Pikant: Kommission empfiehlt der KMK, die Wirkung von Förderprogrammen zu überprüfen

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BONN. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) fordert in einem Impulspapier, Leitlinien für das Monitoring und die Evaluation von Förderprogrammen im Bildungsbereich zu entwickeln. Bislang wird deren Wirkung nämlich kaum überprüft. Pikant: Das Papier erscheint zeitgleich mit einer Zwischenbilanz der KMK zum „Corona-Aufholprogramm“.

Wirken Förderprogramme überhaupt? Foto: Shutterstock

Förderprogramme sind ein wichtiges Instrument, um politische Strategien umzusetzen. Im Bildungsbereich verfolgen sie häufig das Ziel, den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen zu steigern und soziale Ungleichheiten zu reduzieren. In Deutschland existieren zahlreiche Programme. Jedoch wird deren Wirkung häufig kaum geprüft. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) empfiehlt daher, Leitlinien für das Monitoring und die Evaluation von Förderprogrammen im Bildungsbereich zu entwickeln.

„Förderprogramme und deren Evaluation sind aufgrund des Zusammenwirkens vieler Akteure auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene sowie in den Bildungseinrichtungen komplex. Ein erster Schritt zur Entwicklung von Leitlinien könnte ein Fachgespräch sein, das die Kultusministerkonferenz gemeinsam mit der SWK unter Beteiligung des Bundes ausrichtet. Gegenstand des Treffens sollte sein, wie sich Bildungsprogramme so evaluieren lassen, dass wir möglichst viel über ihre Wirksamkeit lernen“, erklärt Prof. Dr. Felicitas Thiel, Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin und Co-Vorsitzende der SWK.

„Während der Laufzeit des Programms ist ein kontinuierliches Monitoring entscheidend“

Häufig erfolgen statt Wirkungsanalysen mit einer klaren Definition der Ziele und Indikatoren Fallstudien und Befragungen mit subjektiven Einschätzungen zum Erfolg des Programms. In anderen Ländern oder Politikfeldern gibt es umfangreiche Erfahrungen, etwa mit so genannten Ex ante Evaluationen. Sie bewerten vor der Einführung eines Programms, ob Ziele und Bedarfe zueinander passen, ob sich das Programm gut umsetzen lässt sowie ob Kosten und Nutzen in einem sinnvollen Verhältnis stehen.

„Auch im Bildungsbereich ist die Wirksamkeit bei einigen Maßnahmen bereits gut erforscht. Dieses Wissen sollte künftig stärker in die Entwicklung von Programmen einfließen“, fordert Prof. Dr. Olaf Köller, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der SWK. „Während der Laufzeit des Programms ist ein kontinuierliches Monitoring entscheidend. Auf Grundlage dieser Daten können die Programme im Anschluss evaluiert werden, um daraus Schlussfolgerungen für künftige Maßnahmen abzuleiten“, so Olaf Köller weiter.

Die KMK hat heute einen Zwischenbericht zum Corona-Aufholprogramm veröffentlicht – der wie ein wildes Sammelsurium von Einzelmaßnahmen wirkt. Ein Plan ist auf den 126 Seiten nicht erkennbar, wie News4teachers berichtet. News4teachers

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