Karliczek hält normalen Schulbetrieb nach den Ferien für noch nicht gesichert

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BERLIN. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hält die vollständige Rückkehr zu einem normalen Schulbetrieb nach den Sommerferien noch längst nicht für gesichert. «Das Virus ist nicht weg, und wir müssen immer wieder damit rechnen, dass Schulen geschlossen werden müssen, wenn sich dort jemand infiziert hat», sagte die CDU-Politikerin der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

Kommt am Freitag zur KMK - und wird sich dort einiges anhören müssen: Bundesbildungsministerin Karliczek. Foto: Bundesregierung / Guido Bergmann
„Fragile Situation“: Bundesbildungsministgerin Anja Karliczek. Foto: Bundesregierung / Guido Bergmann

Wie fragil die Situation sei, zeige sich gerade in Nordrhein-Westfalen. «Wir müssen weiter mit Umsicht handeln.» Inzwischen strebten die Länder die Rückkehr zum Regelbetrieb nach den Sommerferien an. «Ich hoffe sehr, dass das Infektionsgeschehen diese Entwicklung zulässt», sagte Karliczek.

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Allerdings hätten die vergangenen Wochen gezeigt, wie wichtig der regelmäßige und persönliche Kontakt zwischen Schülern und Lehrern sei. Homeschooling habe «ganz klare Grenzen». «Deshalb behält der Präsenzunterricht natürlich seine Bedeutung. Ohne Wenn und Aber. Aber Schule und Unterricht werden insgesamt digitaler.» (dpa)

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3 KOMMENTARE

  1. Ich auch nicht!

    Wenn man sieht wieviele Schulen bereits wieder geschlossen werden müssen… Das wird ein totales Chaos im neuen Schuljahr.

  2. Der gute Wille alleine reicht nicht. Die Mischung aus Fern- und Präsenzunterricht kann nach den Ferien nicht in der Art und Weise wie in den letzten Wochen weitergehen. Die Lerndefizite wären zu groß, die Vermittlung von Lehrinhalte muss stark überarbeitet werden. Lehrer sollten dringend an ihrem Umgang mit digitalen Techniken arbeiten. Die 6 Wochen Ferien müssen dazu genutzt werden, denn nach den Ferien wäre es dann ja nicht mehr „überraschend“

  3. „Lehrer sollten dringend an ihrem Umgang mit digitalen Techniken arbeiten.“

    Mit welchen und unter welchen Datenschutzregeln? Welche digitalen Inhalte stehen zur Verfügung, auf die ich zurück greifen kann? Wenn keine zur Verfügung stehen und erarbeitet werden müssen, wie viele Entlastungsstunden werden dafür gewährt?

    Sind auf Schülerseite ausreichende digitale Ressourcen zur Verfügung oder müssen sich mehrere Familienmitglieder ein unterrichtstaugliches Endgerät teilen? Ist die digitale Kompetenz der Eltern dergestalt, dass sie ihren Kindern beim Umgang mit dem Medium, nicht mit den Inhalten hilfreich zur Seite stehen können, ohne dass ich Support, den sonst eine „Help-line“ übernimmt, zusätzlich leisten muss. Sind dei eltern in der Alge und willens als Ansprechpartner für regelmäßgen Kontakt zur Verfügung zu stehen? Die vierteljährlichen Feedback- und Beratungsgespräche reichen nämlich beim Fernunterricht nicht aus.

    Und dazu kommt, dass ich nicht bereit bin, Aufgaben, die ich im Fernunterricht den SuS zur Bearbeitung übertragen habe, zu korrigieren, wenn sie eindeutig als Elternarbeiten erkennbar sind.

    So richtig in den digitalen Unterricht werde ich nur dann einsteigen, wenn das MSB in NRW wieder neben der Pflicht zu unterrichten auch meine sonstigen Aufgaben gemäß Aufgabenprofil wieder zugesteht – Beratung, Beurteilung und Mitwirkung bei der Erziehung, um die wesentichen zu nennen.

    Damit ist auch die Sanktionierung von SuS gemeint, die sich vollkommen aus dem schulischen Geschehen ausgeklinkt haben – sowohl dem digitalen als auch dem analogen – und nicht einmal an den Präsenstagen erscheinen.

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