Gegen Corona-Welle in Schulen: Unions-Politiker schlagen längere Winterferien vor

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BERLIN. Unions-Politiker haben als Schutzmaßnahme gegen Corona-Infektionen in der kalten Jahreszeit eine Verlängerung der Winterferien vorgeschlagen. «Wir sollten darüber nachdenken, die Winterferien um zwei bis drei Wochen zu verlängern und im Sommer entsprechend zu kürzen», sagte der Hamburger CDU-Chef Christoph Ploß der «Bild». Ziel müsse sein, bestmöglich durch die Pandemie zu kommen. Mal eben ausgedacht hat sich Ploß das nicht: Der Vorschlag stammt ursprünglich von der Gesellschaft für Virologie, der auch der Charité-Wissenschaftler Prof. Christian Drosten angehört.

Helfen längere Weihnachtsferien gegen eine Infektionswelle in Schulen? Illustration: Shutterstock

Ploß‘ Fraktionskollege Stephan Pilsinger (CSU) regte sogar bis zu vier Wochen längere Weihnachtsferien mit entsprechender Kürzung der Oster- und Sommerferien an. «Das Wohl der Schüler und Lehrer muss im Vordergrund stehen», begründete er seinen Vorschlag.

Hintergrund: Lehrervertreter und der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonnne (SPD) hatten in den vergangenen Tagen Schüler und Lehrer aufgefordert, sich in den nächsten Monaten für den Unterricht warm anzuziehen. Um Ansteckungen mit Corona in der Schule zu vermeiden, solle regelmäßig in relativ kurzen Abständen gelüftet werden – das Bundesumweltamt will in den nächsten Tagen eine Handreichung für Lehrkräfte herausgeben, in der erklärt wird, wie. Die KMK hält offene Fenster in Klassenräumen alle 20 Minuten für drei bis fünf Minuten für notwendig. Weitere Schutzmaßnahmen im Unterricht sind bislang nicht vorgesehen. Die AHA-Regeln gelten im Klassenraum nicht.

Das Infektionsgeschehen in Schulen zieht offenbar an

In einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie zum Schulbetrieb vom August, an der auch Drosten mitgearbeitet hat, heißt es: Sollte es gegen Jahresende zu einem kritischen Anstieg der Neuinfektionen kommen, und dabei auch Bildungseinrichtungen eine Rolle spielen, wird eine Ausdehnung der Weihnachtsferien vorgeschlagen, um die Zeiten mit höchster Infektionsaktivität zu verringern (News4teachers berichtete groß über das Papier – hier). „Insbesondere eine Ausdehnung in das neue Jahr erscheint sinnvoll, vor allem auch, weil es über Weihnachten durch feiertagsbedingte Reisetätigkeit und Familienfeiern vermutlich zu einer weiteren Zunahme der Infektionsrisiken kommen kann.“

Die Situation ist offenbar jetzt gegeben: Vor zwei Wochen hatte RKI-Präsident Lothar Wieler bestätigt, dass es mittlerweile Ausbrüche an Schulen gibt (auch darüber berichtete News4teachers ausführlich – hier geht es zu dem Beitrag).

Schüler sind nicht ansteckend? Virologen warnen vor der Vorstellung

Auch Sicht der Virologen ist das kein Wunder: Keine der Empfehlungen, die die Fachleute in ihrer Stellungnahme gegeben haben, wurde bislang von Kultusministern umgesetzt. Die Experten schlagen mehrere Maßnahmen vor, um die Übertragungsrisiken in den Schulen zu minimieren. Dazu gehört beispielsweise, die Klassengrößen abhängig von der Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren. Zudem sollten aus virologischer Sicht feste Kleingruppen definiert werden mit möglichst geringer Durchmischung der Gruppen im Schulalltag. Die Wissenschaftler sprechen sich außerdem für das «konsequente Tragen von Alltagsmasken in allen Schuljahrgängen auch während des Unterrichts» aus.

Die monatelang von verantwortlichen Bildungspolitikern vertretene Auffassung, dass Kinder praktisch nicht ansteckend seien – und deshalb Schulen ohne Corona-Schutz im Unterricht wie Abstand geöffnet werden könnten, weisen die Forscher ausdrücklich zurück: «Wir warnen vor der Vorstellung, dass Kinder keine Rolle in der Pandemie und in der Übertragung spielen».

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien hat sich am späten Vormittag bereits gegen eine Verlängerung der Winterferien als Schutzmaßnahme gegen das Corona-Virus ausgesprochen. «Öffentliche Schulferiendebatten helfen jetzt niemandem und sind überflüssig wie ein Kropf», sagte die CDU-Politikerin. News4teachers / mit Material der dpa

FDP gegen Ferien-Verlängerung

Christian Dürr, Vize-Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, hat den Vorschlag, als Schutzmaßnahme gegen Corona-Infektionen die Winterferien zu verlängern, als Unsinn bezeichnet.

Dürr sagte am Dienstag: «Eine kurzfristige Verlängerung der Winterferien würde die Planung von Millionen Familien kaputtmachen. In diesem Jahr gab es genug Schulausfall. Die Kinder müssen die Inhalte nachholen und das dürfen wir nicht immer weiter nach hinten verschieben.» In Wahrheit wolle die Union nur davon ablenken, dass sie seit einem halben Jahr kein Konzept für die Schulen in der Corona-Krise habe. «Statt solch absurder Ideen sollten CDU und CSU lieber daran arbeiten, die digitale Bildung zu verbessern.»

SPD-Chefin Esken stellt sich gegen die Kultusminister: „So ist an einen durchgängig zuverlässigen Unterricht nicht zu denken“

 

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38 KOMMENTARE

  1. Liebe Leute in den Ministerien und bei der KMK,

    es ist an der Zeit, ernsthaft dafür zu sorgen, dass besser für die Kinder und ihre Zukunft gesorgt werden kann/darf.
    Dazu gehört bestmöglicher Schutz der Gesundheit – das nennt man auch „Prävention“.
    Dazu gehört auch bestmögliche Bildung – und wenn „bestmöglich“ unter Pandemiebedingungen eben heißt, dass wir neue Wege gehen müssen, dann sollte man das jetzt endlich laut sagen und entsprechend entscheiden.
    Wenn weiterhin alles schöngeredet wird, wird es Richtung Jahresende noch viel schlimmer kommen als man sich in den Ministerien vorstellen will.

    Jeder Lehrer wird – auch ohne Laien-Virologe spielen zu müssen – aus eigener Erfahrung berichten können, wie Infektionen jedweder Art sich in jeder Klasse/Schule ausbreiten.

    Wollen wir das mit diesem Erreger wirklich riskieren???

    Selbst wenn Kinder/Jugendliche in der Regel nicht besonders schwer erkranken – ihre Eltern, Großeltern und Lehrer sitzen ja mit im Glashaus!

    Mit noch weniger Lehrern geht Schule dann gar nicht mehr. Woher sollen neue kommen?
    Die Signale an junge/potentielle Kollegen sind doch eindeutig: Hilf dir selbst, sonst…
    Vom Dienstherrn ist – wenn es ernst wird – noch weniger zu erwarten als uns bisher schon klar war.

    Wenn die Schulen jetzt angepasst handeln würden/dürften, könnte man verhindern, dass es neben vielen Infektionen auch noch „Bildungsverlierer“ gibt.

    Also sorgt endlich dafür, dass Unterricht über den Winter verlässlich weiterlaufen kann.
    Wenn nicht mit technischen Lösungen, dann wenigstens mit festen Klassen, Abstand etc.

    Für jede Schule mag „gesicherte Bildung“ anderes bedeuten – es muss nicht bedeuten, dass alle zu Hause bleiben!
    Eine Brennpunktschule stellt vielleicht Unterricht für alle in Schichten sicher.
    Ein Gymnasium in guter Wohnlage kann weitgehend auf digitale Wege ausweichen.
    Grundschul-Lehrer haben andere Möglichkeiten die Kinder zu unterrichten als Oberstufen-Lehrer mit dem Abitur im Nacken.

    Den Eltern sollte endlich reiner Wein eingeschenkt werden:
    Kinder wie gewohnt in der Schule abzugeben ist nicht denkbar über den Winter.
    Jeder wird Kompromisse machen müssen.
    Wenn Schulen offen bleiben sollen, dann unter neuen Bedingungen.

    Sonst fährt das System komplett vor die Wand.

    Bei all dem sollte man bedenken:
    Die Kinder, die heute in der Schule lernen, sind diejenigen, die kommende Pandemien (hoffentlich proffesioneller) handhaben müssen.
    Ja, es wird sicherlich weitere Pandemien geben – auch wenn Menschen so etwas gerne ausblenden und gerne schnell zum Alltag zurückkehren.
    Das war immer so und wird wohl auch so bleiben.
    Es werden auch morgen noch Menschen auf dem Vesuv oder in San Franzisco leben.
    Nur sollte heutzutage – zumindest in Nationen, in denen Menschen normalerweise lesen und schreiben gelernt haben – keiner mehr sagen, er habe es nicht gewusst und sei vollkommen überrascht von der Situation…

    • @kanndochnichtwahrsein

      Ein toller Kommentar.

      Für immer rätselhaft wird es bleiben, warum man in den Elfenbeintürmen der Ministerien und KMs immer noch denkt, man müsse so weiter machen.
      Da wird es größeren Schaden geben als nur ein bisschen verletzte Eitelkeit, wenn man (viel zu spät) zurückrudern oder endlich den Posten räumen muss.

      Wie kleine Kinder, denen man tausendmal sagt „Nicht mit dem Patschehändchen auf die heiße Herdplatte packen.“
      … Was macht der kleine Racker, wenn man ihn 1x aus den Augen lässt?

  2. Mein Vorschlag: ALLE Bundesländer haben am 18.12. ihren letzten Schultag, damit alle eine Art „Vorquarantäne“ vor den Weihnachtstagen machen können.
    Leider beginnen in einigen Bundesländern die Ferien erst am 23.12.!!!

    • Angeblich sind doch Schulen sicher, dann braucht man auch keine „Voquarantäne“. Im übirgen finde ich es total unverschämt, dass Sie quasi den Vorschlag machen, Schüler versauern zu lassen und zu separieren.
      Es würde genügend Möglichkeiten geben. Die Welt geht nicht unter, wenn man mal in die Schulen investiert oder die Kinder nur in 15er Klassen beschult. Quorona hat gezeigt, dass die Kinder in kleineren Gruppen extrem viel mehr gelernt haben als sonst.
      Auch Fernunterricht wäre grundsätzlich möglich, wird aber verhindert durch:
      -Ein paar unfähige Kollegen.
      -Teilweise unfähige Eltern, die es noch nicht mal geschafft haben, dass Kinder der Sek1 mal alleine zu Hause bleiben können. Weiterhin war es für die Eltern auch ein absolutes Unding, ihren Kindern selbst mal was beizubringen. Muss man sich jetzt halt auch nicht wundern, dass die Schulen bis zm bitteren Ende offen gehalten werden.
      -Fehlende Ausstattung und Weigerung der Kommunen einen Support zu bieten oder den Kindern grundsätzlich eine erträgliche Ausstattung.
      -Politische Entscheider, deren Qualifikation häufig nur ist, dass sie selbst mal Schüler waren oder jemanden im Verwandtenkreis haben, der mal was mit Schule zu tun hatte.

  3. Eine gute und richtige Idee.

    Vermutlich dürfte das Infektionsgeschehe im Sommer zurückgehen.

    Für die Familien, die schon den Urlaub im Sommer gebucht haben, besteht dann auch genug Zeit, noch zu stornieren.

    Einzig mit der Hitze wird es vielleicht anstrengend: Sommerferien sind ja genau dann, wenn die Temperaturen zum Lernen nicht mehr optimal sind.

    Aber insgesamt: Die erste und letzte Ferienwoche im Sommer, dann bei Ostern noch was wegnehmen, das gibt schon drei Wochen. Und dann einfach noch ne Woche an Weihnachten zusätzlich frei geben, das dürfte ganz klar helfen.

    Ob sich die CDU-Bundestagsabgeordneten damit bei den Kultusministern durchsetzen? Zu hoffen wäre es.

    Ich vermute, dass sich auch Karl Lauterbach diesem Vorschlag anschließt. Er ist ja einer der wenigen Vernünftigen dieser Tage. Ich bin wahrlich kein Anhänger der SPD, aber er ist für die Sozis echt ein Glücksfall, dass sie den haben.

  4. Ohne Sinn und Verstand.
    Da schreien sie, die Schulen dürfen nicht geschlossen werden, und dann kommen sie mit so irrationalen Vorschlägen um die Ecke.

    Ein guter Mix aus Präsenz– und Digitalunterricht mit kleineren Gruppen und alle Beteiligten kommen in der Schule gut durch den Winter. Es gibt da inzwischen hervorragende Konzepte!

  5. Ich denke auch, dass die Verlängerung der Weihnachtsferien sinnvoll und umsetzbar ist. So langsam kommen endlich vernünftige Überlegungen. In Hessen kann man jetzt ab der 8. Klasse digital unterrichten. Zwar ist der ganze Prozess mit unheimlich viel Bürokratie und Aufwand verbunden und abhängig von vielen Gremien (also fast nicht umsetzbar), aber es geht in die richtige Richtung. Man hat sich sicherlich viel Mühe gegeben.

    Aber selbst wenn die Weihnachtsferien nicht verlängert werden sollten: Sind wir doch mal ehrlich… Der Durchzug, die Kälte, das Infektionsgeschehen, die Grippewelle, Erkältungen, Quarantäne… Das sind, auch ganz ohne Verlängerungen, Aussichten, die klar und deutlich zeigen, dass die Weihnachtsferien dieses Jahr länger dauern werden. Wenn man Glück hat, ist es nur eine harmlose Erkältung.

  6. Nun, das mit den kürzeren Ferien war schon im Sommer der Plan, da wurde von GEW Seite, von Lehrerverbänden, den Lehrern Druck gemacht, dass die Ferien nötig sind. Die Rektorin an der Grundschule meines Sohnes liebt Hitzefrei, würde dann bedeuten, Schule bis 11:00 Uhr im Sommer. Auch das mit der Sommerschule war bei uns nicht nötig. Jetzt offenbaren sich gerade Defizite bei vielen Kindern. Ansonsten, wenn definitiv jetzt der Ferienplan geändert würde, fände ich das o.k. Aber nicht jetzt verlängern und dann schauen wir mal…..das ist Eltern nicht mehr zuzumuten.

  7. Da kann ich nur zustimmen!
    Karl Lauterbach sagt die Wahrheit.
    Die meisten anderen Politiker und Verantwortliche lügen, dass sich die Balken biegen.

    Viele Menschen wollen Lauterbachs Kommentare nicht hören. Sie vertragen die Wahrheit nicht und kritisieren ihn deshalb. Er bekommt sogar Morddrohungen.
    Da kann man mal sehen, wie bescheuert die Menschheit ist.

    Ich habe es an anderer Stelle schon gesagt: wir rotten uns selbst aus mit unserer Ignoranz und Dummheit! So, wie es schon andere Kulturen und Spezies vor uns geschafft haben….
    Warme Decken und Schals sind ein Schritt in diese Richtung. Das Virus wird beeindruckt sein.

  8. Ich vermute bereits vor Weihnachten wird es bei uns soweit sein, dass die Schulen alle schließen müssen. Egal was für Pläne es gibt!

  9. Der Vorschlag ist grundsätzlich gut.
    Es muss allerdings sofort beschlossen werden, wann welche Ferien gekürzt werden.
    Meinen Jahresurlaub 2021 musste ich bereits einreichen, wie viele andere mit Sicherheit auch. Wenn genau diese Ferientage gestrichen werden, geht der Ärger in vielen Unternehmen und Familien los. Ich kann dann nur hoffen, bei meinen Kollegen und Vorgesetzten auf Verständnis zu stoßen, um den Urlaub ggf. zu verlegen….

  10. Sehe das kritisch.
    Erstens: Eine oder zwei Wochen mehr machen den Brei auch nicht mehr fett.
    Es küsste eine Lösung für über den kompletten Winter zu kommen her.
    Zweitens: Die Eltern haben im Winter keine 5 Wochen frei. Da wären wir wieder beim alten Problem. Drei bis vier Wochen in welchen die Eltern ihre Kinder (zumindest Klassen 1-6) unterbringen müssten um arbeiten zu gehen.
    Drittens: Drei Wochen im Sommer reichen nicht aus, damit die Betriebe allen Arbeitnehmern mit schulpflichtigen Kinder in den Ferien Urlaub geben könnten. Die Familien hätten also nicht gemeinsam frei. Daher kein Urlaub, auch nicht im Inland. Das wäre dann endgültig das Ende für alle die beruflich mit Reisen zu tun haben.
    Guter Ansatz aber eben auch in dem Sinn, alles um richtige Maßnahmen mit Kosten, unangenehmen Entscheidungen und so zu vermeiden.
    Es geht kein Weg vorbei an:
    – Lehrpläne kürzen
    – Onlineunterricht für Schüler die alt genug sind um alleine zu bleiben.
    – Kleingruppen in den frei gewordenen Räumen für jüngere Schüler.
    – Baulichen und technische Verbesserungen.
    Das wird leider Geld kosten und unangenehme Entscheidungen (z.B. Lehrplankürzungen) erfordern, aber irgendwann wird man in den sauren Apfel beißen müssen (hoffe ich!).
    Solche Kompromisse bringen wenig und haben weitreichende Folgen. Drei Wochen weniger bei einem Herbst / Winter von 20 Wochen sind nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

    • Und welche Lehrer beschulen dann die Kleingruppen? Die online-Lehrer der älteren Schüler sind ja bereits anderweitig beschäftigt…

      • So traurig es ist. Wir haben nicht genug Lehrer!
        Das vorgeschlagenen Konzept funktioniert nur, wenn eine Hälfte der Klasse Unterricht beim Lehrer hat und dort Aufgaben bekommt.
        Die zweite Hälfte müsste ähnlich wie in der Betreuung möglichst qualifiziert beim bearbeiten der erhaltenen Aufgaben beaufsichtigt werden.
        Da beginnt das Problem! Erstens wird eine Gruppe von Studenten oder ähnlichen Betreuern nur beaufsichtigt und zweitens müsste man die Betreuer bezahlen. Dazu ist niemand bereit. Schule darf nix kosten.
        Aber wenn es nur getrennt geht und keine Lehrer da sind, dann hilft nur eine teure Notlösung. Ist halt so, wenn man jahrelang nichts investiert und auf dem Niveau eines Landes aus der dritten Welt wurschtelt.

  11. Wäre die richtige Entscheidung.
    Macht aber nur Sinn, wenn man die Zeit sinnvoll nutzt.
    Die Umrüstung der Schulen mit Filtern und ähnlichem muss trotzdem stattfinden.
    Digitalisierung und Fernunterricht bleiben auch dann wichtigstes Thema.
    Schulen müssen nicht nur um und ausgebaut werden sondern auch neu geplant und gebaut werden.
    Für diese Pandemie kann man Erwartungen und Anforderungen an die Schüler nur herabsetzen, auf die nächste Bedrohungslage sollte man angemessener reagieren können.
    So wie hier mit Lehrern umgegangen wird ist unglaublich.
    Nach Krankenhaus und Altenpflege, wird man auch für die Arbeit in Schulen keinen der jetzigen Schüler begeistern können.
    Fehler eingestehen und anfangen.
    Die Kultusministerien haben sich durch Ihre Ignoranz und Unfähigkeit selbst entbehrlich gemacht.
    Diese Posten ersatzlos streichen, jede Stadt und jeder Landkreis regelt solche Dinge auf keinen Fall schlechter.

  12. Was machen Familien mit 4 Wochen Weihnachtsferien? Urlaub! Da werden doch wenige nach Weihnachten wiederkommen und noch 3 Wochen zu Hause bleiben. Besonders bieten sich hier warme Risikogrbiete an. Dann habem wir anschliessend die gleiche Situation eie nach den Sommerferien, nur dann auch noch kombiniert mit Winter (der ist auch Ende Januar noch). Der einzigr Vorteil, den dieser Vorschlag hat, ist, dass ausser Lauterbach offensichtlich noch andere Politiker geschnallt haben, dass uns und ihnen das mit den Schulen und Kitas allmählich um die Ohren fliegt. Es gibt nur eine wirkliche Lösung für einen kontinuierlichen Schulbetrieb: Raumluftfilter und rollierendes System.

  13. Keine gute Idee, es geht alles zu Lasten der Bildung unserer Kinder. Eine Woche wäre ja noch akzeptabel. Besser wäre eine Mischung aus Präsenzunterricht und Unterricht zu Hause. So bleibt jede Woche immer ein paar Tage Distanz um mögliche Infektionen früher zu erkennen. In dieser Zeit können die Schüler Aufgaben erledigen, die ihnen vorher erklärt wurden. Ebenso kann und sollte es dafür Bewertungen geben, damit den Schülern auch die Ernsthaftigkeit klar ist.

  14. Guten Tag, es wird sooo viel geschrieben über Schulen, die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen, Decken, Handschuhe, Lüftungen etc. Doch das Wort Fördeschule habe ich noch gar nicht gelesen. Keiner denkt scheinbar an die Menschen, die dem ganzen Hin und Her noch weniger folgen können als wir Normalos. Und wie sollen wir mit den ganzen Bestimmungen umgehen, die für Regelschule gedacht sind, aber für alle verbindlich werden? Z. B. Desinfektion: Schon immer haben wir in den Räumen Desinfektionsspender. Erst wurden diese noch aufgestockt am Anfang der Pandemie, und jetzt müssen Desinfektionsmittel verschlossen werden. Hat schon mal jemand der klugen Leute einen Menschen gewindelt, ihm Essen gereicht oder laufenden Speichel/Rotz entfernt? Nein??? Dann wird es vielleicht mal Zeit. Und wie soll digitaler Unterricht funktionieren, wenn die SchülerInnen auf handelndes Lernen angewiesen sind. Wie mache ich eine Videokonferenz mit nicht sprechenden Menschen, deren Förderschwerpunkt in der geistigen Entwicklung liegt? Hallo Inklusion fällt mir dazu nur ein.
    Aber wussten Sie schon, wie systemrelevanten die Menschen in den Förderwerkstätten als Zulieferer sind. Auch für die Autoindustrie….

  15. Es reicht wircklich das kinder hin kinder her was soll das unsere kinder sind keine ferngesteuert Spielzeug Versuchskaninchen Winterzeit warm anziehen Klassenzimmer lüften kinder dürfen durch die Kälte krank verschnupft werden dan heißt es soll zu Hause bleiben und was bringt das wird das extra gemacht das kinder leider es nervt sehr kinder ab bestimmten Alter sollten Zuhause lernen wenn nicht andas geht ganzen Tag in der schule mit maske erstens kinder jugendliche die meisten halten das nicht ein zweitens Masken kann mann nicht lange aushalten nachnerzeit beteupt das Gehirn einen wird Schwindel Kopfschmerzen ich als Mutter werde das nicht zu lassen das durch diesen hin und her leiden müssen und die sollten sich kümmern wie viele Reisen in Ausland usw reicht mit qwllerei manche nähemen nichtmal ernst corona

  16. Endlich mal ein Vorschlag der zumindest dem Pandemiegeschehen Rechnung trägt.
    Ich habe sehr früh hier im Sommer geschrieben, dass im Winter ein Lockdown folgen wird, wenn der Regelbetrieb an den Schulen aufgenommen wird. Bestimmte Schreiber in weißen Kitteln hielten dies natürlich für abstrus, weil sie keine Ahnung haben.
    Die Tschechoslowakei möchte die Schulen nun ins Homelearning verlagern und folgt damit Israel. Andere Länder werden sukzessiv im Winter folgen…folgen müssen.
    Insofern sehe ich den Vorschlag präventiv als richtig an. Die bisherigen Vorschläge der Politiker lassen an deren Kompetenz mehr als Zweifel übrig:

    Schulunterricht wie früher bei den Eskimos: Schals und warme Decken für Schüler!

    Die Nachrichten werden immer verrückter. Früher erzählte man skurrile Geschichten aus dem fiktiven Städtchen Schilda, in dem die Einwohner zur Lösung ihrer (meist selbstgemachten) Probleme auf die unsinnigsten Ideen kamen, die dann am Ende zu Chaos und Zerstörung führten. Meine Lieblingsgeschichte ist die vom neuen Rathaus, bei dem man die Fenster vergessen hatte und man zunächst das Licht mit Hilfe von Eimern in das Gebäude bringen wollte. Später kam man dann auf die glorreiche Idee, einfach das Dach zu entfernen und damit viel Licht in jeden Raum zu bringen.

    Deutschland entwickelt sich aktuell in genau diese Richtung, wenn ich eine Nachricht wie die folgende lesen muss:

    https://www.n-tv.de/politik/Unterrichtet-werden-soll-mit-Schals-und-Decken-article22092

    Alle Fenster und Türen weit geöffnet, damit die eiskalte Winterluft kräftig durch das Klassenzimmer wehen kann. Um Erfrierungen zu vermeiden, müssen die Schüler dicke Schals und Mützen tragen und sich dazu in warme Decken wickeln.

    Da muss man sich nicht mit linken oder rechten Politkaspern beschäftigen, die sog. etablierten Parteien, von Rot bis Grün, liefern genügend abstruse Entscheidungen.
    Sie sitzen hinter Plexiglasscheiben und wohl durchlüfteten sowie angenehm temperierten Plenarsälen……

    • Du meinst, wir sollen die Aerosole mit Eimern hinaustragen und frische Luft hereinbringen?
      Dürfen wir eine Kette machen?
      Notiz auf der To-Do-Liste: Brief an Kinder, sie möchten bitte nach den Ferien jeder einen eigenen Eimer mitbringen.

  17. Die Politiker wehren sich vehement gegen das Wechselmodell oder Distanzlernen, weil Kinder unbedingt in die Schulen gehen müssen,
    und dann schlagen sie längere Weihnachtsferien vor?
    Oder sollen es zusätzliche Winterferien sein, die gar nicht jedes Bundesland hat?

    Wofür?
    Dafür dass mehr Menschen verreisen können?
    Dafür dass man wieder sagen kann, die höheren Zahlen lägen nicht an den Schulen?

    Wenn es immer etwa 6 Wochen braucht, bis die Zahlen derart steigen, bräuchten wir alle 6 Wochen eine Unterbrechung, wie es jetzt die Herbstferien sind.
    Reicht das?
    Ist das sinnvoll?
    Was machen wir dann mit gekürzten Osterferien?
    Den gebuchten Urlaub bezahlen, aber nicht antreten?

    Was machen wir zwischen Oster- und Sommerferien?
    Gehen dann auch die Zahlen nach 6 Wochen so hoch, dass nichts mehr geht?
    Haben die Eltern dann einen Teil ihres Urlaubs schon im Winter nutzen müssen?

    Gerade Hamburg hat die Osterferien in den März verlegt, da kann man günstig für 2 Wochen verreisen, während Ostern erst im April liegt. Anschließend sind 13 Woche Schule bis zu den Sommerferien, die in HH sehr früh beginnen.
    Dagegen hat Thüringen nach Ostern noch 15 Wochen Unterricht ohne weitere Ferienunterbrechung dazwischen.

    Wie bei den Abstimmungen zum Ferienkorridor der Sommerferien geht es womöglich um den Tourismus und nicht um Pädagogik, nicht um Familien oder Kinder und schon gar nicht um den Schutz vor Corona.
    Wollte man diesen gewähren, hätte man nämlich längst alles in die Wege geleitet, um Schulen entsprechend auszustatten oder zumindest das Wechselmodell als Standard für dieses Schuljahr gesetzt.

    Wie wäre es, wenn man stattdessen Modelle sucht, den Eltern, die zu Hause bleiben können oder wollen, ein Tagesmutter-Modell anzubieten, sodass sie weitere Kinder betreuen können, z.B. aus der Kohorte des eigenen Kindes:
    Die Kinder haben Spielgefährten zu Hause, bleiben aber in einer überschaubaren Gruppe,
    die Eltern, die zu Hause sind, erhalten pro weiterem Kind ein Entgelt,
    die anderen Eltern können weiter arbeiten gehen,
    die Betreuungssituation entschärft sich,
    die Schulen können ins Wechselmodell gehen ohne Notbetreuung anbieten zu müssen, für die gar keine Lehrkräfte zur Verfügung stehen.

  18. Der Vorschlag ist nicht durchdacht. Viele Familien haben den Sommerurlaub 2021 schon gebucht. Wie soll das gehen?

    Die Klassen sollten halbiert werden. Eine Hälfte morgens und eine Hälfte mittags Unterricht mit Abstand halten. Dadurch wären auch die Schulbusse nicht überfüllt. Oder eine Woche die eine Hälfte Präsenzunterricht und die andere Hälfte Digitalunterricht
    Und dann wechseln. Den Digitalunterricht können auch die Risikolehrer geben.

    • Woher sollen denn die „Risikolehrer“ herkommen?
      In SH wurden so gut wie alle ärztlichen Atteste nicht anerkannt. Einige Lehrer haben sogar den Klageweg beschritten, wurden aber unter Hinweis auf das „Hygienekonzept“ abgewiesen, das Schulen ja sicher macht.
      Die einzigen 2 Lehrerinnen im Homeoffice in unserer Stadt mit 9 Schulen sind schwanger. Die eine ist jetzt schon im Mutterschutz, die andere hat noch 2 Wochen.
      Wir haben nicht mal Ersatz für diese Kolleginnen, zumindest keine ausgebildeten Lehrer.

  19. Des Pudels Kern ist: Es gibt nicht genügend Lehrkräfte für geteilten oder gestaffelten Unterricht. Ich kann nicht gleichzeitig für das Homeschooling, den Präsenzunterricht und auch noch nach der 8. Std für die Spätschicht zuständig sein. Auch für den Regelbetrieb gibt es schon zu wenige Lehrkräfte. Schon vor Corona. Es ist nicht Corona geschuldet, dass ich z. Z. 2 Klassenlehrerschaften habe. Über die technischen Voraussetzungen für das Homeschooling brauchen wir nicht sprechen…. Daher wird nach allen Strohhalme gegriffen, die sich bieten, um den Status quo irgendwie aufrecht zu erhalten. Und die KMK hofft irgendwie damit durch zu kommen….

  20. Wenn man die Weihnachtsferien verlängern will, dann doch eher nach vorne und nicht nach hinten!

    Ganz viele SuS werden sicher Weihnachten nach x Wochen Präsenzunterricht ihre Großeltern besuchen. Das schlägt dann massiv ein, wenn sie teilweise nur zwei Tage vorher noch beim Coronawichteln in der Schule waren.

    Einfach 2 Wochen vor Weihnachten aufhören und die Eltern haben die Chance, eine freiwillige Selbstquarantäne vor dem Besuch von Verwandten aus Risikogruppen zu machen. So hingegen provoziert man den Eintrag in genau die Personengruppen, die man eigentlich schützen will.

    Wir haben das im Sommer erfolgreich ausprobiert, ehe wir mit unseren Kindern meinen Vater (84, dazu Hochrisikogruppe) besucht haben. Einfach für zwei Wochen einkaufen, Homeoffice und mit den Kindern jeden Tag lange im Wald spazieren gegangen, wo man anderen Spaziergängern problemlos ausweichen kann.

  21. Was bringen 2 Wochen mehr Weihnachtsferien bei mehreren Monaten Eiseskälte? Heute morgen waren es bei uns nur 3 Grad, das sind schon jetzt keine anderen Temperaturen als im November, Dezember, Januar, Februar und März.

    Eine Ferienverlängerung bringt leider rein gar nichts.

    Entweder wird in LUFTFILTER investiert oder der Zusammenbruch der Schulen ist vorprogrammiert.

    • Sehe ich genauso!
      Wie lange sollen die Ferien verlängert werden?
      Als eine Maßnahme unter anderen, wohl bedacht, könnte eine Verlängerung der Ferien vielleicht Sinn machen. Ohne weiteren Plan, so, hier und jetzt aber scheint es mir eher ein Ausdruck von Aktionismus.

      Auch im Sommer können wir nicht besser lüften! 35 Grad innen und 35 Grad außen ohne Wind, aufgeheiozte Schulhöfe oder Straßen, wohin soll da welche Luft – gerade in Großstädten, in denen es nicht einmal nachts wirklich kühler wird???

      Wir brauchen einen langfristig tragfähigen Plan für sichere Beschulung mit Infektionsschutz, um Schließungen vermeiden zu können!
      Weglaufen vor der Gefahr und nach verlängerten Ferien mit vermutlich noch mehr privaten Kontakten dann wieder in eine ungeschützte Unterrichtssituation zurückzukehren, um dann eine sehr lange Zeitspanne bis Ostern zu überstehen – das kann es doch nicht sein!

      Ohne Prävention IN den Schulen wird es nicht gehen.
      Irgendwann geht dann doch nur noch Vollschließung und das will hier vermutlich keiner!

  22. Wo fahren die Menschen bei verlängerten Winterferien hin? Na Skifahren. Kann man natürlich machen. Mit Schneekanonen und Heizpilzen spielt die Klimageschichte dann wohl kaum noch ne Rolle. Mit Punch und Co auf die Piste. Aprés Ski im Freien. Ist bei Corona bestimmt sinnig und Oma und Opa kommen am besten mit. Die hüten dann die Kinder….
    Schöne alte oder neue Welt. Wer kein Wintersportler ist, schaut dumm aus der Wäsche. Es gäbe noch Südafrika, immerhin genauso teuer wie Skifahrn.
    Riskant ist beides. Das Risikogebiet oder der Skiunfall. Oder gar nicht wegfahren?
    Fragt eigentlich auch mal einer die Kinder?
    Statt der stattlichen Sommerferien, Winterferien im Nieselregen und Glatteis. Mama und Papa erschöpft vom zu Hause sitzen und Kinderhüten, wenn sie nicht arbeiten müssen. Oma und Opa weit weg. Die Dunkelheit und das Fehlen vom Draußenspiel und Abenteuer zehrt…
    Der Boom digitaler Endgeräte wird dann vollständig in Deutschlands Kinderzimmern ankommen. Man kann ja auch digital Fußball spielen.
    Schade! Wirklich schade.
    Dem Virus ist es egal. Das geht seinen Weg. Dumm nur, dass wir soviel aufgeben.
    Keiner möchte sich infizieren. Aber mit etwas gesunden Menschenverstand kann man glaube ich gut durch das verbliebene und künftige Jahr gehen.
    Deshalb Maske auf, Händewaschen und bei Kerzenlicht im trüben November den Sommerurlaub planen.
    Und merken sie sich eins:
    Nichts wird so heiß gegessen…. Na wer kennt das alte Sprichwort noch?

  23. Es wird hier wieder von kleinen Gruppen gesprochen und dem Schichtmodell. Wie ist es denn, haben Sie alle Kinder fit gemacht in Streaming und Digitalunterricht? Sie könnten alle sofort in den Digitalunterricht einsteigen. Sie haben in Ihrem Bundesland eine gemeinsame Plattform? Alle Kinder und Jugendliche sind digital gut ausgestattet? Dann erst einmal Glückwunsch! In unserem Landkreis hat sich nicht viel getan, an meinem Schulzenteum könnten die technischen Klassen durchaus sehr gut zurecht kommen, bei den anderen ist man zwischen Steinzeit und Entwicklung. Eine Realschule aus dem Landkreis wurde vor kurzem für das ZDF Morgenmagazin interviewt. Der Schulleiter hat unumwunden zugegeben, bei Schulschließung auf Zusendung der Aufgaben per Mail zurückzukommen. Das hat so schön geklappt.

    Es ist viel versäumt worden, jahrzehntelang, aber so lange es keine sicheren digitalen Konzepte gibt, gibt es kein Wechselmodell.

  24. Hallo zusammen,
    ich vermisse Beiträge von Lehramtsanwärtern, die unter den derzeitigen Pandemiebedingungen ihre Ausbildung absolvieren.
    Habt ihr dazu etwas gefunden? 🙂

    • @Lina

      Nein.

      Die sind vielleicht schon alle auf der Suche nach einer anderen Möglichkeit für ihre berufliche Zukunft, was wohl nicht die schlechteste Idee wäre!
      (Metaphorisch klingt es netter: Wenn das Boot noch nicht richtig abgelegt hat und man sich fragt ob man denn im richtigen Boot sitzt …)

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