Streit um Maskenpflicht an Grundschulen – Spahn: Ohne drohen Schulschließungen

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BERLIN. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat einen Vorstoß unternommen, die Maskenpflicht im Unterricht auch der Grundschulen einzuführen – und damit einen bundesweiten Streit entfacht. «Eine allgemeine Maskenpflicht im Unterricht halte ich in einer Phase hoher Infektionszahlen selbst an Grundschulen ebenfalls für zumutbar, auch wenn das Maskentragen über den Tag natürlich lästig ist», so sagte sie. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellte in Aussicht, dass es in vielen Regionen bald nur eine Alternative geben könnte: Schulen schließen.

In Bayerns Schulen gilt in den Grundschulen eine Maskenpflicht auch im Unterricht – bald auch in anderen Bundesländern? Foto: Shutterstock

Maskenpflicht in Grundschulen, flächendeckender Wechselunterricht, Lernen in Pfarrzentren – angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland kommen aus der Politik Vorschläge, wie Schulen besser durch die zweite Corona-Welle kommen sollen. Die Vorstöße rufen ein geteiltes Echo hervor. Stefanie Hubig, rheinland-pfälzische Bildungsministerin und Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), hält eine Maskenpflicht für Grundschüler im Unterricht derzeit nicht für notwendig. Kleine Kinder seien nicht die Überträger der Corona-Infektionen, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag in Mainz.

Bayerisches Gesundheitsministerium: Infizierte Kinder weisen häufig keine Symptome auf – und vertreiten das Virus weiter

Demgegenüber hatte das bayerische Gesundheitsministerium am Wochenende gewarnt – und sich vehement für die in Bayern bereits geltende Maskenplicht im Unterricht der Grundschulen eingesetzt: „Gerade in den kommenden drei Wochen gilt es, möglichst viele Maßnahmen konsequent umzusetzen, damit wir das Infektionsgeschehen eindämmen und die Zahl der Neuinfektionen senken können“, erklärte ein Sprecher und betonte: Die Maskenpflicht auch im Unterricht der Grundschulen diene der Eingrenzung eines möglichen, von den Schülern ausgehenden Infektionsgeschehens, da infizierte Kinder häufig keine Symptome aufwiesen und so unerkannt das Coronavirus verbreiten könnten.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte sich für eine Maskenpflicht im Unterricht auch in Grundschulen ausgesprochen. «Ich weiß, dass das gerade für kleinere Kinder ein anstrengendes Prozedere ist, eine Maske aufzubehalten über die Stunden», sagte sie. «Aber das ist eben ein Umgang, den man vielleicht auch lernen kann.»

«Maskenpflicht in der Grundschule ist pädagogisch sehr problematisch», warnte hingegen Ilka Hoffmann von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Kinder seien beim Lesen- und Schreiben-Lernen und auch aus emotionalen Gründen auf die Mimik angewiesen. Zudem vermutete Hoffmann auch, dass Masken die Konzentrationsfähigkeit der Kinder einschränken und zu Unwohlsein führen könnten. Sie betonte, Masken seien kein Ersatz für Abstand, Lüftungsmöglichkeiten und Hygiene. «Wo man versäumt hat nachzurüsten in den Sommerferien».

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) äußerte hingegen vorsichtige Zustimmung zur Maskenpflicht. In den Schulen könne der Mindestabstand momentan nicht eingehalten werden, schrieb der Bundesvorsitzende Udo Beckmann. Insbesondere in Gebieten mit hohen Neuinfektionszahlen könne das Maskentragen dazu beitragen, Neuinfektionen zu verhindern.

GEW fordert wissenschaftliche Studien zum Nutzen der Masken an Schulen

In mehreren Bundesländern gilt wegen der gestiegenen Infektionszahlen derzeit eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen. Grundschüler sind allerdings in der Regel davon ausgenommen. Ilka Hoffmann von der GEW forderte wissenschaftliche Untersuchungen zum Nutzen und den tatsächlichen Auswirkungen der Masken an Schulen. Laut Ärzten stellt das Tragen einer Maske kein akutes Gesundheitsrisiko für Kinder dar.

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hält eine Maskenpflicht an Grundschulen derzeit nicht für notwendig. Gerade jüngere Schüler seien nicht Treiber der Pandemie, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch. «Maskenpflicht für Grundschüler wäre simpler Aktionismus und pädagogisch schädlich.» Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigte sich demgegenüber offen dafür, die Maskenpflicht an Schulen auszuweiten. Man solle mit allen möglichen Maßnahmen dafür sorgen, Schulen und Kitas offenzuhalten, sagte er in der Sendung «Frühstart» der Fernsehsender RTL und ntv. Maskentragen im Unterricht sei nicht schön. «Die Alternative ist in vielen Regionen, Schulen schließen. Und ich bin sehr sicher, wenn die Wahl ist Maske tragen oder keine Schule, dann lieber Maske tragen.» News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Schon 3.000 Schulen arbeiten nicht mehr im Regelbetrieb – Lehrerverbände fordern mehr Schutz (und streiten untereinander)

 

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23 KOMMENTARE

  1. Man gewinnt irgendwie doch den Eindruck, dass es derzeit zwei Sorten von Politikern gibt:

    Die einen tragen Verantwortung für die Schulen. Sie stehen wegen des kollektiv geleisteten Schwures, die Schulen auf jeden Fall offenzuhalten, bei den Wählerinnen und Wählern im Wort. Folgerichtig versuchen sie in ihrer Verzweiflung, die Schulen um nahezu jeden Preis offenzuhalten und so das politische Fallout weiterer Einschränkungen des Schulbetriebs und die bildungspolitischen und finanziellen Kosten wirksamer Infektionsmaßnahmen zu vermeiden. Dadurch hoffen sie die eigene politische Karriere retten zu können.

    Die anderen Politiker sind nicht – jedenfalls nicht direkt – für die Schulen verantwortlich. Sie plädieren für sinnvolle Einschränkungen und Infektionsschutzmaßnahmen, in dem sicheren Bewusstsein, damit bei vielen Wählerinnen und Wählern punkten zu können, wohl wissend, dass sie keinen Shitstorm dafür befürchten müssen, damit ihre frühere Entscheidung für bedingungslose Schulöffnungen zu revidieren, und in der vollständigen Gewissheit, dass sie weitere Einschränkungen des Schulbetriebs weder selbst entscheiden noch die politische Verantwortung dafür übernehmen und schon gar nicht das Geld für längst fällige Infektionsschutzmaßnahmen an den Schulen irgendwie auftreiben müssen.

    Wo ist die dritte Sorte Politiker, die Verantwortung für die Schulen tragen und denen es um bestmöglichen Schutz der Schülerinnen und Schüler geht – und nicht die bestmögliche Absicherung der eigenen politischen Karriere? Die jetzt tun, was noch möglich ist?

    Diese Sorte Politiker sehe ich derzeit nicht. Gibt es sie?

  2. „Ilka Hoffmann von der GEW forderte wissenschaftliche Untersuchungen zum Nutzen und den tatsächlichen Auswirkungen der Masken an Schulen. “

    DAS hätte man im Sommer machen können. Jetzt ist es zu spät, denn bei den aktuellen Inzidenzen führt an Abstand und häufigem Luftaustausch (oder Reinigung) kein Weg mehr vorbei.

    Was hier aktuell geleistet wird, ist in etwa das gleiche, als wenn die Feuerwehr vor dem brennenden Haus steht und erst einmal darüber diskutiert, ob es sinnvoller ist, den Hydranten in rot oder vielleicht besser in gelb zu streichen.

  3. Die Lehrerverbände streiten nicht untereinander, sondern kämpfen gemeinsam für bessere Bedingungen in den Schulen. Wenn die Nuancen in Einzelfragen etwas verschieden sind, ist das kein Streit!! Die Maskenpflicht ist für die Politik wohlfeil. Sie kostet nichts und wälzt die Verantwortung auf die einzelnen Lehrkräfte und Kinder ab. Eine Langzeituntersuchung zum
    Schäden und Nutzen der Maskenpflicht in der Realsituation „voller, beheizter Klassenraum“ über den ganzen Schultag fehlt. Alle Studien zur Maske beziehen sich auf Laborbedingungen unter 30 Minuten mit sauberen Masken!

  4. Wie kommen die Herrschaften immer darauf, dass Kinder nicht „Treiber der Pandemie“ seien? Prof. Wieler hatte davon gesprochen, dass Kinder nicht „Treiber der Pandemie“ seien, wenn man Covid-19 mit einer herkömmlichen Influenza vergleichen würde. Da SARS-CoV-2 für Menschen aller Bevölkerungsschichten ein neues Virus ist und nicht nur für Kinder, übertragen alle Menschen dieses Virus vermutlich gleichermaßen. Dazu:
    https://zoonosen.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc05/virologie-ccm/dateien_upload/Weitere_Dateien/analysis-of-SARS-CoV-2-viral-load-by-patient-age.pdf

    Bitte mitzeichnen:
    https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

    • @S.

      „Wie kommen die Herrschaften immer darauf, dass Kinder nicht „Treiber der Pandemie“ seien? …“

      Lösung:
      Stichwort „Lesekompetenz“
      Das bedeutet eben so viel mehr als einfach nur laut etwas nachplappern.

      Vielleicht sollte man den „Herrschaften“ mal wenigstens einen Multiple-Choice-Leseverstehens-Test zukommen lassen.

      Ach nö.
      Die haben dann NULL PUNKTE und sind noch stolz,
      weil sie meinen es wären NULL FEHLER …
      weil sie ja eben NULL LESEKOMPETENZ haben.

  5. Über was für „Masken“ reden wir denn hier? Das sollte doch erst mal geklärt werden.
    Die Kinder haben doch gerade mal einen Stofflappen vor dem Gesicht.
    Dieser verhindert das große Tröpfchen anderen Kindern direkt in das Gesicht fliegen.
    Das ist zumutbar und in der Grundschule meines Sohnes tragen einige Kinder freiwillig eine Maske. Mein Sohn auch.
    Die Kinder sind ja nicht doof und wundern sich warum Kinder nicht geschützt werden sollen wo sich doch die Erwachsenen schützen. DAS ist eine Belastung für die Kinder.

  6. Bei uns in Wiesbaden müssen auch die Grundschüler nun seit Montag 9.11.2020 eine Mundnasenschutz tragen.
    Nachdem davor hun und her ging.
    Und unser Kultusminister redet alles schön.Es sind immer wieder Fälle an Schulen .Wir haben 3 Kinder in den Jahrgängen 9, 6 & 3.

  7. Keine Schule ohne offen gezeigtes Gesicht und freies Atmen. Nein zur Maskenpflicht im Unterricht und auf dem Schulhof

    .

    Beim Maskentragen ist ungehinderte Sinneswahrnehmung nicht gegeben, das Kind bekommt weniger mit von der Welt, lernt weniger. Eine heranwachsende verdummte Generation sollten wir uns nicht leisten.

    Menschliche Beziehungen gründen auf verbaler und nonverbaler Kommunikation und Interaktion. Um Beziehungen und Vertrauen aufzubauen, sind eine natürliche Mimik und Gestik bedeutsam und notwendig.

    Die Entstehung moralischer Begriffe und Erfahrungen wie Würde oder Rücksicht erfolgt bei Begegnung von Angesicht zu Angesicht und wird durch maskierte Kontakte mit fehlender Mimik massiv gestört.

    Das eine Maske tragende Kind versteht – oder vielmehr missversteht – sich in erster Linie als Gefahr für andere Kinder und Erwachsene und sieht leider auch die anderen Kinder vorrangig als eine Gesundheitsgefahr an.

    Ein neu in eine Klasse kommendes Kind kennt noch niemanden und sieht sich 27 Augenpaaren gegenüber, 27 kindähnlichen Wesen, die nur dumpf sprechen oder ins Schweigen verfallen sind. Am ersten Schultag einer fünften Klasse begegnen einander 28 Maskenkinder.

    Kindertypische gelegentliche kleinere Atemwegsinfekte wie bei einer simplen Erkältung heilen beim Maskentragen nicht mehr schnell aus. Keime an der Maske können andere Krankheiten verursachen. Neue oder verstärkte, beim Kind vorher bekannte Allergien sind möglich.

    Das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung verändert die Hals- und Kopfhaltung der Schülerin oder des Schülers, was zu Muskelverspannungen führt, die wiederum Kopfschmerzen sowie Wahrnehmungs- und Lernbeeinträchtigungen begünstigen.

    Wut, Verzweiflung, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Kopfschmerzen können Folge des Maskentragens sein.

    Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

      • @Emil

        Lieber Emil,
        da kann ich Ihnen nur beipflichten!

        Wir sollten das einfach ignorieren.
        Wie schreibt @Gabriele immer so treffend mit Gleichmut:
        Don’t feed the troll!

        Dann kann sich der Herr Dipl.-Soz.päd. endlich wieder um die Kinder kümmern.
        Halten WIR ihn NICHT davon ab.
        🙂

        • Gibt es neben der Sozialarbeit auch die Asozialarbeit als Counterpart? – Sowie es Konstruktivismus und Dekonstruktivismus gibt.

  8. Das RKI hat ja Handlungsempfehlungen herausgegeben und aktuell wird sich wie wild darüber hinweggesetzt. Eigentlich sollte ab einen Inzidentzwert von über 50 Schluss mit Regelbetrieb sein an den Schulen. Stattdessen wird ein Lüftungs- und Maskenkonzept durchgedrückt, welches offensichtlich nicht zu funktionieren scheint. Daß nur ca. 3% der Schulen von Schliessungen betroffen sind, liegt offensichtlich nur daran, daß in den meisten Schulen entweder keine Infizierten waren oder diese unerkannt geblieben sind und niemanden angesteckt haben. Aber aktuell scheinen die Fälle zuzunehmen und wenn es so weitergeht, sind die Schulen spätestens Anfang Dezember zu. Maskenpflicht und Lüften nützt hier nichts mehr.

    Anbei ein interessante Studie zu Schutzkonzepten in Schulen:
    Schulunterricht während der SARS-CoV-2 Pandemie ‒ Welches Konzept ist sicher, realisierbar und ökologisch vertretbar?
    https://www.unibw.de/lrt7/schulbetrieb-waehrend-der-pandemie.pdf

    Aus der Studie kommt heraus, daß wenn überhaupt Masken nur FPP2/3 Masken irgendetwas bringen könnten. Bei den normalen Stoff- und OP-Masken ist das Problem, daß zuviel Luft an den Seitenrändern ausgerechnet zum direkten Sitznachbarn strömt. Zudem durchfeuchten Masken, der Aerosolpegel wird höher sein, da lauter gesprochen werden muß und mehr Wiederholungen erforderlich sind, weil man nicht verstanden wird. Von daher ist aus technischer Sicht der Einsatz von Masken in Schulen schon sehr fraglich und könnte sogar kontraproduktiv sein. Hinzu kommen Beeinträchtigungen des Wohlbefindens, öfters auch mal Kopfschmerzen und der Informationsverlust. Das wird man in einigen Monaten schon deutlich merken und man muß wahrscheinlich die Leistungsanforderungen herunterschrauben. Die Defizite schleppen sich immer weiter durch.

    Von daher muß der Einsatz von Masken an Schulen abgelehnt werden und andere sinnvolle Massnahmen wie Abstände, geteilter Unterricht usw. eingeführt werden. Man kann mit Masken keine fehlenden Abstände kompensieren. In der Bahn z.B. steht man vielleicht mal 10 Minuten neben einen Infizierten. In diesem Fall kann eine Maske ggf. helfen. Sie hilft aber nicht, wenn jemand in der Klasse infiziert ist und man mit demjenigen stundenlang zusammensitzt.

  9. Ich glaube, dass das Maskentragen von Kindern eher ein Problem für die Eltern und selbsternannte “ Kindesretter“ ist, als für die Kinder selber. Warum sollte das Virus um Kinder eimen Bogen machen???
    Mir als Fachlehrer, der von Klasse zu Klasse wandert, damit pro Tag im Durchschnitt ca.120 Kontakte hat, erscheint es jedenfalls sehr angebracht, auch mal an die Lehrer zu denken, die in vollgestopften Klassenräumen den „Ausatmungen“ der Schüler massiv ausgesetzt sind.Obwohl bei uns im Klassenraum keine Maskenpflicht besteht (auf dem leeren Flur und draußen auf dem Schulhof soll ich sie aufsetzen, das verstehe, wer will, ich nicht….),trage ich selbst nun schon seit 4/5 Wochen auch im Unterricht Maske. Als ich das beschlossen hatte (Ich gehöre in mehrfacher Hinsicht zur Risikogruppe und betreue auch meine 83jährige Mutter), erklärte ich es den Kindern sachlich, dass ich von nun an aus den und den Gründen Maske tragen werde. Dabei ist mir aufgefallen, dass einige überhaupt nicht über das Thema informiert sind, da sie anfingen, viele Fragen zu stellen. Seitdem tragen einige freiwillig in meinem Unterricht eine Maske.

  10. Seit die Sommerferien vorbei sind tragen meine 3 Kinder problemlos ffp2 Masken im Unterricht. „2 Kinder GS, 1 Kind weiterführend“. Bis jetzt hat selbst mein Sohn mit Asthma kein gesundheitliches Problem.
    Klar, normal würde ich meine Kinder auch nicht mit Maske losschicken aber, wir haben zur Zeit auch keine normale Zeit. Das finde ich auch verwerflich, so zu tun als wenn es Corona nicht gäbe. Und, die einzige Zuhause die ich gucken muss das ich sie etwas fernhalte ist meine Tochter, da bei ihr in der Klasse nur sie eine Maske trägt. Und trotzdem sehe ich, das Maskentragen sollte unterstützend in allen Schulen Pflicht sein aber, der Stundenumfang sollte reduziert werden. Schon alleine weil Abstand nicht möglich ist und 6 bis 8 Stunden in der Kälte, das ist keine Lösung.
    Ohne Abstand machen Viren selbst im freien kein Stop.
    Die Klassen halbieren, schwierige Inhalte erklären und, den Rest Zuhause erarbeiten. Also im lockdown vom Frühjahr hat das gut funktioniert. Dazu gesagt, es funktioniert aber auch in der Schule. Das ist wie mit dem Licht. Ist die Lampe kaputt, hilft es auch nichts jeden Tag eine neue Birne rein zu drehen.
    Kinder die in problematischen Verhältnissen leben, ich denke, dafür kann man sicher Sonderregelungen treffen.
    So, wie es jetzt ist ist es unverantwortlich.

    Alle ganz oben am Hebel wissen es und, alle von denen nehmen sich alle das Recht sich selber zu schützen.
    Und hier, Madame Gebauer stellt sich selbstherrlich dahin und verweigert jegliche Schutzmaßnahmen für Kinder, Lehrer, Betreuer und dazu aller Familienangehörigen die mit unter einem Dach Leben!
    Kleines Beispiel, vor Wochen hat sich meine Cousine „33“ mit Corona angesteckt, Sie ist richtig krank geworden. Luftnot 20 Stunden am Tag, kraftlosigkeit, damit nicht genug, jetzt noch eine Lungenembolie. Wann und wie oder gar ob sie wieder gesund wird steht in den Sternen. Sie hat alles getan um sich zu schützen aber, leider geht ihre Tochter zur Schule wo der Schutz absolut nicht gegeben wird.
    Da spielt auch plötzlich die Psyche der Kinder keine Rolle mehr? Kinder sind doch nicht blöd!
    Und auch wenn die Kinder nicht die Intensivstationen füllen. Das macht es für Eltern, Lehrer und Betreuer auch nicht besser.

  11. Kann Frau Karliczek, die selbst die Maske wahrscheinlich nie länger als 1 o. 2 Stunden am Stück tragen muss, sich zu uns Unwissenden herabneigen und uns erklären wie man als Kind lernt mit Maske die Konzentration über bis zu 9 Schulstunden aufrecht zu erhalten an 5 Tage in der Woche u während Klassenarbeiten?

    Wie sollen Ekzeme und Mund- oder Nasen Dermatitis, ausgelöst durch kontinuierliches Maskentragen, im feuchtwaremen Maskenklima heilen ?

    Welchen Ansatz empfiehlt sie bei zerstrittenen Klassen aufgrund heftiger sozialer Kontrolle unter Schülern mit Denunzition und Maskenpolizei?

    Fragen über Fragen

  12. Wieso wird grundsätzlich nicht einfach sämtliches Lehrpersonal mit FFP2 Masken ausgerüstet? Damit wäre schon mal ein großer Risikobereich ausgegrenzt. Wir sind 65 Kollegen und beschulen 950 Schüler und die Corona Fälle werden mehr… Teilweise sind ganze Klassen in Quarantäne.

  13. Ich bin Mutter von 3 Kindern, 2 davon besuchen eine Grundschule in Sachsen. Das dritte Kind ist mit mir noch bis nächstes Jahr August zu Hause, dann geht es in die KITA. Ich bin froh, momentan in Elternzeit zu sein, weil ich viele Kontakte in meinem Beruf dadurch entgehe. Ich betrachte es dennoch mit Sorge, wenn die Grundschulkinder im Unterricht Maske tragen müssen. Ich nehme an, dass in den nächsten Tagen sowas für ganz Deutschland kommen könnte. Wir kommen daran wahrscheinlich nicht vorbei.

    Aber in der Umsetzung kann man doch auf die Kinder Rücksicht nehmen und für Erleichterung sorgen. Mit Maßnahmen, die ein wenig aufwendig, aber für die Gesundheit unserer Kinder, Eltern und Großeltern umsetzbar sein sollten. So z.B. sollte jedem Schüler 5-8 (je nach Anzahl Stunden pro Tag) Baumwollmasken täglich zur Verfügung gestellt werden (wenn der Staat diese Maskenpficht vorgibt, muss er auch solche Kosten bereit sein zu tragen!), damit sie spätestens nach 1,5 h gewechselt werden können. Baumwollmasken deshalb, weil Masken mit Plastikanteilen zum Einatmen von Mikroplastik führt. Außerdem sollte pro 45 Minuten Unterricht die Möglichkeiten geschaffen werden, dass die Kinder wenigstens 10 Minuten ohne Maske sich bewegen können an der frischen Luft am besten. Dies würde wiederum Zeit bringen, den Klassenraum zu Lüften. (1x Stoßlüften aller 20-25Minuten = 1x Lüften pro Unterrichtsstunde). Klar das kostet Zeit, aber warum sollen denn nur die Kinder alles tragen müssen? Ich könnte mir vorstellen, dass um die nötige Zeit dafür zu bekommen, nur die Kernfächer unterrichtet werden, so war es doch im Frühjahr auch. Die Klassen einfach halbieren, ist auch keine Lösung, denn das würde bedeuten, man müsste die Lehrer verdoppeln – und das ist ausgeschlossen. Lehrer arbeiten jetzt schon an ihrer Belastungsgrenze.

    Viele Leute meckern und meckern, bringen aber selbst keine Vorschläge zur Verbesserung. Mensch Leute wir sind doch nicht dumm!!! Vom Meckern wird niemals etwas besser. Das Virus ist da und es verursacht Schäden und zwar Schäden die deutlich stärker sind als bloß eine Grippe! Also denkt ein wenig nach, wie man die Situation mit all den gegebenen Bedingungen erträglicher machen kann!

  14. Ich habe selbst auf Lehramt studiert, habe 3 Kinder und bin erschrocken darüber, wie sich hier Lehrer für die Maskenpflicht bei Kindern einsetzen. Menschen mit wissenschaftlicher, pädagogischer Ausbildung! Sie sollten sich schämen!
    Es gebietet sich- gerade als Mensch mit wissenschaftlicher Ausbildung- die Fakten zuerst zu prüfen, bevor man handelt. Und es gibt handfeste wissenschaftliche Argumente und Fakten, die gegen eine Maskenpflicht bei Kindern sprechen.
    Der einzige Mensch, der das hier richtig dargestellt hat, Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH), wird hier diffamiert und seine Aussagen als „Quatsch“ betitelt.
    Alle Lehrer, die sich für eine Maskenpflicht aussprechen, haben Angst um Ihren eigenen Allerwertesten und sind feige Gesicht zu zeigen- im wahrsten Sinne des Wortes. Sie haben Ihre Seele dem Staat verkauft und trauen sich gar nichts mehr.
    Leben wir im Mittelalter?! Wie viele Menschen hat man getötet, weil niemand sich getraut hat „Nein“ zu sagen. Niemand hat selber nachgedacht, aber die Menschen wussten es damals nicht besser, konnten weder lesen noch schreiben.
    Vor allem Lehrer sollten jedoch heutzutage besser als andere dazu in der Lage sein, beide Seiten zu beleuchten und zu bewerten, um sich eine eigene Meinung bilden zu können, statt blind den Regierungsanweisungen hinterherzulaufen.
    Mein Appell: Selber denken!

    • Nur gut, dass ich etwas Gescheites studiert habe und Seiteneinsteiger bin …

      Im asiatischen Raum wird das Masketragen auch schon bei normalen Infektionskrankheiten wesentlich stringenter gehandhabt. Dass die Kindersterblichkeit in diesem Raum als Folge der Masken eine höhere ist als im europäischen Raum, ist bis jetzt aus meiner Sicht nicht ausreichend belegt. – Aber Danke für Ihren Hinweis …

      Auch der Hinweis, selber zu denken, ist gut, zeigt aber an Ihrem Beispiel auch ganz deutlich, dass mancher lediglich denkt, dass er denkt.

      • Und Sie können beweisen, dass Sie „denken“, indem Fakten zur Kindersterblichkeit „Ihrer Meinung“ nach nicht belegt sind? Es geht nicht um Meinung, sondern darum, wie die Kindersterblichkeit begründet wird- Autopsieberichte und Studien zählen!
        Da kann man nicht sagen: „Oh, diese Werte stimmen nicht mit meiner Meinung überein.“ Es sind Fakten über die man sprechen muss, nicht über Meinungen, die so ungefähr dasselbe sind wie subjektive Gefühlsäußerungen.

        Auf den Maskenverpackungen steht immer geschrieben: „Keine persönliche Schutzausrüstung.“ Aber diese Tatsache wird ignoriert, weil sie gegen die persönliche Meinung einiger selbsternannter Gesundheitspolizisten spricht, die subjektiv etwas anderes zu „fühlen“ meinen.
        Sinngemäß: „Oh, ich glaube mit der Maske bin ich sicher.“

      • Ihre offensichtliche Argumentationsschwäche beweist, dass Sie kaum sinnvolle Gegenargumente auf meinen Beitrag haben.
        Es geht nur darum, Menschen mit einer anderen Meinung schlecht dastehen zu lassen und herunterzuspielen.
        Wenn das Lehramtsstudium kritisch denkende, mutige und selbstbewusste Lehrerpersönlichkeiten hervorbringen würde, wäre die Verbeamtung derselben obsolet. Es liegt in der Natur der Sache.
        Eine Demokratie braucht selbständig denkende Menschen, die Dinge auch mal in Frage stellen und nicht blind Anweisungen von oben befolgen.
        Was das angeht, werden angehende Lehrkräfte leider im Großen und Ganzen nicht dazu befähigt.

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