Lehrer fragen: Präsenz- und Distanzunterricht gleichzeitig – wie soll das gehen?

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BERLIN. Die ersten Schritte an den Schulen in den Lockdown sind chaotisch verlaufen. Positive Rückmeldungen waren nicht zu hören – stattdessen Frust, Verunsicherung, Vertrauensverlust. In Nordrhein-Westfalen, aber auch in anderen Bundesländern gibt es scharfe Kritik von Lehrer- und Elternverbänden an der Umsetzung der Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels vom gestrigen Sonntag.

Dies ist Teil zwei des Beitrags: „Chaotischer Start in den Lockdown“. Hier geht es zu Teil eins, einem Bericht aus Nordrhein-Westfalen.

Präsenz- und Distanzunterricht gleichzeitig geben – wie soll das gehen? Foto: Shutterstock

In Brandenburg hält der Landeselternrat das Aussetzen der Anwesenheitspflicht in den Schulen zwar für sinnvoll, er kritisiert aber die kurzfristige Regelung. «Auf der einen Seite war es richtig, dass man so schnell wie möglich gehandelt hat», sagte der Vorsitzende René Mertens am Montag. Die Kontakte müssten reduziert werden. Er sprach aber von einem Schnellschuss. «Wenn es für den aufmerksamen Beobachter sowieso klar war, dass der Tag X irgendwann kommt, hätte man ja schon etwas vorbereiten können.»

Seit diesem Montag ist die Präsenzpflicht in den meisten Schulen in Brandenburg ausgesetzt, die Schüler sollen, wenn möglich zu Hause, lernen. Ausgenommen davon sind Abschlussklassen und Förderschulen. Wer keine Betreuungsmöglichkeit für sein Kind hat, soll es in die Schule bringen können. Nach den Weihnachtsferien soll ab 4. Januar für eine Woche nur Unterricht zu Hause stattfinden mit einer Notbetreuung. Die Lehrer forderten weitergehende Schritte. Der Vorsitzende des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes, Hartmut Stäker, verlangte in einem Offenen Brief an Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), dass ab Mittwoch nur noch häusliches Lernen stattfindet und für die ersten bis vierten Klassen eine Notbetreuung organisiert wird. Die Entscheidungen der Eltern über die Präsenz der Kinder in den Schulen unterstützten den Lockdown nicht konsequent.

Schleswig-Holstein: „Bastelarbeiten als Distanzunterricht vorzuschlagen, ist nicht akzeptabel“

In Schleswig-Holstein gilt ebenfalls: Seit Montag sollen Eltern in Schleswig-Holstein ihre Kinder – soweit andere Betreuungsmöglichkeiten bestehen – nicht mehr in die Schule oder in die Kita schicken. Schon am Freitag hatte Bildungsministerin Karin Prien grundsätzlich Präsenzunterricht in den Klassen 1 bis 7 (mit Befreiungsmöglichkeit) angekündigt und ab der 8. Klasse in der Regel Distanzunterricht. „Die jetzige Ansage macht das Ganze ziemlich unübersichtlich. Es ist trotz aller Appelle nicht auszuschließen, dass in manchen Schulen die Klassen immer noch zu voll bleiben“, so erklärte GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke. Die Kitas müssten geschlossen werden und nur noch eine Notbetreuung angeboten werden. Schließlich seien auch sie Teil des Infektionsgeschehens. Die dort Beschäftigten hätten schließlich auch ein Anrecht auf mehr Schutz.

Henke bezeichnete es als „mehr als ärgerlich“, dass die Landesregierung in den vergangenen Wochen und Monaten nicht den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts gefolgt sei. Die GEW habe diese Empfehlung immer wieder aufgegriffen und darauf gedrungen, dort auf Wechselunterricht umzustellen, wo ein Inzidenzwert von 50 erreicht werde. Astrid Henke: „Das hat die Bildungsministerin immer wieder locker beiseite gewischt.“

Der Landeselternbeirat Gymnasien Schleswig-Holstein hat der Bildungspolitik in der Corona-Pandemie sogar eine Bankrotterklärung bescheinigt. «Seit Ende Juni existiert eine verbindliche Vorgabe für Schulen, ein Distanz-Lernkonzept aufzulegen», sagte die Vorsitzende Claudia Pick am Montag in Flintbek bei Kiel. Das aktuelle Vorgehen eröffne Spekulationen, «ob vielleicht verbindlicher Distanzunterricht nicht möglich, nicht durchsetzbar ist».

Eltern fragten sich zu Recht, was in den vergangenen neun Monaten an Entwicklung passiert ist. «Bastelarbeiten als Distanzunterricht vorzuschlagen ist nicht akzeptabel», meinte Pick. «Eltern sind erstaunt, dass nicht vorgesehen ist, verlässlichen und verpflichtenden Distanzunterricht für alle Schüler aller Klassenstufen zu gewährleisten». Es sei verwirrend für Eltern, dass sie ihre Kinder zum beginnenden Lockdown beurlauben sollen, somit das Anrecht auf Unterricht verlieren, andererseits aber auch kein Unterricht mehr stattfinden soll.

«Wie ist das mit Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit vereinbar, quasi die Ferien vorzuziehen, anstatt wenigstens mit niederschwelligen Möglichkeiten bestmöglich Schule als echten Distanzunterricht fortzusetzen?», fragte die Beiratsvorsitzende. «Nach gut neun Monaten sind wir augenscheinlich keinen Schritt weiter», sagte Pick. «Wir erwarten vom Bildungsministerium, dass Unterricht nach Fachanforderungen gewährleistet wird – auch beim Distanzlernen! Insbesondere sind hier die Abiturjahrgänge vorrangig zu berücksichtigen.»

Berlin: „Wie im Frühjahr hängt auch dieses Mal viel vom individuellen Engagement der Lehrer ab“

Auch Berlins Schulen sind nach Einschätzung der GEW nur unzureichend auf die anstehende Schließung wegen der Corona-Pandemie vorbereitet. Die technische und personelle Ausstattung sei kaum besser als beim ersten Lockdown im März, sagte der GEW-Landesvorsitzende Tom Erdmann am Montag. Es gebe keine einheitliche Plattform für das Lernen von zu Hause aus, noch immer hätten nicht alle Schulen schnelles Internet und Lehrkräfte keine dienstliche Mailadresse.

«Da ist eine Menge verschlafen worden», sagte Erdmann mit Blick auf die Bildungsverwaltung. «Wie im Frühjahr hängt auch dieses Mal viel vom individuellen Engagement und der Kreativität der Lehrerinnen und Lehrer ab.» Klare Vorgaben der Bildungsverwaltung fehlten. Im Zuge des bundesweiten Lockdowns schließen die Schulen ab Mittwoch, obwohl die Ferien erst am Wochenende beginnen. Vom 16. bis 18. Dezember sowie in der Woche vom 4. bis 8. Januar sollen die Schüler nach Angaben der Bildungsverwaltung zu Hause lernen – angeleitet von den Lehrern, die an diesen Tagen trotz Schulschließung im Dienst sind.

Hamburg: „Schon rein rechnerisch können es die Lehrkräfte nicht schaffen, diese Vorgaben umzusetzen“

In Hamburg gibt es keine Schulschließungen. Der rot-grüne Senat hatte am Sonntag beschlossen, dass die Türen der Schulen in Hamburg grundsätzlich bis zu den Weihnachtsferien geöffnet bleiben. Allerdings wurde die Schulpflicht ab Mittwoch zunächst bis zum 10. Januar ausgesetzt. Eltern und volljährige Schüler sollen sich verbindlich festlegen, ob sie oder ihre Kinder trotz Lockdowns zur Schule gehen.

„Ein weiteres Mal entzieht sich die BSB ihrer Verantwortung! Statt ganz klar die Schulschließung vom 16.12.20 bis zum 10.1.2021 anzuordnen und eine vernünftige Notbetreuung für die Tage außerhalb der Ferien anzubieten und damit tatsächlich das Infektionsrisiko zu minimieren, legt die Behörde den Eltern die Verantwortung über die Entscheidung des Schulbesuchs ihrer Kinder auf und lässt die Schulen allein“, kritisiert Anja Bensinger-Stolze, Vorsitzende der GEW Hamburg.

Sie betont: „Die Lehrkräfte sollen zur gleichen Zeit Schülerinnen und Schüler zu Hause und in der Schule in halbierten Klassen unterrichten, und dabei für alle den vollen Stundenplan durchziehen. Das ist nicht nur eine Überlastung der Lehrkräfte, die am Ende dieses Jahres unter Corona-Bedingungen schlicht weg fix und fertig sind. Nein, es ist mit der vorhandenen Anzahl der Lehrkräfte schon rein rechnerisch nicht möglich, diese Vorgaben umzusetzen.“ News4teachers / mit Material der dpa

Hier geht es zu Teil eins des Beitrags, einem Bericht aus NRW.

Die Kultusminister haben gezockt – Schüler, Eltern und Lehrer haben verloren

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82 KOMMENTARE

  1. Die Antwort aus Hessen ist doch ganz klar: Überstunden kann eine Lehrkraft nur (!!)bei gehaltenen Unterrichtstunden in der Schule machen. Bei allen anderen dienstlichen Tätigkeiten können keine Mehrarbeitsstunden anfallen.
    Helle sind se schon im Kultusminsiterium, oder? Muss man trotz anderslautender Rechtsprechung der EU erst mal drauf kommen. Hat dann also doch Vorteile, wenn das Haus von einem Juristen geleitet wird.

  2. Noch ein Vorschlag um den Wechselunterricht vor allem an Grundschulen erträglicher zu gestalten:
    – halbierte Unterrichtsstunden
    – halbierte Klassen
    – halbierter Lernstoff

    Montag: Halbklasse A 6 Schulstunden (Halbklasse B Frei)
    Freitag: Halbklasse B 6 Schulstunden (Halbklasse A Frei)
    Dienstag bis Donnerstag: Halbklasse A 3 Schulstunden 8:00 – 10:30; Halbklasse B 3 Schulstunden 11:00 – 13:30

    So hat jede Halbklasse an 4 Tagen Präsenzunterricht.
    Alternative ist natürlich 5 Tage halber Unterricht in 2 Schichten.

    Ohne Distanzunterricht umsetzbar.
    Evtl ein paar Hausaufgaben mehr.

    • Noch ein Jahr den Distanzunterricht auf die Eltern abzuwälzen ist nicht tragbar.
      Ebensowenig kann der Distanzunterricht auf Dauer von den Lehrern zusätzlich geleistet werden.
      Außerdem brauchen Kinder Regelmäßigkeit, Begegnungen mit Schulkameraden und Lehrern.

      Den Lehrplan ohne Abstriche stur durchziehen zu wollen ist eine destruktive Utopie.

      • Die können doch Hauslehrer oder Kindermädchen einstellen. Ist in einer arbeitsteiligen Welt so. Selber machen oder outsourcen ist state of the art.

        Und da Schule kein Dienstleister ist, bin ich als Landesbediensteter mit anderem Aufgabenbereich (Unterrichten) raus, zumal mir für den Zweitjob mit icherheit keine Erlaubnis zuteil werden wird.

  3. In Hamburg ist es wirklich chaotisch.

    Gestern per E-Mail-Verteiler von der Schulleitung eine kurze Nachricht an die Schüler inkl. Anhang. Auf diesem Anhang sollen die SchülerInnen verbindlich angeben welche Option vor und nach den eigentlichen Ferien gewünscht wird. Abgabetermin heute.

    Und mein Sohn bekam heute auch noch „gute“ Nachricht en.
    Die für Do. geplante Klausur wird auf Di. in eine Vetretungsstunde vorverlegt.
    Mi. 1.+2. Stunde herrscht für seine Klasse Präsenzpflicht … da muss noch eine Klausur geschrieben werden!

    • Sonntag 14. Senatsbeschluss, Montag 15. Benachrichtigung der Betroffenen. Ja, per Email. Schneller geht es wohl nicht.

      • @Jens-Peter Schwieger

        Wenn es per Email nicht schneller geht … DAS hätte Oppas älteste Brieftaube auch noch hingekriegt – und zwar zu Fuß.

  4. Und wem wird das wieder angelastet? Den Schulen vor Ort….
    Im Sommer hieß es in RLP, Schulen sollten Konzepte für 3 Szenarien entwickeln (Präsenz, Wechsel, Distanz). Haben wir gemacht- für die Schublade.

    Dann Konzept für ein Kohortenprinzip, also feste Lerngruppen. Haben wir gemacht- verboten, weil ja Unterricht nach Plan.

    Dann Konzept für gestaffelten Unterricht. Verboten, u. a. vom Schulträger wegen Bussen, Kosten etc.

    Dann Konzept für Distanzunterricht. Geht nur bedingt, wegen fehlenden W-Lans in der Schule. Schließlich haben wir gleichzeitig den vollen Präsenzunterricht, also kein Nutzen des privaten Medienparks.

    Noch am Freitag gingen wir davon aus, die letzte Woche noch „normal“ zu durchlaufen. War ja das Mantra von der Hubine. Dann der Sonntagmittag… Nix Advent, Orga und Mailen war angesagt.
    Klar, ein wenig gerechnet hat man schon damit….
    ABER WOMIT DENN GENAU? Das ist immer wieder die Wundertüte und jetzt muss innerhalb von 2 Tagen das Halbjahr beendet werde (Noten kriegen wir im Janunar keine mehr gemacht), Klassenarbeiten umgelegt werden (durch das ganze Gedöns hat man so viel Zeit verloren und gewartet- außerdem war zu Beginn des Schuljahres die Vorgabe, erst einmal Lücken zu schließen).
    Und dann heute die Vorgaben- komplette Wochenpläne für den ganzen Januar den Schülern mitgeben, normaler Unterricht weiterhin, meine Schüler kommen übrigens fast alle bis Freitag, alle möglichen Meetings…da kann ich nicht noch 1:1 Angebote für die Homeschooler machen. No way.
    Und das alles mit Anlauf gegen die Wand…danke Hubig!

    • Ich kann nur für mich sprechen.
      Ich laste das Chaos definitiv nicht der Schule meiner Söhne an!

      Mein Ärger richtet sich hier definitiv gegen die Hamburger Schulbehörde und den Kulrusminister. Denn sie hätten als Stadtstaat ja sogar den Vorteil, dass Bundesland gleichzeitig Kommune und damit auch Schulträger sind.

      Einzig den sehr mageren Informationsfluss zu Infektionen innerhalb der Schule bemängel ich direkt gegenüber der Schule meiner Söhne. Alle paar Wochen eine Info per Mail und ansonsten nur Flurfunk kann es nicht sein. Da erwarte ich eigentlich mehr, verbuche es aber großteils unter Überlastung.

  5. Ist doch ganz einfach – Unterricht aus den Klassenzimmer streamen und die Schüler zuhause arbeiten fleißtig mit.

    Es gab halt als Konzept nur, wir ziehen es durch und hoffen über den Winter zukommen. Alles was jetzt ab geht war abzusehen. Hätte aber vorauschauende Planung erfordert und das rechtzeitige Einleiten von Schritten. Ging aber nicht, weil das ja als Abweichen vom Prinzip des Präsenzunterricht gegolten hätte und das war tabu.
    Nun ja es sind nur noch vier Tage und dann warten wir halt bis das Chaos in zwei Wochen wieder weitergeht.

    • Kein Problem- habe ich gemacht, aber
      – Schule, die Klasse und das, was darin gesprochen wird, ist auch ein geschützter Raum. Es gibt SuS, die sich schwerer tun, sei es kognitiv, sprachlich oder weil sie zurückhaltend sind. Sie werden möglicherweise „vorgeführt“.
      – Lerngruppe sind komplexe soziale Systeme, Mobbing, Ressentiments etc. könnten für Außenstehende sichtbar werden. Es geht um Kinder und Jugendliche, die sich in einer sensiblen Phase ihrer Persönlichkeitsentwicklung befinden.
      – In vielen Fächern geht es um kontroverse, teils auch persönliche Fragen und Einschätzungen (Ethik, Deutsch, Politik).
      – Persönlichkeitsrechte von SuS sind zu wahren, aber wie? Wenn man nur die Lehrkraft hört und sieht, ist das in vielen Stunden nichtr ausreichend, um den Zusammenhang zu verstehen (s.o.).
      – Eltern, Anwälte, Schulfremde sehen mit, filmen ab, nehmen evtl. auf und verwenden das Material bei Klagen gegen Unterrichtsinhalte/ Lehrpersonen (man denke an das Meldeportal der AfD…).
      Also sooo einfach darf man es sich nicht machen. Hybridunterricht, der gelingen soll, braucht mehr als Rechner, offene Kamera und Mic. Ich plädiere für den Vorrang pädagogischer vor praktischer (oder profilaffiner Politiker-) Überlegung!

        • Wie kommen Sie denn da drauf? Sind Sie Bediensteter des Schulministeriums? Wenn ja, dann müssten Sie aus der Administration entfernt werden. Lehrkräften Persönlichkeitsrechte – also das Recht am eigenen Bild – zugestehen zu wollen, ja wo kommen wir denn dahin?

    • Wenn wir denn könnten. Kein WLAN, LAN Buchsen nicht gepatcht. Laptops haben wir zwar, die sind aber bewusst gesperrt für das Schulnetz – warumauch immer.
      Videokontaktkannich aktuell nur aus meinem Arbeitszimmer mit Schülern haben – wobei mir da immer bewusst wird, wie telegen ich bin 🙂

      • @omg: „Laptops haben wir zwar, die sind aber bewusst gesperrt für das Schulnetz – warumauch immer.“ – Realsatiren-Alarm!

        • Warum die Rechner gesperrt sind? Ist doch ganz klar, wenn die Gefahr besteht, dass die Geräte auch zuhause in Betrieb genommen werden oder gar ein privates Speichermedium gesteckt wird, dann darf das gerät nicht am Schulnetz betrieben werden. Diese Vorgaben bestehen auch bei Unternehmen. Wo kämen wir denn hin, wenn private Speichermedien, von denen keiner weiss was dort schon alles drauf war mit Schulnetzen verbunden werden. Da bedarf es genauen Richtlinien, was erlaubt ist und was nicht, ganz sicher dürfen auch nicht irgendwelche freien Softwaren installiert werden. Oftmals sind die Schulnetze auch mit den örtlichen Stadtnetzwerken verbunden, was dann wirklich zu enormen Problemen führen kann (Kommunalverwaltung, Wasserwerke, Elektrizitätsversorgung). Da muss jeder einzelne genau wissen was er tut.

          • @Dieter Molitor: Zusammenfassung: Digitalisierung vollzogen – vorschriftenkonform und völlig nutzlos.

            Ein Rechner, von dem ich nicht Dateien ins Schulnetz verschieben kann (wie z.B. Unterrichtseinheiten, Entwürfe von Klassenarbeiten, Präsentationen) und mit dem ich umgekehrt keinen Zugang zu Dateien aus dem Schulnetz habe (wie z.B. dem Vertretungsplan, dem Stundenplan…) oder eine Videokonferenz datenschutzkonform über das Schulnetz abhalten kann, hilft mir jetzt dienstlich genau wie weiter? Oder habe ich da was falsch verstanden?

          • @Dieter Molitor

            „wenn die Gefahr besteht, dass die Geräte auch zuhause in Betrieb genommen werden oder gar ein privates Speichermedium gesteckt wird, dann darf das gerät nicht am Schulnetz betrieben werden. Diese Vorgaben bestehen auch bei Unternehmen.“

            Diese Aussage ist falsch.
            Ich – IT-Branche – kenne KEIN Unternehmen, dass Laptops an Mitarbeiter ausgibt, damit diese NICHT ins Firmennetz gelangen können.
            Das ist einfach Unfug!

            Laptops werden so konfiguriert, dass sie eben genau auch zu Hause eine sichere Unternehmensinfrastruktur zur Verfügung stellen.
            USB Ports werden entsprechend geschützt bzw. gesperrt.

            Oder die Infrastruktur ist so aufgestellt, dass sie von jedem Rechner – auch privatem – aus genutzt werden kann.
            Die firmeneigenen Geräte sind da nur ein Goodie, ähnlich einem Dienstwagen.

    • Ist leider nicht so einfach. Es gibt nunmal auch in Schule Persönlichkeitsrechte, die der Lehrer/-innen und der Schüler/-innen vor Ort. Man müsste von allen Beteiligten SCHRIFTLICHE Einverständnis- bzw. von denen zu Hause SCHRIFTLICHE Unterlassungserklärungen einholen. Sonst ist es schlicht nicht erlaubt. Ich kenne momentan noch keine Verordnung, die das aussetzt.

      Hinzu kommt, wir wollten es heute so machen und bekommen kurz zuvor bitterböse Mails von Eltern, die schreiben, was uns denn einfiele und ob wir schonmal etwas von der DSGVO gehört hätten.

      Was soll man denn nun machen?!

    • Trotzki
      Datenschutz ist ja vielerorts ebenso wichtig oder noch wichtiger als die Versorgung der SUS…
      Daher bei uns kein Microsoft, Google usw. gestattet. Zoom nur manchmal, Iserv ist ja nur temporär kostenlos, Logineo noch sehr lückenhaft-kein Konferenztool.
      Also wieder per Email „unterrichten“.
      Wow! Willkommen, schöne neue Welt

      • Danke. Das ist mir schon klar. Aber bei den Vorgaben von oben erscheint es mir so, dass es vielen nicht so klar ist oder besser gesagt, falls es ihnen klar ist, ist ihnen egal, weil sie Suppe letztendlich nicht auslöffeln müssen. Hauptsache es klingt erst eimal gut. Ich erinnere nur an die Aussage Jeder Lehrer erhält ein Laptop. Bis heute habe ich noch nicht mal eine Info was hier angedacht ist.

    • Das mitstreamen geht (lt. Aissage der Schule meiner Söhne) aus Datenschutzgründen wohl nicht.
      Ob dem wirklich so ist … könnte ja mal ein Jurist erklären (falls so jemand diesen Post hier liest.

    • Ja, dem kann ich mich nur anschließen. Wenn Herr Weil und Herr Tonne tatsächlich mit der Vernunft der Menschen arbeiten wollen, dann braucht man bloß auf das gestrige Shoppingchaos in Hannovers Innenstadt schauen. In der Klasse meiner Tochter fehlen wegen vorzeitiger Freistellung gerade mal 3 Schüler und da ist mein Kind schon mal mit eingerechnet, da ich als Risikopatient krankgeschrieben zu Hause bin. Krankgeschrieben deshalb, weil mir trotz Bescheinigung vom stadteigenen Betriebsarzt eine Freistellung vom Dienst am Kind in der Kita verweigert wurde. Mir wurde vom Dienstherrn gesagt, dass man sich ja bei der Berufswahl des Erzieher klar mit dem erhöhten Krankheitsrisiko befasst und man perse vja öfter krank wird. Ich wäre dann doch lieber Formeleinsfahrer geworden, da stimmt dann zumindest das Gehalt. Es lebe der öffentliche Dienst in Niedersachsen!

    • Völlig richtig und trifft nicht nur auf Hamburg zu. Die Kultusminister fdast aller Bundesländer möchten partout an der heiligen Kuh Präsenzunterricht fgesthalten und so das Stück Macht das sie haben zementieren. Es ist offenbar wirklich höchste Zeit, dass die Bildungshoheit an den Bund übergeht. In vielen asiatischen Ländern ist man uns da meilenweit voraus. In Grundschlen erhalten Sechsjährige in der ersten Klasse ein Notebook. Kein Wunder, dass man uns in der Digitalisierung mancherorts meilenweit voraus ist. Auch jetzt bereits vor Monaten sind durch den Bund enorme Summen zur Verfügung gestellt worden, gerade mit Blick auf Distanzunterricht. Was ist damit geschehen? Verwendet man die nicht, damit die heilige Kuh nicht geschlachtet werden kann? Haben manche bildungspolitischen Entscheidungsträger Angst davor, dass sie ein Stück ihrer Macht verlieren können, weil mit Distanzunterricht eine bessere Vereinheitlichung des Lehrstoffs möglich wäre. Eine der vielen Möglichkeiten, die aufgezeigt wurden, halbíerte Klassen, Schichtunterrichttage.- oder wochenweiser Wechsel wobei die eine Hälfte Präsenzunterricht, die andere andere Hälfte Distanzunterricht erhält, Nutzen von Zoom, ach es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die man nutzen könnte, wenn man denn wollte, aber wie erwähnt, manche müssten vielleicht ein Stück Macht abgeben. Zum Nutzen für die Gesundheit unserer Kinder, ihrr Eltern und vielleicht auch ein wenig für die Gesunderhaltung der Lehrkräfte.

  6. Es ist einfach nur traurig, anstelle seit Monaten auf Plan A zu beharren, hätte man ruhig ein Plan B aufstellen können mit evtl. Plan C. Haben die geschlafen??? Wofür werden die da oben, besondres die Leiter bezahlt?? Man hat immer mit drm schlimmer werden des Virus gerechnet, jetzt ist jeder überfordert. Seit Monaten ist Präsenzunterricht gewesen, Covid19 ist immer noch da, wiseo hat man vieles nicht geplant, wie das Lernplan für Situation B und C nicht???
    Ich verstehe das echt nicht!!! Jeder wirklich jeder hat es kommen sehen, und jetzt ist jeder überfordert, was wurde in der Vorbereitungsphase gemacht? Däumchen gedreht???? Man hätte schon längst mehrere Lehrpläne ausarbeiten können, wie wir sehen: Nix passiert!!!!
    Einfach nur traurig und erbärmlich die Situation!!!!

    • Plan B und Plan C wäre ein Zeichen von Schwäche gewesen, denn dann hätte man eingestehen müssen, das Präsenzunterricht und sichere Schule doch nicht so ganz das Gelbe vom Ei sind.

  7. Weshalb gibt es hier nichts zu den ebenfalls chaotischen Zuständen in Niedersachsen? Fast alle Schüler saßen heute in den Klassen, Kontaktreduzierung geht anders. Unterricht soll an meiner Schule (Gymnasium) bis Freitag planmäßig weiterlaufen. Arbeitslose Eltern schicken ihre Kinder in die Schule, obwohl sie zuhause sind… Mir fällt dazu nichts mehr ein.
    Minister Tonne gehört abgesetzt, der Ministerpräsident ebenfalls. Es ist eine absolute Bankrotterklärung, wie hier verwaschen kommuniziert wird, wie Kolleginnen und Kollegen verheizt und Schülerinnen und Schüler kaputtgespielt werden.
    Alle fahren an der absoluten Belastungsgrenze, klare Entscheidungen werden aber nicht getroffen.

    • Dem kann ich als Lehrer in Niedersachsen in jedem genannten Aspekt nur zustimmen. Im Schnitt waren heute 3-4 SuS pro Klasse nicht da. Jede Klasse voll… aber es ist ja „wie Szenario B“…

    • “ … Arbeitslose Eltern schicken ihre Kinder in die Schule, obwohl sie zuhause sind… “

      DAS Hauptproblem genau beschrieben.
      Sozialstaat frisst Gehirn auf.

    • Hmm, liebe:r Kalila – weshalb sollte Herr Tonne denn auch klare Entscheidungen treffen?! Das war seit zwanzig Jahren nicht mehr von irgendeiner:m Kultusminister:in gefordert worden, weil es für das Ministerium und die Landesregierung viel bequemer ist, alles „den Schulen zu überlassen“. Für Berufsschulen hat Tonne sich mal was getraut: Dort dürfen die Schulleitungen entscheiden, wie der Unterricht in dieser Woche organisiert wird.

      Den Wunsch nach Absetzung des Ministers und des Ministerpräsidenten kann ich zwar nachvollziehen, aber das Landesparlament als Legislative hat ebenso versagt, denn die Abgeordneten aller Parteien haben schließlich weder ihm noch Herrn Weil als Exekutivvertretern eine klare Ansage im Sinne von „Tut endlich, was Eure Aufgabe ist.“ gemacht.

      Warum nicht? Weil das Landesparlament den Auftrag nicht formuliert, der z. B. lauten müsste: „Der Kultusminister hat ab sofort dafür Sorge zu tragen, dass sein Ministerium innerhalb der kommenden zwei Wochen die Standardausstattung für digitalen Unterricht definiert [Vorschlag siehe unten], damit die Schulträger innerhalb der dann folgenden zwei Wochen den Bedarf für Technik und Geräte auf der Basis aller Unterrichtsräume ermitteln und alle Schulen über kommende Installationsarbeiten für Verkabelung und WLAN-Ausstattung informieren, so dass die Schulen wiederum mit 14tägiger Frist begründete Anträge zu evtl. erweiterte Bedarfe stellen.“

      Standardausstattung könnte sein:
      Jeder Unterrichtsraum erhält eine einfache Projektionsfläche (kann eine weiße Wand sein oder die gute alte Leinwand, die man schnell vor der Tafel herunterziehen kann, muss gar nicht interaktiv sein), einen fest installierten (z. B. Decken-)Beamer, eine Dokumentenkamera (die sich übrigens auch als Raumkamera nutzen lässt), ein Raummikrofon mit Lautsprecher (nicht Alexa oder ähnliche Abhörtechnik), sowie eine Bluetooth-Schnittstelle, über die herstellerunabhängig sämtliche (!) Geräte und Fabrikate in vollem Umfang funktionieren. Einzurichten ist darüber hinaus ein stabiles WLAN für jedes Schulgebäude.
      Damit kann man digital unterrichten, notfalls auch über die Handys, mit denen die Schüler:innen zu 95% ohnehin ausgestattet sind.
      In einem zweiten Schritt werden vom Ministerium in Kooperation mit der Landesdatenschutzbeauftragten die DSGVO-Grundlagen umgesetzt und die Eltern um die erforderlichen Erlaubnisse gebeten – auf Formularen, die ebenfalls das Ministerium in Zusammenarbeit mit der Landesdatenschutzbeauftragten zu formulieren hat und nicht jede Schule einzeln – was für eine Verschwendung von Gehirnschmalz!
      In einem dritten Schritt werden Bedarfe erhoben über Schülerrechner/-Tabletts und das alles wird über den Digitalpakt mit der Bundesregierung abgerechnet und angeschafft.
      In einem vierten Schritt werden Lehrkräfte für digitales Unterrichten fortgebildet und dauerhaft Systembetreuer:innen eingestellt – pro Schule mindestens eine:r (nein, nicht die Hausmeister:innen, nicht die Schulleiter:innen und nicht die Lehrkräfte, die haben andere Aufgaben und gar keine ausreichenden Kompetenzen).

      Falls eine Schule mehr oder andere Technik benötigt, kann sie das konzeptionell begründet äußern und schon geht´s los – der gesamte Prozess bis zur ersten Beauftragung der Handwerker durch den Schulträger dauert dann sechs Wochen, der gesamte Umbau für alle Schulen kann innerhalb eines Halbjahres größtenteils abgeschlossen sein. Gern dürfen die skizzierten Schritte parallel laufen, wo möglich und sinnvoll.

      Liebe Kolleg:innen, ich bin blond, weiblich und fast 60 Jahre alt, habe Germanistik und Haushaltswissenschaften für das Lehramt an berufsbildenden Schulen studiert (böse Menschen bezeichnen das als Puddingstudium…) und habe für das Aufschreiben dieses Konzeptvorschlags 20 Minuten gebraucht…

      Warum fragen wir nicht unsere Landtagsabgeordneten, weshalb deren Kultusminister:innen samt hoch dotierter Ministerialbeamten, Fachberater:innen und der sonstige Mitarbeiter:innenstäbe dies nicht wenigstens in einem Dreivierteljahr schaffen können?

      Stattdessen können Mittel aus dem Digitalpakt der Bundesregierung nicht fließen, weil viele Schulträger erst sämtliche Konzepte all ihrer Schulen sammeln, bevor sie tätig werden. Die Konzepte werden zuvor von jedem einzelnen Kollegium gestrickt, in dem mindestens die Hälfte der Kolleg:innen gar nicht weiß, was digitaler Unterricht eigentlich ist. Jede Schule versucht, das Rad neu zu erfinden, weil sich die Schulleitungen nicht vor ihre Kollegien stellen, um den Quatsch zu unterbinden – sofern die Schulen überhaupt Schulleitungen haben, was in niedersächsischen Grundschulen auf dem Lande leider oft der Fall ist …

      Die Minister:innen samt Landesregierungen und -Parlamenten warten seit März darauf, dass ein Wunder geschieht und Böcke zu Gärtnern werden. So geht weder Digitalisierung noch Pandemiebekämpfung.

    • Das Lehrkräfte nicht sonderlich fähig sind, ist doch nichts neues. Dass sie nicht einmal zur Bilokation fähig sind, zeigt doch ganz eindeutig, welche Minderleister wir da als Gesellschaft mit üppigen Besoldungen bei immerwährender Freizeit alimentieren.

      Wenn Bilokation nicht machbar ist, dann muss eben im Schichtdienst gearbeitet werden.
      Erste Schicht Präsenzunterricht und zweite Schicht „Lernen auf Distanz“.
      Dann muss der Präsensuntericht eben morgens um 06:00 Uhr starten und nach sechs Stunden enden. Die zweite Schicht geht dann halt von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Wo ist das Problem? Danach wäre ja noch genügend Zeit, die Ergebnisse, die die SuS im Lernen auf Distanz erbracht haben, sowie die Klausuren der SuS aus dem Präsenzunterricht zu korrigieren. Die antehenden zeugniskonferenzen können dann ja mit entsprechendem Abstand und regelmäßigem Lüften und unter öffentlicher beteiligung in entsprechend frei zugänglichen Hallen abgehalten werden, sofern diese nicht als Impfzentren andersweitig genutzt werden.

      Schulen die bereits über entsprechende technische Ausstattungen verfügen können die ZeuKos natürlich auch als Videokonferenzen durchführen. Sie sollten sich das Prozedere aber im Vorhinein von der jeweiligen Landesregierung genehmigen lassen …
      (Zeugnisse gibt es dann zeitnah, wenn die rechtliche Prüfung durch die Landesregierungen justiziabel abgeschlossen worden sein wird- also nicht Ende Januar 2021. Die Zulassung zum Abitur in 2021 wird sich aller Voraussicht nach entsprechend verzögern.)

    • @GriasDi: Es sagt Einiges über meine Erwartungshaltungen aus, dass ich zunächst Schwierigkeiten hatte, Ihren Post als Ironie statt Lehrerbashing zu erkennen.

      Meine Erwartungshaltungen wiederum sagen Einiges über die deutsche Zivilgesellschaft aus, die diese Erwartungshaltungen ja geformt hat…

      • Außerdem bringen die Krankenhausärzte ja auch ihre eigenen Laptops mit, die sie an die jeweiligen Röntgengeräte, Tomographen, Ultraschall-Geräte usw. anschließen, um sie überhaupt benutzen zu können. Zudem suchen sich die Ärzte noch in ihrer Freizeit sämtliche Software zusammen installieren diese, arbeiten sich in die Software ein, damit sie die Daten der Geräte überhaupt auswerten können.
        Bei Ingenieuren ist es übrigens das selbe. Auch die bringen ohne zu murren ihre eigenen digitalen Endgeräte zur Arbeit mit, installieren sämtliche Software selbst, zur Not schreiben sie sich noch ihre Konstruktionsprogramme selbst.
        Ich weiß nicht, warum LehrerInnen dauernd jammern müssen.

        • Nicht zu vergessen die Finanzbeamten, die sämtliche Steuererklärungen auf privaten Rechnern bearbeiten und selbst gekaufte Briefmarken auf die Bescheide kleben.

  8. @GriasDi: Omnipräsenz ist im Katholizismus eine Voraussetzung, um Heilig gesprochen werden zu können…wenn ich noch Mitglied in diesem Verein wäre, dann würde ich absehbar den Antrag stellen

  9. Irgendwie hab ich grade ein Verständnisproblem. Internationale Weltkonzerne schaffen es Videokonferenzen so abzuhalten, dass alles besprochene geheim bleibt. Aber eine „Unterrichtskonferenz“ in deutschen Schulen steht der Datenschutz entgegen?
    Könnte es sein, dass sich dahinter versteckt wird? Die Diskussion über Wechselunterricht wäre ja komplett vom Tisch, wenn normal Unterricht gehalten würde und 50% der Schüler einfach zugeschaltet würden.

    • „Internationale Weltkonzerne schaffen es Videokonferenzen so abzuhalten, dass alles besprochene geheim bleibt. Aber eine „Unterrichtskonferenz“ in deutschen Schulen steht der Datenschutz entgegen? Könnte es sein, dass sich dahinter versteckt wird?“

      Sie kennen aber schon den Unterschied zwischen privaten Arbeitnehmern, die entsprechend auch dafür haften, und Schülern? Oder den Unterschied zwischen Unterricht, als besonders vom Gesetz geschützter Raum, und Konferenzen, die solch einen Schutz nicht erhalten haben?
      Denken Sie einfach noch einmal nach.
      Und danach unterhalten wir uns über didaktische und pädagogische Probleme, die mit Klassenteilungen und dem Zuschalten von SuS einhergehen, Deal?

      • Und dann vergleichen Sie bitte noch die Aufwendungen großer internationaler Konzerne für die IT-Abteilungen mit denen der 16 Landesministerien für Schule.

        NRW hat 2 Mio. SuS und ca. 200.000 Lehrkräfte. Suchen Sie sich bezogen auf die Anzahl der Arbeitsplätze einen gleich großen Konzern und starten Sie den Vergleich.

        • 2 Millionen Schüler auf 200000 Lehrer? Das ergibt 10 Schüler pro Klasse. Jetzt sage ich mal. Finde den Fehler?
          Wir hatten in BaWü jetzt noch 2 Tage Schule. Es war EINE Stunde Unterricht nach Plan. Die Lehrer fehlten. Auf dem Weg zum Zug kam eine Traube Lehrer unserer Schule aus dem Einkaufszentrum. Wir bekommen Einträge und Verweise, sollten wir uns so was leisten. Und Ihr bekommt Geld dafür? Ich sage nur: Danke für nichts!

          • Zitat:
            „2 Millionen Schüler auf 200000 Lehrer? Das ergibt 10 Schüler pro Klasse. Jetzt sage ich mal. Finde den Fehler?“

            Falls Sie Interesse an Fakten hätten, hätten Sie recherchiert und festgestellt, dass die Zahlen in etwa stimmen.

          • @Selina

            „2 Millionen Schüler auf 200000 Lehrer? Das ergibt 10 Schüler pro Klasse. Jetzt sage ich mal. Finde den Fehler?“

            Haben Sie das Fachlehrer-Prinzip berücksichtigt?
            Habe ich den Fehler gefunden?

            PS.:
            Ich habe Sie – trotz Unkenntnis Ihres genauen Alters nicht geduzt – Sie aber …
            Und jetzt sage ich einmal: Finde den Fehler.

            Einhilfe:
            Wen man nicht kennt, duzt man nicht einfach so ohne Einvernehmen oder ohne dass man es angeboten bekommt.

            Liebe Grüße!

    • @Gabi H.

      Ganz ernsthaft:
      Ich kann mir bei einem internationalen Konzern auch absolut nicht vorstellen, dass die Eltern der Mitarbeiter (was in dem Beispiel jetzt eben AUCH SchülerInnen wären!) da IRGENDETWAS beitragen DÜRFTEN.
      Das ist also eine vollkommen andere Situation.

  10. Es gibt auch positive Beispiele. An unserer Schule läuft es problemlos. Da haben aber auch alle Verantwortlichen ihre Hausaufgaben gemacht. Ein Teil der Klasse sitzt im Unterricht, der andere Teil wird über MS Teams zugeschaltet. Rechner haben wir seit Jahren auf jedem Pult, Beamer, Dokumentenkamera ebenfalls in jedem Klassenraum. Private Geräte können außerdem angeschlossen werden. WLAN steht im ganzen Haus zu Verfügung. Alle Schülerinnen und Schüler haben Zugang zu Teams, die Klassenkurse sind seit langem eingerichtet, Datenaustausch über Teams findet schon lange statt. Und ja, wir sind eine staatliche Schule mit über 1200 Schülerinnen und Schüler. Es war genug Zeit, sich vorzubereiten! Die zweite Welle war vorhersehbar. Die Elternbriefe gingen bei uns schon im September raus, die Schülerinnen und Schüler nehmen nicht mit ihrem Klarnamen an der Teams-Sitzung teil. Die E-Mail-Adressen wurden von der Schule generiert, das System lief schon am Ende des ersten Lockdowns.

    • Glück für Sie, dass Sie einen Schulträger haben, der dies finanziert. Ist bei uns nicht so. Weder schnelles Internet, noch PCs in Räumen, oder WLan, Dokumentenkameras oder Leihgeräte für SuS. Wir sind übrigens auch eine staatliche Schule mit ungefähr 1000 SuS.
      „Es war genug Zeit, sich vorzubereiten!“ beziehen Sie hoffentlich auf die Landespolitiker und nicht die Schulen/Lehrer.

  11. Ernsthaft ?? Kamera ins Klassenzimmer und die anwesenden Kinder normal unterrichten, die distanzkinder bekommen alles per tablet mit. Kann doch nicht so schwer sein. Arbeitsblätter per iserv etc. Man hatte so lange Zeit sich darauf vorzubereiten und jetzt wieder nix als rumgeheule anstatt kreativer Lösungen.

    • Wie schon soooooo oft angesprochen, Unterricht ist ein besonders geschützter Raum (deswegen auch nicht öffentlich) und kann deswegen nicht einfach so gestreamt werden. Es muss sichergestellt werden, dass kein Außenstehender Zugriff auf den Unterricht erhält. Wie wollen Sie das in Privaträumen garantieren? Bekommt jeder SuS einen Polizeibeamten mit ins Kinderzimmer, der Geschwister und Eltern im Notfall durch Nutzung der Dienstwaffe davon abhält, das Kinderzimmer zu betreten?

    • Und am besten dann die nettesten Szenen nochmal auf Youtube anschauen. Was hat Ernie nochmal gesagt. Es muss ja nicht nur der Lehrer betroffen sein.

    • Zitat:
      „Ernsthaft ?? Kamera ins Klassenzimmer und die anwesenden Kinder normal unterrichten, die distanzkinder bekommen alles per tablet mit.“

      Welche Kamera, welche Tablets?
      Sie haben Vorstellungen 🙂

  12. In Brandenburg ebenfalls Präsenz und Distanz Unterricht. Zum Glück bin ich an einer private gesamtschule. Haben mit dem Gesundheitsamt zusammen beschlossen nur Distanz Unterricht außer abschlussklassen. Alle Lehrer haben einen Laptop bekommen und WLAN ist auch ok. Schüler mit Problemen bekommen Laptops geliehen bzw können in der Schule dies nutzen. Platz ist ja genug. Wir Lehrer sind in der Schule anwesend. Es ist also vieles möglich, allerdings nicht mit den aktuellen Ministern. Unsere ist Britta Ernst. Deshalb gibt es bei uns den spruch:’Wenn Britta Ernst macht, hört der Spaß auf“.

  13. Dazu: „Die ersten Schritte an den Schulen in den Lockdown sind chaotisch verlaufen. Positive Rückmeldungen waren nicht zu hören – stattdessen Frust, Verunsicherung, Vertrauensverlust.“

    Bei uns lief alles bis jetzt reibungslos. Morgen sind die Schulen zu, bis auf die Notbetreuung. Die Kinder haben ihre Aufgabenmappen oder -pläne bekommen. Fertig. Wir hatten sie schon vor Wochen fertiggestellt. Es war uns gesagt worden, wir sollen uns auf alles vorbereiten. Wir waren auf alles vorbereitet.

    Leider schaffen es solche Berichte nur selten in die Medien. Daran liegt es wohl eher (siehe Zitat).

    • @Oka

      „Morgen sind die Schulen zu, bis auf die Notbetreuung.“
      Mann, was sind die Schulen dann zu!
      HAHAHA.

      Wie wäre es hiermit für Ihren nächsten Post?
      „Morgen bleiben die SuS Zuhause, bis auf die, die in die Schule kommen.“

  14. Hier das vermisste positive Feedback:

    WENN – wie bei uns – die technischen Voraussetzungen gegeben sind,

    DANN ist Distanzunterricht KEIN PROBLEM und auch nicht mehr Arbeit.

    Wir streamen den Unterricht einfach.

    Zack, fertig.

    WENN die Mittel dazu da sind.

    Ich hab jetzt nicht alle Kommentare hier gelesen, aber beim
    Überfliegen war schon auch bissl MIMIMI dabei.

    Macht es den KuMis doch nicht so einfach!

    Im Januar sagen sie dann: Ja, hat ja nicht geklappt mit dem Distanzunterricht, massive Klagen von Lehrern, Eltern und Schülern, bla bla, also weiter wie immer seit 1850.

    Die Formel lautet: Wir haben TROTZ besch… Ausstattung ziemlich guten Distanzunterricht in kurzer Zeit auf die Beine gestellt!

    • Nein, Lera, einfach nur Nein.
      Wir reißen uns seit Jahren den A auf für die Versprechungen unserer KuMis an die Eltern.
      Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich allein für die Versprechen „Jeder Schüler wird da abgeholt, wo er steht“, „Niemanden zurücklassen“, …. gearbeitet habe. Für jede Stunde auf mindestens drei, wenn nicht vier Niveaustufen differenziert. Bis tief in die Nacht zu Hause erreichbar, von Montag bis Montag…. 24/7 – auch ohne Corona.
      Ich tue immer noch zuviel, doch es wird Zeit, dass auch andere etwas tun, um uns das Leben zu erleichtern.
      Gerade diese TROTZdem haben wir es geschafft-Haltung hält ein kaputtes, marodes, menschenunwürdiges Schulkonstrukt am Wackeln, in dem SuS zu wenig lernen und KuK überlastet sind, weil SuS zu wenig lernen, weil KuK überlastet sind, weil…..

      Fauler Lehrer? Nein, lange bis zur Selbstaufgabe gebraucht, zusammengeklappt und Jahre zum Flicken gebraucht.

  15. Ohne viele Worte gebe ich in diesem Video einen kleinen Einblick in die aktuelle Unterrichtspraxis aus NRW von gestern Vormittag. Ich würde mich freuen, wenn dieser kleine Beitrag häufig angeklickt, weitergeleitet, und die Botschaft vielleicht bis ins Ministerium gelangen würde.

    https://youtu.be/o1hy8B85E2U

    Falls der Link nicht funktioniert: Ich habe während des Lockdowns den You-Tube-Kanal „Frau Pape geht online“ eröffnet. Der Titel des Videos ist „Distanzlernen live“.

    • @Frau Pape
      , ja so wird es in vielen Schulen laufen. Wir haben zwar WLAN, auch ziemlich flächendeckend. Aber naja, die Leitung geht eben in die Knie, wenn sich 2000 Schüler einloggen, da funktioniert kein Stream mehr. Ganz zu schweigen von Laptops, die nur VGA Anschlüsse haben, Tageslichtprojektoren (ja die gibt es immer noch), Beamern, die mit dem besenstiel bedient werden müssen, Multimediakoffern mit lockeren und unzugänglichen Audiokabeln (könnten ja geklaut werden) und und und. Könnte den ganzen Tag so weitermachen. Achja btw: wir sind keine x beliebige Schule, sondern ein technisches (!) Berufskolleg, das ITAs ausbildet… Mehr muss man dazu nicht sagen. Dabei kann die Schule nicht mal was für die Situation…

  16. @Selina

    „2 Millionen Schüler auf 200000 Lehrer? Das ergibt 10 Schüler pro Klasse. Jetzt sage ich mal. Finde den Fehler?“

    Die Rechnung geht so leider absolut nicht auf! Ein Lehrer hat – je nach Schularten – ein Deputat von 24-27 Stunden. Dies bezieht sich natürlich nur auf die Arbeitsstunden vor Ort. Gehen wir mal von einer Halbtagsschule aus mit 6 Stunden täglich, da wären wir bereits bei 30 Stunden in der Woche. An einer GTS wären wir schon bei 42, an Gymnasien mit bis zu 11 Stunden bei
    etwa 50…
    Hinzu kommt, dass nicht jeder Lehrer ein volles Deputat hat,unterschiedliche Fächer unterrichtet, die unterschiedlich häufig im Stundenplan gebraucht werden usw…
    Lehrer können jederzeit krank werden oder aus anderen Gründen ausfallen und stünden dann nicht mehr als Springer/Vertretung zur Verfügung, wenn jeder allein und dauerhaft einer festen Gruppe zugeordnet würde.

    Aus Sicht eines Schülers vielleicht eine einfache Rechnung, faktisch aber so nicht richtig! Schulalltag ist viel mehr als das.

    Dass wiederum Lehrer in ihren Freistunden oder Pausen das Schulgelände verlassen dürfen und Schüler eben nicht, dient eurem Schutz und ist keine Schikane, wie so oft von Schülern missinterpretiert!
    Ihr seid während des Aufenthalts in der Schule über diese versichert, verlasst ihr das Gelände eigenmächtig, erlischt dieser Versicherungsschutz. Wir als Lehrer haben eine Aufsichts- und Fürsorgepflicht für euch! Ihr seid zudem, in den meisten Fällen, noch nicht volljährig.
    Ein Lehrer wiederum, der sich, ob nun allein oder zusammen mit Kollegen, in der Pause im Supermarkt oder beim Bäcker etwas zu essen kaufen geht, tut weder etwas Verbotenes noch etwas Verwerfliches!

    Lehrer verdienen in Deutschland sicherlich nicht schlecht, da stimme ich zu – und jeder, der es möchte und sich dazu in der Lage sieht, möge diesen überbezahlten Job, in dem man kaum etwas zu tun und die Hälfte der Zeit Ferien hat, gerne erlernen, um dann vielleicht festzustellen, dass man sich das alles irgendwie ganz anders vorgestellt hatte…

    Um aber auch zumindest in einigen wenigen Worten das eigentliche Thema angesprochen zu haben, möchte ich dazu sagen, dass ich aus den Kommentaren (wie auch in vielen anderen Foren) herauslese, dass auf ALLEN Seiten große Frustration herrscht, ob nun bei Schülern, Eltern oder Schulpersonal…
    Man trifft politische Entscheidungen, die realitätsferner nicht sein könnten. Man bezieht die Personen vor Ort nicht in Entscheidungen ein, erkundigt sich nicht nach Gegebenheiten wie vorhandenes und flächendeckendes WLAN in Schulen, Besitz eines Endgerätes und Internetzugangs in jedem Haushalt usw… Dies variiert von Schule zu Schule, so dass rein theoretisch auch nicht an jeder Schule und vor allem nicht an jeder Schularten dieselben Maßnahmen funktionieren können!
    Wir als Schwerpunkschule können beispielsweise nicht mit einem Gymnasium verglichen werden. Maßnahmen müssten vielleicht unter dem Aspekt der Zielgleichheit betrachtet werden, jedoch den Schulen bei der Umsetzung ein realistisches Maß an Eigenverantwortung zusprechen. Minister sind nun einmal keine Lehrer und die noch so schön erdachten Theorien eben keine Garantie für eine funktionierende Praxis!

    • Genau nur eine kurze Antwort dazu, denn Sie wollen sich ja nicht auf eine neue Situation einstellen.
      Wir sitzen 5 von 6 Stunden im Klassenzimmer und warten auf irgendeinen Lehrer. Uns ist mittlerweile egal wer kommt und was er macht, eventuell gibt es auch einen Film, den wir nicht schon kennen. Das geht seit Wochen so und dann sehen wir die ganzen Lehrer beim Weihnachtsshopping ohne Abstand und Mundschutz. Alle hatten sicher keine Freistunde und Mittagspause. Meine Eltern haben auch schon resigniert, es tut sich nichts. Noch 16 Monate, vielleicht sitzen ehemalige Schüler später im Berufsleben auch Mal am längeren Hebel.

        • Woher ich das weiss? Weil ich den Pseudostundenplan kenne und die zugehörigen Lehrer im Einkaufszentrum statt im Klassenzimmer waren. Ausserdem war um 11 noch nie Mittagspause. Und interessiert hat es von denen noch nie jemand ob wir in den Pausen und den Ausfallstunden das Schulgelände verlassen. Aber Hauptsache die bekommen von den Schülern Kuchen für ihre Weihnachtsfeier. Ich denke ein paar Bilder von denen ohne Abstand und Mundschutz beim Shoppen machen demnächst die Runde in Facebook und Ähnlichem. Geht eben nicht mehr anders

          • @Selina

            Sie schreiben „Weil ich den Pseudostundenplan kenne …“

            Scheinbar gibt es an Ihrer Schule 2 Stundenpläne: einen „Pseudostundenplan“ und einen „echten Stundenplan“?
            Das ist wirklich seltsam.

            Aber mit „Pseudostundenplänen“ kenne ich mich gar nicht aus.

            Alles Gute für Sie!

  17. In meinen Augen wäre es schon möglich, Distanz- und Präsenzunterricht parallel abzuhalten.
    Diee würde aber Wochen an Vorlauf benötigen und adäquate digitale Ausstattung der Schulen und Schülerinnen und Schuler.

    Ad-hoc und ohne entsprechende Geräte sowie Einweisung in diese, ist es nicht möglich.

    Mit genügend Vorlauf können die Fachschaften digitale Unterrichtsvorhaben entwickeln, die sowohl von zu Hause als auch im Klassenraum parallel und kooperativ durchgeführt werden können. Ein zweiter Beamer und Whiteboard ermöglicht es die SuS aus dem Distanzunterricht in den Klassenraum zu holen.

    Aber wo stehen wir? SuS haben oft keine Geräte. Schulen haben maximal einen Beamer und Whiteboard pro Klassenraum. Viele KuK sind technisch überfordert. Andere KuK schaffen es durch Einsatz ihrer privaten Geräte zumindest rudimentäre Verknüpfungen herzustellen. Die meisten Schulen verfügen über keinen adäquaten Glasfaseranschluss oder über nötige Serverkapazität. Der Primat des Datenschutzes macht vieles unmöglich usw usw

    Die Verfehlungen der letzten Jahrzehnte in den Bereichen der Digitalisierung (Ausstattung, Fortbildung, Konzepte) rächt sich jetzt massiv, weshalb den Kultusminister*innen gar nichts anderes übrig bleibt, als an der einzigen Art von Unterricht festzuhalten, für den unser Bildungssystem ausgelegt ist.

    Im Bereich Bildung sollte Deutschland darüber nachdenken einen Antrag auf Entwicklungshilfe zu stellen…

    • Aber für diesen Antrag müsste die Bundesregierung sowie die Landesregierungen erst einmal Haushaltsmittel für externe Beratungsleistungen zur Verfügung stellen, denn ohne externe Berater der BIG FOUR wird selbst das nicht klappen.

      EY wird dem Schulsystem vermutlich genauso wie Wirecard ein entsprechend positives Testat zum Abschluss einer Prüfung erteilen.

    • Ähm, Schulen haben nur maximal einen Beamer und Whiteboard pro Klassenzimmer? Reicht das nicht, wie viele Beamer hätten Sie denn gerne pro Raum? Ist das nicht etwas übertrieben? Was sagt denn der Schulträger zu solchen Wünschen, haben Sie ihm das schon vorgetragen? Ich denke ein paar Reservegeräte je nach Schulgröße wären angemessen. Aber mehrere pro Klassenzimmer, erstmal eine Garnitur in den Griff bekommen und dann an die Parallelnutzung denken.

  18. NEIN, das funktioniert in dieser Situation nicht…..

    Wann hätte es funktioniert?

    Jeder Schüler hätte ein vernünftiges Tablet mit den dementsprechenden Programmen und Lehrmaterial – nur mal so neben bei: Linux, LibreOffice, Geobra usw. sind kostenlos – haben müssen gegen ein geringes Entgelt (für z. B. Haftpflichtversicherung, die Eltern, die Wohngeld usw erhalten, erhalten eine Kostenübernahme über das Bildungs- und Teilhabepaket). Es hätte in den restlichen 9 Monaten zusätzlich ein vernünftiger Server für die jeweilige Schule aufgebaut werden können, die Lehrerschaft diesbezüglich ausgebildet werden können UND mit den Schülern üben können für den Fall aller Fälle..

    Und zu den üblichen Stundenplan-Zeiten hätten die Lehrer in ihren Raum gehen können und von dort unterrichten können, was gerade dran gewesen wäre.
    ****************************************************************
    ABER – das ist hier in Deutschland nicht möglich. Lieber werden die Milliarden irgendwelchen Firmen in den Rachen gestopft, die Jahrzehntelang ihre Gewinne gemacht haben und jetzt ihre Gewinne ankratzen müssen, z. B. Addidas, Lufthansa (dann werden eben halt die Flugzeuge eingemottet – kommt unserer Umwelt zu Gute), der Kreuzschifffahrt (das Gleiche in Grün) usw.
    Die Firmen habe eh schon Kurzarbeit angesetzt und die Entlassungen kommen spätestens nächstes Jahr – ABER sie bekommen ihre Milliarden, das ist wichtig…..

    Die Bildungslandschaft wurde ebenso wie der krankenmedizinische Bereich kaputt gespart – und das ist jetzt das Ergebnis der Spar-Politik….

    und die Leidtragenden sind die Lehrer und die Schüler/-innen.

    • Können Sie sich eigentlich vorstellen wie viele Steuern von diesen bösen Konzernen bezahlt wurden? Und wer von diesen Geldern bezahlt wurde? Was denkt sich ein böser Mitarbeiter dieser üblen Firmen wenn er so etwas liest und diese Personen von seinem monatlichen Salär auch noch bezahlen muss?Hoffentlich sprudelt das Geld die nächste Zeit nicht mehr so üppig, damit an den Löhnen und Pensionen auch Mal gespart wird. Könnten diese Mitarbeiter ein bisschen steuern wohin das Geld fließt, ich kann mir sehr gut vorstellen welche Berufsgruppe es trifft. Polizisten und Pfleger werden es sicher nicht sein. Das ist jetzt reinster Populismus aber die nächsten Wahlen werden es zeigen und es wird nicht mehr lange gehen dann springt die erste Partei auf diesen Zug auf…

  19. „Was denkt sich ein böser Mitarbeiter“

    Schön, dass SIE sich direkt angesprochen fühlen, weil SIE so wichtig sind.
    Wer sind SIE denn?
    Herr Lufthansa höchstpersönlich? Nur dann könnten SIE sich aufregen über die vielen Steuern die SIE bezahlt haben.
    Falls SIE Addidas heißen oder Mercedes-Benz oder Porsche oder oder dann gilt dasselbe.

    Falls nicht gehen SIE mal davon aus dass SIE ein kleines Lichtlein sind wie die allermeisten Angestellten und Arbeiter.
    Den Beweis bringen SIE ja selber, aber SIE merken es gar nicht:
    “ Könnten diese Mitarbeiter ein bisschen steuern wohin das Geld fließt“
    Könnten ist ja wohl was anderes als können.
    Und daran ändert Ihr Neid auch nichts – merken SIE aber gar nicht.

    Lassen SIE sich mal einen Termin geben bei Ihrem Chef und reagieren SIE sich mal da ab wo es hingehört.
    Hoffentlich trauen SIE sich das!
    Dann haben SIE bald wirklich was zu erzählen – denn zu sagen haben SIE nichts, siehe oben.

    • Warum sollte ich Herr Lufthansa oder Porsche heißen um zu wissen, dass Steuern gezahlt werden? Es ist Ihnen als eventuell Beamter demnach total fremd, dass normale Mitarbeiter auch jeden Monat einen Teil ihres Einkommens an Steuern abgeben. Und wenn so ein Mensch registriert wie Lehrer über sie denken und diese Personen dann noch bezahlen, das sind Supervoraussetzungen für die Zukunft. Ich als Selbstständiger sehe alle 2 Wochen was meine Firma und die Mitarbeiter abdrücken müssen. Vielleicht wäre einfach mal ein Danke von Seiten der Lehrer an die Bevölkerung angebracht, die das Leben der Lehrer in Saus und Braus finanzieren. Neid empfinde ich persönlich überhaupt nicht, auf wen auch, ich mache meine Arbeit gerne und der Rubel rollt auch noch sehr üppig.
      Ich jedenfalls habe durch Ihren post gemerkt, dass Sie genau wissen wer Sie bezahlt. Übrigens recherchieren Sie mal wer mehr Steuern (für Sie und Ihre Familie) bezahlt, Herr Porsche oder die tausenden Mitarbeiter. Dann überlegen Sie noch kurz, wer die Allgemeinheit und die Staatskasse die letzten Jahre mehr gekostet hat, Sie oder die Lufthansa und wieviel Sie zur Auffüllung der Kassen beigetragen haben.

  20. @Achim

    Sie singen hier das immer gleiche Lied. Aber besser/realistischer/treffender wird es durch die Wiederholung nicht.

    Aber lustiger wird es jedesmal:
    „… Leben der Lehrer in Saus und Braus finanzieren. Neid empfinde ich persönlich überhaupt nicht, auf wen auch …“ – HAHAHA, DER war extrem gut.

    Nebenbei:
    Jeder zahlt Steuern.
    Das wissen Sie natürlich, das wissen ja sogar Kinder (z.B. Schüler), dass immer dann, wenn Kaugummis, Tintenpatronen oder was auch immer gekauft wird, Mehrwertsteuer gezahlt wird. (Da können Sie als Held leicht in der Masse untergehen. Das ist hart.)
    Verzeihen Sie mir diesen kleinen Hinweis, diese Erkenntnis fehlt in Ihrem ansonsten kunterbunten Bonmot.

    Im Übrigen wurde hier vor einigen Tagen schon von einem anderen Schreiber mitgeteilt (sinngemäß), dass man ja mit den Steuern auch für Straßenbau in der ganzen BRD – für jede einzelne Straße – seinen Teil beiträgt, selbst wenn man nie auf allen (!) Straßen in der BRD fahren kann.

    So, lieber Achim,
    jetzt noch alles wieder 3x verdrehen, auf Links krempeln und dazu eine Prise Ihrer Grundfrustration, die Sie hier gerne immer wieder zur Schau stellen und dann ran an die Tasten.

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