Keine Präsenzpflicht für Abgeordnete! Ankündigung empört Eltern und Lehrkräfte

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BERLIN. Präsenzpflicht in den Schulen der allermeisten Bundesländer, aber keine Präsenzpflicht für Bundestagsabgeordnete? Die Ankündigung von Bundestagspräsidentin Bas, angesichts der Omikron-Welle den Sitzungskalender auszudünnen, sorgt für Empörung unter Lehrkräften und Eltern. Im Netz wurde eine Petition gestartet, die die Beibehaltung der Präsenzpflicht für die Politikerinnen und Politikern fordert. Kaum gestartet, wurde sie bereits von mehr als 11.000 Menschen unterzeichnet.

Für den Bundestag gelten andere Regeln als für Schulen. Foto: Shutterstock

Angesichts neuer Höchststände bei den Corona-Infektionen dünnt der Bundestag seinen Sitzungskalender aus. Am Dienstag, den 15. Februar, werde die Präsenzpflicht für die Abgeordneten aufgehoben, kündigte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) an. In den beiden ersten Februar-Wochen waren ohnehin keine Sitzungstage vorgesehen.

An den Schulen gilt für Kinder fast in allen Bundesländern Präsenzpflicht – aber für Politikerinnen und Politiker gelten andere Regeln. Das empört viele Menschen in Deutschland. So ist auf Chance.org eine Petition eröffnet worden, die – in bitterer Ironie – eine Beibehaltung der Präsenzpflicht im Bundestag fordert.

„Politiker werden sich einsam fühlen, ihre sozialen Fähigkeiten vergessen und das Sprechen verlernen“

„Die Aufhebung der Präsenzpflicht im Bundestag ist ein Fehler“, so schreiben die Initiatoren und betonen mit unverhohlenem Zynismus: „Dieser Fehler wird Politikern irreparablen Schaden zufügen. Sie werden sich einsam fühlen, ihre sozialen Fähigkeiten vergessen und das Sprechen verlernen.“ Mit Blick auf die von den Kultusministern immer wieder vorgebrachte Behauptung, Schulen seien keine Treiber der Pandemie, heißt es: „Der Bundestag ist kein Pandemietreiber! Wir müssen den Bundestag offen halten! Deshalb fordern wir die Wiedereinführung der Präsenzpflicht im Bundestag.“

Die zum Teil wütenden, zum Teil ironischen Kommentare lassen die Wut vieler Eltern und Lehrkräfte über das Beharren von Bund und Ländern auf einen angeblichen Regelschulbetrieb erkennen. Die Petition unterschrieben wurde, weil…

„…. es so anmaßend ist, die Präsenzpflicht im Bundestag auszusetzen, und wir Eltern bekommen keine Wahl. Wütend!“

„… weil soziale Kontakte auch für Politiker so wichtig sind! Der Bundestag ist sicher und kein Pandemietreiber!

„… weil mich die Präsenzpflicht an Schulen und Kitas ärgert und ich mithelfen möchte, auf diesen Missstand aufmerksam zu machen. Es ist unglaublich wie wenig Kinder und Jugendliche in der Politik zählen und wie wenig Schutzmöglichkeiten in den Schulen umgesetzt worden sind.“

„Ich unterschreibe frei nach dem Motto ‚was für Kinder gut ist, kann für Erwachsene nicht schlecht sein‘.

„Wenn Kinder in den Präsenzunterricht gezwungen werden, haben Politiker gefälligst auch in Präsenz im Bundestag zu sein!“

„Wenn die Schulen schon sicher sind, dann ist es der Bundestag mit seine Luftfiltern etc. doch wohl erst recht.“

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Politiker auf technische Hilfsmittel angewiesen sind, um soziale Kontakte im Bundestag zu pflegen. Politiker verbreiten die Pandemie außerdem nicht stark.“

„… weil Präsenz sehr wichtig ist. Siehe Schulunterricht.“

„Ich mag gar nicht an die Folgeschäden denken. Adipositas, Depressionen, Lernrückstände, Suizidversuche. Wir dürfen keinen Politiker zurücklassen.“

„Angesichts der mit Zähnen und Klauen verteidigten Präsenzpflicht für (großenteils noch nicht vollständig geimpfte) Kinder in den Schulen ist das Aussetzen der Präsenzpflicht im Bundestag eine widerliche Unverschämtheit.“

„Wir können nicht zulassen, dass unsere Politiker langwierige psychologische Folgeschäden davontragen, wenn sie nicht mehr in Präsenz am real Life teilnehmen dürfen.“

„Wenn Schulen ohne Luftfilter sicher sind, ist es der Bundestag mit zig Schutzmaßnahmen auch.  Ihr seid unsere gewählten Vertreter, macht endlich eure Arbeit und löst die Probleme/bewältigt diese Krise! Und zwar vor Ort!“

„Weil Politiker den selben Schutz brauchen wie unsere Kinder.“

„Es kann ja wohl nicht sein, dass Kinder, Lehrer und Erzieher in die Schulen gezwungen werden und die Damen und Herren Entscheider entziehen sich der Durchseuchung.“

„Politiker:innen brauchen andere Politiker:innen.“ News4teachers

Hier geht es zu der Petition auf change.org

Wochenbilanz des RKI: Vier weitere Corona-Todesfälle unter Schülern, Inzidenz bei Kindern schießt auf 2.365

 

 

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Erzieherin
3 Monate zuvor

Ich hab das gestern schon unterschrieben, weil mir der Schutz unserer Politiker eine echte Herzensangelegenheit ist.

Grundschullehrer
3 Monate zuvor
Antwortet  Erzieherin

Die Politiker appellieren an die Solidarität unter den Bürgerinnen und Bürgern und agieren selbst nach dem Motto „Jeder ist sich selbst der nächste“.

Schattenläufer
3 Monate zuvor

Man darf sich halt nur nicht schämen, dann stehen einem als Politiker alle Möglichkeiten offen.

– Bestechungsgelder für Maskendeals
– Parteispenden
– Ministerposten um den Preis einer 180^Wende
– Längerer Genesenen-Status
– Aufhebung der eigenen Präsenzpflicht
– Luftfilter mit zweifelhaften Nutzen im Büro

Wie schön kann das Leben doch ohne Gewissen sein.

Vor Jahren gab es darüber sogar ein Lied glaube ich.
„Es ist geil, ein A….. zu sein“

Schattenläufer
3 Monate zuvor

PS
Das A….. steht natürlich für „Abgeordneter“.

Also bitte nicht aufregen!

Verärgert
3 Monate zuvor

Unfasslich was sich da abspielt.

eldorado
3 Monate zuvor

Ich würde ja auch gerne unterschreiben, aber ich bekomme immer nur die Meldung „Beim Absenden Ihrer Unterschrift ist ein Fehler aufgetreten.“ 🙁

TaMu
3 Monate zuvor

Für mich ist diese Petition ein echter Lichtblick in dieser Zeit, zynisch, eine unverhohlene Spiegelung der Verachtung gegenüber allen, die institutionell mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Ich stelle nach zwei Jahren Pandemie und bisher absolutem Mittragen sämtlicher Schutzmaßnahmen fest, dass ich nun zu den „anderen Querdenkern“ gehöre. Ich kann die politischen Lügen und den süßlichen Schlamm über die armen Kinder, die nie wieder vom Präsenzunterricht ausgeschlossen sein dürfen, bezüglich des Durchseuchungsprogrammes mit meinem gesunden Menschenverstand nicht in Einklang bringen. Ich kann auch das wissenschaftsfeindliche Hervorheben des Geboostertenstatus gerade als Geboosterte nicht mit tragen. Weil ich geboostert bin, bin ich von Tests und Quarantänen befreit und bin politisch gezwungen, meine so erworbene Freiheit unter Mitmenschen auszuleben, selbst wenn meine direkten bei mir lebenden Angehörigen infiziert wären. Alle anderen Geboosterten müssen das genau so machen. Demnächst muss ich in Präsenz an einer verpflichtenden Fortbildung teilnehmen. Es gilt 3G. Da bei Nichtteilnahme die Pflegeerlaubnis ausgesetzt wird, was einem Arbeitsverbot entspricht, werden alle Betroffenenen anwesend sein, selbst wenn zu Hause alle Corona haben oder wir infizierte Kinder betreut haben. Natürlich werden wir uns nicht, wie sonst immer selbstverständlich, vorher testen. An dem Tag existiert Corona aus politischen Gründen für uns nicht, ebenso wenig wie aus Gründen des Schutzes unserer Arbeitserlaubnis. So ist das offensichtlich schon längst in Lehrerzimmern üblich und ich hatte bisher das Glück, diese Erfahrung nicht teilen zu müssen. Ich hatte einen Antrag auf Verlegung auf einen späteren Zeitpunkt gestellt, der abgelehnt wurde mit Hinweis auf die geltenden Hygienemassnahmen, die mir unter diesen Umständen wie Voodoo vorkommen. Vielleicht räuchere ich noch ein bisschen mit Weihrauch, bevor ich hin gehe, das schützt bestimmt genauso gut wie 3G.
Ich gehe also selbstverständlich davon aus, dass unsere Politiker sich denselben Gefahren auszusetzen haben wie wir. Von ihren Privilegien wie Abständen, vom Bundestag gestellten FFP2 Masken, Einzelbüros und Trennwänden sowie dem Fehlen infektiöser Kinder in großer Anzahl können wir nur träumen. Ich komme mir langsam vor wie bei Tribute von Panem. Irgendwas läuft hier dermaßen schief, dass ich mich immer mehr zum Anders-Querdenker entwickle. Keine demokratisch gewählte Politik darf Kinder durch Präsenzpflicht in die Zwangsdurchseuchung schicken und gleichzeitig für sich selbst die Präsenzpflicht aufheben. Das ist atemberaubend unmoralisch und durch absolut nichts zu rechtfertigen.
Ich hoffe, dass diese Petition durch die Decke geht.

AusderPraxis
3 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Liebe Tami
Zur Zeit fällt es echt schwer, nicht zum Querdenker zu werden.
Mit vernünftigen oder auch nur logischen Maßnahmen kann ich umgehen, aber irgendwann wird es problematisch.
Das fing bei der Aufhebung der Quarantäne für Sitznachbarn an, weil ich damals noch glaubte, es gehe um einen sicheren Schulbetrieb. Ich habe mich 3 mal Impfen lassen, mir brav meine FFP2 Masken gekauft, mich in meinem Freizeitverhalten eingeschränkt

Dann habe ich gelernt, dass Schulen, wie früher die Kanarienvögel im Bergbau, nur Indikator für das (Infektions)geschehen sind, wobei aber – anders als im Bergbau – daraus keinerlei Handlungsbedarf entsteht.

Nun, da wir keine PCR-Tests mehr bekommen, muss jedes Kind, das positiv selbstgetestet wurde, ein zweites Mal (mit einem anderen, leider lt. Liste weit weniger sensitiven Test) nachgetestet werden und darf dann (bis zum nächsten Testtag) weiter in der Klasse bleiben. Lehrer natürlich auch, aber die sind wenigstens geimpft, was man von den allermeisten Grundschülern nicht sagen kann. Also wirkt Schule nicht einmal mehr als Indikator!

Warum also überhaupt testen, Berge an Müll produzieren und wertvolle Unterrichtszeit vertrödeln?

Von mir aus könnten die Kleinen auch ihre schlecht sitzenden, oft unsagbar dreckigen, Masken, die irgendwo unter dem Kinn hängen, weglassen! Ich mag nicht mehr ununterbrochen ermahnen!

Fenster die ganze Zeit auf, warm anziehen und fertig! Oder gleich den ganzen Vormittag „spazieren gehen“!

Echt
3 Monate zuvor

Schamlos! Aber unsere Politiker sind halt eine extrem schützenswerte Spezies mit einem besonderem Immunsystem. Unterscheidet sich deutlich vom gewöhnlichen Steuerzahler und dessen Nachwuchs. Hauptsache wir trinken Wasser, damit für die „Gleicheren“ genug Wein da ist.

Teacher Andi
3 Monate zuvor

Was soll der Aufschrei? Im Parlament war doch noch nie strikte Präsenzpflicht, bei Sitzungen allenfalls zur Hälfte gefüllt, es sei denn es geht um Postenverteilung oder Diätenerhöhung.
Sorry, aber ist doch wahr! Mir fehlt irgendwie der Arbeitseifer der Politiker. In allen Belangen.

AusderPraxis
3 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Stimmt, Teacher Andi, meist war der Plenarsaal ziemlich leer, da die Anwesenheitspflicht nur griff, wenn der/die Abgeordnete gerade nichts Besseres zu tun hatte, bzw überhaupt in Berlin anwesend war! Allerdings konnten alle im Bundestag Anwesenden über Lautsprecher mithören!
Naja, die Diäten fließen ja weiterhin!

John Rambo
3 Monate zuvor

Wir leben wie auf einen Schachbrett.
Bauern (SuS, LuL) sind da zu opfern so das König (Wirtschaft) überlebt.
„Save my ass“ schreien die Bundesabgeordnete und dann schaffen Präzenzpflicht ab!
Nice. Very nice.

Klaus Lehmkuhl
3 Monate zuvor

Dieses Vorgehen ist typisch für die Doppelmoral unserer Politiker … Sie verheizen Lehrer und Schüler ohne ausreichenden Schutz und bringen sich selbst in Sicherheit , wenn Omikron seinen Höhepunkt erreicht . Und sind natürlich 6 Monate genesen und nicht 3 . Und Lauterbach verkündet , die Politik habe Corona im Griff – bei circa einer Million Neuinfektionen pro Woche .

Enjoy your chicken Ted!
3 Monate zuvor

Unterschrieben und weitergeleitet! Weiter so! Das Maß ist voll!

xy
3 Monate zuvor

Wir wollen doch alle nicht, dass unsere Politiker vereinsamen, zu dick werden und nur noch an der PS5 hängen. Wir müssen alles tun, um Präsenz zu ermöglichen. Die Spätfolgen einer Aussetzung der Präsenzpflicht können schwerwiegend sein. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir müssen die Psyche unserer Politiker stärken und das Zusammen arbeiten in Präsenz fördern.

SaMo
3 Monate zuvor

Sowas muss man einfach unterschreiben.

Zu gut

Oberste Priorität!
3 Monate zuvor

Die Präsenz der Abgeordneten im Bundestag hat oberste Priorität!

Thomas Schultz
3 Monate zuvor

Ebenfalls unterschrieben, weil das oberste Gebot muss die Präsenzdebatte sein. Der Bundestag darf unter keinen Umständen wieder das erste sein, was geschlossen wird. Er muss so lange wie möglich offen gehalten werden! Wenn, dann muss der Bundestag das allerletzte sein, das geschlossen wird. Dafür müssen wir alles, wirklich alles tun!

Videokonferenzen sind gut und schön, aber wir wissen von Psychologen und Abgeordnetenärzten, dass die beste Debatte immer noch die Präsenzdebatte ist. Das muss klare Priorität haben.

Klugscheisser
3 Monate zuvor
Antwortet  Thomas Schultz

Sic est 😀

Pitti
3 Monate zuvor

Gleiches Recht für alle. Und wenn sie doch Fernbleiben, saftige Geldstrafen. Der Bundestag ist doch absolut sicher (klar, ist er im Verhältnis zu Schulen ja nur wirklich, also warum dann Aufheben der Präsenzpflicht?), nicht zu vergessen ist er doch eine Bremsscheibe in Pandemie Zeiten und nicht zu vergessen, wirkt wie ein Luftfilter. Also, was wollen die da oben eigentlich. Jammern auf hohem Niveau. Manche sind immer irgendwie gleicher aus andere. Aber jetzt ist das Mass voll. Setzt doch jetzt endlich auch die Präsenzpflicht für unsere Kinder aus. Schon lange überfällig.

Andre Hog
3 Monate zuvor

Wie kann man es hinbekommen, dass diese Petition über die großen Medien an die Öffentlichkeit gebracht wird. Die Anzahl der Unterzeichnenden schießt durch die Decke (hoffentlich! – z.Z. sieht es im Vgl zu vielen anderen Petitionen bei Change.org sehr gut aus) … hier muss sich doch die Empörung der „Leise werden laut-Bewegung“ multiplizieren lassen!

Übrigens ist es auch dort ein Vergnügen, die entsprecheden Kommentare zu lesen … 😉 … vielen Dank an die Red, hier bereits einen Vorgeschmack gegeben zu haben.

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Habe übrigens über den gesamten KuK-Verteiler folgenden Aufruf gestartet:

Liebe Kolleg*innen,
ich wende mich heute in einer echten Herzensangelegenheit an euch und bitte euch, die verlinkte Petition zu unterstützen.

Frau Bärbel Bas – unsere Bundestagspräsidentin – hat für die ersten 14 Tage des anstehenden Februars zwei sitzungsfreie Wochen eingeräumt und für die dann folgenden Sitzungstermine „Distanzdebatten“ angeordnet.

Das kann man so nicht stehen lassen, da die physische und psychische Gesundheit der von uns gewählten Volksvertreter*innen durch den Verlust von Präsenzsitzungen im Bundestag akut gefährdet ist.
Das Aussetzen der Präsenzpflicht sorgt für eine starke Einschränkung der Lernleistungen durch das Arbeiten und Debattieren vor Ort mit anderen Mitgliedern des Parlaments – ob diese dann zu erwartenden Defizite jemals ausgeglichen werden können scheint fraglich.
Die massive Adipositas vieler Abgeordneter wird durch den Verbleib zuhause auf dem Sofa massiv begünstigt – die daraus resultierenden gesundheitlichen Risiken führen zu starken Belastungen unseres Gesundheitssystems.
Das fehlende soziale Miteinander führt zu Vereinsamungstendenzen, psychischen Schäden – im schlimmsten Fall zu einem signifikanten Anstieg der Suizidrate unserer Volksvertreter*innen…das dürfen wir – in Verantwortung für diese Menschen – nicht einfach in Kauf nehmen. Auch der Wegfall wichtiger sozialer Kontakte – v.a. für bzgl der allgemeinen Sozialkompetenz erkennbar benachteiligte Mitglieder des Parlamentes, wie z.B. die Mitglieder der AfD-Fraktion – aber auch anderer „verhaltensorigineller“ Parlamentsmitglieder darf nicht billigend in Kauf genommen werden.

Der Bundestag ist kein Pandemietreiber – er wirkt sogar im Gegenteil als Hygienefilter, als Bremsscheibe im Infektionsgeschehen und kann als sicherer Ort gelten, v.a. da er großzügig mit Luftfiltern usw. ausgestattet ist.
Das herausragende Hygienekonzept des Hohen Hauses umfasst Maskentragen, Testpflicht und ein verantwortlicher Umgang mit den Fristen für als genesen Geltende…hier ist sogar der Genesenenstatus noch 6 Monate lang gültig, während in der allgemeinen Öffentlichkeit dieser bereits nach 3 Monaten erlischt.

Also alles gut!!

Zeichnet und verbreitet bitte ebenfalls die unten stehende Petition, damit unsere Abgeordneten des Bundes weiterhin in Präsenz tagen dürfen und nicht im Homeoffice sozial verelenden. So schlimm kann Omicron – auch nach Einschätzung der KMK – nicht sein.

Mit kollegialen Grüßen!

gilmore girl
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Geile Idee, lieber Andre!

Elly
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Hallo Andre, ich bin gerade die wunderbaren Kommentare unter der Petition am lesen, und habe dort auch Ihren Kommentar gefunden! Herrlich! Lächeln im Gesicht. Tolle Petition 🙂 das MUSS mindestens in die Lokalsender wie Hessenschau, SWR, MDR… einfach mal die Info an die Sendungen mailen…es wäre so Klasse, wenn das noch VIEL bekannter würde

Laura
3 Monate zuvor

Abgeordnete gelten ja auch weiterhin 6 Monate als genesen und nicht wie der pöpel plötzlich über Nacht nur noch 3 Monate.

Jane
3 Monate zuvor

Ich habe eben unterschrieben. Im Bundestag und in den Landesregierungen wurden die Plexiglasscheiben rasant schnell im Jahr 2020 eingebaut. Zahlreiche Kinder in Berlin verbringen ihre hartverdienten (nach den stressigen Corona geprägten Monaten) Winterferien in Quarantäne. Die Doppelmoral bringt mich zum Weißglut, als Grundschullehrerin und als Mutter von einer 15 jährigen Tochter. Die Abgeordneter sind geimpft und es gibt viele Gesundheitsmaßnahmen – sie können verdammt noch mal zur Arbeit gehen – IM PRÄZENS.

Rabe aus NRW
3 Monate zuvor

„Wir dürfen keinen Politiker zurücklassen“ 🙂 🙂 🙂

Und zur Belohnung erhöhen sie sich bald wieder die Diäten selbst ….

Teacher Andi
3 Monate zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Seit letztem Jahr ist die Erhöhung ein Automatismus, wie praktisch! So spart man sich eine weitere überflüssige Sitzung, in der die Abstimmung ja sowieso von vorneherein einstimmig sein wird. Es wird immer grotesker, Orwells Animal Farm immer deutlicher.

Rosa
3 Monate zuvor

Die Machhaber haben andere Rechte als die Bevölkerung und heranwachsende Kinder und dies nehmen sich Politiker, KM und haben dabei kein schlechtes Gewissen. Man wird von der Politik und KM nur für „DUMM“ verkauft und Lindner spricht von Öffnungs- Perspektiven was noch in der Ferne liegt. Erneut sind Schulen und Kindergärten kein Thema und Gesundheitsschutz gibt es in den Einrichtungen nicht. Eine vergessene Generation hat man nicht geschützt und jeglichen Anstand nicht vorgelebt.

Rosa
3 Monate zuvor

Durchseuchung in vollen Klassenzimmern und Kindergarteneinrichtungen wird weiter verfolgt von Politik und KM. Der Bundestag……https://www.nau.ch/politik/international/bundestag-streicht-sitzungstag-im-februar-66095741

Rosa
3 Monate zuvor

Das Verhalten der Politiker in der Krise! https://ostprog.de/interview-politiker-in-der-krise/

Toleranz
3 Monate zuvor

Ich bin außerdem dafür, dass Abgeordnete, die der Präsenzpflicht bei Sitzungen nicht nachkommen, mit einem Bußgeld belegt werden.
Alternativ könnten sie auch von der Polizei vorgeführt werden.

Menta
3 Monate zuvor

Wem der Reichstag mit Luftfiltern und Plexiglas nicht sicher genug ist, der tauscht bestimmt gerne die Räumlichkeiten mit einer Schule, die ist ja Bremsscheibe und Virenfilter in einem und würde unsere Abgeordneten auch bestens vor den Gefahren des Home-Office schützen.

Amanakoku
3 Monate zuvor

In Berlin sollen sogar Infizierte ohne Symptome u.U. weiter arbeiten.

„Bei sehr großen Personalausfällen in der kritischen Infrastruktur wegen Corona kann Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey es sich vorstellen, Infizierte ohne Symptome arbeiten zu lassen. Eine solche Arbeitsquarantäne könne aber nur unter strengen Schutzmaßnahmen umgesetzt werden…“
https://www.tagesspiegel.de/berlin/corona-pandemie-in-der-hauptstadtregion-giffey-will-infizierte-ohne-symptome-in-ausnahmefaellen-arbeiten-lassen/25655678.html

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

Sollte ich mich infizieren, werde ich umgehend durch die ganze Republik fahren, um Frau Giffey persönlich zu bedienen, zu bekochen und mich generell um sie zu kümmern! Politiker darf man nicht zurück lassen. Man muss in Präsenz um sie herum sein, damit es ihnen gut geht und sie Sozialkontakte haben, selbst wenn diese infektiös sind. Dieselbe Aufmerksamkeit, die wir unseren Kindern und Jugendlichen zukommen lassen, müssen wir jetzt dringend auch unseren Politikern schenken.

Hoffnung
3 Monate zuvor

Es ist nur noch ein Trauerspiel!
Ich weiß gar nicht mehr, ob ich nach der Pandemie überhaupt noch verzeihen kann.
Warum werden Kinder und Jugendliche in Deutschland so gering geschätzt?
Einfach nur herzlos!

Sascha
3 Monate zuvor

Leider nicht nur Kinder und Jugendliche!! Menschen. Es sei denn, sie gehören zur politischen Kaste. Dann gibt es vollen Rundumschutz, das ganze Paket. Dieses System ist an Menschenverachtung nicht mehr zu überbieten. Der politische Schaden, der hier angerichtet wird, wird immense Folgen für diese (Schein)Demokratie haben. Mein Vertrauen in diesen Staat, mein Ethos als Lehrerin sind unwiederbringlich zerstört. Ich werde nur noch meine Sicherheit, meinen Schutz und meine Interessen/ die meiner Angehörigen im Fokus haben, das haben DIE DA OBEN geschafft. Egal welche Herrschaften am Ruder sind. Staatsversagen total. Ob unsere Kinder und Enkel uns verzeihen können??

Echt
3 Monate zuvor

Wie weit entfernt von Fußvolk leben die? Ich fühle mich durch keinen dieser angeblichen Volksvertreter vertreten. Was ich in diesem Politikzirkus sehe ist eine Schande für dieses Land. Eine ideologische Selbstbezogenheit und augenscheinliche Korrupierbarkeit durch Wirtschaftslobbyisten. Wann wird dem auch von öffentlichen Medien endlich hartnäckig nachgegangen. Wir sollen und müssen uns den Risiken gezwungenermaßen aussetzen. Lehrkräfte und Schüler mit engem Kontakt, aber ohne positiven Schnelltest, dürfen andere nicht mal vor sich selber schützen. Da gilt die Eigenverantwortung wieder nicht. Die Wut wird sich von verschiedenen Seiten der Bevölkerung auf kurz oder lang bahnbrechen. Wie blind sind diese Leute, mit welchen Scheuklappen laufen die durchs Leben. Super geschützt und fein gepolstert, fehlt dieser Regierung jedes Feingefühl im Umgang mit ihren eigenen Vorschriften, die für sie selber nicht gelten. Sie schaden der Demokratie und laben sich dekadent ohne Scham an den Privilegien, die diese Demokratie ihnen erst ermöglicht hat. Die Spaltung der Gesellschaft schreitet, mit Unterstützung derjenigen, die ihre Privilegien missbrauchen, vorran. Sie zeigen dadurch immer deutlicher eine Missachtung der mündigen Bürger und verstehen nicht, welchen Schaden sie anrichten. Diese Dummheit macht mich so wütend.

Elly
3 Monate zuvor

Ich habe unterschrieben, gespendet und geteilt. Danke n4t für die Info! Kann das noch jemand auf Twitter bzw „Leise wird laut“ verlinken? Bin gerade nur am Handy. Wir sind doch nicht so wenige Eltern!! Schon 12300 Unterschriften am Sonntag um 20:00! Das muss ein ganz großer „Schildbürgerstreich“ werden! Die herrschende Klasse der Politikkaste gehört abgestraft und vorgeführt! Bravo, endlich!!!

Trulla
3 Monate zuvor

Diesen Vertrauensverlust auf ganzer Linie, diese maßlose Enttäuschung über unsere Demokratie kann ich absolut nachvollziehen.
Und ich glaube, diejenigen, die jetzt auf breiter Front mit Füßen getreten worden sind, werden ihre Konsequenzen daraus ziehen. Engagement über das „Muss“ hinaus, das eigene Freizeit, eigenes Wohlbefinden einschränkt, auf das der Staat aber oft bauen könnte und das so manche Unzulänglichkeit aufgefangen hat, werden sich viele jetzt dreimal überlegen.

Jan aus H
3 Monate zuvor

Es ist erstaunlich, wie schnell und effizient es die neue Bundesregierung schafft, kein einziges Fettnäpfchen auszulassen.

Genesenenstatus gilt nur noch drei Monate? Egal… im Bundestag gilt er weiter 6 Monate.

SuS müssen weiterhin ohne jeden Schutz in Präsenz sein… egal, der Bundestag (mit sehr weitreichenden Schutzmaßnahmen) stellt die Präsenz frei.

Diesen Ansatz kennt man als „Wasser predigen und Wein saufen“. Das führt in diesem Fall nicht nur zu Politikverdrossenheit, sondern hat fatale Spätfolgen.

Zudem demonstriert man hier einer ganzen Generation nachhaltig, dass einem deren Wohlergehen vollkommen egal ist. Das Wohlergehen eines Kindes hängt nicht nur an der Anzahl der Unterrichtsstunden pro Jahr, sondern auch an der eigenen Gesundheit und der der Familie. Da sollte man die Wahl doch wenigstens den Betroffenen lassen, statt andere zu etwas zu zwingen, was man für sich selbst für zu gefährlich hält.

Das Besuchsverbot für Schulen im NRW-Landtag im letzten Jahr geht in die gleiche Richtung.

AvL
3 Monate zuvor

Unsere Kinder werden weitgehend ungeschützt und zum großen Teil nicht geimpft in überfüllten ausgekühlten Klassenräumen mit OP-Masken ausgestattet einer unkontrollierten Durchseuchung im Präsenzunterricht ausgesetzt, während im gut klimatisierten und mit Luftreinigungsfilteranlagen ausgestatteten Plenarsaal des Bundestages Sitzungspausen eingestreut werden und das Homeoffice ausgedehnt wird, damit sich unsere gewählten Volkvertreter nicht an der Durchseuchungsaktion beteiligen müssen.
Es ist einfach nur noch zum fremdschämen.

S.
3 Monate zuvor

Super Aktion – vielleicht hilft Ironie, wenn schon sonst alles im Sand verlaufen ist!

Rosa
3 Monate zuvor
xy
3 Monate zuvor
Antwortet  Rosa

Das ist alles nicht mehr zu fassen. Was ist los in diesem Land? Nachdem Kinder die Alten geschützt haben, werden sie nun infiziert, weil man vor den Querdenkern und der FDP einknickt.
Ein Faustschlag für alle, die sich bisher vorsichtig verhalten haben. So verliert man Stimmen und den Zusammenhalt in einer Gesellschaft. Bravo.

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  xy

Die Jugendlichen rebellieren auf ihre Art. Was ich vor einem Jahr unverschämt gefunden hätte, sehe ich heute als Reaktion auf die noch unverschämtere Politik den jungen Menschen gegenüber. Da haben drei Mädchen in der Straßenbahn die Masken abgenommen und gerufen: mal sehen, wer als Erster meckert. Respekt. Warum sollten sie ihre Zwangsdurchseuchung auch für sich behalten und nur ihre Familie anstecken?

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor

Und die Zunahme an häuslicher Gewalt in den Familien der Bundestagsabgeordneten! Nicht auszudenken wie massiv diese jetzt zunehmen wird in den sozialschwachen Familien, wenn die Abgeordneten nicht mehr brav in den Bundestag gehen!

Dabei ist doch Teilhabe so wichtig. Und auch die Bundestagsabgeordneten haben ein Recht auf Debatten in Präsenzpflicht. Wir haben ohnehin schon so massive Lücken durch die endlosen Online-Konferenzen. Die Armen!

Alex
3 Monate zuvor

Mensch Rüdiger, sag doch auch mal was! Die armen Politiker! Um die muss sich doch ein Sozialarbeiter kümmern.

dauerlüfterin
3 Monate zuvor
Antwortet  Alex

:-)))

Elly
3 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Hihihi

Sunshine1977
3 Monate zuvor

Da fehlen einem echt die Worte!!!
Wo ist der Link zum unterschreiben!!??

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  Sunshine1977
Mthdnmnn
3 Monate zuvor

Alle Menschen sind gleich, manche halt noch etwas ‚gleicher‘!

Und dann wundert sich echt noch irgendjemand, warum die Politikverdrossenheit sich mancherorts zusehends in Demokratieverdrossenheit verdichtet?

Sabine Dettmann
3 Monate zuvor

Und was schlußfolgern wir daraus? Kinder und Lehrer sind eben systemrelevant. Abgeordnete offenbar nicht.

S.
3 Monate zuvor
Antwortet  Sabine Dettmann

Nur, dass ihnen als „Systemrelevante“ alle Schutzmaßnahmen vorenthalten werden, die die offenbar nicht systemrelevanten Politiker*innen für sich wie selbstverständlich in Anspruch nehmen: kostenlos zur Verfügung gestellte und in Deutschland produzierte FFP2-Masken, mobile Luftfilter (stehen bspw. im Kanzleramt) und hochwirksame Lüftungsanlagen, kostenlose tägliche Testmöglichkeiten, kostenlose PCR-Tests bei engeren Arbeitsgesprächen, Kontaktverfolgung bei Infektionen, Bonizahlungen aufgrund der Pandemie.

Ich könnte k*tzen.

Grundschullehrer
3 Monate zuvor

Es wundert mich nicht, dass die Politik sich schützt. Würden wir in der Schule auch gerne machen. Es unterstützt uns nur keiner dabei.

Tobias Schramm
3 Monate zuvor

Mein Kommentar unter der Petition:

„… weil Politiker in Präsenz im Bundestag genauso wie Kinder in der Schule Bremsscheiben der Pandemie sind.
Ansonsten empfehle ich: Lüften nach den Vorgaben der Kultusministerkonferenz: Stoßlüften alle 20 Min. für mindestens 5 Min. und querlüften in den Pausen.
Gegen ein etwaiges Kältegefühl helfen: Kniebeugen und in die Hände klatschen.
https://chng.it/ZKmLrN2Zs8

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Rosa

Zitat von Bas: „Wenn ich den Status auf drei Monate verkürze, kann das bedeuten, dass noch mehr Parlamentarier, wie jetzt schon Abgeordnete der AfD, auf Besuchertribünen müssen, weil sie nicht mehr in den Saal dürfen.“ Es gäbe dann kaum noch Platz für Besucher. „Die Öffentlichkeit hat aber auch ein Recht auf Teilnahme.“

Yep, dann ist das halt so. Die AfD tut mir dabei noch am wenigsten leid…

Andre Hog
3 Monate zuvor

Wie geil, worüber die sich da oben allen Ernstes Gedanken machen – unfassbar!!

Alla
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Luxusprobleme!

potschemutschka
3 Monate zuvor

Werden denn überhaupt noch Besucher reingelassen? Bestimmt nur unter allerhöchsten Hygieneregeln. Außerdem wäre ja genug Platz, da ja die Präsenzpflicht für die Parlamentarier ausgesetzt ist und sicher mehr davon Gebrauch machen als Schüler. Die Parlamentarier müssen zu Hause ja nicht betreut werden.

mater ante portas
3 Monate zuvor

Bodenlos unverschämt und verlogen bis ins Mark, wie mit zweierlei Maß gemessen wird.
Die Kids unter haarsträubenden Umständen in die Schulen zwingen und den eigenen, durch ohnehin viel bessere Arbeitsbedingungen gepemperten Hintern in Sicherheit bringen.
Wie heißt es so schön:

Wir sitzen alle im selben Boot.
Nur die einen rudern und die anderen fahren Wasserski.

Unanständig, unehrlich, unerträglich!

Osman
3 Monate zuvor

Wenn jeder an sich denkt, ist auch an alle gedacht.
Wir heben ab sofort auch die Präsenzpflicht in der Werkstatt auf.
Die Mitarbeiter sollen die Reparaturen daheim ausführen.