pensionäre
An den Grundschulen erreichen unverändert rund 38 Prozent der Befragten eine volle Versorgung. Viele Schulen müssen improvisieren: 55 Prozent gleichen fehlendes Personal durch Mehrarbeit aus, 42 Prozent legen Klassen zusammen. An drei von zehn Schulen helfen Pensionäre aus.
Der Schulalltag bleibe extrem störanfällig, kritisierte Brand. Dem VBE zufolge fehlen Reserven etwa für Erkrankungen, Fortbildungen oder zusätzliche Aufgaben. Für den Unterricht verlangt Brand eine Personalversorgung von mindestens 110 Prozent, um Ausfälle auffangen zu können.
Ganztag: Zu wenig Personal und Platz
Auch die Ganztagsbetreuung bereitet der Umfrage zufolge Probleme. Seit diesem Schuljahr gilt der Rechtsanspruch zunächst für Erstklässler. Drei Viertel der befragten Grundschulleitungen halten unter den derzeitigen Bedingungen eine hochwertige Ganztagsbetreuung nicht für möglich. Rund die Hälfte bezweifelt, dass der Rechtsanspruch die Chancengleichheit erhöht.
Als Herausforderungen nennen 71 Prozent den Mangel an qualifiziertem Personal und 63 Prozent unzureichende Räumlichkeiten. 46 Prozent verweisen auf zusätzliche Belastungen für Lehrkräfte. Zwischen dem politischen Anspruch beim Ganztag und den Voraussetzungen vor Ort klafften erhebliche Lücken, so Verbandschef Brand. Neben pädagogischen Fachkräften und Lehrern würden viele Quereinsteiger, Ehrenamtliche, Studierende und Kräfte ohne Ausbildung eingesetzt. Der VBE fordert einen verbindlichen Qualitätsrahmen für den Ganztag, Fortbildungen und eine bedarfsgerechte Finanzierung. News4teachers / mit Material der dpa










Sorry, aber die sind doch selber schuld! Meine Tochter hat angefangen, Lehramt zu studieren. Dann bekommt man mit, das absichtlich 30% schon mal von vorne weg durchfallen sollen! Alte Überzeugen der Profs. Desweiteren soll der Beamtenstatus wegfallen. Und wenn sie es dann fast geschafft haben, lässt man wieder 30 % bei der Referendariatsprüfung durchfallen, Machtausübung des Prüfers. Sehr schade
…lässt man 30% durchfallen!
DAS war bei meiner Tochter vor 14 Jahren schon so! Tolle Vornoten im Ref und bei der Prüfung dann … gerade so bestanden! Bei den KuK von ihr genauso!
Mit „sehr schade“ ist dieser Zustand von Ihnen weiß Gott schon sehr freundlich formuliert!
„Dann bekommt man mit, das absichtlich 30% schon mal von vorne weg durchfallen sollen!“
Stimme Ihnen da zu, aber manche wollen da aus stumpfen Elitedenken selbst nicht darüber nachzudenken beginnen, was eigentlich wichtig ist – typisch Pädagog*innen… (seufz)
Aber an den Unis ist doch alles hochwissenschaftlich belegt. Wer unterrichtet die Studenten denn sonstn, wenn nicht die Studienersteller und Bildungsforscher? Das klingt aus Ihrem Mund ja schon fast wissenschaftsfeindlich…
Wenn Sie mir den wissenschaftlichen Grund für Aussagen, wie Brecht sie schildert, lese ich die gerne.
Bisher hatte ich den persönlichen Eindruck es ist das gleiche altbackene Elitendenken, was mehr mit Chancenhleichhheit (bzw. Widerstand dagegen), finanzielle Möglichkeiten und Gewohnheit bedient.
Aber bin mega gespannt, was Sie da Wissenschaftliches ausbuddeln werden 😉
Wenn die Inklusion in Ba-Wü wie bei uns in SH machen, ist das nur logisch.
An den GemS sind die Förderschülys verteilt, weshalb es zwar durchaus genügend Förderschullehrkräfte an den Schulen gibt, aber die Kids nicht von ihnen unterrichtet werden können. Es gibt stundenweise Unterstützung für die Fachlehrkräfte und Beratung.
Das bedeutet: Je mehr Inklusion (Prestige), desto weniger Personal an Förderschulen. Die Streuung an den GemS ist das Problem.
Exakt. Weniger effizient als Sonderpädagogen in SH lässt sich eine knappe Ressource kaum verwenden.
Verteidigt wird das auch nur von denjenigen, die ganz froh sind, nun überwiegend gar nicht mehr „am Kind“ arbeiten zu müssen. Die engagierten Sonderpädagogen vom alten Schlag verzweifeln und resignieren.
Beraten und Förderpläne schreiben. Klingt doch nach einem schönen Homeoffice-Job. Beobachtungen am Kind könnte man ja notfalls per Videoübertragung aus dem Klassenraum machen.
Haben Sie Ihre Sonderpädagogen schon einmal darauf angesprochen?
Genau, Förderschülys brauchen noch weniger als andere Kids Bindung in Präsenz, weil sie super klar kommen, weshalb sie ja auch extra Förderbedarfe haben. …
Realistisch also wäre das, was Sie da vorschlagen, wirklich.
Überhaupt ist die Arbeit „am Kind“ komplett unnötig.//
Wo sind den die Sonderpädagogen, die „am Kind“ arbeiten? Bei uns an der Schule auf jeden Fall nicht, obwohl wir durchaus auch Kinder haben, die diese Unterstützung „am Kind“ gebrauchen könnten…
Wenn die dann aber gar nicht mehr in die Schule kämen, wäre das noch schlechter.
Noch schlechter als „gar nicht da“?
Was soll das?
Natürlich sind die da. Nur eben zu wenig. Die Kollegin, die in meiner Klasse zuständig ist, sitzt im Lehrkräftezimmer neben mir, so dass ich keinen Termin machen muss, sondern in Pausen schnell, manchmal innerhalb einer Minute, etwas klären kann.
P.S.:
Wer gibt für solche Beiträge eigentlich Upvotes?
Naja, die SBBZ sollen um jeden Preis erhalten bleiben, damit die Schüler*innen an Regelschulen möglichst wenig Kontakt zu Menschen mit Behinderung hab….ups, ich meine, weil die Regelschüler*innen schlechter lern…nein? Weil die Kinder mit Förderschwerpunkt schlechter ler… auch nicht?
Ist halt kein Geld (für Kinder mit Behinderung) da und bitte nicht fragen oder gar fordern, dass diese Ressourcen beschafft werden sollen – es geht ja nicht um Autos oder andere WICHTIGE Angelegenheiten :/
In Hamburg weiss ich von einer Begleiterin (sitzen neben Schüler:innen, Förderstufe), dass alle gekündigt wurden . Und man muss wissen , dass diese Begleiter: innen nicht etwa von der Schulbehörde angestellt werden, sondern
Zwischenfirmen eingeschaltet sind , die auch was kosten.
Traurig, dass die Politik in der „Bildungsrepublik Deutschland“ nicht einmal mehr Schulbegleiter zum Mindestlohn bezahlen will.
Und dann phantasieren hier einige von Sonderpädagogen herum, die „am Kind“ arbeiten. So jemanden habe ich bei uns an der Schule noch nie gesehen…
„Die engagierten Sonderpädagogen vom alten Schlag verzweifeln und resignieren.“
Das tut mir leid. Sie fordern also mehr Ressourcen für SBBZ und Inklusion?
„Wenn die Inklusion in Ba-Wü wie bei uns in SH machen, ist das nur logisch.“
SH hat die Sonderschulen erhalten?
Jein, es gibt Förderzentren für Fälle, die nicht inklusiv beschulbar sind.
Ganz genau, sind sie nicht.
Dann scheint der Vergleich nicht ganz zu passen. Die SBBZ blieben erhalten, nicht auf Randfälle zurückgebaut
Doch, passt schon. Oder arbeiten in Ba-Wü an den sog. Sonderschulen keine Förderschulpädagog*innen?
Wenn Sie meinen, eine Reduktion der Förderschulen, um die Inklusion zu stärken wäre vergleichbar mit dem Beibehalten aller Förderschulen unter gleichzeitiger Zunahme Sonderprädagogischer Förderbedarfe, die dann in die Inklusion gehen – da die Förderschulen voll sind.
Naja, Lösung ist ja offensichtlich: Mehr Lehrkräfte für Inklusion und (sofern angeboten) Förderschulen!
Der derzeitige Mangel ist nicht hinnehmbar, die Inklusion nicht abwählbar.
Da bleibt ja nur die Forderung nach Besserung – oder will da irgendjemand noch ein wenig Zeit für Nichtstun verträumen? 😉
Es ist leider so und in der Praxis zunehmend schlimmer.
Schon vor 2 Jahren hat unser Chef für unser SBBZ gent am Schulamt gesagt bekommen, dass 80%, das neue 100% sei.
Und dieses Jahr bekamen wir gesagt, dass gute Förderung nur als „Kür“ gilt, die Pflicht beinhaltet nur eine einigermaßen sichere Betreuung. Und ja: Quereinsteiger… es sind mittlerweile einfach zu viele. Das lässt sich nicht mehr anleiten oder kompensieren im Alltag. Und heißt für die Fachkräfte immer Mehrarbeit. Leute ohne didaktische Ausbildung „leiten“ bei uns mittlerweile Klassen. Auf dem Papier stehen sie als angestellte Lehrer.
Ist halt das Kreuz, Sonderschüler*innen von Regelschulen fernhalten zu wollen, gleichzeitig das Grundgesetz bedienen zu müssen – also die Inklusion (nochmal schlechter) ausstatten zu müssen.
Wenn an den SBBZ 110 Prozent besetzt wären, könnten die nachher noch an die Inklusion abbeordert werden und diese halbwegs zum Teil laufen – aber DAS will (außer den Betroffenen) ja niemand…
Ach so, das Ziel ist, dass die Inklusion „halbwegs zum Teil laufen“ soll, irgendwann …? Ja dann….! 🙂
Niemand als die Politik und deren Wählerschaft lassen die derzeit „halbwegs am Laufen“.
Hinzu kommen Menschen, die sich belügen lassen, die Inklusion würde schon irgendwie verschwinden, wenn man sie schlecht genug gestalte… 🙁
Möchten Sie Ihre tiefsinnige Analyse vielleicht noch auf andere im Forum anwenden, welche herbeizufaseln versuchen, dass die Inklusion (durch Magie?) verpuffen soll, anstatt das die Lehrkräfte in Inklusivklassen besser unterstützt werden? 😉
Ein lesenswerter Artikel von rbb24. Interessant sind auch wieder die Kommentare dort.
Behinderte Kinder im Schulsystem: „Es muss eine Schule für alle geben“
Durchaus 🙁
„Leider überrascht mich hier die Vielzahl der inklusionsfeindlichen Kommentare nicht mehr.“
Die Geburtenraten gehen zurück, in einigen Jahren wird es deshalb weniger Schüler geben. Man könnte denken, dass es dann im Schulsystem wieder besser läuft, die Klassen kleiner werden usw. Aber genau das Gegenteil passiert. „Schlaue Köpfe“ in den Buldungsministerien rechnen jetzt schon aus, wie viele Lehrerstellen man dann einsparen kann und dass man vielleicht sogar Schulen schließen kann. Das ist doch völlig kontraproduktiv.
War doch schon immer so. Und es wird demnächst(!) wieder heißen, da die Schülerzahlen in der Zukunft(!) zurückgehen werden und man deshalb jetzt(!) schon Stellen abbauen „muss“(!):
Es gibt nicht zu viele Lehrkräfte. Und es wird sie auch nicht geben. Das ist eine rein systemische Sache erstmal. Halbiert man die Klassen“stärken“ und bildet man „Platz/Schulen“, dann bräuchte man auch etwa doppelt so viele Lehrkräfte wiederum. Mal als ganz simpler Gedankengang und „Rechnung“.
Das gilt ebenfalls mit dem Deputat/Arbeitszeit „so grob“ [klar … Manche würden dann mehr auf Teilzeit pochen und gehen].
Dazu haben wir eben nicht nur „weniger SuS“, sondern auch „mehr Rentner/Pensionäre“ – sprich der Rentnerboom kommt ja erst noch.
Das benennt man dann gerne mal nicht so ehrlich dabei.
Ebenfalls die potentiellen Problembereiche. Wir werden relativ sicher beispielsweise an Musiklehrkräfte „strugglen“.
Bin mal gespannt, wie man das dann wiederum irgendwann abdecken will …
Streicht/Reduziert man es? Setzt man auf „fachfremdes Unterrichten“? Bin mal gespannt.
Auch die Besetzungen der Schulformen … Diese sind halt eben nicht „gleich“. Es herrscht ja ein „Mangel als Mangelbereich“ diesbezüglich zusätzlich zum generellen Magelbereich.
Wusste man dann halt alles wieder nicht.
Wird jedoch ständig „beraten“ und beraten.
Ebenfalls im Bereich Inklusion … Wozu hat man denn Expertenstellen, wenn man nicht drauf hört.
Wie wärs denn mal mit „Konzeptanpassung“?
Ob dann „Lerninseln“, „Montessoribezug“, „Campusschulen“ oder sonst was … Das alles braucht:
– Ein tragendes Konzept
– Viel Personal
– Viel Zeit
– Genügend Raum/Platz
– Auch „Freiraum“
– Wissen
– Ein (mit)tragendes Kollegium inklusive Schulleitung
– Rechtliche Rahmenbedingungen (als Anpassung)
– Usw.
Aktuell ist das für viele (zurecht) ein „??? – was will/fordert der?“. Und das versteht man auch, wenn man den Mangelbereich Schule eben als Realitätsabgleich hat.
Jedoch geht es „ohne solche(s) Konzept(e)“ nicht wirklich „weitreichendes Potential“ auszunutzen.
Und ja … Dazu gehört auch „Frontalunterricht“ in das Konzept eingedacht. Selbstverständlich.
An meiner alten Regelschule wäre „unser“ aktuelles Arbeiten grundlegend unmöglich. Geht nicht. Rein konzeptionell systemisch schon gar nicht.
Heißt aber nicht, dass ich diesen Rahmen nicht auch „anderen wünschen würde“.
Wie soll man denn sonst inkludieren? Schon alleine das ist ja kaum möglich anders.
Und da man dies jedoch nicht stellen will … Ist der Kompromiss eben auch bei Bildungspflicht bei mir persönlich. Hier besteht eben ein Potential halt. Und ob das dann genutzt werden würde? Keine Ahnung. „So weiterzumachen“ ist jedoch gesichert, dass es nicht klappt … Also wo will man denn hin? Und wie? Und mit wem? Und mit was?
Ist halt ein Dilemma.
Schule soll alles lösen. Aber keiner löst die Schule.
„Es gibt nicht zu viele Lehrkräfte. Und es wird sie auch nicht geben. Das ist eine rein systemische Sache erstmal.“
Politisch gewollt und gesellschaftlich vernachlässigt, ja.
Dazu haben wir eben nicht nur „weniger SuS“, sondern auch „mehr Rentner/Pensionäre“
Die Feststellung von Sonderpädagogischen Förderschwerpunkten ist in BaWü rapide geschieden. Aber vielleicht hat beizeiten jemand mal Interesse am Gedanken, dass es von Vorteil sein könnte, eben aus diesem Grund in die Bildung (aller Kinder!) zu investieren, anstatt sie als (schwache) Ausrede zum Nichtstun zu verwenden 🙁
https://www.news4teachers.de/2026/10/einfache-kosten-nutzen-rechnung-durch-jedes-ungefoerderte-kind-das-in-armut-aufwaechst-verliert-der-staat-216-000-euro/
„An meiner alten Regelschule wäre „unser“ aktuelles Arbeiten grundlegend unmöglich.“
Darum sind Sie ja an einer Privatschule – wäre das nicht eine nennenswerte Information? (augenroll)
„Und da man dies jedoch nicht stellen will … Ist der Kompromiss eben auch bei Bildungspflicht bei mir persönlich.“
Nein, Sie unterrichten an einer Privatschule und pushen die „Bildungspflicht“ erst, seit die Rechtsextremen den – schon vor Jahren besprochenen und verworfenen – Kram ausbuddelten.
„Schule soll alles lösen. Aber keiner löst die Schule.“
Warum melden Menschen noch Kinder an Ihrer PRIVATschule an, wenn Sie dermaßen überfordert sind und nichts Besseres zu bieten haben?
„Politisch gewollt und gesellschaftlich vernachlässigt, ja.“
So ist es.
„Förderschwerpunkten ist in BaWü rapide geschieden. Aber vielleicht hat beizeiten jemand mal Interesse am Gedanken, dass es von Vorteil sein könnte, eben aus diesem Grund in die Bildung (aller Kinder!) zu investieren, anstatt sie als (schwache) Ausrede zum Nichtstun zu verwenden “
Da haben Sie in der Sache absolut Recht.
Wie mehrfach gesagt … Leider sind wir eben nicht die Ressourcen und Rahmen gebende Instanz.
Wir „müssen“ mit diesen Ressourcen und Rahmen umgehen.
Dass das häufig total Irrsinnig ist? Ja.
Und dass es anders sein sollte? Ja.
„Darum sind Sie ja an einer Privatschule – wäre das nicht eine nennenswerte Information? (augenroll)“
Bin an einer integrativen Montessori-Privatschule tätig.
Sorry, hatte ich jetzt nicht „willentlich“ nicht benannt. Das war für mich jetzt „klar“ als Zusammenhang. Stimmt aber, dass man das gerne benennen kann.
Und ja, ich bin mitunter „dort“, weil ich das Regelschulsystem (für mich und andere) nicht als tragend und sinnvoll „empfinde“ und „analysierte“.
Auch das stimmt mitunter.
„Nein, Sie unterrichten an einer Privatschule und pushen die „Bildungspflicht“ erst, seit die Rechtsextremen den – schon vor Jahren besprochenen und verworfenen – Kram ausbuddelten.“
Ich unterrichte an einer Privatschule.
Ich pushe das nicht erst „seitdem“. Außer es wäre „parallel“ halt so. Das kann schon sein. Will ich gar nicht ausschließen.
Und der Diskurs war nie „besprochen und verworfen“. Das hätte man wohl so gerne. Tatsächlich: Nein.
Keine Ahnung, was Sie hier gerne von mir hören wollen? Falls es „zeitgleich“ wäre? Dann ist es so. Weiß ich nicht. Denke nein, aber würde ich wie gesagt gar nicht ausschließen.
Macht mich das jetzt Rechtsextrem?
Ich muss mir die Kritik (auch selbst) stellen, dass die AfD dies „aktuell zeitgleich“ stellen. Jap. Mache ich offensichtlich ja auch?
Ändert aber für mich nichts daran, dass ich eine Bildungspflicht aktuell für ein Potential halte.
Leider … Fordert die AfD das auch.
So rum sehe ich das. Es sollten „eigentlich“ die anderen Parteien fordern und die AfD nicht. Das hätte und würde ich mir wünschen. Juckt nur leider keinen, was ich mir wünsche.
Und somit muss ich damit leben, dass ich hier in der Bildungspflicht als Forderung mal deckend mit der AfD bin. Jap. Ist so.
„Deren Bildungspflicht“ habe ich gar nicht angesehen. Wäre tatsächlich interessant … Denke nicht, dass sie mit „meiner Bildungspflicht“ einher geht. Aber könnte schon sein.
Wenn es Ihnen aber hilft mich als „Rechtsextrem“ zu titulieren? Dann machen Sie das halt so. Ich kann damit schon umgehen … Falls es Ihnen weiter hilft oder Sie dann „Glückshormone“ haben. Kein Stress.
„Warum melden Menschen noch Kinder an Ihrer PRIVATschule an, wenn Sie dermaßen überfordert sind und nichts Besseres zu bieten haben?“
Ging mir generell um Schule. Nicht primär bei uns. Aber klar … Auch das ginge besser natürlich.
Ich persönlich bin aktuell sehr zufrieden.
Warum die Eltern/Menschen/Kinder zu uns wollen? Das müssten Sie diese fragen. Ich habe Ihnen mehrfach Beispielgründe benannt.
Und die basieren eben aus unseren Erfahrungen, meinen Abgleich zu Foren und Umfragen und Erhebungen.
Was wollen Sie denn genau jetzt hören?
Lassen Sie doch die Eltern und Kinder einfach selbst entscheiden, ob sie zu uns kommen wollen oder nicht? Keiner ist gezwungen. Jeder und jede kann kündigen. Kein Stress.
Werden schon überwiegend zufrieden sein oder haben die Wahl der Kündigung. Wo sehen Sie hier ein Problem? Das doch deren Sache (und unsere). Anfragen haben wir aktuell genug. Tendenz steigend momentan.
„Politisch gewollt und gesellschaftlich vernachlässigt, ja.“
So ist es.“
Bleibt den Kindern nur noch der Schutz des Grundgesetzes, egal wie sehr sich Leute anonym im Internet gegen der Rechte auskotzen.
„Ich unterrichte an einer Privatschule.
Ich pushe das nicht erst „seitdem“.“
Schön, dass es Ihnen einfällt, während Sie von Ihrer (sehr?) alten Regelschule schreiben und mal wieder vergessen darauf hinzuweisen, wie die Inklision mit besseren Ressourcen (bei Ihnen) deutlich besser laufen kann… (gähn)
„Ging mir generell um Schule.“
Da sind wir uns einig, darum erwähne ich ja, dass Sie aus der Privatschule heraus Probleme beklagen, die bei Ihnen erheblich geringer ausfallen, aber dann lässt sich halt schlecht gegen Kinder mit Behinderung oder gegen die Schulpflicht abholzen.
„Ich persönlich bin aktuell sehr zufrieden.“
Das freut mich aufrichtig. Ich erinnere Sie bei Ihren künftigen Posts daran 😉
„Lassen Sie doch die Eltern und Kinder einfach selbst entscheiden, ob sie zu uns kommen wollen oder nicht? “
Sie werden denen also denen über Ihre Schule erzählen, was Sie im Forum absondern?
Sie sprechen doch generell über (auch Ihre) Schule 😀
„Bleibt den Kindern nur noch der Schutz des Grundgesetzes, egal wie sehr sich Leute anonym im Internet gegen der Rechte auskotzen.“
Artikel?
Artikel 1 oder auf welches beziehen Sie sich?
Die Behindertenrechtskonvention kann es ja nicht sein. Die gilt als „einfaches Gesetz“. Und wird vom GG sogar „übertrumpft“.
Aber klar … Erfinden Sie mal wieder was. Warum nicht. Legen Sie los.
„Schön, dass es Ihnen einfällt, während“
Während Sie mich darauf hin gewiesen haben?
Ja, tatsächlich.
„während Sie von Ihrer (sehr?) alten Regelschule schreiben und mal wieder vergessen darauf hinzuweisen“
Oh. Mist. Schade … Das haben Sie offensichtlich nicht verstanden. Kann man wohl nichts machen, wa?
„darauf hinzuweisen, wie die Inklision mit besseren Ressourcen (bei Ihnen) deutlich besser laufen kann… (gähn)“
Also generelles stand bei mir im Kommentar. Sogar die Hauptfaktoren … Aber klar. Haben Sie bestimmt wieder mal übersprungen und überlesen.
Ändert doch nichts daran, dass sie bereits oben stehen?
Sie trollen doch … Mal im Ernst. Kannste dir ja nicht mehr ausdenken.
Zu den besseren Ressourcen habe ich oftmals schon geschrieben. Auch dies ignorierten Sie stets. Keine Ahnung … Sie fordern das ständig als Nennung. Ich nenne es ständig. Sie wollen dann den Verweis darauf. Ich verweise darauf.
Und dann machen Sie den „Loop“ wieder auf …
Soll ich das als Copy and Paste ständig rein schreiben oder was erwarten Sie?
Ich bin bisher immer wieder darauf eingegangen.
Sie bisher noch kein einziges Mal auf Anfragen von mir und/oder anderen zu Ihren Erfahrungen und Ihren Bedingungen vor Ort.
Merken Sie das wirklich nicht?
„Da sind wir uns einig, darum erwähne ich ja, dass Sie aus der Privatschule heraus Probleme beklagen, die bei Ihnen erheblich geringer ausfallen“
Das ist soweit richtig. Sehe das Problem nicht. Ich hatte und habe ja nicht nur den Einblick an meine Privatschule. Sondern war auch an Brennpunktschulen und in unterschiedlichen Bezirken.
Weiß jetzt nicht, was Sie erwarten?
Soll ich sagen: Ja, geil. Macht einfach weiter so. Alles top.
Von mir aus? Macht das? Kommen noch mehr Anfragen und wir können noch mehr „Picken“ theoretisch.
Echt keine Ahnung, wie Sie sich das vorstellen?
Gibt nichts besseres für uns als schlecht gemachte Inklusion als Schule. Weil wir Zielschule für Inklusion sind. Wir profitieren massivst davon.
Muss ich aber doch nicht für sinnvoll oder „gut“ halten? Tragend ist das Schulsystem ja aktuell sowieso nicht stabil …
„Macht nur“? Top.
Hm. Danke? Macht „ihr“ [Politik] prima.
„aber dann lässt sich halt schlecht gegen Kinder mit Behinderung oder gegen die Schulpflicht abholzen.“
Wo holz ich denn gegen Kinder mit Behinderung bitte ab?
Sie wollen, dass diese Kinder nicht komplett unter gehen. Und ich auch.
Ich suchte mir einen machbar(er)en Rahmen dazu. Verwerflich? Wenn Sie meinen. Kann ich mit leben.
Sie sehen ggf., dass das SBBZ bei Ihnen – trotz wohl „bester Rahmenbedingungen“ – gar nicht so das Ideal ist.
Ich sah das an vielen Regelschulen ebenfalls. Nur auch „ganz ohne Rahmenbedingungen“. Top.
Und nicht nur im I-Bereich.
Wenn man stellenweise 3-4 Kinder im Unterricht hat(te), welche mit dem Wörterbuch im Fachunterricht „Fachwörter suchen“ … Und gar kein Deutsch sprechen außer „Hallo“, „Elefant“, „blau“ … Klar. Das ist es. Das tragende System … Jap. Warum auch nicht.
Und ja, gegen „Schulpflicht“, wie und in welcher Art und Weise + Rahmen sie aktuell statt findet … Da holze ich wirklich ab. Wer ein so „untragbares“ System beibehält hat eben von Systematiken und Anwendungsbereichen wenig Ahnung oder „fährt mit Absicht“ gegen die Wand.
Was das „Tolle“ daran ist? Es wird sich ganz von alleine zeigen… Ist doch schön?
Wenn man jetzt nicht investiert und nicht konzeptuell arbeitet … Dann wird man das in ca. 10 Jahren spätestens machen „müssen“. Die Zeit holt ein. Ist doch auch was.
Bis dahin halt ein potentiell (sehr wahrscheinlicher) schleichender Prozess.
Auch toll ist, dass ich das „gar nicht ausbade“ und „nicht ausbaden muss“. Sie sagen es … (Potentielles) Privileg der/einer Privatschule. „Uns“ würde es „indirekt betreffen“. Wir würden erstmal davon sogar profitieren tendenziell.
Also klar … „Macht“ weiter so. Warum denn nicht. Wenn Sie das so meinen? Vllt. sollte ich mich auch zu Ihnen gesellen und mehr Holz ins Feuer noch werfen. Gar nicht mal so schlecht an kalten Tagen zumindest. Und davon gibts einige noch.
„Das freut mich aufrichtig. Ich erinnere Sie bei Ihren künftigen Posts daran “
Danke. Ist auch wirklich ernst gemeint.
Viele haben bei mir das Problem, dass sie denken, dass ich „mich ständig aufrege“ (und daher unzufrieden bin/“sein muss“) Ne. Ganz so ist es nicht. Es scheint/ist mein Spezialinteresse halt. Kann ich auch nichts dafür … Was soll ich denn machen. Denken aufhören?
Ich kann nicht anders, als ständig zu analysieren. Sorry … Ist meine Blaupause und mein innerer Bauplan. Neurodivergenz abstellen? Schwierig halt, was? Maskieren ja. Hier? Wozu denn.
„Sie werden denen also denen über Ihre Schule erzählen, was Sie im Forum absondern?“
Ich sagte Ihnen bereits … Stellen Sie die richtigen Fragen halt.
Ich bin da relativ offen.
Auch im Umgang mit Kindern und Eltern – halt im Rahmen. Klar.
Aber wenn man mich fragt, ob ich „open End – Inklusion“ als realistisch aktuell sehe? Dann lüge ich sie nicht an. Nein, sehe ich nicht so.
Und wenn jemand eine ernsthafte Beratung haben will, dann sind wir durchaus auch auf dieser Ebene. Und wenn ich einen Schwerpunktbereich für PWS kenne und diesen empfehle ggf. ? Dann können die Eltern (und das Kind) dies halt annehmen. Heißt nicht, dass wir es nicht beschulen würden grundlegend. Aber der Rahmen der Beschulung muss dementsprechend realistisch geklärt werden dann.
Alles andere sähe ich absolut als unprofessionell und ein potentielles Problem für alle. Anders gesagt: Eine Fehlberatung mit besserem Wissen.
Das ja Quatsch, finden Sie nicht?
Und natürlich gibt es solche Gespräche bei uns auch. Bisher fanden die Eltern das überwiegend auch sehr gewünscht. Dazu sind wir ja mitunter da.
„Sie sprechen doch generell über (auch Ihre) Schule “
Wenn Sie danach fragen: Warum denn nicht?
Ich will mich halt nicht doxxen hier. Aber generelle Rahmenbedingungen? Klar. Fragen Sie ruhig.
Aber Sie wehen hier im Wind … Mal spreche ich Ihnen zu wenig über „meine Schule“ – jetzt anscheinend zu viel? Keine Ahnung. Was denn jetzt?
Stellen Sie doch einfach konkretere Fragen, was Sie wissen wollen. Kann doch gar nicht so schwer sein?
Warum sollte ich Sie anlügen? Das ja Quatsch. Habe ich keinen Grund zu.
Bin weder die PR Agentur bei uns, noch haben wir „wenig Anfrage“, noch bin ich unzufrieden, noch sonst was. Es gibt keinen Grund Sie anzulügen, außer es würde mich oder sonst wen doxxen. Und ich hoffe das ist nachvollziehbar, wenn ich das zumindest eingrenzen will?
Andere kann man hier auslesen, wo sie „wohnen“. Danke, das brauche ich nicht unbedingt.
„Artikel?
Artikel 1 oder auf welches beziehen Sie sich?
Die Behindertenrechtskonvention kann es ja nicht sein. Die gilt als „einfaches Gesetz“. Und wird vom GG sogar „übertrumpft“.“
Na dann, schön weiterträumen und sich von Politiker*innen belügen lassen, dass die Inklusion verschwinden könnte. 😉
Irgendwie habe ich im Kopf, dass Sie gar nicht inklusiv arbeiten, sondern gemütlich an Ihrem SBBZ sitzen. Das verschweigen Sie ja auch gerne…
Ich bin als Quereinsteiger in den Lehrerberuf gekommen und arbeite nun seit vier Jahren als Lehrkraft. Letztes Jahr erhielt ich nach einer Lehrprobe einen unbefristeten Arbeitsvertrag – allerdings nur für 16 Wochenstunden, obwohl ich von Anfang an in Vollzeit tätig war.
Ich unterrichte in der Sekundarstufe I und musste mir eine weitere Schule suchen, um die fehlenden 11 Stunden abzudecken. Mir wurde für die zusätzliche 10 Stunden eine Stelle an einem SBBZ angeboten, was ich gerne angenommen habe. Der Schulleiter signalisierte, dass er mich lieber für ein volles Deputat einstellen würde. Ich hätte das gerne angenommen, da ich lieber an nur einer Schule arbeite, doch dann hieß es: Das geht nicht, weil ich dafür meinen unbefristeten Vertrag aufgeben und wieder in ein befristetes Beschäftigungsverhältnis zurückkehren müsste.
Zudem wurde mir gesagt, dass ich bei einer erneuten Entfristung niemals mehr als 16 Stunden erhalten würde. Wie kann es sein, dass man so sehr um eine Stelle kämpfen muss, während Schulen gleichzeitig Unterricht ausfallen lassen müssen, weil Lehrkräfte fehlen? Ich bin offiziell für den Schuldienst qualifiziert und habe zahlreiche Fortbildungen absolviert – und dennoch muss ich meiner Entfristung abgeben wenn ich in einer Schule Vollzeit arbeiten will!
In welchem Bundesland wird das denn so gehandhabt?!
Das ist schräg.
BW, und die Vollzeit Stelle war in einem SBBZ.
@Rainer Zufall hat recht! Wenden Sie sich unbedingt an den HPR-L in BW!
Volle Zustimmung!
„Zudem wurde mir gesagt, dass ich bei einer erneuten Entfristung niemals mehr als 16 Stunden erhalten würde.“
Haben Sie sich schon an den Personalrat o.ä. gewendet?