Kretschmann: Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen im Herbst unrealistisch

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STUTTGART. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen nach den Sommerferien für unrealistisch – trotz eines anderslautenden KMK-Beschlusses. «Unser Kernproblem ist die hohe Zahl der Lehrkräfte und Erzieher, die sich zu den vulnerablen Gruppen zählen. In den Schulen sollen das bis zu 20 Prozent sein», sagte Kretschmann in einem Interview der «Stuttgarter Zeitung». «So kann man keinen Regelbetrieb wie vor der Corona-Pandemie machen.» Seine Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) widerspricht allerdings – scharfe Kritik kommt vom VBE.

Dämpft die Erwartungen: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

In der vergangenen Woche hatten die Kultusminister der Länder beschlossen, dass die Schulen nach den Sommerferien wieder vollständig öffnen und in den Regelbetrieb zurückkehren sollen. Zuvor hatte der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, den Kultusministern vorgeworfen, unehrlich zu sein – nämlich: Eltern vorzugaukeln, dass es in nächster Zeit wieder normalen Unterricht wie vor der Corona-Krise geben kann. Weil das aber schon aufgrund des Lehrermangels unmöglich sei, schüre die Politik so den Unmut vieler Bürger, der sich dann gegen die Lehrer richte. „Macht Euch endlich ehrlich!“, so forderte Beckmann von der KMK (News4teachers berichtete ausführlich über seine Stellungnahme – hier geht’s zum Bericht). Immerhin: Kretschmann hat nun reagiert.

Eisenmann: „So viel Präsenzunterricht wie möglich“

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) zeigte sich allerdings verwundert über Kretschmanns Aussagen: «Eine pauschale Absage eines Regelbetriebs zu diesem frühen Zeitpunkt halte ich für falsch.» Ihr Ziel sei es weiterhin, «auch in den weiterführenden Schulen von Mitte September an einen Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen und so viel Präsenzunterricht wie möglich zu ermöglichen. Dass es mancherorts – gerade im Hinblick auf Risikogruppen unter den Lehrkräften – gewisse Einschränkungen geben kann, lässt sich voraussichtlich leider nicht vermeiden.»

Die vollständige Öffnung der weiterführenden Schulen sei abhängig vom Infektionsgeschehen und der Einschätzung der Gesundheitsexperten, räumte Eisenmann ein, die als Spitzenkandidatin der CDU bei der Landtagswahl im kommenden März antritt und Kretschmann also herausfordert. «Um alle Lehrerinnen und Lehrer mit relevanten Vorerkrankungen vor pauschalen Unterstellungen zu schützen und verlässliche Zahlen bei den Risikogruppen zu erhalten, führen wir zum 29. Juni eine Attest-Pflicht für Lehrkräfte ein.»

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Schon vor der Corona-Krise gab es Lehrermangel

Viel helfen wird das aber nicht – aus Sicht des VBE-Chefs. Beckmann hatte nämlich in der vergangenen Woche festgestellt: „Schon vor Corona war klar, dass die Personaldecke trotz Einstellung von Seiteneinsteigenden und Reaktivierung älterer Lehrkräfte aus Pension und Rente zu knapp ist.“ Verschärft werde der Lehrermangel in der Krise durch die 10 bis 15 Prozent durch ein entsprechendes Attest freigestellten Lehrkräfte, die Risikogruppen angehören. „Zudem werden vielerorts schon wieder Schulen aufgrund neu auftretender Infektionsfälle geschlossen.“ Und das bedeutet Beckmann zufolge eben: “Es wird auf absehbare Zeit keinen kontinuierlichen und flächendeckenden regulären Schulbetrieb geben.“

Der baden-württembergische VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand kritisiert die Aussagen von Kretschmann nach eigenen Angaben „aufs Schärfste“: „Es ist eine Frechheit zu behaupten, dass wir einen Mangel an Lehrkräften von 20 Prozent haben, weil sich die Lehrerinnen und Lehrer für vulnerabel halten“, sagt er. „Für die Kolleginnen und Kollegen gilt ab Juli, dass sie wie alle anderen Berufsgruppen ein Attest vorlegen müssen. Wenn nun Lehrkräfte ausfallen, dann weil Fachärzte ihnen nach eingehender Prüfung attestieren, nicht am Unterricht teilnehmen zu können. Wenn jemand für den Lehrkräftemangel verantwortlich ist, dann die Regierung Kretschmann. Ihr ist es in den letzten neun Jahren nicht gelungen, eine anständige Lehrkräfteversorgung auf die Beine zu stellen.“ News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Planlos ins nächste Schuljahr: Wie die Kultusminister sich in Corona-Zeiten blamieren

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13 KOMMENTARE

  1. Ich bin keine Politikerin aber rein von der Logic war das schon lange klar.
    Ich bin nur eine Mama von 8jährigen Zwillingen und ich möchte endlich vernünftige Pläne wie es nun läuft bis zu den Sommerferien.
    Der rollierenden wäre für mich fällig okay.
    Und dann möchte ich einen Plan wie es nach den Sommerferien startet!
    So ein mittelding zwischen zwei anderen Plänen die vorbereitet werden können, wie es läuft wenn die infektionzahlen noch weiter runter gehen oder eben diese wieder einsteigen, was zum Herbst/ Winter ja wieder passieren kann bzw man rechnen muss.
    Die Lehrerin meiner Kinder hat bis dato gute Arbeit geleistet und war bzw ist immer gut erreichbar.
    Aber diese hin und her ist echt nervend.
    Die Lehrer erarbeiten Plänen bis zu den Ferien und dann wird von den Ministern alles wieder gekippt.
    Diese Woche noch mit Abstand und Mund-Nase-Schutz und nur halber Klasse.
    Nächste Woche soll alles um 90 Grad gedreht werden.
    Meine Kinder sind verwirrt und verunsichert, auch haben sie etwas Angst.
    Und ich bin ehrlich, ich kann Ihnen diese Gefühle nicht nehmen da mich das ganze hin und her selbst verwirrt.
    Überall gelten die Abstandsregeln und Mund-Nase-Schutz. Und jetzt soll das in den Schulen bald „fallen“ bitte liebe Minister kommt in die Schulen und erklärt das glaubhaft den Kindern.
    Ach sorry … geht ja nicht … ihr seit ja mit Wahlkampf beschäftigt und Videokonferenzen.

  2. Toll, dass noch jemand in das Horn bläst, dass das „Kernproblem“ bei den Lehrern zu sehen ist – in dem Falle bei denen, die „sich zu den vulnerablen Gruppen zählen“. Das unterstellt, dass viele LehrerInnen tatsächlich nicht dazugehören und sich selbst ungerechtfertigterweise vom Präsenzunterricht freistellen. Das mag sicher auf den einen oder anderen zutreffen, aber die Attestpflicht dürfte dagegensteuern. Aber diese Äußerung lenkt ja von den eigentlichen Kernproblemen ab: Dass nämlich noch kein Schutzkonzept für das neue Schuljahr mit Regelbetrieb vorliegt, sondern nur im Raum steht, was es vermutlich nicht geben wird: Abstand, Maskenpflicht im Unterricht und gut zu lüftende Räume für eine angemessene Personenzahl. Dass man unter den Bedingungen schon Sorge wegen der Infektionsgefahr haben kann, dürfte verständlich sein, denn die sonst so eindringlich geforderten Schutzmaßnahmen – andere Möglichkeiten hat man ja nicht – existieren ja dann in der Schule nicht. Und unregelmäßige Tests, falls sie denn mal kommen (in Thüringen noch vor den Sommerferien, heißt es), sind ja kein Infektionsschutz. Und Händewaschen kann man doch nicht wirklich als Ausgleich bezeichnen bzw. empfehlen. Gegen Aerosole dürfte das kaum helfen. Hätten die LehrerInnen den Eindruck, man würde sich ernsthaft um Infektionsschutz bemühen und den auch umsetzen, wären mit Sicherheit auch viele attestierte Risikopersonen aus der Berufsgruppe bereit, Präsenzunterricht zu halten. Aber sicher nicht auf der Basis der „Studie“, die die Landesregierung von BW in Auftrag gegeben hat. Ein anderes „Kernproblem“ sind der Lehrermangel, schon vor Corona, und der hohe Altersdurchschnitt der Kollegien. In Thüringen sind 18,8 Prozent der Lehrer über 60 Jahre alt. Aber das wird natürlich nicht als „Kernproblem“ definiert, da ist es doch einfacher, in den allgemeinen Tenor einzustimmen und den grundlos ängstlichen Lehrern schon jetzt die Schuld zu geben, wenn der Regelbetrieb im neuen Schuljahr nicht möglich sein sollte. Da wissen die Eltern auch gleich, wo sie ihren Frust abladen können. Sind übrigens an den vielen Schulschließungen, die derzeit gerade wegen zahlreicher Coronafälle erfolgen, auch die Lehrer schuld? Oder könnte es vielleicht auch schlichtweg an der Pandemie mit dem fiesen, unkalkulierbaren Virus liegen, dass man nicht alles auf „normal“ stellen kann, auch wenn man es gern hätte? Weltweit gab es gerade einen Rekord an Neuinfizierten.

  3. Was ist denn aber damit, die Lehrkräfte, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, online Unterricht machen zu lassen? Beamer, Videokonferenz und dann zack: Unterricht. Da muss doch nicht unbedingt Unterricht ausfallen.

  4. „Beamer, Videokonferenz und dann zack: Unterricht.“

    Wenn das so einfach wäre, dann könnte man die Schulen ja gleich ganz zumachen und komplett auf „online Unterricht“ umstellen. Wie es die Universitäten bis zum Jahresende tun. Schon die allgegenwärtige Wortneuschöpfung „Präsenzunterricht“ klingt wie Hohn.

    Und was macht die Politik?
    Klassenteiler bei 32, Ausstattung aus den 80ern, versiffte kleine Räume mit kaputten Fenstern, jammerwürdigen Tischen und Stühlen, Rechnerausstattung wenn überhaupt dann uralt und vielen bald 67-jährigen Lehrer*innen!

    Ja. Eine große Gruppe des Lehrpersonals steuert auf den Ruhestand zu. Mit entsprechenden gesundheitlichen, vor allem nervlichen Problemen. Nicht umsonst gehen Lehrer in Frankreich viel früher in Pension. Viele sind mit Ende 50 einfach verbraucht und kaputt.

    Hier muss ein schneller Generationswechsel erfolgen und Corona würde die Chance bieten, den Lehrkörper schnell deutlich zu verjüngen. Aber wohin mit den Alten? Können ja nicht alle Ministerpräsident werden. Da helfen nur brauchbare Vorruhestandskonzepte, die die Alten respektvoll abtreten lassen.

    Denn auch die Jungen gehen kaputt, wenn sie die Alten vertreten müssen. Aber dafür muss die Politik Geld in die Hand nehmen. Und nicht auf Kosten der Schüler*innen und Eltern Wahlkampf betreiben.

    Mit guten Schulen lassen sich aber keine Wahlen gewinnen, daher werden unsere Kinder und Enkel auch zukünftig nicht unter den besten Bedingungen aufwachsen.
    Klassenteiler runter auf 15, gute Ausstattung, große Räume, gutes Material – und ganz ganz viel junges und motiviertes Personal!

    Da kauft sich der Staat lieber die Lufthansa und leistet sich viele andere Wohltaten.

    • Bei Klassenteiler, Ausstattung und Räumen stimme ich Ihnen voll zu. Ihre Unterstellung jedoch, die „Alten“ wären nicht motiviert, finde ich schon mehr als grenzwertig. In jeder Altersstufe gibt es nun mal solche und solche.

    • Das ältere Personal spürt die Überlastung sicher deutlicher als das jüngere, hier sollte man ansetzen, aber es ist nicht unmotivierter oder unfähiger. Auch unter den Älteren gibt es medienaffine, die seit Jahrzehnten vieles umsetzen, Geräte und Systeme warten und gerne auch mal neuere Geräte nutzen würden. Die Anschaffung wurde angepriesen und nun schon wieder abgesagt. Wozu auch, wenn die Schulen doch wieder geöffnet sind. Sehr viele rufen doch nach Alltag und Gewohnheit! Das schließt die schlechte Ausstattung und Vernachlässigung der Schulen mit ein! War doch bisher alles prima!
      Die Kinder zurück in die Schulbetreuung, Tür zu, Augen zu, fertig.

      Dass das System nicht mal mehr auf Kante genäht ist, haben zwar jetzt viele mal wahrgenommen, aber einer Änderung scheint es da nicht zu bedürfen.

      Richtig wäre es, die Konsequenz zu ziehen und die Ausstattung und den Lehrermangel endlich anzugehen. Wenn also generell mehr Lehrkräfte in den Schulen wären, hätten Jüngere Luft, sich einzuarbeiten, und Ältere Luft für vieles, das derzeit auf der Strecke bleiben muss, da der Tag nie lang genug ist für alles, was seit Jahrzehnten in Schulen abgeladen wurde.

      Sinnvoll wäre, über eine generelle Reserve Vertretungen besser abfedern zu können, wenn sich z.B. die Jüngeren in die Elternzeit verabschieden oder der eine oder andere durch Krankheit ausfällt. Seit mehr als 10 Jahren läuft kein Schuljahr rund, werden ständig Stunden und Klassenleitungen neu verteilt, es braucht Mehrarbeit, Vertretungskräfte, Abordnungen, neue Stundenpläne, neue Unterrichtsplanungen, immer neue Einarbeitung etc. Ein bisschen mehr Ruhe durch eine bessere Personaldecke wünschen sich viele!

      Sinnvoll wäre auch, Stunden für die Förderung und Herausforderung zur Verfügung zu haben, die nicht ständig zusammengestrichen werden müssen, weil die Lehrkräfteversorgung ein weiteres Jahr nicht einmal für die reguläre Stundentafel ausreicht. Da wäre eine Verpflichtung gut, dass allen Schulen genügend Personal für die in Erlassen angedachten Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden muss, OHNE daraufhin die Zuweisungen noch weiter zu beschränken.

      Das bezieht sich dann gerne auch auf die Inklusion, die nicht überall eine pro-Kopf-Zuweisung bereithält, sondern pauschale Stunden, die viel zu wenige sind und nie realisiert werden. Hinzu sollte eine Anerkennung der damit einhergehenden Aufgaben zu einer Entlastung der Lehrkräfte von sonstigen Aufgaben führen. Wenn, wie der Landesrechnungshof NDS ermittelt hat, allein in eine Überprüfung eines Kindes über 40 Arbeitsstunden gehen, darf man diese als Unterrichtsstunde erlassen, wenn nicht in diesem, dann im nächsten Jahr rückwirkend, und auch in dem Schuljahr, in dem verpflichtend eine erneute Begutachtung erfolgen muss. Gleiches sollte für die alltägliche zusätzlich Arbeit auch gelten.

      Weitere Vorschläge zur Entlastung finden sich in dem Bericht der Arbeitszeitkommission NDS, von denen man gerne vieles zeitnah umsetzen darf und dazu mehr Lehrkräfte und weiteres Personal benötigen wird.

      Den Lehrkräften, die mit 55 oder 60 oder 65 nach Jahrzehnten der Überlastung dieser nicht mehr gewachsen sind und die bei endlich realisierter Verbesserung dennoch einige Aufgaben nicht mehr schaffen können, könnte man in Teilen im System Tätigkeiten anbieten, die auch dringend erledigt sein sollten, die aber nie einbezogen oder nie gesehen werden: Bücherei, Sammlung, Hausaufgabenhilfe innerhalb des Systems, Leseförderung allgemein, Förderung von SuS mit LRS und Dyskalkulie, Herausforderung Begabter uvm. Das alles käme allen zu Gute.
      Sinnvoll fände ich übrigens auch eine Reserve für kollegiale Beratung, Hospitationen, Supervision und Ausbildungsbegleitung, die es bisher kaum oder gar nicht gibt.

      Schule soll alles leisten, bekommt aber keine Mittel dafür. Das betrifft nicht allein die Digitalisierung und ist nicht erst seit der Verbreitung des Virus so.

      • „Den Lehrkräften, die mit 55 oder 60 oder 65 nach Jahrzehnten der Überlastung dieser nicht mehr gewachsen sind und die bei endlich realisierter Verbesserung dennoch einige Aufgaben nicht mehr schaffen können, könnte man in Teilen im System Tätigkeiten anbieten, die auch dringend erledigt sein sollten, die aber nie einbezogen oder nie gesehen werden: Bücherei, Sammlung, Hausaufgabenhilfe innerhalb des Systems, Leseförderung allgemein, Förderung von SuS mit LRS und Dyskalkulie, Herausforderung Begabter uvm. “

        Ein sehr langer Satz. Ich musste ihn nochmal von vorne lesen um meinen Eindruck zu festigen.

        Ich würde diesen Vorschlag als Degradierung bezeichnen. Genau damit verliert dieses Personal Respekt und Selbstachtung. Man muss es einfach beim Namen nennen dürfen. Ein Lehrer, der im Alter so schlecht beieinander ist, dass er es nervlich nicht mehr mit den Schülern aufnehmen kann, ist fehl am Platz und für weitere sinnvolle Tätigkeiten auch nicht mehr zu gebrauchen. Wenn die körperlichen und geistigen Kräfte schwinden, hilft nur ein akzeptables Vorruhestandsangebot, wie dies in der Industrie ab Ende 50 (noch immer) an der Tagesordnung ist. Nur in der Schule lässt man solche Leute noch auf die „Kundschaft“ los.

        • Es ist der „Lärm“, der den meisten ab einem gewissen Alter jenseits der 55 am meisten zu schaffen macht.

          Die lärmpegel an deutschen Schulen sind zu hoch. In anderen Bereichen des Erwerbslebens, müssen bei Schallpegeln, wie sie an Schulen durchschnittlich und dauerhaft auftreten, Lärmschutzmaßnahmen ergriffen bzw. Gehörschutz getragen werden.

          Die Aussage beruht auf der COPSOQ-Erhebung und ist somit valide abgesichert.

        • Wenn eine Lehrkraft gesundheitlich so angeschlagen ist, dass sie dienstunfähig wird, sollte der Vorruhestand möglich sein.
          Dass dies in anderen belastenden Berufen möglich ist, in sozialen aber nicht, finde auch ich ungleich.

          Es gibt aber auch Lehrkräfte, die, befreit von den Aufgaben von Klassenlehrkraft, Fachkonferenzleitung, Beauftragungen, durchaus ihren Beitrag in der Schule einbringen können. Die Möglichkeiten zur Entlastung einzelner innerhalb der Schule werden zwar immer gefordert (z.B. auch bei Teilzeit), sind aber nicht gegeben.

          Viele Lehrkräfte haben sich über Jahrzehnte in unterschiedliche Fachgebiete eingearbeitet und könnten mit hoher Professionalität die Förderung übernehmen, die derzeit nicht in Schulen realisiert wird. „Senior-Expeteren“ werden in anderen Bereichen eingesetzt, warum ist es in Schulen anders?

    • Und bei den Jungen gibt es durchaus genug, die sich zu Risikopatienten zählen können. Man denke an die Schwangeren oder eben die mit Vorbelastungen.

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