Start Politik “Überfordertes System”: Immer mehr Schulbegleitungen – und trotzdem längst nicht genug

“Überfordertes System”: Immer mehr Schulbegleitungen – und trotzdem längst nicht genug

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MAGDEBURG. Lange Wartezeiten und steigende Antragszahlen: Eltern brauchen oft viel Geduld, bis ihr förderbedürftiges Kind eine Schulbegleitung erhält, obwohl das Angebot ausgebaut wurde. In Sachsen-Anhalt kocht der Ärger darüber aktuell hoch. 

Schulbegleitungen kümmern sich um einzelne Kinder (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Immer mehr Kinder und Jugendliche brauchen einen Schulbegleiter, um im Unterricht zurechtzukommen. Für die Eltern ist der Weg bis zu einer solchen Lösung oft lang. Beispiel Sachsen-Anhalt: In den Behörden des Landes steigen die Antragszahlen, die Wartezeiten sind lang. Das gilt auch für den Weg zu einer Diagnose, die die Basis für die Unterstützung ist. Laut dem Sozialministerium lag die Zahl der Kinder, die Hilfe in Form eines Schulbegleiters erhielten, Ende 2020 noch bei rund 800, im Oktober 2025 waren es gut 1.140. Das entspricht einem Plus von gut 40 Prozent binnen knapp fünf Jahren.

Anträge in Halle verdoppelt – das sind die Gründe

Die Lebensrealität der jungen Menschen mit sozialen, gesundheitlichen und psychosozialen Belastungen habe sich verändert, teilt die Stadt Halle mit. Daneben sei das Schulsystem zunehmend überfordert. «Schulen sind nicht nur Orte von Bildung, sondern vielmehr Orte, wo soziales Lernen stattfindet. Damit scheint das System aber immer mehr überfordert», heißt es. Zudem wird darauf hingewiesen, dass vermehrt Schulbegleitungen bewilligt würden, weil alternative Hilfsangebote fehlten.

In Halle verdoppelte sich die Zahl der Anträge, in denen eine Schulbegleitung beantragt wurde, von 50 im Jahr 2023 auf 106 im Jahr 2025, wie ein Sprecher mitteilt. Genehmigt wurden demnach 41 Fälle (2023) und 67 Fälle (2025). Oft würden auch andere geeignete Hilfen bewilligt wie etwa Einzelförderungen. Die Fallzahlen steigen auch in den angefragten Landkreisen wie dem Altmarkkreis Salzwedel, dem Burgenlandkreis und dem Landkreis Wittenberg. Der Trend betrifft nicht nur Regelschulen, sondern auch Förderschulen.

Schulsystem ist überfordert

In der Landeshauptstadt Magdeburg gibt es seit 2017 eine steigende Anzahl von Anträgen auf Leistungen zur Teilhabe an Bildung. Zu den Gründen werden hier auch die unzureichenden Ressourcen an den Schulen gezählt sowie eine fehlende sonderpädagogische Förderung. Etwa die Hälfte der Schulbegleitungen in Magdeburg werde an Förderschulen gewährt. Im Schnitt laufe eine Schulbegleitung fünf bis sieben Jahre.

Einer von vielen Trägern von Schulbegleitdiensten ist die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Beim Regionalverband Magdeburg/Börde/Harz ist Martina Habelitz seit zehn Jahren verantwortlich für den Schulbegleitdienst. 90 Fälle haben die Johanniter derzeit in der Region. Sie kämen aus jeder Gesellschaftsschicht, Kinder aus allen Schulformen seien dabei. Klienten seien beispielsweise Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen, deren Wahrnehmungsverarbeitung beeinträchtigt sei, Kinder mit Diabetes, Kinder im Rollstuhl oder auch solche mit Kinderdemenz ohne lange Lebenserwartung.

So arbeiten Schulbegleiter

«Die Aufgabe eines Schulbegleiters ist, sich unsichtbar zu machen, sich überflüssig zu machen», sagt Habelitz. Die Wege seien unterschiedlich. Autisten etwa bräuchten klare Strukturen. Alles, was sich ändert, bringt sie aus der Bahn. Bei bindungsgestörten Kindern gehe es erst einmal nur ums Da-Sein. Sie testeten alles aus, zeigten sich von ihrer «schlechtesten Seite». Die Schulbegleiter müssten das aushalten und signalisieren, dass sie trotzdem da seien. Verstehe der Klient das, dann könne man richtig beginnen, so Habelitz.

Dass die Fallzahl seit Jahren steige, sei auch ein Ergebnis genauerer Diagnostik, sagt Habelitz. Denn es gelte das Prinzip: ohne Diagnose kein Schulbegleiter. Die Kosten von bis zu 6.000 bis 7.000 Euro pro Monat für eine studierte Fachkraft könne sich in Sachsen-Anhalt kaum eine Familie leisten.

«Es dauert lange, bis die Hilfen ankommen», sagt Habelitz. Sie berichtet von überlasteten Ämtern und Bescheiden, die lang auf sich warten lassen. Eltern brauchten auch viel Geduld bis zum ersten Termin im Diagnoseverfahren. Bis man das Gutachten in der Hand halte, könnten eineinhalb Jahre vergangen sein. Ähnlich lang könne es dauern, bis tatsächlich ein Schulbegleiter an der Seite des Kindes sei. Eltern seien oft am Ende ihrer Kräfte.

Belastete Behörden, fehlende medizinische Kapazitäten

Die Jugend- und Sozialämter berichten von mehreren Monaten durchschnittlicher Bearbeitungszeit. Aus Halle hieß es, lägen keine medizinischen Unterlagen vor, die gesetzlich gefordert seien, könne die Bearbeitung ein Jahr und mehr dauern aufgrund fehlender therapeutischer und medizinischer Kapazitäten. Lägen alle Unterlagen auch von der Schule vor, betrage die Bearbeitungszeit in der Regel etwa sechs Monate. «Der Beginn der Leistung kann sich danach noch weiter verzögern, wenn Träger der freien Jugendhilfe keine entsprechenden Kapazitäten haben. Dies ist besonders bei sehr herausfordernden jungen Menschen der Fall», heißt es weiter aus Halle.

Gefragt nach der durchschnittlichen Bearbeitungszeit nennt der Burgenlandkreis drei bis sechs Monate, der Altmarkkreis durchschnittlich etwa fünf Monate. In Halle dauere die Bearbeitung bei vollständigen Unterlagen in der Regel rund sechs Monate – fehlten medizinische Nachweise, könne es «ein Jahr und mehr» werden. Der Landkreis Wittenberg nennt als Praxiswert rund drei Monate, in Einzelfällen könne das Verfahren auch länger als ein Jahr dauern.

Expertin ist für längeres gemeinsames Lernen und Pool-Lösungen

Habelitz sieht zugleich die Schulen mit Klassen, die immer größer werden. Kinder kämen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schulen. Migration spiele eine größere Rolle, manche Kinder sprächen kein Wort Deutsch, wenn sie in die Schule kämen. Eigentlich würde Habelitz lieber längeres gemeinsames Lernen sehen, beginnend mit verpflichtenden Kitajahren und einer Vorschule, mehr sozialer Interaktion, mehr Toleranz, Respekt und Mitgefühl.

Sie setzt sich aber auch für eine andere Lösung ein: «Es wäre schön, wenn sich unser Bundesland auf den Weg machen würde zum Poolen.» Von derzeit befristeten Verträgen für die Schulbegleiter je Fall würde das System umgestellt auf feste Verträge und Schulbegleiter, die mit Lehrkräften in multiprofessionellen Teams arbeiten. Sie könnten so gleich mehreren Kindern in einer Klasse helfen.

Zu den zentralen Punkten einer Liste mit Sparvorschlägen aus dem Umfeld des Kanzleramts gehört die bundesweite Umgestaltung der Schulbegleitung für Kinder mit Behinderungen. Statt individueller Unterstützung für einzelne Schülerinnen und Schüler sollen demnach Gruppenlösungen treten, bei denen eine Assistenzkraft mehrere Kinder gleichzeitig betreut. „Den Kindern wird die Möglichkeit zur individuellen Teilhabe genommen“, warnt die GEW. News4teachers / mit Material der dpa

Hier geht es zu einem Bericht über die „Giftliste“ aus Berlin: 

Berliner Streichpläne: „Dann ist Inklusion an Regelschulen zum Scheitern verurteilt und die Förderschulen können dicht machen“

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GBS-Mensch
5 Tage zuvor

“Sie setzt sich aber auch für eine andere Lösung ein: «Es wäre schön, wenn sich unser Bundesland auf den Weg machen würde zum Poolen.» ”

Letztens gab es deswegen einen shitstorm.

Aber ernsthaft, sollen demnächst zwei, drei oder vier Schulbegleitungen in der Klasse sitzen (wäre bei mir der Fall, wenn ich alle Kinder mit Diagnose zähle und die, die mit Sicherheit eine bekämen)? Und wer soll das bezahlen? Selbst wenn man freundlicherweise unterstellt, dass die alle etwas taugen und nicht mehr stören als nützen.

Fritze Flink ist 60
5 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

3 habe ich bereits in einer Klasse 5 gehabt. War alles dabei.

GBS-Mensch
4 Tage zuvor

Und, was sagen Ihre Erfahrungswerte diesbezüglich?

Sepp
5 Tage zuvor

Die Lebensrealität der jungen Menschen mit sozialen, gesundheitlichen und psychosozialen Belastungen habe sich verändert, teilt die Stadt Halle mit. Daneben sei das Schulsystem zunehmend überfordert. «Schulen sind nicht nur Orte von Bildung, sondern vielmehr Orte, wo soziales Lernen stattfindet. Damit scheint das System aber immer mehr überfordert»,

Durch Inklusion kommen eben immer mehr Kinder mit Beeinträchtigungen in die Schule, die wir als Lehrkräfte nicht einfach abfangen können. Viele unserer Inklusionskinder haben eine Schulbegleitung.

Zu den Gründen werden hier auch die unzureichenden Ressourcen an den Schulen gezählt sowie eine fehlende sonderpädagogische Förderung.
[…]
Sie kämen aus jeder Gesellschaftsschicht, Kinder aus allen Schulformen seien dabei. Klienten seien beispielsweise Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen, deren Wahrnehmungsverarbeitung beeinträchtigt sei, Kinder mit Diabetes, Kinder im Rollstuhl oder auch solche mit Kinderdemenz ohne lange Lebenserwartung.

Hier werden viele Dinge vermischt, die so nicht vermischt gehören. Eine Schulbegleitung kann nicht die Arbeit von Sonderpädagogen abfangen. Ebenso haben Sonderpädagogen auch gar nicht die Zeit, die ganze Zeit neben einem Kind zu sitzen und diesem bspw. beim Organisieren der Arbeitsprozesse zu helfen.

«Die Aufgabe eines Schulbegleiters ist, sich unsichtbar zu machen, sich überflüssig zu machen», sagt Habelitz. Die Wege seien unterschiedlich. Autisten etwa bräuchten klare Strukturen. Alles, was sich ändert, bringt sie aus der Bahn. Bei bindungsgestörten Kindern gehe es erst einmal nur ums Da-Sein. Sie testeten alles aus, zeigten sich von ihrer «schlechtesten Seite». Die Schulbegleiter müssten das aushalten und signalisieren, dass sie trotzdem da seien. Verstehe der Klient das, dann könne man richtig beginnen, so Habelitz.

Die erste Aussage verstehe ich absolut nicht. Eine Schulbegleitung wird Autismus und ADHS nicht heilen. – Sie können sich nicht überflüssig machen. Ein Kind aus meiner Klasse braucht bspw. bei jedem Lernprozess Struktuierungshilfen durch die Schulbegeleitung, auch wenn diese schon sechs Jahr mit dem Kind arbeitet.
Tatsächlich haben wir meist beides, Sonderpädagogen nehmen in den Hauptfächern immer mal wieder Inklusionskinder mit aus dem Raum, geben ihnen Aufgaben, erklären etwas. Bei die Strukturierung der Prozesse sind die Schulbegletungen dennoch als Unterstützung dabei.

Sie setzt sich aber auch für eine andere Lösung ein: «Es wäre schön, wenn sich unser Bundesland auf den Weg machen würde zum Poolen.» Von derzeit befristeten Verträgen für die Schulbegleiter je Fall würde das System umgestellt auf feste Verträge und Schulbegleiter, die mit Lehrkräften in multiprofessionellen Teams arbeiten. Sie könnten so gleich mehreren Kindern in einer Klasse helfen.

Auch ohne Pool-Modell hat “unserer” Schulbegleitung von Anfang an zwar ein Kind begleitet, aber wenn sie Zeit hatte, sich auch mit um die anderen Kinder gekümmert. Wenn sie “ihrem” Kind vorgelesen hat, konnten sich z.T. andere Schüler dazusetzen, wenn das geholfen hat.

Ehrlich gesagt hat das nicht allen Lehrkräften unserer Schule auch gefallen. Teilweise gab es auch “Kompetenz-Gerangel”, weil Schulbegleitungen z.T. “nur” als Begleitung angesehen wurden und nicht als Teil des Teams.

Die Frage ist beim Pool-Modell auch, wie viel Unterstützung einzelne Kinder brauchen und ob man so mit einer Schulbegleitung allen Kindern gerecht wird.

Noch eine Perspektive, die mir in dem Artikel fehlt:
Schulbegleitungen verbringen mehr Zeit in Klasse als alle anderen Kollegen, sie sehen unglaublich viel und sind für die meisten Schüler (und Lehrkräfte!) fast unsichtbar. Sie merken meist als erste, was die Schüler eine Klasse bewegt, wenn es Unruhe gibt, was nebenbei passiert usw. Daher sind gute Schulbegleitungen auch für uns Lehrkräfte unglaublich wertvoll.

GBS-Mensch
5 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

“Die erste Aussage verstehe ich absolut nicht. Eine Schulbegleitung wird Autismus und ADHS nicht heilen”

Was wäre denn die Folge daraus? Dass nach der Schulbegleitung die Lebensbegleitung kommt?

Selbstverständlich können auch Menschen mit Autismus oder ADHS Strategien erlernen oder entwickeln, um mit ihrem Krankheits- oder Störungsbild besser und sozialverträglicher umgehen zu können und eine Schulbegleitung sollte diesbezüglich eine Ressource sein und sich insofern dann auch irgendwann einmal selbst überflüssig gemacht haben.

Fözi
5 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

Unbedingte Zustimmung!
Der Schulbegleiter eines Jungen meiner Klasse sieht und hört mehr, als ich mit meinen 9 Stunden in der Klasse imstande bin mitzubekommen. Er ist nach mittlerweile mehr als 3 Jahren nicht nur für “sein” Kind, sondern für alle Kinder der Klasse ein wertvoller Ansprechpartner und klärt viele Situationen direkt nach ihrem Auftreten. Informiert werde ich im Anschluss immer.
Aus diesem Grund bin ich dafür, dass es eine Person gibt, die nicht nur einem Kind, sondern der Klasse zugeordnet ist und bei jedem Kind helfend eingreifen kann. Mittlerweile sitzen in allen Grundschulklassen Kinder mit Unterstützungsbedarf. Bei Kindern mit besonders hohem Bedarf, wie z. B. Autismus oder aufwändiger Pflege ist die Pool-Lösung eher nicht angebracht.
Kinder mit Diabetes, starkem Über- oder Untergewicht oder immer wiederkehrenden anderen medizinischen Behandlungen könnten von einer Schulgesundheitsfachkraft profitieren.
Wir haben ca. 750 SuS in unserer Grundschule. Der Bedarf an Schulassistenzen wächst enorm. Ehe ein Kind jedoch eine bekommt, gehen locker 1,5 Jahre ins Land – von der Einsicht der Eltern in die Notwendigkeit über Diagnose, Antragstellung, der Suche eines Trägers bis zum Erscheinen der Assistenz in der Klasse. Wieviel Kraft das bis dahin die Lehrkräfte und vor allem die anderen Kinder der Klasse gekostet hat, kann man gar nicht ausdrücken.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

“Durch Inklusion kommen eben immer mehr Kinder mit Beeinträchtigungen in die Schule, die wir als Lehrkräfte nicht einfach abfangen können. Viele unserer Inklusionskinder haben eine Schulbegleitung.”
Freut mich, dass Sie hier zumindest eine Unterstützung erhalten.

Was das Pool-Modell betrifft, kann es der Schulbegleitung selbst helfen, wenn Sie bei einem Kind die Unterstützungszeit zurückfährt, nicht auf dem Trockenen zu sitzen

Fritze Flink ist 60
5 Tage zuvor

Schulbegleitungen sind teuer, oft wenig qualifiziert (gerade für die SuS mit besonderen Bedürfnissen schwierig!). Die anderen SuS integrieren die zumeist verhaltensspeziellen Betreuten nicht wirklich. Spätestens ab Klasse 5 ist Inklusion = Illusion. Aber Hauptsache keine Förderschule mit sonderpädagogischen Profis!

potschemutschka
5 Tage zuvor

Zitat von Sepp weiter oben:
“Eine Schulbegleitung kann nicht die Arbeit von Sonderpädagogen abfangen. Ebenso haben Sonderpädagogen auch gar nicht die Zeit, die ganze Zeit neben einem Kind zu sitzen und diesem bspw. beim Organisieren der Arbeitsprozesse zu helfen.”
An Sonderschulen oder auch in sonderpädagogischen Klassen an Regelschulen, könnte ein Sonderpädagoge mehrere Kinder speziell unterstützen. In Zeiten von gravierendem Personal- und sonstigem Ressourcenmangel ist dies mMn. die bessere Option für nicht wenige Fö-Schüler (v. a. mit kognitiven Beeinträchtigungen und/oder ESE).
Diese Beobachtung “spätestens ab Klasse 5 ist Inklusion = Illusion” machte ich auch (für Schüler mit kognitiven Beeinträchtigungen vor allem, aber auch für einen nicht geringen Teil der ESE-Schüler).
Aber ich bin halt ein Old-School-Sonderpädagoge und noch dazu seit 3 Jahren im verdienten Ruhestand. 🙂

Rainer Zufall
4 Tage zuvor

Also braucht es mehr Sonderpädagog*innen für die Inklusion? Volle Zustimmung! 😀

Rüdiger Vehrenkamp
5 Tage zuvor

Immerhin kenne ich inzwischen einige positive Beispiele, in denen Schulbegleitung im Laufe der Jahre obsolet wurde. Dies betrifft vor allem Kinder mit den Förderschwerpunkten “Lernen” oder “sozial-emotionale Entwicklung”. Die haben in der Regel dann auch den Hauptschul- oder sogar den Realschulabschluss geschafft. Einige wenige machten Abitur.

Im Umkehrschluss verlassen aber auch Kinder die Schule (und unsere Betreuung in den Familien), die aufgrund ihrer Beeinträchtigungen keinen Arbeitsplatz finden. Nach der Schule gibts hier keine entsprechenden Programme mehr.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor

Beziehen Sie sich auf Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf? Dort müssten die gleichen Schaltstellen liegen, wie bei denen am SBBZ. Oder meinen Sie Regelschüler*innen zum Schluss ohne Schulbegleitung?

Rüdiger Vehrenkamp
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich meine Kinder, die bis zum Ende ihrer Schullaufbahn eine Schulbegleitung hatten.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor

Das ist heftig

Omg
5 Tage zuvor

Die Expertin zeigt ihre Expertise täglich in einer übervollen Klasse mit Inklusionskindern, ohne jemals ein Multiprof. TEAM gehabt zu haben, schwadroniert nicht mit dem Wort HALTUNG, zeigt also, dass es Praxiswissen ist? Scherz beiseite. In Nordhessen hat man den Blödsinn der Teilhabe- Assistenz ohnehin kaum umgesetzt und gleich erkannt, dass die faulen Lehrer einfach zu bequem sind [IRONIE] . Läuft also entsprechend

Fraup
5 Tage zuvor

Jahrelang ohne Schulbegleitung gearbeitet (KB- Kinder, offener Rücken, Mütter kamen zur „Versorgung“, Extrem ADHS, Autismus,Down-Syndrom…). Frage mich heute ( seit 2 Jahren pensioniert , nie weniger als 27 Schüler) wie ich das für mich und die Kinder, auch noch freudvoll, geschafft habe. Dann kam das „Kapitel Schulbegleitung“: Zu Anfang: Danke an die beiden qualifizierten männlichen Autismus/ADHS- Begleiter, die mit ihrer männlich, lockeren Sicht noch einmal mehr zu einer offenen, unverkrampften Lernathmosphäre beigetragen haben. Nu ja, dann kamen die kurz angeleiteten Begleitungen für Kinder, bei denen die Frage aufkam: Warum? Dann begleiteten auf einmal 2 zusätzliche Erwachsene Kinder… . Wenn mir dann auch noch jemand sagt: „Ich finde den Unterricht so interessant und lerne so viel“… . Oki, Oki! Alle Integrationshelfer/ innen waren menschlich sehr nett, oft nicht so ganz hilfreich, zuletzt: Bitte nur e i n e Person, aber qualifiziert.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor

“Eigentlich würde Habelitz lieber längeres gemeinsames Lernen sehen, beginnend mit verpflichtenden Kitajahren und einer Vorschule, mehr sozialer Interaktion, mehr Toleranz, Respekt und Mitgefühl.”
Klingt ein wenig danach, dass das Schulsystem veraltet und nicht mehr Zeitgemäß ist…
Naja, behelfsmäßig mit Schulbehleiter*innen zukitten und sich bis zur Rente retten bzw. beschweren, dass die Kinder nicht mehr zur Schule passen -__-

Realist
4 Tage zuvor

Irgendwann wird man feststellen, dass die ganzen Schulbegleitungen, Sonderpädagogen und Umbaumaßnahmen im Regelschulsystem in der Summe teurer sind als die Förderschulen.

Und genau dann wird es die “Rolle rückwärts” bei der Inklusion geben…

Muxi
4 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und die Kinder ohne Inklusionsbedarf haben keine Menschenrechte, z.B. ein Recht auf Bildung? Oder das Recht, sich zum Lernen in ruhigen Räumen aufzuhalten?
In der Praxis ist es manchmal schon so, dass Inklusion und das Recht auf Bildung der anderen sich zumindest partiell ausschließen.

Muxi
4 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn bei Ihnen in der Redaktion wegen Menschenrechten plötzlich jemand sitzen würde, der sich nicht benehmen kann, durch ständiges Stören einen geordneten Gesprächsfluss verunmöglicht, und (wie es in einem früheren Artikel hier mal hieß) “ab und an Stühle durch die Gegend wirft”, dann hätten Sie wohl ein Problem damit.
Aber Schüler (und Lehrern) ist das zuzumuten?

potschemutschka
4 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Kommt drauf an, wie man “Behinderung” definiert. Jemand, der mit Stühlen schmeißt, hat mit großer Wahrscheinlichkeit eine Behinderung in der sozial-emotionalen und/oder psychischen Entwicklung, denn, als normales Verhalten ist das in keinem Alter einzuordnen und auch nicht zu tolerierenn, meine persönliche Meinung!

potschemutschka
4 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Emotional-soziale Entwicklungsauffälligkeiten sind zu einem Teil psychisch/organisch, aber zu einem großen Teil in “falschen” sozialen Einflüssen begründet. Erstere gehören in professionelle Behandlung (Neurologie/Psychiatrie/Psychotherapie) und letztere brauchen meist feste Strukturen in allen Lebensbereichen. Wie und wo man ihnen diese Strukturen schafft/ schaffen kann ist eine Frage an die Bildungspolitik, aber auch an Jugendämter und Co. Die Lehrer/Erzieher können diese Probleme allein nicht bewältigen!
Es kann nicht sein, dass einige wenige die anderen Schüler oft über längere Zeit am Lernen hindern und alle nur laut rufen: “Aber Inklusion ist ein Menschenrecht!” Ja ist es, aber auch nur so lange die Menschenrechte anderer nicht darunter leiden. Da gebe ich Muxi recht.

Muxi
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sorry, falscher Vergleich.
Im Bahnbild ginge es nicht darum, ob Züge pünktlich sind, sondern darum, ob die Bahn aufgrund der Pflicht auch Behinderte Menschen zu transportieren das Recht verliert, randalierende Passagiere rauszuwerfen.

Muxi
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und mit der Inklusionspraxis verstößt der Staat gegen diese Verpflichtung. Zumindest den Schülern gegenüber keinen Inklusionsbedarf haben. Die haben nämlich auch ein Recht auf Bildung und dieses Recht können wir ihnen unter den Umständen nicht erfüllen.

potschemutschka
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie billig von der Redaktion, mir und Muxi zu unterstellen, wir machten die Inklusions-Schüler verantwortlich. Wir machen nur darauf aufmerksam, dass es so wie es im Moment an den meisten Schulen läuft, weder für die I-Kinder noch für die anderen gut läuft. Was erwarten Sie von uns Lehrern, mehr als darauf aufmerksam zu machen, geht nicht. Macht man darauf aufmerksam wird man als Inklusionsfeindlich abgestempelt. Also Klappe halten, Augen und Ohren verschließen und irgendwie durchwurschteln und über die Kollateralschäden schweigen?
Was meinen Sie, warum ich mich vor fast 50 Jahren entschied Sonderpädagogik zu studieren? Bestimmt nicht, weil ich etwas gegen Menschen mit Behinderung habe!
Ich habe 40 Jahre Vollzeit versucht, mein bestes für diese Schüler und deren Eltern zu tun. 28 Jahre war ich an einer Sonderschule tätig, 12 Jahre in der Inklusion an einer Brennpunkt-GS. Da maße ich mir doch schon an, einige Unterschiede und einige Entwicklungstendenzen der letzten Jahre beobachtet zu haben (auch an anderen Schulen, zu denen ich beruflich und privat Kontakt hatte/habe).

P.S.: Sie schreiben, wir sollten an die Kultus- und Finanzminister adressieren. Wie stellen Sie sich das genau vor?
Sie sind doch ein Medium mit großer Reichweite. Bei Ihnen können Lehrer/, Erzieher und Sozialpädagogen ohne Angst vor irgendwelchen Konsequenzen Ihre Meinung und Erfahrungen schreiben … dachte ich zumindest. Stattdessen wirft man mir und anderen Inklusionsfeindlichkeit vor. Was soll das?
Sollen die vom Elfenbeinturm und Politiker, die hier ja mitlesen sollen (nach Aussagen der Redaktion), nur positiv-geschönte Berichte lesen?

potschemutschka
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Bedingungen kritisieren viele (auch ich) hier doch ständig, aber das ändert eben nichts. Ich bin nicht generell gegen Inklusion, aber gegen Inklusion auf Teufel komm raus. Solange die Bedingungen nicht geschaffen werden, leiden zu viele Kinder und Lehrkräfte.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Solange die Bedingungen nicht geschaffen werden, leiden zu viele Kinder und Lehrkräfte.”
Die Bedingungen wurden seit bald 20 Jahren nicht geschaffen und Sie wollen die Erwachsenen auf Kosten der Kinder schonen?
Treten Sie doch mal für eine Verbesserung der Inklusion ein, anstatt vom absoulut unrealistischen Szenario zu träumen, wir würden das Grundgesetz auf Kosten von Kindern mit Behinderung ändern 😉

Mika BB
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„ Sonst würden Sie die Bedingungen kritisieren und nicht das Prinzip“

Jut, dann noch mal im Klartext und in ganz deutlich:

Ich will eine Inklusion, welche jedem Kind, egal ob beeinträchtigt, hochbegabt, beides oder nichts davon, die notwendige Förderung zukommen lässt.

In meinen ü30 Jahren Lehrersein habe ich die Einführung des inklusiven Lernens miterleben dürfen, an Grundschule, Oberschule und Gymnasium.
Was zunächst als „ maximal 15 SuS in einer inklusiven Lerngruppe, davon maximal 2-3 mit Förderbedarf, eine zweite Kraft (Sonderpädagoge oder Erzieher) in der Klasse, räumlicher Umbau entsprechend den Bedürfnissen der Kinder“ beschrieben wurde, wandelte sich unter Einfluss der real existierenden personellen und materiellen Ressourcen zu: „30 Kinder pro Klasse (davon 5 mit offiziell bestätigtem Förderbedarf und 3-5, die diesen bei Antrag attestiert bekämen), Stuhl dazustellen, eventuell kommt einmal die Woche für 45 Minuten ein Sonderpädagoge, aber nur, wenn er nicht krank oder in Vertretung ist“. Und zwar blitzartig.

Statt allen Kindern, egal ob beeinträchtigt, hochbegabt, beides oder nichts davon, möglichst gerecht zu werden und allen das vom Rahmenlehrplan vorgeschriebene Wissen einschließlich Sozialverhalten beibringen zu können, bin ich mit Feuerlöschen beschäftigt. Es leiden alle unter dem, was die Politik unter „Inklusion“ versteht: die SuS, die Eltern, die Lehrkräfte.

Echte Inklusion, und ich schreibs gern zum zweihundertsten Mal, ist nämlich richtig teuer. Die braucht viel Personal, viel Ausstattung, viel Kompetenz. Die ist viel, viel teurer als der Betrieb von Förderschulen. Diese notwendigen! Ressourcen bekommen die Schulen aber nicht von der Politik. Selbst den Stuhl dazu zahlt der Schulträger, nicht das Land/der Bund als Auftraggeber.

Und jetzt muss man sich als Lehrer entscheiden:

(A) ich spiele das Spiel weiter mit, hoffe auf das baldige Einsehen der Politik, die immer wieder ausformulierten und adressierten Forderungen zu erfüllen, räufele mich jeden Tag auf, bis ich irgendwann bald zusammenbreche, sehe meine Schüler kaputtgehen (insbesondere meine Inklusionskinder)
oder
(B) ich sage: so geht es nicht. Wenn die notwendigen Ressourcen nicht bereitgestellt werden, kann ich hier nicht inklusiv beschulen!

Und bitte, wenn Sie immer wieder schreiben, die Lehrer müssen sich an die Politik wenden: Habe ich gemacht, haben viele Verbände (auch Elternverbände, Wohlfahrtsverbände und Co) gemacht. Die Politik weiß, was es für gelingende Inklusion braucht. Sie weigert sich jedoch konsequent, die Mittel bereitzustellen.

Hier von den real existierenden Kollegen verweigert sich kaum einer der Inklusion. Wir verweigern uns der politisch gewollten Kindeswohlgefährdung durch die real existierende Ausgestaltung derselben – aus Verantwortung den Kindern gegenüber.

Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

“ich sage: so geht es nicht. Wenn die notwendigen Ressourcen nicht bereitgestellt werden, kann ich hier nicht inklusiv beschulen!”
DAS ist leider das Spiel, dass Sie spielen. Wie haben sich einreden lassen, sich da irgendwie rausklinken zu können. Es ist ja noch Zeit, bei einem selbst ist garantiert keine Inklusion, und wenn, dann wird sich die Schulleitung da schon einsetzen.
Dem ist nicht so. Die Inklusion ist seit bald 20 Jahren da und geht nicht wieder weg – egal was andere Ihnen da vorlügen. Tut mir allen ernstes leid 🙁

Mika BB
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sagt derjenige, der an einer Förderschule unterrichtet und 5h pro Woche in Einzelarbeit Kinder an Regelschulen fördern soll – wenn er denn nicht krank oder anderweitig verhindert ist.

DAS nenne ich Heuchelei. Lernen Sie erst mal, inklusiv zu arbeiten und tun Sie das dann auch: Sie unterstützen mit Ihrer Arbeit an der Förderschule nämlich die EXKLUSION von Kindern und Jugendlichen.

Und damit war’s das auch an meinerseitiger Reaktion auf Ihr Geschreibsel.

Rainer Zufall
2 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Ich werde niemals krank – ich bin zu stark 🙂

Gutachten werden nicht von der Inklusionszeit abgehängt, bspw. Ausflüge plane ich an den Tagen, wo ich meine Klasse tatsächlich habe, sonst fällt der Fachunterricht weg.

“DAS nenne ich Heuchelei.”
Was konkret? Alle wollen doch Förderschulen
Sind Sie mir denn gar nicht dankbar, dass ich meine kleine Förderschulklasse von der Regelschule fernhalte, anstatt mit diesen Stunden Lehrkräfte wie Sie in der Inklusion zu unterstützen? DAS, genau das wollen doch fast alle im Forum 😀

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Wir machen nur darauf aufmerksam, dass es so wie es im Moment an den meisten Schulen läuft, weder für die I-Kinder noch für die anderen gut läuft.”
Und das jedes Kind, das einen Stuhl wirft, wahrscheinlich eine Behinderung hat und weg muss – anstatt zum Beispiel die Rahmenbedingungen für alle (!) zu verbessern :/

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

“Und mit der Inklusionspraxis verstößt der Staat gegen diese Verpflichtung. Zumindest den Schülern gegenüber keinen Inklusionsbedarf haben.”
Wenn dem so ist, muss die Inklusion VERBESSERT werden 😉

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Läuft es an Schulen doch nicht so schlimm, wie ununterbrochen behauptet wird, oder haben diese Kinder für Sie fast alle eine Behinderung?
Ich glaube nicht, dass sich da Ihre Definition wissenschaftlich stützen lässt

Muxi
4 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Weil wir Lehrer Inklusion nicht nur als pädagogisches Bullerbü aus Uniseminaren kennen, sondern die Praxis erleben. Und die Praxis heißt, dass immer wieder Schüler dabei sind, die (aus unterschiedlichsten Gründen) nicht in beschulungsfähig sind und damit Klassengemeinschaften entstehen, die den anderen Schülern schaden.

Oder (frei nach Ihnen oben): Wie mies ist es, Kindern die Lasten für Inklusion aufzubürden, und dann völlig zu ignorieren dass es diese Lasten gibt (die man selber nie akzeptieren würde)?

Muxi
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, ich erlebe die Praxis an der Schule und die ist ein Problem für viele Schüler. Und die Interventionsmöglichkeiten die uns das Schulrecht erlaubt sind z:b. bei “verhaltensorginellen” Schülern nicht sinnvoll, weil sich einige von denen schlicht nicht selber regulieren können. Also können wir oft nichts anderes tun als einfach zu akzeptieren dass es ab und an keine Lehrförderliche Umgebung ist, der wir die Schüler aussetzen müssen.
Und das “Stühle werfen” stammt nicht von mir, ich hab das zum Glück noch gefunden:
https://www.news4teachers.de/2025/01/es-sind-ja-nicht-die-behinderten-kinder-schuld-dass-lehrerinnen-immer-mehr-machen-muessen-raul-krauthausen-ueber-inklusion/

Muxi
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Es geht nicht um “per so verhaltensauffällig”, es geht um diejenigen Kinder, die Verhaltensauffällig sind. Und Inklusion sorgt dafür, dass wir mehr von diesen in die Klassen bekommen und nichts dagegen tun dürfen. Es verstärkt also ein Problem.
Nebenbei: Wie kann man auf die Idee kommen, dass Kritik an der Inklusionspraxis heißt, dass man alle behinderten Kinder zum Problem erklären würde? Das Problem ist doch, dass nicht mehr unterschieden wird zwischen “beschulungsfähig” und “nicht beschulungsfähig”, also eben nicht mehr die individuelle Person im Zentrum steht.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber es wird nicht selten seitens der Politik suggeriert, es gäbe Ausweichmöglichkeiten, Inklusion wäre irgendwie abwählbar und dass es ein System mit ausschließlich Förderschulen geben könnte.

Tatsächlich halten die Kolleg*innen in schlecht laufender Inklusion eben das System am laufen, wo Eltern zu hin Förderschulen verschreckt werden sollen – auf Kosten der Inklusionskinder und deren Lehrkräften. Aber dies ist gewollt, auch irrwitzigerweise von eben diesen Lehrkräften

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

“Und Inklusion sorgt dafür, dass wir mehr von diesen in die Klassen bekommen und nichts dagegen tun dürfen.”
Wenn Sie etwas GEGEN Kinder tun wollen, sollten Sie sich vielleicht Beratung im bzw. mit dem Kollegium suchen, wie Sie mit diesen Kindern ungehen können.
Klingt ja schon recht problematisch, wenn Sie mehrere verhaltensauffällige Schüler*innen in Ihrer Klasse haben.
Wie gehen die Parallelklassen ggf. mit diesen Probleme um?

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Dann fordern Sie doch Verbesserung und für Ihre Klasse – wo Sie ja tagtägliche Sprengungen des Unterrichts erleben – Unterstützung. Wenden Sie sich an die GLK, wie Sie mit Ihren Fällen unterstützt werden können

dickebank
4 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Aktives oder passives Wahlrecht?