Internationale Studie: Schulschließungen waren (sehr) wirkungsvoll gegen Corona

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KIEL. Unter den sogenannten nicht-pharmazeutischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren laut einer Studie des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) Kiel, in die auch Daten aus Deutschland eingeflossen sind, Informationskampagnen am effektivsten – und Schulschließungen, die der jüngste Bund-Länder-Gipfel bereits kategorisch bei den im Herbst und Winter drohenden Wellen ausgeschlossen hat (News4teachers berichtete).

Flächendeckende Schulschließungen werden von der Politik bereits ausgeschlossen – egal, was im Herbst und Winter passiert. Illustration: Shutterstock

Informationskampagnen senkten die Reproduktionszahl – den sogenannten R-Wert –, also die Anzahl an Menschen, die eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, um 0,35, Schulschließungen um 0,24. “Gleichwohl folgt aus der hohen Wirksamkeit einer Maßnahme nicht automatisch eine Empfehlung zur politischen Umsetzung, wenn wie im Fall von Schulschließungen die negativen Folgen stark sind”, sagte Studienautor Alexander Sandkamp vom IfW Kiel. Welche negativen Folgen er konkret damit meint, erklärte er nicht.

Ebenfalls zu einer signifikanten Senkung der Reproduktionszahl (R-Wert) trugen bei: Corona-Tests (-0,23), die Kontaktnachverfolgung (-0,15) und internationale Reisebeschränkungen (-0,14). Auch die Absage öffentlicher Veranstaltungen, eine verringerte Präsenz in Betrieben, etwa durch Homeoffice, und Einschränkungen bei privaten Treffen, beispielsweise über eine maximale Personenanzahl, haben den R-Wert gesenkt. Bei allen Maßnahmen galt: Je schärfer die Anwendung, desto höher der Erfolg.

Das Tragen von Masken brachte in der ersten Corona-Welle keinen statistisch messbaren Erfolg, dafür aber in der zweiten Welle. Vermutlich, weil Masken dann konsequenter getragen wurden und von Stoffmasken auf medizinische Masken gewechselt wurde. Keine messbare Wirkung beim Infektionsschutz erzielten beispielsweise lokale Reisebeschränkungen.

„Maßnahmen, die effektiv sind und gleichzeitig verhältnismäßig geringe Verwerfungen mit sich bringen, sollten zuerst implementiert werden“

„Die Entscheidung, welche Maßnahmen (zuerst) einzuführen sind, hängt aber nicht nur von deren Wirksamkeit, sondern auch von deren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen ab. Maßnahmen, die effektiv sind und gleichzeitig verhältnismäßig geringe Verwerfungen mit sich bringen, sollten zuerst implementiert werden, etwa Informationskampagnen, Tests, Kontaktnachverfolgung und das Tragen einer medizinischen Maske“, so Alexander Sandkamp, der am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) zu Handelsfragen forscht.

Gemeinsam mit Anthonin Levelu von der Universität Paris-Dauphine analysierte er mittels statistischer Verfahren 14 sogenannte nicht-pharmazeutische Interventionen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und deren Zusammenhang mit der Entwicklung des R-Wertes in 182 Ländern im Jahr 2020. Medizinische Maßnahmen wie Impfen oder die Behandlungen durch medizinisches Personal wurden also nicht untersucht.

„Die hohe Wirksamkeit von Informationskampagnen erklärt sich wohl aus ihrer Rolle als Wegbereiter vieler weiterer Maßnahmen. Die Bereitschaft von Menschen, Infektionsschutzmaßnahmen überhaupt umzusetzen, dürfte dadurch maßgeblich gewachsen sein, etwa die Maske korrekt zu tragen, Abstand zu halten oder Kontakte zu reduzieren“, sagt Sandkamp. „Auch die anderen Maßnahmen wirken häufig sowohl direkt als auch indirekt auf das Infektionsgeschehen. Indem sie den Menschen den Ernst der Lage vor Augen führen, beeinflussen sie deren allgemeines Verhalten auch jenseits der jeweiligen Restriktion“.

Die Autoren werteten großflächig Daten auch außerhalb der USA und Chinas aus, unter anderem aus Deutschland. Bislang gibt es dazu nur wenige Erhebungen. Die Ergebnisse beziehen sich auf die Wirksamkeit der Maßnahmen im Durchschnitt über alle untersuchten Länder und sind prinzipiell auch auf künftige Pandemien übertragbar.

„Die Ergebnisse belegen eindeutig, dass die einzelnen Maßnahmen für die Bekämpfung der Corona-Pandemie erfolgreich sind, auch wenn sich das genaue Ausmaß von Land zu Land unterscheiden kann. Die Studie bietet damit auch die von der Politik oft geforderte wissenschaftliche Begründung für einzelne Infektionsschutzmaßnahmen“, so Sandkamp. News4teachers

Die Studie „A lockdown a day keeps the doctor away: The effectiveness of non-pharmaceutical interventions during the Covid-19 pandemic“, ist als Kiel Working Paper erschienen. 

Hintertreibt Buschmann den Corona-Schutz der Schulen, bis es (mal wieder) zu spät ist? Meidinger warnt

 

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Pit2020
23 Tage zuvor

Ist das die Evaluation nach der hier in den letzten Tagen mehrfach verlangt wurde?
Dann müssten ja einige Streitpunkte im Forum wegfallen.

Leseratte
23 Tage zuvor
Antwortet  Pit2020

Nein, da geht es um die Evaluation der Maßnahmen durch den Expertenrat, aus dem Herr Drosten sich verabschiedet hat. Ich bin auch sehr gespannt, was da kommt.

Leseratte
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Danke für die Richtigstellung 😉

Pit2020
21 Tage zuvor
Antwortet  Leseratte

@Leseratte

Apropos Richtigstellung … und man beachte auch von wem das jetzt (schon) geäußert wird!

*** TRIGGER-WARNUNG ***
Im folgenden Text geht es um geschlossene Räume, die Anzahl der darin befindlichen Personen ect. 🙂

„Public Viewing bei Fußball-WM im Winter: Virologe Streeck warnt

Weil die WM im Winter stattfindet, werden Public Viewings wohl in Innenräumen abgehalten.
Virologe Hendrik Streeck warnt vor möglichen Superspreading-Events in diesem Zusammenhang.
Der Bonner Virologe Hendrik Streeck blickt zunehmend mit Sorge auf die Fernseh-Live-Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft aus Katar im kommenden Winter.

„Dadurch kreieren wir gegebenenfalls auch wieder größere Ausbrüche, oder es kann auch zu einem Superspreading-Event kommen, und darauf muss man sich vorbereiten“, sagte Streeck dem „Nachtjournal“ des Fernsehsenders RTL. Grund dafür sei, dass das Public Viewing aufgrund der ungewöhnlichen Jahreszeit in Innenräumen, und nicht wie sonst üblich draußen stattfinden wird.
Streecks Idee für Public Viewing in Räumen: „Wir wissen, dass die Maske funktioniert“

Eine Hilfe könnte dann wieder das Tragen von Schutzmasken sein. „Wir wissen, dass die Maske funktioniert und dass die Maske einen Schutz gibt“, sagte der Leiter des Instituts für Virologie an der Universität Bonn. Aber vor allem müsse man die Risikogruppen in den Alten- und Pflegeheimen besser schützen. Dazu gehören gute Hygienekonzepte, aber auch eine vierte Impfung für die Risikogruppen. Jüngere bräuchten diese im Moment aber nicht, für sie reiche eine Dreifach-Impfung.

Die Corona-Zahlen steigen in Deutschland derzeit wieder rasant. Verantwortlich dafür ist unter anderem eine neue Omikron-Variante. „BA.5 hat eine erhöhte Immunflucht“, sagte Streeck. „Geimpfte können sich wieder infizieren, weil das Immunsystem die Variante nicht mehr ganz so gut erkennen kann. Zusätzlich ist sie auch etwas stärker ansteckend.“ Auf den anstehenden Herbst und Winter müssen man sich deswegen schon jetzt sehr gut vorbereiten. © dpa“
https://www.gmx.net/magazine/panorama/public-viewing-fussball-wm-winter-virologe-streeck-warnt-37021266


„Wir wissen, dass die Maske funktioniert und dass die Maske einen Schutz gibt“, sagte der Leiter des Instituts für Virologie an der Universität Bonn.“
Ausgerechnet … Streeck, so was aber auch … tststs!

Also hier im Forum wird weiter heftig diskutiert werden. (Habe ich vor kurzem – genau unter diesem Artikel – gelesen. 😉

Leseratte
21 Tage zuvor
Antwortet  Pit2020

Ja, wer hätte das gedacht, dass ausgerechnet jetzt schon sowas Warnendes ausgerechnet von Streeck kommt… 😉

Stromdoktor
20 Tage zuvor
Antwortet  Pit2020

Streeck wurde sogar im Februar schon konkreter – Sie sind etwas spät dran mit Ihren „Breaking-News“:

„Es gibt „eine sehr gute Studie von der CDC in den USA, die gezeigt hat, dass eine FFP2-Maske* das Risiko einer Ansteckung um 80 Prozent reduziert, sodass eine Maske einen besseren Effekt hat als Fremdschutz als eine Impfung“, sagte Streeck im Interview. Die Zahl aus der Studie, auf die sich der Virologe bezieht, hatte die Wirksamkeit einer FFP2-Maske als Schutz für andere ermittelt – wie viele Partikel eine Maske beim Ausatmen also abblockt. Die einzige Einschränkung: „Wenn man sie richtig trägt“, merkt Streeck an.

Bei geschultem Personal im Pflegebereich sollte dies allerdings der Fall sein, so der Virologe. Gegen Omikron sollen die FFP2-Masken besonders effektiv wirken*.

Ansteckung trotz Impfung: Warum dann die Impfpflicht? – Streeck erklärt den Unterschied

Maske mit besserem Effekt zum Fremdschutz:

In Einrichtungen im Gesundheitswesen dürfte eben dies an erste Stelle stehen, um die Patienten zu schützen. Bei einer Impfung hingegen sei aus „sehr guten Haushaltsstudien aus Dänemark“ bekannt, dass „ein Geimpfter genauso das Virus weitergeben kann, wie ein Ungeimpfter“, so Streeck.“

20% Restrisiko einer Infektion. Ggf. noch höher, wenn die Maske nicht richtig getragen wird.

Sie schauen auf die 80%…

…ich lege die 20% bei meiner Beurteilung zu Grunde.

Selbstverständlich bleibt es dabei, dass Ihre Position moralisch überlegen ist.

DerDip
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Richtig, der Sachverständigenrat sollte sich nämlich nicht mit dem Expertenrat überschneiden, damit eine Befangenheit ausgeschlossen werden kann. Das ja im Sinne der Neutralität und Glaubwürdigkeit der Ergebnisse es Sachverständigenrates auch richtig so.

Realo
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Merken Sie eigentlich nicht, dass Sie stets mit zweierlei Maß messen? Fans haben Sie ja genug, aber ob das wirklich so gut ist?!

DerDip
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Der Sachverständigenrat besteht ja nicht aus nur einer Person:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/s/sachverstaendigenausschuss-infektionsschutzgesetz.html

Warten Sie doch die Ergebnisse ab, danach kann darüber diskutiert werden. Stattdessen versuchen Sie die Eignung des Rates offenbar schon im Vorfeld in diskredit zu bringen. Warum?

DerDip
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

1. Der Sachverständigenrat soll ja unbefangen von dem Rat sein, dass die Maßnahmen erarbeitet, empfohlen oder zumindest den input dafür gegeben hat. Denn es könnte ja sein, dass Personen ihre damalagie Sichtweise und Handlungen im Nachhinein gerne bestätigt sehen möchten und in dieser Sache evtl. nicht die erforderliche Objektivität walten lassen.

2. Natürlich hat die Zusammensetzung eines Rates Einfluss auf deren Ergebnisse. Das war beim Corona Expertenrat aber genauso der Fall.

DerDip
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sorry, aber Wissenschaft besteht auch aus Diskurs. Wenn die Fakten eindeutig sind, werden die Kollegen zu eindeutigen Schlüssen kommen. Sofern aber Abwegungsprozesse notwendig sind oder Interpretationen von Ergebnissen, so wird dies im wissenschaftlichen Diskurs entschieden.
Es ist ja auch nicht so, als hätte Drosten immer richtig gelegen, auch er musste sich mehrfach korrigieren, was menschlich ist und dazu gehört. Und Drosten ist sicher ein guter Virologe, aber kein Gott und somit ersetzbar.
Es ist zudem Usus, dass ein Art Gutachterausachuss unbefangen sein muss.

Stromdoktor
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wissenschaft…

****
Peer-Review gilt im heutigen Wissenschaftsbetrieb als eine sehr wichtige Methode, um die Qualität von wissenschaftlichen Publikationen zu gewährleisten. Diese Qualität und die Veröffentlichungswürdigkeit korrelieren.

Die Autoren der begutachteten Arbeit müssen dabei etwaige Kritik ernst nehmen und entdeckte Fehler korrigieren oder darlegen, weshalb die Kommentare der Gutachter unzutreffend sind, bevor die Studie publiziert werden kann. Daneben wird eine wissenschaftliche Behauptung zumindest in den
Naturwissenschaften erst dann zu einer potentiell validen These, wenn sie erfolgreich einem Peer-Review-Prozess unterzogen wurde.“

Aus Wikipedia…

@Redaktion:

Auch „Ihre wissenschaftlichen Fakten“ stellen zunächst solange eine „Behauptung“ dar, bis die Erkenntnise in der Community umfassend (im Rahmen wissenschaftlicher Diskurse) validiert wurden.

Neuerdings verzichtet man gerne einmal auf diesen „kleinen Umweg“.

Was dann dabei heraus kommt, sieht man u.a. hier:

„Gute“ Wissenschaftler / „Schlechte“ Wissenschaftler.

„Gute“ Quellen / „Schlechte“ Quellen.

Ohne Worte…

Sternschnuppe
20 Tage zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Da muss ich der Redaktion schon Recht geben. Ich finde, es ist schon ein Unterschied, ob ein Wissenschaftler das Virus nur vom Schreibtisch aus begutachtet oder sich auf Aussagen von anderen stützt (oder das sagt, was andere gerne hören wollen) oder ob er wirklich selbst die Forschung betreibt und dazu eigene Studien veröffentlicht und dann mit anderen unabhängig voneinander zu gleichen Ergebnissen kommt.

Stromdoktor
17 Tage zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Ich hatte Ihnen mit einem sehr langen Text bereits gestern geantwortet. Dieser und noch ein weiterer Kommentar haben es leider nicht bis hierher geschafft…vielleicht persönliches Unvermögen…

Ich würde mich sehr kurz wiederholen….und hoffe auf Ihr Verständnis 🙂

Kritisieren möchte ich zunächst, dass die Redaktion gerne Professoren-Titel bestimmter Wissenschaftlicher in Anführungszeichen setzt und / oder die Qualifikation abspricht. Das gehört sich nicht und ist „kindisch“.

Weiterhin möchte ich gerne anmerken, dass EINE durchschnittliche Forschungsarbeit / Dissertation ca. 4-6 Jahre dauert. D.h., der Zeitraum dieser Pandemie für evaluierte Forschungsergebnisse ist noch viel zu gering. Richtig klar sieht man sicherlich erst rückwirkend in mehreren Jahren. Insofern halte ich die Vereinnahmung von Wissenschaftlern und deren Forschungsergebnisse zum jetzigen Zeitpunkt für unredlich. Es wird noch einige Erkenntnisse geben, die uns überraschen werden…in jede Richtung.

Abschließen möchte ich zum historischen Umgang mit Wissenschaftlern. Galileo Galilei hat irgendwann mal behauptet, die Erde sei eine Kugel…wie absurd.

Albert Einstein hat „Vollzeit“ in einem Berner Patentamt gearbeitet und in seiner Freizeit an den Themen für seinen späteren Nobelpreis geforscht.

Der Nachweis des „Photoelektrischen Effektes“ entstand auch nur auf dem Papier vom Schreibtisch aus…noch gruseliger sieht die allgemeine und spezielle Relativitätstheorie aus. Für uns…Hobby-Physiker.

Ich bin mir nicht so sicher, wie N4T die Expertise des einen oder anderen historischen Wissenschaftlers zur jeweilige Zeit eingeordnet hätte.

Manchmal würde ich mir zumindest etwas Demut und Respekt wünschen.

Last edited 17 Tage zuvor by Stromdoktor
Sternschnuppe
17 Tage zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Sie sagen es selbst, weil man die Langzeitfolgen nicht kennt, sollte man nicht für eine Durchseuchung plädieren. Wird auch nicht unbedingt passieren aus verschiedenen Gründen. Und eine Pandemie endet nicht immer in einer 100%igen Durchseuchung. Für mich hinkt auch der Vergleich mit Einstein. Einstein beschäftigte sich mit theoretischer Physik, das mit Virologie nicht vergleichbar ist. Das Virus existiert und ist greifbar. Virologen erforschen das Virus, machen auch Vorschläge zu Maßnahmen. Wenn jemand aber immer nur die Maßnahmen kritisiert, ohne sich auf eigene Studien beziehen zu können, ist das ein Eingriff in die Politik. Da muss man sich nicht wundern, wenn einem dann Lobbyismus unterstellt wird. Genau das machen aber einige. Für mich hat das nichts mit wissenschaftlicher Arbeit zu tun. Und ganz egal, um welchen Wissenschaftler es sich handelt, man sollte grundsätzlich jedem Menschen mit Anstand und Respekt begegnen. Auch das ist nicht erfolgt. Viele wurden angefeindet und bedroht. Das sagt viel über die Gesellschaft aus.

Stromdoktor
13 Tage zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Der Vergleich mit Einstein ist vielleicht ein bisschen weit hergeholt…

Mir geht es auch eher um den Umgang mit den Wissenschaftlern. Anfeindungen sind absolut untragbar – da bin ich absolut bei Ihnen.

Ich finde aber auch den Umgang bzw. die Einordnung von / mit Streeck und Stöhr zumindest diskutabel. Dabei habe ich für beide noch nicht einmal etwas über. Meine Sympathien bei Streeck beschränken sich darauf, dass er eine Professur auf diesem Fachgebiet innehat und irgendwann mal ordentlich berufen wurde
Ich will die Herren auch nicht verteidigen, weil ich keine ausgeprägten Sympathien hege. Fakt ist, beide sind Professoren und tragen den Titel. Man kann gerne darauf verzichten, diesen immer zu nennen. Aber dann für alle. Die Experten sollen sich an ihren Aussagen messen lassen. Nicht jede Aussage sollte über eine Mitgliedschaft irgendeines Gremiums per se als belastbar gelten.

Die Wirksamkeit von Maßnahmen stelle ich nicht in Frage. Insofern suche ich auch nicht aktiv nach Quellen dazu. Ich vertrete nur die Auffassung, dass sich eine Infektion wohl nicht verhindern lässt.

Das soll nicht heißen, dass es nicht vereinzelt gelingen kann. Hängt wohl auch mit etwas Glück und der persönlichen Bereitschaft zur konsequenten Anwendung (insbesondere eigener) Schutzmaßnahmen zusammen.

Wir haben es nicht geschafft, so wie 50 (?) Millionen weitere Menschen auch nicht.

Angesichts dieser Zahl ist es eher eine akademische Diskussion, ob es sich dabei um eine Durchseuchung handelt – zumindest für mich.

Beim russischen Roulette hätte ich bessere Chancen gehabt…

Sissi
13 Tage zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Klasse argumentiert, dankeschön .

Sissi
13 Tage zuvor
Antwortet  Stromdoktor

war natürlich an @ Sternschnuppe gerichtet !

Dirk Z
22 Tage zuvor
Antwortet  Pit2020

Es ist eine von vielen Studien die nicht dazu geeignet ist, Rückschlüsse auf sinnvolle künftige Massnahmen zu ziehen. Da die Virusvariante agressiver in der Ansteckung ist, aber sehr viel mildere Verläufe hat verändert sich zwangsläufig die Erfordernis und Wirksamkeit von Massnahmen. Eine Kontaktreduzierung war in Zeiten knappen Impfangebotes bzw. im Jahr 2020 ohne jeglichen Impfstoff bestimmt sinnvoller als sie heute ist. Und meine Vermutung für den kommenden Herbst/Winter ist: Entweder man kann normalen Unterricht machen und nimmt Infektionen in Kauf bzw. sind diese auch verantwortbar oder man muss abstandsfördernde Massnahmen machen. Ob man das dann mit Masken unterstützt, wird physikalisch insgesamt nicht die Rolle spielen – sprich diese Massnahme halte ich alleine wegen der agressiveren Vaiante als nicht zielführend, währen man mit der Maske vermutlich lediglich kurze einmalige Kontaktsituationen wirksam absichern kann (kurze Arztbesuche, Fahrt im Aufzug mit fremden Personen) also alles Situationen, wo der Aerosolpegel nicht über einen kritischen Wert kommt. In Schulen wird man aber diese Problematik haben trotz Lüftens.
Also hier im Forum wird weiter heftig diskutiert werden.

Andre Hog
22 Tage zuvor
Antwortet  Dirk Z

Ach Dirk,
…es war zu erwarten, dass du dich bei diesem Thema wieder mal warmläufst…man könnte auch sagen:

„Du hast uns gerade noch gefehlt!“

Riesenzwerg
21 Tage zuvor
Antwortet  Dirk Z

Ach Dirk Z,

Klassenfahrt, die Hälfte mit Corona infiziert zurück.

Kein Problem, aber Unterrichtsausfall, weil es auch die vier Lehrkräfte erwischt hat.

Zum Glück nachweisbar eine Infektion im Dienst.

Es geht ja nicht nur um schweren oder leichten Verlauf.

Wir brauchen – kontinuierlichen Unterricht.

Soll es mal gegeben haben … War gut.

Faktensammler
23 Tage zuvor

Zitat aus der heutigen Berichterstattung des NDR zu dieser Studie:
„Aus der hohen Wirksamkeit einer Maßnahme folge aber nicht automatisch die Empfehlung zur Umsetzung, wenn wie im Fall von Schulschließungen die negativen Folgen stark seien, so Studienleiter Alexander Sandkamp, der am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) zu Handelsfragen forscht.“
https://www.ndr.de/nachrichten/info/Corona-News-Ticker-Info-Kampagnen-halfen-Stoffmasken-nicht,coronaliveticker1798.html

Faktensammler
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Zum Beispiel diese hier: https://www.ndr.de/nachrichten/info/Corona-News-Ticker-Info-Kampagnen-halfen-Stoffmasken-nicht,coronaliveticker1798.html
Als jemand, der mit psychisch Kranken gearbeitet hat, weiß ich aus eigener Anschauung, dass es bei diesen Erkrankungen mindestens ebenso sehr um „den Schutz von Menschenleben“ geht wie bei Covid.

Faktensammler
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Unter der Pandemie selbst leiden sie, wenn sie sich mit dem Virus infizieren. Unter den Schutzmaßnahmen leiden sie, wenn diese z.B. ihre Erkrankungen triggern und sie mit Medikamenten wie Haldol vollgepumpt werden.

Faktensammler
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und es gibt geimpfte psychisch instabile bzw. kranke Menschen, für die eine Infektion in aller Regel ungefährlich bis weitgehend egal ist – im Unterschied zu den Folgen bestimmter Corona-Maßnahmen, die ihr Seelenleben so sehr negativ beeinflussen, dass sie im schlimmsten Falle suizidal werden.
Und es gibt ehemals gesunde Menschen/Kinder, die aufgrund bestimmter Corona-Maßnahmen psychisch angeknackst bzw. im schlimmsten Fall krank wurden.
Und nun?

Faktensammler
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Redaktion fragte: „Haben Sie für Ihre Behauptung wissenschaftliche Belege?“

„Die Zahl psychischer Erkrankungen hat durch die Corona-Pandemie weltweit enorm zugenommen. Im Covid-Jahr 2020 gab es laut einer Studie geschätzte 53 Millionen Fälle von schweren depressiven Störungen und 76 Millionen Fälle von Angststörungen zusätzlich, die auf die Viruskrise zurückzuführen sind. Das entspreche global einer Steigerung von 28 beziehungsweise 26 Prozent, schreiben Forscher der australischen Universität von Queensland und der Universität von Washington im Fachmagazin ‚The Lancet‘. […]

Am schlimmsten seien demnach jüngere Menschen betroffen. Die fehlende Interaktion mit Gleichaltrigen, Schulschließungen und die Angst vor Arbeitslosigkeit seien wichtige Faktoren, sagte Co-Autorin Alize Ferrari einer Mitteilung zufolge.“

https://www.tagesspiegel.de/wissen/anstieg-ueber-20-prozent-deutlich-mehr-psychische-krankheiten-weltweit-im-corona-jahr-2020/27692380.html

Ach ja: Die fehlende Interaktion mit Gleichaltrigen und die Angst vor Arbeitslosigkeit sind übrigens Folgen von Corona-M a ß n a h m e n, namentlich Schulschließungen und De-facto-Berufsverbote für bestimmte Wirtschaftsbereiche.

Die Angst vor der Infektion selbst ist e i n weiterer Faktor.

Faktensammler
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Die Meta-Analyse zeigt, dass eine erhöhte Covid-19-Infektionsrate und eine verringerte Bewegungsfreiheit der Menschen mit einer erhöhten Prävalenz von schweren depressiven Störungen und Angststörungen verbunden waren“, hieß es.
https://www.tagesspiegel.de/wissen/anstieg-ueber-20-prozent-deutlich-mehr-psychische-krankheiten-weltweit-im-corona-jahr-2020/27692380.html

Was ist eigentlich so schwer daran zu verstehen, dass „eine erhöhte Covid-19-Infektionsrate“ eine Folge der Pandemie/des Virus ist, während „eine verringerte Bewegungsfreiheit der Menschen“ eine Folge bestimmter Pandemie-Maßnahmen ist/war?

B e i d e s haben die Forscher in Bezug auf die „erhöhte[n] Prävalenz von schweren depressiven Störungen und Angststörungen“ im Blick.

Echt
21 Tage zuvor
Antwortet  Faktensammler

Ich versuche Ihre Argumentation zu verstehen. Rein auf die psychischen Folgen einer Isolation achtend, ist Ihre Argumentation nachvollziehbar. Sie berücksichtigen dabei aber nicht den Kontext, denn es bleibt die Frage, ob sich psychisch Erkrankte ohne Sorge um die Infektion (mit ihren möglichen Folgen), freiwillig in eine soziale Situation begeben hätten, wenn es keine Kontaktbeschränkungen gegeben hätte. Und selbst das persönliche Abwägung des individuellen Risikos birgt bei einer Gesundheitsgefährdung auf physischer vs psychischer Ebene die Gefahr einer emotionalen Überforderung.
Die Pandemie ist der Verursacher. Sie sorgt weltweit für viel Leid, ob durch Tod, langer körperlicher Erkrankungen (welche meistens psychische Beeinträchtigungen nach sich ziehen) oder als Verstärker für bestehende psychische Erkrankungen. Ich bin der Ansicht, dass es ohne die Schutzmaßnahmen noch mehr Leid gegeben hätte. Durch Ignorieren der Pandemie wäre Niemandem geholfen gewesen. Es sei denn, man setzt auf den Darwinismus. Aber so schätze ich Sie nicht ein.

Faktensammler
21 Tage zuvor
Antwortet  Echt

Echt schrieb: „Es sei denn, man setzt auf den Darwinismus. Aber so schätze ich Sie nicht ein.“

Das freut mich – und damit liegen Sie goldrichtig.
Mir geht es um das, was z.B. Werner Terhaar, Chefarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Osnabrücker Kinderhospital, folgendermaßen beschreibt:

„Wenn ein Erwachsener dem Kinde suggeriere, dass alles sehr gefährlich sei, man sich nicht mehr mit Menschen treffen dürfe, dann übernehme das Kind diese Angst. In Sachen Corona und auch sonst sei natürlich Vorsicht angebracht – Panik aber nicht förderlich. Risiken müssten abgewogen, könnten aber nicht gänzlich vermieden werden. […]

‚Es gibt das Phänomen, dass Kinder große Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus haben.‘ Diese Angst sei häufig von den Eltern übernommen worden. ‚Wenn Kinder plötzlich mit dem besten Freund nicht mehr drinnen spielen dürfen, weil ein Kind geimpft ist und das andere es nicht ist, dann entsteht bei den Kindern Angst.'“

https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/chefarzt-terhaar-auswirkungen-der-corona-pandemie-fuer-kinder-21119127

Es geht also nicht um ein unterkomplexes „Die Pandemie ist schuld an allem“, sondern um die Frage, inwiefern (erwachsene) Menschen durch ihre eigenen (möglicherweise übertriebenen) Ängste den Schaden, den die Pandemie eh schon verursacht, nur immer noch größer machen, indem sie sich immer weiter in ihren Ängsten einmauern, einem rationalen Diskurs im Sinne einer Abwägung unterschiedlicher Gefahren verweigern und alle Menschen, die dies versuchen, pauschal des „Zynismus“ oder noch Schlimmerem verdächtigen.

Sternschnuppe
21 Tage zuvor
Antwortet  Faktensammler

Gibt es ein größeres Risiko, als seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen? Kann man Gesundheit abwägen mit anderen Faktoren?

Faktensammler
21 Tage zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

@ Sternschnuppe: Zu ihrer ersten Frage: Kaum.
Zu ihrer zweiten Frage: Die eigene Gesundheit ist stets und immer durch verschiedene Gefahren bedroht. Und die muss man gegeneinander abwägen.

Sternschnuppe
21 Tage zuvor
Antwortet  Faktensammler

Ist wohl eine Ansichtssache. Aber ich akzeptiere Ihren Standpunkt.

Stromdoktor
20 Tage zuvor
Antwortet  Faktensammler

Ergänzung:

Die eigene Gesundheit ist stets und immer verschiedenen Gefahren ausgesetzt.

Zum Risiko wird eine Gefahr dann, wenn ich mich dieser aussetze (Exposition).

Einfaches Beispiel:
Tiger in einem Käfig und ich „draußen“ = Gefahr (aber kein Risiko)
Tiger in einem Käfig und ich „drin“ = Risiko.

Das Risiko ist in unterschiedlichen Stufen zu sehen bzw. einer Matrix zu entnehmen.

a) Y-Achse: Eintrittswahrscheinlichkeit: z.B. „unwahrscheinlich“, „wahrscheinlich“, „sehr wahrscheinlich“, „akut“

b) X-Achse: Schadenspotential: z.B. „unbedeutend“, „gering“, „mittel“, „groß“

Versucht man die Parameter bestmöglich abzuschätzen, bekommt man eine Einschätzung zum Risiko: „gering“, „mittel“, „hoch“

Am Ende muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob Risiken getragen werden können oder Maßnahmen ergriffen werden müssen, die Risiken in den tolerablen Bereich bringen (nicht zwingend gegen 0).

Ich weiß, hilft nicht bei subjektiver Wahrnehmung und Ängsten und wurde als Instrument hier bei N4T für nicht zulässig erklärt.

Ist vom Ansatz her deswegen trotzdem weit verbreitet…
So funktioniert in weiten Teilen die Welt „draußen“.

Schattenläufer
20 Tage zuvor
Antwortet  Faktensammler

Brauche ich nicht ab zu wägen. Das tun doch schon Sie, der DIP, Stromdoktor, Rüdi und all die lieben Freunde aus dem Fackelclub für mich.

Stromdoktor
20 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Tut mir leid…

Ich bewerte das Risiko nur für mich und meine Familie.

Vor Impfung und unter Delta:

– Habe ich die Eintrittswahrscheinlichkeit als „sehr wahrscheinlich“ eingestuft (schulpflichtige Kinder).

– Habe ich das Verlustpotential als „mittel“ eingestuft (keine Vorerkrankungen, Anfang 40).

Risiko: nicht tolerabel.

Zwischenzeitlich

– Ist die Eintrittswahrscheinlichkeit auf „akut“ gestiegen (Omikron).

– Haben wir zur Risikoreduktion auf die Impfung gesetzt. Neue Einstufung des Verlustpotentials „gering“.

– Haben wir der Masken- und Testpflicht zur Reduktion des persönlichen Risikos keine große Wirkung zugeschrieben.

Wie ist es ausgegangen?

– Wir haben uns in Zeiten der Masken- und Testpflicht infiziert.

– Der (erste) Verlauf war „normal“ – ohne Langzeitfolgen.

Fazit:
Würde meine Risikobewertung als belastbar einstufen.

Ausblick:
– Eintrittswahrscheinlichkeit: weiterhin „akut“.
– Verlustpotential: weiterhin „gering“.

Risiko: tolerabel.

Die Risikobewertung für vulnerable Angehörige sieht übrigens anders aus…

Alex
21 Tage zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Ja, indem man Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit daraufhin prüft, ob sie nicht Nebenwirkungen haben, die ebenfalls schädlich für die Gesundheit sind. Der Schaden kann sogar den Nutzen übersteigen.
Gesundheit ist vielschichtig und nicht eindimensional zu betrachten.

Sternschnuppe
20 Tage zuvor
Antwortet  Alex

Und oft nicht wieder herstellbar! Für mich ist Gesundheit kein Abwägungsgut, vor allem nicht dann, wenn einfache Schutzmaßnahmen dies verhindern können.

Faktensammler
18 Tage zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Nicht „die Gesundheit“ ist ein Abwägungsgut, sondern die unterschiedlichen Gefahren, die für die eigene und die Gesundheit anderer bestehen. Das ist ein ganz wesentlicher Unterschied.

Sissi
20 Tage zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Diese Stelle ( idF auch die Daumen-> die besagen, Gesundheit ist unwichtig ? ! ) zeigt , wie weit hier und draußen zu viele sind.
Nicht mehr fähig zu rationalem und menschlichem Denken.
Es gibt nur eine Antwort!
Bezeichnend auch – das Isthaltso?- Passierenlassen.

Sternschnuppe
20 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Ich sehe das auch so. Natürlich birgt das Leben Risiken. Aber es ist ein Unterschied, ob ich für mich dieses Risiko eingehe oder ob ich in ein Risiko gezwungen werde und damit eben nicht mehr über meine eigene Gesundheit entscheiden kann.

Sissi
20 Tage zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

@Sternschnuppe

“ eben nicht mehr über meine eigene Gesundheit entscheiden kann“….und damit auch gezwungen werde, andere möglicherweise zu infizieren, obwohl ich dies nicht will/ über Jahre versucht habe zu vermeiden.
Dadurch entsteht doppelter Druck auf Menschen, die sozial und nicht nur egozentrisch denken…..
Eine erzwungene Basis für körperl. und psychische Erkrankungen.

Echt
20 Tage zuvor
Antwortet  Faktensammler

Danke für Ihre ausführlichen Ausführungen. Diese kann ich aus Ihrer Sicht nachvollziehen, auch wenn ich weiterhin beim „Team Vorsicht“ bin.

Canishine
19 Tage zuvor
Antwortet  Faktensammler

Suggestion gibt es aber vermutlich auch in die andere Richtung: Kind, du warst so lange „eingesperrt“, da musst du ja eine Störung entwickeln. Beide Formen sind sicherlich negativ zu bewerten. Die Frage ist halt, wie weit verbreitet diese Suggestionen (in beide Richtungen) tatsächlich sind. Nach meiner (persönlichen) Einschätzung nicht so weit, wie der inflationäre Gebrauch des Vorwurfs der Panikmache nahelegen möchte.

Robert
21 Tage zuvor
Antwortet  Echt

Es geht nicht um „Ignorieren der Pandemie“.
Es geht um Angst- und Panikmache, die ebenfalls ihre Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Alles ist eine Sache der Abwägung.
Bitte keine Schwarz-Weiß-Malerei!

Jan
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Interessant wäre doch, wann dieser „äußerste Fall“ vorliegt. Welche Faktoren legen Sie da an? Die Untersuchung, um die es in diesem Artikel geht, betrifft ja die Wellen, in denen es andere Varianten und keine Impfung gab. Wie kann man die Ergebnisse auf den aktuellen Sachverhalt übertragen?

DerDip
22 Tage zuvor
Antwortet  Faktensammler

Richtig, auch wenn die Wirksamkeit im Hinblick auf die Eindämmung gegeben war, so muss die Verhältnismäßigkeit auch gegeben und nachgewiesen sein. Zudem muss auch stets geprüft werden, ob milder Mittel zur Verfügung stehen.
Wenn ich mir das Diagramm anschaue, so würde ich bis auf Ausgangsbeschränkungen alle anderen Mittel als milder bezeichnen. Folglich wären Schulschließungen erst zum Schluss dran.
Man darf auch nicht vergessen, dass in der ersten Welle keine Impfungen und Masken verfügbar waren.

Faktensammler
23 Tage zuvor
Stromdoktor
23 Tage zuvor

Es könnte so einfach sein…

Gebt den Kindern und Lehrkräften den Platz und den Raum, um vernünftig Abstand zu halten.

Koste es, was es wolle.

Bis dahin kann man sich mit Distanzunterricht behelfen.

Meine Einstellung im Mai 2020.

Bei meiner Evaluation kommt heraus, dass das eine effektive Maßnahme gewesen wäre…

Mannomann
22 Tage zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Distanzunterricht ist davon abgesehen, dass es bei einer Pandemie tatsächlich vor Infektionen schützt , für die Kinder eine Katastrophe.
Nachdem die SuS meiner Grundschulklasse nach langer Zeit in die Schule zurückkehren konnten, war alles anders als zuvor. Viele konnten sich sozial kaum noch anpassen, liefen völlig neben der Spur… es hat über ein halbes Jahr gedauert, wieder die gewohnte Ordnung herzustellen.
Lücken aus der Homeschoolzeit sind unübersehbar vorhanden. Die Lehrpläne wurden nicht an diese Umstände angepasst. Es wurde einfach nach Plan weitergemacht…

Stromdoktor
22 Tage zuvor
Antwortet  Mannomann

Danke für Ihre Nachricht!

Mein Kommentar ist aus der Perspektive zu Beginn der Pandemie verfasst.

Nach den ersten Schulschließungen bin ich davon ausgegangen, dass man Lösungen zur Einhaltung erforderlicher Abstände findet. Aus meiner Sicht war es nur eine logistische Herausforderung für die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Ich dachte an (Tagungs)hotels, kommunale Räumlichkeiten / Stadthallen, Zelte, Container, etc.

Ich für meinen Teil definierte die damalige Situation rund um Schule als „Katastrophenfall“ bzw. als „Krise“ und bin davon ausgegangen, dass wir hier zeitnah Übergangslösungen finden und erforderliche Kräfte im Rahmen eines gesamtgesellschaftlichen Aktes bündeln.

Umso erstaunter war ich, dass keine Container-Dörfer aufgebaut, keine Turnhallen geöffnet und keine Zeltstädte durch Feuerwehr / THW errichtet wurden.

Sämtliche Maßnahmen, die in anderen Krisen selbstverständlich ergriffen werden, waren von Beginn an ausgeschlossen bzw. wurden nicht erwogen.

Umso lächerlichen kamen mir aufgeklebte Pfeile und „Einbahnstraßen“ in den Einrichtungen vor.

Wahrscheinlich aus Kostengründen so entschieden. Vielleicht in der Hoffnung auf ein schnelles Pandemieende durch eine Impfung.

Für mich ist das an dieser Stelle Staatsversagen!

Mein Hinweis auf den Distanzunterricht beschreibt daher den Zeitraum zwischen „Ausrufen des Katastrophenfalles“ und „Aufbau / Ertüchtigung der Infrastruktur“.

Schade, dass man sich am Ende mit der Wirksamkeit von Masken beschäftigen muss, wo doch Schule grundsätzlich auch unter ausreichend Abstand funktionieren kann. Es handelt sich dabei ja nicht um KH, Pflege oder körpernahen DL…

Für mich unverständlich.

Ihre grundsätzliche Einschätzung zu den Auswirkungen des Distanzunterrichtes teile ich.

Last edited 22 Tage zuvor by Stromdoktor
Stromdoktor
22 Tage zuvor
Antwortet  Mannomann

Kleine Ergänzung:

Oben habe ich über „Kapazitätserweiterungen“ gesprochen.

Gibt natürlich auch noch eine weitere Lösung…

Was machen Industrieunternehmen, wenn die Nachfrage der Kunden nicht im Einschichtbetrieb gedeckt werden kann?

„Produktionskapazitäten“ auslasten!

Schulen werden nur den geringsten Zeitraum des Tages genutzt. Am WE und in den Ferien gar nicht.

Insofern hätte es noch diverse Möglichkeiten gegeben, die Räumlichkeiten stärker auszulasten.

Dazu müsste man zusätzliches Personal aufbauen bzw. das bestehende umschichten und ggf. Anforderungen (Lehrpläne) anpassen sowie Schulstunden pro Kind reduzieren.

Es hätte aus meiner Sicht weitaus „größere“ Lösungen gegeben…

Mamahoch3
22 Tage zuvor
Antwortet  Mannomann

Ich glaube nicht, dass man dies so allgemein sagen kann. Es gibt auch Kinder die mit dem Homeschooling super klar gekommen sind und viel entspannter lernen konnten. Das hängt doch sehr von dem Kind und der Situation zu Hause ab.

Mannomann
22 Tage zuvor
Antwortet  Mamahoch3

Liebe Mamahoch3

Natürlich gab es diese Kinder. Nach meiner Wahrnehmung ist es wie bei der Gausschen Glocke. Wenige kamen somit super zurecht. Viele halbwegs erträglich. Andere sind leider verloren gegangen.

Bitte beachten Sie auch, dass ich von einer Grundschulklasse berichtet habe. Und zwar von meiner. Ich denke, das geht klar aus meinem Kommentar heraus. Wenn ich von meiner Klasse rede, ist dies von vornherein keine allgemeine Aussage. Dennoch wird es bei anderen ähnliche Wahrnehmungen geben.

Pälmchen
22 Tage zuvor

Bei hoher Wirksamkeit haben wir gleichzeitig starke negative Folgen.
Was fangen wir denn jetzt bitte mit einer solchen Aussage an? Müsste an der Stelle nicht eine Diskussion der Experten starten, wieviele negative Folgen wir in Kauf nehmen für die hohe Wirksamkeit bzw. ab wieviel negativen Folgen wir die hohe Wirksamkeit vernachlässigen müssen? Aber dazu scheinen sich die Experten nicht zu äußern. Keine Empfehlung dafür und keine dagegen. Waren sie nun, wenn man es Gesamt betrachtet und nicht nur auf Corona runter bricht, sinnvoll oder nicht?

Jan
22 Tage zuvor
Antwortet  Pälmchen

Die Experten können die Maßnahmen ja nicht anordnung, sondern nur bewerten, wie die Maßnahmen früher gewirkt haben. Dass Schulschließungen eine Auswirkung auf den R-Wert haben, liegt auf der Hand und wird ja auch bestätigt. Ob man im Rahmen einer umfassenden Abwägung zum Ergebnis kommt, dass Schule geschlossen werden sollten, müssen andere bewerten, also die Politiker bzw. der Gesetzgeber.

Nora
20 Tage zuvor
Antwortet  Jan

Richtig, Schulschließungen haben eine Auswirkung auf den R-Wert.
Daneben haben sie aber auch äußerst bedenkliche Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der Kinder bis hin zu nachgewiesenen Todesfällen durch Suizide.
Diese „Gegenrechnung“ zu Schulschließungen kommt mir in den meisten Artikeln und Kommentaren zu kurz.
Ja, andere müssen die schwierige Lage beurteilen und ich bin froh darum, dass es andere sind.

Stromdoktor
22 Tage zuvor
Antwortet  Pälmchen

Na klar waren die Maßnahmen wirksam…

1) Schulen waren „Treiber der Pandemie in 2020“. Ohne „richtige“ Maßnahmen.

2) „Es gibt eindeutig den Befund, dass das Infektionsgeschehen aus den Schulen gespeist wird“ (Drosten, 2022). Mit Masken- und Testpflicht.

War halt nicht „super mega“ für die Beschäftigten und Schüler – ein bisschen Glück brauchte man schon…dennoch wirksam…für die „höhere Ziele“ unserer Gesamtgesellschaft.

Wir sind / waren gerne ein Teil davon.

War ironisch gemeint…

Pälmchen
21 Tage zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Ich habe ja gefragt ob die Maßnahme mit allen Effekten sinnvoll war. Nicht ob die Maßnahme wirkungsvoll war. Das man Ansteckung verhindert indem man Kontakte unterbindet ist ja logisch. Auch die erste Schulschließung (ohne Wissen, ohne Impfung, ohne Testkapazität, ohne Masken…) war das einzig richtige. Aber ab wann kippt es? Da müssen die Experten doch was zu sagen können.

Stromdoktor
21 Tage zuvor
Antwortet  Pälmchen

Mein Kommentar passt nicht 100%ig auf Ihren Beitrag. Da möchte ich um Entschuldigung bitten.

Hatte schon einen riesen Textentwurf unter einen Beitrag der Redaktion verfasst…und dann nicht gesendet (bewusst).

Das war die verkürzte Variante davon.

Sinngemäß:

Ohne Maßnahmen „Treiber der Pandemie“ (Alpha, 2020). Mit Maßnahmen „Speisung des Infektionsgeschehens aus Schulbetrieb“ (Omikron, 2022).

Heißt für mich. Omikron ist ansteckender und die Maßnahmen (Masken- und Testpflicht) reichen nicht aus. (unter Alpha / Delta wäre diese vielleicht ausreichend gewesen). Kommt am Ende auf das selbe Niveau.

Ohne (allg.) Maßnahmen wäre Omikron noch schneller „durchgerauscht“ und ggf. hätten wir ein (noch größeres) gesellschaftliches Problem gehabt.

Aus meiner Sicht entfalten diese Maßnahmen „nur“ einen gesellschaftlichen Schutz. Keinen individuellen in Kita und Schule.

Um auch individuell vor Ort „sicher“ zu sein, müsste man andere Maßnahmen ergreifen…

…und die haben Konsequenzen auf einem anderen Gebiet.

Bin zwar kein Experte…

…aber der Sprung von Masken- und Testpflicht zu (teilweisen) Schulschließung ist wohl der Kipppunkt.

Masken- und Testpflicht sind vielleicht lästig, verursachen aber wohl keine „bleibenden Schäden“.

Distanzunterricht über Monate wäre dann wohl das andere Extrem.

Letztlich ist die Situation klar (zumindest für mich):

Es gibt den Kompromiss zwischen Infektionsschutz und weiteren Auswirkungen durch Maßnahmen nicht.

Schulen bleiben (politisch / gesellschaftlich so gewollt) in Präsenz und in voller Klassenstärke.

Damit ist Infektionsschutz für den einzelnen vor Ort aktuell nicht mit hinreichend großer Wahrscheinlichkeit möglich – auch nicht mit Masken- und Testpflicht. Dazu bräuchte es größere Räumlichkeiten (die es bestimmt geben würde…).

Demnach sind auch die kommenden Maßnahmen nur von gesellschaftlicher Bedeutung (Reduktion von Personalausfällen, Abflachen der Wellen) und im Kontext allg. Regelungen zu sehen.

„Nachteile“ für SuS dürften sich damit nur auf dem Niveau allg. Maßnahmen bewegen. Mit der Masken- und Testpflicht ist man da wahrscheinlich schon an der Grenze. Schulschließungen sind damit ausgeschlossen.

Meine Interpretation…ohne Präferenz in der Sache…

Pälmchen
21 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Liebe Sissi, dass ist ein Podcast vom 27.06.2020! Da lief die Pandemie mal gerade 4 Monate. Die Erkenntnisse der letzten zwei Jahre können in diesem überhaupt nicht berücksichtigt werden. Zumal sich die Rahmenbedingungen seit dem signifikant geändert haben.
Ihr Quelle ist veraltet.

Sissi
21 Tage zuvor
Antwortet  Pälmchen

S. Mein anderer Post !!

Sissi
21 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

@ Pälmchen -2
Na ja, so kurz darf ich Sie nun doch nicht abspeisen, aber:
Sie müssen sich an Mr Steckdose wenden, tut mir leid, er ist der absolute Quellenspezialist- nachweisbar ( Post kann nachgeliefert werden ), er und@ Realo, der Texte inhaltsmäßig, Quelle wieso? in trautem Gespräch für gut- schlecht befinden, sind die Koryphäen, ich nicht.
Allerdings ist Realo anscheinend in Urlaub, vlt. bedient Sie ja @ Mannomann in der Doppelsteckdose; er ist der Spezialist für Anstand und Benimm und hat mich bereits abgemahnt.
Das traf mich natürlich sehr;
– welch Überheblichkeit allover.

Stromdoktor
20 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Ich verstehe Sie nicht…

Sie gehen hier regelmäßig proaktiv unangenehme Diskussionen ein und werfen jeweils (oft) den Fedehandschuh. Gewollt?

Stellenweise müssen Sie sich daraufhin mit mehreren Personen zeitgleich auseinandersetzen.

Offensichtlich überfordert Sie diese Situation ab einem gewissen Zeitpunkt und Sie eskalieren.

Dass man Sie dann mit einer gewissen Hartnäckigkeit zur Weißglut bringen kann, wurde bereits mehrfach bewiesen – Angriffspunkte bieten Sie schließlich genug.

Ihre Antworten wirken dann zunehmend hilfloser…

Wenn es gut läuft springt Ihnen der „Trollbuster“ zur Seite und spricht von Übergriffigkeit.

Ich wiederhole meinen Vorschlag:
Lassen Sie mich einfach zukünftig aus den Diskussionen heraus und erwähnen mich nicht mehr. Dann können wir hier friedlich co-existieren…

…oder wir starten auf einer sachlichen Ebene neu.

Die Initiative müsste in diesem Fall jedoch von Ihnen ausgehen, da Sie mir nicht mehr antworten wollten.

Quälen Sie sich und andere nicht so…wäre meine Bitte.

Sissi
20 Tage zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Einmalig, weils ätzt:

Das war alles schon in gleicher Weise da, Mr Steckdose.
Man lässt Sie halt weitermachen.
Wie @ Riesenzwerg sagte, es gibt solchtene und solchtene und ganz andere – zu diesen dürfen Sie sich getrost zählen.
Viel Spaß beim oneman – showtime
weiterhin.
Die Infektionen steigen “ ein bisschen „, da sind Sie nicht so wichtig, – heißt für mich, ab in die Arbeit – besser helfen als Maulheldentum;
Sie und Ihre ReckInnen können mich verunglimpfen wie Sie wollen, -> Zeitzeichen, hat mit Beleidigung von meiner Seite her gar nichts zu tun; weiter so, stellt alle ins rechte Licht.
Viel Spaß weiterhin beim Indietastenklopfen .

Realo
20 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Ich bin da, keine Sorge. Begnüge mich aber mit Lesen. Die Beleidigungen aus Ihrem Lager nehme ich zu Kenntnis und aktzeptiere, dass eine ernsthafte Diskussion nicht möglich ist.

Aktuelle Folgen aus dem Jahr 2022 gibt es übrigens bei Kekulés Corona-Kompass. Empfehlenswert.

Schattenläufer
22 Tage zuvor

Wow, Dirk, Faktensammler, Dip die ganze Fackelträger – Fraktion wird ja richtig aufgeregt.

Was sagen uns die Studien?

  1. Schulschließungen helfen gegen die Verbreitung der Infektion mit Corona.
  2. Die Pandemie verursacht bei Kindern psychische Probleme. Auch nach einem Winter ohne Schulschließungen. Die Probleme treten also offensichtlich unabhängig von den Schulschließungen auf.

Wir haben momentan also die Auswahl zwischen gesunden Schülern mit psychischen Problemen und infizierten Schülern mit psychischen Problemen.

Klingt für mich interessant. Ist aber offensichtlich völlig ohne Relevanz bevor Tauben – Stöhr das abgenickt hat.

Also im Voraus schon mal Sorry für mein ungebührliches Interesse und mein breites Grinsen 🙂

Jetzt braucht es nur noch eine Studie, dass Masken wirklich schützen und wir müssen befürchten, dass einige sich vor Verzweiflung in die eigene Fackel stürzen.

DerDip
22 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Mir ist unklar, weshalb Sie mich als Fackelträger bezeichnen. Vermutlich ist dies einer dieser Versuche Argumente abzuwerten indem die Personen, von denen diese Stammen schlecht zu machen.
Aber nun zurück zur sachliche. Debatte:

1. Schulschließungen helfen, die Pandemie einzudämmen, ja. Wie ich weiter oben bereits schrieb, muss aber auch die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen (Nutzen/Kosten) mit abgewogen werden. Und es muss geprüft werden, ob nicht milder Mittel zur Verfügung stehen.

2. Mir ist keine Studie bekannt, die nachweist, dass die psychischen Nebenwirkungen bei Schülern auch ohne Schulschließungen gleich hoch sind. Hierzu müsste ZB. Schweden oder die Schweiz mit Deutschland verglichen werden. Außerdem haben Schulschließungen auch noch andere Auswirkungen, wie Übergewicht, Rückzug in die virtuelle Welt, soziales Verhalten in Gruppen wird nicht gelernt, usw.

Insgesamt kommt mir Ihre Argumentation daher viel zu Kurz, weil diese wieder mal sehr eindimensional auf Infektionen von Corona ausgerichtet ist.

Auch Ihre Schlussfolgerung, Wir hätten momentan die Auswahl zwischen gesunden Schülern mit psychischen Problemen und infizierten Schülern mit psychischen Problemen, lässt sich leicht widerlegen. Denn die temporären Schulschließungen haben die Infektionen auf Dauer nicht verhindert.

Also halten wir fest: vorübergehende Schulschließungen können zu „flatten the curve“ inder Pandemie beitragen. Nicht mehr. Damit ist das Mittel der Schuolschließungen nur dann anzuwenden, wenn eine Überlastung des Gesundheitssystems droht und andere milder Maßnahmen bereits ergriffen wurden.

Stimmen Sie mir in diesen Punkten zu?

Mannomann
22 Tage zuvor
Antwortet  DerDip

Was ich mich frage… jetzt ganz ohne Wertung…reines Interesse.

Wie konnte man diese Maßnahmen jeweils getrennt betrachten und bewerten?

Nach meinem Gefühl wurde panisch versucht, möglichst viele Maßnahmen gleichzeitig einzusetzen.

Unvergessen die nächtliche Ausgangssperre ab 22 Uhr. Da schlafe ich. Führte im übrigen dazu, dass Jugendliche, die es wohl treffen sollte, einfach auswärts nächtigten.

Realität
22 Tage zuvor
Antwortet  DerDip

@Der Dip
„Mir ist keine Studie bekannt, die nachweist, dass die psychischen Nebenwirkungen bei Schülern auch ohne Schulschließungen gleich hoch sind. Hierzu müsste ZB. Schweden oder die Schweiz mit Deutschland verglichen werden. Außerdem haben Schulschließungen auch noch andere Auswirkungen, wie Übergewicht, Rückzug in die virtuelle Welt, soziales Verhalten in Gruppen wird nicht gelernt“

Übergewicht, intensiver Medienkonsum und auffälliges Sozialverhalten gab es schon vor Covid 19. Es hat sich nur nie jemand im Detail damit beschäftigt. Durch eine dermaßen starke Belastung des Schulsystems treten sie aber deutlich stärker zu Tage. Vielen Eltern wird auch erst beim Wechselunterricht aufgefallen sein, dass sie ein ganz schon starkes Früchtchen erzogen haben. Das fällt dann unter coronabedingte Verhaltensauffälligkeit. Ist auch einfacher als dass man sich eingesteht, ich habe in der Erziehung etwas falsch gemacht.

Aber wieso werden denn gerade jetzt so viele Fälle gemeldet. Die Schulen sind seit Monaten wieder im Regelbetrieb. An dieser Stelle kommt jetzt bestimmt die Test- und Maskenpflicht. Aber die gibt es in den meisten Bundesländern auch schon seit Wochen nicht. Dann müssten sich ja viele verhaltenskreative Charaktere wieder eingekriegt haben. Das haben sie aber nicht – zumindest nicht an meiner Schule.

Und meinen sie nicht, dass man eine Überlastung der ITS zuallererst einmal verhindern sollte? Rein theoretisch heißt eine Überlastung, dass nicht mehr alle Menschen behandelt werden können. Möchten Sie es so weit kommen lassen? Dann frage ich mich allen Ernstes: Wie weit sind wir als Menschen gesunken, wenn wir uns anmaßen entscheiden zu dürfen, wer das Recht auf eine medizinische Behandlung hat.
Mich erinnert das leider nur zu sehr an die Erzählung meines Großvaters: Er war als ganz junger Arzt in Stalingrad und musste damals entscheiden: wem helfe ich noch (wer hat eine Überlebenschance) und wen lasse ich unbehandelt hier liegen.

Sissi
21 Tage zuvor
Antwortet  Realität

Knicks und Diener @ Realist
– Eine absolut treffende Situationsbeschreibung .
!! Und ein ganz herzliches Dankeschön !! von uns, die inständig hoffen, dass Ihr letzter Absatz nie ! eintreten möge !
Kollegen sprachen bereits bei delta über eine weiche Triage.

Sissi
21 Tage zuvor
Antwortet  Realität

– 2
Sorry, mein Dank war an @ Realität gerichtet.

Stromdoktor
22 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

„Jetzt braucht es nur noch eine Studie, dass Masken wirklich schützen“

…und (zukünftig) hoffentlich die gute Nachricht in der endemischen Phase, dass es auch „ein paar“ Menschen und gerne darunter auch Kinder sowie Beschäftigte in KiTa / Schule ohne Infektion dorthin geschafft haben. 😉

Wir sind da leider schon aus dem Rennen…

Last edited 22 Tage zuvor by Stromdoktor
Mannomann
22 Tage zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Schade für die 2 Daumen runter… Leute, was ist los mit euch? Was ist daran falsch?

DerDip
22 Tage zuvor
Antwortet  Mannomann

Leider werden die Daumen oft nicht nach der Qualität der Argumentatuon verteilt, sondern danach, was einen bestätigt oder nicht. Schade, ist aber so.

Riesenzwerg
21 Tage zuvor
Antwortet  DerDip

Ach, soll das so gar nicht sein?!

DerDip
22 Tage zuvor
Antwortet  Mannomann

… und etwas in Frage zu stellen oder tiefer Nachbohren scheint bei vielen nur dann gewollt, wenn die Richtung stimmt…

Canishine
21 Tage zuvor
Antwortet  DerDip

Dann scheint ja der Daumen nach unten das eigentliche Qualitätsmerkmal zu sein.

Sissi
22 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Hofknicks @ Schattenläufer,
Mir kommen die Fackelträger vor, wie Marsmenschen, auf keinen Fall Erdlinge.

Sie bekommen scheinbar vieles nicht mit,
– dass Familien Probleme haben, Ihre Kinder gesund zu ernähren, die Wohnung zu halten -> Preise steigen, schon mal was von Inflation gehört?

– dass Alt und Jung deswegen
verstärkt psychologische Probleme haben/ entwickeln
– dass gerade wegen solcher unsinnigen Diskussionen noch mehr psychische Schäden zu erwarten sind – die Menschen wollen endlich eindeutige schlüssige Aussagen.

– nicht zuletzt haben wir Mitte Juni wohl bereits Anfang Herbst, BA.5 kommt super voran -> der GM wird nicht mehr lange um eine Entscheidung herumkommen, – nicht mehr nur betreffend Maske- Schule

-> dieses Zögern, Zaudern macht den Menschen Angst – nicht die Maske.

Marsmenschen – weit weg von unserem Alltag – natürlich nicht.

Pälmchen
22 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

An dieser Stelle leihe ich mir mal die Worte der Redaktion aus:
„Haben Sie für Ihre Behauptung wissenschaftliche Belege?“ Besonders die zu dem Punkt „wegen solcher unsinnigen Diskussionen noch mehr psychische Schäden zu erwarten sind“ fände ich spannend zu lesen.

Sissi
21 Tage zuvor
Antwortet  Pälmchen

https://badw.de/die-akademie/presse/podcast/podcast-details/detail/psychische-folgen-der-coronakrise.html

Insbesondere
17:01 und 22:06

Und soziologisch gesehen

„Für Nachsorge und Prävention, empirische Routine und überschießende Fantasie gibt es also mit und nach Corona hinreichend soziologischen Bedarf. Zumal mit einer Rückkehrbewegung gerechnet werden muss – hin zum alten Wachstum und Wohlstand. Stephan Lessenich: „Ich fürchte, dass eher verhandelt wird: Wie kommen wir wieder zu einem Zustand, wie wir ihn kannten, sodass wir wieder frei uns bewegen können? Aber dass es wenig Diskussionen gibt: Kommen wir nach vorne raus aus der Situation? Wie können wir wirklich Dinge verändern und alternative Gesellschaftsformen diskutieren?“
. aus https://www.deutschlandfunk.de/soziologische-diskussionen-um-corona-das-virus-als-100.html

Pälmchen
21 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Quellen aus 06/20 und 02/21. Die Rahmenbedingungen haben geändert. Seit dem konnte sich der Großteil der Gesellschaft problemlos impfen lassen, wir haben zur Zeit eine bedeutend mildere Variante im Umlauf und und und.
Die Inflation hat übrigens erst mit dem Krieg in der Ukraine im Feb 2022 mächtig zugelegt, welche Auswirkungen soll das nun auf die Psyche 2020/2021 gehabt haben?

Sissi
21 Tage zuvor
Antwortet  Pälmchen

@ Pälmchen

Wenn Sie meinen…..Ich halte die Texte für weiter absolut treffend….die Akkad hätte schon längst überarbeitet, wenn nötig- rufen Sie doch einfach an;

Die Inflation ist ein Bsp für reale derzeitige Verhältnisse,
Sie pokern wieder nebelkerzenmäßig nach:

Es geht ums jetzt ! Ums Tun ! – Nicht ums Rechthaben !

zur Psyche 2021 + + erschien heute ein Post von HaBe, der auch Ihnen einleuchten sollte.
Sie können gerne weiter fieseln; ich nicht; Sie finden schon Tauben dafür, männlich wie weiblich.

Bei uns brummt der KH- Laden so richtig; – plänkeln Sie mit wem Sie wollen….

Realität
21 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Und nicht nur bei Ihnen brummt der KH-Laden richtig. Es wird immer schwieriger fcharzttermine zu bekommen. Dringend notwendige Operationen, auch wenn sie nicht lebensnotwendig sind, haben immer noch Verzug.

@ Pälmchen:
Am 8.6. wurde für Portugal ein Anstieg der Bettenbelastung der KH um 27% gemeldet (innerhalb einer Woche). Das ist schon eine ganze Menge, wenn man die Impfquote von 87% bedenkt. Soviel zum Thema Impfen reicht aus.

Hier die Quelle: https://www.br.de/nachrichten/wissen/so-ansteckend-sind-die-omikron-varianten-ba-4-und-ba-5,T6qSvty

Vielleicht bedenken Sie auch für diese Entwicklung die letzten Jahrzehnte. Immer mehr Familien sind auf Doppelverdiener angewiesen, um über die Runden zu kommen. Das Problem, dass mittlerweile viele Menschen nicht mehr von ihrem Einkommen bzw. Rente leben können, ist nicht erst seit Corona da.
Durch die Kurzarbeitsregelungen usw. hat sich allerdings die öffentliche Wahrnehmung sozialer Problematiken verändert. Es gab schon vorher viele Familien und Menschen, die auf die Tafel angewiesen waren. Und es kann nicht sein, dass Eltern unbedingt die Ganztagsbetreuung brauchen, damit beide arbeiten können, nur damit sie über die Runden kommen. Hier liegt der eigentliche Fehler.
Der Mensch muss von seinem Einkommen leben können, dann fallen garantiert schon einige Probleme weg. Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele psychische Probleme so vermieden werden könnten. Wahrlich nicht alle, aber es wäre immerhin ein Ansatz.

Pälmchen
21 Tage zuvor
Antwortet  Realität

Ich habe nie behauptet das Impfen ausreicht. Ich gehe daher davon aus, dass Sie mich damit nicht meinen. Ich denke aber, dass wir heute mehr wissen als 2020 und das es deswegen heute andere Entscheidungen geben KANN.
Und wenn das bedeutet, dass wir die nächsten paar Jahre im Herbst/Winter bei Menschenansammlungen jeglicher Art Maske tragen werden, dann werde ich das selbstverständlich tun. Auch heute bekommt jeder in meinem Haushalt von mir bei Erkältungsymptomen einen Schnelltest in die Hand gedrückt und sollte der negativ sein, so geht es natürlich trotzdem nicht zur Schule sondern zurück ins Bett. Auch dies werde ich noch lange so handhaben. Und bei entsprechender Notwendigkeit werden natürlich auch alle Familienmitglieder wieder geboostert. Wahrscheinlich wie bisher lange bevor die Stiko hierzu eine Empfehlung gibt.

Bei den restlichen Punkten stimme ich Ihnen gerne zu. Das ein Alleinverdiener seine Familie nicht mehr ernähren kann wurde aber nicht durch die Pandemie bzw. nur begrenzt durch die Maßnahmen verursacht. Da läuft ja schon seit einigen Jahren viel falsch. Bei den Rentner ist es ja ähnlich. Es wäre wünschenswert, wenn die Politiker diese Probleme zeitnah angehen würden.

Nun aber für den momentanen psychischen Druck immer nur um Corona und die Maßnahmen herum zu gucken, dass ist mir zu einfach. Wir befinden uns Dank dem Krieg im 3. Dauerkrisenmodusjahr. Kein Ende absehbar. Die Menschen sind müde geworden.

Pälmchen
21 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Werde ich jemals eine sachliche Diskussion von Ihnen erleben? Immer von oben herab, stets die einzig wahre Meinung vertretend und niemals einer Fehleinschätzung unterliegend. Vorsicht: Ironie im Text enthalten.
Das muss man erstmal schaffen.

Last edited 21 Tage zuvor by Pälmchen
Sissi
21 Tage zuvor
Antwortet  Pälmchen

@ Pälmchen

Ich habe keine Lust mehr auf Ihre Nebelkerzlerei !!! -bitte akzeptieren Sie dies!
Wenns sachlich nicht klappt,
dann immer druff, persönlicher Angiff – ganz ganz großes schlechtes Theater!
Meine letzte Antwort an Sie finden Sie weiter oben .

Pälmchen
21 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Sissi
2 Stunden zuvor
Antwortet Sissi
@ Pälmchen -2
Na ja, so kurz darf ich Sie nun doch nicht abspeisen, aber:
Sie müssen sich an Mr Steckdose wenden, tut mir leid, er ist der absolute Quellenspezialist- nachweisbar ( Post kann nachgeliefert werden ), er und@ Realo, der Texte inhaltsmäßig, Quelle wieso? in trautem Gespräch für gut- schlecht befinden, sind die Koryphäen, ich nicht.
Allerdings ist Realo anscheinend in Urlaub, vlt. bedient Sie ja @ Mannomann in der Doppelsteckdose; er ist der Spezialist für Anstand und Benimm und hat mich bereits abgemahnt.
Das traf mich natürlich sehr;
– welch Überheblichkeit allover.

Meinen Sie diese sachliche, niemals persönlich angreifende, eine Stunde vor meiner Antwort formulierte Antwort von Ihnen? #puresErstaunen #dafälltmirnichtsmehrzuein

Last edited 21 Tage zuvor by Pälmchen
Mannomann
22 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Würden Sie meines Erachtens nicht immer andere abwerten, bekämen sie einen Daumen hoch.

Wo bleibt das Benehmen?

Realo
22 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Und es braucht noch eine Studie, dass man in der Zeit hängen bleiben kann. Zum Beispiel im Jahr 2020.

Sissi
22 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

-2
und weil die Fackelträger ja v.a. die psychischen Schäden vor sich hertragen –
einseitig und unzureichend informiert sind

„Meine Frau hat sich nicht umgebracht, weil sie depressiv war“, sagt Güthe. „Sie hat sich umgebracht, weil sie entsetzliche körperliche Schmerzen hatte.“ aus

https://time.com/6186429/suicide-long-covid/

Pälmchen
22 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Güthe, for example, learned from a physician months after his wife’s death that a drug called trazodone may have helped her sleep despite her chest vibrations—something her own doctors didn’t mention.

Trazodon scheint ein Antidepressiva zu sein.

Trollbuster
22 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Sehr guter Kommentar Schattenläufer. Die Fackeln brennen ja schon wieder hier.

Dirk Z
22 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

@Schattenläufer: „…Jetzt braucht es nur noch eine Studie, dass Masken wirklich schützen und wir müssen befürchten, dass einige sich vor Verzweiflung in die eigene Fackel stürzen. …“

Ich bin ehrlich und sage es direkt. Meiner Meinung sollte man alles unternehmen, um die Masken hier nicht mehr anzuwenden zu müssen. Wenn belegt wird, dass diese tatsächlich keinen Nutzen bringen bzw. die gewünschte Wirkung nicht oder nicht relevant schützen, haben Masken ausserhalb im Profiumfeld (z.B. bestimmte Bereiche in der medizinischen Versorgung) überhaupt ichts zu suchen. Das wäre wahrscheinlich auch die Wunschvorstellung der meisten Leute.

Kommen wir zur Realität: Aktuell habe ich aufgrund der zunächst fallenden Zahlen nach dem Wegfall der Masken den Eindruck, dass die Masken weder eine positive oder negative Auswirkung auf das Infektionsgeschehen haben. Aktuell steigen die Zahlen wieder und das würden sie vermutlich auch wenn es immer noch eine ausgeweitete Maskenpflicht gäbe. Sicher wird die ein- oder andere Infektion ggf. verhindert aber wahrscheinlich nur vertagt.

Sollte allerdings aufgrund eines nachvollziehbaren Mess- und Analyseverfahren ggf. mit Studien auf Vor-Ort Messungen unter verschiedenen Parametern (Klassen ohne Masken, Klassen mit Masken mit normaler Tragekultur (bedeutet z.B. bei vielen OP-Masken hängt die Nase raus und die FFP2-Maske wird als Alibideckel getragen…), Klassen mit sachgerechter Tragequalität, …) rauskommen, dass es unter bestimmten Parametern hilft, dann muss man es abwägen diese einsetzen zu müssen. Nur dann hätte man eine sichere Datengrundlage und dann müsste man das Ganze auch ganz anders aufziehen (drei Masken pro Schüler am Tag auf Staatskosten, zusätzlich Abstände einhalten usw.) Es hat ja keinen Zweck Schüler unnötig zu quälen, wenn am Ende des Tages nichts dabei rumkommt.Und ich kann mir nicht vorstellen, dass man so einen Nachweis pro Maske zumindestens mit den aktuellen Varianten herleiten kann.

Daher die Frage in die Runde; Wie sind die Erfahrungen in der Zeit ab Anfang April in den Klassen in Abhängigkeit, wie viele noch Masken getragen haben? In unserem Umfeld konnte man keine eindeutigen Unterschiede erkennen zwischen Klassen, wo mehrheitlich Masken getragen wurden und wo nicht.

Trollbuster
21 Tage zuvor
Antwortet  Dirk Z

Immer noch gefangen in der Maskenphobie und den selbst gefühlten Wahrheiten… Sehr bitter Dirk.

Realität
21 Tage zuvor
Antwortet  Dirk Z

Vielleicht kann ich da helfen. Nicht unbedingt aus Schülersicht, da es sich um Grundschüler handelt, aber aus Lehrersicht.
In unserem Kollegium haben sich seit März/April um die 75% infiziert. Dies sind genau die Kollegen, die seit dem Wegfall der Maskenpflicht weder im Lehrerzimmer noch im Klassenraum eine Maske getragen haben. Statistisch gesehen war es sehr einfach: Wenn ein Fall in der Klasse war, dann hat der/die Kollege/in ohne Maske es meist zeitnah abbekommen. Da wir eine sehr kleine Schule sind, konnte man das sehr gut nachverfolgen. Die Kinder, die eine Maske getragen haben sind/waren teilweise gar nicht erkrankt oder waren deutlich eher wieder fit und gesund. Die Maske hat auf jeden Fall zu einer Verminderung der Erkrankung beigetragen.

Wie gesagt, dass sind meine Erfahrungen aus einer kleinen Grundschule. Man kann sie sicher nicht verallgemeinern.

Pit2020
21 Tage zuvor
Antwortet  Realität

@Realität

Ich haben soeben ziemlich (weit oben) etwas gepostet, was uns ein Virologe namens Hendrick Streeck mitzuteilen hat.
Es geht um viele Menschen in geschlossenen Räumen.

Ach ja:
Es geht auch um Masken …

LG u.a. an Dirk Z

Dirk Z
21 Tage zuvor
Antwortet  Realität

@Realität: Es wäre sicher gut wenn man solche Beobachtungen zentral sammelt um dann die Gesamtwirkung abschätzen zu können. In Ihrem Fall scheint der Maskenschutz zunächst was gebracht zu haben aber diejenigen, die bisher sich wegen der Masken nicht angesteckt haben werden höchstwahrscheinlich sich später noch anstecken. Diejenigen, die es jetzt bereits hatten sind für die nächste Zeit auf alle Fälle besser geschützt im Falle der nächsten Ansteckung. Und das kann für den nächsten Herbst/Winter noch sehr wichtig werden.

Stromdoktor
20 Tage zuvor
Antwortet  Realität

Durchaus wahrscheinlich, dass das Verhalten Ihrer KuK (25%) eigene Infektionen im schulischen Umfeld zur Folge hatten.

Generell möchte ich noch ergänzen, dass sich das Verhalten in Beruf und Freizeit meist nicht so stark unterscheidet

Einige haben schlicht nur darauf gewartet, Maßnahmen endlich nicht mehr anwenden zu müssen. Das führte dann auch zu einigen „Nachholeffekten“, insbesondere im privaten Bereich.

Vielleicht hat auch erstmals wieder der „Doppelkopfabend“ stattgefunden. Solche Beobachtungen mache ich zumindest auch. Vielen geht es dabei nicht mehr um den eigenen Schutz.

Nichts machen, was verboten ist bzw. wofür man gesellschaftlich „geächtet“ wird. Und da ist jetzt wieder etwas mehr möglich…

Risikoavers vs. risikofreudig…

Marie
21 Tage zuvor
Antwortet  Dirk Z

Gern mal ein Zitat von Herrn Streeck: „Wir wissen, dass die Maske funktioniert und dass die Maske einen Schutz gibt“. (leider sorgt er sich nur um das public viewing zur Fußball-WM und nicht um die Schulen…).

Dirk Z
21 Tage zuvor
Antwortet  Marie

@Marie: Vielleicht gibt es hier Unterschiede: Natürlich macht eine Maske keinen Unterschied, in welchen Bereich sie besser schützt. Beim Public Viewing kommen viele Leute einmalig für wenige Stunden zusammen und trennen sich danach wieder. In der Schule sind Dauerkontakte über Tage, Wochen und Monate. Ich finde es irrwitzig zu meinen das Public Viewing wird durch eine Maske sicherer- theoretisch vielleicht aber praktisch verpufft der Effekt. Eine Maskenpflicht würde die Leute in einen unkontrollierten privaten Public Viewing treiben und dann natürlich ohne Masken. In der Schule findet vielleicht die Ansteckung dann nicht im Klassenzimmer statt, aber bei vielen anderen Gelegenheiten.

Leseratte
21 Tage zuvor
Antwortet  Dirk Z

Was nützt das Maskentragen im Unterricht, wenn in der Mensa alle ohne Maske ihr Essen einnehmen oder im Schulbus niemand darauf achtet, dass die Masken getragen werden. So wird der positive Effekt der Masken hinsichtlich Infektionsvermeidung abgeschwächt. Ist leider so.

Dirk Z
20 Tage zuvor
Antwortet  Leseratte

@Leseratte: Das ist es ja was ich die ganze Zeit auch sage. Mit Masken werden Infektionen ggf. nur verschoben, aber nicht verhindert. Aber man kann die Leute nicht unendlich gängeln. Deswegen und weil man das auch nicht anders hinbekommen kann (es sei denn man macht ein striktes autoriäres Coronamanagement und „tackert“ die Masken unabnehmbar fest…) hilft es in der Praxis nicht. Diese Effekte haben wir im Frühjahr gesehen. Daher nochmal aus physikalischen Gründen: Das Ganze hat nur Sinn, wenn Sie einen kurzfristigen Kontakt mit jemanden haben und danach nicht mehr.

Sternschnuppe
22 Tage zuvor

Manche wollen eben bestimmte Wahrheiten nicht hören, weil sie nicht ihre Wohlfühlblase passen oder ihre Argumentation stören.

Stromdoktor
22 Tage zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Interessant wäre tatsächlich, welche Gruppierung sich in der jeweils eigenen Blase wirklich wohlfühlt.

Für mich zeichnet sich da kein klares Bild ab.

Was offensichtlich das Wohlbefinden (kurzzeitig) steigert, ist der kontroverse „Austausch“.

Und manchmal reicht auch der „rote Daumen“ für einen Augenblick des Glückes – hoffe ich zumindest.

Ich biete mich weiterhin gerne an… 😉

Mom73
21 Tage zuvor

Die 7 Tage Inzidenz steigt extrem. In Niedersachsen hat sie sich innerhalb einer Woche verdoppelt!
Die vorhergesagte Sommerwelle ist da.
Es gibt keine verpflichtenden Tests an den Schulen. Kann also nicht, wie sonst immer von vielen hier behauptet, an symptomlosen positiven, zum Test gezwungener Schüler liegen.
Wollte ich mal zur Sprache bringen, bevor ggf. wieder die Testpflicht an Schulen eingeführt wird, und genau das wieder Thema wird.

Stromdoktor
20 Tage zuvor
Antwortet  Mom73

Ich weiß nicht, ob ich Sie 100%ig verstanden habe.

Aktuell dürfte die Dunkelziffer aufgrund der gesamtheitlich weniger Tests recht groß sein.

Derzeit werden wohl nur die Infektionen erkannt, die einen symptomatischen Verlauf nehmen und Tests (zumeist) beim Arzt durchgeführt werden.

Heißt für mich:

Die tatsächliche Inzidenz wäre wohl deutlich höher, wenn man die symptomlosen Infektionen auch erfassen würde.

Auf dem Papier steigt die Sterblichkeit und KH-Auslastung der neuen Variante (?), da viele milde bis symptomlose Verläufe nicht erfasst werden und damit in Statistiken einfließen.

Die absolute Belastung des Gesundheitssystems ist natürlich ebenfalls höher, da die meisten erfassten Fälle nun wohl auch tatsächlich erkrankt sind.

Die Testungen in Schulen haben sich in der Vergangenheit in diesem Zusammenhang als

a) dämpfend im Kontext der Verbreitungsgeschwindigkeit

b) statistische Einflussgröße bemerkbar gemacht.

Die Wellen wären in der Vergangenheit noch stärker ausgeprägt und der R-Wert höher gewesen.

Kann sein, dass dieses aufgrund des nun veränderten / aufgebauten Immunschutzes in der Bevölkerung sowie der Jahreszeit auch ohne Tests in Schulen geht…ohne das Niveau der vorherigen Wellen zu erreichen

Man wird sehen…

Leseratte
21 Tage zuvor

Stark-Watzinger gestern Abend bei Lanz: „Es darf nicht wieder Schulschließungen geben.“ Auch auf Nachfrage aber kein einziger Satz, welche Maßnahmen jetzt ergriffen werden, um die Schulen vorzubereiten, gerade unter dem Aspekt der aktuell noch ansteckenderen Varianten. Selbst als die anwesende Virologin Vorbereitungen für Schulen und auch insgesamt fordert und das Problem aufwirft, dass die FDP Schutzmaßnahmen gegen Freiheit stelle, obwohl gerade milde Maßnahmen wie Masketragen erst Freiheiten ermöglichen, nix dazu.

Sissi
21 Tage zuvor
Antwortet  Leseratte

@ Leseratte

Für mich schockierend und bezeichnend, zukunftsweisend ?
die Äußerungen von H. Kubicki

„unwürdig“
FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki reagierte empört auf die Mahnungen Göring-Eckardts. Der Nachrichtenagentur dpa sagte er: „Es ist einer Bundestagsvizepräsidentin unwürdig, den Eindruck zu erwecken, als könne der Bundestag nicht schnell genug auf Herausforderungen der Pandemie reagieren.“ Er empfehle den Grünen, zu einer faktenbasierten Politik zurückzukehren, statt weiter „eine angstbasierte Politik“ zu betreiben. Auch Kubicki ist Bundestagsvizepräsident“ .aus

https://www.tagesschau.de/inland/infektionsschutzgesetz-debatte-101.html

Kommt mir alles sooo bekannt vor,
angst ! basiert ! Wo hab ich das bloß immer wieder gelesen…..hier doch nicht etwa…..

Sternschnuppe
21 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Man sieht es tagtäglich in den Nachrichten, das Leben und Gesundheit eines Einzelnen heute nichts mehr wert sind. Es ist erschreckend, wie viele Tote man einfach so hinnimmt. Hauptsache die persönliche Freiheit hat man wieder. Kann man Leben und Gesundheit dagegen abwägen? Denke ich nicht. Kann man Leid und Schmerz, jemanden verloren zu haben, gegen Freiheit abwägen? Ich denke nicht. Die meisten Menschen verstehen das aber erst, wenn sie diese Erfahrungen selber machen. Wir sollten mal wieder über den Wert des Lebens diskutieren.

Stromdoktor
20 Tage zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

„Man sieht es tagtäglich in den Nachrichten, das Leben und Gesundheit eines Einzelnen heute nichts mehr wert sind.“

Passt vielleicht nicht ganz hierher, sondern ist etwas allgemeiner zu sehen:

Wir (gehen auf Mitte 40 zu) haben jetzt auch schon die eine oder andere „Krise“ mitgemacht.

Bewusst wahrgenommen habe ich wohl den ersten Irak-Krieg.

Danach folgten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • New-Economy-Blase,
  • 11. September
  • Banken- und Griechenlandkrise
  • Syrienkonflikt
  • Flüchtlingskrise
  • Brexit / Boris
  • Pandemie
  • Ukrainekrieg.

Dauerhaft „Putin“, „Kim“, „Viktor“ / Klimawandel, Energiewende, usw…/ Zwischendurch „Trump“.

Und „wir“?

(Weitestgehend) im politischen Delirium unter Merkel.

Außenpolitisch nicht handlungsfähig, sofern es nicht um wirtschaftliche Interessen geht.

Innenpolitisch wurden die wesentlichen Herausforderungen nicht thematisiert bzw. angegangen.

Abgestumpft bin ich irgendwann bei der Banken- und Griechenlandkrise. Die Dimensionen der Hilfsgelder für den angeschlagenen Sektor waren für mich unvorstellbar. Unverständlich vor allem, dass für Armut, Pflege, Bildung und Betreuung kein Geld da sein sollte.

D.h.:
Seit 10-15 Jahren „kämpfen“ wir uns alleine durch. Machen scheinbar viele.

Wenn einmal ein Sommerfest zu organisieren ist, gibt es schon Probleme, genügend Leute zum Aufbauen zu gewinnen. Selbst, wenn es um die eigenen Kinder geht.

Ist wohl eine Mischung aus „Abgestumpftheit“ und täglichem „Überlebenskampf“ in weitestgehend dysfunktionalen gesellschaftlichen Bereichen.

Wenn ich ehrlich bin, dann „interessieren“ mich bestimmte Themen gar nicht mehr…

Viele von „uns“ hier im Forum können es sich leisten. Aus der eigenen Bude heraus das Weltgeschehen zu kommentieren. Wohlwissend, dass die meisten von uns wohl keine (finanziell) existentiellen Sorgen bekommen werden.

Manche machen sich noch Gedanken um die nachfolgenden Generationen bzw. um die eigenen Kinder (da liegt auch der Schwerpunkt bei uns).

Ansonsten sind es Alltagsprobleme die uns beschäftigen:

Gesund bleiben, Arbeit „über-“ und Ruhestand erleben.

Nebenbei die Steuererklärung rechtzeitig abgeben, um keine „ernsthaften“ Probleme zu bekommen. Vielleicht eine PV-Anlage nachrüsten und den Zeitpunkt für das erste Elektroauto festlegen. Das Pedelec steht ja zumeist schon im Schuppen. Technologischer Wandel läuft…bei vielen.

Manche träumen noch bzw. schon:
Reisemobil, Spanien mit dem Fahrrad umrunden, einmal New York…

Wir alle leben hier größtenteils in einer eigenen (gemeinsamen) Blase…

…Unterschiede gibt es vielleicht in Bezug auf die Wahrnehmung von Risiken und den ggf. unterschiedlichen (gesundheitlichen) Ausgangssituationen. Wird dann z.B. bei einer gesundheitlichen Gefahr wie der Pandemie deutlich. Auf einmal spricht man bei Solidaritätsthemen, fordert diese aktiv ein und bringt einen eigenen Wunschzettel. Gerne auch auf Kosten anderer.

Es ist wie immer…

Dominiert werden die Themen / Diskussionen von Männern und deren Interessen – ich würde sogar behaupten, von „alten weißen Männer“.

Die wissen es schließlich zumeist ganz genau.

Last edited 20 Tage zuvor by Stromdoktor
Drago
21 Tage zuvor
Antwortet  Leseratte

Ich empfehle: Medien abschalten!

Sissi
19 Tage zuvor

@ Schattenläufer et forum

Solange so etwas möglich ist

https://www.news4teachers.de/2022/06/studie-schulschliessungen-waren-sehr-wirkungsvoll-gegen-corona/#comment-452901

> @ Sternschnuppe stellt die wichtigste Frage überhaupt – mit geradezu überwältigendem Echo –
Bin ich versucht zu sagen, die
Frage

“ Bleibt der Corona-Schutz für Kitas und Schulen in diesem Winter komplett auf der Strecke? “

könnte – in logischer Folge –
zur Aussage werden
– nicht nur durch Politik und IchglaubichbinaucheinWissenschaftler,
absolut schadenbringende Schwurbler und weitere fatale Gesellschaftsauswüchse
sondern auch z.T. > uns selbst (s.o.)
Die Unterstützung für @ Sternschnuppe ist gnadenlos – klein, gering, „zeitgeistisch“ ?

Um so wichtiger ist es – genau hinzuschauen, sich zu wehren, zu wenige inundout forum tun dies….und beschweren sich dann….wenns schiefgeht/gegangen ist.
( “ Es gibt nichts Gutes – außer man tut es “ ? )

Lieber @ Schattenläufer,
Vlt mal drüber schlafen und dann weiter dazuhelfen ? !
– auf Ihre einzigartige Art und Weise ! – es wäre unsäglich schade und schadend, wenn Sie sich zurückziehen.