Philologen: Jetzt sind die Länder am Zug – Abstandsregel im Unterricht wieder einführen (wenigstens von der 7. Klasse aufwärts)!

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STUTTGART. Der Philologenverband Baden-Württemberg sieht nach dem Bund-Länder-Gipfel nun die Kultusminister in der Pflicht, für einen größeren Corona-Schutz an Schulen zu sorgen – und fordert FFP-2-Masken für die Lehrkräfte, kostenlose Testmöglichkeit für Lehrkräfte und Schüler, wenn ein Mitschüler oder Lehrer positiv getestet wurde, mobile Raumluftfilter sowie die sofortige Umsetzung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts – heißt: ein „rollierendes System“ mit halben Klassen einzuführen, zumindest in allen weiterführenden Schulen.

Lehrer fühlen sich nicht ausreichend geschützt. Foto: Shutterstock

Die aktuellen Bund-Länder-Vereinbarungen machten klar: Ein „Lockdown light“ sei nötig, um den rasanten Anstieg der positiven Covid-Fälle zu stoppen. Der einzige öffentliche Bereich, den Kanzlerin Merkel und die Länder-Ministerpräsidenten komplett von Regelungen ausgespart haben, ist der Bereich der Schulen und Kindergärten, so stellt der Philologenverband Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung fest. Hier sollen die Länder selbstständig tätig werden.

Die Entwicklung der positiven Corona-Testergebnisse (auch) in Baden-Württemberg sei erschreckend. Die organisierten Gymnasiallehrer fordern von der Landesregierung, die „glasklaren“ Empfehlungen des RKI sofort umzusetzen. Diese sehen vor:

Bei einer Inzidenz von mehr als 35 Fällen binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer kreisfreien Stadt oder innerhalb eines Landkreises sollen…

  • Schulaktivitäten mit potenziell erhöhter Infektionsgefährdung (Chor, Bläserorchester, Kontaktsportarten) weitgehend unterbleiben,
  • Maskenpflicht auch im Unterricht der weiterführenden Schulen gelten,
  • eine Verkleinerung der Klassen sowie Schulschließungen mit Distanzunterricht zumindest „optional“ geprüft werden.

Bei einer Inzidenz von mehr als 50 Fällen sollen…

  • Masken im Unterricht aller Jahrgangsstufen getragen werden,
  • die Klassen (durch Teilung oder Wechselunterricht) geteilt werden, so dass Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann,
  • Schulschließungen geprüft werden.

Städte und Landkreise in Baden-Württemberg reißen die Grenzwerte gerade reihenweise. In Mannheim beispielsweise stieg der Inzidenzwert aktuell auf über 150, Heilbronn liegt bei 160, Stuttgart bei 120. Die Inzidenz für ganz Baden-Württemberg kratzt bereits an der Marke von 100. Philologen-Landesvorsitzender Ralf Scholl: „Wie lange will die Landesregierung noch abwarten, bis sie die Empfehlungen des RKI an den Schulen umsetzt?“ Der Unterricht läuft weiter in voller Klassenstärke; lediglich eine Maskenpflicht im Unterricht der weiterführenden Schulen wurde erlassen.

Philologen fordert, Empfehlungen des RKI für die Schulen beachten – bei den weiterführenden Schulen

Grund für die verschiedenen Maßnahmen an Grund- und weiterführenden Schulen laut Philologenverband: Während für Unter-Zehnjährige Infektionsrisiko und Infektiosität niedriger zu sein scheinen als bei Erwachsenen, nehme dieses bei Über-Zehnjährige mit wachsendem Alter offenbar zu. Tatsächlich stellt das Robert-Koch-Institut fest: Das Risiko von Corona-Erkrankungen und Übertragungen steige in der Kindheit mit dem Alter und gleiche sich zwischen 13 und 15 Jahren dem von Erwachsenen an. Das RKI erklärt allerdings auch: „Schülerinnen und Schüler sind prinzipiell empfänglich für eine Infektion mit SARS-CoV-2 und können andere infizieren.“ Das gilt ebenfalls für Grundschüler.

Gleichwohl fordert der Philologen-Landesvorsitzende: „Das Land muss sofort für alle weiterführenden Schulen die Einhaltung des Abstandsgebots in den Klassenräumen einführen, spätestens von der 7. Klassenstufe aufwärts. Damit wäre für die 5. und 6. Klassen die für die Eltern so wichtige Betreuung durch die Schulen noch gewährleistet.“

Wie die Erfahrungen aus der Zeit des „rollierenden Systems“ zwischen Pfingst- und Sommerferien gezeigt hätten, sei der Schulbetrieb unter diesen Bedingungen langfristig stabil durchführbar gewesen. Erfahrungen aus Israel zeigen, dass sich weiterführende Schulen ohne Abstandsgebot sehr schnell zu Superspreader-Orten entwickeln könnten. „Das muss bei uns unbedingt vermieden werden!“, meint Scholl. Darüber hinaus fordert er: „Die Lehrkräfte müssen vom Land schnellstmöglich mit FFP-2-Masken ausgestattet werden! Die Lehrer tragen das volle Gesundheitsrisiko eines jeden Erwachsenen und sind an den Gymnasien aufgrund des Fachlehrerprinzips täglich — selbst im rollierenden System — mit jeweils mehr als 50 Schülerinnen und Schülern nacheinander im gleichen Raum.“

„Wer trägt für uns Lehrer und unsere Familien Fürsorge?“

Auch die Jungen Philologen zeigen sich in großer Sorge. „Das Land erwartet von den Arbeitgebern besondere Umsicht mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu haben und Infektionsketten schnell zu finden und einzudämmen, wenn möglich werden alle ins Home-Office geschickt. Aber was ist mit uns Lehrkräften? Wer trägt für uns und unserer Familien Fürsorge?“ fragt Landesvorsitzende Martina Scherer. Der Philologenverband Baden-Württemberg bekenne sich zu dem Ziel, die Schulen und Kindergärten auch in Coronazeiten möglichst weitgehend offen zu halten. Aber: Das sei dauerhaft nur möglich, wenn die Schulen und Kindergärten nicht selbst zu Infektionsherden werden. News4teachers

KMK nimmt Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Schulen zur Kenntnis – beachtet sie aber nicht

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111 KOMMENTARE

    • Die Verantwortung muss von uns selbst übernommen werden. Ich komme psychisch mit dieser Gefahr schon länger nicht mehr klar und bin daher krank geschrieben.

      • Typisch Lehrer….vermutlich Beamter. Da kann man sich ja bei vollem Gehalt ewig krankschreiben lassen.
        Was wäre wenn Klinikpersonal mit der Gefahr , die viel reeller ist nicht mehr klar käme und sich alle krankschreiben lassen würden …und jetzt kommen Sie mir nicht mit Argumenten, die haben Schutzkleidung.
        Sie können sich auch FFP2 aufsetzen und arbeiten gehen anstatt sich bequemerweise krank zu melden. Jeder der in der Klinik tätig ist kennt Kollegen, die sich im Dienst infiziert haben und trotzdem wird gearbeitet . In Belgien wurden aktuell bis zu 30% der Pflegekräfte positiv getestet. Die Situation ist so, dass diese weiter arbeiten solange sie nicht schwer erkranken. Soviel dazu , im medizinischen Bereich seien alle sicher, nur die Lehrer sind gefährdet…
        Aber einzelne Lehrer entziehen sich aus Angst mal fein ihrer Verantwortung mit Krankschreibung… Bravo, das wirft ein gutes Bild auf den Berufsstand.
        Natürlich sollte das Land für Filter in den Klasse etc.sorgen und für Maskenpflicht im Unterricht aber was hindert sie als Lehrer daran auch mal eigenverantwortlich zu handeln und z.B.mit FFP2 zu unterrichten wenn Sie Angst haben? Krankmeldung ist natürlich bequemer . Wie egoistisch …

        • Ein Beamter kann sich nicht „krankschreiben“ lassen. Der ist entweder dienstfähig oder nicht. Ist er unter den derzeitigen Bedingungen eingeschränkt dienstfähig, kann er wie in anderen bereichen des Landesdienstes von zhause aus arbeiten – Stichwort „distance learning“.

        • Diese Antwort empfinde ich als zynisch. Wenn einer nicht bei den „stets-zu-Diensten-Lemmingen“ mitmachen möchte und sich schützen will, habe ich dafür Verständnis. Zwar kann ich die Gewissensbisse mit Krankschreibung und Co gegenüber Kollegen verstehen, und deshalb habe ich z.B. GEKÜNDIGT. Ich lebe derzeit von Rücklagen, die ich mir von Kindheit an aufgebaut habe. Dennoch finde ich es richtig, dass – so es keinen Gesundheitsschutz auf der Arbeit gibt – man sich selbst schützen muss. Was tun Sie denn, verehrter Jan, wenn Sie sich im Unterricht anstecken, schwer erkranken, und dann mit Achselzucken in der überfüllten Klinik abgewiesen werden müssen? Dank wäre Ihnen sicherlich KEINER gewiss, und solange SO mit der Gesundheit von Angestellten im Bildungsbereich umgegangen wird, sollte es eine PFLICHT sein, dem zu widersprechen, und manchen bleibt dann eben nur die Krankschreibung (oder, noch ein Kind zu bekommen, oder ein Familienmitglied zu pflegen oder zu kündigen).

          • Zu 100% gebe ich Ihnen Recht. Ich bin zwar auch krankgeschrieben, werde aber dies auch nutzen, den Lehrerberuf an den Nagel zu hängen.

        • Jam,
          viele Mediziner halten den momentanen Schulbetrieb für wenig durchdacht und sehen den Zusammenhang zwischen familiären Infektionen und Schulen. Wahrscheinlich wären viele Intensivmediziner, die die steigenden Zahlen sehen, froh über Abstand und Hybrid an Schulen!
          FFP3 wird bei akut infizierten Patienten getragen, das nur nebenbei. Und das auch nicht 6 oder 8 Stunden am Stück.
          Wo sind die Plexiglaskabinen für Lehrer? Wo stellt der AG die Masken? Oder kaufen sich Ärzte neuerdings selbst ihre Schutzausrüstung?
          Meine Frau hat inzwischen 2000 Euro für FFP3 (2/Tag) ausgegeben, da wir Risikofamilie sind. Reicht Ihnen das als Engagement?
          Also lassen Sie doch einfach dieses undifferenzierte Gebashe für Kleingeister, das uns keinen Schritt weiter bringt. Oder glauben Sie, dass die Zahlen bei vollgestopften Schulen ohne Schutz sinken werden?

          • FFP3 trägt das Personal auf der Covid Station . Sonst wird im KH und in Arztpraxen max. FFP2 getragen und ja, durchaus längere Zeit am Stück.
            FFP3 in der Schule ist nun wahrlich nicht erforderlich aber bei soviel Unwissen und Fehlinformation wundert es einen nicht, dass sich einige durch Krankmeldung ihrer Pflicht entziehen.
            Es gibt weltweit keine relevante Zahl an Lehren, die im Dienst erkrankt sind. Natürlich werden einzelne erkranken wie überall anders auch.
            Beim medizinischen Personal gibt es weltweit sehr hohe Infizierten und auch Todesraten.
            Trotzdem melden sich nicht aus Angst alle wochenlang krank.
            Sie erweisen hier allen Lehrern , die ihrer Verpflichtung nachkommen und zur Not auch mit FFP2 unterrichten, einen Bärendienst . Das wirft in der Allgemeinheit ein wirklich schlechtes Bild auf den Berufsstand.

        • Schon mal auf die Idee gekommen, dass wenn sich weniger Lehrer anstecken, das Klinikpersonal dadurch entlastet und geschützt wird? Und wieso soll sich ein Lehrer in der jetzigen Situation nicht schützen, in dem er sich krankschreiben lässt? Soll man sich für die Gesellschaft aufopfern? Weil man so ein Held ist? (bin kein Lehrer, habe aber Verständnis für die Ängste).

        • FRECHHEIT @ Jam,
          Jeder hat das Recht nach seiner Gesundheit zu schauen und sich zu schützen!
          Wenn der Diensther schon die Lehrer vollkommen ungeschützt in die Klassenzimmer stellt, ist das kein Wunder!
          Ich selber bin vom Alter und durch Vorerkrankungen eigentlich laut meinem Hausarzt verrückt, Dienst zu schieben, mach dies aber mehr oder weniger nur, da wir zu wenig Fachlehrer vor Ort haben und meine Fächer , da Fachpraxis nur in geringem Umfang ohne Präsenzunterricht erfolgen kann! Fächer sind leider fast immer ein Prüfungsfach!
          Restliche
          Antwort siehe xy, bin genau dieser Meinung!
          Wer das Berufbild eines Lehrers nicht vollumfänglich kennt,sollte sich hier nicht erdreisten und sich solch ein unprofessionelles Urteil erlauben!

          • Tja vielleicht lassen sich die Vorerkrankte Ärzte u d Schwestern dann bald auch alle krankschreiben. Warum sollen die sich opfern, um mit ihren Worten zu reden? Und nochmal: hier kennt offenbar nie.and die Realität. Es gibt kaum Lehrer die im Dienst an covi erkrankt sind. Jetzt schauen sie sich mal die Zahlen zu Ärzten und Schwestern an, kann jeder googlen.
            Bei einer holländischen Studie waren Pädagogen sogar unterdurchschnittlich oft an covid erkrankt im Vergleich zu anderen Berufen. Aber anstatt dass man sich darüber freut, dass die Schulen offenbar doch nicht so gefährlich sind für Lehrer beharrt man stur auf seiner Rolle als am meisten gefährdete Berufsgruppe. Lächerlich

        • Befinde mich gerade im Krankenhaus. Diese Station wird momentan geräumt, um mehr Platz für Coronakranke zu schaffen. Die bisherige Station reicht nicht mehr aus.

          Klinikpersonal bekommt Schutzausrüstung gestellt,
          Klinikpersonal hat berufsbedingt umfangreiche Kenntnisse in Hygiene,
          überall stehen Desinfektionsmittel, die eifrig genutzt werden,
          alle halten maximalen Abstand,
          tragen selbstverständlich Masken (sogar korrekt!).

          In der Schule bekommt man keine Schutzausrüstung gestellt,
          als Lehrer ist man nicht in Hygiene ausgebildet,
          pro Schule gibt es ca. 1-2 Desinfektionsmittelspender, die von Schülern großenteils ignoriert werden,
          Abstand halten ist unter „Normalbedingungen“ gar nicht möglich bzw. SuS halten sich nicht daran,
          Masken „verrutschen“ oder werden in unbeobachteten Momenten abgelegt.

          Und? Fallen Ihnen die Unterschiede auf???

          Wenn man keine Ahnung hat, sollte man lieber den Mund halten. Zitat, weiß nicht mehr von wo.

          • Und trotz der Schutzmaßnahmen und Desinfektiobsmittel erkrankt regelmäßig medizinisches Personal an covid.
            Und trotz fehlender solcher Maßnahmen passiert das Lehrer an Schulen unterduchschnittlich oft. Was soll einem.das sagen? Lesen Sie doch mal richtige Quellen. Publikationen zum Covid Risiko verschiedener Berufsgruppen. Gibt es viele aus verschiedenen Ländern. Lehrer als Berufsgruppe sind überall low risk. Teilweise sogar unter dem Durchschnitt der gesamten arbeitenden Bevölkerung.
            Lesen Sie bei der offiziellen WHO Statistik nach. Kein erhöhtes Risiko für Lehrer .
            Aber wenn man unbedingt in seiner Selbstmitleidsrolle und ich bin ja so gefährdet verharren will interessiert einen das wohl nicht .
            Evidenz Leute!

          • @Jam,
            Warten wir mal ab!
            Was werden uns die nächsten Wochen bringen!
            Ich bin kein Schwarzmaler sondern sehe das schon recht realistisch!
            Weitgehend alles zu, Kontakt nur auf zwei Haushalte reduziert!
            Wenn es jetzt größere Ausbrüche gibt, in ca.1 – 2 Wochen, wer ist dann verantwortlich?
            Warten wir es ab lieber Jam!

          • @jam – aber nachgewiesener Maßen infiziert sich das medizinische Personal bei Beschtung des Infektionsschutzes nicht in der Praxis oder der Klinik sondern im privaten Umfeld.

        • In Niedersachsen ist das Maskentragen für Lehrer im Unterricht nicht erlaubt, da die Schüler einen nicht verstehen würden. Erst bei einer Inzidenz von über 50 darf man das. Nachzulesen im Schreiben des Kultusminister zum Schulstart nach den Herbstferien.

        • Danke für diesen Kommentar !
          Sie sprechen mir aus der Seele !!!!
          Ich Krankenschwester in einer RST, kann diese Argumentation nur befürworten.

        • @Jam, Angestellte in Krankenhäusern bekommen ihre FFP 2 Masken vom Arbeitgeber gestellt. 3 meiner eigenen Kinder arbeiten in Kliniken.
          In der Schule sollten ursprünglich( so hieß es in Baden-Württemberg zunächst wenigstens ,) FFP 2 Masken zum Schulanfang geliefert werden, was aber am zweiten Schultag ankam waren einfachste Staubmasken, wie aus dem Baumarkt. Ein Aufdruck besagt, dass sie nur gegen Stäube, nicht aber in medizinischen Bereichen einsetzbar sind. Entsprechend fehlt auch jede Zertifizierung.
          Die meisten Kollegen und auch ich haben uns deshalb privat FFP2 Masken bestellt/gekauft. 10 Stück kosten, je nach Einkaufsort, circa 30 bis 37 €. Nicht immer reicht eine Maske für einen Tag, so dass ich pro Woche etwa 10 Stück, manchmal auch nur acht verbrauche. Eine unverbindliche Nachfrage beim Finanzamt hat ergeben, dass diese Masken nicht als Werbungskosten absetzbar seien, da sie der persönlichen Lebensführung (Originalton) dienten. Ob die Menschen die sich aufopfernd in der Klinik um Patienten kümmern, unter diesen Bedingungen auch ihre eigenen Masken /Schutzausrüstung kaufen würden, um halbwegs sicher arbeiten zu können?
          Vielleicht sollten Sie sich auch wegen Ihrer anderen Bemerkungen zuerst einmal wirklich kundig machen, bevor sie andere Menschen vorführen wollen!

        • Genau so sehe ich das aus!
          Danke!
          Konnte ich mir das Schreiben ersparen.
          Die „armen“Lehrer mal wieder…
          Was sollen wie Erzieherinnen sagen?
          Da ist gar kein Abstand möglich…

          • @Jam
            Woher beziehen Sie Ihre Kenntnis, dass Lehrer unterdurchschnittlich oft an CoViD erkranken?
            Wenn ich das magere Datenmaterial, dass veröffentlicht wird, heranziehe, dann liegt die prozentuale Quote der infizierten Lehrer über der der Gesamtbevölkerung.
            Und das Pflegepersonal? Vielleicht macht es so viele wilde Partys? (das wurde den Lehrern ja auch bereits unterstellt)

          • Lehrer sind grundsätzlich „underperformer“. – Warum, bitte, sollten die jetzt bei den Infektionen stärker performen als der Rest der hart im „homeoffice“ Kurzarbeitenden?

    • Vielleicht sollte ich klarstellen, dass ich nicht aus Bequemlichkeit „krank mache“, sondern sich eine bestehende psychische Erkrankung aufgrund der Corona-Situation verschlimmert hat. Und wenn ich eins gelernt habe: psychisch krank ist krank, egal was andre Leute darüber denken. Und zum „Beamten-Neid“: anstatt stets neidisch zu sein, wie wäre es damit die Gesellschaft in eine Richtung weiter zu entwickeln, die jedem Menschen ermöglicht, seine Krankheit geschützt zu kurieren? Aber dafür braucht es ein Menschenbild als jenes der neidischen Leute.

      • Sie müssen gar nichts klarstellen. Wenn ein Arzt Sie krankschreibt, dann sind Sie auch krank. Krank ist krank. Wenn Ihr Arbeitgeber/Dienstherr das nicht akzeptiert, dann kann der Amtsarzt das beurteilen.

        Lassen Sie sich nicht von so einem Troll runterziehen. Mit Neid hat das nichts zu tun. Sie sollten auch Ihre wertvolle Kraft nicht damit verschwenden, diese Person zu bemittleiden.

        Ich sende Ihnen meine Genesungswünsche und hoffe, dass Ihr Kopf wieder zur Ruhe kommt und Sie, wenn alles vorbeit ist, wieder kraft finden mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.

  1. Offenbar zÄhlt Personal in Schulen und Kitas nicht zu schützenswerten Menschen. Die werden einfach verheiratet, genau wie Ihre Familie. Halt Kollateralschäden.

    • Jam, Sie können weiter die Realität ausblenden oder sich damit abfinden, dass das Virus um Schulen keinen Bogen macht. Kein anderer Beruf hat exakt diese Null Schutzmaßnahmen. Eine Schulklasse mit 30 Schülern in einem geschlossenen Raum mit häufigem Sprechen gehört zu den Hochrisikobereichen. Eine FFP2 mit einem infektiösen Schüler über 6 Stunden in einem Raum hilft Ihnen auch nicht mehr. Es würde den Lehrern schon helfen, wenn das endlich zugegeben würde und man sie nicht weiter damit verschaukelt, dass das Setting ungefährlich ist. Woher glauben Sie, dass die 75 Prozent Infektionen im häuslichen Bereich kommen? Aus der Shisha Bar? Nein.
      Sie verlangen also von einer Berufsgruppe, bei der viele über 50 sind, dass diese ohne Schutz arbeiten soll, dazu noch brav lächeln darf, aber ansonsten die Schnute zu halten halt?
      Hätten Sie gerne den Feudalismus zurück?

    • Lieber Knölli,
      Kommentar ist völlig sinnentleert!!!
      Nicht zuletzt, jedoch nicht nur, wegen unsinniger Referenz (siehe nachfolgende Frage):
      Auf wen beziehen Sie sich, von wem sprechen Sie hier beim Gebrauch von „Ihre“ (Possessivpronomen 2. Person Plural)?

    • Aber nicht doch – denken Sie an die Erderwärmung.

      Apropos, wenn die lieben Kleinen sich nicht nur freitags für den „climate change“ stark machen würden, würde das zwar bezüglich der Klimaproblematik nichts verändern – aber zumindest müsste nicht der Versuch gemacht werden, Unterricht im Regelbetrieb zu simulieren. Versuche, die nicht funktionieren, sollte man beizeiten einstellen.

  2. Ich hatte schon Angst, dass die Gewerkschaften gar nicht aus den Sesseln kommen.
    Es ist absolut unverantwortlich, rund 30 Leute in einen Raum zu lassen! Herr Spahn sagte gestern deutlich, dass Masken schützen, aber nicht zu 100%. Er ist ja selbst erkrankt.
    Deshalb ab Montag bitte: halbe Klassen und Mundschutz.Die Halloweenpartys am Wochenende, quasi die letzte große Chance vor dem Quasi-Lockdown, werden die Zahlen steigen lassen. Das Ganze kommt dann in die Klassen…

  3. Warum werden jüngere Klassen hier von den Forderungen schon wieder ausgenommen? Das ganze muss ebenso so für Grundschule und für 5-7 gelten, und im Übrigen muss sich auch ganz grundsätzlich was bei den vorschulischen Betreungseinrichtungwm ändern. Machen jetzt Lehrervertretet mit bei „die stecken sich ja nicht an“ oder „Kinder sind keine infektionstreiber“?

    • Ich stimme Ihnen zu und bin genauso frustriert mir das alles ansehen zu müssen.
      Leider gibt es keine Kinderlobby. In den ganzen Forderungen habe ich nie gehört „Schützt die Kinder“. Das kommt mir in der ganzen Diskussion zu kurz.
      Die Untätigkeit der Kultusminister ist auch kaum zu ertragen.
      Jeder der von dynamischen Geschehen spricht ist meiner Meinung nach in Mathe zu schlecht gewesen. Es war klar, dass es mehrere Wellen geben wird, und dass die Zweite wohl heftiger wird war auch klar. Ebenso das Präventionsparadox ist bekannt, dem hätte man entgegenwirken müssen. Was jetzt passiert ist für mich wirklich kaum noch zu ertragen. Wer Kinder hat leidet wirklich in allen Bereichen.

    • @total frustriert Ich stimme Ihnen ebenfalls sehr zu!!!!

      Die kleinen Kinder sollen also noch mehr verheizt werden?? Ist deren Gesundheitsschutz noch weniger wert, weil sie eine Betreuung benötigen? Das ist doch keine Begründung dafür, dass Sie KEINEN MINDESTABSTAND in der Grundschule zugebilligt bekommen. Zumal zum Meldestand 20.10.2020 (Meldewoche 42) vom RKI 3! Todesfälle in der Gruppe 0-9 und 2! Todesfälle in der Gruppe 10-19 Jahre gemeldet wurden. Also ALLE Schüler haben ein Recht auf Infektionsschutz!!! damit auf Mindestabstand, damit auf halbe Klassen! Wer sein kleines Kind nicht selbst betreuen kann oder möchte, gibt es bei Bedarf in eine Notbetreuung. Ich finde die Forderung des Philologenverbandes in dieser Hinsicht inakzeptabel. Ich bin fassungslos! Auch die Grundschullehrer würden damit einem deutlich höheren Infektionsrisiko ausgesetzt.

  4. Ich finde es auch sehr unverantwortlich das in den Schulen so umgegangen wird.
    Es steht Weder ein Hygiene Konzept noch der Abstand kann gewährleistet werden.
    Die Schulen sind nicht genug ausgestattet mit Desinfektionsmittel und die Schüler wechseln noch bei überfüllten Klassen die Räume und Plätze… Auch wenn es für jeden Raum eine Sitz Ordnung gibt sehe ich das Konzept hier als absolut fehlgeschlagen.
    Die Klassen müssen mindest auf die Hälfte getrennt werden um ansatzweise dem folge leisten zu können.
    Anfang des Jahres war Frau Gebauer diejenige die gesagt hat die Schulen sind Dr Hot Spot. Jetzt wo es weit aus schlimmer mit den Zahlen ist. Heisst es wir erhalten die Bildung…unter allen Umständen?
    Ich glaube die Bildung erhalten wir auch genauso im home schooling. Denn in der heutigen zeit wisse alle sitzen die Kids lieber am PC warum dann nicht jetzt auch für sie schule

  5. Wieso sollte es ein Konzept geben, wenn escim normalen Schulltag schon s gut wie keine Hygiiene gibt sondern Intervallreinigung.

  6. War es nicht auch Scholl, der in der letzten Woche gefordert hat, dass Schüler nur mit amtsärztlichem Attest zuhausebleiben dürfen?
    Das war der Punkt, an dem ich mir ernsthaft überlegt habe, aus dem DPhV auszutreten.

    Anstatt dass wir uns über jeden freuen, der zum Selbst- und Fremdschutz zuhause bleibt, soll die Hürde höher gehängt werden? Damit Lehrer keine Mehrarbeit haben?

    Wie wär es denn entgegengesetzt: Schulpflicht aussetzen auf Eigenverantwortung der Eltern und ohne Beschulungsanspruch. Fernbetreuung dieser Schüler in einem Rahmen, der ihnen ermöglicht, das erreichte Niveau zu halten.
    Als Eltern eines schulpflichtigen Kindes wäre es mir doch in der jetzigen Situation sch…egal, wenn mein Kind ein Jahr wiederholt, wo ist das Problem? Zu teuer?

    In Frankreich gibt es heute mehr als eine Mio. aktiv Infizierte, das bedeutet bei einer Hospitalisierungsrate von 5% in etwa 50.000 Krankenhauseinweisungen! Unfassbar.
    Das kann uns in kurzer Zeit ebenfalls ins Haus stehen.
    Und da regt man sich über verpassten Unterricht und Verzögerungen in der Schullaufbahn auf? „Der Philologenverband Baden-Württemberg bekenne sich zu dem Ziel, die Schulen und Kindergärten auch in Coronazeiten möglichst weitgehend offen zu halten.“

    Oder geht es auch den Philologen nur noch darum, dass Schule ihre Kompensations- und Opferfunktion für Wirtschaft und Gesellschaft erfüllt?

    Dann bitte konsequent im Sinne dessen, was z.B. Streeck propagiert und was auch der WHO-Virologe Stöhr bekundet, denn Streeck steht da offenbar nicht alleine:
    Laut diesen Wissenschaftlern ist eine Durchseuchung unvermeidbar, Stöhr behauptet, das Virus höre nicht eher auf, als bis es „alle“ erreicht habe, einen anderen Weg gebe es nicht.

    Dann machen solche Konzepte Sinn: Risikogruppen abschirmen, Jüngere und ganz Junge an die Front, einziges „Schutzziel“ => Gesundheitssystem aus- aber nicht überlasten, während die Weltbevölkerung sich nach und nach infiziert. Dann passt es, dass der Nachwuchs einfach weitermacht, während Millionen Alter und Älterer und halt auch etliche Jüngere sterben.
    Dann will ich aber auch kein Gesäusel von Bildungsanspruch und angeblicher Eindämmungsabsichten mehr hören, dann weiß man, woran man ist und kann sich überlegen, wie man sich in Sicherheit bringt.

    Denn offenbar ist der wirtschaftliche Zusammenbruch für diese Denkweise das größere Übel und ein Ausbremsen der Pandemie auf Kosten der Ökonomie bis zum Impfstoff oder wenigstens bis zum wirksamen Medikament nicht vertretbar!

    Mein Anspruch als Bürger/in eines demokratischen Rechtsstaates: Man soll mir gefälligst reinen Wein einschenken, wohin die Reise gehen soll, anstatt uns mit widersprüchlichen Informationen und Maßgaben ins geistige Delirium zu befördern.

    • Ist hier eigentlich niemanden klar, dass unser gutes Gesundheitssystem nur durch die „böse Wirtschaft“und unseren Wohlstand finanzierbar ist und dass Arbeitslosigkeit, Wohlstandsverlust , Bildungsverlust etc. ebenfalls sehr schnell gravierende gesundheitliche Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft haben werden.?Wohlstandsverlust kostet Lebensjahre .
      Viele Untersuchungen und Therapien sind nicht finanzierbar wenn „die Wirtschaft“ am Boden liegt. Das trifft dann auch die hier überproportional vertretene Risikogruppe.
      Kapieren Sie alle das nicht?
      Man kann nicht wochenlang alles schließen. Das “ die Wirtschaft“ nicht vollends am Boden liegt ist auch für ihre Gesundheit, Lebenserwartung etc.wichig.
      Und dafür müssen Menschen arbeiten gehen…es können ja nicht alle Beamte sein…und u.a.deshalb müssen Kitas und Schulen geöffnet bleiben. Das ist nicht verwerflich sondern essentiell. Es kann nicht ganz Deutschland zu Hause sitzen und trotzdem Geld bekommen.
      Mal ganz abgesehen von der wichtigen Funktion, die Schule und Kitas für sozial Schwache haben. Die Jugendämter lassen Grüßen. Der erste Lockdown war aus der Sicht eine Katastrophe für viele.
      Aber das scheint die Lehrer in diesem Forum nicht zu interessieren oder übersteigt es wirklich ihren Horizont?
      Wieso immer gleich Schulschließungen oder Hybridlernen fordern. Man könnte als erstes mal konsequent ( Schüler und Lehrer) im Unterricht Maske tragen. Ist kein Hexenwerk .
      In der Schule meiner Kinder trägt kein einziger Lehrer im Unterricht eine Maske. Und ich wette, die Kommentatoren hier auch nicht alle. Besser dann doch gleich zuhause bleiben ?

      • Hallo Jam. Vielen Dank für diesen Kommentar. Er spricht mir aus der Seele- nicht.
        Frage: Was ist denn für Sie ein Schulgebäude? Ein öffentlicher Raum? Da muss Maske getragen werden und Abstand gehalten werden. Oder eine private Veranstaltung? Sind auch nicht mehr erlaubt.
        Warum werden Betriebe geschlossen, die sich nicht an den Arbeitsschutz halten? Egal, ob sie systemrelevant sind oder nicht?
        Ich konnte in Ihrem Beitrag keine logische Begründung/Erklärung finden, warum sämtliche Vorgaben in der Schule nicht gelten sollen.
        Vielleicht können Sie diese ja noch liefern.
        Ich danke Ihnen schon einmal im voraus.

        • Maske muss getragen werden wenn die Abstände nicht gewährt werden, richtig.
          Vielleicht hätten Sie bis zum Ende lesen sollen. Ich bin absolut fürs Maske tragen im Unterricht und zwar für alle Seiten, Schüler und Lehrer.
          Der Präsenzbetrieb muss weiter laufen aus vielerlei Gründen. Siehe oben. Wem sich nicht erschließt warum die Wirtschaft wichtig für die Lebenserwartung und Gesundheit aller, v.a.auch der Kinder ist dem ist nicht mehr zu helfen. Sollte ein studierter Lehrer eigentlich verstehen.
          Auch wenn der Beamtensold im.er weiter rollt. Irgendwo muss auch dieser erwirtschaftet werden.
          Maske tragen sollte da selbstverständlich sein.
          Allerdings weiß ich von einer befreundeten Lehrerin, dass die meisten ihrer Kollegen die Maske nur auf dem Flur tragen und als erstes runterreißen sobald sie das Lehrerzinmer betreten, klingelts?

          • Lieber Jam, auf den arroganten Ton des ewig alles besser Wissenden gehe ich jetzt mal nicht ein.

            Punkt 1: Wirtschaft ist wichtig für Gesundheitssystem und insgesamt, so wie auch von Ihnen beschrieben. FÜR die Wirtschaft und auch insgesamt wäre es das Allerbeste, wenn man einfach mal 3 Wochen ALLES schließen und sämtliche Kontakte einstellen würde. Danach könnte man mit den bekannten Konzepten und Maßnahmen zunächst wieder nahezu „normal“ leben und wirtschaften. Dummerweise gibt es aber in dieser Gleichung immer ein paar Idi…, die diejenigen Fakten, die mittlerweile x-fach belegt sind immer noch nicht zur Kenntnis nehmen wollen, sich nur Rosinchen aus zweifelhaften Quellen herauspicken, die ihr Weltbild bestätigen, oder aus maximalem Egoismus heraus nicht mitziehen. Somit müssen wir halt immer ewig lange härtere Maßnahmen durchziehen und ständig schnelle Rückschläge fürchten.

            Punkt 2: An meiner Schule tragen wir Kolleginnen und Kollegen alle Maske, auf dem gesamten Schulgelände auch draußen und natürlich auch im Unterricht. Ich persönlich nutze FFP2 und setze sie nicht eine Sekunde ab. Essen und Trinken verkneife ich mir. Hingegen muss ich in jeder Pausenaufsicht, vor allem mit Klassen 6-7, ständig 50mal die Kinder erinnern, die Masken aufzusetzen. Sie liefern sich das übliche Katz- und Mausspiel mit den Aufsichten. Stehen sich teils Gesicht an Gesicht gegenüber und schreien sich gegenseitig an, da laut auf dem Hof. Mir mittlerweile egal. Irgendwann kann man nicht mehr helfen. Häufig hört man auch Aussagen wie „Meine Mutter hat auch gesagt, das das alles Quatsch ist“…Dort die Analogie zu Ihrer Aussage: Wer immer noch nicht geschnallt hat (ob studiert oder nicht) wie die Situation aussieht, dem ist nicht mehr zu helfen.

            Punkt 3: Ja, ich bin verbeamtet und erhalte meine Bezüge. Ob man es glaubt oder nicht, aber ich habe mich auch ein Stück weit bewusst für einen krisensicheren Job entschieden. So leid mir die Menschen mit Lohn-/Umsatzeinbußen tun, ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass ich einen sicheren Beruf ergriffen habe. Dafür gibt es viele viele andere Nachteile… Unternehmer sein hingegen, heißt Freiheiten, sein eigener Chef sein, etwas erreichen wollen. Die schönen Seiten werden gerne genossen. Klingt toll aber mit Unternehmen geht man halt auch immer ein Risiko ein. Solange alles gut ist, toll. Wenn aber eine internationale Krise kommt, an der niemand Schuld trägt, will man von dem Risiko nix mehr wissen und schießt auf die, die sich für sichere Berufe entschieden haben. Das wäre ja unfair, dass die weiter Geld verdienen, wenn’s einen selber erwischt. Hat nur dummerweise nichts mit Fairness zu tun. Ich habe mich für einen krisensicheren Job entschieden und muss dafür aber auch der Dienstpflicht nachkommen, egal unter welchen widrigen Umständen, wie man sieht…. Ich kann mich nicht bewusst für einen unsichereren Job entscheiden und mich dann später beschweren über die, die auf Sicherheit mehr Wert gelegt haben.

          • @Jam: „dass die meisten ihrer Kollegen die Maske nur auf dem Flur tragen und als erstes runterreißen sobald sie das Lehrerzinmer betreten“ – Das ist bei uns aber DEFINITIV anders!

      • Es ist ja offensichtlich nicht gewollt, dass wenigstens die SchülerInnen ab 13 Jahren im Unterricht eine Maske tragen, um andere und sich selbst zu schützen. Was nützt die ffp2- Maske (habe mir bereits im Mai für viel Geld 100 Stück gekauft, da Hochrisikoperson in meinem Haushalt), wenn man die Räume schlecht lüften kann und quasi stundenlang in aerosolbelasteter Luft arbeiten muss. Leider gibt es auch KollegInnen, die das Maskentragen nicht ernst nehmen. Abgesehen davon wird man häufig von den SchülerInnen aufgefordert, die Maske abzunehmen, weil man damit schlechter zu verstehen ist. Muss man ja nicht machen, aber kann schon zum Problem werden, besonders in Fremdsprachen, wo viel vor- und nachgesprochen werden muss.

      • @Jam

        „Aber das scheint die Lehrer in diesem Forum nicht zu interessieren oder übersteigt es wirklich ihren Horizont?“

        Ja, muss wohl so sein: Es übersteigt unseren Horizont.

        Schade, dass Sie nicht an vielen Orten gleichzeitig sein können, um die geistige Erleuchtung breit über das Land scheinen zu lassen …
        Andererseits …
        Warum versuchen Sie nicht genau das?
        Die WELT braucht gerade jetzt „große Hirne“ wie Sie.

        Ähnliche Weisheiten kamen schon von anderen begnadeten Denkern. (Es kann kein Zufall sein, dass das allesamt keine Lehrkräfte waren …)
        Gründen Sie doch mit denen ein neues Forum.
        Wir (= die mit dem eher überschaubaren Horizont) besuchen Sie dort gerne.

        Als nächsten Beitrag verlinken Sie dann bitte Ihr neues Forum.
        Bis dahin sind Sie dann sinnvoll beschäftigt.

      • Jam,
        wenn die exponentielle Entwicklung sich so fortsetzt, wird weder die Wirtschaft, noch das Gesundheitssystem florieren.
        Das verstehen Sie aber sehr offensichtlich nicht. Arbeiten Sie täglich ohne jeden Schutz? Oder sitzen Sie gemütlich im HO und wollen sich nur nicht mit Ihren Kindern beschäftigen?
        Wären Sie Krankenhausmitarbeiter, wüssten Sie, dass alle nur noch darauf hoffen, dass diese zweite Welle glimpflich vorüber gehen wird.
        Die, die wirklich an der Front sind, wissen, dass Lehrer im Augenblick einen ähnlich gefährlichen Job haben. Sie gefährden jeden Tag ihre Gesundheit, damit die Kinder der Wirtschaft zuliebe verräumt sind.
        Worüber beschweren Sie sich also?
        Dass ein geringer Anteil diese psychischen Belastungen nicht erträgt? Dann ist es sein gutes Recht, sich um die eigene Gesundheit zu kümmern. Es ist übrigens auch ein nicht geringer Anteil der Pflegenden krankgeschrieben. Sind die auch Drückeberger?
        https://www.sol.de/news/update/News-Update,476574/Krankenstand-in-der-Pflege-hoeher-als-in-allen-anderen-Branchen,476357

        • @xyz: Äh, gibt es nicht in Gesundheitsberufen eine recht hohe Zahl von Infizierten (meiner Erinnerung nach macht das Gesundheitspersonal ca. 10 Prozent der Infizierten aus, was sicher nicht dem Anteil an der Gesamtbevölkerung entspricht), könnte das nicht auch ein Faktor sein?

      • @Jam
        Heute (!) kam von unserer Bildungsministerin die Anweisung für die Maskenpflicht im Unterricht.
        Wir hatten diese bereits seit Montag selbstverantwortlich an unserer Schule eingeführt. Sie ahnen nicht, welch‘ unverschämte E-Mails und Anrufe, teils mit Androhung von Gewalt, sich Schulleitung und Klassenleiter gefallen lassen mussten. Zudem ist die Schulleitung (wenn keine Anweisung vom Ministerium vorliegt) direkt haftbar, sollte es zu Schäden bei unseren SuS kommen. Würden Sie dieses persönliche Risiko eingehen?
        Es ist immer schwierig für Außenstehende, die momentane sehr problematische Situation in Schulen einzuschätzen. Ohne Anweisungen von „oben“ gibt es keine rechtliche Handhabe, Maßnahmen durchzusetzen.
        Was bleibt unterm Strich: „Fenster auf“! Mehr haben wir zur Zeit nicht an Schutzmaßnahmen. Oberflächenreinigung, Abstand, Schutzausrüstung (Plexiglas…), Desinfektion gibt es nicht.
        Mal ganz abgesehen davon, dass die meisten SuS mit ein und derselben Maske die ganze Woche in die Schule kommen. Viele Eltern haben nicht das Geld, ihre Kinder mit Masken zu versorgen. Das bedeutet jetzt mit der durchgehenden Maskenpflicht eine Verschärfung des Problems. Ich versorge meine Klasse mit Masken. Das macht für 21 Schüler (ja, ich hatte Glück, kleine Klasse) pro Tag 42 Masken. Von 7:30 – 16:00 Uhr sollte man pro Kind 2 Masken planen. Lange kann ich das nicht machen, denn Sie dürfen gerne rechnen, was 43 Masken pro Tag kosten. Und ja, ich zahle diese privat.
        Wie Sie also sehen, gibt es Probleme, die Sie als Außenstehender nicht auf den ersten Blick wahrnehmen. Ein bisschen mehr sachliche, zielorientierte Kritik wäre, denke ich, angemessen.

        • „Was bleibt unterm Strich:
          „Fenster auf“! Mehr haben wir zur Zeit nicht an Schutzmaßnahmen. Oberflächenreinigung, Abstand, Schutzausrüstung (Plexiglas…), Desinfektion gibt es nicht.“

          Gefährdungsbeurteilung und Hygieneplan gibt es auch nicht ?

          Andernfalls liegt die beschriebene Situation aber ausnahmsweise mal nicht nicht an „oben“.

          • „Fenster auf“ ist der Hygieneplan, mehr ist von den KuMi nicht vorgesehen. Ach nein, ich vergaß: feste Sitzplätze und Sitzpläne gibt es auch noch.

          • Natürlich gibt es einen Hygieneplan. Theoretisch. Wenn Sie allerdings bei der Reinigungsfirma nach Oberflächenreinigung fragen, verziehen die das Gesicht – kein Personal. Wenn man dann zum Schulträger weitergereicht wird, lächeln die nur noch müde. Um dem entgegenzuwirken, hat (wer auch immer) Oberflächenreinigung zur unnötigen Maßnahme erklärt und vom Hygieneplan gestrichen. Und jetzt raten Sie mal, wer diesen konzipiert! Richtig! Der Schulträger.
            Was bleibt also unterm Strich (Ich wiederhole mich wirklich ungern.): Das, was unsere KM für nötig erachtet: Lüften und seit gestern Maskenpflicht im Unterricht.
            Heute (!) rief mich eine Mutter an und teilte mir mit, dass ihr Vater gestern mit dem Notarzt ins KH transportiert wurde. Corona-Test positiv. Die Schülerin saß gestern 3 Stunden direkt neben mir. Da wird nichts passieren – ich kann froh sein, dass die Mutter mich informiert hat.
            Ich bin heilfroh, dass meine Klasse sich wirklich an alle Regeln einigermaßen hält. Wenn ich in meinen 31er Ethikkurs muss, wird mir mittlerweile schlecht.

      • Lieber Jam,
        unsachliche, gar bösartige Unterstellungen sind niemals zielführend, zeugen lediglich auch von Ignoranz.

        Auf derartig dümmliche Provokationen eine Replik zu formulieren, wäre reine Zeit- und Energieverschwendung – und zudem unter unserem Niveau.

        Im Übrigen können Sie versichert sein, dass wir LehrerInnen durchaus Kenntnis von den Zusammenhängen „Staatswesen – Gesellschaft – Wirtschaft“ haben.
        Über Gemeinplätze pflegen wir uns hier im Forum aber nicht auszutauschen.

    • Ja, mit der Forderung, dass SuS nur noch mit Attest daheim bleiben können, hat sich der PhV BW keinen Gefallen getan.
      Vermutlich hat man die Mehrbelastung der KuK gesehen, die durch die zusätzliche Heimbeschulung entsteht, gesehen.

      Aber es ist und bleibt so: Es ist richtig und vernünftig, dass Eltern selber entscheiden dürfen, ob sie ihr Kind diesem fiesem Experiment aussetzen oder nicht.

      Jedes Kind das daheim bleibt ermöglicht mehr Abstand für die Ölsardinen im Klassenzimmer.

  7. Die Prioritäten sind meines Erachtens einfach falsch gesetzt. Bildung vor Gesundheit: das ist zynisch. Wenn die Schüler mal ein Schuljahr verpassen: so what? Es ist PANDEMIE!!! Und die Studenten verpassen auch ein Studienjahr, haben keine Präsenzveranstaltungen mehr seit März. Die Forderung der Einhaltung der RKI-Empfehlungen sollte für ALLE Schulklassen eingefordert werden, denn auch die kleineren Schüler können ja sehr wohl als Überträger fungieren, und das Virus in ihre Familien tragen. (Warum eigentlich DÜRFEN Schulen Präsenzveranstaltungen abhalten, Unis hingegen nicht? Alles sehr unausgegoren. Mein Vorschlag: ABSTAND und RKI-Empfehlungen für ALLE Bereiche des öffentlichen Lebens!)

  8. Was im Prinzip amüsantes, wenn auch nicht für mich.
    Im Laufe der Woche war ein Schüler in meinem Unterricht.
    Dieser wurde mit für Corona untypischen Symptomen (Magen) nach hause entlassen.
    Dann kam am nächsten Tag Halsweh dazu. Test. Positiv.
    Er war drei Stunden mit mir in einem Raum und hat zwei mal aus etwa 1 m Abstand mit mir gesprochen (zum Glück mit Maske).
    Wie geht es jetzt weiter. Welche Mitschüler müssen in Quarantäne? Muss ich in Quarantäne? Andere Lehrer auch?
    Allerorten ratlose Gesichter. Offensichtlich besteht keine festgelegte Vorgehensweise beim Auftreten von Corona Fällen. Damit konnte ja auch niemand rechnen.
    Das Gesundheitsamt vom Wohnort des Schülers meint durch die Masken wäre für Lehrer und Mitschüler kein Handlungsbedarf. Das Gesundheitsamt des Kreises in dem unsere Schule liegt studiert Sitzpläne und überdenkt die Lage.
    Entscheidungen, Fehlanzeige.
    Bin jetzt heim und warte mal ob ein Anruf kommt. Schulleitung, Gesundheitsamt oder auch nix.
    Man darf gespannt sein.
    Eigentlich sollte man an die presse schreiben. geht denen aber wohl am Arsch vorbei.

  9. Die Frage ist doch, wass soll gebildet werden?

    a) die SuS
    b) ein Infektionsherd
    c) Herdenimmunität
    d) außerparlamentarische Opposition

  10. Entscheidung ist da.
    Der Schüler selbst und ein Mitschüler, der direkten Kontakt ohne Maske hatte (Fahrgemeinschaft) sind in Quarantäne. Die restliche Klasse und alle Lehrer sind durch die Masken nicht gefährdet worden.
    Wenn ich nix habe ist ja alles gut. Sollte ich mich doch infiziert haben, werde ich analog zum Ratschluss des Ministeriums und des Gesundheitsamts den Virus innerhalb der nächsten Woche fröhlich in die Welt tragen.

    • Tragen Sie bitte (freiwillig) eine Maske und schützen Sie Ihre Umwelt, wenn das überforderte Gesundheitsamt schon nicht einschreiten will.

    • Volle Zustimmung. Die Kleinen sind genauso infektiös und können das Virus genauso in die Familien zu den Eltern einschleppen (auch wenn sie seltener schwer erkanken – was wiederum nicht heißt, dass sie gar nicht erkanken!

      Das haben mehrere Virologen doch schon vor Monaten klargestellt. Ich verstehe nicht, warum sie trotzdem seitens vieler Medien immer noch bewusst als „sicher“ bezeichnet werden. Durch und durch unethisch.

  11. Nichts von alledem wird ausreichen. Warum wird immer ignoriert, was andere Länder vorgemacht haben?

    Wenn man wirklich und ernsthaft sicher Schule bei den jetzigen Infektionszahlen durchführen will, dann muss man Geld in die Hand nehmen, und zwar viel Geld.

    Abstand UND Masken UND Lüften/Luftfilterung

    Bei den aktuellen Infektionszahlen ist das kein ODER mehr, sondern ein UND. Wenn man dazu nicht bereit ist, dann verzögert man den Lockdown nur und erhöht die Anzahl der Opfer.

    Die KMK hat einstimmig gesagt, dass sie Regelbetrieb wollen, WENN es die Infektionszahlen zulassen. Sie haben sich stets darum gedrückt, das zu definieren. Einzig Bayern hatte das kurz mal aus <50 definiert, das dann aber schnell wieder rückgängig gemacht, als ihnen klar wurde, dass das dann nichts wird.

    Die aktuellen Zahlen lassen eben keinen Regelbetrieb zu, auch nicht, wenn man Alibi-Maßnahmen macht. Man heizt die Pandemie damit nur noch weiter an.

  12. mit so einer Regierung möchte ich nicht auf der „Titanic“ hocken. Frauen und Kinder zuerst würde dann heißen – Kinder zuletzt, die gehen nicht unter.

    • Es würde in etwa so formuliert werden:
      Es gibt bisher keine Evidenz dafür, dass Kinder schneller als Erwachsene ertrinken. In früheren Studien wurde bereits gezeigt, dass selbst Säuglinge die unter Wasser getaucht werden kein Wasser in die Lunge bekommen. Die Kultusminster folgern daraus, dass Kinder durch das sinkende Schiff nicht gefährdet sind. Es reicht ab und zu die Bullaugen zu öffnen um für eine ausreichende Durchlüftung zu sorgen. Hierfür müssen die Mütter sorge Tragen.
      Die Empfehlungen des Kapitäns Mütter und Kinder zu erst in die Rettungsbote zu lassen ist seltsam.

    • Ne die Kinder des Otto Normal Verbrauchers gehen unter, die Kinder des Wohlstands bleiben behütet entweder im Internat, wo die jeweiligen Hygiene Regeln noch schwerer Umzusetzen sind, als an einer gewöhnlichen Schule. Oder die Kinder des Wohlstands bleiben erstmal zuhause. Es werden gerade Unterschiede gemacht. Dadurch das Kinder vom Wohlstand gerade jetzt dadurch leiden, dass sie abhängige gemacht werden durch Machtstrukturen ihrer Eltern oder Großeltern ( wie zum Beispiel einer Gräfin Tuhrn von Taxis) ist es obsolet sich darüber Gedanken zu machen. Die Wahrheit ist, daß Wohlständige Kinder und Jugendliche nie Gedanken machen müssen, wie ihre Zukunft aussieht.
      Arme Kinder hingegen schon. Hilfeplangespräche, in denn Genuß werden Wohlständige Kinder und Jugendliche nie kommen. Denn der kürzere Dienstweg, der Beschwerdestelle, zu einschlägigen Ministern ist kürzer als zu dem der Rest der Bevölkerung.

      • Seist nicht klar, worauf sie anspielen,
        aber Hilfeplangespräche werden für alle Kinder gehalten, die Hilfe bekommen, z.B. eine Unterrichtsbegleitung.

  13. Bitte nicht Berufsgruppen gegeneinander ausspielen. Ich waere als Mutter froh, wenn wenigstens das Wechselmodell eingeführt würde, um mehr Abstand und kleinere Gruppen im Schulbetrieb zu erreichen. Der Landkreis Limburg-Weilburg führt dies ab Montag an. Ich hoffe auch in RLP zieht man schnellstmöglich nach. Jegliche Einschränkung im öffentlichen Leben ist ad absurdum geführt solange Schulen die Abstandsregeln nicht einhalten können. Da Kinder die Infektion meist leichter erfahren und es gar nicht festgestellt wird, verteilen sie das Virus. Das führt dann lokal immer wieder zu unplanbaren Quarantänen im Klassenverband inkl. Lehrer und damit zu unplanbarem Unterrichtsausfall auch für andere Klassen. Regelbetrieb ist das nicht. Lediglich Kinderaufbewahrung damit Eltern arbeiten können. Wenn sie nicht gerade mit Kind in Quarantäne sind….

  14. An Jam @
    Wenn ich Ihre gehässige Art hier so lese ,scheinen sie ziemlich frustriert zu sein.Wenn sie als Arzt oder Krankenpfleger arbeiten,dann bitte kann man doch hoffen,dass die Versorgung von Menschen auch unter Einsetzung ihrer Gesundheit von vorneherein wohl klar sein gewesen sein dürfte oder nicht ?Vielleicht fällt Ihnen das aber auch jetzt erst auf ? Lehrer haben diesen Umstand aber nicht automatisch mit drin,sondern sollen nur unsere Jugend unterichten.Ich glaube nicht, daß man diese beiden Berufe vergleichen kann .Vielleicht haben sie den falschen Beruf,den ihr Leben dafür einzusetzen, scheint Ihnen auch nicht so gut zu gefallen ,oder?Also greifen sie hier nicht andere Berufsgruppen an ,deren Bedenken mehr als gerechtfertigt sind.

  15. An Jam,
    stellen Sie sich vor, es sind nicht alle Lehrer verbeamtet und Staatsdiener. Will ich gar nicht sein, sondern bin über 40 Jahre angestellter Lehrer. Hätte schon längst im Ruhestand sein können und stellen Sie sich vor, ich arbeite noch immer, und ganz bestimmt nicht wegen der „Kohle“. Ich finde es es unverschämt, wie Sie über einen für Sie „fremden“ Berufstweig urteilen.
    Und das verbitte ich mir. Wenn der Lehrerberuf ein so erstrebenswerter Beruf “ der faulen Säcke ist, wäre doch super, wenn Sie umschulen. Lehrermangel gibt es allerorten. Übrigens, meine andere „bessere Hälfte“ kommt aus der Wirtschaft und unterstützt mich in meinem= unseren Protest gegen mangelnden Schutz an Schulen. Und ich werde als“ nicht Staatsbediebsteter“ alles! dafür tut, dass die „Esperten“ der KMK endlich ihre Pflicht tun und für Schutzmaßnahmen an Schulen sorgen.
    Das bin ich meinen Schülern, Kollegen und auch Eltern schuldig.
    Alles andere ist unverantwortlich, fahrlässig und unproffessionell.

  16. wer gestern die sendung mit LANZ gesehen hat, weiß nun, wohin die reise geht.
    der hamburger bürgermeister tschentscher äußerte sich dahingehend, dass er weiß, wie die schulsituation ist, aber die wirtschaftlichen belange wiegen schwerer.
    der ehemalige WHO-epidemiologe stöhr, heute bei der pharmafirma “ NOVARTIS angestellt, erklärte deutlichst, dass schulschließungen mit werksschließungen gleichzusetzen sind.
    wirtschaft über alles. schule bleibt offen, um jeden preis. dann sollten die KM aber auch schleunigst etwas für die sicherheit der schüler, des lehrpersonals und damit auch für die eltern tun, ein bisschen händewaschen und lüften reicht bei weitem nicht aus.
    die stoffmasken halten etwa 15% der virenlast zurück, auf die für das lehrpersonal versprochenen FFP2-masken warten wir noch heute.
    man kann nur hoffen, dass das RKI nicht nur empfehlungen herausgibt (bei inzidenzwerten von >50 klassen teilen), sondern verbindliche vorgaben erlässt.
    ich bin mir sicher, dass die gerichte mittlerweile auch in ihrem kurs umschwenken, denn sie berufen sich bei ihren urteilen immer auf vorgaben des RKI.
    wenn genügend urteile in dieser richtung ergehen, werden die KM einknicken.

    • So ist es, dagegen vorgehen und Streiken! So läuft es in jeder Branche und es funktioniert! Der brüllende Löwe erreich sein Ziel! Sonst schert sich kein Schönredner darum. Schon lustig, wie weit manche die Klappe aufgerissen haben, bis sie selbst davon betroffen sind… Überall dasselbe, große Angeberklappe und nur heiße Luft dahinter.

  17. Eben gelesen:

    „16.17 Uhr: Studie enthüllt – wesentlich mehr Kinder infiziert
    Eine neue Studie aus Bayern hat jetzt überraschende Erkenntnisse zum Coronavirus geliefert. Demnach gehen Forscher davon aus, dass die Zahl der infizierten Kinder sechs Mal höher ist als offiziell gemeldet. Das berichtet das „Ärzteblatt“ unter Berufung auf das Helmholtz Zentrum München. Ein Team um Anette-Gabriele Ziegler hat in knapp 12.000 Blutproben von Kindern nach SARS-CoV-2-Antikörpern gesucht – und wurden signifikant häufiger fündig als es die Infektionszahlen des Bayrischen Landesamts für Gesundheit und Ernährung nahelegen.
    Die hohen Zahlen ließen auf einen milden Verlauf bei vielen der Betroffenen Kinder schließen. Auf Nachfrage habe sich unter den Eltern nur bei der Hälfte der betroffenen Kinder an Symptome erinnern können, die mit einer Corona-Infektion in Verbindung gebracht werden.“

    https://www.thueringen24.de/welt/article230776220/Corona-regeln-zahlen-neuinfektionen-rki-neu-lockdown-november-Coronavirus-news-covids-19-soeder-laschet-merkel.html

    Wäre interessant zu wissen, wie es mit weiteren Infektionen in den betreffenden Familien und im schulischen Umfeld ausgesehen hat.

  18. Unter demselben Link:

    „ Indes glaubt der Virologe [Streeck] eher daran, dass sich Ende nächsten Jahres eher viele Menschen immunisiert haben, sodass die Infektionsketten von selbst wieder abreißen. So würde die Pandemie durch das Virus selbst beendet werden.“

    Wenn der Schulbetrieb so ungeschützt weiterläuft, dann bestimmt. Wie viele Menschen bis dahin wohl am Virus gestorben sind, ist eine ganz andere Frage.

  19. Warum nur von der 7. Klasse aufwärts? Verstehe ich nicht. Mittlerweile wissen wir, dass auch Grundschüler und noch jüngere Kinder Überträger sein können.

  20. Noch ein Argument gegen die KMK:

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/antikoerperstudie-in-bayern-deutlich-mehr-kinder-und-jugendliche-mit-corona-infiziert-a-ddbfdf22-0325-4501-ba8a-7af350bc46b1

    „Das Coronavirus ist unter jungen Menschen offenbar deutlich stärker verbreitet als die offiziellen Meldezahlen annehmen lassen.“

    Das basiert auf Antikörper-Tests zwischen Januar und Juli, also einer Zeit, als die Schulen entweder zu oder nur im engeschränkten Betrieb waren. Die Kinder haben sich also im Wesentlichen zu Hause angesteckt, da aber auch deutlich mehr, als man bislang erwartet hatte.

    Ich bin gespannt, was vergleichbare Untersuchungen aus der Zeit der ungeschützten Schulöffnung zeigen werden… wenn man sie denn überhaupt durchführt.

  21. Wir leben in Wiesbaden ab Montag muss auch ab Klasse 1 MNS im Unterricht getragen werden, finde ich gar nicht gut.Denn Unser Kultusminister Herr Lorz betont immer wieder Kinder unter 10 Jahren sind fast bis gar nicht Ansteckenden ❗❗❗
    Wir haben 3 Kinder in den Klassenstufen 3 , 6 & 9,und mein Mann gehört zur Risikogruppe und da bei unseren großen in der Klasse immer wieder Fälle von positiven Kinder sind werden wir unsere großen Kinder vom Unterricht befreien lassen.
    Bis die Kleingruppen kommen

  22. Wir leben in Wiesbaden ab Montag muss auch ab Klasse 1 MNS im Unterricht getragen werden, finde ich gar nicht gut.Denn Unser Kultusminister Herr Lorz betont immer wieder Kinder unter 10 Jahren sind fast bis gar nicht Ansteckenden ❗❗❗
    Wir haben 3 Kinder in den Klassenstufen 3 , 6 & 9,und mein Mann gehört zur Risikogruppe und da bei unseren großen in der Klasse immer wieder Fälle von positiven Kinder sind werden wir unsere großen Kinder vom Unterricht befreien lassen.
    Bis die Kleingruppen kommen

  23. AUS DEM TAGEBUCH EINES DYNAMISCHEN AUS JUNGLEHRERS
    Als ich am Morgen das Klassenzimmer einer normalerweise mit 30 Kindern zwischen 16 und 25 befüllten Berufsschulklasse betrat, stellte ich erstaunt fest, dass sich nur wenige Schüler*Innen darin zu befinden schienen. „Guten Morgen, ich hoffe, ihr habt ordentlich Bildungshunger mitgebracht“, begrüßte ich die Klasse euphorisch, „wo sind denn die anderen?“ „Hier“, krächzte ein Schüler unter einem Tisch, „wir verstecken uns vor dem Virus“. „Fürchtet euch nicht!“, sprach ich, „ denn ich verkündige euch große Freude. Frau Eisenmann und die Kultusminister der anderen Bundesländer haben einstimmig beschlossen, dass das Virus innerhalb des Schulgebäudes ungefährlich und die Schule somit ein sicherer Ort ist.“ Erleichtert kamen die meisten Schüler*innen unter den Tischen hervor. Eine Schülerin allerdings maulte mit freigelegter Nasenspitze: „Und warum müssen wir dann Maske tragen?“ „Wegen Halloween“, gelang es mir geistesgegenwärtig zu erwidern. Ich hoffte schon, gefahrlos zur Hausaufgabe übergehen zu können, da meldete sich ein Schüler, der mir vom ersten Tag an unsympathisch gewesen war, und fragte: „Und woher weiß das Virus, was ein Schulgebäude ist?“. Darauf war ich nicht vorbereitet gewesen, welcher Spast hatte diesen Scheißschüler nur mit kritischem Denken infiziert? Bestimmt dieser übergewichtige Ü 60 – Kollege, der auch im Deutschunterricht die Schüler mit englischen Schimpfwörtern wie cunt bombardierte. Na, mit dem würde es Gott sei Dank ja bald ein Ende haben. Geschult an Donald Trump entschied ich mich für Augen zu und durch. „Das Virus leidet unter einer Schulphobie“, verkündete ich voller Überzeugung, „und lässt sich durch Bildung besiegen“. „Genau“, rief der mutmaßlich drogensüchtige Gymnasialabbrecher in der dritten Reihe, „ dulce et decorum est pro patria mori !“ Glücklicherweise sprang mir der Cancel culture – beseelte Klassenstreber bei.“ Mohr darf man nicht mehr sagen, Du Nazi“, empörte er sich.“ Und Zigeunerschnitzel auch nicht, gell, Herr Lehrer?“ Jetzt fühlte ich mich wieder sicher und kommentierte souverän: „Nein, denn die Würde des Menschen ist unantastbar.“ „Und jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“, ergänzte der Streber. Daraufhin sagte ich: „Wer hat die Hausaufgabe nicht gemacht? Wer sich gleich meldet, braucht keine Angst zu haben.“ Fast alle Hände gingen in die Höhe.

    ACHTUNG! BEI DIESEM BEITRAG HANDELT ES SICH UM SATIRE! Insbesondere weise ich darauf hin, dass der Ausdruck ‚Spast‘ hier im Rahmen von Rollensprache gebraucht wird und ich ihn nie verwenden würde, um damit auf reale Personen zu referieren.

  24. @Jam
    Seit August unterrichte ich ca. 150 Teenager pro Woche, ohne Masken oder Abstand. Erst seit letzter Woche tragen sie Masken (oder Visiere). Aber nicht für den Sport. Gestern war ich von 8 bis 14 Uhr in einer Sporthalle mit ungefähr 110 verschwitzten, schwer atmenden Teenagern, von denen keiner eine Maske trug. Müssen Sie unter solchen Bedingungen arbeiten? Ich denke nicht.

  25. Mal was, was mich echt beunruhigt.
    Heute 17 Uhr. In unserem kleinen Bundesland meldet der Videotext für heute 4 Corona Fälle in Kitas und 12 Corona Fälle in Schulen.
    Heute 20 Uhr. Videotext, keine Meldung mehr zu Corona Fällen an Kitas oder Schulen.
    Einfach weg!
    Hier bei uns wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen bleiben Meldungen meist mindestens zwei Tage in Videotext.
    Und jetzt, einfach weg.
    Ein Lob der freien Presse.
    Also Leute wendet euch mit euren bedenken ruh9og an die Zeitung oder das fernsehen. Die lachen sich tot.

  26. Was ist das für eine komische Schule? Bei uns tragen alle Lehrer den ganzen Tag eine Maske, sogar im Lehrerzimmer. Ich hatte heute den ganzen Tag sogar eine FFP2 auf – war etwas unangenehm, weil es gejuckt hat, aber mehr auch nicht. Aber können Sie mir bitte mal erklären, warum wir keine Masken gestellt bekommen? Unterricht ist NICHT unser Privatvergnügen! (Oder kaufen sich Krankenhausärzte und -schwestern ihre Schutzkleidung selber?)

  27. Sie sollten mal dem Ministerium einen mind. 15minütigen Face-to-face-Besuch abstatten…:))
    (Aber wahrscheinlich haben die sich mittlerweile eh völlig abgeschottet…)

  28. Wir haben Lüftungsbeauftragte. Alle 20 Minuten wird die Sardinenbüchse quergelüftet und alle müssen raus. Den Rest der Zeit sind die Fenster auf Kipp, den um das Lüften zu kompensieren sind die Heizung auf Höchststufe. Die Beine verbrennen, der Oberkörper friert. Drei Schichten reichen oft kaum. Meine Masken Laufe ich selbst und die Ersatzmasken für Kinder, wenn denen eine kaputt geht habe ich auch bezahlt. Da wir keine Waschbecken haben oder besser gesagt nicht genug haben fast alle Kollegen selbst Desinfektionsmittel gekauft. Die Kinder haben zumeist keins.
    Trotz dieser Vorsicht sind nun zwei Lehrer positiv, die Kinder werden nicht getestet, keiner außer ihm muss in Quarantäne. Woher er es hat: keine weiß es.

    Um Maßnahmen einhalten zu können brauchen wir halbe Klassen.

    Ichb muss zum Einkaufen, ich brauche wärmere Kleidung.

  29. https://www.tagesspiegel.de/wissen/wie-gelingt-der-kampf-gegen-corona-je-eher-der-lockdown-kommt-umso-besser/26568574.html

    „Und eine Maßnahme des Lockdowns in Deutschland im Frühjahr soll jetzt nach Möglichkeit nicht ergriffen werden: Schulen und Kindergärten zu schließen. Dafür gibt es gesellschaftlich eine Reihe von guten Gründen, Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Wiederaufnahme des Schul- und Kitabetriebs nach den Sommerferien zum inzwischen dramatischen Anstieg der Fallzahlen geführt hat. Inzwischen ist bekannt, dass Kinder sich und andere anstecken können ohne dabei selbst schwer erkranken zu müssen. Unklar ist immer noch, wie stark sie mit ihren täglichen Kontakten zu anderen Kindern, ihren Verwandten und Erziehenden das Infektionsgeschehen antreiben. Nur, dass der erfolgreiche Lockdown im Frühjahr auch ihre Kontakte drastisch einschränkte.“

  30. Puh, wenn ich das so lese wird mir Angst und Bange. Ich selebt abreite nicht als Lehrer, aber als Erzieherin, bin Mutter zweier Kinder.

    Hat irgend jemand von ihnen sich tatsächlich mal Gedanken gemacht welche Auswirkungen die Schulschließungen wirklich für die Kinder hat. Mal abgesehen davon, daß nicht alle Kinder (vorallem die und den Jahrgangsstufen 1-4) eine. Zugang bzw. Kenntnisse im Umgang mit PC haben. Ist der sozial Aspekt und der Schaden der durch die Distanzierung entsteht weitausgroßer als jeder wirtschaftliche Schaden.

    Ich denke es sollte für die Menschen, die sich schützen wollen eine sinnvolle Lösung gefunden werden. Wer mag auch mit einer ffp2 Maske, durch die sich das Atmen wesentlich erschwert ist und auch wie schon erwähnt in bestimmten Fächern tatsächlich contra produktiv ist. Aber das sollte jeder slebt wissen.

    In meine Beruf arbeite ich mit mehreren Kollegen in einem Raum, habe Kinder mit 1 Jahr die sich nicht mal die Nase putzen können, auf dem schoß sitzen.

    Aber trotzdem machen wir weiter und das den Kindern zu liebe. Schauen sie ich kann ihnen folgendes Fallbeispiel nennen. Kinder mit einem Jahr ließen sie relativ schnell und einfach Eingewöhnen. Diese haben aus Entwicklingspsychologischer Sicht die inneren Prozesse gerade abgeschlossen und öffnen sich nun nach außen. Die 2 Jährigen Kinder waren ganz ehrlich richtig harte Nüsse. Sie hatten teilweise Angst vor andern Kindern, konnten sich nur schwer auf die Einrichtung einlassen. Oder hingen nur an einer Bezugsperson. Wir haben ihm Team darüber reflektiert was es ist, da die Eingewöhnung diese Jahr so anders verläuft wie die Jahre zu vor und sind ganz klar und ein stimmig zu dem Punkt gekommen, dass die Isolation der Kinder mit der Haupt Grund dafür ist.

    So nun stell ich schon die Aussage kritisch in den Raum „was macht es schon wenn die Kinde ein Jahr keine Schule machen oder größtenteils allein vor einem PC sitzen“

    Ich persönlich habe Angst vor solch einer Generation. Und glaub das wir dadurch tatsächlich ein Menschenbild erschaffen bei dem es nur noch um den einzelne geht und keiner mehr auch nur weiß was es heißt Rücksicht zu nehmen. Den das haben die dann nicht gelernt. Sie waren ja dann nur für sich, auf sich allein gestellt oder wie leider in vielen Fällen auch allein gelassen.

    Zu dem Thema mit Kindern in einem Raum sein. Soll ich ihnen was sagen bei uns hat sich niemand bis jetzt angsteckt. Auch wenn überall die Zahlen hoch gehen. (was übrigens für Viren in den Monaten von Oktober bis März normal ist) und wir bei zahlen von 100000 auf 100 von einer Zahl sprechen die beudeuet das 0.1 % der Menschen im Landkreis positiv getestet wurden. Erkrankt heißt das ja noch lange nicht. Ich finde auch das unser System nicht funktioniert, aber das nicht erst seit corona. Wir Erzieher wundern uns immer wieder über kanke Kinder die in Einrichtung geschickt werden und verstehen die sinnigkeit nicht.

    Meine Mutter Beispielsweise ist seit meinem 9 Lebensjahr an der Krankheit Lupus erkrankt und aufgrund dessen imunsupresiert. Was für mich immer hieß, wenn die Erkältung Zeit los ging, hab ich doppelt so viel aufgepasst und war vorsichtig. Im Umfeld hat es weder Lehrer noch Mitschüler interssiert.

    Ich weiß nicht ob mein Beitrag irgend jemanden erreicht. Aber wie mehrmals erwähnt sie haben sich diesen Beruf ausgesucht und oh Gott bitte nicht wegen der Krisensicherheit, sondern wegen der KINDER, denn für die müssen wir Pädagogen nun da sein in der wirklich vertsörenden Welt.

    • „Den Kindern zuliebe“ und „für leuchtende Kinderaugen“…
      … machen Lehrkräfte unzählige und ungezählte Überstunden, die niemand sehen oder gar vergüten möchte (siehe Arbeitszeitstudie und Empfehlungen der Arbeitszeitkommission)
      … übernehmen Lehrkräfte die unzähligen außerunterrichtlichen Aufgaben, nicht nur Konferenzen, sondern Hilfeplangespräche, Berichte und Absprachen mit Ämtern, das Erstellen und Aktualisieren von zig Konzepten,
      … meistern Lehrkräfte laufend die Umsetzung kurzfristig angesetzter Änderungen, neuer Lehrpläne im laufenden Schuljahr, Umstellung der Leistungsbeurteilung in ständigem Wechsel, Schulreformen-Hü-und-Hot
      … setzen die KollegInnen ohne eine einzige Stunde Entlastung die Inklusion um und beschulen Kinder unterschiedlichster Schwerpunktbereiche,
      … erledigen alles rund um die Digitalisierung, Wartung der Geräte, zumeist auch Organisation derselben
      … bemühen sich KollegInnen um Spenden und Wettbewerbsgelder, um die mangelhafte Ausstattung der Schule verbessern zu können, andere setzen sich mit dem Schulträger auseinander, um auf dieser Seite der oft langsam und wenig stetig mahlenden Mühle Verbesserungen zu erreichen

      Hinzugekommen sind nun
      … das Umstellen des Unterrichts unter Hygienemaßnahmen, von denen heute nicht gilt, was gestern noch wichtig war (Material teilen oder nicht, Gruppenarbeit oder nicht, Partnerlesen oder nicht…),
      … wechselnde Unterrichtsmodellen, die erheblich unterschiedliche Planungen benötigen, jedoch nicht transparent, sondern scheinbar willkürlich angesetzt oder verschoben werden, stets aber eigentlich eine vorausschauende Planung bedürfen,
      … das Aufspüren zunächst kostenloser digitaler Möglichkeiten, das Einarbeiten, das Einrichten für alle an Schule Beteiligte, das Kommunizieren der Möglichkeiten und Vorgehensweisen und die notwendige Hilfestellung dazu,
      … die Bereitstellung von Aufgaben und die Absprachen bei Kindern, die zu Hause lernen, weil sie eine Ausnahmegenehmigung erhalten haben oder für 1-2 Wochen in Quarantäne sind (die Kinder sitzen nicht allein den ganzen Tag vor dem PC, sehr viele Kinder haben auch während der Schulschließung sehr engagiert ihre Aufgaben bearbeitet und durchaus gelernt),
      … die Umsetzung und auch die Kommunikation in der Schulgemeinschaft von Änderungen, die gerne Freitagnachmittag veröffentlicht werden (gestern wieder: Info am Freitagnachmittag, heute ist gesetzlicher Feiertag, morgen Sonntag, ab Montag gelten die Regeln). Die meisten Lehrkräfte arbeiten ohnehin am WE, so sind sie gezwungen, zusätzlich die Änderungen über das WE zu lesen und die notwendigen Schritte an den Schulen umzusetzen, womöglich auch ihren Unterricht aufs Wechselmodell umzustellen.

      In dieser Situation soll man sich mit allen alten und neuen Missständen „den Kindern zuliebe“ abfinden und soll nicht anmerken, dass der Arbeits- und Gesundheitsschutz ein Recht des Arbeitnehmers und die Pflicht des Arbeitgebers ist?
      Sollten man dafür plädieren, Ampeln auszustellen und Tempobeschränkungen zu missachten (den schnellen Autofahrern zuliebe) oder in Firmen an Maschinen die Schutzvorrichtungen zu überbrücken (den besseren Quoten zuliebe)?

      Wenn „den Kindern zuliebe“ das Bildungssystem nur halbwegs vernünftig ausgestattet wäre, hätten wir für die vielen übertragenen Aufgaben seit Jahren entsprechend mehr Personal (auch in den KiTa) und nun weniger Not Unterricht und zusätzlich Aufsicht, Betreuung und Dauer-Präsenzsprechstunde umzusetzen.

      Haben wir aber nicht!

      Und die Rechnung, man müsse die Aufgaben nur in den Schulen abladen, die Lehrkräfte würden sich dann schon von allein vervielfachen, geht leider schon seit Jahren nicht auf.
      Entsprechend kann es Unterricht ODER Betreuung geben
      UND das bitte bei umgesetzten Schutzmaßnahmen (Stellen von Masken, umfangreiche Testungen, halbierte Gruppen, …)

      Wer das nicht verstehen will, kann überlegen ob er oder sie unentgeltlich 1/3 Mehrarbeit bei mehreren Nullrunden und unter Verzicht auf WE und festen Urlaubszeiten leisten will, unter Verzicht von Urlaubs- und Weihnachtsgeld bei fast halbierter Belegschaft und unter Einarbeitung halbjährlich wechselnder Vertretungen anderer Abteilungen… „den Kindern zuliebe“… nur zu!

      Wenn alle mit anpacken, reicht schon ein wenig Engagement:
      Ich sehe schon die Schlangen der Freiwilligen vor den Schulen stehen, die sich unentgeltlich Bereiterklären, zusätzlich zu ihrer sonstigen Arbeit dort Aufgaben zu übernehmen:
      Netzadministratoren und Informatiker richten mal eben schnell das neue WLAN ein, das dann stabil läuft,
      findige Menschen bestücken in Dauerschleife die Homepage mit den über Nacht kommenden Änderungen,
      viele Menschen sind bereit, die Notbetreuung zu übernehmen, der Ganztag läuft mit unzähligen, aufwändigen Angeboten voller Fachkenntnis,
      Therapeuten übernehmen die Fälle, die es nie in ihre Praxen schaffen,
      andere üben lesen mit denen, deren Eltern das nicht können,
      das Sekretariat ist besetzt, die Aufsichten werden geführt,
      alles ist repariert und in den Ferien werden Klassenräume ausgeräumt, gestrichen und wieder eingeräumt.
      und weil jeder noch ein bisschen Geld in die Spendenkasse legt, kann im nächsten Monat auch ein neues Spielgerät auf dem Schulhof aufgebaut werden…

      … „den Kindern zuliebe“ (und nicht nur den eigenen) … könnte Schule so schön sein!

      • @Palim

        Ihr Beitrag ist ein inhaltlicher Hochkaräter!

        Dem kann man nichts Sinnvolles mehr hinzufügen.
        Aber die Herrschaften aus der Fraktion „Ich bin kein Lehrer, aber trotzdem kenne ich eure Aufgaben besser als ihr!“ werden auch das wieder ignorieren …

        Trotzdem vielen Dank.

    • G.A,
      Sie sollten eher Angst davor haben, dass Sie oder die Eltern/Großeltern der Kinder am Beatmungsschlauch enden, wenn Sie völlig ungeschützt mit Kindern arbeiten.

      • … aber die ganzen Kunststoffschläuche, die für die Beatmung benötigt werden, sowie die vielen Einweg-Gerätschaften und Einmal-Schtzausrüstungen sind überhaupt nicht nachhaltig und lassen sich im Gegensatz zu den Verstorbenen – „Asche zu Asche und Staub zu Staub“ – nur schlecht und schlimmstenfals gar nicht recyclen.

  31. Naja, was soll man zu sagen. Die Gewerkschaften haben (mal wieder) auf ganzer Linie versagt. Mit dem was sie sagen und tun, aber schlimmer noch: mit dem wofür sie da sind. Leider nicht das erste Mal. Wundert sich irgendwer noch bei denen ob des Mitgliederschwunds bei solche zahnlosen Forderungen?

    Arbeitsschutz nach Arbeitsschutzgesetz. JETZT. Das wäre eine Forderung. Und zwar groß und lautstark überall, alle Gewerkschaften zusammen. Schreiben an alle Kollegen, wie eine arbeitsschutzfürsorge Empfehlung nach §11 durchgeführt wird und inwieweit diese für den Dienstherrn bindend ist, Schreiben an die Personalräte zur Unterstützung, Rechtsgutachten und Musterklagen. Aushänge in den Schulen mit den RKI Empfehlungen. Hinweise an Schulleitungen, was womögliche Rechtsbrüche sind. Druck beim RKI für klare Standards über den Konjunktiv hinaus. DAS wäre mal was.

    Für mich lesen sich diese ganze Forderungen wie ein bockiges Kind, das mit dem Fuß aufstapft und der Erwachsene (die KMK) lachen amüsiert darüber, wie süß das doch sei.

  32. Bitte lasst eure Schüler, Teile des Schulgebäudes fotografieren, wo ihr der Meinung seid, das das Hygiene Konzept nicht greift. Die Bilder stellt ihr unter dem #Bildungsrevolution_HOW_DARE_YOU? auf sämtliche Plattformen Twitter, Snapchat, Tictoc, Facebook, und Youtube in anonymisierter Form rein. Die Schüler müssen auf den Dreck und Schmutz in den Schulgebäuden aufmerksam machen. Nicht die Lehrer. Bringt sie aber dazu. Die Bilder müssen viral gehen, quasi ein Anti virus. So lässt sich eine größere Spannweite generieren. Das Mitgefühl für die Schüler muss hergestellt werden. Das müssen die Schüler aber mit kritischen Rückfragen, zur aktuellen Situation, im Hintergrund anonymisiert tun. Sonst greift es nicht.
    Sonst bleibt noch die Nummer des Kultusminister Tonne, wo man sich beschweren kann. Die lässt sich finden, wenn ihr auf die Seite des Nds Kumi geht, den Reiter „Über Uns“ öffnet und den Orgaplan des Kumi öffnet. Dort könnt ihr sämtliche Referate und den Kultusminister telefonisch erreichen.
    Die Durchwahl Nummer des Kultusminister Tonne ist 0511 120 7101. Sein Hörer muss heiß sein.

  33. @ Jam hat Recht. Bei Schulschließungen bleiben Eltern zu Hause, die Wirtschaft hat weder Verständnis für weitere Fehlzeiten der Eltern, noch ist sie bereit finanziell dafür aufzukommen. In Deutschland gibt es knapp 30% Steuerpflichtige, die Beamte, Rentner, Politiker, Bildung und Gesundheit finanzieren. Zur Zeit ist dies nicht der Fall, es sind ca 20% das ist schlichtweg zu wenig und der Staat zahlt täglich drauf. Mit Geld, das es im Prinzip nicht gibt. Ja Sie bekommen heute vielleicht kein Covid, aber es kann sein, dass wir in 2 Jahren ein Durchschnittsalter von 75 Jahren haben, weil Arztbesuche selbst bezahlt werden müssen. An jedem Essen, das verkauft wird verdient der Staat….
    Sie machen Druck bei KM und Eltern, doch es sind die Wirtschaftsbetriebe, die unser Gesundheitssystem finanzieren. Schicken Sie die GEW hin, die soll dort erklären, dass Lehrer Recht auf mehr Gesundheitsschutz haben und deshalb sollen die Eltern weiter volles Gehalt bekommen, für Betreuung im Wechselunterricht. Übrigens: Im BgL sind die Zahlen weiter gestiegen, Schulen und Kitas öffnen Montag wieder. Inzidenz ca bei 350. Im Prinzip können sich weder Deutschland, Frankreich, Spanien etc. diese Art von Lockdown light oder hard leisten. Finanziell, gesundheitlich oder gesellschaftlich……Vielleicht werden unsere Kinder in 2 Jahren nur noch über Stream unterrichtet, weil man sich finanziell keine Lehrer mehr leisten kann.

    • Dumm nur, dass Beamte selber Steuern entrichten – Rentner übrigens auch – und so zur Finanzierung wieder mit beitragen. Das du nicht sagst, dass auch Kaoitalerträge das System finanzieren und das in viel zu geringerem Umfang, zeigt bereits deutlich, in welche Richtung dein Verständnis von Marktwirtschaft geht.

      Und schade, dass Logik nicht so deines zu sein scheint, denn in einem Wechselmodjs könnten auch die Schüler in eine Notbetreuung, die zuhause keine Betreuung haben ODER die nicht alleine zuhause bleiben können. Und das sind ab Klasse 7 nunmal weniger Schüler als bis Klasse 6. Für diese muss eine andere Lösung her.

      Ansonsten dieser Hanebüchene Vorschlag, die GEW solle irgendetwas machen- Das RKI hat sich schon längst dazu geäußert wie es laufen soll.

      Zuletzt: Staaten funktionieren grundsätzlich anders als Haushalte, weshalb ich hier nicht das lächerliche Atgument präsentieren würde, es sei kein Geld da.

      • Das Gehalt von Beamten und die Renten kommen vom Staat, der Staat ist kein profitorientiertes Wirtschaftsunternehmen und trägt in keinster Weise zur Wertschöpfung bei. Der Staat kassiert, verwaltet und verteilt Steuergelder. Das Beamtengehalt hat vorher ein Bäckereiverkäufer, Lebensmittelhandel oder Fräser der Autoindustrie erwirtschaftet. Sie zahlen im Prinzip Steuern von den Steuern. Gesetzt den obskuren Fall, es gibt keine Wirtschaftsunternehmen mehr, bekommen Sie Ihr Gehalt weiterhin vom Staat?

        • Nee, Beamte werden besodet.

          Ich bin ja auch dafür staatliche Leistungen zu privatisieren. – Was würden Sie den für eine Versetzung ihrer Kinder bzw. einen „ordentlichen“ Schulabschluss zahlen wollen. Wenn der Markt alles regelt, dann hat „Bildungs“ bzw. der Bildungsnachweis eben einen Preis.
          Meine Nachbarn arbeiten in der Bauverwaltung und bei der Landespolizei, auch die würden für ihre jeweiligen Tätigkeiten liebend gerne gem. BAT (bar auf Tatze) abrechnen wollen.

    • Neu1,
      lassen Sie doch diese ewige neoliberale Wiederkäuerei stecken. Das kauft Ihnen nicht einmal mehr der vernünftige Teil der Politik ab, dass die Wirtschaft nicht leiden wird, wenn die Infektionszahlen steigen. Es geht Ihnen auch nicht um die Wirtschaft per se, sondern um große Konzerne und deren Dividenden. Die KMUs, der Mittelstand leidet sehr viel mehr durch hochfrequente Quarantänen der Mitarbeiter, die immer wieder bis zu zwei Wochen fehlen, weil es einen Fall in der Schule der Kinder gab. Dort wären alle über sichere und virenfreie Schulen froh.

  34. … ist ja ein netter Versuch, nur das Beamte und Rentner im Rahmen der AO ebenfalls Steuern – welche Steuer meinen Sie überhaupt – zahlen. Die Zahl der Steuerpflichtigen in Relation zur Gesamtbevölkerung im erwerbsfähigen Alter ist folglich wesentlich höher, als die von Ihnen vermuteten 30%.
    Btw auch Angestellte bei der Müllabfuhr erhalten von ihrem Arbeitgeber keinen Mitarbeiterrabatt bei der Müllentsorgung. Der einzige Vorteil, den sie haben, sie müssen nicht einen Prozent des Neuwertes ihres „orangen Dienstwagens“ versteuern.
    Für Lehrkräfte gilt, dass sie die Kosten, die sie für die eigene Arbeit aufbringen, wie jeder andere Angestellte, der die Anlage N ausfüllen muss, als Werbungskosten absetzen können, nicht aber die Kosten, die sie aus eigener Tasche aufbringen um die SuS ihrer Klasse quer zu finanzieren.

    Btw auch die Beschäftigten im öffentlichen Gesundheitssystem werden über staatlich festgesetzte (Sozial-)Abgaben und zusätzlichen Steuermittel finanziert. Ohne die Pflichtbeiträge in die sozialen Sicherungssysteme der GKV und GPV könnten Pfleger und Pflegerinnen ebenfalls stempeln.

  35. Sie haben Recht auch das ganze Pflegesystem und die Behörden werden von den Steuerpflichtigen finanziert und das sind nur ca 30% der deutschen Bevölkerung. Dazu zählen nur wertschöpfende Unternehmen, wie produzierende Unternehmen, Handel, Export, Lebensmittelproduktion, die Müllabfuhr nicht, dafür das müllverwertende Gewerbe….
    Eine hohe Steuerleistung generiert in Deutschland der Dienstleistungssektor, der interne Geldfluss, wie Gstronomie, Hotelübernachtung, Kosmetik, Veranstaltung, Fußball, Feste, Feiern, Vereine….das Steuergeld muss sich nun das Gesundheitssystem und das Bildungssystem mit Tui und Lufthansa und vielen weiteren Großkonzernen teilen.
    Es ist jeder gefordert und nein mein Büro ist nicht hermetisch abgeriegelt. Ich bin Sozialarbeiter in einem großen Schulzentrum, und habe mich sehr für den Gesundheitsschutz der Lehrer eingesetzt.
    Wir haben 3 Klassenzimmer mit Plexiglaskabine und zumindest ein Teil der Schule mit Luftfilter ausgestattet. Ich betreue selbst mehr schlecht wie Recht geteilte Klassen um Lehrer zu erhalten.
    Aber für dieses Niveau hier habe ich kein Verständnis, auch Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Struktur und das bedeutet Schule. Es ist mir auch nicht verständlich warum die Gastronomie schließen musste, die hatten sehr gute Konzepte.

    • „Dazu zählen nur wertschöpfende Unternehmen, wie produzierende Unternehmen, Handel, Export, Lebensmittel…“
      Und diese Unternehmen leben von Konsumenten!! Wenn diese aber aus Angst vor einer Infektion nicht mehr konsumieren, und mit steigenden Fallzahlen steigt diese Angst, zumindest für die ältere Generation und die Vorerkrankten, was dann? Alle mir bekannten über 60-jährigen vermeiden seit einigen Wochen ihre Restaurant- und Backstubentreffen. Meine Schwiegermutter und eine meiner Tanten sind im Alter finanziell gut aufgestellt und eigentlich Vielreisende. Im Juli ist die Tante noch einmal kurz verreist. Zur Zeit isoliert sie sich…

    • „Wertschöpfung“…Na, wenn das alles ist, was zählt. Besonders reizend empfinde ich Ihre Vorstellung, Menschen ihren Berufen nach in „Wertschöpfungsbereiche“ einzuordnen.
      Für unsere Gesellschaft scheint der Bereich Bildung (Kitas und Schulen) ja eh nur noch zur Betreuung herzuhalten. Sozusagen auf Ihrer „Wertschöpfungstabelle“ ganz weit unten. Ist das jetzt Kapitaldarwinismus, oder wie soll das jemand außerhalb Ihres „Wertschöpfungskreislauf“ verstehen?
      Dann hoffe ich für Sie, dass die nicht wertschöpfenden Branchen, wie beispielsweise unser Gesundheitssystem, nicht vor die Hunde gegangen sind, wenn Sie es irgendwann mal ganz nötig brauchen.
      In diesem Sinne – wertschöpfende…ähhhh…wertschätzende Grüße!

  36. Wie sieht es mit der „Wertschöpfung“ im Bestattungswesen aus?
    Ist organisierte Kriminalität wertschöpfend? Die Herstellung und der Vertrieb von Narkotika eigenen sich in besonderem Maße zur Wertschöpfung während die geschäftsführung von SAP derzeit ja nicht „wertschöpfend“ ist. Das mit dem Giralgeld haben Sie noch nicht ganz erfasst und das Thema „Werte“ mit Blick auf ethische Grundsätze scheint Ihnen vollkommen aus dem Gesichtsfeld entschwunden zu sein.

    Erst kommt das große Fressen und dann die Moral …

    Oder auch, Gier frisst Hirn

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