Hubig fordert von Schulen und Schulträgern mehr Engagement für digitalen Unterricht

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MAINZ. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) sieht einen «deutlichen Nachholbedarf» bei der Anbindung der Schulen an Breitband und Glasfaser. «Das müssen die Schulträger machen. Ich habe sie noch einmal gebeten, das verstärkt in den Blick zu nehmen», sagte Hubig in Mainz. Sie forderte Schulen und Schulträger zudem auf, mehr Geld aus dem Digitalpakt zu beantragen. «Ich bin nicht zufrieden damit, wie die Mittel aus dem Digitalpakt abgerufen werden.»

Macht Druck: KMK-Präsidentin Stefanie Hubig. Foto: Georg Banek / Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz

«Seit einem dreiviertel Jahr haben wir als Land die Voraussetzungen zur Verfügung gestellt und die Anträge kommen nicht in dem Maße, wie das dringend notwendig wäre», kritisierte Hubig. Von den 241 Millionen Euro Digitalpakt-Mitteln könnten auch mobile Endgeräte für bedürftige Schüler angeschafft werden. Die Schulträger müssen die Anträge einreichen, manche machen dies für mehrere Schulen. Der Anschluss ans Kabel – also der Weg bis zur Schule – ist nicht Teil des Digitalpakts, für den der Bund bundesweit fünf Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hat.

Nach der vorläufigen Videoplattform für die Schulen werde es im Herbst eine endgültige Lösung geben, kündigte Hubig an. Die Serverkapazitäten seien dafür ausgebaut worden. «Die Schulen haben sich jetzt in einem Maße mit digitalem Unterricht auseinander gesetzt, wie sie das vorher nicht getan haben.» Im Februar 2021 soll die Schulcloud mit digitalen Schulmaterialien allen Schulen zur Verfügung stehen.

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Den Schwung hin zur digitalen Bildung in Schulen nutzen

Während der Schließung der Schulen in der Corona-Pandemie habe es einen enormen Schub bei den digitalen Medien gegeben. «Den Schub werden wir jetzt weiter aufnehmen und bestmöglich weiter tragen.»

Allerdings: «Die Corona-Krise hat auch gezeigt, wie wichtig Schule als Ort der sozialen Kontakte, des sozialen und gemeinsamen Lernens ist», sagte Hubig. «Nie war Schule beliebter als in den Zeiten, in denen Schule zu war.» Demokratieverständnis, Verantwortlichkeit, Respekt voreinander, Lehrkräfte und andere als Vorbilder zu haben – «all das kann man einfach sehr gut im Präsenzunterricht lernen», sagte Hubig. dpa

Im Schneckentempo: Digitalpakt-Mittel haben die Schulen bislang kaum erreicht

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