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Schule der Zukunft: “Inklusion ist kein Sozialprojekt für wenige, sondern Qualitätsmerkmal eines leistungsfähigen Bildungssystems”

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KIRCHBERG AN DER JAGST. Wer Schule verändern will, braucht mehr als gute Konzepte – er braucht Führung, die Verantwortung übernimmt, und ein Verständnis von Leistung, das niemanden ausschließt. In den letzten beiden Beiträgen seiner Reihe „10 Hebel für die Schule der Zukunft“ richtet Alexander Franz den Blick auf zwei zentrale Stellschrauben von Schulentwicklung: auf pädagogische Führung jenseits reiner Verwaltung und auf die Frage, warum Exzellenz nicht durch Auslese, sondern durch Inklusion entsteht. Franz ist Schulleiter der Schloss-Schule Kirchberg, eines staatlich anerkannten privaten Gymnasiums mit Internat, das reformpädagogisch und weltanschaulich offen arbeitet. Aus dieser Praxis heraus zeigt er, warum die Schule der Zukunft nicht selektiert, sondern gestaltet – und warum mutige Architekt:innen wichtiger sind als perfekte Verwalter.

Schule der Zukunft (mit KI erzeugtes Symbolbild). Illustration: Shutterstock

Hier geht es zu allen Teilen der Reihe.

Zehn Hebel für die Schule der Zukunft (9/10)

9 Warum wir mutige Architekten statt Verwalter brauchen

In den letzten Beiträgen ging es um Neurobiologie, Lernräume, Künstliche Intelligenz, Fehlerkultur, Inklusion und neue Lernformate. Doch so ehrlich müssen wir sein: Keine Reform wirkt, wenn sie niemand führt. Schulentwicklung passiert nicht automatisch. Sie passiert dort, wo Führung Verantwortung übernimmt – nicht als Kontrolle, sondern als Ermöglichung.

Lange Zeit wurde Schulleitung primär als administrative Funktion verstanden. Stundenpläne, Aufsicht, Haushaltspläne und Vorschriften prägten das Bild. Die internationale Bildungsforschung zeichnet jedoch seit Jahren ein anderes Verständnis. Die wirksamsten Schulleitungen agieren als pädagogische Führungskräfte im Sinne des Pedagogical Leadership. Studien zeigen, dass Schulleitungen zwar nicht direkt unterrichten, aber indirekt und signifikant Einfluss auf Lernerfolg nehmen – über Unterrichtsqualität, Schulklima und kollektive Wirksamkeit (Leithwood et al., 2008; Robinson, Lloyd & Rowe, 2008). Merksatz: Nicht Verwaltung verändert Schule – Führung tut es.

Pädagogische Führung bedeutet zunächst, eine Vision zu entwickeln. Transformation braucht Richtung. Schulen ohne gemeinsames Zielbild verlieren sich im Aktionismus. Wirksame Führungskräfte formulieren ein klares pädagogisches Leitbild und eine verständliche Antwort auf die Frage, warum sie tun, was sie tun. Gerade in komplexen Veränderungsprozessen erhöht ein geteiltes Ziel die Motivation und die Kohärenz im Kollegium (Fullan, 2014). Merksatz: Ohne Vision ist jede Innovation nur Bewegung ohne Richtung.

Zugleich bedeutet pädagogische Führung, Vertrauensvorschuss zu geben und psychologische Sicherheit zu schaffen. Innovation entsteht nicht unter Angst. Lehrkräfte brauchen einen sicheren Rahmen, um neue Formate auszuprobieren, etwa Lernbüros, Projektlernen, den FREI DAY oder KI-gestützte Szenarien. Forschung zur psychologischen Sicherheit zeigt, dass Teams schneller und nachhaltiger lernen, wenn Fehler nicht sanktioniert, sondern reflektiert werden (Edmondson, 2019). Wer keine Fehler zulässt, verhindert Entwicklung.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist das Teilen von Verantwortung. Die Schule der Zukunft wird nicht von Einzelpersonen geführt. Erfolgreiche Schulentwicklung basiert auf verteilter Führung. Steuergruppen, Jahrgangsteams, Fachgruppen und die Mitverantwortung von Schüler:innen tragen gemeinsam Entwicklung. Studien belegen, dass Distributed Leadership die Innovationsfähigkeit von Schulen erhöht und gleichzeitig die Belastung der Schulleitung reduziert (Spillane, 2006; Harris, 2013).  Führung ist kein Titel – Führung ist ein Netzwerk.

Alexander Franz. Illustration: Shutterstock

Damit Schulentwicklung nachhaltig wirkt, braucht es mehr als einzelne Projekte. Viele Initiativen scheitern, weil sie isolierte Leuchttürme bleiben. Der sogenannte Whole School Approach verfolgt einen anderen Ansatz. Unterricht, Organisation, Personalentwicklung, Schulklima und Partizipation werden systemisch miteinander verzahnt. Gerade bei Themen wie Bildung für nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung oder Inklusion zeigen Studien, dass nachhaltige Wirkung nur entsteht, wenn die gesamte Schule eingebunden ist (OECD, 2018; UNESCO, 2020). Merksatz: Ein Projekt verändert wenig – eine Haltung verändert alles.

Besonders wirksam ist dabei echte Beteiligung. Schulen, die Wandelteams bilden, in denen Lehrkräfte, Schulleitung, Eltern und Schüler:innen gemeinsam Verantwortung übernehmen, erhöhen Akzeptanz, Identifikation und Umsetzungstiefe (Mitra, 2004; Fielding, 2011). Wer Betroffene beteiligt, gewinnt Verbündete.

10 Warum Exzellenz keine Auslese braucht

In Deutschland hält sich ein hartnäckiger Glaubenssatz: Kinder müssten früh sortiert werden, um sie leistungsgerecht fördern zu können. Homogene Lerngruppen gelten vielen noch immer als pädagogisches Ideal. Die internationale Bildungsforschung zeigt jedoch seit Jahren, dass dieses Modell weder Gerechtigkeit noch nachhaltige Spitzenleistungen hervorbringt. Auslese erzeugt Übersicht, aber keine Exzellenz.

Ein Blick auf internationale Vergleichsstudien wie PISA zeigt ein klares Muster. Länder mit geringer sozialer Selektion erzielen hohe durchschnittliche Leistungen bei gleichzeitig geringer Leistungsstreuung. Besonders häufig genannt werden Finnland und Estland. Diese Systeme setzen auf späte oder gar keine äußere Selektion, Lernen im gemeinsamen Regelsystem und frühe, systematische Förderung bei Lernschwierigkeiten. In Finnland gilt das Prinzip „Special Education for All“. Förderung ist dort kein Sonderstatus, sondern selbstverständlicher Teil des Unterrichts (Sahlberg, 2015). Merksatz: Nicht Kinder müssen passen – Systeme müssen es. Auch Estland zeigt, dass hohe Leistungen ohne frühe Auslese möglich sind, kombiniert mit gezielter individueller Unterstützung und digital gestützten Lernwegen (OECD, 2019; PISA 2022).

Ein häufiges Missverständnis besteht darin, Inklusion mit Gleichmacherei zu verwechseln. Inklusive Bildung bedeutet gerade nicht, dass alle das Gleiche zur gleichen Zeit tun müssen. Sie bedeutet gemeinsamer Lerngegenstand bei unterschiedlichen Zugängen, individuellen Niveaus und verschiedenen Ausdrucksformen. Die Forschung spricht hier von Adaptivität und Differenzierung im gemeinsamen Lernen (Ainscow, 2020). Gleich lernen heißt nicht gleich arbeiten.

Gerade im inklusiven Kontext wird Digitalisierung zu einem entscheidenden Hebel, wenn sie pädagogisch sinnvoll eingesetzt wird. Assistive Technologien ermöglichen etwa das Vorlesen von Texten, Sprache-zu-Text-Funktionen, individuelle Schriftgrößen oder alternative Bedienformen. Das verbessert nachweislich die Teilhabe und Selbstständigkeit von Lernenden mit Beeinträchtigungen (Edyburn, 2013). Technik ersetzt keine Beziehung, aber sie beseitigt Barrieren.

Digitale Werkzeuge erlauben zudem Lernen am gleichen Gegenstand bei methodischer Vielfalt. Inhalte können über Textanalysen, Videoerklärungen, Visualisierungen, vereinfachte Sprache oder vertiefende Zusatzaufgaben erschlossen werden. So bleiben alle Teil der Lerngemeinschaft, ohne dass der Anspruch abgesenkt wird (Tomlinson, 2017). Ein Thema – viele Wege.

Darüber hinaus ermöglichen digitale Medien einen Perspektivwechsel vom Defizitblick zum Kompetenzblick. Neue Ausdrucksformen wie Präsentationen, Podcasts, Videos oder Simulationen machen Kompetenzen sichtbar, die in klassischen schriftlichen Prüfungen oft unsichtbar bleiben (Hattie, 2012). Merksatz: Wer nur misst, was leicht prüfbar ist, übersieht Talent.

Zentral ist dabei die Unterscheidung zwischen Gleichbehandlung und Gerechtigkeit. Bildungsforschung unterscheidet zwischen Verteilungsgerechtigkeit, bei der alle das Gleiche bekommen, und Anerkennungsgerechtigkeit, bei der jede und jeder das erhält, was gebraucht wird. Gerade Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten oder inklusiven Kontexten profitieren nachweislich von bedarfsgerechter Förderung (OECD, 2018; Autorengruppe Bildungsberichterstattung, 2022). Merksatz: Gerecht ist nicht gleich – gerecht ist passend.

Das Fazit des zehnten Hebels lautet: Inklusion ist kein Sozialprojekt für wenige, sondern ein Qualitätsmerkmal eines leistungsfähigen Bildungssystems. Eine Schule, die die Schwächsten mitnimmt, wird automatisch besser für die Stärksten. Die Schule der Zukunft bereitet nicht auf eine selektierte Welt vor, sondern auf eine Gesellschaft, in der Teilhabe ein Menschenrecht ist.

Fazit der gesamten Reihe: Die Schule der Zukunft ist kein fertiger Bauplan. Sie ist ein Entwicklungsprozess. Sie entsteht dort, wo Führung mutig priorisiert, Evidenz wichtiger ist als Ideologie und das Kind Ausgangspunkt aller Entscheidungen bleibt. Oder anders formuliert: Schule der Zukunft beginnt nicht im Klassenzimmer – sondern im Führungsverständnis. News4teachers 

Hier geht es zu allen Teilen der Reihe.

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ed840
26 Tage zuvor

Ein Blick auf internationale Vergleichsstudien wie PISA zeigt ein klares Muster. 

Kommt vermutlich auf den Blickwinkel an.

Dass die SuS mit und ohne Migrationshintergrund aus Finnland bei PISA-2022 schon schlechter abgeschnitten haben als die jeweiligen Pendants aus dem Schnitt der DE-16 und in FIN besonders Jungs und Migranten deutlich schlechter performt haben, könnte man erkennen, wenn man richtig hinsieht,

Es wäre auch wahrnehmbar, dass die PISA-Stichprobe in Estland nur 1% Zuwanderer der 1. Generation und 8% der 2. Generation umfasste, von denen auch nur 13% den PISA-Test nicht in Ihrer Muttersprache ablegten (DE = 9% 1. Gen/ 17% 2. Gen / 63% andere Sprache).

Es wäre auch kein Geheimnis, dass die SuS ohne Migrationshintergrund aus Estland bei PISA 2022-Mathematik weniger weit über dem deutschen Schnitt lagen als die Pendants aus Bayern und Sachsen bei IQB-2024-Mathematik.

Stine
26 Tage zuvor

Diese Reihe macht mich wirklich sehr nachdenklich. Unsere Grundschule setzt schon vieles von diesen Ideen um. Lernräume anders gestalten, projektorientiertes Lernen, den Versuch diese Kompetenzen wie Kommunikation und Kreativität zu fördern. So weit so gut. Aber was passiert? Kein Kind hat irgendwie Respekt vor dem Lehrer. Der Lautstärkepegel ist ständig zu hoch, dass nicht konzentriert gearbeitet werden kann (und das Kind soll dann kreativ selber überlegen, wie es mal arbeiten kann). Die Bildungspläne sehen für das Ende des Schuljahres Kompetenzen in Deutsch vor, an denen bisher nicht einmal ansatzweise gearbeitet wurde. Flüssiges Schreiben, längere Texte oder überhaupt Sätze schreiben – nix. Wie sollen wir so wieder Fortschritte im Bildungsbereich machen? Es ist mir ein Rätsel.

Katze
25 Tage zuvor
Antwortet  Stine

Ich teile Ihre Einschätzung voll und ganz. Was derzeit als „neues Normal“ im Bildungswesen verkauft wird, wirkt auf mich wie ein pädagogisches Wohlfühl‑Experiment, bei dem Faktenwissen und solides Können als altmodische Relikte gelten. Wahrscheinlich fehlt uns einfach der heilige Kompetenzblick, um zu verstehen, warum Kinder angeblich besser lernen, wenn man ihnen möglichst wenig beibringt.

DerechteNorden
25 Tage zuvor
Antwortet  Stine

MMn liegen diese Probleme darin begründet, dass auch der neueste pädagogische heiße Schxxx die Probleme und Verhaltensweisen, die die Kids außerhalb von Schule angesammelt haben, nicht ausgleichen kann.
Leider kommt man darauf nicht, weil die Ergebnisse, auf denen die Forderungen basieren, an Leuchttumschulen generiert wurden.

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“PISA (zum Beispiel) ist repräsentativ. 

Für DE vermutlich nur begrenzt, bei 16 Bundesländern mit 16 eigenen Schulsystemen und Punktabständen zwischen den BL von bis zu 70 Pkt.

dickebank
25 Tage zuvor
Antwortet  ed840

… wobei Suomi so viele Einwohner hat wie @Petras Home-Regierungsbezirk OWL.

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Aber vermutlich in Helsinki keine anderen Schularten, Lehrpläne, Schulabschlüsse, Lehrkräfteausbildung usw. als in Tampere , Turku usw. ?

dickebank
25 Tage zuvor
Antwortet  ed840

In Lemgo auch nicht anders als in GT, MI oder DT. BI ist aussen vor, weil ist eh fake Also alles wie in Finnland.

ed840
24 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Das mag schon sein, aber von Helsinki nach Tampere ist es ungefähr so weit wie von Lemgo nach Nordhausen, TH.

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Und was hat jetzt die Einwohnerdichte mit der Einheitlichkeit des Schulsystems zu tun?

Hans Malz
24 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Naja, die Anzahl an großen Städten mit noch größeren Problemen ist im geballten Deutschland wohl höher.

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Und Berlin oder Hamburg oder Köln haben jetzt innerhalb der Stadtgrenzen keine Einheitlichkeit.
Okay, in Köln wäre das normal, da weiß häufig die linke Hand nicht, was die rechte tut.

ed840
24 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Dass es z.B. in Berlin je nach Bezirk unterschiedliche Schularten, Fächer, Lehrpläne, Schulabschlüsse usw. gibt, würde ich mal bezweifeln.
Zwischen Berlin, Hamburg und Köln wäre das aber so.

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Nichts anderes habe ich geschrieben.

ed840
24 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

“Und Berlin oder Hamburg oder Köln haben jetzt innerhalb der Stadtgrenzen keine Einheitlichkeit.”

Klingt für mich nicht so.

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Der Fehler liegt in der Interpunktion. Setzen Sie anstelle des Punktes ein Fragezeichen. Es sollte keine Aussage sondern eine Frage sein.

ed840
24 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Meines Wissens basiert die Punktzahl Finnlands auf einem einheitlichen Schulsystem, die Deutschlands aus dem Durchschnitt 16 unterschiedlicher Systeme. Haben Sie andere Informationen?

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ich habe doch nur gesagt, dass OWL bei annähernd gleicher Einwohnerzahl auch ein einheitliches Schulsystem hat.

Stine
24 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich glaube auch dadurch, dass eben jeder in seinem Tempo arbeitet, jeder was anderes im Lernplan macht und viele Phasen “laute Projektarbeit” sind, kommt auch einfach das Arbeiten “in Ruhephasen” zu kurz oder wird leider auch nicht durchgesetzt. Die Fähigkeit, sich länger auf Dinge in Ruhe zu konzentrieren, wird nicht gelehrt. Ist aber auch im späteren Leben wichtig… ich finde es schräg, dass Kinder sich dann einen ruhigen Platz suchen sollen. Drei Viertel der Kinder können ruhig arbeiten. Für den Rest, der liebevoll “Zeitfresser” genannt wird, gibt es aber nie Konsequenzen…

Katze
26 Tage zuvor

Inklusion ist kein Sozialprojekt für wenige, sondern Qualitätsmerkmal eines leistungsfähigen Bildungssystems.“
Hääääää … da sind sie wieder: die großen pädagogischen Grundsatzsätze. Ja, oben, in den Wolkenkuckucksheimen der Leitbildproduktion, klingt Inklusion wie ein sauber durchdachtes Konzept. Unten, im Unterricht, zeigt sich die verquere Realität dieser Inklusionsphantasien:
25 Schüler
8 verschiedene Förderbedarfe
3 Sprachen (gern auch mehr), die nicht Deutsch sind
Kompetenzraster, die länger sind als mancher Roman
Lehrkräfte, die mehr dokumentieren als unterrichten
1 multiprofessionelle Lehrkraft, die laut Theorie alles gleichzeitig kann

Und dazu der freundliche Hinweis, man möge bitte „unterschiedliche Zugänge, individuelle Niveaus und verschiedene Ausdrucksformen“ bedienen. Natürlich. Am besten gleichzeitig, differenziert, binnendifferenziert und selbstverständlich kompetenzorientiert. Sonderpädagogik ist zwar ein Studium, aber in der Praxis wird sie gern als gelegentliche Serviceleistung betrachtet, die man punktuell in den Fachunterricht der Klasse tropft, wenn’s brennt.
Dann kommt der nächste Dauerbrenner: digitale Medien. Sie sollen „einen Perspektivwechsel vom Defizitblick zum Kompetenzblick ermöglichen. Dieser Kompetenzblick ist längst zum zentralen Dogma geworden und gleichzeitig zum größten Selbstbetrug. „Präsentationen, Podcasts, Videos oder Simulationen“ machen vor allem jene Kompetenzen sichtbar, die im Kompetenzzirkus gut aussehen – nicht unbedingt jene, die für ernsthafte fachliche Bildung relevant wären. Die digitale Glanzfassade ist dabei oft nicht einmal stabiler als die WLAN‑Abdeckung im Schulgebäude – also praktisch nicht existent.

Währenddessen schreiben Elfenbeintürmler, Wolkenkuckucksheimer und pädagogische Leitbildproduzenten ungerührt das nächste Positionspapier. Für sie ist das alles kein Problem — macht mal ihr da an den stinknormalen Schulen. Uns wird ja seit Jahren vorgehalten, Lehrkraft sei keine Tätigkeit, sondern eine Berufung. Kein Wunder, dass sich immer weniger berufen fühlen und diejenigen mit Realitätssinn noch vor dem Rentenalter die Flucht ergreifen. Manche von uns brauchen nämlich bald nicht nur Schulbegleiter, sondern für sich selbst einen Psychotherapeuten als Lehrbegleiter, der als “Projekt zur Lehrkräftegesundheit” (gibts jetzt in Sachsen – ich lach mich schlapp) das endgültige Zusammenklappen im Tagesgeschäft verhindert.

Joli
24 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Vlt sollte man eher mal über ein “Projekt zur Schülergesundheit” nachdenken und jedem Schüler einen Psychotherapeuten als Lernbegleiter zur Seite stellen. Aber nein, Hauptsache den Lehrern geht’s gut. Ich kann’s nicht mehr hören! Wir sind die Erwachsenen und sollten endlich Verantwortung übernehmen, das gilt sowohl für Lehrer, als auch für Eltern und für Schulleitungen. Statt dessen werden die Kinder, die keine Möglichkeit haben sich zu wehren in ein System gepresst, dass für die Erwachsenen das bequemste ist. Und wenn sich doch jemand wehrt, oder dem Druck nicht standhält, wird das möglichst hart bestraft, damit es ja kein anderer wagt, uns “hart-arbeitende Erwachsene” in unserer Ruhe zu stören. Geht’s noch?? Wie wäre es mal mit etwas Respekt gegenüber den Schülern! Nur so können sie lernen, andere Menschen, egal ob Erwachsene oder andere Kinder, zu respektieren!
Sicher wird nicht alles auf Anhieb super laufen, aber wenn sich niemand traut, los zugehen, wird sich in unserem veralteten Schulsystem nie etwas ändern und wir bleiben was das angeht weiter in der Zeit des Nationalsozialismus stehen, aus der ja viele Aspekte dieses System einfach stammen…

DerechteNorden
26 Tage zuvor

Evidenz statt Ideologie?
Schön wär’s.
Oft bestätigt vermeintliche Evidenz leider Ideologien. Es ist schwierig für Wissenschaftler*innen von Sozialwissenschaften, die eine gewisse Ideologie vertreten (Solche Wissenschaftler*innen sind ja auch nur Menschen.) sich von dieser zu trennen. Wenn es ein wünschenswertes Ergebnis gibt, dann sammelt man dort Daten, wo man höchstwahrscheinlich solche erhält die man braucht. Also an der Laborschule X oder der Unischule Y oder der Schloss-Schule Kirchberg.
Nichts für ungut, aber mich frustriert es, wenn klar ist, dass die Bedingungen, die notwendig sind, um ähnliche Ergebnisse zu erhalten, niemals am eigenen Arbeitsplatz herrschen werden.

Joli
24 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Dann sollte man für solche Bedingungen kämpfen! Resignation ist doch einfach keine Lösung!

DerechteNorden
24 Tage zuvor
Antwortet  Joli

Wenn man lange genug im Geschäft ist und gekämpft hat, sich die Bedingungen aber sogar noch verschlechtert haben, ist Resignation wohl zwangsläufig.
Ich gebe nach wie vor mein Bestes, bin in der GEW und da nicht nur zahlendes Mitglied. Sogar gestreikt habe ich als Beamtin. Mehr als einen Eintrag in die Akte mit Beförderungssperre und eine Abmahnung hat das nicht gebracht.
Die Lehrkräfte sind als Kampftruppe zu wenige.

Fräulein Rottenmeier
26 Tage zuvor

Mit seinem Fazit gehe ich absolut mit,…..Und ich begrüßte es sehr, wenn dies Schulleiter schrieben, die nicht privilegiert ein Internats-Gymnasium führten und niemals eine Wahl hätten, Kinder aufzunehmen oder abzulehnen. Dann wäre es glaubwürdig…..Aber so? So bleibt es eine Petition an das an die Wand gefahrene System….herabschauend …..schade….

Bla
25 Tage zuvor

Hihi, die Ironie der Bezugsschule zur Inklusion und “Integration” mit Internatsgeldern, deren Höhe ich nichtmal als Gehalt verdiene.

Ansonsten geben I-Kinder [mit Nachweis und Antrag] durchaus auch Privatschulen mehrere Möglichkeiten und Zuschüsse.

Fast hätte es wohl keine/r bemerkt. [Auch Ironie]

Unfassbar
26 Tage zuvor

Wieso wird Finnland noch immer als positives Beispiel angesehen? Die waren so hoch, weil sie den harten Frontalunterricht erst kurz vor der gerne zitierten Pisastudie abgeschafft und fallen seitdem zurück.

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Gute Frage.

von relativer Homogenität. In der vergangenen Zeit sind auch bei uns die sozialen Unterschiede größer geworden. “

Dann hätten nach der Logik mancher Bildungsexperten die PISA-Ergebnisse in FIN ja eigentlich steigen müssen, da es in FIN ja kein gegliedertes Schulwesen gibt, alle Kinder bis zur Jahrgangsstufe 9 gemeinsam beschult werden und die SuS ja von der zunehmenden Heterogenität profiteren müssten, da ja alle SuS mit und voneinander besser lernen sollen.

Es gibt zwar auch einen PISA-Experten aus DE, der in den Medien wie folgt zitiert wird:

” Die Flüchtlingsmigration hat das finnische Schulsystem überrascht“

Aber bei lediglich 7% Anteil an SuS mit Migrationshintergrund insgesamt ( 1. Gen = 4%) , muss man diese Argumention m.M. nicht unbedingt für überzeugend halten.

Allerdings gab es in FIN in den letzen Jahren auch einiges an Bildungsreformen:

n4t hat z.B. berichtet: “Bildungsrevolution in Finnland: Weg vom klassischen Fachunterricht, hin zum “Phänomen-Unterricht
der Spiegel “Finnland schafft die Schreibschrift ab
statt Klassenzimmern mehr offene Lernlandschaften

https://www.nextroom.at/data/media/med_binary/original/1222265729.pdf

usw.usw.

Ob da auch ein Zusammenhang mit der Entwicklung der PISA-Ergebnisse besteht, ist aber natürlich nicht erwiesen.

DerechteNorden
25 Tage zuvor
Antwortet  ed840
vhh
26 Tage zuvor

Schule beginnt beim Kind, richtig, aber das sitzt im Klassenzimmer, Führungsverständnis und Merksätze hin oder her. Meist ist das Zimmer alt, oft fehlt die Lehrkraft, das Kind ist auch nicht allein, im Gegenteil. Evidenz ist nur wichtiger als Ideologie, solange sie mit viel Ressourcen wissenschaftlich hinterlegt ist. Keine Zeit vor Ort für Datenaufnahme und -auswertung? Dann liefert die Alltagspraxis leider nur anekdotische Evidenz. Ob die Prämissen der bildungswissenschaftlichen Fragestellungen ideologisch beeinflusst sind? Egal, die Daten zeigen doch, dass die richtigen Ansätze alles verbessern. Warum dann alle zehn bis fünfzehn Jahre wieder eine große Reform den Knoten lösen soll, die doch so perfekt belegten Unterrichts- und Organisationsreformen ‘überarbeitet’ (vulgo: komplett ersetzt) werden müssen? Liegt sicher nur an gesellschaftlichen Veränderungen und daran, dass es nicht konsequent genug durchgeführt wurde, die Revolution durch verbohrte Altlehrkräfte behindert wird.
Unter Laborbedingungen mit Maximalressourcen, passender Schülerschaft und nicht zu langer Testdauer funktioniert vieles, was in das schöne Bild vom kooperativen, fächerübergreifenden, KI-gesteuerten Lernen in heller, freundlicher Umgebung, intrinsisch motiviert, hinein passt. Allein auf diesem Bild ein Bildungssystem aufzubauen sieht leider sehr nach Verleugnung der Realität und ideologischen Scheuklappen aus. Mutige Führung kann von innen betrachtet Ignoranz sehr ähnlich sehen.

Cistre
26 Tage zuvor

Das klingt wunderschön, aber Finnlands und Estlands Schulen haben keine 30 Kinder pro Klasse, sondern 16-20, und funktionierendes WLAN sowie funktionierende Geräte für die Schülerschaft, damit diese auch KI als zusätzlichen individuellen Trainer nutzen kann. In Finnland empfinden ca. 60 Prozent der Lehrkräfte ihren Beruf als hoch angesehen, in Deutschland 16 Prozent. Bildung gilt in Deutschland nicht als zentral für die Gesellschaft. Viele Schüler:innen, die Bildung dringend für Lebenschancen benötigen, haben gar kein Interesse an der Schule vermittelt bekommen. Deswegen ist der Artikel leider reines Wunschdenken. Mit (kostenloser) „Haltung“ lässt sich rein gar nichts ändern. Politiker:innen und andere einflussreiche Stimmen müssen Lehrkräfte öffentlich anerkennen, anstatt ständig neue Aufgaben zu erfinden. Und: Die Schulen brauchen eine vernünftige Finanzierung für kleine Klassen, lebenswerte Räume, tolle Ausstattung und viel unterstützendes Personal. Bis dahin: der Abstieg im internationalen Vergleich geht weiter. Die totale Bildungskatastrophe kommt erst noch mit dem Abgang der Boomer.

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  Cistre

der Abstieg im internationalen Vergleich geht weiter.

Stimmt. Die SuS ohne Migrationshintergrund aus FIN erzielten bei PISA-2022-Mathematik nur noch 491 Pkt, die SuS mit Migrationshintergrund hatten 67 Punkte Rückstand.

Der Schnitt der SuS ohne Migrationshintergrund aus DE-16 lag bei 495 Pkt, die Sus mit Migrationshintergrund lagen in DE 59 Pkt zurück.

Rüdiger Vehrenkamp
26 Tage zuvor

Jetzt, da alle zehn Hebel für die “Schule der Zukunft” seitens Herrn Franz schriftlich benannt wurden, erkenne ich die diversen Änderungswünsche wieder, die seit Jahren von verschiedenen Seiten immer wieder ins Feld geführt werden. Was mir nur fehlt, sind die Beweise dafür, dass diese ganzen Parameter auch tatsächlich zu einer Verbesserung beitragen sollen. Natürlich gibts da diese Leuchtturmschulen, wie die immer wieder genannte Alemannenschule in Wutöschingen und höchstwahrscheinlich wird auch Herr Franz an seinem Privatgymnasium eher in einer Schule arbeiten, in der Milch und Honig fließen.

Doch wie gestaltet sich unter den aktuell vorhandenen Ressorcen aus Finanzmitteln und Personal eine flächendeckende Umsetzbarkeit? Und was ist mit Schulen, die die genannten Konzepte bereits so oder in ähnlicher Form fahren, aber in Leistungsvergleichen weit abgeschlagen hinter traditionell arbeitenden Schulen liegen (gemeint sind hier vor allem die Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg)? Ändert man die Dinge nur, um sie mal geändert zu haben?

Die Bildungsgewinner Finnland und Estland zu nennen, die ihre Schüler spät bzw. gar nicht in andere Schularten selektieren, ist ein cleverer Schachzug, um das Konzept der Einheitsschule voranzutreiben. Es gibt zig Länder, die auf eine einzige Schulart setzen und in Vergleichen hinter Deutschland landen. Die will Herr Franz natürlich nicht nennen. Bayern steht mit seinem gegliederten Schulsystem noch immer auf den vorderen Rängen der Bundesländer. Das tat Baden-Württemberg übrigens auch, bis man das Schulsystem zu Gunsten von Gemeinschaftsschulen aufweichte und Realschulen plötzlich den Hauptschulabschluss anbieten mussten. Vielleicht ist es gerecht, alle Schüler in dieselbe Schule zu pferchen, dann werden immerhin alle von den Massen und Niveau-Unterschieden überfordert und alles passt sich Stück für Stück nach unten an. Eliten und wirklich starke Schüler fördert man so jedoch nicht. Finnland und Estland haben zudem eine wesentlich homogenere Gesellschaft als Deutschland, viele Kinder dort haben nicht mit Sprachbarrieren zu kämpfen. Zuzüge aus anderen Ländern sind im Vergleich zu Deutschland auf einem unteren Niveau.

“Eine Schule, die die Schwächsten mitnimmt, wird automatisch besser für die Stärksten.”
Dies ist eine wirklich schöne These, die die Realität nur nicht abbildet. Jede Lehrkraft teilt mir mit, dass die Schwachen die Starken mit nach unten ziehen und dass sie selbst stets eher versuchen, Defizite auszugleichen, als starke Schüler zu fördern, da jeder wenigstens die Mindeststandards erreichen sollen. Die Pflicht also vor der Kür. Sehr gute Schüler können hingegen nicht die einzige Aufgabe bekommen, den Erklärbär oder Partner für die leistungsschwachen Schüler zu sein.

Und alle werkeln via Apps an Tablets mit Videos und Podcasts in individuellen Lernbüros brav an ihren Aufgaben im eigenen Tempo? Das würde eine komplett intrinsische Motivation von Jugendlichen erfordern. Wer je mit Jugendlichen zusammengearbeitet hat, weiß, dass dieses selbstgesteuerte und eine hohe Disziplin erfordernde Lernen von höchstens 10% eines Jahrgangs bewerkstelligt wird. Alle anderen sind maßlos überfordert oder ohnehin lieber mit anderen Dingen beschäftigt. Wäre dies nämlich NICHT so, müssten die Gemeinschafts- und Stadtteilschulen die Topschulen unseres Landes sein. In Baden-Württemberg sind sie es jedenfalls nicht.

So bleibt mir als Fazit zu den gesamten Ausführungen von Herrn Franz zu sagen, dass vieles nach frommen Wünschen klingt, die in der Realität aber nicht flächendeckend abbildbar sind oder sein werden – und vom tatsächlichen Outcome haben wir hier noch gar nicht gesprochen. Das vorhandene Schulsystem schlechtzureden und bildungsideologisch agieren zu wollen, ist wunderbar en vogue und passend zum Zeitgeist. Ob am Ende bessere Schüler oder Fachkräfte bei rumkommen, wage ich jedoch arg zu bezweifeln.

ed840
25 Tage zuvor

viele Kinder dort haben nicht mit Sprachbarrieren zu kämpfen.

Sie haben völlig recht.

In Estland hatten z.B. bei PISA 2022 nur 1% der SuS Migrationshintergrund 1. Gen, 8% MGH- 2. Gen. Lediglich 13% der Migranten absolvierten in Estland den PISA-Test nicht in ihrer Muttersprache.

p.n.g.
25 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Wie zählen dabei Schüler mit russischer Muttersprache? Als Migranten wohl eher nicht, oder? Diese Schüler haben aber sicherlich auch mit Sprachbarrieren zu kämpfen, da es zwei sehr unterschiedliche Sprachfamilien sind.
Bildungssystem in Estland durch seine Sprache – Estilang Estonian

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  p.n.g.

Warum sollten bei PISA 2022 Schüler im Alter von 15 Jahren von Sprachbarrieren betroffen gewesen sein, die in Estland als Kinder von in Estland geborenen Eltern mit russischer Muttersprache geboren wurden? Für diese Gruppe gab es ja damals sogar noch eigene Schulen mit Russisch als Unterrichtssprache und auch den PISA-Test in Russisch.

p.n.g.
24 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Soweit ich informiert bin, ist Estnisch die Unterrichtssprache an den meisten (allen ? )Schulen, Russisch wird aber oft als zweite Sprache angeboten (zweisprachige Schulen). Menschen, die nur Russisch sprechen, haben es nicht leicht in Estland (hörte ich).

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  p.n.g.

In Espelsibirsk ist die Unterrichtssprache ebenfalls Deutsch. Ob das für den Schulhof ebenfalls zutrifft? Vermutlich nur teilweise.

p.n.g.
24 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Espelsibirsk? Google und ich wissen leider nicht, wo und was das ist. Können Sie das Rätsel bitte lösen.

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  p.n.g.

Doch, Google findet entsprechende Einträge. Entscheidend sind die ersten 5 Buchstaben. Weitere Hilfe: Münsterland

potschemutschka
23 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Okay! 🙂

dickebank
23 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Die ehemalige Muna gefunden?

ed840
24 Tage zuvor
Antwortet  p.n.g.

Das betraf die Jahrgänge bei den 2022er PISA-Tests aber noch nicht.

Estonia’s Russian schools to switch to Estonian-language schooling

Estonia phases out Russian as a language of instruction
Estonia: Action plan approved for transition to Estonian-language education”

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  p.n.g.

Mit deutschem oder russischem Pass?

potschemutschka
24 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Es gibt eine nicht geringe Anzahl estnischer Bürger russischer Nationalität, also mit estnischem Pass
.Estland – Wikipedia

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Also wie in Deutschland, russisch stämmige Familienangehörige von deutschen Umsiedlern.

Bla
25 Tage zuvor

““Eine Schule, die die Schwächsten mitnimmt, wird automatisch besser für die Stärksten.”
Dies ist eine wirklich schöne These, die die Realität nur nicht abbildet. Jede Lehrkraft teilt mir mit, dass die Schwachen die Starken mit nach unten ziehen und dass sie selbst stets eher versuchen, Defizite auszugleichen, als starke Schüler zu fördern, da jeder wenigstens die Mindeststandards erreichen sollen. Die Pflicht also vor der Kür. Sehr gute Schüler können hingegen nicht die einzige Aufgabe bekommen, den Erklärbär oder Partner für die leistungsschwachen Schüler zu sein. ”

Mich würde ernsthaft mal interessieren wer “die Schwächsten” an einem privaten Elitegymnasium sind. Haha.
Und v. A. “wieviele Schwächste” gibt es denn dort?
Oder sind das dann “nur” I-Kinder, welche besondere “Bedingungen” mitbringen und man gesondert fördert zwecks “Möglichkeiten”?
Wieviele “Kinder auf Förderschulniveau” und “Haupt-/Mittelschulniveau” hat denn das Eliteinternat auf gymnasialen Niveau? Gibt es dazu Zahlen?
Also wirklich Kinder ohne I-Status (und Förderansprüche, sowie -bedingungen dessen).

@Redaktion: Haben Sie hier zahlen für mich/uns?
Wenn wir schon über “Eine Schule, die die Schwächsten mitnimmt, wird automatisch besser für die Stärksten.” sprechen, dann sollte man dies ja auch benennen denke ich? Zumindest, wenn man das auch wirklich “auslebt”. Und zu “den Schwächsten” gelten nicht nur I-Kinder mit speziellen Förderstatus. Sondern eben auch Kinder aus Brennpunkten, “Förderschulniveau” und “schwaches Haupt-/Mittelschulniveau”. Also im Prinzip auch “stark verhaltensoriginelle Kinder ohne I-Status”.

Rüdiger Vehrenkamp
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich träume auch vom Lottogewinn, auch wenn ich einem normalen Job nachgehe. Hier haben Herr Franz und ich im Grundsatz also etwas gemeinsam.

Rainer Zufall
26 Tage zuvor

“Gerade Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten oder inklusiven Kontexten profitieren nachweislich von bedarfsgerechter Förderung”
“Inklusion ist kein Sozialprojekt für wenige, sondern ein Qualitätsmerkmal eines leistungsfähigen Bildungssystems.”

Volle Zustimmung! Danke, Schulleitung eines privaten Gymnasiums 😉

Nick
25 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Die Schloss-Schule Kirchberg zeichnet sich durch kleine Klassen aus, was eine individuelle Förderung ermöglicht. Im Durchschnitt lernen aktuell etwa 17 Kinder in einer Klasse, wobei die Klassenstärke auf einen Maximalwert von 20 Kindern begrenzt ist. Diese Struktur gilt für die verschiedenen Schulformen, einschließlich Gymnasium und Internat.” (Internet)

Diese Bedingungen an der Schule sind mit denen aus den allgemeinen Regelschulen nicht vergleichbar.

dickebank
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Welche Etatposten wollen Sie denn streichen, damit es nicht bei dem Naturgesetz bleibt?

dickebank
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Neidisch? Aber bei Ihnen heißt die Karre vermutlich Firmenwagen.
Aber für Ihren Vorschlag können Sie ja mal Mehrheiten organisieren. Herr Lindner und Frau H. Müller werden Sie vermutlich nicht vereinnahmen können.

Rainer Zufall
25 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

“Herr Lindner”
Wer?

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Autoverkäufer

Reibeisen
25 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Wie zieht man die Grenze zwischen “Privilegien” und “steht mir zu”/”ist halt so”?
Bei Beamtenprivilegien per se schreit ja auch kein Beamter “uuuuungerecht, weg damit, da kann man Milliarden sparen”.

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wurde in Wahlkämpfen immer wieder mal versprochen, aber wenn man dann nach der Wahl als Regierungspartei von der Wirklichkeit umzingelt wurde, zeigte man Flexibilität und handelte pragmatisch.

p.n.g.
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Werden dann die Chauffeure der Dienstwagen als Seiteneinsteiger an Brennpunktschulen eingesetzt?

Bla
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und doch zeigt die Realität eben eine weitere “Einsparpolitik” und “Kürzungen im Bildungsbereich”.
Selbstverständlich sind nahezu alle Lehrkräfte für bessere Bedingungen und mehr Bildungsgelder.
Kommt halt nicht.
Also … Bleibt dann erstmal eben Wunsch, statt Realität.
Aktueller Trend ist ein “Falldown” in 10-15 Jahren durch ein nicht mehr haltbares Bildungssystem. Das ist absehbar meiner Meinung nach.

Man könnte soo viel machen. Macht halt eben keine politische Position. Oftmals hat das durchaus ja auch Gründe. Wenngleich diese eben nicht sinnvoll für eine Gesellschaft sind – jedoch für die politische Ebene nachvollziehbar, damit man “Gesicht aktuell wahrt”. Hinhaltetaktik. Und dann Schildkrötenabtauchtaktik durch Kopfeinziehen und Untertauchen.

Den Trend sieht man doch … Auch Sie berichten – zurecht – stets davon.

Die Frage ist nur … Wie soll man hier denn tatsächlich “rauskommen”? Wie das “erzwingen”?
Hier steht eine Ohnmacht gegenüber einen Machtapparat, welcher sich noch streckt.

Die “Lösungsrichtung” ist doch absolut bekannt und logisch … Sie kommt halt nicht. Ganz im Gegenteil – man macht alles, damit es Zeitverzögert in den Bruch geht. Dann aber gewaltig. Das ist doch der ehrliche und aktuelle Trend.

Bis dahin sind “Leuchtturmprojekte” schön. Auch als Traum richtig. Aber … Wie umzusetzen?

Joli
24 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Wenn es zum Beispiel die Möglichkeit für Home-Schooling gäbe, würden die Schulen auch entlastet. Es gibt sehr viele Menschen in Deutschland, die so eine Möglichkeit gerne nutzen würden. Und in vielen unserer Nachbarländer funktioniert das auch sehr gut.

Mika BB
24 Tage zuvor
Antwortet  Joli

Ja, unsere völkischen Siedler hier fänden das ganz toll…

Rüdiger Vehrenkamp
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Mit den aktuell verfügbaren Ressourcen (Finanzen, Personal, Räume): Ja.

dickebank
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und wo liegen die Mehrheiten bei immer weniger Familien mit schulpflichtigen Kindern?
Die Blagen, die jetzt geboren werden, werden bei der statistischen Lebenserwartung, eh nicht mehr zu meiner Rente beitragen. Ergo sch… drauf.

Joli
24 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Wir kann man nur so respektlos über Kinder reden?!

dickebank
24 Tage zuvor
Antwortet  Joli

Wieso nicht?

Joli
23 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Bitte??! Hier wird sich ständig beschwert, dass die SuS sich ja so respektlos gegenüber Lehrkräften benehmen. Das ist mMn überhaupt nicht verwunderlich, wenn sie selbst behandelt werden wie der letzte Dreck! Kinder lernen Respekt, indem wir es vorleben und indem sie selbst Respekt erfahren. Wir sind die Erwachsenen und tragen die Verantwortung. Es ist unsere Aufgabe, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen und nicht, sie klein zu halten, zu beherrschen, auszunutzen und noch nachzutreten wenn sie am Boden liegen. Ich hoffe, Sie sind nicht wirklich Lehrer!

Rüdiger Vehrenkamp
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Am Ende ist es ein Ziehen am Tischtuch, das für einen großen Tisch zu klein ist. Sie werden immer eine Ecke haben, an der es fehlen wird.

Rainer Zufall
23 Tage zuvor

Nein. Es lässt sich ein größeres Tuch aufwenden, leider reden alle über einen angeblich zu kleinen Tisch und verteidigen den Mangel 🙁

potschemutschka
23 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ja, das Problem, Redewendungen zu verstehen und richtig anzuwenden, haben viele, nicht nur Menschen ndH. 🙂

Bla
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Richtig. Und die “ließen” sich ändern. Aber wie weit geht hier die tatsächliche “Macht der Demokratie”? Und wordurch? Wahlen? Hat bisher geklappt?
Der Trend geht aktuell Richtung AfD, oder? Ja wow … Das ist das Bildungsaus dann wohl. Und weiter? Wie sonst “in einer Demokratie” hier die Bedingungen stellen, wenn es “aktuelle demokratische Parteien” weder hinbekommen, noch hinbekamen? Ne, sogar noch das Mangelsystem weiter in’s Abseits lenken und lenkten.
Wir haben keine “direkte Demokratie”. Etwas müss(t)en die “demokratischen Parteien” dann stellvertretend wohl schon machen.
Wie ist der Trend? Mehr Deputat? Beamtenbashing? Faule Säcke Mentalität und Diffamierungen? AZE gegen Gesetzeslage und richterliche Entscheide nicht sofort machen? Weitere Forderungen im Bildungsbereich ohne Rahmenbedingungen und Ressourcen?
Ich weiß ja nicht … Holt mich nicht so ganz ab.
Also ganz konkret: Wie machen?
Was kann “Schule” und “Personal” hier großartig machen – was nicht einer kompletten Selbstaufopferung (und Burnout) als Resultat hat?

Und v. A. wie nimmt man “die Masse/die Gesellschaft/die Wähler” denn mit? Ist ja im Wandel der Zeit nicht unbedingt einfach. Dazu ebenfalls eine egozentrische, medial und digital (Unterhaltung und Spaß) geprägte Generation und Gesellschaft. Ist für manche “auch leichter”.

Mika BB
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das ist richtig.
Aber welche Antwort geben Sie auf die Frage, warum sich bisher keine Regierungskoalition, gleich welcher Farben, tatsächlich dem Thema „Förderung der Bildung“ verschrieben hat? Ich meine: nicht nur mit Worthülsen, sondern tatsächlich unterfüttert mit Taten und Ressourcen?

Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB

Bla
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

800.000 allerdings mit Berufsschulen usw.?
Ansonsten doch eher ca. 700.000-750.000?
Dazu sollte man noch erwähnen, dass so ganz grob 40-50% davon Teilzeit arbeiten.
Einige sind in Elternzeit. Andere fallen zwecks Schwangerschaft aus. Andere zwecks “Dauererkrankung”. Paar sind mobile Reserven. Andere wiederum auf Kur. Usw.
Frauen über 50% (?) – eher 55% TZ?
Die Kinder kommen jedoch gar nicht “Teilzeit” in die Schulen. Hm.
Also die Rechnung geht sich ja nur bedingt so aus?
Das müssen Sie doch auch so erkennen?

Konkrete Frage:
Wo hat man denn tatsächlich 14 SuS in der Klasse?
Und darum geht es.
Natürlich könnte man 40 SuS / Klasse nehmen. Dort dann 4 Lehrkräfte einsetzen (in TZ) und sagen: Haha, schaut mal … 10:1 Teiler. 1 Lehrkraft auf 10 SuS.
Aber so wirklich … Ehrlich und sinnvoll ist das ja nicht, oder?
Also machen wir es konkret: Sind 14 SuS / Klasse der Schnitt?
Ne? Worüber sprechen wir dann?
Es geht um Klassenteiler. Und dieser ist oft unter aller Sau.

Der Trend zeigt sich doch deutlich … Sie selbst – als Redaktion – zeigen das doch durch etliche Artikel. Und das ist gut so, dass Sie das aufzeigen. Aber tun “wir” doch mal nicht so, dass sich “aktuelle Politik” primär tatsächlich um Lösungen bemühen, statt “Gesicht bewahren”. Und natürlich “könnte es schlimmer sein”. Wollen wir dort hin? Mit AfD als “Trend” und “Sparmaßnahmen bei Bildungsetaten” bemühen “wir” uns zumindest als Gesellschaft und Politik. Top.

Und eine Demokratie ohne wirklichen Bildungswille im Bereich Bildung ist ja auch nur ein Scheinziel von Parteiprogrammen – oder wie sehen Sie das?
Kurz vor den Wahlen “jaja, ist wichtig – sehr wichtig. Investieren!!!”. Nach den Wahlen “ah, Geld … Wenig. Personal. Ne. Sorry Leute. Geht nicht”.
Wen will man denn noch weiter veräppeln?
Und das dann immer als “Demokratie” herausreden. Nahezu KEINER und KEINE wählt GEGEN Bildung. Man agiert gegen Bildung bzw. sinnvolle Rahmenbedingungen. Meistens zwecks Eigennutzen und Geldern. Ja … Toll.
Hauptsache die Wähler und Wählerinnen haben hier “Macht”. Beispielsweise? Ampel? Große Koalition? Hm. Eher nicht? Was denn dann? Sind doch “unsere demokratischen Partein”, welche auch Fokus auf den Bildungsbereich legen wollten. Immer wieder. Und wieder. Nur was kommt denn wirklich so an?

Und ja … Weltuntergang ist es nicht. “Falldown” und potentieller Trend zu 10-15 Jahren meiner Ansicht nach, wenn wir so weiter machen. Dann muss man eben schauen, wo man die Bröcken noch irgendwie zu Gebäuden erbauen kann – konzeptionell und ressourcenmäßig.

Wir können sehr gerne auch den “Trend” etwas näher beleuchten. Und dann die Chancen – aus Erfahrungswerten/Handlungen der Vergangenheit – dass man “plötzlich” sehr gute Bildungspolitik macht – ENTGEGEN aktuellen und “alten” Trend.

Rainer Zufall
23 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Nahezu KEINER und KEINE wählt GEGEN Bildung.”
Die gesamte AfD-Wählerschaft wählt geschlossen dagegen.

Bla
23 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Richtig. Nur ist das denen zu 9X% nicht bewusst. Sie wählen AfD nicht GEGEN Bildung. Manche wählen AfD aufgrund zu geringer Bildung. Das darf man nicht durcheinander bringen.
Als Resultat der/einer AfD Regierung wäre die Bildung natürlich (potentiell) in Gefahr. Auch das ist so. Ist aber wieder ein weiterer Faktor.

Wahrscheinlich wählen einige die AfD, weil Bildung scheitert. Und man das häufig “bei den Kindern” sieht. Schule leistet ja nix mehr usw. [Stammtischparolen]
Und das ist mitunter ja auch – bedingt – so. Die Gesamtsituation verschlechtert sich …
Und dann ist der Gedanke nicht “aber ich wähle AfD GEGEN Bildung”. Das ja absurd. So “fair” sollte man ja sein.
AfD ist mitunter das Resultat von Mangelbildung/Systemischer Mangel im Bildungsbereich/Bildungspolitik.
Sie löst das Problem aber nicht.
Und dazu müsste man halt “über den Tellerrand” schauen. Tipp: Machen viele AfD Wähler nicht unbedingt.

Nur Ergebnisse spielen hier für einen breiteren Bereich eine Rolle. Also … Geld investieren, abrufbar machen und sinnvoll (!) einsetzen.
Warum wird das denn nicht gemacht? Überlegen Sie mal. Obwohl wir doch so demokratisch sind … Es wählt keiner/keine GEGEN Bildung. Es ist meistens nur nicht der Hauptpunkt des Interesses von vielen Wählern. Aber dagegen? Nö.
Es würde auch nahezu jeder und jede sagen “Bildung? Kita? Schule? Ja, da sollte man mehr investieren und das ist ja eine Katastrophe. Das muss anders – besser. Investieren.”.
Da ist man sich doch wie bei “wir beklatschen Pflegekräfte” relativ einig – sowohl als “Politik”, als auch als “Gesellschaft”.
Nur irgendwie … Belasst man es auch dabei. Und spätestens nach der Wahl … Ja. Schwierig.

Rainer Zufall
22 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Und man das häufig “bei den Kindern” sieht. Schule leistet ja nix mehr usw. [Stammtischparolen]”
Witzig. Gebildete Personen, wie im N4t-Forum würden sich ja nie zu solchen Stammtischparolen herunterlassen, dass Schule nichts mehr leistet, Pädagogik nur Fühlifühli sei, Bauchgefühl vor Wissenschaft geht und Familien sowie deren Kinder selbst schuld seien – während der verantwortlichen Politik fleißig nach dem Mund geredet wird, nicht mehr Ressourcen aufbringen zu müssen, weil zu wenige Ressourcen verplant werden…

Kann nicht sein, dass wäre das hier ja ein riesige Stammtisch von Ungebildeten, die stumpf die Parolen der AfD aufgreifen…

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Schule leistet. Als Magelsystem – was es kann. Und das ist eben kritikwürdig. Aber im Rahmen der Möglichkeiten und Ressourcen eben nicht … Was es braucht.
Hier muss man dann schon differenzieren. Also … Wie ist das Wording bspw. Wohin geht genau die Kritik. Wie verallgemeinert wird sie.

Die Frage hier ist oft … Leistet Schule als System noch das, was man tatsächlich als Bildung sieht bzw. sehen sollte.
Das ist ja ein ganz anderer Ansatz. Ich hoffe Sie verstehen …

“Wohlfühlpädagogik” ohne Grenzen und v. A. ohne geeigneten Ressourcen ist “FühliFühli”. Ja, das ist so. Hält ja auch keiner realistischen Empirie stand. Warum? Weil lediglich Leuchttürme hier dann agieren als Scheinrealität für “alle möglich” – für wenige realisierbar/tatsächlich realisiert. Meistens dann zudem massiv geförderte Schulen (Projektschulen – oft mit guten Ergebnissen, dann aber “Einstampfung wegen hoher Kosten”), medial stark politisch angeprangerte Schulen (Imageverbessungen) oder private Eliteschulen (mit Schulgeldern, welche ich nicht verdiene …).

Bauchgefühl vor Wissenschaft. Da kommt es auf die “Wissenschaft” eben an. Bei Naturwissenschaft, Physikalischen Gesetzen usw. ist man doch “recht lange” auf wissenschaftlicher Ebene. Bei Reformpädagogik und Pädagogik sind wir hier in anderen einzuordnenden Bezügen.
Wenn dann “Wissenschaft” und Ergebnisse falsch wiedergegeben werden … Wird das zu einem Mythos und Problem. Sieht man bspw. bei HATTIE und den Klassenteilern. Das wird ständig falsch verstanden und falsch eingeordnet. Daweil kann man das wirklich gut reflektieren und von den wissenschaftlichen Parametern her einordnen.
Bei Noten und Hausaufgaben ebenfalls … Hausaufgaben KÖNNEN sinnvoll sein … Meistens in der Berufsrealität jedoch nicht. Und das kann man auch nachvollziehbar machen und verstehen. Das kann man auch prüfen.
Daher wäre sowohl die Aussage “Hausaufgaben sind schlecht” falsch, als auch “Hausaufgaben sind gut” falsch. Das kann passieren. Das ist auch nicht unlogisch – ganz im Gegenteil. Das ist logischer, als wenn “nur eins sinnvoll” ist.
Und bei Pädagogik [auch FühliFühli-Pädagogik] verhält sich das ähnlich.
Die Frage und Antwort sind meistens “Clientel” und “Ressourcen” – sowie Erwartungswert”. Und je nachdem funktionieren auch verschiedene Ansätze.

Ich sage immer wieder … Montessori ist sehr gut. Aber nicht für jeden und jede. Ebenfalls ist “Montessori in Deutschland” als Lebensrealität: Kennste eine Schule … Kennste eine Schule. Die tatsächlichen Ausprägungen sind immens unterschiedlich.

Es hat immer Gründe. Familien seien immer selbst schuld … Oberflächlich. Kinder sind immer selbst schuld … Oberflächlich.
1. Zu verallgemeinernd
2. Systemisch oft als Folgewirkung
Bei 2. Beispiele:
– Überforderungen im Privatbereich, häufig durchaus durch bspw. “Alleinerziehend”, “Vollzeitzwang”, “erhöhte Kosten”, “kaum Zeit”, “kaum Ahnung von Erziehung” usw. [Bei manchen auch einfach – Ahnung von Erziehung – aber keine Konsistenz bei eigenen Kindern -> Emotionalisiert, Grenzoffener, Rosa Brille, zu pädagogisch/psychologisch – “Clienteneffekt”].
– Kita und andere Mangelsysteme schaffen es häufig nicht abzudecken/auszugleichen/entgegenzuwirken
– Schuldversand -> jeder reicht hier weiter … Letztendlich ist es jedoch nahezu immer systemisch bedingt
– Digitalisierung (ohne Grenzen) und zwar als “Dopminbeschuss”, Glückshormone und “Bespaßung”
-> Die Standardisierung als Sozialisierung ist hier massivst zu kritisieren
-> Es ist aber eine Folgekonsequenz von gesellschaftlicher Überforderung, Möglichkeit und “Ohnmacht durch Mangelsysteme”
Es ist nicht sonderlich verwunderlich. Es ist eigentlich eine logische Konsequenz des gesellschaftlichen und politischen Trends.
– usw.

Mika BB
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ist ja jetzt nicht so, dass nicht von allen Parteien mantrahaft wiederholt werden würde, insbesondere im Wahlkampf, wie wichtig Investitionen in Bildung sind… Allerdings bleiben das Worthülsen. Die Sparprogramme im ÖD und an öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Co seit den Nullerjahren haben sowohl Gebäude als auch Ausstattung als auch Personal in einen desolaten Zustand gebracht.

Lesen Sie doch die Parteiprogramme, mit denen in den letzten Wahlkampf gezogen wurde, gern am Beispiel Brandenburg (ich hab’s als Service unten mal verlinkt)!
Überall steht was von „Bildung verbessern, Lehrer-Schüler-Relation verbessern, kleinere Klassen, mehr Wertschätzung, Digitalisierung und und und.
Kaum gewählt, gibts größere Klassen, weitere Wege und ne Mehrstunde obendrauf.

Sorry, ich weiß nicht, wen oder was ich wählen soll, wenn regelmäßig vor der Wahl das Blaue vom Himmel versprochen wird, was hinterher eh nicht passiert. Da hilft mir Ihr: „Muss man für werben, nennt sich Demokratie“ nicht.

https://www.rbb24.de/politik/wahl/Landtagswahl/2024/brandenburg-wahlprogramm-vergleich-parteien-bildung.html

Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB

dickebank
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber ab(be)stellen kann man damit genüsslich.

Bla
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, das sollte (eigentlich) klar sein. Aber auch Bildung ist kein Bestellschein.
Und wenn dies nicht gefördert wird – dann entsteht eben mehr Unzufriedenheit. Wenn man ständig Versprechungen macht – diese aber nicht einhält – dann entsteht eben weitere Skepsis, Unzufriedenheit und “die Lügen sowieso alle”-Haltungen.
Wenn man es als demokratische Parteien nicht schafft den Willen – und das ist mitunter auch Bildung – des “Volkes” zumindest etwas einzuhalten – ja, auch dann entsteht Unzufriedenheit.

Guess what? Unzufriedenheit und “Regierungsskepsis”, sowie “Wahlversprechen brechen” sind wahrscheinlich mitunter paar der stärksten Gründe und Hebel, warum viele AfD überlegen zu wählen.
Wiw gesagt … Die Rechtsextremen, Rassisten und co. bekommt man sowieso nicht.
Wie wäre es denn mal … Die Anderen abzuholen? Die gibt es halt tatsächlich. Und der Anteil ist gar nicht mal sooo gering, welchen man durch gute Politik abholen könnte.

Und wenn das Ziel ist: “Das kleinere Übel zu wählen”. Ist das doch kein “geiler Anreiz”. Dadurch natürlich eine Bestätigung an “(demokratische) Altparteien”, dass die nichts mehr machen müssen … Werden ja auch so gewählt.

Das Dilemma … Sieht man ja dabei.
Auch meine Stimme an die Humanisten war eben “Die machen keinen Unfug (- schaffen sie ja auch gar nicht haha). Keine große Partei bekommt die Stimme. Wählen ist Pflicht.”.
Ja. Gut. Immerhin kann ich sagen: Keine extreme Partei. Kein “weiter so … Wir werden ja sowieso gewählt. Noch.”.
Aber so wirklich … Viel … Bringt das? Ne.
Die Masse wählt eben “wie immer” oder radikalisiert sich “Extrem – links/rechts”.
Cool. Begeisterung …

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Weiß ich ehrlicherweise nicht. Kann ich schlecht einschätzen. Was wäre denn dann die tatsächliche Konsequenz und “das Learning”? Demokratien bilden Rechtspopulisten? “Egal was man macht – man macht’s falsch – deshalb macht man es erst gar nicht?”
Ich tue mich etwas schwer hier … Das würde dann ein “generelles Versagen von/der Demokratie” bedeuten – oder nicht?

Wie wäre “der weitere Weg/Gedanke” dann? Egal was man macht … Wird eh AfD?

Ich verstehe hier Ihren Ansatz nicht so richtig.

Könnte man nicht trotzdem mal gute Politik machen und dann schauen? Und sogar wenn “der Trend” weitehin “Radikal” wird/wäre … Hätte man zumindest gute Politik gemacht?
Könnte man nicht zumindest mal ernsthaft anfangen seine Wahlversprechen etwas zu halten?
Bisschen mehr in “Auffangstation und Wunsch-AllesLöser – Schule” zu investieren?

Und ja klar kommen alle Ihre Punkte zusätzlich dazu … AfD ist eine Populistenpartei.
Aber was hilft da? Bildung? Bedingungen.
Gar keine Chance, “weil hift eh nichts”?
Dann wäre das “Aufgaben”. Dachte das ist keine Option?

Also sogar wenn die AfD so mächtig ist, dass sie alle und jeden manipuliert, der Ihnen Stimmen gibt. Abseits der wirklich Extremradikalen.
Dann muss man doch trotzdem hier agieren, begegnen und auch mit besserer Politik? Oder wo sehe ich hier “den Fehler”? Alles andere ist de facto … Aufgeben.

Und warum kann man denn “gegen Minderheiten” hetzen? Macht doch Herr Merz auch, oder nicht?
Warum kann man “unten gegen unten” überhaupt einbringen? Naja … Politisch ist das “der Trend”. Auch unserer demokratischen Parteien.
D. H. “Arbeitet ihr faulen Säcke”
“Rentner arbeiten zu wenig”
“6 Tage Woche – das muss her”
Usw. usf.
Wen will man denn veräppeln?
Braucht man sich doch nicht ernsthaft wundern, dass da viele nicht (mehr) mitgehen. Viele fühlen sich schlichtweg “verarscht”. Wird man ja auch im Prinzip.
“Arbeitet mehr und auch ihr könnt reich werden”. Nö.
Erbe entscheidet in weitem Abstand, ob man reich ist/wird.
Wie sieht es mit den Reichensteuern aus? Mit Erbschaftssteuer ab 2-5 Mio Euro, dafür dort “harte Steuern”? Wie mit Soli? Will man abschaffen? Warum? Transaktionsgebühren? Sinnvolle Versteuerungen? [Einige kosten Bürokratisch und “Arbeitstechnisch” mehr vom Aufwand … Als sie einbringen … Kompletter Quatsch.]

Warum halten die Länder so an die Machtpositionen von Bildung fest? Warum keine einheitlichen Abschlüsse? Ja .. müsste Bund sich kümmern. Länder die Machtpositionen abgeben. Gelder müssten “rotieren”. Sinnvoll? Definitiv. Dauert etwa 15 Jahre. Wissen auch alle … Auch Politiker in diesem Bereich. Oder sie sind schlichtweg schonmal grundlegend fehlbesetzt.
Wann machen? Nie? Dann entscheidet man sich nicht nur um Verzögerungen, sondern um weiterhin massive Mehrkosten, Ungleichheiten und Ineffizienten im System. Bewusst? Ja.

Also wie wäre es dann mal tatsächlich, wenn man “No-Brainer” zumindest angehen würde …
Oder sich mal an geltendes Recht [AZE] halten würde? Statt hier nur “mit Platzpatronen” zu drohen?
Mal nicht ständig Arbeitsbedingungen durch Forderungen zu verschlechtern… Sondern mal Fördern.

Sorry, aber das nur in Richtung “aber die [AfD] spielen mit gezinkten Karten und gegen Anstand und Regeln” herunterzubrechen finde ich auch nicht ganz richtig.
Es stimmt. Definitiv. Das kommt zu 100% dazu. Da haben Sie auch auf jeden Fall recht.
Aber “bisschen” mehr ist es in der “Gesamtschau” doch schon.

Und ansonsten … Heißt das (wiedermal) … Demokratie versagt. Und das kann “bei neuen Weltenordnungen” eventuell auch ganz schnell der Tenor sein/werden. Hoffe wir es nicht. Und “schauen” als Politik vllt darauf, dass man hier nicht noch zusätzlich ständig “Joker” an die AfD und co. verteilt? Das wäre schon ein Träumchen.

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“Deshalb gibt es ja im Grundgesetz Schutzmechanismen wie ein Parteinenverbot – müssen die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker dann allerdings auch anwenden. ”

Definitiv. Und dann sind wir aber wieder im Kreis … Also – warum wird das nicht gemacht?
Und warum macht man das nicht – zumindest ein Prüfverfahren ist absolut hinfällig. “Was kostet” das?
Beim Parteiverbotsverfahren gibt es ja durchaus tatsächlich auch negative Konsequenzen für “demokratische Parteien” als Risiko.
Beim Prüfverfahren? Eher nicht. Warum ist das nicht in allen BL durch? Da labert man als “demokratische Parteien” ewig drum rum. Genau das sind so “unverständliche politische Handlungen”.
Und ja … Selbsverständlich zeigt mitunter sowas ganz klar, dass hier nichts gemacht werden “will”, “kann” oder “juckt nichg” als Zeichen. Und alles drei würde wiederum “Machtgefüge/Eigeninteressen” bis hin zu “Machtlosigkeit” zeigen.
Alles nicht sonderlich optimistisch für aktuelle und künftige Politik/Parteien.
Wie will man “so” denn auch nur jemanden mitnehmen?

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Falls ein Parteiverbotsverfahren scheitert, dann kann ein erneutes (erstmal? langfristig?) Verfahren nicht eingeleitet werden.
Das wäre natürlich eine negative Konsequenz ggf. für die beantragende Parteien. V. A. ohne Prüfverfahren in vornherein.
Dann käme bei “Scheitern” noch hinzu, dass es de facto “eine Legitimierung” ja darstellt? Auch das wäre eine negative Konsequenz.

Ja, die Opfererzählung käme so oder so. Das ist richtig. Das meinte ich gar nicht. Das muss man einfach halt tragen. Hilft nichts.

Genauso wie “Anzweiflungen” und ggf. Propaganda bei “Bestätigung”. Klar. Damit muss man rechnen.

Und die Probleme sind dann institutionell erstmal verschoben/gelöst. Gesellschaftlich noch trotzdem vorhanden und hierfür keine tatsächliche Lösung. Aber auch das muss man eben eingehen. Hilft Zeit. Hilft Möglichkeit.

Mir geht es um “was bei Scheitern”?
Ändert nichts dran, dass ich weiterhin für Prüfverfahren bin + dann ggf. Verbotsverfahren.

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann ist doch die Million-Euro-Frage weiterhin:
Warum machen unsere “demokratischen” Parteien das nicht?
Dementsprechend würden diese doch (weiterhin) “schlechte Politik” betreiben?
Egal wie … Es zeigt halt eben das massive “Versagen” – auch der “demokratischen Parteien” auf? Oder was sehe ich hier nicht?

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sehe ich auch so …sind wir allerdings wieder bei:
– Machtlosigkeit [da nicht Handlung]
– Ohnemachtgefühl [da “Verunsicherung” und Überforderung]
– Machtgefüge und Machterhalt [Koalition, Opposition, “Grenzrisiko-Abwägung”, “gemeinsamer Feind”, usw.]
Also kurzum: Politisches Versagen einer volksvertretenden demokratischen Regierung. Anders kann man es nicht sagen … Sorry.
Und “da soll man vertrauen” in gute Politik? Wie denn? Durch welche Zeichen? Durch welchen “Trend”/Prozesse?
Wenn’s nicht so traurig und bitter wäre …

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Richtig.

Aber trotzdem hat die Politik eben die letzten Jahrzehnte massive Einsparungen und Misspolitik zu verantwortung. Wenn man von Dienstleistungsversprechen ausgeht … Wurden diese nicht gehalten. Als repräsentative Politik können sich weder Politiker, noch Parteien hier rausreden. Ansonsten sind sie grundauf falsch besetzt.

Wenn man dann ebenfalls ein Mangelsystem gefördert (und gefordert) hat in nahezu sämtliche (!) Bereiche – insbesondere Gesundheit, Bildung, Erziehung und Pflege … Dann trägt man nicht nur eine Mitverantwortung des “jetzt damit umgehens”, sondern auch eine Mitverantwortung des “wie entstand es überhaupt”.
Wenn man zudem die Attraktivität von Mitwirkungen immer mehr reduziert … Dann hilft das auch nicht sonderlich, genau dies dann selbst auch anzuführen.
Stimmt – in Bereichen – jedoch halt selbst gemacht.
Ich scheiße auch nicht in die Schuhe von jemanden. Schaue dann den/die an. Und frage … Warum stinkt es denn hier so? Musst ja irgendwie du sein.
Das schon etwas sehr zynisch dann.

Also bei der Mentalität gehe ich hier vollkommen mit.
Bei “Erwartungen” auch.

Allerdings muss man sich immer wieder bewusst machen … Wer regierte? Welche Forderungen wurden denn selbst gestellt? Wohin wird die Verantwortung geschoben? Usw. usf.

Und dazu kann man ja einzelne Beispiele mal nehmen …
Nehmen wir “Recht auf Kita/Kindergarten”
– Selbst reingesteuert
-> War klar, dass das nichts wird
-> Trotzdem aus Eigennutz usw. gemacht/”entschieden”

So … Lernt man drauß? Logo:
– Ganztagsrecht
-> selbst reingesteuert
-> bereits jetzt Mangel
….

Was soll man denn dazu sagen?
Naja… Eltern … Selbst verantwortlich? Schule … Löst mal?
Wird ja eh gemacht politisch.
Aber wer ist denn die Instanz dafür? Wer hatte die Ideen denn als “jaja, machen wir gleich mal als Recht/Pflicht – gibt stimmen bitte”.
Bisschen ehrlich müssen wir uns wohl alle machen. Aber durchaus jeder und jede auf ihrer und seiner Position. Und hier ist eine repräsentative Politik definitiv ein hoher Stellenwert der Verantwortung.
Nicht als “Wunsch für alle”. Aber als “Fördere, was DU selbst forderst.”. “Löse, was DU selbst fehlgemanaged hast”. Und schon daran scheitert es massivst … Das wäre aber “das Bare-Minimum” als Logik. Ansonsten … Lasse es. Trete zurück. Nimm nicht solche Machtpositionen. Mache keine Wahlversprechen, die du eh nicht hältst. … Also… Vernunft.

Die Ebene “der Bürger” ist dann wiederum eine eigene. Selbstverständlich. Und auch hier eben … Kein Wunschkonzert.

Oder wie sehen Sie das?

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Stimme ich wieder zu: Jedoch waren die Forderungen in dieser Zeit auch nicht da … Jetzt sind sie da. Es war “Internet Neuland”… Man wurde ausspioniert… “Haha, wir wieder. Technik und wir. Haha.”.
Auf Klimaschutz legte man keinen Wert … Ja, Konsum ist geil. Geiz ist geil. Hier gab es auch keine Forderungen … Wurden ja ignoriert.

Es gab keinen “nahen Krieg”. Die Auswirkungen von “schlecht gemachter Migration” sah man nicht. “Wir schaffen das” war das Motto. Gesellschaftlich motiviert am Bahnhof und Flugplatz zur Hilfe und Aufnahme. Versprechungen wurden in’s Nichts gemacht.

Inklusion? Jaja. Auch das. Das packen wir aber so richtig an… Und jetzt? Sieht man halt das “danach”.

Und ja, natürlich … Wählerschaft. Jedoch eben nur die Angebote. Wen meinen Sie denn konkret mit Klimaschutz? Die Grünen? Welche so stark wegen Kompromisspolitik darauf verzichteten? Hm, was wurde konkret dazu umgesetzt?

Hier sind Ankerpunkte:
– Wähler – wählt Angebote
-> Einfach mal nach “Aussehen der Werbung” … Inhalte … Sieht man dann… Wie bei Werbung halt üblich. Hihi.
– Klimawandel als Hautpursache und -problem von riesen Konzernen [Schifffahrt, Luftverkehr] und “Konzernen/Staaten” [Wirtschaftsförderung, Techbereich und Kriegsfinanzierung]
Und hier sind wir wieder dabei … Ukraine unterstützen? Ja. Kompromiss? Ja. Auch der Grünen? Definitiv.

So dann zu “den Grünen” … Wie ernst kann man denn solche Sachen nehmen, wenn Habeck noch ca. 1 Monat vor Wahl im Wahlkampf Aussagen gibt wie “er wird danach noch in Politikverantwortung bleiben”, “jemand muss ja da sein/für Klima” usw. usf. was er damals (Live?) bei irgendwelchen [Staiy und co] Streamern verzapft hat. Ja, klar auch nach Wahlniederlage kommt er kommunikativ vorbei und ist für seine Wähler da. Wahl: Schwups. Upsi.

Wer kann denn Gesetze veranlassen? Wie reguliert man systemische Instanzen? Durch den Konsumenten? Oh wow. Das sehr naiv. Durch “die symbolischen Pappstrohhalme”? Oder doch eventuell durch Verbotsregularien? Oder zumindest Bereichsverpflichtungen mit “starken Regularien”? Ne? Doch der Konsument? Wollen wir mal schauen, wo hier die Problembereiche sind? Auch von Politik? Also bspw. mit den Meeresmüll, welchen wir an andere Länder verteilen, damit wir hier “raus sind”? Ist das eine politische Instanz der Regulation oder eine “Bürgerliche”? Beeinflusst man hier durch Wahl tatsächlich?
Hatte man nicht kurzfristig Spitzenbereiche als Grüne, bis man hier Wahlkampfmäßig komplett reingesc…. hat? Bspw. “das Buch” [Baerbock] … Was das wieder an Stimmen kostete.

Also konkret: Welche Ziele hatten die Grünen als Wahlkampf. Was wurde konkret umgesetzt?

Und: Wie will man damit werben nun? Und ja .. Linder… Gelder … Kompromisse…. Krieg …
Alles klar. Aber zum Thema Klima … Was konkret “gebessert”? Was “verschlechtert”? Was “Kompromiss” [Krieg, Massenschlachtungen von Tieren/Betriebe] usw. ?

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Demnach sollte keiner die Grünen wählen … Denn zur “alleinigen Regierung” bräuchten sie ja erstmal > 50%. Ansonsten gilt dieser Satz natürlich immer. Für jeden. Und auch für Rechtspopulisten … Die sagen das eben nur reduzierter “AfD HATTE ja noch nichtmal eine Chance/MITRegierungsverantwortung”. Wollen Sie diesen Punkt wirklich so als “Joker” der AfD wiederum lassen? Oder macht man sich ehrlicher? Dann sagt man … Ja es gibt die Ambiguitätstoleranz – diese führte dazu, dass die Grünen kaum ihre Ziele durchsetzen konnten und dementsprechend wohl auch künftig potentiell nicht können?
Ist das “gut/besser”? Ich weiß ja nicht.
Das ist ein Totschlagargument. Mehr auch nicht. Damit macht man sich politisch den Weg frei, Fehler und Fehlpolitik “weiterzuschieben”. Wird aktuell gemacht. Wurde früher gemacht. Wird künftig gemacht. Toll.
Also die Antwort ist tatsächlich schon sehr …. Gegen die Grünen. Sie zeigt auf, dass diese – trotz damals relativ hohen Werten – nicht in der Lage waren (und sind) ihr Ziele zu verargumentieren gar durchzubekommen. Und schiebt “die Verantwortung” auf Kompromisse und die Ambiguitätstoleranz. Ganz große Nummer – nur leider politische/methodisch nichts Neues.
Müssten Sie doch auch als Argumentationsmuster kennen … Sie waren doch sicherlich auch schon in Fachdiskursen zu Bildung mit Politikern … Soooo einfach sollte man es da auch nicht “belassen”. Finde ich.

Omg
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sorry. Was ist das für eine Antwort? “Wovon viele Bürgerinnen und Bürger massiv profitiert haben: “Zahl der Millionäre in Deutschland deutlich gestiegen.” Ich gehöre zur Bevölkerung, alle in der Straße. Ja. Millionäre? Gaaanz wenige.

dickebank
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Kaufkraftanstieg gegenüber den 90ern im Vergleich zum Anstieg der Unternehmensgewinne sieht aber weniger positiv aus.
Der Einkommensverlust betrifft vor allem die Mittelschicht, da deren Belastung am stärksten gestiegen ist.

Rainer Zufall
22 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Naja, die Rechtsextremen bieten noch weniger Antworten und wollen die Gesellschaft bekämpfen.
Sie werden ja wohl nicht so “ungebildet” (Bla) sein, die zu wählen 😉

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Heyhey, nicht wieder die Worte verdrehen …
Viele AfD-WählerInnen sind ungebildet. Nicht alle.
‘Manche’ sind auch tatsächlich rassistisch und “Menschenfeinde”.
Andere sind Lobbyisten und profitieren von Reichenpolitik.
Andere sind Politiker und Selbstprofiteure.
Manche sind Protestwähler (unter falschen Kompromissen).
Andere sind “kurzsichtig vernarrt”. Nicht grundlegend ungebildet, aber begrenzt denkend.
Und viele … Sind tatsächlich ungebildet. Sorry … Was soll man denn sagen? Zeigen Statistiken … Zeigen einige Gespräche. Soll man hier “lügen” oder das “gut reden”?
Sozial schwache, eher ungebildete … Also genau die Gruppe, welche am wenigsten von AfD profitiert. Erklärt jedoch dann auch wiederum zum Teil, weshalb einige “so wählen”.

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Absolut richtig. Alle die AfD wählen, wählen/unterstützen auch Rechtsextreme.
Aber wie kommt man da raus? Warum ist das denn so? Sind die wirklich selbst so extrem (Spoiler: Bei weitem nicht alle)?
Das muss man doch auch “angehen”?
Also wäre eine Logikfrage: Warum “dulden” so viele (offensichtlich) rechtsextreme “Tendenzen” – obwohl sie eigentlich selbst nicht rechtsextrem sind?
Und wie holt man denn solche Menschen ab? Durch “Motive egal”? Da würde ich dagegen setzen. So holt man keinen ab. Sorry. Das ist dann tatsächlich auch ein “Aufgeben” für mich. Als Weg der “Akzeptanz”, dass diese einfach so sind und “böse” und daher wählen die die. Ne, das glaube ich nicht. Viele sind hoffnungslos und verweifelt. Viele “akzeptieren” das oder sehen die Weitreiche nicht. Auch die Gefahr nicht. Oder dulden diese, da “nicht direkt betroffen”. “Wägen” etwas ab, wo es nichts zum Abwägen gibt …
Protestwahl? Wählt einfach eine Kleinstpartei. Tierschutz. Humanisten. Bayernverband. Was auch immer. Keine Stimme auf “weiter so”, “wir werden eh gewählt”, “wir sind das kleinste Übel”, “Wahlköder und Versprechen mit sicherer Nicht-Einhaltung” oder sonst was.
Wählt. Aber wählt “in’s nichts”. Das ist dann für mich “das kleinste Übel”. Sollen sie alle zumindest Prozentwerte verlieren. Meine Stimme soll weder an Rechtsextreme (linke/rechte) gehen, noch an “Altparteien” (ohne Zukunft), noch an Parteien, welche ich gar nicht “fühle” politisch.

Am liebsten wäre mir natürlich eine Regierung, welche auch den Namen wert ist. Demokratisch – Regierung. Für das Allgemeinwohl. Sehe ich nur leider aktuell in keiner der “größeren Parteien”.

Am meisten “Protest” ist natürlich die AfD. Ebenfalls am gefährlichsten. Ebenfalls gegen die eigenen Werte und Forderungen/politischen Wünsche vieler. Also: Dumm.
Aber anscheinend ist das ein zeitaktuelles Problem (wieder). Und damit muss man irgendwie doch umgehen und entgegen wirken.

Also … Entweder man versucht zumindest “diese frustrierten Menschen” abzuholen … Mehr geht auch nicht. Gute Politik. Oder man verliert sie sowieso. Und sie bleiben dann verloren.
Gute “die anderen möglichen Motive auch egal” als Einstellung?
Dann haben wir verloren meiner Meinung nach, wenn so die Mehrheit denkt. Gut. Dann ist das wohl so.
Mit AfD reduziere ich meine “Prognose” des Bildungsshutdowns von 10-15 Jahren allerdings auf ca. 5 Jahren. Wenn das so “als Motive” egal ist … Dann sind die “Mindestprozente” ja auch schonmal für die AfD gesetzt. Kann dann logischerweise nur noch mehr werden. Keine Ahnung … Nicht mein Wunsch. Nicht meine Hoffnung. Beeinflusse ich aber auch nicht flächendeckend. Das ist Primärjob der “demokratischen Parteien” als aktuelle und bisherige Regierung(en).
Als künftige … Könnte irgendwann sich dann auch wandeln…

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Richtig. Und deshalb ist “die Akzeptanz” doch nicht wirklich gut?
Oder “weiter so” (mit schlechter Politik)?

Bei vielen Kriegen:
– Keine Kriegserfahrungen
– Unzufriedenheit
– “Kriegstüchtigkeit vorantreiben”
– “Vorstellungen” von “Feinden”/”wir gegen die”
– Usw. …
Wieviele Punkte wollen wir. Und wieviele wollen – mitunter auch demokratisch( gewählte) Parteien? Also die Richtungen gehen ja nicht nur AfD-Politisch-Eingestellt in die Richtung? Auch Regierungsparteien mit “christlichen Werten” … Heizen da ordentlich an.
Und das ist doch parallel ein absolutes Versagen und kritisch zu sehen und zu benennen. Und auch als “kleineres Übel” ist es ein Übel, welches sich ausbaut bzw. den ausbau zum größeren Übel momentan nicht allzu “Heer … Herr” wird.

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Da gehe ich ja mit. Sehe ich nur eben für einige Bereiche durchaus als Scheinargumente …

Nehmen wir wieder mein Beispiel mit “Recht auf Kindergartenplatz” … Das kann ich doch nicht ernsthaft “zusichern”, wenn es deutliche (!) Anzeichen gibt, dass daraus (erstmal) nichts wird.

Dann lege ich noch einen drauf und mache genau das Gleiche bei Ganztagszusage? Wen will man denn da verarschen? Ne. Das ist keine gute und ehrliche Politik.

Bei “Bereichspolitik” stimme ich Ihnen zu. Bei “Kompromissen” auch. Usw. usf.

Aber bei Etate und Wahlversprechen? Und dann innerhalb kürzester Zeit – wieder und wieder – bestimmte Etate zu kürzen … Auch hier. Das ist einfach nicht ehrlich. Sorry … Aber muss man doch so klar sagen.

Bei sowas wie “Rentenerhöhung” vs. “Beitragszahlungen erhöhen” gehe ich mit. Das ist eben eine politische Weiche, welche man “mag” oder nicht. Dementsprechend für jemanden individuell “als gut” oder “als schlecht” empfunden wird. Zudem auch “positiv/negativ” für jemanden sein kann. Absolut klar. Nachvollziehbar.

Wenn ich hier aber die Renten kürzen würde – die Beiträge erhöhen würde – und damit meine eigenen Diäten massiv erhöhe … Dann sähe ich das als “schlechte Politik” [für die Wähler]. Ist dann Machtausübung. Eigennutzen. Gegen den Wählerwillen. Das kann man doch dann nicht als “gut” sehen – außer man wäre Abgeordneter.

Also ja … Es gibt diese Ebenen. Die kann und muss man auch hierbei unterscheiden.

Sie haben absolut recht mit Ihrem Kommentar. Das ist so.
Aber das ist eben weder die einzige Ebene, noch diejenige, welche ich gemeint habe.

Und doch … Bei “ich fordere Sachen” – “ich fördere sie aber nicht” gibt es Schwarz-Weiß …

Bei “wohin gehen Forderungen UND Förderungen” … Gibt es das nicht.

Ich denke Sie verstehen was ich meine und auf was ich hinaus will?
Als Politik: Scheiß nicht selbst in’s Haus, wenn du es nicht reinigen willst. Wunder dich nicht, wenn andere die dort schlafen wollen das “uncool” finden. Schaue erst nach, ob überhaupt Wasser und Reinigungsmaterialien vorhanden sind.

Mehr ist es erstmal nicht … Und es wird ständig gefordert, ohne ausreichend zu fördern. Das sind die Hauptkritikpunkte.
Und da gibt es kein “Graubereich”. Sorry. Da gibt es nur “Eigennutz” und “gefallen wollen”. Das ist dann der Graubereich.

Bla
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“Alles nur, pardon, scheiße? ”

Nö, das ist richtig.
Was ist aber auch Fakt und richtig?
Swit 2013 gibt es den Anspruch ab 1 Jährige nochmal verbindlicher.
Wie Sie hier anführen … Konnte man den Trend bereits “ersehen”. Wurde eben ignoriert.
Seit 2021-2023 gibt es (erst) die Anrechnung vom 1. StEx als Fachkraft im Kita/Kindergarten/Hortbereich. Auch das ist Fakt.
Zusätzlich sorgt(e) dies für eine weitere Mangelverschiebung.
Da der Lohn/das Gehalt hier durchaus oft höher bei Anrechnungen ist als an vielen Privatschulen … Wird es tendenziell sogar nochmal eine potentielle Verschiebung geben. V. A. “Wenn die Leute das erstmal checken”. Ist vielen schlichtweg bisher unbekannt. Beamte? Eher nicht. Aber Angestellte im Staatsdienst und Privatschulsektor. Durchaus ggf. Lukrativ. V. A. Weil tendenziell die Verhandlungen im Bereich von Erziehung besser vorangehen als im Bereich Lehramt.
Sieht man an den letzten Tarifabachlüssen. Waren schon besser, oder?

Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der GS ab 2021. Hier kann man den “Kindertrend” tatsächlich nicht mehr “verschweigen” oder als “wusste man nicht” betiteln. In Kraft tretung ab 2026/27. Auch das weiß man, dass hier von Qualität keine Rede sein kann. Es ist v. A. (Not-)Betreuung angesagt. Aber lasse mich hier sehr gerne begeistert gegenteiliges lesen und erstaunen. Auch der Anspruch bis 2030 ist “klares Ziel”. Dazu “klare Mangelware”.
Warum? Weil man – auch politisch – hier Sachen “fordert” und “einfordert”, wo keine Ressourcen vorhanden sind. Oftmals weder Räumlich, noch Personell.
Man “Verschiebt” den Mangel oft lediglich. Das “Problem” [und Gute] dabei ist, dass durch Anerkennungen und Übertragungen eben Personal weitgehend eingesetzt werden kann. Teilweise durch Zwangsabordnungen. Teilweise durch “freiwilligen Wechsel”.
Mit meinem Profil kann ich:
– An meiner Schule als Lehrkaft arbeiten
(- An die Regelschule wieder gehen)
– In der Verwaltung arbeiten [Ausbildung]
– Schulleitung sein
– Vorstandposition haben
– Im Kinderhaus/Kindergarten/Kita arbeiten [Anerkennungen]
– In der OGS/OGTS arbeiten
– Als Schulbegleitung arbeiten [Anrechnung und Anerkennung ebenwürdig ErzieherIn]
– Im Hort arbeiten
– …
Also, alles mal Mangelbereiche. Lediglich eine Verschiebung des Mangels.

Wie geht Politik:
– Klassenteiler und Deputate hoch
– Teilzeit (versuchen) ab(zu)schaffen
– Quer- und Seiteneinstieg
– Auf “spätere Rente/Pension” gehen und hoffen
– Prognosen setzen, dass bei XY bald kein Mangel mehr ist [wie damals und jeher]
– Klassenteiler und Rahmenbedingungen weiterhin “schlecht” halten
– AZE nicht anerkennen und auf “Zeitverschiebung” hoffen
– Rahmenbedingungen in Frage stellen
– Förderungssachen abschaffen – gleichzeitig Förderungsbereiche, welche einbrechen wieder “etablieren” (Förderschulen)
-> Als Mittel der Stütze, nicht der Sinnhaftigkeit

Na? Merkt man hoffentlich den Trend?

Und jetzt sagen Sie bitte nochmal, dass das sooooo nicht absehbar war und ist.
Also spätestens bei “Ganztag bei Schule” kann man sich einfach nicht mehr blind rausreden. Sorry. Aber echt nicht. Bei Kita/Kindergarten gehe ich noch – bedingt – mit. Aber ernsthaft bei Hort/OGS und co? Nene. Ganztag? Ne.

Zu den Betreuungskräften usw. :
Ja, Upsi. Wo sind die denn alle hin?
– Mangelverschiebungen
– Langes starres System
– Keine Anrechnungen lange Zeit
– Forderungen oder Förderungen
– Massive Abbruchzahlen bei Studium und Referendariat
– Lehrerschwämme innerhalb der ersten 3-5 Jahren als NeulehrerIn
– Lukrativität geht und ging nicht mit dem Wandel der Zeit [Technisch, Gesellschaftlich, Geldtechnisch usw.]
– Sanierungsstau genau dieser Zeit als Hauptzeitraum …
– Raummangel oft
– Massive Verschlechterung der Rahmenbedingungen [DaZ/Migration/Inklusion/große Klassenteiler/hohe Deputate]
– Die “Anpassungen” sind auch nicht sonderlich das Gelbe vom Ei … Influation und erhöhte Grundkosten
– Gesellschaftlicher Wandel – auch der Erwartung und Forderung
– Ablagerung sämtlicher gesellschaftlicher Probleme auf Kita, KiGa und Schule [künftig auch Hort?]
– Boomergeneration wusste man … Lange genug logischerweise
-> Ebenfalls, dass viele unter diesen Umständen “ASAP” weg sind
– Usw. usf.
Das ohne geeigneter Stellung von notwenigen (!) Rahmenbedingungen.
Oh nein … Wer hätte das gedacht, dass hier Mangel entsteht und weiter gebildet wird.

Hier sind wir wieder genau im Bereich …. “Scheiße” dann.

Nicht bei Ihren Punkten bzw. Fakten. Das ist so. Sonder wiederum … Wie entstand das? Wie wurde es gefordert? Wie gefördert? Wer war in Regierungsverantwortung? Warum so gefordert? Wer darfs “ausbaden”?
Also ja … Die Fakten sind da. Fakt ist aber auch, dass man sich hier doch nicht ernsthaft rausreden kann, wenn man sich mit Bildungspolitik auch ernsthaft beschäftigt.

Sämtliche (!) Fachleute die Ahnung haben haben hier kritisiert, beraten und gewarnt.
Nene … Bitte. Hier kann man sich einfach nicht rauswinden und rausreden.
So gerne ich “die Fakten und Zahlen” als vermeintliche Ursache auch hätte … Sind sie nicht. Das sind Symptome von Ursachen, welche man politisch zu wenig angegangen ist und weiterhin zu wenig angeht.
Notlösungen, statt ernsthafte Bildungspolitik.
Trend zum “stabil halten, so lange man regiert”, statt langfristige Ziele und Eckpunkte [wie GEW vorschlägt]. Wie nahezu alle Lehrkräfte fordern. Juckt halt nicht. Zu teuer… Zu wenig Fachpersonal … Ähhh nene, auf einmal zu viel bald. Versprochen. Deputate trotzdem hoch.

Das muss man zum einen verstehen. Zum anderen sich – auch politisch – ehrlich machen. Warum das nicht gemacht wird … Offensichtlich. Auch das können wir hier gerne genauer ausformulieren, wenn Sie wollen oder das “der nächste Punkt” wird. Sehr sehr gerne …

Bla
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Auch hier wieder … Ambiguitätstoleranz ist ein Totschlagargument für “kein schwarz-weiß”, “kein richtig – falsch”, “ein Kompromiss”, “Durchhaltefähigkeit und ‘Warten'”, “zu hohe Erwartungen” usw.

Nein – hier fahren wir weiterhin in zwei Ebenen.
Das eine ist die Ambiguitätstoleranz eben, welche es braucht und auch vollkommen legitim und sinnvoll ist. Das betrifft eben Kompromisse, harte Verhandlungen, Abwägungen und bestenfalls Zielergebnisse, welche sinnvoll sind bzw. als sinnvoll ersehen werden oder eben den Kompromiss diesbezüglich berücksichtigen. Es ist das Aushalten von auch “nicht genügend” (gefühlter) Umsetzung.
Hier geht meine Kritik doch in keinster Form hin. Außer es ist “nur Kompromiss”. Und man redet sich hiermir raus. “Ihr stellt einfach zu hohe Erwartungen (als Gesellschaft/LuL/…).

Wenn man Ziele jedoch Parteilich und Politisch selbst fordert – jedoch keine Ressourcen dazu hat und auch keine bildet … Dann hat das absolut nichts mit der Ambiguitätstoleranz zu tun. Warum auch? Wo ist hier denn der Kompromiss? Wo die Sinnhaftigkeit? Wo die Ambiguität? Es ist ganz klar und eindeutig. Hier gibt es kein “Bunt”.
Man will Wählerstimmen. Okay. Das ist das Ziel.
Man fordert und “segnet ab” diesbezüglich – bspw. Ganztag.
Aber wo ist hier die Ambiguitätstoleranz denn? Nene… Man [Politik] macht Ziele, welche man selbst nicht ausreichend fördern will oder gar kann. Dementsprechend macht man sich selbst “Mangelbereiche” auf und “delegiert sie”. Das ist einfach keine “gute Politik”. Das hat rein gar nichts mit “zu hohen Erwartungen von bspw. LuL” zu tun. Auch nicht von “Gesellschaft”.
Man setzt dies als Politik in den Raum. Und lässt es dort stehen. Mal schauen, was passiert … Und dann kommen Sie mit Ambiguitätstoleranz? “Habt euch mal nicht so … Ressourcen kommen schon irgendwann. Ich schwöre … Bestimmt. Haltet durch. Ihr erwartet auch zu viel…”

Ich bin mir ehrlicherweise nicht sicher, ob Sie über Ihre KI-Definition hinaus hier wirklich verstanden haben, was Ambiguitätstoleranz tatsächlich auch bedeutet diesbezüglich?

Zumindest offensichtlich oder anscheinend nicht meine Kritikpunkte an dieser Stelle an “politisches Agieren im Bildungsbereich”.
Wenn ich selbst mir Ziele auferlege, welche ich zwar “fordere”, aber weder “fördere”, noch selbst “einhalte” – sondern weitestgehend delegiere … Dann hat das doch absolut nichts mit Ambiguitätstoleranz zu tun. Das müssten Sie mir hier nochmal ganz genau erklären bitte … Hier gibt es einfach tatsächlich keinen Bezug – keine Kausalität – keine Sinnlogik als Zusammenwirken und Zusammenhang. Die gibt es einfach nicht – oder ich sehe Sie nicht …dann bitte konkret als Beispiel “Kitarecht” und Transfer des “Ganztags” hier erstellen …

Sie können sich gerne auch “winden” mit: Naja Partei A will das, Partei B geht Kompromiss ein [Ambiguitätstoleranz im politischen Sinne] – die Gesellschaft will/wollte das. LuL haben als Staatsdiener zu handeln. Ressourcen sind eben nicht da … Daher … Haltet durch. Seid nicht genervt. Nicht gestresst. Aber macht mal. Ressourcen? Mal sehen … Kommen bestimmt. Haltet die Unsicherheit doch endlich mal aus. [Psychologische Ambiguitätstolerenz, gesellschaftliche Ambiguitätstolerenz]
Ihr wolltet das doch … Also müsst ihr Kompromisse [keine Abdeckung, Mangel] aushalten. [Ebenfalls gesellschaftliche Ambiguitätstolerez]

Mal im Ernst … Wen will man denn da abholen damit? Das ja wirklich schon “veräppeln”.

Wer fordert … Muss fördern. Sonst geht das nicht.
Wer bereits sinnvolle Rahmenbedingungen hat – kann hier mehr “agieren und fordern” diese auch zu nutzen.
Wer sie nicht hat, kann Fordern – muss dann eben Fördern. Und bis zur Einhaltung besteht durchaus eine Ambiguitätstoleranz. Diese ist in dem Bereich jedoch schon … Selbst nicht oder extremst schwer realisierbar.

Daher … Wahren wir diese Toleranz und geben den Parteien/Regierung eben die Zeit bis zum “Eintreten” … Also Ganztagsrecht. Bis dahin müssten die Rahmenbedingungen ja – auch der Toleranz halber – weitestgehend da sein.
Bin ich mal gespannt.
Sie werden dazu berichten. Sie werden dies – zurecht – kritisieren.
Dann schauen wir mal, wer hier richtig liegt/”lag”. Ich würde hierauf durchaus “wetten”.

Ulla
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Allein, es fehlt der Wille.

Oldfashion
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Kein Naturgesetz, schlichtweg Realität.

Und Realität ist auch, dass es politisch nicht erwünscht scheint, diese unsere, sich auf alle auswirkende Realität mit Geld zu unterstützen.

Uns wird lieber Faulheit usw. vorgeworfen.

Gibt mehr Wählerstimmen und kost nix.

Nur meine Meinung und Erfahrung nach über zwanzig Jahren im Schuldienst.

Ulla
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie wollen Sie die Klassen verkleinern, wenn es an öffentlichen Schulen an allem fehlt, besonders an Lehrkräften?
Ich musste gestern mal wieder über 40 Kinder betreuen.

Rüdiger Vehrenkamp
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ach, in der Aufstellung der GEW finden sich viele meiner Lieblingsbuzzwords wieder, beispielsweise die “multiprofessionellen Teams”. Es gibt bloß nicht nur einen Lehrkräftemangel, sondern auch einen Sozialarbeiter- und Therapeutenmangel. Die geforderten IT-Fachleute sind ebenfalls sicher nice to have, nur arbeiten die wirklich guten für horrende Summen in der freien Wirtschaft und nicht in der Stadtverwaltung. Der Eintrag “neue Wege gehen” gefällt mir ebenfalls sehr, denn der sagt alles und nichts.

Sorry, aber diese 15 Punkte sind zu großen Teilen nichts als Luftblasen, die die GEW halt mal rausgehauen hat: Lesen sich gut, tun niemandem weh, sind aber in der Realität schnell zerplatzt.

Bla
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und wie sieht die Realität aus? Juckt das wirklich?
Was wurde denn seit den 4 Jahren von 2022 auf 2026 tatsächlich verbessert/umgesetzt?
Bayern:
– Gehalt: Verzögerungstaktik durch Angleichungszulagen und “Stufen”
– Arbeitsbelastung senken? Genau das Gegenteil sowohl als Trend, als auch als Umsetzung
+ Aufweichung der Klassenregler (Obergrenzen, insb. GS)
+ Versuch des Arbeitszeitkontos
+ Arbeitszeiterhöhung, Teilzeitbeschränkung/”Antragsteilzeit”
– Qualität und Studium: Quereinstieg, Nachqualifikation, Sondermaßnahmen, Zweitqualifizierung und “Noteinsatz”
– Verwaltungsapparat ausbauen: Etwas tatsächlich für Schulleitungen. Viel zu wenig. Dazu für LuL … Ne. Für IT-Administration und co. besteht zumindest ein Scheinbudget. Immerhin. Nur kaum erhaltbar, sehr bürokratisch und durch “Machtkonstrukten” erschwert [Kommune vs. Freistaat]
– Reform Lehramtsstudium: NC-Herabsetzung/Aufhebung. Kann man machen … Reform? Ne. Reformstau.

Also ja … Viele tatsächlich sinnvolle und gute Punkte. Problem erkannt – Problem benannt. Lösungen gefordert und “als Ziele gesetzt”. Also … Wissen. Ja. Ziele. Ja. Aber wo … Umsetzung? Ah. Schwierig oder?
Das “Problem” der GEW-Ziele: Sie sind überwiegend gut und sinnvoll. Langfristig. Dazu Ursachenbekämpfung. Also wirklich gut.
Politik: Geht jedoch primär auf Symptombekämpfung an der Grenze. D. H. nur im Rahmen des Unabdingbaren, bevor etwas “komplett einfällt”.
Daher auch in manchen Bundesländer die “Rückkehr zur Förderschule”. Nicht, weil das tatsächlich günstiger wäre. Nicht weil es langfristig “sinnvoller” ist. Sondern, weil es systemrelevant ist. Um “das Einstürzen” etwas zu entgegnen, ohne massiv Gelder ausgeben zu müssen. Dazu als Kompromiss “zur Unterbringun…. Ähhhh Inklusion”.
Kann mir doch keiner Erzählen, dass das nicht relativ klar ist.

dickebank
23 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Großzügiger auf Beurlaubungsanträge der Eltern reagieren und lässiger mit der Ahndung von Fehlstunden umgehen.

Rainer Zufall
25 Tage zuvor
Antwortet  Nick

“Diese Bedingungen an der Schule sind mit denen aus den allgemeinen Regelschulen nicht vergleichbar.”
Ja, voll seltsam dass dahingehend nichts passiert. Fast so, als würden sich alle Gutbetuchten aus dem Bildungssystem rauskaufen, um dann jede noch so gravierende Kürzung abzunicken.
Die Bildung – anderer! – ist halt kein Wahlthema 😉

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

So leistungsfähig wie in Italien, wo Förderschulen schon in den 1970er-Jahren abgeschaftt wurden und über 99% der SPF-SuS in Regelklassen beschult werden?

Rainer Zufall
23 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Danke für diese Information zum Land Italien.
Haben Sie eine Meinung bezüglich des Themas?

ed840
23 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich habe eine Meinung zur Definition von “leistungsfähiges Schulsystem”

Meine Kritierien wären:

Ergebnisse der SuS ohne und mit Migrationshintergrund bei Bildungsstudien wie PISA oder IQB möglichst hoch, die der sozial-benachteiligten und der sozial-privilegierten Schicht ebenfalls möglichst hoch. Quote der Sus, die angeben sich an ihrer Schule nicht wohl / fehl amPlatz zu fühlen möglichst niedrig. Anteil der SPF-SuS, die ohne ESA abgehen, möglichst nicht übermäßig hoch. Quote junger Menschen ohne Berufsausbildung / Studium möglichst niedrig, ebenfalls die NEET-Quote.

Wenn alle diese Punkte erfüllt wären, würde ich von “leistungsfähig“sprechen, egal wie hoch oder niedrig die Inklusionsquote wäre.

Aber natürlich muss diese Meinung niemand teilen, der es nicht möchte.

Rainer Zufall
22 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Cool. Immer ein gutes Zeichen, wenn Sie in reibungslos in einer Diktatur mitlaufen können, solange die Noten stimmen…

Ohne Haltung ist es aber auch schwierig, zugegeben

potschemutschka
23 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie ist denn Ihre Meinung dazu?

Ulla
25 Tage zuvor

Erstens: An den meisten Schulen gibt es bereits Aufgabenteilung in Form von Steuergruppen und Jahrgangsteams. Das ist also keine Innovation.

Zweitens: Wenn schon Finnland und Estland als Vorbilder angeführt werden, sollte man sich auch die Voraussetzungen anschauen. Dort sind die Klassen wesentlich kleiner, meist sind es zwischen 15 und 20 Schüler. Und natürlich gibt es Unterstützung z.B. durch eine zweite Lehrperson in der Klasse oder Sonderpädagogen.

ed840
25 Tage zuvor

Gerade Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten oder inklusiven Kontexten profitieren nachweislich von bedarfsgerechter Förderung

Scheint aber bei der Beurteilung von Bildungssystemen meist nicht berücksichtigt zu werden

Es kann z.B. sein, dass Bundesland A für Bildungsgerechtigkeit und eine hohe Inklusionsquote gelobt wird, während Bundesland B als ungerecht und wenig inklusiv eingestuft wird.

Dass die SuS aus der sozioökonomisch benachteiligten Schicht in B bei den Bildungsstudien weitaus besser abschneiden als in A, die Quote der SuS ohne mind. ESA in B extrem niedrig ist, in A extrem hoch, in B auch über 30% der SPF-SuS den ESA schaffen, während in A über 90% daran scheitern, die Quote junger Menschen ohne Berufsausbildung oder Studium und die NEET-Quote in B besonders niedrig ist, in A überdurchschnittlich hoch usw. usw. spielt bei der Beurteilung dann keine Rolle.

Martina
25 Tage zuvor

“Eine Schule, die die Schwächsten mitnimmt, wird automatisch besser für die Stärksten.”
Bei dieser These ist die entscheidende Frage: In welcher Form muss “mitnehmen” stattfinden, um für alle Kinder tatsächlich ein Gewinn zu sein?

Oldfashion
24 Tage zuvor
Antwortet  Martina

Nun, in SH wird aufgestiegen, nicht versetzt.

Da wird jede(r) mitgenommen bis Klasse neun…..

Ich mein ja nur.

Ob diese Vorgehensweise der Weisheit letzter Schluss ist….. wohl kaum.

ed840
23 Tage zuvor
Antwortet  Oldfashion

Wenn man die Zahlen der Statisik betrachtet, fällt schon auf, dass dort im Vergleich zu anderen Bundesländern nur sehr wenige der SPF-SuS mit ESA von den allgemeinbildenden Schulen abgehen.

Tekki
25 Tage zuvor

Eine Schule, die die Schwächsten mitnimmt, wird automatisch besser für die Stärksten. ” Das KI-Bild passt zu dem Wunschdenken und dem bauerhaften der Bildungsforscherregel. In der Realität, wenn die SuS entsprechend gemischt verteilt werden, werden die erwartbaren gemischtenErgebnisse hervorgebracht. Aber vielleicht bringt unsere neue Technologie ja den entscheidenen durchbruch. Alle sitzen mit VR-Brillen fröhlich grinsend in Gaming-Sesseln. Das ist doch schon was.

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  Tekki

Weiter oben macht jemand die gestiegene Heterogenität in Finnlands Klassen für den massiven Absturz bei PISA verantwortlich.

Rainer Zufall
25 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Na, wenn “jemand” das tut

ed840
24 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich halte das auch nicht für schlüssig, nur weil es in einem Artikel in der Zeit erwähnt wird.

In der PISA-Stichprobe Finnlands waren z.B. knapp 50% mehr SuS aus der privilegierten Schicht enthalten als in der deutschen Stichprobe.

Rainer Zufall
23 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Wusste nicht das Sie sich mit “jemand” auf einen Zeitartikel beziehen. Aber wenn Jungen und Mädchen bereits zu viel Heterogenität bieten, als Sie verkraften können…

Ab in den Vatikan mit Ihnen

ed840
23 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wusste nicht das Sie sich mit “jemand” auf einen Zeitartikel beziehen.”

Das wundert mich nun überhaupt nicht, obwohl man es ja oben leicht hätte nachlesen können.

Rainer Zufall
22 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Sie werden überrascht sein, aber “oben” stehen nicht wenige Forumsteilnehmer*innen 😀

“Weiter oben macht jemand die gestiegene Heterogenität in Finnlands Klassen für den massiven Absturz bei PISA verantwortlich.”
Und woher hätte ich ahnen sollen, dass Sie sich mit Heterogenität auf Jungen und Mädchen beziehen? Ja, das ist schon echt wild…

ed840
22 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Und woher hätte ich ahnen sollen, dass Sie sich mit Heterogenität auf Jungen und Mädchen beziehen?

Von nirgendwoher, da ich mich ja nicht auf das Verhältnis Jungen / Mädchen bezogen habe. Wäre aber nach wie vor nicht schwer weiter oben herauszufinden worum es tatsächlich ging.

Bla
25 Tage zuvor
Antwortet  Tekki

Heyhey … Die Kinder lachen. Das eine Kind bläst vielleicht einen Luftballon auf? Das andere zockt offensichtlich mit einem Controller. Die eine [also die ohne Beine auf der Couch] lacht, schaut durch die Gegend dabei und “klickt irgendwie rum”. Dazu hat sie einen Kopfhörer auf – da es ihr wohl zu laut ist. Ein weiteres Kind (oder Elternteil) kommt gleich mit der Einkauftasche an.
Das Kind mit den 3-4 Fingern klickt am Tablet rum, während es irgendeine VR-Brille auf hat. Keine Ahnung, warum nicht “direkt” … Aber mehr ist mehr.
Paar Geräte liegen einfach mal rum, da so viele Ressourcen vorhanden sind, dass wir mit dem Strom gar kein Problem haben und die jederzeit mal “besetzbar” wären. Die Lehekraft sitzt rum, weil alles “selbstständig” läuft. Das vordere Kind wird bestimmt bald die Sonne auch noch entdecken. Das Kind im Rollstuhl kann bestimmt mit diesem auch über die ganzen Geräte fliegen – ansonsten wird es vllt. eher schwierig hier barrierefrei rauszukommen. Das “Gaming-Setup” sitzt sogar auf der Couch – so bequem das Ganze ist. Auch eine Qualität von Architektur. Sogar die Möbel haben es gemütlich.
Gut. Fühle ich.

Hans Malz
24 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Und in der Mitte sitzt die entspannte Kollegin, lacht und erfreut sich an ihrem Beruf, der dank der Bildungswissenschaft und Geld aus dem Füllhorn wie von selbst läuft. Ein Traum…

Naaaja
22 Tage zuvor

Natürlich sind Gruppen niemals wirklich homogen. Aber es gibt nicht zu jedem Thema auf allen Niveaus einen echten Zugang.

Es ist völliger Quatsch, einem Jugendlichen, der noch Probleme hat mit einfachen Geldbeträgen zu rechnen und das Konzept von Bruchrechnung nicht versteht, Wahrscheinlichkeitsrechnung beibringen zu wollen. Da fehlt einfach die Basis.

Oder ein anderes Extrembeispiel: Da sitzt ein 6-jähriges «höchstbegabtes» Kind in der 1. Klasse, ist kognitiv auf dem Stand eines 13-jährigen Kindes (emotional und körperlich aber natürlich nicht). Wie genau soll ein passender Mathe- oder Deutschunterricht in einer regulären 1. Klasse für dieses Kind aussehen? (Natürlich ist derartiges sehr selten, das sind unter 0,1% der Kinder, aber es gibt sie eben.) Irgendwie habe ich den Verdacht, es würde diesem Kind guttun, wenn man in der nächsten größeren Stadt eine Kleingruppe mit ähnlich ungewöhnlichen Kindern einrichten würde, um das Kind dort zu beschulen…

Ich bin absolut für das Nutzen sinnvoller digitaler Hilfsmittel, online-Beschulung in speziellen Fällen, frühzeitiger Nachhilfe und Lerntherapie (BEVOR die Grundlagen von 5 Schuljahren fehlen). Auch Nachteilsausgleiche solllten individuell angepasst werden, es braucht mehr Unterstützungsmöglichkeiten bei Teilleistungsstörungen, auch für leichtere Fälle.

Aber es braucht auch für die Leistungsspitze angemessene Förderung. Und natürlich für Kinder, die in eine sehr gute Intelligenz haben, aber dennoch in anderen Bereichen behindert sind. Besondere Fähigkeiten und Einschränkungen sollten gleichzeitig und gleichberechtigt gefördert werden.

Wenn das so laufen würde, wie ich es gerne hätte, würde sich die Streuung der Leistungen aber eher nicht verringern. Gerade im oberen Bereich denke ich, dass viele Kinder inhaltlich deutlich mehr leisten könnten, als in der regulären Schule erwartet wird. Diese würden sich vermutlich deutlicher von einem optimal geförderten allgemein lernbehinderten Kind unterscheiden, als ein inhaltlich unterforderter Gesamtschüler auf Gymnasialniveau sich von einem mäßig geförderten lernbehinderten Gesamtschüler unterscheidet (bzgl. Lernvortschritt).

Adele Horn
16 Tage zuvor

“Inklusion ist kein Sozialprojekt für wenige, sondern Qualitätsmerkmal eines leistungsfähigen Bildungssystems”
Kann man kaum widersprechen. Ein sozial wünschenswertes und lerntechnisch effizientes Bildungssystem muss auch Inklusion leben.
Man sollte sich durch diese Aussage aber nicht zum Umkehrschluss verleiten lassen, dass alles, was von sich behauptet,Inklusion zu praktizieren, automatisch zu einem leistungsfähigen Bildungssystem führe.