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Bildungsminister will Lehrkräfte dazu bringen, ihren Ruhestand zu verschieben

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MAGDEBURG. Der Lehrermangel beschäftigt die Kultusminister weiter. Aktuelles Beispiel: Sachsen-Anhalt. Für ausgeschriebene Stellen finden sich zu wenige Bewerber. In den Fokus geraten stärker ältere Lehrkräfte – und immer wieder Quereinsteiger.

Lust auf länger? Foto: Shutterstock

Sachsen-Anhalt hat 2025 mehr Lehrkräfte an den Schulen verloren, als neu eingestellt worden sind. 1.670 Frauen und Männer seien aus dem Schuldienst ausgeschieden, darunter 259 Seiteneinsteiger, teilte das Bildungsministerium in Magdeburg mit. Gewonnen wurden demnach 1.547 Lehrkräfte inklusive befristet eingestellter Vertretungslehrer, davon 501 Seiteneinsteiger. Rechnerisch gingen dem Land damit 123 Lehrkräfte verloren. «Das ist schlecht, natürlich», sagte Bildungsminister Jan Riedel (CDU). «Wir würden gern viel mehr Lehrkräfte einstellen.»

Das Land versuche alles Mögliche. Die Zahl der Studienplätze sei enorm hoch, die Plätze könnten nicht alle besetzt werden, neue duale Studiengänge seien eingerichtet worden, Stipendien würden vergeben, so Riedel. «Dazu schreiben wir regelmäßig viele Hundert Stellen aus, die wir nicht besetzt bekommen mit grundständig ausgebildeten Lehrkräften. Es scheitert ja nicht am Angebot, es scheitert an der Nachfrage. Da sind wir nicht allein bundesweit.» Riedel verwies auf einen positiven Trend im zweiten Halbjahr 2025, da sei der Lehrkräfte-Saldo positiv gewesen mit 466 Abgängen und 790 Einstellungen.

Mehr Lehrer sollen den Ruhestand hinausschieben

Sachsen-Anhalt richtet den Fokus unter anderem auf die älteren Lehrkräfte und hofft, dass sich mehr von ihnen entscheiden, zumindest in Teilzeit weiterzuarbeiten, statt komplett in den Ruhestand zu gehen. Aktuell seien das 175 Lehrerinnen und Lehrer. Da nicht alle Vollzeit arbeiten, können damit knapp 88 Vollzeitstellen abgedeckt werden. Die Zahl der Lehrkräfte, die den Ruhestand weiter hinauszögern, ist laut dem Bildungsministerium stetig gestiegen in den zurückliegenden Jahren. 2021 waren es noch 106 gewesen, 2023 dann 153 und im vergangenen Jahr 172.

Bildungsminister Riedel sagte, ungefähr die Hälfte der Lehrkräfte an den Schulen sei zwischen Mitte 50 und Mitte 60 Jahren alt, sie würden in den kommenden zehn Jahren in den Ruhestand verabschiedet. «Unser Ziel ist es, so viele wie möglich dafür zu gewinnen, noch weiter der Schule zur Verfügung zu stehen, ob in Vollzeit oder in Teilzeit, auf Honorarbasis, als Mentoren oder in anderen Modellen.»

«Die Bereitschaft ist relativ groß» – Jetzt folgt Aufklärungsarbeit

Bei seinen Besuchen in den Schulen stelle er Offenheit fest. «Die Bereitschaft ist relativ groß. Viele ältere Lehrkräfte sagen mir aber, ich möchte tatsächlich auch noch mehr angesprochen werden. Darauf reagieren wir gerade.» Über die Schulen würden Flyer verteilt, um die bald ausscheidenden Lehrkräfte zu informieren. Riedel nannte Mathematik-Physik-Lehrer als Beispiel für Kräfte, die unbedingt länger gehalten werden sollten. «Jede Lehrkraft, die bleibt, ist ein Gewinn für unser System.»

Derzeit unterrichteten an den Schulen rund 2.500 Seiteneinsteiger. Sie seien nicht immer den Herausforderungen gewachsen. Dazu, dass in diesem Jahr bei rund 500 gewonnenen Seiteneinsteigern auch etwa 260 das System wieder verlassen haben, sagte Riedel: «Nach den vielen Jahren der Einstellung halte ich das jetzt nicht für eine unglaublich hohe Zahl, sondern für eine realistische Zahl. Nichtsdestotrotz ist unser Anliegen, die Seiteneinsteiger weiter zu stärken.»

Künftig solle es etwa einen sogenannten Qualifizierungstag geben, an dem Seiteneinsteigende in Seminargruppen qualifiziert würden und Netzwerke aufbauen könnten. «Wir wollen die Seiteneinsteigenden noch mehr umhüllen sozusagen mit Unterstützungssystemen, weil wir sie halten wollen. Wir haben erkannt, dass wir dort immer mehr reformieren müssen.»

Riedel wies auf die Vielfalt der Seiteneinsteigenden hin: Erzieher würden eingestellt, Meister, unterschiedliche Bachelor und Master. «Das sind so unterschiedliche Ausgangspositionen, die einen haben schon pädagogische Erfahrung, die anderen gar nicht. Das fangen wir alles ab.» News4teachers / mit Material der dpa

Rentenstreit: Länger arbeiten? Schon jetzt scheiden fünf von sieben Lehrkräften vor dem regulären Ruhestandsalter aus

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Realist
4 Monate zuvor

Habe ich hier schon einmal geschrieben:

Jedes Jahr länger arbeiten spart dem Staat drei Jahre Pensionszahlungen:

  • 1 Jahr mehr “Beiträge”
  • 1 Jahr weniger Pensionszahlungen
  • 1 Jahr früher sterben

Da aber die Wenigsten so dumm sind, wird da sicher noch etwas anderes kommen. Clemens Fürst (der vom IfO-Insitut) fordert ja schon offen die “Kriegswirtschaft”. Dann geht auch bei den Lehrern noch einiges…

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Ja, Vorruhestand

real_anka
4 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Was soll denn die Lage in S-Anhalt mit Krieg zu tun haben?
Kämpfen die jetzt auch um die Unabhängigkeit?

Lars Schäfer
4 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Erst werden die Arbeitsbedingungen stetig verschlechtert (weniger Absonderungsstunden für ältere Kollegen, ungesetzlich verordnete Mehrarbeit, weniger Anrechnungsstunden für Prüfungskorrekturen, Einarbeitung berufsfremder Kollegen für lau usw.) und dann wird an die Berufsehre (zuletzt durch Minister Riedel) appelliert. Das vergessen die Kollegen nicht, weil sie die Überlastung jeden Tag spüren.
Werden die Bedingungen nicht besser, wird es so weitergehen. In meinem Umfeld bleiben nur äußerst wenige über die absolute notwendige Zeit hinaus. Die, die bleiben, sind durchweg Kolleginnen, auf die zu Hause ein leeres Haus wartet. Fast alle sind sehr anstrengende Persönlichkeiten, auf die die Schüler gern verzichten würden.
Kurzum: Nichts wird sich ändern, im Gegenteil. Durch den Mangel wird der Druck seitens des Ministeriums auf die Bestandslehrer noch mehr erhöht uns die Reaktion ist zusehends innere Kündigung, Krankheit, frühestmöglicher Ruhestand.
Diesen Teufelskreis will die Politik nicht durchbrechen.

Unverzagte
4 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Verzichte sehr gern darauf ein „Gewinn für das System“ zu sein, gehöre jetzt auch zu den Pensionärinnen, hurra.

Hysterican
4 Monate zuvor
Antwortet  Unverzagte

Alles Gute!!

unverzagte
4 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Dankeschön

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Unverzagte

Glückwunsch

unverzagte
4 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Danke

Tom
4 Monate zuvor
Antwortet  Realist

nein, Realist
nur noch mit Homeoffice und 4 Tage Woche.
Gen Z will das nicht und braucht geringere Deputate.
Andere genießen 3 Tage Homeoffice und gehen viel früher in den Ruhestand.
Nein, Realist 😉

Oldie
4 Monate zuvor
Antwortet  Tom

Das dauernde, sich wiederholende Geschwafel über die Arbeismentalität Jüngerer verkennt, dass die Luft auf dem Arbeitsmarkt gerade für sie sehr dünn ist und wird. Die müssen sich sehr nach der Decke strecken- wie wir das auch mussten seinerzeit- die Unternehmen stellen weniger ein, bilden weniger aus, setzen im Gegenteil frei- zum Teil Ältere mit attraktiven Abfindungen und Altersteilzeitprogrammen. Kann man bei der Bundesagentur für Arbeit nachlesen.

Michael M.
4 Monate zuvor

Lehrermangel? Von wegen. Es wären genügend ausgebildete Lehrkräfte da, nur werden diesen trotz Familie und Kinder Stellen angeboten, die mehrere Hundert Kilometer vom Wohnort weg sind. Das dies nicht funktioniert, ist klar, aber Hauptsache die Statistik stimmt und man konnte jedem Bewerber eine Stelle anbieten. Nimmt man eine Stelle an und wird verbeamtet, so kann man in familienpolitischer Beurlaubung keine vernünftige Nebentätigkeit ausführen. Das wird verweigert. Dann steht man 1 Jahr ohne Verdienst da, da man kein Gehalt bekommt. Das kann man sich nicht leisten. Kommentar vom KM: Dann bitten Sie um Entlassung aus dem Beamtenverhätnis und probieren Sie es nächstes Jahr wieder. So geht man nicht mit Angestellten um. Kein Wunder, dass sich nur noch wenige für den Job interessieren.

Oldie
4 Monate zuvor
Antwortet  Michael M.

Wenn Sie eine Stelle annehmen, sollten Sie dort auch arbeiten. Wenn Ihnen der Ort nicht passt, Sie nicht umziehen wollen, ist das doch Ihr Problem und nicht das des potentiellen Arbeitgebers.
Glauben Sie etwa, wir Boomer ‘wollten’ an die Orte, an denen uns – zum Teil nach mehrjähriger Wartezeit und Vertretungsverträgen- schließlich Stellen angeboten wurden??? Wenn man das nicht wollte, musste man eben anders sehen, wovon man seinen Lebensunterhalt bestreitet.
Meine Güte!

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Michael M.

Na, da haben Sie aber Glück, dass Sie kein Berufssoldat sind. Fragen Sie mal deren Familien.

Muxi
4 Monate zuvor
Antwortet  Michael M.

“Beamtenverhätnis” und “So geht man nicht mit Angestellten um”
Den Widerspruch sollten Sie doch merken, oder? Das Beamtenverhältnis hat Vor-, aber eben auch Nachteile.

Alex
4 Monate zuvor

Keinen Tag länger als unbedingt nötig.

Boomer- Beamter
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Keine Stunde!

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Boomer- Beamter

Dann bleiben Sie doch weiterhin beim 45-Minuten-Raster

Mr. Smith
4 Monate zuvor

Wer das macht, dem ist bei den Arbeitsbedingungen und Mangel an Wertschätzung nicht mehr zu helfen.

Oldie
4 Monate zuvor

Bedenkend, dass in Anhalt eine AfD- Alleinregierung droht, würde ich so schnell raus aus dem Schuldienst wie nur irgend möglich!!!
Unabhängig davon ist es nur eine Frage der Zeit, bis statt den sanften Überredungen die Daumenschrauben kommen- bei50% Lehrkräfte Ü50.

alter Pauker
4 Monate zuvor

… und dann gibt es noch wirre Andersdenker, die gerne weiterarbeiten möchten, jeden Tag die Freude am Unterrichten und dem Zusammensein mit jungen Menschen und Kollegen und Kolleginnen empfinden möchten. Ich konnte jene KuK nie verstehen, die schon mit 60 begannen, ihre Sehnsucht nach möglichst frühem Ruhestand ganz hochzuhängen. In der Tat wollte ich mit 68 eine Beratung von der GEW haben, was ich denn unternehmen könnte, um weiter arbeiten zu dürfen – von dort aber nur Unverständnis erntete mit der Rückfrage, ob ich nicht doch früher in Ruhestand wolle. Erst nach Verdeutlichung meiner Bitte kam heraus, dass der Wunsch nach Verlängerung über 69 Jahre hinaus, so gut wie nie vorkomme und man für diese Personen, also auch mich, keine qualifizierte Beratung anbieten könne…. und dafür habe ich ein halbes Leben lang meinen Beitrag bezahlt!

Solchen “Spinnern ” wie mir, legt das Beamtengesetz einen Riegel vor ihre Bereitschaft, wirklich länger im Schuldienst zu verbleiben: Nach dem Schuljahr in welchem man 69 Jahre alt wird, folgt die “Zwangspensionierung” ohne die Möglichkeit die Lebensarbeitszeit nochmals (immer wieder für ein Jahr) zu verlängern, wie es seit dem 65. Jahr bis zum 69. Jahr möglich war. Es gibt aber Menschen im Schuldienst, die sich mit 69 Jahren einfach zu jung fühlen, um ab sofort Versorgungsempfänger zu sein.

Die einzige aber leider unsichere Art weiter arbeiten zu dürfen, liegt in zeitbegrenzten “Vertretungslehrer”-Verträgen nach TV-L. Unsicher, weil man nie weiß, ob man einen Vertrag für das folgende Schuljahr bekommen wird – oder nicht. Selbst als Sonderschullehrer, abgeordnet zum Inklusionsunterricht an einer Regelschule, ist das jedes Mal purer Stress-ob man so etwa zwei bis eine Woche vor Schuljahresbeginn eine Stelle bekommt, oder nicht (und das in einem Bereich, wo immer wieder vom massiven Lehrermangel gesprochen wird). Offenbar hat man „da oben“ noch immer nicht verstanden, das wir „alten“ aber junggebliebenen Lehrer mit langer Berufserfahrung (bei mir nun 42 Jahre in der Schule ohne Berücksichtigung von Studium und Bundeswehrdienstzeit) eine Bereicherung für den Schulalltag sein können – und das auf vielerlei Ebenen.

Warum also wirft man uns (ich darf uns schreiben, weil die drei KuK an meiner Schule, alle zwischen 71 bis 74 Jahre alt, die gleichen Probleme haben und hatten) laufend solche Felsbrocken in den Weg, wenn auf der anderen Seite KuK „bekniet“ werden, ihre Dienstzeit zu verlängern? Nie weiß ich, bis wenige Tage vor Schuljahresbeginn, ob ich schon Unterricht vorbereiten kann oder nicht und ob ich meine umfangreiche Lehr- und Lernmittelsammlung für den Inklusionsunterricht an Lern- und geistig Behinderten (GENT) Kindern und Jugendlichen, einpacken und nach Hause bringen muss oder wieder einmal in eine andere Schule umziehen muss – oder nicht.

Nebenschauplatz, aber typische Begleiterscheinung : Über die miserable Ausstattung des sonderpäd. Inklusionsunterrichts in Ba-Wü, sowohl personell  an Unterrichtszeit, welche die einzelnen Kinder bekommen – nur mikricke 45 min (!) pro Woche und Kind, um fundamentale Schwächen aufzuarbeiten- als auch an fehlender finanzieller Ausstattung, zu diskutieren fehlen hier Raum und Zeit.

Alt aber jung geblieben und bereit sich den genannten Problemen für unsere SchülerInnen zu stellen – es ist ein Rätsel für mich, warum ich und alle anderen KuK die in der gleichen Lage sind,  jährlich darum kämpfen müssen (bzw. Ungewissheit ertragen müssen – ich kenne eine Kollegin, die ohne diese Stelle die nicht erstattungsfähigen extrem teuren Medikamente für ihren Sohn nicht bezahlen könnte-die sonst bis auf einen geringen Betrag ihre Pension fast aufzehren würden – hätte sie den TV-L Vertrag nicht) – und wohl keiner „da oben“ die Vorteile erkennt, die erfahrene Lehrer und Lehrerinnen auch in höherem Alter für die Schule mitbringen. Die Fürsorgepflicht des Staates für KuK, die ihre Treuepflicht viele Jahre erfüllt haben, scheint seit der Überreichung der Entlassungsurkunde jedenfalls kein Thema mehr zu sein. …sind ja nur ein paar alte Spinner…

unverzagte
4 Monate zuvor
Antwortet  alter Pauker

Verständlich, dass Sie diese Altersgrenzen als Schikane empfinden. Würde mir ähnlich gehen. Andererseits sollten die SuS aber auch vor eventuell dementen oder anders gebrechlichen Älteren geschützt werden. So gesehen würde eine Regelung für pensionsunwillige Schuljunkies Abhilfe schaffen, die eben diese zu einem amtsärztlichen Sorgecheck schicken, um zu gewährleisten, dass keine Vergreisung o.ä. dagegen spricht.

Zu Ihrem Gewerkschaftsfrust: Nein, Sie haben nicht nur für Ihre ganz persönlichen Belange Beiträge bezahlt. Es geht auch weiterhin um kollektive Anliegen. Was hinder Sie bitte daran, sich mit genau diesem Ihrem Thema die noch klaffende Lücke im Beratungsangebot der Gewerkschaft zu schließen ? Sie haben doch eh schon alles dazu recherchiert oder nicht ?

mama51
4 Monate zuvor
Antwortet  unverzagte

Andererseits sollten die SuS aber auch vor eventuell dementen oder anders gebrechlichen Älteren geschützt werden.

Für diesen “Schutz” sollten aber die jeweiligen Schulleitungen zuständig sein, die ihre “ALTEN” doch wohl gut kennen, bevor sie die mit einem (in Hessen) TVH- Vertrag einstellen…

potschemutschka
4 Monate zuvor
Antwortet  unverzagte

Aber gilt nicht für Schulen das Prinzip “Inklusion”? Kann man Menschen mit Demenz oder körperlichen Gebrechen oder wegen Ihres Alters einfach davon ausschließen? Das ist doch diskriminierend/excludierend.
Außerdem sollen Schüler doch auch Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen wertschätzend annehmen und hilfreich begleiten …
Man kann also ältere Lehrer mit verschiedenen Beeinträchtigungen nicht einfach so von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausschließen!
(Ironie)

Steißtrommler
4 Monate zuvor
Antwortet  alter Pauker

Ich konnte jene KuK nie verstehen, die schon mit 60 begannen, ihre Sehnsucht nach möglichst frühem Ruhestand ganz hochzuhängen.
Mit 48 hab ich damit begonnen!!

mama51
4 Monate zuvor
Antwortet  alter Pauker

Ich bin/war auch so ein “alter Spinner”! 🙂
Alt aber jung geblieben und bereit sich den genannten Problemen für unsere SchülerInnen zu stellen –

Tatsächlich hatte ich nie echte Probleme mit “der Weiterarbeit”…Mit Klassenleitung in “meiner” GS und allem, was dazugehört, war ich sachgrundlos beschäftigt, was von Vorteil war!

Also lassen wir uns, trotz aller bürokratischen Hürden, unser “Hobby” nicht vermiesen und freuen uns weiter darüber, dass wir nicht ausgebrannt, verbittert oder sonst was sind, sondern fit im Kopf und darunter, und ignorieren einfach diejenigen, die uns nicht verstehen können: Jeder so wie er mag, ganz einfach! 🙂

Rainer Zufall
4 Monate zuvor

Ich lasse mal meine Meinung dazu aus.

Ich drücke den betroffenen Kolleg*innen, dass sie ein vernünftiges Angebot bekommen und sie nicht undankbar als Springer:innen verheizt werden.
An unserer Schule haben wir leider Kolleg*innen verloren, die nicht mehr in vollem Umfang belastbar waren, wie gewöhnliche Lehrkräfte verteilt und geschoben wurden, und am Ende ersatzlos in den Ruhestand gingen 🙁

Betty Hertwig
4 Monate zuvor

Wenn der Bildungsplan komplett neu gestaltet würde und der Unterricht nicht mehr im Klassenverband stattfände, dann bräuchte man vielleicht gar nicht mehr Lehrkräfte. Ich sehe nicht ein, dass das Versagen der Verantwortlichen auf den kleinen Lehrern an der Basis ausgetragen werden soll.

Jan Harnisch
4 Monate zuvor

Während meiner Arbeit als Lehrer wurde ich schon im Verlauf einer Stunde tätlich angegriffen, ein Schüler hat Klassenkameraden gedroht mich abzustechen, zwei Brüder haben mir angedroht herauszufinden wo meine Familie wohnt, da man in ihrem Heimatland Dinge gerne persönlicher klärt und direkter (so mit Familienbesuch zu Hause). Dazu kommen in 16 Jahren Arbeit in der Schule unzählige Reformen, Änderungen, Bürokratisierungen und zusätzliche Leistungen für Lehrkräfte, mehr Sitzungszeit, mehr Dokumentation und Nachweispflicht und neuerdings immer öfter auch persönliche Haftung vor Gericht, selbst wenn man sich im guten Glauben an die Vorgaben gehalten hat (Thema Aufsicht). Außerdem gibt es von jeder politischen Seite mittlerweile Initiativen zu Meldeportalen bezüglich individuell empfundener Aussagen (Thema AfD-Meldeportale, Trusted Flagger). Warum sollte ich mir das über meine vertraglich vereinbarte und im gesetzlichen Rahmen veranschlagte Zeit hinaus freiwillig länger zumuten, zumal die Bedingungen ja nicht besser werden, ich den Verdienst entsprechend versteuern muss und ich mit Steuererklärung und Krankenkasse/Beihilfe einen deutlichen bürokratischen Mehraufwand habe? Und gab es nicht während der Corona -Zeit Lehrkräfte, die über die Pensionszeit hinaus gearbeitet haben und das wurde dann mit deren Pension sogar verrechnet? Was hab ich denn vom mehr arbeiten, wenn ich am Ende nicht mehr verdiene? Ein sehr guter Freund von mir hatte vor 3 Monaten einen Schlaganfall (mit 42). Ich will doch noch was vom Leben haben….

Oldie
4 Monate zuvor
Antwortet  Jan Harnisch

Eben. Verlorene Zeit gibt niemand zurück
Und die beschriebenen Dinge sind gerade die, die die Kollegen schon Ü55 die Tage zählen lassen. Auch ich habe mir das vor Corona nicht träumen lassen.
Wenn @alte Pauker das jedoch für sich anders entscheiden, ist das ihr gutes Recht.

Langzeitpauker
4 Monate zuvor

Mit 70 vor einer 1. Klasse … Halleluja! Wovon träumt der denn nachts, der gute Herr Riedel?!

HarneEinrichson
4 Monate zuvor
Antwortet  Langzeitpauker

Das will man nicht ernsthaft wissen

mama51
4 Monate zuvor
Antwortet  HarneEinrichson

🙁

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Langzeitpauker

Schon 14 Sechsjährige sind aber zusammen auch nur 20% älter als Sie mit 70.

Martin Ristl
4 Monate zuvor

Seiteneinsteiger, auf die ihr so gerne abhebt und die ihr immer wieder als schnell überfordert beschreibt, bin ich selbst seit fast 30 Jahren.
Ich bitte euch mal ganz kurz nachzudenken, wie Berufliche Schulen qualifizierte Fachkräfte gewinnen sollen wenn nicht via Seite einstieg. Wo bitte kann man Landmaschinenmechatronik auf Lehramt studieren? Oder Baurecht? Oder wie soll eine Deutsch- oder Gemeinschaftskunde-Lehrerin Abrechnungssysteme für Zahnärzte unterrichten? Selbst wenn sie noch so sehr pädagogisch qualifiziert ist, wird es kaum gelingen. Auch die Ausbildung von MeisterschülerInnen dürfte extrem schwierig sein ohne Seiteneinsteiger, also beispielsweise Bauingenieure, Architekten, Ärzte, Juristen..
Überfordert fühle ich mich normalerweise nicht, jedenfalls auch nicht öfter als KollegInnen mit Lehramtsstudium. Deshalb könnt ihr meinetwegen gerne auf diese unsäglich kurzsichtig, weil einfach zu kurz gedachten, Seitenhiebe auf die Seiteneinsteiger verzichten.
Grüße Martin Ristl

DienstnachVorschrift
4 Monate zuvor
Antwortet  Martin Ristl

Naja, das wird fachfremd unterrichtet. Das geht schon, aber natürlich nicht besonders gut und ohne Praxisbezug. Man muss sich einarbeiten und im besten Fall hat man ein Buch/Arbeitsheft, an dem man sich orientiert. Die Schüler bestehen die Prüfung dennoch. Habe schon alles Moegliche fachfremd unterrichtet, selbst bei Verwaltungsfachangestellten.

Kommentator
4 Monate zuvor

Aktueller Stand: 35 Jahre

Ich hab vor, bis zum Soll dabei zu bleiben. Dann reicht es aber auch, da man dann doch irgendwann auch “frei” haben möchte.

Der aktuelle Stand zeigt ja bereits Richtung Verschlimmerung. Ich freue mich schon auf meine 40-köpfige Klasse, da wir den Teiler einfach nach oben verschieben. Bei uns rechnen wir schon in der E-Phase (11.Klasse) mit 25-28 Schülern als Regelzahl (aktuell habe ich eine Klasse mit 32), das kann es einfach nicht sein!

Aber alles ist möglich, solange du unwillig bist die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Lassen wir uns überraschen, was 2026 so bringe. Fortbildungen in der Freizeit standen ja schon zur Debatte 🙂

Guten Start in die letzte Woche des Jahres! Als fauler Beamter widme ich mich nun wieder meinem Klausurensatz zu 😛

Hysterican
4 Monate zuvor

Eine Weiterbeschäftigung nach der Pensionierung bedeutet in NRW den Wegfall aller schwer erarbeiteten Erfahrungsstufen, die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses, um mit denselben Kindern weiterarbeiten zu dürfen, wie vor den Sommerferien, eine Begrenzung der Zuverdienstmöglichkeiten auf ein festgelegtes Gesamteinkommen bei der Gesamtpension – war da nicht der Fall einer Kollegin, die tausende Euro für geleistete Arbeit zurückzahlen musste, weil die ausbezahlte Gesamtsumme ihrer Pension die festgelegten Vorgaben überstieg? – und die jahrtehntelange dokumentierte “Nicht-Fürsorge” und “Scheiß-egal-Haltung” hinsichtlich der Arbeitsbedingungen an Schulen seitens unserer AG ….. da muss man schon psychisch entsprechend deformiert sein, um sich darauf einzulassen (Masochismus?) oder man hat seine “Schäfchen” noch nicht ins Trockene bringen können.

Da fahre ich lieber ehrenamtlich den Bürgerbus in unserer Kleinstadt oder gehe für meine noch älteren Nachbarn einkaufen oder biete Vorlesestunden in der örtliche Stadtbibliothek an … alles – nur nicht mehr für das KuMi.

Lieber die Haare anzünden und das Feuer mit bem Vorschlaghammer ausklopfen.

Abdulla
4 Monate zuvor

Die Möglichkeit, dass ältere Lehrer ihren Pensionseintritt hinausschieben sollen, lese ich alle paar Jahre wieder neu. Es gab alle paar Jahre Aktionen dazu. Warum sollen sie es jetzt tun, wenn sie es bisher nicht taten? Welche Anreize gibt es nun, die es vorher nicht gab? Normalerweise liest man, dass immer mehr sich vorzeitig pensionieren lassen. Das hat doch Gründe! Man befasse sich mit diesen Gründen und beseitige sie. Dann bleiben womöglich mehr Lehrer “von alleine” länger im Dienst. Aber meistens ist die Idee der verantwortlichen Politiker lediglich, Geldanreize zu schaffen, damit man die “schwierigen” Zustände weiterhin erträgt, aber die schwierigen Zustände bleiben.

Bolli
4 Monate zuvor
Antwortet  Abdulla

Praxisferne Bürokraten sind und bleiben ein Hauptproblem in allen Bereichen unserer Gesellschaft.
Änderung in absehbarer Zeit ist nicht in Sicht‼️

unverzagte
4 Monate zuvor
Antwortet  Bolli

Offtopic: Ihr Nick rührt mich. So nannten wir unseren geliebten Hund. Oder können Boxer inzwischen tippen ?

Ute Spangenberger
4 Monate zuvor

1983 bestand ich das 2. Staatsexamen für das höhere Lehramt . Unser gesamter Referendardurchgang wurde in die Arbeitslosigkeit entlassen.Das war damals völlig normal. Es wurden sogar Stunden gekürzt , da gab es halt weniger Englisch in der Woche, Fächer wie Erdkunde und Geschichte wurden nur halbjährlich erteilt. Wenn Kollegen eingestellt wurden, dann befristet. Wie kann man da sein Leben planen? So wurden die Junglehrer und die Kinder von gewissenlosen Politikern um ihre Zukunft betrogen, die sich selbst natürlich gut versorgt hatten. Ich bin immer noch angewidert. Ich hätte gerne für meine eigene Altersversorgung gearbeitet .
Jetzt bin ich 70 und das Thema ist durch. Die Politik ist einfach nur desaströs.

Abdulla
4 Monate zuvor

Ich stimme Ihnen zu, dass es eine Zeit gab, in der es einen Lehrerüberhang gab, also zu viele Lehrer. In einem freien Land dafür die Politiker verantwortlich zu machen, finde ich allerdings naiv. Hätten Sie es akzeptiert, wenn man Ihnen staatlicherseits verwehrt hätte, auf Lehramt zu studieren? Der Lehrerüberhang war bekannt. Wer sich trotzdem für dieses Studium entschied, hoffte auch darauf, dass er dann doch genommen wird.

Interessant ist jedoch, dass es zu viele Lehrer gab, obwohl die finanziellen Bedingungen viel schlechter waren als heute: Fast ganz Ostdeutschland verbeamtete vor 20 Jahren nicht; Grundschullehrer bekamen nirgendwo A13 usw.-usf. Es gab trotzdem genug und sogar zu viele Lehrer.

Es bedeutet für mich, es gibt ganz andere Gründe als das “liebe Geld”, warum zu wenige heutzutage Lehrer werden wollen, obwohl inzwischen überall wieder verbeamtet wird und z.B. Grundschullehrer fast überall A13 bekommen. Alle diese Maßnahmen haben den Lehrermangel nicht beseitigt. Wie oben geschrieben, es wird mehr Geld ausgeschüttet, damit wir die schwierigen Bedingungen weiter ertragen, aber die schwierigen Bedingungen bleiben.

Boomer- Beamter
4 Monate zuvor
Antwortet  Abdulla

“Der Lehrerüberhang war bekannt. Wer sich trotzdem für dieses Studium entschied, hoffte auch darauf, dass er dann doch genommen wird.”
Ganz genau. Und so ist es ja dann auch passiert. Aber Standortwünsche etc. waren da absolut keine zu äußern. Wenn man das nicht wollte- durfte man sich aber auch nicht beschweren- haben wir auch nicht. Wussten wir ja vorher.

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Boomer- Beamter

Als ob Lehrerüberhang der einzige Überhang gewesen wäre. Hätte es sonst der Reformideen eines Peter Hartz bedurft?

Boomer- Beamter
4 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Ja und? Was ist die Botschaft?

Louis
4 Monate zuvor

Höheres Lehramt? Was bitte soll das sein? 1983? Da gab es sicherlich kein höheres, und schon gar kein “niederes” Lehramt!!!!
Ihr Kommentar zeigt einig eins: Eine Ignoranz ohne gleichen!

vhh
4 Monate zuvor
Antwortet  Louis

Für so etwas wurde die KI entwickelt: “höheres Lehramt 1983” eingeben und einfach akzeptieren, das das Lehramt im höheren Dienst damals so genannt wurde. Ganz ohne Arroganz gegenüber einem anderen Lehramt, das ‘niedere’ Lehramt gab es tatsächlich nicht. Ignoranz…. :)))

Carsten
4 Monate zuvor

Ich liebe dieses Herausforderungswort, “Arbeitsbedingungen” wäre ja auch zu langweilig.

Daniela Hansen
4 Monate zuvor

Der Beruf einer Lehrkraft ist schon herausfordernd genug. Welcher demokratieliebende Mensch möchte dann noch mit der zusätzlichen Belastung in einem Bundesland kämpfen, in dem die AFD so stark ist? (Auch wenn gerade ein solches Bundesland natürlich viele demokratieliebende und -stärkende Lehrkräfte nötig hätte…)

S.B.
4 Monate zuvor

Am Besten nach vorne verschieben.

Karl Heinz
4 Monate zuvor

ich hoffe, die Gewerkschaften wissen dieses Eingeständnis der Unfähigkeit gekonnt zu in den laufenden Tarifverhandlungen zu nutzen.

Peter
4 Monate zuvor

Die können gerne anrufen. In berlin und Brandenburg finde ich seit 1 Jahr keinen Job. Auch Dank der Personalräte, die die Einstellung von Vertretungslehrern oft ablehnt.

Hysterican
4 Monate zuvor
Antwortet  Peter

Zieh doch einfach um … das wird doch von uns allen erwartet … mobil und flexibel zu sein … “etwas besseres als Berlin oder den Tod finden wir überall” … z.B. in Bremen oder Saarland …

konfutse
4 Monate zuvor

Wenn in meinem Bundesland die Arbeitsbedingungen grundlegend geändert werden würden und ich auch mit einer merkbaren und angemessenen Altersermäßigung rechnen könnte, dann wäre ein Dienst bis 67 selbstverständlich für mich.
Aber unter den aktuellen Bedingungen: Rette sich, wer kann.
Für mein Bundesland und für mich als Beschäftigte im Moment also eine Lose-Lose-Situation.

S.B.
4 Monate zuvor

Schon allein der bürokratische Aufwand ist abschreckend.

Rainer Schaefer
4 Monate zuvor

Nach meinen Erfahrungen mit Lehrauftägen in fast allen Schularten und schließlich als Referendar muß ich feststellen,daß das Schulsystem und die Lehrerausbildung antiquiert ist und völlig unqualifiziert ist ,eben aus dem 19.Jahrhunfrtt stammt.
Die Lehrkräfte kommen in ein strategisches-didaktidsktisches System,aber werden nicht ins pädagogische/ erzieherische DENKEN+Handel ausgebildet.
Warum?
Inden Kultusministerin bestimmen primitive PARTEIDOLDATEN verschiedener Parteien OHNE Sachverstand.

MarHat
4 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Schaefer

Orthografie und Grammatik beachten. Wenn Satire, dann kennzeichnen.

Fredda
4 Monate zuvor
Antwortet  MarHat

“Subjekt, Prädikat, Objekt.” Dieser Merksatz zur Grammatik sollte Ihnen bekannt sein.

Muxi
4 Monate zuvor

Wäre ich Spötter, würde ich prognostizieren: Nächstes Jahr wird wegen Coronanotstand das Recht auf Pensionierung ausgesetzt.
Natürlich nur für 2 Wochen, um die Unterrichtsausfallskurve abzuflachen.

Fräulein Rottenmeier
4 Monate zuvor
Antwortet  Muxi

Wie meinen Sie das? Lehrer können doch sowieso nur zum Halbjahr oder zum Schuljahresende in Pension gehen….

dickebank
4 Monate zuvor

Die Regelung müsste evtl. angepasst werden. Dazu müssen nur drei Worte gestrichen werden. Und zwar:
“… zum Halbjahr(esende) oder …”.

Auf dem Wege sind alle die im August oder später geboren sind automatisch zum Frondienst verurteilt.

GriasDi
4 Monate zuvor

Viel Glück

Brasilero
4 Monate zuvor

Warum soll ich als Lehrkraft mir so etwas antun?? Ein großer Teil der S u S hat es im Elternhaus nicht gelernt, sich zivilisiert zu benehmen . Dafür soll ich jetzt noch mehr Nerven lassen?
NEIN DANKE!!

Hysterican
4 Monate zuvor
Antwortet  Brasilero

Nur zu dumm, dass genau von dir erwartet wird … ja, ich weiß … stehe ja auf deiner Seite … aber die “Arschloch-Ansprüche an uns” werden schlicht nicht weniger.

Felippo
4 Monate zuvor

Zu dieser prikären Situation hat auch die Politik beigetragen. Alle Dinge, die die Bildungen angingen/angehen, wurden politisch nach hinten gesetzt.Die versprochene Digitalisierung der Schulen, versprochen von Frau Merkel, ist noch immer nicht eingetreten. Das Bild des Lehrers wird ebenfalls von der Politik getreten, ihnen werden keine Verbesserungen ermöglicht, ihr Tagewerk selbst von der Politik getadelt. Tadel statt Lob: Motivation hoch 10.? Der Politiker will Inklusion, aber welche Voraussetzungen gibt es dafür? 1 Klasse von 20 Schülern mit mindestens 4 Schülern mit unterschiedlichem Förderbedarf, Verhaltensstörungen, Schüler unterschiedlicher Nationen, die vielleicht noch nicht einmal der deutschen Sprache mächtig sind und fehlende Schulmittel. Die Lehrkräfte können nur zeitig ihre Illusionen vom Traumberuf verlieren und damit auch ihre psychische Kraft. Ist es denn ein Wunder, dass immer mehr Lehrer viel zu zeitig dienstunfähig werden, kaum einer noch den Lehrberuf erlernen will und Quereinsteiger schneller aufgeben als bisher? Nein, denn ein Lehrer lebt nicht nur für die Schule, die Dokumentationen, das Erlernen neuer Sprachen, das Entwickeln praktischer Methoden für Klassenchaos – er hat auch das Recht auf Privatleben und Familie.
Das sieht die Politik noch immer nicht, wenn der Lehrer seine Rente verschieben soll.
Vorschlag:
Man könnte doch nach 3 Jahren Arbeit in der Politik diese Herrschaften in die Schule zur Arbeit schicken, aber bitte in Vorzeigeschulen des Chaos, um endlich einmal die Praxis kennen zu lernen, das zum Teil abschreckende Kämpfen einer Lehrerin gegen die Beschimpfungen syrischer Kinder und Jugendlicher nachvollziehen zu können.
Liebe Lehrkräfte, verliert euch selbst nicht.

Luise Bollinger
4 Monate zuvor

Das ist wohl illusorisch. Die Frau weiß nicht, wie hart der Job ist. Viele gehen krank vorzeitig in den Ruhestand.
Das ist mir leider auch passiert.

Zudem brauchen Kinder und Jugendliche junge, frische Lehrerinnen und Lehrer.
Keine Greise am Pult.

mama51
4 Monate zuvor
Antwortet  Luise Bollinger

Keine Greise am Pult.

Na_na_na-….Bitte keine Verallgemeinerungen! 🙁 Nicht jeder Ü65+ ist senil, vergreist, dement und führt sich auf wie das “Staatsoberhaupt” der USA …