KMK trifft sich erstmals in der Corona-Krise mit Spitzen der Lehrerverbände – Ergebnis: keins. Hubig spricht von „Schulterschluss“

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BERLIN. Zum ersten Mal in der Corona-Krise sind in dieser Woche das KMK-Präsidium sowie die Spitzen der Verbände von Lehrern, Eltern und Schülern zusammengekommen. Wer von dem Treffen konkrete Ergebnisse oder zumindest fliegende Fetzen erwartet hatte, wurde enttäuscht. Im Anschluss bedankten sich alle Teilnehmer in einer gemeinsamen (sic!) Presseerklärung artig für die „konstruktiven gemeinsamen Gespräche“, die dann irgendwann mal fortgesetzt werden sollen – und das war’s. KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) sprach sogar von einem „Schulterschluss“.

„Danke, danke“: die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Stefanie Hubig, amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Foto: Bildungsministerium Rheinland-Pfalz/Georg Banek.

„In der aktuellen Situation habe ich ein verantwortungsvolleres Handeln der Arbeitgeber erwartet. Die Gewerkschaften werden auf die Blockadehaltung mit Warnstreiks antworten müssen“, sagte Marlis Tepe, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) – das war am 20. September. Der Anlass: Bund und Kommunen hatten in den seinerzeit laufenden Tarifverhandlungen für ihre Beschäftigten, darunter auch Erzieher und Sozialarbeiter, kein konkretes Angebot für eine Lohnerhöhung vorgelegt.

Am vergangenen Mittwoch nun gab es Gespräche des Präsidiums der Kultusministerkonferenz mit Lehrer-, Eltern- und Schülervertretern über den aus Sicht der Gewerkschaften völlig unzureichenden Gesundheitsschutz in Schulen – nach mittlerweile neun Monaten Pandemie das erste Treffen mit Vertretern der Betroffenen, über deren Köpfe hinweg bislang alle Entscheidungen getroffen wurden. Ergebnis: Keins. Angebote der Kultusminister: Keins. Entsprechend groß müsste die Wut der Lehrerorganisationen sein.

Lässt sich so erreichen, was vielen Lehrkräften auf den Nägeln brennt – und was die GEW selbst fordert?

Und was sagt GEW-Chefin Tepe jetzt dazu? „Es ist gut, dass die KMK endlich alle an Schule und Kita Beteiligten zu einem gemeinsamen Austausch eingeladen hat und dieser künftig fortgesetzt werden soll. Die teils kontroverse Debatte war notwendig. Entscheidend ist, dass alle Organisationen dazu beitragen wollen, die Quadratur des Kreises zwischen dem Recht auf Bildung und dem Recht auf Gesundheitsschutz für alle in Kita, Schule und der gesamten Gesellschaft zu bewältigen sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten.“ Die Gewerkschaft auf Schmusekurs.

Lässt sich so erreichen, was vielen Lehrkräften auf den Nägeln brennt – und was die GEW selbst und andere Lehrerverbände ja auch seit Monaten fordern?

Wütend zeigt sich beispielsweise die baden-württembergische GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz. „Es kann nicht sein, dass die Maskenpflicht an den weiterführenden und beruflichen Schulen alles ist, was das Kultusministerium für den Schutz der Lehrkräfte, des anderen Personals und der Schüler*innen zu bieten hat. Die Maskenpflicht schützt nur begrenzt. An den Grundschulen gibt es die Hygieneregeln – sonst nichts“, so schimpft sie.

Auch die niedersächsische GEW-Chefin Laura Pooth kritisiert die Schulpolitik scharf – und verlangt konkrete Schritte zur Verbesserung, darunter: „Die GEW fordert das Land auf, unverzüglich eine Million FFP2-Masken anzuschaffen und kostenlos in 2020 zu verteilen. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen darf das Kultusministerium nun keine Minute mehr zögern.“ Sie betont: „Die rund 100.000 niedersächsischen Schulbeschäftigten haben ein Anrecht auf den Schutz ihrer Gesundheit.“

In die gleiche Kerbe schlägt Maike Finnern, Landeschefin der GEW in Nordrhein-Westfalen. „Die Lage ist riskant. Wenn die Schulen geöffnet bleiben sollen, müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Die Beschäftigten setzen jeden Tag ihre Gesundheit aus Spiel“, sagt sie  – und fordert, „endlich dem Rat des Robert Koch-Instituts (RKI) zu folgen und in der Schule in kleineren Gruppen zu unterrichten, damit der Abstand eingehalten werden kann“. Räume, in denen Lüften nur eingeschränkt möglich ist, müssten umgehend mit wirksamen Luftfiltern ausgestattet werden. „Wir brauchen Gefährdungsbeurteilungen, bessere Hygienemaßnahmen und einen besseren Gesundheitsschutz. Nur so kann die Schließung von Schulen verhindert werden“, betont die Gewerkschafterin.

Kein Bundesland hält sich an die RKI-Empfehlungen für Schulen – GEW-Chefin Tepe „schlägt vor“, das doch zu tun

Tatsächlich hält sich kein Bundesland an die Empfehlungen des RKI zum Schulbetrieb in Risikogebieten, die unter anderem kleinere Lerngruppen vorsehen, um die Abstandsregel in den Klassenräumen wieder einführen zu können.  Auch die Arbeitsschutzregeln, die das Bundesarbeitsministerium für Beschäftigte während der Corona-Pandemie erlassen hat, gelten in Schulen nicht, wie News4teachers herausgearbeitet und öffentlich gemacht hat. („Abstand, Abtrennungen, Masken: Arbeitsministerium erlässt neue Richtlinien für den Arbeitsschutz – die in Schulen allesamt nicht gelten“).

Bemerkenswert: Während die GEW-Landesverbände seit Monaten mit sehr scharfer Kritik auf diese Zustände reagieren, kommt von der Zentrale in Frankfurt/Main wenig. In einer der seltenen Pressemitteilungen zum Thema vom 28. Oktober erklärt Tepe: „Die GEW schlägt vor, dem Rat des Robert Koch-Instituts zu folgen und in der Schule in kleineren Gruppen zu unterrichten.“ Sie schlägt vor? Bei Tarifverhandlungen ließe sich mit bloßen „Vorschlägen“ wohl kein Blumentopf gewinnen.

Kein Wunder also, dass auch KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD), die seit Monaten einen harten und kompromisslosen Schulöffnungskurs verfolgt, voll des Lobes über das Treffen in dieser Woche war. Sie befand: „Das Gespräch war ein wichtiger Austausch mit den Lehrerorganisationen, dem Bundeselternrat und der Bundesschülerkonferenz. Ich möchte mich für die konstruktive Diskussion bei allen Beteiligten bedanken und ich danke sehr herzlich dafür, dass wir in einem gemeinsamen Schulterschluss dafür sorgen wollen, dass wir gemeinsam gut durch diese Krise kommen.“

Wenigstens einer der Teilnehmer machte danach den Mund auf. Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, kritisierte den Kurs der Kultusminister in einem Interview mit der „Frankenpost“ heftig: „Nichts zu tun und die Schulen auf Teufel komm raus offen zu halten, das versteht keiner mehr.“

Lehrer zeigen sich empört: Hoffentlich gab’s wenigstens Kaffee und Kuchen…

Die GEW muss sich unterdessen gegenüber empörten Mitgliedern rechtfertigen. Wir haben eure Kritik und eure und unsere Forderungen dort eingebracht! Viel wichtiger: Die KMK hat eingesehen, dass es weitere Gespräche geben muss und dass wir beteiligt werden müssen! Bei weiteren Treffen werden wir darauf drängen, über ganz konkrete Maßnahmen zur Umsetzung unserer Forderungen zu reden. Ganz sicher: Wir bleiben euer Sprachrohr!“, so heißt es auf Twitter. Ein Leser kommentiert: „Hoffentlich gab’s wenigstens Kaffee und Kuchen…“ News4teachers

Söder verwirft seinen eigenen Stufenplan für die Schulen – Devise jetzt: Offenhalten, bis Schüler und Lehrer infiziert sind

 

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39 KOMMENTARE

  1. Die GEW hat sich gaaanz doll gefreut, dass sie mal wieder eingeladen wurde – ok, zusammen mit Eltern- und Schülerverbänden, aber immerhin: man durfte am Katzentisch sitzen, voll cool, es gab Fantakuchen mit Smarties und koffeinfreie Cola (die billige vom Discounter).

    Ein voller Erfolg!

    Keinesfalls wurde die GEW hier am Nasenring durch die Manege gezogen oder komplett vera… Top Verband, Daumen hoch, gute Nacht.

  2. Das ist eine Bankrotterklärung dem Virus gegenüber!
    Vorschlagen, im Gespräch bleiben…

    Erklär das mal einer dem Virus, dass es bitte 10 Tage ruhig sein muss und nicht aktiv werden darf, nachdem es ungehindert von einem Kind aufs andere überspringen durfte.
    Die Gesundheitsämter sind nämlich nicht so schnell. Die stellen die Sitznachbarn erst nach 10 Tagen unter Quarantäne. Und das ist nicht Schuld der Gesundheitsämter, sondern der verfehlten und fehlenden Präventionsmaßnahmen in Schulen.
    Das alles hilft NICHT.
    Testen hilft NICHT.
    Quarantäne hilft NICHT.
    Auf die Zahlen der Intensivstationen starren hilft erst recht nicht!

    Nur Prävention könnte helfen, aber die ist ja nun mal wieder vertagt worden.
    Können alle Beteiligten weiter nur hoffen, dass es so dicke kommt, dass einfach keiner mehr hingeht/hingehen kann????

    Leben WIR in einer Demokratie? Seh ich nicht!!
    Hier hat das Volk offenbar gar nichts zu sagen!
    Was genau ist anders als in Amerika: Die KMK sagt, es sei alles kein Problem, das Virus geht nicht in Schulen, Lehrer und Kinder werden nicht krank, Angehörige auch nicht.
    Was genau unterscheidet solches Vorgehen von den Sprüchen aus Amerika, die wir vier Jahre „genießen durften“?
    Und was, wenn eine Schule brennt? Geht dann auch Schulpflicht vor? Müssen die Kinder und Lehrer dann auch drinbleiben, weil das Feuer sicher Respekt vor dem Klebeband auf dem Boden hat? Reden die KM dann auch „demnächst“ weiter darüber, dass Feuer gar nicht so gefährlich ist und vielleicht in Schulen gar nicht überspringt?

    Leute, werdet endlich wach!
    Das geht so nicht!
    Der einzig sinnvolle Weg ist Prävention: Abstand!
    Alles andere wird viel zu spät greifen, ist zynisch und menschenverachtend!

    • ALLES voll zutreffend – aber die Konsequenz daraus? Wenn es n i c h t – wie bislang – ganz selbstverständlich auf dem Rücken der Eltern und ihren Arbeitgebern passieren soll?
      Hier ist der DRITTE WEG:
      Einzelfall-Management ohne Umgebungs-Inzidenz, aber MIT Präsenzunterricht.

      Ziel ist die Vermeidung eines befristeten Ausschlusses von Kindern ohne Verdachtssymptome vom Präsenzunterricht und von der Kita-Förderung. Und erst recht die Teil- oder gar Vollschließung von ganzen Schulen.

      Dies können die Einrichtungen im Infektionsfall – nach verbindlicher Absprache mit den Eltern – erreichen, indem in der Einrichtung während der Öffnungszeit eine virologisch angemessene BEOBACHTUNGS-Phase von 7 Tagen stattfindet – während danach bis zur Öffnung am nächsten Morgen die Eltern ihre Kinder in freiwilliger Heimquarantäne halten.

      Die organisatorischen und personellen Eckpunkte für die 7-Tage-Beobachtungsphase sind:
      + Dreiteilung der betroffenen Gruppe oder Klasse und isolierte
      Unterrichtung und Betreuuung in der Teilgruppe
      + Gruppen- bzw. Klassenraum zweiteilen + 1 Zusatzraum ( =
      Kontakt-I- Kinder)
      + Im zusätzlichen Kitaraum 1 zusätzliche Erzieherin + Helferin /
      in den 3 Teilgruppen der Klasse je 1 Lehramtsstudierende/n als
      Lernbegleiter und Aufsicht, ersatzweise OSt-SuS mit Fach
      Pädagogik.
      Lehrende erteilen mobilen Gruppenunterricht.

      Diese Eckpunkte sind als Basis zu verstehen für die Anpassung an die Kita- und schulspezifischen Bedingungen vor Ort und als Ergänzung zum bestehenden Vorsorge-Schutzkonzept. So kann zB der zusätzliche Platzbedarf in SekI+II-Schulen bereit gestellt werden duch die Unterrichtung der OSt im Digitalen Fern-Unterricht während der Beobachtungswoche.

      Diese BEOBACHTUNGS-Phase ist am EINZELFALL orientiert und benötigt flächendeckend nur die Absprachen.
      Es wird vorausgesetzt, dass zusätzliche Kosten für diese Quarantäne-Maßnahme durch das Land getragen werden.
      ——————————————–
      BEGRÜNDUNG
      + Die unterbrechungsfreie Unterrichtung und Förderung wird allen drei
      gerecht – den Kindern und ihren Eltern, sowie deren Arbeitgebern.
      + Sollte in der betreffenden Gruppe oder Klasse alsbald ein weiterer In-
      fektionsfall auftreten, ist die Anzahl der InfKetten klein sowie ihre Länge
      begrenzt – was die Virus-Ausbreitung abbremst und die Nachverfolgung
      erleichtert.
      + Die Aufsicht über die Kinder ist lückenlos gewährleistet

    • 100 Prozent Zustimmung meinerseits! Nur: Täter und Opfer sind immer Z W E I Seiten. Die LuL entscheiden sich derzeit anscheinend ganz bewusst für die Opferseite, von Jammern oder Empörung allein ändert sich nichts. Streiken, wie die Franzosen!

  3. Ist halt die Frage, ob eine Mitgliedschaft im Disney – Club sich nicht als lohnender herausstellt als die in der GEW.
    Viel erreicht haben die Verbände ja in der Pandemie für den Arbeitsschutz ja alle nicht, da kann man für den Jahresbeitrag eigentlich eher mal Erholungsurlaub gönnen – wenn man diesen denn überhaupt antreten darf. In Hessen sieht man das für Personen unterhalb von HKM und Schulämter ja mittlerweile gar nicht mehr so gerne.

    • Sehr polemisch, aber auf den Punkt! Ich habe in den Zeiten der Pandemie sehr wenig von Seiten der Lehrer“gewerkschaften“ gehört, bzw. mich absolut nicht unterstützt gefühlt.
      Weder als Mutter schulpflichtiger Kinder, noch als Lehrerin selbst. Man stelle sich vor, es soll auch Lehrer geben, die nicht nur ihre eigenen Interessen vertreten. Ne, Lehrer haben auch Kinder. Die sitzen in völlig überfüllten Schulbussen und Klassenräumen, oft sogar über 30 Schüler. Von daher bekommst du für diese Ansage ein „Daumen hoch“.

  4. Und wieder einmal: nett, dass wir drüber geredet haben…

    So geht das nicht!
    Die Gesundheitsämter brauchen 10 Tage, bis Sitznachbarn in Quarantäne gehen.
    Nicht die Schuld der Gesundheitsämter, sondern Folge der steigenden Fallzahlen, fehlender Informationstransparenz etc.

    Die Entwicklung kann einzig und allein durch Prävention gestoppt werden.
    So, wie es überall sonst auch gilt!

    Wenn nicht sehr schnell etwas geschieht, werden viele Kinder einen sehr langen Winter ganz zu Hause verbringen.
    Das wünscht sich niemand.
    Vielleicht wäre es noch zu verhindern – wenn umgehend auch in allen Schulen die Abstandsregeln gelten würden!

    Alles andere ist immer nur ein Hinterherlaufen hinter den verwischten Spuren von Infektionsketten, die längst entstanden sind.
    Was genau ist dann damit gewonnen?
    Was genau ist dann anders als das, was wir als Nachricht aus Amerika immer belächeln?
    „Das Virus ist nicht so schlimm!“, „Es wird von selbst verschwinden!“…

    Unsere KM verhalten sich, als erkenne das Virus die Klebebandstreifen auf dem Schulhof und in den Gängen, hielte sich an die geklebten Regeln und ließe sich damit stoppen… die KM scheinen dem Virus mehr Disziplin zuzutrauen als wir unseren Schülern…

    Wahnsinn!
    Tut endlich etwas, wenn Ihr etwas für die Kinder und ihre Familien, die Kollegen und ihre Familien tun WOLLT!
    Sorgt für Abstand!
    Alles andere bedeutet unkontrollierte Durchseuchung!

  5. Kann sein dass ich da völlig falsch liege, aber wurden Gewerkschaften nicht einmal gegründet, um gerechte Löhne und menschenwürdige, gesündere Arbeitsbedingungen durchzusetzen? Nicht so innovativ, aber ein kleiner Tip: FFP2-Masken gibt es inzwischen genug, eine Maske pro Tag würde bei 800000 Lehrern ca 2 Mio täglich kosten, da könnte die KMK ihre große Wertschätzung unserer Arbeit endlich in Zahlen ausdrücken. Wären bis Weihnachten weniger als 100 Mio, also etwa 1% Lufthansa. Nur so ein Gedanke, als konkrete Forderung (sorry, „Bitte“) im nächsten Kaffeekränzchen, dann vermutlich als Videokonferenz.
    Für die langfristige Lösung Luftfilter, strukturelle Veränderungen des Unterrichts usw ist der Horizont der Minister vermutlich etwas zu eng. Noch bin ich in der GEW, aber zur Zeit muss man froh sein, dass sich ‚unsere‘ Vertreter nicht auch noch für die kostenlose Leihgabe der Fensterschlüssel bedanken.

  6. Dass die Lehrerverbände schon immer zahnlose Tiger waren, wird nun mehr als deutlich. Die KMK kann doch nach dem Motto „Was stört es die Eiche, wenn die Sau sich an ihr kratzt.“ agieren.
    Ich vermisse Aufrufe der Lehrerverbände zu Demonstrationen. Die Teilnahme an Demos an Wochenenden ist auch Beamten gestattet. Also warum werden von den Verbänden keine Großveranstaltungen bspw. samstags vor den Landtagen organisiert? Bloß nicht vor den Kultusministerien, denn das ist ja augenscheinlich zwecklos. Ich bin maßlos enttäuscht über das Handeln der Verbände, aber auch über die mangelnde Eigeninitiative von LuL und darüber, dass verbeamtete Lehrkräfte anscheinend so desillusioniert über das eigene politische Handeln und der Möglichkeit der Mitsprache sind, dass sie lieber den Kopf in den Sand stecken und schweigen. Ich werde es wie Greta Thunberg machen und mich am Samstag, 14.11. ab 10:00 vor den Landtag in NRW stellen und wenn nötig alleine demonstrieren. Es wäre aber schöner dies, unter Wahrung der Abstandsregeln etc., gemeinsam mit anderen zu tun.

  7. dürften inzwischen neben Kita Mitarbeitern und dem medizinischen Personal den gefährlichsten Beruf in Deutschland haben. Schützt endlich eure Mitglieder, die euch bezahlen! Für Kuscheln, Kaffee und Kuchen ist es zu spät. Meidinger hat als Einziger wenigstens den Mut zur Ehrlichkeit.

  8. Also alles wie immer. Keine Ergebnisse! Das ist bei der KMK das Beste was man erwarten kann. Wenn die echt mal irgendwann nochmal was beschließen sollten wird es wahrscheinlich wirklich bitter.
    Denkt an den glorreichen Beschluss die Schulen und Kitas UM JEDEN PREIS offen zu halten.

    In der Überschrift ist aber ein Schreibfehler.
    Da steht was von „Schulterschluss“! Sollte das nicht eigentlich „Kopfschuss“ heißen?

    • Austritte dürfte es spätestens jetzt hageln. Denn das Einzige, was von diesen Verbänden erwartet werden kann ist der Trauerkranz, wenn eine Lehrkraft an Corona erstickt. Wahrscheinlich nicht einmal das. Wofür bezahlen Lehrer im Jahr über 100 Euro an solche Papiertiger? Das ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten, was Lehrerverbände in dieser Krise abliefern. Null Performance.

  9. Unglaublich! Eine derart ignorante und obendrein verlogene Person ist mir noch nicht untergekommen.

    Schutz der Arbeitnehmer:
    Was sagt die Unfallkasse dazu? Immerhin kann eine Infektion mit dem Coronavirus einen Arbeitsunfall darstellen…
    https://www.dguv.de/de/mediencenter/hintergrund/corona_arbeitsunfall/index.jsp

    Schüler*innen:
    Präsenzpflicht – wo steht geschrieben, dass Schüler*innen sich im Rahmen der PRÄSENZPFLICHT in die Klassenräume zu begeben haben? Was wäre, wenn ganze Klassenverbände sich weigern die Schulgebäude zu betreten und statt dessen auf dem Schulhof bleiben? Schüler*innen haben ein RECHT AUF BILDUNG und das unter sicheren und zeitgemäßen Voraussetzungen. Greta Thunberg hat mit FRIDAYS FOR FUTURE gezeigt, wie medienwirksam und dennoch friedlich Schüler*innen agieren können. Es muss nicht ausarten wie in Frankreich, dennoch sollten wir Deutsche uns ab und an ein wenig von den Franzosen abschauen. Die Franzosen wehren sich seit je her wenn auf Gespräche und Verhandlungen keine Ergebnisse folgen. Die Deutschen zeigen dementgegen immer nur mit dem Finger auf und reden, reden und reden…

    Das was Schüler*innen, Lehrer*innen, Schulleitungen und die Familien gerade erleben, muss medienwirksam verbreitet werden, um der Bevölkerung die Augen zu öffnen. Im nächsten Jahr steht die Bundestagswahl an…

  10. „Die KMK hat eingesehen, dass es weitere Gespräche geben muss und dass wir beteiligt werden müssen!“

    Au ja! Und wann? Im Lockdown? Denn der wird ja nun wohl kommen, wo die Schulen den Virus in der Bevölkerung verteilen. Das geben sogar Merkel und Söder zu.

  11. Wenn die GEW es nicht mehr schafft, sich für die Interessen der Lehrerinnen und Lehrer einzusetzen, kann ich mir den Mitgliedsbeitrag auch sparen. Ich bin enttäuscht über soviel Starrheit und Zögerlichkeit in einer so gefährlichen Situation.

  12. Hubig wird das Infektionsgeschehen an Schulen vermutlich selbst dann nicht zugeben, wenn sich ein Großteil ihrer Mitarbeiter*innen mit Kindern infiziert hat. Es ist nicht zu fassen, wie stur jemand an seinem Kurs festhalten kann, auch wenn er anderen Menschen die Gesundheit und das Leben kostet. Hauptsache alles ist juristisch abgesichert und die Ministerin kann durch den Verweis auf die Task Forces nicht juristisch belangt werden.
    Der „Lockdown-Light“ ist für die Katz – hätte man sich auch sparen können, wenn man weiterhin gebetsmühlenartig das Infektionsgeschehen in Kitas und Schulen kleinredet. In zwei, drei Wochen sind die Intensivstationen voll. Und dann? Sollen wir uns auch dann noch fröhlich weiter durchinfizieren?

    Bitte die bundesweite Online-Petition unterschreiben, um Druck zu machen:
    https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

  13. Warum sollten GEW Funktionäre sich für die Lehrer einsetzen. Wichtig ist Ihnen, sich das wohlwollen der Kultusminister zu erhalten. Denn diese ermöglichen Ihnen, als Mitglieder der Hauptpersonalräte weitestgehend von unterrichtlichen Verpflichtungen freigestellt zu sein.

    Außerdem sind die meisten von ihnen auch parteipolitisch mit einer der Regierungsparteien verbunden.

  14. Okay: Da sind die Verbände eindeutig in die Kommunikations-Falle getappt. Jetzt, wo den Bildungsministerien in den Ländern das Wasser bis zum Hals steht, findet endlich das seit Monaten geforderte gemeinsame Gespräch mit der KMK statt – zu spät. Man lässt auch noch zu, dass die KMK-Präsidentin das üble Wort vom „Schulterschluss“ in die Öffentlichkeit tragen kann. Das war keine Glanzleistung der Verbände.

    Aber von Journalisten wie der Redaktion von news4Teachers erwarte ich schon, dass sie ein solches Gesprächsformat und auch die Rolle der KMK hier sauber einordnen und bewerten. Ein solches Gesprächsformat, an dem auch noch Eltern- und Schüler*innenorganisationen beteiligt sind, ist eben kein Verhandlungsformat. Die KMK hätte auch gar nicht das Mandat dazu, solche Verhandlungen zu führen und etwaige Ergebnisse dann gar in die Länder „durchzudrücken“.

    Die gemeinsame Pressemitteilung bleibt – leider – im Modus des Diplomatie-Sprechs wie nach einem Treffen von Außenminister*innen – sagen wir mal – aus Deutschland und China oder so. Allerdings kann man hinter den diplomatischen Formulierungen durchaus erkennen, dass dort nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen gewesen sein muss.

    Was mich ärgert, ist, dass die Redaktion hier (allein) die GEW an den Pranger stellt. Wie lässt sich doch der im Artikel so gelobte Herr Meidinger in der gemeinsamen Pressemitteilung zitieren? „Das war heute ein offener, streckenweise durchaus auch kontroverser, aber ehrlicher Meinungsaustausch, der von dem gemeinsamen Bemühen getragen war, im Sinne einer bestmöglichen Balance von Bildungsauftrag und Gesundheitsschutz lösungsorientiert besser zusammenzuarbeiten!“ Aha. Klingt jetzt auch nicht so wie ein brüllender Löwe, gell.

  15. Ich schmeisse der GEW nichts mehr in den Rachen, die tun nichts, lassen sich kleinreden bis endlich mal ein paar Lehrer sterben. Leute meldet euch krank

  16. „Und was sagt GEW-Chefin Tepe jetzt dazu? „Es ist gut, dass die KMK endlich alle an Schule und Kita Beteiligten zu einem gemeinsamen Austausch eingeladen hat und dieser künftig fortgesetzt werden soll.“
    Blaaaaaaaa …. Buckel …. Blaaaaa

    Frau Tepe kann sich einen Zickzack-Scheitel ziehen und der Yvonne auf den Thron folgen.
    Niemand würde den Unterschied merken …
    Der Kurs ist eh derselbe – und die Tonart kann Tepe sich für die Zeit der Einarbeitung sicher sufflieren lassen oder das ewige Mantra („Schulen sind sichere Orte“) vom Spickzettel ablesen.
    Und von NRW aus kann man sich bestimmt weiter hochdienen …

    @h_exe 7. November 2020 um 12:08
    „verlogene Person“ – damit ist Frau Hubig gemeint

    Warum nur Frau Hubig? – Verlogen sind wohl auch die (sorry) „Rektal-Tieftaucher“ der Gewerkschaften, zufälliger Weise je weiter oben in deren Hierarchie desto *****.
    Die sollten mal googeln, Suchbegriff „sich schämen“.
    Aber die sind zu müde … und zu satt nach Schnittchen, Kaffee und Keksen.

    Wie fühlt es sich wohl an wenn man jeden Tag in den Spiegel schaut und einem jemand entgegenblickt, der so ein total überflüssiger Erdenbewohner ist …?

  17. Ja, klappt doch super. Alle halten die Klappe, die US-Wahl überlagert Berichterstattung über die inländische Situation. Mal davon abgesehen wird eh nur marginal über das brisante Thema Schule berichtet. Es könnte ja öffentlicher Druck entstehen, sodass manche Kinder vielleicht wieder ein paar Tage abwechselnd zu Hause sein könnten. Das wollen bestimmt auch Medienvertreter scheinbar nicht.

    Die Geschichte aus Solingen hätte in den Tagesthemen aufgegriffen werden müssen, kam aber nur ein kleiner Beitrag im WDR… Tja, solange die Kinder aus dem Weg sind, interessiert es keinen mehr. Schon gar nicht was mit der vermeintlich unbeliebtesten Gruppe an Arbeitnehmern (=Lehrern/Erziehern, auch alles im Femininum natürlich) im Land passiert.

    Wir haben nur eine Chance: Die Gewerkschaften müssten sich zusammentun und alle nicht-verbeamteten Kolleginnen und Kollegen zum Streik aufrufen. Dazu müssten mit den verbeamteten Kolleginnen und Kollegen (Groß-)Demonstrationen veranstaltet werden + geschlossene Remonstrationen von gesamten Schulkollegien. Erst wenn der Laden zusammenbricht, werden die Minister sich bewegen müssen.

    Ich würde jedenfalls sofort mitmachen, glaube aber nicht, dass es dazu kommt. Nicht nur wegen der fehlenden „Leitinitiative“, sondern weil es im Lehrerberuf auch immer noch viele gibt, die dann sagen würden: „Das können wir nicht machen, was ist denn dann mit unseren Schülerinnen und Schülern…“ Grundsätzlich ehrenwert, aber hier geht es um unseren Arbeitsschutz und eigentlich ja um den der Kinder auch. Da müssen wir Prioritäten setzen.

    • @Thomas Schultz– das stimmt- diese Haltung ist systemimanent und gewollt- so trägt sich das Ganze schon ewig- Lehrkräfte haben eine schlechte Außenwirkung und da wir uns dessen sehr bewusst sind, sind wir immer im Verteidigungsmodus. Dann kommt noch das schlechte Gewissen KollegInnen gegenüber- es muss ja immer jemand die Mehrarbeit machen- ich habe mal versucht im Zuge einer Abteilungs-Supervision eine kollektive Überlastungsanzeige mit 15 Kolleginnen zusammen zu bekommen. Es fehlten 5 Vollzeitstellen, um die Klassen angemessen mit Unterricht zu versorgen. Sogar auf Anraten des Personalrats und Rücksprache mit der Rechtsberatung der GEW- Nix passiert, da die Mehrheit davon ausging es könnte heißen, dass wir unsere Arbeit nicht machen. Tatsächlich auch von vielen jüngeren Kolleginnen. Jetzt fehlen nur noch 3 Vollzeitstellen und Alle versuchen ihr Bestes, um die derzeitige Situation zu managen. Es wird sogar Unterricht mit privaten Geräten gestreamt. Die Schüler haben das anfangs noch freiwillig mit ihren Geräten gemacht, aber lehnen dies mittlerweile ab…..es gibt wieder keinen Konsens dies schriftlich abzulehnen und 11 Laptops für 11 Klassen von den 100, die mittlerweile in der Schule nicht einsatzbereit rumliegen, einzufordern. Es müsste einfach nur das Arbeiten mit Privatgeräten abgelehnt werden. Nach Rücksprache mit der Rechtsberatung der GEW dürfen wir nicht dazu verpflichtet werden, diese Geräte für dienstlich Zwecke einzusetzen. Auch nicht für das Homeschooling bei geteilten Klasse. Ich ziehe diese Nummer jetzt als Einzelkämpfer durch. Mal gucken was kommt. Bin ich halt „faul“ . Ist der Ruf erst ruiniert…..

  18. 100 Prozent Zustimmung meinerseits! Nur: Täter und Opfer sind immer Z W E I Seiten. Die LuL entscheiden sich derzeit anscheinend ganz bewusst für die Opferseite, von Jammern oder Empörung allein ändert sich nichts. Streiken, wie die Franzosen!

  19. https://mobile.twitter.com/tonline/status/1325099440189927425
    Diese Schulpolitik wird uns allen auf die Füße fallen. Ich möchte nicht wissen, wie Eltern oder Partner reagieren, wenn ihr Kind oder geliebter Mensch wegen einer Infektion aus Schule oder Kita verstirbt. Schulen sind nicht sicher und bei diesen Infektionszahlen ist ein Weiter So fahrlässig. Ich bin nicht leicht zu schockieren, aber diese Rücksichtslosigkeit, mit der Lehrer, Erzieher und Schüler in dieser Krise behandelt werden, hat neue Qualitäten.

  20. Ich bin noch in der GEW aus Rechtschutzgründen. Mittlerweile bin ich aber auch privat entsprechend versichert. Warte seit Do. auf mein Testergebnis. Und seit Do. trudeln immer die Mails ein, dass es Corona-Fälle in den Klassen unserer BBS gibt. Die Konsequenz: eine Klasse– die Schülerin war ja schon länger ( 1 Woche) nicht in der Klasse– also vollständige Klasse ist in der Schule– oder Sitznachbarn gehen in Quarantäne– jetzt müssen Betroffene selbst tätig werden, da dass Gesundheitsamt Nichts mehr nachverfolgen kann…. usw. Und immer wieder derselbe Mist: Stellungnahme in der Presse des Schulleiter einer benachbarten BBS: Das Virus wurde in die Schule hineingetragen!!! Echt jetzt? Es wird sich ja auch sicherlich nicht spontan auf seinem Schreibtisch gebildet haben….Dieser Sprech ist echt zum Würgen…vereinzelt beantragen jetzt die Schüler Befreiung von der Präsenzpflicht, Befreiungen vom Maskentragen gibt’s auch schon…. Und wir stehen jetzt vor dem Problem der Präsenzbeschulung+und dem Homeschooling der SuS zu Hause… Ohne dienstliche Geräte zum Videostream usw.

  21. Das gibt es doch nicht.
    Diese Frau Hubig sollte mal bei uns in der Grundschule vorbeischauen nächste Woche wie es um den Gesundheitsschutz bestellt ist. Klassenzimmer packenvoll.
    Lüften und Händedesinfektion. Das war’s. Es kann doch nicht sein, dass wir nach dem Motto „Weiter so und Augen zu“ den Gesundheitsschutz u.a. in der Grundschule komplett ausblenden.
    Dass da die GEW nicht vehement protestiert und mehr einfordert, irritiert mich.
    Kleine Lerngruppen sind vor allem im Winter wichtig!
    Als Ausrede kommt immer Personalmangel. Das ist sicherlich nicht die Schuld der Beschäftigten! Diese müssen es allerdings ausbaden jetzt.
    Stattdessen wird nun eine Masche ausgepackt, „Augenwischerei“ ist das!! Nicht mehr ganze Klassen werden im Corona-Fall in Quarantäne geschickt, sondern nur noch der/die Nebensitzer/in und Spielpartner/in. Ob das reicht, ist mehr als fraglich! Da werden doch nur die Zahlen geschönt für die Öffentlichkeit, dass die Schulen keine Treiber der Pandemie seien!!
    Ich bin seit 10 Jahren Mitglied bei der GEW. Wenn zum Gesundheitsschutz nicht zumindest mal Masken oder Trennwände für Grundschullehrkräfte bei einem runden Tisch mit Frau Hubig erreicht werden, dann war’s das halt mit der Mitgluefschaft in 2020.
    Für das Geld vom Mitgliedsbeitrag kann ich mir selbst Schutzwände kaufen und am Pult aufstellen.

  22. Naja jetzt wird weniger getestet wenn die Symptome nicht eindeutig sind, somit insbesondere weniger kranke Schuler erkannt, da ja oft milde. Dafür weniger im Quarantäne geschickt und schon sind sie Schulen kaum Infektionsherde mehr. Drumrum wird logischerweise trotzdem mehr in den Familien aber das ist dann Freizeit und Arbeit gewesen, nicht die Kinder. Und schließlich hatte die KMK Recht. Ganz einfach. Aber liebe Leuten, wenn ihr dann mehr und mehr die Wirtschaft runterfahrt nur um die Schule auf zu lassen, brauchen die irgendwann auch keine Anschluss mehr. Schließzylinder endlich die Schule paar Wochen dann Schichtbetrieb und dann wird das vielleicht was mit niedrigen Zahlen und OP auch für andere Leute. Ansonsten stellt zumindestens den Lehrern und Schulschließungen Drei sich für Homeschule zu Entscheiden, wo es geht und gewollten ist das vereint dann zumindest die gespaltene Gruppe und man bekommt sein Recht auf Unversehrtheit wieder, das ist nämlich GG und unanfechtbar. Sich darüber zu stellen ist anmaßend. Andere Länder haben eh Homeschooling und wir sind so rückständig und halten alle Eltern, die ja auch in der Schule waren, für unfähig ihre Kinder zu lehren . Was hier läuft ist gegen das Gleichheitsgebot, Recht auf Unversehrtheit, Elternrecht und Selbstbestimmung weg. Weil die KMK keine Lösung hat. Das darf einfach nicht sein. Liebe Lehrer streikt lasst euch zu Massen krankschreiben an besten psychisch Angstattacken muss doch jeder Arzt begreifen bei den Arbeitsbedingungen. Jeder sollte nicht nur privat die Pflicht haben sich zu schützen, wie propagiert sondern auch beruflich das Recht. Und Gesundheit vor Bildung und Bildungspflicht vor Präzensunterricht.

  23. Zur Kenntnis nehmen und die Mitgliedschaft kündigen. Lasst die Verbände sich doch auf die weiteren Treffen in kuschelige Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen treffen. Die haben ihre / unsere Ziele längst dem Kadavergehorsam untergeordnet. So reagiert seit Jahrhunderten der niedere Pöbel, wenn er von der Herrschaft eingeladen wird … und genau aus dem Grund wird der „Pöbel“ eingeladen…um die Meinung und das Handeln der Herrschaft nach außen hin zu stützen. Und dabei können wir doch Folgendes gerade beobachten:
    Steigendes Infektionsgeschehen in den Schulen….allerdings sinkende Quarantäneanweisungen, um das Projekt Präsenzunterricht nicht abbrechen zu müssen. Argument: wie haben strengere Hygienekonzepte an den Schulen, die das nicht mehr nötig machen. Die Kommunen vor Ort (Gesundheitsämter) entscheiden über das Vorgehen.
    Das ist schlicht und ergreifend eine Lüge!!!!
    Habe den Leiter des kommunalen Gesundheitsamtes in Bielefeld auf die eklatanten Abweichungen zwischen den
    Empfehlungen der RKI und den letzte Woche angekündigten Maßnahmen angeschrieben und dann die Antwort erhalten, er wäre sich darüber im Klaren, dass diese Neuregelungen nicht den geforderten Und notwendigen Maßnahmen entsprechen, ABER die GAs seien vom Schulministerium angewiesen worden, lediglich diese unzureichenden Maßnahmen anzuwenden. Hier liegt der Skandal: wie kann eine inkompetente Flachfliegerin, wie Gebauer als Chefin des Schulministeriums die Entscheidungen und Befugnisbereiche des Gesundheitsministeriums bestimmen….hier sieht man wieder, dass Schulen in Gebauers Perspektive nicht Bestandteil von Gesellschaft sind, sondern zu ihrem persönlichen „Beritt“ gezählt werden….und warum lässt das Gesundheitsministerium in NRW das zu???? Wir werden hier verraten und verkauft.

    • Ob es klug war von den Verbänden, eine gemeinsame Presseerklärung mit der KMK zu machen, ist zu bezweifeln. Ein Treffen bei Kaffee und Kuchen war es aber sicher nicht. Nach den Berichten,, die ich kenne, war es eine Videoschalte.
      Die KMK kann meiner Meinung sagen, was sie will. Die Pandemie wird sich nicht darum scheren. Egal, was die KMK sagt, Schulen werden wegen Covid18-Ausbrpchen weiterhin täglich vermehrt Quarantänemaßnahmen verhängen oder schließen müssen.

  24. Ich habe es ja schon einige Male vorgeschlagen:
    Solidarität zwischen Schülern, Lehrern und Eltern – in max. 14 Tagen ist die Frau in die Knie gezwungen.

    Schüler betreten jeweils in der ersten und letzten Stunde das Gebäude nicht, (bzw. verlassen es). Sie versammeln sich auf dem Schulhof (von mir aus mit Maske) und demonstrieren für besseren Gesundheitsschutz. Die Lehrkräfte „beteiligen“ sich in Form von „Beaufsichtigung“ der Schüler. (das sollte dann dienstrechtlich kein Problem sein).
    Eltern schreiben jeden Tag eine Mail an Ministerium, sowie eine Zeitung oder Fernsehsender.
    Wenn sich alle einig sind (Datenschutz) dann jeweils in social media die Bilder / Filme teilen.

    Wenn das in jede Schule macht – wird denen klar was gespielt wird.

    Ich weiß – wird nicht passieren. Lehrer haben Angst vor dienstrechtlichen Konsequenzen (ja gut, wenn das wichtiger ist, Leib und Leben…) Schüler haben Angst vor Konsequenzen der Lehrer/Schule und Eltern haben nach Jahren verstanden, dass sie sowieso nicht ernst genommen werden vom System Schule.

    Man könnte das aber ändern…

    • Auf die Unterstützung durch die Eltern kann man leider vergeblich hoffen. Wenn Leute wie Frau Gebauer sich immer öffentlichkeitswirksam hinstellen und verkünden, wie toll der Regelbetrieb funktioniert, was es für grandiose Hygienekonzepte gibt und von „Bildungsgerechtigkeit“ schwafeln, denken Eltern doch, in Schule läuft alles super. Solange das eigene Kind nicht von Quarantäne oder schlimmerem betroffen ist, haben die gar keinen Grund, was zu unternehmen.
      Außerdem sind viele mit den Kindern daheim heillos überfordert. Beispiel aus NRW, nachdem die Schulen wieder öffneten: Eine Mutter meiner Klasse unterhielt sich beim morgendlichen Bringen der Kinder mit anderen Müttern. Dabei fiel original der Satz: „Super, dass die Schulen wieder auf haben. Jetzt haben wir mal wieder Zeit für uns.“ Dazu fällt mir nichts mehr ein…

    • Wenn das an den Schulen so weiter geht mit dieser Ignoranz von den KM und allen voran Frau Gebauer, können viele Familien dieses Jahr kein Weihnachten feiern.

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