Haarsträubende Behauptungen und windige Quellen: Was Kultusminister erzählen

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Ein Kommentar von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek

DÜSSELDORF. Es geht schon wieder los. Im vergangenen Jahr missachteten Kultusminister jede wissenschaftlich begründete Warnung vor offenen Kitas und Schulen – mit teils haarsträubenden Behauptungen und unter Berufung auf windige Quellen. Daran hat sich nichts geändert, wie zwei aktuelle Beispiele zeigen.

„Verantwortungsvolle und sichere Öffnungen von Schulen und Kitas sind auch in der Pandemie möglich.“ Illustration: Shutterstock

„An alle Eltern und Erziehungsberechtigen, Schülerinnen und Schüler im Saarland“ hat die Bildungsministerin des Saarlands, Christine Streichert-Clivot (SPD), in der vergangenen Woche einen Brief geschrieben. Sie meint darin: „Verantwortungsvolle und sichere Öffnungen von Schulen und Kitas sind auch in der Pandemie möglich.“ Das ist – nach Monaten der Schließungen von Bildungseinrichtungen – eine durchaus fragwürdige Position.

Streichert-Clivot beruft sich dabei auf vermeintlich fachlichen Rat: „Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sieht, genauso wie die Expert*innen des Robert-Koch-Instituts (RKI), Kinder und Jugendliche nicht als Treiber der Pandemie. Auch maßgebliche medizinische Fachgesellschaften betonen, dass mit den im Saarland bestehenden Hygiene- und Infektionsschutzregelungen Kitas und Schulen selbst bei hohen Infektionszahlen geöffnet sein und sicher betrieben werden können.“

Wissenschaftler beschreiben einen engen Zusammenhang zwischen dem Betrieb von Bildungseinrichtungen und dem Infektionsgeschehen

Die genannten Referenzen lohnen durchaus einen Blick. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) ist ein Lobby-Verband, der auch die wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder vertritt. Und die – so ergab unlängst eine Umfrage des BVKJ – sehen mit Mehrheit ihre wirtschaftliche Existenz durch die Corona-Krise massiv beeinträchtigt, sogar bedroht. Seit der Coronakrise, so heißt es seitens des Verbandes, gingen die Fallzahlen in den Praxen deutlich zurück, weil es aufgrund der Schutzmaßnahmen – also insbesondere der Einschränkungen im Kita- und Schulbetrieb – weniger akute Infektionskrankheiten gebe. Hier scheint also eine mögliche Befangenheit vorzuliegen.

Der BVKJ prescht auch immer wieder mit eigenwilligen Positionen in der Pandemie vor – zuletzt mit der Forderung, wegen möglicher Fehldiagnosen auf die Schnelltests (denen sich nach Streichert-Clivots Plänen auch im Saarland alle Schüler und Lehrer regelmäßig unterziehen sollen) zu verzichten. Diese Position findet sich in Streichert-Clivots Elternbrief natürlich nicht.

Dafür beruft sich die Bildungsministerin aufs Robert-Koch-Institut, dessen seit Herbst vorliegende Empfehlungen für den Schulbetrieb sie, wie ihre 15 Amtskolleginnen und -Kollegen auch, konsequent ignoriert hat. Jetzt muss das RKI dann doch mal herhalten. Tatsächlich stellt die Bundesbehörde in einem aktuellen Bericht fest, dass Schülerinnen und Schüler «eher nicht als ‚Motor‘ eine größere Rolle spielen» (der wissenschaftlich umstrittene Begriff „Treiber“ wird vermieden) – allerdings hat Streichert-Clivot „vergessen“, den zweiten Teil des Befunds wiederzugeben: nämlich dass es auch bei ihnen zu Übertragungen komme und Ausbrüche in Kitas und Schulen verhindert werden müssten.

Zudem weisen die Autoren des Berichts darauf hin, dass die Rolle von Kindern und Jugendlichen im – offiziellen – Infektionsgeschehen durchaus unterschätzt werden könnte, weil sie bei Ansteckungen allermeistens keine Symptome zeigen und deshalb weniger getestet werden. Auch das ist Streichert-Clivot natürlich keine Erwähnung wert. Überhaupt: Alle maßgeblichen Wissenschaftler, von der Gesellschaft für Virologie bis hin zur Leopoldina, von der Braunschweiger Virologin Prof. Melanie Brinkmann bis hin zum Berliner Charité-Forscher Prof. Christian Drosten, beschreiben einen engen Zusammenhang zwischen dem Betrieb von Bildungseinrichtungen und dem Infektionsgeschehen. Das zu ignorieren, grenzt schon an Realitätsverweigerung.

Ein Parteigenosse von Streichert-Clivot ging ebenfalls in diesen Tagen mit einer eigenwilligen Sicht auf das Pandemiegeschehen in seinem Verantwortungsbereich an die Öffentlichkeit: Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

Tonne betonte vor dem Landtag in Hannover, dass die Schulen im Zuge des Lockdowns nicht geschlossen worden seien, weil dort massenhafte Infektionen befürchtet wurden. I wo. Vielmehr sei es darum gegangen, die Mobilität und die Infektionsgefahr insgesamt zu reduzieren. Wie ist das zu verstehen? Der Kultusminister erklärte: Zwar seien auch in Schulen Corona-Infektionen hereingetragen worden, bis heute habe es aber in den Klassen selbst keine großen Ausbrüche gegeben. (Noch vor zwei Wochen hatte er selbst einräumen müssen, dass es – trotz der Einschränkungen im Schulbetrieb – an mehr als jeder fünften niedersächsischen Schule Corona-Infektionen gibt. Hupps, vergessen.)

Warum sind Lehrer denn beim Impfen vorgezogen worden, wenn es überhaupt keine Ansteckungen in Schulen gibt?

Nochmal langsam: Die Schulen sind zwar weitgehend sicher und haben mit der Ausbreitung des Coronavirus wenig zu tun, geschlossen wurden sie im Lockdown aber trotzdem, um die „Mobilität und die Infektionsgefahr insgesamt“ zu reduzieren. Also nicht die der Schüler und Lehrer!? Wessen denn dann? Wer geht denn noch in die Schule? Und in die Klassen wird das Virus zwar manchmal hineingetragen – aber es verteilt sich dort praktisch nicht und wird auch kaum hinausgetragen!? Schulen sind demnach also eine Art Corona-Absorber? Warum sind denn (Grundschul-)Lehrkräfte in der Impfreihenfolge auf die Schnelle vorgezogen worden, wenn es eigentlich überhaupt keine Ansteckungen in Schulen gibt? Und wieso sollen alle Schüler jetzt wöchentlich vor dem Schulbesuch schnellgetestet werden, wenn doch ohnehin nichts in den Schulen passiert?

Die Virologin Brinkmann stellte gestern auch mit Blick auf die Schulpolitik fest: „Was uns gerade präsentiert wird, ist eine intellektuelle Beleidigung an alle und keine Perspektive.“ Die Kultusminister liefern immer wieder beeindruckende Beispiele dafür.

Versuchen SPD-Kultusminister, mit gedrechselten Zahlen vor jedem Gipfel Stimmung gegen Schulschließungen zu machen?

 

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69 KOMMENTARE

    • Danke @Pit2020.
      Mir reichte die erste Minute.

      Die „Kubies“ also zwischen „Hallo!“, „Nochmal!“ und „Ahoh!“.
      Ein Jahr in einem Satz.

    • Lieber Pit….ich hatte bereits verdrängt, dass es so was Schönes überhaupt gibt… 🙂 könnte man die 4 nicht auf 16 vervielfältigen, dann können die es noch bunter treiben….das Versteckspiel würde noch länger dauern….quasi eine zeitliche Entsprechung von GoT … und ihren elaborierten Sprachschatz weiter vorführen. Ganz wie in der KMK….nur mit weniger Toten…
      DipsiGebauer (hach Mary-Ellen , einfach wunderbar) müsste allerdings eine Fadenkreuz auf die Stirn gemalt bekommen… ich schaue e mir nachher einfach noch mal in voller Länge an….es ist einfach so spannend.

    • Die Teletubbies sollten damals wegen der Gefahr der Volksverdummung verboten werden.
      Könnten wir dieses Verbot bitte auf alle Kultusminister anwenden?.

  1. Wir müssen davon wegkommen, dass Schulen „komplett auf oder komplett zu“ sein müssen. Es ist wichtig, Präsenzunterricht für die Kinder anzubieten, die das sehr dringend brauchen, genauso wie es wichtig ist in der jetzigen Situation den Distanzunterricht noch für VIELE Kinder beizubehalten. In NRW z.B. werden am Montag ALLE RESTLICHEN Jahrgänge mit ALLEN weiteren Schülern zurück in die Präsenz geschickt. das ist unvernünftig. Es ist jetzt definitiv der falsche Zeitpunkt, um auch noch für zusätzliche Jahrgänge zu öffnen. Bis zu den Osterferien noch 2 Wochen Distanzunterricht für einen grossen Teil der Schüler ergäbe 4 Wochen vermindertes Infektionsgeschehen. Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/alle-vor-ostern-kein-praesenzunterricht-fuer-alle-in-nrw-solange-corona-nicht-unter-kontrolle-ist

    • „genauso wie es wichtig ist in der jetzigen Situation den Distanzunterricht noch für VIELE Kinder beizubehalten.“

      Nein. Wichtig ist es alleine, für einen maximalen Gesundheitsschutz zu sorgen!

      Aktuell wird gependelt zwischen „Schulen komplett zu“ und „Schulen irgendwie auf ohne ausreichenden Gesundheitsschutz“. Sinnvoller wäre, die Schulen zu öffnen und dabei für den gleichen Gesundheitsschutz wie z.B. in den Ministerien zu sorgen. Die haben nämlich längst Luftfilter und Plexiglaswände. Im Ministerium funktionieren sie anscheinend prima, aber in einer Schule sind sie laut genau diesem Ministerium unnötig.

      Genau das weiss man aber schon seit dem Sommer! Wenn die KMK damals auf den Ansatz „vom Worst-Case ausgehen und sich über den Best-Case freuen“ gesetzt hätten, dann hätte heute jedes Klassenzimmer ein bis zwei Luftreiniger + Plexiglaswände und man könnte ganz beruhigt Präsenzunterricht machen. Statt dessen haben sie aber gesetzt auf: „Vom Best-Case ausgehen und vom Worst-Case überrascht werden“.

      Geld ist kein Argument: Mit dem Geld, was der statt dessen nötig gewordene Lockdown (dessen Resultate gerade leichtfertig weggeworfen werden) gekostet hat, hätte jede(r) SuS einen eigenen Luftfilter bekommen können.

      • Ja, da haben Sie Recht, ich sehe das auch so, dass in erster Linie für einen maximalen Gesundheitsschutz gesorgt werden muss! Genau darum geht es in der Petition! Wir fordern Gesundheitsschutz für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Familien! Die Schulpolitik sollte aufhören, die Realität zu leugnen und Schulen sicher machen. Genau darum geht es! Das ist super wichtig! Es muss alles unternommen werden, um Schulen sicher zu machen. Das sehe ich genauso. In der JETZIGEN Situation im März 2021 bleibt aber -wegen der bisherigen Versäumnisse!!!- aber nur die Entscheidung am Montag „alle“ in die Schule zu schicken zurückzunehmen (in NRW) und den Distanzunterricht fortzusetzen, weil die Schulen eben bisher nicht sicher sind. Wer das gefährlich findet, muss sich schützen dürfen! Wenn jetzt am Montag !!!ohne Gesundheitsschutz einfach weit geöffnet wird!!!!, ist das einfach unverantwortlich. Kinder, LehrerInnen und Familien müssen sich schützen dürfen! Ich bin natürlich der Meinung, dass unbedingt Luftfilter, Tests, Abstandsregeln, angemietete Räume, mehr LehrerInnen usw. usw. usw. (wie allen bekannt) notwendig sind. Und dass JEDER Ein recht auf Bildung UND Gesundheitsschutz hat. Es entsetzt mich zutiefst, dass die Gesundheitsschutz-Massnahmen nicht alle bereits lange eingeführt sind! Ich fordere seit langem, dass dieser Gesundheitsschutz in Schulen endlich stattfinden soll.

      • „Sinnvoller wäre, die Schulen zu öffnen und dabei für den gleichen Gesundheitsschutz wie z.B. in den Ministerien zu sorgen. Die haben nämlich längst Luftfilter und Plexiglaswände. Im Ministerium funktionieren sie anscheinend prima, aber in einer Schule sind sie laut genau diesem Ministerium unnötig.“

        Dies würde KM Tonne jetzt aber komplett anders darstellen, ….
        „Ein Corona-Fall in der niedersächsischen Staatskanzlei hat am Donnerstag für die Absage einer geplanten Pressekonferenz gesorgt. Stephan Weil muss sich nun wohl länger isolieren als zunächst geplant.“
        https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Corona-Fall-in-der-Staatskanzlei-Weil-laenger-in-Quarantaene,corona6992.html

        KM Tonne könnte nun behaupten:
        !Sehn’se die Luftfilteranlagen und Plexiglaswände im Ministerium haben NICHT geholfen, wir haben auch Coronafälle in der Staatskanzlei!
        Somit müssen wir davon ausgehen, dass die Corona-Infektion von außen eingetragen wurde und weder Luftfilteranlagen noch Plexiglaswände dies verhindern konnten! *Ironie off* BREITES GRINSEN 😉

        QED –>
        Wenn Luftilter etc. in der Staatskanzlei den Coronafall nicht verhindern konnten, dann muss dieses ‚Zeugs‘ doch nicht auch noch TEUER für Schulen angeschafft werden.
        OCH, sie vermuten der Kollege aus dem Ministerium könnte eine Spendenparty veranstaltet und dabei das Virus verteilt haben. Nein, …. also wir halten uns an alle Corona-Verordnungen – insbesondere die Abstandsregelungen in Schulen, das Minimieren von Kontakten in Schulen, das Umsetzen der Hygieneregeln an Schulen auf 50 Jahre alten,
        maroden, stinkenden Schulklos – Mit Lüften klappt alles!
        Hätten wir in der Staatskanzlei lieber mal besser GELÜFTET ……
        *SARKASMUS OFF*

  2. Danke nochmal für diesen Kommentar. Mein Intellekt ist mittlweile mehr als nachhaltig beleidigt. Herr Tonne ist unerträglich. Wenn seine Briefe in meinem Postfach ankommen, bekomme ich schon einen „dicken Hals“. Sowohl als BBS-Lehrkraft und auch Mutter einer Sechts-Klässlerin. Da helfen mir meine Visionen von „Mittelalter-Pranger-Tonne- und faulem Gemüse /Eiern“ auch nicht mehr weiter.

  3. Interview mit Britta Ernst bei ntv:

    Tatsächlich ist es so, dass die Kultusministerin sich nun sozusagen mit dem Rücken an der Wand gegen Vorwürfe verteidigen muss, man würde den Kindern willkürlich oder fahrlässig die Teilnahme am Unterricht verweigern!
    Da werden Mütter und Kinder eingeblendet, die sich bitter über diese ‚Ungerechtigkeit‘ beklagen.
    Bei aller Kritik: Ich glaube, die Verantwortlichen können derzeit nichts richtig machen, sie haben immer entweder die eine oder die andere Seite auf dem Hals.

    Aber so ist das immer wenn Probleme und Problemlösungen in den Bereich der Schuldzuweisungen verschoben werden. Natürlich müss(t)en Politiker, die in der Verantwortung stehen, die Konsequenzen ziehen, wenn sie schlampig gearbeitet haben, aber eine derartige Verschiebung einer Problematik, die letztlich nicht von Menschen verursacht wurde, auf Schuldige und Opfer ist denkbar unproduktiv und geht im Kern an der Sache vorbei.

    Richtig ist, dass angesichts der Unfähigkeit unseres Landes bzw. weiter Teile der Zivilisation, mit solchen Krisen ohne massive Schäden fertig zu werden, sehr vieles auf den Prüfstand gehört, z.B. auch der Föderalismus in seiner jetzigen Form.

    Leute wie Giffey, die mit Ausdrücken wie „Kindeswohlgefährdung“ oder absurden Vergleichen – Wieso dürfen Hundeschulen öffnen und Menschenschulen nicht?* – diese Täter-Opfer-Stimmung anheizen, halte ich für kontraproduktiv.

    * Ich vermisse hier die Frage, wieso eigentlich Baumschulen überhaupt nie zumachen mussten.

    • Also die Kultusminister haben seit einem Jahr nichts dazugelernt. Was bringt das Schnelltests machen und Fälle zählen, dazu brauch man keine Minister. Die sollen endlich mal was tun um die Infektionen zu verhindern. Die Hochschule der Bundeswehr Neubiburg hat Lösungen, die an verschiedenen Schulen in München getestet wurden und auch bewiesen dass das Lüften von 20 in 20 Min.nicht ausreichend ist. Die Kultusministetien können oder wollen anscheinend nicht lesen. Wo bleiben die effizienten Luftfiltergeräte, genügend Schulbusse, Plexiglaswände ….es wird Geld rausgeschmissen wo es nichts bringt. Präsenzunterricht brauchen die Kinder

    • Ich glaube, weil Bäume im Gegensatz zu Menschen wirklich keine „Treiber“ der Pandemie sind. Und selbst wenn, halten sie konsequent den Abstand ein, und gut gelüftet sind Baumschulen auch 🙂

    • @amalie: könnten Sie vielleicht den link zum Interview mit Frau Ernst einstellen oder das Datum des Interviews angeben? Ich kann es bei ntv nicht finden… vielen Dank dafür!

  4. Völlig richtige Einordnung – mal wieder, muss man sagen. Man wird tatsächlich nur noch für dumm verkauft, da man den wenigen, die nicht zurecht kommen, oder die die Situation immer noch leugnen, sich aber mit Begriffen wie „Kindeswohlgefährdung“ oder anderen „Aufregerbegriffen“ hervortun, entsprechen möchte.

    Kleiner von den Kultusministern (aber auch andere) hat den A… in der Hose den Leuten reinen Wein einzuschenken und zu kommunizieren, dass das, was in mancher Hinsicht gefordert wird, gerade einfach nicht geht. Es geht halt einfach nicht in verantwortbarer Weise. PUNKT. Es geht halt nicht. Lieber den Distanzunterricht verbessern.

    Ich verstehe aber auch manche Eltern nicht: Möchte man wirklich jeden Nachmittag an der Tür stehen, wenn das eigene Kind nach Hause kommt und sich fragen „Hmm, ob er/sie heute das Virus mit nach Hause bringt???“.

    Dazu: Es wird ja immer von „Perspektive“ gesprochen. Ich denke, allen hier ist klar, was die Perspektive ist: Es werden auch die Lehrerinnen und Lehrer der anderen Schulen ein Impfangebot erhalten und während/nachdem das geschieht/geschehen ist, werden sämtliche Hemmungen und Regeln für die Schulen fallen.

    Es wird vollständiger Präsenzunterricht für alle angeordnet werden. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Mir soll’s dann egal sein, ich werde geschützt sein. Die Kinder und deren Familien tun mir jetzt schon leid, denn da wird das Virus natürlich weiter durchrauschen dann…

    • Das sind alles gute und richtige Kommentare, aber was bringt es noch sich aufzuregen?
      Wir das kleine Fußvolk haben doch eh kein Mitspracherecht, wir sollen immer nur brav nicken und die lieben Damen und Herren Politiker wie ein braves Hündchen wählen.
      Unsere Gesundheit und die unserer Kinder geht denen doch am A… vorbei.

    • @Elly
      Ich glaube nicht dass die Mehrheit der Eltern ihr Kinder freiwillig in die Schule schickt. Das wir nur von Streichert-Clivot behauptet, um einen Grund zu haben die Schulen zu öffnen. Damit kann sie ihre eigene Unfähigkeit die sie seit über 1 Jahr praktiziert verstecken. Das ist leider in jedem Bundesland so.

    • Genau diese Argumentation ist das Problem. Niemand WILL Lockdown. Er ist nur leider notwendig, WEIL nicht entschieden genug gehandelt wird/wurde, WEIL viele Leute das einfach nicht einsehen wollen. Lieber Pflaster abreißen als laaaaangsam abziehen…
      Die, die Lockdown einfach auf Teufel komm raus nicht mehr wollen, können sich schonmal auf den nächsten einstellen… Das ist doch das Problem an der Sache…

      • „Er ist nur leider notwendig, WEIL nicht entschieden genug gehandelt wird/wurde, WEIL viele Leute das einfach nicht einsehen wollen.“

        Auch das ist in dieser Kausalität richtig. Der Lockdown ist notwendig, weil ein gefährliches Virus im Umlauf ist. Das ist die Kausalität.

        Der Rest sind Folgen inkonsequenten Handelns, aber der Mensch ist nicht der ‚Macher‘, für den er sich hält, und es gibt auch bei richtigem Handeln keine sichere Erfolgsgarantie.
        Bei falschem Handeln gibt es gleichwohl eine Misserfolgsgarantie, sodass das Selbstbild – Wir haben gemacht/wir machen! – nicht geändert werden muss.

  5. Es ist unertraeglich, das es hier wieder mal bei diesem Lobbyverband ausschließlich um Geld geht und das von Kinderaerzten, PFUI!!!!

    Also verliert man als Eltern nicht nur das Vertrauen zu den KM in Bezug auf den Gesundheitsschutz unserer Kinder, sondern auch zu den Kinderaerzten (leider leiden unter diesen Lobbyisten auch wirklich gute Aerzte).

    Diese Lobbyisten sorgen sicherlich bereits dafuer, das Eltern am Telefon abgewimmelt werden und jammern dann rum, wegen fehlende Einnahmen und geben im Nachhinein solche Empfehlungen an die KM.
    Wer ist auch hierbei der Leidtragende? :UNSERE KINDER!!!!

    Laecherlich, die sollten ihre eigene Praxisfuehrung ueberdenken, damit man mal wieder Termine bekommt und zu denen vorgelassen wird.

    Wenn man Glueck hat, einen persoenlichen Termin zu bekommen, werden Corona Tests selbst mit Symptomen, haeufig verweigert(wurde schon oft genug beschrieben)

    Dieser Lobbyverband passt den KM’s ja sehr gut in den Kram!!!

    Nur traurig, das es hierbei nicht um die Gesundheit, sondern wieder nur um Geld geht.

  6. Frau Streichert – Clivot und ihre KollegenInnen sind völlig fehl am Platz. Die Wahrheit wird unterschlagen und Eltern, Schüler und Lehrer, Erzieher für dumm verkauft.
    Digitalisierung ist weiterhin ein Fremdwort, Anträge für den Digitalisierungspakt laufen nur schleppend.
    Konzepte für Präsenzunterricht bestehen ohne Hirn und Verstand.

  7. Herr Priboschek, völlige Zustimmung von mir. Man kann es nicht anders sehen.

    Ich grüble nur, ob Sie womöglich den nächsten Hit der KuMis losgetreten haben:
    „Schulen sind Corona-Absorber“
    :o)

  8. Danke auch für diesen Kommentar. Endlich wird auch mal das Saarland mit seiner Bildungsministerin einbezogen. Ich denke dass nicht viele Menschen wissen was an Schulen so passiert. Eben weil vom Saarland nicht viel berichtet wurde. Die Schulen sollen im Saarland nach Ostern komplett geöffnet werden für den vollen Präsenzunterricht ohne Wechselunterricht. Und so sagt Frau Streichert-Clivot auch noch, man muss nicht alles von der Inzidenz abhängig machen. Volle Klassen mit bis zu 30 Schülern auf den weiterführenden Schulen. Ob das im Ministerium auch geändert wird ? Volle Konferenzräume während den Sitzungen? Eher nicht. Es sind ja unsere Kinder und Jugendlichen die da mit Angst und Sorge in den Klassenräumen sitzen. Nicht die der Kultusminister/innen. Der Distanzunterricht läuft gut. Ich möchte nicht jeden Tag die Angst haben ob mein Kind heute das Virus mitgebracht hat. So wird es aber sein. Es ist nicht mehr so einfach mal möglich mein Kind in den Arm zu nehmen. Mit Freunden dürfen sie das auch nicht. Was macht das mit den Kindern und Jugendlichen? Klar dass Ärzte der Meinung sind Kinder/Jugendliche wieder zur Schule zu schicken. Die Praxen sind leer. Damit auch der Geldbeutel. Selbst erlebt. Wir Eltern sind noch lange nicht geimpft. Vielleicht sollte Frau Streichert-Clivot darüber mal nachdenken. Und vielleicht auch mal der Herr Hans

    • behalten Sie Ihr Kind zu Hause. Sie werden schon nicht ins Gefängnis müssen. Aussetzung der Präsenzpflicht für alle Bundesländer, damit die, die es möchten, ihre Angehörigen schützen dürfen! Keine weitere Ungleichbehandlung gegenüber Angestellten aus der Wirtschaft!! Gleiches Recht auf Gesundheitsschutz für alle!!

      • Gefängnis eher nicht. Aber zu Hause lassen geht hier im Saarland nicht so einfach. Wenn das Kind nicht erscheint, kann man damit rechnen, dass nach einer „Abwartezeit“ das Kind polizeilich der Schule zugeführt wird. Plus Bußgelder natürlich für die Eltern.

    • @Schönes Saarland

      „Klar dass Ärzte der Meinung sind Kinder/Jugendliche wieder zur Schule zu schicken. Die Praxen sind leer.“

      Was ich nicht verstehe:
      Wie passt das dann zusammen mit den Kinderärtzen, die (wie weiter oben und auch in anderen Kommtarspalten öfter beschrieben) die Kinder und Eltern seit Wochen/Montaten wegen Corona-Symptomen abwimmeln, weil die Kinder angeblich nur erkältet wären?
      Wenn es noch mehr Corona-infizierte Kinder geben wird (wovon ja auszugehen ist), werden die DANN in die Kinderarztpraxen hineingelassen und behandelt? Nur so wäre ja Geld zu verdienen.
      Aber warum hat man dann seit Wochen/Monaten eben in einigen Praxen die Kinder und Eltern nicht hereingelassen/abgewimmelt?

      • Darüber kann man nur spekulieren. Ich vermute, dass viele Kinderärzte keine Lust auf vermehrte Kontakte mit Corona-Infizierten haben. Vor einem Jahr wurden, so habe ich es mehrfach im eigenen Umfeld erlebt, Pflegekräfte mit Corona-Symptomen gleich von mehreren Hausärzten abgewimmelt. Sie sollten gar nicht erst in der Praxis vorstellig werden, sondern wurden einfach krank geschrieben. Und das, obwohl die Praxen hätten testen können. Es wäre ja auch für die Patienten der Pflegekräfte wichtig gewesen, denn man hätte sie informieren können. Konnte man so aber nicht.
        Außerdem berichten Kinderärzte aktuell, dass z.B. Vorsorgeuntersuchungen in geringerem Umfang wahrgenommen werden. Sollte das tatsächlich so sein, verringern sich für den Arzt regelmäßige und einfacher durchzuführende Einnahmequellen.
        Vielleicht kommt einigen die monetäre Unterstützung des Staates auch entgegen. Schüler meiner Klasse haben aktuell Corona mit Symptomen. Aber sie wissen von ihrer Infektion nur deshalb, weil ihre Eltern z.T. unter starken Symptomen leiden. Diese wurden beim Hausarzt getestet. Die Kinder wurden aber erst getestet, nachdem die Eltern ein positives Ergebnis bekommen hatten.

  9. …und es ist nicht nur eine intellektuelle Beleidigung, sondern auch ein nachhaltiges pädagogisches Problem:
    Wenn die Pandemie dann irgendwann endlich vorbei ist, könnte man ja noch über die intellektuelle Ebene großzügig hinwegsehen und der Opfer gedenken.
    Aber wenn Vertrauen in den Dienstherrn (mal wieder) verspielt worden ist und es hier auch um Menschenleben gagengen sein wird, wenn über Monate gelogen, getrickst und gefälscht worden ist, wenn ausgerechnet Wissenschaft verleugnet worden ist, wenn Schule als ein Raum definiert worden ist, in dem Naturgesetze und Abstandsregeln zu Pandemiezeiten nicht zu gelten haben, Zusagen nicht zu gelten haben (wo bleibt eigentlich mein Dienstlaptop?), dann soll in einem solchen Raum auf einmal wieder Pädagogik gelebt werden? Einige meiner Schülerinnen und Schüler haben jetzt schon auf die bitterste Art eine Lektion der Krise gelernt: Bildung? Wissen? Nö. Es zählt nur, was zweckrational verwertbar ist und / oder Wählerstimmen bringt….
    Und das ist ein wirklich nachhaltiger Schaden, der da sein wird. Von und zu Guttenberg ist mit dem von ihm angerichteten Schaden ja ein wahrer Zwerg dagegen.

    • Diese Probleme sehe ich auch.
      Ich möchte aber nicht aufgeben!
      Das würde bedeuten, dass wir unsere Gesellschaft und unsere Zukunft aufgeben.
      Ich möchte noch ein schönes, langes Leben in diesem Land haben.

    • … weil dann würden Sie ja das Virus in die Schule bringen. Schließlich wartet das seit Monaten in den geschlossenen Läden *zwinker*.

    • Ganz einfach. Weil Sie sonst Unschuldige anstecken könnten, die sich während ihrer Arbeit nicht durch eine Ansteckung gefährden.

    • Diese Frage stelle ich mir auch immer öfter.

      Man lebt in zwei Realitäten. Ich vermeide noch mehr Kontakte ausserhalb der Schule, damit ich niemanden durch mich gefährde. Ich habe 15 verschiedene Klassen, ab Montag wieder 17.
      Fenster sind dauerhaft auf und ich stehe im Zug. Die Hygienemassnahmen haben dort Erfolg, wo nicht nur alle 20 Minuten für 3 Bis 5 Minuten stossgelüftet wird – wie auf dem ministerialen laminierten Cartoon dargestellt – sondern die Fenster auf gelassen werden.
      Schon mal nach 10 Minuten in einen geschlossenen Klassenraum mit 10 SuS gekommen? Ja? Weißte bescheid. Man will dann auch ohne Corona die Fenster aufreißen.
      Das ist die einzige Methode in der Schule die Katastrophe zu vermeiden. Dauerluftzug. Hatten viel SuS mit Corono, aber keinen Kollegen. Dafür miese Arbeitsbedingunen: kalt, zugig, dicke Jacke, teils Handschuhe. Super.
      Hauptsache Präsenz.

      Nur weil viele LuL das Lüften so wie ich handhaben, passiert diesen weniger. Die kommunizierten Corona Hygiene Regeln aus den Ministerien sind voll für das erweiterte Rückrat. It is all about the aerosoles.
      Selbstschutz muss man alleine stemmen – man wird hier sonst am Ring durch die Manege geführt und mit (billigen) Hygieneregeln abgespeist.

      Keine der KMs hat das Standing vernünftig zu agieren. Sie lassen sich rumschubsen wie im Flipperautomaten. Und das geben sie eins zu eins ans Fußvolk weiter.
      Danke fein dafür, dass Ihr (KMs) ein feiger Haufen seid und damit die gesamte Wirtschaft, psychische Mentalität und und Arbeitsschutz mit Füßen getreten werden und alle mit in den Abgrund gerissen werden.
      Schnelltest, Luftwäscher, frühzeitiger eingeübter Wechselunterricht oder kompletter Distanzunterricht. Oder ein Konzept, das irgendwo einer erstellt hat, was funktioniert und auf breiterer Ebene angewandt werden könnte , würde es bekannt sein. Selbstständigkeit fördernden Unterricht etablieren….

      Kreativität = Null
      Klugheit = Null
      Verantwortungsvolles Handeln = Null

      Stattdessen Schulzwang, Verbot Solinger Modell, Verbot von Eltern selbst angeschaffte Lüfter zuzulassen, Grundschule teil maskenlos zu öffnen,…

      Stattdessen Komplette Destruktivität, die sondergleichen sucht.

      KuK sind jetzt teils zwei Wochen krank geschrieben… wie konnte das passieren?! Komisch, verstehe ich gar nicht…

    • Bis zu 15 Kinder in der Klasse? Das ist ja wirklich noch sehr wenig.
      Ich werde ab Montag Wechselunterricht mit geteilten Klassen haben. Soll heißen , dass ich dann stets zwei halbe Klassen von je 15 Schülern parallel unterrichte in zwei nebeneinander liegenden Räumen. Da mehrere Stufen in der Schule sind habe ich dann trotzdem 3 Klassen, also 90 Kontakte zu Schülern jeden Tag. Und da jeden Tag munter gewechselt wird, habe ich dann über die Woche gesehen meine ganz „normalen“ 120-150 Kontakte zu Schülern. Der Abstand in zwei Räumen hilft dann auch nicht.
      Insofern: Man darf Bauch sicherlich freuen über eine feste Lerngruppe mit nur 15 Schülern. Dazu vielleicht bald noch geimpft? Ich noch lange nicht.

    • Weil es gar nicht um konsequente Kontaktreduzierung geht. Deine Schüler sitzen dann ja auch bunt gemischt in voll besetzten Schulbussen. Und die Väter in engen Baucontainern.

  10. behalten Sie Ihr Kind zu Hause. Sie werden schon nicht ins Gefängnis müssen. Aussetzung der Präsenzpflicht für alle Bundesländer, damit die, die es möchten, ihre Angehörigen schützen dürfen! Keine weitere Ungleichbehandlung gegenüber Angestellten aus der Wirtschaft!! Gleiches Recht auf Gesundheitsschutz für alle!!

  11. Mit B117 wird das richtig knallen. Unser örtliches Gesundheitsamt hat dazu eine sehr wichtige Erkenntnis veröffentlicht:

    „Wir beobachten, dass sich der Haushalt komplett ansteckt, wenn die Infektion in die Familie hineingetragen wird. Diese Ausprägung gab es bei dem Wildtyp nicht.“

    Quelle: https://www.hagen.de/web/de/hagen_de/01/0101/010101/PM_375745.html

    Wenn man das mit den ungeschützten Schulöffnungen verbindet, dann baut sich da eine richtig große Gefahr auf. Die Infektionen der Kinder fallen wegen Symptomlosigkeit kaum oder nicht auf, getestet wird meist kaum oder gar nicht und wenn es dann auf diese Weise in die Familien geht, dann wird die dritte Welle viel schneller losgehen als die zweite Welle.

    Erkenntnisse wie diese dürfen eigentlich nicht nur auf den Webseiten eines lokalen Gesundheitsamts stehen, die müssten breit veröffentlicht werden.

  12. Liebe Kolleg*innen, es ist schon erschütternd, was Angst (mache) alles bewirken kann. Natürlich ist es tragisch, wenn man tatsächlich an Corona schwer erkrankt. Aber dass man infiziert ist, heißt noch nicht, dass man auch zwangsweise schwer erkrankt. Im März war es das Ziel der Regierung, die Bevölkerung so langsam Durchinfotüren zu lassen, dass es die Krankenhäuser schaffen. Nicht, den Virus zu eliminieren. Schon vergessen? Wir testen in unserer Schule (Förderschule G) seit Januar und haben nicht ein positives Ergebnis. Warum wohl? Berechnet doch mal die Wahrscheinlichkeit! Sie liegt niedriger als bei einer Infektion mit Herpesviren, die auch tödlich enden kann. Auch kommt keiner auf die Idee, wegen der Wahrscheinlichkeit eines Verkehrsunfalls nicht mehr ins Auto zu steigen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder und Jugendliche dauerhaft Schäden auf Grund mangelnder Sozialkontakte erleiden, steigt mit jeder weiteren Woche Kontaktreduzierung an. Die Triage haben wir nicht auf der Intensiv, sondern in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ich bin erstaunt über die hier gelesenen Kommentare. Sie sind doch sehr ich- bezogen und in Anbetracht der Gesamtlage unwürdig.

    • Die 70.000 Coronatoten in Deutschland sind dann wohl von der Angstmache zu Tode erschreckt worden.

      Unglaublich, wie realitätsblind Menschen (Lehrerin?) nach einem Jahr Pandemie noch immer sein können.

      • Nee, keine Lehrkraft, kann ich mir nicht vorstellen.
        Die sind im Normalfall empathisch gegenüber ihren Schutzbefohlenen und setzen sich dann doch eher dafür ein, die Klassenräume so auszurüsten, dass man darin lernen kann, ohne Angst zu haben, sich und Angehörige anzustecken, als ihre Schüler als von Panik getrieben zu sehen.

    • Danke, dass es auch jemand mal realistisch sieht. Übrigens, im Februar war die Sterblichkeit in Deutschland unter dem Schnitt der 4 letzten Jahre. Ich bin Lehrerin und ich bin für den Wechselunterricht. Ich freue mich darauf, ab dem 22.03. meine SuS in Hessen wieder live vor mir sitzen zu sehen. Wir haben seit Corona insgesamt weniger als1% positiver Coronafälle an der Schule (Klasse 1-10 & Kollegium) gehabt und auchvkrine Ansteckung in der Schule. Wir haben regelmäßig nach Vorgabe gelüftet und es hat nicht wesentlich abgekühlt in den Räumen. Die Krankheitstage im Kollegium sind im ganzen Jahr sehr deutlich niedriger als sonst. Man muss nicht alles mit Angst und Panik vor Corona betrachten. Nicht jeder positive Test heißt, dass man auch Symptome hat oder schwer erkrankt. Ich kenne zum Glück immer noch keinen, der schwer an Corona erkrankt ist, Langzeitschäden hat oder gestorben ist. Trotzdem tut mir jede betroffene Familie leid. Ich bin aber dennoch der Meinung, dass Öffnungen/Lockerungen mehr als nötig sind, vor allem auch für die Psyche der Menschen. Da kenne ich so einige, die sehr unter der Situation leiden. Man kann es als Üolitiker aber nie allen recht machen. Das wird hier oft vergessen.

    • Wenn Sie soviel testen: Woher haben Sie denn in Ihrer Schule seit Januar (!!!) so viele Tests?
      Sehr unglaubwürdig.
      Oder testen Sie irgendwas anderes (Schwangerschaft, Penicillin, Mathematik)?

      • @Sigi

        Ja, ich dachte mir auch gerade so:
        Uih! Da gehen wohl Tausende von Tests in „Leutturm“- und Projektschulen Marke „Gute gesunde Schule – jetzt auch coronafrei!“
        😉
        Wäre es anders, würde es sich oben nur um Vermutungen/Behauptungen handeln. Das wäre mindestens seltsam, sogar wenn es
        – im guten Glauben
        – in guter Absicht
        vermutet/behauptet würde.
        Ich persönlich kenne keine einzige Schule, an der bisher getestet wurde.

        Allerdings – ganz zu Anfang der Pandemie – war mir einer der ersten Corona-Todesopfer in meiner Stadt bekannt, dadurch habe ich den ganzen Mist von Anfang an ernst genommen. Allerdings hätte ich es auch ernst genommen, wenn ich keinen schwer Erkrankten persönlich kennen würde. Ja, es stimmt, das schlägt so langsam auf die Laune und bei immer mehr Menschen auch aufs Gemüt (letzteres ist dann schon mehr als nur 1 Tag mies drauf sein). Allerdings betrachte ich das immer noch als das kleinere Übel.

      • Das waren wohl die Millionen Schwangerschaftstests, die Spahn und Scheuer versehentlich bestellt haben und loswerden mussten. Neulich erst im Postillon.

  13. Zur Kenntnisnahme
    Zunahme der Inzidenzen von Kalenderwoche 8 auf Kalenderwoche 9 lt. RKI bei Kindern
    0-4 Jahre von 48 auf 60 (+ 25%),
    5-9 Jahre von 54 auf 72 (+ 33%),
    10-14 Jahre von 51 auf 62 (+ 22%)
    Im Vergleich dazu von 68 auf 70 (+ 3%) für die Gesamtbevölkerung.

  14. Also die präsenzpflicht in Deutschland sollte zugunsten der bildungspflicht ersetzt werden. So könnten auch alternative Schul und beschulungsformen gewissermaßen gegen das Problem der Pandemie mithelfen. Warum klappt es in unseren Nachbarn nur bei uns nicht? Wir haben das 21. Jahrhundert und die Technik ist vorhanden um digitale Klassenräume zu ermöglichen. Um den sozialen Faktor auszugleichen müsste mehr für das vereinsleben getan werden.
    Mein Kind ist ein Gewinner vom distanzunterricht. Schlimm ist aber, dass auch Studien gezeigt haben, dass volle Klassenräume auch ein sehr hohes ansteckungsrisiko haben und es schon an kindeswohlgefährdung Kinder soetwas auszusetzen.
    In der Politik wird dies aber schön totgeschwiegen.

  15. Frau Streichert-Clivot ist auch sonst meisterhaft in Manipulation: Heute hat sie in den Medien (und auf der FB-Seite Bildungsministerium Saarland) eine Umfrage der Landesschülervertretung Saarland verbreitet – mit der Headline: Zwei Drittel der Schüler wünschen sich den Präsenzunterricht zurück (was natürlich den von ihr angestrebten Vollbetrieb suggerieren soll). Sinngemäß weiter: Sie leiden und vermissen die Kontakte usw. Wenn man dann die Umfrage selbst liest: steht da aber Folgendes: 24%! wünschen sich vollen Präsenzunterricht, dagegen wünschen sich 39%! weiter reinen Fernunterricht, und 37% wären für Wechselunterricht. Kann man machen: Die 24 % und 37 % sind natürlich 2 Drittel (genau 61%), die sich Präsenzunterricht wünschen (wenn auch keinen vollen – hat sie wohl vergessen zu erwähnen). Anders gerechnet sind es aber 39%+37%, also 76%!, die sich keinen Präsenz-Regelbetrieb wünschen. Die Interpretation „zwei Drittel …“ erlaubt ihr aber natürlich, dass sie ihre Agenda mit voller Präsenz für alle durchziehen kann – die Kinder wünschen sich das ja … Zum Punkt: 2 Drittel wollen Schulöffnung, sie vermissen auch die sozialen Kontakte … (hört sich ja fast so an, dass sie die sozialen Kontakte in der Schule am meisten vermissen): In der Schülerauswertung heißt es eher: dass die Schüler die sozialen Kontakte vermissen und sich wünschen, dass sie ihre Freunde wieder treffen können, Sportvereine wieder aufmachen usw.

    • @Sarah Schroepf

      … womit wenigstens bewiesen wäre, dass (erweiterte) Grundkenntnisse in den Bereichen
      – Leseverstehen
      – Mathematik
      absolut wünschenswert WÄREN, weil man sie später im Leben echt gut gebrauchen KÖNNTE.
      🙁

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